Maybrit Illner. Reingefallen!

Maybrit Illner ist offensichtlich auf einen Propagandatrick reingefallen. Das Thema ihrer Diskussionrunde heute Abend lautet nämlich: “Grass am Pranger – ist Kritik an Israel wirklich ein Tabu?”

Günter Grass wird kritisiert, weil er ohne Grundlage behauptet hat, Israel plane einen atomaren Erstschlag gegen den Iran und spiele sogar mit dem Gedanken, das iranische Volk auszulöschen. Ich nenne diese Unterstellungen den neuen Grassismus und habe ihn hier beschrieben.

Maybrit Illner aber hat nichts besseres zu tun, als diese berechtigte Kritik an Günter Grass’ Unterstellungen als einen Pranger zu bezeichnen! Was ist an dieser Kritik jedoch prangerhaft? Grass hat mit einigen Aussagen in seinem “Gedicht” gelogen oder es einfach nicht besser gewusst. Beides muss kritisiert werden!

Israel plant keinen Erstschlag. Israel möchte sich lediglich verteidigen können. Nicht Israel droht mit der Auslöschung, Israel wird mit der Auslöschung bedroht. Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, sagte am 28. Februar 2010, Juden seien fremdartige Bakterien und Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Dr. Hassan Hanizadeh wiederum hat am 20. Dezember 2005 behauptet, Juden töteten Kinder vor dem Pessachfest, um an ihr Blut zu kommen. Der Präsident des Amerikanischen Zentrums für Islamforschung, Dr. Sallah Sultan, behauptete sogar am 31. März 2012, Juden töteten Christen, um aus ihrem Blut Matzebrot zu machen. Während die israelische Unabhängigkeitserklärung allen “Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden reicht”, fordert die Charta der Hamas laut Artikel 7 die Vernichtung aller Juden. Wiam Wahhab, ein ehemaliger libanesischer Minister witzelte am 4. Juli 2010: “Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Wenn also wer am Pranger steht, dann ist es Israel! Auch in Europa und Deutschland steht nicht Günter Grass am Pranger, sondern Israel. Mittlerweile bezahlen Juden diesen Pranger sogar schon mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben!

Am Donnerstag, den 8. Januar 2009 riefen auf den Straßen Oslos ungefähr zehntausend Menschen auf arabisch “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” Ein Flugblatt wurde verteilt, auf dem die Menschen aufgefordert wurden, “ihren Müll vor der Synagoge zu entleeren” und “grosse Schweinsköpfe auf dem Friedhof zu platzieren”. Es folgten Aufrufe, die israelische Botschaft in Brand zu setzen, und einige Demonstranten gingen zum Botschaftsgebäude, das sie schwer bewacht vorfanden. Darauf zertrümmerten sie die Fenster eines nahegelegenen Schönheitssalons, der einem bekannten Schwulen gehört.

In Duisburg wurde jüngst unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war und so den öffentlichen Frieden störe sollte; auch in Berlin wurde die Polizei gegen eine Israelfahne aktiv. In Bochum musste sogar eine Frau Strafe zahlen, weil sie eine israelische Fahne öffentlich gezeigt hatte.

In Aachen wurde der jüdische Friedhof mit Hakenkreuz und der Parole „Freiheit für Palästina“ beschmiert, in Worms wurde ein Brandanschlag auf die Synagoge verübt, in Hannover wurden Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen öffentlich mit Steinen beworfen, in Frankfurt duldete die Polizei “Vergast die Juden”-Rufe, in Rostock wurde ein jüdischen Gemeindehaus angegriffen und auf Facebook wurden Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut.

In Dänemark weigerte sich eine Schule, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde und in Frankreich, Belgien und England wurden Synagogen und jüdische Einrichtungen geschändet, weil sie mit dem Unbehagen über die Konflikte im Nahen Osten verquickt wurden. In Dänemark wurden sogar zwei Israelis angeschossen, weil sie aus Israel kamen.

Vor ein paar Wochen wurden in Frankreich sogar drei jüdische Kinder getötet, weil dem Täter die Politik des Landes Israels nicht gefallen hatte. Die Politik Israels, der ganze Nahostkonflikt, die Situation der durch die Hamas geknechteten Palästinenser, all dies wurde von einem Mörder mit dem Judentum verquickt! Für ihn waren Kinder nicht mehr lebenswert, weil sie Juden waren! Das ist nichts anderes als blanker, purer Antisemitismus wie wir ihn von den Nazis kennen. Ein ausgemachter Nazi, ein brutaler Judenschlächter und Kindermörder hat sein Unwesen auf europäischem Boden getrieben und sein Bruder ist auch noch stolz darauf. Aber nicht nur der Bruder des Mörders ist Frankreich ist stolz, auch diese Brüder sind stolz auf ihren Hass:

Während Günter Grass schreibt, was seiner Meinung nach gesagt werden muss, präsentiert diese junge Bande, die nur aus Männern besteht, was ihrer Meinung nach gesungen werden muss. Das wird man ja wohl noch mal singen dürfen! Vor allem als Mann, der die USA und Israel schon allein deshalb hassen muss, weil dort Frauen vor dem Gesetz gleichberechtigt sind! Was für eine inakzeptable Beleidigung des Islams, wie diese Burschen ihn verstehen.

Die Frage ist, wenn immer wieder gesagt wird: “Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen”, wer verbietet denn Kritik an Israel? Wer? Wo ist der Maulkorb? Wo? Und vor allem: Wenn Kritik an Israel verboten sein soll, warum ist sie dann überall laut vernehmbar? Ich zitiere mal Frank Niggemeier, der auf der Facebook-Seite von Maybrit Illner folgendes gepostet hat:

“Es scheint mir ein rechtsextremer Propaganda-Erfolg und eine verquere Form der Vergangenheits-”verarbeitung”, wenn so viele Deutsche gerne glauben, dass sie israelischerseits mund-tot gemacht werden sollen. Was für eine schräge Art, sich mal wieder als “Opfer jüdischer Machenschaften” zu inszenieren … um dann um so ungenierter verbal draufzuhauen (“Gefährder des Weltfriedens”, “Völkermörder”). Bei dem angeblichen “Kritik-Verbot” handelt es sich um dümmliche Legendenbildung – wie nach dem 1. Weltkrieg die Dolchstoß-Legende. Und man weiß, wem die in die Hände gespielt hat …”

Ja, Maybrit Illner ist auf einen Propagandatrick hereingefallen, denn nicht Günter Grass steht am Pranger sondern Israel. Nicht Israelkritik wird mit einem Tabu belegt, sondern Kritik an die Dämonisierung Israels als anprangernd bezeichnet. Es müsste daher viel eher heißen: “Ist Kritik an Günter Grass ein Tabu?”

Der Propagandatrick, ein “Kritikverbot” gegenüber Israel zu inszenieren, ist nicht neu.

