Sicherheitsentartete Kunst

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal den Tag erleben werde, da die deutsche Polizei versucht, das öffentliche Zeigen eines Kunstwerks zu verbieten, obwohl es weder pornografisch noch in irgendeiner anderen Form jugendgefährdend ist. Jetzt aber ist es geschehen: Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger von der SPD hat eine Auflage an die Polizei erlassen, wonach der Partei ProNRW bis auf weiteres das Zeigen dieser Karikatur von Kurt Westergaard untersagt werden soll:

Der Innenminister begründet sein Handeln mit folgenden Worten: „Die Beamten dürfen nicht gefährdet werden.“

Es ist bereits der zweite Versuch des Innenministers, das Zeigen der Karikatur zu unterbinden. Beim ersten Mal hatte ProNRW die Präsentation der Karikatur vor den Verwaltungsgerichten durchsetzen können. So kam es, dass vor einigen Tagen  in Bonn Mitglieder von ProNRW auf Mitglieder der Salafisten trafen. Als ProNRW-Anhänger die Karikatur des dänischen Zeichners zeigten, kam es zu einer „Explosion der Gewalt, die wir lange nicht mehr erlebt haben“, wie es die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa beschreibt. Ein 25-Jähriger griff mit einem Messer drei Beamten an. Dabei wurde ein 30-jährige Polizeikommissarin und ihr 35 Jahre alter Kollege schwer verletzt. Es flogen Flaschen und Steine auf die eingesetzten Beamten. Einige Salafisten schlugen mit von Zäunen abgebrochenen Latten auf die Polizisten ein. Insgesamt 29 Beamte erlitten bei der Auseinandersetzung Verletzungen. Das Handelsblatt titelt: “Mohammed-Karikatur sorgt für „Explosion der Gewalt.“

Wie bitte? Salafisten marodieren durch die Straßen Bonns und eine Zeichnung von Kurt Westergaard wird dafür verantwortlich gemacht, nur weil Mitglieder einer zugegeben recht unsympathischen Truppe diese Karikatur bei einer angemeldeten Demonstration hochgehalten haben? Nein, für die Eskalation haben einzig und allein die Salafisten selbst gesorgt. Sie haben mit Steinen geworfen,. Sie haben mit Zaunlatten geschlagen. Sie haben mit Messern zugestochen.

Der Innenminister wies zurecht darauf hin, dass es sich bei den gewaltbereiten Salafisten um eine kleine Gruppe von rund 1.500 Personen handelt, die mit der Mehrheit der rund vier Millionen in Deutschland lebenden Muslime nichts gemein habe. Es wäre schön, wenn der Innerminister diesen moralischen Maßstab auch an den Künstler Kurt Westergaard anlegen könnte. So wie die Minderheit der Muslime gewaltbereit sind, so ist auch eine Minderheit jener Menschen gewaltbereit, die Kurt Westergaards Karikaturen lustig und berechtigt finden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einst persönlich den Mut des Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard gewürdigt. “Die Folgen für den Zeichner sollten uns mahnen”, sagte Merkel damals und sprach sich deutlich für Toleranz aus. Sie erklärte, dass ein Zeichner derartige Zeichnungen selbstverständlich anfertigen dürfe. “Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut”, sagte die Kanzlerin. Daher gilt:

Kurt Westergaards Karikatur verbieten zu wollen ist genauso falsch wie den Bau einer Moschee verbieten zu wollen!

Es ist einfach skandalös wie die Polizei gerade vor dem tobenden Mob einknickt. Ich fühle mich an eine Episode aus dem Jahr 2009 erinnert. Damals hatten Einsatzkräfte in Duisburg eine private Wohnung in Abwesenheit der Mieter gestürmt, um eine Israel-Flagge aus dem Fenster zu entfernen, da eine aufgepuschte Meute von israelfeindlichen Judenhassern auf der Strasse den Anblick des blauen Davidsterns nicht ertragen konnten und in guter alter Tradition deutscher Pogrome damit anfingen, das Fenster mit dem Davidstern mit Steinen zu bewerfen. Nun hätte die Polizei natürlich dafür sorgen können, dass die Meute mit ihrer Gewalt aufhört, aber stattdessen stürmte sie lieber die Wohnung und machte somit die Mieter der Wohnung nicht nur zu Opfern der Judenhasser, sondern gleich auch zu Opfern des Deutschen Staates. Wieder einmal kapitulierte der Deutsche Staat vor dem Terror der Sturmtruppen auf der Strasse. Es sollte keine drei Monate dauern, bis die Entscheidung der Duisburger Polizei, nicht die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, sondern die Opfer zu strafen, per Gutachten als rechtmäßig bezeichnet wurde.

ProNRW wird gerne als rechtspopulistische Partei bezeichnet, aber wie bitte bezeichnet man es, wenn die Polizei vor einer terroistischen Sturmtruppe auf der Straße kapituliert und Karikaturen als sicherheitsentartete Kunst verbieten will? Was sich Salafisten in Bonn vor ein paar Tagen erlaubt haben und wie die Polizei darauf reagiert hat, erinnert so erschreckend sehr an den Beginn des unrühmlichsten Teil der deutschen Geschichte, dass ProNRW nicht die erste Vereinigung ist, bei der mit die Assoziation rechtsextrem kommt.

Wo soll denn eine Politik hinführen, die sich von der Frustrationstoleranz gewisser Gruppen abhängig macht? Weil einige Muslime die Karikatur als provozierend empfinden, sollen sie vor Moscheen verboten werden? Soll das etwas heißen, dass wenn Feministinnen sich von Kopftüchern provoziert fühlen, Kopftücher dann auch vor lila Buchläden und Frauenhäusern verboten werden können? Es gibt Frauen, die wollen mit dem Kopftuch so provozieren wie ProNRWler mit der Karikatur. Also beides verbieten?

Dann gibt es da noch das unappetitliche Plakat von ProNRW auf dem eine Moschee durchgestrichen ist. Sollte auch das Plakat verboten werden, so möchte ich wissen, ob dann auch jene Plakate verboten werden, auf denen der Papst durchgestrichen ist. Warum soll das letzte Beispiel als freie Meinung durchgehen, wenn das erste Beispiel als Provokation gilt?

In Bonn sind ProNRW und ProISLAM aufeinander geprallt, wobei die eine Vereinigung so wenig NRW ist wie die andere ISLAM. Wenn es aber etwas gibt, wofür NRW steht, dann für die Meinungs-, Religions- und Kunstfreiheit und die lasse ich mir von keiner ProWasAuchImmer nehmen!

Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Nachrichten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

179 Antworten zu Sicherheitsentartete Kunst

  1. 6kraska6 schreibt:

    …absolute Zustimmung.

  2. Rika schreibt:

    @ “Soll das etwas heißen, dass wenn Feministinnen sich von Kopftüchern provoziert fühlen, Kopftücher dann auch vor lila Buchläden und Frauenhäusern verboten werden können?”

    Nö, das soll heißen, dass lila Buchläden und Frauenhäuser vor (sprich in den Wohngebieten der) kopftuchtragenden Frauen der Religion des Friedens verboten werden…. ;-)

  3. anti3anti schreibt:

    Staatsräson, nicht die Macht der Straße. Als nächstes geht es den Muslimen – nicht den Islamisten – an den Kragen. Keine Karrikaturen und keine Moscheen.

  4. Özgür Cebe schreibt:

    Hey Gerd,
    schöner Artikel. Der letzte Absatz sagt aber schon alles. Der ist Dir sehr gut gelungen.
    Ich ziehe meinen Hut (auch wenn ich grad keinen aufhabe).
    Liebe Grüße
    Özgür

  5. P. S. schreibt:

    Lieber Herr Buurmann, vielen Dank für diesen Beitrag. EInerseits will ich nicht Partei ergreifen für diesen Unsympathenverein ProNRW, aber andererseits bin ich sehr empört über die Einlassungen von Innenminister Jäger und den Darstellungen in der Presse, wo offensichtlich die Schuld für die Eskalation der Gewalt nicht bei dem gewalttätigen Salafisten-Mob gesucht wird, sondern bei denjenigen, die gewaltlos ihr Recht auf Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen (was auch immer man von deren Meinung halten mag).

    Ich halte dieses offensichtliche “Appeasement” für eine furchtbaren Fehler und frage mich, wie Jäger oder unsere Presse reagieren würden, wenn Salman Rushdie seine “Satanischen Verse” erst heute veröffentlicht hätte und daraufhin mit dem Tode bedroht würde: Selber Schuld?
    Wenn wir das Erlaubte davon abhängig machen, was intolerante Gewalttäter meinen, dann werden wir irgendwann die öffentliche Zubereitung von Schweinefleisch auf Grillfesten verbieten müssen.Oder christliche Abtreibungsgegner merken, dass sie viel mehr erreichen können, wenn sie nicht ganz so friedlich bleiben wie bisher.

    Friedliche Demonstrationen gegen ProNRW sind legitim, aber der Einsatz von Gewalt dabei darf bei uns nicht entschuldigt oder relativiert werden, wenn wir nicht unseren liberale Gesellschaft aufs Spiel setzen wollen.

    • quisa schreibt:

      @P.S: SIe benutzen den Begriff “Appeasement”? Sind wir schon im Kriegszustand oder wie?

      • Aristobulus schreibt:

        Quisa, na eben nicht. Appeasement wird ja betrieben, wenn A es auf Konfrontation anlegt, wenn B jedoch beschwichtigt, wegsieht, sich Illusionen macht und Anderen einredet, dass A schon zum einem Viertel Recht habe und was vom Kuchen haben solle, hier ein bissele Resttschechei in den Rachen geworfen, da ein bissele Meinungsfreiheit wegen reizbarer Radikalmoslems gestrichen, dort ein bisschen iranische Atombomben geduldet, und solchermaßen befriedet wird A den B schon in Ruhe lassen. Aber: Es ist noch nie gutgegangen (nie, nie).

        • quisa schreibt:

          Ja, aber dies würde bedeuten, als stünden wir hier in Europa irgendwie kurz vor einem Bürgerkrieg bzw. dass dieser geplant sei…So was sehe ich allerdings nicht aufkommen

        • Silke schreibt:

          Das Appeasement, daß Appeasement den Namen gab, wurde betrieben, weil die Briten den drohenden Krieg zumindest so lange verschieben wollten, bis sie mit ihrer Rüstung in die Puschen gekommen wären.

          DAS ist eine ebenso gültige Interpretation wie die von der Feigheit. Auf Anhieb sagt mir Google nicht, von wann Churchill’s crocodile quote stammt, aber er soll Chamberlaine’s Diplomatie unterstützt haben. Für wie lange, weiß ich nicht.

          Ich denke nach augenblicklichem Wissensstand, daß irgendwann die Balance verloren ging.

          • quisa schreibt:

            Ja,
            aber Appeasement würde in dieser Hinsicht ja bedeuten, dass wir uns heute hier in Europa, kurz vor einer Kriegssituation befinden würde. Und “Appeasement” gegenüber Mujslimen würde bedeuten, dass Muslime die Seite ist, die scheinbar einen Krieg oder eine Invasion hier planen. Ansonsten gäbe es ja nicht die Notwendigkeit einer Appeasementpolitik.
            Ich aber sehe nicht, dass sich Europa kurz vor einem Krieg mit Muslimen befindet.

          • Silke schreibt:

            quisa

            Kriege heute sind nicht mehr, was Kriege zuletzt waren

            siehe hier den Teil über Sanitäter in der Bundeswehr

            http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/streitkraefte_und_strategien/streitkraeftesendemanuskript353.pdf

            In besonderer Weise ist davon das Sanitätspersonal der Streitkräfte betroffen. Denn Sanitäter werden vom sogenannten Kriegsvölkerrecht in ganz besonde- rer Weise, nämlich „unter allen Umständen, geschont und geschützt“, wie es im Genfer Abkommen von 1949 wörtlich heißt. Dagegen wirkt in der Einsatzwirk- lichkeit von heute das Schutzzeichen des Roten Kreuzes inzwischen als eine Art „Kugelmagnet“, d.h., auf Patrouillenfahrten werden Sanitätsfahrzeuge und Sanitätspersonal von den Kämpfern der Gegenseite ganz gezielt unter Feuer genommen. Als Konsequenz ist nicht nur die Bundeswehr daher dazu überge- gangen, bei Einsätzen außerhalb der Feldlazarette auf das Rote Kreuz als Kennzeichen zu verzichten. Der Nachteil dieser – im Übrigen durchaus völker- rechtskonformen – Praxis besteht allerdings darin, dass nunmehr die Sanitäter vom Gegner als Kämpfer wie jeder andere Soldat auf dem Gefechtsfeld wahr- genommen werden.

            der ex-Chief of Staff Richard B. Myers sprach bei der Pritzker Military Library von einer Global Insurrection

            Insurrection ist mir ein zu starkes Wort, aber global nicht, denn es gibt muslimische Gruppen, die von der Weltherrschaft träumen und soweit ich sehe gibt es überall an den Rändern der “Umma” und in ihren “Diasporen” Versuche voranzukommen.

            Ich begann mein Leben als Newsjunkie erst 2006, doch erinnere ich mich ganz genau, daß ziemlich am Anfang Broder ein Video mit Pierre Vogel als Lachnummer verlinkt hatte. Und was ist mit der Lachnummer Pierre Vogel heute? Mir scheint er ist zu einem Mann mit Einfluß geworden.

            Und wie gesagt mich interessiert das Minderheitengeplapper nicht, mich interessiert, daß es die Mehrheit der Muslime aus welchem Grund auch immer nicht schafft, ihre Minderheiten in Zaum zu halten. Und wenn die das nicht tun, dann müssen wir zumindest sagen dürfen, daß uns nicht passt, was deren Minderheiten da treiben und zumindest ich kann mir von den Muslimen, die ich kannte, nicht gut vorstellen, daß die was dagegen hätte, wenn ich sagen würde, daß es in diesem Lande nun mal so Sitte ist, daß man auch die größen Aufreger öffentlich zeigen kann, ohne um Leib und Leben fürchten zu müssen. s. diesen Bericht von dem, was derzeit in Berlin abgeht:

            http://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/98794/holocaust-agitprop-in-berlin

            Und ja das alles zusammengenommen sehe ich eine sich verschärfende Konfliktsituation und nein Appeasement ist kein besonders glücklicher Ausdruck dafür. Wie wär’s mit aus falsch verstandener Höflichkeit Einknicken?

          • Aristobulus schreibt:

            Appeasement = nich’ so gut gerüstet Sein innen & außen + Lust am Einknicken haben

          • Silke schreibt:

            … oder sich aus Notwendigkeit zum Einknicken gezwungen sehen …

          • Aristobulus schreibt:

            …oder hmmm mit der Notwendigkeit zu liebäugeln, weil Einknicken so nett zum Hinsetzen & Draufankommenlassen führt

          • Silke schreibt:

            http://www.rbb-online.de/zurperson/interview_archiv/arendt_hannah.html

            Man darf sich nicht ducken! Man muß sich wehren!

            es gibt einen langen Essay von Norman Podhoretz zu Eichmann in Jerusalem und ihrem Totalitarismus-Buch – seit dem kann ich mich an diesen ihren Satz nicht mehr ohne Schaudern erinnern.

            http://www.commentarymagazine.com/article/hannah-arendt-on-eichmanna-study-in-the-perversity-of-brilliance/

            Ich müßte den Text irgendwo gespeichert haben, wenn Du ihn möchtest, suche ich ihn und sende ich ihn Dir.

            Natürlich gibt es die tollen Schlachten, wo einer gegen überwältigende Übermacht gesiegt hat, aber die Regel sind die Dinger nun mal nicht, egal wie gern sie auch als nachahmenswert hingestellt werden. Wenn Du weniger Flugzeuge als Dein Gegner hast, ist es nun mal klüger, ihn zu appeasen, bis Du so weit bist und selbst dann wird es, wie die Battle of England zeigte eng und teuer genug sein.

            Wenn die Ägypter nicht so dämlich gewesen wären, 1967 ihre Flugzeuge alle hübsch gut erreichbar zu parken, was dann?

            Und die Pandora’s box, die mit Stuxnet geöffnet wurde, würde ich auch nicht Appeasement nennen.

      • Silke schreibt:

        Appeasement fand VOR dem 2. Weltkrieg statt

        • Aristobulus schreibt:

          Appeasement findet auch genau JETZT gegenüber dem Iran statt

          • Silke schreibt:

            Ich habe so 2007 ausführlichst gelesen bei Leuten, die sehr für einen Angriff waren. Damals standen die Karten schlecht. Die beste Option war so weit ich mich erinnere, die Peripherie in Schutt und Asche legen und das geschieht ja im Kleinen auch. Ich vermute mal, daß Iranier nicht doof sind und drum gelernt haben, was Sadam Hussein und die Syrer verwundbar machte. Auch Gegner werden schlauer. Und eines der größten Probleme ist angeblich, daß niemand atomic pollution durch ein Bombardement haben möchte, denn daß das Unheil weiter in der Kiste bleibt, wollen wohl (noch) alle. Und daß die iranische Geografie einer Bodeninvasion äußerst abträglich ist.

            Du kannst übrigens nicht gleichzeitig “appeasement” des Irans und Verletzung der Menschenrecht in Bahrain beklagen. Ooops können kannst Du’s natürlich schon, träumen ist ja schließlich nicht verboten.

            (wenn Du Menschenrechte in Bahrain willst, dann mußte in Kauf nehmen, daß die US-Flotte sich statt um Wichtiges erst einmal um ihren Umzug kümmert, nehme ich mal so an.)

            Und wenn Du Bahrain in Ruhe machen lassen willst, dann kannste auch nicht die Saudis anmeckern, denn deren Muskelmänner sorgen ja angeblich dafür, daß die Bahrainis die Oberhand behalten haben.

          • Aristobulus schreibt:

            *abwäg*
            … alsooo ich findse alle vier zum Speien, Silke (die da halt, also die Saudis, den Iran, die Widerlinge in Bahrain, und naturgemäß den Dergl, also diesen Dergl find ich ganz besonders baaah). Möge doch der Moschiach anrufen oder besser kommen!, und möge er doch bittschön und dorten endlich mal etwas Hirn vom Himmel regnen lassen, und dann noch mehr Hirn, und das bitte schnell und möglichst Hirn und sowas

          • Silke schreibt:

            aha, also Kuchen essen und behalten, ist was Du möchtest?

            Churchill hat, falls ich ihn in WW1 Band 4 oder 5 richtig verstanden habe, die Soviets gehasst wie nix, Königsmord war einfach unakzeptabel für ihn. Hat ihn das gehindert, sich mit Stalin auf der Basis eines gemeinsamen Interesses für Geschichte wie ein Kumpel zu verhalten? Nicht, daß ich wüßte. Hat ihn das gehindert, NACHDEM es rum war seine Iron Curtain Rede zu halten? Nicht daß ich wüßte.

          • Aristobulus schreibt:

            Wenn ich Politiker wäre, würde ich genau das tun. Möchte mir aber trotzdem die Möglichkeit erhalten, die Saudis grauenhaft finden zu dürfen…

          • Silke schreibt:

            und dennoch mußt Du es bringen, wenn Du beim Dinner mit dem Saudi plauderst, Dich wie ein an Stockholm-Syndrom Leidender zu verhalten

            und Du darfst Dich in der Zeit, in der Du ihn brauchst, nicht dabei erwischen lassen, daß Du Deine wahren Gefühle durchblicken läßt.

            Also woher soll einer in der langen Zeit, in der Du ihn brauchst, wissen, was Du fühlst?

            Du mußt also aushalten, daß die Leute Dich für einen Verräter am Ideal der Menschenrechte halten und Dich dafür angreifen.

            Noch ein Grund, warum ich bei der Angreiferei dann nicht mitmache, wenn ich vermute, daß ich profitiere. Wenn ich willig bin zu profitieren, MUSS ich anständigerweise auch aushalten, daß ich mich genauso schmutzig fühle wie die, die den offiziellen Teil für mich erledigen.

