Antisemitismus at work

Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein aktuelles Beispiel für die Art und Weise wie Antisemitismus funktioniert:

Heinz-Christian Strache ist ein österreichischer Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), sowie Bundesparteiobmann und Klubobmann seiner Partei im Nationalrat. Er ist ebenfalls Landesparteiobmann der FPÖ Wien. Außerdem hat er einen Facebook-Account. Am 18. August 2012 schrieb er auf seine Pinnwand:

“So sieht die Umverteilung von Rot-Schwarz mit ihren grünen Helferleins in Wahrheit aus! Sie verteilen unser hart erarbeitetes und erwirtschaftetes österr. Steuergeld in Richtung der EU-Bankspekulanten mittels ESM-Diktat und Österreich-Verrat! Gleichzeitig kürzten sie die Familienbeihilfe und das Pflegegeld in Österreich und haben damit die Ärmsten der Armen getroffen (Kreisky dreht sich im Grab um). Rot-Schwarz-Grün verteilen unsere österr. Steuer-Mrd (über 20 Mrd Euro) lieber an die EU-Banken-Lobbys statt an uns Österreicher und sind nicht bereit es in unser Bildungssystem, in österr. Forschung, Infrastruktur und österr. Wirtschafts- und Arbeitsmarktinitiativen zu investieren. Ich stehe dazu: Unser Steuergeld für unsere österr. Staatsbürger statt für EU-Bankspekulanten, welche die Brandstifter der heutigen EURO-Krise sind!”

Dazu zeigte er ein Bild, auf dem ein dicker Mann mit Krummnase und Davidsternen auf den Manschettenknöpfen, der die Banken symbolisieren soll, von der Regierung gefüttert wird, während das ausgehungerte Volk zuschauen muss.

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Im Original sind auf der Karikatur keine Davidsterne und keine Krummnase zu finden, aber Strache zeigt auf seiner Pinnwand die Version mit den Davidsternen und Krummnase. Laut Google-Bildersuche taucht diese Version der Karikatur zum ersten Mal in dem Forum volksbetrug.net auf, in dem unter anderem dafür eingetreten wird, das Deutsche Reich wieder handlungsfähig zu machen. Das Forum kann somit getrost als rechtsextrem bezeichnet werden.

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Die Karikatur präsentiert in dieser Form in so deutlicher Form judenfeindliche Stereotypen, dass der Antisemitismus auch sofort von einigen Facebookfreuden Straches erkannt wurde. Bereits der zweite Kommentar zu der Karikatur stellt fest: “damit die rothschilds noch reicher werden!”

Der Herr, der diesen Kommentar geschrieben hat, heißt Manfred Z. Ein anderer Herr schreibt: “Wie in den 20er und dann 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Was dann passiert ist wissen die Geschichtsbewußten.” Manfred Z. fügt hinzu: “es wird sich alles wiederholen und dann spielens wieder die armen opfer und die zukünftigen generationen dürfen zahlen,so wie wir heute noch!”

Wir sehen also, Nazis verstehen das Bild. Vollkommen zurecht kamen daher auch einige kritische Töne zu dem Bild. Pralinky Vroni fragt: “kurze frage an die kultur und geschichts Kenner unter euch, habts ihr schon mal werbung/plakate/zeichnungen oder Karikaturen aus dem jahr 1933 gesehen? speziell die in Österreich im umlauf waren?” Thomas Götz von Aust schreibt: “die judennasen sind aber im vergleich zum stürmer kleiner geworden. das nennt man dann wohl aus der geschichte lernen.” Torben Frank stellt fest: “Bankier mit Hakennase, an Davidsterne erinnernde Manschettenknöpfe …. die Karikatur ist sehr problematisch.” Martin Elmarto Bachinger findet deutliche Worte: “Schöne Davidsterne habt ihr dem Banker auf den Ärmel genäht, und die Nase sicherheitshalber noch ein bisschen Hakenförmiger, schliesslich soll sich das “Stammklientel” auch auskennen, gelle? Antisemitenpack.”

Und wie reagiert Heinz-Christian Strache? Er postet folgendes:

“Sachen gibt es. Manchmal verliert man völlig den Glauben an die Vernunft des politischen Mitbewerbers und mancher Journalisten. Seit Jahren kritisiere ich die Allmacht des Bankensystems, das auf Kosten der Bürger immer fetter und mächtiger wird. Und wenn ich einen Cartoon dazu verlinke, den ein anderer User gepostet hat, wird mir auf einmal Antisemitismus unterstellt. Das ist mehr als perfid. Immerhin war ich der einzige österreichische Parteiobmann, der etwa die Wiener Juden in Schutz genommen hat, als Israel vom Wiener SPÖ-Gemeinderat Al Rahwi übel attackiert wurde. Und es war ich, der den israelischen Vizeminister Kara als meinen Gast in Wien willkommen heißen durfte. Zudem vermitteln wir aktuell in Hebron zwischen Juden und Palästinensern, worüber mit unserem LAbg. David Lasar sogar in der New York Times berichtet wurde. Wenn ich Kritik an der Finanzwirtschaft platziere, dann kritisiere ich damit weder Juden noch Christen noch Muslime, Buddhisten und auch keine Atheisten, sondern die Kaste gieriger Banker, die den Rachen nicht voll genug bekommen. Ich habe von dem Cartoon noch zwei Versionen gefunden, eine mit italienischer Sprache auf einer Seite der SPD, eine auf englisch. Antisemitisch ist keiner für mich. Und für alle nochmal zum Mitschreiben: Ich dulde auch keinen Antisemitismus. Etwas mehr Sensibilität und auch Qualität täte dem einen oder anderen Journalisten und auch Politiker nicht schlecht.”