Martin Walser sagte 1998: „Auschwitz eignet sich nicht dafür, Drohroutine zu werden, jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel oder Moralkeule.“

Jürgen Möllemann sagte 2002: „Ich fürchte, dass kaum jemand den Antisemiten, die es in Deutschland leider gibt und die wir bekämpfen müssen, mehr Zulauf verschafft hat als Herr Scharon und in Deutschland ein Herr Friedman mit seiner intoleranten und gehässigen Art, überheblich. Das geht so nicht, man muss in Deutschland Kritik an der Politik Scharons üben dürfen, ohne in diese Ecke geschoben zu werden.“

Alfred Grosser sagte 2007: „Es ist nach wie vor so, dass sich Deutsche zu allem Möglichen kritisch äußern dürfen, aber nicht zu Israel. Menschenrechtsverletzungen anderswo anprangern – kein Problem! Mit Blick auf Israel aber kommt das nicht infrage. Ich finde das zutiefst schockierend. [...] In diesem Punkt stehe ich hinter Martin Walsers Kritik an der Auschwitz-Keule. Ja, ich sehe diese Keule, die ständig gegen Deutsche geschwungen wird, falls sie etwas gegen Israel sagen. Tun sie es trotzdem, sagt die Keule sofort: ‚Ich schlage dich mit Auschwitz.’ Ich finde das unerträglich.“

Michael Bodemann sagte 2008: „Vor allem in Deutschland kann der Antisemitismusvorwurf tödlich sein, und so hüten sich viele Juden wie Nichtjuden davor, den Mund aufzumachen.“

Und jetzt kommt Günter Grass daher und sagt, was angeblich gesagt werden muss und vor ihm noch nie jemand zu sagen wagte! Ja, bevor Günter Grass kam, saßen überall in Deutschland verzweifelte und mundtot gemachte Menschen in den Exilen ihrer Deutschen Wohnzimmer und hatten keine Möglichkeit, ihrer Kritik an Israel Gehör zu verschaffen. Nein! Genau das Gegenteil war und ist der Fall:

Israelkritik findet sich in jeder deutschen Tageszeitung und das nicht nur ab und zu, sondern fast wahrhaft täglich. Die Angst vor Israel ist in der Bevölkerung nicht nur sehr hoch, sondern sie wird auch laut und gut vernehmlich artikuliert. 65% der Deutschen erklärten laut einer durch die ZEIT am 4.11.2003 veröffentlichen Umfrage der EU, dass Israel die größte Gefahr für den Weltfrieden darstelle. Die Zeitungen kommen zudem nicht nach, die Leserbriefe mit israelkritischen Inhalten nachzudrucken und die deutschen Bücherregale schwappen geradezu vor lauter Israelkritik über. Dennoch glaubt die Mehrheit der Deutschen fest daran, mundtot zu sein – ein geradezu beispielhafter Salto Teutonale. Mit Schaudern und Zittern möchte man da fragen: Wenn das der Deutsche Mundtod ist, was passiert wohl erst, wenn die Deutschen geschwätzig werden?

Richtig absurd wurde es 2008 in Köln: In einer Debatte um den Bau eines jüdischen Museums in der Altstadt von Köln schaltete sich im Juli der Chefredakteur des Kölner Stadtanzeigers Franz Sommerfeld in das Gespräch ein und stellte auf prominenter Seite seiner Zeitung fest: „Jeder Versuch, städteplanerische Entscheidungen durch Hinweis auf die deutsche Schuld gegen Kritik zu immunisieren, spielt denen in die Hände, die die Vernichtung der Juden relativieren und auf antisemitische Reflexe spekulieren.“ Das Problem war allerdings, dass nachweislich niemand (nicht mal ein Jude!) diesen Versuch unternommen hatte. Aber was soll’s.

Jeder Antisemitismusvorwurf, wie berechtigt er auch immer sein mag, wird gleich als eine Beleidigung verstanden und mit der Empörung der Ehrverletzung weit von sich gewiesen. Es ist gerade so als hätten Grass, Möllemann und Walser die Macht des notorischen Beleidigtseins von jenen Islamisten gelernt, die am 30. September 2005 die Mohammed-Karikaturen in der Dänischen Jyllands Posten gefunden hatten. Die Macht des Beleidigtseins inspirierte damals fanatisierte Islamisten zu weltweiten Protesten mit Flaggenverbrennungen, Gewalttaten und über hundert Toten. Während fanatische Islamisten hinter jeder Kritik am Islam eine Beleidigung wittern, die die Ehre des Islams verletzt, sehen Günter Grass und seine Freunde hinter jeder Kritik an antisemitische Tendenzen in ihren eigenen Ausführungen die böse Absicht der Beleidigung und Ehrverletzung.

So machen Günter Grass und seine Freunde genaus das, was sie ihren Gegner vorwerfen: Sie immunisieren ihre Aussagen gegenüber Kritik und erklären es einfach zum Tabu, über den antisemitischen Gehalt einiger ihrer Aussagen zu debattieren.

Und Maybrit Illner ist darauf reingefallen!

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71 Antworten zu Maybrit Illner. Reingefallen!

  1. unermuedlich schreibt:

    Apropos Kritik: Wann wird Israel bei uns je gelobt? 1000 gefährliche Terroristen gegen einen Soldaten einzutauschen, Richter arabischer Abstammung über den eigenen ehemaligen Präsidenten richten lassen, homosexuelle Araber immer wieder aufzunehmen (weil sie in ihren Herkunftsländern verfolgt werden), Beduinen in der eigenen Armee dienen lassen, Pressefreiheit garantieren und und und…

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  3. Bernd Robker schreibt:

    Ich habe eine Verständnisfrage, die mich seit längerem umtreibt. Was genau ist eigentlich “Antisemitismus”? Mein Verständnis davon ist, dass das Kriterium “Zugehörigkeit zum Judentum” als hinreichendes Kriterium gesehen wird, um eine “Minderwertigkeit” zu postulieren. So wurde es etwa von den Nazis gemacht – wer “Jude” war (bei ihnen ein rassischer und kein religiöser Begriff, was in sich schon fragwürdig ist), war damit zwingend auch “Untermensch” und gegenüber anderen Rassen “minderwertig” und wies notwendigerweise eine Vielzahl von Charakterzügen auf, die für ein soziales Miteinander in einer Gemeinschaft hinderlich sind. Wer eine solche Einstellung postuliert, ist für mich Antisemit. In Diskussionen wie diesen scheint der Begriff aber wesentlich weiter gefasst zu werden …

  4. Yael schreibt:

    Grass veröffentlich ein Hass und Lügengedicht gegen Israel und darauf erntet er berechtigte Kritik und die deutschen Sender beschäftigt nur das Thema ob Kritik an Israel erlaubt ist. Ergo: Bei Illner und Co ist Grass Hasstirade lediglich Kritik. Grass ist nicht das Problem, sondern ob Kritik an Israel erlaubt sei. Die dumme und scheinheilige Frage zeigt, dass Illner und Co irgendwo leben, aber sicher nicht in Deutschland.

    • Dante schreibt:

      Grass veröffentlich ein Hass und Lügengedicht gegen Israel…

      Das ist kein Gedicht. Es ist ein Pamphlet, und zwar in Prosa.
      Ich halte – wie auch Primor – nicht unbedingt Grass persönlich für einen Judenfeind, aber sein Machwerk ist schon deshalb judenfeindlich, weil in ihm die Sorge geäußert wird, er könne wegen seiner Kritik dem Vorwurf des ‘Antisemitismus’ ausgesetzt sein, denn dies impliziert die Furcht vor einer angeblich übermächtigen jüdischen Lobby, die jeden ans Kreuz nagelt, der es wagt, sich missliebig zu äußern.
      Seine größte Sorge hätte es vielmehr sein müssen, von Judenhassern gefeiert und gleichsam als Kronzeuge eingespannt zu werden, was jetzt nämlich geschieht.

      • Yael schreibt:

        Manche sehen es anders, vor allem Menschen, die ihn kennen.