          • Aristobulus schreibt:

            … so ist das, Silke, und ich seh uns grad vorm geistigen Auge an der Tafel mit irgendeinem Prinzen Feisal hocken (weil auf diesen viel zu niedrigen Diwanen, ach wird ja so müssen), und er sagt faisalischerseits zu Dir, “ach die Burka steht Ihnen wirklich fantastisch, Madame!”, worauf ich für Dich antworten muss (denn einfach ‘ne Antwort an den geht Deinerseits ja nicht so direktemang), “aber ja, Durchlaucht, besonders das Hellgrün, und es is’ja nich’ mehr für so lang, denn balde kommt der Madhi”, wobei Du mich dann schon durch ‘nen vorausschauenden Hustenanfall unterbrochen haben wirst, denn der Mahdi kommt nicht, der ruft nichtmal an!, und wenn doch, dann ja nu nich’ grad bei dem

          • Silke schreibt:

            tja und nu sind wir bei der Frage: was ist wichtiger (takes precedence) Israel oder die Rechte der Frauen? (in der augenblicklichen Lage votiere ich für erst Israel und dann sehen wir weiter)

            Mein Beruf war es Salz in die Suppe aller blühenden Projekte zu streuen …

            und ja, ich weiß, daß der Iran nur zur Vernunft kommen kann, wenn Frauen ihre Rechte kriegen … doch halt, was ist in China – geht es den Frauenrechten (wenn auch möglicherweise nicht den Frauen selbst – wie den Männern auch) ziemlich gut?

          • Aristobulus schreibt:

            Frauenrechte sind schon so lange in Gefahr, seitdem es Frauen gibt. Falls Frauen im Iran was zu sagen hätten, würden sie wohl keine anderen Frauen steinigen, Schwule aufhängen lassen, Studenten zusammenschießen und foltern, und Israel vernichten wollen – wahrscheinlich ja nicht. Ungleich wahrscheinlicher ist es, dass die Bärtigen dort mit diesen Dingen weitermachen, wenn niemand sie daran hindert. Die Opposition hat keine Chance, um das Land von innen heraus zu verändern und Chomeinis Schrecklichkeiten einfach wieder abzuschaffen… und dass einer die Führung erschießt oder wegbombt, “um eine revolutionäre Situation herbeizuführen”, wie man mal zu sagen pflegte, scheint wohl nicht möglich zu sein (sonst wäre es schon so weit).
            Es wird also einen Angriff geben müssen, denn die Atombombe wird gebaut. Es wird furchtbar werden, dazu die gefährlichste Situation für Israel seit dem Unabhängigkeitskrieg, nein seit der Schoah.

            Rechte für Juden, gerade Lebensrechte, sind schon so lange in Gefahr, seitdem es Juden gibt. Mindestens dreimal ist bisher versucht worden, alle Juden umzubringen: Durch die Amalekiter gleich nach der Selbstbefreiung der Juden aus der Sklaverei im alten Ägypten. Durch die Römer unter den Kaisern Titus und Vespasian, dann durch Hadrian (fast hätten sie alle erwischt). Lang und zum Glück zu unkoordiniert durch die katholische Kirche. Und durch die Deutschen im 20sten Jh., fast gelang es. Jetzt will der Iran es gemeinsam mit seinen radikalislamischen Satelliten es wieder mal versuchen – der Versuch darf nicht anfangen!, abzuwarten führt zu nichts als zur weitern Machtzunahme des Irans.

            Es wird alles ganz furchtbar werden (aber man kennt’s doch schon?, die Römer damals haben eine Million ermordet, es gab kaum noch Juden danach. Die Deutschen haben bei sechs Millionen aufhören müssen, und Falls man sie nicht gehindert hätte, wäre das Ziel erreicht worden. Man kennt’s. Wann war es jemals anders? Nach ein paar Generationen will einer wieder anfangen. Diesmal bekommt er keine Chance.)

          • Silke schreibt:

            Frauen sind NICHT die besseren Menschen. Gib ihnen Macht und sie werden genauso fies oder genauso wohltätig damit umgehen wie Männer. Schwerpunkte mögen andere sein, aber das iss es auch schon.

          • Aristobulus schreibt:

            Oh, kaum Anderes hab ich behauptet, Silke. Gesellschaften, in denen Gleichberechtigung herrscht, sind entwickelter und weniger aggressiv als die anderen (es gibt da ja Aufstellungen, Frauenrechte, Schwulenrechte und Minderheiten auf der einen Seite, Unterentwicklung und Instabilität auf der anderen Seite, und es zeigt sich, beides ist völlig voneinander abhängig). Ich kann mir einen Iran mit Gleichberechtigung, Bürgerrechten usf. nicht als diese Art Aggressor vorstellen… vermutlich wissen das Chamenei und Achmachdidingens ja auch, haben nur grad nischt dagegen und finden es ganz fein, wenn wegen Triebstau die islamische Straße mitbrüllt.

          • Lynx schreibt:

            In Iran ist die Mehrheit der Studenten weiblich, das Land ist auch nicht aggressiv, und sein Präsident weder verrückt, noch ein „Holocaust-Leugner“. Die Bevölkerung kann – im Gegensatz zur BRD – den Präsidenten direkt wählen, und durfte auch über die Verfassung abstimmen, während dies den Deutschen bisher vorenthalten worden ist. Laut Grundgesetz ist dasselbe ja nur ein Provisorium, das nur solange Gültigkeit besitzt, bis das wiedervereinigte deutsche Volk über eine Verfassung abgestimmt hat. Nun haben wir seit über zwanzig Jahren ein wiedervereinigtes Deutschland (allerdings ohne die Ostgebiete), aber noch keine Verfassung. Und warum sollen Homosexuelle besondere Rechte haben? In Deutschland ist es soweit gekommen, daß die Mehrheit der Heterosexuellen sich von der Minderheit der Homosexuellen tyrannisieren läßt, indem letztere sogleich über jeden herfallen, der gemäß seiner religiösen Überzeugung sagt, daß homosexuelle Praktiken Sünde sind, und daß er nicht mit Homosexuellen zusammenleben möchte. Nicht der „Diktator“ Lukaschenko von Weißrußland hat den homosexuellen bundesdeutschen Außenminister beleidigt, sondern letzterer ist eine Schande für Deutschland und beleidigt die ganze Welt. In Ländern, wie Deutschland, wird die Gleichberechtigung der Frau mit Gleichmacherei verwechselt. Da aber Mann und Weib von Natur aus unterschiedlich sind, führt diese Gleichmacherei zu großen Problemen trägt letztlich mit zur Selbstvernichtung der Gesellschaft bei.

          • K.Voss schreibt:

            Lieber Aristobulus,
            Du schriebst: “Falls Frauen im Iran was zu sagen hätten, würden sie wohl keine anderen Frauen steinigen, Schwule aufhängen lassen, Studenten zusammenschießen und foltern, und Israel vernichten wollen – wahrscheinlich ja nicht.”
            Ich glaube doch. Kindererziehung ist in vielen Kulturen vornehmlich Frauensache. Schon in der griechischen Antike mussten Frauen in einem abgetrennten Bereich des Hauses leben (parallelen zur hier diskutierten Religion sind rein zufällig) und erzogen dort die Kinder in dem Wertesystem ihrer Zeit.
            Will sagen: Frauen sind Abbilder der Zeit und Gesellschaft, ebenso wie Männer. Sie geben meist das weiter, was sie kennen und für richtig erachten. Und da spielt das Wertesystem eine große Rolle.
            Die Beschneidungen junger Mädchen werden zwar “zum Gefallen der Männer” vorgenommen, aber von ihren weiblichen Verwandten initiiert und gefeiert, die meisten “Beschneider” sind weiblich. Trotzdem sind Praktiken wie Narkose oder wenigstens steriles Behandeln selten, dagegen das “Zunähen” weit verbreitet.

            In Ägypten sind es weibliche Abgeordnete, die einen Verzicht auf das Gesetz der sexuellen Belästigung forderten und pro Beschneidung als Pflicht argumentierten.

            Es ist völlig egal, ob die Köpfe ein oder zwei X haben, Grausamkeiten und Unterdrückung anderer sind allen Menschen zu eigen und werden gelebt, wenn sich in den Köpfen nicht etwas tut und Widerstand gegen Schmerz und Gewalt entwickelt.

          • K.Voss schreibt:

            An Lynx,
            diesen verlogenen Dreck verbreiten zu können steht Ihnen in Deutschland frei. Im Iran wäre eine ebenso verblendete Contra-Sicht mit vielen Jahren Haft, Folter und Isolation vergolten.
            Die Bevölkerung war an der Verfassung beteiligt? Unsinn. Zigtausende politische Gefangene durften ebensowenig mit abstimmen, wie die fast zwei Millionen Menschen, die aus Angst oder Erfahrung den Iran verlassen hatten. Die Vorgaben der Verfassung, was darin enthalten sein musste standen ebensowenig zur Debatte sondern ergaben sich aus den religiösen Vorgaben, welche die “Revlutionsführer” bereits formuliert hatten.
            Nicht zu vergessen, dass religiöse Minderheiten des Irans wohl kaum die Ausübung ihrer Religion oder die Religionsfreiheit beschnitten haben.
            Das Sie behaupten, obwohl es am Tag des Gedenkens des Holocaustes im Iran auf Veranslassung seines Präsidenten einen Anti-Gedanktag mit Zeichenwettbewerben etc. gibt, dass er den Holocaust nicht leugne und überhaupt ein Engel des Friedens sei outet nur und ausschließlich Sie. Vor laufender Kamera, vor Millionen Zeugen und Sie behaupten: war nicht so. Zum angeblichen Übersetzungsfehler hat hier bereits ein Kommentator sehr überzeugend eine sprachwissenschaftliche Auswertung geliefert, welche diese Theorie als Wunschdenken deklassierte.
            Zum Rest:

            http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/und_er_war_es_doch/

  6. isa schreibt:

    Demnächst könnten vielleicht Demonstranten ankommen mit Schildern, die statt der durchgestrichenen Moschee einen durchgestrichenen Westergaard-Mohammed zeigen.
    Was dann?

    • anti3anti schreibt:

      Ausgezeichneter Vorschlag.

    • Rika schreibt:

      @ “…die statt der durchgestrichenen Moschee einen durchgestrichenen Westergaard-Mohammed zeigen.
      Was dann?”

      Ja, was dann?
      Ich erinnere mich noch gut an das Kunstwerk, das einen Frosch als gekreuzigten Jesus zeigt. Die Empörung unter gläubigen Christen war groß, aber hat es Messer- oder Steineattacken gegen den Künstler gegeben?
      Auch Mohammed, bzw. seine Anhänger wird/werden damit leben müssen, dass man ihn durch den Kakao zieht.

      Oder bezieht sich Ihr Kommentar auf Westergaard-Gegner? Die gibt es doch längst und auch Herr Westergaard kann sicher gut mit Kritik leben, solange sie nicht mit einem Beil ausgedrückt wird, das gerade seine Haustür einschlägt und vermutlich auch vor seinem Kopf nicht Halt machen würde!

  7. masada schreibt:

    Die antisemitischen Plakatwände des Walter Hermann in Köln bezeichnet die dortige Polizei als Narretei und läßt den Mann gewähren. In NRW macht die Polizei das Zeigen von Karikaturen für die Gewalt der Salafisten verantwortlich.

    • K.Voss schreibt:

      Nicht nur das, sie steht auch daneben, wenn vor dem Dom christenfeindliche Demonstrationen, mitunter auch noch trotz Verbot, angehalten werden und grinst sich eins.
      So langsam bekomme ich echt den Eindruck, recht bekommt, wer als erstes und am härtesten zuschlägt. Erwartet man das nun auch von den Christen?

      • Silke schreibt:

        in Bürofehden, so der Chef führungsmäßig inkompetent ist, gewinnt generell der/die, der/die sich zuerst beschwert und das ist keine Satire von mir.

  8. Pro-NRW-Mitglied schreibt:

    Lieber Herr Buurmann,
    Sie scheinen der erste Künstler zu sein, der langsam, langsam wach wird. Herzlichen Glückwunsch! Pro NRW hat immer gesagt, daß Grundgesetz und Islam nicht vereinbar sind, was sich nun gezeigt hat. Das Plakat mit der durchgestrichenen Moschee, das Sie unappetitlich nennen, soll genau das symbolisieren.(Mit ein wenig Phantasie und Einfühlungsvermögen könnte man das auch erkennen). Es bleibt festzustellen, daß unseren Künstlern die Kunstfreiheit am A… vorbeigeht. Wo bleibt der Aufschrei Ihrer Kollegen ?

    • Bärli schreibt:

      @Pro-NRW-Mitglied
      Da muss ich Ihnen voll und ganz beipflichten.

      Was an dem Plakat “unappetitlich” sein soll, erschliesst sich auch mir nicht, im Gegenteil.
      Unappetitlich ist für meinen Geschmack, dass die Erbauer der Moscheen auf das Machtsymbol Minarett bestehen.

      • Aristobulus schreibt:

        Minarett gehört zur Moschee, so wie ein Kirchturm zu einer Kirche gehört.

        -Unappettitlich ist das Plakat wegen der tumben Unterschiedslosigkeit. Eine durchgestrichene Synagoge würdest Du freilich unappettitlich finden. Oder ein durchgestrichenes Reichstagsgebäude.

        • K.Voss schreibt:

          Ich hielt seinerzeit ein eben solches Bild hoch (das Reichstagsgebäude). Nicht nur, weil ich den Umzug nicht finanzieren wollte (also von Bonn nach Berlin), noch weil ich einsah, dass unsere Regierung wieder in diesem Bau tagt, dort wo so iviel Unheil über die Welt gebracht wurde und jene Rede von “fünf Uhr 45″ für Millionen weitere Menschen den Untergang einläutete.

          Nebenbei: nein, ein Minarett gehört nicht zur Moschee, genausowenig wie ein Kirchturm zu einer Kirche gehört. Ein Bürogebäude muss keine Glasfront haben, nicht jede Fabrik einen riesigen Schornstein, eine Kaserne keine Reiterstatue des Kaisers oder den Namen eines Wehrmachtsgenerals. Das sind architektonische Klischees.
          Die al Aqusa Moschee, immerhin eine der bekanntesten und angeblich bedeutendsten Moscheen der Welt kommt seit Jahrhunderten ohne aus.
          Gerade in Bosnien und dem sonstigen Balkan stehen nicht wenige eroberte und umgewandelte Kirchen, die heute als Moschee keinen Turm haben.
          Die Fatiq (da ist der Massenmörder wieder genannt) Moschee in Lindau braucht ebenfalls keines.
          Umgekehrt gibt es hunderte von Kirchen die keinen oder nur einen angedeuteten bzw. integrierten Kirchturm haben, zumal die neueren. Im Ausland noch weit mehr als in Deutschland.
          In Deutschland gibt es seit Jahrzehnten Moscheen. Meist in Hinterhöfen, alten Fabriken, Gemeinschaftssälen. Dieses Verstecke sollte nicht sein, man sollte gerne und auch mit positiven Emotionen zur Stätte seines Glaubens gehen können. Machtsymbolik kommt aber zumindest bei mir im Zusammenhang mit dieser Religion nicht gut an.

          • Silke schreibt:

            war das Minarett in Köln nicht höher als der Turm des Doms geplant?

            und warum? wollte da “jemand” den Weitpinkelwettbewerb gewinnen?
            oder anders gefragt:
            zeigt man so seinen Respekt für das was vor einem da war?

          • K.Voss schreibt:

            Das weiß ich leider nicht, mir wurde diese Moschee erstmals bekannt, als Spiegel TV über die Auseinandersetzungen resümierte, dazwischen war ich krankheitsbedingt leider abgeschnitten von den regionalen Vorgängen.
            Für möglich halte ich es aber in der Tat. Und auch der Vergleich mit einem Weitpinkelwettbewerb passt recht gut, “meiner ist größer wie deiner” wohl auch.
            Respekt sehe ich da wenig. wie gesagt soll man sich in seinem Gotteshaus wohlfühlen, dass dieses aber Protz und Prunk und Riesengröße haben muss und völlig unnötige Türme noch dazu, und da ist eine der ärmsten Gemeinden, in Duisburg noch einen Schritt weiter gegangen, und dann hinterher noch von Diskriminierung und Benachteiligung gefasselt wird…

          • Aristobulus schreibt:

            …wenn’s denn gute Architektur ist, darf’s ruhig groß, ja riesig sein, denke ich. Wenngleich etwa die Arkaden auf dem Petersplatz in Rom (immerhin vom großen Bernini) sowas Umschlingendes und Totdrückendes haben. Und die Kölner Domtürme sind eigentlich furchtbar, die erschlagen alles, nix hat vor denen ‘ne Chance. Sind die trotzdem gute Architektur?
            Mehmed Sinan, der in Istanbul Renaissance-Moscheen gebaut hat (jahaa, so weit war der Islam im 16. Jh.!, da war was, das die jetzt nicht mehr wollen), bekam die Grätsche zwischen riesig und trotzdem nicht erschlagend sehr schön hin. Die Zeiten sind vorbei, nicht? Heutige Moscheen haben halt ‘ne große Kuppel und aus, heutige Minarette sind meist potthässlich, halt nur groß & hoch und nichts weiter.
            - Wo ist eigentlich deren Baukunst geblieben, die sie mal hatten…

          • Silke schreibt:

            Theodore Dalrymple hat sich mal gegen Le Courvoisier ausgewütet – vielleicht war der da irgendwie stilformend?

            Also ich war noch auf keinem “großen” Platz oder Gebäude (gruselig das unter Kohl gemachte Gelände da am Rheinufer in Mainz, da kam einem der Dom im Vergleich richtig kuschelig vor), auf dem’s mir gefallen hat, immer fühlte ich mich klein und verloren und exposed, irgendwie gefährdet – in den Loire-Schlössern gab’s Treppen auf denen fühlte ich mich beim Runterschreiten unwiderstehlich, wenigstens das. Doch das Fürchterlichste Gebäude, in dem ich je war, ist die Kathedrale in Beauvais.

            Auf der Akropolis war’s schön, aber größenmäßig ist der Parthenon die Grenze für mich und der Rest war so wohltuend gepatched. Das Gleiche in Olympia, in Delphi, auf Kos.
            Hatten die andere Methoden ihre Grandeur unters Volk zu bringen?

          • Silke schreibt:

            oops corbusier

            kann es daran liegen, daß ich gerade die Angebote der Woche der Supermärkte durchgearbeitet habe, aus denen mich all die Likörchen anlächelten?

          • Aristobulus schreibt:

            Liebe Silke, Dein Le Courvoisier macht mich grad sehr froh :D, den monsieur Hennessy tät’s auch freuen, und wo hat sich Dalrymple (den ich ja auch sehr schätze) gegen ihn ausgewütet?, Recht wird er gehabt haben, denn Le C. war ein Brutalist.
            Beim Runterschreiten von französischen Treppen bist Du unwiderstehlich, dafür sind die gebaut, das ist der Beitrag des achzehnten Jhs. zum Menschsein, und die Kathedrale von Beauvais ist schlimm, ja, Gewölbehöhe von 40 Metern, so weit ich mich erinnere, der gotische Rekord, Riesigkeit auf Kosten aller Schönheit, das soll den Einzelnen erschlagen bis in die siebte Generation.

            Die Praca dos Tres Poteres in Brasília iat auch schlimm, obwohl im Einzelnen gute Architektur, aber gemeinsam willentlich gewaltig. Da lob ich mir doch den Markusplatz in Venedig, der mag zwar feudal sein, hat aber was von einer feudalen Wohnstube vollgestopft mit Kunst, und die mildert, da kann man sagen, was man will (wohingegen auf der Praca dos Tres Poteres jedes Wort im Pfeifen des Windes und im Gleißen der Sonne untergeht)

            Kennst Du den Altare della Patria in Rom (wo Du doch den Parthenon erwähntest)?, das Ding (so halb auf dem Kapitol) versucht den Parthenon an Größe & Schwung & Weißheit (mit EssZett) zu übertrumpfen, sieht aus wie eine gigantische Schreibmaschine, so endete der Klassizismus seit Parthenons Ur-Uranfängen im Nationalismus des 19. Jhs.
            - Ach, Delphi usf. Die Grandeur bestand dort in Weihestatuen, überall Weihestatuen (Du kennst den Wagenlenker, solche zu hunderten!), und in Marmorsäulen mit menschlichen Maßen vorm Ausblick auf Berge.

          • Silke schreibt:

            ich war nie in Venedig aber lt. John Julius Norwich war Venedig in seinen Anfängen demokratisch und/oder wahrhaftig republikanisch und hat Reste davon über lange Zeit behalten. In deren ersten Jahrhunderten waren die Ruderer auf ihren Kriegsschiffen immer und ausnahmslos Bürger. Vielleicht war’s das, was den Unterschied machte? und dann auch in der Architektur rüberkommt. Ich nehme mal an, Bürger finden’s nicht cool, sich klein zu fühlen.

