ich habe da mal eine kleine Frage. Als nordrhein-westfälischer Innenminister von der SPD hatten Sie im Mai dieses Jahres eine Auflage an die Polizei erlassen, wonach das Zeigen der Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard bei einer Demo, auf der unter anderem Salafisten und ProNRWler anwesenden waren, untersagt werden sollte.
Sie begründeten Ihr Handeln mit folgenden Worten: „Die Beamten dürfen nicht gefährdet werden.“ Im Umfeld der documenta in Kassel hängt nun dieses Bild in aller Öffentlichkeit:
Ich kann mir vorstellen, dass dieses Bild so manchen gläubigen Christen beleidigt. Mich beleidigt das Bild nicht, im Gegenteil: Ich habe über diese intelligente und böse Jesus-Karikatur mehr gelächelt als über die weit harmlosere Mohammed-Karikatur. Eine Frage habe ich aber doch: Da es jene fundamentalistischen Muslime, die in der Minderheit sogar Beamte angreifen und Gewalt anwenden, beinahe geschafft hatten, ihre religiösen Verbote durchzusetzen, da Sie ja ernsthaft für ein Verbot der Karikatur aus Sicherheitsgründen eingetreten sind, können sich nicht jene Christen, die sich nun beleidigt sehen, motiviert fühlen, zu fundamentalistischen Christen zu werden, die Gewalt anwenden, damit ihre Gefühle ernst genommen werden?
Mit anderen Worten: Rieche ich etwa schlechten Fisch aus Pandoras Büchse, die Sie im Mai geöffnet haben?


Vielen Dank Gerd, dass Du das aufgegriffen hast.
Als gläubiger Katholik könnte ich mich genauso beleidigt fühlen, wie der gläubige Muslim.
Ich schrieb bewußt “könnte”.
Aber selbst wenn ich mich genauso beleidigt fühlen würde, würde nichts passieren, weil wir keine Fatwa gegen unsere Feinde aussprechen. Im Gegenteil, durch unseren Glauben werden wir angehalten unsere Feinde zu lieben.
Aber ich fühle mich überhaupt nicht beleidigt.
Die Darstellung des gekreuzigten Jesus, zeigt einen leidenden Menschen. Es wäre eine moderne Darstellung des Leidens Christi. Im Mittelalter gab es sehr viel schrecklichere Darstellungen. Diese Darstelung ist also ein Ausdruck des Mitgefühls.
Nun zu dem Text:
Der hat die Qualität der früheren Toilettenkritzeleien. (Weiß nicht, ob es die heute noch gibt? Ihr wisst aber was ich meine?)
Sie bezeugt eine erschreckende Unkenntnis.
Die dargestellte Situation entspricht der überlieferten: “Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen.”
Der Inhalt des Textes ist unzutreffend, weil der Schreiber davon aus geht, dass die Gottesmutter mit Gott Vater Jesus gezeugt hat und Jesus Inzest mit seiner Mutter betrieben hat.
Das ist falsch.
Ein Blick in das Neue Testament reicht: Die Jungfrau Maria wurde vom heiligen Geist überschattet.
Also Gott Vater ist nicht der Erzeuger.
Selbst wenn Jesus Inzest mit seiner Mutter betriebn hätte, dafür gibt es überhaupt keinen Anhaltspunkt, wäre “Gott Vater” der falsche Adressat.
Jesus hätte das gewusst.
Der Karikaturist ist einfach nur ein unwissender Idiot!
Durch sowas soll ich mich beleidigt fühlen???
Ersteres lässt sich noch irgendwie nachvollziehen, aber wie kommen Sie auf Letzteres?
Ja – von ‘Inzest’ steht da gar nichts.
Gemäß der Trinitätslehre (wer versteht die?) soll der “überschattende” (hm?) Geist der Gottvater sein, und Jesus sei der Sohn Gottes, und zugleich dieser selbst.
Nicht?
Also ist die Karikatur ein Selbstgespräch – nur die Mutter bleibt wieder draußen.
Gab’s nicht mal irgendwann eine Quaternität…?
Ach was red i – hab keine Ahnung von den tieferen Dingen
“Gemäß der Trinitätslehre (wer versteht die?) ”
Niemand, Aristobulus! Wenn ich sie verstehen würde, brauchte ich nicht mehr zu glauben.
Es kann also nur in menschlichen Bildern versucht werden das Unbegreifliche fassbar zu machen.
