Wenn Minister sprechen

Es gibt Minister, die nehmen wirklich kein Blatt vor dem Mund.

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Was klingt wie eine Rede von Joseph Goebbels ist in Wahrheit viel jünger. Der oben zitierte Auszug stammt nicht von einem deutschen Minister der NSDAP sondern von dem stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu. Er sprach diese Worte am 28. Februar 2010.

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt wurde:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Dies predigte der Fatah-Mufti vor einer jubelnden Masse. In der Charta der Hamas heißt es im Artikel 7:

Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!

In diesem Video, finden sich weitere klare Worte:

„Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“(Al-Rahma TV (Ägypten) 26. Januar 2009)

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslim ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will. Sie haben mehrmals versucht, unseren Propheten zu töten.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen. Dieses Ereignis führte zu Unruhen im Paris der damaligen Zeit und die französische Regierung sah sich einem enormen Druck ausgesetzt. Eine ähnliche Sache ereignete sich in London, wo ebenfalls viele englische Kinder durch jüdische Rabbis ermordet wurden.“ (Dr. Hassan Hanizadeh auf Jaam-E Jam2 TV (Iran), 20. Dezember 2005)

„Es muss ein Kind sein, das die Pubertät noch nicht erreicht hat. Die Juden entführen das Kind, stecken es in ein Fass, nur zu dem Zweck, um durch Löcher, die an den Orten, wo sich die Arterien des Kindes befinden, kleine Schrauben in die Körper zu schrauben, um an das Blut zu kommen. Sie sammeln das Blut und benutzen es für ihr Pessachfest.“ (Ein politischer Kommentator des Nile Culture TV (Ägypten), 25. Februar 2007)

„Die Juden haben zum Beispiel diesen französischen Doktor Toma getötet, der Juden umsonst behandet hat, um die Lehren des Christentums zu verbreiten. Obwohl er ihr Freund war und sie von ihm profitiert haben, haben sie ihn an einem ihrer Feiertage entführt und geschlachtet, zusammen mit einer Schwester. Sie haben Matzebrot aus ihrem Blut gemacht. Sie machen das jedes Jahr. Die Welt muss davon erfahren! (Dr. Sallah Sultan, Präsident des Amerikanischen Zentrums für Islamforschung auf Al-Aqsa TV (Gaza), 31. März 2012)

„Juden sind Schweine und Affen! Gott sagt das!“ (Ein kleines Mädchen auf Iqra TV (Saudi-Arabien), 7. Mai 2002)

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“ (Wiam Wahhab, ehemaliger libanesischer Minister, auf Al-Jadid/New TV (Libanon) 4. Juli 2010)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

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63 Antworten zu Wenn Minister sprechen

  1. ruth spicker schreibt:

    ES passiert mir selten,
    aber ich sprachlos, vor ENTSETZEN UND WUT!!!!!!!!!!!!!!!
    Fatah, die “Moderaten” ??

    Unsere Medien, die Parteien…..Grüne und “Linke” fahren nach Teheran…..,
    natürlich hatten Claudia Roth und Andere ein Kopftuch angelegt, die Burkas waren wohl ausverkauft.
    Haben sie sich den letzten “Lanz” angesehen, als einer der beiden “Bild” Journalisten von
    seiner 136tägigen Haft im Iran berichtete…….
    Es ist die braune Sauce, die mir meine Verwandtschaft noch vor meiner Geburt raubte.

    Heute, das sind nicht (nur) die Nazis, sondern diese islamistischen-, menschenverachtenden
    Aussagen und das unter einem Dach einer “Religion”?
    Aber dazu scheint den Parteien in Deutschland kein Licht aufzugehen, dafür gibt es dann
    demnächst noch eine “Expertenkonferenz”, wofür oder wogegen auch immer.

    Ruth Spicker, Berlin

  2. Marti schreibt:

    Ich habe ein Jahr lang in Syrien gelebt um dort mein Arabisch zu verbessern. Eigentlich jeder dort hasst Israel und Judenhass, der recht frei geäußert wird, ist dort absoluter Mainstream. Über Ausrottungsantisemitismus regt sich keiner auf, auch wenn dies von weniger Menschen geteilt wird. Genau das ist die Voraussetzung für den großen (Atom)-Schlag gegen Israel, von dem viele in Syrien träumen.

    Hitler hat den meisten Deutschen damals die Möglichkeit gegeben wegzuschauen, was viele getan haben, denn sie wussten genug, um zu wissen, das sie nicht mehr wissen wollen.

    In der arabischen Welt ist das heute gar nicht nötig. Juden auszurotten ist okay, denn schon Mohammed hat es so gehalten, als der den jüdischen Stamm der Banu Quraiza vernichtete und Mohammeds Handeln ist neben dem Koran der einzige moralische Standard, denn der sunnitische Islam kennt.

    Man kann Mohammed nicht kritisieren, weil er der einzige Maßstab für richtiges Verhalten ist. Eine eigenständige Erkenntnisfähigkeit des Menschen, wie er handeln soll, verneint der sunnitische Islam. Hauptgrundlage der Lehre von der mangelnden Erkenntnisfähigkeit des Menschen ist die Asch’ariyya, also das Asch’aritentum, das die Hauptquelle der sunnitischen Glaubenslehre (aqida) ist.

    • Silke schreibt:

      Hitler hat den meisten Deutschen damals die Möglichkeit gegeben wegzuschauen, was viele getan haben, denn sie wussten genug, um zu wissen, das sie nicht mehr wissen wollen.

      Der Satz gefällt mir gut. Ich bin von der Generation “DAVON haben wir nichts gewußt.” groß gezogen worden und noch heute dreht sich mir der Magen um, wenn einer mal wieder sagt, seine Eltern hätten natürlich nix gewußt wie z.B. der ach so untadelige Joachim Gauck in einem Interview. Ich hätt’s ihm nicht übel genommen, hätte er nix gesagt, aber daß er DAS gesagt hat, das nehme ich ihm übel.

      • AMC schreibt:

        Joachim Gauck hat auch gesagt: : „Wir Deutsche sind Musterbeispiele dafür, wie man sich mit seiner Geschichte kritisch auseinander setzt, diese mustergültige Aufarbeitung haben andere Völker nicht geleistet, nun wird es endlich Zeit dafür!“ und: „Darf man Menschen, an denen Verbrechen verübt wurden gestatten, dass sie ihr Leben lang selbst Verbrechen begehen?“ (Sept. 2003, Phoenix Diskussion) Das sagte er zu einem sehr anständigen Polen, als es um das “Vertriebenenzentrum” ging.

        • Aristobulus schreibt:

          “Wir Deutsche sind Musterbeispiele…” ah so, jetzt versteh ich wohl Gaucks Energie damals wegen der Stasi-Akten. Er tat das weniger aus Anständigkeit, als aus dem Stolz, sich musterhaft zu verhalten

          • Silke schreibt:

            lt. Nick Cohen in “What’s Left?” ist unsere “Aufarbeitung” tatsächlich vorbildlich (hat ja auch lang genug gedauert). Aber als die Iraker nach Hussein’s Sturz kamen und gern unterstützt werden wollten, wurde gemauert. Soweit ich mich erinnere nicht von den Mitarbeitern, die wollten gern, aber sie wurden von höherer Warte gehindert. Ich weiß auch nicht mehr welche Behörde es war (Nazi oder Stasi), wenn es jemanden interessiert, kann ich’s aber gern nachschlagen.

