Mohammed vs. Jesus

Es gibt bisher leider immer noch einen entscheidenden Unterscheid zwischen Jesus und Mohammed. Die lustigsten Verballhornungen von Jesus kommen von Menschen mit christlichem Hintergrund, während vergleichbare Veralberungen über Mohammed immer noch überwiegend von Menschen kreiert werden, die keinen muslimischen Hintergrund haben.

Wer hat nicht gelacht über Olli Dittrich als Jesus am Kreuz? Das Satiremagazin Titanic hat Jesus mal in sexuell eindeutiger Position, mal als Toilettenpapierhalter dargestellt. Wir kennen Jesus als Frosch und vollkommen agro. Einige sehen Jesus im After ihres Hundes andere in einer Banane. Einige sehen in Jesus einen bewaffneten Mann, andere einen fliegenden Schwulen. Jesus ist immer wieder für einen Lacher gut und bestimmt würde auch Jesus selbst über diese Bilder lachen, denn wer bestialisch gefoltert wurde und am Kreuz gestorben ist, der hat schlimmere Scheiße erlebt als einen geschmacklosen Witz und dürfte dem Lachen gelassen gegenüber stehen.

Mohammed wird jedoch bisher leider überwiegend von Menschen veralbert, die selber keine Muslime sind. Wir kennen alle den berühmten Mohammed mit der Bombe auf dem Kopf. Der Papst mit der Bombe auf dem Kopf hat es nie zu einer solchen Berühmtheit geschafft. Wir kennen Mohammed mit Jungfrauenmangel und Mohammed als Ente. Es gibt Karikaturen die Mohammed mit seiner Frau zeigen, die etwas jünger war als er oder ohne Begleitung.

Ein weiterer Unterschied zwischen Jesus und Mohammed liegt in der Art und Weise begründet, wie mit den Bildern, Karikaturen und Kunstwerken umgegangen wird. Während sich sowohl Christen und Muslime zwar gerne über die Verballhornungen ihrer Propheten echauffieren, sind es dann doch ausnahmslos die Darstellungen von Mohammed, die zu Attentaten, Massenunruhen und zur Eskalationen der Gewalt führen. Es wird immer angeführt, der Unterschied rühre daher, dass im Islam Mohammed nicht bildlich dargestellt werden darf, aber das würde ja bedeuten, dass auch in Zukunft nur nichts-muslimische Menschen Mohammed zeichnen könnten. Das wäre wirklich schade.

Nun werden einige sagen, dass es besser wäre, wenn auch Menschen, die keine Muslime sind, das muslimische Bilderverbot achten; aber wo würde das enden, wenn plötzlich alle “aus Rücksicht” zu religiösen Gefühlen dazu verdonnert wären, die religiösen Gebote aller Weltreligionen zu befolgen? Und warum eigentlich nur der Weltreligionen? Was ist mit den Jedi? Gibt es eigentlich schon einen Meister Yoda mit Bombe auf dem Kopf?

Käme irgendwo auch nur eine durchgeknallte Gruppe jüdischer Fundamentalisten auf die Idee, jedem das Essen von Schweineschnitzeln zu verbieten und zur Unterstreichung der Forderung eine Todeswarnung an Oma Kleinmanns Restaurant in Köln auszurufen, ich wäre der erste, der am 4. Juni zum Alljährlichen Jeder Esse Schweinefleisch-Tag einladen würde.

Man stelle sich mal, es gäbe Hindus, die auf das Äußerste provoziert wären, weil ich ihr Heiligtum nicht ehre. Die Heiligkeit der Hindus ist die Kuh. Die male ich nicht nur, die esse ich sogar von Zeit zu Zeit! Man stelle sich mal vor, es gäbe Christen, die am Karfreitag von allen Menschen verlangen würden, nicht zu tanzen oder ins Theater zu gehen, nur weil an dem Tag der Kreuzigung Jesu gedacht wird. Obwohl, …, Moment, …, ach ja, in manchen Bundesländern ist das ja der Fall.

Wir sehen, es gibt noch einiges zu tun an der Humorfront, die exakt an der Grenze zur Aufklärung verläuft. Daher lade ich alle Muslime und Nicht-Muslime ein, am 20. Mai 2012 wieder am Everybody Draw Mohammed Day teilzunehmen. Soviel ich weiß, stammt das Bilderverbot nämlich nur aus der Hadith. Im Koran selbst steht meines Wissens nichts über ein Verbot, Mohammed zu malen, jedenfalls nicht in dem Koran, der mir vor ein paar Wochen von einigen Salafisten geschenkt wurde. Es gibt also noch Hoffnung!

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91 Antworten zu Mohammed vs. Jesus

  1. Martin schreibt:

    Eigentlich müsste man anstelle des Appplauses ein Bonmot beisteuern. Nur sind mir diese gerade ausgegangen … sorry.

    Beachtlich finde ich, wie Muslime die Verehrung Mohammeds so weit treiben können, dass diese die Verehrung Gottes in vielen anderen Religionen weit übertrifft. Trifft es nicht eher zu, dass Muslime nominall zwar monotheistisch sind, faktisch jedoch Mohammed eine Rolle als Untergott behandlen. So was wie der Vizekönig der Handelsföderation aus Star Wars.