Die Trinität – Gott Vater, Gott Sohn , Heiliger Geist – nach unserem Glauben “in drei Personen ein Einziger” versuche ich mir mit folgendem Bild fassbar zu machen:
Ich selbst bin Vater, Sohn, Ehemann, Opa…ad libitum und trotzsdem nur eine einzige Person.
Und ich unterscheide mich sogar in meinen Eigenschaften, in meinem Verhalten – hoffe ich jedenfalls. Denn als Sohn bin ich ein Anderer als als Vater. Und als Ehemann bin ich wieder anders. Hoffe ich jedenfalls
Aristobulus, nur ein menschliches Bild, das mir das göttliche Geheimnis etwas erklärlicher macht.
Nein, Paul: Nicht das göttliche Geheimnis, nur Deines (nur nicht abwertend gemeint).
Dante, Du hast recht, mit dem Inzest habe ich mich vertan.
Na, bei dem Quatsch, kann man wirklich durcheinander kommen.
Dass dümmliche Prollerei heutzutage schon als Kunst gilt.
Man könnte meinen die Stimme aus dem Himmel käme aus einem tiefergelegten Fünfer-BMW…ts ts
Besucher,
…….so hab’ ich gelacht! Aber schallend!
der “tiefergelegte Fünfen-BMW” hat mich vom “Schlitten gehauen”.
DU WILLST MIR DEINEN GEIST ENTGEGENSTRECKEN?
FANDEST DU DEN ABSOLUTEN ANFANG IN DER BIBBBBEL AUCH SO HOLD? WARUM IN GOTTES NÄMEN LACHST DU JETZT? DU TRENNST DAS FLEISCH VOM KNOCHEN UND NICHTS ERREGT SICH SO WIE EINST, JA?
GOTT IST DER UNRAUM, SÄUGLING.
INNERER FRIEDEN KÜNDIGT SICH AN. ER WILL EIN STÜCK BROT. ICH ÜBERLEGE MIR IN MEINEN ÜBERLEGENEN GEDANKENTÜRMEN, OB ICH DIE PENETRATION DES UNREINEN NUN VERLASSEN WILL.
ES IST DOCH SO, DASS NIEMAND JE ZUR SACHE KOMMEN KANN. DIE “SACHE” AN SICH IST NICHT BEFÄHIGT, MIR JEMALS IN IHRER GANZEN SUBTILEN WÜRDE UND EIGENTÜMLICHKEIT ZUR LAST ZU FALLEN.
Bitte entfernen.
Das ist nur Geschreie und Gelalle.
Bestimmt heisst dieser Musatra Blow-El auch noch die Verhaftung und Verbrennung armer elfjähriger und von Down-Syndrom betroffener Mädchen für gut, weil sie illiterat und vor allem christlich sind und versehentlich auf den Strassen Pakistans herumflatternde Koran-Seiten als Brennmaterial eingesammelt haben sollen…
Dem würde selbst dazu irgendwas Größenwahnsinniges, ja Turmhohes einfallen.
Der Punkt ist doch eigentlich dieser: Kein Christ, egal welcher Konfession er angehören mag, würde Terror verüben, weil er sich wegen eines solchen Bildes beleidigt fühlt.
Da die islamische Reformation noch nicht begonnen hat und bestimmt noch lange auf sich warten lässt, wäre es wichtig und richtig, wenn deutsche Politiker und Richter uns nicht, vor lauter Angst vor islamischen Terroranschlägen, unserer eigenen Rede- Meinungs- und Pressefreiheiten berauben würden…
Ansonsten können wir uns künftig darauf einstellen Nachrichtenartikel wie den nachfolgenden zu lesen: http://edition.cnn.com/2012/08/20/world/asia/pakistan-girl-blasphemy/index.html?fb_action_ids=10151163346926011&fb_action_types=og.recommends&fb_source=aggregation&fb_aggregation_id=288381481237582
Außer die hier:
>>können sich nicht jene Christen, die sich nun beleidigt sehen, motiviert fühlen, zu fundamentalistischen Christen zu werden, damit ihre Gefühle ernst genommen werden<<
Falsch gedacht. Die Frage müsste lauten, ob die "fundamentalistischen Christen" sich nicht motiviert fühlen müssen gewalttätig zu werden.
Super Artikel. Aber ein bißchen klugscheißen muss ich aber: Jäger hat in Kassel gar nichts zu melden, weil das in Hessen liegt und er Minister in NRW ist. Verbot betrifft Landesrecht, so dass der an sich gute Vergleich (juristisch) ein bißchen hingt.
