Die SA ist zurück!

Die Sturmabteilung (SA) war die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP und spielte eine entscheidende Rolle beim Aufstieg der Nationalsozialisten, indem sie Verantsaltungen ihrer politischer Gegner mit Gewalt massiv bedrohte und behinderte. Die erste SA-Truppe der NSDAP kam 1922 zum Einsatz. Lange schien die SA Geschichte zu sein, doch nun ist sie zurück. Aus Ernst Röhm ist allerdings Yassin Chouka geworden. In einer knapp siebenminütigen Videobotschaft erklärt der Bonner Islamist Yassin Chouka alias “Abu Ibrahim” folgendes:

“Die deutschen Medien haben an den Verbrechen wieder mitgewirkt. Unter dem Deckmantel der neutralen Berichterstattung haben sie wieder einmal die Karikaturen (von Kurt Westergaard, Anm. der Redaktion) veröffentlicht. Auch dies dulden die Anhänger Mohammeds nicht! (…) Der ‘Spiegel’, der von den Juden gelenkt wird, und andere bekannte deutsche Medienabteilungen, haben unseren Propheten dadurch beleidigt. Lauert ihren Mitarbeitern auf, tötet sie und verpasst ihnen eine Lehre, die sie niemals vergessen werden.”

Hier ist wirklich alles drin, was einen gestandenen Nazi ausmacht: Hass, Gewalt und der Glaube, dass an allem irgendwie die Juden Schuld sind. Deshalb wundert es auch nicht, dass die neue SA wie folgt zur Gewalt aufruft:

“Sammelt genug Informationen über ihre Wohnorten, über ihre täglichen Routen, ihre Arbeitsplätze. Und dann nach guten und ausreichenden Recherchen und einem strategischen Plan: Schlagt zu! Am besten im Schutz der Dunkelheit oder im Morgengrauen. Und dabei ist zu bevorzugen dass ihr sie tötet, dass ihr euren Propheten rächt, indem ihr sie tötet. Und wenn dies nicht möglich ist, dann schlagt so lange auf sie ein, bis sie es aufs äußerste bereuen jemals das Siegel aller Propheten beleidigt zu haben.”

Die SA ist zurück! Damals trugen die Nazis das Wort sozialistisch in ihrem Namen: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Sozialisten waren allerdings auch unter den ersten Opfern der Nazis. Die Nazis von heute tragen das Wort islamisch in ihrem Namen: Islamischen Bewegung Usbekistans. Muslime sind allerdings auch unter den ersten Opfern dieser Nazis.

Selten hat sich Geschichte so klar wiederholt wie in diesem Fall und selten ähnelten sich die Worte des Hasses mehr. Und wieder einmal scheint es, als würde die neue Nazibewegung hoffnungslos verharmlost.

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95 Antworten zu Die SA ist zurück!

  1. Dante schreibt:

    Besitzt Chouka eine ausländische Staatsbürgerschaft?

    • Aristobulus schreibt:

      Der Vorname Yassin ist Hass-Programm… das ist ein Kampfname wie bei dem Führer der Hamas Scheich Yassin, der 2004 vom israelischen Militär gezielt getötet worden ist (es musste sein, er bereitete weitere Anschläge auf Zivilisten vor, und sehr viel Blut klebte an seinen Händen, er hatte viele Anschläge befohlen.)
      Die, die sich Yassin nennen, wollen sich für die toten Araber in Deir Yassin 1948 rächen. Im Unabhängigkeitskrieg erschossen die Israelis dort 250 Araber in einem Feuergefecht. Deir Yassin gilt für die radikalen Palästinenser als Symbol für die Nakba – für deren Selbstbild, niemals selbst verantwortlich zu sein, sondern als Opfervolk ausgerottet zu werden.
      Man kann und kan es nicht mehr hören

  2. Martin schreibt:

    Die richtige Antwort, wie auch auf Fatwas gegen Rapper und dergleichen ist -wenn man das Urheberrecht mal unbeachtet läßt- das massenhafte Kopieren und aufhängen eben der Karikaturen bzw. in Umlauf bringen der Werke.
    Laßt uns für jede “Karikaturendrohung” tausende und zehntausende Karikaturen öffentlich aufhängen, aufkleben und zeigen.
    Wenn sich dadurch andere Muslime beleidigt fühlen, nun vielleicht fühlen sie sich ja dann mal bewegt, etwas lautstärker gegen die Islamisten Stellung zu beziehen. Oder auch mal gegen islamistischen Terror auf die Strasse zu gehen.

    • K.Voss schreibt:

      Irshad Manji hat gerade gelernt, dass genau das nicht passiert. Sie hat in ihrem neuen Buch Indonesien und Malaysia als Vorbilder des modernen Islam bezeichnet, des toleranten und dem terroristischen Widerstand leistetend. Die letzten Wochen wurde sie bei der Buchvorstellung in Indonesien von ihrem Publikum angegriffen und sieht sich gerade einer Protestbewegung bis in Regierungsebene in Malaysia gegenüber, bei der sogar versucht wird, sie vor Gericht zu bringen.
      Lady Gaga musste ja ebenfalls “draußen bleiben”, auf Wunsch der Islamisten in Indonesien.
      Da sind die Chancen klein, deine Hoffnungen mal erfüllt zu bekommen, wenn das die tolerantesten Vorbilder sind.

  3. vitzliputzli schreibt:

    aus linken kreisen höre ich oft die abstruse hoffnung heraus, daß der islam zu reformieren sei. das ist absurd, solange sich nicht islamische rechtsgelehrte von brutalen gewaltsuren distanzieren. das erwarte ich angesichts der letzten 1400 jahre auch für die nächsten hundert jahre nicht.

    (diese meine einschätzung qualifiziert mich natürlich zum ewiggestrigen unverbesserlichen widerlichen NAZI.)

  4. drcidolphus schreibt:

    Ich verstehe nicht, wieso die Islamisten so einen Aufstand wegen ein paar Karikaturen machen? Stellt euch mal vor jeder Politiker oder Star, der jemals so dargestellt wurde, würde derart ausflippen. Die wollen wohl nicht verstehen, dass diese Bilder einfach nur spaßige Kritik üben sollen. Da merkt man, meiner Meinung nach, die niedrige Toleranz was Kritik angeht. Momentan verhalten sich die Islamisten wie die Christen im Mittelalter!

    • Martin schreibt:

      Weil “der Islam” generell unter dem Äquivalent einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leidet, was bei den Islamisten besonders stark ausgeprägt ist.
      Das völlig unrealistische Selbstbild vom Islam, dem Moslem und seinem Propheten als dem großartigsten, reinsten, besten Glauben/Menschen/Propheten aller Zeiten kollidiert halt mit der Realität, d.h. dem praktisch totalen Versagen auf wirklich allen Gebieten, egal ob Wissenschaft, Technik, Kunst, Kultur, Philosophie, irgendwelche Geistes- oder Naturwissenschaften,
      Um zu verhindern, das das ins Bewußtsein dringt, wird sich immer mehr vorgelogen und herbeirationalisiert. Da so kein echter, berechtigter Stolz auf Erreichtes entstehen kann, kein echtes Selbstwertgefühl, sondern nur ein auf Lüge und Selbstbetrug basierendes, reagiert der “Narzist Islam” auf jede Wahrnehmung, die das Ganze ins wackeln bringen könnte, extrem gekränkt und agressiv. Das spiegelt sich auch im Kontext des Nahostkonflikts wo Israel als Sündenbock, den Arabern dazu dient, sich nicht damit beschäftigen zu müssen, wie erbärmlich ihre Gesellschaften wirklich sind.Und wie haltlos ihr großartiges Selbstbild ist.
      Die extremen Reaktionen dienen also vor allem dazu, der kritischen Selbstbeschau auszuweichen, aus tiefer Angst vor dem, was man da sehen würde.

