“Schuldig!”

Das Landgericht Köln hat die religiös motivierte Beschneidung von Jungen, wie sie seit Jahrtausenden im Judentum und seit Jahrhunderten im Islam religiöse Tradition ist, unter Strafe gestellt. Seitdem ist eine hitzige Debatte um dieses Ritual entbrannt. Der Tenor scheint dabei eindeutig zu sein. Der Journalist Tobias Kaufmann vom Kölner Stadt-Anzeiger berichtet zum Beispiel, dass er nach einem Kommentar zu diesem Urteil fast ausnahmslos Leserbriefe erhalten habe, die sich zum Teil sehr radikal ablehnend gegenüber diesem Ritual äußern. Von einem “barbarischen Akt unzivilisierter Wüstenvölker” ist die Rede, sowie von “Kindesmißbrauch” und “Verstümmelung”. In einem Leserbrief heißt es: “Niemand wird gezwungen, in Deutschland zu leben.”

Es wird aber auch niemand gezwungen, den Mund zu halten. Tapfer im Nirgendwo lässt daher nun jene Menschen zu Wort kommen, die dieses Ritual vollzogen haben. Es sind Eltern, die ihre Kinder lieben. Für viele Menschen in Deutschand sind sie jedoch nur “Barbaren”. Lassen wir “die Barbaren” also zu Wort kommen:

“Ich bekenne mich schuldig, eine Jüdin zu sein und meine beiden Söhne beschnitten lassen zu haben. Noch dazu haben meine Söhne ihre Kinder beschneiden lassen. Wir sind ganz schrecklich. Aber wir werden bestimmt mit milden Strafen rauskommen, denn unsere Opfer sind auch jüdisch. Also, who cares?” (Margaret Traub, Vorsitzende der Synagogengemeinde in Bonn)

***

Wenn auch Sie sich “schuldig” bekennen wollen, dann senden Sie einfach Ihren Kommentar mit Name und wenn gewünscht mit Bild an gerdbuurmann@hotmail.de. Ihr “Bekenntnis” wird dann Tapfer im Nirgendwo veröffentlicht.

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224 Antworten zu “Schuldig!”

  1. Malte S. Sembten schreibt:

    Tobias Kaufmann schreibt:

    Das Urteil verfestigt den Eindruck einer rechtlichen Grauzone, in der sich zwei Grundrechte gegenüberstehen: körperliche Unversehrtheit und Religionsfreiheit.

    Nach Kaufmanns Ansicht sollte, wie sein Artikel zeigt, offenbar das Recht auf körperliche Unversehrtheit zugunsten der freien Religionsausübung zurückstehen.

    Eine abenteuerliche Einstellung in einer modernen, säkularen Gesellschaft, wie ich finde.

    Ich bin für Erwachsenentaufe – und erst recht für Erwachsenenbeschneidung. Die Religionszugehörigkeit eines Getauften lässt sich in mündigem Alter immerhin ändern … eine Beschneidung ist unwiderruflich (ungenügende chirurgische Wiederherstellungsmaßnahmen wie eine Eigenhaut-Transplantation lasen wir mal außen vor). Warum warten die Eltern nicht, bis das Kind erwachsen ist und selbst über eine Beschneidung entscheiden kann? Fürchten sie, ihr Junge werde im Falle des Kindstodes dank nicht entfernter Vorhaut im “Kinderlimbus” oder gar in der Hölle landen?

    • Malte S. Sembten schreibt:

      … lasSen wir mal außen vor …

    • Silke schreibt:

      Klasse Weltbild

      In diesem Sinne müssen dann Eltern natürlich auch einen Prüfung ablegen, die garantiert, daß sie ihr Kind religionsneutral aufziehen. Und dann muß natürlich alles, was nur entfernt Religion enthält Jugend-geschützt-werden.

      Nazis und Soviets und Mao vermutlich waren sowohl säkular als auch modern.

      Was das Missionieren anlangt, so gewinnen derzeit Atheisten mühelos den “nervigst”-Preis.

    • Aristobulus schreibt:

      Malte,
      dass Du Beschneidung ablehnst, ist Deine Sache, das kannst Du ja machen. Einer mag keine Blutwurst essen, der Andere mag sich nicht beschneiden lassen oder seine Kinder, der dritte mag nicht den Islam. Kann ja so.
      Dass Du jedoch nach gesetzlichen Verboten rufst, stimmt mich traurig.

      Willst Du auch Kopftücher verbieten lassen?
      Wo hört das auf?

      Warum ein Problem mit Beschneidung herbeikonstruieren, wo für die daran Beteiligten keins existiert?

      Und warum denn alles normen? Selbst jüdische Schwänze sollen der DIN-Norm genügen? Ich bitte Dich.

  2. Schula schreibt:

    Das letzte Urteil ist eh noch nicht gesprochen:

    “Nach einem Urteil des Landgerichts Köln (Urteil vom 7. Mai 2012 – 151 Ns 169/11)[2] ist eine Beschneidung aus religiösen Motiven eine rechtswidrige Körperverletzung. [3][4] [5] [6] Nach dem StGB-Standardkommentar des Bundesrichters Thomas Fischer ist es hingegen herrschende Meinung, dass die religiöse Zirkumzision nicht den Straftatbestand der Körperverletzung erfülle[7]. Seitens der Verwaltungsgerichtsbarkeit liegt zudem sogar eine obergerichtliche Entscheidung vom OVG Lüneburg aus dem Jahr 2002 vor, wonach ein sozialhilfebedürftiges Kind sogar Anspruch darauf hat, dass analog zur Kostenübernahme bei der Erstkommunion der Sozialhilfeträger auch die Arztkosten der religiös motivierten Beschneidung tragen müsse.”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Brit_Mila

    • Silke schreibt:

      na das iss ja mal ein Lichtblick und da dachten die Kölner sie wären superschlau gewesen, weil dieser mein bisher letzter Stand mich doch etwas melancholisch gestimmt hatte.

      Wie kriegt man das wieder aus der Welt?

      Raffiniert an dem Urteil ist, dass der Angeklagte freigesprochen wurde: wegen “unvermeidbarem Verbotsirrtums”, d.h. man konnte von dem Arzt nicht erwarten, das Kriminelle seines Handelns zu erkennen.

      Das klingt entlarvend, fast entwaffnend, ist aber in Wahrheit ein höchst geschickter Schachzug: Denn damit kann der Arzt kein Rechtsmittel einlegen. Das Urteil wird rechtskräftig und steht künftig allen, die das gut finden, als Referenz zur Verfügung. Es gibt insbesondere keine Verfassungsbeschwerde nach Karlsruhe, wo – da würde ich meine Vorhaut darauf verwetten – das Urteil mit Donnerhall aufgehoben werden würde. All das wird es mangels Beschwer des Angeklagten nicht geben. Raffiniert gemacht, wie gesagt.

      http://verfassungsblog.de/das-beschneidungsurteil-aus-kln-und-die-frage-wozu/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Verfassungsblog+%28Verfassungsblog%29

    • Silke schreibt:

      nach kurzem Nachdenken:

      Kann man jetzt das zuständige Sozialamt wegen Beihilfe zur Körperverletzung anzeigen?

  3. Schula schreibt:

    Bevor unsere selbsternannten Experten wieder vom progressiven Judentum referieren sollten:

    “Die World Union for Progressive Judaism, die 1,8 Millionen Juden in 45 Ländern und 1.200 Gemeinden auf sechs Kontinenten weltweit vertritt, drückt ihr Entsetzen und ihre Empörung über die jüngste Entscheidung eines deutschen Gerichts aus, die die Praxis der Beschneidung aus religiösen Gründen gesetzlich verbietet…

    Stellungnahme der World Union for Progressive Judaism

    Seit der Herrschaft des assyrisch-griechischen Königs Antiochius Epiphanes um 165 v.d.Z. haben zahlreiche Regierungen den Bann über die Beschneidung ausgesprochen im Versuch, die jüdische Religionspraxis auszulöschen oder zu delegitimieren. Der Umstand, daß nicht einmal 70 Jahre nach dem Holocaust Deutschland sich in diese unheilige Allianz einreiht, ist schlicht erschreckend.

    Die Vorstellung, daß Eltern nicht das Recht dazu haben, ihre Kinder in die heiligen Riten ihrer jeweiligen Religionen einzuführen, ist ein Affront gegenüber der Freiheit des Menschen. Dies umso mehr, wenn eine religiöse Praxis dem Kind nachweislich signifikante gesundheitliche Vorteile verschafft.

    Rabbi Stephen Lewis Fuchs, Präsident
    Michael Grabiner, Präsidium
    Leslie Bergman, Präsident European Union for Progressive Judaism (EUPJ)
    Dr. Philip Bliss, Vorsitzender des Rechtsausschusses
    Sonja Guentner, Vorsitzende der Union Progressiver Juden in Deutschland”

    http://www.hagalil.com/archiv/2012/06/28/beschneidung-5/

    • Aristobulus schreibt:

      Danke, Schula. Das sind die Fakten, selbst die Reformim sagen das so.
      Wohingegen, wie Du bemerktest, schon längst irgendwo Figuren unterwegs sind, die glauben machen wollen, dass irgendwelche Juden ja nicht mehr beschnitten. Sogar Zitate werden da verfälscht – alles für den höheren Zweck.

    • besucher schreibt:

      Das mit den nachweislich signifikanten gesundheitlichen Vorteilen ist auch so ein Mythos…

      • Aristobulus schreibt:

        50% vermindertes Risiko bei Übertragung von HIV. Jaja, nischt als ein Mythos…

        • besucher schreibt:

          Genau, lassen Sie sich beschneiden, das vermindert das Risiko, dann kann man auch ohne Tüte und der Papst ist auch zufrieden.
          Aber danach heiß duschen nicht vergessen, das vermindert nochmal das Risiko (laut Jacob Zuma).

        • Aristobulus schreibt:

          Tüten gibt’s in Afrika usf. halt nicht. Selbst hierzulande finden Tüten öfters nicht statt.
          Aber was argumentier ich gegen Ihre vorgefasste Meinung?
          Danke noch für den Tip, ich möge mich beschneiden lassen. Fiele schwer!, denn wie sagte der weise Mong-Tsi: Man kann schlecht zweimal das selbe koschere Chop-Soi essen.

          • besucher schreibt:

            Einen indirekten Imperativ gibt es leider nicht :-) Mögen sich doch alle beschneiden lassen! Dann wird den hier vorgefassten Meinungen Genüge getan und niemand ist mehr persönlich beleidigt und enttäuscht.

          • Aristobulus schreibt:

            Es geht nicht darum, dass sich alle beschneiden lassen oder alle nicht beschneiden lassen sollen. Die Normierung spukt Ihnen im Hinterkopf, das verrät Sie.

        • besucher schreibt:

          Höre ich da eine gewisse Gereiztheit aus Ihren Worten?

          Für die Normierung sind doch eher diejenigen zuständig die das Kindeswohl unter die Vorgabe religiöser, für eine gewisse Gruppe verbindlicher Gebote stellen. Mehr Normierung geht glaube ich nicht.

          • Aristobulus schreibt:

            Höre ich da eine gewisse Rechthaberei aus Ihren Worten?
            “Eine gewisse Gruppe” ist ja sehr etepetete ausgedrückt. Sie Mythiker und Mitglied einer gewissen Großgruppe, die sich anmaßt zu definieren, was die Norm des Kindeswohls sei.

      • Yael schreibt:

        Ein Mythos, dass z.B. in Ländern wo Beschneidungen stattfinden, Gebärmutterhalskrebs so gut wie nicht vorkommt? Wo leben Sie denn?