Bei Christen ist das Fundament des Glaubens die Gewaltlosigkeit selbst, wenn man angegriffen wird (halte die andere Wange hin etc.).
Fundamentalistische Christen würden also vom Karikaturist ein weiteres Bild anfordern.
Fundamentale Buddhisten bspw. sind auch nicht gewalttättig, Hedonisten auch nicht, Kapitalisten auch nicht, Hinduisten auch nicht, Aborigines auch nicht, Juden auch nicht, Sikhs auch nicht….
Hmmm, der Islam muss ein komischen Fundament haben, wenn die Fundamentalgläubigen dieser Religion auch die gewalttätigsten sind.
[Ok, ok, inspiriert von Sam Harris]
Naja. Das wird heute gerne so gepredigt, ist aber nur die halbe Wahrheit. Es heißt auch: wer zum Schwert greift soll durch das Schwert umkommen. Selbstverteidigung gegen Angriffe mit tödlichen Waffen sind also schon erlaubt. Auch das Bild mit den beiden Wangen hat nichts von demütigem Erdulden- wenn ein Römer einen nicht Ebenbürdigen schlug, tat er das mit dem Handrücken. Ihm die andere Wange hinzuhalten hieß, ihn aufzufordern, nochmal zuzuschlagen- und zwar einen Ebenbürtigen. Da ist also eine Aufforderung zu passivem Widerstand, dazu, sich seine Würde nicht rauben zu lassen, enthalten. Christen dürfen sich wehren, aber sie müssen ihre Mittel sorgfältig wählen. Und mit Gewalt gegen Unschuldige auf einen nicht tätlichen Angriff zu reagieren, ist keine sorgfältige Wahl. Dass hier sogar ein untauglicher Versuch eines Angriffs vorliegt, ist im ersten Kommentar ja bereits angeführt. Solche Leute karrikieren nichts, sie bebildern ihre eigene bornierte Ignoranz. Da ist dann wieder mitleidige Nächstenliebe geboten.
… nu ja, ‘Kapitalisten’ sind meist recht gewalttätig, wenn man sie machen lässt (Manchester und Chicago vor 150 Jahren, China heute, Bosse in der Diamantenindustrie heute, und insgleichen Michelle Obama, die dafür gleich alle Unternehmen hasst).
Auch bei Hindus sind Gewalttätigkeiten schon vorgekommen, sie schlagen manchmal auf Moscheen drauf, selbst wenn die ihnen nichts getan haben.
Hedonisten unterstützen manchmal Drogenhandel, auch das mündet in Gewalt.
…
hm
also ich finde es ja schon interessant wieviel informationsbedarf besteht wenn es um
“… fundamentalistischen Christen…” geht.
evtl würde es helfen mal die bibel aufzuschlagen und zu lesen aber auf eigenes risiko, könnte ja sein das der inhalt überzeugender ist als angenommen…
vor allem wenn man liest, was man nicht versteht und keinen fragt, der es einem erklärt. aber wem sag ich das. einem der alles versteht und alles weiß….
Prima, und nun malen wir alle noch ein Bildchen von dem Gott, der zwingend darauf besteht, dass man kleinen Jungs am Genital rumschnippelt und dann haben wir alle was zu lachen.
Wie wär’s mit Abraham, der an der Himmelspforte steht, einem Neuankömmling indigniert in den abgespreizten Hosenbund starrt und sagt: “Oy vey, mit dem Lappen kommst Du hier aber nicht rein.”
Bei der Art und Weise, wie sich die meisten “Gläubigen” ganz egal, welcher Weltreligion aufführen, jener beleidigt-belehrende habitus permanent verletzter Gefühle, stets im Gewand des armen Opfers (die einen seit 64 n. Chr. (Nero), die andern seit 135 n. Chr. (Bar Kochba) und die 3. seit 1948 n.Chr. (Nakba) gekleidet, wenn es gilt, Besitzstände zu verteidigen oder Dritten im Namen einer Rücksichtnahme, zu der sie sich selbst nie berufen sahen, Vorschriften zu machen, gewinnt Religiosität ohnehin nicht an Attraktivität, sondern trägt mehr zur eigenen Lächerlichkeit bei als es jede Karikatur je könnte.
