Davids Erinnerungen II

Vor einigen Monaten wurde auf Tapfer im Nirgendwo ein Artikel mit dem Titel “Davids Erinnerungen” veröffentlicht. Der Träger dieser Erinnerungen hat sich nun bereit erklärt, noch ein wenig mehr zu berichten.

David ist Überlebender des Holocausts und verfasst gerade seine Memoiren – in Jiddisch und Englisch, den Sprachen seiner Heimat. In der deutschen Sprache konnte er niemals heimisch werden, zu viele Deutsche in seinem Leben waren in der brutalst denkbaren Art dagegen.

Tapfer im Nirgendwo belässt die Schriften von David ganz bewußt in der Art und Weise wie sie verfasst wurden, da die Zeilen nicht nur ein Stück Geschichte sind, an die es zu erinnern gilt, sondern besonders in der Form, wie sie geschrieben wurden, auch Kunst.

***

Davids Erinnerungen II

Zunächst eine Anmerkung.Ich bin weder schriftsteller ,noch habe ich mit schreiben in deutsch was zu tun. Meine Fehler müsst ihr verzeihen. ich hatte in der Nazizeit nur knapp 6 jahre Volkschule. Dies ist eine Geschichte die nur das Leben schreibt.die vornamen sind veränder aus be stimmten Gründen.

Eine wahre Geschichte über meinem besten Freund Aaron.

AAron und ich wohnten in der gleichenStrasse und wir hatten auch ein Alter. Aaron 1928 ,ich 1929.Wir besuchten die selbe Volksschule und waren fast immer zusammen.Unsere Eltern waren auch befreundet.Aarons Vater hatte ein kleines schuhgeschäft ,kaputte Schuhe wurden auch geflickt. Mein Vater hatte auf der gleichen Strasse ein kleines Textielgeschäft.Im Gegensatz zu mir war AAron Volljude.Er hatte in der Schule viel zu leiden.Darüber habe ich schon geschrieben.Aaon hatte eine grosse Begabung Er konnte alles abzeichnen und im kopieren war er unschlagbar. Das hat ihm auch das leben gerettet.Darüber aber später mehr.Ende 1941 kam seine Familie,er auch, nach theresienstadt. Dort hatte man sein Talent entdeckt und er kam in einer Grüppe die falsche Banknoten herstellte. Ich will nicht auf Einzelheiten eingehen.

Ich habe Aaron in israel per Zufall bei der IDF wiedergetroffen. Bis 2002 waren wir viel zusammen. Seine Eltern waren vergast worden.Bei jedem Pessach-Fest sehe ich Aaron vor mir.

Am 27.März 2002waren 250 holocaust überlebende ins Parkhozel in Natanja eingeladen.Ich war nicht dabei.Gott sei gelobt. Um 19 UHr 3o betrat ein Hamas terroist als Frau verkleidet den Saal und sprenkte sich in die Luft. Unter den vielen Toten war auch mein lieber Freund AAron. Bei den Nazis überlebt,aber in Israel in die Luft gesprengt worden.

***

Hitlerjunge Artur.