        • besucher schreibt:

          http://www.thelancet.de/artikel/1058756

          Wenn Sie sich auf diese Studie die Uganda berufen und dass mal so mir nichts, Dir nichts auf alle Länder in denen Beschneidungen stattfinden übertragen dann finde ich das sehr mutig.
          Übrigens kann man sich seit 2006 gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen.

          • Aristobulus schreibt:

            Nur’n Hinweis zur Güte: Sie sollten ausgerechnet Yael nicht über medizinische Dinge belehren, es sei denn, Sie wissen auch gegenüber ‘nem Architekten was Profundes von Statik und Beton zu erzählen.

          • Yael schreibt:

            “Übrigens kann man sich seit 2006 gegen Gebärmutterhalskrebs impfen lassen.”

            Dass die Impfung nur für sehr junge Frauen gedacht ist und die Wirkung noch sehr umstritten ist, haben Sie vergessen zu erwähnen.
            Wissenschaftlich steht fest, dass Beschneidungen bei Männern den Gebärmutterhalskrebs drastisch senkt. Den Nachweis können Sie nicht widerlegen oder es gar zerrreden, da muss Ihnen schon mehr einfallen.

          • besucher schreibt:

            Na wenn das so wissenschaftlich fest steht, dann brauch man ja gar nicht mehr weiter zu forschen. Ich vermute eher es steht für Sie fest.

          • Schula schreibt:

            Beschnittene Männer infizieren sich seltener mit dem humanen Papillomavirus (HPV) und so wird auch das Risiko des Gebärmutterkrebs gesenkt. Es stimmt mitnichten, daß der HPV Virus schon im Körper vorhanden ist. Damit muß man sich erst einmal über den Geschlechtsverkehr infizieren. Was sollte den dann die Impfung bringen, wenn der Virus grundsätzlich im Körper vorhanden ist? Also bitte, keine Märchenerzählungen mehr.

          • Besucher schreibt:

            Nö, ich führe keinen Krieg. Ich bin nur der Meinung dass das ungefragte entfernen eines nicht nachwachsenden körperteils den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt. Das können sie drehen und wenden wie sie mögen, ändert nichts an der Sache .

          • Schula schreibt:

            “Ich bin nur der Meinung dass das ungefragte entfernen eines nicht nachwachsenden körperteils den Tatbestand der Körperverletzung erfüllt. ”

            Das ändert nichts an der Tatsache, daß die herrschende Meinung unter Juristen ist, religiöse Beschneidungen erfüllen nicht den Straftatbestand der Körperverletzung. Deren Auffassung ist das Entscheidende oder sind Sie Jurist? Das Kölner Urteil ist nur eines von vielen, die noch kommen werden.
            Zunächst ist der Gesetzgeber gefordert und nicht die Meinung von Laien.

        • Yael schreibt:

          Man sollte Ihnen also auch noch Nachweise geben? Mit so einer elementaren Unwissenheit hätte ich nun nicht gerechnet.

          • Besucher schreibt:

            Ich möchte ihre Studien sehen, behaupten können sie hier vieles. Die HPV-Viren sind nämlich schon im Körper vorhanden. Da braucht es keine unbeschnittenen Penisse und Studien aus tropischen Entwicklungsländern.

          • Yael schreibt:

            Dann machen Sie die Hausaufgaben mal selber. Ist ganz einfach.

          • Schula schreibt:

            ier sollte er her.

            Beschnittene Männer infizieren sich seltener mit dem humanen Papillomavirus (HPV) und so wird auch das Risiko des Gebärmutterkrebs gesenkt. Es stimmt mitnichten, daß der HPV Virus schon im Körper vorhanden ist. Damit muß man sich erst einmal über den Geschlechtsverkehr infizieren. Was sollte den dann die Impfung bringen, wenn der Virus grundsätzlich im Körper vorhanden ist? Also bitte, keine Märchenerzählungen mehr.

          • besucher schreibt:

            Ja ja, diese HPV-Geschichte ist ein klassischer Nebenkriegsschauplatz der von der eigentlichen Meinungsverschiedenheit schön wegführt.

          • Schula schreibt:

            besucher

            dafür disktuieren Sie Nervbacke erstaunlich mit. Ich darf Sie erinnern: Sie haben Quatsch über den HPV Virus geschrieben, ich und andere haben das richtiggestellt. Jetzt darüber zu heulen, ist das lächerlichste, was Sie hier jemals abgesondert haben.

          • Schula schreibt:

            Auch das Wort “Krieg” paßt zu Ihner Bessenheit.
            Dftt.

          • Besucher schreibt:

            Falls sie ein Problem mit einem anerkannten Begriff oder Vokabel haben tut es mir sehr leid für sie.

          • Schula schreibt:

            Ich habe keine Probleme mit Vokabeln, aber daß Sie hier fast schon einen Krieg für Vorhäute führen, sieht man sehr wohl.

          • Besucher schreibt:

            Antwort siehe weiter oben von 9:57 uhr

          • Aristobulus schreibt:

            Sind Sie ein Trollhuber oder irgendwie irrgeleitet?
            Keine Frage.

          • besucher schreibt:

            @aristobulus
            Sie haben das Bedürfnis ad hominem zu argumentieren.
            Keine Frage.

        • besucher schreibt:

          Da wär ich mir nicht so sicher. Es ist immer die Frage welche Studien die lesen (siehe meine Links)

    • Volle Zustimmung! Aber offenbar genießt Religion auch heute noch Narrenfreiheit. Mit dem Verweis auf antike Fantasyliteratur wird fast jede Schweinerei in der Gegenwart geduldet, insbesondere gegenüber Tieren, Frauen und Kindern.
      Gott sei Dank waren meine Eltern areligiös und liberal. Dadurch ist mir einiges an Schmerzen erspart geblieben. Danke!

  4. Silke schreibt:

    OT

    aber so eine gute Nachricht, daß sie allüberall verbreitet werden muss. Die Blogosphäre hat Yaacov Lozowick zumindest indirekt wieder:

    Interview:
    http://www.tabletmag.com/scroll/105050/shaking-up-israels-national-archives

    Erstes Post:
    http://israelsdocuments.blogspot.co.il/

  5. Lilith schreibt:

    Was ist mit den Müttern, die ihre Kinder nicht stillen wollen? Angeblich schaden sie auch unwideruflich ihrem Kind, diese tendieren zu Übergewicht, Allergien und Unverträglichkeiten. Und was mit den Eltern, die ihren Kindern nicht die Zähne putzen (von denen gibt es mehr als wir denken), Karies sind auch unwideruflich, der Zahn wird nicht mehr gesund, vor allem wenn es die zweiten Zähne betrifft. Und denen, die ihren Kinden die Ohren stechen? Zwar können Ohrlöcher wieder zuwächsen, aber es bleibt eine Verletzung, und das nur aus ästhetischen Gründen… Wenn eine Beschneidung eine Körperverletzung ist, dann sollten auch diese “Verbrechen” bestraft werden. Mal sehen, wie tief dann die Natalität in Deutschland fällt.

    • Aristobulus schreibt:

      …die Muttermilch, die beim Stillen dann doch verabreicht wird, kann aber mit irgendwas vom Rauchen oder von nicht Bio-Nahrung versetzt sein, da kann ja alles Mögliche drin sein!, und das muss dann bestraft werden, weil das Körperverletzung am Kinde ist.

      Oder dieses Zähneputzen. Viele, viele Eltern putzen ihrem Kinde FALSCH die Zähne, nich’ vom roten hin zum Weißen und so, die machen das FALSCH!, das gibt schlimmste und schlimmere, ja irreparable Schäden, und muss bestraft werden.

      Oder wenn dem Kind nach dem Ohrlöcherstechen womöglich die FALSCHEN Ohrringe gekauft werden. Ohrringe im frühen Kindesalter sind unglaublich wichtig für die Entwicklung des guten Geschmacks, alle Experten wissen das. Es ist gröbste Misshandlung der Kinderseele, da nur den geringsten Ohrringe-Stilfehler zu begehen!

      Und ganz wichtig, nein, am Allerwichtigsten ist: Bei der Beschneidung des Kindes muss der Gesetzgeber sicherstellen, dass da auch die richtige Broche gesagt wird. Denn es kann ja Konsequenzen haben, unabsehbare!, Falls da NICHT die richtige Broche gesagt wird!, etwa eine Broche mit aschkenasischem Akzent, die kann nicht richtig sein!, oder gar eine mit HOLLÄNDISCHEM Akzent (mit diesen Lauten, die es doch gar nicht geben darf!) oder wenn einer, der womöglich doch die richtige Broche sagt, sich womöglich verschluckt und dann die Broche FALSCH sagt!
      Da müssen doch Vorkehrungen getroffen werden! Das kann man doch nicht alles dem Zufall überlassen! Und das muss dann bestraft werden. Arrrrr. Arrrr.

  6. quisa schreibt:

    In Deutschland hinkt man der Realität und Wissenschaft mal wieder weit hinterher….Hat man auch bei der WHO längst die positiven Aspekte der Beschneidung erkannt:

    “Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die Beschneidung der Vorhaut 2007 in die Präventionsmaßnahmen aufgenommen. Sie kann laut Studien in Afrika das HIV-Infektionsrisiko für den Mann beim ungeschützten Vaginalverkehr um etwa 60 Prozent senken. Hauptgrund ist, dass die Schleimhautoberfläche des Penis verringert und der an HIV-Zielzellen reiche Teil der Vorhaut entfernt wird.” http://www.gib-aids-keine-chance.de/wissen/aids_hiv/haeufige_fragen.php

    Ich möchte mich evtl. auch beschneiden lassen, und zwar aus hygienischen Gründen, da sich bein einer verengten Vorhaut, wie ich sie habe, Bakterien schneller ansammeln können..

    • Silke schreibt:

      und nun nehme man mal an, daß ??? % diesen potentiell infektiösen ungeschützten Vaginalverkehr nicht mit ihrer Ehefrau haben. Dann heißt das in der Folge, kein infizierter Ehemann, keine infizierte Ehefrau.

      Und wenn es bei Babies wirklich so’n Klacks ist, beim Erwachsenen jedoch schon ein Eingriff, dann doch lieber nach dem Motto was fort iss iss fort, doch bitte so, wie Yaacov Lozowick es beschrieb, mit ner liebenden und anbetenden und bewundernden Familie drum rum.

      • isa schreibt:

        Seh ich auch so, Silke. Übrigens: Mein kleiner (christlich getaufter) Bruder ist beschnitten. Wegen Phimose. Er war schon 8 Jahre alt, als der Eingriff gemacht wurde. Wäre es eher passiert, wär ihm einiges erspart geblieben.
        Jungenbeschneidung, und zwar möglichst früh, ergibt aus medizinischer Sicht durchaus Sinn und hat nichts mit Verstümmelung zu tun.
        Ich hoffe sehr, dass der Kölner Gerichtsentscheid gekippt wird. M. E. stellt er einen unzulässigen Übergriff in Elternrecht und Religionsfreiheit dar.
        Wie kann es sein, dass unter bestimmten Voraussetzungen Abrtreibungen im 7. Monat, wo das ungeborene Kind ja bereits lebensfähig wäre, legal sein können, ein religiös begründeter, – mit oder ohne Phimose- , medizinisch durchaus sinnvoller Eingriff bei einem kleinen Jungen ein Angriff auf dessen Unversehrtheit und illegal sein soll? Das Urteil zielt nicht auf das Kindeswohl, sondern gegen Elternrecht und gegen Religionsfreiheit.

        ,

    • Wasser und Seife sollen Wunder bewirken!!!

