“Komm mit nach Sarrazin,
So lange noch die Rosen blüh’n,
Dort woll’n wir glücklich sein, wir beide ganz allein!
Du bist die schönste Fee, von Debrecin bis Plattensee,
Drum möcht mit dir ich hin nach Sarrazin!”
Die schönste Fee, die diesmal von den Medien nach Sarrazin geschickt wird ist Sarah Kuttner.
Die Welt titelt: “‘Minderbemittelte’ Kuttner faselt von ‘Negerpuppe’” Die Süddeutsche entschärft: “Ich würde ihr keinen Rassismus bescheinigen.”
Was ist geschehen? Ein Mann, der bei einer Lesung von Sarah Kuttners Buch “Wachstumsschmerzen” war, hat eine Anzeige gegen die Autorin erstattet mit folgender Begründung: “Sie zog über diese ‘Negerpuppe’ her, ließ sich über deren 30 Zentimeter große ‘Schlauchbootlippen’ aus und wiederholte, wie ekelhaft sie diese Lippen fand. Sie habe die Puppe wegschmeißen müssen, weil es kein Sinn gehabt habe, sie zu behalten.”
OMG, dachte ich bei mir; ja, ich denke in Abkürzungen und auf englisch; OMG, dachte ich also bei mir, das ist ja mal wirklich blanker, purer Rassismus; und sowas wird unbemerkt in deutschen Buchläden verkauft? Ich habe mir sofort die entsprechende Stelle in Sarah Kuttners Buch angeschaut:
“Nichts zu sagen ist allerdings gegen meine Negerpuppe. Ein riesiges Stoffungetüm, ganze achtzig Zentimeter purer, unschuldiger Rassismus mit einem obszön großen Kopf, der so schwer ist, dass er der Puppe immer wieder auf die schmalen Schultern fällt und ihr so permanent einen ergreifend niedergeschlagenen Eindruck verleiht. Als wäre das nicht schon entsetzlich genug, wird das Ganze noch von einem furchterregenden Paar praller, aufgenähter Wurstlippen getoppt. Vollkommen undenkbar, dass so etwas heute noch verkauft würde.”
Ach Du liebes mein Bisschen, dachte ich bei mir; ja, diesmal auf Deutsch und ausgeschrieben; Ach Du liebes mein Bisschen, dachte ich also, da hat ja mal jemand wirklich so vollkommen den Inhalt mißverstanden. Was Sarah Kuttner da schreibt ist kein Rassismus sondern das genaue Gegenteil: Rassismuskritik. Dennoch fällt ihr Ex-Kollege Mola Adebisi über sie her:
“Sarah ist eine Rassistin. Das habe ich selbst zu spüren bekommen (…) Sie wird sich nicht äußern, weil sie die Situation nicht reflektieren kann. Ihr fehlt die emotionale Intelligenz, sie ist minderbemittelt. Sarah Kuttner ist in der Entwicklung stehen geblieben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mal Juden-Witze machen würde, dann wäre ihre Karriere nämlich beendet! Aber Türken und Afro-Deutsche leisten nicht den Widerstand. Juden lassen sich keine Beleidigung gefallen.”
Ja, so sind sie die Juden, ganz anders als die Türken, jedenfalls in der Welt von Mola Adebisi. Diese Sätze sind rassistischer und antisemitischer als alles, was ich bisher von Sarah Kuttner gehört habe! Wie konnte es nur soweit kommen, dass Bücher zerissen werden, bevor sie überhaupt gelesen werden?
Ich muss bei dieser ganzen Angelegenheit unweigerlich an Thilo Sarrazin denken, denn das Urteil, er sei ein Rassist, stand für viele auch schon fest, bevor sein Buch “Deutschland schafft sich ab” überhaupt auf dem Markt war. Ich kann nur hoffen, dass uns der Fall Kuttner endlich eine Sache lehrt: Wer das Buch nicht gelesen hat, soll gottverdammtnochmal die verfluchte Fresse halten, egal ob die Autorin nun Sarah Kuttner, Charlotte Roche, Thilo Sarrazin oder Henryk M. Broder heißt.
“Denn meine Leidenschaft,
brennt heisser noch als Gulaschsaft,
Und in der Brust tanzt Herz mir Czardas her und hin!
Komm mit nach Sarrazin,
so lange noch die Rosen blüh’n,
Dort ist die ganze Welt noch rot, weiss, grün!”
Als ich das mitbekommen habe, war ich unweigerlich um die Intelligenz der gemeinen Masse besorgt. Arme Sarah, der Typ der sie angezeigt hat, hat mit der “Negerpuppe” offenbar den Kopfinhalt gemein: Rassistische Flusen. Und die Leute, die sich an dem Shitstorm beteiligt haben sind auch nicht viel besser. Die sollten sich mal in die Ecke stellen und über sich selbst denken “OMG”, oder auch gerne “Ach Du liebes mein Bisschen”.
Das Verurteilen ohne sämtliche Inhalte und Details zu kennen oder bei Missachtung einiger solcher ist momentan ein echtes Problem welches ich von Journalisten bis in meinen Freundeskreis beobachten kann. Und es nervt!
Sarah Kuttner ist nur ein Beispiel. Die verantwortlichen Journalisten haben sich nicht die mindeste angebrachte Mühe gemacht, die Story zu recherchieren sondern einfach Aussagen abgedruckt.
Ein anderes Beispiel ist jener angebliche Rassismus-Fall aus den USA, der auch bei uns so viel Aufmerksamkeit erhielt. So viel Auslassung und Verdrehung habe ich lange nicht erlebt.
Und auch die Klagen über die Polizeiarbeit im NSU Fall fallen darunter. In der Verurteilung der Polizei bei Verdächtigung des Umfeldes der Opfer wird der “Normalfall” völlig ausgeblendet, die Hinweise der türkischen Polizei gar nicht erst erwähnt.
Es nervt. Mit dem, was die Menschen nicht wissen könnte man den Pazifik mehrfach füllen. Und trotzdem hat jeder zu allem sofort eine Meinung.
Lustig ist natürlich auch der beliebte Kurzschluß:”Wer mich nicht toll findet, kann nur Rassist sein”.
Dazu Adebisi: “Als ich und Milka Loff Fernandes in einer Sendung von den Zuschauern zu den beliebtesten Viva-Moderatoren gewählt wurden, sagte sie nur: ,Das kann nicht euer Ernst sein‘ und warf die Karte mit unseren Namen in den Müll.“ ”
Das Frau Kuttner den Herrn halt einfach auch so komplett Scheiße finden könnte und mit einigem Grund, das kommt ihm nicht in den Sinn.
Bah.
“Ich finde, die Grenze zum ordinären Rassismus ist hier eindeutig überschritten. Man kann sich nicht mehr mit legitimer Schwarzafrikakritik herausreden.”
Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Kuttner hat den Alltagsrassismus in ihrer Kindheit angeprangert und hat das anhand einer Puppe deutlich gemacht. Da diese Puppe dank der überzeichneten Lippen rassistische Ressentiments bedient, verdient sie auch nur einen rassistisch aufgeladenen Namen wie “Negerpuppe”. Wie hätte sie sie denn sonst nennen sollen? “Dunkelpuppe”? Oder “Puppe mit afrikanischem Migrationshintergrund”? Oder ganz langweilig einfach nur “Puppe”? Dann würde sie ihren rassistischen Charakter verschweigen, was auch rassistisch ist.