        • Silke schreibt:

          Danke!!!

          Mir kam er immer zu “pastoral” vor, deswegen habe ich mir so ein längeres Gespräch mit ihm erst reingezogen, als er heilig gesprochen worden war.

          Also war das kein Ausrutscher und ich habe richtig gehört, daß, als er das sagte, nicht der leiseste Relativierung andeutende Unterton dabei war. Gauck’s Eltern haben real und ganz äährlich nix gewußt, behauptet er.

          • Aristobulus schreibt:

            Der macht’s auf die Verschlichene. Jene Minister sind davon noch weiter entfernt denn je – die gehören zu jener Generation, die man nur noch verhaften kann.
            Die nächste Generation dann, die verdrängt, moralisiert und beschönigt, nicht? Nach den Ministern müsste also erstmal die nächste Generation und dann noch eine kommen, damit es erträglicher wird.

          • Silke schreibt:

            Angeblich takes it 3 generations to make a lady

            und anstatt daß wir weiter am Lady-Werden arbeiten, halten wir den alten Schmutz unter neuem Etikett lebendig.

  3. Jacob P. schreibt:

    Unfassbar, was sich da zusammenbraut! Sind wir alle blind!?
    Hat eigentlich irgendjemand die letzte Günther-Jauch-Sendung gesehen? Die gesamte Sendung über wurde über Antisemitismus lamentiert, allerdings ausschließlich über den Antisemitismus der Neonazis. Während sich also im Nahen Osten sowie in muslimischen Milieus in Europa ein aggressiver Judenhass ausbreitet, ist der deutsche bzw. europäische Blick fast vollständig auf die Vergangenheit fixiert. Es bestätigt sich mal wieder der Satz von Johannes Gross (1932-1999):

    “Je länger das Dritte Reich tot ist, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen.”

    • Jeremias schreibt:

      Ja, die Phantasie spielt einem mitunter Streiche. Ich teste meine hantasie immer an der Realität. Und die Realität hält einen immer fest auf dem Boden. Wie heißt es immer so schön: “Auf dem Boden der Realität”. Glauben bedeutet im Christentum: “Vertraue deinen Sinnen.” Was sagte Christus, als ihm die Zweifel des Johannes des Täufers zugetragen wurden. “Jeder, der Augen hat, sehe! Jeder der Ohren hat, höre!”
      Und dies unterscheidet das Christentum fundamental vom Islam.

  4. Marti schreibt:

    @ Jacob P. schreibt:

    “Unfassbar, was sich da zusammenbraut!”

    Jacob hat völlig recht. Doch braut sich da nicht nur ein Ausrottungsantisemitismus zusammen, sondern auch eine Pogrom-Stimmung gegen so gut wie alle nicht-muslimischen Minderheiten, dazu gehören auch Gruppen, die sich selbst als Muslime verstehen, aber von der sunnitischen (oder zwölferschiitischen) Mehrheit nicht als solche anerkannt werden.

    Das ganze müsste man Antikafirismus oder Kuffar-Hass nennen (Kafir, pl. Kuffar = Michtmuslim).

    Da es in der arabischen Welt, abgesehen von Casablanca und Djerba, so gut wie keine Juden mehr gibt, stehen als nächstes vor allem die Christen auf der Liste, ganz nach dem bekannten arabischen Spruch: “Nach Samstag kommt Sonntag!” was soviel heißt, wie „zuerst säubern wir unser Land von den Juden, dann von den Christen“. Siehe auch hier: http://en.wikipedia.org/wiki/After_Saturday_Comes_Sunday

    Für alle die es noch nicht gesehen haben, „one nation for new holocaust“ bei YouTube anschauen.

  5. emporda schreibt:

    Eine neuere sorgfältig durchgeführte Umfrage über die Ansichten der Palästinenser wurde in Arabisch durchgeführt. Befragt wurden 1010 palästinensische Erwachsene in der West Bank und im Gaza-Streifen, dies brachte folgende Ergebnisse
    80% halten den Dschihad zur „Befreiung“ Palästinas für ihre persönliche Pflicht
    73% der Palästinenser fordern die Vernichtung aller Juden.
    72% leugnen, dass die Juden schon seit Jahrtausenden in der Region leben.
    53% fordern Lieder, die zum Judenhass anstiften, in palästinensischen Schulen zu lehren

    Eine friedliche Koexistenz der Palästinenser mit Dritten ist unwahrscheinlich, gleichzeitig belegt es die Manipulation und Ignoranz der Moslems durch Religion..

    Der Islam ist eine bösartige, totalitäre, halluzinogene Ideologie für Paranoide, ein Konstrukt für weinerliche Verlierer. Es ist die perfekte Religion all das zu rechtfertigen, was sich kranke und depressive Irre ausdenken um ihre Machtgelüste auszuleben (Psychologin Nancy Kobrin). Die muslimische Kultur basiert auf aggressivem Verhalten mit Gewalt, Erpressung und Drohungen um Konflikte und Diskrepanzen zu klären. Muslime die nicht auf Drohungen, Beleidigungen und vielfältige islamisch-soziale Irritationen reagieren, gelten bei ihren eigenen Leuten als schwach, unzuverlässig sowie als Männer ohne Ehre.

    Muslime sind unfähig für ihr eigenes Verhalten einzutreten, schuld sind immer externe Faktoren und Provokationen. Eine selbstkritische Analyse findet nicht statt, alles ist Allahs unabänderlicher Wille. Muslime versagen in einer pluralistische Gesellschaft und Kultur, ihre absolutistischen Regeln und Traditionen bewerten Offenheit als Existenz ohne Ehre. Nicht umsonst sind auch heute fast alle islamischen Staaten Diktaturen, die von Despoten und Kriminellen zum Vorteil der eigenen Sippe genutzt wird. Die jeweilige Staatspartei dient nur der Kaderkontrolle, eine breite politische Meinungsbildung gibt es nicht. Millionen frustrierte, ungebildete, sexuell Verklemmte macht diese tägliche Demütigung empfänglich für Extremismus und zu gläubigen Opfern der Fanatiker..

    Muslimische Kleriker diktieren mittels Sharia-Recht die Politik, das Erziehungswesen, sie diskriminieren Frauen und Ungläubige und geben jeden Freitag alle Aspekte des täglichen Lebens genau vor. Das Sharia-Recht steht im krassen Widerspruch zu den humanitären Grundrechten wie Meinungsfreiheit, freie und geheime Wahlen, Pressefreiheit, Freiheit von Diskriminierung nach Geschlecht, Rasse, Religion und Kultur. Das Sharia-Recht wird von den islamischen Klerikern krass zum persönlichen Vorteil missbraucht. Die religiösen Vorschriften unterbinden die Entwicklung einer sozialen Intelligenz, unverzichtbar für wirtschaftlichen Fortschritt.

    • Yael schreibt:

      Hast du dafür eine Quelle? Danke.

    • Silke schreibt:

      ich finde Islam-Bashing in diesem Stil und auf diesem Level idiotisch und nicht zielführend.

      Das Mindeste sollte sein, besonders wenn man Christ ist, daß man in solche theologischen Rundumschläge das Wörtchen “derzeit” einbaut.

