Wikipedia sorgt für einen Eklat!

Laut dem Handelsblatt hat Wikipedia für einen riesigen Eklat im Nahen Osten gesorgt, denn das Internetportal führt in dem Beitrag “Israel” die Stadt Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israels an.

Haha! Reingelegt! Das ist natürlich Quatsch. Natürlich hat das Handelsblatt das nicht geschrieben. Wäre ja auch albern. Was kann Wikipedia schon dafür, dass sich das souveräne Volk in Israel dazu entschieden hat, Jerusalem zur Hauptstadt zu erklären. Jerusalem ist Israels Hauptstadt! Das kann auch Wikipedia nicht ändern. Wie auch? Soll Wikipedia etwa folgendes schreiben: “Mir egal, was die da entscheiden und wählen, sind mir eh zu viele Juden in dem Volk, ich sage, die Hauptstadt ist Aschdod!” Wikipedia muss sich schon an die Fakten halten.

Wenn sich aber Mitt Romney an die Fakten hält, dann spricht das Handelsblatt vom einem Eklat:

“Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Mitt Romney, hat Jerusalem am Sonntag als „Israels Hauptstadt“ bezeichnet. Bei einem Besuch in Jerusalem sagte Romney an der Seite von Bürgermeister Nir Barkat, er sei „sehr bewegt“, sich in „Jerusalem, Israels Hauptstadt“ aufzuhalten. Romney hielt auf Einladung der Jerusalem-Stiftung vor der Kulisse der Jerusalemer Stadtmauer einen Vortrag.”

Das ist also ein Eklat! Warum hat sich Romney nicht so klar ausgedrückt wie Obama, der einmal gesagt hat, Jerusalem sei die Hauptstadt von Israel, die aber erst dann von den USA als Hauptstadt anerkannt werde, wenn es eine abschließende Einigung zwischen Israel und den Palästinensern über die umstrittenen Gebiete gäbe. Warum hat da keiner von einem Eklat gesprochen?

Warum ist es ein Eklat, die Entscheidung des souveränen Volkes des Staates Israels zu akzeptieren, aber nicht, die Entscheidung des souveränen Volkes in Israels nicht anzuerkennen? Israel ist der einzige existierende Staat im ganzen Nahen Osten, in dem Palästinenser mit all ihren Geschlechtern, religiösen Überzeugungen und sexuellen Präferenzen gleichberechtigt sind. Nur Israel garantiert Religionsfreiheit und Gleichberechtigung. Israel ist auch das einzige Land im ganzen Nahen Osten, das bereit ist und war, eigenes Staatsgebiet abzugeben, um Palästina einen eigenen Staat zu schenken. Obwohl der weitaus größte Teil des Gebietes, das als palästinensischer Staat in Frage kommt heute Teil Jordaniens ist, weigert sich Jordanien, auch nur einen Hektar Land an Palästina zu geben. Stattdessen verweigert Jordanien den Palästinensern fundamentale Bürgerrechte. Israel ist somit der größte Verbündete Palästinas im Nahen Osten, denn nur Israel ist bereit, sogar unter Verlust eigenen Gebietes, ein freies Palästina anzuerkennen. Das Handelsblatt schreibt:

“Der Ostteil Jerusalems wurde von Israel 1967 erobert. Seither siedelten sich dort mehr als 200.000 jüdische Siedler an. Die Palästinenser wollen im Ostteil Jerusalems die Hauptstadt ihres eigenen Staates einrichten.”

Das heißt übersetzt, dass in ganz Jerusalem Palästinenser leben können, da in Israel palästinensische Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt sind, während im Ostteil keine Juden leben dürfen, da sowohl die Fatah als auch die Hamas nicht bereit sind, Juden als gleichberechtigte Bürger eines zukünftigen Staats Palästinas anzuerkennen. Wo liegt also der wahre Eklat?

Nicht wenige sprechen im Fall von Jerusalem sogar von einer Besatzung durch Israel, ich aber frage mich, wie es möglich sein soll, dass Israel ein Land besetzt halten soll, das niemals existiert hat. Schauen wir uns einfach mal die West Bank an, also den Ort, von dem behauptet wird, Israel halte es seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 besetzt oder würde “illegale Siedlungen” bauen. Das Gebiet wird als Westjordanland bezeichnet, was schon zeigt, wer bis 1967 die Hoheit über dieses Land hatte: Jordanien! Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 wurde es von Jordanien besetzt und 1949 völkerrechtswidrig annektiert. Nur Großbritannien und Pakistan haben die jordanische Hoheit über das Westjordanland jemals anerkannt. Von diesem Gebiet aus wurde Israel 1967 angegriffen und kein Recht der Welt kann dem Staate Israel ernsthaft sein Recht auf Verteidigung absprechen.

Bevor die West Bank im Jahr 1949 von Jordanien annektiert wurde, war es allgemein als Palästina bekannt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es eine palästinensische Regierung und Verwaltung gab. Es gab schließlich nicht einmal den Ausdruck “palästinensisches Volk. Dieser Begriff hielt es sehr viel später Einzug in den Nahostdiskurs und gehört zu den vielen angeblich neutralen Begriffen, die aber in Wahrheit sehr einseitigen Propagandavokabeln sind.

Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der seit 1922 das Gebiet verwaltete, das Land und alle dort leben Menschen, ob christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch beschrieb. Auf der Konferenz von Sanremo im Jahr 1920 wurde das Gebiet an Großbritannien übertragen mit dem Auftrag zur Realisierung des Völkerbundsmandat für Palästina. Auftrag des Mandats, das am 24. Juli 1922 ratifiziert wurde, war die Hilfe zur „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“. Zu dieser Entscheidung kam es, nachdem das Reich, das vorher über das Gebiet geherrscht hatte, untergegangen war. War es Palästina? Nein! Es war das Osmanischen Reich. Im Ersten Weltkrieg unterlag das Osmanische Reich den alliierten Mächten, was dazu führte, dass im Namen des Völkerbundes das Osmanische Reich aufgeteilt wurde, um neue unabhängige Länder zu etablieren. Selbstverständlich konnte bei dieser Entscheidung nicht der jüdische Teil der Bevölkerung übergangen werden, der schon seit biblischen Zeiten in dem Gebiet lebt. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und der Diskriminierung, besonders auch durch muslimische Machthaber (die bekanntesten Pogrome an Juden durch Muslime in der Zeit sind die Nabi-Musa-Unruhen, die Unruhen in Jaffa und das Massaker von Hebron), forderten viele Juden unter dem Begriff Zionismus schließlich nichts weiter ein, als das Recht, das für alle anderen Menschen der Welt selbstverständlich war und ist: Sie beanspruchten Sicherheit in den Grenzen einer selbstverfassten Nation. Sie beanspruchten Unabhängigkeit. Sie beanspruchten Land!

Der damalige britische Außenminister Arthur James Balfour unterstütze den Wunsch der Zionisten und schrieb einen Brief, der als Balfour-Deklaration in die Geschichte einging:

Verehrter Lord Rothschild,
ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:
Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.
Ihr ergebener Arthur Balfour

Der Völkerbund nahm sich dieses Ansinnens an und wählte ein Gebiet, in dem diese “nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina” enstehen sollte. Das Gebiet umfasste dabei nicht einmal 0,5% des ganzen arabischen Raums:

Im Jahr 1947, also nach dem Zweiten Weltkrieg, bei dem sich die Situation von Juden im Nahen Osten noch mehr verschlechtert hatte (unter anderem verbündete sich der Mufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini mit Adolf Hitler im gemeinsemen Anstrengen, alle Juden der Welt zu vernichten) wurde ein Teilungsplan der Vereinten Nationen, der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, vorgelegt, im dem sich die jüdische Seite schließlich sogar mit nur einem Viertel des eh schon kleinen Gebiets zufrieden gab:

Die restlichen drei Viertel gingen zu zwei drittel an das halbautonome Emirat Transjordanien, aus dem später das heutige Land Jordanien wurde. Der Rest sollte zu einem weiteren arabischen Staat werden. Wenn es also eine Partei innerhalb des Konfliktes gibt, die zu extremen Kompromissen bereit war, dann die jüdische Seite!