    • besucher schreibt:

      Soviel zum Thema “Monotheismus”.
      Da sieht man mal wie inkonsequent diese obskure Lehre ist…

      • K.Voss schreibt:

        Im Gegensatz zum Polytheismus – ach halt, die Religionen, die Menschenopfer darbrachten waren ja mit mehreren Göttern gesegnet.
        Aber Animisten – hm, auch nicht so toll, sowohl russische Ureinwohner als auch amerikanische haben auch kriegerische Tendenzen mit ihrem Geisterglauben verknüpft.
        Aber Ahnenkulte – Mist, da stammten die Gladiatorenkämpfe her und Amazonasbewohner sind darüber sogar zum gewaltätigen Kanibalismus gekommen.

        Bleiben ja nur die Atheisten – aber die haben auch mit Völkermord begonnen und ein paar der größten Auslöschungsaktionen auf dem Holz.
        Alles “obskure Lehren”… und nu?

  2. anti3anti schreibt:

    Lieber Gerd, man kann es auch anders sehen:

    Sowohl Jesus, als auch Mohammed werden von Europäern karikiert, die augenscheinlich dem Atheismus nahestehen. Von einem gläubigen Christen wird ein Angriff auf die beiden nicht erwartet. Maria wird seltener angegriffen, was wohl mit der Angst der Aufgeklärten erklärt werden kann, als antifeministisch zu gelten.
    Damit der Vergleich nicht hinkt, müssen wir hinterfragen, warum deutsche Atheisten, Protestanten oder Katholiken nicht öfters Luther angreifen. Eine mögliche Antwort wäre, dass Jesus Jude und Mohammed Araber war.

    „Käme irgendwo auch nur eine durchgeknallte Gruppe jüdischer Fundamentalisten auf die Idee, jedem das Essen von Schweineschnitzeln zu verbieten …“
    Der jüdische Fundamentalismus schert sich nicht darum, was Gojim essen … ;-)

    • Silke schreibt:

      “Von einem gläubigen Christen wird ein Angriff auf die beiden nicht erwartet.”

      http://contemporarytheology.org/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/stm0040_christmas_billboard_v2.jpg

      achte auf den Verfasser des Plakats.

      Es iss zwar nicht Jesus direkt aber äußerst nah dran.

    • K.Voss schreibt:

      Manchmal sondern Sie Sachen ab, da wird mir übel.
      “Eine mögliche Antwort wäre, dass Jesus Jude und Mohammed Araber war.”
      Es könnte auch etwas damit zu tun haben, dass Luther nicht Teil der Religion ist, genausowenig wie Zwingli, Calvin oder Heinrich VIII. Alle drei werden ähnlich oft bzw. selten in Deutschland dem unterworfen, was Jesus durchzumachen hat. Und keiner der drei ist Deutscher…
      Hier Nationalismus zu riechen ist schon paranoid.

      • Aristobulus schreibt:

        …tja, wem sagst Du das. Aber er kapiert es nicht, denn er sieht sich als unfehlbarer Aphoristiker, als Monologist auf dem Feldherrenhügel. Einfühlung in irgendwas oder irgendwen hat und will er keine.

      • anti3anti schreibt:

        Xenophobie ist unzertrennlich mit Nation und Religion verbunden. Nicht nur im Mittelalter, sondern bis heute. Beispiele: Jugoslawien, Naher Osten (nicht nur Israel), China – Tibet, Indien – Pakistan. Der nationalreligiöse Konflikt zwischen Ost und West reicht bis zu Wladimir den Heiligen. Wer diese Basis der Konflikte negiert, ist kein Ernst zu nehmender Diskussionspartner.

        Luther verhält sich im Protestantismus zu Jesus wie Mohammed im Islam zu Allah. Jesus hat in realiter genauso wenig durchgemacht, wie Sherlock Holmes. Es sind seine Anhänger, die ihm das Leid andichten.

        Die Muslime in Deutschland gehen einen ähnlichen Weg wie die Juden. Sie werden nicht ermordet werden, sondern eines nicht fernen Tages Deutschland verlassen. Denn wer Juden hasst, hasst auch Muslime und v.v.

        Unser GG erlaubt die freie Meinungsäußerung bis zur Beleidigung, was von Übel ist (s. Kölner Schandmauer am Dom). Der Paranoid glaubt, mit Hilfe von Mohammed-Karikaturen den Muslimen ein Heimatgefühle zu geben. Es mag wenige Vernünftige geben, denen die Meinungsfreiheit heilig ist. Den meisten „Satirikern“ ist der Hass heilig.

        • Silke schreibt:

          “heilig” – geht’s noch ne Nummer größer?

          • anti3anti schreibt:

            Ja. Ich halte mich zurück.

          • Silke schreibt:

            ah ja
            doch warum fummeln Gerichte immer wieder dran rum? Wenn’s heilig wäre, wäre doch alles offenbar, oder nicht?

          • Aristobulus schreibt:

            Welche eine Verleumdung von Sherlock Holmes, und wieso wieder Wladimir der Heilige ins Spiel gebracht werden musste, obgleich der so denkbar wenig usf., ja noch weniger!, bleibt ein Mysterium.
            Anti3anti verhält sich we die Spice Girls zu Karl dem Kahlen, nein wie Bob Dylan zu Karel Gott, wenn man das auf’s Verhältnis von Holmes zu Watson überträgt. Wer diese Basis der Konflikte, ja dieser Welterkenntnisse negiert, ist kein ernstzunehmender Diskussionspartner.

