Liebe Beate Klarsfeld,

ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie sich von dem Gedanken geschmeichelt fühlen, Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin der Bundesrepublik Deutschland zu sein, aber ich möchte Sie dennoch bitten, das Angebot auszuschlagen.

Sie sagen, dass die Kandidatur eine große “Ehre und Würdigung” Ihrer Arbeit sei, aber genau das Gegenteil ist der Fall: Sie werden nämlich von der Partei Die Linke aufgestellt. Sie haben zwar schon klar gestellt, dass sie die Politik der Partei nicht teilen, aber das reicht nicht!

Sie sind Beate Klarsfeld!

Die Linke ist keine Partei, von der sich eine Frau wie Sie lediglich distanziert. Sie ist schon gar nicht eine Partei, von der sich eine Frau wie Sie aufstellen lässt. Die Linke ist vielmehr eine Partei, in der es das ein oder andere Mitglied gibt, das von einer Frau wie Ihnen eine kleine Ohrfeige verdient hat. Keine schallende Ohrfeige, wie damals Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, das ist nicht zu vergleichen, aber durchaus schon eine kleine gezielte Ohrfeige.

Eine Ohrfeige für all die SED-Mitglieder und Stasi-Mitarbeiter, die immer noch froh und munter in der Partei Die Linke wirken.

Eine Ohrfeige für das Flugblatt, dass einst innerhalb der Partei Die Linke kursierte und auf dem folgendes behauptet wurde: ISRAEL ist das einzige Land der Welt, in dem Folter, Sippenhaft und außergerichtliche Exekutionen legal sind und tagtäglich angewandt werden.”

Eine Ohrfeige für das Weigern einiger Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, sich von ihren Plätzen zu erheben, als am Gedenktag der Opfer der Nationalsozialisten Schimon Peres der jüdischen Opfer gedachte.

Eine Ohrfeige für den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Partei Die Linke in Duisburg, der einst in einem YouTube-Video das Existenszrecht Israels als „läppische Frage“ bezeichnet hat und der zu den Terrorakten einiger Palästinenser sagt: “Ich würde das Selbe machen wie die!”

Eine Ohrfeige für Inge Höger, die als der Theatermacher Juliano Mer Khamis von Mitgliedern der Hamas ermordet wurde, ganz in der Tradition des Glaubens an die jüdische Weltverschwörung darüber nachdachte, ob nicht doch Juden hinter dem Anschlag gestanden haben könnten.

Eine Ohrfeige für die Parteimitglieder Höger, Groth und Paech, weil sie an Bord eines Schiffes waren, das mit “Tod den Juden”-Rufen gen Israel segelte.

Liebe Beate Klarsfeld, einige Mitglieder innerhalb der Partei sollten Ihnen ein Dorn im Auge sein. Zerstören Sie nicht Ihr Lebenswerk durch eine unüberlegte Eitelkeit. Nehmen Sie Abstand von einer deutschen Partei, die wie kaum eine andere in der heutigen Zeit amtisemitische Züge trägt. Wenn Sie sich der Partei Die Linke unbedingt annähern wollen, dann nur aus einem einzigen Grund:

Ein paar Ohrfeigen sind alle Mal drin, oder?

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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81 Antworten zu Liebe Beate Klarsfeld,

  1. Malte S. Sembten schreibt:

    So antisemitisch wie Die Linke ist in Deutschland nur noch die NPD.

    Schade, dass Beate Klarsfeld diese an sie gerichteten Zeilen nie lesen wird!

  2. Paul schreibt:

    Gerd ein guter Beitrag von Dir Gerd,
    den ich mit einem Satz ergänzen mochte:

    Eine Ohrfeige, diesmal ruhig eine schallende, für Beate Klarsfeld, wenn sie diese Kandidatur annehmen sollte. :grin:

  3. k3sprudelConny schreibt:

    Seht das Ganze doch bitte mal nicht so einseitig. Ich ärgere mich echt darüber, als Linke, welche Freunde in Israel hat und in keinster Weise ausländerfeindlich oder antisemitisch ist, durch solche Behauptungen in einen Topf geschmissen werde. Die Nominierung von Beate Klarsfeld zeigt das die Linke in der großen Mehrheit irgendwelche bescheuerten Parolen und Meinungen einzelner nicht teilt. In jeder Partei tauchen immer wieder solcher Krampf auf, interessant das Gauck auch gesagt hat, das man den Judenmord nicht in eine Einzigartikeit hin übertreiben soll. Es war und ist einzigartig in der Geschichte der Welt….systematische Vernichtung….Ich leide sicherlich nicht unter Verfolgungswahn, aber ich bin mir auch sicher, das Gegner der Linken alles daran setzen die Partei auch durch rechte Parolen zu schaden. Also bitte etwas mehr Sachlichkeit, ich finde das man das erwarten kann…….Beate Klarsfeld würde auch nicht kandidieren, wenn die Linke antisemitisch wäre!

    • AMC schreibt:

      Liebe Conny, durch die freiwillig Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder Partei ist man automatisch “in einem Topf”. Man hat nur die Wahl, “im eigenen Topf” für Ordnung zu sorgen oder in einen anderen “Topf” zu wechseln. Oder man ist eine tragische Figur. Der Antisemitismus, in diesem Fall Antizionismus genannt, ist für die Linke schon ein herausragendes Merkmal. Das ist im Blog gut beschrieben. Das haben sich doch nicht die Gegner der Linken ausgedacht!

      • Conny schreibt:

        Lieber AMC, sicherlich wird man durch die Zugehörigkeit auch beurteilt. Ich persönlich denke aber, dass die Gruppe der Leute aus den Linken, die tatsächlich antisemitisch sind, sehr gering ist. Dieses Thema ist aber gerade in Deutschland sehr wichtig, daher werden entsprechende Äußerungen auch berechtigter Weise kritisch betrachtet und auch kommentiert. Antisemitismus ist meiner Ansicht nach auch ein großes Gesellschaftliches Problem, daher ist gerade Beate Klarsfeld ein Mensch der gegen diese Strömung in Deutschland stehen kann. Ist nicht durch die Nominierung, auch Klarheit geschaffen worden? Wie Du schreibst, für Ordnung im Topf sorgen? Ich für meinen Teil stehe auch innerhalb der Partei sehr klar für meine Position ein, mache z.B. auch bei den Wochen gegen Rassismus, speziell zum Thema Antisemitismus, aktiv mit. Bisher erlebte ich noch keinerlich Anfeindung innerhalb der Partei. Wir müssen aktiv gegen Antisemitsmus vorgehen, in unserem Umfeld, in unseren Gruppen einfach überall.

        • Aristobulus schreibt:

          “…dass die Gruppe der Leute aus den Linken, die tatsächlich antisemitisch sind, sehr gering ist”- na wie lachhaft!, das ist nichts als Verniedlichung und Ausrede, vielleicht nur gut gemeint (folglich rührend ahnungslos und disqualifizierend), vielleicht apologetisch (folglich als Desinformation gemeint und erst Recht disqualifizierend).

          Funktionsträger der Linkspartei äußern sich wiederholt als Antisemiten wie sonst nur dei NPD, Funktionsträger der Linkspartei fahren auf einem Hamas-Gutfinderschiff mit, Mitglieder der Linken rufen zu Israel-Boykotten auf. Usf.

          Und Sie beschönigen es als gesellschaftliches Problem… feine Gesellschaft, zu der Sie da gehören.

      • smon696 schreibt:

        Wie wäre es mal mit Differenzierung? Die Linke besteht aus einem breiten Spektrum von Gemütern. Nur weil Erika Steinbach eine Holocaust-Verharmloserin und Geschichtsverdreherin ist, ist die CDU noch lange nicht generell der Meinung, dass die NSDAP eine linksorientierte Partei ist. Die Welt ist nicht immer in Schwarz und Weiß einzuteilen. Du sprichst ja fast schon davon, dass die Linke wie die Bolschewisten Juden verfolgen lassen würden!