Als schließlich am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils ein unabhängiger Staat angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, obwohl es nicht mal 20% des anfänglich in Aussicht gestellten Landes war. Die arabische Seite jedoch verweigerte die Annahme ihres unabhängigen Landes. Stattdessen engagierte es sich zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einen gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründete Israels.

Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus 500.000 arabische Flüchtlingen, der andere aus 850.000 jüdischen Flüchtlingen. Interessanterweise ist im heutigen Diskurs rund um den Nahostkonflikt meistens nur noch von den 500.000 arabischen Flüchtlingen die Rede, was ebenfalls zeigt, dass es mit dem Neutralitätsgebot im Nahostkonflikt nicht so weit her ist. Dieses Phänomen habe ich in meinem Artikel “Der ewige Flüchtling” beschrieben.

Als somit im Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. In dieser Zeit fanden auch viele schreckliche Pogrome in muslimischen Ländern gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden. Viele Angriffe auf Israel wurden auch von der durch Jordanien extra zur Vernichtung Israel annektierten West Bank unternommen. Im Sechstagekrieg 1967 brachte Israel dieses Gebiet unter Kontrolle und konnte so die Angriffe aus dieser Region beenden. Seitdem hält sich das Gerücht, Israel hielte dieses Land besetzt, ein Gebiet, das vorher von Jordanien in der Absicht Israel zu vernichten annektiert worden war und das in der Zeit des Mandats durch den Völkerbund für eine jüdische Nation vorgesehen war.

Wenn wir uns also die Geschichte der Region anschauen, so sehen wir, dass dort erst das Osmanische Reich geherrscht, dann der Völkerbund verwaltet, dann Jordanien annektiert und dann Israel das Gebiet unter Kontrolle geholt hat. Wie kann man da guten Gewissens von “besetzten Gebieten” sprechen? Von wem hält Israel das Land besetzt? Von Jordanien, das es zur Vernichtung Israel annektiert hat? Von dem Osmanischen Reich, das es nicht mehr gibt? Von wem also? Erst 1988 hat Jordanien seinen Anspruch auf das Gebiet aufgegeben und erst seit 1993 werden Teile des Gebiets von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet, ohne gültige Erklärung, die Existenz Israels anzuerkennen. Von wem also hält Israel das Gebiet besetzt.

Die Antwort ist schlicht: Von niemandem! Im Gegenteil sogar. Während es nie eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion des Gebietes durch Jordanien gab, die arabische Seite das Angebot der Vereinten Nationen von 1947 abgelehnt hat und das Osmanische Reich nicht mehr existiert, gibt es eigentlich nur einen Vertrag, der die Situation regelt: Das Völkerbundmandat.

Wenn es also Besatzer in diesem Konflikt gibt, dann Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde!

Warum aber spricht im Falle Jordaniens und der Palästinensischen Autonomiebehörde niemand von Besatzern? Weil wir es mit der typischen Doppelmoral zu tun haben, die von der israelischen Seite etwas erwartet, was sie von den anderen Parteien nicht erwartet.

Es ist einfach pure Logik, dass es sich bei den Gebieten nicht um “besetzte Gebiete” handeln kann, da es im Vorfeld keine souveräne Regierung gegeben hatte, von der Israel etwas hätte besetzen können. Es sind “umstrittene Gebiete”! Wer also wahrhaft Neutralität einfordert, der muss die einseitige Vokabel “besetzte Gebiete” eintauschen gegen “umstrittene Gebiete”, denn um nichts anderes handelt es sich. Wer Israel als Besatzer bezeichnet will, der muss auch Palästinenser und Jordanier als Besatzer bezeichnen, denn ihr Recht, dort zu siedeln ist genauso berechtigt oder umstritten, wie das Recht jedes Menschen, dort zu siedeln.

Wer behauptet, die jüdischen Siedlungen seien illegal, muss auch die palästinensischen Siedlungen als illegal bezeichnen und wer behauptet, es sei ein Skandal, Jerusalem als Hauptstadt Israels zu bezeichnen, muss erst Recht von einem Eklat sprechen, wenn jemand vom Staat Palästina spricht.

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87 Antworten zu Wikipedia sorgt für einen Eklat!

  1. Interessent schreibt:

    “Es ist einfach pure Logik, dass es sich bei den Gebieten nicht um “besetzte Gebiete” handeln kann, da es im Vorfeld keine souveräne Regierung gegeben hatte, von der Israel etwas hätte besetzen können.”

    Wir haben Glück, dass es kein palästinensisches Volk gibt, dass sich darüber beschweren könnte, dass es keine Besatzung gibt. (Golda Meir zugeschrieben)
    http://972mag.com/nonexistent-occupation-memes-go-viral-in-israeli-social-media/50531/

    • Rika schreibt:

      Lieber Interessent,
      es macht mich tief traurig diesen (jüdischen? Selbst?)HASS als Erwiderung auf den sehr informativen und nahezu von jeder Polemik freien Text zu lesen…. und die Einseitigkeit der Bilder macht die Polemik des “Interessenten” überaus deutlich, fehlen doch in seinem Gruselkabinett Bilder von durch Selbstmordattentäter völlig zerstörte Busse, Diskoteken, Pizzerien, Restaurants. Es fehlt ein Bild des Massakers an der Familie Fogel, das Bild der Särge getöteter Soldaten, die von der Hisbollah gegen Mörder und Terroristen “ausgetauscht” wurden. Es fehlt ein Foto Gilad Shalits …. es fehlen unendlich viele Bilder von Menschen, die unter dem Raketenterror aus Gaza leiden.
      Herr Interessent, interessieren Sie sich überhaupt für Israelis oder halten Sie nur arabische Palästinenser für daseinsberechtigt in Israel????

      • Interessent schreibt:

        Rika,
        “es fehlen unendlich viele Bilder von Menschen, die unter dem Raketenterror aus Gaza leiden”
        Wir könnten uns hier gegenseitig überbieten mit Bildern von Opfern z. B. von denen IN Gaza, die durch israelischen Raketenterror getötet wurden, hunderte Kinder darunter.

        Aber darum ging es gar nicht.
        Es geht um die zynische Negierung der Existenz von Millionen von Menschen. Der User ‘unermuedlich’ schreibt z.B. weiter unten was von “Arafat wollte doch nach seiner ERFINDUNG des palästinensischen Volkes….”
        Da wird Millionen Menschen mal einfach so das Existenzrecht abgesprochen, das ist schon krass….
        Und die Verweigerung des Anspruches auf ein eigenes Land auf ewig damit zu begründen, dass ” es im Vorfeld keine souveräne Regierung gegeben hatte, von der Israel etwas hätte
        besetzen können” ist unfair. Denn dieser Begründung nach dürfte es praktisch gar keine Staaten geben, denn irgendwann in grauer Vorzeit gab es GAR KEINE souveränen Regierungen. Auch Israel erhielt seine souveräne Regierung ja erst vor gut 60 Jahren.
        Ihren letzten Satz, Rika, halte ich übrigens für bewusst Aussagen verdrehend und gehe daher nicht weiter darauf ein.

        • Rika schreibt:

          Herr Interessent,
          wenn sie sich die Mühe machten und in die zur Verfügung stehenden Berichte aus der Zeit VOR 1967 schauten, könnten Sie mühelos erkennen, dass es ein “palästinensisches Volk” in der Tat nicht gegeben hat. Der Begriff “Palästinenser” wurde als Kampfbegriff in Umlauf gebracht.
          Zur Mandatszeit trugen alle Bewohner des Mandatsgebiet “Palästina” den Stempel “Palästinenser” in ihrem Ausweis, Juden, Christen, Araber, Bahais, Beduinen, Drusen usw., nur dass Palästina eben kein Staat war, sondern ein Verwaltungsgebiet.
          Gerd Buurmann schreibt doch darüber!
          Sie schreiben:
          “Da wird Millionen Menschen mal einfach so das Existenzrecht abgesprochen, das ist schon krass….”