        • K.Voss schreibt:

          “Jesus hat in realiter genauso wenig durchgemacht, wie Sherlock Holmes.”
          Na, wer will einem so allwissenden Zeitzeugen da widersprechen, vermutlich haben Sie dies noch, von den Aposteln, die vermutlich in Wirklichkeit einfach eine Wanderkapelle waren, eidesstattlich bezeugt bekommen.
          “Luther verhält sich im Protestantismus zu Jesus wie Mohammed im Islam zu Allah.”
          Wieder einer Ihrer an Schwachsinn grenzenden Vergleiche. Führen Sie den Vergleich mal aus, wir werden sehen wie weit Sie kommen.

          “Der Paranoid glaubt, mit Hilfe von Mohammed-Karikaturen den Muslimen ein Heimatgefühle zu geben.”
          Und der Humanist glaubt, mit Meinungsfreiheit denen ein Zuhause geben zu können, die aus islamischen Ländern aufgrund ihrer Lebensart vor religiöser Verfolgung fliehen mussten. Oder wollen Sie jetzt auch jenen iranischen Rapper ausliefern, auf den vor kurzem wegen Beleidigung ein Kopfgeld ausgesetzt wurde? Oder sollen wir vorsorglich auch schonmal alle Katy Perry, Madonna und Lady Gaga Konzerte absagen, wie in Indonesien?

          “Den meisten „Satirikern“ ist der Hass heilig.”
          Wie viele Satiriker haben Sie interviewt? Wie viele in Ihrem Freundeskreis?
          Oder “wissen” Sie das auch einfach? Oder gibt es etwa einen emotionalen Grund für diese Hetzerei?

          • anti3anti schreibt:

            Für alle, die andere für schwachsinnig halten und die glauben, dass Gott Bartträger ist:
            http://paxdiaboli.wordpress.com/2012/05/15/mohammed-kritik-die-zweite/

          • Aristobulus schreibt:

            K.Voss,
            “…an Schwachsinn grenzenden Vergleiche…” Ah, Du bist ein heilloser Optimist, wirst jedoch nimmermehr erhört werden – denn in zu tiefe Tiefen reicht die Welterkenntnis dessen, mit dem uns zu messen allzu vermessen wär.

          • K.Voss schreibt:

            An anti3anti: Statt Ihren Vergleich auszuführen nur Schleichwerbung? Da kommt mir das Mitleid hoch, denn so viel Aufmerksamkeit brauchen wirklich einsame Seelen.

            Lieber Aristobulus,
            obwohl ich meine eigentlich nicht wirklich optimistisch in die Zukunft zu blicken sind meine Versuche Menschen mit Argumenten oder mit Hinweis auf ihre Logikfehler zum überdenken zu bekommen wohl genau das. Meine messbare Idiotie sozusagen.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich versuch es noch mal: K. Voss, Aristobulus und anti3anti, es gibt keinen Grund, sich hemmunglos in die Pfanne zu hauen. Streitet ruhig weiter, auch heftig, das ist lebhafter Meinungsaustausch und ich lese gerne Eure Debatten, es ist auch okay, wenn es ein paar Tiefschläge gibt, aber es gibt wahrlich keinen Grund, sich menschlich zu verwerfen.

            Alles Liebe,
            gerd

          • K.Voss schreibt:

            Werter tapferimnirgendwo,
            Ich muss diesem Appell natürlich uneingeschränkt zustimmen.
            Doch in Ihrem Blog bekomme ich manchen Beitrag zu lesen, und dies soll keine Aufforderung zur Zensur sein, bei dem mir schlicht die Hutschnur platzt. Die Extreme treffen sich hier und artikulieren sich noch derart, dass man sich gedrängt fühlt, ihnen zu begegnen.
            Unreflektiertes “Wissen” ist mir ebenso ein Graus, wie Klitterei und entsetzliche Vergleiche.
            Das die Schaffenden sich dann einer argumentativen Debatte völlig entziehen, und daran sollte ich an mir arbeiten, lässt meine gute Erziehung sich in die hinteren Reihen verziehen.
            Ich versuche Mäßigung.

          • Aristobulus schreibt:

            Gerd,
            ich war das wieder mit der hemmungslosen Pfanne, entschuldige, Du hast ja Recht. Jedoch auch mir platzt regelmäßig die Hutschnur bei den herzlosen, danebengehenden Monologisierereien und dauerhaft kopfunter hängenden Vergleichen eines Bestimmten, die nie passen (und wie er sich mal gelöschtermaßen über Scharon äußerte, ach das bleibt mir leider im Gedächtnis haften), ferner sucht er ja nie den Dialog! Das wirft alles ein denkbar schlechtes Licht auf sein Anliegen (dieses “I love Jews”). Sodass irgend einer, der ihn mal so zufällig liest, wohl denken muss: Was, ist der Jude?!, nee, die spinnen ja wohl komplett.
            - Entschuldige, das war jetzt erneut ein Pfannenhau. Werde mich mäßigen, versprochen.

          • Silke schreibt:

            Aristobulus

            ich habe mal vor Jahrzehnten in nem Film nicht rechtzeitig genug weggeguckt und so ein schrecklicheres als dieses Bild von der eisernen Jungfrau eingebrannt bekommen.

            http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/64/Zelazna_dama.svg/220px-Zelazna_dama.svg.png

            Es gibt Liebesbekenntnisse, die beamen mir unweigerlich dieses Bild ins Hirn.

            PS: ob Kafka von der Dame mit inspiriert war, als er die Strafkolonie schrieb?

          • K.Voss schreibt:

            Werte Silke, ich vermute Du weißt es, aber nur um sicher zu gehen:
            http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Jungfrau
            Das Bild der Eisernen, das entspricht dem Bild von anti3anti, nämlich dem der nachträglichen Eintragung.