        “Grass hat ein Problem mit Juden”

        http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/12/kaniuk/

        Grass´ verschwülste Auslassungen legen nahe, dass er Israel gerne und häufig besucht hat. Dem ist jedoch nicht so: Er war insgesamt wohl nur zwei mal in Israel, sein letzter Besuch liegt 41 Jahre zurück: 1971 hatte er auf anlässlich der „Deutschen Kulturwoche“ Israel besucht und dort an Lesungen und Diskussionen teilgenommen. In Israel hatte er, der seinerzeit seelisch sehr mit der Verleugnung seiner SS-Zeit beschäftigt war, sich gleich von seiner besten Seite gezeigt: Er betätigte sich in dem ihm völlig unbekannten Israel gleich als deutscher Volkserzieher des jungen, vielfältig bedrohten jüdischen Staates. Grass wusste, was ein „guter Mensch“ ist, was „die Juden“ zu tun haben – damit endlich Frieden einkehre in Nahost. Er, der frühere SS-Jüngling, warnte vor der „jüdischen Rachsucht“. Vor allem wusste er, dass Israel an seinem Unglück selbst Schuld sei – mit „Schuld“ hat es der Grass besonders. Überliefert sind seine seinerzeitigen Äußerungen:

        “Es ist für mich auch ein Freundschaftsbeweis Israel gegenüber, dass ich es mir erlaube, das Land zu kritisieren – weil ich ihm helfen will … Solche Kritik aber zu kritisieren – damit muss man aufhören… (…) Aber dieses Auge um Auge, Zahn um Zahn der gegenwärtigen Politik schaukelt allen Zorn nur noch weiter hoch.” Und: So hat Israel durch die schleichende Annexion der besetzten Gebiete den arabischen Staaten einen Vorwand für deren Angriff geliefert.

        Sein seelischer Wiederholungszwang jedoch, dies bleibt noch nachzutragen, blieb virulent: 20 Jahre später, während des 1991er Golf-Krieges, als Israels Bürger, mit Gasmasken ausgerüstet, in Bunkern Schutz suchen mussten, sah sich Günter Grass veranlasst, auch den um Verständigung mit den arabischen Nachbarstaaten engagierten israelischen Schriftsteller Yoram Kaniuk politisch-moralisch zu belehren – ein Lehrstück Grassscher Selbstgerechtigkeit. Israels sehr konkrete, tägliche Bedrohung durch den Friedensfreund Saddam Hussein war ihm keine Zeile wert

        http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/11/grass-8/

        Ich weiß nicht, ob er Antisemit ist, das ist mir auch relativ egal, aber der hat Probleme

        mit Juden.

  5. Yael schreibt:

    Aber Gerd, ich kann das Thema Grass kaum noch hören, die Antworten der Grass Verteidiger kennt nun schon auswendig: die haben alle keine Substanz. Daher wird hier auch nichts neues herauskommen, sondern du wirst wieder zu viele Trolle anziehen.

  6. Dante schreibt:

    Es ist auch immer wieder die Lüge zu lesen, dass Israel sich erlaube, was sich kein anderer Staat weltweit erlauben könne, und zwar nicht in rechtsextremen oder radikalislamischen Foren, sondern auch in “bürgerlichen” wie dem der ARD.
    Man braucht sich nur anzuschauen, was in Syrien geschieht, oder in die jüngere Vergangenheit zu schauen (z.B. in das Guatemala der frühen 1980er Jahre), um zu sehen, wie unwahr das ist.

    • hans schreibt:

      Was ist mit der Misachtung von UN Resolutionen?

      • Silke schreibt:

        Misachtung gefällt mir

        Die Missachtung von miesen Resolutionen die zur Vernichtung des eigenen Staates geeignet sind, hat was Menschenfreundliches.

        Oder meintest Du vielleicht die Resolutionen jenes exzellenten Gremiums namens UN-Menschenrechtsrat? Das wäre allerdings eine ganz andere Sache?

        Da sollte man wirklich drüber nachdenken, denn schließlich wurde da kürzlich Syrien (sagt mein Gedächtnis) als Mitglied bestätigt (und Lybien war auch drin und verlieh sogar ne Medaille an Erdogan, auf die der immer noch stolz ist) und das sind genau die Menschenrechtler, die die Welt aufs Dringendste braucht. Schließlich Desert Rose für alle, das wär doch was:

        Es scheint Vogue hat den entsprechenden Artikel offline genommen, so kann ich nur mit diesem Blogeintrag dienen. Ich bin dem Blog mal ne Zeit lang gefolgt und hatte den Eindruck, daß er von einem ehrlichen Mann betrieben wird.

        http://sadredearth.com/a-rose-in-the-desert-smells-like-shit/

        aber die Bilder sind noch online – bei dem hier kullern mir regelmäßig die Tränen:

        Ich kann’s auch im Klartext sagen: Die UN (der Teil, den man gemeinhin unter ihr versteht) hat für mich jeden Anspruch auf Integrität eingebüßt.

        • Tino schreibt:

          Ahso, aber um Israel entstehen zu lassen war die UN gut genug oder wie?

          Gegen die Verbrecherhorden, die heute Lybien terrorisieren (bezahlt vom Westen) war Gaddafi ein Goldjunge.

          Jetzt herrschen dort Terror Mord und Massenvergewaltigung. Man könnte meinen die Rote Armee sei dort einmarchiert.

      • Naherlebnis schreibt:

        War nicht auch Pakistan im Menschenrechtsrat? Das Land, in dem munter Hindus, Ahmady (die stammen glaub ich sogar von da) und Christen freiwild sind. So viele Beschwerden über Zwangsbekehrung, Entführung und Vergewaltigung gibts aus kaum nem anderen Land, und die Polizei schaut weg. Und dann zeigt man stolz einen Minderheitenminister und prompt wird der ermordet. Wenigstens nicht unbemerkt.

        Und was sagt der Menschenrechtsrat dazu? Nix. Denn erstaunlich viele der Menschenrechtsrat-Resultionen beschäftigt sich mit – na? – rischtisch, mit Israel.
        Aus nem Spiegelbericht:
        >>”Bis heute hat dieser Rat 91 Entscheidungen gefällt, davon hatten 39 mit Israel zu tun, drei mit Syrien und eine mit Iran”, sagte Netanjahu. “Man musste sich nur die Ausführungen des syrischen Vertreters zu Menschenrechten anhören, um zu verstehen, wie realitätsfern der Rat ist.”<<
        Und die UN? Obwohl es überall auf der Welt Millionen und Abermillionen Flüchtlinge gibt, http://www.nachrichten.de/panorama/Fluechtlinge-UNHCR-bittet-Staaten-um-Mithilfe–437-Millionen-Fluechtlinge-weltweit-aid_404332904140523896.html man sehe nur mal Nigeria oder in den Sudan oder nach Somalia oder Iran oder Irak oder…naja und so weiter, gibt es nur zwei Flüchtlingshilfswerke der UN. Eines für die Palästinenser, UNRWA, und eines für den Rest, UNHCR.
        Und während das zweitere stets und überall dafür wirbt, dass die Asylgebenden Länder die Flüchtlinge aufnehmen, also integrieren, zu Bürgern des eigenen Staates machen, ist es für UNRWA kein Thema, die Ablehnung Libanons, Jordaniens, Ägyptens und Syriens zu ignorieren, über Israel aber als Apartheidsstaat zu berichten.
        Obwohl die Hamas den Gazanern (oder wie immer man die Bewohner nennt) den Sprit und Strom abdrehen (nachdem sie subventionierten Ägyptendiesel noch selbst besteuerten) und sich gegen eine Einfuhrerlaubnis für Autos gewehrt haben, man stelle sich das vor, klopft die UN ihnen nicht auf die Finger, mahnt nicht, sagt nichts.
        Einzig die EU hat mal gemuckt, aber das auch eher verhalten.

        Und ausgerechnet die Türkei pocht auf die UN Resolutionen. Die ignorieren alles was sie angeht, insbesondere Zypern und schicken noch Kriegsschiffe, wenn das freie Zypern seine Bodenschätze ausbeuten oder gar – wie schrecklich – mit Israel teilen will…

        Ich würde mich auch nicht an Vorgaben der UN halten. So ein hilfloses, korruptes und doppelmoralisches Gebilde sieht man nicht aller Tage. Wenn ich mich daran erinnere wie Blauhelme daneben standen als die Tutsi abgeschlachtet wurden könnte ich heute noch heulen vor Wut. Und das Afghanistan droht wieder in finstersten Zeiten zu versinken interessiert weder UN noch Menschenrechtsrat… Toller Verein.