  7. Viele Fachpersonen – darunter auch der Zürcher Nationalrat und Rechtsprofessor Daniel Jositsch – beziehen sich auch auf die Weltgesundheitsorganisation WHO, die in einem umfassenden Grundlagenpapier 2007 die Beschneidung als HIV-Vorbeugung empfohlen haben soll. Doch wer sich die Zeit nimmt, den WHO-Bericht ausführlich zu lesen, kommt zu einem anderen Schluss. Sogar das renommierte Deutsche Ärtzeblatt sieht im WHO-Bericht keinen Freipass für die routinemässige ­Beschneidung. «Gestützt wurde die Empfehlung auf Studien aus Kenia und Uganda, deren Ergebnisse darauf hindeuten, dass das HIV-Infektionsrisiko bei beschnittenen heterosexuellen Männern etwa 50 Prozent geringer ist als bei unbeschnittenen. Ob diese Ergebnisse auf andere Länder übertragbar sind, ist allerdings höchst fraglich.»
    Hinzu kommt ein wichtiger Punkt, der gerne übersehen wird: Die WHO empfiehlt, dass die Beschneidung von Männern nur nach «ausreichender Information, freiwilliger Zustimmung und ohne Zwang durchgeführt wird». Diese Kriterien können bei Säuglingen und Kindern nicht erfüllt werden. In Amerika, dem Land mit der grössten Anzahl von Beschneidungen aus nichtreligiösen Gründen, wenden sich immer mehr Kinderärzte gegen den routinemässigen Griff zum Skalpell. Die Abteilung der Kinder-Urologie der Universität von Califonia in Los Angeles schreibt dazu: «Die meisten medizinischen Vorteile einer Beschneidung können auch ohne diese erreicht werden, wenn man Zugang zu sauberem Wasser hat und die Penis-Hygiene aufrechterhält.» In die gleiche Richtung geht die Amerikanische Ärztevereinigung, die eine routinemässige Beschneidung von Neugeborenen ausdrücklich nicht empfiehlt.

    (…)

    «Eine Beschneidung verursacht einen derart traumatischen Schmerz, dass es zu einer Schädigung der Hirnentwicklung kommen kann», glaubt der kalifornische Psychologe James Prescott. Für den Psychotherapeuten Klaus Käppeli ist die Beschneidung von Knaben ein «unglaublicher Eingriff, wenn man sieht, wie Babys darauf reagieren». Aus seiner langjährigen Erfahrung in seiner Praxis für somatische Psychotherapie in Sankt Gallen, weiss er, wie wichtig eine psychologische Begleitung bei jeder Form von Schmerzzufügung ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Körper von Babys unter entsprechender Begleitung weniger Stresshormone ausschüttet, als wenn er unvorbereitet zu einem solchen Eingriff gezwungen wird.
    Für Klaus Käppeli ist klar, dass die Beschneidung von Knaben eine genitale Verstümmelung ist: «Man nimmt dem Körper etwas weg, was ihm von Natur aus gegeben ist. Dies geschieht oft in einer so frühen Lebensphase, dass das Kind diesen Eingriff gar nicht nachvollziehen kann. Es ist undenkbar, dass ein Kind dies am achten Tag – wie bei der jüdischen Beschneidung – verstehen kann. Es ist ein Ritual, das von der Religion aufgezwungen wird, ohne medizinische Begründung. Zudem trifft es einen Jungen an einem Ort, der sehr stark mit Empfindsamkeit und Wohlgefühl zu tun hat. Man kann Babys beobachten, wie sie mit ihrem Penis spielen, weil sie spüren, dass dies angenehm ist und gut tut. Und da haben wir jetzt einen Teil, den Penis, der verletzt worden ist. Der Körper merkt von der Erinnerung her, dass da etwas passiert ist, dass da ein Schmerz entstanden ist, den sie bewusst nicht zuordnen können. Das kann so weit gehen, dass Menschen später Wut oder Trauer empfinden, wenn sie sehen, dass einem Kind Schmerz zugefügt worden ist, obwohl sie direkt gar nicht betroffen sind. Die im Körper gespeicherte Erinnerung an die eigene Schmerzerfahrung taucht auf.»

    (…)

    Stellen Sie sich vor, ein Mann würde auf offener Strasse von vier Familienangehörigen gepackt, festgehalten, in ein Haus geschleppt, wo ihm die Hose runtergezogen wird und – schwupps! – ist die Vorhaut weggeschnitten. Man würde aufschreien. Die Polizei rufen. Die Fami­lienangehörigen verhaften, einvernehmen. Es käme zu einer Gerichtsverhandlung. Die Täter würden wegen wegen Körperverletzung schuldig gesprochen. Zudem müsste man dem Opfer Schmerzensgeld bezahlen und vermutlich auch eine Psychotherapie, um das Trauma zu verarbeiten. All dies wäre absolut selbstverständlich. Bei einem Kind gewähren wir dies nicht. Ein Kind hat kein Anrecht auf «körperliche und geistige Unversehrtheit», wie sie ihm in der Bundesverfassung, Artikel 10 unter Punkt 2 garantiert wird. Es hat auch kein Anrecht auf Punkt 3, der besagt «Folter und jede andere Art grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Bestrafung sind verboten». Eine Beschneidung ist grausam, unmenschlich und erniedrigend. Das Kind hat in diesem Fall auch kein Anrecht auf den besonderen Schutz, den die Bundesverfassung Kindern in Artikel 11 zukommen lässt.
    Wenn die Beschneidung von Mädchen geahndet wird als eine schwere Körperverletzung, dann muss die Beschneidung von Knaben mindestens als leichte Körperverletzung verfolgt werden.

    Quelle: http://www.spuren.ch/archiv/archiv_comments/970_0_82_0_C/

    • Aristobulus schreibt:

      Unerträgliches Geschwätz, kitschig, süßlich anklagend, verdammend pathetisch und voyeuristisch durchsetzt.

      KANN man zuvor keine Juden befragen, oder Moslems, ob sie zufrieden sind?! Oh bloß nicht!, es könnte ja herauskommen, dass sie gar kein Problem mit ihrer Beschneidung haben.
      Und KANN man nicht aufhören mit diesen Suggestionen, dass Juden Monster und “Hirngeschädigte” seien?!

      Was soll diese obstinate, besessene, süßliche, patronizing Vorhautschnüffelei?
      Was soll diese Erfindung eines Problems, das keines ist?

      • Wie wäre es, wenn man die Beschneidung wenigstens unter lokaler Betäubung durchführen würde? Oder müssen Jungen auf Teufel komm raus ihre Männlichkeit unter Beweis stellen, indem sie Schmerzen ertragen? In meinen Augen ist das, was kleinen muslimischen Jungen tagtäglich angetan wird, eine Vergewaltigung. Solche perversen Blutrituale passen meiner Meinung nach eher zu den Klingonen als zum “vernunftbegabten” Menschen.

        • Aristobulus schreibt:

          In Deinen Ausrissen aus dieser schweizerischen Zeitschrift, Schnagbeuthabeldihm, geht’s nicht um Moslems – es geht gegen Juden. AUSSCHLIESSLICH die Juden werden da angezielt.

          Das Leid moslemischer Jungen steht auf einem anderen Blatt – die werden viel zu spät beschnitten. Mit Beschneidung scheint dort ein Problem zu bestehen – jedoch nicht im Judentum.

          Und wann hörst Du auf mit dieser Sexualschnüffelei? Es bestehen KEINE sexuellen Probleme wegen männlicher Beschneidung, zum Geier.

          • Lieber Aristobolus, mit so einer Aussage wäre ich vorsichtig. Es genügt EIN EINZIGES Gegenbeispiel, um sie zu widerlegen. Und angesichts von Millionen vorhautamputierter Männer wird sich mit Sicherheit ein solches finden lassen.

            Mir ist es gleich, ob es um Juden, Muslime oder irgendeinen anderen Verein handelt. Ich halte die Beschneidung für ein sinnloses und archaisches Ritual, auf das die Menschheit gut verzichten könnte, wenn sie nicht so hirnverbrannt wäre, altertümlicher Fantasyliteratur den Vorzug vor Vernunft zu geben.

          • Aristobulus schreibt:

            sinnlos, archaisch, hirnverbrannt, altertümlich, Fantasyliteratur

            Klingt wie quergelesene Philippika aus einem Pamphlet des 19. Jhs über die Rückständigkeit des Judentums, findest Du nicht?

            Du magst halt keine Religionen, okay. Aber Du magst sie auf eine aufgeheizte Weise nicht…

          • besucher schreibt:

            Hat da jemand Jehova gesagt?

            Es ist doch schon merkwürdig dass auf einmal hier ein antisemitischer Subtext den Beschneidungskritikern vorgeworfen wird. Mal sehen wann als erstes der Begriff “judophob” auftaucht.

      • Auch interessant, die Beschneidung der Vorhaut verursacht sexuelle Probleme für Männer und deren weibliche Partnerinnen:
        http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/beschneidung-und-sexualitaet/studie-beweist-beschneidung-verschlechtert-sex-bei-maennern-und-frauen.html

        Übrigens, laut einer Umfrage des Focus stimmen 56 Prozent der Menschen in Deutschland dem Urteil gegen die Beschneidung zu und nur 35 Prozent lehnen es ab.

      • quisa schreibt:

        @Aristobulus: lol….die, die Bezeichnung von der “obstinate, besessene, süßliche, patronizing Vorhautschnüffelei” bringt den ganzen Zirkus wirklich auf den Punkt:)
        Zumal Beschneidungen ja auch unter CHristen ganz normal sind. Im Kongo sind beispielsweise fast alle Männer beschnitten, und das Land ist mehrheitlich christlich. Und auch in den USA ist die Beschneidung unter CHristen nix ungewöhnliches….Frag mich echt, welchen Tiefen des Sommerlochs diese Beschneidungsurteil kommt…..Was gesundheitliche Vorteile und auch die Selbstverständlichkeit der Beschneidung angeht, wurde sich vor dem Urteil scheinbar wirklich gar nicht informiert…….kopschüttel kopfschüttel

        • Klasse Argument! Da etwas schon seit jeher und fast überall gemacht wird, muss es ja gut sein. Hm, wir könnten ja darüber nachdenken, die Sklaverei wieder einzuführen…

          • Yael schreibt:

            Sklaverei ist kein Gebot. Thema verfehlt,setzen 6.

          • quisa schreibt:

            @schnagbeuthabeldihm: Nun ja, der Sklaverei ist auch kein allgemein positiver Nutzen zu entziehen (es sei denn, sie sind Marktfundamentalist und von der billigen Arbeitskraft und der damit verbundenen Gewinnmaximierung der Sklaverei beeindruckt).

            Die BEschneidung dagegen ist auch aus wissenschaftlicher Perspektive zu empfehlen:
            “Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die Beschneidung der Vorhaut 2007 in die Präventionsmaßnahmen aufgenommen. Sie kann laut Studien in Afrika das HIV-Infektionsrisiko für den Mann beim ungeschützten Vaginalverkehr um etwa 60 Prozent senken. Hauptgrund ist, dass die Schleimhautoberfläche des Penis verringert und der an HIV-Zielzellen reiche Teil der Vorhaut entfernt wird.” http://www.gib-aids-keine-chance.de/wissen/aids_hiv/haeufige_fragen.php

            Was wollen Sie denn als nächstes verbieten? Vielleicht die Impfung von Kleinkindern, da sie durch den Anblick der SPritze traumatisiert werden könnten?

