“Schweres Geschütz” gegen die Alte Feuerwache

“Der Regisseur Gerd Buurmann wirft den Kölner Alt-Linken Rechtsradikalismus vor und fährt schweres Geschütz gegen das Bürgerzentrum Alte Feuerwache auf, das er mit in Haftung nimmt.”

Dies schreibt Helmut Frangenberg vom Kölner Stadt-Anzeiger, nachdem ich darüber berichtet hatte, dass zu der Reisegruppe “Islamischer Weg”, die vor einigen Tagen in den Iran gereist war, um dort dem Mörder und Holocaustleugner Mahmut Ahmadinedschad Solidarität zu bekunden und Propagandafotos mit ihm zu machen, zwei Mitglieder des Trägervereins des Bürgerzentrums Alte Feuerwache waren: Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann.

Beide sind Verantwortliche im Verein Arbeiterfotografie, der sich laut Angaben des Stadt-Anzeigers in der Alten Feuerwache trifft, was eine Unterstützung der Arbeiterfotografie durch die Alte Feuerwache bedeutet. Neumann ist laut Stadt-Anzeiger sogar Gründungsmitglied! Zudem wird Anneliese Fikentscher am 12. Mai 2012 um 18:30 Uhr in der Alten Feuerwache mit ihrer Inszenierung des Stücks “Die Bürger von Weimar” im Rahmen des Festivals “Theater der Zukunft, … der Stilblüte” zu sehen sein. Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann sind somit keine Unbekannten in der Alten Feuerwache. Aber nicht nur diese beiden Ahmadinedschadverharmloser sind Teil der Alten Feuerwache, auch Walter Herrmann hat eine Basis des Bürgerzentrums hinter sich, die dafür sorgt, dass Herrmann die Räumlichkeiten der Alten Feuerwache nutzen kann.

Walter Herrmann ist ein Aktivitist, der für seine Dauerinstallation vor dem Kölner Dom bekannt geworden ist, die er fast täglich errichtet. Er nennt die Installation “Klagemauer für den Frieden”; in Wirklichkeit aber handelt es sich dabei um eine antisemitische Ausstellung, so einseitig und hasserfüllt, dass der Kölner Rat durch fast alle Parteien hindurch (Grüne, CDU, FDP und SPD), sowie namhafte Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und sogar der Oberbürgermeister persönlich deutliche Worte gefunden haben: “Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses!” Besonders kritisiert wird, dass Walter Herrman “in geschichtsblinder Einseitigkeit antiisraelische Ressentiments nährt”, indem er unter anderem eine “in unseren Augen volksverhetzende antiisraelische und antisemitische Karikatur” benutzt. Walter Herrmann geht sogar soweit, dass er Juden generell als “Erpresser unserer einen Welt bezeichnet”. Zu seinen Verteidigern gehören nicht nur Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann auch die Alte Feuerwache gestattet ihm, seine Installation des Hass in ihrem Räumen zu lagern!

Wenn Helmut Frangenberg im Kölner Stadt-Anzeiger also meine Klage als “schweres Geschütz” bezeichnet, so wäre es nur redlich gewesen, darauf hinzuweisen, dass das Geschütz, das ich nutze, von der Mehrheit des Kölner Rats und der Kölner Kirchen mitgeformt wurde. Helmut Fragenberg schreibt weiterhin:

“Dieser Frontalangriff (von mir), der die gewachsenen Strukturen eines selbstverwalteten Bürgerzentrums verkennt, trifft manchen Verantwortlichen im Agnesviertel schwer. Sie streiten seit Jahren mit Fikentscher, Neumann, Herrmann und anderen über die Zukunft des Zentrums. Der Vorstand geht auch wieder deutlich aus Distanz.”

Es ist ja löblich, dass der Vorstand der Alten Feuerwache auf Distanz geht zu der Reise in den Iran, aber ein wenig bedenklich finde ich es schon, dass der Vorstand offenkundig härter getroffen ist von der Tatsache, dass der Ruf der Alten Feuerwache befleckt wurde, statt von der Tatsache, dass Mitglieder der Alten Feuerwache mit den Unterdrückern im Iran Propagandafotos gemacht haben. Es scheint mir, die Alte Feuerwache sei mehr besorgt um ihren Ruf, als um die Dinge, die in ihrem Verein offenkundig und vor allen Augen falsch laufen.