Die Leute, die ihr jetzt einen Strick draus drehen, können offenbar kein Deutsch. Vielleicht haben sie alle einen sprachlichen Migrationshintergrund.
Soweit ich beim Spiegel gelesen hatte, sprach sie (Kuttner) in der Lesestunde auch über den Begriff “Negerpuppe” und machte klar, dass sie diesen nicht als “normal” empfindet sondern zu Recht verpönt.
eben!
An Gerd Buurmann,
Sie kennen sich da ja aus, daher die Frage an Sie. Kommt man eigentlich so ohne weiteres in den Backstagebereich? Reicht ein “ich muss mal mit XY reden” aus, um durchgelassen zu werden? Auch bei Lesetouren?
Das geht einfacher als mal glaubt. Ich war schon auf der Aftershow-Party der Echoverleihung ohne eingeladen worden zu sein (ist schon paar Jahre her, alles verjährt
) Alles was man braucht ist Chuzpe und ein wenig Fantasie.
Gut zu wissen. Wunderte mich nur über die Begegnung des späteren Anzeigenerstatters mit dem Objekt seiner Aufregung im Backstagebereich. Ich kenne das noch so, dass man anschließend vor der Tür warten kann ob man evtl. noch kurzen Kontakt mit den “Stars” bekommt…
Nichts ist leichter, als bei Lesungen oder kleineren Veranstaltungen an den Künstler zu kommen.
Danke für den Hinweis. Das eröffnet ja ganz neue Möglichkeiten an Autogramme und Gespräche zu kommen
Dass das einzig Rassistische bei der ganzen Angelegenheit Mola Adebisis Kommentar ist, war auch mein erster Eindruck, nachdem ich den Artikel gelesen hatte mit dem vollständigen Zitat aus Kuttners Buch.
Aber nach all dem, was Sarrazin angeblich geschrieben haben soll lt. zuverlässigen Dritt- und Viertquellen, und auch seriöse Medien sich selten die Mühe machten, das selber nachzuprüfen, wundert mich nichts mehr. Ich hätte das vorher auch nicht für möglich gehalten.
Woran liegt dieses absolute Missverständnis? Das Wort Neger hört man sehr selten, und sobald es einer dann mal sagt, hört man hin, zeigt man drauf: Der Reiz des Exotischen, fremd geworden, voll Fünfziger. Wenn hingegen einer Jude oder Zionist oder Geldjude oder dieses gezischte Siedler sagt, hören die Leute weg, denn man wird ja wohl noch mal was sagen dürfen, wenngleich nicht gar so laut.
Jude ist ja kein Reizwort, sondern mittlerweile ein gewöhnliches Schimpfwort auf Schulhöfen… aber wenn einer Neger sagt, und sei es als Rollenprosa, spielen die Leute gleich Bürgerrechtler gegen den KuKluxClan.
- Das möcht ich mal erleben: Dass einer sagt, ich hatte als Kind ‘ne Judenpuppe, aber diese Nase, also nee – und dass sich die Leute daraufhin sofort echauffieren. Das wird nicht passieren! Kichern wird passieren, und man geht zur Tagesordnung über. Egal, ob er’s so herum oder so herum gemeint hat.
passend dazu Nick Cohen’s Worte im letzten Teil seiner Ansprache
http://www.spectator.co.uk/nickcohen/7866328/dont-trust-the-west.thtml
NICK COHENTHURSDAY, 24TH MAY 2012
A few days ago, I attended the Oslo Freedom Forum, where dissidents and human rights campaigners gather to exchange ideas. I feared the mood was a little too optimistic, and remembered that the first duty of the journalist was to be the bearer of bad tidings. Here’s what I said:
PS:
vor 2 Jahren oder so offerierte Sarotti seinen Kakao in einer Dose geziert mit dem Bild seines eilenden mit einem Tablett zur Herrschaft/Kundschaft eilenden “Mohren”, also Kinderarbeit noch obendrauf. Gab’s einen Aufschrei? nicht daß ich’s mitgekriegt hätte.
Sarrazin hingegen wies alle Kritik, an dem was er in BILD vorveröffenticht hatte oder in Interviews sagte, mit der Forderung ab, man müsse erst sein Buch gelesen haben. Eine derart hochmütige und selbstentlarvende Abwehr war mir bis dato nur von nobelpreiswürdigen oder erhoffenden Großschriftstellern bekannt.
und ums nur ganz klar zu machen, dies ist ein von Sarrazin vermutlich NICHT selbst ausgewähltes Zitat. Bevor ich ihn darum verurteilen würde, würde ich gern erst das komplette Argument kennen. Doch wenn ich’s zusammen nehme mit anderen Äußerungen würde ich gern das Ganze kennen, kann mir allerdings nicht gut vorstellen, daß jemand nach 3 Wochen trampen, den Arbeitsalltag seiner Bewohner kennt.
http://www.stern.de/politik/deutschland/zitate-aus-sarrazin-buch-honecker-holocaust-griechische-esel-ueber-die-europaeischen-suedstaaten-1830318-bb72cb0a6d43ed81.html
Auf “meiner” Insel waren jedenfalls 1976 die Touristen immer sehr angetan von dem lockeren Lebenswandel der Fischer, die am späten Vormittag ihre Netzflickereien mit einem Nickerchen unterbrachen. Sie hielten das für typisch südliche Lebensart. Null Ahnung hatten sie vom Rest des Tagesablauf, interessierte sie auch nicht die Bohne, hätte ja die schönen Träume vom Paradies auf Erden stören können. Ich jedenfalls habe es kaum durchgehalten, den ganzen Sommer über meinen Schlaf nur in Einzelstundenportionen zu kriegen.
Maurer z.B. arbeiteten 6 Tage bis 14 Uhr, um dann in die Taverne zu eilen und als Kellner für Kreuzfahrttouristen zu verdienen, dann ging’s mit Einbruch der Dunkelheit raus, die Netze auslegen und vor Sonnenaufgang wieder raus, die selben einzuholen. Die Zeit für Faulheit war im Winter, wenn Stürme Arbeit unmöglich machten und man gemütlich beisammen saß und die Netze fit für den Sommer flickte. Karten spielte. Leute, die im Frühjahr rund und gesund aussahen und gelassen waren, waren im August September hohlwangig und explodierten beim geringsten Anlass. Aber das war natürlich nur Schufterei und kein lineares Effizienzdenken. Hätten sie linear effizient gedacht, hätten sie bestimmt den ganzen Tag im Café rumsitzen können, die übrigens zu bestimmten Zeiten als Geschäftsräume dienten.
Der Sarottimohr war lange das Wahrzeichen besagter Firma.
Im übrigen denke ich, dass es ein Ideechen übertrieben ist, alle Äußerungen aus den Fünfizer bis Achtiziger Jahren als rassistisch einzustufen. Ich habe seinerzeit auch Negerküsse gegessen.
Wer heute politisch korrektes Vokabular verwendet, ist dagegen noch lange nicht gegen Rassismus immun. Man sehe sich die “Antizionisten” an.
Was ist an Ss Abwehr hochmütig. Ist es nicht geradezu ein Breitensport, Kritik dadurch abzuwehren, indem man immer auf den Kontext verweist?
Derartige Verweise dienen aber meist dazu, eine Diskussion ins Leere laufen zu lassen und zwar nicht nur von S. und G. (der übrigens ein neues Gedicht veröffentlicht hat).