Man müsste mal… angenommen, die derartig offensiv zur schau getragene Überzeugung, es gäbe ein höheres Wesen, wäre meinem rationalen, naturwisssenschaftlich-logisch-nüchternen Gedankengut anhängendem Geist derart unangenehm, dass ich es als Affront empüfände, als schmerzhaft, dass Menschen, denkende, intelligente Wesen nach wie vor an solchen Unfug klammern, um ihre Angst vor dem biologischen Ende mit der Hoffnung auf ein danach und einer Fülle von daraus abgeleiteten Verhaltensregeln nicht nur für sich selbst daherkommen und selbige eifrisgt auch unbeteiligten Dritte aufoktroyieren. Dann kann ich den “heiligen Zorn” der beleidigten Gläubigen allmählich nachvollziehen…
Machen wir also gleich noch mehr Karikaturen, die auch die wesentlichen Ideologien und andere Glaubenssysteme mit einbeziehen (Marxismus, den freien Markt, den Europäischen Gedanken, den Klimawandel, dessen Leugnung, Juche, den Euro, die DM usw.) und trampeln uns alle schön safting auf den Nerven herum. Bis einer heult.
“…meinem rationalen, naturwisssenschaftlich-logisch-nüchternen Gedankengut anhängendem Geist”
Oh, Sie haben einen? Glückwunsch. Sie haben den gepachtet, sind gefeit gegen jeden irrationalen Unfug. Auch ‘ne Platzhalter-Religion, das. Platzhirschig.
P.S.
Ihr sog. Witz mit Abraham und dem Lappen ist wohl der unwitzigste, den man je vernahm. Da sitzt nichts, nicht der Ausgangspunkt, nicht der Dialog, und eine Pointe findet nicht statt. Halten Sie sich an die echten jüdischen Witze, die sind weitaus galliger als Ihr Horizont, Großsprecher.
“…jener beleidigt-belehrende habitus permanent verletzter Gefühle, stets im Gewand des armen Opfers…die andern seit 135 n. Chr. (Bar Kochba)”
Was soll das? Da wurde eine Million Juden ausgemordet, nur weil sie Juden waren und es gewagt hatten, gegen die Weltmacht Rom zu kämpfen.
Jerusalem war daraufhin eine judenreine Stadt.
Ach, finden Sie vielleicht auch, dass die Deutschen wegen des Holocaust zu viel zahlen? Oder dass die Juden sich mal nicht so haben sollen?
… Sie vertreten den Anspruch von Rationalität, gar von Gedankengut, und schießen sich hier mit soner Kanone ins Bein, dass kein halbes Neuron mehr übrigbleibt.
Die Belehrung war kostenfrei.
Glückwunsch, Sie haben zwar alles gelesen, aber nur wenig begriffen. Konjunktive, Sarkasmus – sowas geht an Ihnen komplett vorbei. Lesen Sie nochmal, schön langsam, es sind ja auch sehr lange Sätze und Gedankensprünge und so Zeug…
Immerhin haben Sie erkannt, dass es sich bei einem etwaigen radikalen, besitzstandsversessenen Rationalo-Atheismus auch um so eine Pseudo-Religion handeln würde – wenn er denn Vertreter hätte, die sich so gebärdeten wie die anderen “Gläubigen”. Man könnte die Spaghettimonster-Anhänger aufrütteln und radikalisieren, vielleicht machen die eines Tages einen Anschlag mit Bolognesesauce (Schweinefleisch drin).
Sie nehmen übrigens genau die humorfrei-beleidigte Haltung ein, die ich beschrieb. Danke.
Der mit der kostenlosen Belehrung ist auch köstlich – ist das hier ein “Ich bin aber noch arroganter als Du!” – Wettbewerb?
Von den persönlichen Anwürfen einmal abgesehen – ich finde es amüsant:
Die Christen ballen die Faust in der Tasche, sie würden auch gerne so beleidigt und wütend reagieren wie die Moslems, aber man hat es ihnen abgewöhnt, sie sind zivilisiert jetzt und müssen sich Idomeneo oder die documenta angucken ohne auszurasten. Die Juden verweisen zu Recht auf den unversöhnlichen Hass der Moslems und anderer finsterer Gruppierungen, sind daher auch schon mal beleidigt, um den Anfängen zu wehren und sticheln hier und da mal freundschaftlich gegen die Christen – die ihrerseits ja auch immer noch Juden missionieren wollen. Die Moslems sind sowieso immer und von allen beleidigt, aber man hört ja neuerdings, das sei die Kultur, nicht die Religion. Inschallah…
Die Ungläubigen zeichen Karikaturen über alle drei und sitzen damit zwischen allen Stühlen – wer an irgendwie gar nichts glaubt, der hat auch nicht das Recht beleidigt zu sein.