          Wer, bitte, spricht den arabischen Bewohnern des ehemalgen Mandatsgebiet Palästina das Existenzrecht ab???

          Sie wollen doch nicht wirklich die Diskussion um ein “Existenzrecht” umwidmen in eine “palästinensische Frage”!
          Es ist Israel, dem permanent das Recht auf ein eigenes Staatwesen eben dort abgesprochen wird. Und nicht nur das, Sie werden in der Charta der Hamas den dezenten Hinweis darauf finden, dass Juden ein generelles Recht auf Leben abgesprochen wird. Die Charta der Hamas bezieht sich ausdrücklich dabei auf den Koran!

          Wie Gerd Buurmann doch in aller Anschaulichkeit dargelegt hat, hatten die Araber des Mandatsgebiet Palästina die Möglichkeit, ebenso wie die Juden des Mandatsgebiet Palästina mit Ablauf der Mandatszeit einen eigenen Staat zu konstituieren.
          Das aber haben sie abgelehnt und sich stattdessen auf ein mörderisches Kriegen gegen den jüdischen Staat verlegt, das bis heute in den unterschiedlichsten Methoden anhält. Ich will nicht von den Attentaten allein reden, ich rede über Propaganda, über die sukzessive Delegitimierung Israels als jüdischer Staat durch arabische Verbände, darüber, dass zu Boykotten aufgerufen wird in den unterschiedlichsten Facetten, ich rede davon, dass die Araber “jüdische historische Stätten” umwidmen und zum eigenen kulturen Erbe von der UNESCO erklären lasse usw, usw.

          Um fair oder “unfair”, wie Sie meinen schreiben zu müssen, geht es aber gar nicht. Es geht schlicht um Recht, internationales Völkerrecht.

          Viele Menschen empfinden es in Deutschland auch nicht als “fair”, dass Ostpreussen nicht mehr zu Deutschland gehört, aber auch das ist keine Frage der Fairness, sondern des Rechts!

          Darin werden Sie mir doch wohl hoffentlich zustimmen!?
          (Ich selbst, soviel sei zu Ihrer Beruhigung gesagt, bin eine waschechte christliche Sauerländerin …)

          • Interessent schreibt:

            @Rika
            “Wie Gerd Buurmann doch in aller Anschaulichkeit dargelegt hat, hatten die Araber des Mandatsgebiet Palästina die Möglichkeit, ebenso wie die Juden des Mandatsgebiet Palästina mit Ablauf der Mandatszeit einen eigenen Staat zu konstituieren.
            Das aber haben sie abgelehnt und sich stattdessen auf ein mörderisches Kriegen gegen den jüdischen Staat verlegt….”

            Zu Satz 1
            Dass die arabischen Palästinenser vor über 60 Jahren die Konstituierung eines eigenen Staates abgelehnt haben, ist KEIN Grund ihnen dies auf ewig zu verwehren.

            Zu Satz 2
            Es wird sich viel Mühe gegeben, die Araber als bitterböse Bande von Mordbuben darzustellen, wärend hingegen die jüdischen Einwanderer nur friedlich und bescheiden ihr Leben leben wollten.
            Ganz so war es aber doch nicht, denn wie sonst ist der Plan Dalet zu erklären?
            Der politische und militärische “Plan D“ der Führung um Ben Gurion sah dazu folgende Vorgehensweise vor:
            Zerstörung von (arabischen) Dörfern (in Brand setzen, Häuser sprengen, Minen in die Trümmer legen), insbesondere in jenen Bevölkerungszentren, deren kontinuierliche Kontrolle schwierig ist.
            Such- und Überwachungsoperationen nach folgenden Richtlinien: Einkreisung des Dorfes und Durchsuchung.
            Im Falle von Widerstand müssen die militärischen Kräfte zerstört werden und die Bevölkerung muss außerhalb der Grenzen des Staates ausgewiesen werden.

            Alle Beteiligten wussten sehr wohl, was die politische Führung wollte: So viel Palästinenser wie möglich zu vertreiben.

            Ein geeignetes Beispiel ist die Eroberung der weitgehend arabisch bewohnten Städte Ramle und Lydda (Operation Dani).

            Obwohl auf arabischer Seite nur etwa 130 Mann der arabischen Legion vor Ort waren, ordnete die Haganah einen schweren Beschuss sowie Luftangriffe an, um die etwa 60.000 Einwohner beider Städte in Angst und Schrecken zu versetzen. Die Lageberichte der israelischen Kräfte berichteten von Massenpanik und schauderhaften Zuständen. Ein Großteil der Bevölkerung flüchtete mit dem Wenigen, was sie binnen Stunden auf Kärren, Pferde oder Kleinlaster packen konnten.
            General Allon fragte Ben Gurion, was man mit der verbliebenen Bevölkerung machen solle.

            Ben Gurion erwiderte mit einer unwirschen Handbewegung: garesh otam. Vertreibt sie!

            DAS ist das Unfaire:
            der Versuch, es so aussehen zu lassen, als wenn die jüdischen Einwanderer kein Wässerchen trüben könnten, die arabischen Palästinenser aber allesamt bis ins Mark verdorben sin (hierzu verweise ich nochmal explizit auf die Ergüsse des Users ‘Martin’ weiter unten im Strang).

          • Interessent schreibt:

            Nachtrag
            Die oben gennannten israelischen Aktionen des Plan Dalet fanden VOR dem arabisch-israelischen Krieg statt, weil von Seiten der jüdischen Einwanderer schon damals geplant war, ganz Palästina (das damalige) zu übernehmen.
            Ben Gurion, schrieb am 5. Oktober 1937 an seinen Sohn Amos:
            Ich bin mir sicher wir werden auch in allen anderen Teilen des Landes siedeln, sei es durch ein Abkommen und einem beidseitigen Verständnis mit unseren arabischen Nachbarn ODER AUF ANDERE WEISE.
            Wir errichten jetzt erst einmal einen jüdischen Staat, auch wenn er sich nicht über das ganze Land erstreckt.
            Der Rest wird mit dem Lauf der Zeit kommen. Es muss kommen.

            Menachem Begin, Führer der militärischen Untergrundorganisation Irgun und späterer Ministerpräsident Israels, sagte einen Tag nach Verkündung des UN Teilungsbeschlusses im November 1947 (was de facto die lang ersehnte Gründung eines jüdischen Staates bedeutete) :
            Die Teilung Palästinas ist unrechtmäßig. Wir werden das nie anerkennen. [...]
            Jerusalem war und wird für immer unsere Hauptstadt sein.
            Das Land Israel [Eretz Israel] wird für das Volk Israel wiederhergestellt werden.
            DAS GANZE LAND.
            UND AUF EWIG.

          • Schulamith schreibt:

            “Ben Gurion sprach nicht [...], von einer Vertreibung der palästinensischen Araber im Rahmen der Unabhängigkeit, sondern von der Durchführung des Peel-Plans, welcher zum ersten Mal eine Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorschlug.”
            http://eshkoliot.twoday.net/stories/6188464/

          • Interessent schreibt:

            @Schulamith
            ““Ben Gurion sprach nicht [...], von einer Vertreibung der palästinensischen Araber im Rahmen der Unabhängigkeit, sondern von der Durchführung des Peel-Plans…”

            Das mag offiziell so gewesen sein.
            INOFFIZIELL jedoch schrieb er zur selben Zeit (1937) seinem Sohn bereits davon, das ganze damalige Land Palästina zu besiedeln. Und zwar sollte die Abtretung der arabischen Teile entweder durch ein Abkommen oder auf andere Weise (sprich: durch Gewaltanwendung) erfolgen.

        • Tazpi schreibt:

          Es ist nun mal eine Tatsache, dass die “Palästinenser” einfach nur Araber sind, die weder ein sprituelles, noch ein historische und kein politisches Recht auf einen Staat haben. Ueber Norirland, Basken und Jurassier könnte man ja noch diskutieren; aber Palästina? Nein Danke!