      Der Punkt ist halt, das man zur Therapie Narzissten ständig mit der Realität konfrontieren, sie kränken, kränken, kränken muß, um eine Besserung zu erreichen.
      Unser Wegducken, unsere vermeintliche “Rücksichtname” auf “verletzte Gefühle” ist ein grober Fehler.

      • Dante schreibt:

        Ich kann Ihre Einschätzung nicht generell teilen, insbesondere was die lange und wechselvolle Geschichte der islamischen Welt angeht. Vieles von der antiken Kultur verdanken wir muslimisch beherrschten Ländern, und es ist kein Zufall, dass in der Mathematik etliche Begriffe mit “Al-” beginnen. Auch die religiöse Toleranz war zumindest in der als “Mittelalter” bekannten Zeit oft besser als im Christlichen Abendland.
        Was die heutige Situation betrifft, geben Ihnen viele Ereignisse und Entwicklungen eindeutig Recht, wie man leider sagen muss. Vom heutigen Zustand aus betrachtet wäre ein Weg zurück ins Mittelalter (wie er radikalen Muslimen oft aus Unkenntnis vorgeworfen wird) geradezu ein Fortschritt. Den geistig-moralischen Zustand der islamischen Welt kann man nicht zuletzt auch am Verhältnis zu den Juden ablesen; beides korreliert positiv. Die Hassbekundungen, die keinen Zweifel daran lassen, dass dieser Hass nicht Folge, sondern eher Ursache der israelschen Politik ist, zeigen das Bild eines Islam auf einem geistig-moralischen Tiefpunkt seiner Geschichte.

        Übrigens: An (malignem) Narzissmus leidet man nicht. Man lässt daran leiden.

        • besucher schreibt:

          Die meisten “Als” waren Perser die unter den Kalifen relative Forschungsfreiheit genossen, als sich die Orthodoxie durchsetzte war damit Schluss.
          Auch seine Werke wurden vernichtet wenn die Orthodoxie es forderte:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Averro%C3%ABs

        • Martin schreibt:

          Naja, auch die vermeintlich glorreiche Vergangenheit ist bei weitem nicht so glorreich, wie oft dargestellt.

          “Übrigens: An (malignem) Narzissmus leidet man nicht. Man lässt daran leiden.”

          Schon,aber man leidet natürlich auch selbst daran. Auch wenn das nicht bewußt ist.Natürlich “läßt man auch leiden”aber die direkten Folgen der fehlenden Weiterentwicklung treffen ja massiv den Islam/die Muslime selbst. Der wirtschaftliche, kulturelle, technische, naturwissenschaftliche Rückstand, das teilweise “Überholtwerden” durch asiatische Staaten, das trifft die islamische Welt ja direkt und mit ganz real leidvollen Folgen.

        • K.Voss schreibt:

          “Auch die religiöse Toleranz war zumindest in der als “Mittelalter” bekannten Zeit oft besser als im Christlichen Abendland.”
          Das kann man getrost als moderne Legende abtun. Einzig der sprachliche und geographische Zugang europäischer Geschichtswissenschaftler zu den islamischen bzw. betroffenen Quellen ist meist schwer bis gar nicht vorhanden, die wenigen eigenen Quellen unterliegen einer kritischen, mitunter zumindest meiner Meinung nach überkritischen Sichtung, die ihre Berichte oft abtut oder durch merkwürdige Vergleiche relativiert.
          Ich bin stolze Besitzer einer Reihe von Büchern über Byzanz, sowohl Stadt als auch Reich, und in jedem ist die Phase der islamischen Eroberung das kleinste oder inhaltsärmste Kapitel, wenn es überhaupt ein eigenes bekommt.

  5. Paul schreibt:

    Die Nazigesinnung hat in Nahost eine Tradition. Insofern ist Chouka gut verwurzelt.
    Bei Appellen seigen die militärischen Eiheiten den Hitlergruß!

    @Martin, bin begeistert von Deiner zutreffenden Analyse.

    @Dante, die Vergangenheit der Muslime mag durchaus bemerkenswert sein. Da ich nicht so gut informiert bin: Waren die Träger des damaligen Fortschritts wirklich Muslime? Oder waren es nicht zu einem guten Teil Araber vor dem Jahr 600?

    • Dante schreibt:

      Nein, sie waren Muslime. Wir sprechen über die Zeit, die bei uns als Hochmittelalter bezeichnet wird. Sie waren aber keine “Dunkelmuslime” wie diese SAlafisten, die am liebsten jedes Buch mit Ausnahme des Koran verbrennen würden. Übrigens: Die doppelte Großschreibung im Wort “Salafisten” war eigentlich unabsichtlich, aber ich fand sie so passend, dass ich sie beibehalten habe.

        • Aristobulus schreibt:

          Sehr bedauerlich ist die Tendenz dieses Artikels, alles Gute den Iranern zuzuschreiben, die Griechen abzuwerten usf. Unseriös wird es schon sehr bald, etwa wenn von allerlei Ariern die Rede ist, und vollends bei der Formulierung “das iranische Volk der Sumerer”, dort habe ich aufgehört weiterzulesen.

          • besucher schreibt:

            Lies doch einfach einen Text der die Griechen glorifiziert (einen unserer “deutschen” Historikerklassiker) und Du wirst sehen die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte :-).
            Ich kann leider keine persischen Quellen studieren aber ich fand den Aspekt der Vorsokratiker in Kleinasien sehr interessant.

          • Silke schreibt:

            Aristobulus

            Gore Vidal in “Creation” macht auch die Griechen runter. Der Held ist ein zoroastrischer Diplomat, der zuerst in Athen friert und dann über Persien bis nach Indien und zurück gelangt, nicht so gut wie sein “Julian” aber immer noch Spaß genug. Ob er nu nen Punkt hat oder nicht, ist mir wurscht. In der Kultur, in der ich gebacken wurde und gern lebe, lieferten die Griechen nun mal wesentliche Teile der Aufzuchterde.

            Was ist aus der Aufzuchterde der Perser geworden?

            Und warum erwähnt eigentlich nie jemand, daß das Gandhara-Zeugs seine Entstehung der Befruchtung durch Alexander den Großen verdankt? Oder hat mein VHS-Kunstgeschichtelehrer getüüünt, als er selbiges behauptete?

            Und soll nicht van Gogh ganz wild von japanischen Holzschnitten befruchtet worden sein? Und wie kam das noch, daß so viele blau bemaltes Porzellan sehr schätzen?

            Diese Befruchterei war immer und allezeiten ne Swingerparty (so wie ich sie mir vorstelle) und der Wettbewerb wer wann wen mehr oder entscheidender befruchtet hat, macht andererseits spannende Geschichten zum Gähn!!! total.

          • besucher schreibt:

            Ein Problem ist dass der größte Teil der Geschichte die wir aus dem Orient kennen von griechischen Historikern stammt und die waren meistens den Persern nicht sonderlich wohlgesinnt.

          • Silke schreibt:

            und was hat die persischen Historiker daran gehindert, Berichte zu schreiben, so sie denn keine geschrieben haben sollten?

            Waren die Perser vielleicht schon damals ein bißchen pingeliger was die Meinungsfreiheit anlangt?

            Und nein das ist kein Problem – es gibt genug kluge Historiker, die so gut lesen können, daß sie nicht alles für bare Münze nehmen. Bei den Historikern, die mir gefallen, sind die Zeiten der Heiligsprechung längst längst Schnee von gestern, die versuchen offenbar nach bestem Bemühen alle Propagandamaschen zu vermeiden. Das geht so weit, daß ich Tendenzen sehe, daß demnächst die Infos zu allem, was wir nicht wissen, überwiegen werden.

            Ääährlisch, es hängt mir zum Hals raus, dieses Gejaunere von den ach so schlecht behandelt werdenden Persern durch all die Jahrmilliarden, seit der Entstehung des Universums.