Religiöse halten das Recht auf Beleidigtsein ja offenbar für ein Grundrecht – ist aber keins.
Und genau deswegen gehört dem Jäger auch ein Schuss vor den Bug…
Wo kommen wir hin, wenn man nur noch über ausgewählte und nicht mehr über alle Religionen (und den Atheismus) gleichermaßen herziehen darf?
“Religiöse halten das Recht auf Beleidigtsein ja offenbar für ein Grundrecht – ist aber keins.”
So wie manche ihre Blödschwätzerei für ein Grundrecht halten! QED.
Chapeau, hast es gelesen. Ich hatte schon beim “bei einem etwaigen radikalen, besitzstandsversessenen Rationalo-Atheismus” aufgehört, denn den find ich nich’ in meinem Lexikon (hat drei Bände)
“Was soll das? Da wurde eine Million Juden ausgemordet, nur weil sie Juden waren und es gewagt hatten, gegen die Weltmacht Rom zu kämpfen.
Jerusalem war daraufhin eine judenreine Stadt.”
achje, behauptungen gegen behauptungen führen zu nix.
die forscher heute sagen: die damaligen literaten schreiben von 580.000 toten und übertreiben damit wohl etwas.
“nur weil sie Juden waren” stimmt auch nicht. Ute Schall, Die Juden im Römischen Reich!
und echtjetz, was soll das hier? “es gewagt hatten, gegen die Weltmacht Rom zu kämpfen”
in der antiken kriegsführung ist das normal, das machten damals alle so, auch die Stämme Israels.
und die waren auch nicht zimperlich, nicht gegen ihre Feinde und nicht gegen sich selbst.
wie ist jerusalem gleich noch zu Davids-Stadt geworden? durch freundliches bitten?
“Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hethiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du, und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. (5. Buch Moses 7)”
das hier sind doch nichts anderes als mörder und terroristen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sikarier
spannungen in einer region in der das hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderverbot#Das_mosaische_Bilderverbot teilweise auch mit Gewalt durchgesetzt wurde sind nicht so überraschend und nicht nur einer seite in die schuhe zu schieben.
Was ist mit den Galliern? die haben vermutlich mehr Leben verloren, und das im ersten Anlauf. und wurden auch nicht anders behandelt bei aufständen.
oder die daker. mehrere kriege und friedensverträge und am ende haben sie bei trajan einmal zu oft “es gewagt”. von denen gabs danach gar keine mehr.
“Da wurde eine Million Juden ausgemordet, nur weil sie Juden waren und es gewagt hatten, gegen die Weltmacht Rom zu kämpfen.” so und so simpel isses nich und auch wenn Jerusalem “judenrein” war, die provinz war es nicht.
Ab Nakba hab ich zu lesen aufgehört.
Tut mir Leid.
Öh, ne, vergessen. du solltest schreiben: “die anderen seit 66 n.Chr.”. da war der erste Anlauf.
Nur ein Unterschied: die christen starben ohne gegenwehr, weil man ihnen etwas vorwarf, dass sie wohl nicht begangen haben. der jüdische Krieg und der Bar Kochba Aufstand sind da irgendwie …. anders.
Ah so, die Juden haben es verdient…
- Ich hätt’ beim “Öh” aufhören sollen zu lesen, denn der Auftakt ist so unerfreulich wie der Nachklapp
blödsinn. anders ungleich verdient, aber wenn du das nicht verstehst kann ich dir ohnehin nicht helfen.
weiter oben hab ich meine meinung erklärt. aber auch da müsste man denken…
Habe bei “blö” aufgehört zu lesen, also genau auf dem Ö, es hat sich gelohnt.
nur damits mal geschrieben wird:
wenn “besatzung” die durch die “besetzten” so definiert wird zur gewalt gegen die “besatzer” berechtigt und deren gegengewalt dann das unrecht ist, dann wäre die hamas ja auf der sicheren seite.
nur als ein weiterer sinnloser denkanstoß.
ich seh das anders.
Bitte was nun, das oder das Andere?
liest du ja eh nicht. also: Ö
Ich las nur, dass Sie die Hamas irgendwie wegen der Makkabäer reinwaschen wollten, resp. die Makkabäer wegen der Hamas ins Unrecht setzen oder so, bevor ich’s wegen Obsoletismus aufgab.