        • Martin schreibt:

          Das ist erweisener Weise Unsinn. Viele Freunde Israels sind gegen einen Angriff auf die Iranischen Atomanlagen. Nicht, weil sie dies für illegitim halten würden, denn der Iran stellt eine massive Bedrohung für die Existenz Israels dar. es ist der Teheraner Mörderbande durchaus zuzutrauen, in Israel eine Atombombe zu zünden, weil es denen nämlich keineswegs um das Wohl der Palestinenser, sondern nur um den eigenen Hass geht.

          Der Grund warum wohl eine Mehrheit der Israelis und Freunde Israels einen Angriff eher ablehnen ist, auch nicht, dass man die Realitat von Atomwaffen, bzw. deren Entwicklung bezweifelt, sondern an den fraglichen Erfolgschancen eines militärischen Unternehmens skeptisch beurteilt. Politisch würde es aber auch bei einem Erfolg vieles schwieriger. Stellen wir uns nur vor, die Iranische Bedrohung könnte durch einen präzise Aktion zunächst ausgeschaltet werden … wäre dies nicht eine Motivation, restbestände aus der UDSSR und seine verschwundenen Köpfe, oder Pakistanische warheads erst recht zu aktivieren?
          Gerade als Freund Israels und zur Vermeidung riskanter aktiver militärischer Aktionen muss das Abschreckungspotentials ausgebaut werden, so wie es auch im Kalten Krieg funktionierte.
          Aber auch gerade das attackierte Grass, als er massiv gegen eine U-Boot-Lieferung propagierte. Das ist m.E. kriegstreiberisch.

        • Schula schreibt:

          Ignoriert den Nazi:

          “Die Juden zu vertreiben war dumm keine Frage. Muss jeder Nazi einsehen. Hätte es keinen Adolf gegeben hätten wir sie nicht verfolgt und wäre es – aus welchen Gründen auch immer- trotzdem zu einem Krieg gekommen hätten wir ihn haushoch gewonnen. V2 mit Atomwaffen. Dann wäre Deutschland heute Weltmacht (auch ohne Krieg) Nummer 1 und dann käme lange lange nichts.”

          Tino schreibt:
          April 5, 2012 um 7:49 pm
          Sehe ich auch so: Was viele Hurra Israel Zio Fans nicht wissen (wollen):

          Die Pläner der Zionisten ist es Israel samt Juden, wahrscheinlich den ganzen Nahen Osten und vielleicht die Welt in Brand zu stecken.

          Es gibt da auch Prophezeihungen in der Bibel zu. Und Warnungen an das jüdische Volk ziemlich ähnlich der Offenbarung von Johannes keinen falschen Messias hinterherzulaufen.

          Fragt mich nicht welches Buch ich glaube Ezekiel.

          Ich bin Agnostiker aber das hat mich doch etwas beunruhigt.
          Glaubts oder nicht. Aber erzählt hinterher nicht ihr wurdet nicht gewarnt.

          Wie gesagt Israel kann machen was es will. Aber dann bitte auch die Konsequenzen alleine tragen wenn doch was zurückkommt und nicht wieder jahrelang rumheulen.

          Denn diesmal wäre die Vernichtung von den Juden selbst eingeleitet worden.

          Buhh Bäääh Klagemauer

          Aber das wollen die Zionisten ja. Also hetzt weiter zum Krieg, aber jammert dann hinterher nicht rum.

          Wieviel Juden leben ca in Israel? Abzüglich der Araber udn Christen. So etwa 6 Millionen?

          Passt.”

      • Honeymoon schreibt:

        sollen endlich mordechai vanunu frei lassen und den atomwaffensperrvertrag unterzeichnen und die eigenen grenzen benennen!
        war es nicht golda meir die im jom-kippur 13 atomraketen scharf machte?

        und nun liefern deutsche auch noch atom u-boote nach israel, wir machen uns evtl. wieder schuldig, wenn demnächst millionen iraner umgebracht werden.

        wie sagte kissinger letztens: die wahrheit für den iran wird kommen

        anstatt alle atomwaffen abzugeben (ja auch pakistan) rüstet man sich hoch bis zur decke und behält sich alle schritte vor um iranische atomanlagen zu bombadieren! und an dieser stelle hat herr grass recht, wenn auch etwas übertreibung mitschwingt (denn das ganze iranische volk wird man nicht auslöschen können).

        • Dante schreibt:

          Die Israelis können kein Interesse daran haben, millionen Iraner umzubringen. Sie haben hingegen ein sehr großes Interesse daran, dass die Angst ihrer Feinde größer ist als ihr Judenhass.

  7. Yael schreibt:

    Gerd, mit der Formatierung stimmt hier was nicht. Wenn man einen längeren Text schreibt, sieht man entweder den Anfang oder das Ende nicht und man kann dann auch nicht scrollen.

    • American Viewer schreibt:

      Das geht schon. Ein bisschen im Text rumklicken oder Pfeiltasten benutzen. Das ist seit einer Weile so. Vielleicht sogar schon immer. Aber man scrollen. Mit Geduld und Spucke.

      • Aristobulus schreibt:

        Yepp, alles schwierig (“Ja. Ach, es ist alles schrecklich!”, wie Reich-Ranicki vorigen Sonntag sagte), es ist wie beim A-, A-, Antisemitidingsda: Man muss was dagegen sagen, aber nie reicht der Platz, man schreibt was dagegen, immer zuviel, immer bloß reagierend, man scrollt, was aber nicht geht (denn der A-, A-, Antisemdingenskirch ist immer da, oben oder unten oder jetzt, wogegen man selber immer zuviel zu sagen hat, wozu?, weswegen der Platz nicht hinreicht, kann er ja ganich’), man versucht’s aber, fügt hie & da ein T oder R ein, nimmt’s wieder raus, nimmt die Flüche raus ohnehin, und dann klickt man irgendwo in der Hoffnung, dass es hiesig beim Buurmanne erscheine, und siehe da, es ging doch grad noch, und dann geht’s.

      • Yael schreibt:

        Das mache ich, aber die Funktion mit den Pfeiltasten geht hier seit einiger Zeit nicht mehr. Z.B. wollte ich als ich um 7:46 pm den Text von Hagalil hineinkopiert habe, diesen als Zitat kenntlich machen, aber weder durch Scrollen noch mit den Pfeilen kam ich unter das Zitat. Irgendwas spinnt hier.

  8. American Viewer schreibt:

    So machen Günter Grass und seine Freunde genaus das, was sie ihren Gegner vorwerfen: Sie immunisieren ihre Aussagen gegenüber Kritik und erklären es einfach zum Tabu, über den antisemitischen Gehalt einiger ihrer Aussagen zu debattieren.

    Sehr schön auf den Punkt formuliert. Genau so ist es.

  9. aron2201sperber schreibt:

    In Jürgen Elsässers kleiner antiimperialistischer Welt wurde Möllemann gar ermordet, weil er Israel kritisiert hatte:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/05/der-hooligan-des-antiimperialismus/

  10. majaschwarz schreibt:

    Uih, sehr spannender Artikel, danke auch für die Propagandatrick-Zitate!

    • Schula schreibt:

      Zum Faktencheck gehört auch seine Quellen zu überprüfen. Bei Ihnen wird das alles so hingestellt, als wäre der Rest der Welt zu blöd. Ich sehe es eher umgekehrt.
      Ich gebe nur mal ein Beispiel, auf den Rest des Mülls einzugehen lont sich nicht. Wer zmag und andere obskure Quellen nötig hat, kann nur so versagen.

