Der Direktor des Museums Casoria Contemporary für moderne Kunst bei Neapel hat damit begonnen, aus Protest gegen die schlechte finanzielle Ausstattung seinen Museums Gemälde zu verbrennen. Am Mittwoch setzte Antonio Manfredi ein Bild der neapolitanischen Künstlerin Rosaria Matarese in Brand. Am Tag zuvor übergab er ein Werk eines französischen Malers den Flammen. Beide Künstler hatten zuvor ihr Einverständnis gegeben. Manfredi drohte damit, mit den Verbrennungen fortzufahren, sollte das private Museum keine Hilfe erhalten.
Das ist mal eine geniale Idee zur Erzwingung von Steuergeldern. Da kann sich das Theater Kunst gegen Bares mal ein Beispiel dran nehmen. Ich schlage daher vor, an jedem Abend verbrennt die Kunst gegen Bares einfach eine Künstlerin oder einen Künstler, bis auch wir Subventionen bekommen.
Wer meldet sich freiwillig zum ersten Autodafé à la KgB?
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In einem Kommentar schreibt der User anti3anti erleichtert: “Ich bin kein Künstler. Uff.” Joseph Beuys soll aber mal gesagt haben, jeder sei ein Künstler! Zur Not können wir also irgendwen verbrennen. Hauptsache es gibt Subventionen. Und mit Fettecken brennen Künstler gleich nochmal so gut!
Ich bin kein Künstler. Uff.
“Jeder ist ein Künstler”, sagt Joseph Beuys. Wir kriegen Dich!
Also, wenn anti3anti kein Künstler ist, dann war seine Aussage keine Ironie?
Zum Vorschlag, wertester tapferimnirgendwo, mich erinnert das sehr an sogenannte „Selbstmordattentate“, nur ersinne ich auch bei Dir eine Prise Ironie?
…öhm, der anti3anti ist wohl weder Künstler noch Anti, Pro ist er auch nicht, aber Meta (was auch immer das ist, für ihn jedenfalls was Anderes als für Andere), und er denkt in Dreierschritten, wobei er immer den dritten Schritt weglässt und es meist für Ironie hält, sofern überhaupt.
Oh Mann…Schriftsteller.
Gehts eigentlich noch verschwurbelter?
Hier ein Tip.
Von Zeit zu Zeit ein herzhaftes: “Ich finde dich Scheisse!”, hilft zuverlässig gegen den berufsbedingten Drang ständig seine Fähigkeit zur sprachliche Raffinesse unter Beweis stellen zu müssen.
Trust me.
Deinen Vorschlag gedenke ich mit aller mir zu Gebote stehenden Sorgfalt, ja Zartfühlendheit (hä?) in Betracht zu ziehen und in sodann bei den ersten sich bietenden Auspizien occasionell zu…
*wird weggezerrt*
ob sich dafür tatsächlich jemand erwärmen lässt…aber Künstler gibt es ja genug.
Wer sich nicht erwärmen will, der kommt in den Topf!
Jaa, keine Subventionen mehr für die Kultur…Bis auf einzelne wenige Oasen in Großstädten ist dann die komplette Kulturlandschaft eine Art Andrew-Lloyd-Webber-Land….eben dem Geschmack der Masse angepasst. Wow!
Eben. Das Volk ist blöd, daher: her mit Subvention und Monarchie! Mir ist Demokratie lieber! Und: je mehr Subvention umso mehr politische Gefälligkeitskultur!
Nun ja, Subventionen sind nun einmal eine gute Möglichkeit, auch jener Form von Kultur eine Existenzgrundlage zu verschaffen, die nicht direkt dem Geschmack der Masse entspricht.
Impressionisten und Expressionisten des 19. und frühen 20. Jhdts wurden seinerzeit vom Großteil des Publikums zunächst verspottet, waren ungeliebt, da sie die bisdahin gängigen Regeln der Malerei missachtet haben. Dennoch sind diese Stile die Wegbereiter der modernen Malerei geworden. Claude Monet wir auch andere Impressionisten haben beispielsweise lange am Existenzminimum gelebt, haben es aber dennoch gerade so geschafft. Hätte er es nicht geschafft, wären seine stilprägenden Bilder nie erschienen, die Kunststile hätten sich evtl nie so entwickelt.