    • Danny Wilde schreibt:

      An anderer Stelle hatte ich schonmal geschrieben und wiederhole es jetzt: Für “die Linke” ist die Klarsfeld ein noch größeres Feigenblatt als der Gauck für die SPD. Warum?

      Keine Gauck-Äußerung passt so rechts ins SPD-Denkmuster, und seine erste Kandidatur war ein reines Taktik-Spielchen von der dicken Gabriele, um die konservativ-liberale Regierung mit einem konservativ-liberalen Kandidaten vorzuführen und zu veräppeln. Merkel wäre damals schon besser beraten gewesen, diesen Vorschlag zu dem ihren zu machen – na egal, heute hat sie’s ja kapiert, und die SPD muss es ertragen, dass sie den Kandidaten mit abnicken muss, den sie in Wahrheit nie wirklich gewollt hat.

      Dasselbe nun mit Klarsfeld. “Die Linke” brauchte eine/n Kandidati/en, welche/r außerhalb der Parteipolitik stehen musste und entweder die totale Witzfigur zu sein hatte (Schramm, Sodann, Jochimsen) oder eben von hause aus nen superseriösen Anstrich brauchte: da ist Klarsfeld erstklassig gewählt. Gerade WEIL der Antisemitismus in der “Linken” nicht “irgendwelche bescheuerten Parolen einzelner” ist, sondern in Wahrheit DAS PROGRAMM (soweit mir bekannt, wurden die Hilfs-Seefahrer ja auch nicht aus der Partei ausgeschlossen, sondern frenetisch gefeiert – und die oben im Artikel aufgeführten und keineswegs vollständigen Beispiele sind auch nur Einzelfälle, gell?). Ja: Feigenblatt. Ja: “Seht her!” Ja: “Wir sind ja gar nicht so, wir nicht.”

      Eben doch.

      “Der Weg nach Auschwitz war mit Gleichgültigkeit gepflastert” (Ian Kershaw). Der Weg in Israels Vernichtung durch die es umgebenden judenhassenden Staaten und Gebilde auch. Die Linke schaut aber nicht nur gleichgültig zu, sondern beteiligt sich auch aktiv auf der Seite der judenhassenden Feinde. Das, Sprudel-Lady, kann mit keiner Beate Klarsfeld dieser Welt kaschiert werden.

      • Rainer David W. Früh schreibt:

        @Danny Wilde: Dm ist absolut nichts hinzuzufügen. Ich will es nur nochmals präzisieren. Jeder Kritik an antisemitischem Ausfällen der Linkspartei und/oder einzelner ihrer Mitglieder wird jetzt der Wind aus den Segeln genommen werden, weil in Zukunft immer gesagt werden kann: Eine Partei, die Frau Klarsfeld als Bundespräsidentenkandidatin präsentiert hat (wohl wissend, dass sie das ruhig kann, denn nicht mal der blödeste Naivling wird davon ausgehen, dass sie eine Mehrheit findet) kann doch allen Ernstes nicht antisemitisch sein. Sie wird somit in Zukunft als über alle Zweifel erhabend dargestellt. Und ich bin entsetzt darüber, dass Frau Klarsfeld diese Falle nicht erkennt, in die sie da sehend hineinläuft und in Zukunft schamlos missbraucht werden wird. Man stelle sich vor, Norman Finkelstein hätte die deutsche Staatsangehörigkeit; da könnte er dann für die NPD kandidieren…..

        • Rika schreibt:

          @ “Jeder Kritik an antisemitischem Ausfällen der Linkspartei und/oder einzelner ihrer Mitglieder wird jetzt der Wind aus den Segeln genommen werden, weil in Zukunft immer gesagt werden kann: Eine Partei, die Frau Klarsfeld als Bundespräsidentenkandidatin präsentiert hat … kann doch allen Ernstes nicht antisemitisch sein.”

          Du sagst es.

          Frau Klarsfeld wird mit Sicherheit nicht die neue Bundespräsidentin, aber sie wird ganz sicher das neue Feigenblatt des LINKEN ANTISEMITISMUS!
          Und verstärkt damit die Fraktion der “Israelkritiker” – wie leider so viele andere…. von “der Tochter” bis zu dem verrückten Rebbe, der Raheb unterstüzt und gegen den Zionismus wettert.

          Welch eine Torheit und wie schade!

          • Silke schreibt:

            mir ist nicht bekannt, daß die Tochter oder sonst einer der sattsam bekannten Israel-Verleumder einen Sohn hat, der seinen Militärdienst in Israel abgeleistet hat. Hier Lila’s fiktive Ansprache an Die Linke:

            Der Sohn ist Rechtsanwalt und hat mit Sarkozy zusammengearbeitet. Er hat freiwillig seinen Wehrdienst in Israel abgeleistet – als Magavnik! Das sind doch die allerschlimmsten, die an den Checkpoints, eine Art Grenzpolizei. Wüteriche, übelst beleumdet. Er schämt sich nicht dafür, im Gegenteil, er ist stolz darauf und behauptet, die zionistische Besatzungsarmee ist nicht auf Haß aufgebaut.

            Aber noch schlimmer. Er findet, solange Palästinenser in Israel friedlich und gut leben, steht Juden in der Westbank dasselbe Recht zu.

            Seine Eltern haben sich nicht von ihm losgesagt. DAS ist die Familie Klarsfeld. Seid ihr sicher, daß ihr so eine Kandidatin wollt? Es ist ja schön und gut, daß sie mal einen Kanzler geohrfeigt hat, wer würde das nicht gern mal machen?, aber sie steht doch für die abscheulichsten Dinge überhaupt… sie paßt nicht zu euch…

            http://rungholt.wordpress.com/2012/02/23/schnell-schnell/#comment-44364

          • anti3anti schreibt:

            et vice versa. Auch die Linke wird Probleme mit Antisemitismus/Antizionismus bekommen, da Klarsfeld als bekennende Israel- und Judenfreundin auftritt.

  4. Yael schreibt:

    Ich habe Klarsfeld immer für integer gehalten. Das ist nun vorbei.

  5. AMC schreibt:

    Ich hoffe, dass Beate Klarsfeld diese Zeilen lesen wird. Ich hoffe sehr, dass diese Kandidatur nicht zustande kommen wird – aus welchem Grund auch immer -. Für mich wäre es eine Demontage einer Heldin, zumindest wäre es eine Enttäuschung. Sie muss doch wissen, mit wem sie sich einlässt!

  6. Silke schreibt:

    wann werden wir mehr von Beate Klarsfeld’s O-Tönen zu lesen bekommen?

    Wenn sie sich aufstellen läßt?

    Wenn die sich nicht aufstellen läßt?

    Ich persönlich würde gern eine überall verbreitete Rede von Beate Klarsfeld sehen/hören. Wenn sie die Chance vermasseln sollte, gut Pech gehabt, aber da alle so begierig drauf sind, sich an Gauck zu reiben, bekenne ich, ich bin begierig drauf, mich an Klarsfeld zu reiben.

    Wenn’s dazu der Hilfe der Linkspartei bedarf, sei’s drum – Churchill mußte auch mit Stalin plaudern, so als hielte er ihn für “satisfaktionsfähig”.

    • Silke schreibt:

      da ich in der Moderation gelandet bin, hier ist der aktuellste Grund, warum mir Klarsfeld mit weitem Gehör in der Öffentlichkeit so interessant wäre und die Linke mir in dem Zusammenhang komplett am A… vorbeigeht.

      http://rungholt.wordpress.com/2012/02/23/enthullungen-des-ehebetts/

      http://rungholt.wordpress.com/2012/02/23/schnell-schnell/

      (und Lila bitte verzeih mir das Gelinke, ich weiß niemand anders, von dem ich die Infos hätte bekommen können.)

