Das geht nur auf Deutsch!

Heinrich Heine dichtete einst:

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zumute;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

Es gibt Wörter, die sind so deutsch, dass andere Sprachen sie einfach übernommen haben.

Schadenfreude auf italienisch heißt la schadenfreude.
Waldsterben auf französisch heißt le waldsterben.
Besserwisser auf schwedisch heißt besserwisser.
Hochstapler auf tschechisch heißt hochštapler.
Baustelle auf albanisch heißt baushtell.
Gastarbeiter auf kroatisch heißt gastarbajter.
Ungefähr auf dänisch heißt ungefær.
Kaffeepause auf finnisch heißt kahvipaussi.
Fingerspitzengefühl auf holländisch heißt Fingerspitzengefühl.
Umsonst auf norwegisch heißt omsonst.
Schlafmütze auf polnisch heißt szlafmyca.
Rucksack auf rümänisch heißt rucsac.
Schlagbaum auf russisch heißt schlagbaum.
Vergaser auf slowenisch heißt Fergazer.
Arbeit auf japanisch heißt arubaito.
Weltanschauung auf spanisch heißt weltanschauung.
Bier auf Swahili heißt bia.
Heimatlos auf türkisch heißt haymatlos.
Kneipe auf ukrainisch heißt knaj’pa.
Hosenträger auf ungarisch heißt hózentróger.
Gewalt auf weißrussisch heißt gvałt.
Fahrvergnügen auf englisch ist fahrvergnuegen.

Aber dies sind nur ein paar Beispiele. Die deutsche Sprache hat sich in fast alle Sprachen der Welt verloren und es lohnt wirklich mal ein Blick auf die Menge der deutschen Wörter in anderen Sprachen. Auf dass das Herz blute.

Viel Vergnügen!

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31 Antworten zu Das geht nur auf Deutsch!

  1. helmutkarsten schreibt:

    ‘Kindergarten’ >> engl. Kindergarten

  2. Dante schreibt:

    “Rucksack” heißt auch auf Englisch “rucksack”.
    Um so blödsinniger, dass in einem Laden Rucksäcke wegen der vermeintlichen “hipness” unter der Bezeichnung “body bag” verkauft wurden – zu gut deutsch “Leichensack”.

    • besucher schreibt:

      Wenn das public viewing beendet ist dann hol bitte schnell einen body bag.

    • Silke schreibt:

      Als mode-interessierte Frau kenne ich den Body Bag als so ein Teil und da heißt er, zumindest lt. der caption auch auf Englisch so

      This travelon messenger body bag is made of

      http://www.goplanetgo.com/sc_images/products/641_large_image.jpg

      Könnte es sein, daß ein body hugging bag zu body bag verkürzt wurde?

      und so sieht’s aus, wenn man amazon.com nach nem Body Bag fragt.

      Ich habe übrigens über Jahre die Leichensack-Behauptung (ja der heißt auch Body Bag) unhinterfragt von weltläufigen Journalisten übernommen. Hättest Du, Dante, jetzt nicht die Modesünde begangen, eine den Körper kreuzende Transporteinheit als Rucksack zu bezeichnen ;-)

  3. peter schreibt:

    “fahrvergnuegen” habe ich in England ausserhalb des VW-Werbespots nie gehoert. Es ist so wenig Teil der Englischen Spracche wie “Golf – das Auto” oder “Vorsprung durch Technik”.

    Dfuer aber gibt es die “schadenfreude” auch im Englischen. Ganz eindeutig mein Lieblingsimport, denn dass die Meister des sprichwortlichen englischen Humors diesen Begriff gerade aus dem Deutschen uebernehmen mussten, wo doch viele – oder die meisten – Englaender denken, die Deutschen haetten keinen Humor, das ist eine grossartige Ironie.

  4. Joachim schreibt:

    Von Heine immer wieder schön:


    Ich hatte einst ein schönes Vaterland

    Der Eichenbaum

    Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.

    Es war ein Traum.

    Das küsste mich auf deutsch, und sprach auf deutsch

    (Man glaubt es kaum

    Wie gut es klang) das Wort: “ich liebe dich!”

    Es war ein Traum. “

  5. quisa schreibt:

    Le LEITMOTIV ist ein gängiges Wort in Frankreich. Bedeutet das gleiche wie auf Deutsch, obwohl ich dieses Wort in Deutschland bislang selten gehört habe…

    • Giovanni Pietro schreibt:

      Es wäre interessant von Ihnen zu erfahren, was unter Leitmotiv in Frankreich verstanden wird. Wenn es nämlich das bedeuten soll, was es in der deutschen Fachsprache bedeutet (eine spezielle Art der Motive [und der Motivtechnik] in Richard Wagners und seiner Epigonen Musikdramen), dann ist es natürlich auch in Deutschland nur denjenigen bekannt, die sich mit dieser Art von Musik beschäftigen. Die Franzosen hatten dieses Wort in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts übernommen, als sie vom Wagner-Fieber geschüttelt waren.

      • Pardette schreibt:

        Leitmotif (sic) gibt es auch im Englischen, mit einer vermutlich ähnlich abstrakten/ verallgemeinerten Bedeutung wie im Französischen: ein im übertragenen Sinne den Ton angebendes Motiv oder Thema eben. Nach meinem Dafürhalten ist eine derart unmusikalische Verwendung auch im Deutschen legitim – oder?