Ja, hier sehen wir Antisemitismus at work! Erst eine antisemitische Karikatur posten und wenn dann berechtigte Kritik auftaucht, sofort auf jüdische Freunde verweisen und auf jene Sozialdemokraten, die auch kein Problem mit antisemitischen Bildern haben.

Lieber Heinz-Christian Strache,

wissen Sie was? Antisemitische Gedanken können jeden Menschen befallen. Die Krankheit Antisemitismus ist schon so alt und konnte so gut mutieren, dass niemand ganz dagegen immun ist. Sie können davon ebenso befallen werden wie ich. Es gibt sogar Juden, die von antisemitischem Gedanken befallen wurden. Es wäre daher ein Zeichen der Größe gewesen, wenn sie einfach folgendes erklärt hätten:

“Es tut mir leid. Ich habe die judenfeindlichen Stereotypen in der Karikatur nicht erkannt. Sie sind jedoch offenkundig vorhanden, was dadurch deutlich wird, dass ich auf die Veröffentlichung der Karikatur hin einige sehr deutlich judenfeindliche Kommentare erhalten habe. Ich entschuldige mich für meinen Fehler und werde versuchen, den Schaden, den ich angerichtet habe zu begrenzen.”

Das wäre wahrhaft groß gewesen. So aber sind sie nur ein kleines armes Würstchen, das in der braunen Sauce des Antisemitismus’ liegt, aber nicht wahr haben möchte, dass Nazis bei diesem Anblick das Wasser im Munde zusammenläuft.

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75 Antworten zu Antisemitismus at work

  1. A.R. schreibt:

    Die Krummnase wurde gegenüber dem Original ebenfalls hinzugefügt. Das Original ist harmlos, die Strache-Version wäre auch ohne die Davidsterne an den Manschettenknöpfen antisemitisch.

    • Aristobulus schreibt:

      Schon das Original ist reiner USA-Hass, der Bankier trägt den Schlips voller Dollarzeichen und sieht so aus, wie sich der kleine Heinz-Christian von der Straße den bösen Wallstreetbanker vorstellen mag.

      • American Viewer schreibt:

        Das finde ich auch immer wieder sehr interessant. Bei Krummnasen und Davidsternen erkennen die meisten Europäer richtigerweise Antisemitismus. Aber wenn man den gleichen Leuten dann die Version mit Dollarzeichen zeigt, schreien 90% von ihnen: „Genial, das ist die Wahrheit!“ Das ist auch nicht nur ein Problem einiger „rechter“ Parteien, das ist ein wichtiger Bestandteil vieler Parteien und Politiker.

        • Aristobulus schreibt:

          Sie werden Euch nie verzeihen, dass Ihr sie vom Nazismus befreit und ihnen Carepakete geschickt und ihnen Demokratie beigebracht habt… und dass Ihr gar ‘ne Kultur habt, also nein!, Ihr habt gefälligst kulturlos zu sein und die Indianer auszurotten. Wehe, einer sagt dann bullshit galore und erwähnt Abe Lincoln und Martin Luther King, dann wird er überhört (obwohl sie Michael Moore lieben und sogar mal den Obama geliebt haben, komisch)

        • zrwd schreibt:

          das betrifft die von den Linken totgeschwiegene antikapitalistische Basis des spezifisch deutschen eliminantorischen Antisemitismus.

        • Dante schreibt:

          Aber wenn man den gleichen Leuten dann die Version mit Dollarzeichen zeigt, schreien 90% von ihnen: „Genial, das ist die Wahrheit!“ Das ist auch nicht nur ein Problem einiger „rechter“ Parteien,…

          Natürlich nicht. Das Feindbild USA/Wall Street ist genausogut “links” wie “rechts”.

      • Alien schreibt:

        Ach, und wieso ist das USA-Hass?

        Mörderische Eliten zu kritisieren kann man unabhängig von deren Nationalität. Und der Dollar ist nun mal die wichtigste Währung weltweit.

        • hansi schreibt:

          @Alien
          Danke für die Care-Pakete!

          Klingt bei Ihnen wie ne Demütigung die lange nachwirkt.
          Währe Ihnen der Morgenthauplan lieber gewesen?