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,

            ich habe mich von anti3anti weitgehend ferngehalten, ich bin ihm die meiste Zeit intellektuell nicht gewachsen. Daher verstehe ich auch nicht, was Du meinst.

            Für mich ist die Eiserne Jungfrau, so wie’s von dem Film damals gewollt war, eine qualvoll langsame tödliche Umarmung.

          • anti3anti schreibt:

            Lieber Gerd,
            ich beleidige nicht, ich argumentiere. Um meine Argumente meinen Widersachern nahe zu bringen, benutze ich eine einfache Sprache, die erwartungsgemäß nicht von allen verstanden wird. Meine Selbstachtung verbietet mir ein weiteres Entgegenkommen.

          • K.Voss schreibt:

            Liebe Silke, die Eiserne Jungfrau war aber eben genau das nicht, sie war keine tödliche und erst recht keine langsam tödliche Umarmung. Nahezu alle Geräte, die als solche identifiziert wurden hielten bei einer Überprüfung der Spitzen die Überraschung bereit, dass diese nachträglich, als die Geräte bereits nicht mehr benutzt wurden, eingefügt wurden.
            Die “Eiserne Jungfrau” entsprach also “nur” einem Schandkragen, einer Vorrichtung, um den darin gequälten öffentlich zu demütigen oder auf engstem Raum zu arretieren. Die solcherart gequälten überlebten, zumindest körperlich auch meist unversehrt. Das vermittelte Bild der Tötungsmaschiene entstammt genau wie die Zahl der zig Millionen Opfer der Hexenverfolgung der nachträglichen Übertragung einer heftigen Abneigung.

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,

            dann werde ich jetzt gespannt beobachten, was Tatsachen gegen die per Filmkunst in meinen Kopf gelangten HorrorBilder werden ausrichten können.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke und Voss,
            also, so weit ich weiß (habe mich mal mit denen recht beschäftigt, weil einer aus einer meiner Erzählungen, der auch Aristobulus heißt und ein Hellseher ist, der aber nur noch schwarzzusehen vermag, so ein Ding im Keller stehen hat, aber das passt alles nicht!, das Hellsehen passt am allerwenigsten und der Keller ist nur von 1978, er kann also keinen in Sachen Hellseherei begierigen Kunden da reinführen, und die Eiserne Jungfrau ist bloß eine Kopie aus’m neunzehnten Jahrhundert, das hat er hellgesehen, denn er beherrscht das so leidlich…), also, so weit ich weiß, existiert keine Eiserne Jungfrau aus dem Spätmittelalter bis zum siebzehnten Jh., aöso aus der Zeit, als sie in den Foterkellern gestanden haben sollten. Alle Exemplare, die irgendwo gezeigt werden, sind für Touristen usf. im 19 Jh. gebaut worden, unter Verwendung älterer Köpfe etwa. Wahrscheinlich gab es vorher nirgends eine-.
            Das heißt aber nicht, Silke, dass es keine Eisernen Jungfrauen gibt! Die geben ja ein sehr reales Bild ab, und wie sie langsam zuklappt usf., also als umschließende Gesamtheit mit weiblichem Namen und im Namen irgend einer Zwangsidee, die einen durchbohrt. Diese mechanisierte Eiserne Jungfrau mit Richterqualitäten von Kafka in der Strafkolonie, ja, auch der Apparat vermittelt so ein gültiges Bild.

            - – Aber noch ein paar Sätze zu anti3anti:

            “Meine Selbstachtung verbietet mir ein weiteres Entgegenkommen.”
            Oh. Da muss ich erstmal nachdenken, ganz gegen meine Gewohnheit. Worum geht es hier, um weniger als um alles? Um das Dasein, das ein Entgegenkommen verbietet? Wie beim Vater von Kafka. Ah, um die eigene Selbstachtung geht es, die ist wichtiger als alles, die ist irre wichtig, denn die ist hier in schrecklicher Gefahr, zumal man selbst wichtig oder noch wichtiger ist.

            Insofern schließe ich mich nur allzugern Silkes Satz an, “ich bin ihm die meiste Zeit intellektuell nicht gewachsen”, weil der so überaus freundlich formuliert ist.

          • anti3anti schreibt:

            … auch gut und richtig.

        • Wolfram schreibt:

          Es wär ja auch schade, wenn man seine Ausführungen durch Sachlichkeit einschränken müßte…
          Beispiele: Luther ist nicht Paulus, und den Totenschein des 70jährigen Jesus in seinem Bett möchte ich erst mal sehen. Den Nationalgedanken ins Mittelalter zu tragen – ähem: Ausgehendes 18. Jahrhundert, vorher nicht…
          Und Art.5 GG wäre auch noch mal nachzulesen, aber dringend.

          • Silke schreibt:

            und wie iss z.B. “ich bin ein römischer Bürger” zu werten?

          • Wolfram schreibt:

            Keine Ahnung, Silke; den Ausdruck habe ich weder im Artikel noch in einem Kommentar zu diesem Artikel wiedergefunden.
            Oder meinst du Paulus, Act.16,37? Das halte ich hier für nicht zugehörig.

            Um Mißverständnisse zu vermeiden: mein Kommentar bezieht sich auf den, der ihm in der Baumstruktur vorsteht, also einen Schritt weiter links gezeigt wird, und nicht auf den riesigen anderen Ast, der meinen Kommentar von seiner Gabel “trennt”.