      • Michael schreibt:

        Liebe Rika,
        Ich glaube eher, dass Ihnen die Argumente fehlen, sorry. Ich finde bei solch sensiblen Themen sollten ALLE Beteiligten etwas mehr Selbstreflektion betrieben.
        “Interessent” beschreibt doch lediglich zwei “Technische” Dinge.
        Ihre Antwort unterstellt ihm jedoch ohne darüber nachzudenken, und ohne Argumente anzubringen einfach nur (Juden-) Hass. Was der weiterführende Link bedeutet, verstehe ich allerdings nicht.
        Im anderen Fall “Hans” ist das ganz ähnlich: Er schreibt von einer Tatsache (Das Zitat von Lapid) und wirft dann einfach nur eine simple Frage auf.
        Sie wiederum kommen direkt mit dem “Hitler-Hammer”. Was soll das?
        Wissen Sie, ich bin werder pro-israel noch pro-palästina, ich bin dafür, dass Menschen in Frieden leben können. Zur Zeit wird wieder oft der Holocaust-Hammer herausgeholt. (Konnte man ja in letzer Zeit bei der Beschneidungsdebatte beobachten) das hilft niemandem, im Gegenteil: Es befördert eher Agressionen, wo keine nötig wären, wenn sich beide Seiten zuhörten, und Argumente auch annehmen könnten.

        • Rika schreibt:

          Michael,
          wenn mich nicht alles täuscht, wurden die Argumente von Gerd Buurmann in einer klaren Ausdrucksweise so dargelegt, dass jeder Mensch sie doch verstehen könnte.
          Anstelle eines eigenen Arguments verweist der Kommentator “Interessent” auf ein Golda Meir “zugeschriebenes” Zitat (Quelle fehlt) und bietet eine Bilderserie, die sich rein auf die arabischen Bewohner des früheren Mandatsgebiets Palästina bezieht.

          Der weiterführende Link bezieht sich auf den Kommentator “Hans”, der anklagt, Arafat habe nicht auf dem Tempelberg beigesetzt werden können.

          Nun, Arafat gehörte mindestens bis zu der Zeit der Oslo-Verträge zu den Top-Terroristen, die die PLO und die arabischen Bewohner des früheren Mandatsgebiets Palästina aufzubieten hatten.
          Das machen die von mir eingestellten Links deutlich.

          Bei mir zu Hause liegt der Hammr im Werkzeugkasten, da gehört er auch hin.
          Und von einem Hitlerhammer habe ich noch nie etwas gehört, wohl aber schon des öfteren erlebt, dass eine Übertreibung die Absurdität des zu erwidernden Kommentars (hier die Anspielung auf Hitler in Erwiderung auf Hans) deutlich macht.

          Vermutlich haben aber auch Sie nicht verstanden, was es für eine Zumutung für Juden sein muss, wenn ausgerechnet Arafat an der angesehensten Stelle des jüdischen Erbes in Israel beigesezt zu werden wünscht.
          Auf dem Tempelberg stand einmal der Tempel, der war G’tt geweiht, er wurde von den Römerns zerstört.
          Glauben Sie allen Ernstes, dass ein mörderischer Terrorist an dieser Stelle seine letzte Ruhestätte finden sollte????

          Und wenn der Kommentator “Hans” das als Argument gegen Israel in Stellung bringt, frage ich mich doch, wes Geistes Kind der Hans ist.

          Es ist so absurd, dass man nur mit dem absurdestens Vergleich anworten kann, eben mit Walhalla…
          Das nicht einfach nur zu sagen, sondern auch mit Quellen zu belegen, war meine Absicht

          • Schulamith schreibt:

            Ich plädiere dafür, daß Wort “Hitlerhammer” zum Wort des Jahres zu erklären. Den Begriff kennt zwar noch niemand, aber was nicht ist, kann ja noch werden. :D

          • Aristobulus schreibt:

            lol.
            Gestern hat irgend ein Sportreporter beim Pferderennen oder so just den Hitlerhammer genommen und damit gehauen :D (“seit 2008 wird jetzt zurückgeritten!!”), ‘s wurde auch Zeit.
            Wer weiß, was dermaleinst als Hitlerhammer gelten wird… womöglich bloß der Protest, wenn’s einer gemacht hat (wie bei Walsers Ausschwitzkeule)

    • Yael schreibt:

      Das war nicht Meir, sondern ein hoher PLO-Führer höchstpersönlich.

      Ein führender Vertreter der PLO, Zuheir Mohsen 1977:

      „Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist ein Mittel zur Fortsetzung unseres Kampfes gegen Israel und für die arabische Einheit. … Doch in Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern und Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir alle gehören zum arabischen Volk. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir von der Existenz einer palästinensischen Identität, da es im nationalen Interesse der Araber liegt, eine separate Existenz der Palästinenser dem Zionismus gegenüberzustellen. Aus taktischen Gründen kann Jordanien, das ein Staat mit festen Grenzen ist, keinen Anspruch auf Haifa und Jaffa erheben. Dagegen kann ich als Palästinenser Haifa, Jaffa, Beersheba und Jerusalem fordern. Doch sobald unsere Rechte auf das gesamte Palästina wiederhergestellt sind, dürfen wir die Vereinigung Jordaniens mit Palästina keinen Augenblick mehr verzögern.“

      Und damit klar ist, ich respektiere die Palästinenser als Volk, wenn sie sich selber so sehen, aber Tatsache ist, dass der Begriff Palästinenser früher für alle dort lebenden Menschen, Juden, Christen, Aaraber, galt.

      • Schnagbeuthabeldihm schreibt:

        Chapeau! Ich frage mich, wieviel vom PALÄSTINENSISCHEN Volk übrig bleiben würde, falls Israel tatsächlich von der Landkarte verschwinden würde. Ich vermute, das PALÄSTINENSISCHE Volk würde mit verschwinden. Was soll es auch machen, wenn das einzige kollektive Identifikationsmerkmal plötzlich abhanden kommt…

  2. Hans schreibt:

    Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“.
    Wie passt das zu der so großzügigen Gleichbehandlung der Palästinenser?
    Der hatte nicht mal nach seinem Tod Gleichbehandlung.

    • Rika schreibt:

      Vermlutlich trauern Sie auch darüber, dass man Hitler nicht die Ehre zukommen ließ, in Walhalla oder wie das Ding heißt, mit allem Pomp begraben worden zu sein.

      Mehr fällt mir zu Ihrem Kommentar nicht ein! Im übrigen untersteht meines Wissens nach das Gelände auf dem Tempelberg der jordanischen Behörde für die heiligen Stätten in Jerusalem.
      Fragen Sie doch mal in Jordanien nach, warum man Arafats glorreiche RAF ähhh PLO aus Jordanien rausgeschmissen hat…. Ist zwar schon ein paar Jahre her, müsste aber noch zu erfragen sein!
      http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_September_%28Aufstand%29

      http://de.wikipedia.org/wiki/Jassir_Arafat

    • Arafat war a) ein Mörder b) ein Lügner c) ein Heuchler, kurz ein Krimineller. Ihn auf dem Tempelberg zu beerdigen, wäre ein gigantischer Fehler gewesen.

    • Interessent schreibt:

      Weißt Du Hans,
      es ist ein Unterschied, ob es sich um arabische oder israelische Terroristen handelt.
      Es scheint sich um einen kollektiven Gedächtnisschwund der israelischen Politiker zu handeln, sobald irgend jemand an die Top-Terroristen und späteren israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Shamir und Menachem Begin erinnert.

      • Aristobulus schreibt:

        Der Vergleich schmeckt verdorben: Aus den beiden früheren israelischen Terroristen wurden später große Politiker.
        Aus palästinensischen Terroristen werden keine großen Politiker, nicht einmal kleine – auch nicht später.