          Ein Alien beim Kühemelken ?
          Schwer vorstellbar !

          • Alien schreibt:

            Ich bin überhaupt nicht gedemütigt von irgendwelchen Paketen. Ich wollte nur ausdrücken, dass die USA nicht das Recht hat, die Menschenrechte zu verletzen, nur weil sie uns irgendwann mal geholfen haben. Selbst wenn sie uns immer noch über alle Maßen unterstützen würden, hätten sie dieses Recht nicht.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie, Alien mit der amerikanischen Namen, veletzen hier unsere Menschenrechte auf einigermaßen geistvolle, einigermaßen un-öde Beiträge. Dieser kranke USA-Hass, den sie auch woanders unablässig ausschütten. Da wendet sich der Geist nicht mit Grausen, denn das wär übertrieben, sondern mit unendlicher Langeweile.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Noch eins. Sie, Alien, sind unfähig, nationale oder rassische Stereotype zu erkennen. Denn Sie springen auf Reiz- und Schlagworte an, weil Sie so konditioniert sind (und es offensichtlich gern tun).
            Beispiel Karikatur. Da sitzt das nationale Stereotyp eines Wallstreethais. Den hat jemand im Dunstkreis der FPÖ zu einem Geldjuden gemacht. Gibt Ihnen das zu denken, sei’s die judenhasserische Aussage, sei’s die USA-hassende? Fällt Ihnen auf, dass beides was miteinander zu tun hat? Haben Sie je von dem urtraditionellen Hass grad Linker gegen die USA und gegen jüdische Kapitalisten gehört? Ein und das Selbe…
            Es geht um die traditionelle Angst vor der Moderne, die sich in dieser Karikatur wieder zeigt. Ziel ist seit dem 19. Jahrhundert (jaha, achtzehnhundertsowieso, so extrem sind Sie von vorvorgestern, Sie urdeutscher Alien) alles Moderne, Ängstigende, weil nicht Schollengebundene. Damals hieß es, dass Juden & USA unsere Kultur zersetzen, heute krähen Sie reflexhaft Guantanamo.
            Glauben Sie auch an raffendes und schaffendes Kapital?

        • zrwd schreibt:

          von deinesgleichen möchte ich erst einmal eine Stellungsnahme zum Realimperislismus ‘Russlands’ und Chinas lesen. Dann reden wir weiter.

  2. Malte S. Sembten schreibt:

    Eine eher harmlose Karikatur auf antisemitisch zu trimmen, ist ja noch perfider, als gleich eine judenfeindliche Zeichnung zu verfertigen. Zunächst war ich nicht sicher, welche Version die originale ist – aber die Nase entscheidet die Sache, denn die runde Nase passt besser zum Zeichenstil.
    Übrigens führt auch der Link zur Originalversion auf eine antisemitische antizionistische Webseite.

  3. Carl schreibt:

    news.at schreibt:

    Die Google-Bildersuche nennt als Quelle der Karikatur, die sich auch auf Straches Facebookseite findet, das, vielfach als rechtsextrem eingestufte, Forum volksbetrug.net. In diesem Forum tritt man unter anderem dafür ein, das deutsche Reich wieder handlungsfähig zu machen. Laut Bildersuche tauchte die Karikatur wohl zum ersten Mal, in ihrer neuen, antisemitischen Version, in diesem Forum auf und findet seither in verschiedensten, meist rechtsextremen Kontexten, Verwendung.

    http://www.news.at/articles/1233/11/338907/hc-strache-irritierende-facebook-karikatur

  4. anti3anti schreibt:

    “Nazis verstehen das Bild.” – Nicht nur sie.

  5. De Es schreibt:

    Gerd, kurze frage. Ist dir aufgefallen, dass bei dem Bild, das dieser Herr Strauche unter dem Text, der mit “Sachen gibt es. Manchmal verliert man völlig den Glauben…” platziert hat, keine Davidsterne und keine Krummnase zu finden sind? Ist das nicht idiotisch??? Gleichzeitig lässt er das andere Bild auch hängen. Ist der Mann völlig gaga?

  6. Besucher schreibt:

    Warum kommt diese freiheitlich-konservative Partei nicht einmal ohne antisemitismus aus. Ich verstehe es nicht…

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Warum kommt die Curry-Wurst nicht ohne Curry aus. Warum die NBA nicht ohne Schwarze. Warum muss der Papst katholisch sein? Sie haben Fragen … ;-)

      • besucher schreibt:

        Seid wann bedingt das Erstere denn das Letztere???
        Bsp.: Alle sagen Ja und Amen zum Euro. Die einzige Partei die Nein sagt verbreitet nebenbei Bilder mit hakennäsigen Finanzjuden.
        Tolle Wurst!