            Man höre sich nur diese “Wissenschaftlerin” an – was die Medien reitet, daß sie uns Ungebildeten solche Typen als Geistesgrößen andienen, also ich weiß nich, ich weiß nich …

            http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/europa-und-der-islam/-/id=660374/nid=660374/did=9453834/1u1gf7j/index.html

            Muslime erwünscht – Europa und der Islam
            Die Zukunft Europas (6/6)
            Sendung vom Sonntag, 29.4. | 8.30 Uhr | SWR2
            Von Katajun Amirpur
            —–
            und als Friedensangebot hier ist Bernard Lewis – ich hab’s noch nicht gehört, doch bei anderer Gelegenheit, lesend und/oder hörend, war ich durchaus aufs Angenehmste beeindruckt von ihm und das obwohl er einer komplett anderen Generation angehört.

            http://www.npr.org/2012/05/15/152764539/at-96-historian-lewis-reflects-on-a-century

          • Silke schreibt:

            und was die Vorsokratiker anlangt, ich habe schon oft gefragt, warum das Dingens nicht bei den Phöniziern geplatzt ist, die ja auch Seefahrer waren, allerdings nicht so viele Inseln hatten, wo sie komplett Andere treffen konnten.

            Und immer habe ich vermutet, daß neben der Grundeinstellung, die das Seefahren bringt, die Tatsache, daß der Nachbar der Griechen ein stinkreiches Imperium war, eine Rolle gespielt hat. Stinkreiche Imperien sind nun mal gut für die Künste und Denken ist ja wohl auch eine. Und die Phönizier hatten hinter sich nur bestenfalls ihresgleichen.

            Und das Dinge an der Peripherie platzen, da wo richtig Spannung drin ist und der autokratische Einfluß zumindest teilweise vermeidbar, ist wohl schon immer so gewesen.

          • besucher schreibt:

            Können Sie belegen dass das antike Perserreich eine Autokratie war?
            Nur weil sich der Oberboss “König der Könige” nannte?
            Dann muss ja das Deutsche Kaiserreich (1871-1918) auch eine Autokratie gewesen sein, da dort ein Kaiser über Könige herrschte, oder?

            Ich versteh nicht warum Sie hier mit Amirpur kommen.
            Diese “Dame” ist Islamwissenschaftlerin, zur Geschichte des Iran befragen sie am besten mal einen Iranisten-Prof.

          • besucher schreibt:

            Zu Ihren Historikern:

            Wäre schön wenn sie mal ein paar Namen nennen könnten.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke,
            man wartete schon lang und länger, dass mal einer die Phönizier erwähnt, und zack!, Du tust es, ah, besten Dank. Ich denke ja ohnehin, dass die Phönizier der Dreh- und Angelpunkt für den Kulturaustausch im Mittelmeer sind. Ohne Phönizier ging da über viele Jahrhunderte garnichts. Jedoch seit Winkelmanns Zeiten (bis nach dem zweiten Weltkrieg) hat die bloße Existenz der Phönizier die Klassizisten und Gräzisten unter den Historikern zu wütenden Glorifizierungen alles Griechischen aufgestachelt. Dabei war die attische Bildhauerei noch zu Zeiten der Vorsokratiker massiv von Ägypten (oh, Afrikaner!) beeinflusst, und die phönizische Schrift (oh, Semiten!) hatte auf Kreta für die Entwicklung der griechischen Schrift Pate gestanden. Martin Bernal schreibt viele hundert Seiten voll nur mit Aufzählungen voll, mit welcher starren Ausdauer grad die britischen und die deutschen Althistoriker generationenlang jeden afrikanischen und semitischen Einfluss auf die Griechen abstritten (immer fein gegen die Tatsachen, bis die Leute es glaubten).

            Ich stelle mich jedoch nicht hin und behaupte: Die europäische Kultur stammt von den Phöniziern ab (obgleich ich sie halt überaus mag). Und ich hoffe, dass die europäische Kultur bittebitte nicht allein von den Griechen abstammen möge (wie von Winkelmann über Wilamowitz-Moellendorf bis zu Schliemann und dem letzten Klassizisten jeder zu behaupten nicht müde wurde). Demokratie soll eine athenische Errungenschaft sein? Die Athener hatten unter Perikles ein paar ganz wenige Jahre freie Wahlen, frei?, nur für Männer und Nicht-Sklaven, also für sehr optimistisch geschätzt ca. 20% der Bevölkerung. Währenddessen unterdrückten die Athener gnadenlos ihre Verbündeten im Delisch-Attischen Seebund. Tja, schönes Vorbild für Demokratie.

            Ich stelle mich aber auch nicht hin und behaupte, Persien sei’s. In den Jahren 490 und 480 v.d.Z. führten die Perser einen blutigen endlosen Eroberungskrieg in Griechenland, zuvor einen blutigen endlosen in Babylonien.
            Und wo wären die großartigen persischen Dichtungen, die die Welt befruchtet hätten?
            Wo sind eigentlich die phönizischen Dichtungen geblieben… wohl verbrannt bei den Eroberungen der kleinen phönizischen Stadtstaaten, und den Rest erledigten die Römer im zweiten Jh. v.d.Z. (“Carthaginem esse delendam!”), nichts blieb erhalten, alles ist weg.
            Die persische Kultur überlebte die Feldzüge Alexanders gut, setzte sich im Partherreich und bei den Sassaniden fort. Aber wo wären ein persischer Homer, Pindar, Herodot, Platon, Aristoteles, Aischylos, Simonides usf.?
            Vielleicht ist da was gewesen, das verlorenging. Sehr schade. Wobei bei den Griechen allerdings die schiere Masse an Gutem und Bestem auffällt. Theaterstücke, Philosophie, Epen, Dichtung… die Hinterlassenschaften der materiellen Kultur zeigt’s wohl: Wo standen die persischen Theater? Wo sind die Zeugnisse persischer Künstlerindividuen wie Pheidias, Iktinos, Praxiteles usf.?
            Tja…

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Noch was zu den Sumerern. Über die behauptet wurde, sie seien “Iraner” gewesen… ist ja überhaupt nicht wahr. Warum muss alte Geschichte für nationalen Stolz der Gegenwart herhalten? Wir sind doch nicht mehr im 19. Jh, als die Römer als eherne Paten der Italianità und die Germanen unbedingt als Ur-Deutsche zu gelten hatten.

            Grad die Sumerer (die ich auch überaus gerne mag), die sind ein Fall für sich. Die sumerische Sprache hat nichts mit anderen Sprachen zu tun, sie taucht einfach auf, lange vor allen indo-europäischen Sprachen (zu denen ja auch Persisch, Hethitisch und Griechisch zählen). Die Sumerer waren keine Indoeuropäer, auch keine Semiten, und erst Recht keine Iraner – die waren einfach sie selbst!, Sumerer. Sumerisch beeinflusste die akkadische Sprache zutiefst (eine semitische Sprache, die man in Babylon und Assur sprach, die Verkehrssprache Vorderasiens vom dritten bis ins erste Jahrtausend v.d.Z.), sodass man Akkadisch mit sumerischem Akzent sprach, selbst als es schon lange keine Sumerer mehr gab.
            -Ach, Sumerer müsst’ es noch geben…

          • Silke schreibt:

            1) ist es nicht erstaunlich, daß beide Gegenden, in denen auch noch unsere heutige Welt formende Gedankengebilde entstanden, vergleichsweise kleine Randgebilde waren?

            2) Als seinerzeit Mary Lefkowitz und Martin Bernal aneinander gerieten, habe ich einige von Bernal’s Texten gelesen. Ich war nicht begeistert. Lefkowitz erschien mir mehr nach meinem Geschmack.