Die Förderung kleiner, nicht massenkompatibler Künstler kann also durchaus von Bedeutung sein. Selbstverständlich könnte hier auch ein bedingungsloses Grundeinkommen hilfreich sein
quisa
ich gucke gerade ne DVD von ner ARD-Donna-Leon-Verfilmung (Beweise, daß es böse ist). Das ist öffentlich-rechtliches Fernsehen und somit hoch subventioniert durch Zwangsgebühren und glaub mir, viel schlimmer alias platter und fehlbesetzter (ausgenommen die Kinder) geht’s nimmer.
Auf dem freien Markt wären die Verantwortlichen nach so nem Schrott vermutlich für lange Zeit nicht gefragt.
Andererseits ist unser “ein Stadttheater auch noch in der jottwede-sten Pampas” ein Alleinstellungsmerkmal, das Ausländer ganz ganz toll finden. (nur wer geht rein? ich war mal mit meinem Rheingauer Turnverein im Ballett, außer ein oder zweien von uns rund 30 Frauen zwischen 20 und 60 war keine je im Ballett gewesen, obwohl es ganze 20 km zu fahren war und alle beim jährlichen Jahrmarkt bei den Tanzvorführungen mitmachten.)
Ich war auf der MOMA-Ausstellung in Berlin vor Jahren und fand, daß das ein traurigst zusammengestoppeltes Sammelsurium von tollen und nicht so tollen Stücken war. Wenn das repräsentativ für das MOMA war oder sein sollte, dann ziehe ich (weitgehend öffentlich finanziertes) Wuppertal oder Wiesbaden vor.
Vorsicht, gleich kommen Martin Lürßen und Bernd Robker, geben Dir Recht
und setzen noch eins drauf.
Die Musikveranstaltungen, die ich gern besuche, sind ohne Subventionen überhaupt nicht vorstellbar. Alte (also vom 17. Jh. rückwärts) oder Neue Musik, Opernhäuser, Konzertsäle für Brahms und Schönberg mit Symphonieorchestern, ohne Subventionen dieser Kosmos der Musik?, ach never ever.
Keiner dieser Musiker kann ohne Subventionen von der Musik leben, das kann er voll vergessen. Okay, soll er halt Musiklehrer sein? Schön, aber dann hat er viel weniger Zeit für Proben oder für’s Komponieren, und die Musikkultur würde fast nur noch eben jene anderen Veranstaltungen in Kneipen hergeben, die ich gern moderiere – jedoch die Musik ist folglich unter den Umständen meist weder gut noch originär (leider mendelt sich der musikalische Minimalkonsens heraus, wenn man rein aufs Eintrittgeld angewiesen ist, die trauen sich dann nichts mehr, keine Dissonanzen, kein neuer Skjabin am Horizont, kein junger Frank Zappa, nix!, nur Alicia Keys und Vivaldi in der hundertsten Auflage).
Und recht hätten Sie, der Lürßen und der Robker.
Kann es sein, das das Gebarme hier eigentlich nur das alte Geschwätz von der unvermeidlichen Verflachung der Kunst ist, weil halt der dumme Pöbel keinen Geschmack hat und außer für Gefälliges kein Geld hergeben will.
Und drum die, die gaanz genau wissen was Gut und Schön ist, wie halt sie, gaaanz dringend eben das Geld dieses Pöbels brauchen ?
Ist aber schön, das sie den vorgeblichen Altruismus, mit dem die Subventionierung gerechtfertigt wird, grade im Kunst/Kultur Bereich ausnahmsweise mal klar als das, was er ist, benennen: purer Eigennutz, der heuchlerisch als “Allgemeinwohl” oder “Rettung der Kunst und Kultur” verpackt wird.
“Die Musikveranstaltungen, die ich gern besuche, sind ohne Subventionen überhaupt nicht vorstellbar. ”
Ist halt immer bequemer für Edelmenschen, anderen die Kosten für die eigenen Vorlieben aufzubürden, gell?
Was hat das mit Kosten aufbürden zu tun?
Soweit ich weiß ist die z.B. Kölner Philharmonie ohne Zuschüsse kaum zu halten; und dort wird sehr schöne Musik gespielt; die Jugendkonzerte sind auch ziemlich günstig.
In einigen Städten in NRW gab es sogar extreme Rabatte für Hartz4 Bezieher.