        • Eliyah schreibt:

          Gründen Sie eine eigene freiheitlich-konservative Partei, die keinen Antisemitismus duldet, auch keinen versteckten, etwa in dem sie sich zur Freundschaft mit Israel bekennt und für die Aufarbeitung der Verbrechen der Österreicher im zweiten Weltkrieg und sie haben ihre Partei. Wäre ich Österreicher, meine Stimme hätten Sie wahrscheinlich.

  7. Roger schreibt:

    Andere Antisemiten sind auch ‘at work’: Erhard Arendt hat mittlerweile seine 18. (!) Seite über Gerd Buurmann verfasst: Niveau ist keine Creme http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Honestly_Concerned/buurmann_gerd_fehlendes_niveau_menschenverachtend.htm

    Meiner Meinung nach überschreitet er hier die normalen Zitierregeln und begeht eine Copyright-Verletzung. Von der Verleumdung (alles aus dem Zusammenhang gerissen und für seine widerlichen Zwecke neu zusammengestellt) ganz abgesehen.

    Da mit ihm Reden wohl keine Früchte tragen wird, sollte man sich andere Schritte überlegen, um Arendts Hetze zu beenden.

    mfg

    Roger

  8. salvi schreibt:

    Hallo,
    super Text, gratuliere Dir!
    Ich glaube, folgende Aktion von uns könnte Dich interessieren: “Aufklärungsarbeit 2.0 – gegen Rechtsextreme im Netz”

    http://oesterreichpolitik.wordpress.com/2012/08/18/aufklarungsarbeit-2-0-gegen-rechtsextremismus/

    Vielleicht lest Du Dir mal alles durch, Du kannst mich gerne kontaktieren!
    Liebe Grüße

    • Aristobulus schreibt:

      … aha, er sieht die Israelis als “Blitzkrieger”, “Massenmörder” und als “so ein krankes national-faschistisches Hirn”.
      Todöde, ich sagte es ja…

      Wahrscheinlich dreht Monsieur Grüngesicht langsam, aber sicher durch (sieht auch hier lauter Faschisten, Folterer, Zersetzer, archaische Zwangsbeschneider, Feinde usf. am Werk). Na kein Wunder, diese vielen kleinen Stacheln aus Linksextremismus & Idiotie haben schon so lang schon die Neuronen sekkiert und penetriert und mazeriert.
      Linkes Aktivistenpech, Berufsrisiko.

      • Dante schreibt:

        Ich sage nicht, dass er’s ist, aber politisch könnte es sich glatt um Dieter Kunzelmann handeln.

      • Fidelus schreibt:

        @Alien

        Hier mal ein Grund, unter vielen, weshalb (der von Ihnen so gehasste) Oberst Klein genau das richtige getan hat:

        http://www.welt.de/politik/ausland/article108812489/Taliban-enthaupten-17-Menschen-wegen-Tanzens.html

        Einen Link auf Ihre ekelhaften Blogeinträge zum Thema “Oberst Klein” erspare ich uns allen…

        • Alien schreibt:

          Was für ein Grund. Und den Oberst unterscheidet jetzt von diesen Taliban genau was? Dass er ein Vielfaches von 17 Menschen auf seinem Gewissen hat?

          • Dante schreibt:

            Dass er ein Vielfaches von 17 Menschen auf seinem Gewissen hat?

            Für die Todesfällen im Rahmen des Angriffs ist aber nicht nur Klein verantwortlich, sondern ebenso die Taliban, die die Lastwagen entführt hatten. Damit haben sie Klein zu der Entscheidung veranlasst, den Entführten Lastzug angreifen zu lassen und nicht den Angriff einfach hinzunehmen. Dabei sind Unbeteiligte ums Leben gekommen, ohne dass Klein dies beabsichtig hätte. So etwas nennt man Krieg.
            Im Gegensatz dazu haben die Taliban gezielt und vorsätzlich unbeteiligte Menschen getötet, ohne von ihnen angegriffen worden zu sein. Die wollten einfach feiern und wurden deshalb ermordet.

          • Alien schreibt:

            “ohne dass Klein dies beabsichtig hätte”

            Wenn ich nicht weiß, welche Personen sich an der Stelle aufhalten und ich einen Warnüberflug, der explizit vorgeschlagen wurde, und den Menschen dort die Möglichkeit zu geben, sich in Sicherheit zu bringen, ablehne, nehme ich wissentlich in Kauf unschuldige Personen zu töten, nur weil ich VIELLEICHT ein paar Mörder damit erwische.

            “So etwas nennt man Krieg.”

            Kundus nennt man Kriegsverbrechen.

            “Im Gegensatz dazu haben die Taliban gezielt und vorsätzlich unbeteiligte Menschen getötet, ohne von ihnen angegriffen worden zu sein.”

            Klein wurde auch nicht angegriffen. Er hat angegriffen.

            “So etwas nennt man Krieg.”

            Es spielt zwar keine Rolle, aber nicht die Taliban haben diesen angefangen. Die NATO hat sich mit ihren Morden auf die selbe Stufe mit diesen religiösen Bestien gestellt.