            3) Vielleicht ist in diesem Zusammenhang ein Text wie dieser ganz interessant. Einer hat eine neue Theorie, warum “wir” es reichtumsmäßig so viel besser hinkriegen als andere und das entsprechende Buch wird von Jared Diamond rezensiert, der seinerseits vor ein paar Jahren ein viel diskutiertes und kritisiertes Buch geschrieben hat, in dem er wohl das Geheimnis gelöst zu haben behauptete, warum Kulturen untergehen.

            http://www.nybooks.com/articles/archives/2012/jun/07/what-makes-countries-rich-or-poor/?utm_medium=email&utm_campaign=May+22+2012&utm_content=May+22+2012+CID_25fd2ecd4cbeefc265f5921ffb464e10&utm_source=Email+marketing+software&utm_term=What+Makes+Countries+Rich+or+Poor

            4) Mein VHS-KunstgeschichteLecturer meinte, daß die Griechen in Olympia den freien Wettbewerb erfunden hätten und daß die Idee, daß der schnellere Läufer über den Höherrangigen siegen könnte, in den damaligen Großreichen unvorstellbar gewesen sei. Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto mehr glaube ich auch, daß die Gesellschaft, die es schafft, den Wettbewerb frei zu erhalten, so daß die Kreativität des Stärkeren sich entfalten kann, ohne daß es zu zu viel Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten führt und/oder Ausbeutung, die also diese Balance einigermaßen hin kriegt, die besten Chancen hat.

            PS: in den vergangenen 7 Jahren habe ich mich mehr und mehr von amerikanischen Historikern abgewandt. In ihrer krassesten Form klingen sie, als würden sie sich um nen Regierungsjob bewerben, ansonsten scheinen sie immer ne Agenda zu haben. Ich höre lieber und lieber die Briten, die mir mehr wie Forscher klingen, die einfach gern ihre Schatzfunde vorzeigen und verrückt aufs Rätsel-Lösen scheinen und drum von den nicht gelösten genauso begeistert erzählen wie von neuen gesichert scheinenden Tatsachen.

          • K.Voss schreibt:

            Lieber Aristobulus,
            ich muss einmal eine Lanze brechen. Die Schriftkultur der Perser und ihrer direkten Nachfahren, der Parther und Sassaniden, ist uns in großen Teilen einfach unbekannt. Nicht ausschließlich wenn auch vor allem, weil sie verloren ging, sondern auch weil sie wenig thematisiert wird. So ist die Avesta, die heiligen Texte der Zoroastrier, in unseren Breiten weit unbekannter als die heiligen Schriften anderer Religionen, inklusive der Ausgestorbenen.
            Ich muss gestehen, mich in Studienzeiten stets vom persischen entfernt gehalten zu haben in der Befürchtung, weitere Sprachkurse absolvieren zu müssen.
            Daher belasse ich es bei einem Wikiverweis:
            “Die einst reichhaltige mittelpersische Literatur der Sassanidenzeit ist heute weitestgehend verloren. Von den bekannten Buchtexten in mittelpersischer Sprache ist der älteste ein in Bulayiq (Turfanoase) gefundene Fragment einer Übersetzung der Psalmen des Alten Testaments.”

            http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelpersische_Sprache

            Und in meinen Augen spiegelt sich hier auch die Eurozentrik der Forschung wieder. Es wird viel darüber geschrieben und diskutiert, wie viel der Schriften Roms und Griechenlands wegen der Christianisierung verloren ging und wie viel Klöster und Kirche dazu beitrugen, antike Schriften zu erhalten. Oftmals erfolgt dann, wie ja auch hier in diesem Kommentarbereich, der Verweis auf die Bereicherungen aus dem Orient, den islamischen Kulturen. Wenig bis gar nicht wird darüber diskutiert, welchen Beitrag die den Sassaniden folgende, nein, diese auslöschende Kultur leistete, um die alten persischen Beiträge zu vernichten oder zu erhalten.

          • K.Voss schreibt:

            Fortsetzung:
            Und die Fragen, wo die Leistungen der Perser sind, muss man mit einem deutlichen Fingerzeig in den Iran und Irak beantworten. Das Wenige, was wir dort in den letzten zwei Jahrhunderten an Resten bergen konnten lässt Monumentales erahnen, einer Akropolis von Athen, ironischerweise dereinst von Persern geschliffen und damit im “Perserschutt” der Archäologie einen Gefallen erweisend, in nichts nachstehend.
            Die wohl herrlich anzusehende Palaststadt Persepolis litt retour unter Alexanders “Besuch”.
            Fragmente des Kunstreichtums finden sich ja noch in einigen wenigen, z.T. bedrohten Reliefs, entweder der Unterwerfung Valerians durch Schapur. Dies steht, zumindest für mich, bestimmten staatspropagandistischen Werken der Römer wenig nach, schafft es aber aus irgendeinem Grund nicht, in Europa populär zu werden.
            Falls sie irgendwann nochmal tourt empfehle ich: http://www2.kah-bonn.de/ausstellungen/persien/0.htm
            Mich hat es beeindruckt, auch wenn mir schon der Titel als plumpe Staatswerbung aufstieß.

            Liebe Silke,
            der Tonfall vieler amerikanischer Historiker und Archäologen mag auffallend sein, aber auch bei Engländern und Deutschen, Franzosen und Italienern (und seinerzeit bei den Sowjets, deren Nachfolger sehr leise geworden sind) findet man immer wieder eine dahinterstehende Agenda. Viele US Historiker machen daraus nur lediglich keinen Hehl oder schreiben in einem Brustton, der vielen schwer erträglich ist.
            Nach 2009, dem ausgerufenen “Varusjahr”, kann man aber nur sagen, da sind wir nicht viel anders. Was mancher studierte oder selbsternannte Altertumsforscher da zu Papier brachte, welche Theorien und Auswirkungen gebastelt wurden, da hört man mitunter den alten Mommsen rotieren. Von der Zeitgeschichte, der deutsch-deutschen Aufarbeitung dargestellt durch die unerträglichen Vorgänge im Berliner Museum ehemaliges KGB Gefängnis, will man gar nicht erst anfangen.
            Ohne die amerikanischen Schulen in Griechenland jedenfalls wäre die Erforschung der dortigen Antike in jedem Fall ärmer und die “American Studies” – Reihen der Archäologie bieten genauso oft wertvolle Erkenntnisse wie kaum zu verstehende Einzelmeinung wie dies in britischen und deutschen Blättern der Fall ist.
            Hingegen sind die populärwissenschaftlichen Beiträge, was Bücher und Dokus angeht, viel stärker vertreten. Der Ausstoß dort ist ennorm. Das dies zu Lasten der Qualität geht ist zwar keine Selbst- aber eine Verständlichkeit.
            Dazu und dem hier diskutierten passt denn ganz gut ein gewisser Roul Schrott. http://www.tagesspiegel.de/kultur/dichtkunst-ein-kampf-um-troja/1135742.html
            oder auch

            http://www.welt.de/kultur/article1731241/Umstrittener-Forscher-legt-im-Troia-Streit-nach.html

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,

            in die Homer-Übersetzung vom bajuwarischen? Groß-Dichter Raoul Schrott habe ich seinerzeit mal kurz reingehört (gab’s als Radio-Mehrteiler) und seitdem mache ich einen Riesenbogen um den Mann (auch Proben von seinem Gilgamesh-Stunt hatten mich nicht zum Fan gemacht ebenso wenig wie das, was er über seinen Roman? von der jwd-Insel erzählt hat). Den Guten umschwirrt für meine Ohren eine mir unerträgliche Pomposität und in seinen Radiostücken raunt es für mich unangenehmst. Doch wie Du an obiger Aufzählung siehst, wenn zertifiziert Gebildete mir versichern, ich würde ein Genie verpassen, probiere ich’s immer mal wieder. Doch seit Homer ist Schluss. Da war nur noch Grausen und sonst nix und dabei habe ich grundsätzlich nix gegen Sprachanpassungen/Modernisierungen und Nacherzählungen, aber bitte nicht so. Gustav Schwab kann mich immer noch anfixen und beim Hören von Franz Fühmann’s Nacherzählung des Nibelungenlieds gelesen von Peter Fitz ist mir sofort aller möglicher Streit darum, was nu “richtig” iss und was nich, schnurzegal. Da genieße ich nur noch.