Artur ist ein vetter von mir und wohnte auch im Ruhrgebiet.Der Vater war jiddisch, die mutter arisch. Artur war Jahrgang 1927. Er hatte das arische Aussehen seiner Mutter geerbt.Er ging überall nichtals Jude durch. Den gelbeb Stern hat er nie getragen.Sein Vater haben die Nazis in ein Lger gebracht.Er war spezalisieet auf Flugzeugbau. Den Holocaust hat er überlebt. Er ist vor vielen Jahren in israel verstorben ,seine Mutter auch.Artur wird jetzt 85Jahre alt. Nun aber zur Sache.Nach einem schweren Bombenangriff ist Arturs mutter zum Polizeiamt und hat gesagt ihre Papiere seien abhanden gekommen. Artur und Mutter bekamen einen behelfsausweis auf den Mädchen namen der Mutter.Dann wurden sie nach Pommern evaquiert. Keine Luftangiffe mehr und geügend zu essen.Das war ein kleines Dorf. Eines Tges kam der HJ-Führer und artur war auf einmal in der HJ. da ein Kameradschaftsfüherer fehlte musste er dieses Amt übernehmen. Jetzt konnte garnichts mehr passieren. Artur suchte eine stelle als Verläufer.In dem Textielgeschäft begann er seine Lehre.Anfang1945 kamen die Russen und sperrten Atur und andere HJ-Führer sofort ein.Er war etwa 1 jahr in diesem Lager.Die familie und Arturs Vater haben über den Suchdienst die Beiden gefunden und Artur nahm seine alten Namen wieder an.Die Mutter auch. Beide zogen nach palästina,wo der vater schon einige Monate früher eintraf.Für uns ist Artur immer noch der HJ_Führer. Wir lachen sehr darüber.

***

Die Geschichte der Sarah F.

Sarah hat mir ihre Geschichte 1949 in Israel erzählt. Sarah wurde 1924 ge boren und ist 2011 mit 87 jahren in Israel verstorben. Sarah wurde mir eine liebe und hilfsbereite Freundin,die ich schmerzlich vermisse.

So stirbt ein Zeitzeuge nach dem andern. Ich habe lange gezögert diesen Bericht tu schreiben. Fangen wir also an.

Sarahs Eltern kamen 1920 von Polen ukraine nach Köln.Sie gehörten dem Mittelstand an und hatten ein sorgenfreies Leben bis Hitler 1933 die Macht übernahm .Was Juden dann alles mitmachen mussten habe ich zur genüge erzählt. Hitler wies alle Ostjuden die in Deutschland eingewandert waren 1937-1938 nach Polen aus.Sarah und ihre Eltern mussten Deutschland 1938 verlassen.

Dann kam am 1.Sept.1939 der Polenkrieg der in kürzester Zeit von Hitler gewonnen wurde.1940-41 trieben SS-Sondertruppen alle JUden in den Dürfern und Städten zusammen ,brachte sie in Lager aber viele tausende juden wurden sofort ermordet.

Der Massenmord an den Juden fand folgendermassen statt. In einem einsamen Gebiet mussten juden lange,tiefe Gruben ausheben.Ringsherum stand oder sas die SS mit ihren Maschinenpistolen. Der Schnaps floss reichlich so das die se SS-Mörder angetrunken waren. Die juden mussten sich ausziehen und vor die Grube stellen.Die SS scoss dann und die toten oder nicht toten juden vielen in die Grube.So ging es immer weiter. Heute weiss man das viele Juden noch gelebt hatten. Sarah ging mit ihren Eltern am ende der Kolonne. Sie mussten sich ausziehen ,vor die jetzt schon volle Grube stellen und die betrunkenen SS-Leute schossen. Es muss Gottes Fügung gewesen sein Sarah liess sich fallen und lebte.

Eine Gruppe Juden mussten Sand auf die Gräben schaufeln das man nichts mehr sah. Sarah meint das einige dieser Juden gesehen haben,das sie noch lebte und taten wenig Sand an dieser stelle.Stunden später fuhr ein Bauer mit seinem Pferdewagen an der Stelle vorbei und sah wie die Erde sich bewegte.Er hielt an und holte Sarah heraus. Sie blieb bis die Russen kamen bei diesem Bauer und arbeitete als Magd.1946 kam Sie nach Palästina.Kennengelernt haben wir uns bei der IDF wo jede Frau ihren Dienst ableisten musste. Bis 2011 waren wir in einem engen Kontakt.

Für mich ist dieses alles ein Gottes Wunder.Gott hatte Sarahgerettet.

***

Fortsetzung folgt.