Soweit ich weiß haben die es aber einfach nicht nutzen wollen.
ich hab mal nen Schinken von ner Michelangelo-Biografie gelesen. Der Mann hätte ohne Mentoren (die meisten davon aktive Herrscher) nix gebacken gekriegt.
Wie wär’s mal mit a bisserl Schelte für die Sponsoren oder zeigen die sich gegenüber “Nischen” generöser, als ich das mitkriege.
Und weil ich grad dabei bin, wie iss es mit Staatsknete für Grundlagenforschung und nicht nur für die, sondern wohl für ziemlich viel, wo Industrieunternehmen einen absehbaren Nutzen nicht erkennen können.
Sind doch auch Subventionen oder nich?
Irgendwann hat man mir mal erzählt, daß ohne John F. Kennedy’s Mann auf den Mond Programm wir vermutlich keine Teflon aka Anti-Haft-beschichteten-Pfannen hätten. Und das Programm war Staatsknetenfinanziert also Subvention pur.
Und falls die Teflon-Sage mittlerweile nicht mehr giltet, so gibt es gewiss genug anderes, das sich bei entsprechender Sachkenntnis anführen ließe.
Mit anderen Worten ich denke, es ist nicht die Subventioniererei an sich, es ist wie immer eine Frage der Balance.
wer z.B. für Modelleisenbahnen schwärmt, kann diesem Edelmenschen-Nischen-Hobby ohne vorherige langjährige und kostspielige Ausbildung frönen.
@Martin, ganz der Verächter, als den man Sie hier kennt. Immerhin haben Sie diesmal keine giftigen Philippika gegen Bettler&Obdachlose geschrieben (man erinnert sich noch daran), nur gegen Edelmenschen. Nu, sind Sie halt keiner, brauchen Sie keine Symphoniekonzerte, keine Opern, brauchen Sie auch keine neuen unerhörten Kompositionen von Leuten, die sich was trauen – denn Sie trauen sich nur bissele Verachtung zu.
Gehen Sie halt zu Fußballspielen, oder tun Sie sich U2 rein, wenn die spielen.
in dem deutschen Dorf, in dem ich mehrere Jahrzehnte lebte, kriegte auch der örtliche Fußballverein regelmäßig mal was aus der Gemeindekasse, von der kostengünstigen bis umsonst Bereitstellung von Räumen und Geländen ganz zu schweigen.
Und bei der Gelegenheit frage ich: habe ich mich getäuscht, daß ich den Eindruck hatte, daß wir neulich beim Thema “Freiheit” mal aneinander geraten sind? Nu wes Geld Du nimmst, des Lied Du singst – es ist immer eine mehrgesichtige Wohltat, auch wenn’s nicht öffentlich wird. Welcher Leiter einer subventionierten Spielstätte wird sich beim “Umspringen” mit den ihn Subventionierenden keine Zügel anlegen und wenn’s nur das extra-Lächeln für den Vorzimmerdrachen des Geldvergebers ist.
Wenn allerdings die Freiheit des mir liebsten durch Subventionen eingeschränkt wird, dann iss mir die Freiheit nicht mehr so wichtig. Oder hast Du’s mitgekriegt? als Paul neulich für Freiheit plädierte und ich ihn fragte, wie sich denn sein selbständiger Handwerkersohn verhalten habe, als die Regierenden dem Meisterprivileg zugunsten von mehr Gewerbefreiheit an den Kragen wollten. Danach sagte er nix mehr.
Hier ist ein schöner Vortrag zu Marx, der eine schönen Strauß von Janusköpfigkeiten präsentiert. (ich habe John Lanchester’s Buch Whoops über weite Strecken sehr gemocht, weil ich finde, daß er gut im Fragen stellen ist.)
http://www.lrb.co.uk/v34/n07/john-lanchester/marx-at-193
…bin mir nicht sicher, Silke, ob sich Handwerksmeister & mehr Gewerbefreiheit mit der Freiheit in der Kunst vergleichen lassen, die vielleicht eingeschränkt wird, indem man von jemandem Geld nimmt, vielleicht aber eher nicht.
Als Literaturveranstalter war ich auf Zuschüsse der Kulturbehörde angewiesen, nur das Eintrittsgeld hätte nichtmal für die Ausgaben gereicht (und die vorlesenden Autoren sollten ja auch noch was kriegen). Die Zuschüsse haben niemanden stumm gemacht, und sie haben die Texte nicht beeinflusst (die Freiheit des Ausdrucks war nicht gefährdet, im Gegenteil).