Wenn es zu den “gewachsenen Strukturen” der Alten Feuerwache gehört, die Arbeit von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann im Rahmen der Arbeiterfotografie und Walter Herrmann im Rahmen der Hasswand vor dem Kölner Dom zu unterstützen, dann hat die Bürgervereinigung ein deutliches Problem mit ihren Strukturen. Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann nennen das klerikal-faschistische Mullah-Regime ernsthaft “Land der Liebe”. Was gibt es da bitte für mich zu “verkennen”? Fikentscher und Neumann schreiben:

“Gibt es ein Land, in dem die 30 Stunden-Woche mit sechs Stunden an fünf Tagen eingeführt ist? Gibt es ein Land, in dem jeder Mensch, ob Mann oder Frau, ob Baby oder Greis, ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält? Gibt es ein Land, in dem auch die Tätigkeit der Frau in der Familie als vollwertige Arbeit honoriert wird? Gibt es ein Land, in dem das Prinzip der Vergebung einen hohen Rang hat, in dem betroffene Angehörige eine Tat – selbst Mord – vergeben können, um damit die Haft- oder Todesstrafe in eine Geldstrafe umzuwandeln? Gibt es ein Land, in dem die höchstgestellten Politiker Atomwaffen verurteilen? Das Land heißt Islamische Republik Iran. (…) Basis der Verfassung bilden die Werte der islamischen Religion.”

Gegen das, was sich Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann in diesem Text erlauben, ist alles, was ProKöln bisher veranstaltet hat, harmlos. Wenn ProKöln rechtspopulistisch ist, dann ist das hier rechtsradikal! Oder wie nennt man es, wenn Leute einen Besuch bei einem amtierenden Massenmörder und Holocaustleugner machen? Wie nennt man es, wenn jemand einen Führer lobt, weil er all jene, die nicht aufbegehren und sich dem Diktat fügen (der Rest wird einfach verfolgt, inhaftiert oder gleich umgebracht), mit einer 30-Stunden-Woche und einem bedingungslosen Grundeinkommen belohnt?

Stellen wir uns also nur einmal mal vor, ein paar Mitglieder der Bürgervereinigung ProKöln, die aber nicht im Vorstand selbst sind, wären in den Iran gereist, um gute Mine zu Ahmadinedschads bösem Spiel zu machen. Was wäre dann wohl die Haltung der Alten Feuerwache gewesen? Ich kann es mir nur lebhaft vorstellen. ProKöln wäre als rechtspopulistische Bürgervereinigung verurteilt werden. Wer dies tut, muss jedoch aufgrund des aktuellen Stands auch Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann als rechtspopulistisch bezeichnen, oder besser noch als rechtsradikale, oder meinetwegen auch linksradikal, oder wie immer man Personen nennt, die Propagandabesuche bei massenmordenden Herrscher, die den Holocaust leugnen, abhalten.

Die Alte Feuerwache muss sich einfach entscheiden, wie sie mit diesen Personen umgehen wird. Eine einfache Distanzierung reicht einfach nicht. Die Auseinandersetzung birgt zwar die Gefahr der Eskalation, aber sie muss geführt werden. Helmut Frangenberg schreibt:

“Die Auseinadersetzung birgt immer die Gefahr der Eskalation, wie der Streit um Herrmanns Klagemauer zeigt. Den hatte der Vorstand der Feuerwache nämlich bereits einmal rausgeworfen. Die interne Opposition mobilisierte daraufhin für eine außerordentliche Mitgliederversammlung und setzte seinen Wiedereinzug ein.”

Vielleicht sollte sich der Vorstand einmal überlegen, ob er einer solchen Basis wirklich vorstehen möchte. “Ich würde mich gerne deutlicher distanzieren, aber dafür fehlen dem Verein die Mittel”, sagt Vorstandssprecher Hans-Georg Lützenkirchen. Es gibt da noch eine weitere Alternative: Zurücktreten. Wenn ich mit der Basis nicht übereinstimme, dann bin ich nicht der richtige Vorstand. Ansonsten kann Lützenkirchen ja auch gleich im Vorstand von ProKöln sein.

Aber ich muss gar nicht ProKöln bemühen, da es tatsächlich eine Partei gibt, bei der ein Mitglied Teil dieser fragwürdigen Truppe war: Claus Hübscher. Er stammt aus der nie­der­säch­si­schen Klein­stadt Del­men­horst und ist dort nicht nur stell­ver­tre­ten­der Kreis­vor­sit­zen­der der FDP, son­dern seit dem 30.03.2012 auch der Land­tags­kan­di­dat der Par­tei. Dieser FDP Politiker war also mit von der Partie. Und nicht nur das.