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19 Antworten zu Davids Erinnerungen II

  1. A.mOr schreibt:

    David schalom!
    A frog, mogst nit darzejln dajn majsse in di tejtschloschn?
    Denkstu nit mir ken dir taki tun awade a mitswe, Aristobulus un ich?
    Di lajt im tajtschn erez solln ken di grejss un merderische zar wus hot gakumn fun di ssojnim mir-jissroel arajn! Denkstu nit, mir soln darzejln fun di grejss zar di kinder fun di ssojnim un di gaslenim? Un di kinder fun di chawerim-jissroel in tajtschn erez ojch?

    Losen mir iber di tipejsch un tembel ir miesse diburim, mir ken die menschen darzejln di emess!

    A grejsser dank dir, a giter woch on tanes, saj gesunt!

    PS/
    Oj, gib rachmones an oreman mit miesse mameloschn in a nowine, ich hoff du farschtejst di werter. ;)

    PPS/ Sarah * E M R * Aaron sel.A.
    Mein Mitgefühl.

  2. david schreibt:

    Shalom Bruder.
    Deine Schreiben erfreuen miich immer.Eine Bitte<< schreibe in Deutsch so das die anderen vielen Leser deine Schreiben auch lesen können.<<Schreibt doch auch mal ein paar Berichte. Ich würde
    mich sehr freuen. Mit meiner Gesundheit steht es nicht so gut. David

  3. A.mOr schreibt:

    David schalom awiachi!
    Nu, in a nowine…
    Und Danke, ist mir eine große Ehre!
    Was soll ich erzählen von einer Zeit vor der meinen? Natürlich mag ich schreiben, was gut ist ‘mir-jissroel’, was sonst? Aber ‘Zeuge’ bin ich nicht, nur ein Enkel, geblieben ist ‘di zur’, ja, das Leiden.
    Es gibt keine Bilder und keine Sprache zu beschreiben, was geschah, beinahe alles, was zu sagen ist wurde schon gesagt, wer die Bilder aus der Zeit sehen will, der kann sie finden, und doch, es sind „nur“ Bilder.
    Ein „Lied“.

    ב”ה Schema!
    Du kennst Hans Keilson sel.A.? Er arbeitete als Mediziner und Psychiater vor allem auch mit den überlebenden und traumatisierten Kindern. Er selbst ist in die Niederlande geflüchtet, wurde Niederländer, stammte aber aus Brandenburg,…
    Seine Eltern wurden von den Nazis ermordet. Sie waren Deutsche und wollten bleiben, wollten nicht glauben, was geschah. Das Morden geschah.
    Was ich zu sagen habe, das ist nur „von heute“, was es zu sagen gibt von den Kindern, wie Dir oder meiner Großmutter, das könnt nur ihr sagen. Meine Großmutter ist schon gestorben, sie hat immer geschwiegen. Deshalb sagt Hans Keilson an ihrer Stelle: „für was es keine Sprache gibt.“
    So ist das. Ich bewundere Deinen Anstand, Deinen Mut und Deine Kraft, daß Du dieses tust, uns teilhaben läßt an Deiner Erzählung, und daß Du uns ein Buch hinterlassen wirst.

    Es schmerzt zu lesen von Deinem Schmerz, ich wünsche Dir und Deiner Frau soviel Gesundheit und erträgliches und gutes Leben, wie es nur möglich ist! Du bist ein guter Mann! Chojchejm! Hoschejm jischmor! Hoschejm jiwarech! זײַ געזונט
    A.mOr schalom.

    PS/ …wenn ich was tun kann, Du kannst mich erreichen, und ja, ich schreibe weiter so gut ich kann.