      • Martin Lürßen schreibt:

        Ich weiß nicht. Ich denke mittlerweile -und aus Erfahrung in anderen Zusammenhängen- das es vielleicht am zielführendsten wäre, dem groben Klotz einen mindestens genauso groben Keil entgegenzusetzen. Das ständige Hinnehmen, Ignorieren, ein bischen protestieren, beschwichtigen und die den Überlegenheitswahn bestätigende Apologetik bringt jedenfalls absolut gar nichts.

        • Silke schreibt:

          alles was es für mich braucht, ist das Wort “derzeit” genauso wie man derzeit einfügen muß, will man erwähnen, daß das Christentum sich anständig benimmt.

          Diese auf Theologie fussen wollenden Rundumschläge sind nur Belege für eigene Unkenntnis.

          Meines Wissens gibt es keine der Bibelauslegung vergleichbar “kaltherzigen” Erkundungen des Korantextes über Jahrhunderte hinweg, also sind das alles Schnellschüsse oder Meinungen von einzelnen Gelehrten. Z.B. kann ich mich nicht erinnern, daß der von Muslimen offenbar gern und heftig gehasste Bernard Lewis, der wohl wirklich einiges genau weiß, sich so äußert.

          Auch bei christlichen Theologen fällt mir auf, daß die sich doch gern auf ein Fachgebiet beschränken (Augustinus, St. Paul und da dann wieder einen Aspekt rannehmen) anstatt RundumAllwissendTheorien zu verbreiten. Mein Vorbild dazu, wie ich mir so etwas gern anhöre, sind Lectures von Paula Fredriksen und egal wie gut sie hier und in ihren drei Lectures zu Sin=Sünde alles erklärt, 2x gehört ist für mich nicht genug, als daß ich es in eigenen Worten wiederhlen könnte.

          Da es Zeiten der Gelehrsamkeit bei Muslims gab, kann ich mir nicht gut vorstellen, daß Dinge bei ihnen immer so unterkomplex waren, wie sie es jetzt behaupten. Daß sie im Durchschnitt ihre dhimmis ganz und gar nicht nett behandelt haben, ist auch ne bekannte Tatsache, wie genau das bei ihnen theologiebegründet war, abgesehen von dieser einen Mohammed-Aussage, die sie jetzt überall rumplärren, scheint strittig zu sein. Nun dazu müßten sie wohl heutzutage erst einmal jemandem vom Kaliber Paula Fredriksen’s hervorbringen. (Vielleicht würde der oder die dann aber auch zum Judentum konvertieren.;)

          http://www.jewishmag.com/162mag/book_jews_arab_land/book_jews_arab_land.htm

          http://www.uctv.tv/search-details.aspx?showID=16027

          Zusammenfassend geht es vielleicht so: Ich glaube, daß gezielte wohl fundierte Einzelhiebe besser sind als eigenes bestenfalls Halbwissen bloß stellende Riesenklötze.

        • Aristobulus schreibt:

          Ja, Brandreden nützen nichts. Es gibt Opposition im Iran, die für den Rechtsstaat und für die Trennung von Religion und Politik ist. Sogar im Irak gibt’s die. Nicht zu vergessen bitte ein paar vereinzelte Palästinenser immer wieder, die sich für antisemitische Wehleidigkeit & religiösen Suprematismus durchaus nicht erwärmen wollen.

          Insofern begeht der Emporda den selben Fehler wie etwa die Grünen und die Linken, die sich nur auf den muslimischen (derzeit übermächtigen) Mainstream konzentrieren undi ihn hofieren. Den selben Fehler zwar anders herum, aber genauso katastrophal: Er schießt sich ein.

      • Yael schreibt:

        Darauf gehe ich gar nicht mehr ein, diese Islamhetze ist nicht akzeptabel, denn nicht die Religion ist das Problem, sondern die Menschen, die sie missbrauchen.
        Eine Quelle für die obige Umfrage werde ich wohl auch nicht bekommen.

        • Jan schreibt:

          Leider ist es genau umgekehrt. Die Religion ist das Problem, und wir können froh sein über so viele Moslems, die es mit den Vorschriften ihrer Religion nicht allzu genau nehmen. Wer den Islam wortgetreu umsetzen will, muss Terrorist sein.

      • Dante schreibt:

        Das übelste Islam-Bashing durch einen Nichtmuslim reicht aber nicht im Entferntesten an die unfreiwillige Islam-Hetze heran, den viele Muslime durch Wort und Verhalten an den Tag legen. So etwas wie diese ägyptische Fernsehsendung deutet auf einen wahrhaft grausigen geistigen und moralischen Zustand der islamischen Welt hin, da scheine ich meinen Nick zurecht zu tragen.
        Wenn das Islam ist, ist das ein Islam, der ohen Zweifel direkt aus der Hölle stammt.

        • Aristobulus schreibt:

          Dante

          Per me si va nella città dolente,
          per me si va nell’ eterno dolore,
          per me si va tra la perduta gente.

          So es denn die Hölle gibt (obgleich Du con il Vergilio (“or se’ tu Vergilio, e quelle fonte / che spandi di parlar sì largo fiume?” mitten durchgefahren bist, was ich ja als Letzter bestreiten will!), schmoren die Minister schon lang tief unten drin, die fahren nirgendwo mehr hin. Wird man je verstehen, ob das quasi Islamische, das wir da & dort vernehmen, nun überhaupt was mit dem Koran zu tun hat?! Oder ob die sich ihre eigene klein-kleine Hölle jenseits gebaut haben und nicht mehr rausfindenkönnen und wollen?!

          Dass laut Marti in der Sunna jegliche menschliche Erkenntnisfähigkeit komplett geleugnet werde, ist allerdings schockierend. Da haben sich welche einen absolut übermächtigen Vater geschaffen, dem nichts an der Freiheit seiner Kinder oder an Freiheit überhaupt liegt. Regression ohne Ende. Was für einen Sinn soll das haben? Kann doch nicht Religion heißen, indem man die condition humaine aller Zeiten völlig negiert.

          – Yael, Du wirst bestimmt keine Quelle bekommen… Emporda scheint seine eigene Quelle zu sein.

  6. Marti schreibt:

    @ emporda und Silke

    Es gibt einige gravierende Unterscheide zwischen Islam und Christentum, wobei ich hier vor allem das Sunnitentum meine, wenn ich Islam sage, da das Sunnitentum von eigenen Gelehrten recht gut systematisiert und durch die westliche Wissenschaftler weiter erschlossen wurde.

    Einer der Hauptunterschiede besteht darin, dass der Islam eine Erkenntnisfähigkeit des Menschen, was die Regeln seines Handelns angeht, verneint. Das Christentum, genauso wie das Judentum, geht davon aus, dass der Mensch seit Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, selbstständig Erkennen kann, was gut und böse ist.

    Im Islam ist der Gläubige bei jeder moralischen Frage auf Offenbarung angewiesen, entweder durch den Koran oder durch das Handeln oder Sprechen Mohammeds, wie es die Sunna anhand von Hadithen überliefert. Wo solches fehlt, wird mit Analogieschluss (qiyaz) oder dem Konsens der frühen Gelehrten (idschma’) gearbeitet.

    Da Allah als völlig übermächtig und souverän gesehen wird, ist er in dem, was er dem Menschen aufträgt, nicht an gut und böse gebunden, d.h. nach orthodox-sunnitischer Auffassung kann Allah dem Menschen auch das Böse auftragen, beispielsweise das Töten von Nichtmuslimen.