    • Yael schreibt:

      Silke, Churchill hatte kaum eine Wahl als sich mit Stalin zu verbünden, damit der Krieg endet. Klarsfeld hat eine Wahl und wenn sie sich mit dieser Partei intensiv beschäftigen würde, müsste sie zu der Überzeugung kommen, dass sie durch die falsche Partei zur Wahl aufgestellt wird.
      Ich denke eher, es ist vielleicht eine Art Eitelkeit, die sie dazu ja sagen lässt.
      Für mich ist sie nicht mehr integer.

      • Silke schreibt:

        ich habe nix mitgekriegt, daß Klarsfeld beabsichtigt, der Partei beizutreten.

        und wenn sie die Gelegenheit ergreift, ein Podium zu bekommen, welche andere Möglichkeit hätte sie?

      • Silke schreibt:

        und niemand ohne eine ausreichende Portion Eitelkeit, tut es sich an, in die Öffentlichkeit zu gehen.

        Glaubst Du etwa, Gauck sei uneitel oder Merkel oder Westerwelle oder Churchill oder Stalin?

        Ich denke bei allen öffentlichen Figuren kannste gucken und eine gehörige Portion Eitelkeit entdecken. Hätten nicht manche Leute diesen Drive, hätten wir vermutlich gar keine öffentlichen Personen, keine Schauspieler, keine Sänger, keine Politiker, nur Leute, die sich als graue Duckmäuser am wohlsten fühlen.

        • Yael schreibt:

          Klarsfeld zeiht für die Linke ins Feld. Wie antisemitisch die teilweise ist, muss ich nicht sagen. Ob sie hinter der Linken steht oder nicht, ist egal, sie lässt sich von denen instrumentalisieren und das von einer Frau, die sich zeitlebens nicht nur gegen Nazis, sondern auch gegen Judenhass gekämpt hat. Wie, denkst du, glaubhaft ist das noch? Ich sage: Null.
          Die Eitelkeit bezieht sich auf sie ausschließlich darauf, dass sie sich in Deutschland nicht genug gewürdigt sieht. Jetzt denkt sie, sie wird es, aber es ist von der Linken, was ihre Würdigung noch viel unwahrscheinlicher macht.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie ist kein Parteimitglied, wird als Parteilose aufgestellt, ist der Linkspartei in nichts verpflichtet, nicht? Falls sie dann Bundespräsidentin werden würde, (ähm, würde!), wäre sie ohnehin niemandem verpflichtet, und es wäre egal, wer sie mal aufgestellt hatte.

            Ich überlege grad, wer von den späterhin Guten sich zuvor von den Falschen hat aufstellen lassen (oder wer zuerst mit den Falschen paktiert hat, um dann durchzustarten). Mir fällt grad keiner ein außer Napoléon (ein zu weitreichender Vergleich).
            Brandt? Der war in der SPD, als sie noch ein sozialistisches Programm hatte.

        • Lamentum schreibt:

          Zwischen Eitelkeit und Ruhmsucht liegt schon noch ein Unterschied.
          http://www.welt.de/politik/deutschland/article13904656/Nazi-Jaegerin-Klarsfeld-ist-mehr-Mythos-als-Wahrheit.html

          http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13902653/Klarsfeld-bestenfalls-naiv-eigentlich-aber-infam.html

          Zwei versuchte Entführungen & die Zusammenarbeit mit dem Staat, der die KZs erstmal weiterlaufen ließ, vom nicht unbedingt judenfreundlichen Stalin gegründet wurde, von dessen Wunschpersonal geleitet wurde sprechen doch klar gegen das, was sie selbst als Maßstab setzt. Und ein Satz wie “manchmal muss man die Presse instrumentalisieren” (relativ weit unten) http://www.welt.de/politik/deutschland/article13901504/Madame-gegen-Gauck-sagt-wie-recht-sie-immer-hatte.html heute is’ nicht unbedingt eine Empfehlung für das BP-Amt. Wir hatten gerade erst einen der was von Pressefreiheit erzählt und dann versuchte Kontrolle zu üben.

          Und dazu dieses unerträgliche “Ich habe Größtes geleistet”, jetzt noch online zu sehen in ihrem 3Sat Kulturzeit Auftritt. Sie formuliert mehrfach, dass sie das Amt als Anerkennung und Belohnung sieht.
          Das aber ist das Amt nicht, oder?
          Wir haben jede Menge aktuellen Mist am Hacken, bei dem der BP Signale setzten sollte und muss. Jemand der nur stoisch “Nazi, Nazi, Nazi” rausbringt und den der sonstige Antisemitismus nicht ficht (schöne Grüße aus Malmö und Amsterdam) brauchen wir momentan nicht.

  7. quisa schreibt:

    Man mag ja von der Linken halten, was man will, aber sie ist nicht die einzige Partei, in der sich viele Ex-SED-Mitglieder finden. Gerade in der Partei, in der man sich über die Tatsache der vielen Ex-SEDler am meisten empört, der CDU, machen ebenfalls besonders viele Ex-SEDler Karriere:
    http://www.fr-online.de/politik/rote-socken-ade-die-genossen-von-der-union,1472596,3106076.html
    Das nenne ich mal glaubwürdig von der Partei, die sich nach 1945 zu einem Sammelbecken von Ex-Nationalsozialisten entwickelt hat.
    Auch die ultimative Freiheitspartei, die FDP, schämt sich scheinbar so sehr für die vielen hochrangigen Ex-NSDAPler, dass man eine Aufklärung bislang lieber behindern möchte:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,725900,00.html

    • Yael schreibt:

      Es geht weniger um die SED, sondern um Antisemiten dort. Die beschränken sich weit weniger auf diese ehe. SED Fuzzies. Siehe z.B. Diusburg mit seinem Antisemiten Hermann Dierkes.

      • quisa schreibt:

        Ja, die antisemitischen Tendenzen gibt es in der Linken definitiv, siehe Hermann Dierkes. Ich bezog mich mit obigem Beitrag aber auf den immer wieder vor allem der Linken entgegengebrachten Vorwurf, nicht mit den verbrecherischen Elementen in ihren Reihen aufzuräumen. Da sind die anderen Parteien nämlich nicht besser, nur doppelbödiger, was ihnen scheinbar dabei hilft, dass ihnen die Forderung nach Auseinandersetzung mit der Vergangenheit nur sehr selten und weit weniger öffentlichkeitswirksam entgegengebracht wird.

  8. Roithamer schreibt:

    Es ist doch völlig egal, wenn die Linken aufstellen. Der oder diejenige hat doch überhaupt keine Chance. Denn jetzt kommt erstma Gauck!

  9. Johannes schreibt:

    In der Aufzählung fehlt noch einiges, z.B. der Davidstern mit dem Hakenkreuz, der jahreland auf der Website der sog. Linkspartei Duisburg zu sehen war. Die Linken, die vor einem Bremer Supermarkt mit Pappen um den Hals standen, die vor dem Kauf israelischer Produkte gewarnt haben….

  10. Stefan schreibt:

    Erst nicht Klarsfeld, sondern Butterwegge, dann doch wieder Klarsfeld. Irgendwie erinnert mich die Linkspartei an ein Kasperltheater. Da fehlt nur noch Margot Honecker als altes Krokodil.

    Ein leicht gespaltenes Verhältnis zu Israel (um es mal vorsichtig auszudrücken) und ein total gespaltenes Verhältnis zum Grundgesetz und zum Rechtsstaat (um es mal deutlich auszudrücken) sollten Frau Klarsfeld nur eins signalisieren: Finger weg!

  11. Petra W. schreibt:

    Frau Klarsfeld wird nicht nur von der Linkspartei instrumentalisiert, sondern auch von diesem Blog hier oder anderen Seiten wie der Achse oder PI missbraucht. Aus einer parteiunabhängigen Aktivistin, die sich von der politisch Linken für das Amt der Bundespräsidentin nominieren lässt wird hier auf einmal die tragische Figur Klarsfeld, die trotz ihres Engagements gegen Rechts (künftig wahrscheinlich mit dem Adjektiv “zweifelhaft” versehen) jetzt mit den Antisemiten paktiert. Wenn jetzt noch rauskommt, dass sie sogar mit Moslems sympathisiert und einmal die Woche einen Döner isst, ist sie geliefert und als Antisemitin und unglaubwürdige Nazijägerin entlarvt!!

