Frage zum Neuen Jahr

Frage: Was ist der Unterschied zwischen dem jüdischen, dem christlichen und dem islamischen Gott?

Antwort: Ob Sie es nun glauben oder nicht, aber nur der christliche Gott ist beschnitten!

Während im Islam und im Judentum die meisten Männer beschnitten sind, ist im Christentum Gott beschnitten und die meisten männlichen Christen gehen mit Vorhaut in die Kirche.

Im Gegensatz zum jüdischen und islamischen Gott, von dem wir nicht einmal wissen, ob er (oder sie) überhaupt einen Penis hat, geschweige denn einen Schmock (“Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen”), zeichnet sich der christliche Gott dadurch aus, dass er Mensch geworden ist: Jesus! Allerdings ist Gott in der Menschwerdung vollkommen Gott geblieben, da ist wenigstens die katholische Theologie eindeutig: Jesus ist Mensch und Gott zugleich. Ach ja, und Heiliger Geist, aber das würde nun zu weit führen.

Als Mensch war Gott jedenfalls ein Knabe und als Knabe war er Jude und als Jude war er beschnitten. Es ist gerade so, als habe Jesus stellvertretend für alle Christen die Beschneidung auf sich genommen.

Wir haben gelernt: “Du sollst Dir kein Bildnis von Gott machen”. Wahrlich, aber das Christentum lehrt uns: Mach Dir ein Bild! Wobei die Katholiken im Schaffen von Bildern weitaus kreativer waren und sind, als die Protestanten. Es gab sogar Zeiten, in denen Protestanten, der alten Tradition verpflichtet, einen wahren Bildersturm organisiert hatten, aber das ist schon lange her.

Heute machen sich alle Christen Bilder von Gott: An Weihnachten ist Gott ein Säugling, an Palmsonntag reitet er auf einem Esel, an Karfreitag ist er ein toter Mann und zu Neujahr wird er beschnitten.

Ein Gott zum Anfassen.

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18 Antworten zu Frage zum Neuen Jahr

  1. Hessenhenker schreibt:

    Wunderbar, er wird beschnitten, ein Gott zum Anfassen, nachher wird noch in den Wunden rumgestochert . . .
    Ich kann fallweise kein Blut sehen, bin mal in der Schule umgekippt weil im Biologieunterricht nur davon gesprochen wurde – muß ich jetzt zwangsweise ein Ungläubiger sein?

  2. Cajus Pupus schreibt:

    Und was ist denn nun mit Euch Moslems? Wo Ihr Moslems doch dran festhalten ist Allah mit seinem Koran! Was ist denn der Koran? Nach muslimischer Einstellung ist der Koran eine fehlerlose, unfehlbare, ewig gültige, göttlich Offenbarung!

    ha ha ha Euer Koran wird seit dem 6. Jahrhundert bei Allah im Himmel aufbewahrt! Was Ihr Moslems erhalten habt ist eine Kopie! Nun stellt Euch mal vor. Euer Koran wurde von einem Kameltreiber Namens Mohammed in seinen epileptischen Anfällen „empfangen“! Die zehn Gebote hat bei uns Moses im Original erhalten! Und dabei war Moses im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte! Was man ja bei Mohammed nicht gerade behaupten kann!

    Und außerdem war Gott in seinem Sohn Jesus persönlich auf der Erde und hat uns das Christentum gelehrt! Gott hat mit Menschen gesprochen und hat Wunder bewirkt!

    War Allah eigentlich schon mal auf der Erde?

    • Aristobulus schreibt:

      Religion vs. Religion hat noch immer zu Rechthaberei, zu Dummheit und Messerei , also zu Viertelgedanken eines Cajus Pupus geführt, Sie Gaius Minicaesar, und den hat einer übrigens dorten abgemessert, wo jetzt ‘ne Kneipe ist. Keinem hat’s was genützt.