  3. Silke schreibt:

    gab es an muslimischen Höfen Jobs für Hofnarren?

    • peter schreibt:

      Na ja, die Hofnarrenrolle wurde ja meistens von den Herrschenden mituebernommen. Beispiele: Gaddafi im Jedi- bzw. Michael-Jackson-Outfit mit James-Bond-inspirierter Frauengarde, Saddam Hussein im Trachtenanzug…

      • Silke schreibt:

        Da hast du allerdings recht. Das war mir bisher noch gar nicht aufgefallen, daß man heutzutage sogar in so hohen Kreisen “Synergien hebt” (= Personal reduziert).

        Ich habe gerade gelesen, daß Katherine Howard (Heinrich VIII seine 5.) 70 Kammerfrauen hatte und Gaddafi gab sich mit 30 bis 40 zufrieden. Knöpfte der etwa auch sein Hemd selbst zu? Welch ein Niedergang der Sitten.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Amazonen-Garde

        Hier ist der Typ Hofnarr, den ich meinte und nach dem ich ganz ernst gemeint gefragt hatte:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Narr

        und sollen die alten Römer nicht einen gehabt haben, der dem Sieger beim Triumphzug ab und zu zuflüsterte: “Vergiss nicht, daß Du sterblich bist?”

        Also Figuren, die Dinge sagen durften, die andere das Leben gekostet oder die Verbannung eingebracht hätte.

    • Aristobulus schreibt:

      Zumindest einen durchs Land ziehenden Spaßmacher und Philosophen gab’s, Nasreddin Hodscha (http://en.wikipedia.org/wiki/Nasreddin)

      Idries Shah (http://en.wikipedia.org/wiki/Idries_Shah), Sufi und ein Freund von Robert Graves, war höchst begeistert von Narruddin (ich hab ein Buch, in dem er die Geschichten über ihn im Sinne von Freiheit & Mystik deutet)

      • Silke schreibt:

        Robert Graves ist mir sehr sehr lieb und teuer und wichtig, doch scheint es zwei Graves zu geben und Shah scheint er erst da kennengelernt zu haben (ich habe es eben in der noch nicht gelesenen Biografie für ihn von Miranda Seymour gecheckt), wo der zweite, der für meinen Geschmack überkandidelte und dann wohl auch zunehmend mit irgendeiner Altersdemenz geschlagene Graves die Oberhand gewann. Aber gerade bei Wikipedia gesehen, Graves hatte auch nen Freund bei den Wicca. Es gibt wohl Kreise, wo jeder es mit jedem hat.

        Von diesem Nasreddin Hodscha habe ich schon öfter gehört und auch mal Beispiele gelesen, die ich nicht witzig fand. Aber andererseits hat Mary Beard
        http://timesonline.typepad.com/dons_life/ (wickedly subversive iss a bisserl übertrieben und reden tut sie ziemlich manieriert, aber sie ist interessant, (solange sie bei den Römern bleibt)

        in mehreren Gesprächen gesagt, daß sie oft nicht wirklich dahinter kommt, worüber die Römer gelacht haben bzw. daß es sehr sehr schwierig ist.

      • Silke schreibt:

        hatten Päpste auch Hofnarren?

        und weil ich schon dabei bin, haben Päpste Beichtväter?

        und hier ist ein hochspannender Bericht, wie das mit der Meinungsfreiheit so ist, wenn man die Konservativen und/oder Libertarians (in unserer Lingo Liberale die Oberhand kriegen läßt)

        http://www.newyorker.com/reporting/2012/05/21/120521fa_fact_toobin?currentPage=all

        ANNALS OF LAW
        MONEY UNLIMITED

        PS: ich habe mir seinerzeit die Confirmation Hearings von Roberts reingezogen. Ein beeindruckender Mann.

        • Martin Focke schreibt:

          Ja, so ist es. Päpste HABEN Beichtväter.

        • K.Voss schreibt:

          Einzelne Päpste hatten auch Hofnarren. Dies war aber m.W. ausschließlich am Ende des Mittelalters / in der Rennaisance der Fall, als Päpste auch weltliche Reiche regierten und auch einen Hof hielten. Und selbst unter diesen Umständen waren es “nur” Einzelne, wenn auch jeder einer zuviel war.

  4. K.Voss schreibt:

    Tja, die Unterschiede werden klar, wenn man sich die Videos aus Bonn ansieht und die Personen dann auch noch danach fragt, woran sie evtl. beteiligt waren.
    Dagegen passiert am Karfreitag regelmäßig folgendes:

    http://www.hrsvijet.net/index.php?option=com_content&view=article&id=14244:kroatischer-weltkongress-in-deutschland-kwkd-entsetzt-ueber-massive-stoerung-der-karfreitagsprozession-von-glaeubigen-kroaten-in-frankfurtmain&catid=68:deutsch-kroatische-beziehungen&Itemid=342

    Die Medien schimpfen nicht auf Grüne und Piraten wie auf ProNRW, kein Minister geht die Wände des Grundgesetzes hoch, kein Katholik, nicht mal mit MiHi zückt das Messer.

    Was Maria-Veralberungen angeht, es gibt sie, sie sind nur seltener.
    http://contemporarytheology.org/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/stm0040_christmas_billboard_v2.jpg

  5. Martin Focke schreibt:

    Karfreitag als gesetzlichen Feiertag abschaffen ? Null Problem damit.

