Der Geschmack Gottes

Der Geschmack Gottes ist schon recht merkwürdig. Gott mochte den Hirten Abel und seine Fleischopfer mehr als den Ackerbauer Kain und seine Getreideopfer, was Kain schließlich dazu brachte, seinen Bruder Abel zu ermorden. Hiob war ebenfalls ein Mann, der von Gott besonders geschätzt wurde. Um sich der Liebe Hiobs zu vergewissern, ließ Gott zu, dass Hiob alles verliert, sein Besitz, seine Söhne und seine Gesundheit. Selbst wenn nur Söhne von einen durch Gott eingesetzten Patriarchen besonders geschätzt werden, bekommen sie dadurch Probleme. Josef zum Beispiel, der Lieblingssohn Jakobs, wurde prompt von seinen eifersüchtigen Brüdern als Sklave nach Ägypten verkauft. Sogar mit seinem eigenen Sohn ging Gott nicht besser um. Jesus wurde gefoltert, gequält und gekreuzigt. Die Bibel lehrt und somit, dass es nicht wirklich von Vorteil sein muss, wenn man von Gott auserwählt wird. Das Judentum kann ein Lied davon singen. Gut, es gibt natürlich die Hoffnung, am Ende für den Status der Auserwähltheit belohnt zu werden, wenn man nicht gerade Abel heißt. Hiob bekommt am Ende doppelt so viel, wie er verloren hat, Josef startet eine großartige Karriere in Ägypten und Jesus steht von den Toten auf. Abel jedoch hat die Arschkarte gezogen. Er ist und bleibt erschlagen. Wir brauchen gar nicht um den heißen Brei herum reden: Über Jahrhunderte ist dem Judentum der Status des Auserwählten Volkes so gut bekommen wie Abel.

Ich jedenfalls bin sehr froh darüber, nicht auserwählt zu sein. Gott lässt mich einen guten Mann sein und ich verfahre so mit ihm. Der Deal gefällt mir!

Nun gibt es aber eine ganze Reihe Menschen, die sich nicht so leicht damit abfinden können, nicht zum Auserwählten Volk zu gehören und geraten darüber so neidisch, dass sie sich eine auserwählte Biografie zusammenlügen. Sie werden Kostümjuden, allerdings nicht so wie Victor Pivert, gespielt von Louis de Funès, der das Judenkostüm in dem Film “Die Abenteuer des Rabbi Jacob” vollkommen unfreiwillig anzieht, sondern sie fertigen sich eine maßgeschneiderte Lüge an.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher eine Liste der bekanntesten Kostümjuden:

Da gibt es Irena Wachendorff. Ihre Mutter soll Auschwitz überlebt haben und ihr Vater ein besonders frommer Jude gewesen sein. Sie will bei der israelischen Armee gedient haben und eine angesehene Vorbeterin ihrer Gemeinde sein. Ach ja, und sie kritisiert Israel. Mittlerweile ist rausgekommen, dass bis auf ihre Liebe, Israel zu kritisieren, so ziemlich alles andere gelogen ist. Ihr Vater zum Beispiel war laut der hervorragenden Journalistin Jennifer Nathalie Pyka sogar bei der Wehrmacht, also nicht wirklich jüdisch.

Da ist Edith Lutz. Sie ist nicht nur “deutsche Jüdin” sondern auch promovierte Judaistin, also eine Fachfrau fürs angewandte Judentum. Manchmal nutzt sie ihre Zeit für kriegerische Aktionen gegen Israel und durchbricht mit Hilfe terroristischer Organisationen einige von Israel verhängte Blockaden. Sie hat dabei immer ein paar Geigen und Malblöcke dabei, damit die ganzen Aktionen nicht ganz so offen als das erscheint, was sie sind, nämlich pure Terroraktionen von Menschen, die die totale Vernichtung Israels zum Ziel haben. Henryk M. Broder konnte herausfinden, dass es sich bei der “deutschen Jüdin” um eine Frau handelt, die sich kurzerhand selbst konvertiert hat, damit sie so besser Israel “kritisieren” kann.

Da ist Gabriel Matthew Schivone. Er nennt sich selbst einen Chicano-Jüdischen Amerikaner aus Tucson” und ist Mitglied der “Jüdischen Stimme für Frieden an der Universität zu Arizona”. Auch er verbringt seine Studiumszeit gerne mit der Unterstützung kriegerischer Aktionen gegen Israel durch die Brechung von Blockaden durch terroristische Organisationen. Er hat wiederholt erklärt, dass er gerade als Jude jede Verbundenheit mit Israel ablehnt. Das Problem ist nur: Er ist kein Jude.