          • Dante schreibt:

            Es spielt zwar keine Rolle, aber nicht die Taliban haben diesen angefangen.

            Doch, und zwar in den 1990er Jahren, und zwar gegen alle Afghanen, die nicht 100% auf ihrer Linie waren – was alle einschließt, die nicht nur mehr oder weniger vegetativ vorhanden sein, sondern leben wollten.

            Die NATO hat sich mit ihren Morden auf die selbe Stufe mit diesen religiösen Bestien gestellt.

            Auch wenn ich immer noch einen Unterschied zwischen Kampfhandlungen und gezielten Morden sehe: Wenigstens stimmen wir in der moralischen Beurteilung der Taliban überein, auch wenn ich nicht das Wort “Bestien” verwenden würde, denn “bestia” heißt “wildes Tier”, und wilde Tiere sind üblicherweise nicht willentlich bösartig und grausam. Sie beenden zwar manchmal ein Leben (besonders wenn sie Raubtiere sind), aber nicht zur “Strafe” dafür, dass ihr Opfer es gewagt hat, überhaupt zu leben.
            Die Taliban sind Menschen, und zwar im schlimmsten Sinne des Wortes. Nicht unbesingt der einzelne Talib als Person, aber die Ideologie. Sie ist in ihrer Praxis eine Mischung aus ein klein wenig Islam, einer lokalen Variante des Nationalsozialismus und der Ideologie der Khmer Rouge und besitzt frappierende Ähnlichkeit mit dem “INGSOC” aus George Orwells “1984″, zumal sie jede Lebensfreude unterbindet mit Ausnahme der Freude an öffentlichen Hinrichtungen.
            Luther soll mal behauptet haben, die Muslime verehrten in Wahrheit den Satan als Gott; die Taliban benehmen sich so, als versuchten sie das zu beweisen.

          • Silke schreibt:

            Der eigentliche Skandal an Kundus war für mich nicht, daß der Vorfall so abgearbeitet wurde, wie es sich hierzulande gehört, nämlich im Zweifel für den Angeklagten. Ich weiß nix Näheres, wie die Untersuchung gelaufen ist, würde aber bei der Untersuchung von Kriegshandlungen immer noch als Zweifelsgrund das hinzufügen, was die Anglos “fog of war” nennen. Es ist z.B. erstaunlich, wie oft einer der interviewten Medal-of-Honor-Recipients bei der Pritzker Library selber keine Erinnerung mehr hat, obgleich er den Vorfall körperlich unverletzt überstanden hat. Der Mensch unter Stress scheint, egal wie hervorragend ausgebildet und vorbereitet, nicht ganz der gleiche zu sein wie der, der nachträglich im Lehnstuhl sein Urteil fällt (monday morning quarter back …ism)

            Der Skandal an Kundus ist also nicht der, daß danach alles so abgelaufen ist, wie es sich gehörte, der Skandal ist, was gewesen wäre, wäre Klein Israeli und die Truppe die IDF gewesen …

    • besucher schreibt:

      Tja, das kommt davon wenn jeder glaubt dass er die Wahrheit für sich gepachtet hat.

    • Eliyah schreibt:

      Warum sollten sich Leser dieses Blogs für krude Theorien interessieren? Ihr Artikel dort ist eigentlich absolut rassistisch. Er macht die Muslime/Araber zu willenlosen, intelligenzbefreiten Idioten. Ob die da so gut finden? Warum kann der Syrien-Konflikt nicht einfach ein innersyrischer Machtkampf sein, in den sich aus ihren jeweils eigenen Interessen andere Staaten einmischen? Israel mischt sich z.B. gar nicht ein und ist nur besorgt, was bei seinem Nachbarn so ab geht. Einen extern gesteuerten Stellvertreterkrieg herbei zu fabulieren ist jedenfalls im besten Fall rassistisch.

      • emranferoz schreibt:

        Das hat absolut nichts mit Rassismus zu tun. Sie sollten sich über die geopolitischen Machtverhältnisse im Nahen Osten informieren, bevor Sie jemanden, der aus derselben Region stammt, als Rassisten abstempeln.

        Es ist einfach, Theorien die auch noch mit genug Fakten unterstützt werden, als “rassistisch” oder “verschwörerisch” zu bezeichnen.

        So degradiert man alles, was einem nicht in den Kram passt und schafft sich ein herzlich einfaches Weltbild, indem stets die Sonne scheint.

        • Eliyah schreibt:

          Ich bin auch aus der Gegend. Das ist kein Argument. Und “verschwörerisch” haben Sie gesagt. Ihr Weltbild versuchen Sie doch auch gegen Fakten zu immunisieren. Es ist und bleibt rassistisch, die Araber zu “edlen Wilden” oder eben zu Menschen ohne eigene Verantwortung für ihr tun zu degradieren.

          • emranferoz schreibt:

            Dass die Araber wild sind, sagen Sie, nicht ich.

            Es geht um Sunniten und Schiiten, sprich, um alle Muslime, die NICHT nur aus Araber bestehen.