Es war nicht der Sarottimohr von damals, es war eine Neuauflage
Ich erinnere mich gerade daran, dass noch letzten Monat der Kabarettist Jürgen Becker den Comedian Markus Jung permanent als “Neger” anmoderierte.
“Wer das Buch nicht gelesen hat, soll gottverdammtnochmal die verfluchte Fresse halten,”
Ich denke, bei manchen Büchern reicht es schon aus, zu wissen, wie sich die AutorInnen über ihr eigenes Buch äußern. Ihnen kann man ja nicht vorwerfen, dass sie Zitate aus dem Kontext reißen.
Wenn ich mir die Äußerungen Sarrazins, der die Angst vor der Produktion von zu vielen Kopftuchmädchen äußert oder Broder, der Europa einer Invasion von Moslemherden ausgesetzt sieht, denen mit rechtsstaatlichen Mitteln nicht mehr beizukommen ist, dann reicht das oft schon aus.
Man sollte dann natürlich im Idealfall gewisse Passagen lesen.
Wenn man sich nur über ein Buch negativ äußern dürfte, wenn man es selbst komplett gelesen hat, müsste auch jeder, der “Mein Kampf” kritisiert, dies erst einmal komplett gelesen haben.
Jeder, der den Koran oder die Bibel kritisiert, diese erst einmal komplett von vorne bis hinten gelesen haben.
Btw. bei Kuttner ist das was anderes. Bereits die Passage zeigt, dass dies von ihr wohl eher auf die rassistische, überzogene Darstellung von Schwarzen im allgemeinen bezogen ist.
Klar!, ist ja völlig klar und unbestreitbar!, dass Kuttner die Negerpuppe grässlich fand, eben weil die Puppe eine Schwarze als grässliches Klischee darstellt.
Dass die sog. Kritiker daraus wiederum ein Klischee gemacht und gegen Kuttnern gedreht haben, ist ja auch wieder ‘ne Art von Kleckskunst.
Lieber Herr/Frau Quisa!
Natürlich wissen Sie immer schon sofort, was Autoren wie Broder und Sarrazin denken – das ist sattsam bekannt, dies zeigen wieder ihre jüngsten Zeilen.
Ihre Agitation auseinanderzunehmen, lohnt nicht.
Daher nur der Hinweis: Wenn die bösen Islamkritiker mit Koranzitaten um sich werfen, kommt doch von Ihren Freunden im “Geiste” regelmäßig der Hinweis, man müsse den Koran als Ganzens richtig lesen und verstehen (vielleicht im Sinne der faschistischen Salafisten?).
Einzelzitate gäben doch nicht den wahren Islam wider.
Auch die Taten Einzelner oder einzelner Gruppen spiegelten nicht den Islam wider etc. pp.
Sie müssen natürlich nicht die Bücher Ihrer Lieblingsfeinde Kelek, Tibi, Broder und Sarrazin vollständig gelesen haben, um sich zu ihren Thesen zu äußern.
Dann müssen Sie aber auch Kritik an Ihrer Kritik einstecken, nämlich derart, dass Sie – sich hinter Pseudoobjektivität versteckend – “parteilich” sind, nämlich totalitären Denkmustern sehr zugeneigt.
Zudem: Wenn Hs. Buch bereits zwischen 1933-1945 als Grundlage der damaligen Politk gehandelt wurde und man das Ergebnis sieht, ist es vielleicht nicht nötig, das Buch überhaupt gelesen zu haben, um es abzulehenen.
Man muss auch nicht alle Werke eines Herrn Uljanow gelsesen haben: Wenn man das Ergebnis sieht und auch heute noch beobachten kann, ist es durchaus möglich, den Marxismus-Leninismus als Verbrechen abzulehnen (was Ihnen natürlich ganz und gar nicht passt).
Bin zwar mit Quisas Beitrag auch nicht einverstanden. Aber Giovanni Pietro, bitte: Ihn als Marxisten-Totalitären-Salafistenentschuldiger usf. hinzustellen, nur weil seine Meinung Ihnen nicht passt, spricht weder für Ihre Meinung, noch für Sie selbst.
Lol…danke, Aristobulus. Aber solche Beiträge wie von Giovanni finde ich ja eher belustigend:)
Jetzt weiß ich immerhin, dass Necla Kelek eine meiner Lieblingsfeindinnen ist.
Aber Giovanni hat ja meine größten Vorbilder vergessen: Das sind ja schließlcich Pol Pot und Josef Stalin und Mutter Beimer;)
Ein extrem Pigmentierter mit Gazelle zagt im Regen nie.
Hat jemand “Weißer” gesagt?
“Komm mit nach Sarrazin…”
Beschwerde!
Herr Buurmann, könnten Sie bitte den Operetten-”Sarrazin”-Ohrwurm wieder aus meinem Kopf entfernen! Danke!
Ansonsten volle Zustimmung zu Ihrem Artikel.
Gruß, Krischan
Für alle, die von Negerpuppen noch nicht genug haben, hier die Golliwog-Episode aus EXTRAS von Ricky Gervais:
Maggie sieht zudem der Kuttner ziemlich dämlich ähnlich.
Das ist ganz groß!
Ich verstehe die Aufregung auch nicht. Eine unwichtige Frau schreibt ein Buch und ein noch unwichtigerer Mann zeigt sie an, wegen Rassismus. Rassismus kann ich nicht erkennen. Es ist eher die Sucht nach Aufmerksamkeit.
Typisch auch, das Mola Adebisi der Kuttner vorwift, sie hätte keine “emotioniale Intelligenz”. Das ist ein typisches Vorwurfsmuster an jene, die rational argumentieren wollen und nicht emotionialisieren. Ich weiß nicht, ob das für Kuttner gilt, aber für Sarrazin in jedem Falle, denn er trägt unter übelster Beschimpfung seine Argumente vor.
Da ich als Informatiker selbst eher wenig zu Emotionen und Gefühlsausbrüchen neige und ich die Vorwürfe all zu gut kenne, bin ich bei solchen Anschuldigungen besonders aufmerksam.
Mit Verlaub: Ich arbeite selber als Informatiker, und ich würde sagen, dass diese genauso zu Gefühlsausbrüchen und Emotionen neigen wie jeder andere auch. Man kann es sich halt während der Arbeitszeit nicht immer leisten, wie in anderen Berufen auch. Hören Sie bitte auf, solchen Nerd-Unsinn zu verbreiten, nachher glaubt das jemand noch.
wie kannst Du nur so grausam sein und seiner liebsten Gesprächverweigerungsentschuldigung die Luft raus lassen.
Man braucht die Bücher nur einen Teil der Bücher zu lesen. Und zwar jener teil, der von den Gegnern zur Diffamierung benutzt wird. Und genau diese Stellen recherchiere ich. Und wenn die Kritik zu dieser Stelle verdreht oder nicht korrekt ist, schliesse ich, da hinter der Kritik eine üble Absicht steckt.
Bei Sarrazins beiden Büchern konnte ich feststellen, daß die Kritik nicht korrekt ist. Damit weiß ich schon, wem ich eher zuhören werde.
Ja,ja, die emotionale Intelligenz… Adebisi hat davon überreichlich. Zu seiner Hautfarbe darf in diesem Zusammenhang allerdings nichts gesagt werden — nur wenn er ein Tor schießt, dann schon..
Aha, Sie sind also selbstredend weiß, schweinchenfarben, fahl oder sommersprossig?