            (Leider hat Rolf Boysen bis jetzt nur die Ilias vorgelesen, ach würden die Münchner ihn doch überreden, auch noch die Odyssee zu machen. Himmel auf Erden wäre das.)

          • K.Voss schreibt:

            Liebe Silke,
            ich wollte dir den (ich dachte er sei österreichischer) Schrott nicht nahelegen, sondern eher in die Liste derjenigen einreihen, die Bekanntheit und gute Verkaufszahlen auch jenseits der Fachliteratursgrenze erlangen.
            Sollte ich den Eindruck erweckt haben, ihn zu empfehlen bitte ich dies zu entschuldigen und ins Gegenteil zu verkehren. Widerlegt ist er ähnlich wie ein gewisser Illig und haftet den Wissenschaften ebenso wie dieser trotzdem noch an. Seinen Tonfall finde ich dabei oft nicht nur pompös sondern anmassend, allen anderen Philologen und Altertüm(m)lern unterstellend, ihre Arbeit einfach nicht zu können oder nicht gemacht zu haben. Einer weiß es halt besser und überhaupt.
            Schwab las ich seinerzeit und seitdem nicht mehr. Nicht, weil es mir nicht gefiel sondern im Gegenteil, ich fürchte aus heutiger Sicht es nicht mehr zu mögen und damit liebgewonnene Erinnerungen zu ruinieren.

          • Silke schreibt:

            Lieber Voss,

            ich habe vor ein paar Jahren Schwab mal wieder angelesen (gibt’s auch auf http://gutenberg.spiegel.de/), Da hast Du nix zu befürchten. Der Mann konnte erzählen und schreiben konnte er auch. Ich jedenfalls habe mir danach auf die Schulter geklopft und gesagt, Kind, Du hattest eben schon früh einen sehr guten Geschmack.

            PS: was ich ihm, Schwab, allerdings nie verzeihen werde, ist daß er den fleischlichen Teil von Odysseus und Penelopes Wiedervereinigung verschwiegen hat. Daß Homer da viel näher am richtigen Leben dran war, habe ich erste Jahre später der Schadewaldt-Übersetzung entnommen. Und das wirft die Frage auf, ob’s denn bei Voss nicht drin stand? Ich meine, den hätte ich davor auch gelesen gehabt.

  6. Anna P. schreibt:

    Waren Sie wirklich Muslime? Die Existenz Mohammeds ist bis heute nicht historisch belegt. Und es gibt einige Wissenschaftler,die anhand von Münzenfunden aus der Zeit, in der er gelebt haben soll, den Schluss ziehen, dass die ersten Muslime eigentlich arabiche Christen waren, die mit der Dreifaltigkeit der römischen Kirche nichts zu tun haben und nur einen Gott anbeten wollten: Auf den Münzen ist nämlich der Name „Mohammed“ geprägt, und hinten finden sich christliche Symbole. Hier ein hoch interessanter Artikel von Sven Kalisch dazu:

    http://www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/default/files/download/kalisch.pdf

    • Martin schreibt:

      Ob sie Muslime waren hängt nicht an der realen Existenz Mohammeds. Es hängt daran, ob sie an den Koran (und die Hadithen) geglaubt unt weitgehend entsprechend gelebt haben.
      Dasselbe gilt übrigens auch für die Christen: Obwohl auch die Existenz Jesus zweifelhaft ist, würden sie sich vermutlich auch weiterhin Christen nennen. Auch, wenn die Existenz Jesus mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisbar unhistorisch wäre.

      • besucher schreibt:

        Die Überlieferungskette ist im Christentum allemal dichter.
        Falls es Jesus nicht gegeben hat müssten alle Apostel Lügner sein. Kann man auf so einer Lüge Gemeinden aufbauen?
        Bei Mohammed tauchen aber merkwürdigerweise die ersten Quellen über sein Leben erst über 150 Jahre nach seinem Ableben auf.
        Und in byzantinischen und persischen Quellen so weit ich weiß gar nichts.

        • besucher schreibt:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Bukhari

          al-Dschāmiʿ as-sahīh / ‏الجامع الصحيح‎ / al-Ǧāmiʿu ʾṣ-ṣaḥīḥ /‚Sammlung authentischer Traditionen‘
          :
          Der „Sahīh“ ist das Hauptwerk al-Buchārīs, an dem er über sechzehn Jahre gearbeitet haben soll und das seinen Ruhm in der gesamten islamischen Welt begründete. Angeblich soll er aus 600.000 Hadithen rund 2.800 – ohne Wiederholungen im Werk – nach den strengsten Kriterien der Traditionskritik ausgesucht haben, um sie als „Sahīh“ in seine Sammlung aufzunehmen. Das Werk steht an erster Stelle der sechs sunnitischen kanonischen Hadith-Sammlungen.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Kutub_as-sitta

          Alles über 200 Jahre nach dem Tod des Propheten von einem “Gelehrten” aus Buchara in Zentralasien.
          Ob das wohl alles stimmt was da drin steht?

        • Martin schreibt:

          “at müssten alle Apostel Lügner sein. Kann man auf so einer Lüge Gemeinden aufbauen?”
          Natürlich. Man schaue sich einfach die deutlichen Unterschiede der Evangelien an etc, . Ich halte die christlichen Legenden ebenfalls für unglaubwürdig und halte die Existenz Jesus nicht für historisch. Übrigens liegt auch da eine bemerkenswert lange Zeit zwischen Ableben und Evangelien.
          Aber darum gehts ja auch nicht..

          • besucher schreibt:

            Du spielst auf die älteren, nicht kanonisierten Evangelien an.
            Hast Du zufällig eine Quelle hier im Netz wo die lesen kann?

    • Dante schreibt:

      Hochinteressant ist der Text allemal

  7. Charles Atlas schreibt:

    JENNI: Weißt du, Sarah, du hast mir vor einiger Zeit doch mal gesagt, dass ich sowas wie deine kleine Schwester bin und dass ich jederzeit zu dir kommen kann, wenn ich ein Problem hab…

    SARAH: Na klar doch! Aber immer! Wir Frauen müssen schließlich zusammenhalten! Wo drückt dich denn der Schuh?

    JENNI: Na jaaa… ich hab vorletztes Wochenende in der Disco so’n Typen kennengelernt… was soll ich lang rumreden: ich fand ihn auf den ersten Blick ganz süß, und er sagte mir dann auch, dass ich ihm gefalle. Kurz und gut: wir sind anschließend zu ihm, aber … ach, ich weiß gar nicht, wie ich dir das erklären soll…

    SARAH: Der Typ ist zudringlich geworden, hab ich recht?

    JENNI: Weißt du, ich hab’s ja erst auch gewollt, aber wie der mich dann angefasst hat … voll brutal …

    SARAH: Da hast du doch hoffentlich sofort die Kurve gekratzt !?

    JENNI: Hmmmmneee… ich hab’s über mich ergehen lassen – wollt’ ihn ja auch nicht gleich wieder verlieren. Paar Tage danach haben wir uns wieder getroffen, da hat er mir so seine Ansichten verklickert. Voll krass, also echt… Frauen zum Beispiel sind für ihn nur dazu da, um den Mann zu bedienen, um für ihn zu kochen, seine Klamotten zu waschen und Kinder in die Welt zu setzen…

    SARAH: Ja, sag mal, Jenni, was ist denn das für ein widerliches Stück Scheiße?? Mit sowas gibst du dich doch wohl nicht ab!!

    JENNI: … und Schwule, sagt er, sind der Abschaum der Menschheit – die gehören entweder vergast oder mit Elektroschocks umerzogen …

    SARAH: Das ist ja wohl das AL-LER-LETZ-TE !! Menschenskind, schick den Drecksack bloß zum Teufel !