            Norwich ist übrigens 1. ein Geschichten-Erzähler und 2. der Sohn von Duff Cooper – wenn ich sein Venedig ab Napoleon durchhabe, kommt sein Papst- und Duff Cooper Buch dran. Duff Cooper wäre vermutlich ein Mann nach Deinem Herzen gewesen. Der schmiss nämlich wegen Appeasement seinen Parlamentssitz hin und ich vermute mal Norwich ist so gut im Schildern diplomatischen Geschachers, weil Cooper anschließend Botschafter in Paris war und er mit Klatsch über so etwas aufgewachsen ist.
            (atemberaubend wegen der zugunde liegenden Geschichte sind seine beiden Bücher über die Normannen in Süditalien und Sizilien)

          • Silke schreibt:

            Der “courvoisier” von Dalrymple war ganz leicht zu finden. Das hier ist er wohl:

            http://www.city-journal.org/2009/19_4_otbie-le-corbusier.html

            THEODORE DALRYMPLE
            The Architect as Totalitarian
            Le Corbusier’s baleful influence

          • Aristobulus schreibt:

            … ah schön, dankesehr :D, der Dalrymple spricht mir ja sowas von aus der Seele, und den Herrn Norwich scheint man lesen zu müssen, Du erwähnst ihn häufig

          • Silke schreibt:

            tja Norwich hat was an sich, was einen glauben machen kann, daß aus alter Familie zu sein, einem bei entsprechender Begabung was mitgibt

            Hier promoted er sein erstes Buch, ein Talk (und ein Buch), der mich überzeugt hat, daß die Leute, die von seinen Normannen-Bücher schwärmen, mal ausnahmsweise vertrauenswürdig seien.

            http://dailysplice.com/directory/Times-Online-Books-MP3-podcast/episode-159515

            ich bin von ihm als Autor mindestens so beeindruckt wie von Churchill (als Autor) oder Robert Graves (als Autor) und noch einiger anderer

          • Silke schreibt:

            weißt Du, ich mag ganz einfach Autoren, bei denen mir klar ist, was sie “ticken” macht. Bei Norwich sind es Byzantinische Mosaiken, alles wird danach beurteilt, ob es den Mosaiken gut erging oder nicht (ich übertreibe) (aber in seinem Mediterranean Buch MUSS einem einfach auffalen, wie kalt ihn das alles ließ, bevor Byzanz gegründet wurde), Churchill war’s das Empire, bei Graves vermutlich seine White Goddess aka das Bedürfnis irgendwie sagen zu können, was Dichtung ist oder so. Will sagen, alle drei lassen sich verorten und machen es mir daher leicht, jeweils zu entscheiden, wo ihre Objektivität parteiisch wird. Mich interessieren Autoren, die vom gegen was sein aus schreiben, weniger, mich interessieren Leute, die heiß für etwas sind. (Meiner Überzeugung nach gibt es zumindest außerhalb der Wissenschaften, die mit Thermometern und so operieren, keine Objektivität und deswegen fühle ich mich besser mit Autoren, bei denen ich weiß, wen oder was sie lieben, für wen oder was ihr Herz blutet und/oder schlägt.)

      • K.Voss schreibt:

        Oder auf Namen wie fatiq. Einfach mal nachschlagen wer der Betreffende war und was er tat.
        Wie es wohl klingen würde, wenn in Ankara eine Kirche unter dem Titel “Vlad Tepes” eröffnet würde, gebaut mit Geldern der Türkei.

        Allerdings sehe ich einige Dinge anders als “ProNRW-Mitglied”. Der Islam, so wie ihn bspw. Bassam Tibi oder Hamad Abdel-Samaddarstellen kann sehr wohl in Deutschland existieren. Aber bis dahin ist es halt ein gewisser Weg.

    • quisa schreibt:

      @PRO-Ntw-Mitglied: “daß Grundgesetz und Islam nicht vereinbar sind”
      Was für ein Blödsinn. Es kommt doch immer auf die Auslegung an. Klar, Salafisten sind mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.
      Aber sie werfen hier mal wieder Salafisten und Muslime unter einen Teppich. Und in Bonn haben Sie ja jetzt genau bekommen, was sie wollten.
      Wenn man die Bibel nun wortwörtlich auslegen würde? Was sagen sie denn zu all dem antisemitischen Kram, der da so drin steht? daß Grundgesetz und Islam nicht vereinbar sind.
      EIne Gruppierung wie Pro NRW, die in ihrem “Kampf für die Freiheit” enge Kontakte zu gewaltbereiten Neonazis pflegt, ist für mich übrigens nicht mit dem Grundgesetz
      vereinbar.

      http://www.forena.de/wp-content/uploads/2012/04/KStA1.pdf

      • Aristobulus schreibt:

        Bin zwar Deiner Meinung, Quisa… aber wo sagt eigentlich mal ein offizieller Moslem (etwa Ayman Mayzek), dass er Salafisten, Wahabiten, Radikalschiiten, Radikalsunniten, Talibane usw. usf. weder für vereinbar mit dem Grundgesetz, noch überhaupt vereinbar mit dem Islam hält?
        Er tut es nicht.
        Er wird sich immer mit Gemeinplätzen rausreden, wird weiter keine Namen nennen.

        …statt dessen reden wir den Islam raus. Huch?

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Wow. Da hat aber jemand eine tolle Meinung von mir.

          “Witzbold. Schwere Egomanie, in der Grundtendenz sektiererisch. Permanente, schon peinlichn anmutende Eigenwerbung… Unsympathisch.”

          Gefunden im Kommentarbereich von haGalil.

          http://www.hagalil.com/archiv/2012/04/30/solidarische-reise/

          • Aristobulus schreibt:

            Gerd (Mai 7, 2012 um 2:04 am), mach Dir nichts draus, das ist nur diese seltsame innere HaGalil-Blogwelt, in der seit zig Jahren seltsam Weltnabel-Inneres geschrieben wird.

        • K.Voss schreibt:

          Einige ehrlich gemeinte Fragen, denn ich fand bislang nirgendwo eine Antwort.
          Wie viele Frauenhäuser (im Sinne einer Zufluchtsstätte für von Gewalt bedrohte Frauen) werden eigentlich von den muslimischen Gemeinden und Organisationen betrieben?
          Gibt es von diesen Programme gegen Zwangsehe und Beschneidung oder den Kindesmißbrauch durch Koranlehrer? Wie viele solche Verbrechen wurden gemeldet durch sie? Wer schließt eigentlich die Zwangsehen in Deutschland, die nicht in der Türkei usw. hergestellt werden?
          Wie stehts um die Ökumene zwischen Sunniten, Schiiten, Aleviten und Ahmady?

          Und an Quisa folgende Überlegung: wenn an jeder Zwangsehe die Eltern der beiden Beteiligten mitwirken, und davon kann man ja ausgehen, sind pro Zwangsehe vier Menschen dabei, denen nicht nur das deutsche Gesetz und die westlichen Grundrechte am A**** vorbeigehen, sondern auch der freie Wille und die Zukunft ihres Kindes. Nehmen wir an, dass die Männer dabei i.d.R. auch ablehnen können und nicht wenige auch gegen den Willen ihrer neuen Braut die Ehe vollziehen (nicht wenige haben ihre Fälle zu Papier gebracht, etwa die Vorsitzende von Peri e.V.) kommen auch diese dazu.
          Bei 3000 Zwangsehen, die laut Studie in Deutschland jedes Jahr zusammen geführt werden (und man geht ja von einer viel höheren Dunkelziffer aus), wie viele Menschen sind das in den letzten fünf Jahren. Vielleicht waren es vor zehn oder fünfzehn Jahren weniger, ich hoffe es.
          Wie tausende Menschen in Deutschland ihrer absoluten und schwer erkämpften Menschenrechte beraubt werden und nicht mal ein hunderstel der Aufmerksamkeit bekommen, die darauf verwandt wird nur ja keinen der tausenden Terrorfälle mit der Religion in Verbindung zu bringen, welche die Täter verbindet und sie in ihren Videos loben und zitieren…
          Aber wenn dann ein Breivik behauptet, er sei Christ, außerdem Freimaurer, und verehre die nordischen Götter und findet al Quaida toll und und und, dann ist er für die ersten paar Monate erstmal ein christlicher Fundamentalist…
          Nebenbei: ein Flüchtling aus Pakistan will, als Opfer, den Koran in Spanien verbieten lassen.
          Wenn jetzt ein Muslim mit dem das Gleiche macht wie mit Theo van Gogh oder versuchterweise mit Westergaard und Lars Vilks, ist der dann auch selbst schuld und ein Rechter?

          • Aristobulus schreibt:

            K.Voss, das ist die beste Zusammenstellung brennend dringlicher Fragen an die Moschee-Schweiger, die ich seit Langem las.

            Fehlen auch die Distanzierungen von Hamas, Hisbollah, der iranischen Regierung und von Klerikern wie al-Qaradawi. Nie gehört… man hört bloß ganz allgemeingehaltene Beteuerungen, dass Gewalt nicht zum Islam gehöre, und es fallen keine Namen.
            Ich glaube, es war ibh-Warraq, der gesagt hat (Silke hat ihn gehört): Traut keinem, der keine Namen nennt, er will bloß andersrum appeasen und meint es nicht ehrlich.

          • K.Voss schreibt:

            Vielen Dank für das Lob und die Ergänzung, da stimme ich vollends zu.

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,
            wäre ich derzeit Politiker würde mir bei der Aussicht auf Zusammenprall der Religionen der A… auf Grundeis gehen und ich würde alles versuchen, das Grundsätzliche aus der Sache rauszuhalten, also keine IslamKoran-Kritik betreiben. (ich halte mich von all den Argumenten, was Mohammed für ein Schlimmer war, ganz ganz weit weg, nicht zuletzt weil ich mich erinnere wie mickrig klein die Schar der Islamexperten kurz nach 9/11 war, während heutzutage jedeR Blogkommentator mehrere Uni-Seminare zu dem Thema besucht hat, von gelesenen Koran-Exegese-Diskussionen ganz zu schweigen.)

            Aber ich würde mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die sprechenden Köpfe muslimischer Denomination, gläubig oder nicht, praktizierend oder nicht, dazu zu kriegen versuchen, daß sie Namen nennen. (nicht so einfach, wie es sich anhört, denn ich vermute, jedeR der/die es tut, muß anschließend mit body guards leben – sogar Bassam Tibi soll welche haben – Leben in den USA hin oder her – und ich kann mir Erstrebenswerteres vorstellen als ein Leben mit Bodyguards)

            Will sagen, alles in allem ich bin für Bleiben im Hier und Jetzt und da ist mit Steinen, Messern und Zaunlatten auf Polizisten losgehen kriminell, egal wie groß die vorherige nicht gewalttätige Demonstration war.

            Wäre ich Politiker, hätte ich vermutlich ein Druckmittel, denn Wolfgang Thierse hat neulich im Radio erklärt (wußte ich nicht), daß wir keine Trennung von Staat und Kirche haben, sondern eine gewollte enge Verbindung von christlichen Kirchen und Staat. NIcht daß mich das freut, aber als Politiker würde ich die Tatsache, daß die Moslemverbände vermutlich nicht nur an die Geldtöpfe sondern auch an den Machthebel ranwollen, nach bestem Können als Daumenschrauben nutzen.

          • K.Voss schreibt:

            Liebe Silke,
            das sind interessante Gedanken. Thierse habe ich vor dem Papstbesuch und nach seinem Vatikan-Ausflug inklusive seiner “wie stehen sie eigentlich zu den Piusbrüdern” – Verhöre auch wahrgenommen und stimme ihm nur partiell zu. Eine Verbindung besteht, seine Positionen sind aber mitunter etwas seltsam.
            Zudem habe ich starke Zweifel an der Wahrnehmungsfähigkeit dieses Mannes. Nicht nur seine Warnung, Grass wegen seiner “Israelkritik” nur ja nicht zum Antisemiten zu stempeln oder gar persönlich zu bewerten, auch seine Beamtenbeleidigungen in Sachsen und der Mißbrauch seines Ausweises um Polizeisperren samt Demonstranten zu durchqueren und ein Demonstrations- bzw. Versammlungsrecht zu verhindern… da bin ich mir nicht sicher, ob Würde des Amtes im Laufe der Zeit verloren gehen kann.

            Ich nutze die historischen Texte (und ja “Terrorexperten” und “Islam-Experten” und “Nahost-Experten” sprießen aus dem Boden, nach Qualifikation wird nicht so richtig gefragt) um zu verstehen, woher was kommt und wie was wohl gemeint war. Ich werde niemals den Islam so verstehen, wie ein Mensch, der ihn sein Leben lang und nichts anderes studierte, aber ich gebe mir Mühe. Die Tatsache, dass Besagte aber nicht selten Millionen in den bewaffneten Jihad investieren stimmt mich aber in jedem Falle pessismistisch.
            Aber wichtig, auch da hast Du recht, ist das hier und jetzt. Und da sind eben diese tausenden Menschen, da habe ich keine Geduld und keinen Nerv auf Politiker und deren “rechte Zeit” zu warten. Das geht mir nebenbei auch bei der Altenversorgung, der Bildungspolitik und diversen anderen Bereichen so. Aber wenn da was schief läuft kann man evtl. was machen. eine Vergewaltigung oder einen Mord kann man nicht ungeschehen machen. Für mich als Politiker wäre DAS ein Druckmittel.

          • Silke schreibt:

            es kann sein, daß ich bekennen muß, Thierse falsch verstanden zu haben, vielleicht hat’s an seiner Betonung gelegen, aber ich bin auch nicht sicher, daß es eines dieser Schnipsel war aus dieser Sendung war.

            Ich mache mir keinen großen Kopp über Thierse und andere, die mir für meinen Geschmack zu pompös daherkommen, was bedeutet, würde er im Einzelinterview im dradio angeboten werden, würde ich ihn mir höchstens dann reinziehen, wenn ich das Thema gerade heiß fände.

            http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1705751/

  9. gruppegeorgelser schreibt:

    haben Sie Dank für den lesenwerten Kommentar. Weil´s so gut passt möchten wir an dieser Stelle auf unsere kritische Analyse des salafitischen Mobs hinweisen. http://gruppegeorgelser.wordpress.com/2012/05/06/beim-barte-des-propheten/

    Beste Grüße aus dem Bundesdorf Bonn
    Gruppe Georg Elser

  10. gruppegeorgelser schreibt:

    Bevor noch jemand denkt, unser Lob bezöge sich auf den Kommentar von einem “Pro NRW-Mitglied”: Danke, Herr Buurmann, für Ihren lesenwerten Kommentar.

  11. Pingback: Schaschlik « abseits vom mainstream – heplev

  12. Malte S. Sembten schreibt:

    masada schreibt:
    Mai 6, 2012 um 9:20 pm
    Die antisemitischen Plakatwände des Walter Hermann in Köln bezeichnet die dortige Polizei als Narretei und läßt den Mann gewähren.

    Weil der Protest gegen diese “Klagemauer” nicht gewalttätig ist.

    Was lernen wir (und andere) aus alle dem?

    Gewalt hilft!

  13. Paul schreibt:

    Gerd, Deine Kritik in dieser Angelegenheit ist voll berechtigt.
    Aber sollen, dürfen wir dabei stehen bleiben?
    Meine Oma sagte immer: “Was lernt mir das?”
    Sollte nicht gegen die Hassmauer des Herrmann in gleicher Weise vorgegangen werden? Es müssen, sollen nicht Steine sein, aber Farbbeutel, Eier und Tomaten würden es auch tun. Am besten wäre in Beutel gefüllte Hundescheiße. Auf jeden Fall eine gewisse Eskalation der Entrüstung müsste schon dargestellt werden. Vielleicht siegt dann das Ruhebedürfnis des Ministers auch in dieser Angelegenheit?
    Einen Versuch wäre es schon wert.
    Vielleicht sollten wir von den Salafisten doch was lernen?
    Nur schade, dass ich nicht in Köln wohne. Da wäre ich dann schon mit dabei.

  14. Paul schreibt:

    Jetzt glaube ich doch an Gedankenübertragung!
    Sehe gerade, Malte war ein paar Minuten schneller. :grin:
    Wie sahgte meine Oma immer? “Zwei Dumme, ein Gedanke.” :wink:

  15. [Aya] schreibt:

    Es wird echt Zeit, das Cannabis weltweit legalisiert wird….*huuaaoowww*

  16. Silke schreibt:

    Se. Günter Krings ist laut Google direkt gewählter Abgeordneter von Mönchen-Gladbach – verstehe ich das nu richtig, daß nicht gewalttätig werdende Demonstranten und gewalttätig werdende Demonstranten gleichgestellt werden?

    http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_innenminister_jaeger_sollte_auch_salafisten_in_die_schranken_weisen/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__21971/Inhalte.aspx

    Innenminister Jäger sollte auch Salafisten in die Schranken weisen
    Das Demonstrationsrecht in beide Richtungen beschränken

    • Silke schreibt:

      Se. ist Finger verrutscht und sollte Dr. werden

      (was ist diese neue? Unsitte des Rumparadierens des Doktortitels, wen wollen die Ojmel damit beeindrucken?)

      • K.Voss schreibt:

        Nach unserem Selbstverteidigungsminister und seinen vielen Freunden (bis scheinbar hin zu unserer Bildungsmutti) macht man sich mit einem Dr. in der Öffentlichkeit eher lächerlich. Das wird die CDU noch lernen.
        Aber die Richtung in die jener CDU Aufruf geht gefällt mir immer noch nicht. Wenn Pro-NRW auffällt, dann kann und muss sowas kommen. Aber was sie hier getan haben ist absolut gar nichts anderes als die Piraten vor dem Dom, die Grünen auf dem Römer letztes Jahr, die Linke vor diversen Kirchen jedes Jahr und alle gemeinsam beim Papstbesuch.
        Zur allgemeinen Tendenz, die Gewaltbereitschaft so hinzunehmen schrieb ich ja meinen Frust schon auf.
        Trotzdem herzlichen Dank für die Meldung. Am Rande scheinen ein paar Politiker noch ein paar Zellen Anstand behalten zu haben. Ein paar.

        • Silke schreibt:

          Als Nichtkünstlerin finde ich es etwas schwierig zusammenzubringen, was im Namen der Kunst alles OK ist, einschließlich der von Tablet behaupteten Einseitigkeit der regierungs-gesponserten Veranstaltung

          … und vollends verwirrt bin ich, wenn ich diese (einseitige) Kühnheit mit unserem Bemühen darum, unseren “Blick in den Spiegel” erträglich zu halten, irgendwie zusammen zu bringen. Kann ich mir vorstellen, daß Broder das mit “Vergesst Auschwitz” im Sinn hatte? Doch, nachdem was ich ihn bisher dazu sagen gehört habe, bestimmt nicht und dennoch liest es sich, als würde bei der Biennale auf genau diesem vermutlich nur verkaufsfördernd gemeinten Titel reisen.

          http://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/98794/holocaust-agitprop-in-berlin

          Holocaust Agitprop in Berlin

          A film of nude people playing in a gas chamber is but one piece aiming to shock at the Berlin Biennale art show

          If the organizers of the Berlin Biennale are concerned about preserving, extending, rethinking, or contextualizing the memory of the Holocaust—which is done, to employ the cliche, so it never happens again—why not muster the artistic bravery to confront contemporary examples of anti-Semitism? Because they exist. And quite a few of them could probably be found milling about the Biennale’s “New World Summit.”

          • Aristobulus schreibt:

            Schockierend. Sei gewiss, dass keiner das gutzufinden hat, ob nun Künstler oder bloß als Mensch, oder gar als beides nicht.
            Le Corbusier, der Brutalist, machte ja scheints auch Kunst. Albert Speer auch. Selbst Adolf Böse sah sich als Künstler. Und Saddam Hussein schrieb Romane

  17. Silke schreibt:

    OT aber vielleicht im Zusammenhang ganz interessant:

    In den 20 Uhr Nachrichten des Deutschlandfunks hieß es gestern abend

    Die Pasok landet nur noch auf Rang drei hinter dem linksextremen Bündnis Syriza, dem bis zu 18 Prozent vorausgesagt werden.

    Keins der Info-Bits, die bis jetzt heute bei mir vorbeigekommen sind, hat das noch einmal auch nur erwähnt. Immer war nur vom rechtsextremen Erfolg die Rede.