          • besucher schreibt:

            @Yael

            Vor dem GG zählen keine “Gebote”…

          • Yael schreibt:

            “@Yael

            Vor dem GG zählen keine “Gebote”…”

            Das hat niente mit meiner Antwort zu tun. Religionsfreiheit gilt übrigens. :D

          • Aristobulus schreibt:

            Aha, weiter im Text mit Gleichsetzungen.
            Irgendwo schrieben welche, Beschneidung sei wie Mord.
            Nun sei Beschneidung wie Sklaverei.
            Was kommt denn als Nächstes?

            Schnagbeuthabeldihm, was ist los?, sonst bist Du doch wirklich nicht so verbohrt, das kenn ich gar nicht von Dir.

          • Aristobulus schreibt:

            Yael,
            da wedeln welche ausgerechnet mim’ Grundgesetz, um den Juden die Ausübung ihres Judentums zu verbieten.
            Zeugt von wahrlich wahnsinnig profunder Kenntnis eben dieses Grundgesetzes.
            Fällt uns da noch was ein? Also mir nicht.

          • @Yael

            >>> Sklaverei ist kein Gebot. Thema verfehlt,setzen 6. <<>> Religionsfreiheit gilt übrigens. <<<

            Religionsfreiheit beinhaltet auch die Freiheit, von Religion und ihren Zumutungen verschont zu bleiben.

          • @Yael

            >>> Sklaverei ist kein Gebot. Thema verfehlt,setzen 6. <<<

            Du hast mein Argument offenbar nicht verstanden. Es ging nicht um die Frage, ob Sklaverei ein Gebot ist – in der Bibel gibt es zumindest kein VERBOT dergleichen -, sondern um darum, dass etwas nicht automatisch gut oder als Gewohnheitsrecht hinzunehmen ist, bloß weil es das schon immer gegeben hat. Sklaverei hat es auch schon immer gegeben, trotzdem wurde sie abgeschafft und wird heute zurecht geächtet – zumindest offiziell. Warum sollte das nicht eines Tages auch mit anderen archaischen Gewohnheiten so sein?
            Weil es in irgendeinem antiken Märchenbuch steht???

          • Aristobulus schreibt:

            Auf der einen Seite also Du und die inkarnierte Vernunft, auf der anderen Seite archaische Gewohnheiten, Sklaverei und irgendein antikes Märchenbuch.

            Niveau?

          • Yael schreibt:

            “Religionsfreiheit beinhaltet auch die Freiheit, von Religion und ihren Zumutungen verschont zu bleiben.”

            Wie? Will man Sie zwingen, sich Beschneiden zu lassen? :D
            Können Sie im Übrigen auch, Sie müssen sich damit nur nicht beschäftigen. Aber ich verstehe schon, wenn es um Juden geht, kann der teutonische Besserwisser einfach nicht die Klappe halten.

          • Yael schreibt:

            “Niveau?”

            Erwartest du ernsthaft von Religionshassern (die eh keine Ahnung haben) Niveau? ;)

          • schnagbeuthabeldihm schreibt:

            @Yael
            Ganz schön unter der Gürtellinie, dein Kommentar. Bitte nimm zur Kenntnis, dass ich weder Teutone bin, noch mich für Juden interessiere. Die muslimische Beschneidungspraxis finde ich viel schlimmer als die jüdische, nur so nebenbei. Hast du solche echt nötig? Ich finde deine Anspielung jedenfalls ziemlich asozial, bloß weil ich deine Begeisterung für beschnittene Pimmel nicht teile und es fragwürdig finde, kleinen Kindern wehzutun.

          • Yael schreibt:

            Wie abfällig Sie sich über Religionen äußern, ist unter der Gürtellinie, da muss man mit entsprechenden Reaktionen schon leben.

          • Schula schreibt:

            “noch mich für Juden interessiere”

            Wie jetzt? Sie interessieren sich nicht für Juden und wahrscheinlich auch nicht für Moslems, aber diskutieren mit über ein Thema, was beide Gruppen betrifft, an dem Sie aber kein Interesse haben? Hä?

          • Aristobulus schreibt:

            Nu, er findet Religion “asozial”. Wir sind asozial, und er hat die superiore Allvernunft gepachtet.

            Schnagbeuthabeldihm, Du führst einen Stellvertreterkrieg. Komisch, dass Du ins Leere schießt. Nein, es geht nicht um prügelnde irische Kinderwärterinnen oder um bayrisch-katholische Lehrer vor hundert Jahren.
            Schieß doch grobe Worte auf die. Oder auf christliche Arbeitgeber, die ‘ne arme Krankenschwester entlassen, weil sie es wagt, sich scheiden zu lassen oder sich wiederzuverheiraten usf. Oder schieß verbal auf Salafisten. Oder schieß auf Sklavenhändler in Mauretanien. Oder auf Leute, die Schwule aufhängen.
            Aber lass Juden in Ruh.

    • Aristobulus schreibt:

      P.S.

      Noch’n Dialog.

      - “Ihnen ist etwas weggenommen worden, das Ihnen die Natur gegeben hatte!”
      - “Hm? Die Glückseligkeit?”
      - “Nein die Vorhaut!, die haben Sie am achten Lebenstag abgeschnitten gekriegt!, das konnten Sie doch gar nicht verstehen!”
      - “Hm, muss ich das?, ab ist ja ab.”
      - “Aber das ist Ihnen von der Religion aufgezwungen worden! Weggeschnitten! Was die Natur Ihnen geschenkt hatte!”
      - “Bitte?, im Judentum ist das so, und mir ist nichts weggeschnitten, ich bin vollständig. Was soll das überhaupt?”
      - “Sie empfinden Wut und Trauer!, die in Ihrem Körper gespeicherte Schmerzerfahrung taucht auf! Sie müssen das spüren!”
      - “Haben Sie zuviel getrunken – oder sind Sie vielleicht von ‘ner Sekte?”
      - “Aber Ihre Beschneidung war grausam, unmenschlich und erniedrigend! Sie brauchen eine Psychotherapie, um das Trauma zu verarbeiten! Sie haben eine Schädigung der Hirnentwicklung davon!”
      - “…gehen Sie doch zur Hölle, Sie Schmock. Wixxer.”

    • isa schreibt:

      Das mit der Schädigung der Hirnentwicklung glaube ich einfach nicht.
      Eine sehr hohe Zahl von Nobelpreisträgern könnte sogar eher für das Gegenteil
      sprechen.

      • SilverSurfer schreibt:

        Ich komme da auch nicht ganz mit.
        Die Geburt eines Menschenkindes erinnert ja nicht unbedingt an einen Wellnessurlaub. Da mag es sicher Unterschiede geben, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das in allen Fällen schmerzfrei für das Baby abläuft.
        Vielleicht sollte der Kaiserschnitt gesetzlich verordnet werden?

        • besucher schreibt:

          Falscher Vergleich!

          Gerade für das Baby kann es traumatisierend sein wenn es einfach so aus dem Mutterbauch herausgehoben wird.

          Risiken für das Kind:
          Verletzungen während der Operation und Entwicklung des Kindes, wie Schürfungen, Schnitte und Brüche sind selten aber möglich, ebenso Marken von Saugglocke oder Zange, die manchmal noch zur Entwicklung des Kindes verwendet werden.
          Anfangs unnatürliche Darmflora (spontan-entbundene Kinder erhalten die Darmflora ihrer Mutter durch das unwillkürliche Schlucken der Vaginalflüssigkeit)
          Anpassungsstörungen und Schläfrigkeit können eine weitere Behandlung notwendig machen.
          Stillprobleme und Bindungsstörungen zwischen Mutter und Kind sind häufiger bei Kaiserschnittkindern z. B. im Falle einer ungenügenden Bondingphase nach dem Eingriff

          Die Natur hat das alles schon irgendwie sinnvoll eingerichtet.

          • SilverSurfer schreibt:

            besucher,
            ich wollte lediglich erwähnen, dass auch Babys Schmerzen bei der Geburt haben können, das Ausmaß des Schmerzes ist wohl nur schwer in Erfahrung zu bringen.
            Acht Tage später verursacht die Beschneidung angeblich einen “traumatischen Schmerz, dass es zu einer Schädigung der Hirnentwicklung kommen kann”.

            Dass ein Kaiserschnitt nicht durchgeführt wird, um dem Baby eventuelle Schmerzen zu ersparen, ist mir klar.
            Der Vergleich war nicht wirklich ernst gemeint.
            So manches hat die Natur schon sinvoll eingerichtet – aber nicht alles.

        • Aristobulus schreibt:

          Isa,
          Beschneidung macht schlau? :D Na vielleicht. Zumindest macht sie aber nicht anders. Worauf manche ja hinaus wollen.

          Quisa,
          genaugenau, es liegt am Sommerloch. Oder an der Sauregurkenzeit. Nix zu tun hat etwa der Besucher, wohl ein Naturfreund, der überall Traumata wittert.

          Die Beschneidung einer sauren Gurke kann übrigen sehr traumatisch abgehen. Essig spritzt, womöglich in die Augen. Es wird von Wein- oder Schreikrämpfen mancher Betroffener berichtet, und mit deren Darmflora steht es dann auch nicht zum Besten.
          Fazit: Verbieten! Die Natur hat uns die sauren Gurken so geschenkt, wie sie sind. Und den Bismarckhering, auch Rollmops genannt. Wehe, den entrollt einer!, denn das kann g”ttwerweißwas verursachen.

          • isa schreibt:

            … Zumindest macht Beschneidung nicht blöd, wie behauptet wird, wenn da was von der
            hirnschädigenden Wirkung erzählt wird.

            Ich habe im übrigen keinerlei Probleme damit, dass eine Religionsgemeinschaft das Beschneidungsritual bei ihrem männlichen Nachwuchs für richtig hält; Probleme hätte ich nur damit, wenn sie ihre Religion für alle Welt für das einzig Wahre hielte und ihre Rituale allen anderen aufzwingen wollte.

          • Aristobulus schreibt:

            Isa,
            ganz genau. Dergleichen hat das Judentum nie unternommen. Nie nie nie.
            Und die “hirnschädigende Wirkung” aus jenem Artikel ist der Gipfel, damit wird unterstellt, Juden seien geschädigte Monster, die ihre Söhne ihrerseits im Hirn schädigen. Wer hat das geschrieben: Ein Experte…

    • Silke schreibt:

      keine Ahnung, wann Männer in Kenya zustimmungsfähig sind, ich würde aber ziemlich viel wetten, daß sie zu dem zeitpunkt schon ein paar Jährchen sexuell aktiv waren.

      Also wenn die WHO tatsächlich so einen Blödsinn verzapft haben sollte, dann ist das kein Ruhmesblatt der WHO sondern ein erstklassiges Beispiel von ner Institution die Wasch mich aber mach mich nicht nass betreibt.

  8. Wieder einmal zeigt sich, dass man mit verblendeten Dogmatikern nicht diskutieren kann, schon gar nicht darüber, ob kleinen Kindern die Vorhaut abzuschnippeln – insbesondere in den wohlhabenden Industrienationen, wo Körperhygiene kein Problem mehr darstellt – heute überhaupt noch zeitgemäß ist. Es steht so in irgendwelchen antiken Schriftrollen, und damit basta! Gegen “heilige Schriften” kann weder Vernunft, noch Mitgefühl etwas ausrichten.

    • Da man diesen irrationalen Unsinn also offensichtlich nicht aus der Welt schaffen kann, bin ich dafür, dass es für die Kinder wenigstens ohne Schmerzen geschieht. Eine lokale Betäubung sollte gesetzlich vorgeschrieben sein!
      Dieses Bisschen Humanität kann und soll man meines Erachtens den Beschneidungsfanatikern zumuten.

    • Aristobulus schreibt:

      Du gegen verblendete Dogmatiker. Hast allein Du die Vernunft, ja das Mitgefühl gepachtet? Das steht Dir nicht.