          • Eliyah schreibt:

            Okay, ersetzen Sie Araber gegen Muslime und rassistisch gegen religionsfeindlich. Ich weiss, dass Sie der Meinung sind, weder das eine noch das andere zu sein. Daher mache ich Sie darauf aufmerksam, dass Ihr Text genau diesen Schluss zulässt.

          • emranferoz schreibt:

            Natürlich, ich bin islamophob und “muslimfeindlich”. Demnach würde ich mich selber hassen.

            Ich sage Ihnen einmal etwas: Sie haben anscheinend keinerlei Ahnung von dem sunnitisch-schiitischen Zwist, der sich in der islamischen Welt abspielt.

            Lesen Sie erst meine anderen Texte, bevor Sie so urteilen.

            Grüße

          • Eliyah schreibt:

            Sie wollen mich nicht verstehen. Es gibt genügend antisemitische Juden, das wäre kein Argument. Trotzdem habe ich nie unterstellt, dass Sie rassistisch oder religionsfeindlich sind. (Das Wort “islamophob” habe ich absichtlich vermieden. Warum haben Sie es benutzt?) Ich finde, dass Ihr Text diesen Schluss zulässt, nicht mehr und nicht weniger. Denn wenn Sie ihre Glaubensgenossen als fremdgesteuert mordende Banden bezeichnen, dann ist das doch nicht nett, oder?

          • Silke schreibt:

            oh die Klage aller Autoren, die sich nicht ausreichend wahrgenommen fühlen

            Sie zerreißt mir immer aufs Neue wieder das Herz

            Und das Argument man wisse nix vom Shia-Sunni divide läßt darauf schließen, daß der Herr es damit versucht, seine potentiellen Leser/innen damit zu ködern, daß er sie für doof und ungebildet erklärt.

            Klasse Marketingstrategie das, muß ich mir merken

        • Silke schreibt:

          Mein Lieber

          ich habe mir mehrere Wochen lang Deinen Blog und die wenigen Kommentare angeschaut

          Was das herzlich einfache Weltbild anlangt, würde ich Dir raten, mal in den Spiegel zu schauen, obwohl mein Eindruck eher der ist, daß Du, was nicht passend ist, einfach passend hinbiegst.

          Du bist hier in der Hoffnung, ein paar Kommentatoren zu angeln, damit aus Deinem Blog war wird.

          Viel Glück damit vorausgesetzt Du arbeitest an der Qualität Deiner Schreibe/Argumentation. Wenn de das gemacht hast, kannste’s ja mal wieder probieren.

          • Eliyah schreibt:

            Am “lustigsten” finde ich folgenden Kommentar zu seinem Text:

            Solveigh Calderin sagte am August 18, 2012 um 8:32 nachmittags :
            … nicht nur in der islamischen Welt, dieses Spiel “Teile und Herrsche” funktioniert überall!
            Es gilt, herauszufinden, was die wirkliche Triebfeder für die Kriege ist.
            Folge der Spur des Geldes – und Du findest sehr schnell den einzigen Gegner dieser Erde!

          • emranferoz schreibt:

            Meine Liebe,

            ich bezweifle, dass DU die Statistiken meines Blogs kennst, geschweige denn die zahlreichen Follower.

            Dein Weltbild ist sicherlich auch “einfach”, sprich, nach dem “Spiegel” und anderen Medien.

            Anstatt konkret mit Argumenten anzukommen, willst du einfach meine Arbeit diffamieren. Das ist typisch für Personen für Sie, denn mit diesem einzigen Kommentar haben Sie quasi schon Ihre ganze Engstirnigkeit unter Beweis gestellt.

            Leben Sie nur weiter in Ihrer netten Welt, auf Leser wie Sie kann ich gerne verzichten.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich mag es, wenn jemand in einem Kommentar zwischen Sie und Du wechselt, ohne Grund ;)

          • emranferoz schreibt:

            Die Dame hat mich auch geduzt, also bitte.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Aber man kann sich doch entscheiden.

          • Silke schreibt:

            tja wär’s nicht schön, wenn es so einfach wäre …

            und ist das nicht Franzos-o-phob, denn es heißt doch, die forderten für alles und jedes “Cherchez la Femme!”?

          • Silke schreibt:

            min seuten Emran

            Du kommst hierher und betreibst, was üblicherweise blog pimping genannt wird. In meinen Augen tun feine Leute so etwas nicht. Ich habe mir Deinen Blog angeschaut und gammelt vermutlich irgendwo in meinem Archiv immer noch als “gefollowt” rum.

            Die Artikel und Argumente, die Du bringst, sind so etwas von abgelutscht und tausendmal widerlegt, daß ich sie im Schlaf rückwärts runterbeten könnte.

            Doch da ich heute meinen mütterlichen Tag habe, hier ist ein guter Rat: jeder VHS-Kurs in Rhetorik könnte Dir ne große Hilfe sein.