    Da im Islam das Prinzip Nächstenliebe ebenso fehlt wie die Goldene Regel und die Vorstellung, dass man den Menschen an seinen Früchten erkennen soll, gibt es keinen anderen Maßstab, als Offenbarung. (Die Vorstellung, dass man den Maßstab „Gerechtigkeit“ (‘adl) an Allah anlegen könnte, wie das die Mu’tazila getan hat, wurde früh zurückgewiesen.)

    Wenn nun Allah das Töten von Nichtmuslimen befiehlt, wie das in Koran und Hadith vielfach geschieht, ist das nicht durch andere Prinzipien hinterfragbar.

    Islam heißt “Hingabe” oder “Unterwerfung” unter den Willen Allahs: Konkret bedeutet das, dass der Muslim (“derjenige der sich unterwirft”) ohne selbstständig nachzudenken, einfach die Befehle Allahs ausführt, wie sie in der Scharia bis ins Detail ausgearbeitet sind.

    Eine evolutionäre Weiterentwicklung dieses Regelwerks durch die Schriftgelehrten, wie das beispielsweise im Judentum bei der Halacha der Fall ist, ist zumindest in der Theorie im Sunnitentum nicht möglich, mag jedoch bei Detailfragen durchaus der Fall gewesen sein.

    Dem sunnitischen Islam fehlen die dynamischen Prinzipien, die das Christentum, aber auch das Judentum haben, um sich weiterzuentwickeln.

    Das Judentum hat nach den Schriften der hebräischen Bibel noch den Talmud und den Zohar als Heilige Schriften geschaffen. Im sunnitischen Islam ist solches prinzipiell nicht möglich.

    Dynamischere Formen des Islam, wie beispielsweise das Ismailitentum, gibt es seit mehr als tausend Jahren, zeitweise sogar mit großer Machtfülle, wie unter dem ismailitischen Kalifat der Fatimiden.

    Leider übt das Ismailitentum, genauso wie das Alevitentum, das ebenfalls dynamischer ist, seit vielen Jahrhunderten keinerlei Anziehung mehr auf sunnitischen Muslime aus.

    Zu glauben, dass der Islam lediglich Zeit brauche, um sich in Richtung einer Dynamisierung zu entwickeln ist einfach wirklichkeitsblind. Es gibt schon sehr lange dynamischere Alternativen zur islamischen Orthodoxie, aber sie sind weder einflussreich, noch gewinnen sie an Boden, ganz im Gegenteil.

    Das Zwölfer-Schiitentum à la Khomeini und das Fünfer-Schiitentum im Jemen sind übrigens, was das oben Geschilderte angeht, dem Sunnitentum sehr ähnlich.

    • Silke schreibt:

      Alles schön und gut, aber ich halte den Pfad der Argumentation dennoch für falsch z.B. zuallererst deswegen, weil mir das einschlägige Wissen zum Christentum fehlt, um überprüfen zu können, ob das alles stimmt.

      Ich weiß ja noch nicht worum es dabei ging, als sich angeblich gestritten wurde, wieviel Engel auf einer Nadelspitze tanzen können.

      Und in der wundervollen Geschichte Byzantiums ist mir von der ständigen Definiererei um was nu Jesus ist ganz schwindlig geworden.

      Und von z.B. Edna Brocke, die mir ganz bei Verstand erschien, habe ich gelernt, daß was den Monotheismus anlangt, der Islam dem Judentum sogar näher steht.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Edna_Brocke

      Nein beim Religionskrieg mache ich nicht mit.

      • Silke schreibt:

        Wenn der frühere Chief of Staff der USA Richard B. Myers sagt, daß “wir” uns einer global insurrection gegenübersehen. Dann hat er meiner Meinung nach nen Punkt.

        Und wenn es gegen den Unsinn von den “Moderaten” geht, da bin ich auch dabei. Meine Grenze ist da, wo ich den Muslimen, die ich kannte, ob säkular oder gläubig oder dazwischen, nicht mehr ins Gesicht schauen kann. Will sagen, ich gehe mit Muslimen genauso um wie mit Katholiken oder Protestanten, sollten sie mir muslimisch, katholisch oder protestantisch missionieren, ihr Weltbild aufoktroyieren wollen oder sonstwie in die Quere kommen.

        http://www.pritzkermilitarylibrary.org/Home/Gen-Richard-B-Myers.aspx

        • Danny Wilde schreibt:

          Hm, interessanter Apekt, das mit dem Missionieren im Freundes- / Bekanntenkreis. Allerdings hatte ich die eher klaren Ausführungen des Mitforisten emporda zum Islam nicht als Missionierungsversuch eines Christen verstanden, und kann mich diesbezüglich ebenfalls den Ausführungen Martis anschließen. Yael fragte auch nach Quellen. Eine Quelle könnte ein Verwandter von mir sein, der als Offizier 2 Mal in Afghanistan war (in einer Elitetruppe) und die Meinung vertritt, der allseits zu beobachtende Jihad trage nur ein religiöses Deckmäntelchen (mit dem sich halt die eher oder mehrheitlich NICHT hinterfragende Umma – OK: die jeweilige regionale Umma – am besten und widerspruchlosesten lenken lässt) und sei in Wahrheit der brutalste Machtkampf, den wir zurzeit erleben. Was es natürlich nicht besser macht.

          Unabhängig davon steht die Missionierungspflicht des Gläubigen (im Sinne des Islam, meine ich). Bzw., die Unterwerfungspflicht gegen alle “Ungläubigen”. Liebe Silke, ich habe früher in Köln gewohnt, unter anderem in Ehrenfeld. Da kannte ich nicht nur eine Reihe von Exil-Iranern, die unter Khomeini gefoltert worden waren, sondern auch einen jungen Türken, der mir ganz offen und nett ins Gesicht lächelte und sagte, “wir kriegen euch sowieso alle. Und wir haben alle Zeit der Welt. Heute glaubst du mir das nicht, aber warte es ab. Wir Moslems müssen die ganze Welt überzeugen, und du wirst auch zu uns gehören”.

          Nun ja, das war ca. 1996 und ich hab glaub ich recht fassungslos aus der Wäsche gekuckt. Heute bin ich zwar immer noch nicht überzeugt (und daraus wird auch nix mehr) (wenn’s wenigstens 72 mit allen erotischen Wassern gewaschene erfahrene Liebeskünstlerinnen wären, die im Jenseits warteten…), und heute, 16 Jahre später, steht dort an derselben Stelle die “berühmte” Ehrenfelder Moschee, über die Ralph Giordano die gleiche explizite Meinung hat wie ich.

          Dies alles steht nicht im Widerspruch zu den Aussagen der o.g. Mitforisten. Im Gegenteil.

          Ich für meinen Teil bin aus der (ev.) Kirche ausgetreten. Punkt. Eine längere Suche nach einer spirituellen Heimat war die Suche nach dem, was vorher da war. Also zunächst die Kath. Kirche, und dann das Judentum. Beides kann mir nix geben. Nein, wer am Monotheismus bzw. an jedem Gottglauben zweifelt, muss in den supersauren Apfel der Erkenntnis (sic, Marti!) beißen, dass das Leben beschissenerweise IN ECHT endlich ist, und wir daher erst recht das beste draus machen müssen. Denn ein Jenseits, auf das man hoffen könnte, ob nun Jude, Christ oder Musulman, daran zu glauben verbietet mir die Logik.