      د .
      دكتر محمود احمدي نژاد كه روز يكشنبه در ديدار ميهمانان خارجي شركت كننده در مراسم سالگرد رحلت بنيانگذار نظام جمهوري اسلامي ايران سخن مي گفت؛ با اعلام اين مطلب افزود : امروز فرهنگ و راه امام خميني (ره) از سوي تمام ملت هاي جهان به عنوان بهترين راه برگزيده شده است و به فضل الهي در آستانه يك تحول عظيم در زندگي بشري هستيم .
      وي با تاكيد بر اينكه «پيام امام ، جهاني و بشري بود و مرز جغرافيايي، مذهبي و نژادي نداشت» ، اظهار كرد: وقتي هسته هاي مقاومت عليه نظام سلطه در سراسر دنيا شكل بگيرد و ملت ها به نقطه تصميم برسند ، هيچ قدرتي نمي تواند جلوي حركت آنها را بگيرد .
      رييس جمهور تصريح كرد : كليد شمارش معكوس نابودي رژيم صهيونيستي به دست فرزندان لبنان و فلسطين خورده است و به زودي شاهد نابودي اين رژيم ستمگر خواهيم بود ، زيرا همه جهانيان از مديريت قدرت هاي فاسد، ناصالح و غير امانتدار در دنيا خسته شده اند و منتظر حاكميت انسان صالح بر جهان هستند.
      دكتر احمدي نژاد در ادامه سخنان خود همچنين به شخصيت بي نظير امام راحل در جهان معاصر اشاره و خاطرنشان كرد: امام پيرو حقيقي و استوار پيامبران الهي و تجلي همه خوبي ها و زيبايي ها در دوران ما نظير اخلاص، شجاعت، تواضع، فداكاري ، امانتداي و عشق به مردم است.
      وي برجسته ترين ديدگاه امام خميني (ره) را ايمان به خدا و يقين نسبت به نصرت الهي دانست و گفت: اگر كسي براي خدا حركت كند، تمام آفرينش پشتيبان او خواهد بود و شكست ناپذير خواهد شد.
      براساس اين گزارش در اين ديدار صميمي، شماري از علما وصاحبنظران خارجي شركت كننده در آيين سالگرد رحلت امام خميني(ره) ، ديدگاههاي ياسي و اقتصادي مردم و مسوولان كشور خود را درباره نقش بي بديل امام راحل در ايجاد تحولات جهاني ارايه كردن
      Der entscheidende Satz, auf den es ankommt, lautet: kelīd-e šomāreš-e maʿkūs-e nābūdī-ye režīm-e ṣahyaunīstī be dast-e farzandān-e Lobnān ve-Felasṭīn ḫōrde ast, ve-be zūdī šāhed-e nābūdī-ye īn režīm-e setamgār ḫāhīm būd, zīrā hame ǧahāniyān az modīrīyat-e qodrathā-ye fāsed, nā-ṣāleḥ ve-ġeyr-e emānat-dār dar donyā ḫaste šode-and ve-montaẓer-e ḥakemīyat-e ensān-e ṣāleḥ bar ǧahān hastand.
      Deutsch: “Der Knopf [wörtlich: Schlüssel] zum Countdown der Vernichtung [nābūdī] des zionistischen Regimes ist durch die Hand der Kinder des Libanons und Palästinas ausgelöst worden [be dast ḫōrde ast] und schon bald [be zūdī] werden wir Zeuge der Vernichtung des tyrannischen Regimes werden, sind doch alle Menschen der Herrschaft verdorbener [fāsed], unrechter und ungläubiger Mächte auf der Welt überdrüssig und warten auf die Herrschaft des guten Menschen über die Welt.”
      Die “Herrschaft des guten Menschen über die Welt” ist eine Anspielung auf die erwartete Ankunft des Emam-e Zaman (Erlöser), der die Erde dereinst von der Tyrannei befreien wird. Ich brauche nicht extra hinzuzufügen, dass das Mullahregime die Hisbollah aktiv unterstützt. Ahmadinejad spricht hier also keineswegs von einem erhofften Verlauf der Weltgeschichte, dem er selbst nur als Augenzeuge gegenübersteht. Dazu muss man im Auge behalten, dass das Teheraner Regime seit langem bereits aktiv militärisch gegen Israel kämpft, und zwar hauptsächlich in Form der Hisbollah, dem verlängerten Arm Teherans. Eine Meldung der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA (Hervorhebung von mir, MK):

      http://www.transatlantic-forum.org/index.php/dossiers/ahmadinejad-israel/

      http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2011/11850/ahmadinejad-israel-kapitalismus/comment-page-1/#comment-53004

      agar rejime-e sehyunisti eshtebahat-e gozashte-ye khod ra tekrar konad ve-dast be majarajuiha-ye jadid bezanad bayad be kolli rishe-kan shavad.
      Wörtlich: “Wenn das zionistische Regime seine vergangenen Fehler wiederholen und sich an neue Abenteuer machen sollte, dann muss es mit Stumpf und Stiel ausgerottet (be kolli rishe-kan) werden.”
      Das ist eine bedingte Vernichtungsdrohung, aber immerhin. Der messianische Charakter von Ahmadinejads Weltbild zeigt sich deutlich in einer weiteren Äusserung:
      وعده الهي نابودي رژيم جعلي و جنايتكار صهيونيستي است و پيروزي بزرگ نزديك است
      wa’de-ye elahi nabudi-ye rejime-e ja’li ve-jenayatkar-e sehyunisti ast ve-piruzi-ye bozorg nazdik ast.
      Wörtlich: “Die Vernichtung (nabudi) des verbrecherischen zionistischen Pseudo-Regimes ist ein göttliches Versprechen und der grosse Sieg (piruzi-ye bozorg) ist nah.”
      Das persische nabudi kann “Nicht-Existenz” ebenso wie “Vernichtung” bedeuten. Hier ist allerdings nicht von einem nicht-existierenden Israel die Rede, sondern von einem, das vom Zustand der Existenz in den der Nicht-Existenz befördert, mit anderen Worten: vernichtet werden soll, sodass nabudi mit Vernichtung übersetzt werden muss.
      Und noch eine von Ahmadinejad in Damaskus getätigte Äusserung[2]:
      البته خاورميانه جديدي در راه است خاورميانهاي که در آن صهيونيستها و مستکبران جايي ندارند
      albatte khawaremiyane-ye jadidi dar rah ast, khawaremiyane-i ke dar an sehyunistha ve-mostakberan jai nadarand.
      Wörtlich: “Natürlich ist ein neuer Naher Osten auf dem Weg, ein Naher Osten, in dem Zionisten und Hochmütige keinen Platz haben (jai nadarand).”

      http://www.transatlantic-forum.org/index.php/archives/2010/9143/goettliches-versprechen/

      Ahmadinejads „Israel von der Landkarte getilgt werden“-Rede

      http://www.jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=154

      http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstrittene-aussage-ahmadinedschads-agitator-des-letzten-kampfes-1.257767

      Da können wir wirklich nur froh sein, daß Hitler deutsch sporach, sonst würdet ihr heute noch behaupten, das war nur ein Übersetzungsfehler. Würg.

      Und Tschüss. Bitte für immer!

    • Yael schreibt:

      Na Gerd, was ich dir gesagt: “Aber Gerd, ich kann das Thema Grass kaum noch hören, die Antworten der Grass Verteidiger kennt nun schon auswendig: die haben alle keine Substanz. Daher wird hier auch nichts neues herauskommen, sondern du wirst wieder zu viele Trolle anziehen.”