Da ist Max Schulz, der als Jude in Israel lebte, allerdings nur, um dort einer Verfolgung in Deutschland zu entgehen. Er war nämlich SS-Massenmörder und Aufseher eines Konzentrationslagers. Okay, Max Schulz ist eine fiktive Person und entstammt dem Werk “Der Nazi & der Friseur” des deutsch-jüdischen Schriftstellers Edgar Hilsenrath, aber er passt einfach zu gut in diese Reihe, da all diese Menschen gerne von Gott auserwählt worden wären. Aber Gott hatte andere Vorlieben.

Für Gott gehört der ungarische Politiker Csanad Szegedi zum Auserwählten Volk. Basta! Szegedi ist Mitglied der rechtsextremen Partei Jobbik und sitzt für diese Partei seit 2010 im EU-Parlament. Für ihn ist das jüdische Volk für die Zerstückelung Ungarns im Schandvertrag von Trianon verantwortlich. Jetzt ist allerdings herausgekommen, dass er eine jüdische Mutter hat und da laut jüdischer Lehre das Judentum über die Mutter vererbt wird, ist er laut jüdischem Gesetz Vollblutjude. Seine Großmutter ist sogar Auschwitz-Überlebende. Wäre es also nach den Nazis gegangen, dürfte es diesen Politiker gar nicht geben, aber Gott hatte andere Pläne.

Wie heißt es doch so schön: Wie bringt man Gott zum Lachen? Erzähl ihm Deine Pläne!

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81 Antworten zu Der Geschmack Gottes

  1. Paul schreibt:

    Hallo tapferimnirgendwo,
    diese Theorie vom auserwählten Volk Gottes habe ich vor vielen Jahren, bei einer Veranstaltung der Katholischen Akademie Berlin, Ignaz Bubis mitgeteilt.
    Als ein Pragmatiker antwortete er mir: “Na, da könnte ich aber auf die Auserwählung verzichten.”
    Er hat recht, aber leider kann er nicht verzichten. Einmal als Jude geboren bleibt man immer Jude, auch wenn man nicht an Gott glaubt. Das hat mir jedenfalls ein Jude glaubwürdig versichert.

    Gott verhält sich dabei jedenfalls so,wie viele Menschen auch.
    Ein Unternehmer, wird den Sohn, die Tochter, die er zu seinem Nachfolger bestimmt hat einer härteren Prüfung unterziehen, als die anderen.
    Wie heißt es so schön? “Wen Gott liebt, den züchtigt er.” (Hebräer 12,6)

  2. hansi schreibt:

    @Tapfer im Nirgendwo
    Ich jedenfalls bin sehr froh darüber, nicht auserwählt zu sein. Gott lässt mich einen guten Mann sein und ich verfahre so mit ihm. Der Deal gefällt mir.

    Man muss kein Jude sein um zu den “Auserwählten” zu- gehören !!
    Einfach( wenn es denn so wäre) die sieben Noachidischen Gebote einhalten und schon ist man ein Zaddik, inclusive einem Anteil an der kommenden Welt!

    ” In dieses Kostüm passt nicht jeder rein”

    http://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote

  3. peter schreibt:

    Das sollen die bekanntesten Kostuemjuden sein? Wachendorff & Lutz duerften ja, um ein Broder’sches Bonmot zu verwenden, in Deutschland weltbekannt sein, aber jenseits davon machen ihnen andere den Rang streitig, insbesondere:

    Israel Shamir (http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Shamir – OK eigentlich ein Kostuem-Ex-Jude)

    Binjamin Wilkomirski (http://en.wikipedia.org/wiki/Binjamin_Wilkomirski)

  4. aron2201sperber schreibt:

    Bei Frau Wachendorff handelt es sich wohl um einen pathologischen Fall.

    Allerdings finden sich Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung immer wieder “gesunde” Menschen, die an ihre “kranken” Geschichten glauben wollen.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/07/07/tell-me-lies/

    • Michal schreibt:

      kennt nun schon ganz deutschland. dank ihres penetranten hinweise. aber klauen ist immer gut. gähn! :D

    • Aristobulus schreibt:

      Kranke Geschichten? So wie grad Du auf die Beschneidung einteufelst (die hier nicht Thema ist!!!) und mal wieder nicht ohne’n Link zu Deinem Blog auskommst, solltest Du besser was Ungestörtes schreiben.