      Sei ein Atheist, dagegen kann keiner was haben. Aber sei kein Dogmatiker.

    • Aristobulus schreibt:

      P.S.
      Lokale Betäubung bei einem Baby ist ein Problem, weil der Stich etwa so schmerzhaft ist wie die Beschneidung selbst (in dem Alter).

      • Silke schreibt:

        Kann man einen Penis überhaupt lokal betäuben? Wie geht das beim erwachsenen Mann? Wird da erst vereist, bevor das Betäubungsmittel gespritzt wird?

        • Aristobulus schreibt:

          Uh oh. Es werden etwa fünf Spritzen hineingedonnert, ohne Vereisung, denn die nützt nichts.
          Hm. Soll ich? Nu, warum nicht, Du fragtest ;) . Also dorten steht ein Text nach Tatsachen, ein Tatsachentext, also TATSACHEN als Text: -> http://www.robertcohn.net/tex1.htm (an vorletzter Stelle unter dem roten Federboa-Photo, also weit runterrollen, heißt “Ab jetzt nur noch mit Schmock”)

    • Silke schreibt:

      es gibt hoffentlich gerade in den wohlhabenden Industrienationen auch heute noch immer noch Leute, die das Abenteuer lockt.

      Wann habe ich zuletzt solche getroffen? Ach ja, so um’s Jahr 2000 auf einem Afrikafest auf einer Burg mitten im Nirgendwo. Die zeigten sich da alle gegenseitig ihre afrika-tauglichen sehr beeindruckenden selbst aus- und aufgerüsteten Camper und talkten shop.

    • Schula schreibt:

      “Wieder einmal zeigt sich, dass man mit verblendeten Dogmatikern nicht diskutieren kann”

      Dann lassens doch. Oder hat man dich hier etwas eingeladen, dogmitischer Atheist?

      • Als Dogmatiker gilt, wer eine grundlegende (Lehr-)Meinung als unumstößliche Wahrheit ansieht. Ich kann mich nicht erinnern, irgendetwas als unumstößliche Wahrheit propagiert zu haben. Im Gegenteil, ich wäre froh, wenn man mit euch Beschneidungsapologeten mal vernünftig diskutieren könnte. Vielleicht kann man ja einen Kompromiss finden. Aber euer Standpunkt ist absolut festgefahren und unumstößlich. Gegen “heilige Bücher” helfen auch keine Argumente.

        • Aristobulus schreibt:

          Dein Zitat “heilige Bücher” wird nicht wahrer, indem Du’s so wiederholst. Keiner hat hier ein Argument heilige Bücher versus Vernunft gebracht.
          Komisch, Deine Kanonenrohre sind falsch gerichtet und rostig, und die Munition passt auch nicht.
          Du erweist dem Atheismus keinen guten Dienst… stellst den Atheismus als unterschiedslosen Mörser dar.

          Ich halte Atheismus für was Gutes und Befreiendes. Er rückt die Dinge zurecht. Viele mussten sterben, wurden gefoltert oder verjagt, weil sie Religionen kritisierten. Nu kommst aber Du und argumentierst atheistisch-fundamentalreligiös…

  9. genervt schreibt:

    Ich bin total genervt von diesen Leuten die gleich wieder halbe Religionskriege aus dieser Debatte ziehen wollen.
    Das Urteil ist nicht gegen Beschneidungen. Es steht jedem frei sich für die Vorteile (sofern diese wirklich existieren) einer Beschneidung zu entscheiden. Aber eben aus freien Stücken und nicht weil die Eltern ihm das aufdrücken. Wenn ich als Eltern der Meinung bin mein Kind mit Schläge zu erziehen ist da Gott sei dank auch noch das Grundgesetz da welche meine Kinder vor mir schützen würde. Und bitte ersparrt mir nun mir zu unterstellen Schläge und Beschneidungen wären in einen Topf zu werfen. Die Unversehrtheit des Kindes steht im GG nun mal über der elternfreiheit und auch über der Religionsfreiheit.

    • genervt schreibt:

      Aus eigener Erfahrung und auch von denen meiner engsten Freunde kann ich übrigens resümieren, dass die beschnittenen Männer weit aus mehr sexuellbedingte Schwierigkeiten hatten als jene mit Vorhaut. Und genauso ist mir nie ein unhygienischer oder aber kranker unbeschnittener Penis untergekommen. Bei einer Fimose operiert man übrigens auch dedhalb erst im schulalter weil gerade im baby-und kleinkindalter die vorhaut eine wichtige Funktion hat und die empfindliche Eichel schützt.

      • Yael schreibt:

        Und andere können Ihnen von ganz anderen Erfahrungen berichten? Und nun?

      • Yael schreibt:

        “Und genauso ist mir nie ein unhygienischer oder aber kranker unbeschnittener Penis untergekommen. ”

        PS: Sie sollten mal auf der Männerurologie arbeiten. Ich könnte Ihnen viel ekliges berichten, aber dann wird Ihnen schlecht werden. Im Übrigen betrifft die Hygieneunfähigkeit vor allem junge Männer.

      • Schula schreibt:

        Wikipedia
        “Die Keimbesiedlung der Eichel wird erschwert. Physiologisch verhält sich der Präputialraum (der Raum zwischen Vorhaut und Eichel) eines unbeschnittenen Penis wie ein intertriginöser Raum. Auch pathogene Keime wie koagulasepositive Staphylokokken, Escherichia coli, Proteus mirabilis oder Pseudomonas aeruginosa sind nicht selten anzutreffen. Hinzu kommen Hefepilze, insbesondere Malasseziaarten.[35] Die Zirkumzision schafft „trockene Verhältnisse“ an der Eichel, was hinsichtlich des Infektionsrisikos in diesem Bereich als „günstigere Grundsituation“ eingeschätzt wird.[36] Bei freiliegender Eichel ist die Keimbesiedlung quantitativ wesentlich geringer.[35]

        Die Ansammlung von Smegma wird erschwert. Das Smegma praeputii des Mannes besteht aus dem Talg der Vorhautdrüsen gemischt mit dem Zelldetritus des Eichelepithels und Bakterien.[37] Es sammelt sich am unbeschnittenen Penis zwischen Vorhaut und Eichel.[38] Bei mangelnder Genitalhygiene werden die Ablagerungen sichtbar und es kommt zu einer intensiven Geruchsbildung. Die Smegmaansammlung gilt als Herd für Entzündungen (→ Balanitis, Balanoposthitis) und kann darüber hinaus die Entstehung lokaler Karzinome (→ Peniskarzinom) begünstigen.[38]

        Die in der Vorhaut selbst in hoher Konzentration sowie nah an der Hautoberfläche vorliegenden Langerhans-Zellen und CD4-Rezeptorzellen sind für die Übertragung von Viren beim Geschlechtsakt mitverantwortlich

        Peniskrebs

        Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Peniskrebs zu erkranken, ist bei unbeschnittenen Männern deutlich höher. Die Tatsache, nicht beschnitten zu sein, stellt de facto den größten Einzelrisikofaktor dar.[52] Allerdings ist die Grundwahrscheinlichkeit für Peniskrebs relativ gering, unabhängig von einer Beschneidung.
        Eichelentzündung

        Eine Eichelentzündung (auch Balanitis genannt) ist eine eitrige Entzündung der Eichel, die meist in der Kranzfurche beginnt. Auch die Vorhaut kann davon betroffen werden, in diesem Fall spricht man von Balanoposthitis. Kennzeichnend sind ein Brennen und Jucken sowie Ausschlag. Die Eichelentzündung kommt bei beschnittenen Männern wesentlich seltener vor, die Beschneidung kann als vorbeugende Maßnahme angesehen werden.[53]
        Harnwegsinfektionen

        Das Risiko für einen Harnwegsinfekt ist nach einer Beschneidung verringert. So findet sich in einer Übersichtsstudie über 12 Untersuchungen eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit für Infektionen bei Beschnittenen. Eine weitere Studie fand eine 3– bis 7-mal geringere Rate für Harnwegsinfekte bei beschnittenen Kindern, insbesondere im Kleinkindalter.[54] Allerdings sind Harnwegsinfekte bei Männern generell ein eher seltenes Problem, so dass sich die statistischen Effekte erst in sehr großen Stichproben zeigen. Aufgrund der geringen Basiswahrscheinlichkeit ist eine Beschneidung zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen nicht als notwendig anzusehen.”

  10. Es gibt tatsächlich DEN einen einzigen, wirklich dauerhaften Schutz vor Krankheiten aller Art. Er nennt sich Tod.

    • Aristobulus schreibt:

      Bist Du Pessimist? :D

      • schnagbeuthabeldihm schreibt:

        Ja, das bin ich. Die Diskussionskultur hier macht mich auch nicht gerade optimistischer. Da sagt man nur mal seine Meinung zum Thema Beschneidung und steht sogleich im Verdacht, ein Problem mit Juden zu haben. So eine Streitkultur passt eher zu einer Diktatur und ist meiner Meinung nach einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft nicht würdig.

        • Yael schreibt:

          Sie haben keine Probleme mit Juden, sondern mit Religionen. Das ist auch okay, aber Wissen sollte man für eine Diskussion über Religionen und überhaupt mitbringen und nicht Religionen generell verteufeln. Das ist eben ein sehr schlechter Ansatz, um sich mit rel. Menschen zu unterhalten. Das macht es unglaubwürdig.

          • schnagbeuthabeldihm schreibt:

            Ich bekenne mich schuldig. Sicherlich habe ich ein Problem mit Religionen. Meiner Meinung nach sind Religionen mit Vorsicht zu genießen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie ein Geschichtsbuch oder fragen Sie Ihren Historiker. Vor allem verstehe ich nicht, warum Religionen so blutig und voller Schmerzen sein müssen. Muss das sein? Die Beschneidung ist meines Erachtens nur ein Symptom für die Blut- und Opferfixierung in den monotheistischen Religionen. Wobei ich hinzufügen möchte, dass die jüdische Praxis noch die harmloseste und humanste darstellt. Die muslimische finde ich viel schlimmer. Und die Beschneidung von Mädchen am schlimmsten. Dass man sie bei Jungen nach wie vor tabuisiert und bagatellisiert, ist in meinen Augen ein Ausdruck von Misandrie. Jungen Stollen Schmerz still uns tapfer ertragen.

          • schnagbeuthabeldihm schreibt:

            Von Jungen wird verlangt, Schmerz still und tapfer zu ertragen, ohne zu klagen. Das ist dieselbe Ideologie, die meint, Jungs müssen rank und schlank sein, flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl!

          • Silke schreibt:

            und ich finde am Allerschlimmsten, daß “wir” Christen kleinen und kleinsten Kindern den Anblick von Jesus am Kreuz zumuten und ihnen erzählen, daß die Nägel durch seine Hände und Füße gehämmert wurden – das ist seelische Grausamkeit und somit Kindesmißhandlung von erster Qualität.

            (was mir nebenbei gesagt, als alleinige Befestigungsmethode ziemlich unwahrscheinlich vorkommt. Das wäre doch ganz schnell ausgerissen, aber als Horrorphantasie kam es zumindest für mich total gut)

          • Yael schreibt:

            “Vor allem verstehe ich nicht, warum Religionen so blutig und voller Schmerzen sein müssen. ”

            Das ist eben Ihre subjektive Wahrnehmung, die mit der Realität nichts zu tun hat.
            Ihre Vorverurteilungen lässt bei Ihnen einen Tunnelblick entstehen. Es ist nahezu unmöglich, auf dieser Grundlage zu diskutieren.