  3. A.mOr schreibt:

    Soso, ein Gott zum Anfassen, bitteschön

  4. Welt-Kosmo schreibt:

    Du kannst mal dem Jesus einen blasen Herr Buurmann!:D:D So wird man weniger christenfeindlich du widerlicher Philosemit!

    • hansi schreibt:

      Welt-Kosmo

      nach Ihrer Logik ist also ein Philosemit gleichzeitig ein Christenfeind.

      Sehr Kleiner Welt-Kosmos in dem Sie leben , Sie haben immer Ihren beschränkten Horizont vor Augen!!

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Moment, Welt-Kosmo, Sie sagen, wenn ich einem Juden einen blase, werde ich weniger christenfeindlich. Sie glauben also, jüdisches Sperma besitzt magische Kräfte. Wow, und Sie nennen mich philosemitisch.

      • Aristobulus schreibt:

        Dieser Welt-Koschmo will eine Lanze für’s Chgristentum brechen, aber es rutscht ihm bloß eine scheußliche Blasphemie raus. Der kann’s also nicht. “Christenfeindlich”. Tsiss. Was wohl Papst Ratzinger dazu sagen würde? Oder Päpstin Käßmann?

      • Eliyah schreibt:

        Jüdisches Sperma kann jüdische Kinder zeugen. Aber nur, wenn die Eierstöcke dazu jüdisch sind. Und mit deren Hilfe kann das auch nichtjüdisches Sperma. Was macht das jüdische Sperma also so besonders? Fragen über Fragen ;)
        Ich wusste gar nicht, dass Jesus schwul war, wie “Welt-Kosmo” suggeriert. Vielleicht erklärt das, warum er keine Kinder hat.

        • Aristobulus schreibt:

          Aber er soll doch die Mirjom ‘Magdalena’ ziemlich unschwulischerweise ganz nett gefunden haben, zumindest filmte das mal ein Italiener, der aber irgendwas verwechselt hat, denn Magdalena klingt polnisch und dabei nicht mal chassidisch (gibt’s ja alles dann doch ungeahntermaßen). Wobei die Mirjom M. aber définément jüdische Ingredienzen hatte. Wie hieß sie wohl außer Mirjom? Migdal? Mikdasch? ;)

  5. misc schreibt:

    Jesus war Jude und wurde am 8. Tag beschnitten. Ganz normale Brit Mila (OT: dazu hier ein wunderbarer, augenöffnender allgemeiner Artikel: http://aro1.com/philosophie-brit-mila/). Soweit, so unspektakulär.
    Dass Christen nicht beschnitten sind, liegt daran, dass sie ja nachwievor Heiden sind. Paulus und Petrus et al. zoffen sich in der so-called “Apostelgeschichte” (eigentlich: Taten der Gemeinde) darüber, ob Heiden nicht vorher zum Judentum konvertieren müssten, um Jesus, als den Messias, annehmen zu können. Die messianische Idee ansich ist ja urjüdisch. Nun kam Jesus für die Juden zuerst/im besonderen, aber auch für die Heiden (hier sind übrigens die meisten deutschen ÜBs falsch, die mit “Griechen” übersetzen, – hier wird ganz klar die weiterhin gültige Unterscheidung von Juden und Heiden ["aus den Nationen"] genannt: »16 For I am not ashamed of the Good News, since it is God’s powerful means of bringing salvation to everyone who keeps on trusting, to the Jew especially, but equally to the Gentile« CJB, vgl. http://bible.cc/romans/1-16.htm)) …da er also für Juden und Heiden kam, gab es ein Problem. Also zoffen sich Paulus und Petrus und die anderen in Jersualem darüber, wie das funktionieren soll. Die Anweisungen die wir in Apg. 15 sind für Heiden/Nicht-Juden bestimmt: “ihnen nur anbefehle, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.”
    Die Beschneidungsfrage kommt nämlich nochmals auf. Daher kommt dann der Term “die im Herzen beschnittenen”. http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkumzision#Christentum (dort zitierte Stellen »Ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden« Devarim/Deuteronomium (sic!) 10,16, weitere: Röm 2,25 und Gal 5,6) Die Beschneidung für Heidenchristen wird dann als nicht notwendig erklärt. Das hat auch mit dem Heiligen Geist zutun (damit ist biblisch(!) nichts anderes gemeint als “Ruach ha-kodesh”, http://en.wikipedia.org/wiki/Holy_Spirit_%28Judaism%29), dass er die Torah in die Herzen schreiben werde.
    Jedenfalls bezieht sich diese ganze Diskussion *nicht* auf die messianischen Juden, Judenchristen in der messianischen Gemeinde (die ja bis ca. 300 u.Z. existierte). Für die Juden, die damals Jesus als den Messias annahmen, war es gar keine Frage. Natürlich würden sie weiterhin ihre neugeborenen Jungen am achten Tage beschneiden. What would Jesus do?
    Christen können sich allerdings natürlich beschneiden lassen. Es hat eigentlich nur Vorteile in vielerlei Hinsicht. Nicht nur medizinisch. Aber dabei sind Studien interessant, dass die Häufigkeit und Risiko von Gebärmutterkrebs bei Ehefrauen, die beschnittene Männer haben, extremst geringer ist. Nur ein Beispiel der vielen Vorteile.
    Da aber der biblische “christliche” Glaube eigentlich eine -von mir aus- merkwürdige Form eines transkulturellen Judentum-Branches ist, gelten verpflichtend eben nur die vier Vorgaben aus Apg. 15, die Zehn Gebote, (dazu auch die Noachidischen, die aber bis auf die Forderung nach Gerichtshöfen den Zehn Geboten ähneln bzw. darin aufgehen), die “zwei wichtigsten” Gebote, die Jesus nennt bzw. die er zitiert, weil beide sind Zitate aus dem Tenach/AT. Biblisches Christentum ist alles andere als “lawless”. Man könnte sagen: 2 + 10 + 4 + (7 – 6) = 17. Also 17 “mandatory” Gebote und Verbote im Christentum. Über diese zwingenden Dinge hinaus kann jeder Christ soviel judaistisches in seinen Glauben einfließen lassen, wie er möchte. Auch eine Beschneidung. Sollen sich aber nicht Juden nennen und keinen Bonus darin sehen und andere Christen/Nichtjuden nicht dazu drängen. Es ist gut für sie individuell, aber als Heiden nicht zwingend.
    Jetzt wird es tricky. Denn 100% wird im Christentum oft das Gebot “Du sollst dir kein Bildnis machen!” aufs übelste missachtet. Wir beten Kreuze an, Jesus-Figuren, etc. pp. Dass man die biblischen Geschichte irgendwie darstellen muss, ist aber auch logisch – als das Erzählen der Geschichte. Wobei hier die Frage ist, ob man sowas darstellen muss. Wir sehen ja wohin das führt, zu so antisemitischen Filmchen wie dem von Mel Gibson. (Während Steven Spielberg übrigens die Verfilmung der Bücher Mose in Planung hat. Yay!) Achso, übrigens, im NT steht das Jesus Jude war. Beschnitten wurde. Und dass er starb, wieder auferstand und Jude blieb. Jesus ist auch in der Messiasvorstellung an ihn, weiterhin Jude, zumindest wird das nirgendwo aufgehoben. Und: »sat down on the right hand of the Majesty on high;« (KJV) bzw. »he sat down at the right hand of HaG’dulah BaM’romim.« (CJB http://www.biblestudytools.com/cjb/ , Hebräer/MessianischeJuden 1:3)
    Und ja, die christlichen Feiertage sind – bis auf Pfingsten, das mit Schavout – korreliert, insgesamt alle sozusagen “cultural bias”. Und alle paganisch infiltriert aber vorallem auch so datiert. Die katholische Kirche findet z.B. von oberster Stelle Sonnenabetung völlig ok. Das sagt uns sehr viel über die katholsiche Kirche als Institution. Biblisch deuten die Beschreibungeun und Geschehnisse, die “Location” um Jesu Geburt nämlich verblüffend plus/minus auf …Sukkot. Nun dauert Sukkot mehrere Tage und ändert sich im Kalender auch, d.h. man müsste nachschauen, wenn es im Jahre 0 u.Z. stattgefunden hat, aber trotzdem wüsste man niemals den genauen Tag von Jesu Geburt. Übrigens, kann das das auch beabsichtigt gewesen sein. Dass man ihn überhaupt nicht feiern soll! Das einzige was ok ist, dass christliche Gemeinden am Sonntag den Ruhetag, “feiern” bzw. wie das eben hier getan wird oder nicht. Weil man oft lesen kann im NT, dass sie sich am ersten Tag der Woche trafen. Damit ist natürlich der jüdische Kalender gemeint und der erste Tag ist immer nach dem Schabbat. Diesen Feiertag haben Heiden ja auch nicht, weil der Schabbat ein Zeichen ist, dass G’tt sein Volk aus Ägypten geführt hat. Davon waren die Heiden ja nicht betroffen. D.h. “Du sollst den Feiertag heiligen!” ist ja für Heiden nur am Sonntag machbar. Für Juden natürlich weiterhin der Schabbat. (Übrigens gilt auch der Schabbat für jüdisch-messianische Gemeinde. Es ist ihr Feiertag! Bei gemischten Gemeinden würde dann auch der Schabbat a fortiori schwerer wiegen. Oder man müsste an zwei Tagen…, auf diese Diskrepanz weist Paulus ja im Römerbrief hin: » One man esteemeth one day above another: another esteemeth every day [alike]. Let every man be fully persuaded in his own mind.«, 14:5, KJV)