    • Tja… aber sie sympathisiert ja nun leider eben *wirklich* mit den Antisemiten… zumindest mit einer Partei, die kaum etwas gegen die Antisemiten in ihren eigenen Reihen unternimmt.

      • Silke schreibt:

        und was ist mit BAK Shalom – ich habe es nicht verfolgt, aber sind die nicht pro-Israel?

        und so dicke ist das mit dem pro-Israel bei den anderen ja auch nicht gesegnet. Ich erinnere mich noch gut, daß Merkel es durch alle Medien laufen ließ, daß sie Netanyahu ordentlich Bescheid gestoßen hatte.

        Und wie war das mit Niebeln und seinem Fünf Minuten vor Zwölf Bohai

        Das die Linke mit den Mavi Marmara Kreuzfahrern und anderen besonders widerliche Exemplare der Anti-Israel-ites geliefert hat, ist eine Sache, aber daß all die anderen jetzt auf einmal im Vergleich lilienweiß erscheinen ist eine andere.

        Ich will eine große Rede von Klarsfeld hören und wenn das der einzige Weg ist, dann sei er’s eben. Natürlich kann es auch passieren, daß die Medien zu ignorieren werden, aber dann ist das auch eine Message.

        Die Bundespräsidentenwahl hat schon viele Kandidaten gesehen, die nie eine Chance hatten und dennoch ihre Zeit im Scheinwerferlicht bekamen. Ich halte ihr jedenfalls die Daumen, daß die Musen sie küssen mögen und sie etwas zu sagen findet.

        • Yael schreibt:

          Jetzt wirst leider auch du unsachlich. Das eine hat das andere noch nie besser erscheinen lassen. Ich begreife nicht, dass du alles unter einen Hut steckst und jegliche Differenzierung fehlen lässt.
          Eine große Rede wirst du bestimmt nicht hören, das tun Kandidaten vorher nie.
          Bücher von ihr gibt es zur Genüge, wenn auch nicht in deutsch.

        • Yael schreibt:

          PS: Niebel und Co ist auch kaum vergleichbar mit den Beispielen, die Gerd allein schon oben geschrieben hat.

          ““ISRAEL ist das einzige Land der Welt, in dem Folter, Sippenhaft und außergerichtliche Exekutionen legal sind und tagtäglich angewandt werden.”

          Diekes: “zu den Terrorakten einiger Palästinenser sagt: “Ich würde das Selbe machen wie die!”

          Oder antisemitische Weltverschwörungstheorien von Hoger. USW.

          Diese drei Beispiele müssten schon ausreichen, um denen ein klares Nein ins Gesicht zu schleudern.

          • Silvia schreibt:

            Tut mir leid, aber ich kann Ihnen nicht mehr folgen.
            Eine ganze Partei als antisemitisch zu bezeichnen, weil einige der Mitglieder irgendetwas tun oder sagen, was man in den falschen Hals kriegen könnte …. naja.
            Eine Partei als antisemitisch zu bezeichnen, weil sie (berechtigte) Kritik an der Palästina-Politik der Israeilischen Regierung übt … scheint mir zu einfach. Das ist wirklich leicht: kritisiere Israels Politik und du bist Antisemit.

            Ich kann mich gut erinnern an die Gaza-Hilfsflotte die damals grundlos angegriffen wurden. Die wollten Lebensmittel und keine Waffen bringen in ein von Israels Regierung abgeriegeltes Gebiet. Dafür sind die beschossen worden. Kritisier ich das, bin ich Judenhasser?! Sie fordern Differenzierung und sind selbst weit davon entfernt.

            Eine Frage sollten Sie sich mal stellen, um oben zitierten Satz des Hrn. Diekes richtig zu verstehen: was würden Sie tun, wenn Ihr Haus von Raketen angegriffen und Ihre Familie oder ein Teil davon getötet wird, mit der Begründung, daß Sie zuerst geschossen hätten. Das haben Sie aber nicht, Sie haben telefoniert mit einer israelischen Radiostation, sind also live auf Sendung. So geschehen einem palästinensischen Arzt, der auch in Israel praktizierte und ein Beispiel von unzähligen. Was würden Sie tun, wenn Sie Jahrzehnte lang auf wenigen Quadratkilometern Gazastreifen eingesperrt wären, eingezäunt, eingemauert, ohne Zukunft und dann beschossen von israelischen Raketen, einem blinden Vergeltungsschlag wegen Selbstmordanschlägen….mit denen Sie nichts zu tun haben. Sie rennen um ihr Leben, nur wohin? Sie halten Ihr Kind im Arm, gestorben: wofür?

            Wissen Sie, es lässt sich leicht urteilen hier aus der mediengesteuerten europäischen Ferne. Wäre o.g. Arzt nicht live auf Sendung gewesen und hätte live vom Tod seiner Töchter durch israelische Raketen berichten können — es wäre leicht gewesen, ihn als fanatischen Terroristen zu bezeichnen.
            Ich bin weder bei den LINKEN, noch war ich in der SED, noch bin ich antiisraelisch oder propalästinensisch, sondern Mensch. Im Übrigen wurde richtig erwähnt, daß sich ganz andere Parteien als Die Linke Gedanken um die Vergangenheit ihrer Mitglieder machen sollten.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich würde denken, was Giordano oder Hans Rosenthal gedacht haben, als auch der Ort ihres Verstecken von den Bomben und Rakten der Alliierten angegriffen wurden: Schuld sind die Nazis. The bombs are here for a reason!

          • Silke schreibt:

            Ich kann mich gut erinnern an die Gaza-Hilfsflotte die damals grundlos angegriffen wurden.

            also Mädelchen, nu aber werklisch

            wer wen angegriffen hat, ist so was von eindeutig geklärt, daß Du Dich was schämen solltest.

            Die Blockade von Gaza ist rechtmäßig. Um eine Blockade rechtmäßig zu erhalten, darf der blockierende Staat KEIN einziges Schiff durchlassen.

            Dazu muß er, wenn die Schiffe nicht kooperieren an Bord gehen und damit das so richtig zofft, haben die Mavi Marmaristen sehr sehr rechtzeitig die Reling in Stücke gesägt.

            Ich hoffe, Du hast Verständnis dafür, daß ich Deinen Kommentar nur bis zu der oben zitierten lupenreinen Lüge gelesen habe.

          • Yael schreibt:

            @Silvia

            ich habe keine Lust, mir Dinge unterstellen zu lassen, die sich nicht gesagt habe. Nur drei Punkte: Die ganze Partei ist nicht antisemitisch, wie kommen Sie darauf? Belegen Sie es!
            “Das ist wirklich leicht: kritisiere Israels Politik und du bist Antisemit.”
            Zweitens: Ja, das ist zu leicht, das hat auch niemand behauptet. Belegen Sie es oder ich man muss annehmen, dass Sie hier gar nicht richtig gelesen haben.
            Drittens: Holen Sie sich Informationen über diese Gaza-Flotte, denn sonst würden Sie nicht die Propaganda nachplappern, die wollten nur helfen. Jeder, der sich informiert, weiß dass diese Flotte nur auf Provoakation aus war.

            Ich gebe Ihnen nur mal ein paar Beispiele, damit Ihre Infos auf dem neuesten Stand sind, die allerdings schon uralt sind.

            “Die Mavi Marmara befand sich nämlich unter dem Kommando der IHH, einer türkischen Wohltätigkeitsorganisation mit Verbindungen zu verschiedenen islamistischen Organisationen. Das „Danish Institute for International Studies“ hat der IHH nicht nur Verbindungen zur Hamas sondern auch zu al-Quaida und anderen Organisationen nachgewiesen, die der globalen Dschihad-Bewegung nahe stehen.