    Links-Extrem im griechischen Kontext heißt lt. meiner Vermutung stramm kommunistisch. Glaubt irgendeiner, das wäre so viel lustiger, daß es keiner Erwähnung mehr wert ist?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Griechischer_Bürgerkrieg

    und das ist meines dünnen Wissens nach nur ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte.

    Ich bekenne, ich weiß nicht einmal, ob die Obristen, die meiner Erinnerung nach lange geduldet wurden, das wurden, weil sie die Kommies im Zaum hielten.

    Auf den Inseln wurde erzählt, daß einer der Hinrichtungs- und/oder Foltermethoden der Obristen war, die Opfer in einem Sack zusammen mit Katzen ins Meer zu schmeißen. Nur damit keiner denke, ich glaubte, das seien Chorknaben gewesen.

  18. david schreibt:

    Shalom meine Freunde.
    Alles was den islam schaden könnte<<wird in Deutschland verboten. Scheinbar soll der islam in
    Deutschland mit Hilfe der Medien und der Regierung eine starke Macht werden. David<<

    • Paul schreibt:

      David, Shalom, freue mich Dich zu lesen.
      Ich glaube “scheinbar” kannst Du streichen.
      Es ist die Wirklichkeit, der Islam, das Hätschelkind der Nation. Kein Wunder, gehört er nach Wulff doch zu Deutschland. Es ist ein Trauerspiel.

  19. Lynx schreibt:

    Eine Gegendemonstration seitens der Salafisten ist nicht notwendig und kontraproduktiv. Man kann den Propheten – Allah segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Wohlergehen – nicht durch eine Karikatur beleidigen. Auf dem Bild ist ein arabischer aussehender Mann mit einer Bombe auf dem Kopf zu sehen. Das ist nicht der Prophet des Islams! Es ist eine göttliche Weisheit, daß es vom Propheten Muhammad keine authentische Abbildung gibt. Also haben die Salafisten einen Mann verteidigt, von dem sie fälschlich ausgehen, daß er der Prophet sei. Über zehn Jahre lang beteten die Muslime bei der Kaaba zu dem Einen Gott, obwohl in der Kaaba und darum herum hunderte von Götzenbildern aufgestellt waren. Dieser Umstand konnte sie nicht davon abhalten, an der Kaaba zu beten und all die Götzenbilder zu ignorieren. Sie hatten damals nicht die Macht, diese Götzenbilder zu beseitigen.
    Wo haben jene Muslime ihren Verstand, wenn sie sich von dieser Karikatur immer wieder erneut provozieren lassen? Dadurch, daß sie sich von diesem naiven Schwachsinn haben provozieren lassen, haben sie den Pro-NRW-Leuten einen großen Gefallen getan und ein Eigentor geschossen. Da das Vorzeigen dieser Karikaturen nach abendländischen Vorstellungen ein Ausdruck von Freiheit der Meinungsäußerung und nichts Verwerfliches ist, sind es aus ihrer Sicht der Dinge die Muslime, die die Eskalation herbeigeführt haben und nicht die Pro-NRW-Leute, wodurch diese von den Medien als Opfer und nicht als Aggressoren dargestellt werden. Und mit Opfern sympathisiert man.

    • Paul schreibt:

      Lynx, ein wirklich kluger Kommentar, der sich wohltuend von dem ganzen Geschwurbel hier abhebt. Danke dafür, dass Du die Dinge vom Kopf auf die Füße gestellt hast.

      • Aristobulus schreibt:

        Nein.
        Paul, Du bist hier einer salbungsvollen Predigt und rhetorischer Würde auf den Leim gegangen.

        Lynx behauptet, dass die Karikatur den Propheten Mohammed beleidigen wolle. Die Salafisten behaupten das Selbe.
        Er widerspricht jenen nicht, die damals wegen dieser Karikatur Botschaftsgebäude angezündet und viele Menschen ermordet haben.
        Es geht um die immense Gewalt, die von denen ausgeht, die sich als Moslems bezeichnen. Darüber schreibt Lynx freilich kein Wort – weshalb solche Moslems so gern irgend eine Zeichnung als Grund anführen, um Gewalttaten zu begehen. Über die schreibt er kein Wort!

        • Paul schreibt:

          Aristobulus, Du hast recht, ich bin reingefallen. Entweder habe ich etwas falsch verstanden oder Lynx hat das nur als ‘Anjucker’ geschrieben. Ich fand und finde das immer noch als sehr moderat und versöhnend, was er geschrieben hat. Habe jetzt aber mal die ganze Folge quergelesen und leider festgesstellt, dass Lynx genau das vertritt, was alle Muslime vertreten.
          Sie sind hier in Deutschland und wir müssen Rücksicht auf sie nehmen. Sie müssen sich nur frei entfallten und ausleben. Wir müssen es ihnen ermöglichen.
          Das ist nicht einmal übertrieben. Das ist ihre ‘Denke’.
          Meine Oma würde sagen: “Schert Euch zum Teufel!”

      • K. Voss schreibt:

        Intelligent ja, klug sicher nicht. Gerade die letzten Sätze machen mich mißtrauisch. Er behauptet, die Medien würden Pro-NRW als Opfer stilisieren. Fakt ist aber, dass viele Überschriften der letzten Tage lauteten “Pro-NRW provozierten Gewalt”. In der Tagesschau wurde genau dies kolportiert, die Gewalt sei Schuld von NRW, die dies heraufbeschworen hätten.
        Und selbst wenn dies anders gewesen wäre, ist Kritik daran, dass jemand der nicht gewalttätig ist angegriffen wurde und in der Folge Polizisten beinah umgebracht, auf einem ähnlichen Niveau wie Kritik daran, dass Medien verurteilen, wenn eine junge Frau im Hüft-Minirock, bauchfreiem Trägertop und Arschgeweih vergewaltigt wurde.

        Wo ist die Sympathie in den Medien und der großen Bevölkerung mit jenen laut Lynx zu “Opfern gemachten” Prolern? Ich selbst kann sagen, meine “Sympathie” (die keine ist, eher entsetzte Solidarität) entstammt nicht der Aktion und auch nicht der gegen sie gerichteten gewalt sondern der Medien- und Politikreaktion, welche die Aktion auf eine Stufe mit den versuchten Polizistenmorden stellt und Konsequenzen für beide in einem Atemzug ankündigt.
        Dagegen argumentiert Lynx ebenso, wie er in einem Nebensatz das Verständnis von Freiheit und Meinungsfreiheit des “Westens” kritisiert. Das ist intelligent verpackt, aber nicht klug.

        • Silke schreibt:

          mir erscheint Lynx mehr und mehr als Cleverle, ob selbst ausgedacht oder von seinem Imam und diesem seltsamen Juristen, den er jetzt noch anführt, entsandt, vermag ich nicht zu entscheiden.

          Mein Gefühl sagt Letzteres, die Texte haben was Vorgefertigtes.

          • K.Voss schreibt:

            Zumindest haben sie eine sehr durchdachte Strategie. Sie versuchen Verständnis zu erzeugen für eigentlich unverstehbares. Weiter oben etwa argumentiert er auf der Ebene des katholischen Verständnisses von Homosexualität um dies dann überzuleiten in das iranische Verständnis. Der Bruch, der zwischen den beiden besteht wird dabei geschickt ausgelassen. Ich empfinde dies als brandgefährliche Demagogie, die bedient, was nicht bedient werden darf.
            Ein Bekannter von mir, nicht gerade gläubig, erzählte mir mal beeindruckt, dass ein muslimischer Arbeitskollege mit ihm diskutiert habe über Glauben und dabei bewies, dass er mehr über das Christentum wisse, als er oder die anderen Christen im Raum.
            Wer sich jetzt mal die Videos von Abu Nagie, Vogel und Co. bei youtube antut wird feststellen, dass dies Teil der Ausbildung ist. Ganz gezielt werden die “Schriftreligionen” nicht nur vorgestellt sondern auch in allen Details beackert, so dass man stets ein Streitgespräch mit den weniger Wissensfesten unter ihnen führen und gewinnen kann.
            Und so kommt es mir hier vor. Nicht unbedingt vorgefertigte Texte, aber vorbereitete Inhalte, die nur bei realem Wissen als Halbwahrheiten und Lügen entlarvt werden können.

          • Lynx schreibt:

            Dr. Wilfried Murad Hofmann war Leiter des Informationsbüros der NATO, als er zum Islam konvertierte, später wurde er zum Botschafter der BRD zunächst in Algerien und dann in Marokko ernannt, und lebt heute im Ruhestand. Er hat Bücher verfaßt wie „Tagebuch eines deutschen Muslims“, „Islam als Alternative“, „Der Islam im dritten Jahrtausend“.

          • Silke schreibt:

            Lynx

            entweder ist bei Deinem Dr. Hofmann mittlerweile ne Leitung durchgeknallt (was bei Menschen seines Jahrgangs leider nicht selten vorkommt) oder der von Dir behauptete Straftatbestand stammt nicht aus seiner Feder.

            Daß er, was Du behauptest, bei vollem Verstand abgesondert haben soll, ist in Anbetracht seiner Ausbildung und besonders auch des Themas seiner Doktorarbeit sehr unwahrscheinlich.

            Vielleicht sollte ich ihm mitteilen, welches seinen Ruf als Profi schädigendes Zeugs seine “Freunde” über ihn verbreiten.

            Also im Interesse des von Dir vermutlich geschätzten Hofmann, liefere den Paragrafen oder nimm es zurück.

          • K.Voss schreibt:

            Liebe Silke, ja der Mann ist durchgeknallt und hat alle Werte verraten, für die er einst so hoch Aufstieg.
            In einem seiner Bücher, ich weiß nicht mehr welches, schrieb er von Menschenrechten und Werten des Westens als “erdachte Menschenrechte” und definierte sie als gegensätzlich zu dem, was Allah vorgibt und richtig sei. Man kann also bei ihm von einem Radikalen sprechen.
            Er erklärt Mohammed zum Vorbild allen Tuns, unter ausdrücklicher Lobpreisung dessen militärischer Taten, darunter auch die Blutbäder und Raubüberfälle.
            Das passt zu seiner Teilnahme am Scharia-Rat in Bosnien, der maßgeblich an der dortigen Diskriminierung religiöserer Minderheiten Teilhabe trägt und nicht zuletzt auch dort für eine Zunahme des orthodoxen Gedankens sorgt.
            Ausgezeichnet in Dubai vor wenigen Jahren als islamische Person des Jahres… Das sind die VAE und über deren Umgang mit Menschen anderen Glaubens brauchen wir beide uns glaube ich nicht zu unterhalten, das weißt Du alles.

          • Silke schreibt:

            na also habe ich den Braten doch richtig gerochen. Kein deutscher Jurist, der auf sich hält, würde behaupten. Vor allem anderen stimmt schon einmal die Sprache nicht, denn wie soll man Gefühle verunglimpfen? Cleveres Bürschchen dieser Hofmann, mixt Realität und Phantasie, so es von ihm stammt, ist er ein echter “Rattenfänger von Hameln”. Arme Muslime! Da haben Leute wie das reizende Ehepaar, die bei uns das Büro putzten, wirklich was Besseres verdient.

            “Verunglimpfung religiöser Gefühle”

            sei ein Straftatbestand nach deutschem Recht.

            Wenn deutsche Muslime diesem mit Titeln gepolsterten Ojmel allerdings abnehmen, dann ist das wieder einmal brandgefährlich, denn wenn sie dann vor Gericht damit gehen und ausgelacht werden, wird ihnen bestimmt einer erzählen, das sei nur wegen der “Diskriminierung”

          • Lynx schreibt:

            In euren Augen sind offensichtlich alle Konvertiten zum Islam Verräter und „Extremisten“, mögen sie noch so liberal und gemäßigt sein. Ihr sagt „Islamisten“ und meint Muslime, um nicht offen auszusprechen, daß ihr Muslimhasser seid, aber ihr könnt eure wahre Einstellung letztlich nicht verbergen. Die in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Muslime und Konvertiten lassen sich aber nicht vertreiben und beanspruchen dieselben Rechte wie ihr. Wenn euch das nicht gefällt, könnt ihr euch ja gegenseitig die Köpfe einschlagen, wie einstens Protestanten und Katholiken. Dafür scheinen die Deutschen eine Veranlagung zu haben, wie bereits Napoleon feststellte. Wenn dann Deutschland dadurch so entvölkert ist, wie nach dem Dreißigjährigen Krieg, werden vielleicht Millionen von Schwarzafrikanern übers Mittelmeer kommen, um es neu zu besiedeln.

          • Silke schreibt:

            oops Link zu “Verunglimpfung” vergessen

            http://de.wikipedia.org/wiki/Verunglimpfung

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,

            eines verstehe ich nicht an ihrer Strategie – es gäbe so viel Gutes über ihre Gruppe zu sagen, statt dessen versuchen sie es mit einem Mischmasch aus leicht zu durchschauenden Lügen? Warum?

            Der Öberste von ich glaube Cordoba soll angeblich seine private Gebetskammer von einem byzantinischen aka christlichen Mosaikkünstler habe herrichten lassen. Dieser Christ hat also alles angefaßt, was jenem Muslim am Heiligsten war.

            Heute würden “sie” behaupten, da wäre was besudelt worden

            Rückschritt, Rückschritt, Rückschritt, wohin man schaut, zurück in ihre dunkelsten Phasen. Ähnlich wäre es, wenn die bei uns, die der Hexenverbrennung und/oder öffentlichen Hinrichtungen nachtrauern, eine Gefolgschaft finden würden.

            Hier ist übrigens was “Schönes”: kriegen wir nicht immer wieder erzählt, daß die Straßensperren der Israelis in Judäa und Samaria weg müssen, damit die palästinensische Wirtschaft aufblühen kann?

            Hier ist ein Beispiel dafür, wie die korrekte Übersetzung für aufblühende Wirtschaft vermutlich lautet:

            http://elderofziyon.blogspot.de/2012/05/two-unreported-stories-from-territories.html

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss

            das Wort Strategie in dem Zusammenhang hat mich an das Märchen von dem Hasen und dem Igel erinnert

            http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hase_und_der_Igel#Inhalt

            oder man könnte auch über good cop, bad cop nachdenken

            oder weniger rätselhaft ausgedrückt. Es geht darum mehr Lügen in die Arena zu werfen, als widerlegt werden können. Erstens dauert nämlich das Widerlegen einer Lüge länger als die Lüge selbst und zweitens werden die immer gleichen Lügen immer wieder in die Arena geworfen nur ne kleine Abwandlung.

            Es gehe um “Sapping Zio-Energy” wurde auf einem Anti-Israel Blog mal bekannt.

            Normalerweise ignoriere ich drum Leute wie Lynx. Bei ihm mache ich eine Ausnahme, weil er auf mich so mainstream wirkt , wie so ein treuer Verkünder der Party-Line.

          • K.Voss schreibt:

            Das stimmt wohl. So wie bei der Gewalt, der erste und härteste gewinnt, ist es wohl auch bei den Lügen. Wer am dreistesten lügt und am meisten Leute überzeugt gewinnt.
            wenn es doch nur eine Pflicht zur Eigeninformation auf der Basis von Quellen gäbe, dann würde dieser Mist nicht ganz so ausarten. Aber nach wie vor hört der Mensch einfach auf das, was im andere vorquatschen…
            Danke für den Link, ich warte ehrlich gesagt darauf, dass die Boden-Luft-Raketen, die aus Libyen nach Palästina wanderten bald mal auftauchen…

          • Silke schreibt:

            und ich hoffe, daß die Syrer schneller waren (da sollen mächtig welche aufgetaucht sein – vermutlich bei Michael Totten zu finden) und sich die Dinger gekrallt haben, bevor die Gazaner und/oder die anderen drankamen.

          • Silke schreibt:

            Lynx

            entweder Du lieferst jetzt den Beleg, wo ein bis unter die Halskrause studierter promovierter Jurist den Unsinn von der Verunglimpfung religiöser Gefühle ins Spiel gebracht hat, oder ich beschuldige Dich abwechselnd Dr. Hofmann aufs Übelste zu verunglimpfen oder meiner Vermutung, daß Dr. Hofmann schwerstens einen an der Schüssel hat, ungebremst Ausdruck zu verleihen.

            Also her damit, wie wann wo gab es im deutschen Rechswesen schon einmal verunglimpfte Gefühle.

            Wenn Du bei der nächsten Antwort wieder nicht lieferst, fühle ich mich berechtigt, Dich einen Feigling und Lügner zu nennen.

          • Silke schreibt:

            Ich bin kein Muslimhasser, aber das Gerede, das aus allen muslimischen Ecken dieser Welt zu mir dringt, läßt mir den A… auf Grundeis gehen, ich bin also ein Muslimfürchter. Ich bin schließlich jahrgangsmäßig nah genug an der von Hitler besoffen gewesenen Generation dran, um zu erkennen, wenn welche anfangen, über das normale Maß hinaus blutige Wunschträume zu haben.

          • Lynx schreibt:

            Entschuldigung, mit dem Muslimhasser habe ich eine bestimmte andere Person gemeint, und nicht Silke.
            Es hilft uns nicht weiter, uns gegenseitig zu beschuldigen, die jeweils andere Seite hätte die Geschichte in ihrem eigenen Sinne geschrieben und geklittert. Das gehört nun einmal der Vergangenheit an, und vermutlich werden wir die Wahrheit niemals ganz herausfinden können, sondern es geht darum, nach Lösungen zu suchen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.
            Welche blutigen Wunschträume meinst du? Diejenigen von Anders Breivik: zuerst die Gutmenschen und „Kultur-Marxisten“ töten, die die Muslime nach Europa geholt haben und dort haben wollen, dann die Muslime selbst aus Europa vertreiben, und schließlich mit einem modernen Kreuzfahrerheer eines wieder christianisierten Europa die Kernländer des Islams angreifen und alle Muslime vernichten? Oder das Monster von Dresden, das mit 18 Messerstichen die Ägypterin Marwa Scherbini ermordet hat? Frau Scherbini wollte gar nicht in Deutschland bleiben, sondern nach Abschluß des Studiums ihres Mannes mit ihm zurück nach Ägypten. Anstatt ihrem Mann bei der Überwältigung des Täters zu helfen, wurde er vom Polizisten angeschossen. Ist das die deutsche Gastfreundschaft? Sollen da die Muslime in Deutschland nicht Angst um ihr Leben haben dürfen? Und wenn die Behörden zulassen, daß diese Pro-NRWler mit ihrem Auftreten Nachahmungstäter und Anhänger Breiviks, die davon träumen, sein Manifest in die Tat umzusetzen, ermutigen? Nach Marwas Ermordung gab es tatsächlich mehrere Fälle von Messerangriffen auf muslimische Frauen, die jedoch glücklicherweise nicht tödlich verliefen, von denen die Medien jedoch kaum berichtet haben. Es sind bereits 80 Moscheen geschändet worden und eine große Zahl von muslimischen Frauen angepöbelt und bespuckt. Seit Jahren, seit 2004 wird im PI-Forum offen gegen den Islam und dessen Anhänger gehetzt, ohne daß die deutschen Behörden etwas dagegen unternehmen. Es wird unverhohlen zu Gewalt und zur Ermordung von Muslimen aufgerufen. In jedem anderen Fall würde etwas Derartiges als Straftatbestand geahndet, aber weil ja nur gegen Muslime gehetzt wird und dies schick und gesellschaftlich akzeptabel geworden ist, läßt man diese Leute ungehindert weitermachen.
            Bezüglich des genannten Videos bin auch ich skeptisch: hier ist einfach ein Video, und an anderer Stelle sogar nur ein Ausschnitt davon, ins Netz gestellt worden, ganz ohne Kommentar, ohne genaue Darstellung oder Bericht von den Ereignissen; man muß sich die Geschehnisse selbst zusammenreimen und kann zu falschen Schlüssen kommen, weil man nicht alles zu sehen bekommt. Vielleicht ist das so gewollt, um die Muslime als die alleinigen Opfer darzustellen. Wer steckt hinter „AsadullahTV“, die das Video in YouTube gestellt haben? Tatsächlich aber scheint die Polizei auf die Steinwürfe mit übermäßiger Gewalt geantwortet zu haben. Irgendwie scheint in den Hinterköpfen vieler von ihnen das Vorurteil festzusitzen, daß alle Muslime gewaltbereit und potentielle Terroristen sind, und wenn in kritischen Situationen, wie der Eskalation von Gewalt in Demonstrationen die Emotionen über den klaren Verstand herrschen, können diese Vorstellungen aus dem Hinterkopf hervorkommen und das Handeln mitbestimmen. Wenn wir den Steinewerfern keinen Entschuldigungsgrund zugestehen, dann dürfen wir auch den Polizisten, die in Anwendung übermäßiger und ungerechtfertigter Gewalt einschreiten, keine Entschuldigung zubilligen.
            In einem anderen Fall hatten die Behörden von einer psychisch gestörten Person einen Hinweis auf einen angeblich geplanten Sprengstoffanschlag erhalten. Obwohl ihnen diese psychische Störung und die damit verbundene Unglaubwürdigkeit jener Person bekannt war, stürmte eine Sondereinheit der Polizei, unter „Gefahr im Verzug“, die „Osmanische Herberge“, ein von einer bekanntermaßen friedlichen muslimischen Gruppe betriebenes Zentrum. Als die dortige Haushälterin dem Leiter der Sondereinheit die Schlüssel zu allen Räumen anbot, lehnte dieser ab und bestand darauf, alle Türen gewaltsam aufzubrechen. Es wurden auch Fensterscheiben zerschlagen und Dekoration beschädigt. Beweise für einen geplanten Anschlag fanden sie nicht. Das ist Vandalismus von Sicherheitsorganen auf Kosten des Steuerzahlers. Wie lange will die deutsche Polizei noch fortfahren, das Mißtrauen vieler Muslime in den Staat und dessen Vertreter zu vertiefen?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            @ Silke: Sie schreiben: “Ich bin kein Muslimhasser, aber …” Es gibt Abers, die gehen gar nicht. Dies ist ein solches Aber.