  4. david schreibt:

    A.mOr. Früher vor vielen Jahren begrüssten wir uns mit Bruder. Eigentlich sind wir ja auch Brüder.Dein Bericht hat mir sehr gefallen .Es war ein guter Bericht. Einigees werde ich in mein Buch übernehmen. Shalom und toda raba. david

  5. A.mOr schreibt:

    David schalom, meine Anrede Dir gegenüber ist eine Ehrenbezeichnung, so ist es gemeint. Deine Kinder sind älter als ich, deshalb so, also Vater und Bruder. Aber, Du hast recht, mir sajn brider, also schalom Bruder! Es ist mir eine große Ehre! Toda raba.
    זײַ געזונט A.mOr.

  6. david schreibt:

    A.mOr. Schalom Bruder.Danke für dein Kommentar. Durch unsere schwere ,unheilbare krank
    heit ,wohnen wir wieder seit einigen jahren in Deutschland.Wir reden und schreiben nur noch Deutsch<<die Sprache meiner Frau und meiner Mutter.Ausserdem bin ich ja auch in Deutschland
    geboren.<<Was hat das für einen Sinn eine andere Sprache zu reden und schreiben<<wenn meine
    liebe Frau, die an Parkinson erkrankt ist,das nicht versteht. Also Bruder schreibe Deutsch wie
    die andern auch. Shalom david

  7. A.mOr schreibt:

    Bruder schalom, in meinem Herzen wünsche ich euch mit jedem Schlag Genesung, so gut es eben geht.
    Ja, Deutsch ist auch meine „Muttersprache“, und ich beherrsche sie mittlerweile -eigentlich immer- am besten von allen Sprachen, so wie ich überhaupt Sprache „beherrschen“ kann, was ich allerdings bezweifle… ;)
    Jiddisch habe ich nie richtig gelernt, aber es war mir -und ist- ein Vergnügen es zu versuchen, erst recht, wenn ich weiß, daß ich dann noch verstanden werde, bzw Rückmeldung (auch korrigierende) bekomme. Mit heute „deutschem Alltag“ hat es doch nichts zu tun, das war einmal…

    Aber es ist klar, in unserer Sache hier hast Du sicher recht, so werde ich des weiteren auf Deutsch schreiben. Mein „darzejln“ war (mindestens) nur egoistisches Vergnügen. Ich wünschte, dem ein oder andern auch.

    Ich umarme euch -Er sei gepriesen!- in schechina, wir alle leben (ejbig) in Seinem`Angesicht.
    Schalom A.mOr.

  8. A.mOr schreibt:

    Einen Hinweis noch (mit Dank an efem) zu einem wdr5-Radiomitschnitt: Arno Lustiger sel.A. erzählt von seinem Erleben in der Kriegszeit.

    Genauso wie die Berichte von David von unschätzbaren Wert!

    Zum Herunterladen (rund 23 Minuten)
    http://medien.wdr.de/m/1337332203/radio/erlebtegeschichten/wdr5_erlebte_geschichten_20120520_0730.mp3

    David schalom Bruder!
    זײַ געזונט A.mOr.

  9. Malte S. Sembten schreibt:

    Danke für diese Berichte!

  10. A.mOr schreibt:

    Ale mir-jissroel; chawerim w achim schabat schalom ale.hem, chag schawuot sameach!
    ב”ה

    Schwuess, ein „Erntedankfest“ einst, ohne Tempel können wir es nicht der alten Zeremonie nach begehen, die Gabe der Tora, und gelesen auch das Buch Rut, die gute und treue Freundin, ‘Dein Volk mein Volk’, di mames mames mame David melech, die Gesetze werden verlesen, sie zu halten ist unser Versprechen an den Bund, den Bund mit haschem der uns die Freiheit gab, zu ziehen nach erezJisrael und die Gebote zu halten und gut zu leben. Sommerfest und Freude, Duft schöner Blumen und geschnittener Ähre, ‘lacht der wind in korn’, guten Menschen ein Segen, ein Jauchzen der Himmel!

    Möge haschem die Guten und Gerechten unter den Völkern dieser Erde reich belohnen mit Segen, Gesundheit und Glück, Weisheit, Verstand und Vernunft möge ihre Taten lenken und erfüllen auf daß die Himmel jauchzen mögen!