          • A.mOr schreibt:

            schnagbeuthabeldihm
            Wenn Menschen nicht im Namen von „Religion“ Krieg führen, dann haben sie einen anderen Grund, und immer „den richtigen“.
            Das meint Yael mit „subjektiver Wahrnehmung“, wenn ich mir erlauben darf.
            Im Namen der „jüdischen Religion“ aber wurde nie Krieg geführt, wenn es etwas derartiges gab, so geschah das vor rund 3300 Jahren. Der „Missionierungseifer“ anderer Religionsbekenntnisse ist dem Judentum fremd, und er hat allgemein -denke ich- mit „Religion“ nichts zu tun.
            Man sollte schließlich auch nicht die „germanischen Götter“ dafür anklagen, daß (Neo)Nazis deren Symbolik mißbrauchen, um nur ein Beispiel zu nennen.

            Und die Brit Mila (vereinfachend: Beschneidung) gehört zum Judentum dazu wie zB die Hebräische Sprache.
            Es in Deutschland zu kriminalisieren bedeutet Judentum zu kriminalisieren.

            In Deutschland. Wo sonst?

            ~ * ~

            „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie ein Geschichtsbuch oder fragen Sie Ihren Historiker.“
            Treffend, und kann ich gut verstehen.
            Zumindest erweist sich die Historizität der Tora mit den zunehmenden Erkenntnissen der Geschichtsforschung immer mehr als verläßlich.
            Auch zu erwähnen an dieser Stelle: Judentum und sachliche Wissenschaft stehen nicht im Widerspruch. Es gibt nicht umsonst sehr viele jüdische Akademiker.
            Die Welt war im Judentum nie „eine Scheibe“.

          • schnagbeuthabeldihm schreibt:

            @A.mOr
            Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen und mache mir keine Illusionen, dass man die Beschneidung aus der Welt schaffen wird, schon gar nicht durch dieses Gerichtsurteil. Utopien kann man nicht erzwingen. Und wie gesagt, ich finde die islamische Praxis viel schlimmer als die jüdische. Warum können wie uns nicht zumindest auf den Kompromiss einigen, die Beschneidung unter lokaler Betäubung durchzuführen, um den Kindern die Schmerzen zu ersparen?

          • Aristobulus schreibt:

            Schnag,
            weil die Spritze für die lokale Betäubung dem Baby etwa so wehtut wie die Beschneidung selber.
            Und weil ein Mohejl keine solche Spritze setzen darf.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Vor paar Jahren war es hierzulande noch Pflicht der Geburtshelfer in Geburtskliniken, dem Neugeborenen ein heftiges Mittel gegen die Wirkung eventueller Geschlechtskrankheiten auf die Augen zu schmieren. Das war mit erheblichen Schmerzen für die Babies verbunden (manche öffneten daraufhin tagelang nicht die Augen) – und es wurde zuvor weder gefragt noch getestet, ob die Mutter je eine solche Geschlechtskrankheit gehabt hatte.

            Ich hab bei der Geburt meines Sohns gerade noch verhindert, dass sie das taten. Sie waren schon drauf und dran… so GUT war es bestellt um die Schmerzverhinderung hier geborener Babies.
            Und jetzt soll die perfekte Welt ausgerufen werden?

            - Danke, A.mOr, Du triffst es mal wieder genau auf den Punkt.

          • A.mOr schreibt:

            schnagbeuthabeldihm
            Meine Meinung, wie die Moslems ihren Ritus veranstalten, tut nichts weiter zur Sache.
            Sagen darf ich sie natürlich trotzdem. Ja, die Beschneidung bei moslemischen Jungen findet offenbar zu spät statt, es hat im Judentum schon auch seinen vernünftigen Grund, warum es der achte Tag ist. Und ja, es ist grausam, einen Jungen so zu verletzen, und ihm diesen letztlich unnötigen Schmerz zuzufügen.

            Ich denke nicht, daß dieser Vorgang eine traumatische Erfahrung in jedem Fall ist für den betroffenden Jungen, aber die Gefahr ist auch in der Hinsicht vorhanden.
            Inwiefern sich solches negativ anhand von posttraumatischen Belastungsstörungen äußern könnte, dazu kenne ich keine klinischen Studien.
            Allerdings bin ich froh, solche Perspektiven im Judentum für die Brit Mila praktisch ausschließen zu können.

            Zum Quälen von Mädchen brauche ich mich wohl nicht weiter äußern, es ist abscheulich!

            Allgemein bin ich eher dafür, die Kultur anderer zu achten.
            Aber natürlich gilt in Deutschland deutsches Gesetz, deutschen Richtern kann man nur Weisheit und Besonnenheit bei ihrer Urteilsfindung wünschen. Es scheint diesmal allerdings nicht so sehr gelungen zu sein…
            Es wurde offenbar über einen Kamm geschert bei einer Angelegenheit, die mehr Feingefühl erfordert.

            (Aristobulus,
            Danke, Deine Zustimmung ist mir immer sehr von Bedeutung!)

        • Aristobulus schreibt:

          Schnagbeutelhabeldihm,
          nimm Religionen als Kultur. Ist ein Vorschlag. Du musst sicher nicht selbst einer bestimmten Kultur angehören, um sie trotzdem zu achten. Kultur hat unendlich viele, einander widersprechende Seiten, und es gibt sogar Kulturen, die gar keine Kultur mögen, und es gibt Religionen, die areligiös sind. So lange sie es Dir nicht aufzwingen?

          Man verteufelt ja auch nicht die Papuas, nur weil es einem nicht behagt, wie sie so rumlaufen. Oder Kulturen, in denen was Ekliges gegessen wird, die dann in Europa ankommen und es wagen, ihr Ekliges mitzubringen und zu verkaufen, oder es ihren Kindern einflößen, damit die es gut finden. Sollen sie doch. Du musst es ja nicht essen…

        • schnagbeuthabeldihm schreibt:

          @Silke
          Ich hatte als Kind tatsächlich Albträume durch die Darstellung des gekreuzigten Jesus gehabt. Das war für mich übrigens einer der Hauptgründe, dem Christentum den Rücken zu kehren. Auf eine so grausame und blutige Eintrittskarte in den Himmel kann ich verzichten. Ich finde es morbide.

          • Aristobulus schreibt:

            Ich hab mal vor Grünewalds Kreuzigung gestanden (der Isenheimer Altar, Gemälde aus dem 16. Jh in Colmar) und konnte das gar nicht fassen, was der da gemalt hat, diesen Horror, verklärt und eine grünliche Leiche usf.
            Bin mit quasi Alpträumen zurück fahrradgefahren und hab irgendwo im Gebüsch beschlossen, es einfach nicht zu verstehen (so wenig wie den Karneval oder die Schiiten oder Fußball), und das war’s.
            Dann hab ich mich mal mit einem unterghalten, der für eine Katharina emmerich schwärmte (die hungerte sich heilig und hatte Stigmata und ließ sich als quasi Heilige & Bäuerin verehren), tja, und ich verstand’s wieder nicht.
            Hmm. So lange sie einem nichts tun und Anderen auch nicht, sollen sie doch glauben, was immer sie möchten…

          • besucher schreibt:

            Die Schiiten sind so etwas wie die katholische Kirche des Islams. (so mit Klerus, Heiligenverehrung und Märtyern und so…)

          • Aristobulus schreibt:

            Da muss man einfach bloß den Besucher fragen, und sofort erklärt er einem alles. Selbst wenn man ihn gar nicht fragte.
            Ich verstehe weder die Schiiten noch den Besucher, oder gar Märtyrer. Und Fußball erst Recht nicht (die Protestanten des Kopfballs, mal zu Besuch?)

  11. Silke schreibt:

    irgendwie klappt das mit meiner Antworterei in dem thread nicht mehr

    das hier sollte ne Antwort auf schnag’s Auflistung von Blutigem in Religionen sein

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/06/29/schuldig/#comment-17647

    Ich vergass hinzuzufügen, daß Religionsbasher à la Schnag immer zu gern vergessen, daß es “olympisch” zentrierte Glaubenssysteme gibt, die es an keinesfalls zufälligem Blutvergießen nicht fehlen ließen.

    Als ich mich durch Pflicht-Gottesdienste meiner Vorkonfirmandenzeit frieren mußte, war das auch sehr körperverletzend.

    • Aristobulus schreibt:

      Silke,

      oder Blutvergießen gehört zur condition humaine (gegen die das Judentum seit je her ankämpft).
      Horrorbilder in Religionen kommen ja aus Zeiten, in denen man einander gegenseitig umbrachte auf Teufel komm raus, ganz einfach gesprochen (allein der dreißigjährige Krieg!, und die Mordzüge von Bogdan Chmielnicki in Osteuropa zu der Zeit, zuvor die guerres de réligion in Frankreich, noch früher der hundertährige Krieg zwischen Briten und Franzosen, usf.)
      Wie in Syrien seit ein paar Monaten (zenhtausend Tote jetzt), oder wie im Irak seit ein paar Jahren (dreißigtausend Tote?), Afghanistan, Sudan, usw. usf. Sie bringen einander beinhart um.
      In solchen Zeiten zogen Geißler und Pogrommönche und Wiedertäufer usf. durch Europa, die Gräuel fanden sofort ihr religiöses Bild. Im Iran geißeln sich Schiiten einmal im Jahr öffentlich, die Palästinenser haben diesen Todeskult – und immer so weiter.

      Wenn man nicht weiterweiß, schreien manche man zu ihrem Gott und peitschen sich, und dann feiert man, während Andere an der Pest sterben (wie Boccaccio es beschreibt)

      - Puh, ich hab das Falsche geraucht. War aber nur Tabak, englischer

      • Silke schreibt:

        uups – es hätte NICHT “olympisch” heißen müssen

        ich brauch nix zu rauchen, um mich zu vertippen

        • Aristobulus schreibt:

          Woah, die Olympier waren äußerst schnibbelbesessen. Uranfänglich entmannten sie sich gegenseitig, nicht?, jede Generation die vorige, schon dem Homer war das dann doch zu archaisch

          • Silke schreibt:

            tja drum bestehe ich ja drauf, daß es PimmelParanoia gibt – hätte ich übrigens auch, wenn mein gutes Stück so weit außerhalb von mir sich rumtreiben würde. Außerdem gibt es auf Fotos von Offiziellen immer wieder hübsche Handhaltungen zu bewundern.

            Ein Gedanke, vielleicht war die ursprüngliche Weisheit der Beschneidung, Jungs beizubringen “Die Welt geht nicht unter” – gut bei Babies ist so ne Einsicht nicht zu erwarten, aber wenn sie sich später im Leben anschauen, dann haben sie doch den fassbaren Beweis, daß da dran gefummelt wurde und er dennoch noch da ist, heil und schön.

            PS: Die University of Utah hat seit 1905 eine School of Medicine
            http://medicine.utah.edu/about_us.php
            Vielleicht war Deine Mormonin ein Religionsmischling

  12. Silke schreibt:

    @schnag – http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/06/29/schuldig/#comment-17645

    und von Mädels wird erwartet, daß sie erduldend sind, von Menstruationskrämpfen bis hin zu Geburtsschmerzen

    Wir dürfen weinen, während erwartet wird, daß wir lächelnd ertragen, nicht so sehr die Menstruationsschmerzen, so wir welche haben, sind die Material für Witze und Herabwürdigungen, was uns lebenslange nicht heilbare Traumata verursacht.