    JENNI: … ach ja, und von Juden hält er auch überhaupt nichts. Er bedauert, dass Hitler es nicht geschafft hat, alle Juden umzubringen …

    SARAH: Hör auf! Hör BLOSS auf!!! Brutalo, Macho, Fascho … so einer gehört geteert und gefedert. Ehrlich, für sowas solltest du dir echt zu schade sein. Arschtritt und gut!

    JENNI: Jaaaaa, vielleicht hast du recht … aber irgendwie möchte ich den Mustafa auch nicht …

    SARAH: Moment! Wie heißt der?

    JENNI: Mustafa! Wieso? Ist das…

    SARAH: Ja, Mädchen, warum sagst du das denn nicht gleich? Du, das finde ich jetzt echt toll von dir, dass du den Jungen magst und zu ihm hältst! Weißt du, diese seltsamen Ansichten und Angewohnheiten, von denen du erzählt hast – die kommen nur daher, weil er von der Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert wird. Da muss er sich halt irgendwie wehren… Auf jeden Fall wünsche ich euch beiden für die Zukunft alles, alles Gute!

  8. Fartâb Pârse schreibt:

    Falls jemand sich interessiert aus dem Munde der griechischen Historikern über die antike Perser was zu erfahren und die Mitte sehen, hier:

    http://parseundparse.wordpress.com/2011/10/21/alexander-%E2%80%9Eder-grose%E2%80%9C-%E2%80%93-eskandare-gojastak-1/

    Die ganze Geschichte und die Wahrheit!

    Auch ein Lob an den Blogbetreiber “Tapfer im Nirgendwo” für seine interessanten Artikel!

    Gruß Fartâb Pârse

    • Aristobulus schreibt:

      Ach. Wieder die pathetische Glorifizierung des makellosen Perserreichs (“um Jahrhunderte voraus!”), hingegen die Beschimpfung der griechischen Mentalität als Geschwätzigkeit (“nichtsnutziges Publikum”)…
      Sie haben ein heroisches, fertiges Weltbild. Schade, bei Aneignung & Vermittlung von Geschichte führt die Haltung nur zu Einseitigkeiten.

    • K.Voss schreibt:

      “Die ganze Geschichte und die Wahrheit!”
      Ich habe mich durch Ihren Text gequält und finde diesen Satz hier als glatt gelogen.
      Sie haben Auslassungen in einer unerträglichen Menge in Ihrem Text und stellen Verhalte stark vereinfacht oder sogar verzerrt dar.
      Von “Wahrheit” kann somit gar keine Rede sein. Diese sich plakativ auf die Fahne zu schreiben impliziert ohnehin mehr zu Wissen als alle anderen oder mehr zu verstehen.

      • Fartâb Pârse schreibt:

        Danke für Ihr Feedback.

      • Fartâb Pârse schreibt:

        Was ich vergessen habe zu schreiben, ist, dass unsere Quellen zu 90% die griechischen und römischen Quellen der Antike sind. Dann haben diese antike Quellen gelogen!!!

        • Aristobulus schreibt:

          Sie lassen nicht die Quellen sprechen, sondern schreiben die Wahrheit, die Ihnen gefällt.
          Wie war es denn nun mit den Sumerern?

        • K.Voss schreibt:

          Wenn Homer, eine antike Quelle, behauptet, zehn Jahre lang dauerte die Belagerung Trojas und zehn Jahre dauert die Rückfahrt des Odysseus und er begegnete dabei Fabelwesen aller Art – wollen Sie behaupten das sei die “Wahrheit”?
          Quellen muss man immer einer Quellenkritik unterwerfen. Man muss sie lesen können. Stumpfes abschreiben ist dabei verzerrend. Und wenn man dabei Punkte auslässt wird die Verzerrung oder besser Klitterung noch deutlicher.
          Beispiel: Sie schreiben von den “Bluttaten” des Alexanders und führen Theben als Beispiel an. Nun werde ich Ihnen nicht widersprechen, dass Alexander mit harter Hand re(a)gierte.
          Ausgelassen haben Sie aber sowohl die Tatsache, dass Theben bereits drei Jahre vorher Alexanders Vater in den Rück gefallen war und die bündnistreue gebrochen hatte.
          Um zu klären, ob und wie außergewöhnlich Alexanders Aktion gegen Theben war, wäre zumindest dessen Strafe für die Stadt zu erwähnen gewesen, angemessen aber eine Nebenstellung zu den Aktionen persischer Großkönige, punischer und römischer Senate.
          Oder man müsste die verschiedenen Quellen mal beleuchten. So berichtete Ptolemäos eben darüber, dass Alexander auf Unterhändler aus Theben wartete um zumindest jene schonen zu können, die nicht mit den Aufwieglern übereinstimmten.
          Andernorts wird berichtet, Alexander habe “nur” die Auslieferung der Anführer gefordert, woraufhin die Thebaner alle Griechen zum Aufstand rufen wollten.
          Auch lassen Sie die Berichte aus, nach denen Alexander das Schicksal Thebens durch einen vor Ort einberufenen Rat seiner Verbündeten entscheiden ließ, zumeist Nachbarn Thebens. Und diese beschlossen die Schleifung, der Alexander dann ohne Widerstand nachkam.
          In den Quellen heisst es, ausgenommen von der Sklaverei seien alle “Priester und solche, die für ihren Widerstand gegen die Rebellion bekannt waren und alle Freunde und Vertreter makedonischer Interessen.” Sie lassen unerwähnt, warum Pindars Haus, der zu dem Zeitpunkt bereits lange verstorben war, verschont blieb. Denn dieser Dichter war ein Parteigänger der makedonischen Könige gewesen, was seine Nachfahren entlohnt bekamen.
          Die Arkaner, die einzigen Verbündeten des rebellierenden Thebens, verurteilten ihre Anführer, die dieses Bündnis zuwege gebracht hatten und blieben verschont.

          Kurzum, das Bild, welches Sie mithilfe ausgewählter und klitternd gelesener Quellen von Alexander zeichnen ist ein einseitiges. Völlig richtig die Darstellung von unglaublich viel Blut an seinen Händen, von mangelnden Skrupeln. Völlig fehlt aber der Blick auf die Zeit, auf vergleichbare Menschen, auf die übrigen Handlungen Alexanders, die eben doch vorhanden sind, und nicht, wie Eingangs in Ihrem Text behauptet, völlig fehlen.
          Der Mann war ein Mensch, kein Held und kein Dämon. Das zu zeigen gelingt Ihnen ob Ihrer Absichten, die Geschichte für Ihr Bild, für Ihre Absichten zu nutzen, nicht. Kann nicht. Darf nicht.

  9. Dante schreibt:

    Ich habe zwar Ihre Anfrage nicht beantwortet, aber auch nicht Sie abqualifiziert. Und zu ‘linken Kreisen’ zähle ich mich auch nicht, auch wenn ich mich eher links als rechts einordnen würde. Und an Aristobulus (von dem ich beim besten Willen nicht weiß, ob er sich ‘linken Kreisen’ zugehörig fühlt) haben Sie die Anfrage nicht gestellt.

    • Aristobulus schreibt:

      Lieber Dante, ähm, ich links?, oder in Kreisen ;)?, hmnein, nicht dass ich wüsst’. Aber danke für die halbe Frage.

    • vitzliputzli schreibt:

      @ dante

      leider ist der thread komplett unübersichtlich. mit linken kreisen habe ich auch nicht Sie gemeint, sondern die beiden schwachen argumentationslosen abqualifizierer oben.

      ob dieser laber- a sich selber links einordnet oder nicht, interessiert mich übrigens nicht die bohne. ich erkenne linke aus hundert meter entfernung, und zwar blind. sie sich selber oft nicht. daß er mich als nazi einordnet, sagt viel. wozu ihn noch beachten? er ist nicht diskussionsfähig und für mich uninteressant.

      allerdings bleibt die unbeantwortetheit meiner frage an Sie. das ist etwas bedauerlich, weil es mich ernsthaft interessiert. und nur darum ging es mir.