            Auch hat der Chef der Organisation, Bülent Yilderim, jüngst in einer Rede Israel als „zionistisches Gebilde“ bezeichnet und erklärt, das Ziel der IHH sei es, „Israel und die israelische Armee zu blamieren und der Hamas und ihrer Regierung im Gazastreifen zu helfen“. Bei der Abschiedsfeier des Schiffes in Istanbul in der vergangenen Woche waren dann auch zwei hochrangige Hamas-Mitglieder aus Großbritannien und ein Führer der jordanischen Muslimbruderschaft anwesend gewesen.

            http://www.imra.org.il/story.php3?id=48215

            Die Nähe der türkischen Regierung zu den Radikalen

            IHH unterstützt Gaza-Flottille und Gotteskrieger

            Istanbul – Die israelische Regierung bezichtigt die türkische “humanitäre” Organisation IHH, in Wirklichkeit eine Frontorganisation für die Finanzierung extremistischer Muslimgruppen zu sein und Gotteskrieger zu rekrutieren. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu nannte solche Vorwürfe in seiner Rede vor den UN “Lügen”. Diese Bemerkung wirft ein Schlaglicht auf die Haltung der türkischen Regierung: Sie spricht und handelt, als habe sie sich die Sache der Aktivisten zu eigen gemacht. Vor dem blutigen Drama um den von der IHH maßgeblich organisierten Schiffskonvoi für Gaza hatte Ankara Israel aufgefordert, die Flotte passieren zu lassen. Die IHH präsentiert bei ihren Aktionen immer wieder AKP-Politiker als Unterstützer, beispielsweise begleiteten fünf Abgeordnete einen früheren IHH-Konvoi nach Gaza.

            “Ein guter Teil der Vorwürfe gegen die IHH ist begründet”, sagt Gareth Jenkins, Verfasser eines Buches über den politischen Islam in der Türkei. “Ich selbst habe wiederholt mit IHH-Leuten gesprochen, und ihre Aktivitäten in mehr als 100 Ländern sind natürlich einerseits tatsächlich humanitär. Sie machen andererseits auch kein Hehl daraus, dass sie Dschihadis (Gotteskrieger) für Afghanistan und andere Kriegsschauplätze rekrutieren und ausländischen Dschihadis in der Türkei helfen.” Jenkins verweist darauf, dass vor einigen Wochen zwei IHH-Militante in Afghanistan ums Leben kamen, wo sie auf der Seite der Taliban kämpften.

            . In jedem Fall ist die IHH eine riesige Organisation mit offenbar reichlich sprudelnden Geldquellen. Ihre Ursprünge gehen zurück auf die Organisation Milli Görüs, der auch Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und Staatspräsident Abdullah Gül entstammen – sie sind politische Ziehsöhne von Milli-Görüs-Gründer Necmettin Erbakan. Seine Strategie: bei frommen Muslimen Geld sammeln, um damit Unternehmen und Organisationen des politischen Islam zu finanzieren.

            http://www.welt.de/die-welt/politik/article7879368/Die-Naehe-der-tuerkischen-Regierung-zu-den-Radikalen.html

            Entgegen ihrer Behauptung, eine völlig friedfertige Organisation zu sein, hat die Stiftung für Menschenrechte, Freiheit und humanitäre Hilfe (IHH) eine Geschichte der Involvierung in den islamischen Extremismus auf der ganzen Welt und wird mit einem versuchten Bombenanschlag auf einen Flughafen in den USA in Verbindung gebracht.“

            http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/middle_east/article7142977.ece

            Es waren nicht israelische, sondern türkische Medien (Vatan und Milliyet), die am Mittwoch darüber berichteten, dass mindestens 40 der Aktivisten auf der “Mavi Marmara” gewaltbereit gewesen seien und drei der Toten vor ihrer Abreise gegenüber Freunden und Verwandten gesagt hätten, dass sie auf diesem Trip als “Märtyrer” sterben wollen. Es ist schon interessant, dass die Journalisten in dem Land, aus dem die Toten stammen und in dem es bislang zu den heftigsten antiisraelischen Demonstrationen nach dem Vorfall kam, die Hintergründe der Toten trotzdem offen recherchieren und publizieren. Während hierzulande drei Mitglieder der Linkspartei, die ebenfalls auf dem Schiff waren und die aus ihrer Sympathie für den Widerstand gegen Israel keinen Hehl machen, als objektive Zeugen für die friedlichen Absichten der “Freiheits-Flottille” gehandelt werden.”

            http://taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/

            Ansonsten ist das hier nicht das Thema, aber Ihre Einseitigkeit des Postings kann man nicht so stehen lassen.,

          • Yael schreibt:

            “Ich würde denken, was Giordano oder Hans Rosenthal gedacht haben, als auch der Ort ihres Verstecken von den Bomben und Rakten der Alliierten angegriffen wurden: Schuld sind die Nazis. The bombs are here for a reason!”

            Es gibt auch Palästinsenser die so denken, die wissen, dass sie die ganze Scheiße der Hamas zu verdanken haben.

          • Yael schreibt:

            Noch eine Gegenfrage: Was würden sie machen, Silvia, wenn Sie in Sderot oder Beer Schewa lebten und ständig um ihr Leben rennen müssen, damit sie nicht sterben müssen, wenn die Quassams um sie herumfliegen und sie noch Kinder haben, denen sie erklären müssen, warum sie ermordet werden sollen, weil es auf der anderen Seite Islamisten gibt, die nur eines wollen: Den Tot aller Juden???
            Die Frage können Sie sich im stillen Kämmerlein selber beantworten.

          • Paul schreibt:

            Also Yael uns Silke,
            Ihr dürft aber von Silvia (“die aus dem Wald” – passt schon!) auch nicht zu viel verlangen.

            Wer ist sie denn?
            Sie ist weder bei den LINKEN, noch war sie in der SED, sie ist weder antiisraelisch noch propalestinensisch.
            Ja was ist sie denn?
            Sie ist ein MENSCH. Da ist sie hier im Blog schon die Ausnahme!
            Na toll! Gut das sie uns das gesagt hat. Sonst hätten wir noch wer-weiß-was vermutet.

            Nach der Geschichte mit dem Arzt hätte ich schon gedacht, sie stammt aus Pallywood. Ach so, das sind auch Menschen.
            —–Jetzt mal Ironietaste aus—-

            Silvia weißt Du wieviel Tonnen Waren täglich via Israel nach Gaza transportiert werden. Die Frage war zugegeben retorisch. Natürlich informierst Du Dich über solche Nebensächlichkeiten nicht. Warum auch. Unwissend kann man doch viel besser kommentieren.
            Ich liste mal ein paar Tage auf:
            26.2. 5503 t Waren und Gas (davon 160 t Obst)
            23.2. 5463 t Waren und Gas ( davon 68 t Süßigkeiten)
            21.2. 4854 t Waren und Gas ( davon 44 t Elektronikwaren)
            Ich höre mal auf.
            Hier
            http://heplev.wordpress.com/erste-sahne-andere-2/humanitares/
            kannst Du Dich selber informieren.

            Ach so, noch eine Frage: Wieviel Tonnen Lebensmittel hatte die “Gaza-Hilfsflotte” damals an Bord?

            Mache mal Schluss. Durch Deinen Kommentar ist mir der “Hut hoch gegangen”.
            Den muss ich jetzt erst mal von der Decke holen

    • Yael schreibt:

      “Wenn jetzt noch rauskommt, dass sie sogar mit Moslems sympathisiert und einmal die Woche einen Döner isst, ist sie geliefert und als Antisemitin und unglaubwürdige Nazijägerin entlarvt!!”

      Schon sachlich völlig daneben. Aber das sie Moslems in einem Atemzug mit Antisemiten nennen, ist schon erstaunlich. Von Verharmlung gar nicht zu reden.