          • Aristobulus schreibt:

            Nee. Durch Rhetorik, eine reine Äußerlichkeit, wird er sich weiter verblenden.

            Warum werden Sunniten & Schiiten als unverantwortlich erklärt, dort offiziell, und auch im kleinen Blog des Emran?? Seit hundert Jahren die selbe Leier, mal sind die Juden Schuld (“Folge der Spur des Geldes – und Du findest sehr schnell den einzigen Gegner dieser Erde!”, lallt da eine Kommentatorin), mal “die Großmächte”, auf jeden Fall die Anderen.
            Moslems dürfen nicht selbst mit sich fertigwerden. Bloß keine Eigenverantwortung, Gejammer, dass man selber Spielball sei, manipuliert usf., immer Underdogs, immer Ausgelieferte.
            …es ist langweilig und tränenbehaftet, und es nützt keinem.

  9. Don Furioso schreibt:

    Die Gleichung Banker=Jude aufzustellen ist perfide. Das Karikieren von Bevölkerungsgruppen wie in dieser Zeichnung ist übel, und irgendwie nicht totzukriegen.
    Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus mit spinnertem Antiamerikanismus oder weltfremdem Kommunismus gleichzusetzen ist ebenso destruktiv.
    Und der Dollar ist die Weltreservewährung. Dollarzeichen auf einer Karikatur hat nichts mit oder Antiamerikanismus zu tun, da stimme ich Alien zu.
    Diese ewigen Beschimpfungen und Herabsetzungen von allen möglichen Seiten bin ich leid. Wie leid ich sie bin, habe ich in meinem letzten Artikel dargelegt.
    Wer wirklich an die Wirksamkeit des Marktes glaubt, und nicht insgeheim Angst davor hat, dass er selbst nur einen Börsenkrach weit entfernt davon ist, den “Verführungen der Occupy-Bewegung” zu verfallen, der muss eine sachliche Auseinandersetzung nicht fürchten, der hat es nicht nötig, herablassend zu sein.

    • Aristobulus schreibt:

      “Dollarzeichen auf einer Karikatur hat nichts mit oder Antiamerikanismus zu tun…”
      Vorsicht vor Aussagen, die Dritte betreffen, Don. Der Dollar steht nun mal für die USA, wofür sonst?
      Frag einen Amerikaner, irgend einen, was er von Dollarzeichen auf dem Schlips eines Nationalstereotypen hält: Er wird das Selbe davon halten wie ein Jude, irgend einer, der etwa in der Abbildung des Davidsterns auf dem Lätzchen eines Kinderfressers (so gezeigt an der Kölner Hasspappenwand) eine eindeutig judenhasserische Absicht erkennen wird.

      • Don Furioso schreibt:

        Lieber Aristobulus, würdest Du mehr Comics lesen, statt Bücher, wüsstest Du, dass $$ ein allgemein akzeptiertes Zeichen für Geld, Moos oder Knete ist. :-)
        Nicht jeder denkt dabei, die Amis seien an allem schuld. Das ist nicht dasselbe, wie das Verbrennen einer Flagge. Die Kravatte ist ein Symbol für den Schreibtischtäter, sowie die Balaklava ein Zeichen für den gemeinen Räuber oder “Mugger”. Um es klarzumachen: Ich mag keine Stereotype, und ich fürchte Volksverhetzung sehr, gerade in Krisenzeiten.

        • Aristobulus schreibt:

          …aha!, ich suche und suche, finde zufällig ganz woanders “Balaklava” als Synonym für eine Skimaske aus dem Krimkrieg. Die Panzerknacker tragen welche, nicht?

          - Ähm, ich erwähnte es schon: Das mit den Aussagen, die Dritte betreffen. Ich bin kein Balaklawaträger, kann Dir also nicht bestätigen, ein Räuber zu sein, spekuliere da also. Aber ich bin fast Franzose, und eine ev. Karikatur, auf der jemand mit Moustache & Baskenmütze ein Kind äße oder mit den Weltfinanzen jonglierte, würde mich anpesten.

          Und der Bankier ist kein Schreibtischtäter, denn er trägt einen Kött!, der ist doch der Große Besuchsanzug, der bei Staatsempfängen tagsüber getragen wird (ach wurde, vorbeie Zeiten). Suggeriert wird die Verzahnung (jüdisch)-amerikanischer “Hochfinanz” mit der Staatsführung. Gängiges Klischee…

          • Interessent schreibt:

            @Aristobulus

            “Suggeriert wird die Verzahnung (jüdisch)-amerikanischer “Hochfinanz” mit der Staatsführung. Gängiges Klischee…”

            Lässt man mal das ‘(jüdisch)-amerikanische’ fort, ist es kein Klischee mehr, wie ja wohl die ganze “Euro-Rettungs-Aktion” zeigt.
            Oder glaubst Du ernsthaft, dass der normale Bürger da irgend einen Nutzen von hat?
            Wohl aber die Banken, mithin diejenigen, welche entweder beruflich mit Banken verbandelt sind oder aber dort Einlagen haben -je mehr, desto besser natürlich-.
            Der gemeine Steuerzahler hingegen gilt als Garant – und NUR als solcher.