      • Aristobulus schreibt:

        Dieses dolle Erkennen der Linken aus hundert Metern Entfernung, funktioniert das tatsächlich schon nach drei Gläsern Methylakohol um Mitternacht?

        • Predo schreibt:

          Ach, wozu?
          Islam ist böse, die NPD sind die neuen Juden, wer links ist bestimmt er, und außerdem ist das Wetter zu schön um sich mit sowas auseinanderzusetzen.

          • vitzliputzli schreibt:

            nun, Sie beide bestätigen doch das, was ich oben schon schrieb:

            ——————

            “da meine kleine frage nach den gründen für die optimistische prognose zum thema islam nicht beantwortet werden kann, verlegt man sich, wie von linken kreisen gewohnt, auf die üblichen persönlichen abqualifizierungen.”

            ——————-

            Sie sind beide völlig unfähig, mit den besitzern einer anderen meinung zu diskutieren. daß predo nicht die geringste ahnung vom islam hat, ist zudem offensichtlich.

          • K.Voss schreibt:

            Wenn hier jemand vorurteilsbelastet diskutiert, dann eher Sie. Hätten Sie die letzten Beiträge und die dazugehörigen Kommentare gelesen, wäre Ihnen eine überaus kritische Haltung Aristobulus zum Thema Islam und islamische Welt zu Augen gekommen.
            Die ist aber nicht unreflektiert.
            Und wie Sie bei Predo aus nur einem Satz dessen Wissen und Haltungen attestieren können grenzt an Zauberei.
            So verprellen Sie jedenfalls potentiell Gleichgesinnte durch eine verstockte und vorurteilsbelastete Haltung – was denn auch wieder dem Gleichgesinnten widersprechen würde…

          • vitzliputzli schreibt:

            @ voss

            ich lese – wenn ich mich mit jemandem unterhalte – nur direkte antworten. und die sind erbärmlich.

            ich habe oben eine (eine einzige !!) sehr klare frage gestellt und nur abstrusen mist geerntet. wo habe ich zb die NPD als heutige juden bezeichnet? wie kommt der a-laberer dazu, mich (ohne begründung) als nazi zu bezeichnen?

            also halten Sie sich zurück!

          • vitzliputzli schreibt:

            meine frage ist übrigens trotz allen geschwätzes dieser “fachleute” des islam unbeantwortet. da kam nur nazi, methylalkohol, NPD und ähnliches dumpfes gelaber!

          • Silke schreibt:

            ich habe mittels Ctrl-F gezählt und bin auf 6 Fragezeichen von vitzliputzli gekommen. Meint er alle 6 und wenn nicht, welches dann oder ist es vielleicht gar eine Frage ohne Fragezeichen gewesen?

          • Aristobulus schreibt:

            Lol, Silke. Er möchte zeigen, dass er wichtig oder auch noch da ist, oder dass er sich traut, sechsmal zu erfragen, was keienr weiß. Komisch, dass er sich als Nazi sieht, dabei hatte das hier keiner behauptet. Vielleicht sieht er sich als renegaten Azteken. Was war noch Vitzliputzli, nicht ein Buchtitel von Karl May?
            Huitzilopochtli jedenfalls war der aztekische Rauchopfergötze, as far as I erinner me.

          • vitzliputzli schreibt:

            nun, es bleibt bei der feststellung, daß die selbstentlarvenden schwätzer zwar sehr lustig (für arme) diffamieren, aber nicht meine einfache und oben gestellte frage nach denjenigen theologischen reformen, auf die sich der geäußerte optimimus dem islam gegenüber stützt, beantwortet.

            ein NICHT-schwätzer würde die frage einfach beantworten. ein dummschwätzer kann das nicht und muss daher stattdessen diffamieren, um sein geschwätz zu kaschieren. siehe die kommentatorenINNEN oben.

            dagegen ist die einfache nichtbeantwortung von dante noch akzeptabel, wenn auch vielsagend.

            ich schrieb es schon: schwätzer dieser sorte sind nicht diskussionsfähig, weswegen ich das gespräch mit dem a-laberer und seiner kongenialen unterstützerin auch nicht suche. aber ich lasse mich auch nicht blöd anmachen.

        • Silke schreibt:

          Aristobulus

          wie dumm wir sind, dabei ist Vitzliputzli so ein nett anzuschauendes Mitglied der Menschheit (obwohl meine griechische “Schwiegermutter” sich vor ihren entblößten Achselhöhlen geekelt hätte.)

          http://www.vitzliputzli.de/

          • Aristobulus schreibt:

            Aber Säulen im Hintergrund und ‘ne gülden lateinische Inschrift?, wie passen die zu dem dauereingeschnappten Brottler?, na vielleicht will er mal, was er nicht kann.
            Und was hatte Deine griechische Schwiegermutter (nein, ” “) gegen dezente Achselhöhlen?, trugen die Griechinnen denn nicht mehr diese Chlamys – wie geht deren Plural?, Chlamydien? :)

          • Silke schreibt:

            frag mich was Leichteres, sie ist die gleiche Frau, die ohne jeden Anflug von Verschämtheit oder Kicherei mit ihren Nachbarinnen alle gängigen Sexualpraktiken aufs Ernsthafteste diskutieren konnte (es hatte einen Todesfall aufgrund einer Bisswunde in einen Penis gegeben) und dennoch nackte Achselhöhlen oder NackbaderInnen verursachten ihr körperliche Übelkeit. Dennoch, obwohl ich bekannte, daß ich auch nackt badete, war ich in ihrem Haus und an ihrem Tisch und in ihrer Küche stets hochwillkommen und von einer Gruppe Huren auf Leros wurde nur mit dem Zusatz kalo paidi erzählt. Die Grenzlinien zwischen OK und nicht-OK verlaufen wohl weder gradlinig noch logisch nachvollziehbar.

            Nach dem oder der? Chlamys kamen die Orthodoxen.

            Ich hoffe mit Dir kongenial meint er/sie mich. ;-)

          • vitzliputzli schreibt:

            ich schreibe das nur, weil ich nicht will, daß diese frau da unannehmlichkeiten bekommt.

            das bin ich natürlich nicht !

            wie blöd muss man sein, anzunehmen, daß ich nach den morddrohungen mein bild ins internet hänge?

            und wie dumm, um so etwas einfach anzunehmen, nur weil jemand auch müller heisst?

            ihr beiden seid wirklich lachkasper, aber ich will hier als gast nicht ausfallend werden und ziehe mich daher lieber zurück.

            wer lust hat, die frage nach den theologischen reformen doch noch zu beantworten, kann das auch bei mir tun.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke
            …was er nun meint?, er deutet immer auf sich, und ähm, seh ich recht?, “Lachkasper” hat er geschrieben. Also entweder er ist aus sowas wie Barmbek oder Dortmund-Aplerbeck und is sein Leben noch nich von da wech, oder er ist wirklich richtig rechts. Wer Lachkasper sagt, sagt wahrscheinlich auch deutsches Mädel, woll, Überfremdung, Landfahrer und Hausmachergrütze. Kalo paidi über Deklassierte würde der nicht über die Lippen bringen, der würde so über die reden, wie er Türken schreibt. Komisch, hier Tradition & Scholle, da Tradition & Scholle, aber mit diesen Unterschieden. Der Lachkaspersager ist kein Herr, weiter entfernt vom Herr-Sein kann er kaum sein, aber Deine Griechin war eine Dame.

            Sag, gibt’s irgend ein von Dir geschätztes Buch, das unter Leuten wie Deiner Griechin spielt?

            P.S.
            Deinen wahnsinnig lakonischen, um nicht zu sagen irrsinnig scary Satz (es hatte einen Todesfall aufgrund einer Bisswunde in einen Penis gegeben) werd ich mir jezze schnellllement noch vorm Anbruch des Schabbojs groß vergrößert ausdrucken und übern Schreibtisch hängen :D

          • Aristobulus schreibt:

            Ach ach, die Moderationsschleife!, war war’s?, sicher deutsches Mädel, woll, Überfremdung, Landfahrer und Hausmachergrütze. Wär ja zu schön, wenn man das hiesig einfach noch mal so schreiben dürft.