      • Aristobulus schreibt:

        Michal, pardon, warst schneller

      • Michal schreibt:

        der will halt auch mal zur “komikernation” (merkel) gehören. :D

        • aron2201sperber schreibt:

          ein bisschen mehr Humor und weniger Gehässigkeit würd euch auch nicht schaden ;)

          • Michal schreibt:

            by the way. ich finde “komikernation” sehr humorig. sie nicht? :D

          • Interessent schreibt:

            @aron
            “ein bisschen mehr Humor und weniger Gehässigkeit würd euch auch nicht schaden ”

            So ist das halt mit Fundamentalisten.
            Mich wundert es jedoch vor allem, dass gerade Du als Jude von den eigenen Leuten so angegangen wirst, dem User “schnagbeuthabeldihm” – nur als Beispiel – wird seine abweichende Meinung diesbezüglich längst nicht so krass übelgenommen.
            Woher mag das kommen ?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            “gerade Du als Jude”

            ???

          • Interessent schreibt:

            @tapferimnirgendwo

            ““gerade Du als Jude”
            ???”

            Was verstehst Du daran nicht?
            Bezüglich des Themas Beschneidung wird auf aron2001sperber von seiten aristobolus, michal und yael dermassen eingedroschen wie auf keinen anderen, welcher sich ebenfalls gegen die Beschneidung geäußert hat, wie z. B. Malte Sempten oder schnagbeuteldiem. Die durften unbeschimpft ihre Meinung zu diesem Thema sagen (wie es ja eigentlich auch selbstverständlich sein sollte).
            Wieso also wird speziell auf aron2001sperber massiv draufgehauen?
            Das ist halt auffällig, zumal der Blog von aron 2001sperber -bevor dieser sich gegen die Beschneidung äußerte- von selbigen Usern gern gelesen wurde.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Draufhauen???

            Es wird gestritten und diskutiert.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich zitiere mal ein Dialog aus “Picket Fences”:

            Wambaugh: Sie sagen das nur, weil ich Jude bin!

            Geiger: Ich bin auch Jude.

            Wambaugh: Aha! Sie sagen es also nur, weil sie Jude sind!

          • Paul schreibt:

            Vielen Dank Gerd.
            Ich liebe den jüdischen Humor, den jüdischen Witz.

            Juden wird die Angewohnheit nachgesagt immer mit einer Frage zu antworten.

            Folgender Dialog:
            “Auf eine Frage kann man nicht mit einer Frage antworten.”
            “Warum nicht?”

            Ich könnte mich kringeln.

          • Yael schreibt:

            Von mir “eingedroschen”? Haben Sie Probleme mit der Realität?
            Wenn Sie meinen, dass ich mich über einen Nazibegriff ärgere und das dann eindroschen nennen, haben Sie ein großes Problem.
            Apropos: Warum tun Sie eigentlich nichts anderes als andere anzugehen? Merken Sie nicht, dass Sie genau das tun, was Sie anderen vorwerfen? Ihre Projektionen sind schon sehr merkwürdig. Wissen Sie was: Gehen Sie mir zumindest nicht länger auf die Eierstöcke. Ich kann Sie nicht ausstehen. Comprente?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Um welchen Nazibegriff geht es denn?

          • Yael schreibt:

            “Blogwart”, natürlich abgewandelt.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ach so. Musste, gestehe ich, die Herkunft des Wortes erst selbst ergoogeln.

          • aron2201sperber schreibt:

            “Du als Jude”

            ich bin Ex-Kathole und habe auch nie etwas anderes behauptet

            der letzte aus religiösen Motiven beschnittene in meiner Familie ear mein Großvater

          • Aristobulus schreibt:

            …und wieder schrieb der ‘Interessent’ nichts zur Sache, nichts zum Thema, sondern bloß über diesen und jenen, was dieser gesagt habe (es verändernd), was jener aber sagte (wieder verdrehend).
            Was willst Du, ‘Interessent’?
            Witterst Du Fundamentalisten?
            Komm, verrat mir Deinen Schmerz.