          Aber ich schweife ab. Die Quellen (zu empordas Beitrag), Yael, die Quellen!

          Ich behaupte, die kann man hier auf dieser Seite nachlesen. Nämlich ganz oben:

          Wenn Minister sprechen.

          Und, etwas off topic: auch ich “darf ja wohl mal Israel kritisieren”. Obwohl, nicht Israel, sondern seine ganzen letzten Regierungen. Das ist zwar reichlich naiv (ich weiß das), aber angesichts der bedrohlichen Lage um Israel herum und angesichtes des unfassbaren Hasses auf dieses Land kann ich nicht verstehen, warum Israel nicht deutlich, deutlich härter reagiert. Aber ich bin nur ein deutscher Hosenmatz, gewissermaßen. Die Realität sieht anders aus.

          Bei all dem, und ganz in der Realität, ist Israel “still alive and kicking”. Schön!!!!

          Ich wünsche mir, dass das so bleibt. Angesichts der oben nachlesbaren Äußerungen aus dem Lager des Islam, deren Quellen ja belegt sind (und für die ein Deutscher hier in Deutschland zu Recht in den Knast ginge), halte ich die Missionierungs-Dialektik für nebensächlich.

          • Silke schreibt:

            Danny

            was glaubst Du, wie viele Leute mir schon erzählt haben, das sei ganz eindeutig, was hier, dort oder da im internationalen Recht steht. Ist es nicht. Sprache ist nie eindeutig.

            Warum glaubst Du unser Bundesgerichtshof kaut immer wieder ganz “eindeutige” Sätze aus dem mittlerweile mehr als 100 Jahre alten Bürgerlichen Gesetzbuch durch? Was glaubst, Du warum Juden sich immer wieder an ihren Schriften abarbeiten und immer und immer wieder was Neues darin finden?

            Wenn Du Pech hattest mit den Muslimen, die Du getroffen hast, tut mir das leid. Ich habe meistens Glück mit den meinen gehabt (in der Regel im Krankenhaus als Mitpatienten oder Personal) aber ich glaube auch, was mir meine Azubi-Kolleginnen davon erzählt haben, wie sich die Jungmannen im Schulbus aufgeführt haben und ja, ich fand es ganz und gar nicht lustig, als ich auf einmal auf zweien meiner liebsten Einkaufsstraßen nicht mehr willkommen war.

            Dennoch möchte ich, wenn ich die Frau, die mich neulich im Supermarkt fragte, wo ich die Kichererbsen gefunden hatte, weiterhin anlächeln können und sie schwesterlich kichernd und Arm in Arm zum Regal führen und mir dabei nicht wie eine Heuchlerin vorkommen.

            Außerdem haben “sie” vielleicht im Augenblick die meisten Knallköppe bis hin zu Möchtegernmördern zu bieten, aber das war nicht immer so.

          • Danny Wilde schreibt:

            Silke, bei ja sonst weitgehender Kongruenz in den liberalen Weltanschauungen muss ich dir hier mehrfach widersprechen. Zunächst einmal ist das kichernde-Erbsen-und-kichernde-Geschlechtsgenossinnen-Topic ein Off-Topic hier: denn es ging, soweit ich Gerd Buurmann richtig verstanden habe, in seinem Artikel darum, dass man die offene Quellenlage auch nutzt, ohne Scheuklappen, um zu erkennen, mit wem man sich eigentlich, und nicht nur, aber halt vorerst hauptsächlich, in der Nah- bis Mittelost-Problematik einlässt.

            Das Zitieren von Umfragen und Analysen zum Stimmungsbild der islamischen Bevölkerungsanteile in der arabischen Welt ist nichts anderes als Faktenwiedergabe (interessanterweise gab es in der Pali-Umfrage, wenn ich mich recht erinnere, den Punkt “Leben in Israel”. Die moslemischen Israelis jedenfalls wollten da glaub ich zu über 90% nicht nur in Israel bleiben, sondern auch zukünftig mündige Bürger eines pluralistisch-demokratischen Israels sein. Aus Hamas-Sicht übrigens astreine Verräter).

            Auch ich, um wieder zum allseits beliebten türkischen Gemüsehändler zurückzukommen, habe nichts gegen meine muslimischen Mitmenschen. Auch ich krieg einen Föhn, wenn sie mich missionieren wollen. Auch wir (Arztpraxis) behandeln alle unsere Mitbürger gleich, es kommen sogar Imame nebst Gattinnen – und deren Gattinnen sogar ab und zu alleine (ich hoffe du kannst abschätzen, welch einen Vertrauensvorschuss von deren Seite das bedeutet).

            Aber ich kaufe kein Döner mehr. Der Grund liegt darin, dass ich partiell, wie man das in Köln sagt, “uss dem Läävve” bin. Oder anders, ich hatte Kontakte in halbseidene Milieus und bis heute ein bisschen Kenntnis der dort üblichen (klandestinen) Geldwege. Und die Patienten erzählen auch einiges. Jeder türkische Geschäftsmann zahlt freiwillig oder gezwungenermaßen nennenswerte Anteile seines Umsatzes an unterschiedliche islam(ist)ische Organisationen. Zahlungen an DITIB sind dabei sogar offiziell.

            Jede dieser Organisationen unterstützt immer – direkt oder indirekt – islamistische Gruppen. Oder direkt Terrorgruppen. Da dies meist cash passiert (wenn nicht in Geld, dann in Gold o.ä.), sind die Geldwege juristisch nicht nachweisbar. Es reicht mir schon, dass ich meine als Entwicklungshilfe getarnten Steuergroschen nicht von der Fatah fernhalten kann. Mehr Kohle kriegen die aber nicht von mir.

            Schließlich und endlich muss man sich, ganz für sich selbst, als freidenkender Mensch, entscheiden, ob man es erträgt, mit bestimmten Mitbürgen bestimmte Themen auszuklammern, oder oder ob man es erträgt, was geschieht, wenn man eine opponierende Haltung einnimmt.

            Ein Thema könnte z.B. sein: Hatten “die Juden” bei 9/11 nicht DOCH die Finger im Spiel?? Ja, Silke: frag das doch mal deine islamischen Mitbürger, mit denen du soviel Glück hast! Da tun sich Abgründe auf.

            Auch Nazis übrigens, richtig echte Holocaust-Leugner, könnten nette Gesprächspartner im Lädle sein. Ich hätte bestimmt sogar partielle thematische Übereinstimmungen mit denen: Fliegerei, Rennsport, Musik. Aber könnte ich das mit denen teilen und reinen Herzens bleiben, ohne sie vorher krankenhaureif zu dreschen? Nein. Also vermeidet man diese Leute. Was leicht ist, denn es sind zum Glück nur wenig.

            Und “früher”, ja, Silke!!!! Da gab es diese Probleme nicht, recht hast du! Da hamm wer auch, als Teenys in den Siebzigern, ganz offen mit unseren türkischen Freundinnen rumpoussiert, “mit allet”, comprende. Das Jungsein wurde auch von ihnen ohne Body- und Gesinnungsburka zelebriert! Die Eltern ließen es geschehen, alles war cool.