    • Schula schreibt:

      Hier will jemand Bernhardine ablösen, die war auch so Vorhautbessesen. :D

    • Yael schreibt:

      Was will uns das alles sagen?
      Es gibt bisher noch keinen einzigen Nachweis, dass Beschneidungen traumatische Folgen haben soll.
      Ich zitiere mal M. Brumlik (heute in der Berliner Zeitung):

      “müsste man zwei nach Zufallsprinzip ausgewählte, repräsentative Stichproben vom beschnittenen und und unbeschnittenen Babys bei Kontolle aller anderen Faktoren – wie soziale Schicht, Bindungsqualität, Einkommen und Bildungsstand etc. – im Rahmen einer mindestens zwanzig Jahre laufenden Langzeitstudie psychologisch testen. Derlei Studie lieht nicht vor…”

      Abgesehen ob diese überhaupt ethisch vertretbar wäre.

      Ich kann seitenweise von beschnittenen Männern berichten, die keinerlei Probleme mit ihrer Beschneidung haben. Das ist aber genauso wenig wissenschaftlich wie diese diversen Seiten im Internet.

  13. Michal schreibt:

    es ist immer wieder erfrischend zu sehen, wie sich gojim echauffieren, wenn es um juden und moslems geht. dabei haben die etwa nicht urplötzlich ihr herz für jüdische und muslimische kinder oder vorhäute entdeckt. mitnichten. wenn ein kind in ihrer umgebung geschlagen wird, verhungert oder zu tote geprügelt wird, will von denen keiner etwas bemerkt haben. deutschland ist das kinderfeindlichste land in europa. nein, es geht um deutsche bestimmerei, jeder der nicht so ist, wie sie es gern hätten, muß reglementiert werden, darf sich anhören wie brutal mittelalterlich und archaisch deren religion und kultur ist.
    wir lassen unsere kinder weiter beschneiden, ob es euch paßt oder nicht. wenn nicht hier, dann anderswo. dann haben die es geschafft, was andere nicht vermögt haben: deutschland ist juden und moslemrein.

  14. Marion schreibt:

    Als Mutter eines nicht-jüdischen, nicht-muslimischen, aber beschnittenen Sohnes möchte ich es einmal so darstellen: Diese ganze Diskussion bestätigt mich in dem Gefühl, aus dem heraus wir uns damals zur Beschneidung entschlossen haben – Wir wollen einfach, als Familie, lieber bei den beschnittenen als bei den nicht-beschnittenen Schwänzen sein. Die Welt der nicht-beschnittenen Schwänze kommt mir irgendwie so dumpf vor, so ahnungslos, was ihre eigenen kulturellen Prägungen angeht. Denkt schnagbeuthageldihm wirklich, er habe immer die Wahlfreiheit und erziehe seine Kinder ohne Gewalt? Die beschnittenen Schwänze wissen etwas, was die nicht-beschnittenen Schwänze nur lernen, wenn ihre Träger wegen irgendwelcher anderer Merkmale sich selbst einmal in einer Minderheit wiederfinden: Die Mehrheitsgesellschaft lebt mit Voraussetzungen, die ihr so selbstverständlich sind, dass sie sie als solche gar nicht erkennt. Der Glaube, dass man sich für eine Religion in freier Wahl entscheidet, sich frei zu ihr bekennt, gehört zum christlichen Traditionsbestand, nur Christen sind so primitiv. Und dass ein kleiner Schnitt und fünf Minuten Tränen und der Verlust eines scheußlich anzusehenden Lappens Haut – die ästhetischen Gesichtspunkte sollten ja auch einmal berücksichtigt werden, ganz zu schweigen von der Würdelosigkeit der Hygienehandlungen beim Herauskratzen des Smegmas – als eine Gewalttat angesehen werden, die hierzulande weitverbreitete Lieblosigkeit und Beziehungslosigkeit zwischen den Generationen aber nicht der Rede wert sind, lässt sich auch nur aus der deutschen Geschichte erklären.
    Bisher war ich eigentlich immer ganz stolz darauf, wie in Deutschland Minderheitenschutz und Vergangenheitsaufarbeitung betrieben werden. Jetzt, mit diesem Gerichtsurteil und dieser Debatte, gerate ich doch schwer ins Zweifeln. “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen” – das ist der Kern der angeblichen Judenkinderliebe dieses Anti-Beschneidungs-Kreuzzuges.

    • schnagbeuthabeldihm schreibt:

      Super! Jetzt sind wir endlich so weit, ungeschnittene Menschen zu Untermenschen zu erklären. Diese hässlichen Männer mit ihren wabbeligen, smegmaverschmierten Schwänzen stehen, verglichen mit den wunderschönen beschnittenen Pinkeln, definitiv eine Evolutionsstufe tiefer. Tja, was machen wir nur mit denen!?

      • Marion schreibt:

        Wir überlassen sie einfach sich selbst. Mir ist es völlig egal, was andere Leute für Schwänze haben, die ja sowieso glücklicherweise meist gut in der Unterhose verstaut sind. Nur sollte die Nichtbeschnittenen-Partei diese großzügige Toleranz umgekehrt auch walten lassen!

        • Toleranz hat ihre Grenzen. Die Frage ist, was schwerer wiegt: Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes oder die Religionsfreiheit der Eltern sowie deren Erziehungsrecht.

          • Marion schreibt:

            Nein, er passt nicht, sondern entlarvt die atavistischen Gefühle, die hinter diesem Kreuzzug stehen. Kastrationsangst. Minderwertigkeitskomplexe. Autoaggression. und lauter solche schönen Dinge. Na gute Nacht. Aristobulus, wann melden Sie sich denn mal wieder? Was Sie schreiben, ist immer so lustig und baut mich auf.

          • Du meinst also, ich hätte atavistische Kastrationsangst, weil ich mich als “nicht-beschnittener Schwanz mit scheußlich anzusehendem Lappen Haut” von deinen Ausführungen zu mir und meinesgleichen beleidigt fühle?

          • Silke schreibt:

            Bullshit im Quadrat
            lass Dich doch bitte mal ähnlich “eloquent” über gepiercte Ohren aus, auch die bei Jungens wie z.B. Zunftohrringe.

          • Besucher schreibt:

            Ach Kriegen die ihre zunftohrringe schon als 8-tägiges Kind vom handwerkerpapi reingedübelt? Interessant, interessant…

          • Yael schreibt:

            Besucher, gehts also doch ums Alter von 8 Tagen? Wann stechen denn Eltern ihren Kindern Ohrringe? Mit einem oder zwei Jahren?
            Ihnen gehts wirklich nicht um die angebliche Unversehrheit des Körpers. Da spielt was ganz anderes rein. Fragen Sie sich mal selber warum?

          • besucher schreibt:

            ach so? was denn?

            wie kommen sie auf die Idee dass ich Ohrlochstechen an Kleinkindern toll und Beschneidung von 8-jährigen toll finde? Habe ich mich diesbezüglich geäußert?
            Übrigens der Ohrlochvergleich hinkt etwas: Ohrlöcher wachsen wieder zu.

          • Yael schreibt:

            Ohrlöcher wachsen selten wieder zu. :D
            Es ging nebenbei um das Alter.
            Ergo: Ohrlöcher sind erlaubt, Beschneidung nicht. Nun sagen Sie mir noch einmal, es ging Ihnen um die körperliche Unversehrheit. Jetzt ist mir alles klar.
            Adiso.

      • Yael schreibt:

        “Untermenschen ”

        Warum muss immer wieder der Nazijargon sein?

        • Warum nicht? Es passt doch.

          • SilverSurfer schreibt:

            Was soll der Quatsch?
            Hier geht es ums Beschneiden von Schwänzen, nicht ums Durchschneiden von Hälsen.

          • Yael schreibt:

            “Warum nicht? Es passt doch.”

            Muss ich wirklich erklären, warum nicht? Dass die Nazis Juden und andere zu Untermenschen erklärt haben? Ist ein wenig Fingerspitzengefühl wirklich zu viel verlangt?

          • schnagbeuthabeldihm schreibt:

            @Yael
            Fingerspitzengefühl? Nach dem, was Marion geschrieben hat, muss ich befürchten, dass sie selbiges mit mir und meinesgleichen tun würde, wenn sie die Macht dazu hätte. Ihr Hass auf nicht-beschnittene macht mir Angst.

          • Yael schreibt:

            Na, wir wollen mal den Teufel nicht an die Wand malen.

          • Aristobulus schreibt:

            Schnag,
            Marion kann, darf und soll bittschön scheußlich finden, was immer sie scheußlich findet, ohne dass Du mal eben den Untermenschen in die Diskussion donnerst. Du musst auch nicht den Abgelehnten rauskehren. Keiner interessiert sich mehr für Deinen Schwanz, als gut tut.
            Und es kann ja keine Rede von “Hass” sein. Sei mal gelassen. Lies Dir zur Übung hingegen nochmal Deine Kommentare von weiter oben durch, die strotzen von herabsetzenden Adjektiven (sodass sich hier schon ein paar frugen, woher dieser ‘Hass’ kommt, den keiner provoziert hatte). Lesen bildet.
            Du hattest sodann den Topf wieder halbwegs vom Feuer genommen – aber jezze gleich wieder mitten drauf. Vorsicht, es riecht angebrannt, und da kokelt Dir was. Topfböden sind schlimmer als Dantes Inferno, wenn man den ganzen schwarzen Kniest kaum wieder abkriegt.

            - Hi Marion, pardon, das war jetzt nicht lustig ;)

          • A.mOr schreibt:

            Yael
            „Na, wir wollen mal den Teufel nicht an die Wand malen.“ ;) …und nicht die Vorhaut an selbe nageln… 8O
            schnagbeuthabeldihm
            Kann mich Aristobulus nur anschließen, da ist kein „Haß“, schon garnicht „Haßpropaganda“ bei Marion zu entdecken, nur bei Dir eine etwas befremdliche Reaktion darauf.
            Allerdings, daß es Dir „Angst“ macht, das spricht ja beinahe für Dich? Wenn Du einen Grund hättest, wenigstens…
            Wie auch immer, ruhig Blut… :roll:

            Vom Silver Surfer lernen ist auch ‘ne Möglichkeit!
            Wer nicht will, nu, der wird gefressen!
            (‘Beware! :P )

            Marion hätte natürlich ein bißchen weniger drastisch ihre Meinung kundtun können (tststs… ;) ), wie der Silver Surfer fein bemerkt.
            „auch Sie haben mich wieder aufgerichtet.“
            (…und Silkes Feinsinn dazu!!!)
            „Ich fühlte mich schon nicht mehr wohl in meiner Haut.“
            Wie man’s trotz dem Hautschrumpelfetzen schafft so spitz zu formulieren…, chapeau!
            Beschnitten oder nicht, selbst ist der Mann, möge die Frau ihn segnen!

            (…und Silver Surfer, auch weil geschätzter K.Voss das schon angemerkt hat, Du hast schon recht, daß dieses pauschal über andere Herziehen -zB „primitive Christen“- naturgemäß nicht in jedem Fall den Humor der Betroffenen anspricht; kann ich nachvollziehen.)
            Nuja… (auch an schnagbeuthabeldihm )

            Weißte, mit Deinem Brett unter den Füßen, da nagelt Dich so schnell keiner ans Kreuz!
            Daher, immer lustig bleiben, mit oder ohne Schrumpelhaut, das Entscheidende an der Sache ist, wenn das Blut oben nicht mehr reicht, weil’s unten zum Reinrauschen abkommandiert wurde von irgend primitiven „Hinter-Ich beim Selbst“, dann wird die Haut, ob sie nun da ist oder nicht, auch nicht besser durchblutet, so oder so nicht, darauf kommt’s eben nicht an. Halt die Ohren steif und das Brett lässig!

        • Silke schreibt:

          weil: Beschneidung = Jude = Untermensch

          das ist nun mal die Assoziationskette, wobei die Reihenfolge vollkommen beliebig ist.