Nichtzutreffendes bitte streichen, danke.
erinnert an die “spooks” in philip roth’s “der menschliche makel” – diesmal eher als komödie denn als tragödie! Da hat es Frau Kuttner extra noch so angelegt und formuliert, dass es politisch ja korrekt ist und es selbst der letzte Blödmann checkt, wo sie steht – na und dann gibts da doch noch einen, der blöder ist als, als die süddeutsche erlaubt. Ob noch eine entschuldigung erfolgt?
was will man auch von mola adebesi erwarten, der ist doch (XXX “Bitte keine Beleidigungen, Hetze oder Kommentare, die sich konträr zur deutschen Rechtsprechung befinden” Anm. d. Red.)
p.s. bruce darnell hat gesagt, dass es kein weniger rassistisches land als deutschland gibt – ich gebe ihm absolut recht. als schwarzer mann genieße ich sogar viele vorteile und oftmals einen sympathie-bonus, die menschen behandeln einen mit respekt und meistens freundlicher als die anderen milchbrötchen untereinander. aber es gibt auch viele von meinen “brüdern”, die mich dissen, weil ich mit weißen jungs rumhänge. viele von meinen “brüdern” sehen es auch schon als deutliches zeichen von rassismus, wenn ihnen mal jemand im straßenverkehr die vorfahrt nimmt oder beim brötchenholen drängelt oder unfreundlich bedient wird. als ob das nicht bei allen anderen auch passiert – unabhängig von der hautfarbe.
Vielen Dank für Ihre ehrlichen Worte. Nach diesen zu urteilen wäre es mir eine Freude mit Ihnen mal “abzuhängen”.
Ich habe lange gesucht, jetzt habe ich es gefunden. DAS Wort zum Thema Rassismusdebatte und political correctnes
göttlich!
NUn, du sagst es ja selbst, dass du einen Sonderstatus hast (auch wenn du es als sympathiebonus bezeichnest). Das bedeutet, als Schwarzer (sorry, aber ich finde an dem Wort nichts schlimmes) fällt man immer auf und gilt gerade in Deutschland als nicht “normal” und wird ständig angegafft. Ich habe sehr viele schwarze Freunde und meine Freundin ist ebenfalls schwarz und die werden beispielsweise als Männer besonders gerne als “faul und sexbesessen” oder als “Drogendealer” eingestuft. Als Frau werden sie oft für eine Prostituierte gehalten, auch wenn diese Studentin eines PHD-Programmes ist.
Natürlich ist ein Großteil der Bevölkerung aufgeschlossen, aber es gibt wohl kaum eine Gruppe in Deutschland, die mit mehr Rassismus konfrontiert wird, als Schwarze. Und dies geht nicht nur von “Deutschen” aus, sondern auch von den anderen Migrantencommunities. In den USA und vielen anderen europäischen Ländern ist es einfach weitaus selbstverständlicher, schwarz zu sein als in Deutschland (v. a. UK, Frankreich, Belgien oder Niederlande)…Prominente wie Bruce Darnell nehmen diese Probleme natürlicxh nicht so war, da sie ja selbst damit nicht so konfrontiert werden.
Nur wenn man selbst nicht mit Rassismus und Diskrimierung konfrontiert wurde, sollte man vorsichtig damit sein, diese zu leugnen
Pascal hat den Rassismus nicht geleugnet, und dies werte ich als schwere Anschuldigung.
Er hat darauf hingewiesen, dass vieles als Rassismus gewertet wird, was in Wirklichkeit “normale” Unfreundlichkeit oder permanente Misantrophie darstellt. Das diese trotzdem elendige Bestandteile der Gesellschaft sind und eigentlich bekämpft gehören ist ebenso unbestreitbar.
Nebenbei, in Libyen erlebten Schwarze während der Revolution eine Welle der Gewalt, die wohl nicht anders als rassistisch motiviert war. Wenn ich mich Recht erinnere wird in weiten Teilen Nordarfikas für “Schwarzer” immer noch der Begriff “Knecht, Sklave” benutzt.
Was die USA und die Selbstverständlichkeit des Schwarz-Seins angeht – dies widerspricht entschieden dem, was Bürgerrechtsbewegungen in den letzten Monaten äußerten. Die aktuelle Rassismusdebatte wird dabei unehrlich vermischt mit jener der Kleider-machen-Leute.
Ich habe Pascal nicht vorgeworfen, Rassismus zu leugnen. Ich habe allgemein gesagt, man solle aufpassen, seine subjektiven Erfahrungen nicht auf das Ganze zu projezieren.
Was Nordafrika angeht, vernehme ich regelmäßig ähnliches: Ein Freund von mir aus Guinea hat eine Weile in Marokko studiert und die rassistischen Beschimpfungen müssen einfach unerträglich gewesen sein.
WÄhrend in Libyen zuvor die Gaddhafiregierung die EU-Flüchtlingspolitik auf die Art ausführte, indem afrikanische Flüchtlinge in Lager gefercht und hin und wieder ermordet wurden, haben die vom westlichen Militärbündnis unterstützten “Freiheitskämpfer” gleich direkt Jagd auf schwarze Flüchtling gemacht; die unter dem Generalverdacht stehen, Gaddhafi als Söldner gedient zu haben.
Klar gibt es in den USA Probleme mit Rassismus gegenüber Schwarzen. Und was die Bürgerrechtsbewegung in den letzten Monaten äußert, ist auch sicherlich richtig.
Dennoch würde ich sagen, dass es in den USA viel selbstverständlicher ist, Schwarz zu sein, als etwa in Deutschland.
In den USA gibt es eben eine starke Bewegung, die diesen Rassismus thematisiert. In Deutschland erfährt man nur deshalb so wenig vom Rassismus gegen Schwarze, weil dieser eben kaum thematisiert wird. Es gibt zwar sehr aktive afrodeutsche Initiative und ein wachsendes Bewusstsein, dennoch ist die Lobby für die Interessen von schwarzen Menschen in Deutschland im Vergleich beispielsweise zur Lobby für die Interessen von Türken noch vergleichsweise klein. Das hängt selbstverständlich auch mit der Tatsache zusammen, dass erstere einfach eine viel kleinere Gruppe als letztere sind
Nunja, “Nur wenn man selbst nicht mit Rassismus und Diskrimierung konfrontiert wurde, sollte man vorsichtig damit sein, diese zu leugnen” als Fazit auf sein Posting liest sich durchaus als Vorwurf, zumindest für mich.
Was die USA angeht, könnte die dortige Rassismusdebatte nicht auch mit der Dimension zusammenhängen, den Zahlen?
Nicht nur, das die Zahl von Schwarzen in den USA um ein Vielfaches höher ist als in Deutschland und diese in der Mehrheit dort seit Generationen leben, während sie bei uns eine doch sehr kleine Minderheit, i.d.R. mit Migrationshintergrund sind, in den USA kommt es, auch Jahrzehnte nach dem KKK Verbot noch immer zu Vorfällen wie diesen:
http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Panorama/Nachrichten/NWZ/Artikel/2842129/Drei-Schwarze-ermordet-Verd%E4chtige-gefasst.html
Nebenbei sind es in den USA auch nicht “nur” Schwarze, sondern vor allem auch Latinos die mit Rassismus zu kämpfen haben. Darum ist eben auch die jüngste Empörung so eine Fragwürdige.