  12. Petra W. schreibt:

    Wenn Sie regelmäßig die Achse oder PI lesen, merken Sie, dass es dort eine direkte und unmittelbare Verbindung zwischen Moslems-Terroristen-Antisemiten gibt.
    Als vor ein paar Tagen den Opfern einer rechtsextremen Terrorgruppe gedacht wurde (sie erinnern sich “Döner-Morde” und Merkel-Rede in Berlin), hat die pro-Israel, pro-Amerika und islamkritische Szene dazu aufgerufen, sich zeitgleich zur Schweigeminute vor Dönerläden zu stellen und mit Plakaten an die Opfer des Islams zu gedenken. Ausländer aus der Türkei oder einem arabischen Land sind Terroristen, genauso wie LINKE hier pauschal als Antisemiten beschimpft werden. So ist das halt in der politisch-unkorrekten Community.

    • Yael schreibt:

      Ich lese PI ganz bestimmt nicht, also werfen Sie uns mit den rassitischen Idioten nicht in einen Topf und bei der Achse liest man ganz Weltbild “Ausländer aus der Türkei oder einem arabischen Land sind Terroristen” ganz sicher nicht.
      Ab davon unterstelle ich der Linken nicht pauschal Antisemitismus. Sondern fundiert und belegbar.

  13. Silke schreibt:

    wenn Klarsfeld dadurch, daß sie sich von der Linken nominieren läßt, wie habe ich es dann Gauck zu sehen, der sich von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen gleichzeitig nominieren läßt.

    Ich schätze, es seid Ihr, die hier etwas vermischt, wenn Ihr Nominierung und Mitgliedschaft nicht auseinander haltet, jedenfalls nach dem augenblicklichen Stand.

    • Yael schreibt:

      Bei dieser Partei und dem Namen Klarsfeld, die für den Kampf gegen Nazis und jegliche Antisemiten steht, kann man sich als Person Klarsfeld nicht nominieren lassen.
      Wenn du das nicht verstehst, lassen wir das Gespräch. Tschüss!

      • Yael schreibt:

        PS: Vielleicht bin ich da etwas sensibler, denn ich habe diese Linken zur Genüge in der Zone erleben müssen. Und vielleicht sind Juden da etwas sensibler, weil sie es am eigenen Leibe spüren müssen. Man kann nichts trennen, was nicht zu trennen geht.

        • Silke schreibt:

          Wenn ich die Chance wittern würde, in den Medien Gehör zu finden, um den Deutschen in Sachen Nazis die Leviten zu lesen (und wenn ich mich für öffentlichkeitstauglich halten würde), würde ich noch mit ganz anderen Leuten als den Linken paktieren.

          Und komm mir nicht mit der gesteigerten Sensibilität. Ich habe fast mein ganzes Leben in gemixt-nationaler Gesellschaft verbracht und habe mir in schöner Regelmäßigkeit anhängen lassen müssen, daß ich dank meines Blutes ein Monster bin.

          und dennoch oder deswegen ist mir ein opportunistischer eitler Kämpfer auf der richtigen Seite lieber als gar keiner.

          Und noch einmal die Frage, wenn, wie’s ja wohl die Ansicht ist, Klarsfeld durchs Sich-Aufstellen-Lassen die Linke aufwertet, wie wertet dann Gauck all die anderen auf, im Paket, so daß wir jetzt ne Ein-Parteien-Landschaft haben?

          Ein Bundespräsident steht qua Amt ÜBER den Parteien oder außerhalb von ihnen oder was weiß ich sonst noch.

          Als Gesine Schwan kandidierte, war sie in allen Medien. Ähnliches wünsche ich mir von Klarsfeld. Noch einmal, vielleicht hat sie nix zu sagen, was rüber kommt, aber hören würde ich’s doch gern. Vor der Wahl und auch danach.

          • Yael schreibt:

            “Wenn ich die Chance wittern würde, in den Medien Gehör zu finden, um den Deutschen in Sachen Nazis die Leviten zu lesen (und wenn ich mich für öffentlichkeitstauglich halten würde), würde ich noch mit ganz anderen Leuten als den Linken paktieren. ”

            Tut mir leid, aber mir ist es wichtig morgens noch in den Spiegel sehen zu können. Wenn du das so siehst, würdest du ja auch die NPD wählen.

            Opportunismus richtet sich nie nach einer, schon gar keiner richtigen Seite, sondern nur danach wo es gerade hinpasst. Das macht mir Opportunisten so unsympatisch, denn sie sind austausch und unberechenbar. Da ist mir selbst ein überzeugter Kommunist noch lieber, denn der hat wenigstens eine Haltung.

          • Silke schreibt:

            Yael

            ich “kenne” die Buchholz schon seit Jahren

            der Unterschied ist doch, daß ich jederzeit mit dem Teufel Suppe essen würde, wenn ich glaubte mein Löffel wäre lang genug dazu und es wäre zum Guten dessen, woran ich glaube, wofür ich bin, für meine Seite.

            Opportunisten, Eitle, Lügner, Schwindler, Betrüger, Hinters-Licht-Führer, mit den Wölfen Heuler, all die ach so Verdammenswerten haben nun mal geschichtlich gesehen oft mindestens so viel Gutes für die ihren erreicht wie die Aufrechten, Prinzipientreuen.

            Übrigens habe ich gerade hintereinander zwei Links von Broder konsumiert. Eines ein Transkript von Gauck, das andere ein O-Ton Klarsfeld. Beide sind eindeutig Schwurbler, doch der eine der beiden hat was Nettes über Sarrazin gesagt, also ist er ein Heiliger und daß er schwurbelt, ist unwichtig.

            Das Klarsfeld-Interview hat mich gelehrt, daß eine Frau oder vielmehr ein Mensch, die offenbar lange nicht mehr Deutsch gesprochen hat, offenbar ohne Spin-Doctors vermutlich ohne jeden Stab, ohne Helfer, die ihr was googeln, vielleicht auch ohne Wurzeln in Academia ist, keine Chance hat, etwas Hörenswertes zu vermitteln. Aber schwurbelt sie schlimmer als Gauck? Nein!

            Und für Paul:

            Gauck erwähnt die Reformation und ich frage mich, wie meint er das bloß, wie meint er das bloß, wie meint er das bloß.

            Also vom Kommentatorenstandpunkt aus wird der Mann, so er sich nicht einen verdammt guten Redenschreiber zulegt und sich an das geschriebene Wort hält, eine Goldgrube für die schreibende Zunft. Da können’s dann die Fisker den Nicht-Fiskern geben und die Nicht-Fisker den Fiskern erzählen, daß sie keine Ahnung haben. Bleibt nur die Frage, werden wir uns danach mehr als “ein Volk” fühlen oder weniger. Meine Chips setze ich auf weniger.

          • Silke schreibt:

            Yael

            und noch was, wenn’s der guten Sache dient, ertrage ich auch, daß mir mein Gesicht im Spiegel nicht gefällt. Ich will zuallererst gewinnen.

          • Yael schreibt:

            “Yael

            und noch was, wenn’s der guten Sache dient, ertrage ich auch, daß mir mein Gesicht im Spiegel nicht gefällt. Ich will zuallererst gewinnen.”

            Das sind wir zu unterschiedlich. So denke ich nicht.

        • Lamentum schreibt:

          Glaube ich nicht.
          Für mich ist es nunmal ein Sachverhalt: alle Antisemiten sind zu meiden und zu verurteilen (moralisch, wenn sies einfach nur sind, rechtlich wenn sie es umsetzen).
          Wenn man also von solchen nominiert wird, weil man sie jagt, dann ist das ein Widerspruch und ein Fleck auf der eigenen Glaubwürdigkeit.
          Man bietet ein Alibi, macht sich selbst unglaubwürdig (wobei Klarsfeld das in der Zusammenarbeit mit dem DDR Regime schon gut geschafft hat, zumindest in meinen Augen).

          Gleiches gilt für mich auch in Sachen Gewalt. Entweder verurteilt man Gewalt oder nicht.
          Aber da bin ich vielleicht zu Konsequent.