            Heute ist das eben anders. Und es ist furchtbar anders. Und ich bin sicher, dass, gelänge es, den politischen Islam wirkungsvoll zu unterbinden, die übergroße Mehrheit der Umma erleichtert aufatmen und die Kopftücher wegwerfen würde! Damit’s wieder wie früher wird!

          • Silke schreibt:

            Lieber Danny,

            ich habe keine sonst oder nicht sonst weitgehende Kongruenz mit irgend jemandem.

            und aus dem Alter in dem ich mir von einem des verstehenden Lesens offenbar nicht sehr kundigen Jungspund die Leviten lesen lasse, bin ich auch raus.

          • Danny Wilde schreibt:

            Der Jungspund war ich in den Siebzigern. Ist schon was her, Lady. Und sorry, wenn ich dir ein liberales Denken unterstellt habe. Kommt auch nicht wieder vor.

  7. Naomi schreibt:

    Hallo Yael –

    eine Quelle zu empordas Kommentar ist hier in der JPOST zu finden:
    73 % der Palästinenser unterstützen das erklärte Ziel der Hamas: Auslöschung Israels und aller Juden.
    72 % glauben, dass es keine mehrtausendjährige jüdische Geschichte in Jerusalem gibt.
    62 % befürworten es, israelische Soldaten zu entführen und als Geiseln zu nehmen.
    53 % halten es für eine gute Idee, palästinensischen Schülern antijüdische Hasslieder beizubringen.

    http://www.jpost.com/DiplomacyAndPolitics/Article.aspx?id=229493

    Hier ist noch ein weiterer LInk zu einer Umfrage, wonach 78,2% der Palästinenser ihren zukünftigen Staat Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer reichen sehen.
    Und 84% der Befragten erklären, dass ganz Jerusalem den Palästinensern gehören muss.

    http://www.awrad.org/pdfs/English%20tables%20part%201%20peace%20August%202010.pdf

    • Jacob P. schreibt:

      Interessanterweise glauben nur 45 % der Befragten daran, dass der Jihad die einzige Lösung für das Palästinenserproblem ist. Nur 22 % befürworten Raketenangriffe auf israelische Städte und Zivilisten und drei Viertel bevorzugen den diplomatischen Weg. Man sieht: Nicht etwa der Hass auf Israel und Juden und die Ablehnung eines jüdischen Staates unterscheidet die “gemäßigten” von den “radikalen”, sondern nur die Wahl der strategischen Mittel.

      Und mit diesen Menschen soll / will Israel Frieden schließen?!

    • Yael schreibt:

      Ah super, danke dir.

  8. Naomi schreibt:

    @ emporda:

    Sorry, aber dein Rundumschlag ist einfach nur eine pauschale bösartige Verallgemeinerung und Silke hat mit allem Recht, was sie dir antwortete.

    Muslimische Fundamentalisten sind natürlich zu verurteilen, aber genau so zu verurteilen sind christliche oder jüdische Fundamentalisten – und auch solche gibt es leider (siehe z.b. die Sikrikim oder Neturai Karta oder die jüdischen Talibanfrauen und andere durchgeknallte radikale Ultraorthdoxe in Israel).
    Bei den extremistischen Christen fällt mir gerade der amerikanische Hassprediger Terry Jones ein. Es gibt in der Art sicher noch weitere Idioten.

    Okay, es besteht zahlenmäßig noch ein enormer Unterschied zwischen jüdischen und muslimischen radikalen Frommen – die jüdischen Deppen sind glücklicherweise marginal.
    Trotzdem – du kannst nicht einfach per Rundumschlag alle Muslime entmenschlichen. Damit machst du selbst genau das, was du allen Muslimen dieser Welt vorwirfst, was sie täten.

    • Jacob P. schreibt:

      Sein Kommentar mag polemisch und verallgemeinernd sein, aber bis zu einem gewissen Grad hat er doch völlig Recht. Es gibt ohne Zweifel viele Muslime, die gute, freundliche und tolerante – kurz: zivilisierte – Menschen sind. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass es ihre Weltanschauung auch ist. Die meisten guten Muslime sind nicht wegen des Islams gut, sondern trotz des Islams. Muslime können sich anpassen und für sich individuell einen “Islam light” praktizieren, der bestimmte “barbarische” Elemente ihres Glaubens und ihrer Quellen (Koran, Hadith, Sunna, Fiqh etc.) ausklammert. Der Islam als politisch-religiöse Ideologie dagegen ist nicht reformierbar und mit Demokratie und Menschenrechten unvereinbar. Und er wirft selbst auf die “Gemäßigten” noch einen langen Schatten.

      • Martin Fiedler schreibt:

        Von Arabern und anderen Muslimen, die von den Mullas aufgehetzt werden erwarte ich nichts mehr. Was mich stört und auf die Palme treibt sind die Politverbrecher bei uns. Der Bundespräsident sagt, der Islam ist ein Teil Deutschlands. Der Schwätzer Westerwelle empfängt Verbrecher statt Herrn Abas mal nach Oranienburg zu führen. Die Holocaust Leugnung ist bei uns strafbar, aber dieser Staat gibt 11 Millionen € . an die Leugner und Terroristen in Ramalla und Gaza.
        Die BRD gibt Gelder für Schulbücher in denen Haß gepredigt wird. Ich habe nur noch Verachtung für solche Politiker bei uns.
        Ach so, ich bin weder Jude noch Israeli, aber wenn ich so unsere Politprominenz sehe und höre – z. B. Todenhöfer Jürgen, wird mir als
        Deutscher speiübel

      • Silke schreibt:

        ich frage mich halt nur, wieso binnen des kurzen Zeitraums seit 2001 die Welt auf einmal voll von Gewissheiten über den Islam und seine Möglichkeiten als Religion ist.

        Und dabei pflichtschuldigst immer vergisst zu erwähnen, wie sich ? % der Christen und ? % ihrer Vorprediger als durchaus nazi-kompatibel bis nazi-begeistert gezeigt haben.

        Religion an sich bietet viele Möglichkeiten.

        Wer Lust hat, hier ist ein kompliziertes, interessantes und für jeden Verwaltungsmenschen überzeugendes Argument von Noah Feldman, wie sich “der Islam” per Modernisierung ne Menge unintended consequences an Land gezogen hat.

        http://www.carnegiecouncil.org/resources/transcripts/0039.html

        wer’s kürzer möchte:

        http://intrepidliberaljournal.newsvine.com/_news/2008/06/21/1597780-sharia-and-the-muslim-world-an-interview-with-author-noah-feldman

        Soweit ich es mitgekriegt habe, hat Feldman sich übrigens seinerzeit mit diesen Argumenten äußerst unbeliebt, das ging so weit, daß ihm seine zu große Schönheit vorgeworfen wurde.