        • Martin schreibt:

          Aus palästinensischen Terroristen werden schon Politiker. Der Unterschied ist, was die Agenda und die Ziele dieser Politiker sind. Und die Art ihrer Politik.
          Palästinensische Politiker sind bis ins Mark korrupt. Sie morden, terrorisieren und foltern ihre eigene Bevölkerung um ihre Macht zu sichern und vor allem um sich die reichen Pfründe zu erhalten, die aus dem Ausland zufließen und die sie in hundertfacher Millionenhöhe wieder in selbiges verschieben.
          Und natürlich besteht ihr Hauptziel in der Ermordung möglichst vieler Juden und der Unterdrückung der Überlebenden.
          Einfach gesagt: Der Unterschied ist nicht, das aus den israelischen Terroristen Politiker wurden und aus den palästinensischen nicht, der Unterschied ist, das die palästinensischen Politiker der letzte Scheißdreck sind.

          • Interessent schreibt:

            @Martin
            “Palästinensische Politiker sind bis ins Mark korrupt. Sie morden, terrorisieren und foltern……usw.
            ….das die palästinensischen Politiker der letzte Scheißdreck sind.”

            Tolle Argumentation und so kopflastig.
            Nenne mir doch mal die Morde, Folterungen und Terrorakte, die der derzeitige Ministerpräsident Salam Fayyad begangen hat.

          • Aristobulus schreibt:

            Nu ja, Fayyad stand auch schon mal bei Flaggenverbrennungen dabei.

            - Martin, Sie wie immer extrem und völlig wortschwer. Sie geben dadurch nur denjenigen Feuer, die den Juden und den deutschen Israelunterstützern vorwerfen, Araber oder den Islam zu hassen.

    • Yael schreibt:

      Hans, stell dir vor, Juden dürfen auf dem Tempelberg nicht einmal beten, aber ein Mörder soll dort beerdigt werden? Gehts noch?

  3. unermuedlich schreibt:

    Ach Hans, Arafat wollte doch nach seiner Erfindung des palästinensischen Volkes dort einen Wallfahrtsort etablieren. Diesen Wunsch hätte ich ihm auch verweigert. Die Al-Aqsa-Moschee macht schön Ärger genug.
    Im Übrigen danke ich für die schöne Zusammenfassung von Geert Buurmann. Ich kenne einige deutsche Parlamentarier, die sie täglich als Strafarbeit abschreiben müssten.

  4. besucher schreibt:

    Diskutier doch mal mit dem Herrn von der Initiativgruppe drüber!
    Das wird bestimmt lustig.

  5. Michael schreibt:

    Lieber Autor.
    1. Steht da nirgends was von einem “RIESIGEN” Eklat.
    2. Sie stellen es so dar, als ob es das Handelsblatt für fraglich hält, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels ist.
    Nach meiner Lesart ist dem Mitnichten so. Die Zeitung drückt lediglich aus, das es zu einem “Eklat” bezüglich des Chefunterhändlers Sajeb Erakat, der Romneys Worte als “inakzeptabel” bezeichnete.
    Entweder sie wollten einfach nur Ihr Wissen über Jerusalem mitteilen, oder Sie versuchen mit Ihrer Darstellung. Aufmerksamkeit zu erregen.
    Anderes kann ich es mit leider nicht erklären.

    • anti3anti schreibt:

      Es ist ein Eklat, wenn ein bedeutender Politiker eine Wahrheit ausspricht, die Israel betifft.
      Für Deutsche ohne Nationalbewusstsein ist die Frage nach Israels Hauptstadt ein mehrfaches Tabu: Juden als Prototypen des Staatenlosen, Palästinenser als Prototypen des Verfolgten, staatenlose Juden als Naziopfer, Israelis als Nazitäter, Araber als heutige Juden, Araber als Juden mordende Terroristen.
      Tapferimnirgendwo ist ein Tabubrecher, der bestraft gehört. Am Besten, es gäbe ihn nicht, und auch keine Juden – und auch keine Araber!

      • Aristobulus schreibt:

        Mephisto: “…Ich bin der Geist der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles was entsteht, ist werth daß es zu Grunde geht; drum besser wär’s daß nichts entstünde.”

      • Paul schreibt:

        @anti3anti, es ist nicht einfach Dich zu verstehen. Du schreibst kurz und knapp, aber das Wesentliche.
        Eine wunderbare Zusammenfassung des ausgezeichneten Artikels von Gerd.
        Man kann noch ergänzen: Am Besten es gäbe auch Yael, Aristobulus, anti3anti und und und ….ja, auch mich, nicht.

        “Unerträglich” alle Leute die sich bei Nahost an offenkundige, historisch belegbare Fakten halten, die Gerd in seinem Artikel in wunderbarer Präzision und Klarheit dargestellt hat.
        Dieser Artikel kommt in mein “Waffenarsenal” und wird jedem um die “Ohren geschlagen” der so dreist Unwahrheiten verbreitet, wie z.B. Interessent ganz plump oder Michael schon subtiler.

        Nochmals: Danke Gerd Buurmann.
        Wenn es Dich nicht gäbe, dann müsste man Dich erfinden.

    • Aristobulus schreibt:

      …”Chefunterhändler Sajeb Erakat” reizt zum Lachen. Erakat ist ein alter Paladin des Arafat, und er lässt seit Jahrzehnten keine Lüge aus.

      Grad Erakat hat 2002 die willfährige Weltpresse mit Geschrei eingelullt, dass die Israelis in Jenin “Tausende!” ermordet hätten. Man hat die israelische Armee sofort als Massenmörder an Flüchtlingen (“das Flüchtlingslager Jenin” usf.) bezeichnet.
      Was war da: Etwa 50 palästinensische Terroristen wurden von den Israelis bei Schusswechseln getötet, und die israelischen Verluste waren recht hoch (weil Israelis nun mal kein Flächenbombardement unternehmen, wenn Unbeteiligte zu Schaden kommen könnten).

      Erakat jedoch lügt noch heute über “Das Massaker von Jenin” das Blaue vom Himmel runter.
      Wenn der behauptet, dass heut schönes Wetter sei, hülle ich mich in meinen Regenmatel mitsamt Gummistiefeln.

      • besucher schreibt:

        Sagt hier eigentlich jemandem der Name Leo Brux von der Initiativgruppe München etwas?

        Der geht als öffentliche Person permanent von einem jüdischen Landraub schon seit den 1900-1920er Jahren aus.

        • Aristobulus schreibt:

          Wahnsinnig tüchtige Landräuber in der Tat, diese Juden. Seit 112 Jahren? Die Beute ist so groß wie Hessen. Welch begabte Landräuber, 197 Quadratmeter (Meter!) pro Jahr, da lachen ja die Hühner quer, vom Jordan bis zum Mittelmeer.

          Von 1900 bis jetzt werden ca. 30 Millionen Juden gelebt haben. Sind sieben Quadratmeter pro Hakennase. Doll, dieser Landraub, geradezu größenwahnsinnig.

  6. zweitesselbst schreibt:

    sry, ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber heut hab ich vor dem Holocaust-Mahnmal am Michelsberg folgenden Spruch auf den Boden geschrieben gesehen Moment so, hab grad die Fotos vom Handy nämlich hochgeladen : Vergebt so wird auch euch vergeben

    kann man gut lesen. bin gespannt, ob das von der Stadtreinigung wieder weggemacht wird. keine Ahnung, wer das war. vllt der Gott aus der Soderstrasse in Wiesbaden. der treibt hier nämlich grad sein Unwesen. ich weiß, ziemlich verrückt alles. und da kenn ich mich schon ein bisschen mit aus. ^^

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  8. anti3anti schreibt:

    Es gibt Rechte und es gibt Gefühle.
    Viele Menschen gönnen den Palästinensern einen eigenen Staat, sogar Juden und Israelis. Erlangen die Palästinenser dadurch das Recht zum eigenen Staat?
    Weil sie dort leben, meinen einige Gutmenschen, die nebenberuflich Antisemiten, sive Israelkritiker sind. Eine leere Formel, wenn man an Tibet und Kurdistan denkt.
    Doch wollen Palästinenser einen eigenen Staat? Sicherlich nicht! Jordanien und der Gazastreifen sind die Beweise.

  9. besucher schreibt:

    Was für eine Funktion hat eigentlich der Felsendom?