    Allen ein schönes Wochenende, den Christen ihr schönes Pfingstfest, allen Juden schabat schalom w chag schawuot sameach!
    ~ * ~
    David schalom Bruder, zu Schawuot lesen wir Tora, die Zehn Gebote, die Rut-Megille und noch mehr.
    Und hier lesen wir Deine Zeilen, Deine Erinnerungen, so betrüblich die Umstände und Geschehnisse der Zeit, das Schicksal der Einzelnen so voller Leid durch schädliche Handlung mißgünstiger Menschen. Auch in Deinen Zeilen lesen wir Rut und lesen wir David melech, lesen von dem, wie es war und lesen von Deiner Treue zu Juda und Israel. Lesen von Dir und Deinem Vetter Artur, von Aaron sel.A. und Sarah sel.A.

    Beseelt sind Deine Zeilen mit Deinem Herzblut. Unschätzbar wertvoll Dein Mühen so zu tun!

    Gut schabbes un gut schwuess!
    זײַ געזונט A.mOr.

  11. Paul schreibt:

    Lieber David, lieber Gerd,
    bei mir ist was “liegen geblieben”, deshalb komme ich erst heute dazu Euch zu danken.
    Dir, lieber David, dafür, dass Du Deinen Zeitzeugenbericht fortgesetzt hast und Dir, lieber Gerd, dafür, dass Du David diese Möglichkeit gibst. Möge Deine Gesundheit es erlauben noch weitere Berichte folgen zu lassen.
    Zeitzeugenberichte sind wichtig wider das Vergessen. Auch wenn der einzelne “Erinnerungsstein” noch so klein erscheinen mag, er ist doch wichtig, weil jeder hohe Turm aus vielen kleinen Steinen besteht. Und der Turm gegen das Vergessen kann nicht hoch genug sein.

    Lieber David, die Gunst der Stunde hat es gefügt, dass ich Zeuge des Beginns hier in diesem Blog war. Damals schriebst Du noch unter einem anderen Namen. Dein damaliger Bericht und auch die Erwähnung Deiner Krankheit war für mich Veranlassung Dich in meine Fürbitten, die ich fast täglich an die Mutter Gottes nach Lourdes schicke, aufzunehmen.
    Ab jetzt beziehe ich Deine Frau in meine Fürbitte mit ein.
    Gottes Segen sei mit Euch.
    Shalom und chag schawuot sameach! Auch für Dich Gerd!
    Paul

    • david schreibt:

      Shalom paul. Ich danke vielmals für dein Posting. Fürbitte haben wir sehr nötig. Ich habe
      im Forum <<der westen forum<< einen hinweis auf david erinnerungen <<geschrieben.
      Ausland Israel. Der bericht wurde gelöscht und die Urser hatten auch feindlich geschrieben, das ist doch ungeheuerlich. ich bin geschockt. Bitte Antwort David
      Das sind doch Antisemiten.Oder??

  12. david schreibt:

    A.mOr. Shalom Bruder,Lese den über dir stehenden Bericht an Paul. bitte Antwort.
    toda raba. Shalom david

    • A.mOr schreibt:

      David, schalom Bruder! Was ich dort lesen kann, hinterläßt bei mir den Eindruck, daß jener ‘F…_D…’ ein Idiot und Arschloch ist, ganz einfach.
      Seine Rede ist unreflektiert und einfältig, dazu von einem menschenverachtendem Geist durchdrungen. Schon das erste Wort von jenem, Israel implizierend als „Apartheidsstaat“ bezeichnend, zeugt von einer israelfeindlichen (antijüdischen) Haltung, die sich auf keine Realitäten beziehen kann, es sei eben das „israelfeindliche Narrativ“.
      Wenn der also tatsächlich 44 ist, und so schreibt, dann ist da nichts zu retten.