        • Jacob P. schreibt:

          “Es gibt eine Kette, die das System Islam umspannt. Diese Kette besteht aus der Unantastbarkeit der Religion, dem Nichtinfragestellen der Herrschaft und den altarabischen Stammesstrukturen – Ehre, Stolz und so weiter. Die Reformer hatten niemals den Mut, diese Kette zu sprengen, obwohl sie längst verrostet ist. Stattdessen versuchen sie, die Kette in ihrer jeweiligen Lieblingsfarbe anzustreichen. Das sind die Reformprozesse, die wir bislang erlebt haben. (…) Der Islam ist nicht reformierbar, aber die Geisteshaltung der Muslime zum Islam ist reformierbar. (…) Der schwere Koffer, der die islamische Welt daran hindert, den Weg in die Moderne zu beschreiten, muss weg. In diesem Koffer gibt es mehrere harte Brocken – der größte ist die Unantastbarkeit des Koran. Wir, die Muslime, müssen Abstand nehmen von den Ressentiments gegenüber dem Westen, wir müssen aufhören, nach Sündenböcken zu suchen. Wir müssen uns von unserer Selbstverherrlichung trennen, wir müssen die herrschenden Strukturen infrage stellen, Religion und Politik trennen. Wir müssen uns von einem bestimmten Gottesbild trennen – dieses Allmächtige, das nicht infrage gestellt werden darf, ist eine Schablone für die Diktatoren in der islamischen Welt geworden. Wir brauchen eine effektive Bildung, die auf freiem und kritischem Denken basiert, nicht auf Indoktrination. Wir brauchen eine Hinwendung zum weltlichen Wissen.” (http://www.n-tv.de/politik/Der-Islam-ist-nicht-reformierbar-article1636341.html/Der-Islam-ist-nicht-reformierbar-article1636341.html)

  9. Silke schreibt:

    und hier ist was Hübsches für all die Religionsbasher – denn merke, wer den Religionskrieg lostritt wird auch mit der Antwort leben müssen.

    Ich traue, nach allem was ich mitgekriegt habe, dieser Baroness Warsi keinen Millimeter. Ich hab’s nur gehört, aber nicht gelesen. Allein die Tatsache, daß sie wie Ashton keine Gewählte sondern auf dem Adelspfad zu Amt und Würden gekommene ist, macht mich mißtrauisch.

    http://www.bbc.co.uk/news/uk-politics-12237958

    Zwar scheint die Debatte um Kreuzchen an Hals (meinem Großvater noch ein blutdrucksteigerndes Ärgernis) und Council Meeting Prayers mehr als verwirrend.

    Doch wenn die Christen im öffentlichen Raum richtig dürfen, wer will dann all die “anderen” daran hindern, Gleiches für sich in Anspruch zu nehmen.

    http://www.telegraph.co.uk/news/politics/9080452/Britain-being-overtaken-by-militant-secularists-says-Baroness-Warsi.html

    • Aristobulus schreibt:

      Silke, ich bash dann mal los…

      Hatte nicht Patrick Bahners von einem “Fundamentalismus der Aufklärung” geschrieben, oder waren es Andere? Das war zur Zeit des Mords an Theo van Gogh durch einen religiös verbrämten Barbaren, dessen Universalanspruch auf die Weise wohl durch Spontanumkehrung verdrängt werden sollte (bekanntlich sind nicht die Totalitären Schuld am Totalitarismus, sondern sofort diejenigen, die ihn nicht wollen).
      Ach, Konservativismus ist ja auch nicht mehr das, was er einst war – zumindest der gängig europäische erschöpft sich im Baronessenwunsch auf Kathedralengeläut und öffentlicher Frömmigkeit des Archbishop of Canterbury. Die Baroness wird bei ihrer Rede hoffentlich gehörig Spott ernten. Vor hundert Jahren wär sie längst als ultramontan durchgefallen.

      • Aristobulus schreibt:

        Benjamin Disraeli hat 1867 gesagt:
        For what is the Tory party unless it represents national feeling? If it does not represent national feeling, Toryism is nothing. It does depend upon hereditary coteries of exclusive nobles. It does not attempt power by attracting to itself the spurious force which may accidentally arise from advocating cosmopolitan principles or talking cosmopolitan jargon. The Tory party is nothing unless it represent and uphold the institutions of the country.
        Die Baroness Warsi will mit ihrer Gefühlsrhetorik hohen Stils bloß Institutionen stärken? Das national feeling wird ihr wohl nicht zujubeln, es gibt kei Empire mehr.

        • Silke schreibt:

          aber im Telegraph steht, die Baroness hat (Gaza-is-an-open-air-prison) Cameron’s volle Unterstützung und meine Schwarzseherei sagt mir, wenn die Christen dürfen, kann man’s allen anderen nicht lange verweigern.

          Übrigens gegen Bashen und Verkackeiern habe ich rundum rein gar nix, was Christen ertragen müssen, ist Muslimen auch zumutbar. Insgesamt bemühe ich mich aber nach oben zu bashen und nicht nach unten, der alten Regel folgend, daß man Schwächere nicht haut und dann habe ich da noch diese Klassensolidarität von “wir Arbeitnehmer”.

          Ich habe was gegen Amateur-Theologen (und Juristen), die unüberprüfbare und nach Halbwissen duftende Expertise in den Raum stellen. Erfahrungsberichte aus dem Leben in muslimisch dominierten Gesellschaften sind keine Religionswissenschaft.

          Schönes Zitat dazu aus dem Perlentaucher Medienticker von gestern:

          “Leute, die andere daran hindern, den gesunden Menschenverstand zu
          gebrauchen, nennt man Experten.” (Hannes Messemer)

          Disraeli ist ein weißer Fleck auf meiner Landkarte, einen seiner Romane habe ich schon lange eingeplant. Dabei wäre es so einfach, Vater und Sohn sind beide vorhanden, ich müßte nur anfangen. Und wie recht er hat, gute Zäune machen nun mal gute Nachbarn, auch wenn der Zeitgeist behauptet, wer das glaubt sei von gestern.

          http://www.gutenberg.org/ebooks/search.html/?default_prefix=author_id&sort_order=downloads&query=1292

          • Dante schreibt:

            Sie hat Recht, wenn sie Gaza als “open-air-prison” bezeichnet. Dort regiert schiließlich die NSDPP. :mrgreen:

          • Dante schreibt:

            CORRIGIENDUM:
            Es muss natürlich NSPAP heißen. Gemeint ist natürlich Hamas.

          • Silke schreibt:

            Dante
            Du kannst doch nicht einfach die Bauern beiseite lassen. ;-)

            Ich jedenfalls bekomme bei jeder Gelegenheit, daß die zutiefst im Boden “Verwurzelten” die “Palästinenser” sind. Die großartigen Erfolge der Israelis beim nutzbar machen von Land, wann höre ich schon mal davon?

            Heute gerade im Audio zu diesem Artikel, in dem es um desertification ging, aber wann das letzte Mal davor? Als ich Yaacov Lozowick’s Right to Exist vor 2 Jahren oder so gelesen habe. (Im Audio schwärmt der Autor regelrecht von dem Wald.)

            Since the mid-nineteen-sixties, Israel has forested tens of thousands of acres of the Negev Desert, using simple irrigation systems to collect and distribute the rainfall.

            Read more http://www.newyorker.com/reporting/2011/12/19/111219fa_fact_bilger#ixzz1mTP9GXLI

            Also müßte es NSPB(uA)P heißen?

          • Aristobulus schreibt:

            Silke, nach dem israelischen Abzug aus Gaza 2005 unternahm man dorten die komplette Entgrünung (fort fort mit den feindlich zionistischen Gewächshäusern, weil, Wüste is’ authentischer arabisch), könnt’s dann nich’ doch NSDAP heißen?
            (Nihilistic Sucking Desertifictor’s Ass Party)

        • Silke schreibt:

          Dante,

          das war nicht sie, das war Cameron während seines Türkei-Besuchs, der Ojmel

          http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-10778110

          Barbaren beleidigen – mmmh? – kommt drauf an, wen Du Barbar nennst.