“Unter Leitung des FDP-Landtagskandidaten Claus Hübscher besuchte die mehrheitlich nicht-muslimische Delegation dabei auch das Automobilwerk der Saipa-Gruppe in Teheran.”

Der FDP Politiker hatte also eine leitende Funktion bei einem Ausflug. So behauptet es wenigstens Jürgen Elsässer. Ein Skandal! Jürgen Elsässer war übrigens auch Teil der Reisetruppe. In seinem Reisebericht avanciert Ahmadinedschad sogar zum “Führer der Herzen”. Elsässer verkündet stolz:

“Wozu ZDF-Frontmann Claus Kleber angeblich zwei Jahre brauchte, erreichten wir nach 7 Tagen: Ahmadinedschad persönlich zu treffen.”

Ja, dann kann er echt stolz drauf sein, dass ein fundamentalistischer und wahnsinniger Massenmörder nicht lange zögern musste und in ihm sofort einen vertrauenswürdigen Menschen erkannte. Vermutlich hätte auch Hitler nicht lange gezögert, ihn zu empfangen. Elsässer schreibt nämlich voller Bewunderung:

“Iran ist kein mittelalterliches, sondern ein hochmodernes Land. Die Wirtschaft boomt! Trotz Sanktionen! Teheran ist moderner als Berlin, es gibt 20spurige Stadtautobahnen, die auch nachts um 12 Uhr noch verstopft sind.”

Jaja, die Autobahn. Die muss ein guter Führer schon haben!

“Auf Schritt und Tritt werden neue Hochhäuser hochgezogen, so etwas habe ich nicht einmal in Berlin in den Jahren nach der Wiedervereinigung erlebt. Bettler, Prostituierte, Elend, Schmutz – all das sucht man vergeblich.”

Das hat es auch damals in Deutschland unter dem Führer nicht gegeben. Unf nur unter ihm wurde das letzte Mal so toll in Berlin gebaut wie heute unter dem Führer in Teheran. Warum es in Teheran so schön “sauber” ist, hat Elsässer mal an anderer Stelle erklärt:

“Hier (bei den Aufständen iranischer Studenten gegen das Regime) wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.”

Für Jürgen Elsässer sind die Menschen, die für Freiheit im Iran gekämpft haben also nur Junkies und Huren und Ahmadinedschad dafür ein Saubermann. Elsässer fährt fort in seinem Reisebericht:

“Sicherlich gibt es auch arme Menschen und die Löhne sind insgesamt niedriger als in Deutschland (im Schnitt 600 bis 900 Euro). Aber wussten Sie, dass der Arbeitstag im Iran nur 6 Stunden dauert, die Woche nur 30 Arbeitsstunden hat?”

Echt? Das hat der Iran geschafft und das alles ohne Gysi und Lafontaine? Kein Wunder, dass sie die Bombe nicht fertig kriegen. Da sollte die Linke aber schnell darüber nachdenken, Ahmadinedschad zum Parteivorsitzenden zu wählen.

Ja, hier wächst echt was zusammen. Linke, Rechte und Liberale, Arbeiterfotografie, Alte Feuerwache und die FDP. Wer hätte gedacht, dass ich noch den Tag erleben werde, an dem sich die FDP und die Alte Feuerwache so verwandt sind. Jetzt fehlt nur noch der Kaiser. Dann sind wir alle wieder nur noch Deutsche!

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

42 Antworten zu “Schweres Geschütz” gegen die Alte Feuerwache

  1. anti3anti schreibt:

    Lieber Gerd,
    wer sich für Juden einsetzt, wird selber wie ein Jude behandelt.

  2. Pingback: “Schweres Geschütz” gegen die Alte Feuerwache | Jihad Watch Deutschland

  3. 6kraska6 schreibt:

    Das Vertrackte an diesen “linken Antiimperialisten” ist die wasserdichte Paarung von schier grenzenloser politischer Naivität mit ideologischer Verbohrtheit, die ihre Wahrnehmung leitet. Deswegen kann man mit ihnen auch nicht sinnvoll diskutieren – ihr Weltbild ist geschlossen und totalitär, da haben Realitäten keine Chance.