    • Aristobulus schreibt:

      Mann, ist die Süddeutsche schlecht – war die schon immer so? Peinlich, mit welch billig besserwissenden Vokabular sie den US-Wahlkampf andauernd als schon entschieden erklären. Die Süddeutsche als Supermacht, die den Maisbauern sagt, wo’s langgeht. Wählen die da mit?
      Als Amerikaner würd ich mir diese unverschämte Einmischung verbitten…

      • Dante schreibt:

        Schlecht sind vor allem einige der Kommentare, zum Beispiel dieser:

        Israel ist nicht jeder Staat weil Israel nicht durch ein im Staatsgebiet ansässiges Volk gegründet wurde wie alle anderen Staaten, sondern durch importierte Einwanderer gegen den Willen der ortsansässigen Bevölkerung.

        Schon das Wort “importiert” ist falsch. Importiert wurden die Vorfahren der heutigen Afroamerikaner und der afrikanischstämmigen Brasilianer, und zwar buchstäblich. Außerdem gab es auch vor den großen jüdischen Einwanderungswellen längst Juden im Land, wenngleich vielleicht nicht besonders viele. Die Juden sollen im übrigen gut mit den Arabern ausgekommen sein – bis der Mufti kam.
        Desweiteren steht im beanstandeten Kommentar auch noch ein angebliches Zitat Herzls,

        “Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserm eigenen Lande jegliche Arbeit verweigern.”

        dem ich einen ähnlichen Wahrheitsgehalt zutraue wie den immer wieder vorgebrachten gefälschten oder aus dem Zusammenhang gerissenen Talmudzitaten. Außerdem wird Israel dort mit einer typischen Kolonialmacht verglichen – all das in völliger Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass die Judenfeindlichkeit und -verfolgung sehr gute Gründe für immer mehr Juden war (und ist), Zionisten zu werden.

        • Silke schreibt:

          Die Juden sollen im übrigen gut mit den Arabern ausgekommen sein

          lt. den MENA-Juden, denen ich “begegnet” bin, mußten sie dafür aber Dhimmi-Sein akzeptieren. Nach allem, was ich mitgekriegt habe, nicht so heftig wie Sklave sein, aber heftig genug mit Sachen wie Bürgersteig verlassen müssen und so. Der Mufti fand also vermutlich recht fruchtbaren Boden vor.

          Ich meine auch zu erinnern, daß Jerusalem über lange Strecken eine mehrheitlich jüdische Bevölkerung hatte.

          Hier sammelt eine MENA-Juden betreffende Nachrichten.

          http://jewishrefugees.blogspot.de/

          • Aristobulus schreibt:

            MENA (weil man’s oft nicht kennt) = Middle East and North Africa, gemeint sind also sefardische und orientalische Juden, die unter moslemischer Herrschaft leben mussten (die Bergjuden fehlen, die aus Buchara auch. Nicht auch die Jemeniten?, die bezeichnen sich gern explizit als jemenitisch, hab ich gehört).

            Also, Falls ich oder meine Leute aus Rabat oder Kairo oder Konstantinopel stammten, würd mir nie einfallen zu sagen, ich heiß Aristobul und bin ein Mena.

          • Silke schreibt:

            noch einmal “orientalische” Juden geht für Israelis gar nicht, auch nicht mit Ausrufezeichen

          • Silke schreibt:

            ob Juden aus Yemen wirklich gern jemenitisch genannt werden wollen, weiß ich nicht. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, Danny Ayalon je als algerischen Juden gelesen zu haben. “aus Algerien” ja.

            Kann es sein, daß orientalisch “uns” so wertfrei erscheint, weil wir es vorwiegend in Form von wunderschönen Teppichen und anderen Herrlichkeiten kennen?

            They implicitly accepted that land could not permanently be taken from sovereign nations by act of war. So they all accepted that the Egyptian Sinai and Syrian Golan would eventually be returned to their owners. Syrian-born Eliyahu Sasson, one of only two non-Ashkenazi ministers and the only one who explicitly grounded his position in a life-long acquaintance with Arab culture, insisted that since no Arab government would make peace with Israel, the Golan and Sinai should be returned for something less than full diplomatic peace. Stringent demilitarization and freedom of Israeli shipping should be enough. Most of his colleagues didn’t want to be so pessimistic, but interestingly, Menachem Begin agreed. When in 1978 he agreed to evacuate Israeli forces from the entire Sinai, pundits the world over hailed his flexibility and willingness to change course. Well: read the transcript and you’ll see that Begin actually got more in 1978 than he had expected in 1967. In 1967 he was willing to evacuate the Sinai for less than full diplomatic recognition and peace.

            http://yaacovlozowick.blogspot.co.il/2012/06/19th-june-1967-israels-peace-plan.html
            http://israelsdocuments.blogspot.de/2012/07/inserting-documents-into-discourse.html

          • Aristobulus schreibt:

            Silke,
            ““orientalische” Juden geht für Israelis gar nicht” hör ich wirklich zum ersten Mal. Wer hat Dir das so dargestellt?

            Wie soll man sie nun nennen, diejenigen aus den Gegenden von Mauretanien über Ägypten bis Persien, ja Indien – ist ja groß wie die halbe Welt.
            “Arabische Juden” hab ich öfter gehört, doch dazu gehören dann wieder nicht die persischen, usf.

            - Also ich glaaaube, dass der Ausdruck “orientalische Juden” von ein paar in eine miese Ecke gestellt wird, die meinen, dass die Aschkenasen immer noch alles bestimmen, und dass die Rassisten seien, halt böse Wuss-wuss.
            Kann sein?

          • Silke schreibt:

            Aristobulus

            ich steige nicht weiter in das Thema ein – ich brauche keine Gründe. Wenn sie es nicht wollen, dann wollen sie es nicht und das ist für mich Grund genug.

            Am längsten habe ich mich darüber mit Sylvia, ihres Zeichens Romanistin, ich weiß nicht, wo geboren unterhalten und was Sylvia für sich will, ist mir Gebot. Ich kann mich auch nicht erinnern, daß Yaacov Lozowick sich je so geäußert hat.

            Doch wenn Du ohne “orientalisch” sprachlich nicht auskommen kannst, dann ist das Dein Problem. Ich werde weiter daran Anstoss nehmen und nicht noch einmal (dies ist das 2 Mal) versuchen, Dich zu “belehren”.

            Im Augenblick stelle ich mir gerade lebhaft vor, wie Du uns belehrt hättest, als in meinen jungen Jahren die Frauenbewegung los ging und wir nicht mehr “Fräulein” genannt werden wollten. Was wußten wir schon, n’est-ce pas?

          • Aristobulus schreibt:

            Frau Silke,
            was heißt belehren. Da kommt ein neuer Ausdruck, wieo muss der sein? (fashionables ausgedachtes englisches Akronym), und wieso darf’s nicht debattiert werden?
            Und bevor Du mich nu in die Machoecke stellst: Soll Sylvia halt ihre Meinung haben. Sie hat halt eine. Andere haben andere. Bevor Du hier einst MENA schriebst und ich die Bezeichnung noch nie gehört hatte, dachte ich nicht, dass “orientalisch” ein Problem sei. Ist es eins? Wo?
            Ist Orient böse?
            Darf man amerikanische Juden sagen?
            Darf man noch “russische Juden” sagen?, und wo darf man’s nicht?
            By the way, über russische Juden gab’s sogar hierzulande mal eine Gleichberechtigungsdebatte. Sergej Lagodinsky, ein Journalist, schrieb lange Artikel darüber, dass und wie sehr russische Juden in deutschen Gemeinden benachteiligt würden.
            Da war nichts dran.
            Lagodinsky freilich würde sagen, doch, und man dürfe’s nicht sagen, es sei diskriminierend.

            Ich bin gegen dieses Sagendürfen und Nichtsagendürfen

          • Silke schreibt:

            wie man oder frau beziechnet werden möchte, ist keine Frage der Meinung sondern was, worauf man/frau ein Recht hat.

          • Aristobulus schreibt:

            …wer entscheidet, was zu dieser nun wirklich gigantischen Kategorie “man/frau ein Recht hat” gehört, Sylvia und Du?