  6. Pingback: Mohammed vs. Jesus

  7. Erzkonserativer Atheist schreibt:

    Ja, das tolle Christentum! Als ernstzunehmende Religion hat es genauso abgewirtschaftet wie der Islam. Jetzt versucht man es eben als Wellness-Verein und vergottet den toleranten Dialog. Gute Christen können noch den geschmacklosesten Witz in ihr Weltbild integrieren. Man scheint vergessen zu haben, was es bedeutet Anhänger einer Religion zu sein, nämlich zu meinen, genau so und so ist es und deswegen muss “Gott” nach bestimmten festgelegten Regeln gehuldigt werden. Macht man die Christen darauf aufmerksam, werden sie gleich ganz fuchtig. Toleranz ist das Fundament ihres windelweichen Fundamentalismus. Der Islam nimmt sich wenigstens noch als Religion wahr.

    • K.Voss schreibt:

      Herzlichen Glückwunsch, der NirgendwoStar für die dümmsten Pauschalisierungen des Tages geht an *trommelwirbel* Erzkonserativer Atheist.

      • Erzkonserativer Atheist schreibt:

        Wenn ich groß bin, will ich auch mal so klug und differenziert sein wie Sie.

        • K.Voss schreibt:

          Tja, da nicht zu erwarten ist, dass Sie Ihren Hass und Ihre bereits vorhandenen Vorurteile durch übermäßiges Größenwachstum kompensieren können: Pech gehabt.

          • Erzkonserativer Atheist schreibt:

            Über welchen (meinen) Hass reden Sie eigentlich? Sind Sie scher, dass Sie hier nicht Ihrer eigenen Projektions erliegen? Schöne Grüße von Iwan Pawlow.

  8. melek schreibt:

    Der Karfreitag ist ein schlechtes Beispiel-denn die Leute wollen ja trotzdem an dem Tag frei haben…

    Das die Moslems so ausflippen wenn Moammed”beleidigt” wird liegt nicht am Bilderverbot(das gilt für alle Menschne und Tiere-trotzdem haben die Saudis auch TV und Kameras,auf den Tapeten darf aber keine Mensch oder Tier sein dagegen haben viele Baptisten keinen TV)sondern daran das Mohammed eine Frau die Spottlieder über ihn sang töten lies.Hätte er sie zur Königin gemacht würden die Moslems natürlich anders reagieren da für JEDEN Moslem Mohammed ein Vorbild in ALLEM ist,das wird JEDER Moslem bestätigen auch die die Saufen,Kiffen und in den Puff gehen.

  9. runningduck schreibt:

    nunja sind ja einige ganz tolle kommentare :)

    aber mal im ernst. wenn wir rausfinden wollen was wirklich hinter den positionen steckt die menschen vertreten, dann brauchen wir doch nur anschauen was passiert wenn wir gegen ein weltbild argumentieren oder sogar für etwas demonstrieren was andere weltbilder für falsch halten.

    die ergebnisse von pro-nrw ist da ein bsp was herr sarazin erlebt hat ein anderes prominetes.
    alternativ auch eine demo die tage in münster wo menschen gegen abtreibung demonstriert haben. da haben dann die achso toleranten atheisten/feministen + antifa sich aufgeführt wie ein wildgewordene herde die vor einem buschfeuer reissausnimmt.
    was mich immer fasziniert sind die argumentativen klimmzüge der antifanten um wen zusammenschlagen zu können. dank polizei ist da nichts weiter passiert, aber das nur am rande.

  10. albert pelka schreibt:

    Auf einer kulturimmanten Betrachtungsebene ist das alles hier sehr treffend gesagt, und in der verlinkten Fülle wirklich gut zur Kenntlichkeit gebracht (hab mal wieder toll geschmunzelt über solchen stuff): Doch ein wesentliches Reflexionsmoment fehlt beim Aufspüren dieser islamischen Gewaltobsessionen , aus meiner Sicht das entscheidende: Es ist nicht etwa ein abstraktes Abbildverbot, ein selbst noch irgendwie Religöses wenn auch letzlich als Versatzstück, das die Islamisten zu diesem zu recht so genannten ‘Cartoon-Dschihad’ trieb und treibt, umgekehrt wird ein Schuh draus.

    JIhad ist und war das primäre Movens dabei, unsere Submission, genau das, was er einüben sollte und soll.

    Eindeutig ist das das Politische Ei des Propheten,vor dem (kulturellen) Hühnchen sozusagen.

    Und sind die Auswüchse dieses Kulturdschihads auch hahnebüchen und katastrophal aus unerer Sicht und erst recht in Ansehung eines Unversellen Menschenrechts, und nach unserem und Aller , sagen wir, Geschmack, auch so hinterwäldlerisch , bigott und dummbeutlerisch, in Kategorien der Macht , und wer wem jetzt mal zeigt, wo der Bartel den Most holt, ist dieser Dschihad mit der islamischen Uraltkultur-Barbarei gegen jede Kultur, das Gegenteil von Blamage: ein walk on the wild side des knallharten Durchmarsch bis zum Endsieg. Das ist das Ziel dabei.

    Dschihadismus steht und fällt mit den Konzepten von Scharia und Caliphat: Dafür braucht’s keinen Geist, sondern, Kalaschnikow, TNT und eben viel viel Islam.

    Gewähnte Suprematie und herbeigewixte Submission und fertig ist die Globale Dominanz , wenigstens denkt sich’s so der kleine MO und seine Helfershelferchen dieser inzwischen nur zahlreicher und nicht etwa diffenenzierter gewordenen Moslembrüderschaften in der Folge dieses schlimmen aktuellen IslamismusAUFSTANDES in jenem beinahe Panislamien, der wirklich kein bischen Frühling und Frieden hat entgegen der Hoffnungen der Jugen generation dort.