            Aron Sperber,
            stimmt nicht, was Du da schreibst. Du stelltest Dir durchaus was Nichtnebulöses unter jüdischem Leben vor. Somit hast Du zuvor was Anderes behauptet, als jetzt das Abenteuer, irgend ein Ex-Nestorianer zu sein, der nie was behauptet habe.

            Du schriebst, Du stellest Dir ein anderes jüdisches Leben als das mit Briss vor.
            Muss ich Dir das zitieren?!

            Hoffe, es handelt sich nur um ein Missverständnis – oder dass Du um 3:31 Nachmittags vergessen hattest, vor zwei Tagen noch ‘ne dezidierte Ansicht gehabt zu haben, wie jüdisches Leben gefälligst ohne Briss aussehen soll.

          • Interessent schreibt:

            Zitat von Aristobolus auf die Bemerkung Aron Sperbers (ich bin Ex-Kathole und habe auch nie etwas anderes behauptet):

            “Aron Sperber,
            stimmt nicht, was Du da schreibst. Du stelltest Dir durchaus was Nichtnebulöses unter jüdischem Leben vor. Somit hast Du zuvor was Anderes behauptet, als jetzt das Abenteuer, irgend ein Ex-Nestorianer zu sein, der nie was behauptet habe.
            Du schriebst, Du stellest Dir ein anderes jüdisches Leben als das mit Briss vor.
            Muss ich Dir das zitieren?!”

            Genauso habe ich es auch in Erinnerung. Dann habe ich mich eben in Aron Sperber getäuscht, er kam mir so aufrichtig vor.

          • Aristobulus schreibt:

            Interessent,
            okay… und danke, zum ersten Mal lese ich von Dir eine Aussage, mit der ich was anfangen kann.

            Vielleicht ist ‘Aron Sperber’ nicht unaufrichtig, nur weicht er aus und duckt sich. Aber ich denke, wir haben es nun geklärt (s.u.)

        • Michal schreibt:

          ihre verweise auf ihre seite geht mir eben auf den senkel. diskustieren wollen sie doch nicht. es ist ja nicht der erste blog wo sie das immer wieder abziehen.

          • aron2201sperber schreibt:

            spielen wir uns jetzt als Blogwart auf?

          • Michal schreibt:

            ach die nazisprache kommt auch noch hinzu. sie sind ja nicht besonders einfallsreich, aber der kontext paßt zu ihnen. gute besserung.

          • Yael schreibt:

            “spielen wir uns jetzt als Blogwart auf?”

            Du meine Güte, was für ein Eigentor.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Okay. Worum geht’s? Was soll der Streit? Kann nicht irgendeine Partei mit der Größe des Ignorierens beginnen?

          • Paul schreibt:

            Tapferer, Du bist wirklich Tapfer und das nicht nur im Nirgendwo, sondern im Hier und Jetzt.

            “Ignorieren” war für mich das Stichwort.

            In der tiefsten DDR, waren zwei Vopos auf Streife. (Zwei deswegen: Der Eine konnte schreiben und der Andere lesen.)
            Nach der Streife kamen sie auf das Revier und berichteten ihrem Vorgesetzten ein besonderes Vorkommnis.
            “Auf einer Parkbank haben wir eine nackte Frau gefunden.”
            “Was habt Ihr gemacht? Ihr habt sie doch hoffentlich ignoriert?”
            “Ja, natürlich: Ich einmal und mein Kollege zweimal.”

            Vielleicht fällt den Streithähnen das Ignorieren jetzt leichter. :grin:

          • Yael schreibt:

            Ich ignoriere ihn die ganze Zeit, aber bei einem Nazibegriff ist Schluss.

          • Aristobulus schreibt:

            Aron Sperber,
            Deine Projektionitis und Deine Drehe- und Wenderei ist schon zum G”tterbarmen. Insgleichen Deine Selbstgerechtigkeit, die Du gern mit Rechtschaffenheit verwchseln tätest.
            Was faselst Du da, Du armes, getroffenes Opfer: “absolutes Feindbild”, “Fürze”, “Gehässigkeit”, gar “Blogwart”. Welch Ausdrücke. Für Letzeren gehört Dir eins in die Fresse, da kannste jeden fragen. Dabei bist Du doch hier der Gute, nein?
            Wunderbar, durch die Würze Deiner Ausdrücke biste flugs reingewaschen von aller Tadehaftigkeit, weißer als die Schneekappe des Stromboli, in dem’s rechtschaffen wabern und grollen darf. Denn man hat Deine Rechtschaffenheit bezweifelt. Sünd!!!, denn merke, Schuld sind hier die Anderen, die Dich zum Bösen erklärten, wo Du doch der Gute bist!, usf.