    • SilverSurfer schreibt:

      “Scheußlich”…”Würdelos”…”Lappen Haut”
      Jetzt geht das schon wieder los. Und ich will doch immer noch kein schlechtes Gewissen ob meiner Vorhaut bekommen.

      Und da ist ja dann noch “rauskratzen”…?!
      Nachdem man es mit einem Presslufthammer zu Klump gehauen hat?

    • Silke schreibt:

      also hier muß ich als “erfahrene” Frau mal ganz heftig widersprechen

      Die Vorhaut sieht NICHT scheußlich aus, sie ist niedlich

      und mein Vergnügen an Beschnittenen und Unbeschnittenen war vom Ästhetischen her gleich groß.

      Und allen Vorhaut-Paranoikern sei ins Stammbuch geschrieben, daß das sexuell anziehendste Körperteil bei beiden, Beschnittenen und Unbeschnittenen, zwischen den Ohren zu finden ist. Und das gilt sogar für beide Geschlechter.

      • SilverSurfer schreibt:

        Danke Silke.
        Ich fühlte mich schon nicht mehr wohl in meiner Haut.

      • Marion schreibt:

        Aber man kann als Mann halt nun mal nicht beides haben, man muss sich für eines entscheiden. (Als Frau kann man abwechseln…)

        Das ästhetische Argument und den Smegma-Quatsch habe ich eigentlich nur als Witz eingeführt; lustig, wie sich da gleich ein paar Unbeschnittene auf den Schlips (fast hätte ich geschrieben: auf den Schwanz) getreten fühlen. Und mein – ernst gemeintes – Minderheiten-Argument hat auch niemand verstanden, das hinwiederum ist schade.

        Welches Körperteil zwischen den Ohren meinst Du? Die Nase?

        • SilverSurfer schreibt:

          Ihr Minderheitenargument habe ich nicht verstanden. Ich Christ.

        • Silke schreibt:

          Ach nö, Marion, so aber nu nich

          Erst den Fehdehandschuh werfen und dann mit so nem dümmlichen “Ihr seid zu doof, nen Witz zu verstehen, sich vom Acker zu machen, geht als Feigheit sogar beim zierlichsten Weibe zu weit.

          • Marion schreibt:

            Wenn sich Leute durch einen Witz beleidigt fühlen, dann muss man klar stellen, dass es ein Witz war; das hat nichts mit Feigheit zu tun. Ich will mich doch nicht darauf festnageln lassen (Christenmetapher :-) ), Unbeschnittene scheußlich zu finden. Mir ging es doch um etwas ganz anderes: dass das Beschnittensein ein Zeichen dafür ist, sich kultureller Differenz und kultureller Prägung bewusst zu sein. Mich regt an dem Christengequatsche der Anti-Beschneidungs-Kreuzzügler auf, dass sie sich überhaupt nicht bewusst sind, dass sie selbst auch aus Prägungen heraus argumentieren, die im Zweifelsfall viel gewalttätiger und übergriffiger sind, als 3 Minuten Schmerz und der Verlust eines Lappens Haut.

          • Silke schreibt:

            Klarstellen muß man, aber nicht die anderen für doof erklären.

            Und was ein Witz ist, entscheidet nun mal nicht die Autorin

          • SilverSurfer schreibt:

            Marion,
            weder vom “Smegma-Quatsch” noch von den ästhetischen Argumenten fühlte ich mich wirklich beleidigt.
            “Nur Christen sind so primitiv” und “Christengequatsche” finde ich aber in der Tat nicht komisch (falls das auch als Witz gemeint war).
            Denn entweder haben Sie Sich hierzublog nicht richtig eingelesen, oder aber ich habe ein Wahrnehmungsproblem, denn ich finde, dass gerade die Atheisten den Großteil des von Ihnen angesprochenen “Kreuzzugheeres” stellen.

            Ich stehe dem Urteil übrigens ablehnend gegenüber.

          • Aristobulus schreibt:

            Hi SilverSurfer,
            dann meinte sie Gequatsche en général, das kulturell geprägt ist, das aber andere kulturelle Prägungen Zwecks Gleichmacherei ablehnt.

            Silke,
            für doof hatte sie keinen erklärt… hat nur bissele schmackhaftes Öl ins Feuer gekippt ;)

        • A.mOr schreibt:

          Marion
          doch doch, es ward bemerkt, kluge Perspektive, „minderheitenmehrheitlichstauglich“…
          (Und, ist nicht immer so wie’s scheint, mancher Leser ist klüger sich nicht zu äußern?)

  15. Silke schreibt:

    Schula http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/06/29/schuldig/#comment-17678

    Wie wär’s hiermit? (Wie Vorhäute auf Französisch heißen, wird Aristobulus beisteuern müssen, welches meiner Traumata dazu geführt hat, daß mir bei Krieg der Vorhäute Boutons einfiel, kann wohl nur mittels einer Tiefenpsychoanalyse erforscht werden.)

    • Aristobulus schreibt:

      Seit diesem Gerichtsurteil usf. ist selbst die französische Wikipédia vergiftet, heut ist da auf der Startseite nur Einschlägiges!, nix Anderes!, sofort oben ‘ne Abbildung des Péripherique (Pariser Stadtautobahn von oben), sieht genauso aus wie ‘ne appe Vorhaut von der Seite, gerundet und schlaff, so wie die halt aussieht, wenn sie grad ne appe ist. Gleich darunter zeigt irgend ein neu gewählter Mexikaner offensichtlich sein Traummaß (20 cm?) mit den Händen (was hat der nur?), und wieder darunter ist das Foto von ‘ner strahlenden französischen Politikerin ” le seul député français membre”, heißt, der einzige frz. Glied-Deputierte.

      Wie unanständig ist das Internet, nix als Anatomie und Sünde, und man hatte es bis dato noch nicht bemerkt?

      Schnag, Köln und der Putzke sind an allem Schuld (jidisch “Putzke” heißt übrigens kleiner Potz, und ja, das Thema lässt einen einfach nicht los, nichtmal den).

      Das phallologische Museum in Island (Ideen haben die) zeigt dies (bitte nur hinsehen ohne zu erröten und mit den straightesten Nerven ever):
      http://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Non-human_penises_Iceland_Phallological_Museum.jpg

      Ach so, Vorhaut heißt le prépuce. Ich wollte wissen, ob irgendwo in der Wikipedia eine medizinische Zeichnung ohne prépuce zu finden ist, nope!, nichts!, überall isse dran. Da fühlt man sich gleich so gehäutet und unterlegen, unfaktisch auch. F*ck aber auch.

      Woher kommt der Ausdruck prépuce?, irgendwie müsste es lat. praepucium heißen, der Vor-Potz, hat was mit Kapuze zu tun? Cappuccino tut weh, ist heiß. Oder prépuce hängt mit pré-aux-puces zusammen, Flohwiese?
      Wer weiß schon, welchen Sinn das alles hat

  16. Silke schreibt:

    A.mOr http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/06/29/schuldig/#comment-17739

    Also ich habe vor kurzem erst Judas Maccabeus bei In Our Time gehört – ich habe das so verstanden, daß da schon ein Krieg zur Erhaltung der Religion war.

    Und am Ende sagt eine, daß es ohne Judas Maccabeus wahrscheinlich nicht die Bedingungen gegeben hätte, unter denen Christentum entstehen konnte … (doch falls ich es richtig verstanden habe, hätte ohne seinen Sieg auch das Judentum nicht mehr viel hergemacht)

    http://www.bbc.co.uk/programmes/b017cjm8

    Born in the second century BC, Judas led his followers, the Maccabees, in a rebellion against the Seleucid Empire, which was attempting to impose the Greek culture and religion on the Jews. After a succession of battles he succeeded and the Seleucid king granted the Jews religious freedom.

    • Aristobulus schreibt:

      Aber ja!, danke für die Erwähnung des Jehuda Makkabi (zu deutsch: Hammer-Jude). Durch das Verbot der Beschneidung wollte der syrisch-hellenisierte Herrscher das Judentum austilgen*. Es gilt wohl als zweiter Versuch – der erste fand etwa zweihundert Jahre früher statt, als Haman, der Wesir des persischen Königs, alle Juden umbringen lassen wollte.
      In beiden Fällen haben sich die Juden gewehrt: Haman wurde nach einem Aufstand geköpft, und das Judentum war wieder sicher.
      Und die Makkabäer haben den Krieg gegen die hellenisierten Syrer gewonnen, denn erst das Beschneidungsverbot (die erste antijüdische Gesetzgebung der Geschichte zu dem Zweck, dass es danach keine Juden mehr geben sollte) und dann die Entweihung des Tempels mit einem Zeus-Altar (der bittschön da nichts zu suchen hatte!) und die Massenopferung von Schweinen, das hat hingereicht.

      * Wie hat In Our Time die Verbindung zur Entstehung des Christentums begründet? Die Makkabäer kämpften hundertfünfzig Jahre früher (Händel hat ein ganz wunderbares Oratorium darüber geschrieben, Judas Maccabaeus, es strotzt von dramatischen Chören)

  17. Silke schreibt:

    Schnag http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/06/29/schuldig/#comment-17740

    Bevor Du weiter auf der Betäuberei rumreitest, mach Dich bitte erst mal schlau, was bei Babies überhaupt geht. Meines Wissens ist das äußerst begrenzt und ich meine, irgendwo mitgekriegt zu haben, daß es z.B. Narkose für Babies erst seit ganz kurzem gibt.

    • Interessent schreibt:

      @Silke
      “Bevor Du weiter auf der Betäuberei rumreitest, mach Dich bitte erst mal schlau, was bei Babies überhaupt geht. ”
      Und Operationen z.B. am offenen Herzen werden gänzlich unbetäubt vorgenommen, ja ne, ist schon klar….

      • Aristobulus schreibt:

        …da steht “und ich meine, irgendwo mitgekriegt zu haben, daß”, Du Provokateur.

        Wenn Du es so genau weißt, sofern, warum schreibst Du nichts Profundes über Narkosen und örtliche Betäubungen bei Babies, und über die Gefahren?

  18. Interessent schreibt:

    @Michal
    “es ist immer wieder erfrischend zu sehen, wie sich gojim echauffieren, wenn es um juden und moslems geht.”

    Und es ist immer wieder erfrischend, was man hier alles lernen kann. Zum Beispiel, dass ein Muslim Deiner obigen Aussage nach KEIN Goj ist.

  19. schnagbeuthabeldihm schreibt:

    Schade, dass sich Juden und Moslems nur hier als Alliierte präsentieren. Würden sie das auch mal so unten im Nahen Osten tun… :-D

    • Aristobulus schreibt:

      Du wirst lachen, das war in der Tat einst so: Im israelischen Unabhängigkeitskrieg von 1948, als die meisten Beduinen mit den Israelis kämpften. Aber es ging bloß gegen die Beschnittenen von fünf arabischen Armeen – aha, die waren aber zum Großteil von den Briten ausgebildet worden! Uh, von Unbeschnittenen. Da haben wir’s… es war folglich ein Krieg für die Briss

    • Yael schreibt:

      Sind wir hier im Nahen Osten? Ich dachte, ich würde in Dtl. leben.

    • Yael schreibt:

      Und damit du wieder mal was lernst: Die jüdische und muslimische Religion sind sich wesentlich näher als das Judentum und Christentum. Da braucht es keine Allianz, sondern nur weniges Wissen.

  20. isa schreibt:

    Nee, der schöne, wertvolle, weltweit beliebte Fisch heißt Koj oder Koi, und er stammt u.a. aus
    israelischer Produktion. Es gibt vernünftige Allianzen. Schnittmenge für deren Zustandekommen ist, wie man sieht, nicht die Vorhaut.

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