    Und könnten wir nicht, wenigsten die ganz dummen Salfisten, mit ihren inwendig-strategisch verankerten Reiz-Reaktions-Mechanismus zutode “reizen”, bis unsere Kulturwelt wieder in Freiheit und Frieden wäre. Jeder Samstag ist Zeige-MO-KaKa- Karikaturen-Tag.
    albert pelka

  11. Kevin schreibt:

    Atheisten veralbern Jesus, den Papst und den katholischen Klerus nahezu täglich. Ich hab nix dagegen, denn ich bin selbst Atheist und für gute Scherze immer zu haben. Ich frage mich aber, warum diese feigen Waschlappen nie Mohammed und seine Pappnasen veralbern, sondern ihnen im Gegenteil auch noch alle Nase lang in den Popo kriechen und jeden als rechtspopulistische Nazisau und Schlimmeres bezeichnen, der sich eben diese Freiheit nimmt.

  12. Ze'el schreibt:

    Diesem hier folge ich schon seit Jahren:
    http://www.jesusandmo.net/
    Viel Spaß,
    Ze’el

  13. Robin Urban schreibt:

    Du hast die Darstellung Jesus’ und Mohammeds als Superhelden vergessen.

    Das Tanzverbot kann einen übrigens ganz schön ankotzen, wenn man Heide ist und an diesem Tag in einer Kneipe arbeiten muss, in der nur Zimmerlautstärke gespielt werden darf. Darüber habe ich mich hier http://robinsurbanbarstories.wordpress.com/2012/04/05/tanzverbot/ ausgekotzt.

  14. Hannes Stein schreibt:

    Es gibt kein islamisches Abbildungsverbot fuer Mohammed. Siehe hier:

    http://zombietime.com/mohammed_image_archive/islamic_mo_full/

    • American Viewer schreibt:

      Sie geben mal wieder ihre eigene Quelle stark verzerrt wieder. In ihrer verlinkten Quelle steht klar, dass ungefähr im 16./17. Jahrhundert im sunnitischen Islam das Verbot aufkam, Mohammed darzustellen.

      Zeichnen Sie Mohammed doch einfach einmal selbst und stellen Sie ihr Werk online. Da es laut Ihnen kein islamisches Abbildungsverbot für Mohammed gibt, kann logischerweise auch nichts passieren.

      Es dient nicht ihrer Argumentation, wenn Sie immer wieder Offensichtlichkeiten bestreiten und so tun, als verstünden Sie den Islam besser als die sunnitischen Gelehrten und ihre Anhänger.

  15. O. schreibt:

    Sich kein Bildnis machen zu dürfen und dann dagegen vorzugehen, wenn es doch einer macht, ist erkenntnistheoretischer Unsinn.

    Um das Bild einer Tasse zu erkennen, muss man wissen, wie eine Tasse aussieht.
    Man muss das Gesehene mit dem “Bild im Kopf” vergleichen.
    Das gilt auch für eine Blume, einen Berg oder einen Computer.

    Und es gilt auch für “Mohammed”.
    Wer also ein Mohammed-Bildnis als solches identifizieren kann,
    hat das Gesehene mit dem (selbst gemachten) Bild(nis) im eigenen Kopf
    verglichen.
    Derjenige müsste also erst mal sich selbst bestrafen, denn bevor er ein Bildnis des Propheten als solches identifiziert, hat er sich bereits sein eigenes Bild von ihm gemacht…

    Diese Art der Selbstbestrafung hätte den Vorteil, daß die schlimmsten Idioten sich selbst steinigen würden.

    Was wäre die Welt friedlich, würden die Religioten mal nachdenken
    und über sich selbst reflektieren….
    …statt sichselbst als die Wissenden anzusehen und mit dem Finger auf andere zu zeigen.

    • Aristobulus schreibt:

      Nicht schlecht!, danke.

    • anti3anti schreibt:

      “Um das Bild einer Tasse zu erkennen, muss man wissen, wie eine Tasse aussieht”. Erkenntnistheoretisch eindimensional undialektisch korrekt!
      Frage: Wie wurde die Tasse erfunden? Evolutionär?

    • K.Voss schreibt:

      Ein kleiner Einspruch:
      “Was wäre die Welt friedlich, würden die Religioten mal nachdenken
      und über sich selbst reflektieren….”
      Hier sollte es heißen “friedlicher”, denn die meisten Kriege und Auseinandersetzungen dieser Welt haben nichts mit Religion zu tun.
      Der erste Weltkrieg war keine Frage der Religion, der zweite ebensowenig, der siebenjährige Krieg oder der 100jährige, die Hunnen machten mit und ohne Religion, was sie taten, der Nachbar geht mit der Axt wegen dem Rasenmäher auf seinen Nachbarn los obwohl die Religion es ihm verbietet, der Kommunist richtet seine Kritiker, der Mao sein eigen Volk, der Argentinier ficht den Briten, der Mexikaner den Spanier, der Texaner den Mexikaner, der Ire den Engländer, der Perser den Griechen, der Spartaner den Athener, der Römer den Makedonen, der Kelte den Römer …. die Liste ist so lang wie der Krieg.
      So lautet nunmal einer der berühmtesten Sätze eines großen Philosphen: Πόλεμος πάντων μὲν πατήρ ἐστί – Der Krieg (auch als Streit übersetzbar) ist der Vater aller Dinge. Im weiteren Satz führt er aus, dass sich die Menschen durch ihn (neu) definieren.