  11. Schula schreibt:

    Herr Buurmann, bitte noch freischalten. Ich möchte der “Dame” ein schönes WE bereiten. :D

  12. K.Voss schreibt:

    Zum Thema der angeblich verbotenen Israelkritik habe ich bei Volker Beck eben einen, ich möchte es Hinweis nennen, hinterlassen. Da TapferimNirgendwo im Auflisten von Vorfällen ziemlich penibel ist – bitte als Kompliment verstehen – ist das vielleicht auch hier von Interesse.

    In der Diskussion ob Israelkritik verboten oder tabuisiert sei sind Beispiele für geleistete Israelkritik mehr als sinnvoll. Momentan wird meist nur die Begegnung der Verteidigungsminister vor wenigen Wochen angeführt. Dabei wimmelt es von Kritik.
    Neben dutzenden Artikeln, selbst im Springerverlag, welche die Siedlungspolitik Israels seit Jahrzehnten kritisch kommentieren fällt mir da bespnders die Vielzahl an Dokumentationen ein, die Ariel Scharons wirken als Offizier und als Premier Israels kritisch darstellten und im öffentlich-rechtlichen Fernsehn liefen.
    Auch Kanzlerin Merkel hat das ihre bereits getan, als sie die Auslieferung eines U-Bootes vor gar nicht langer Zeit behinderte, um Druck auf Israel in Sachen Siedlungsbau und Palästinenserverhandlungen auszuüben.
    Selbst vor Jahrzehnten war Israel permanenter Kritik ausgesetzt. So gab es wenig an Berichten über die RAF und die Palästinenser, als sie in den 70ern ein französisches Flugzeug nach Entebbe enführten und dort wie in alten Zeiten Juden und Israel “selektierten” (die Selektion nahm ein DEUTSCHER! vor), die Zeitungen überschlugen sich aber, als ein israelisches Sonderkommando die Geiseln befreite. Keine Glückwünsche, kein Jubel sondern Kritik an der Verletzung der Hoheitsreche eines souveränen Staates wurden laut, selbst als Vertreter dieses Staates die im Krankenhaus liegende und darum unbefreite ältere Geisel Dora Bloch (Überlebende eines KZs) ermordeten.
    Und wer erinnert sich nicht an den Aufschrei der Öffentlichkeit wie der Medien, als Mohammed al-Duraby und sein Vater ins Kreuzfeuer eines Gefechtes zwischen einem israelischen Bunker und angreifenden Palästinensern gerieten. Der Junge soll dabei von Israelis getötet worden sein, erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies kaum möglich gewesen ist und viele Informationen von den Palästinensern gefälscht wurden. So wurde ein anderes totes Kind als Mohammed al-Duraby ausgegeben und mit großem Theater zu Grabe getragen. Die Richtigstellung fiel in den Medien verhalten aus, noch heute gilt der Junge als Symbol israelischer Ruchlosigkeit – das diese das Feuergefecht bei Anwesenheit von Zivilisten nicht mal begonnen hatten wurde ebenfalls nicht beachtet. Jeder größere Sender berichtete seinerzeit darüber.
    Oder das Medienecho auf die Ereignisse an Bord der Mavi Marmara. Keine Zeitung die nicht kritisch über das Entern berichtete, allen voran Spiegel und Stern, Politiker von DIE LINKE gingen mit ihren schrecklichen Erlebnissen hausieren und verteilten Flugblätter und Protestschreiben.
    Erst im letzten Jahr berichteten mehrere Zeitungen wiederholt über die Probleme und mangelhaften Lösungen Israels bezüglich der ultra-orthodoxen Kräfte in Israel.
    Sowohl der Mauerbau, welcher die Zahl der Terrorangriffe um mehrere hundert pro Jahr reduzierte als auch die Gaza-Blockade sind immer wieder kritisch berichtet worden.

    Diese und dutzende weitere Beispiele kritischer bis anti-israelischer Berichterstattung und Diskussionen über Israel und seine Regierung sollten als Gegenbeleg für die sich derzeit manifestierende Behauptung, Israelkritik würde tabuisiert oder verboten werden, angeführt werden. Zumindest sehe ich dies so. Es würde mich freuen, wenn dieser Hinweis hilfreich war und einfließt.

    Und noch ein Hinweis der nicht bei Beck steht: wo sind die Israelkorrespondenten der öffentlich-rechtlichen Anstalten gerade? Die sind doch eigentlich verpflichtet, mal ihre eigene Arbeit zu verteidigen und zu zeigen: hey – wir machen das ständig?
    Ihr Schweigen finde ich unanständig.

    • Silke schreibt:

      dieser Videoblogger von der ARD Schneider oder so hat es in seinem letzten Blog getan und dabei so ganz en passent etwas über orientalische Juden in einem von mir als nicht stubenrein empfundenen Ton losgelassen.

      Aber die Behauptung er würde nicht kritisieren hat er nachdrücklich nicht auf sich sitzen lassen.

      Und weil ich gerade bei Orientbashing bin, Broder hat in einem seiner Grass-Interviews davon erzählt, Grass sei in Israel mit Tomaten beworfen worden und dazu gesagt, das sei nicht fein, aber das sei eben Orient. Hat der Mann (Broder) noch nie mitgekriegt, was bei diversen Theaterskandalen in unseren Breiten so abging? Jedenfalls dachte ich bis jetzt immer (hoffentlich matschige) Tomaten seien vom Westler bevorzugte Geschosse, während der Ostler eher zu Schuhen tendiert.

      • Naherlebnis schreibt:

        Danke für den Hinweis, ein Ehrenretter der Berichtenden also, ich schau mal, ob ich besagtes videoblog finde um zu verstehn, was gemeint ist.
        Ich muss aber auch gestehen, ich werde lieber mit Tomaten als mit Schuhen beworfen, egal wo dies nun Mode ist. Und wo ich beim gestehen bin, ich habe keine Ahnung was wo üblich ist zweckentfremdet der Ballistik zugeführt zu werden. Meinte Broder vielleicht einfach das bewerfen an sich? Sitzt er da wirklich einem Vorurteil auf? Ich erinnere mich an Kohl, Fischer und diesen Duisburger Klebemeister die alle mit irgendwas beworfen wurden. Wie ist denn die Wurffrequenz in Israel oder Jordanien?

        • Aristobulus schreibt:

          In Israel schmeißt wohl nur die moslemische Minderheit mit Schuhen (meist wirft wiederum eine Minderheit von denen dafür um so lieber mit Steinen), wohingegen die Juden dort lieber mit Worten schmeißen.

        • Silke schreibt:

          das mußte Broder fragen, mich verblüffte nur, daß er das Bewerfen während einer Kulturveranstaltung überhaupt entschuldigungswert und mehr noch als orient-typisch entschuldigungswürdig befand – es schien mir ein Hinweis auf eine gewisse Geschichtsunkenntnis.

          • Naherlebnis schreibt:

            Ich hab das Interview jetzt gesehen. Kann es sein, dass er das eher als makaberen Scherz meinte? Also nicht so richtig ernst? Falls doch versteh ich das nämlich auch nicht.