  4. Wotemer schreibt:

    Ich frage mich immer wieder, was dagegen spricht, diese Klagemauer Tag für Tag mit mehreren nieder zu reißen…

    • Aristobulus schreibt:

      Dann musst Du hinfahren und das machen. Ich hab mal damit angefangen, alleine, und Herrmann, der auf ‘ner Trillerpfeife pfoff, hatte nach einer halben Minute die Polizei zur Hilfe.
      Fahr hin, mach was, und erklär den Polizisten, was Du Dich da einzumischen hast.

      • anti3anti schreibt:

        Nein. Wenn Pro NRW oder andere Faschisten gegen Muslime vorgehen, gibt es zumindest eine Schlägerei, die für eine gewisse Zeit die Fronten klärt. Wenn Juden beleidigt werden, versteckt man die Feigheit hinter einem Gesetz.

        • K.Voss schreibt:

          Öh, kleine Frage am Rande:
          “Pro NRW oder andere Faschisten” – ich halte es für legitim, ProNRW als Rechtspopulisten zu bezeichnen, je nach Gusto auch “Idioten” usw. Aber wissen Sie, was ein Faschist ist, oder besser noch, was Faschismus ausmacht?
          Und weiter: “gegen Muslime vorgehen”
          Entschuldigung, ich hasse diese Doppelmoral. Karrikaturen über den Islam sind bei Ihnen gleichbedeutend mit “dagegen vorgehen”? Dann gehen Zeitungen hier und weltweit jeden Tag gegen das Christentum vor, findet vor Kirchen, zum Papstbesuch oder zur Wallfahrt ja regelrechte Christenverfolgungen statt.
          sorry, ein Blatt Papier hochhalten bei dem eine Religion veralbert wird und eine Person gezielt verunglimpfen oder zusammenschlagen etc. das sind dann doch zwei Welten.
          Und Juden werden in Deutschland mittlerweile täglich beleidigt, und sei es nur, indem “Jude” wieder auf Schulhöfen als Beleidigung gebraucht wird.

          • anti3anti schreibt:

            “ein Blatt Papier hochhalten bei dem eine Religion veralbert wird und eine Person gezielt verunglimpfen oder zusammenschlagen etc. das sind dann doch zwei Welten.”
            Das stimmt. Der eine hetzt, der andere schlägt. ;<(

          • Silke schreibt:

            gerade in den dradio-Nachrichten gehört. Pro-NRW darf kein Papier mehr hochhalten und ist aufs Energischste zu bekämpfen – keine Erwähnung, was mit den Salafisten zu machen ist, die lt. den gleichen Nachrichten viele Polizisten verletzt haben, zwei davon schwer.

            Ich habe keine Ahnung wie gaga die Pro-NRW-ler sind, doch sollte der Staat nicht AUCH gegen Leute vorgehen, die Polizisten zurichten?

          • K.Voss schreibt:

            An Silke,
            absolut, obwohl ich statt “auch” ein “zuallererst” setze, wenn es hier um einen Messerangriff und das hochhalten von Papier geht.
            Das ausgerechnet Jäger nun mehr über Pro-NRW plappert statt über die Salifsten, die Beamte verletzt haben…. ich mag mir nicht vorstellen, wie verraten man sich fühlt, erst Idioten beschützen zu müssen und dann von Terroristen ein Messer zu bekommen und dann noch zuhören zu müssen, wie die Täter marginalisiert und entschuldigt werden.

            Ich hasse diese “selbst schuld” Mentalität zutiefst.

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,

            Danke für die mehr als angesagte Korrektur – und hier ist für die Nachwelt der Originalnachrichtentext des Deutschlandfunks – so kriegt frau das nach einem Sonnentag im Freien gesagt – will sagen, es ist nicht nur der Innenminister, es sind auch die Leute, die Nachrichten schreiben, die also, die angeblich in langjährigen Ausbildungen auf ihre Jobs vorbereitet wurden.

            http://www.dradio.de/nachrichten/ – runterscrollen und 6. Mai 20:00 Uhr einstellen

            NRW-Innenminister untersagt Zeigen islamfeindlicher Karikatur
            Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen bei der “Pro-NRW”-Kundgebung in Bonn hat der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger harte Konsequenzen angekündigt. Man müsse gemeinsam mit dem Bund alle rechtlichen Möglichkeiten gegen diese Extremisten ausschöpfen, sagte der SPD-Politiker in Düsseldorf. Für künftige Veranstaltungen verbot er das Zeigen islamfeindlicher Karikaturen. – Bei der Kundgebung waren gestern 29 Beamte durch radikale Salafisten verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Die Polizei hatte versucht, die Gruppen zu trennen.