          • Silke schreibt:

            gut zu wissen, daß jetzt sogar Angst haben verboten ist

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Nein. Angst haben ist erlaubt, das Artikulieren sehr ehrenhaft. Das Aber war nur deplatziert. Ansonsten lese ich Ihre Kommentare aber immer mit Gewinn. Danke.

          • Silke schreibt:

            ??????

            sorry, dem ist mein Deutsch nicht gewachsen

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich bin kein Nazi, aber
            Ich bin kein Ausländerhasser, aber
            Ich hab nichts gegen Juden, aber
            Feminismus ist okay, aber

            Es gibt Abers, die stören mich halt.

          • Silke schreibt:

            und mich stört SprachPolizeiliches

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Dann haben wir ja beide gesagt, was uns stört ;-)

          • K.Voss schreibt:

            An Lynx, deine beleidigten und beleidigenden Unterstellungen kannst du dir in die Haare schmieren. Mir ist es völlig schnuppe wenn jemand konvertiert zu was auch immer. Bei meiner Familie würde ich es bedauern, mehr aber auch nicht.
            Aber wenn ein verdienter Staatsdiener plötzlich die Menschenrechte als “erdacht” bezeichnet, dann schwört er den Werten ab, auf die er einen Eid ablegte. und ja, das macht ihn zu einem Verräter. Das wäre auch so, wenn er Christ geblieben wäre oder Hindu oder Buddhist geworden wär.
            Das du dies nicht verstehen kannst ist klar, denn du bist in der Tat gefangen in der Dauerschleife beständigen Opferdenkens, das erstmal davon ausgeht niemals selbst an irgendwas schuld zu sein oder den Gedanken der Selbstkritik zu entwickeln.
            Und noch weiter: wer dem muslimischen Glauben angehört, der sollte nicht vom 30 jährigen Krieg in dieser deiner vorhaltenden Weise sprechen.
            Die letzte Offenbarung Mohammeds kam niemals ganz in diese Welt, weil die Väter der Sunniten und Schiiten sich bereits am Sterbebett in die Haare bekamen. Die Dynastie der Ummayaden wurde nicht abgelöst sondern ausgelöscht und bis heute bekämpfen sich die beiden Richtungen und haben noch ein paar mehr Feinde dazu geholt.
            Wer die brennenden Asylantenheime Deutschlands und die Konfessionskriege auflegt sollte an dies hier ermahnt werden http://de.wikipedia.org/wiki/Brandanschlag_von_Sivas

            Alle anklagenden Fingerzeige, die du hier vorbringst kann man nur zurückgeben. Und während dir unser Ton nicht gefällt gefallen mir die unzähligen Mordopfer, Zwangskonvertierten, Beschnittenen, Verprügelten und Geschändeten nicht, die dieser Tage entstehen. und noch was, du bist mittlerweile der unzähligste Muslim mit dem ich diesen Mist ausdiskutieren muss. Und drei viertel davon haben nichts besser vorzubringen gehabt, als auf christliche Vergangenheit oder Kinkerlitzchen zu verweisen, um Terror und Gewalt zu rechtfertigen. Die wenigen, die ich kennen lernte, die eingestanden, dass es an ihnen und ihrer Religion ist, etwas zu ändern um auch das Bild von sich und der Religion zu ändern kann ich an einer Hand abzählen.
            Ich fang jetzt gar nicht mal an erneut vorzurechnen, wie viele deutsche Muslime im Zusammenhang mit Zwangsheirat stehen müssen, aber das ewig wiederholte “Die Mehrheit…” fängt dank dir, jetzt und gerade aktuell in meinem Kopf an zu bröckeln. Deine Vorhaltungen, Relativierungen, Lügen und Klittungen, deine Entschuldigungen und Schuldzuweisungen habe ich nunmehr einmal zu oft gehört.

          • Lynx schreibt:

            Es steht jedem frei, den anderen aus irgendeinem Grund für einen Verräter zu halten. Aus meiner Sicht hat die Bundeskanzlerin mit ihrer als „Staatsräson“ bezeichneten Verknüpfung des Schicksals Deutschlands mit demjenigen des zionistischen Staates („Israel“) Hochverrat am deutschen Volk begangen. Es gibt keine Erbsünde, denn jeder kann nur für die von ihm selbst begangenen Verbrechen verantwortlich gemacht werden, die für die Nazi-Verbrechen Verantwortlichen sind nahezu alle bereits verstorben, und materielle Wiedergutmachung ist geleistet worden. Sollte das zionistische Regime eines Tages einmal für seine an den Palästinensern begangenen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden, so kann es nicht Aufgabe der Deutschen sein, es zu verteidigen, denn sonst würden sie sich erneut eines Verbrechens schuldig machen.

          • K.Voss schreibt:

            Lynx, na was jetzt. Eben noch wirfst du mir vor, ich sei Muslimhasser und würde jeden Konvertiten als Verräter bezeichnen, jetzt vergleichst du meine Bezeichnung für einen Staatsbeamten, der die Menschenrechte ablehnt mit unserer Kanzlerin?
            Und auf Israel-rumhacken ist hier echt fehl am Platze. Wenn du konstruierte Nationen ablehnst müsstest du ehrlicherweise die nirgendwo in der arabischen Welt gewollten “Palästinenser” auch ablehnen. Aber ich vermute, die sind die “Brüder und Schwestern”.
            Wo du dich positonierst hast du jetzt zumindest ausreichend klar gemacht. Du hasst uns, weil wir diejenigen ablehnen, die uns ablehnen und gibst uns dafür auch noch die Schuld, willst selbst aber als Sunnyboy gesehen werden.
            Wie gesagt, das übliche “wir sind die Opfer” gejammere. Und nebenbei, wer sich darüber beklagt, dass mit dem Finger gezeigt wird, dies aber permanent selbst und mit zusammengestunkenen Informationen gibt sich damit einen klaren Anstrich.

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss um 3:03

            Du hasst uns, weil wir diejenigen ablehnen, die uns ablehnen und gibst uns dafür auch noch die Schuld, willst selbst aber als Sunnyboy gesehen werden.

            Großes Kompliment – ich liebe Joseph Heller’s Catch 22 sehr (nix erklärt den Double Bind der Psychos unvergeßbarer) und auch er hätte sich für diese Zusammenfassung eines Damned if you do, damned if you don’t nicht geschämt.

          • Yael schreibt:

            Leute, es sollte doch klar sein, dass man nicht mit jemanden diskutiert, der Israel in Gänsefüßchen schreibt und damit belegt, dass es keine Existenzberechtigung hat. Mit Nazis und anderen Antisemiten gibt man sich doch auch nicht ab, die genauso ticken wie diese Type hier.

          • Paul schreibt:

            Da hast Du recht Yael. Zunächst ist der Lynx, jedenfalls habe ich das so gesehen, ganz moderat und vernünftig daher gekommen. Inzwischen hat er seine Maske fallen gelassen und es hat wirklich keinen Sinn mit ihm zu diskutieren, weil er sich im Besitz der “allein seeligmachenden Wahrheit” wähnt.

          • Silke schreibt:

            Yael
            ab nem gewissen Punkt hatte ich den Eindruck, daß Lynx ein Abgesandter ist und seine Sender also mitlesen. Da fand ich denn doch, daß es sich lohnte, ein paar Dingen zu widersprechen.

          • K.Voss schreibt:

            Yeal, Sie haben recht. Mal wieder eine Form der Sonderbehandlung. Ich lege mir nun schweigen auf. Zumindest zu diesem Menschen.

          • K.Voss schreibt:

            An tapferimnirgendwo, das “aber” Silkes stört Sie, wie steht es denn um die Ausführungen von Lynx, in denen er der Gesellschaft und der Polizei so manches vorwirft?
            Das z.B. einer Bombendrohung nachgegangen wird, auch oder gerade wenn die Person “verwirrt ” ist wertet er als Polizeigewalt und -willkür, der Bonner Polizei wirft er vor übertrieben auf ein paar Steinewürfe reagiert zu haben.
            Stört Sie das nicht?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Herr Voss, lesen Sie meine Artikel und Sie sehen, wie ich zu Lynx stehe. Da muss ich wirklich nichts mehr zu sagen. Ich bin doch kein Wiederkäuer! Ich freue mich aber, wie Silke und Sie es bravourös verstanden haben, Lynx zu demaskieren. Chapeau!

          • K.Voss schreibt:

            Nein, Herr Buurmann, so kommen Sie mir nicht weg. In Ihren Artikeln betonen Sie auch wie Sie zu einer unreflektierten und unterschiedslosen Muslimfeindlichkeit stehen und genug Artikel markieren zu Recht jene Versuche des Herausredens. Und trotzdem fühlten Sie sich genötigt etwas zu Silkes “aber” zu sagen.
            Entweder kann man also aus Ihren Artikeln Ihre Haltung lesen, oder Sie betonen eben diese auch an Stellen die Sie als nötig erachten. Und da vermisse ich dann an derlei Stellungsnahmen wie sie Lynx aufbringt aus reinem Wunsch der absoluten Gleichberechtigung.
            Verstehen Sie dies bitte als Erklärung meiner Haltung, nicht als Mahnung oder Aufforderung, denn es steht Ihnen natürlich frei zu kommentieren und zu lassen, was Sie wollen. Aber in meinen Augen ist dies wiedermal ein Stück Ungleichheit.

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,

            nu muss ich ganz energisch Gerd’s Partei ergreifen, es sei denn, ich hätte seine erste Klarstellung komplett mißverstanden.

            Ist Sprache nicht was Herrliches?

            Und jetzt stell Dir vor, wir säßen beim Bier und könnten uns zusätzlich noch über Tonfälle zoffen.

            Ich glaube zur Feier DES Tages bräuchte ich zusätzlich mal wieder mindestens eine Schachtel Zigaretten was mich zu der Frage bringt, ob künftige Generationen sich wohl noch werden vorstellen können, wie es geduftet hat, als Marlenen auftrat?

          • Aristobulus schreibt:

            Ohhh, es riecht hier aus’m Bildschirm danach, sie raucht englisch, sowas von englisch :D

            -Lynx’n hätte man in den Laden nicht reingelassen. Er hätte den Laden und die Leute deswegen gehasst wie nichts in der Welt. Dann lässt einer ihn rein, er steht drin und hasst Laden & Leute um so mehr.

        • Lynx schreibt:

          In einem der Videos ist zu sehen, wie Polizisten auf einen wehrlos auf dem Boden liegenden Muslim einschlagen und ihm mit ihren Stiefeln auf den Kopf treten. Diese Szene erinnert an Szenen aus Syrien, wo Schergen des Asad-Regimes dies mit Demonstranten tun. Allerdings fehlen mir die nötigen Informationen, z. B. ob es sich bei der genannten Person um jenen Gewalttäter handelt, der die Polizisten mit einem Messer angegriffen hat, oder um einen anderen, vielleicht nur beliebigen Demonstranten, den sich die Polizisten gegriffen haben und der nicht schnell genug entkommen konnte, oder um einen Steinewerfer. Das ist die heute häufig angewandte Methode: aus dem Zusammenhang gerissene Bilder und Szenen ohne Kommentar zu zeigen. Dabei nützt einem dann auch Klugheit nicht viel. Oder sollte diese darin bestehen, zu dem ganzen Geschehen zu schweigen, weil einem die Möglichkeiten fehlen, sich hundertprozentig objektiv und erschöpfend zu informieren?

          • K.Voss schreibt:

            Richtig, Ihnen fehlen die Informationen um adjektive und Beurteilungen wie “wehrlos” oder “Szenen aus Syrien” einflechten zu können. Wie es zu der Szene kam und was den Schlägen auf den liegenden Mann vorausging (jemand der liegt kann sich noch immer aggressiv verhalten) wissen weder Sie noch ich. Aber die Ansprache, die in jenem Video ebenfalls zu hören ist, in der von “Brüdern und Schwestern” die ANRede ist, das ist unmißverständlich und braucht keiner weiteren Erklärung, wenn es um die Akzeptanz geht, ob diese Leute von anderen Muslimen als Muslime gesehen werden.
            Und gerade “aus dem Zusammenhang gerissen” ist die hohe Kunst islamistischer und islamischer Gruppierungen in Palästina / Israel, Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien und wenn ich Ihre Beiträge verfolge, dann wohl auch Ihre.

          • Silke schreibt:

            in welchem Video – Link bitte

            und die auf den Kopf Treterei Märchen, habe ich wirklich dicke.

            Falls das ein deutscher Polizist getan haben sollte, dann wird er dafür bestraft werden.

            Mehr und mehr sehen wir mit dem erst so Kreide gefressen habenden Lynx einen typischen Vertreter der “Moderaten”.

          • K.Voss schreibt:

            Liebe Silke, ich weigere mich ausdrücklich das Video zu verlinken, es handelt sich um ein Propagandawerk, welches schon im Namen besagten Vergleich führt und salafisten ausführlich zu Wort kommen lässt. Es steht bei youtube ein und ist bei Suche des Ortsnamens, sortiert nach Datum leicht zu finden.
            In der Tat sieht man Gewalt durch Polizisten, allerdings sind die Schnippsel jeweils wenige Sekunden lang, zelebrieren in Zeitlupe die Gewalt und verraten nicht, was der Mann in den geschnittenen Momenten tat oder was genau geschehen ist.
            Sollte es sich aber wirklich um unmotivierte Gewalt handeln bin ich mir sicher, dass eine Strafe folgt. Anders als in Syrien werden unsere Polizisten eher mißhandelt als zu mißhandeln.

          • Silke schreibt:

            Danke Voss, ich bin nicht scharf auf das Video. Bei praktisch fast jedem solcher Videos die ich mir reingezogen habe, war geschnipselt worden

            Und ich hatte nicht Dich nach dem Link gefragt, sondern Lynx. Man darf Knäblein wie ihm unbelegte Behauptungen nicht durchgehen lassen.

            Falls da was gelaufen ist, wird natürlich eine Untersuchung erfolgen, aber interessant ist natürlich, daß unser ach so friedliebender Lynx Salafistenvideos für glaubwürdig hält.

        • Silke schreibt:

          Lieber Voss,

          so lange er bei Religion bleibt, könnte ich ihm wenig entgegenhalten, aber ich bin so etwas von einer Agnostikerin, daß ich beim Thema Religion erst wach werde, wenn ich das Gefühl kriege, daß ich was beigebracht/missioniert werden soll. z.B. dieses wissende Lächeln, daß ich auf dem Totenbett nach Gott rufen werde. Solche Sachen verletzen meine Intimsphäre.

          Lynx hat es sich mit mir verscherzt, in dem er versucht, mit Hilfe eines pompös klingenden Namens einen neuen Tatbestand ins deutsche Strafgesetzbuch einzuführen.

          Das geht nur über neue Gesetze oder Urteile.

          Lynx macht damit das Gleiche, was ich einen der Muslimverbände-Vorsteher im Radio habe machen hören, als er die “Würde des Menschen” im Grundgesetz “muslimisch” interpretierte.

          SO NICHT – wenn “die” neue Gesetze und neue Urteile und neue Auslegungen wollen, dann sollen sie gefälligst den Weg durch die Instanzen gehen aber nicht den pallywoodscher Volksverdummung. An dem Punkt hat der gute Lynx meinen persönlichen Alarmknopf ausgelöst und wenn Du liest, was er jetzt über seinen Dr. ??? erzählt, dann liefert er mir Titel und die beruflichen Meriten von diesem Rechtsverfälscher, doch den geforderten Paragrafen, so daß ich nach entsprechenden Urteilen suchen kann, liefert er mir nicht.

          Auf Englisch würde ich Dodger sagen, mit Wegducker zu schwach und mit Feigling zu stark übersetzt.

          Und ja diese “Narrative”, die die da aus’m Ärmel zaubern, sind gefährlich, brandgefährlich.

          • K.Voss schreibt:

            Da stimme ich dir, und zwar in jedem Punkt, absolut zu. Bei mir klingelt seit dem zweiten Kommentar den ich von ihm las auch der Alarm.

          • Lynx schreibt:

            Das ist wohl ein Mißverständis: nicht ich habe das gesagt, sondern Dr. Hofmann als studierter Jurist, und auch nicht er führt einen neuen Tatbestand ein, sondern macht die Feststellung, daß dies nach den in der BRD geltenden Gesetzen immer noch ein Straftatbestand ist.

          • Silke schreibt:

            Lynx
            Du hast behauptet, Dr. Hofmann habe das gesagt, also:

            dann belege diese Behauptung

            sie kann nicht stimmen, den Tatbestand gibt es nun einmal einfach nicht und ich möchte schon wissen, wer den Tatbestand, den es gibt und der dieser Behauptung vermutlich zugrunde liegt, so umformuliert hat und jetzt einem Profi-Juristen in den Mund legt.

            Das ist Verleumdung und Rufmord und üble Nachrede, es sei denn Du belegst, daß es tatsächlich von ihm selbst stammt. Dann ist es ein Beleg, daß ihm seine Standesehre egal ist.

  20. Lynx schreibt:

    Wie Dr. Hassan Dabbagh, der „Imam von Leipzig“ spreche auch ich mich deutlich dagegen aus, auf solche Provokationen mit Gewalt zu reagieren:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=XUtZY1R1NRg (3 Teile).
    Die Gewaltausbrüche einiger Muslime sind auf deren Unkenntnis – oder mangelnde Kenntnis – des Vorbilds des Propheten Muhammad zurückzuführen.
    Wenn ein Pfarrer in den USA Koran-Exemplare demonstrativ verbrennt und in Afghanistan Muslime dagegen demonstrieren und gewalttätig werden, so scheinen sie entweder nicht begriffen zu haben, daß sie das nicht verhindern können, oder ihre Gewaltausbrüche sind ein verzweifelter Ausdruck ihrer Ohnmacht. Tragisch daran ist, wenn muslimische afghanische Polizisten wütende Demonstranten erschießen, ohne daß dies der Sache nützt, sondern ihr nur schadet. Es sind nicht die Demonstranten, die viele Menschen ermordet haben, sondern die Schergen von Regimen, die in muslimischen Ländern die Interessen und unislamischen Wertvorstellungen westlicher Länder verteidigen.