      • K.Voss schreibt:

        Gut, Schneider ist einer, dem ich auch für seinen Hinweis danke.
        Aber es gibt doch allein von ARD und ZDF bestimmt ein sieben oder acht Reporter da unten. Dazu WDR, NDR, SWR, Deutschlandradio und wie sie alle heissen. Wo sind diese Leute? Da höre ich nur schweigen.
        Und jetzt auch noch Jauch mit einer Runde, in der die Diffamierung umgesetzt wird und ein großer Teil der Runde offen Israel angreift und Iran in Schutz nimmt.
        Wo sind wir? Hat man aus der Appeasmentpolitik der 30er nichts gelernt? Wieso steht keiner auf, wenn es heisst, Iran hat keinen Angriffskrieg im Sinn und wäre total friedlich und sagt “Hizbollah! Seit Jahren und Jahrzehnten! Inklusive Waffen und sogar Panzer, Raketen usw.” wenn das kein kriegerischer Akt ist, was dann?
        Es sind genau die gleichen Fuzzis die den USA vorwerfen die Mudschahedin in Afghanistan unterstützt zu haben oder den Irak im ersten Golfkrieg, die jetzt so tun, als wäre es nichts, Hizbollah und Hamas zu sponsern und anzutreiben zu töten.

        • Silke schreibt:

          in meiner heutigen Dosis “Das war der Tag” von dradio zur Atomkonferenz wurde mir klar gemacht, daß die ein großer Erfolg gewesen sei, man sei sich näher gekommen, habe Fortschritte gemacht, sei auf dem richtigen Weg.

          Also wenn ich Israeli wäre, ich würde mir so was von verkackeiert vorkommen …

          Die bauen systematisch das Bild auf, daß mit dem Iran gut Kirschen essen ist …

          leider kein Transkript

          [audio src="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/04/15/dlf_20120415_2314_e273165b.mp3" /]

          Rainer Baumgarten wird mir in anderen Audios von Radio Bremen als intimer Kenner der arabischen Welt angedient, der ein Buch “Gesichter des Islam” geschrieben hat.

          … nuff said …

          Ein anderer von diesen “Kennern” namens Stefan Weidner hat sich auf Qantara so ausgemährt:

          http://de.qantara.de/Der-Baerendienstleister/18824c19724i0p84/index.html

          Weidner ist lt. Qantara einer der intelligentesten …

    • Naherlebnis schreibt:

      Als Hinweis für Voss, so unanständig sind die Jungens nicht

      http://blog-admin.br-online.de/studio-tel-aviv/2012/04/12/urlaub-vorbei-grass-weit-weg-oder-bekloppte-aller-laender-vereinigt-euch.html

      Zumindest die Bayern melden sich. Danke an Silke für den Tipp.

    • hans schreibt:

      Die kritik an dem einsatz in uganda war damals durchaus berechtig nicht zuletzt deswegen weil die israelis unnoetigerweise einfache wachsoldaten abgeknallt haben. Die racheaktion an der frau war deshalb vorrauszusehen.

      • Aristobulus schreibt:

        Was für einen böswilligen, strohdummen, dünnflüssigen Kehricht Sie da zusammenschreiben…

      • K.Voss schreibt:

        Halten wir fest:
        Uganda ist in Ihren augen ein unschuldiges Land, auch wenn die Terroristen mit vollkommener Unterstützung von Idi Amin handelten. Das dieser Massenmörder die Terroristen persönlich begrüßte ist für Sie kein Hinweis auf eine Zusammenarbeit. Und die unschuldigen Wachsoldaten, zu denen unter anderem Scharfschützen im Tower des Flughafens gehörten ließen zwar den Terroristen freie Hand und Bewegungsraum, hielten aber ein Befreiungskommando an. Total unschuldig.
        Es ist also die Schuld der Israelis, dass die alte, kranke, entführte und verängstigte Frau ermordet wurde, und nicht die der Mörder, welche die Entführer unterstützten und beschützten.
        Opfer zu Tätern zu machen ist peinlich.
        Hätten die Israelis nichts unternommen wären die Geiseln heute alle tot und Sie würden hier schreiben, dass die Israelis schuld sind, weil sie nichts unternahmen.

      • K.Voss schreibt:

        P.S. sollten Sie einmal entführt werden, hoffe ich, Sie werden in die Kamera sagen: Nein, keine Forderung erfüllen.
        Andersnfalls würde nach Ihrer Logik jeder Steuerzahler oder Benachteiligte berechtigt, jemand aus Ihrem Umfeld zu entführen und zu ermorden. Ich fände das unschön.

        • Tino schreibt:

          Sie verdrehen hier aber was: Ich würde natürlich darum bitten die Forderungen zu erfüllen. Logisch. Ich will ja heim.

          • Tino schreibt:

            Wären die Forderungen erfüllt worden, hätte es keinen einzigen Toten gegeben.

          • K.Voss schreibt:

            “Sie verdrehen hier aber was: Ich würde natürlich darum bitten die Forderungen zu erfüllen. Logisch. Ich will ja heim.”
            Also fordern Sie, dass Terroristen stets ihre Verbrechen entlohnt bekommen, egal ob die so erpressten Mittel für weitere Morde, Entführungen und Vergewaltigungen genutzt werden und egal ob die Freigepressten wieder Morde, Entführungen und Vergewaltigungen begehen.
            Und Sie wollen das Signal gesendet sehen: entführt! Es lohnt sich. Die freigepressten Terroristen im Fall Gilad Shalit haben sich bereits zu einer großen Zahl wieder der Gewalt verschrien, einige rekrutieren Kinder als Selbstmordattentäter, andere Planen und unternehmen bereits wieder Terrorakte. Gemäß der von Ihnen ausgegeben Doktrin Unrecht rechtfertigt kein Unrecht müßten Sie also hier beginnen zu verurteilen und Entführung als absolut unerträgliches Unrecht brandmarken, statt die Opfer zu kriminalisieren.

            “Wären die Forderungen erfüllt worden, hätte es keinen einzigen Toten gegeben.”
            Darauf ein anderes Zitat von Ihnen: “Sie wissen was ich gesagt hätte? Sie sollten Wahrsager auf nem Flohmarkt werden.” Man muss nur gesagt durch getan und ich durch die Terroristen ersetzen, und schon widersprechen Sie sich selbst. Als Beispiel haben Sie die Landshut angeführt und glatt Informationen unterschlagen.
            “In Mogadischu haben alle!!! Geiseln überlebt, 3 Terroristen wurden dabei getötet, eine Überlebte sogar.”
            Von wegen:
            1. Eine Geisel wurde vor den Augen der anderen erschossen und lange Zeit ausbluten lassen.
            2. Die deutschen Behörden bekamen wesentlich mehr Zeit von den Entführern und konnten so die somalischen Behörden bestechen, belügen und bedrohen. Anders als Idi Amin vermieden und unterließen die Somalis deswegen (!) eine Unterstützung der Terroristen, aber die deutschen Behörden griffen trotzdem selbst an und ließen dies nicht die souveränen Streitkräfte des Landes übernehmen.
            Der somalische Präsident hörte die Deutschen an, während Idi Amin kein Ohr hatte für die Israelis.
            3. Bei der Befreiung wurde eine Geisel, eine Stewardess, verletzt, ebenso ein Polizist. Es war reines Glück, dass die beiden explodierten Handgranaten nicht mehr Folgen hatten.
            Wenn das für Sie professionell war, dann haben die Israelis angesichts der Zusammenarbeit zwischen ugandischem Militär und Entführern und “nur” einer ermordeten Geisel ebenfalls professionelle Arbeit geleistet.
            Dazu kommen mittlerweile dutzende Beispiele, in denen Entführungen mit dem Tod der Geisel endeten oder auch begannen, obwohl verhandelt wurde oder man versuchte, die Forderungen zu erfüllen. Erst letztes Jahr wurde eine italienische Geisel in Gaza ermordet obwohl die Entführung erst kurz zurücklag und die Forderungen gerade erst eingegangen. Der Mann war nebenbei ein Friedensaktivist und Pro-Palästinensisch.

            http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,757156,00.html

            Die Geiselnahme der olympischen Spiele in München begann mit der Ermordung von Geiseln. Im Jemen wird heute noch eine Familie vermißt, deren Entführer sich nie zu erkennen gaben, aber zwei Schwesterschülerinnen ermordeten.
            Nicht zu vergessen, dass die Forderungen manchmal nicht zu erfüllen sind. Der “sofortige Abzug aller Truppen aus dem Irak” wie er diverse Male vor ekelhaften Enthauptungen gefordert wurde ist nicht mal im Traum zu realisieren gewesen, logistisch bereits nicht.
            Zusammengefasst: Forderungen erfüllen ist 1. keine Garantie für die Unversertheit der Geiseln, egal um welche Täter es geht.
            2. Ein Ansporn für andere, dies ebenfalls zu tun. Die Zahlungen und Forderungserfüllungen im Jemen wie momentan in Ägypten haben eine wahre Welle von Entführungen ausgelöst.