  16. Malte S. Sembten schreibt:

    Nun werden einige sagen, dass es besser wäre, wenn auch Menschen, die keine Muslime sind, das muslimische Bilderverbot achten …

    Das angebliche moslemische Bilderverbot zu achten, brächte gar nichts, wie bereits viele Menschen erfahren mussten, die Mohammed oder den Islam in Liedern oder Schriften “herabgesetzt” haben. Der Islam an sich ist das Problem, nicht der mangende Respekt vor dieser primitiven, ewig beleidigten, vom eigenen Absolutheitsanspruch besessenen Gewaltideologie.

    • anti3anti schreibt:

      Der Islam an sich kann nicht das Problem sein, da ein Abstraktum, sondern die Träger der Ideen, die Muslime, die sich zum Islam bekennen.
      Es sind gefährliche Vostellungen, die sich hier versammeln. Die Trennlinie zur Muslimenhetze verschwindet.
      Gerd, handeln!

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Radikale Ideologiekritik geht in Ordnung. Der Kapitalismus ist das Problem, das Christentum ist das Problem, der Humanismus ist das Problem, kann man alles sagen, muss nicht richtig sein, ist oft Quatsch, aber keine Hetze. Im Gegenteil: besser Theorien werden radikal in Frage gestellt als Menschen.

        • Silke schreibt:

          Es gibt Menschen, die des radikalen In-Frage-Gestellt-Werden, ich bevorzuge kompromisslos-abgelehnt-werden, dringend bedürfen.

          Deren rettbare Teile zu erforschen und das Geheimnis ihrer Anziehungskraft (so sie eine haben) zu lösen, ist Aufgabe von Spezialisten. Deren Ergebnisse sind am besten in Romanen untergebracht.

          Unentschieden bin ich noch, ob die Erforschung durch Spezialisten so öffentlich stattfinden sollte, wie es heutzutage Mode ist.

        • anti3anti schreibt:

          Genau. Doch während Kapitalist und Humanist, sogar Christ, ihre Ideologie ablegen können, ohne ihre Existenz aufzugeben, ist dies bei Muslimen und Juden nur äußerst selten und mit viel Mühe erfolgreich. (Marx und Heine sind immer noch Juden? Al Gore kein Kapitalist mehr!) Deshalb mündet Islamkritik / Judenkritik zwangsläufig in Kritik gegen Muslime / Juden, welche Menschen sind, die anschließend radikal in Frage gestellt werden.

        • Aristobulus schreibt:

          Falsch, Silke hatte es ganz anders gemeint, und von unklaren Vergleichen unklarer Ideologien (Humanismus eine Ideologie?, Unfug, und Judemtum eine Ideologie?!, da hat wohl einer noch mehr nicht verstanden) stand da auch nichts.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Nenn es Glauben, Überzeugungen. Ich denke nur, dass in diesem Fall die Grenze zulässiger harten, vielleicht sogar falscher Kritik nicht überschritten wurde.

          • Silke schreibt:

            Humanismus, da bin ich mir nicht so ganz sicher, wie bei allem, was sich derzeit die Atheisten unter den Nagel reißen.

          • Silke schreibt:

            PS:

            aber ich kann mich nicht erinnern, zu irgendwelchen “ismen” überhaupt was gemeint zu haben. Ist auch normalerweise nicht mein Ding, weil ich die allermeisten nicht verstehe und daher nur darauf achte, ob die Leute, die über sie reden, mir verständlich erscheinen oder nicht.

            (ich hoffe, ich habe aber hier richtig gebraucht, aber falls nich, kann ich’s auch nicht ändern.)

          • anti3anti schreibt:

            @ Ari zur Entwirrung:
            Meine Antwort (Genau …) gilt Gerd, nicht Silke.
            Jedes Glaubengebäude ist eine Ideologie, somit auch das Judentum. Es ist nicht abwertend.
            @ Gerd:
            Die Geschichte zeigt – nicht nur in Deutschland – dass Kritik gegen Schwache tödlich sein kann (für die Schwachen). Die Worte sind korrekt, die Folgen furchtbar. Sind Schreibtischtäter unschuldig? Hassprdeiger werden in D zwar beobachtet, nicht verfolgt.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Lashon hara ist ein weites Feld. Mit der Sprache gut umzugehen ist schwer. Ich versuche mein Bestes, Sie hoffentlich auch, ohne die Selbstachtung dabei zu verlieren.

          • Aristobulus schreibt:

            …merkwürdig, dass es hier um Selbstachtung gehen soll?, seit wann und wozu?, na nich’ um Deine, Gerd, oder gar um Silkes oder um meine. Ach, egal

            Nochmal zu dem zuletzt genannten Unding, anti3anti:
            Judentum ist kein Ding Namens “Glaubengebäude”, grad das ist das Judentum noch nie gewesen. Wo sind Deine Quellen?! Lies gefälligst zuerst nach, bis Du was übers Judentum äußerst, Falls Du das unbedingt musst, damit die Äußerung nicht ganz so furchtbar falsch & peinlich gerät – und Andere, Mitlesende, auf falsche Vorstellungen bringt.

  17. Martin Brunnemann schreibt:

    Dieses sind die theologisch wertvollsten Kommentare, die ich seit 67 Jahren lesen konnte. Danke Gert, danke Silke, danke Mohammat, danke Jesus…Gott sei Dank!

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