            Stichwort “Humor”. Der fehle hier, behauptest Du. Wo ist Deiner, wenn’s Dir gegen Beschneidung geht? Sowas Humorloses, Unlustiges, Komikernationbeflissenes, Verdruckstes wie Deine Ergüsse gegen Beschneidung las ich selten, und ich lese viel.
            Bei Dir allerdings nicht mehr gerne.
            Früher las ich recht gern bei Dir.
            Darfst Dich fragen, woher’s kommt.

          • aron2201sperber schreibt:

            bis jetzt haben meine Beiträge zumindest Aristobulus gefallen – diesmal ist es eben nicht so – für mich kein Problem.

            ist eine andere Meinung zu einem speziellen Thema ein Grund, mich aufzufordern, mich hier nicht mehr zu Wort zu melden ?

            (der strenge Michal wollte mir das Bloggen sogar gleich ganz verbieten)

            und ja:

            ich bin ein eitler kleiner Hobby-Blogger, der gerne gelesen wird und daher auch immer wieder Werbung für die eigenen Beiträge macht.

            aber trifft dieser Vorwurf nicht auf uns alle Hobby-Blogger/Schriftsteller bzw. Viel-Poster zu?

            ich würde nicht auf die Idee kommen, über Aristobulus´ Website herzuziehen, nur weil mir einmal seine Meinung mißfällt.

            wenn ich selbst zu offensiv war, entschuldige ich mich, aber jetzt bitte Schluss mit dem Vorhaut-Krieg.

          • Aristobulus schreibt:

            “ich würde nicht auf die Idee kommen, über Aristobulus´ Website herzuziehen, nur weil mir einmal seine Meinung mißfällt”

            Du misst mit zweierlei Maß. Kritik an Deiner Auffassung durch Andere ist “herziehen”, Kritik Deinerseits an jemandem Anderen ist “Meinung missfällt”. Warum die kleine Münze zum heutigen Abend?

            “Vorhaut-Krieg”. Wer bekämpft die Beschneidung, führt also einen solchen?
            Lass die Polemik sein, man erkennt sie, man ersieht den Sinn nicht, und sie steht Dir nicht zu Gesicht.

            Und was sollte oben der “Blogwart”? Der war unter aller Kanone. Da ist wohl noch dringend ‘ne ziemlich große Entschuldigung an Michals Adresse fällig.

          • Michal schreibt:

            mal eine ernsthafte frage, herr “sperber”. sind sie sicher, daß sie jude sind? ich habe jedenfalls noch keinen einzigen juden kennengelernt, der aus dem namen michal einen männlichen macht. finde ich doch etwas merkwürdig.
            dann sollten sie lernen richtig zu zitieren, ich habe ihnen mitnichten das bloggen quasi verboten, sondern gefragt, warum sie bloggen, wenn sie einen kommentar eines anderen users bei ihnen derart verleumderisch antworten, in der klar war, daß sie mit kritik nicht mal im ansatz umgehen können. bleiben sie bei der wahrheit.
            und ich wiederhole mich jetzt zum zigsten mal. ihre ansicht zur beschneidung sind mir schnuppe, aber ihre verweise auf ihre seite, wo immer sie auftauchen, die zeigen, daß sie garnicht diskutieren wollen, sondern nur ihre eitelkeit ausleben, geht mir auf den senkel. damit müssen sie leben.

          • aron2201sperber schreibt:

            hiermit entschuldige ich mich beim strengen (das nehme ich allerdings nicht zurück) Michal für den “Blogwart”

            der Ausdruck hätte ich mir besser sparen sollen

            sorry

          • aron2201sperber schreibt:

            ich bin Ex-Kathole und habe auch nie etwas anderes behauptet

            der letzte aus religiösen Motiven beschnittene in meiner Familie war mein Großvater und mein schwiegervater

            sorry auch für die falsche Ansprache.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ex-Kathole? Wie weit den aufgestiegen? Taufe? Kommunion? Firmung?

          • aron2201sperber schreibt:

            bin schon vor der Firmung abtrünnig geworden

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Also hat kein Bischof den Segen gegeben. Tja, … ;-)

          • Michal schreibt:

            mit streng kann ich leben. also schwamm drüber.