Immer so unklare Ressentiments bei Ihnen, und definitiv zuviele Ös.
Hat’s denn keiner verstanden, das die Karikatur eigentlich ganz hinterfotzig Ausländer-, also Muslimfeindlich ist? Weil das sagen die Jungs doch immer, auf dem Schulhof und auf der Straße, was man ja nich sagen darf, aber ja doch stimmt, also das ist in Wirklichkeit doch AUTOBAHN!
Und die Christen tun wieder so, als wären sie die Opfer!
Ich bin aber Ausländer und finde die Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard ganz bestimmt nicht ausländerfeindlich, sondern den reellen Tatsachen entsprechend. Immerhin sind und bleiben es die stets bombig gelaunten Moslems die für sämtliche Terroranschläge auf den Westen verantwortlich sind und unsere westlichen Freiheiten und Gesetze missachten. Wenn die terrorvernarrten Moslems uns doch nur mit T-Shirts wie diesem ( http://otherpeoplestshirts.com/item/the-pope-smokes-dope-white-t-shirt/mallofchrist/38402977.html ) trotzen würden, wäre ja alles in Ordnung. Doch leider trachten uns die fanatischen Moslems im alltäglichen Alltag nach dem Leben und somit entspricht Kurt Westergaard’s Mohammed-Karikatur der Wahrheit sowie auch der Realität. Da weiß man, was man hat. Guten Abend.
Ein Christ, der nicht verspottet wird, sollte sich, wenn er sein Christsein denn ernst nimmt, fragen, ob er überhaupt noch auf dem Wege Jesu ist.
Im Tod am Kreuz noch der Lächerlichkeit preisgegeben, so starb Jesus
nach Aussage der Evangelisten. Besungen im Choral:
“O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn,
o Haupt zum Spott gebunden mit einer Dornenkron…”
“INRI” – Jeus von Nazareth, König der Juden.
Das Bild des Gekreuzigten ist die Karikatur des Christengottes schlechthin.
Eine gute Karikatur ist eine Überzeichnung der Realität. Ich verstehe die Mohammed-Karikatur. Fundamentalistische Muslime benutzen den Tod als Argument. Der Sinn der Jesus-Karikatur ist mir fremd. Ich erkenne keinen politischen Bezug. Es geht um die familiären Beziehungen des christlichen Gottes, die niemand versteht, geschweige erklären kann.
Somit eine schlechte Karikatur ohne politischen oder künstlerischen Sinn, über die nur Bedürftige lachen. Christen werden ohne Not beleidigt, da sich durch die Karikatur nichts zum Positiven ändern kann.
Bei der Mohammed-Karikatur besteht zumindest die Hoffnung auf Besserung.
Danke, da triffst Du den Nagel mittendrauf… kennst den Unterschied zwischen Realität und Billigkeit.
LOT
ach, das ist aber mal ne gute Nachricht und da gratulier ich denn auch von Herzen und wünsche eine lange und geglückte Zweisamkeit
http://www.urbandictionary.com/define.php?term=lot
Wenn zwei sich mal nicht streiten, prophetet das Dritte.
Ach, diese Jesuskarikatur ist witzlos.
DAS hingegen hat bei mir einen Lachkrampf nach dem anderen verursacht:
http://www.welt.de/kultur/kunst-und-architektur/article108755519/Hobby-Restauratorin-ruiniert-Jesus-Fresko.html
Nein. Zum Weinen. Das Original war gut.
Keine Blasphemie, sondern Idiotie.
Die Geschichte ist soooo unfreiwillig komisch, dass man als halbwegs gesunder Mensch gar nicht ernst bleiben kann. Das ist das erste Mal gewesen, dass mich Kunst zum Lachen gebracht hat. Außerdem, Jesusbilder wie das zerstörte Fresko gibt es zuhauf. Aber ein Monchichi-Jesus ist etwas Einmaliges. Das naive Bild hat doch schon jetzt Kultstatus. Ich danke herzlich der 80jährigen “Künstlerin”. Sie hat mir die letzten Tage versüßt. Wenn es mir schlecht geht, schaue ich mir einfach ihr Bild an, und schon geht es mir besser.