      • Dante schreibt:

        Die kritik an dem einsatz in uganda war damals durchaus berechtigt nicht zuletzt deswegen weil die israelis unnoetigerweise einfache wachsoldaten abgeknallt haben

        Wenn überhaupt, dann nur deshalb (wobei wohl weder Sie noch ich wissen, wie ‘unnötig’ das war, denn immerhin hätten besagte Wachsoldaten der Befreiungsaktion gefährlich werden können), keinesfalls jedoch an sich. Es ist die Hauptaufgabe jeglichen Staates, seine Bürger und Einwohner gegen Gewalt und Verbrechen zu verteidigen, und ein Staat hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, Geiselnahmen zum Nachteil seiner Bürger zu beenden.

        Die racheaktion an der frau war deshalb vorrauszusehen

        • Dante schreibt:

          I

          Die kritik an dem einsatz in uganda war damals durchaus berechtigt nicht zuletzt deswegen weil die israelis unnoetigerweise einfache wachsoldaten abgeknallt haben

          Wenn überhaupt, dann nur deshalb (wobei wohl weder Sie noch ich wissen, wie ‘unnötig’ das war, denn immerhin hätten besagte Wachsoldaten der Befreiungsaktion gefährlich werden können), keinesfalls jedoch an sich. Es ist die Hauptaufgabe jeglichen Staates, seine Bürger und Einwohner gegen Gewalt und Verbrechen zu verteidigen, und ein Staat hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, Geiselnahmen zum Nachteil seiner Bürger zu beenden.

          Die racheaktion an der frau war deshalb vorrauszusehen

          Starker Tobak. Auch wenn ‘vorauszusehen’ an sich keine Rechtfertigung impliziert (das erneute Verbrechen eines durch Justizschlamperei freigekommenen Vergewaltigers ist auch vorauszusehen), werde ich das Gefühl nicht los, dass Sie dieses feige Verbrechen vielleicht nicht rechtfertigen, aber für verständlich halten, und zwar wegen des Wortes ‘Racheakt’. Die Ermordung einer wehrlosen älteren kranken Frau erfährt dadurch eine Ehre, die ihm nicht zukommt. Es ist ein gemeiner Willkürakt, mit dem sich die Täter in die Tradition der abscheulichsten Mörder der Menschheitsgeschichte gestellt haben. Jedes Verständnis dafür, und erst recht jeder Rechtfertigungsversuch, setzt einen denkbar niederen Charakter voraus.

          • Aristobulus schreibt:

            Dante
            Was macht den Kommentar jenes gewissen Hans so niedrig und abstoßend?
            Ich bin davon überzeugt, dass er die Sache völlig anders sähe, wenn weder Israel noch überhaupt Juden involviert gewesen wären. Denn wehe, Falls Juden im Spiel sind!, und doppelt wehe, wenn die sich womöglich noch wehren!, das wollen manche Leute gar nicht verstehen, da werden die ganz unterirdisch.

            Etwa so: Ein Flugzeug wird von ähm ein paar Hebriden (wir haben ja 1976) entführt, denn die wollen ihr unabhängiges Vanuatu haben, und die ermorden gezielt die Franzosen unter den Passagieren, das alles in Uganda, woraufhin die Franzosen zack hinkommen nach Uganda und ihre Geiseln hauruck befreien.
            Sollen die Franzosen’s doch machen!, Recht so!, das hätte Hans gesagt.
            Nun lässt Idi Amin eine alte Französin aus Rache im Krankenhaus ermorden.
            Ein widerliches Verbrechen!, das hätte Hans gesagt.

            Die Rache an einer alten Jüdin hält jener Hans jedoch für voraussehbar, also für gerechtfertigt. Also ist es nicht zu widerlegen, dass jener Hans ein sehr großes, sehr abstoßendes Charakterproblem hat.

          • Tino schreibt:

            Vorraussehen ist nicht rechtfertigen. Versucht nicht den Leuten das Wort im Mund herumzudrehen.

            Fakt ist: Israel hatte nicht das Recht dort zu sein. Da gibt es keine 2 Meinungen. Ein Unrecht (Entführung) hebt nicht anderes auf.

            Man kann nicht in einen souveränen Staat eindringen und dort machen was man will, Soldaten umbringen und sich dann wundern wenn diese für ihre Kammeraden Rache nehmen.

            Die Deutschen mussten damals auch erst mit den Somalis? verhandeln! um die Landshut zu befreien. Alles andere wäre ILLEGAL gewesen.

            Wieso kann sich Israel nicht an internationale Gesetze halten? Ist das soo schwer?

            So wie man es von einem (angeblich) zivilisierten Land erwartet?

            In Mogadischu haben alle!!! Geiseln überlebt, 3 Terroristen wurden dabei getötet, eine Überlebte sogar.

            DAS ist professionell.

          • Tino schreibt:

            @ Aristoteles

            ” Sollen die Franzosen’s doch machen!, Recht so!, das hätte Hans gesagt”

            Nein. Habe ich schon geschrieben bei einem ähnlichen Fall. Und hier waren ja sogar meine Landsleute die Entführungsopfer.

            Sie wissen was ich gesagt hätte? Sie sollten Wahrsager auf nem Flohmarkt werden.

            Das das Verbrechen widerlich ist damit stimme ich überein. Aber noch viel widerlicher ist es die GRENZEN EINES SOUVERÄNEN STAATES zu mißachten.

          • Dante schreibt:

            @Aristobulus
            ‘voraussehrbar’ ist in der Tat nicht gleich ‘gerechtfertigt’. Es ist hier eher der Ton, der die Musik macht.
            @Tino
            Ich kann nur wiederholen: Einem Mord an einem wehrlosen Menschen, der niemandem etwas getan hat, ist mit der Bezeichnung “Rache” bei Weitem zu viel Ehre angetan. Und an Widerlichkeit ist ein solches Verbrechen ganz bestimmt nicht zu überbieten. Ganz bestimmt nicht durch die Verletzung der Souveränität eines in kriminelle Machenschaften verstrickten Staates, die deswegen nicht einmal blutet.

          • Aristobulus schreibt:

            Ach, dieser Tino (der sich hier schon häufig deutlich als Nazze geäußert hat) fühlt sich wegen einer Antwort an einen gewissen Hans angesprochen?, schreibt der unter zwei Nymen?
            – Die Antwort von K.Voss wegen Mogadiscio & Entführungen steht übrigens ein Stück weiter oben.

          • SiverSurfer schreibt:

            “Jetzt herrschen dort Terror Mord und Massenvergewaltigung. Man könnte meinen die Rote Armee sei dort einmarchiert.”

            Dieser Satz von Tino spricht doch für sich.
            Mal abgesehen davon, dass ich mir das Geld für den nächsten Tierparkbesuch gespart habe:
            Muss man denn auch den deppertsten Troll füttern?

  13. Tino schreibt:

    Abgesehen davon: DIe Besatzung des Flugzeuges hat sich sehr ehrenvoll verhalten. Dafür höchsten Respekt.

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