Tja, als Musik-Moderator will ich keine Zuschüsse von der Kulturbehörde, und also müssen die Veranstaltungen in ‘ner Kneipe stattfinden (auch nicht so schlecht), und der Musiker kriegt das, was das Publikum in den Klingelbeutel steckt. Der Rahmen ist nett und er funktioniert, jedoch mehr kann es so nicht werden, ohne irgend Zuschüsse isser ausgeschöpft.
Freiheit: Mit Zuschüssen könnte die Musik experimenteller sein, gewagter, besser. Zuschüsse würden also Freiheit unterstützen (denn so wie jetzt, ohne Zuschüsse, singen sie halt, was alle singen, you make me feel, usf).
In großen Theatern, die immense Massen von Zuschüssen nehmen & verbraten, zeigen die Inszenierungen um so weniger Respekt für sowas wie’s System oder nur für’s Publikum (Emilia Galotti mit durchsichtiger Bluse, Kreischen auf der Bühne usf.).
Danke für den Lanchester
, den tu ich mir jetzt zur Nacht gern rein, denn wenn er gut im Fragenstellen ist, oh
Ach Aristobulus, Euch kleinen Veranstaltern werden die Zuschüsse ebenso wenig Fesseln anlegen, wie sie es den Landfrauen oder den Fußballern oder sonstigen Kleinen tun. Ansonsten gilt meiner Erfahrung nach das hier und die “Capricen” des Regietheaters sind doch die Macht nicht gefährdendes Schicki-Micki-Möchtegern-Kulturgehabe, das den über die Pfründe-Entscheidenden vermutlich das Gefühl gibt, “unverklemmt” und “offen” zu sein und Groupie-Status für sich reklamieren zu können.
(“Every time you go into your workplace, you leave a democracy and enter a dictatorship,” in the book’s most arresting phrase.)
https://diamonddavewonfor.wordpress.com/2012/02/14/you-cant-read-this-blog-reviewing-nick-cohen/
Der Vorschlag ist nicht annehmbar. KünstlerInnen verbrennen ist verboten, nämlich weil es nicht einfach bloß menschenverachtend ist, sondern vor allem wegen der klimaschädigenden CO 2 – Entstehung. Antonio Manfredi gehört bestraft und nicht belohnt, Selbiges gilt für die Künstler, die ihm die Klimakillererzeugung erlaubten. Brand-Stifter, die. Asche für Asche? Die spinnen wohl.
Ich schätze mal, die umweltverträglichste, wenn auch sehr aufwändige Kunstvernichtungs-methode bleibt der Erhalt hoher Subventionen. Klimaschutz ist eben teuer.
Mich erinnert’s ja an eine meiner Lieblingsszenen aus South Park. Chefkoch protestiert gegen die Stadtflagge (aus dem Gedaechtnis frei zitiert): In Tibet Buddhist monks are protesting against the Chinese occupation by setting themselves on fire. You leave me no choice! To make a statement against racism in this town, I am following this example. I am going to burn this monk!” Spricht’s und begiesst einem neben ihm hockenden tibetanischen Moench mit Benzin und zuendet ihn an…
Sie setzen hier in gänzlich unzulässiger Weise den Künstler und das von ihm geschaffene Kunstwerk gleich. Bei Körperkunst wie in Roald Dahls Skin mögen die Grenzen ansatzweise verschwimmen, aber beim Theater tun sie ganz sicher nicht. Beim Theater gibt es kein verbrennbares Kunstwerk. Man könnte allenfalls die Aufführung stören, das würde das Kunstwerk zerstören bzw. sein Zustandekommen verhindern, wäre aber natürlich nicht so aufsehenerregend wie die Aktion von Manfredi.
Schauspieler, Kabarettisten, Musiker usw. werden sich wohl andere Methoden ausdenken müssen, um die öffentliche Hand zur Herausgabe von Barem zu bewegen. Mir fällt auf die Schnelle leider nichts Spektakuläres und gleichzeitig Theaterbezogenes ein. Vielleicht nur Kurzfassungen spielen, weil für die vollständige Fassung das Geld nicht reicht? Ungeheizt im Dunkeln spielen? Hm, nicht wirklich. Theater anzünden oder in die Luft sprengen? Das könnte gehen. Aber damit erhöht man die benötigten Fördersummen schlagartig ins Unbezahlbare. Der Schuss dürfte also nach hinten losgehen, außer man will hinterher schön billig auf offener Straße spielen. Vielleicht doch umsatteln auf Malerei?