    • Stimmt. Sich von der NPD nominieren zu lassen ist ja auch viel harmloser als bei der NPD Mitglied zu sein… (insert augenrollen…)

    • Paul schreibt:

      Also bei mir ist Gauck genauso ein großes Astloch wie die Klarsfeld. (oder muss man Korrektdeutsch Astlöchin schreiben?)

  14. Petra W. schreibt:

    “Ich lese PI ganz bestimmt nicht, also werfen Sie uns mit den rassitischen Idioten nicht in einen Topf und bei der Achse liest man ganz Weltbild “Ausländer aus der Türkei oder einem arabischen Land sind Terroristen” ganz sicher nicht.”

    Ach, und wie kommt es dann, dass sie auf der Achse so gut wie keinen kritischen Artikel über PI lesen können? (Gleichzeitig wird sich über jeden linken Furz aufgeregt)
    Nein, so einfach ist das nicht. Themen werden auf beiden Blogs wechselseitig aufgegriffen. Zudem gab es ja bereits Autoren, die sowohl bei PI als auch der Achse publiziert haben (siehe Joachim Steinhöfel). Als PI seinen Relaunch zu feiern hatte, gabs Gratulationen von Miersch auf der Achse. Nein – die Auffassung, dass auf der einen Seiten die Schmuddelkinder toben, während man auf der Achse & Co. lediglich gepflegter Ausländerkritik nachgeht, lässt sich so nicht halten. Das ist unglaubwürdig und zeigt, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

    • Aristobulus schreibt:

      “…während man auf der Achse & Co. lediglich gepflegter Ausländerkritik nachgeht”, na was für ein unverfrorener Unfug. Belege?, ach so, die haben Sie nicht, woher auch.
      Und Sie wollen Ernst genommen werden?

    • Yael schreibt:

      Noch einmal, ich lese PI nicht. Aber Broder hat sich schon einmal negativ zu PI geäußert. Warm die Achse über die nicht berichtet, müssen Sie die fragen, doch nicht mich.

    • Lamentum schreibt:

      Wäre sowas nicht ein Fall für den Moderator? Ein Argument aus’m Schweigen? Eine Verurteilung wegen dem, WAS man liest? Eine Kritik ohne Bezug zu den Themen sondern nur auf den Austausch der selbigen bezogen?
      Leseverbot für PI, sonst Schreibverbot?
      Wer sich nicht laut genug und scharf genug von PI abgrenzt ist ein Nestbeschmutzer?
      Ich les’ hin und wieder auf PI. Manchmal krieg ich davon ‘ne Krawatte (von den Kommentaren immer) und manchmal bekomme ich eine Info oder Meldung die ich sonst nirgendwo fand und die ich gegenprüfe. Und? Geht mir bei der TaZ genauso. Lese ich hin und wieder mal bei der “Jungen Welt” rein, bekomme ich dann manchmal sowas wie “Danke für die Mauer” um die Ohren. Ich hab’ einen Verwandten mehrere Jahre im DDR Knast gehabt (Abteilung Politische). Was meinst du wie wir uns DABEI fühlen?
      Auf den Gedanken die Empfänger dieser Nachrichten so pauschal zu kriminalisieren kämen wir nich.

  15. quisa schreibt:

    @Petra W.: AUf diesem Blog hier wurde sich aber schon sehr eindeutig von PI distanziert:
    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2010/06/04/offener-brief-an-pi-news/

  16. harrygambler2009 schreibt:

    Da haben sie nun versucht, die DDR nicht gleich dem 3. Reich zusetzen, beide Dikatauren seien nicht vergleichbar. Doch Dank der Klarsfeld und dem Gauck, der mit seiner “Schwärzerei von Namen in den Stasiakten” die Täter freigesprochen die Opfer ein weiteres mal gedemütigt hat, sind nun beide Diktaturen zu einer Akte verschmolzen worden.
    Wozu brauchen wir also einen Bundespräsidenten oder in Notfall ein Beate? Klar doch, irgendjemand muss doch für das Anliegen “jedem Bürger seine Akte sein”. Quo vadis Klarsfeld? Der Philosph Bloch nannte man die da drüben in der DDR “rote Faschisten”, und dann müsste sich eigentlich die Beate einen selber runter hauen.
    Überschift BILD Zeitung: Klarsfeld ohrfeigt sich selber und sonst jede Menge SM a la Bundestag. ;-))

  17. Feldheld schreibt:

    Wieso wurde mein Kommentar gelöscht?

  18. Dirk schreibt:

    Da werden hier flugs mal eben so 5 Namen in die Runde geworfen und sofort bekommt die ganze Partei einen antisemitischen Anstrich verpasst. Nach dieser “Logik” hätte man die CDU und insbesondere die FDP zumindest bis weit in die 1960er Jahre hinein genausogut als faschistische Organisationen bezeichnen können… Weshalb ist der Kiesinger gleich nochmal von Frau Klarsfeld geohrfeigt worden? Richtig, da war doch was…

    • Aristobulus schreibt:

      Wollen Sie abstreiten, dass etwa die CDU vor fünfzig Jahren zahlreiche Funktioknsträger mit NS-Vergangenheit gehabt hat?
      Ebensowenig können Sie abstreiten, dass die Linke jetzt zahlreiche Funktionsträger mit judenhassendem Hintergrund hat.
      Wie Sie jedoch glauben, man falle auf den Versuch rein, indem Sie Letzteres mit Ersterem entschuldigen wollen, erschließt sich mir nicht.

  19. Karsten schreibt:

    Es ist wohl weniger eklig, wenn Frau Klarsfeld fuer die Linke antritt als wenn sie fuer die CDU antreten wuerde. Letztere ist bekanntlich jene Partei, die einst dem Verfasser der Nuernberger Gesetze eine neue Heimat gegeben hat und auch sonst jeder Menge Moerder und Altnazis zu politischen Mandaten verholfen hat.

    Lustigerweise wird auch nie ueber die gleichsam eklige DDR-Vergangenheit der CDU debattiert. Bis heute sitzen in den Landtagen von Thueringen und Sachsen zu zwei Dritteln CDU-Abgeordnete, die schon vor 1989 Mitglied der Blockfloetenpartei waren. Dass Ostdeutschland eines der wenigen Laender waren, in denen nach der friedlichen Revolution eine Partei des Alten Regimes siegte, wird heute gaenzlich vergessen.

    Die Linke hat ihre ekelerregenden Punkte. Sie hat es allerdings nicht vermocht gleich die Nachfolge zweier menschenverachtender Regime anzutreten. Dieses unselige Erbe schleppt allein die Partei der groessten Heuchler Deutschlands, die CDU mit sich rum. Insofern nicht wirklich eine Ueberraschung, dass Frau Merkel keinen Gauck an der Spitze Deutschlands wollte.

    • quisa schreibt:

      @Karsten: absolut richtig, die CDU hat Massen an Ex-SEDlern in ihren Reihen und hetzt gleichzeitig über die Linke, weil diese Ex-SEDler in ihren Reihen hat. Verlogener und grotesker ist nur schwer möglich

      • Aristobulus schreibt:

        Quisa, die ex-SED-CDUler sind schon lang mittig bis konservativ, weinen der DDR keine Träne nach und haben am Grundgesetz nichts auszusetzen und nichts zu verändern, nicht? Wohingegen sich weder dies noch das von ex-SED-Linksparteilern sagen ließe, das Eine überhaupt nicht, und noch weniger das Andere, und das Dritte ganz gewiss nicht…

  20. Karsten schreibt:

    Laut Clemens Heni, der im Umfeld hier sicher nicht unbekant sein duerfte, und dem ich mal das Attribut “Hohepriester gegen die Ubiquitaet des Antisemitismus” verleihe, ist die Wahl Gaucks ein “politisch-kultureller Supergau(ck)”. Nun wuerde ich unterstellen, dass Heni sicher auch bei allen Vorgaenger Gaucks dieses oder jenes in Deutschland ubiquitaer vorhandene antisemitische Ressentiment gefunden hat, aber Supergau(ck) bleibt Supergau(ck).