    Zitat aus dem Artikel: »Heute machen sich alle Christen Bilder von Gott: An Weihnachten ist Gott ein Säugling, an Palmsonntag reitet er auf einem Esel, an Karfreitag ist er ein toter Mann und zu Neujahr wird er beschnitten.« Die Auferstehung und die Transfiguration fehlen. http://www.youtube.com/watch?v=vnGEPoH-HyM

    Fazit: Wer hat uns betrogen? Theologen! Und die institutionalisierte christliche™ Kirche.

    • Aristobulus schreibt:

      Misc, danke für Deinen Kenntnisreichtum. Ich habe jedoch ein Problem mit Deiner Ausage, dass die christlichen Feste “paganisch infiltriert” seien. Vom Judentum aus gesehen ist das einfach fremder Dienst. Es ist zwar keine Götzenanbetung, alles Andere als das!, und darum zählt es freilich auch nicht als Heidentum.

      Die Christen hatten sich irgendwann im zweiten Jahrhundert so weit von den Auffassungen des Judentums entfernt, dass seitdem keine Brücke mehr besteht. Falls immer mal wieder eine geschaffen werden soll, geht das Bauen regelmäßig von Christen aus, die sich über ihre Ursprünge im Zweifel befinden, oder die es unglücklich macht, dass aus der Zeit zwischen den damaligen Noch-Juden und den späteren Weihnachtsfest-Christen keine schriftliche Überlieferung existiert.
      Es ist nun mal keine da. Daran hilft auch Deuteln nichts.

      À propos: Es gibt keine “jüdisch-messianische Gemeinde” seit ca. dem zweiten Jahrhundert. Die sich heute als Messianics bezeichnen, sitzen einer Chimäre auf. Denn jüdischerseits kann G”tt keinen Sohn haben. Wofür sollte er? Und im Judentum ist es eine fremde Idee, dass einer die Sünden Anderer auf sich nehme. Das passt alles nicht, und es wird nie zusammenpassen.
      Der Moschiach ist noch nicht gekommen: Falls er doch schon gekommen wäre, müsste die Welt zwangsläufig anders aussehen.

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