Der deutsche Rassismus wird sehr wohl thematisiert. Berechtigt wie aufgeptuscht. Die Reihe an Artikeln und Beiträgen über Fußballfans die einen schwarzen Spieler schmähen waren zumindest für mich ebensowenig zu überlesen wie die aktuelle Kuttnerdebatte oder die Anzeigen gegen Dieter Hallervorden.
Hetzjagden von Gehirnamputierten auf Schwarze, Orientale, Asiaten – mir fallen dutzende Berichte, Initiativen und öffentliche Reden ein.
Wie Aristobulus schrieb, soetwas provoziert meist eine Reaktion, i.d.R. eine ablehnende, wie der Shitstorm bei Kuttners social network zeigt. (So viel Anglizismen….)
Das Mola seinerseits keinen Shitstorm wegen dem Dreck den er über Juden, Deutsche oder Kuttner im speziellen von sich gab, abbekommt, wie soll man dies denn werten?
ca. 1974 hatte ich einen schwarzen Kollegen, einen halbschwarzen Kollegen, einen Latin-Indio-schwarzen Kollegen usw. usw. Ein Boss war auch teilschwarz. Einige waren schwul – so what.
Ich kann mich nicht erinnern, daß jemand in jener Zeit eine “Identität” hatte.
Was allerdings einen großen Unterschied zu machen scheint, ob jemand von Natur aus gesellig ist oder nicht. Gesellige haben’s leichter, tappen aber auch leichter in Fettnäpfchen. Am besten haben’s vermutlich die lächelnden Stillen und so’s ihnen konveniert, ist das ja auch OK. Schwierig ist es für die Gehemmten, aber die finden dafür öfter ein Mutter- oder Vatertier.
So lobenswert das mit dem ganzen Aktivismus einerseits ist, so groß sind auch meine Zweifel, ob das nicht zu anderen Arten von Stereotypisierungen führt.
quisa
ich habe dieser Tage in einer alten Buchpräsentation gehört, wie die Autorin, offenbar eine Wissenschaftlerin, die ihre Erkenntnisse vorstellte, als Beleg für deutsche Türken/Ausländer-Feindlichkeit anführte, daß eine junge Frau von einer alten Frau böse angeguckt worden war, weil sie beim ihr flicking behind her ears eine Strähne die Frau berührt hatte.
Ich behaupte die Frau hätte aryanischst blond und blauäugig sein können, die Reaktion wäre die gleiche gewesen. Zumindest noch in meiner Generation “beweht” man andere Leute nicht mit seinen Haaren. Der Ekelfaktor ist niedriger als bei Haar in der Suppe, aber er ist da.
Ist es zu viel vom Angehörigen einer anderen Kultur verlangt, daß er auch den Eingeborenen Marotten zugesteht?
Ich bin mit Diskriminierung so umgegangen, daß ich mehrere Leute gefragt habe, bevor ich beschloß, daß ich beleidigt worden war. Und komm mir nicht damit, daß ich als Deutsche nie diskriminiert wurde. Ich lebte 1962 in Paris, danach immer in multinationalen Cliquen, in denen Deutschsein “schlechtes Blut” bedeutete und wenn Du denkst, daß Griechen Nicht-orthodoxen, die ja angeblich nicht mal nen heiligen Geist haben, so ohne weiteres vertrauen, dann liegst Du falsch. Und da rede ich noch nicht von den Touristenblicken, wenn die mich mit meinen zottelhaarigen und ölverschmierten Fischerfreunden tanzen sahen.
In den allermeisten Fällen läßt es sich ausbügeln. Meine Bekannten auf Patmos kamen schließlich zu dem Schluß, ich könne keine richtige Deutsche sein, ich würde ja immer lachen. War das ein Geschenk für lau? Nein ich habe mich drum bemüht. Ich finde nix Schlimmes dran sich anzustrengen, um die Achtung der Leute zu gewinnen, die vor einem da waren.
Für diesen Text meinen tiefen Respekt. Auf den Punkt.
@Silke: Ich stimme dir hier in allem zu. Ich finde es auch nichts schlimmes, sich zu bemühen, die Achtung von Leuten zu gewinnen.
Ich finde es nur schlecht, wenn Leute erst gar keine Chance erhalten, die Achtung der Leute zu gewinnen. Und das gibt es leider überall auf der Welt. Das habe ich ja keinesfalls nur auf Deutschland beschränkt. Ich bin halt der Meinung, dass in den klassischen Einwanderungsgesellschaften wie den USA mit Fremdem weitaus selbstverständlicher umgegangen wird. EInfach aus dem Grund, dass man es dort viel normaler ist. In Deutschland und vielen anderen europäischen scheint ja auch heute noch immer der Wunsch nach kultureller und ethnischer Homogenität duch.
Jedenfalls klingen die ANekdoten aus deinem Leben sehr interessant. Kann mir vorstellen, dass es 1962 sicherlich nicht einfach als Deutsche in Paris war. Jedenfalls hast du ja unter Beweis gestellt, dass nicht alle Deutschen humorlose Eiszhapfenroboter sind;)
quisa
es war sehr einfach für mich in Paris 1962, abgesehen von der Einsamkeit und daß ich Städte, in denen man ne Stunde mit der U-Bahn braucht, bis man mal freies Land sieht, nicht mag. Ansonsten war’s ne Erfahrung, zumindest nachdem ich gelernt hatte, wie ich mich verhalten muß, damit ich mir beim Rumschlendern keinen Verehrer einfange (nicht lächeln, kein Augenkontakt).
“Wir” verfallen, wenn wir über das Thema Diskriminierung reden, glaube ich, immer in 2 Kardinalfehler.
Fehler Nr. 1 zu glauben: nur “Herrenrassenangehörige” würden diskriminieren – ich bin mal mit einem dunkelhäutigen Franzosen d’outre mer ausgegangen. Dieses Rumgegucke, ob auch jeder merkt, daß er eine weiße trophy frau bei sich hat (ich war eine), nervte sehr. Andererseits hatte die Tochter hochangesehener Bauern außerehelich ein Kind mit einem schwarzen Soldaten. Ihr gegenüber haben sich Besoffene aus’m Dorf in haarsträubend unglaublicher Art daneben benommen (als sie und ihre Tochter von ner Reise zurückkamen, fanden sie ihr Bett vollgeschissen). Ob die Tatsache, daß sie Lehrerin, also was Besseres geworden war, mitgeholfen hat, sie so ausrasten zu lassen, habe ich nicht rauskriegen können. Ich habe den Vorfall nur von ihr, ansonsten wurde nicht drüber gesprochen. Und er ist nur ein weiterer in dieser unglaublichen Mischung von Fremdenverachtung und Mitmenschlichkeit gegenüber Fremden, die ich im Dorf kennengelernt habe.
Fehler Nr. 2: Wir neigen dazu, auch Dinge, die wir von jwd hören als uns betreffend einzuordnen. Im Extremfall was einer im Blog erzählt, ist das Gleiche wie das was die Nachbarin von der Kusine der Freundin ihrer Kusine erzählt. Ich versuche das Gefühl, das mir weltweit am Gange Seiendes verursacht getrennt zu halten von dem was meine Lebenswirklichkeit ist. Meine schwarzen Kollegen in den 70ern behaupteten, es ginge ihnen in Deutschland besser als in den USA. Ich glaube Fremden geht es immer vergleichsweise gut, so lange sie wenig sind, so daß die Mehrheit mit ihren Marotten Kompromisses schließen kann, so wie sie umgekehrt die Marotten der Mehrheit lernen können. Als in den 60ern die ersten Italiener in meiner Stadt auftauchten, spielten die im Sommer ihre Radios bei geöffneten Fenstern auf Hochtouren. Gleichzeitig gab es das erste italienische Restaurant mit ner bis dahin vollkommen unbekannten Salatvariation. Irgendwann begriffen die Italiener, daß Deutsche Radiohören nicht öffentlich wünschen und die Deutschen das mit dem sich auf der Straße nicht laut unterhalten vielleicht etwas lockerer sehen sollten.