          • K.Voss schreibt:

            Die Chlamys, deren plural übrigens Chlamydes lautete, war ein Männergewand, um genau zu sein, ein kurzer Mantel der manchmal allein getragen wurde.
            Der Chiton, Frauen lang – Männer kurz, ist das eigentliche Gewand, Frauen trugen sittsam darüber noch den peplos.
            Silke, leider weiß ich selbst nicht mehr, wie sehr ins Detail Voß in seiner Übersetzung der größten aller Schriften ging, aber ich bilde mir ein, er deutete alles an, führte aber nichts aus. Naja, fast nichts.
            Das holte damals für mich eine Zeitschrift mit den Initialen P und M nach, die in, aus heutiger Sicht, nervender Aufdringlichkeit alle paar Jahre eine Sonderausgabe über die Sexualität der Griechen der Antike herausbrachte. Mit ein Grund für meinen heutigen Groll auf dieses Magazin…

          • vitzliputzli schreibt:

            “Wer Lachkasper sagt, sagt wahrscheinlich auch deutsches Mädel, woll, Überfremdung, Landfahrer…”

            schreiben Sie doch gleich, wer Lachkasper sagt, vergast auch juden !

            Ihre blöden unterstellungen sind grandios und entlarven Sie jedesmal erneut als den Schwätzer, als den ich Sie bezeichnet habe.

            Darf ich es steigern? Sie sind ein aufgeblasener dummschwätzer allererster klasse. typen wie Sie habe ich gefressen.

            was schreibe ich denn über TÜRKEN?

          • Silke schreibt:

            Aristobulus

            das einzige Buch, an das ich mich erinnere, in dem über “Eingeborene” so geschrieben wird, daß ich es genieße, ist, verzeih es mir, von Robert Graves und sind in meiner Ausgabe (The Shout) aufgeteilt in Majorcan Stories English Stories und Roman Stories. Da es 300 Seiten hat und die jetzt angebotenen Complete Short Stories 352 Seiten sind das wohl alle, die es gibt. Ich habe in Griechenland ohne Absicht um all die zu der Zeit angesagte Lektüre (Lawrence Durrell?) über die Inseln einen Bogen gemacht. Ottilie’s Bücherregal war spannender (Ottilie ist die, die in Italien Karl Wolfskehl – mit anderen? – nach Australien geholfen hatte.)

            Zum Vergleich konnte ich Tania Blixen’s Out of Africa nicht fertig lesen, weil ich ihren Ton nicht mochte. Reinen imperialistischen Hochmut kann ich besser ab als missglückte Gleichmacherei und sie war nur 10 Jahre älter als Graves.

            Aber falls Du Dir den Graves reinziehen solltest, sei vorsichtig, daß es keiner sieht, denn das Inhaltsverzeichnis enthält gleich zweimal das N-Wort (wie es auf Amerikanisch nunmehr heißt.)

            PS: Beim Telegraph gibt es jemanden, der Deine Gefühle teilt. Enjoy!

          • Silke schreibt:

            Voss

            zur Ehrenrettung von Schadewaldt muß ich sagen, daß der nicht ins Detail ging, er erwähnte nur die Tatsache, daß nachdem Odysseus sich als Kenner des Betts bewiesen hatte, die beiden das taten, was Eheleute zu tun pflegen.

            Und das mit der Sexualität der Griechen ist, so heißt es, in den überaus lesbaren Romanen von Mary Renault http://en.wikipedia.org/wiki/Mary_Renault so beschrieben, daß Homosexuelle sie, die Frau, sehr gern mögen, was ich zu der Zeit, als ich ihre Bücher aus griechischen Inselpapierkörben fischte, natürlich nicht wußte, aber mit meinen Vorstellungen wie das mit dem Sex und der Liebe und der Zuneigung und der Freundschaft so ist vollkommen d’accord ging und erfreulich zu lesen waren die Schinken allemal, nix von der heutigen creative writing inspirierten Massenware im Genre der historischen Romane.

          • Aristobulus schreibt:

            Liebe Silke, danke für Deinen Hinweis auf Robert Graves, ich werd ihn mir doch mal vornehmen müssen. Übrigens hat Nadine Gordimer (“Burger’s Daughter”) ein erstklassiges konzentriertes Buch geschrieben, in dem mindestens eine Figur wie Deine Griechin vorkommt. Jeder Satz sitzt, und leiner will eine Lösung sein. Nachdem ich das gelesen hatte (es nicht weglegen könnend), habe ich verstanden, worum es in Südafrika ging (und geht). Das hatten Essays, Zeitungsartikel, Filme usf. nicht vermocht.

            Hi Voss!, stimmt, es war der Chiton, aber nur die Ober-Oberschicht wird den getragen haben. So wie auch nur die Ober-Oberschicht sich äußerte, wer warum mit wem schlief. Was hatte denn PM darüber zu verlautbaren?

            - Und Herr Vitzli, Sie leuchtendes Beispiel notorischer plumper Unscharmanz, finden Sie sich nicht selber ganz erstaunlich? Diese Selbstanleitung zum Unglücklichsein, Paul Watzlawick hätte seine helle Freude an Ihnen. Keiner kann Sie ausstehen, sie fangen sich nix als Abfuhren ein, egal von wem, und es liegt komischerweise immer wieder nicht an den Anderen.
            Sollte das nicht zu denken geben?
            Nein!, denken Sie jetzt. Nu.

          • vitzliputzli schreibt:

            Ich gestatte es ohnehin nicht jedem, mich zu mögen. ich bin da sehr wählerisch.

          • vitzliputzli schreibt:

            und was die “abfuhren” betrifft:

            schauen Sie doch mal bei mir auf facebook (wo ich normalerweise nichts mache). ich habe nicht viele freunde. aber unter den wenigen sind einige ziemlich bekannte (vielleicht nicht Ihnen) blogger. und wissen Sie was? Sie dürfen jetzt ein wenig neidgefühle entwickeln: die haben MICH gefragt. ich habe keine einzige freundschaftsanfrage gestartet. seltsam, nicht wahr?

            nicht, daß Sie da einem irrtum erliegen.

          • Aristobulus schreibt:

            Hic Rhodus, hic salta.

          • vitzliputzli schreibt:

            lol.

            such selber. du fauler fremdsprachiger dummschwätzer.

          • Silke schreibt:

            Aristobulus

            sehr zum Gähnen originell dieser vitzliputzli

            Gähnen ist übrigens ein Zeichen einsetzender Entspannung und eine hervorragende Übung für die Gesichtsmuskulatur.

            Also, Unterkiefer so locker wie möglich hängen lassen und tief einatmen. Funktioniert garantiert. Leider weiß ich zwar, wie man den Gähnreflex auslöst, aber nicht, wie man ihn wieder anhält, aber vielleicht kann vitzliputzli da ja was beitragen.

          • Aristobulus schreibt:

            …also mich lässt schon der Name müd werden, dieses muntere Gespringe mit doppelt schweizerischem Triller, hach so munter, dabei isser doch ein ungeputzter Halbschtiebel weit vor dem Herrn.

            Narzisst isser auch noch. Nu, wer ist keiner?, kann man ja verstehen, zumal wir auch welche sind. Aber wir mögen immerhin unseren Narzissmus und den der Anderen, das hat Charme. Wohingegen jener Schweizli-Springerschtiefeli den halt nicht hat

            gähn.

  10. Silke schreibt:

    mein letzter ist in der Moderation

    War’s die Erwähnung von “Eingeborene”, die dem elektronischen Zensor mißfiel?

  11. Pingback: Der totalitäre Antidemokrat Vitzliputzli schreibt: “Neuer Luftkurort Fukushima: Jetzt After-Life-Freibier für alle – Japaner mittlerweile alle ausgestorben” « Erzkonservativer

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