Eine Kindheit des Dopings

Natürlich ist Doping Scheiße, aber wie zum Teufel sollen wir das einer Generation klar machen, die mit folgenden Helden der Kindheit groß geworden ist?

Im gallischen Dorf von Asterix und Obelix wurde pausenlos durch den Druiden Miraculix gedopt. Ohne seinen Zaubertrank wären die Gallier römisch geworden. Ohne Doping herrschten im gallischen Dorf heute nur noch römische Sprache und Sitten. Gottlob, die Gallier waren gedopt, die Römlinge wurden vertrieben, Majestix mit seinem Dorf gewann und sie sind gallisch geblieben.

Auch die Gummibärenbande wurde tapfer gedopt und zwar von Grammi. Ihr Trank sorgte für die Gummibären dafür, dass sie hüpfen konnten wie Gummibälle und Menschen bekamen durch den magische Trank sogar kurzfristig übermenschliche Kräfte. Ohne diesen Zaubertrank hätten die Gummibären und ihre menschliche Freunde rund um den Knappen Cavin niemals auch nur den Hauch einer Chance gehabt gegen den bösen Herzog Igzorn von Drekmoor und seinen Ungeheuern. Ohne Doping wäre das Königreich Dunwin dem bösen Herzog Igzorn hilflos ausgeliefert gewesen und auch Gummi Glen wäre längst unter die Herrschaft Todwards und den übrigen Ungeheuern gekommen. Nur dem Doping von Grammi ist es zu verdanken, dass das Königreich Dunwin weiter von der gütigen Hand König Gregors und seiner Tochter Prinzessin Calla geführt werden konnte.

Auch Harry Potter ist ohne Doping nicht denkbar. Die Liste der Substanzen, die dort konsumiert werden ist schier unendlich. Es seien hier nur ein paar genannt: Das sonnengoldgelbe Euphorie-Elixier löst euphorische Stimmung aus; der Gripsschärfungstrank fördert die Geisteskraft und Konzentrationsfähigkeit; der Invigoration Draught ist ein klassischer Stärkungstrank und der Plappertrank bewirkt, dass alle die ihn trinken Unsinn daherreden. Es ist geradezu erstaunlich wie oft und gerne sich die Kinder in diesen Romanen von J.K. Rowling dopen.

Wenn es somit etwas gibt, das uns in diesen Büchern, Serien und Comics vorgeführt wird, dann dass Doping vollkommen akzeptabel, ja manchmal sogar notwendig für den Sieg ist. So, und jetzt ist der IOC dran.

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10 Antworten zu Eine Kindheit des Dopings

  1. Aristobulus schreibt:

    Also ich brauch ja nur Dein Blog, Gerd, um mich vollzudopen :D

  2. Eliyah schreibt:

    Ein Läufer, der unter Doping einen Weltrekord gelaufen ist, ist ihn gelaufen. Das kann man nicht mehr ändern. Und wenn der nächste einen Weltrekord läuft, der langsamer ist als der von dem, der gedopt wurde, dann ist das immer noch kein Weltrekord. Der vorherige wurde nur aberkannt. Aber er ist passiert.
    Ich bin dafür, dass nicht die Sportler bestraft werden, sondern nur die Sportärzte und die Trainer. Die dafür schärfer. Sie machen sich der schweren Körperverletzung schuldig. Wenn ein Arzt oder Trainer einen Sportler betreut, der gedopt ist, dann verliert er seine Zulassung als Sportarzt oder Trainer für immer. Der Sportler kommt straffrei davon. Gute Idee?

  3. Paul schreibt:

    Gerd, Du weist auf verschiedene Dopingmittel mit unterschiedlicher Wirkung bei Harry Potter hin.
    Es muss auch ein Schreibdoping geben. Jedenfalls kann ich mir den Unsinn, den mancher Bloger so von sich gibt, anders nicht erklären. :grin: :wink:

  4. Arme Sau schreibt:

    Verbieten, alles verbieten. Natürlich erst recht Bücher, die gedopt gerschrieben worden sind; hat Goethe nicht ganz gerne Laudanum eingepfiffen? Verbieten, alles verbieten!

  5. Ze'el schreibt:

    Heine textet Asterix — ach, das könnte schön sein …

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