Silke und Voss,
ja, das war’s doch, das Quisa mit dem Unterschied an Selbstverständlichkeit beschrieb. 1962 in Paris war es ganz un-selbstverständlich, als Deutsche da zu leben (die deutsche Besetzung lag noch keine 20 Jahre zurück). Zehn, fünfzehn Jahre später war es normal, in Paris auf Deutsche zu treffen, die Bezeichnung “sale boche” war vergessen, sogar das viel mildere “le schleu”.
Jude in Paris (und überhaupt in Frankreich) zu sein war bis Mitte der Achtziger überhaupt kein Problem, denn Nachbarschaftlichkeit von dort Juden, Atheisten, Freimaurer, Agnostiker, moslemische Maghrebiner, Katholiken usf. war eine Selbstverständlichkeit!, Frauen in Sommerkleidern saßen im Café der Hauptmoschee, die Türen zu den Synagogen standen offen – selbstverständlich alles, weil auf den Punkt mit dem französischen Selbstverständnis (den Idealen von 1789) übereinstimmend. Einzige Bedrohung stellen ein paar alte Faschos und neue Front-National-Militanten dar.
Jetzt freilich bestimmen radikale Moslems mehr und mehr die Atmosphäre, und die hassen bekanntlich jene Selbstverständlichkeit.
Von dieser Selbstverständlichkeit sehe ich in Mitteleuropa nichts. Juden sind was eher Exotisches und müssen aufpassen, Schwarze werden als fremd angesehen, und schon ein Oberbayer in Berlin wirkt komisch. Diese Un-Selbstverständlichkeit wird seit den Sechzigern von moslemischen Migranten eingeatmet und assimiliert: Sodass die sich jetzt in der dritten Generation viel türkischer oder arabischer als echte Türken oder Araber gerieren
Aristobulus
die schönste Multikultizeit hatte ich bis 1975 – da beschuldigten wir uns alle gegenseitig der gräßlichsten und verdammenswertesten nationalen Eigenheiten und gingen nach Feierabend friedlich und fröhlich einen miteinander trinken.
Holländer waren geizig, Inder beschwerten sich immerzu, Leute aus der SU waren paranoid usw. usf.
Die drei anderen Deutschen, die ich in meiner Zeit in Paris kennenlernte, von denen waren 2 sehr vermutlich Nazis und der dritte schrieb für die Familie Hess die Briefe, mit denen die ihren Rudolf aus Spandau rausholen wollten. (Ich habe nur im Büro gearbeitet, ich war nicht auf der Alliance Francaise, ich kannte drum nur arbeitende Bevölkerung und unser deutscher Boss, der der zu M. Cohen gesagt hatte, nicht alles war unterm Hitler schlecht, galt allgemein für jenseitig)
Und so viel ich weiß, waren deutsche au-pair zu der Zeit schon längst wieder eine Normalität. Ich war nur eine Ausnahme, weil ich eben das Glück hatte, als stagiaire professionnelle da rumzuturnen.
Yep, so war’s, und heute muss man sich schon entschuldigen, indem man nur gedacht hatte, dass der Westen nun mal fortschrittlich und hingegen die arabische Welt grässlich zurück, mörderisch und scheußlich deprimierend ist.
In Syrien bringen sie jetzt Jugendliche um reihenweise, in den Moscheen wird gegen den Westen und gegen die Juden gebrüllt, und Tarik Ramadan mahnt mit Samtstimme an, dass der Mörder von Toulouse ein armes, verzweifeltes, unterbezahltes Opfer gewesen sei. Was für eine furchtbare, gewalttätige, illusionsgeile, stillstehende Kultur, die sich immerzu nur selbst im Spiegel sehen will und sich nicht erkennt
1981 in Paris nach der Schule war ich völlig weltfremd
, kannte kein arbeitendes Volk, bloß französische Kunststudentinnen, dekadente Wiener und ein paar syrische Untergrundkommunisten. Ab jemand schwarz, Eskimo oder orthodox war, spielte nur für die Würze des Gesprächs eine Rolle, sonst keine. In Deutschland hatte ich zuvor so eine merkwürdige Monokultur gesehen, und in Argentinien hatte man Amis und los negros gehasst, ohne je welche gesehen zu haben.
“in den Moscheen wird gegen den Westen und gegen die Juden gebrüllt,” angesichts einer Reihe von Anschlägen und einer eingesetzten Fluchtwelle, von Erklärungen und Hilferufen von Bischöfen und Priestern begleitet nicht “nur” gegen den Westen und die Juden sondern auch gegen die Christen, vorwiegend syrisch-orthodoxe.
Und dabei wurde gestern doch noch so schön vor einer Moschee mit der unvergleichlichen Toleranz geworben…
Jaja, “Islam bedeutet Frieden”. Man kann es nicht mehr hören
Bunte Republik Gagaland. Hier darf jeder jeden anpinkeln – er/sie muss dazu nur in der politisch korrekten Schublade wohnen. Siehe dazu aktuell auch die türkische “Kolumnistin” Mely Kiyak und Ihre “lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur” (zu Sarrazin). Pfui, bääh & ekelhaft!
Ein Lieblingswitz von Sammy Davis jr., den er in mehreren Talkshows gebracht hat:
Sitzt Sammy Davis jr in der New Yorker U-Bahn und liest die Jerusalem Post.
Kommt ein Weißer – kuckt, runzelt die Stirn und fragt:
“Ach, Neger sein genügt ihnen nicht?”
LOL!
@K.Voss: “Nur wenn man selbst nicht mit Rassismus und Diskrimierung konfrontiert wurde, sollte man vorsichtig damit sein, diese zu leugnen”
Wie bereits erwähnt, war der Satz allgemein gehalten und kann für Bruce Darnell wie auch für jeden andern gelten. Kein Vorwurf! Aber egal, es geht ja auch nicht darum, ob dieser Satz nun allegemeingehalten war oder nicht, sondern eben darum, dass es Rassismus gegen Schwarze gibt oder nicht.
“Was die USA angeht, könnte die dortige Rassismusdebatte nicht auch mit der Dimension zusammenhängen, den Zahlen?”
Genau das meinte ich ja. Das eben auf der Tatsache basierend, dass es in den USA weitaus mehr Schwarze gibt, natürlich auch mehr über den Rassismus gegenüber Schwarzen gesprochen wird. Und das man daraus eben nicht ableiten sollte, dass in den USA der Rassismus ausgeprägter wäre.
“Nebenbei sind es in den USA auch nicht “nur” Schwarze, sondern vor allem auch Latinos die mit Rassismus zu kämpfen haben. ”
Richtig. Insbesondere in Südkalifornien gibt es einen sich derzeit mehr und mehr aufheizenden Konflikt zwischen Latinos und Schwarzen.