      Was soll kann mit solchen Menschen besprechen?
      Einsichtslos sind sie, also kann man ihnen nicht helfen.
      Passende Weisheit dazu:
      B.T. SSahnhedrin 92
      „Mit einem einsichtslosen Menschen soll man kein Mitleid haben.“

      Die Löschung von Deinem Eintrag hat wohl ein „übereifriger“ Moderator gemacht, dem das „Eisen zu heiß war“? Der kann wahrscheinlich kein Huhn von einem Tiger unterscheiden; man weiß es nicht? :roll:
      Es ist letztlich deren Angelegenheit, sie sind „Hausherren“ ihres forums/blogs. Vielleicht „wissen“ die von ihren Lesern, daß man sie nicht mit zuviel Realität oder ‘Denkstoff’ beschäftigen sollte? Vielleicht wollen sie es selbst nicht wissen?

      Für mich besser, wenn ich dort nicht mehr lese.
      Was kümmert mich „nichts neues im (‘der) westen (forum’)“?

      Sorge Dich nicht um solches „aus Deutschland“, es ist doch verlorene Zeit, auch wenn ein Versuch der Aufklärung stets ehrenvoll ist. Der beste Lehrer kann den Schüler nichts lehren, wenn dieser sich dem Lernen verweigert.

      Zum Thema, es ist (einigen) bekannt, daß etliche (zB Russen) mit gefälschten Papieren nach Israel (auch Deutschland) ausgewandert sind (mato umoto, nu?), vielleicht erinnerst Du Dich, daß schon vor Jahren berichtet wurde, wie „russische Nazis“ Juden antisemitisch in Israel selbst angegriffen haben?
      Dazu die Probleme mit der Kriminalität, momentan stehen die Afrikaner im Fokus der Aufmerksamkeit nach mehreren schlimmen Vorfällen (Vergewaltigung von Mädchen und Frauen), die Problematik mit beduinischen Verbrecherbanden im Süden wäre noch zu nennen, „arabischer Extremismus“ dazu sowieso, und, wie Du sagst, die Problematik mit „russischer Mafia“.
      Die Regierung hat zu leicht Verbrecher („Soziopathen“ usw) einreisen lassen, gut gemeint, aber nur „gut“ für die „falschen Leute“. Nun fehlt das Geld, um einerseits soziale Hilfen/Unterstützung zu leisten und andererseits die Polizeiarbeit effizienter ausbauen zu können.
      Das ist ein großes Problem, vor allem für die unmittelbar Betroffenen vor Ort.
      Ich verstehe die derzeitige Empörung der Ansässigen gegen die Afrikaner, zB in TelAviv.

      Der „Rassismus“-Vorwurf aus Deutschland zB ist absurd und vielfach widerlegbar; er stammt von Menschen, die vom Schicksal Betroffener solcher Gewalt keine Ahnung haben. Sie werden ihre Meinung ändern, wenn sie solches erfahren; aber das möchte man niemanden wünschen…

      Schalom A.mOr, להתראות

  13. E.M.F. schreibt:

    Danke David, auch für diesen Ausschnitt-Bericht. Ja, ich bin immer wieder tief berührt, wenn ich höre, wie in dieser Hölle, Gott den einen und anderen retten konnte. Er ist der treue Gott seines Volkes und was wir heute wahrnehmen können in Israel ist ein himmlisches Wunder – und auch für die Zukunft gilt seine Zusage, die er Josua gegeben hat vor VIELEN Jahren:
    5Mo 31,8 Der HERR aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht!
    Ich danke dem jüdischen Volk, dass diese unglaublich wunderbare Botschaft diesen Gottes auch zu mir gekommen ist, so dass auch ich IHM folgen kann
    in Liebe Eva-Maria

  14. Harald Unger schreibt:

    Schalom David!
    Hier mein, auf haOlam versprochener, kurzer Aufsatz eines 1960 geborenen, nichtjüdischen Deutschen, als kleiner ergänzender Beitrag zu deinen Erinnerungen.