            Würde ich mich nicht für das Thema generell interessieren, wäre ich danach doch mehr als verwirrt gewesen.

          • K.Voss schreibt:

            Liebe Silke,
            danke für den Hinweis. Ich muss sagen, ich kann nichts mehr dazu sagen. Das geht gerade alles gegen wirklich alles an das ich glaube, und das meine ich wortwörtlich.
            Was ich von Jäger halte mag ich hier nicht formulieren, außer: bigotter Fanatiker, der Kultur- und Meinungsfreiheit leichtfertig opfert.
            Vielleicht sollte ich mich mit diesem Bild vor eine Moschee stellen.
            http://kirchensite.de/uploads/pics/plassmann_352.jpg

        • K.Voss schreibt:

          Und nur so nebenbei: wären die Piusbrüder oder eine erzreligiöse evangelikale Gruppe bei der Tanzaktion der Piraten vor dem Kölner Dom, bei dem zwei Beamten trotz ausdrücklichen Verbotes lachend daneben standen, dazu gekommen und hätten versucht, die tanzenden zu schlagen und zu erstechen, wären in Ihren Augen dann auch die Tanzenden die “Faschisten” oder wären es die Piusbrüder?
          Sie können die Tanzaktion der Piraten beliebig ersetzen mit Protestaktionen verschiedenster politischer Gruppen.
          Ich hätte nie gedacht, dass ich mal darüber nachdenke eine Partei zu wählen, obwohl ich sie nicht abkann, nur weil mit verschiedenem Maß gemessen wird.

    • 6kraska6 schreibt:

      Ich weiß nicht – ob ich dafür bin, das “niederzureißen”? So kommen sie wenigstens aus ihren verdrucksten Löchern und sind identifizierbar. Da kann man sie besser bekämpfen, was Herr Buurmann verdienstvollerweise unentwegt tut. Niederreißen hilft auch nichts, ich weiß das, weil ich – vor Jahrzehnten – selber mal zu diesem hoffnungslosen Pack gehörte. Ich kenne diese Verbohrtheit von innen. Ich war damals als Maoist glühender “Judenfreund”, fast schon Philosemit (subjektiv), fand aber zugleich nichts dabei, ständig den “imperialistischen Zionismus” anzuprangern. – Daher weiß ich auch, wie schwer es ist und wie lange es braucht, sich von dieser Verbohrtheit und Verblendung zu befreien. Mann kann nur eines tun: Wachsam bleiben und mit der Macht des Wortes beharrlich dicke Bretter bohren. Buurmann macht das im Raum Köln bewundernswert beharrlich. Mehr ist, glaube ich, nicht drin. Gewalt hilft hier nicht (obwohl ich kein Pazifist bin) – der Wunsch, mal draufzuschlagen, ist zwar verständlich, und ich verspüre ihn auch, aber Leute wie die “Arbeiterfotografen” würden sich dadurch nur bestätigt und als “Märtyrer” fühlen…

      • anti3anti schreibt:

        Ein Märtyrer mit einem bauen Auge sieht die Welt ganz anders …

      • Aristobulus schreibt:

        6kraska6, identifizierbar sind sie immer, und sollense doch denken, was sie wollen. Aber so bald sie anfangen, wieder zu agieren: Gegengewalt in diesem Fall ist nicht ohne Sinn!, denn Beschädigung dieser Wand usf. trägt dazu dabei, dass Judenhass in diesem verflixten Land nicht mehr widerspruchslos öffentlich hergezeigt & beweihräuchert werden kann (kann aber doch, verdammt!)

  5. aron2201sperber schreibt:

    das Lob auf Irans Autobahnen war die reinste “Auflage”

    entweder Elsässer ist schon total verblödet, oder er will bewußt provozieren, um sich wie Grass als Opfer der Nazi-Keule zu stilisieren:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/08/02/wer-zuerst-hitler-sagt/

  6. quisa schreibt:

    Was diese Truppe da in Teheran abgezogen hat, ist wirklich reine Propaganda der untersten Schublade. Kein einziges Wort der Kritik. Habe mir mal einige Videoausschnitte von Elsässer angesehen und man könnte sie fast schon wieder als ne Art Comedy betrachten, wenns nicht so traurig wäre..Vielleicht solltest du ihn mal als lustigen Act ins Severins.Burg-Theater einladen, Gerd, könnte bestimmt ganz amüsant sein..
    Allerdings wird es aber doch schnell langweilig, da er immer wieder die gleiche Laier bringt….und wieder und wieder fügt er auf so unglaublich plumpe Weise sehr sehr aufdringliche Reklame für sein Compact-Magazin mit ein:” Hier, die EINZIGE Zeitung Deutschlands, in der die einzige Wahrheit über den geplanten Israelischen Erstschlag berichtet wird..usw”

    • Aristobulus schreibt:

      In der Erst-Erstversion des Elsässers stand vermutlich auch was übern Aschenbecher dieser Karre drin.
      - Eine Satire soll das sein, ähm, eine Selbst-Satire? Pfuh. Komplett unlustig, volles Eigentor.

  7. Rainer Lang schreibt:

    typisch für dieses K-Gruppen/DKP Milieu, das sie immer ein halluziniertes weltliches ‘Paradies’ zum Opfer finsterer imperialistischer Machenschaften verklären. Früher war es die Sowjetunion bzw. China der Massenmörder von Lenin bis Mao, und heute wird der Iran und der Ersatzadolf Ahmadinedschad verklärt. Stets handelt es sich dabei um Diktaturen, auf die alles zutrifft, was die westlichen Jünger von ihrem halluzinierten imperialistischen Feindbild sagen und stets bilden (jüdische) Kosmopoliten und (jüdische) Weisskittel die Speerspitze finsterer imperialistischer Machenschaften und dem kranken Weltbild der krankten Diktaturfetischisten.

    Es handelt sich also um Diktaturverherrlicher, Demokratiefeinde und Antisemiten. Das haben die von ihren Eltern übernommen, die ihr halluziniertes nationalsozialistisches ‘Paradies’ von einer winzig kleinen religiösen Gruppe bedroht fühlten. So schliesst sich der Kreis.

    • äähmmm schreibt:

      “…dann ist das hier rechtsradikal! Oder wie nennt man es, wenn Leute einen Besuch bei einem amtierenden Massenmörder und Holocaustleugner machen?”

      Mal abgesehen davon, dass auch im Iran “Massenmörder” und “Holocaustleugner” keine Ämter sind, irgendwie bin ich jetzt verwundert, wenn man Massenmörder wie Bush oder Netanjahu besucht, wird man von tapferimnirgendwo gefeiert, aber wenn man andere Massenmörder besucht, die dummerweise nicht auf der Lieblings-Massenmörder-Liste von tapferimnirgendwo stehen, dann wird man als rechtsradikal diffarmiert.

      Haltet ihr euer Publikum wirklich für so dämlich?

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Wann habe ich wo was gefeiert. Bitte ein Link. Oder sind Sie dämlich?

      • anti3anti schreibt:

        Netanjahu ist kein Holocaustleugner und kein Massenmörder. Wer das behauptet ist ein Judenhasser und/oder ein Idiot.

      • K.Voss schreibt:

        Wann hat Bush oder Netanjahu die gezielte Ermordung hilfloser angeordnet, und dies noch allein zum Selbstzweck?
        Man kann Bush einen Kriegstreiber bezeichnen, durchaus auch in die Verantwortung nehmen für die Todesopfer die es durch die Kriege in Afghanistan und dem Irak gab, denn die hat er fahrlässig in Kauf genommen.
        Die Definition von Massenmörder aber sollten Sie nochmal durchlesen.
        Und Netanjahu, so ein freakiger Typ der auch sein mag, ist auf der Liste ganz sicher nur noch Ausdruck Ihrer Opposition.

      • Yael schreibt:

        “Haltet ihr euer Publikum wirklich für so dämlich?”

        Ihr Pamplet strotzt jedenfalls vor Dummheit.

    • Holmi schreibt:

      Das ist nirgendwo tapfer, sondern einfach nur dumm.
      Hier ein weiteres Beispiel von Geschichtsklitterung von Rainer Lang (aro1.com):
      Da sich hier ein Ex-DDR’ler antisemitisch betätigt, ein paar Hintergrundinfo’s zum Antisemitismus der DDR:

      Die sich heute Die Linke nennende SED ist die 1956 verbotene KPD. Die spätere Vorsitzende des Politischen Büros des ZK der KPD, Ruth Fischer, sprach bei einer Rede vor NS Studenten 1923:

      “Tretet die Judenkapitalisten nieder, hängt sie an die Laterne, zertrampelt sie”

      Ein paar Jahre forderte Walter Ulbricht den Niedergang der “jüdischen Ausbeuter”.