      • David Serebrjanik schreibt:

        Giovanni Pietro, es stimmt nur zum Teil, was sie schreiben. Wagner war nicht der erste, der “leitmotivisch” gearbeitet hat. Und auch nicht nur seine “Epigonen” führten diese Technik weiter. Leitmotiv bedeutet speziell in der Musik (wobei es diesen Begriff auch in Literatur, Malerei und Bildender Kunst gibt), dass jeder Figur in der Oper, oder Schauspielmusik, ein bestimmter musikalischer Gedanke zugeordnet wird. Bei Wagner hatte Tristan einen, Isolde, ihren eigenen, Walküren, Schwan, Lohengrin – sie alle sind mit einem eigenen Leitmotiv ausgestattet. Bei Puccini (der weiss Gott, kein “Epigone” Wagners war) findet diese Technik eine enorme und geniale Entwicklung. Er vermischt, modifiziert und spielt die Leitmotive gegeneinander aus. Sie führen ein zum Bühnengeschehen paralleles eigenes dramatisches Leben. Richard Strauss, Leos Janacek, Ruggiero Leoncavallo, Gustav Mahler, Arnold Schönberg – sie haben alle (natürlich nicht nur, und nicht immer) leitmotivisch gearbeitet. Seitdem ist das Wort “Leitmotiv” in vielen Sprachen zuhause, so auch z.B. im Russischen, wo es “Lejtmotiv” (лейтмотив) heisst.

  6. Pardette schreibt:

    Japanisch kommt ja gar nicht vor! Dabei gibt es da z.B. arubaito (also Arbeit im Sinne eines kleineren Jobs). Und noch ein paar mehr Sachen, die mir grad nicht einfallen wollen.

  7. Roger schreibt:

    und das hier geht auch nur, oder zumindest am besten, auf deutsch:

    • Silke schreibt:

      Blödsinn – so etwas kann nur ein Nicht-Leser von Richard Millett’s Blog behaupten, der sowohl BDS als auch andere anti-zionistische Phantasten-Veranstaltungen aufs Pingeligste dokumentiert und besonders ausdauernd die AHAVA-Nummer der BDS-ser in London.

      http://richardmillett.wordpress.com/

      http://richardmillett.wordpress.com/2011/09/19/ahava-my-5-favourite-moments-from-the-big-brother-house/

      und hier ist eine anti-BDS-Kämpferin aus New York

      http://stopbdsparkslope.blogspot.de/

      Ich bin ja sehr dafür, daß es endlich jemandem gelingen möge, wirklich typisch Deutsches zu destillieren anstatt für alles und jedes, wenn ihm nix Eleganteres einfällt, typisch deutsch zu reklamieren.

      Hätten wir nämlich endlich was typisch Deutsches isoliert, dann wüßten wir auch, wo wir ansetzen müßten, um Butter bei die Fische des “Nie Wieder” zu tun.

      Pauschale unsubstantiierbare Behauptungen sind da ganz und gar keine Hilfe.

      • Aristobulus schreibt:

        BDS-Geschwurbel wird mehr und mehr zu einem urdeutschen Topos… so wie das Versatzstück “in den völkerrechtswidrigen Siedlungen”, das die blonde Dame da so gelassen ausspricht.
        Dein “Nie wieder!” mutiert bei denen zu einem “nie wieder sollen Juden zeigen dürfen, dass sie nichts aus Auschwitz gelernt haben”.

        • Dante schreibt:

          Dein “Nie wieder!” mutiert bei denen zu einem “nie wieder sollen Juden zeigen dürfen, dass sie nichts aus Auschwitz gelernt haben”.

          So was habe ich auch schon gelesen. Denen habe ich geantwortet: Haben sie doch, und zwar folgende Lektionen:

          Auf das Wohlwollen der Gojim ist kein Verlass, also brauchen wir einen eigenen Staat.
          Die Araber waren in der Person al-Husseinis an dem Versuch beteiligt, uns auszurotten, also müssen wir stark sein, und zwar militärisch – bis hin zum Besitz der Atombombe. Jeder ernsthafte und erfolgversprechende Versuch, uns zu überrennen und zu vertreiben, zu versklaven oder zu vernichten, muss glatter Selbstmord sein.
          Unsere Feinde werden uns so oder so hassen, egal wie wir uns verhalten, also ist es Zeitverschwendung, uns für einen Beliebtheitswettbewerb zu bewerben. Sicherheit hat Priorität.

          Die niedliche Vorstellung, Israel könne aus Auschwitz ausgerechnet gelernt haben, dass man schön friedlich und freundlich zu seinen Mitmenschen sein müsse, ist abwegig. Um das zu verstehen, bräuchte man nur ein wenig gesunden Menschenverstand, aber der steht im Widerspruch zum Gutmenschentum.

        • Dante schreibt:

          BDS hat schon einen üblen Beigeschmack. Es wird allerdings sehr viel bekömmlicher durch den Zusatz des Buchstabens M. :D

  8. Olaf schreibt:

    Wanderlust und Rumspringe von den Amish ist auch ganz nett.

  9. Olaf schreibt:

    Heimat ist ja wohl ein Ort, also bei Deutschsprachigen wäre das z.B. Deutschland.

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