Oh Zeiten, o Wunder, etwas Religiöses hat Dich mal nicht enragiert, Schnag!, na das ist doch was
@Aristobulus
Ich habe doch kein persönliches Problem mit Religionen oder religiösen Menschen. Ich liebe sogar J.S.Bach und es stört mich keine Sekunde? dass sein Werk ohne seinen christlichen Glauben nicht denkbar wäre. Warum sollte es? Religion hat ihren Platz in der Welt. Aber sie sollte an diesem Platz auch bleiben, statt sich in Dinge einzumischen, wo sie fehl am Platz ist, z,B. in Fragen zur Evolutionstheorie oder Kosmologie.
Siehst du schnagdedingsbums, so unterschiedlich sind wir.
Bei mir hat es einen Weinkrampf nach dem anderen verursacht.
Zunächst habe ich um die alte Frau geweint, die doch nur Gutes tun wollte und so schmählich gescheitert ist.
Auch über das zerstörte Bild habe ich geweint und die Gemeinde, den Pfarrer, die jetzt mit der Verunstaltung leben müssen.
Sechs Zeilen Ernst?
Soll man doch das neue Bild mit einer Abbildung des Fotos des alten übermalen, dann hat man’s wieder. Die Ausführung ist leicht, das schafft mit ‘nem Diaprojektor, Farben und einem Pinsel für fast jeder malfähige Laie.
Hmm, aber warum ist das Bild wichtig? Betet Ihr an Euren Gott wirklich über Bilder an der Wand?
Ach, übermalen wir doch z.B. auch das bedeutungslose Zeugs in der Sixtinischen Kapelle und projizieren es danach einfach an Decke und Wände, ob Projektion oder Pinselei, was macht das schon. Preiswerter ist es auf die Dauer zudem…
http://www.stern.de/digital/online/ueberpinseltes-jesus-fresko-so-lacht-das-netz-ueber-den-jesus-von-borja-1883804-cc2ef66eda0271f6.html
…war aber nichts Sixtinisches, nur 19. Jh und Photorealismus (gab’s da schon, immerhin)
dämlicher, intoleranter und arroganter kommentar.
warum tauschen wir nicht die alten rollen in den synagogen gegen ebooks, ist handlicher und pflegeleichter. und jeder kanns anfassen…
Und klar bringen Sie gleich ‘nen Angriff gegen irgendwas Jüdisches, so bald Ihnen was Anderes nicht passt.
À propos, Restaurierung geht so, wie ich schrieb. Falls alte Fotos vorliegen, projiziert man sie möglichst proportionsgetreu dorthin, wo was wiederhergestellt werden soll.
“Betet Ihr an Euren Gott wirklich über Bilder an der Wand?”
Ja, Aristobulus, und das schon seit fast 2000 Jahren. Stell Dir das mal vor. Na gut, jetzt weiß Du es auch.
Es bewirkt auch was Gutes.
Ganze Völkerstämme von Künstlern haben dadurch Ihren Unterhalt verdient, ihre Familien ernähren können. Bis heute.
Von den Kunsthistorikern will ich nicht mal reden.
Auch Lila lebt teilweise davon.
Auch die Tourismusbranche wird dadurch befeuert, weil selbst Agnostiker und Atheisten die Kunstwerke gerne “bestaunen”.
Hast Du irgendwelche Einwände gegen diesen Wirtschaftsfaktor?
Das sollte es Dir doch wert sein. Zumindest musst Du darüber nicht abfällig denken.
In vielen Religionen wird über diese “Hilfsmittel” gebetet. Wir Christen sind so.
Ja, ich weiß, die Juden und die Moslems sind da anders. Von wegen “macht Euch kein Bildnis”.
Dafür verstoß Ihr wieder gegen andere Gebote.
Wir aber auch.
Aristobulus, jetzt mache ich es auch noch mal etwas bissig.
Oder ist das schon jüdischer Humor?
Na egal.
“Betet Ihr an Euren Gott wirklich über Bilder an der Wand?”
Mussen wir, weil wir keine Klagemauer haben.
Haha, Paul. Das war jetzt wirklich witzig. Sei man heilfroh, dass Dein Petersdom und Dein Berliner Dom und Deine Frauenkirchen usf. usf. noch stehen. Erst wenn die kaputt sind, lach ich vielleicht über diese einzig übrige, ewig kaputte jüdische Kleinmauer in Jerusalem.
À propos, auch ich lebe z.T. über Erklärungen gemalter Kunst. Gegen die kann nur ein Ignorant was haben… nimm aber zur Kenntnis, dass es etwa für mich ein ganz klares Verbot gibt, seit vielen hundert Jahren, in einer Eurer Kirchen mal zwischendurch zu beten. Weil da diese Bilderverehrung stattfindet, die Ihr von den Griechen habt.