    Der algerische, muslimische Denker Malik ibn Nabi (1905–1973) stellt fest, daß der islamische Begriff von Kunst sich vom christlich-abendländischen darin unterscheidet, daß es für Kunst moralische und religiöse Grenzen gibt, wie bspw. das Verbot der Abbildung nackter Frauen. Dieses eigentlich auch christliche Verbot wurde im Abendland durch die Argumentation, es handele sich um Kunst, durchbrochen, sogar mit der Darstellung nackter Frauen in biblischen Szenen. Das Argument, moralische oder religiöse Vorstellungen hätten sich der Kunst unterzuordnen, wurde z. B. zum Vorwand genommen, um Salman Rushdies Roman „Die satanischen Verse“ als „Kunstwerk“ zu verteidigen, obwohl kompetente Literaturkritiker seinen künstlerischen Wert bezweifelt haben. Nach islamischer Vorstellung ist dieser Roman kein „Kunstwerk“, sondern Blasphemie. Ähnlich verhält es sich mit den bewußten Karikaturen.
    Aber gerade deshalb, weil wir heute in einer globalisierten Welt leben, haben die Nichtmuslime auch die Wertvorstellungen der Muslime zu achten und nicht nur für sich selbst zu beanspruchen, die ihrigen seien die allein gültigen, und zu versuchen, sie dem Rest der Welt aufzuzwingen. Wer meint, die Freiheit der Kunst und der Meinungsäußerung mit Schmähkarikaturen und blasphemischer Literatur verteidigen zu müssen, zeigt damit, daß er nicht an einem friedlichen Zusammenleben mit anderen, insbesondere den Muslimen, interessiert ist. Hier wird das Recht auf freie Meinungsäußerung mit dem vermeintlichen Recht auf Massenbeleidigung verwechselt. Anscheinend ist man der Meinung, daß man den Muslimen alles zumuten kann, und daß diese jede Erniedrigung zu schlucken haben, ohne aufmucken zu dürfen. Das ist die Überheblichkeit des abendländischen Herrenmenschendenkens. Weiterhin hat man in vielen westlichen Ländern die Kinder der Muslime ohne qualifizierten Religionsunterricht aufwachsen lassen, und jetzt, wo sie gewalttätig werden und damit gegen die Regeln ihrer Religion verstoßen – die sie ja nicht richtig kennengelernt haben – heißt es: schaut her, so sind die Muslime!

    Zuletzt bleibt Jürgen Todenhöfers Feststellung, daß im Laufe der Geschichte vom Abendland viel mehr Gewalt ausgegangen ist als von der Islamischen Welt.

    • Aristobulus schreibt:

      Lynx,
      “Die Gewaltausbrüche einiger Muslime” ist schlimmstenfalls gelogen, bestenfalls eine schamlose Untertreibung: Die weltweit weitaus meiste Gewalt derzeit geht ohne Pause von Moslems aus.
      “Wenn ein Pfarrer in den USA Koran-Exemplare demonstrativ verbrennt” ist gleichfalls die Unwahrheit: Ein Pfarrer hatte angekündigt, er wolle einen Koran verbrennen. Er ließ es dann bleiben.
      Ferner wurden Moslems in Afghanistan nicht wegen jenes Pfarrers gewalttätig, sondern weil dort am Ort alte, unhygienisch gewordene Korane verbrannt wurden (zuvor waren neue Exemplare ausgegeben worden).

      Insgleichen “es sind nicht die Demonstranten, die viele Menschen ermordet haben, sondern die Schergen von Regimen, die in muslimischen Ländern die Interessen und unislamischen Wertvorstellungen westlicher Länder verteidigen” ist eine glatte Lüge. Hat das jetzt System?
      Der iranische Präsident verteidigt durchaus keine unislamischen Werte westlicher Länder, und er lässt viele Menschen ermorden. Al-Kaida verteidigt absolut keine westlichen Werte, und sie haben viele Menschen ermordet. Saddam Hussein wurde als frommer Moslem bejubelt. Im Irak starben bei Anschlägen islamischer Gruppen auf andere islamische Gruppen hunderttausende.
      Übrigens, der Prophet Mohammed soll, so wird gesagt, an der Ermordung eines ganzen jüdischen Stammes beteiligt gewesen sein.

      Sie erwähnen Salman Ruschdie. Wahrscheinlich finden Sie das Todesurteil gegen ihn nur berechtigt?

      “Hier wird das Recht auf freie Meinungsäußerung mit dem vermeintlichen Recht auf Massenbeleidigung verwechselt…” Was ist mit der Propaganda des Judenhasses von offizieller islamischer Seite? Was ist mit Holocaustleugnung? Was ist mit systematischer Beleidigung von Juden durch Moslems als Affen und Schweine, ja als Schädlinge, die man ausrotten müsse? Was ist mit der islamischen Charta der islamischen Hamas, in der steht, dass islamischerseits alle Juden umgebracht werden sollen?

      “Das ist die Überheblichkeit des abendländischen Herrenmenschendenkens.”
      Dieser inadäquate, aggressiv moralisierende, verlogene Satz, der genauso von Edward Said, Tarik Ramadan oder Osama bin Laden stammen könnte, disqualifiziert Sie vollends.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Ich möchte mal sagen, da hat Aristobulus so ein paar durchaus bedenkenswerte Einwürfe geliefert. Oder?

      • Lynx schreibt:

        Zu Ihrer Aussage: „Die weltweit weitaus meiste Gewalt derzeit geht ohne Pause von Moslems aus“: falls dies tatsächlich zutreffen sollte, so richtet sich diese Gewalt größtenteils wiederum gegen Muslime und weniger gegen Nichtmuslime. Weiterhin bleibt zu hinterfragen, wer die Leute zur Gewaltanwendung anstiftet. Nachdem bspw. Somalia jahrelang im Bürgerkrieg verschiedener Clans und Warlords verstrickt war, kamen die sog. „Schari´a-Gerichte“, die eine gemäßigte islamische Ordnung herstellten, mit der die Mehrheit der Bevölkerung zufrieden war. Doch dann setzten die USA dieser friedlichen Herrschaft ein Ende, indem sie behaupteten, einige Mitglieder der Schari´a-Gerichte stünden Al-Qaida nahe. Im Verlauf der weiteren Auseinandersetzungen ermutigten sie das Nachbarland Äthiopien mit seinen Truppen in Somalia einzufallen … usw., so daß bis heute in diesem Land keine Ruhe eingekehrt ist.
        In Pakistan setzen die USA ihre Drohnenangriffe auf vermeintliche Taliban-Kämpfer ungeachtet der Bitte der pakistanischen Regierung, dies nicht zu tun, fort. Dabei werden meistens unschuldige Zivilisten getötet. Da viele einfache Pakistani mit dieser Politik ihrer korrupten Regierung nicht einverstanden sind, geben sie ihrer Enttäuschung und Empörung in Gewaltanwendung Ausdruck.
        Letztlich läßt sich sagen, daß die weltweit meiste Gewalt derzeit von den USA ausgeht, auch wenn diese selbst sich dabei nicht die Hände schmutzig machen, sondern andere für sich kämpfen lassen, die sie gegeneinander aufgehetzt haben, oder mit modernster Kriegstechnik ohne Rücksicht auf „Kollateralschäden“ zuschlagen, so daß sie kaum eigene Verluste haben.
        Es wird gern vergessen, daß bei den Anschlägen auf das WTC über zehn Prozent der Opfer Muslime waren.

        Ihre Aussage: „Ferner wurden Moslems in Afghanistan nicht wegen jenes Pfarrers gewalttätig, sondern weil dort am Ort alte, unhygienisch gewordene Korane verbrannt wurden“. In Malaysia gab es unlängst auch eine Koran-Verbrennung: in einer dreimonatigen Aktion wurden in Moscheen, Schulen u. ä. Einrichtungen abgenutzte Koran-Exemplare eingesammelt und unter Aufsicht einer Kommission des Ministerium für Religionsangelegenheiten sachgemäß verbrannt. Die dabei anfallende Asche wurde anschließend weit draußen auf dem Südchniesischen Meer entsorgt. Warum hat man nicht auch in Afghanistan die Bevölkerung über diese Aktion aufgeklärt und sie unter Aufsicht von offiziell dazu bestimmten Geistlichen durchführen lassen?

        Als 1991 die Allierten unter Führung der USA zum Krieg gegen Saddam Hussein rüsteten, um die Iraker aus Kuwait zu vertreiben, hielt Saddam eine „islamische“ Konferenz ab, zu der auch führende Personen der islamischen Bewegung aus Jordanien erschienen waren, um Saddam zu huldigen. Das irakische Baath-Regime hatte jedoch im eigenen Land jahrelang die „Islamisten“ – oder wer für einen solchen gehalten wurde – grausam verfolgt, weswegen ich mich sehr über die Teilnahme dieser Persönlichkeiten wunderte. In Jordanien selbst zeigten viele Leute Bilder von Saddam, um ihrer Sympathie für den arabischen Staatsführer Ausdruck zu geben, der es wagte, der Supermacht USA die Stirn zu bieten. Das alles machte einen sehr unangenehmen Eindruck auf mich. Wenig später las und hörte ich in den Nachrichten vom Brandanschlag auf ein von türkischen Familien bewohntes Haus in Mölln, und da sagt ich mir: Die Deutschen sind ja auch nicht besser als die Araber.

        Ihre Aussage: „Dieser inadäquate, aggressiv moralisierende, verlogene Satz, … disqualifiziert Sie vollends“ disqualifiziert vielmehr Sie, da sie sich anscheinend selbst davon betroffen fühlen, also in Ihrem überheblichen abendländischen Herrenmenschendenken verletzt. Und wie kommen Sie dazu, solch völlig unterschiedliche Menschen, wie Edward Said, Tarik Ramadan und Osama bin Laden in einem Atemzug zu nennen? Edward Said war ein palästinensischer Christ, Tarik Ramadan vertritt derart liberale und abwegige Ansichten, daß ich ihn verdächtige, ein Apostat zu sein, und Osama (USAma) bin Laden war vermutlich ein CIA-Agent.

        Meine Aussage: „Es sind nicht die Demonstranten, die viele Menschen ermordet haben, sondern die Schergen von Regimen, die in muslimischen Ländern die Interessen und unislamischen Wertvorstellungen westlicher Länder verteidigen.“ Damit meine ich nicht Iran, sondern diejenigen muslimischen Länder, wie bspw. Pakistan, die vor der Supermacht USA und deren europäischen Vasallen kuschen. Der Schutz von Sachwerten, wie bspw. der Einrichtungen ausländischer Botschaften, darf nicht mit der Vernichtung von Menschenleben bezahlt werden. Damit will ich sagen, daß die Polizisten solcher Staaten sich für die Interessen ausländischer Regierungen hergeben, wenn sie aufgebrachte Demonstranten von Sachbeschädigung abhalten, indem sie sie blindwütig niederschießen.

        Ob das Todesurteil gegen Salman Rushdie berechtigt ist oder nicht, darüber könnte nur ein Gericht in einem islamischen Staat mit einem islamischen Gerichtswesen entscheiden, wozu jedoch zwei Hauptvoraussetzungen nicht gegeben sind: derzeit gibt es auf der ganzen Welt keinen wirklich islamischen Staat – auch Saudi Arabien und Iran nicht, das auszuführen, würde hier den Rahmen sprengen – und zweitens müßte der Beschuldigte sich im Gewahrsam dieses Staates befinden, um z. B. seine Zurechnungsfähigkeit zu prüfen und um ein evtl. ergangenes Urteil vollstrecken zu können.

        Es ist ungerecht, bezüglich der islamischen Geschichte den Muslimen a priori zu unterstellen, die Überlieferungen zur Prophetenbiographie erlogen und verfälscht zu haben. Gewiß gibt es für diese Anfangszeit kaum andere historische Quellen als die islamischen. Das berechtigt jedoch nicht dazu, sie grundsätzlich anzuzweifeln. Es mag verschiedene Gründe geben, warum sich die jüdischen Stämme von Medina feindlich gegen die Muslime stellten, obwohl der Prophet ihnen in der Verfassung für diesen ersten islamischen Staat gleiche Rechte wie den Muslimen zugesichert hatte. Schließlich kam es dazu, daß einer dieser Stämme sich während eines militärischen Angriffs der arabischen Götzendiener (Polytheisten) auf Medina mit den Angreifern verbündete und den Propheten zu ermorden versuchte. Selbst nach nichtislamischem Recht der damaligen Weltordnung war es zulässig, derartige Verräter mit ihrer Hinrichtung zu bestrafen. Dies als willkürliche „Ermordung“ zu interpretieren, ist historisch nicht zu rechtfertigen, sondern islamfeindliche Polemik. Wie aus der Gesamtheit der Überlieferungen und in deren Zusammenhang zu entnehmen, waren es die Juden, die ihre Vereinbarungen mit den Muslimen brachen und sich mit deren Feinden verbündeten, und nicht ein unbegründeter Haß auf die Angehörigen einer anderen Offenbarungsreligion, diese zu verfolgen. Wir dürfen nicht vergessen, daß es in der islamischen Geschichte niemals derartige Judenverfolgungen auf Grund religiöser oder rassischer Begründung gab wie im christlichen und nationalistischen Abendland. Vielmehr nahm das muslimische Osmanische Reich die unter der Inquisition in Spanien wegen ihres Glaubens verfolgten Juden auf und gewährte ihnen Religionsfreiheit.

      • K.Voss schreibt:

        Lynx, kaum ein Satz in dem Sie nicht lügen oder klittern.
        Nur ein paar Beispiele:
        “(…)die eine gemäßigte islamische Ordnung herstellten, mit der die Mehrheit der Bevölkerung zufrieden war.”
        Zwar gab es eine steigende Stabilität und zurückkehrende Ordnung. Gleichzeitig aber gab es Unmut über das plötzliche Verbot von Musik und Tanz, die in Somalia wie in ganz Afrika zur Kultur gehören. Öffentliche Körperstrafen bis Hinrichtungen lassen im stets von Hungersnöten bedrohten Süden auf Zustände wie in Afghanistan schließen.
        Außerdem wurde versucht, den Gesichtsschleier für Frauen einzuführen, etwas, dass in Somalia niemals üblich war. All das erweckt mehr den Eindruck einer Dikatatur. Eine solche ist sicherlich stabiler und florierender, als reiner, anarchischer Bürgerkrieg, aber kein bißchen besser.
        Außerdem kämpfte jene islamische Union permanent gegen die Regierungsversuche in Baidoa, sowohl gegen die international (auch von den USA) unterstützte, als auch die der Warlords. Wer da also gegen wen opponierte bis die Nachbarn sich genötigt sahen einzugreifen und, anders als von Ihnen behauptet also nicht die USA, die Union zu zerschlagen ist keineswegs so klar, wie Sie behaupten und rechtfertigt nichtmal ansatzweise, dass die islamischen Milizen, die ebenfalls wieder zu den Scharia-Zeiten der Union zurück wollen, Lebensmittellieferungen an Verhungernde abfangen und die Helfer massakrieren.

        “Warum hat man nicht auch in Afghanistan die Bevölkerung über diese Aktion aufgeklärt und sie unter Aufsicht von offiziell dazu bestimmten Geistlichen durchführen lassen?”
        Sie tun so, als hätte der Westen oder die Nato irgendeinen Einfluß auf diese Dinge. Weder was die Geistlichkeit von sich gibt noch wie sich Karsai positionieren kann sie beeinflussen, und genau wie an Ihrer Schreiberei zu ersehen glauben Muslime weltweit ohnehin kaum etwas, dass von den USA, Israel oder generell “dem Westen” verbreitet wird. So berichten die afghanischen Medien in der Mehrheit eben nicht von den Anschlägen der Taliban auf die Bevölkerung, dem Angriff auf Kabul, sind aber heute noch voll von jenem Amoklauf vor wenige Wochen.

        “Wenig später las und hörte ich in den Nachrichten vom Brandanschlag auf ein von türkischen Familien bewohntes Haus in Mölln, und da sagt ich mir: Die Deutschen sind ja auch nicht besser als die Araber.”
        Während die Anschläge von Solingen, Rostock, Mölln usw. in der deutschen Bevölkerung eine breite Welle der Solidarisierung und des Protestes auslösten, in dem sich die Menschen von sich aus gegen die Täter stellten und jene verdammten, die damals klatschten wird in der Türkei der Mörder an einem armenischen Soldaten in der türkischen Armee als Held gefeiert, der aserbaidschanische Offizier der nachts mit einer Axt einen armenischen Offizier in dessen Bett bei einer Nato-fortbildung in Ungarn erschlug ebenso. Armeniern wurde erst vor wenigen Wochen von offiziellen Regierungsvertretern in Massenkundgebungen für ihren “Verrat” gedroht und die Anerkennung des Völkermordes führt zu Attacken gegen Frankreich. Auf Zypern werden die Kirche der Zyprioten noch immer vandalisiert, gesperrt und geplündert oder einfach zerstört. In Ägypten wird eine friedliche Kopten-Demo von Soldaten attackiert und das Staatsfernsehn ruft alle “aufrechten Muslime” auf, seine Soldaten nach Kräften zu unterstützen, mit dem Erfolg von fast 30 toten Kopten in Maspero. Fast wöchentlich werden Kirchen attackiert und nicht selten niedergebrannt. Und das Volk stimmt laut letzter Umfrage zu.
        Im Irak sind die Kämpfe zwischen Sunniten und Schiiten kein Grund, nicht regelmäßig Andersglaubende anzugreifen oder Homosexuelle oder “Emos” vor aller Augen von Dächern zu werfen und mit Steinen zu erschlagen.
        In Pakistan vergeht keine Woche ohne Übergriffe auf Ahmady und Christen, Zwangsislamisierung durch Entführung und Vergewaltigung ist übliche Praxis. Verbreitet auch die Bestrafung der Frauen durch Verstümmelung.
        Und wo sind da die Massenbewegungen der friedlichen? Im Gegenteil. Inhaftierte werden nicht selten befreit, Minister die gegen ungerechtfertigte Blasphemieurteile angehen werden ermordet.
        Ihre Vergleiche stinken zum Himmel und relativieren Gewalt das es kracht.

        • Silke schreibt:

          Also Voss,
          bei Somalia klingelt was in meinem Hinterkopf, daß die Schariagerichte, die da eingeführt wurden nur in einer Region eingeführt wurden und dort vergleichsweise stabilie Verhältnisse brachte und daß die Äthiopier sich um die anderen kümmerten, die auch die Stabilität dieser selbst-regierten.

          Kann es sein, daß es konkurrierende muslimische Machtübernahmen gab? eine erträgliche und eine kriminelle?

          • K.Voss schreibt:

            Die Teilung zwischen Nord und Süd hast du noch ganz richtig im Kopf, niemals hat die Union ganz Somalia “befriedet”. Und dort wo sie aktiv war gab es keinen einheitlichen Maßstab. Es gab Regionen einer relativ milden Form von Scharia, die dann auch wirklich vier Zeugen für Ehebruch verlangte und nicht einfach vier Freunde aussagen ließen, und es gab eher radikale Auslegungen der Scharia, die bereits Aussage gegen Aussage zuungunsten der Frau oder des Nicht-Muslim auslegten. Äthiopien wie auch die Internationale “Gemeinschaft” hatten ihre eigenen Interessensvertretungen. So gab es eine kleine Gruppe von Warlords, die von den USA unterstützt wurde, einige von China und eben die äthiopischen Freunde.
            Manchmal mischten die sich auch kurzzeitig durcheinander. Bürgerkrieg eben. Man blickt kaum durch. Der Einfluß der USA wird dabei massiv überschätzt, deren “Clans” hatten wenig Einfluß und Freunde, hingen sich aber weit aus dem Fenster.
            Wie gesagt waren die Verhältnisse im Unions-Raum wirklich stabil, gerecht und beliebt allerdings….

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Lynx: Sie schreiben: “Ihre Gewaltausbrüche sind ein verzweifelter Ausdruck ihrer Ohnmach.” Das ist ja mal ein toller Freifahrtschein. Die Nazis in Solingen haben somit wohl auch nur “als Zeichen ihrer Ohnmacht” das Asylantenheim angezündet. Der Pfarrer wollte nur “als Zeichen seiner Ohnmacht” der Koran verbrennen und Männer vergewaltigen als “Zeichen ihrer Ohnmacht”. Ich kriege bei solchen Entschuldigungen das blanke Kotzen!