            Warum willst Du nicht drüber reden, ob eine neue, englische Akronym-Kategorie, die sich an keine Traditionen anschließt und die keiner gleich versteht (und die, wie erwähnt, wieder Mehrere ausschließt), einen Sinn hat, sondern schnappst ehrengekränkt ein?

          • schnagbeuthabeldihm schreibt:

            Silke ist allwissend und hat immer und mit Allem Recht. :-D

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Wenn Silke sagt, sie hat nicht immer Recht. Hat sie dann recht?

          • Silke schreibt:

            weil es ein Klassendings ist und weil ich von dergleichem gründlich die Schnauze voll habe und weil ich es weder bei Yaacov noch bei anderen Israelis lese (auch nicht bei Danny Ayalon). MENA ist unschön und stammt lt. Sylvia und Yoel aus Academia, aber “Orientalisch” wollen sie nun mal nicht. Vielleicht haben sie’s zu oft in nem Tonfall gehört, der natürlich nur wohlwollend und zu ihrem Besten gemeint war?

            Ansonsten Sylvia taucht gelegentlich bei bataween auf, warum bekehrst Du sie also nicht direkt? Falls sie gerade mal Lust hat, sich zu unterhalten, wird sie Dir sicher dankbar sein. Ihre Erfahrung ist, daß man nicht erwartet, daß eine Israeli ihrer Herkunft ihre Ausbildung/Bildung hat. Aber das darf man ja nicht so ernst nehmen, das hat ja nix zu bedeuten, denn längst längst längst ist es ja aus der Mode gekommen, auf ihresgleichen herabzuschauen und ohnehin haben die Aschkenasen nie nie nie so etwas gedacht oder gar durchblicken lassen. Das sind alles Mißverständnisse auf der Seite derer, zu denen Sylvia gehört.

            Übrigens ich habe mich auch daran gewöhnt, Beijing und Mumbai und Iran zu sagen.

          • Das werde ich nicht sagen. Ich helfe nämlich prinzipiell nur Menschen, die sich nicht selber helfen. :-D

          • Aristobulus schreibt:

            Schnag,
            da hast Du offensichtlich was überhaupt nicht verstanden.

            Silke,
            was ist ein Klassendings?
            Hat also was mit Ehre und No-Nos zu tun, und mit pc-Ausdrucksgeboten.
            Aber was IST das?
            By the way, Juden aus den Gegenden vom Maghreb bis Syrien über Persien & dem Jemen bis nach Baktrien sind keine Klasse, und in Israel nun mal keine keine benachteiligte (keine Neger).
            Und wieso sollte ich mich dafür schämen müssen, weil mal ein paar Aschkenasen über Juden aus arabischen Ländern gelacht haben, weil sie so traditionell seien? Muss ich mich auch für ein paar Sefarden schämen, die die Aschkenasen gnadenlos als Jeckes-Besserwisser bezeichnet haben, gar als unerbittliche Deutsche?

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Die Bezeichnung MENA gefällt mir überhaupt nicht, sie ist irreführend und ein Neologismus, der nicht notwendig ist.
            Warum nicht “Juden aus islamischen Gebieten”? Jews from islamic regions. Das schließt alle ein.
            MENA schließt nämlich NICHT einen sehr netten, sehr gebildeten, sehr schalkhaften alten Herrn aus Buchara ein, den ich kenne (weil Buchara zwar ein islamisches Gebiet ist, aber weder zu North Africa, noch zu Middle East gehört).

            Und MENA schließt auch Herrn Oyala aus.
            Man kann aber den Herrn Oyala nicht ausschließen.

            Ich erzähle Dir mal von Herrn Oyala. Der ist ein Dhimmi aus Konstantinopel (so werd ich die Stadt nennen dürfen, denn er wurde da 1912 geboren, als es noch so hieß, und Konstantinopel ist Balkan, nicht Middle East, islamisch beherrscht, “MENA” schließt ihn folglich aus). Er ist jetzt höchstwahrscheinlich schon gestorben, deswegen schreibe ich seinen Namen hin. Ich traf ihn vor zwanzig Jahren, als ich eine Ausstellung über 500 Jahre Juden in der Türkei aufbaute. Es war nicht so leicht, die Türken hatten Auflagen gemacht, es gab zu wenig Fotos von Juden, dafür zu viele von Atatürk und Kalifen. Herr Oyala s”l versuchte allen gerecht zu werden, wir redeten über Stunden (das konnten nur wir beide, wegen der Sprachen), und er hatte eine Art zu sagen, “avec les turcs, nous n’avions jamais des problèmes!, jamais!”, eine ganz alarmierte, stille Art, es war eine Chiffre für Dhimmitude, um bloß nicht die Sache mit den Bürgersteigen und Patronizing und Benachteiligungen, Anfeindungen usf. zuzugeben.
            Herrn Oyala darf man nicht ausschließen, nur weil jemand in irgend Unis ein englisches kuhl-Akronym entdeckt haben will. Zumal Herr Oyala zwar sieben Sprachen konnte, aber nun mal kein Englisch.

            Gibt’s nicht einen authentischen arabischen Ausdruck für die islamisch beherrschten Regionen? Also ca. “Daressalam-Juden”? Der hätte sogar eine bitter ironische Komponente.

          • Silke schreibt:

            ja, es ist in der Tat empörend und inakzeptabel, daß Israelis ein Acronym benutzen, ohne vorher weltweit um Erlaubnis gefragt zu haben.

            Die URL von bataween’s website heißt “Jewish Refugees”.

          • Aristobulus schreibt:

            …ich belehre Dich mit der Forderung, die Israelis müssten gefälligst weltweit nachfragen. Und wehe, eine Israelin hat einen Herrn Oyala oder gar ‘nen alten Mann aus Buchara vergessen. Weil, die sind nix.
            Jaja, ich bin ein oldschool-Macho-Fräuleinsager mit dreizehn tätowierten Runen auf der Vorhaut, dem gesagt werden muss, was er darf und was nicht.
            Und Du belehrst mich mit dieser Seite (kenn ich doch, die, gute Seite, die.
            *offene Türen einrenn*).

            Gehst Du noch auf meine Argumente ein?

          • schnagbeuthabeldihm schreibt:

            @Aristobulus
            Ich kann auch nicht immer alles verstehen und möchte das auch gar nicht. Wollte eigentlich nur sagen, dass mir Silkes arrogante Rechthaberei schon seit längerem auf den Wecker geht.

          • Aristobulus schreibt:

            … Silke hat aber keine Rechthaberei (sie fundiert sonst alles blendend), und auch keine arrogante (sie ist sonst nur arrogant, wenn’s gar nicht anders geht).

            Sie hat freilich grad ziemlich üble Laune (nu, ich auch, aber weiß nicht, ob zwischen meine Zeilen womöglich was einfließt, das ihre üble Laune hervorgerufen haben könnte)

          • Silke schreibt:

            Gehst Du noch auf meine Argumente ein?

            Nein

          • Aristobulus schreibt:

            … ‘s war also doch der Schmulchen von neulich. Obwohl Du damit gepunktet hattest (hab ich hingeschrieben, weil, und um Dir ‘ne Freud zu bereiten).
            MENA = My Enigma, No Arguments.
            Versteh einer die Welt

          • Aristobulus schreibt:

            P.P.P.S.

            Zu Hilfe, mitten dorten auf Deiner Bataween-Seite prangt in einem Artikel aus der Israel Times dieses:

            Friday, August 03, 2012
            There’s life yet in the Jews of Turkey

            “…(the synagogue) Hesed Le Avraam, orientalist in design and stunningly beautiful, was packed with Turkish Jews preparing for the fast.”

            Der orientalische Stil, gar gebaut für Orientalen?, womöglich von Orientalen?, nein, der Autor heißt Mitchell, oj, vor dergleichen aschkenasischen Wuss-Wuss beschütze uns Edward Said.

          • Aristobulus schreibt:

            P.P.S.

            eine gespenstische Nebendebatte, aus zwei Gründen.