In barocken Synagogen sind freilich auch Gesichter gemalt, sehr schöne mitunter (die allermeisten, aus Holz gebauten und innen bemalten in Polen, gingen unter), aber diese Bilder werden nicht angebetet, nie.
P.S.
”
“Dafür verstoß Ihr wieder gegen andere Gebote
Nu, und welche wären das? Klär mich auf.
“aber diese Bilder werden nicht angebetet, nie.”
Ach und wir beten unsere Bilder an?
Woher willst Du das wissen?
Vor ein paar Stunden hast Du noch geschrieben:
“Betet Ihr an Euren Gott wirklich über Bilder an der Wand?”
Woher jetzt Dein plötzlicher Sinneswandel, dass wir Bilder anbeten?
Und noch was:
Petersdom war richtig.
Aber was haben wir Katholiken mit dem Berliner Dom und der Frauenkirche zu tun?
PS:
”
“Dafür verstoß Ihr wieder gegen andere Gebote
“Nu, und welche wären das? Klär mich auf.”
Unser jüdischer Reiseleiter hat an Pessach in einem arabischen Geschäft in Jerusalem oder war es ein christliches, gesäuertes Brot gekauft und mit Genuss verspeist.
Aber Du weißt besser welche Gebote Du einhältst und welche nicht.
Ich weiß es von mir jedenfalls.
Noch was, Aristobulus:
“nimm aber zur Kenntnis, dass es etwa für mich ein ganz klares Verbot gibt, seit vielen hundert Jahren, in einer Eurer Kirchen mal zwischendurch zu beten.”
Nimm bitte zur Kenntnis, dass es für mich kein Verbot gibt in einer Eurer Synagoge zu beten. Ich habe es auch schon getan und werde es, so sich eine Gelegenheit gibt, auch wieder tun.
Auch an Eurer Klagemauer habe ich gebetet, wie auch unser Papst Johannes Paul II.
Auch einen Gebetszettel habe ich in die Steinritze gesteckt.
Siehst Du: es gibt schon einen Unterschied zwischen Dir und mir.
“Frauenkirche”, es gibt ja auch noch die Münchner, und in Italien wahrscheinlich tausende Madonnenkirchen. Du wusstest schon, was ich meinte.
Ist der eine Reiseleiter ein “Ihr”?
(…er kann einen Grund gehabt haben, Verdauungsprobleme etwa, dann muss man in der Pessachwoche solch eine Mitzwe ‘brechen’, um nicht krank zu werden. Selbst am absoluten Fastentag Jom Kipur muss einer zumindest was trinken, Falls er Kreislaufprobleme kriegt.)
Und sicher kannst Du in einer Synagoge beten. Keiner hat behauptet, quod non. Nur die Bilderverehrung in katholischen Kirchen (und wohl in Hindutempeln) hindert uns daran. Macht nichts, das lässt sich überall sonst tun, Falls man will.
P.S.
Das sich Niederwerfen vor Bildern, muss das sein? Wofür? Ein Bild zwängt ein, sowohl den davor, als auch denjenigen, der da verehrt wird.
“Das sich Niederwerfen vor Bildern, muss das sein? Wofür? Ein Bild zwängt ein, sowohl den davor, als auch denjenigen, der da verehrt wird.”
Nein, Aristobulos, das muss nicht sein. Aber wir tun es nun mal.
Ich finde manche Sitten und Gebräuche in anderen Religionen auch merkwürdig. Trotzdem würde ich nie darüber herziehen, sie beurteilen, sie kritisieren oder gar verunglimpfen.
Jede Religion entscheidet über ihre Interna selber. Damit habe ich nichts zu schaffen. Das verstehe ich unter Toleranz.
Ich fordere sie nicht nur für meine Religion, sondern ich übe sie auch. Intoleranz ist meiner Meinung nach die Grundlage so mancher Übel in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Damit habe ich zu diesem Diskussionsgegenstand alles gesagt was zu sagen ist. Von mir gesagt werden kann. Bei weiteren Ausführungen würde ich mich nur wiederholen.
Ich habe eine Zeit lang ganz gerne die Kommentarspalten auf Tapferimnirgendwo gelesen — aber was hier gerade abgeht ist einfach nur unterirdisch.
Schade.
Schönen Sonntag noch, allen zusammen.
Damit sich die Gemüter beruhigen, schließe ich mal diese Kommentarspalte.