      Unvergessen das Foto welches Ulbricht Goebbels bei einer gemeinsamer Veranstaltung von KPD und NSDAP am 27. Januar 1931 im Saalbau Berlin – Friedrichshain zeigt.

      Bei dem BVG Streik riegelten SA und Rotfrontkämpferbund (paramilitärischer Kampfverband der KPD)den Betrieb gemeinsam ab. Streikbrecher wurden verprügelt, während sich die NS-Studenten mit den Arbeitern verbrüderten und Goebbels und Ulbricht sich auf Grossveranstaltungen trafen.

      Eine neue Kampffront kam zustande durch die Gemeinsamkeit von NSDAP und KPD. So kam es auch zur Teilnahme der KPD am Hitler-Volksentscheid.

      Die SPD war der Hauptfeind der KPD. Für die Genossen galt sie und nicht der NS als Hauptkraft des Faschismus. Selbst Ende 1933, als die SPD längst verboten war, galt sie der KPD noch als Hauptkraft des Faschismus.

      Umgekehrt hielten die Genossen den NS für ein notwendiges Übergangsstadium zur Errichtung der Diktatur des Proletariat.

      In der Illegalität feierten sie den Hitler-Stalin Pakt und klagten England nach dessen Kriegseintritt des Imperialismus an. Die Genossen der KPD schwiegen, als die meisten Genossen im Moskauer Exil von den Sowjets erschossen wurden. Kein Protest, als wieder andere Genossen im Exil von den Sowjets an Nazideutschland ausgeliefert wurden. Haupt-betroffene der blutrünstigen Massaker im Moskauer Exil waren deutsche Genossen jüdischer Herkunft.

      Pieck und Ulbricht wussten dies alles, als sie im Auftrag der Sowjets die DDR gründeten. Um Volksgenossen für den Sozialismus zu gewinnen, hängten sie Plakate mit solchem Text auf:

      ‘Denn was Hitler Dir versprochen hat und niemals hielt, das wird Dir die SED geben: Verstaatlichung der Banken, Brechung der Zinsknechtschaft, … Die SED hat es verwirklicht.

      Wenn Du Hitler gefolgt bist, um Deutschland zu dienen, so bist Du unser Mann. Denn die SED ist die einzige Partei, die sich konsequent für ein einheitliches und großes Deutschland einsetzt. Für ein Deutschland des Frieden und der Arbeit.’

      Die Genossen waren erfolgreich. Über 90.000, manche sprechen aus von 150.000 NSDAP Leute wurden Mitglied der SED, viele in hohen Verantwortungspositionen.

      Und das war nur die Spitze des Eisbergs, denn auf allen Ebenen wurden die NS Verbrecher verschont, wenn sie bereitwillig am Aufbau des Sozialismus mit halfen. Die SED assimilierte den Teil Deutschlands, der bereits 1933 den NS wesentlich stärker unterstützte, als z.B das Rheinland oder Schlesien, in einem Masse, der in Westdeutschland nicht möglich war. Protest war nicht erlaubt, ganz im Gegensatz zu Westdeutschland, in dem der Verfasser dieser Zeilen mehr als einmal den Neonazis einen Riegel vorschub.

      Die Juden in der DDR wurden kaum bis gar nicht entschädigt. Ja es war ihnen noch nicht einmal erlaubt, ihr eigenes Schicksal während dem NS offen zu thematisieren. So kam es zur Massenflucht aus der DDR. Von 6.000waren beim Mauerfall noch bescheidene 300 übrig.

      Das diese fürchterliche KPD/NS Symbiose übereifrig die anti-israelische Politik der Sowjetunion ist sonnenklar. Wolffsohn hat recht: die DDR war ein antisemitischer Staat.

      Zionist war in der DDR Synonym für Verräter. Israel wurde bekämpft. Der ‘Faschismus’ (=NS) nicht ‘mit Stumpf und Stiel ausgerottet’ (Selbstbildnis der DDR), sondern im Gegenteil in die sozialistische Volksgemeinschaft integriert.

      Was wir heute sehen, wie z.B der Nationalsozialistische Untergrund, das ist genauso das originäre Erbe der DDR, wie das Auferstehen des antisemitischen Antizionismus, der ganz klar seine Ursache im Osten, nebst den mit der Die Linke verbändelten Westaktivisten hat.

