Im Biergarten “Vier Linden” fand am 4. Juli die erste “Kunst gegen Bares – Open Air – Düsseldorf” statt. “Kunst gegen Bares” wurde vor über fünf Jahren von Gerd Buurmann in Köln erfunden und ist mittlerweile beim Publikum und bei den Künstlern so beliebt, dass sie regelmäßig in dreizehn Städten stattfindet. Die nördlichste Stadt ist Lübeck, die östlichste Stadt ist Halle, die westlichste Stadt ist Trier und die südlichste Stadt ist Palma in Spanien. Nun gehört auch Düsseldorf zur Familie.
In der “Kunst gegen Bares” sitzen Zuschauer und Künstler zusammen im Publikum. Bis zur Show weiß niemand, was geschehen wird. Erst wenn die Show angefangen hat, fragt die Moderation, wer etwas präsentieren möchte und überlässt den Willigen die Bühne. Nach der Veranstaltung wird für jeden Künstler und für jede Künstlerin ein Schwein aufgestellt und das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren. Wer das meiste Geld bekommt, erhält den Titel “Kapitalistenschwein des Abends”.
Am 4. Juli fand die “Kunst gegen Bares” erstmals Open Air im Biergarten “Vier Linden” in Düsseldorf statt und es geschah etwas Wunderbares. Da sich der Biergarten im Volksgarten befindet, gehen während der ganzen Veranstaltung immer mal wieder Passanten zwischen den “Vier Linden” vorbei. Als der Stand Up Cem de Rin gerade auf der Bühne stand, blieb an der Seite ein Jugendlicher stehen und schaute sich die Veranstaltung an. Cem de Rin sah ihn an und sagte:
“Dies ist eine offene Bühne hier. Kannst Du auch was?”
“Singen”, sagte er.
“Ja dann komm doch auf die Bühne”.
Er kam! Allerdings hatte er keine Musik dabei.
“Kein Problem,” sprach ein Künstler im Publikum, der sich später als Martin Spitzer vorstellte, “dann mache ich halt die Beat Box. Was machst Du denn für Musik?”
“Selbstgeschriebene türkische Lieder.”, sagte er.
“Na, dann fang mal an und ich setze ein. Wie heißt Du eigentlich?”
“Mohammed.”
“Ja, dann mal los, Mohammed!”
Und Mohammed fing an. Mohammed kam, sang und siegte. Ein junger Mann aus Oberbilk, der einfach nur im Volksgarten spazieren ging, fand sich plötzlich auf einer Bühne wieder und eroberte die Herzen des Publikums. Offener kann eine Offene Bühne nicht sein. “Kunst gegen Bares” ist vermutlich die offenste Offene Bühne der Welt. Am Ende der Show hatte Mohammed sich in die Gunst des Publikums gesungen und wurde das Kapitalistenschwein des Abends.
“Das ist Kunst gegen Bares”, kommentierte Gerd Buurmann diesen Moment und fügte hinzu: “Da geht jemand im Park spazieren und ehe er sich versieht ist er plötzlich ein Bühnenstar. Das nächste Mal, wenn sie in der Bahn einem Menschen wie Mohammed gegenübersitzen oder im Park an einen Mann wie Martin Spitzer vorbeigehen oder an der Kasse einen Typen wie Cem de Rin vor sich haben, dann denken Sie einfach an heute Abend und sagen sich: In diesem Mensch steckt ein ganz besonderes Talent.”
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“Kunst gegen Bares – Düsseldorf”
jeden Mittwoch um 20 Uhr
im Vier Linden, Siegburger Str. 25, 40591 Düsseldorf
Fon 0211-72 13 13 4
info@biergarten-vierlinden.de
Supertalent für Verkopfte
SCNR
Ich kaufe ein “R” für “Pak”. Ansonsten sehr schön.
Schade, Berlin ist nicht in der Städte-Liste. Ansonsten – tolle Sache.
OT
http://www.bild.de/politik/ausland/terroranschlag/terroranschlag-auf-israelis-in-bulgarien-tote-verletzte-25223324.bild.html
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