“Das Mola seinerseits keinen Shitstorm wegen dem Dreck den er über Juden, Deutsche oder Kuttner im speziellen von sich gab, abbekommt, wie soll man dies denn werten?”
Ich kann hier keinen Shitstorm erkennen, den Mola Adebisi über Juden ablässt…
Ob es nun sachlich richtig ist, ist natürlich fraglich: Was er aber sagt, bedeutet lediglich, dass Juden sich generell stärker gegen Rassismus verteidigen als es andere Gruppen tun. Daraus kann man ableiten, dass auch Schwarze sich ebenso gut gegen Rassismus zur Wehr setzen sollten. Dies ist also sicherlich kein Antisemitismusk, sondern eher das Gegenteil. Nämlich das man sich im Kampf gegen Rassismus durchaus am Vorbild der jüdischen Communities orientieren könne.
Quatsch, das nichts weiter als ein Widerkäuen des Geraunes um die angeblich so mächtige “jüdische Lobby”. Also ist das sehr wohl antisemitisches Geschwätz.
Seine dummdreisten Diffamierungen gegenüber Kuttner reihen sich nur ein in eine lange Spur von üblen Nachreden und hinterfotzigen Nachtretereien, für die Adebisi, selbst nicht gerade die hellste Leuchte im Lampenladen, schon zu MTV-Zeiten berüchtigt war.
Im übrigen ging es um den Shitstorm (http://de.wikipedia.org/wiki/Shitstorm), welcher nach Adebisi strunzdummen und z.T. antisemitischen Aussagen leider wiedermal ausblieb.
“Wie bereits erwähnt, war der Satz allgemein gehalten und kann für Bruce Darnell wie auch für jeden andern gelten.”
Wie gesagt, machte ihn der Kontext eben gar nicht so allgemein.
“Und das man daraus eben nicht ableiten sollte, dass in den USA der Rassismus ausgeprägter wäre.”
Nicht? Ich finde schon. http://de.wikipedia.org/wiki/Ku-Klux-Klan#J.C3.BCngste_Entwicklung
Allein dies hier sind 180 x mal Solingen, Rostock und Co.
Die jüngste Mordserie habe ich oben zitiert.
http://videos.arte.tv/de/videos/usa_der_obama_effekt_oder_der_neue_rassismus-3254530.html
Ich zweifle nicht daran, dass Ausgrenzung und vereinzelte Übergriffe auch bei uns heimisch sind. Nazibanden kennt jeder, der einmal bestimmte Regionen Deutschlands besucht hat. Aber die Dimensionen in den USA sind nunmal größer. Auch die Dimension des Rassismus selbst.
“Ich kann hier keinen Shitstorm erkennen, den Mola Adebisi über Juden ablässt…”
Zum einen haben Sie meinen Satz nicht richtig gelesen, zum anderen sehr positiv interpretiert, was Mola dort sagte.
Ich sage nicht, dass Mola einen Shitstorm abließ, sondern dass Kuttner völlig ungerechtfertigt und von Mola unterstützt einen Shitstorm abbekam.
Außerdem behauptet Mola, dass Juden “lauter” seien als Türken und Schwarze und daran ist nicht die Bohne. Im Gegenteil. Als Juden ermordet wurden in Toulouse waren es türkische Verbände, die Schutz für SICH forderten. Als klar wurde, dass es ein Muslim war, waren es auch türkische Islamverbände die sofort lautstark verlautbarten, dass man dies nun möglicherweise ungerechtfertigterweise gegen ihre Religion richte, während Ashton jene berühmte Rede hielt.
Die Proteste der türkischen Verbände, unterstützt vom türkischen Staat sind vielfach um einiges lauter und stärker als alles, was die jüdischen Gemeinden in den letzten 50 Jahren vorgebracht haben. Ich erinnere an die wochenlangen Demos in Köln, nachdem ein junger Deutsch-Russe, der sich bei einem Raubüberfall mit tödlichen Folgen gegen seine türkischen Angreifer wehrte aufgrund seiner Notwehr nicht belangt wurde. Wochenlang massive Proteste welche die Anwohner teilweise verschreckten.
Vor wenigen Wochen ein ähnliches Ereignis in Kreuzberg, der Familienvater, der sich wehrte musste zu seinem Schutz seinen Wohnort und sein Leben verlassen, die Proteste dagegen waren laut, die Furcht vor umgreifender Gewalt groß.
Und weder die Proteste gegen Dieter Hallervordens Theaterstück bzw. angebliches “Blackfacing” noch jetzt gegen Kuttner noch gegen die schmähenden Fußballfans waren leise oder ungehört.
Die Konzerte und Veranstaltungen bei rassistischen Übergriffen wie der NSU decken eine riesige Bandbreite ab.
Hingegen ist die jüngste Vergangenheit voll von Attacken auf Juden, Typen wie den Radiomoderator Jebsen, Begriffe wie “Zersetzer”, die Kölner “Schandmauer” vor dem Dom, ohne dass die Proteste der Juden, i.d.R. schriftlich eingereicht, große Folgen hätten. Die Attacke in Berlin auf einen Jungen der eine Kippa trug ist bis heute weder thematisiert noch eine Verhaftung erfolgt.
Insofern ist Ihre Zustimmung für mich extrem befremdlich, denn die Aussagen sind selbst verdächtig, ein Weltbild zu vertreten, dass aus einem orientalischen, islamischen oder auch allzu deutschen Antisemitismus stammt.
Das ist die klassische absichtlich-nicht-richtig-verstehende-Person. Diese absichtlich-nicht-richtig-verstehende-Person will sich lediglich erdreisten, weil sie der Auffassung ist, sie wisse ganz allein wie sie die Welt retten kann.
Vielmehr verspürt sie ein “Muss”.
Ich hab jeden Tag mit solchen Spinnern zu tun und ich bezeichne sie auch als das, was sie sind. Psychisch kranke Wesen.
Ich erinnere mich an folgende Lektüre:
Harald Martenstein – Autor, Journalist, Schriftsteller, Dozent – geboren in Mainz, in ebendiesem Mainz, in dem auch der Karnevalssänger Ernst Neger (u.a. 1964 “Humba Täterä”) geboren wurde, bei seinen Recherchen nach einem weiteren Hit des Mainzer Sängers:
“… also habe ich bei iTunes, dem Musikportal von Apple, den Suchbegriff “Ernst Neger” eingegeben. Dann passierte etwas Eigenartiges. Beim Abspielen des Songs “Heile, heile Gänsje” wandelt der Computer den Suchbegriff “Ernst Neger” eigenmächtig um, in “Ernst N***r”.
Die Negers, wie gesagt, sind eine uralte Mainzer Sippe. Die heißen einfach so.
Ich habe dann probiert, welche anderen Musiker bei iTunes problemlos gehen, es sind unter anderem die Böhsen Onkelz sowie die Bands Nigga please, Bitch Niggaz und Sucka Nigga.
Mit anderen Worten, Ernst Neger müsste sich, um für iTunes akzeptabel zu sein, posthum in “Böhser Onkel Neger” oder in “Ernst Sucka Bitch Nigga” umbenennen.”
Eine persönliche Anmerkung meinerseits: ich hatte als Kind (und besitze sie immer noch) ebenfalls eine Puppe mit tief dunkelbrauner Hautfarbe und krausem Haar. Desweiteren habe ich, sooft die finanzielle Schieflage des Taschengeldbudgets es zuließ, Schaumküsse aus Eiweißmasse mit kakaohaltigem Überzug gegessen.