  8. Markus Raatz schreibt:

    Die >Arbeiterfotografie< Macher scheinen leicht verwirrt zu sein. In einem Artikel auf ihre Seite versuchen diese doch tatsächlich Saddam Hussein zu verteidigen, in dem sie dem Giftgasangriff auf Halabaja den Iraner in die Schuhe schieben.

    http://www.arbeiterfotografie.de/galerie/kein-krieg/hintergrund/indlex-irak-halabja-0001.htm

    Die nehmen nicht einmal eigene Artikel ernst. Sehr merkwürdig.

  9. mahulupalaguai schreibt:

    Die Diskussion ist mal wieder besser als der Artikel.

  10. karl schreibt:

    Streit über Sklaverei in Mauretanien spitzt sich zu

    Menschenrechtler werden verhaftet nach demonstrativer Verbrennung muslimischer Schriften

    Göttingen, 30. April 2012

    In Mauretanien sind der Sklaverei-Kritiker Biram Dah Abeid und vier Unterstützer seiner Menschenrechtsorganisation IRA verhaftet worden, nachdem sie Schriften muslimischer Gelehrter verbrannt hatten, die die Sklaverei rechtfertigen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) forderte am Montag die Freilassung der Menschenrechtler, die sich mit ihrem Protest nur gegen die Förderung der Sklaverei durch muslimische Gelehrte wandten. „Natürlich ist eine Bücherverbrennung sehr problematisch und wir wollen dies auch nicht rechtfertigen. Der Protest richtet sich auch nicht gegen den Koran oder den muslimischen Glauben. Die Sklaverei-Kritiker sind selbst gläubige Muslime. Sie haben auch nicht den Koran verbrannt, sondern mit ihrem Protest nur auf das Fortbestehen der Sklaverei in Mauretanien aufmerksam machen wollen“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Mauretaniens Regierung kündigte bereits eine harte Bestrafung der Menschenrechtler an. Biram Dah Abeid war im Jahr 2011 mit dem Weimarer Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden.

    Bei den Schriften handelt es sich um religiöse Bücher der Malikiten, einer Ausprägung des sunnitischen Islam, die in Mauretanien besonders verbreitet ist. In diesen Büchern wird im Detail beschrieben, dass Sklaverei ein allseits anerkannter Bestandteil der muslimischen Gesellschaft ist. So wird darin geregelt, dass schwangeren Sklavinnen zwar die Freiheit gegeben werden kann, ihr ungeborenes Kind nach der Geburt jedoch Sklave bleibt. Auch wird darin beschrieben, wie Sklaven in die Freiheit entlassen werden können, doch einzelne Gliedmassen weiterhin im Besitz der Sklavenhalter bleiben können. „Diese Schriften rechtfertigen ideologisch die Sklaverei, die als eines der schlimmsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit international geächtet ist“, erklärte Delius. „Es muss auch in einem muslimischen Staat gestattet sein, darauf öffentlich aufmerksam zu machen, selbst wenn die von den Sklaverei-Kritikern gewählte Form des Protests sicher nicht sehr geschickt ist.“

    Der Zwischenfall ereignete sich am letzten Freitag am Rande einer Protestveranstaltung der Menschenrechtler gegen die Unterstützung der Sklaverei durch muslimische Gelehrte. Mehrfach hatten die Gelehrten die Menschenrechtler öffentlich beschimpft und ihnen vorgeworfen, die gegebene Gesellschaftsordnung in Mauretanien in Frage zu stellen.

    „Mit der Verhaftung der Menschenrechtler am letzten Samstag spitzt sich der Konflikt um die Sklaverei weiter zu“, erklärte Delius. Rund 500.000 schwarzafrikanische Haratin gelten noch immer als Sklaven in dem Land in Nordwestafrika. Obwohl Sklaverei gesetzlich verboten ist, bleiben Sklavenhalter straflos. So hob das Oberste Gericht am 26. März 2012 die erste Verurteilung eines Sklavenhalters wieder auf. Sie war im Herbst 2011 als großer Erfolg von den Sklaverei-Kritikern gefeiert worden.

    Ulrich Delius ist zu erreichen unter Tel. 0551/499 06 27.

    http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=3077

  11. Roithamer schreibt:

    Tapfer im niegendwo ist scheiseee.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s