          • Don Furioso schreibt:

            “Verzahnung (jüdisch)-amerikanischer “Hochfinanz” mit der Staatsführung. Gängiges Klischee…” – in der obigen Karikatur, keine Frage, und diese Tendez bereitet mir Sorge.

  10. JAHAW schreibt:

    Freee JOHNATAN POLLARD now

  11. Silke schreibt:

    hier wird dem Anschein nach wohl keine Gleichung aufgestellt und Satire ist, wenn überhaupt, vermutlich nur ziemlich ungewollt drin und doch …

    http://www.newyorker.com/online/blogs/johncassidy/2012/08/a-banking-mystery-who-shot-marcus-greene.html

    Ich habe übrigens den sich hier so ungehemmt begeistert äußernden Cassidy in vielen vielen Interviews noch nix “Verdächtiges” äußern oder andeuten hören.

    Und so man auf dem Standpunkt steht, daß Kunst alles darf, dann darf sie ja wohl auch Krimis mit Schlüsselromanaroma schreiben oder doch lieber nicht?

    Mir wäre Letzteres irgendwie angenehmer aber ich bin als Fundamental”liberale” schließlich sowieso ne Versagerin.

  12. Dante schreibt:

    Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, wem der Politiker auf der Karikatur ähnelt? Ich jedenfalls glaube Winston Churchill darin zu erkennen.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja, jedenfalls eine äußerst westliche Erscheinung… gekleidet mit Kött.
      Gespenstisch übrigens, dass arabische Zeitungen Israelis gern mit schwarzen Zylinderhüten, Bratenröcken und, ja, Dollarzeichen darstellen. Da greift wieder diese Verzahnung

  13. Krokodil schreibt:

    “…Mit diesem Satz beginnt Kurt Tucholsky sein Essay “Was darf Satire?” Er endet mit den Worten:

    “Was darf die Satire?
    Alles.” …”
    Kann man das Ganze nicht mal als dumm, geschmacklos, aber von der Meinungsfreiheit als gedeckt bezeichnen?
    Strache bedient das Klischee, Banken = Juden (es malt ja auch keiner Eskimos mit Bananenröckchen). Das im Bankensektor mehr Juden arbeiten als bei der Müllabfuhr hat also selbst er gemerkt. Wenn mein Nachbar ein unangenehmer Zeitgenosse ist, so darf meine Berechtigung darauf hinzuweisen nicht von seiner Abstammung oder sonstwas abhängen.
    Strache ist mit Sicherheit anfällig für echten Antisemitismus. Den sehe ich hier allerdings höchstens ansatzweise. Das die Symbolik ausreicht, dem ein oder anderen, aus durchaus konträren Gründen den Schaum vors Maul zu treiben, kann man Strache durchaus vorwerfen. Ich nenne das polarisieren durch Polemik.

  14. OB schreibt:

    NeNeneeneneneh my name is Bug-Alljoh.
    Die Triebtat ist meine Waffe. Wozu Waffen? Fragen Sie sich das ernsthaft?

    In mir tobt ein Tanz der Geschlechter. Ich habe den Vertrag mit Salz und Pfeffer aufgekündigt, und würze meine Speisen nun mit körpereigenem. Aus Schweiss gewinne ich Salz.
    Pfeffer – nun, auf den verzichte ich halt.
    Kalt strafen mich die Blicke der Konsensorientierten. Es reiben sich die Hände.
    Ich bitte nicht förmlich um Zensur, ich bitte um Veröffentlichung.

    Hier meine zentrale These:
    Gott ist nicht tot. Er ist untot. Grosser Unterschied.

    Sie mögen Fox-news? Nun gut. Ich mag es wenn ich aus den kalten, irrtümlichen Geräuschen der industriellen Produktion urplötzlich eine Melodie herauslesen kann.
    Ich versuche jedesmal wenn ich eine Melodie gefunden habe, diese mit der Internationalen zur Deckung zu bringen. Bis jetzt ohne Erfolg.

    Alles wird zügellos in den Abgrund hineingehen, der selbst nur vorgeschobener Horizont dessen ist was da noch kommen mag. Mag kommen was wolle, ich werde mich diesem entgegenwerfen, vom hohen Ross herunter. Das nun wiederum sollten Sie vielleicht auch tun.

  15. OB schreibt:

    Liebe Tunichtgute und Tunichtgutinnen

    Warum denn soviel Intoleranz?
    Ich kann mich doch nur im Anderen erkennen.
    Wenn ich herrlich bin, und mit mir alles herrlich ist, dann wäre ich mir in einem tiefen Kerker selbst die Wände.

    Niemand will euch Böses, alles um euch lebt, und es macht keine Anstalten jemals noch zu sterben

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