Die Begegnung mit beidem – Puppe und Schaumkuss – geschah noch nicht einmal ansatzweise mit einem rassistischen Bezug. Und so ist es auch geblieben.
Ich habe Frau Kuttners Anmerkung und Beschreibung zu ihrer Puppe als das genaue Gegenteil einer rassistischen Äußerung empfunden. Wobei Herr Adebisis Stellungnahme sich für mich diskriminierend und menschenverachtend liest.
Ich habe die Quellenangabe vergessen und darum jetzt hier:
Harald Martenstein / Verlag C. Bertelsmann / Ansichten eines Hausschweins – Neue Geschichten über alte Probleme -
Am Erstaunlichsten an dem ganzen Hype finde ich, daß keinem aufzufallen scheint, daß Sarrazin von Beruf Subalterner ist. Der Ärmelschonerträger das unbekannte Wesen?
Ob es Sarrazin auf der Karriereleiter bis zur fachlichen Level of Incompetence (Peter Principle) geschafft hat, weiß ich nicht, doch ein Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, der sich öffentlich beeumelt (vor Erscheinen seines Bestsellers im dradio), wie es ihm als Subalterner von Köhler gelungen ist, selbige Bundesbank zu täuschen und hinters Licht zu führen, weil nur er Sarrazin und vielleicht noch Köhler es besser wußte, hat mir eine Ahnung von den Peinlichkeiten gegeben, die Sarrazin in Konferenz-Café-Pausen vermutlich zum Besten gegeben haben.
Übrigens wenn wir jetzt nen EZB-Chef haben, der das mit dem Geld eher locker sieht, dann sollten wir uns dafür bei eben diesem Sarrazin bedanken, denn dessen Sperenzchen haben seinerzeit lt. WSJ? Axel Weber’s Führungsqualitäten in schlechtes Licht gerückt.
Aber Hauptsache Spektakel – und noch etwas bei Jauch hat Sarrazin gesagt, er sei ursprünglich für den Euro gewesen. Frederick Forsyth seines Zeichens bloß Journalist und Bestsellerautor hat damals im Spiegel einen Artikel geschrieben mit dem Tenor “und am Ende löhnt Deutschland”. Wieso wußte Forsyth etwas, was einem gewissen Subalternen wie Sarrazin entging?
Woher weiß ich so viel über Subalterne? Weil ich mit Subalternentum meinen Lebensunterhalt verdient habe. Meine Zunft ist unübertrefflich als Bedenkenträger und das ist auch gut so, doch wenn die, so sie aus Sarrazin’s Feder kommen, wie Gospel behandelt werden, dann ist Gefahr im Verzug.
PS
KeineR würde Christiane Allert Wybranietz’ Stückchen
http://de.wikipedia.org/wiki/Kristiane_Allert-Wybranietz
für das Allerselbe wie Heine halten, aber wenn der Bürokrat, das unbekannte Wesen die Bühne bekommt, sind alle endlich ist Moses wieder da.
und noch etwas ist erschreckend an Sarrazin, daß der Ausdrücke wie lineare Effizienz benutzt. Wo ist Broder, wenn man ihn braucht? Der gleiche Broder, der Bemerkenswertes zu Sekundärtugenden gesagt hat, himmelt einen, der lineare Effizienz für wünschenswert hält, regelrecht an? Weil es mal gesagt werden muß? Und wenn es muß, dann ist es egal was sonst noch in dem Paket ist?
Die Führungsqualitäten von Axel Weber waren im Falle Sarrazin miserabel. Wenn ich einen Untergebenen bestrafen will, decke ich ihn mit Arbeit ein. Was machte Axel Weber? Er hat Sarrazin Kompetenzen weggenommen. Und Sarrazin hat mit der dann freien Zeit was sinnvolles gemacht: ein Buch geschrieben.
Im Falle des EURO haben viele geglaubt, daß die Europäer sich an Verträge(Maastricht Regeln, Bail-Out im Lissabon Vertrag usw.) halten. Wir waren also gutgläubig. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre, wird kaum noch jemand gutgläubig sein. Heute würde ich keinem Franzosen oder SüdEuropäer mehr glauben. Aber mit den Regelverletzungen hat ein deutscher Bundeskanzler, Schröder, angefangen.
Deshalb halte ich vom Fiskalpakt nichts. Wer die Maastricht-Regeln und den Lissabon-Vertrag nicht achtet, warum soll der den Fiskal-Pakt einhalten?!
Und weshalb soll das Direktorium des ESM eine solch starke Immunität erhalten? Also faktisch außerhalb jeder Gerichtsbarkeit agieren können? Es gibt nur eine Lösung: Auflösung oder Zurückführung der EU in den Zustand von 1996. Und dann beginnt die mühsame Arbeit der Vertrauensbildung.
Du kennst Dich ja hervorragend darin aus, wie das mit Führung unter Vorstandskollegen funktioniert.
Du scheinst Dir vorzustellen, daß ein Vorstandsvorsitzender gegenüber seinen Vorstandskollegen die gleichen Weisungsbefugnisse wie ein Vorarbeiter gegenüber seinen Arbeitern hat.
Aber würde mich mal interessieren wie das Seminar oder Buch oder was auch immer heißt, wo sie Dir diese Führungsweisheit als lernenswert angedreht haben.
Bevor Du noch weitere Ratschläge dieser Art auswendig lernst, achte mal drauf, daß das Wort RatSCHLÄGE heißt.
@Silke:
“es war sehr einfach für mich in Paris 1962, abgesehen von der Einsamkeit und daß ich Städte, in denen man ne Stunde mit der U-Bahn braucht, bis man mal freies Land sieht, nicht mag.”
Überrascht mich, dass die Banlieu schon damals so ausufernd war. Ich dachte, dort wäre Anfang der 1960er Jahre noch alles Pampa gewesen…
Kunststück, in Paris geht man in den Bois de Boulogne oder in den Bois de Vincennes, Falls einem die Straßenbäume genug sind und man dazwischen mal Gras sehen will. Hm, auf’s Land fuhr da auch 1970 oder 1985 kein Mensch (nur in den Ferien).
. Man saß im Park rum. Deutsche Waldspaziergänge, gar Freiluftübungen?, never ever.
Wenn ich mal überlege: Ich fuhr in den Jahren keinmal auf’s ähm freie Land, es gab gar kein freies Land, das kam im Geiste nicht vor
Nein mit den regelverletzungen hat nicht Schröder angefangen. Das waren Waigel/Kohl die mehrere Jahre hintereinander die Höhe der Neuverschuldung über die 3% des BIP gehen liessen.
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Ich konnte Sarah Kuttner, als sie noch bei irgendeinem TV-Sender beschäftigt war und 30 Minuten am Stück über Nichts schwafeln konnte (was anderes hat sie, glaube ich, nie gemacht) kein bisschen leiden. Jetzt werde ich mir das noch mal überlegen. Ich weiß jetzt auch, dass man nicht automatisch zu den GUTEN gehört, wenn man schwarz ist.
Frau Kuttner ist kernig. Und der Rassismus-Vorwurf ist wahlweise albern oder strunzdumm.
Ach was, auch schon mitgekriegt, das?
Boker tow, Sie Schlippes.
Eine der besten Szenen aus dem “Hebrew Hammer”
http://www.quotefully.com/movie/The+Hebrew+Hammer/White+Accountant
Hat das jemand als Youtube-Clip?