      • Lynx schreibt:

        Selbstverständlich sehe ich diese „Ohnmacht“ nicht als Entschuldigung für die Gewaltausbrüche; die Angelegenheit ist jedoch zu komplex, um mit wenigen Worten in einem Kommentar abgehandelt zu werden. Es geht darum, daß einfache ungebildete Muslime, die ein mehr emotionales Verhältnis zu ihrer Religion haben, sehen, wie irgendwo auf der Welt – oder direkt vor ihrer Nase – das, was ihnen heilig ist, geschmäht und geschändet wird. Weder die Vertreter der korrupten, westlich ausgerichteten Marionettenregierung Karzai – oder in anderen Ländern entsprechende Regierungen –, noch die – nach westlichem Sprachgebrauch „Islamisten“ (in Afghanistan z. B. Taliban), noch die unzureichend ausgebildeten traditionellen Geistlichen (in Afghanstan: Mullahs) haben diesen Leuten beigebracht, was in solch einer Situation das richtige Verhalten ist. Wer ist schuld an diesem Fehlverhalten?
        Ähnlich verhält es sich auch mit den jugendlichen Muslimen, die Bonn gewalttätig geworden sind: die meisten sind in Deutschland ohne qualifizierten – oder ganz ohne – Religionsunterricht aufgewachsen, haben sich ihr Bild über ihre Religion aus dem Internet von „Scheich Google“ gebildet und sind selbsternannten Predigern nachgelaufen. Sie haben nicht von qualifizierten Scheichs (Lehrern) gelernt, wie man sich in solch einer Situation entsprechend dem Vorbild des Propheten zu verhalten hat, und nicht, wie man seine emotionalen Wallungen kontrolliert. Wer ist schuld an diesem Fehlverhalten? Die Eltern dieser Muslime, die nach Deutschland gekommen sind, um dort Geld zu verdienen, meist ohne Interesse daran, wie ihre Kinder aufwachsen? Oder der bundesdeutsche Staat, der sich bis heute darum drückt, den Islam als Religionsgemeinschaft anzuerkennen und damit den Weg für qualifizierten islamischen Religionsunterricht zu öffnen – was erst jetzt und auch nur teilweise geschieht? Oder dessen Entscheidungsträger, von denen nicht wenige insgeheim islamophob sein mögen („die Islamfeindlichkeit ist bis in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen“)?
        Der bekannte deutsche Muslim und Jurist Dr. Wilfried Murad Hofmann: „Ich bin der Meinung, daß die Demonstration hätte verboten werden müssen, da es auf eine Verunglimpfung religiöser Gefühle hinauslief, was nach wie vor hier ein Straftatbestand ist.“

        • Silke schreibt:

          Also den Paragrafen in dem die “Verunglimpfung religiöser Gefühle” zum Straftatbestand erklärt wird, hätte ich denn doch gern zitiert. Wenn der gute Dr. Hofmann den nicht liefern kann, sollte er Dr. und Staatsexamen noch mal machen.

          Wer so ein Zeugs unter die Leute bringt betreibt Volksverdummung, die da ebensowenig fass bar, ebenfalls kein Straftatbestand ist.

          Und was das Märchen anlangt, daß Mangel an Bildung zu Gewalttätigkeit führt, ist ja nun in den letzten Jahren von allen sich auch nur ansatzweise damit befassenden Disziplinen als Märchen entlarvt worden.

          Schon Orwell hatte erkannt, daß nur der rebelliert, der erwartet, daß ihm die Stütze ins Haus geliefert wird. Wer hingegen daran gewöhnt ist, sie sich Schlange stehend abzuholen, hat nicht das richtige Selbstbewußtsein.

          Mohammed Atta hatte doch ganz nett was an Bildung angesammelt?

          Nebenbei, lieber lieber Lynx – auch die alten Griechen, von Kretern ganz zu schweigen, huldigten in ihren Kunstwerken der Schönheit des NACKTEN menschlichen Körpers. Zum Glück hatten zumindest die Westchristen genug Verstand, um das nicht zu verbieten. (Die Ostchristen hatten gelegentliche bilderstürmerische Anfälle, aber auch die waren meiner Erinnerung nach nicht verbohrt genug, sich auf Fleisch zu konzentrieren)

          PS: auch die Kleidung der alten Ägypter kann man ja kaum züchtig nennen (welch ein Glück, daß deren Kunstwerke über die ganze Welt verteilt sind, so daß, falls Zerstörung in Mode kommen sollte, wenigstens nur das, was in Ägypten als nicht keusch genug angesehen wird, gefährdet wäre.

        • K.Voss schreibt:

          Mangelnde Bildung als Ausrede ist erbärmlich.
          In England versuchte eine Terrorzelle, die vornehmlich aus Doktoren bestand einen Sprengsatz in einen Flughafen zu steuern.
          Die Anführer des islamischen Terrorismus besuchten nicht nur von Klein Koranschulen sondern widmeten sich auch selbst intensiv dem Studium der religiösen Schriften, fatwas und Hadite. Diverse haben jahrelang als Imame gearbeitet, oft genug in westlichen Ländern, viele aber auch in muslimischen Staaten.
          Als Reaktion auf den Tod des Serienmörders, Kindermörder und Terroristen in Toulouse fanden in Algerien Muslime unter Ihrem Imam zusammen, die diesen Abschaum der Menschheit als Helden bejubelten.
          Die Mär von der mangelnden Bildung und dem falschen Verständnis können Sie hier nicht anbringen.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Man muss nicht gebildet sein, um bei einigen Dingen zu wissen: Das macht man nicht!

          • Aristobulus schreibt:

            Der Lynx fährt auf die maßlose Gewalttätigkeit in islamischen Gebieten doch schon ziemlich ab (und wohl auch auf die institutionalisierte, ja heilige Gewalttätigkeit in seinen koranischen Überlieferungem, sofern ich da richtig informiert bin – halt!, bin ich doch!, denn er hat ja weiter oben voll und ganz gerechtfertigt, mit Stolz, dass der Prophet Mohammed jenen ganzen jüdischen Stamm incl. Frauen und Kinder hat ermorden lassen), also, darauf er fährt er ab, das findet er richtig. Offiziell kleidet er es jedoch in Worte halber Würde, und schreibt vom permanenten Opferdasein der Moslems.
            Anflüge üblen Gewissens?

        • Paul schreibt:

          Lynx, 9.5. 1:53 nachmittags:
          “Der bekannte deutsche Muslim und Jurist Dr. Wilfried Murad Hofmann: „Ich bin der Meinung, daß die Demonstration hätte verboten werden müssen, da es auf eine Verunglimpfung religiöser Gefühle hinauslief, was nach wie vor hier ein Straftatbestand ist.“”

          Lynx, jeder Jurist, egal, ob bekannt oder unbekannt, egal welcher Religionszugehörigkeit, kann eine eigene Rechtsauffassung zu jedem juristischen Sachverhalt haben. Es kommt aber darauf an, dass er ein Gericht findet, welches seiner Auffassung folgt. Insofern ist die Stellungnahme von Hoffmann zur Blasphemie zunächst eine Einzelmeinung, der eventuell sogar gegensätzliche Beurteilungen widersprechen können. Als Grundlage für ein polizeiliches Handeln ist sie völlig ungeeignet. Hoffmann hat aber auch kein großes Vertrauen zur Durchschlagskraft seiner Meinung, sonst hätte er bei Gericht einen entsprechenden Antrag eingebracht.
          Wenn Sie jetzt diese Meinung in die Debatte in der Weise einbringen, wie Sie es getan haben, dann offenbaren Sie dadurch nur Ihre Unwissenheit.
          Mit geringer Mühe hätten Sie sich bei Wiki über Blasphemie schlau machen können.
          “http://de.wikipedia.org/wiki/Blasphemie
          Wenn Sie das nicht lesen wollen, hier der Kernsatz, der für unsere Diskussion relevant ist:
          “In der Bundesrepublik Deutschland ist die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen dann nach § 166 StGB (dem „Gotteslästerungsparagraphen“) strafbar, wenn sie geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören;”

          Es kommt also auf die “Störung des öffentlichen Friedens”.

          Was Gerichte in Deutschland in diesem Zusammenhang darunter verstehen, müssen Sie sich selbst ergooglen. Es kommt dabei auf rechtskräftige Gerichtsurteile an. Nach Möglichkeit vom Bundesgerichtshof oder vom Bundesverfassungdgericht oder Bundesverwaltungsgericht.

          Soweit ich das gesehen habe können Sie die Rechtsauffassung von Hoffmann nicht entsprechend untermauern.

          Deshalb müssen Sie es sich gefallen lassen, dass ich die Äußerung bis zum Beweis des Gegenteils als das beurteile was sie ist:
          POLEMIK.

          • Silke schreibt:

            Paul
            Verunglimpfung kommt in § 166 lt. Wikipedia nicht vor – Murad Hofmann hat seine Worte sorgfältig gewählt und ob ein “religiöses Gefühl” verunglimpft wird ist etwas anderes als was im Blasphemieparagrafen vorkommt. Ob, wie und unter welchen Umständen ein Gericht bereits einmal geneigt war, die Dinge zusammenzudenken, ist das Spannende und dazu schweigt sich Lynx als Hofmann Zitierender feigerweise aus.

            Ich denke ein Gefühl läßt sich nicht verunglimpfen, nur verletzen. Und die Juristen, für die ich gearbeitet habe, pflegten zu wissen, was sie taten, wenn sie ein Wort wählten, zu dem es offenbar bereits üppigst Literatur gibt.

          • Paul schreibt:

            Silke, da hast Du recht.
            Diese “Verunglimpfung religiöser Gefühle” stammt wohl aus dem islamischen Rechtssystem und hat bei uns, soweit ich das sehe, keine Entsprechung.
            Um aber nicht schon aus formalen Gründen die Diskussion abzubrechen, habe ich versucht zu ‘erfühlen’ was damit gemeint sein könnte. Da bin ich auf die Blasphemie gekommen.
            Eine andere Möglichkeit habe ich nicht gesehen, weil “Beleidigung” und “Gefühle” m.E. juristisch nicht zusammengeht. Umgangssprachlich schon, aber das spielt bei der Diskussion juristischer Sachverhalte keine Rolle.
            Nun habe ich Lynx klar gemacht, dass das Rechtsgut der ‘öffentliche Frieden’ ist, der geschützt werden soll.
            Deshalb bin ich auch nicht der Meinung, dass Hoffmann das geschrieben hat, weil er so senil nun auch nicht sein kann!
            Jedenfalls hat Lynx was durcheinander gebracht oder er wollte nur polemisch sein.

            Wenn er sich nicht mehr dazu äußert, dann war es Polemik.

            Silke, “Lüge” war es nicht! Denn um zu lügen muss ich die Wahrheit kennen!

          • Silke schreibt:

            Paul

            lt. Wikipedia hat Verunglimpfung einen üppig definierten Platz in der deutschen Juristensprache. Falls Hofmann ihn verwendet hat, was Lynx nirgendwo belegt, was aber lt. Voss Leseerfahrung wahrscheinlich ist, dann hat er sich bei seinem beruflichen Hintergrund was dabei gedacht.

            Und Lynx behauptet etwas und weigert sich dann, es zu belegen. Das ist typisch für Lügner.

          • Paul schreibt:

            Silke, bei “Verunglimpfung” vergiss Wiki mal.
            Sie selbst schreiben:
            “Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Recht zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität von Artikeln aus dem Themengebiet Recht auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Hilf mit, die inhaltlichen Mängel dieses Artikels zu beseitigen und beteilige dich an der Diskussion! (+)
            Begründung: Nachweise aus Rechtswissenschaft oder zumindest Rechtsprechung? Umwandlung in einen sprachwissenschaftliche Artikel/Wörterbucheintrag auf Wiktionary, echten rechtsvergleichenden Artikel oder/und eine Wikipedia:BKS? Einordnung in Besondere Strafrechtslehre (Deutschland) ? –pistazienfresser”

          • Silke schreibt:

            Paul

            Hofmann hat mit der “Verunglimpfung religiöser Gefühle” keine “eigene Rechtsauffassung” er erfindet einen bis dato unbekannten Straftatbestand.

            Und noch einmal, wenn ein Jurist mit Hofmann’s Ausbildung Verunglimpfung sagt, dann meint er Verunglimpfung, in Kenntnis aller relevanten Kommentare zu diesem Begriff, und nicht Verletzung, denn auch dazu kennt er vermutlich alle relevanten Kommentare.

            http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzeskommentar

    • K.Voss schreibt:

      1. Die afghanischen Polizisten und Wachposten haben seinerzeit erst das Feuer eröffnet, als sie angegriffen wurden. Videos und Zeugenaussagen belegen das. Ein wütender Mob tobte auf sie zu, schmiß Steine und reagierte nicht auf Warnrufe und -schüße.
      Das nun nicht gefackelt wurde war die Lehre aus den Demonstrationen die in einer Erstürmung eines UN Postens und der Ermordung vieler Mitarbeiter dieses Postens resultierten.

      http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-nach-koranverbrennung-mob-toetet-un-mitarbeiter-1.1080462

      Malek Bennabi stehen dutzende Denker aus Ägypten gegenüber, die Bücher verfassten, die etwa zur Gründung des islamischen Dschihad oder der Muslimbruderschaft führten, Organisationen die heute viel mehr Macht und Gewalt haben, als irgendeine Gruppierung, die aus Bennabis oder Tibis wirken hervorgingen.

      Ein Verbot der Darstellung von Nackten gibt es im christlichen Nicht. Wer sich die Reihe von Kunstwerken ansieht, die durch christliche Förderung entstanden sind, wird darunter sehr viel Nacktheit vorfinden, die heute Millionen von Menschen in kirchlichen Museen zugänglich ist. Aufgrund der Sexualmoral gibt es in der Christenheit einen Diskurs über die Grundlagen der Darstellung von Nacktheit. Sexualisierte Darstellung wird zumindest von der katholischen Kirche abgelehnt. Ein Bilderverbot wie im Islam gibt es nicht und gab es nie. Wohl aber Phasen, in denen Nacktheit verdammt wurde.

      Anders verhält es sich beim Begriff Blasphemie. Obwohl viele Kunstwerke der letzten Jahrzehnte auch unter christlichem Verständnis derart markiert wurden muss keiner dieser Künstler bis heute in der Furcht leben, beschützt von Bodyguards und an geheimen Orten, dass einer vorbekommt und ihm den Kopf abschneidet.
      Selbst in Europa und den USA leben aber jede Menge Künstler die genau dies fürchten müssen, aber von islamischer Seite, und Diverse hat es bereits getroffen.

      Die Forderung, dass in einer globalisierten Welt Nicht-Muslime die Werte der Muslime verpflichtet sind zu achten ist völliger Humbug. Weltweit töten Muslime beständig Andersglaubende oder “Ketzer” ihres Glaubens in der höchsten Form der Mißachtung der Werte anderer. Die Achtung Andersglaubender oder westlicher Werte in muslimischen Staaten ist nicht mal in den Vorzeigestaaten Türkei und Indonesien fähig einem kurzen prüfenden Blick stand zu halten. Die Zivilisation hat geradezu die Pflicht das zu mißachten, was sie überwunden hat und nun mit aller Macht wieder zurückkehren will, nämlich die Mißachtung des Mitmenschen.

      und wer den Hodentöter, derjenige, der Assad beiseite steht als “friedlichem Menschen, der sich nur verteidigt”, anführt als Quelle, der hat es nicht kapiert und lügt absichtlich. Die Christenheit HAT viel Blut auf dem Gewissen und steht dafür gerade. “Mehr als der Islam” ist, abgesehen von einem widerlichen Vergleich, aber ein Produkt der kirchen- und westenfeindlichen Protagonisten. Auch hier halten die Zahlen keiner Prüfung stand. So werden der Hexenverfolgung von Todenhöffer Millionen Tote nachgesagt. Eine Zahl, welche die Nazis in Spiel brachten zur Diskreditierung der Kirche. Historiker finden in den Zeugnissen eine immer noch grauenhafte Zahl von 40 000 Opfern.
      Die Kreuzzüge werden völlig unkritisch als unprovoziertes Abschlachten mit ebenfalls unhinterfragten Zahlen übernommen. Ranciman hat beispielsweise herausragend ausgearbeitet, dass in Jerusalem eben NICHT die gesamte Bevölkerung dem grausigen Massaker nach der ersten Eroberung zum Opfer fiel, sondern diese Darstellung zur Verbildlichung des grausamen Eindruckes diente, den die Chronisten von der unerträglichen Tat hatten. Andersherum war das Austoben bei der Eroberung von Byzanz sogar ein dreitägiges, an dessen Ende ganze Stadtteile leer standen. Heute glorifizert in einem türkischen Heldenepos, das gerade in den Kinos lief, und verehrt durch tausende Moscheen, die den Namen des Schlächters trugen, der dies alles befahl.
      Auch die Behandlung gefangener muslimischer Soldaten eben nicht in Hinrichtung steht im krassen Gegensatz zu Saladins Hinrichtung aller Kreuzfahrer, derer er habhaft werden konnte, mit Ausnahme der Anführer.
      Noch weiter werden die Opfer der Sklaverei angeführt, welche durch den Kolonialismus anhoben. Das die Kirche etwa den Conquistadoren untersagte zu zwangskonvertieren läßt er ebenso aus, wie die Weigerung der Kirche, die spanische Inquisition einzurichten. Erst der Einsatz von Gewalt bringt bei den Päpsten ein Einlenken. Unerwähnt bleibt, dass die Versklavung von Afrikanern Zeit ihres bis heute fortgeführten Bestehens Sache muslimischer Sklavenfänger war. Moderne Forscher gehen davon aus, dass mindestens vier aber bis zu zehn Menschen pro gefangenen und gehandelten Sklaven sterben mussten, wenn die Dörfer überfallen und die Märsche durchgeführt wurden. Zuletzt dazu erschienen http://www.perlentaucher.de/artikel/6008.html
      Todenhöffer gibt der Kirche eine Mitschuld an den Opfern des Nationalsozialismus, obwohl vom Verbot für Katholiken Mitglieder oder Wähler der NSDAP 1932 zu sein, über die christlichen Widerständler bis zum Einsatz des Papstes zur Verhinderung der Deportation römischer Juden und tausenden inhaftierten Priestern die Position klar ist.

      Nur wenn man also die moderne, kritische Geschichtswissenschaft weglässt, klittert und liest, wie man es braucht kann man behaupten, das Christentum komme an die Opfer des Islam heran. Ein letztes Beispiel ist das “goldene islamische Spanien”. Als der letzte der Umayyaden dort herrschte vertrieb er zehntausende, wie wir heute sagen würden, Radikale, um den Frieden zu wahren, den die Unterwerfung bis dato gebracht hatte. Diese siedelten nach muslimischer Überlieferung nach Ägypten und “schufen” sich dort ihren Lebensplatz durch die Massakrierung von Kopten und Juden. Und die hochrangigen Juden des muslimischen Spaniens wurden zu guter letzt von einem wütenden Mob in ihren Residenzen angegriffen und gelyncht. Sowohl Vater als auch Sohn.
      Also lassen Sie lieber solche Vergleiche.

      • Silke schreibt:

        nur um Lynx einen Hoffnungsschimmer zu lassen

        Um 1492 rum schickte ein Scheich eine ganze Flotte von Genua?, um Juden nach Nordafrika zu bringen und so zu retten. *)

        Aber dann ist da natürlich auch noch dies:

        Die erste der drei Regierungsphasen für die Muslime in Spanien war nach den Maßstäben der Zeit wirklich vergleichsweise gut. 2. und 3. *) machten schon wieder in Fundamentalismus,, welche die härtere war, weiß ich nicht mehr, jedenfalls nett waren sie beide nicht. (Maimonides Familie mußte mit Klein-Maimonides fliehen und auch in Fes wo heute ne Erinnerungstafel an ihn hängen soll, als Muslim posieren, um seines Lebens sicher zu sein.**))

        Ich glaube es war Otto der Große, der in Süditalien, das von muslimischen Sklavenjägern entvölkert wurde, (vergeblich) versuchte, dem Zauber ein Ende zu machen. Die “sarazenischen” Sklavenjäger jener Zeit sollen es glaube ich sogar bis nach England hoch getrieben haben. ***)

        *) John Julius Norwich “The Middle Sea”

        **) Sherwin Nuland “Maimonides”

        ***) Tom Holland “Millenium”

        • K.Voss schreibt:

          In der Tat gibt es auch Berichte davon, dass Juden ins osmanische Reich flohen, weil sie dort toleranter behandelt wurden als in Europa.
          Dagegen gibt es nur eine US Marine, weil Sklavenjäger der muslimischen Afrikaküste amerikanische Schiffe an- und aufgriffen.
          Mich schaudert es, bei aller historischen Distanz, mir vorstellen zu müssen, wie eine junge Frau, in den USA und deren Idealen aufgewachsen, von Piraten (auch daher meine Abneigung für diese Partei) begrapscht, versklavt und weiß der Himmel wie oft vergewaltigt wurde, nur um dann irgendwo wie eine Sache verkauft zu werden und das Leid erneut ertragen zu müssen.
          Opfer, die heute völlig ignoriert werden.
          Schätzungen, wie viele Europäer von England Sizilien bis England und sogar Skandinavien, Opfer muslimischer Sklavenjäger wurden gehen weit auseinander, aber jede dieser Zahlen ist erschreckend hoch und vollkommen unbeachtet.