    Deutschland 2012. Kristallnacht reloaded

    Als kleines Kind Anfang der 60-er Jahre, habe ich die vielen Erzählungen meiner Mutter, Großmutter und der Tanten (die Männer war ja tot) über das Leben während der Nazizeit miterlebt.

    Die Verfolgung des Großvaters, als Offizier im WK I dekorierter katholischer Halbjude, die Straßenverhaftungen, die stadtbekannten Gestapo-Folterkeller, die Erschießungen im Morgengrauen am Güterbahnhof, die Abholung der Nachbarn und anschließende Plünderung deren Wohnungen, die vulgäre Widerwärtigkeit der örtlichen Nazigrößen, die Angst vor Denunzianten, die abgebrannten Synagogen, das Hängen fürs Witzerzählen, die durchsickernden Gerüchte über die Gräuel in den KZ, den SA Straßenterror, die jung gefallen Onkel und und

    Es war dann 1974, und diesen Eindruck vergesse ich nie, als mir entsetzlich klar wurde, daß ich der einzige in der Klasse war, der etwas über die Nazizeit, die Judenverfolgung und den Holocaust wusste.

    Dieser Schock verfestigte sich in den folgenden Jahren, bis ich Anfang der 80-er Jahre erkannte: Diese Nicht-Wissen ist flächendeckend.

    Während dieser Jahre arbeitete “Die zweite Schuld”, das reüssieren vieler Nazis in Schlüssel- und Führungspositionen, vor allem an Schule, Hochschule, Justiz –

    und die studentische Gegenbewegung, die sich mit den Altnazis in der Mitte, bei ihrer Schnittmenge traf: Dem Antisemitismus.

    Nach dem RAF Terror kehrte eine trügerische Ruhe ein, von der heute klar ist, sie war nur der Sammlung zum Wiedererblühen geschuldet. Ein schreckliches Wiedererblühen, nunmehr unter der Frischzellenkur des in Deutschland herrschenden Islamfaschismus.

    Jetzt, da ich in dem Alter meiner damaligen Großmutter und Großtanten bin, muss ich miterleben, wie ein deutscher Politiker dazu aufruft, nicht beim Juden zu kaufen. Jüdische Waren zu kennzeichnen. Wie die Kommentarspalten der antisemitischen Mainstream Presse vom schlimmstem Judenhass überquellen.

    Während meine Ein- und Widersprüche durchgehend zensiert werden. Nie im Leben habe ich mir das vorstellen können. Es tobt der Furor der Schuldab- und Umkehr.

    Es stinkt nach Kristallnacht.

    Ich erinnere mich, als während eines Wahlkamps 1970, eines morgens auf dem Weg zur Schule, das NPD Standhäuschen abgefackelt die Innenstadt zierte. Und wir Kinder feixend drumherum. Nazis, das waren für mich die alten Säcke vom Schlage eines Adolf von Thadden und die von der “National-Zeitung”, wo Willy Brandt, mal wieder, den deutschen Osten verriet.

    Es waren die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus 1987, als erstmals eine neue Nazipartei, mittels der Wahlkampfpauschale über Nacht reich geworden, in ein Parlament einzog. Plötzlich gab es junge Nazis. Junge Nazis! Unvorstellbar. Im Schlepptau den, was sonst, Antisemitismus.

    Und dieser fiel auf fruchtfurtbaren Boden: Die gierige Anmaßung der Schuldumkehr. Endlich konnte/kann es “dem Juden” wieder gezeigt werden.

    Seither hat dieser neue Antisemitismus, inzwischen in “Israelkritik” umfirmiert, stetig an Fahrt aufgenommen. Inzwischen stellt er den Mainstream in deutschen Qualitätsmedien und bei der Mehrheit der Dummköpfe im Land.

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