    Da man Heni noch nicht auf Klarsfeld losgelassen hat, lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und unterstelle, dass Frau Klarsfeld nicht antisemitisch ist. Wobei Heni, wenn man ihn den liesse, richtigerweise darauf hinweisen wuerde, dass die Akzeptanz ihrer eigenen Aufstellung durch eine zweifelsohne antisemitische Partei auch ihr antisemitisches Ressentiment offenbart, was sich auch durch die Ehe mit einem juedischen Franzosen nicht ganz kompensieren laesst – oder vielleicht gar durch dieses ursaechlich zu erklaeren ist. Laut dem sehr verehrten Goetz Aly war Frau Klarsfelds Jagd auf fluechtige Nazis primaer durch den “Schuldabwehrkomplex” bedingt. Heni wuerde darin sicher eines der haeufigsten, in Deutschland ohnehin ubiquitaer vorhandenen antisemitischen Ressentiments erkennen. Gewissermassen: Schlag den Nazi, wo du ihn kriegen kannst, um deine antisemitischen Ressentiments zu kaschieren, vor dir selbst zu verbergen!

    All dies ist natuerlich pure Spekulation. Aber solange Heni hier nicht aktiv geworden ist, kann ich nur meine Verachtung fuer all diejenigen ausdruecken, die Herrn Gauck in einem wahrhaften Supergau(ck) zum Amt verhelfen! Um diesen Triumph des Antisemitismus zu verhindern, gebietet es Ehre und Moral und das bedingungslose Einstehen fuer Israel sowieso fuer Frau Klarsfeld als reinste Verkoerperung der geistigen und moralischen Freiheit zu kaempfen! Jeder, der dies nicht so sieht, handelt zwangslaeufig aus niederen Beweggruenden und ich muss sicher nicht extra anfuehren, dass er damit seinem Schuldabhwehrkomplex Vorschub leistet und ueberdies ein lupenreiner Antisemit ist.

    Heni, bitte vortreten!: http://clemensheni.net/2012/02/20/ein-politisch-kultureller-super-gauck-antisemitismus-halt-einzug-ins-schloss-bellevue/

  21. Carsten Otto schreibt:

    Großartig geschrieben! Hoffentlich liest sie es ;-)

    Mit freundlichen Hamburger Grüßen

    Carsten Otto

  22. Silke schreibt:

    Götz Aly wird Ludwig-Börne-Preisträger,

    Und das Neueste von Götz Aly ist, daß er Beate Klarsfeld tele-psycho-analysiert und die Frage in den Raum raunt, was denn wohl ihre Eltern in der Nazizeit gemacht haben mögen.

    Was eigentlich machten Vater und Mutter Kunzel zwischen 1933 und 1945?

    http://www.fr-online.de/meinung/kolumne-klarsfeld-und-kanzler-kiesinger,1472602,11718830.html

    und um es mit Götz Aly so zu machen, wie Aly es mit Klarsfeld macht, hier sind MEINE Haupterinnerungen an ihn:

    Götz Aly, der sich während seiner Zeit bei Yad Vashem für eine Osmanische Union aussprach,
    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/von-goetz-aly–historiker-die-osmanische-union–ein-traum,10810590,10718726.html

    der dann ein paar Tage später zunächst Israel für das Mavi Marmara Ereignis im Schnellschuß, verdammte, um sich wiederum ein paar Tage später (immer noch bei Yad Vashem arbeitend) so in etwa zumindest a bisserl zu korrigieren.

    Ein Schuft, wer zwischen beiden Äußerungen Zusammenhänge vermuten sollte.

    http://blog.zeit.de/joerglau/2010/06/08/gotz-aly-es-war-kein-massaker-aber-katastrophale-fehlplanung_3890

  23. Danny Wilde schreibt:

    Auch hier wieder interessant, zwischen wie vielen Spannungspolen die Forenthemen oszillieren… jedenfalls: Auf der Achse ist eine Verlinkung zum aktuellen HMB-Artikel in der WELT, und in diesem liest man ein paar Schoten über Madame Klarsfeld, an deren Glaubwürdigkeit ich keinen Grund zu zweifeln habe. Außerdem habe ich die von HMB zitierten aktuellen Klarsfeld-Äußerungen (SILKE!!!! Huhuuu!! OK – keine Rede, aber doch eine unmissverständliche Autobauchnabelschau!) bereits mehrfach an anderer Stelle gelesen; der Weihrauch hängt allenthalben noch schwer herum.

    Gleichzeitig verlinkt die Achse zu anderen Publikationen, die andere Details aus dem Leben der “Die Linke”-Kandidatin nochmals erwähnen (nicht, dass das nicht eh schon bekannt gewesen wäre), die eher darauf deuten, dass hier doch zusammenkommt, was zusammengehören könnte.

    Oder anders ausgedrückt: die personellen, ideellen und operativen Schnittmengen aus den Jahren vor ’89 sind schon heftig ins Auge stechend. Und nicht nur aufgrund der Tatsache, dass beiden, Klarsfeld wie der “Linken” (also auch deren direkten SED-Vorgängern) jedes, aber auch jedes Mittel zum (propagandistischen) Zwecke recht ist.

    Danach muss man davon ausgehen, dass die Madame de Serge Klarsfeld keineswegs die Nazijägerin jenes reinen Herzens ist, als welche sie sich vermarktet. Was bei ihren tatsächlichen Verdiensten (und die von der “DDR” gekaufte Kiesinger-Ohrfeige zählt sicher NICHT dazu!) eine besondere Tragödie darstellt, könnte ihre Kandidatur doch in Wirklichkeit der Anfang ihrer Selbstdemontage sein. Sic tacuiesses…!, möchte man ihr zurufen! Denn der Recherchehunger der Medien oder der Blogger hört ja mit der Entdeckung der wulff-schwiegermütterlichen Cash-Täsch nicht auf. Die Welt dreht sich weiter, und die ganzen Stasi-Akten mit Klarsfelds Berichten könnten da durchaus noch ans Licht geschleudert werden…

    • Silke schreibt:

      ich finde Götz Aly’s Elternfrage uneingeschränkt zum Kotzen (Aly überhaupt, aber dem wird ja alles vergeben, weil er so schön provokativ ist) und wenn Du meinst, das hätte was mit unserem Thema von neulich zu tun, dann haste nüscht kapiert und Broder, der ja selbst als Rampensau nicht schlecht ist, mit seiner Anklage von wegen publicitygeil sein nicht viel weniger.

      Wenn se was Ordentliches zu bieten haben, her damit, aber was die beiden bis jetzt haben, sind nix als um jeden Preis am Zeug-Flick-Versuche.

      Wenn die Frau in Sachen PR mal so ein Ass war, wieso hat sie sich dann bei der Kulturzeit so dämlich angestellt????? Schon mal drüber nachgedacht?

      • Lamentum schreibt:

        “Wenn die Frau in Sachen PR mal so ein Ass war, wieso hat sie sich dann bei der Kulturzeit so dämlich angestellt?????”
        Oh bitte!! Das is’ nu’ aber die gleiche Wellenlänge, die wir aus anderen Gefilden kennen.
        “wenn die US Luftwaffe doch so ein tolles System hat, wieso kamen die 9/11 Flieger dann da durch? Denk mal drüber nach?”
        Und auch in Bezug auf Israel gibt es solchen Quatsch, bspw. in Sachen der Gaza Flotte.

        Sie hat sich auch damals so angestellt (Sportcoupé für ‘ne Entführung anmieten??). Aber damals war damals. So ein Forum wie heuer hatte se damals, wesentlich jünger, einfach nicht bekommen. Oder erinnerst du dich an ein großes TV Interview im Anschluß an die Ohrfeige oder die Entführungsversuche? Also.

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