          • Silke schreibt:

            Die Piraten könnten mit DEM Parteiprogramm aller Zeiten kommen, ich würde sie nicht wählen. Spaß haben ist gut und schön, aber regiert werden möchte ich von Leuten, die de “Ernst des Lebens” den ihm gebührenden Platz einräumen.

        • K.Voss schreibt:

          Achso und sehr empfehlenswert zu lesen, weil viele Quellenverweise “Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: Vom Dschihad zum Schutzvertrag” von Bat Yeor. Wie es denn wirklich um die Toleranz in Phase 1 bestellt war wird sehr gut angesprochen.

          • Silke schreibt:

            Bat Yeor habe ich schon oft gehört und was Phase 1 anlangt, so erwähne ich die nie ohne den Zusatz “nach den Maßstäben der Zeit”.

        • Lynx schreibt:

          Das deutsche Wort „Sklave“ hat tatsächlich mit „Slave“ zu tun. Die Deutschen und andere christianisierten germanischen Völker führten im Mittelalter Kriegszüge gegen ihre östlichen slavischen Nachbarn. Die Gefangenen verkauften sie als Sklaven an die Muslime in Spanien und Sizilien. So wurde einer der im heutigen Kroatien bei einem Kriegszug der Venezianer gefangenen Slaven von diesen an die Normannen auf Sizilien verkauft, und diese wiederum verkauften ihn an den damaligen muslimischen Herrscher in Mahdiyya im heutigen Tunesien, der dann die Dynastie der schi´itischen Fatimiden begründete. Nachdem er die Fähigkeiten dieses Sklaven namens Dschauhar „der Sizilianer“ erkannt hatte und dieser zum Islam konvertiert war, ließ er ihn frei und machte ihn zu seiner rechten Hand. Dschauhar begab sich seinem Herrn voraus nach Ägypten, um ihm den Weg für die Machtübernahme dort zu ebnen, und gründete Kairo, die heutige Hauptstadt Ägyptens und die Azhar-Universität (Quelle: arabische Wikipedia).

          • Silke schreibt:

            Lynx
            danke für den Einblick, wie arabische Geschichtsschreibung funktioniert. “Eure” Quellen schrecken wirklich vor keiner Einseitigkeit zurück.

            Was hier in Wikipedia steht, stimmt im wesentlichen mit meinem Etymologie-Duden überein.

            http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei#Etymologie

            Und egal was “Deine” Wikipedia Dir verschweigt, die Sarazenen sind ganz allein auf Sklavenjagd gegangen und haben Süditalien leergeräumt. Wie “wir” es beim Christianisieren des Ostens getrieben haben, mußt Du mir nicht erzählen, aber wenn Du meinst, Du müßtest, solltest Du dann nicht auch so nette Leutchen wie Hunnen und/oder Mongolen erwähnen?

            Ich glaube die Mongolen waren zu der Zeit, als sie den “Westen” das Fürchten lehrten schon Muslime. Die Hunnen hatten’s wohl noch mit den Schamanen. “Wir” hatten also sehr sehr sehr gute Gründe, uns vor dem, was aus dem Osten kam zu fürchten.

    • Paul schreibt:

      @Lynx, wer sagt Ihnen eigentlich, dass Todenhöfer recht hat? Ihr Gefühl? Oder Ihr Wunsch, ermöge recht haben? Hier an dieser Stelle habe ich sie gelobt für einen sehr ausgeglichenen und erklärenden Kommentar. Inzwischen sind Sie ‘rückfällig’ geworden und verbreiten den üblichen Schmarrn der Islamisten.
      Es ist schon überheblich von Ihnen, zu verlangen, dass wir hier in Deutschland Rücksicht auf Ihre Gefühle nehmen müssten. Umgekehrt ‘wird ein Schuh draus’. Sie befinden sich in unserem Haus und müssen Rücksicht auf uns und unsere Befindlichkeiten nehmen.
      Deshalb ist es erforderlich, dass Sie an vorderster Front gegen die Salafisten Stellung zu nehmen.
      Wenn Sie bedauern, dass die Kinder der Muslime keine ordentliche Unterweisung in ihrer Religion erfahren habe und sich das als Vorwurf gegen uns Einheimische, ob nun religiös verortet oder nicht, anhört, dann ist das der falsche Vorwurf. Die Muslime mussen selbst dafür sorgen, das die Kinder, so sie es wünschen, entsprechend unterwiesen werden. Damit haben wir doch nichts zu tun.
      An Ihrer Stelle würde ich in diesem Zusammenhang erst aml ‘vor der eigenen Tür kehren’ und nicht Vorwürfe erheben.

  21. Silke schreibt:

    Lynx

    mit Deinem letzten von heute 10:01 nachmittags hast Du Dich endgültig als Lachnummer geoutet, Du drischst Phrasen, kommst mit unzusammenhängenden in sich widersprüchlichen Texten daher. Du langweilst.

    Um die Zeit als Mölln abbrannte, wurde das Lokal des Vaters (in einer anderen Stadt) meiner ex-türkischen Kollegin abgefackelt. Seine bio-deutschen und anderen? Kunden veranstalteten sofort eine Sammlung, um nicht nur die Versicherungssumme aufzupolstern, sondern auch um dazu beizutragen, daß das renovierte Lokal schöner wurde, als es zu vor gewesen war. Sie war zutiefst beeindruckt und ich hatte nicht den Eindruck, daß dieses Verhalten irgendwo, wo so etwas geschah, außergewöhnlich war.

    Um die gleiche Zeit wurden in meinen beiden bevorzugten Einkaufsstraßen Kopftücher und böse Blicke für Bio-Deutsche wie mich Mode. “IHR” habt “uns” damals nicht geglaubt, daß es nur eine Minderheit ist und wir sie in den Griff bekommen würden. “IHR” habt uns auf vielfältigste Art klar gemacht, daß “IHR” ab sofort nix mehr mit uns zu tun haben wollt und daß es nix gibt, was “wir” tun können, was “Euch” davon abbringen würde. Ich lag in der Zeit im Krankenhaus und wenn ich auf dem Flur den ihre Frau besuchenden Käppchenträgern begegnete, dann schauten die meinen Körper mit derartig bissigen Mienen, daß ich einem Bio-Deutschen mehr als kräftig bloßgestellt hätte. Da sie offenbar Muslime waren, habe ich ihre abwertenden verurteilenden Blicke aus Gastgeberhöflichkeit geduldet. Die Anmaßung dieser Männer zu glauben, daß sie meinesgleichen wie ein zum Verkauf stehendes Stück Fleisch betrachten dürfen, ist unerträglich.

    So und jetzt kannste mich auch des Muslimhasses bezichtigen, was natürlich kompletter Blödsinn ist. Warum dieser Wahnsinn unter Euch ausgebrochen ist, Fuß fassen konnte und sich immer weiter auszubreiten scheint, ist mir rätselhaft und betrübt und ängstigt mich zu gleichen Teilen. Dabei bin ich sicher, daß ich noch weniger drunter leide und weniger davon zu fürchten habe, als die, von denen Ihr meint, daß sie zu Euch gehören und Ihr drum das Recht habt, sie zu disziplinieren.

    Zum Glück hatte ich türkische Kollegen/innen und die waren durch die Bank über die Mätzchen, die “IHR” da aufführten todunglücklich. Die wollten nix damit zu tun haben, die wollten, ob gläubig oder nicht, ein ebenso angepasstes friedliches Leben wie Bio-Deutsche führen.

    So und das war’s – genug von Dir, ich kenne jetzt alles, was Du zu bieten hast und da ist kein einziger eigener Gedanke dabei. Meine Frage nach dem Dr. Hofmann-Zitat wirst Du nicht beantworten, also bist Du ein selbst-erklärter Lügner und Feigling, ein Pallywoodianer, der Behauptungen in den Raum stellt, sie nicht belegt und salafistische geschnipselte Videos für die Wahrheit hält. Kurz, nicht mein Niveau.

    • Aristobulus schreibt:

      Silke, er stellt sich weder Deinem Vorwurf, bezüglich des vermeindlichen Straftatsbestend “Verletzung religiöser Gefühle” gelogen zu haben, noch geht er auf meine Feststellung ein, dass blanker Judenhass in Vernichtungsabsicht islamisch institutionalisiert, regierungsoffiziell und religionsgestützt ist. Kein Wort schreibt er dazu.

      Lynx ist einfach ein Apologet des Suprematismus mit vorgefertigten lang-lang-lanweiligen Textbausteinen…

      • Lynx schreibt:

        Ich habe auch noch etwas anderes zu tun, als sofort auf eure unbegründeten Beschuldigungen einzugehen. Anfangs habe ich geschrieben, es wäre am besten, diese Karikatur einfach zu ignorieren; dasselbe sollte ich wohl auch mit eurem Geschwätz machen, da ihr anscheinend unbelehrbar seid und nur Streit sucht – wie viele der „Salafisten“.

        • Aristobulus schreibt:

          - Was ist nun mit dem Straftatsbestand “Verletzung religiöser Gefühle”, wo steht der? Haben Sie gelogen, oder hat der Dr. Hofmann gelogen?

          - Was ist nun mit blankem Judenhass in Vernichtungsabsicht, in Moscheen von Imamen ausgerufen jeden Freitag? Gibt es den, oder gibt es den nicht?
          Und was ist mit Juden als Affen und Schweinen?

        • Yael schreibt:

          Lynx

          Dann Tschüss und guten Weg, verlogener HaFalzan. Unbelehrbar sind nur Lügner wie Sie.

      • Silke schreibt:

        Aristobulus
        sein Original heißt Verunglimpfung religiöser Gefühle und zu Verunglimpfung gibt’s was im deutschen Recht, erklärt bei Wikipedia, doch wie Verunglimpfung von Gefühlen gehen soll, um das auf die Reihe zu kriegen, muss man sich wahrhaftig einiges einfallen lassen. Aber so wird’s getrieben, die Neudefinition von “Würde des Menschen” war genauso hanebüchen, ich glaube da war die Aussage, daß Merkeln die mit der Auszeichnung von Westergaard verletzt habe.

        Aber nachdem jetzt bekannt ist, daß die da tatsächlich einen gebildeten Kopf dafür haben, dem seine Standesehre offenbar vollkommen wurscht ist, werde ich die Ohren für solche Erfindungen noch mehr gespitzt halten.

        Mit anderen Worten, die arbeiten daran, ein anderes Rechtsgefühl einzuführen. Schön war in dem Zusammenhang auch der Zoff um Navid Kermani, der irgendwie das Kreuz als auch nicht heiliger als das Kopftuch bezeichnet hatte. Da haben dann endlich mal die christlichen Kirchen gesagt, so aber nun bitte nicht. Das Kreuz oder sein Symbol stehe schließlich im Zentrum ihres Glaubens.

        Als sich der Zoff darum schon gelegt hatte, veröffentlichte diese andere Prominente, die eigentlich ganz vernünftig wirkt (Ladma Kadima oder so ähnlich) ein Blogpost, in dem sie genau das wiederholte. Ich habe in nem Kommentar protestiert mit Hilfe meines neu erworbenes Wissens. Keine Reaktion – mein Schluß: nur Muslime haben das Recht beleidigt zu sein.

        • Aristobulus schreibt:

          … die versuchen “Würde des Menschen” als “Nichtwiderspruch gegen den Koran” zu definieren. “Verunglimpfung” soll gleichbedeutend mit “Kritik am Islam” werden.
          Immerhin ist dieser Lynx ja recht offen, was Kunst, Meinungsfreiheit und Verfolgung betrifft: Den Begriff “Meinungsfreiheit” definiert er als “Recht auf Massenbeleidigung der Muslime”, und gegen das Todesurteil gegen Salman Rushdie hat er nix einzuwenden.

          Ich hab bloß noch Abscheu gegen diese Art Charaktere

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Lynx ist weder auf Verletzung (‘ne Falle) noch auf Verunglimpfung eingegangen. Auf das Andere auch nicht.
            Ein Polemiker, Phrasendrescher und Lügner vor seinem Herrn. Er ist eine Schande für den Islam, er macht seinen Brüdern & Schwestern große Unehre, er beschmutzt den Namen seines Gottes und er befleckt die Glaubwürdigkeit der Muslime (für die er sich erfrecht zu sprechen) auf’s Gröbste.

            - Muss mal gesagt werden

        • K.Voss schreibt:

          “Da haben dann endlich mal die christlichen Kirchen gesagt, so aber nun bitte nicht. Das Kreuz oder sein Symbol stehe schließlich im Zentrum ihres Glaubens.”
          Nun ja, eigentlich wird momentan sogar in einigen Gemeinden von “Ökumene” mit dem Islam gesprochen. Das dies aufgrund der im Koran geäußerten Ansichten über Jesus und dessen Anhängern gar nicht möglich ist, wird noch geflissentlich ausgeblendet.

          • Silke schreibt:

            und macht es der strikte Monotheismus des Islam sowieso unmöglich?

            In dem Zusammenhang, jetzt gibt es die Interviews mit Edna Brocke zu Jüdische Identität und die Abrahamitischen Religionen auf YouTube – ich fand alle 5 mehr als hörenswert – ansonsten suchen bei dradio, Tag fuer Tag, ab dem 12.12.2011

          • Silke schreibt:

            oops ich habe im ersten Satz das Wörtchen “nicht” vergessen.

            da wird mir doch gleich wieder angst und bange

            Meine Abneigung gegen Sprachpolizistereien haben mich übrigens meine Ami-Kollegen gelehrt, die sich quer durch alle Schichten strikt weigerten, das Englisch von uns nicht-Native-Speakers zu korrigieren. Selbst noch so flehende Bitten und Versicherungen, man würde ihre Ansicht, das sei unhöflich, keinesfalls teilen, überzeugten sie nicht. Im Ergebnis war das zwar “dem lebenslangen Lernen” nicht förderlich, schuf aber ein Klima, in dem viele viele ihre Barrieren aus Schulzeiten, sie dürften nur was sagen, wenn sie es “richtig” sagten, auf den Müll werfen konnten, munter drauflos kauderwelschten und allein aus den daraus resultierenden Gesprächen/Interaktionen dennoch was lernten.

            Jedes Meaning, das rübergebracht werden konnte, wurde von beiden Seiten als Erfolg bewertet.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Okay. Ich gebe es zu. Zu spät, wie Günter Grass. Ich häute nun meine Zwiebel und gestehe: Ich war Mitglied in der Sprach-GeStaPo! ;-)

          • Silke schreibt:

            nö, warst Du nicht, aber Du hast Dich wider Dein Bekenntnis zur Liberalität und Liebe zu den Amis gleichermaßen “versündigt”.

            Übrigens finde ich “aber” in meinem Satz auch unschön und werde demnächst beim Einsatz von “aber” hoffentlich dran denken, ne Denkpause einzulegen.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich kann Rosh Hashana kaum erwarten ;-)

          • Aristobulus schreibt:

            Gerd, ich bin kein Sprachpolizist, aber (!) ähm Rosh Hashanah ist die englishe Umshrift (ich kenne Leute, für die das ein abendfüllendes Thema darstellt, die sagen dann, ja gibt’s denn kein Judentum in Deutschland?!, müssen wir uns jetzt mit Shalom begrüßen?, usf.)

          • Silke schreibt:

            und was ist Rosh … überhaupt – wäre in dem Kontext Buß- und Bettag nicht viel rein-deutscher gewesen? ;-)

          • Aristobulus schreibt:

            Wenn, dann Rosch… :D, und am Entspanntesten is’ ohnehin der Ausdruck Rascheschune, weil, Rosch HaSchanah zu sagen is’ so voll hochdeutsch.

  22. Silke schreibt:

    materielle Wiedergutmachung ist geleistet worden.

    Mein hoffentlich letztes Wort zu Lynx:

    1. Wiedergutmachung wurde als Wort im Zusammenhang mit den Reparationszahlungen des ersten Weltkriegs eingeführt. Die Dudenredaktion kennt den genauen Zeitpunkt wegen einer Lücke in ihrer Dokumentation nicht (Ich habe die gefragt und Antwort bekommen). Es war aber in den frühen 20ern. Ob das Wort dann institutionalisiert wurde und ein sozusagen juristisches Eigenleben entwickelte, so daß es sich für die Reparationszahlungen an Israel unvermeidlich machte, weiß ich nicht. Sein Gebrauch ist auf jeden Fall in dem Zusammenhang in meinen Ohren eine Sprachsünde erster Ordnung.

    2. “Wiedergutmachung” ist geleistet worden, doch unsere Museen wimmeln nach wie vor von restitutionsbedürftigen Schätzen, die nicht von den Wiedergutmachungsvereinbarungen gedeckt sind und selbst wenn sich jetzt ernsthaft der Provenienzforschung gewidmet werden sollte, so habe ich den Eindruck, daß das erstens nur hie und da geschieht und daß praktisch überall “Unmotivierte” damit beschäftigt sind, Sand ins Getriebe zu streuen.

    Und ganz allgemein last but not least, aus vielen Gründen, aber nicht zuletzt weil es den Lynxen dieser Welt Schaum aus dem Mund quellen läßt, weil ihnen in dem Punkt die Anbiederung/Unterwerfung nicht weit genug geht, wünschte ich, Merkel wäre noch viel eindeutiger und vor allen Dingen konsistenter (den einstimmigen Bundestagsbeschluss nach der Mavi Marmara verzeihe ich keinem der Beteiligten jemals).

    Und als PS:

    auf einmal bedient sich unser angeblich Leipzig-Imam friedensbewegter Lynx genau der gleichen Rhetorik gegen Israel wie die die von national befreiten Zonen träumen, es gegen seinesgleichen tun. Ich fänd’s nur lächerlich und dämlich von denen, hätten sich die beiden Haltungen nicht schon einmal aufs Innigste gemocht (auf welche Grundausrüstung sie sich wohl einigen werden? Baseballschläger oder Zaunlatten?)

  23. K.Voss schreibt:

    Nebenbei: was ist mit mit dem neuen Sasha B. Cohen-Film? Der verletzt die Gefühle von Millionen Nordkoreanern und getreuen Recken, nicht zu vergessen von einem dutzend Diktatoren?
    Und “Borat” war ja ein Tritt für die Menschen in jenem Land (Kasachstan?). Wo war denn da der Protest? Das darf Kunst?

    • Silke schreibt:

      Ich meine mich zu erinnern, daß Kasachstan es mal kurz mit der Beleidigt-Schiene probierte, dann aber schnell gemerkt hat, daß Borat gut für den Tourismus und die Wirtschaft? ist.

      • K.Voss schreibt:

        darauf spielte ich an, liebe Silke, dass Kasachstan versuchte, ihm den Prozeß zu machen, Einreiseverbot und all diesen Kram, inklusive Verbot des Filmes. Bis, ja eben bis das liebe Geld floß. Kein “sorry wegen der Aufregung oder dem mangelnden Humor”, aber immerhin.
        Hätten wir darum diesen Film nicht zeigen sollen? Immerhin leben ja nicht nur in Kasachstan Kasachen.
        Die Frage ist natürlich eher an die gerichtet, die auch ein Verbot der Karrikaturen fordern…

        • Silke schreibt:

          Mal andersherum Voss, wäre ich ein genialer PR-Mann (und meiner Fähigkeit die öffentliche Meiung im Griff zu behalten sicher wie ich das vermutlich in Kasachstan sein kann), dann ist sich erst beklagen und dann versöhnlich zeigen, die Super-Vermarktungsstrategie und zwar für beide, sowohl Kasachstan als auch Borat’s Film.

          Ansonsten gibt es ein neues Buch zu den Salafisten, falls es Dich interessiert – mein Fazit: hoffentlich finden die kein Oberhaupt.

          http://www.tnr.com/book/review/salafism-yemen-laurent-bonnefoy

          Salafism in Yemen: Transnationalism and Religious Identity
          by Laurent Bonnefoy
          Columbia University Press, 288 pp., $60

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s