          • Silke schreibt:

            und wann bist Du ausgetreten oder löhnst Du noch Kirchensteuer?

          • Aristobulus schreibt:

            “ich bin Ex-Kathole und habe auch nie etwas anderes behauptet” – dazu habe ich oben was geschrieben (es wird unübersichtlich, weil wir oben und hier dazuschreiben)
            Du hattest was Anderes behauptet als das. Aber als Ex-Katholik wirst Du ja nun nicht (mehr) den Begriff jüdischen Lebens definieren wollen. Damit erledigt es sich… und danke für Deine Entschuldigungen bei Michal.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich wittere Versöhnungsluft. Wunderbar. So gefoit mi des!

          • Olaf schreibt:

            Also Blogwarte würde ich die Clowns hier nicht nennen, es sind einfach fanatische Deppen die sehr selektiv drauf sind.

          • Aristobulus schreibt:

            Kann dieser nervende, seiernde Dummbatz mit den ewig öden Viertelunweisheiten zum Abend nicht mal seine Goschn halten?
            Is’ ja wie am Tresen, wenn einer ödet, nervt und nix merkt.

  5. A.Bundy schreibt:

    Im entsprechenden Facebook-Feed vom nolens Polenz™ las ich kürzlich den Eintrag einer Kommentatorin, welche die ach so erfinderische Irena Wachendorff nur noch “Frau Wehrmachtsdorff” oder “Tochter eines Pflanzenschutzmittelbeauftragten in Auschwitz” nennt. Wobei sie anmerkte, dass letzteres auf Dauer etwas umständlich ist.
    Danach musste ich dringend meine Tastatur reinigen. :D

    • Aristobulus schreibt:

      “Frau Wehrmachtsdorff” ist allerdings eine genial treffende Bezeichnung – die Frau Tochter eines Nicht-Zaddiks ist auch so ein armes Opfer, tat sich schon immer so leid, und um so leider tut sie sich jezze, wo sie keiner mehr versteht

  6. Uri Liebeskind schreibt:

    Das ist kein genuin jüdischer Furz! Viele Völker / Religionen glauben von sich, dass sie etwas Besonderes bzw. Auserwähltes sind. Dies befördert die Identität und den Zusammenhalt. Auch Muslime und Christen glauben von sich, etwas Besonderes bzw. auserwählt zu sein. Christen glauben, dass nur der Glaube an ihren Messias zu Gott führt und alles andere von Teufel ist und *”zu Recht” in die Hölle führt. In dieser Überzeugung für das göttlich einzig Richtige zu sein, haben Christen immer wieder nachgeholfen, die Anhänger des Teufels auszumerzen. Muslime haben mit ihrer Vorstellung, dass der Islam die letzte und damit die für alle Menschen endgültige Offenbarung sei, eine ähnliche gegenüber Menschen, die den Islam nicht annehmen. Von mir aus kann sich jeder einbilden etwas Besonderes oder auserwählt zu sein, solange keine anderen Menschen unter diesem Glauben zu leiden haben. In dieser Hinsicht ist der “jüdische Tick der Auserwähltheit” geradezu human, da dieser Glaube nicht anderen Völkern ihren Weg zu Gott und ihre Erlösung abspricht und diese schon gar nicht als “Feinde Gottes” stigmatisiert. Gemäss Judentum hat Gott mit allen Völkern “seinen Weg” und alle Völker haben ihre Propheten und Gerechten.

    • Michal schreibt:

      wenn man auserwählt immer wieder mißverständlich versteht, wird nie die richtige antwort, was auserwählt im kontext bedeutet, zu stande kommen.

      • Yael schreibt:

        Denen kann geholfen werden.
        Juden wurden auserwählt, die 618 Gebote einzuhalten, weil andere Völker die Thora nicht annehmen wollten. Es hat keinen menschlichen Vorteil 618 Gebote einzuhalten. Daher sollen andere doch froh sein, wenn sie eben nicht auserwählt wurden. ;)

      • Aristobulus schreibt:

        Yep. Die Auserwähltheit macht Juden in nichts besser, überlegen oder mehr Wert als Andere. In gar nichts!
        Andere dürfen die sieben noachidischen Gebote einhalten (minima moralia der Zivilisation) und gelten dann als Gerechte im Sinne des Erfinders, wenn sie es tun.