          • Dante schreibt:

            Das mit den Barbaren bezieht sich auf Aristobulus’ Satz
            Das war zur Zeit des Mords an Theo van Gogh durch einen religiös verbrämten Barbaren,…
            Wenn man Leute wie den Mörder Theo van Goghs als Barbaren bezeichnet oder, wie ich früher oft gehört habe, von der Barbarei der Nazis spricht, beleidigt man alle, die sonst als Barbaren bezeichnet werden.

          • Silke schreibt:

            oh, da bin ich voll dabei, das habe ich glatt überlesen. Das ist eigentlich eins von meinem Steckenpferden.

            Bleibt die Frage, welche Buße Aristobulus dafür zu leisten haben wird.

            Daß er bereit sein wird, das zurückzunehmen, davon gehe ich aus, doch damit allein wird es nicht getan sein, ich denke Buße ist zusätzlich angebracht, wobei ich meine Schuld, schludrig gelesen zu haben, schon mal gleich zugebe und Asche auf mein Haupt streue.

      • Dante schreibt:

        Bitte beleidige die Barbaren nicht.

        • Aristobulus schreibt:

          Harr. Ich bashe die Barbaren, wo isch sie schlag, Digger – (nur den Conan nicht, denn der tut nur so als ob, ist innen drin ein gebildeter Mensch, der freundlich ist zu Kindern, kleinen Tieren und Hexen).

          Vielleicht können wir uns auf die griechische Defintion einigen?, dass ein Barbar unverständlich redeschwallt. Weiter gefasst: Er will sich nicht verständlich machen (zumal man selbst als immerdar Nichtbarbar ja genügend Sprachen versteht), sondern will sein Barbarentum herausschreien und sich abreagieren, kennt kein Maß.
          Etwa der Mörder von Theo van Gogh tat das aus Lust, und sein Zettel, den er an das Messer geheftet hatte, ist widerlich, suhlt sich in Mordlust, zielt auch noch Ayaan Hirsi Ali an. Dieser Barbar macht sich nicht verständlich, sondern brüllt (“barr!barr!barr!”) wie die arabische Straße, als man dort zwei israelische Polizisten lynchte, die sich nach Ramallah verfahren hatten. Oder wie ein paar barbarische Straßen brüllten, nachdem zwei Mörder die jüdische Familie Fogel umgebracht hatten.

          Insofern ist Conan der Barbar ein zivilisierter Mensch, sag ich. Er trägt den Beinamen aus ironischen Gründen. Zumal er selbige intus hat…

          • Silke schreibt:

            ich fühle mich beleidigt, da von barbarischem Stamme und wir schwallten nicht, wir waren nur des Griechischen nicht mächtig.

            Der Mörder Theo von Goghs “schwallte” im Namen einer Hochkultur, vielleicht einer gewesenen, aber immerhin.

            Conan kenne ich nicht, ich war nachdem in Sinuhe der Ägypter (?) mir ein von nem Pyramidenbaustein zermalmt Werdender zugemutet worden war, nie mehr in so einem Film.

            Apropos Film – Die Hauptfigur in “The Artist”, der gerade Preise abräumt, heißt George Valentin, sieht aber nach den Videos auf imdb.com aus, als sei da eine so gehörige Portion Fred Astaire drin, daß die Namenswahl nicht bedeutet, daß es eine Hommage an Valentino ist.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke, Du weißt, dass Du nur die Buchstabenfolge Valentino wispern musst!, und sofort tu ich Buße und überhaupt alles whatsoever, ob sie oder es nu muss oder wirklich muss

            Nein, Du warst nicht von barbarischem Stamm – ähm, vielleicht doch vor Jahrtausenden mal. Aber Du sprachst Patmisch auf Patmos, bist also definitiv in den dortigen Stamm aufgefahren, auch rückwirkend.
            Ich war vor Abraham freilich von barbarischem Stamme, das ist lang her. Im Krieg gegen die hellenisierten Syrer im zweiten Jh v.d.Z. waren die die Barbaren, nicht unsereins!, weil die einen Tempel entweiht haben, und sowas Barbarisches tut man nicht als Nichtbarbar, never ever.
            Der Dante ist auch nicht von barbarischem Stamme als Florentiner, definitiv, denn das könnten die einfach nicht sein von ganz Alters her!, à propos Stendhal wusste es, er bekam nämlich dorten etwas Halbnettes Namens syndrome de Florence (auch Hyperculturemia genannt), ja der Stendhal, der wahrlich kein Barbar war von jeher, der bekam das DA!, also gibt’s in der Hochkultur noch die Kategorien super und hyper und mega usf., ach Abstufungen in ein und dem Selben, wer hätt’ das gedacht…

            http://en.wikipedia.org/wiki/Florence_syndrome

          • Silke schreibt:

            hach Florenz und Dante – als ich es diese Woche erst hörte, habe ich gar nicht an “unseren” Dante gedacht, aber dafür jetzt.

            Also das hier jetzt mit meinen wärmsten Empfehlungen für Dante:

            http://www.intelligencesquared.com/events/clive-james-on-florence-the-lord-forte-memorial-lecture

            CLIVE JAMES ON FLORENCE (THE LORD FORTE MEMORIAL LECTURE)

          • Silke schreibt:

            Aristobulus

            wenn Du mich zur Nicht-Barbarin erklärst, vergißt Du, daß ich mich in Paris einst unvergeßbar als solche outete, indem ich nicht wußte, daß Calvados ein digestif und kein apéritif ist. Von anderen derartigen Fehltritten, die ich mir sonst noch so über die Jahrzehnte geleistet habe, ganz zu schweigen. (z.B. langte ich einmal in Unkenntnis wie teuer das ist, auf einer Büroweihnachtsfeier beim Kaviar zu kräftig zu. Dabei finde ich den nicht mal besonders toll.) Oder als ich ein Bidet als le truc pour laver les pieds bezeichnete oder als ich Trotteurs (so hießen die Schuhe auf Deutsch) als Schuhe pour faire le trottoir definierte.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke, dagegen wäre zu sagen, dass Konformismus immer barbarisch ist :), grad beim Calvados, wobei Du den dort trankst, weil Du es beim Remarque gelesen hattest – und bitte welcher Barbar würde Remarque gelesen haben? Insgleichen beim Kaviar, denn nur eine Barbarin würde drauf verzichten (freilich bin ich selbst in dem Sinne ein koscherer Barbar). Und beim Bidet, als was hättest Du es sonst bezeichnen sollen, comme un truc pour se laver le cul?, das wär doch tout-à-fait barbare gewesen.
            Usf.

            Übrigens unter Deinem Link findet sich eine kurze Rede von Theodore Dalrymple, der meint, dass die Barbarei der Gegenwart von dem Modewunsch kommt, sich maßlos auszuleben (er sagt, dass die Popularisierung und Verflachung des Wissens über Psychoanalyse dazu führt). Aber er tanzt beim Reden :D, etwas, das man beim Zawahiri und anderen Predigern der sich voll auslebenden Barbarei niemals sieht, weil sie das vor lauter Vulgarität nicht können

            http://www.intelligencesquared.com/events/Psychotherapy-has-done-more-harm-than-good?SQ_PAINT_LAYOUT_NAME=chapter&start=90&end=659&sgmt=17630

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