            1) wegen dieser Provenienzbeschreibung, auf die ich mich eingelassen hatte, nicht erwähnend, dass es für’s Judentum völlig irrelevant ist, woher einer kommt oder von welchen Gruppen er abstammt. Wenngleich innerhalb des Judentums gern und viel nach Minhagim, nach regionalen Gewohnheiten, gegraben und verglichen wird, und indem man gern und viel die Bergjuden, die persischen, jemenitischen, litvischen usf. erforscht, hängt persönliches Ansehen vom Individuum ab. Es gab nunmal schon immer braunhäutige, hellhäutige, tiefschwarze Juden und welche mit Schlitzaugen, und jeder davon ist ebenso jüdisch wie Moses, Einstein und Marilyn Monroe themselves.
            Sollten jedoch ein paar Israelis wirklich die Nachbarn von der anderen Straßenseite komischer finden als die von der eigenen Straßenseite, dann isses kein jüdischer, sondern leider ein menschheitlicher Unsinn, den man genauso in Baghdad, Berlin und Badenweiler findet.
            Ferner sind Juden aus islamischen Ländern keine gefährdete Spezies und keine benachteiligte. Wegen ihrer Schwierigkeiten vor und während ihrer Einwanderung in Israel ist deren Anteil an Studenten/Studentinnen noch um ein Drittel reduziert, im Vergleich mit Aschkenasen. Dieser Unterschied wird in zehn Jahren nicht mehr existieren: So ging es immer mit jüdischen Einwanderergruppen verschiedener Herkunft, und selbst die Beta-Israel aus Äthiopien, die dort seit Jahrhunderten sehr schlecht haben leben müssen, integrieren sich gut.

            2) verlief die Debatte gespenstisch, weil der Ausdruck orientalische Juden hier als absolutes, ja klassenfeindliches, ja halb rassistisches No-No dargestellt wurde und man mich ohne jeden Grund reflexhaft in dieses Fahrwasser brachte, weil ich orientalisch schrieb.
            Bullshit. Wenn man überhaupt ein Wort für diese vielen verschiedenen Leute aus vielen ganz verschiedenen Gegenden braucht (sind doch alles Juden wie Golda Meir und Hans Rosenthal themselves!), dann doch Misrachim. Das bedeutet die aus dem Osten, die Östlichen, die Orientalischen.
            Ich habe in meiner Südostecke ein Schild hängen, auf dem מזרח steht, Misrach, Osten. Man betet bekanntlich zweimal am Tag in die Richtung weit, weit hinter einem Schild, auf dem “Orient” steht. Schon immer! Wer verachtet da orientalischen Juden, Misrachim, die genauso jüdisch sind wie Maimonides, Josef Schmidt und Dana International?
            Und Falls jemand doch die Misrachim verachtet, oder alle Leute, die Schmidt heißen, oder die kurzhaarigen Hosenträger aus Badenweiler-Süd, dann hat er ein Problem.

  10. Tobias schreibt:

    Hier mal ein paar Tatsachen zu Jerusalem, der Hauptstadt von Israel:
    http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/German/Jerusalem.html#A

  11. Jetzt wird Romney Rassismus vorgeworfen, weil er in Bezug auf Israel angeblich angedeutet hätte,” deren Kultur habe dazu beigetragen, dass sie wirtschaftlich erfolgreicher seien als die Palästinenser.” (http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article2355716/Palaestinenser-werfen-Mitt-Romney-Rassismus-vor.html)

    Sollte er das tatsächlich gesagt haben, so frage ich mich, was daran bitteschön rassistisch sein soll. Es ist doch offensichtlich, dass er Recht hat. Glaubt irgendjemand ernsthaft, Palästina wäre heute eine blühende Oase, wenn es die israelische Besatzung nicht gegeben hätte? Man werfe doch nur einen Blick auf Israels Nachbarn! Auch ohne Israel wäre Palästina eine typisch arabische Kleptokratie mit unterentwickelter Wirtschaftskraft, chronisch defizitärer Handelsbilanz, hoher Arbeitslosigkeit, Analphabetismus, Armut und Korruption.

    • Aristobulus schreibt:

      Vor der ersten sog. Intifada standen die Palästinenser nicht schlecht da, ihr Bruttosozialprodukt stieg, war fast schon so hoch wie das israelische. Das hat dem Arafat nicht gepasst… vor der zweiten sog. Intifada verhielt es sich wieder ähnlich, es ging den Palästinensern besser und besser. Zack, aus war’s wieder…

      In Gaza leiden sehr viele derzeit an Fettleibigkeit und Diabetes. Hamas fressen Gesundheit auf

    • Dante schreibt:

      Er hat meines Wissens gesagt, dass die größere ökonomische Leistungskraft der Juden im Vergleich zu den Arabern auch kulturelle Gründe habe. Da Kultur kein genetisch verankertes Merkmal ist, könnte man ihm höchstens Kulturchauvinismus vorwerfen, Rassismus jedoch auf keinen Fall.

      • Aristobulus schreibt:

        Sie tun’s so, weil mal jemand erfunden hat, dass wohl was hängenbleibt, wenn man schnell die Wortbrocken “Hetze Rassismus Demagogie” gegen jemanden kräht, der sagt, wie’s ist.
        “Kulturchauvinismus” würde freilich hineinpassen, Dante. Ich ware darauf, dass jemand irgendwann kräht: ‘Romney hat behauptet, man könne in Israel oder den USA <em<besser leben als in Syrien oder dem Sudan!, das sind Rassismus, Kuturchauvinismus, Apartheid und reinster Neokolonialismus!’
        Wetten, dass zumidest einer dieser sinnlosen Wortbrocken bald wieder auftaucht?

        • Dante schreibt:

          Ich warte darauf, dass jemand irgendwann kräht: ‘Romney hat behauptet, man könne in Israel oder den USA <em<besser leben als in Syrien oder dem Sudan!, das sind Rassismus, Kulturchauvinismus, Apartheid und reinster Neokolonialismus!’

          Nein, die Feststellung allein, dass man in Israel oder den USA besser lebt als im Sudan oder in Syrien, lässt sich nicht einmal als Kulturchauvinismus deuten. Das wäre erst dann möglich, wenn er diesen Befund mit der Kultur der betreffenden Länder begründete.

        • Dante schreibt:

          Ich bekenne mich übrigens zum Kulturchauvinismus. Kulturen, die in- bzw. antihumane Traditionen nicht nur besitzen, sondern zur Grundlage ihrer selbst gemacht haben, schätze ich gering. Ich denke da an den Vorfall, wo Pakistanerinnen lebendig begraben wurden, weil sie sich ihre Ehemänner selbst hatten aussuchen wollten. Ein Parlamentarier verteidigte diese Tradition.

          • Aristobulus schreibt:

            Dante,
            nein, Du bist kein Kulturchauvinist. Pierre Vogel und Tarik Ramadan sind welche, oder ein Imam aus Pakistan, der diese Todesstrafen wegen der Scharia rechtfertigt (Suprematisten allesamt wie al-Zawahiri, also Religions- und Kulturchauvinisten par excellence).
            Du bist hingegen Aufgeklärter, Pluralist usf. (ferner ein Gefährte des Vergil ;) )

  12. Aristobulus schreibt:

    Gerd,
    na besten Dank für Deine Ergänzungen.
    Wenn Du so gegen Aussagen bist, die konträr zur deutschen Rechtsprechung stehen, warum gestattest Du dann sattsam bekannten Nazzen wie diesem Tino, Konträres zur dt. Rechtsprechung immer wieder in Dein Blog zu müllen?
    Wenn denn außerdem was drinstände.
    Tut’s aber nie.

  13. Pingback: Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream – heplev

  14. omniscientus schreibt:

    Sehr guter Artikel, danke. Ich beschäftige mich auch mit der Thematik und habe auch einen Artikel dazu verfasst: http://truehistoryblog.wordpress.com/2012/09/27/das-recht-zu-existieren-die-andere-seite-des-nahostkonflikts/
    Könnte den einen oder anderen vielleicht interessieren. Ich bin auch daran interessiert, mehr zu dieser Thematik zu hören außerhalb der pro-palästinensischen Meinung die bei uns im Westen regiert (und der nicht widersprochen werden darf)

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