        Juden gelten nicht ganz so einfach als Gerechte. Dafür muss einer schon viele, viele Mizwojss erfüllen über lang und lang und länger. Dann wird er/sie vielleicht ein Gerechter.

  7. Silke schreibt:

    und nu erzählt mir der RSS-Feed, daß Gerd sich selbst zensiert hat …

    welches Wort war’s? pranger?

  8. Thomas schreibt:

    “Ihr Vater zum Beispiel war … sogar bei der Wehrmacht, also nicht wirklich jüdisch.” So einfach war das leider nicht: http://www.youtube.com/watch?v=OWh5Xq_xYLw
    Nicht dass ich etwa annähme, es könnte sich bei Irena W. so verhalten haben.

  9. hansi schreibt:

    @ Michal
    mit streng kann ich leben. also schwamm drüber.

    Da bekomme ich richtig Angst Michal, und ich habe Respekt vor Ihnen.
    Dürfen Frauen ( Rabbinerinen) eine “Nezifah” verhängen?
    Oder gar schlimmeres?
    Wollte Sie aber nicht auf “Dumme” Gedanken bringen!!!!

  10. MI schreibt:

    Deiner “angeblichen” Recherche folgte eine Reihe von Reaktionen. Das Fatale dabei war, dass herausgeschmissen wurde, oder unbeachtet blieb – was in die richtige Richtung wies. Dem größten Unsinn aber wurde nachgegangen. Der Unfug beginnt bereits im Blog in der ersten Zeile: Geschmack Gottes?
    Vermutlich ist ihm schlecht geworden über das Gerede über die Bibel. Er lässt sich längst kaum mehr blicken. Nur falls er ganz viel Geduld, und dazu noch Humor hat, dann lacht er so laut auf, dass die Erde, vor Schreck, einen Sprung macht. Hoffentlich ist es einer – hin zur Entwicklung.

    Vermutlich kannst du eines nicht lesen: Bibeltexte in Hebräisch, wie von alters her.
    Die Wortbegriffe werden dort anders gesetzt. Die Geschichte läuft anders, die historische Entwicklung auch, falls man weiß, von was überhaupt die Rede ist. Abel z.B. ist nämlich nichts, ein Hauch. Ein Idol kann es aber auch sein. Das geht weiter mit Hunderten Begriffen, die nicht übersetzbar waren – in ihrer flexiblen Form. In der anderen Sicht ließt sich dein Anklagen dann so: Die gewonnene Erfahrung hat abgewürgt was nichts taugt, die Ideale aber wurden verwirklicht. Das gilt auch für die Zukunft. Auch bei Hiob war es so. Mit Gottes Hilfe und den Wetten Satans, sagt man – aber wie wird es gemacht? Alles was zur Abneigung führte hat er verloren, seufz. Die Visionen aber mehrfach umgesetzt und viel gewonnen. Josef in Ägypten erst! Die haben aufgewertet. Das heißt Josef. Da war was los. Ägypten, den Begriff mezrim nehmen sie auch für Bedrängnisse oder Grenzen. Die sind da herausgeschossen, über die Grenzen weg. Die trickreichen Juden schrieben angeblich über Wunder oder ein Geschlechtsregister über Josef, damit der Seitensprung Gottes mit Maria nicht entdeckt würde? Bei dir fehlt wirklich der Humor – und die Bildung vor allem:

    In der Antike galt die Bibel als Wissenschaft um den Menschen. Sie führte zu einem Zusammenschluss der Philosophieschulen in der Römerzeit. Das ist die katholische Kirche. Die Erfahrungen von alters her nahmen Einfluss auf unsere Gesetzgebung und die Bildung von Staaten schon viele Jahrhunderte zuvor. Biblische Geschichten erzählen über Vernunft und richtige Reaktionen. Durch die Übersetzung entstand ein ganz anderes Bild, dem viele irrtümlich folgten.

    Auserwählt bist du wirklich nicht – eher daneben liegend, so wie viele.
    Du weißt ja nicht mal was ein Jude ist.

  11. Aus der falschen Vorstellung von Natur und Gesellschaft, so bezeichnet als Gott, und der unzulänglichen menschlichen Praxis entsteht das ebenso falsche Konstrukt des Auserwählten, womit jeder politisch agiert, der glaubt, Idioten vor sich zu haben, weil er selber nicht daran glaubt, oder aber fanatisch verliebt ist in seine eigene Dummheit.

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