Als Maler könnte man dann vorsorglich ein paar Werke eigens zur Subventionserzwingung durch Verbrennen schaffen, damit in klammen Zeiten keines der “echten” Gemälde in die Flammen muss. Das wäre so eine Art moderne Version der Räuber-Uhr…
Hi. Huch?, ich seh da keine Räuberuhr und auch sonst nichts Existenzialistisches als nur die Bleiwüsten einer Ingolstädter Zeitung von 1840…
Doch doch, da gibt es eine Räuber-Uhr, und zwar auf Zeile 13 in der linken Spalte der Bleiwüste. Netterweise gleich mit Erklärung, was es damit auf sich hat. Das ist eine stellenweise ins Komische kippende Beschreibung der damals dort praktizierten Form der Wegelagerei.
Seufz, ich find’s nicht, ich find nur über die Zwangsversteigerung der Dinge des Herrn Pettenkover, über Schrannenmärkte usf. Habe mich bis S. 76 durchgequält, keine Räuberuhr.
Verrätst Du doch noch die Seite?
Welche Seite? Das erklärt natürlich einiges. Ich wäre gar nicht erst auf die Idee gekommen, dass der Link nicht die richtige Seite liefert. Bei mir führt er nämlich direkt auf Seite 185. Ich hatte natürlich niemandem zumuten wollen, sich durch Hunderte von Seiten Fraktur zu quälen…
…ich will das jetzt aber wissen bittschön!, kann nur nicht auf die Seite 185, denn Mangels eines Anfassers rechts muss ich scrollen, ächz, und bis zur S. 185 kann’s keinen Zeigefingerknochen zumuten.
“Freilich beobachteten die Angegriffenen durch stillschweigende Uebereinkunft, einen ganz vernünftigen Widerstand, sobald der Angreifer seine Gewaltthat mäßigte, daher hatte auch Jeder, welcher eine Reise unternahm, die Vorsicht, sich mit demjenigen zu versehen, was er seine Räuber-Börse oder seine Räuber-Uhr zu nennen pflegte, und mittelst dieser Auslage, welche er im Falle einer unglücklichen Begegnung entrichtete, konnte er ungehindert seinen Weg fortsetzen. Andererseits beobachtete die Obrigkeit, sei es aus Schwäche, sei es aus Sorglosigkeit, eine Art Duldung gegen diese müßigen Wegelagerer; sie gaben sich auch keine Mühe, sich in Wäldern aufzuhalten, sondern erwarteten die Reisenden hübsch in der Mitte der Straßen, ohne ein weiteres Mittel der Vorsicht, als eine wohl passende Larve; denn, da viele Bürger und Handelsleute mit solchen Banden verbrüdert waren, so wären sie bei ihren Ueberfällen mit entblößtem Antlitze in Gefahr gerathen, von den Nachbarn oder Gefährten der Ausgeraubten erkannt zu werden. Uebrigens verminderte die Offenheit dieser Angriffe ihre Gefahr, und alles gieng in der gebräuchlichen Form vor sich. Es schien, als hätten damals die Kinder Albions in Betreff des Raubes, wie der Spiel-Leidenschaft, das nämliche System angenommen: ihrer Meinung nach bedurfte Eines wie das Andere irgend einer Befriedigung, einre Art offenen Ausgangs für die bösen Triebe der menschlichen Seele, wo wie man den komprimirten Kräften der physischen Natur zur Vorbeugung tödtlicher Explosionen, ein Sicherheitsmittel entgegenstellt.”
Besten Dank, auch für’s th
Keine Ursache. Wo’s doch von 1840 ist und die Fraktur schon bei der Abschrift auf der Strecke bleiben musste, wollte ich wenigstens die Orthographie erhalten
Anderer Vorschlag: Dachstuhl abfackeln, Rettungsschirm anfordern.
Oder: Stühle verfeuern, nur noch Stehplätze anbieten. (Stehende Ovationen garantiert.)
Aber wie schon festgestellt hier, solche Aktionen sind umweltschädlich.
Künstler sollen weg? Geht ganz leicht. Hungerstreik … bis zum bitteren Ende.