Lieber Michael Schulz,

Sie haben es bei Maischberger gerade nur so nebenbei gesagt und sich vermutlich nicht viel dabei gedacht. Ihre Worte waren: “Damals, 2001, als die Jungs da in die Türme geflogen sind.” Es waren wahrhaft flapsige Worte.

Ich bin mir sicher, in Ihrer Wortwahl war nicht die Spur der Bösartigkeit, aber bitte sehen Sie es mir, dass ich Ihnen in aller Deutlichkeit sage, dass es schon eine Menge Empathielosigkeit und Unbedachtsamkeit braucht, um einen Massenmord, bei dem tausende Menschen ermordet wurden, als einen Moment zu verharmlosen, da Jungs in zwei Türme geflogen sind.

Am 11. September 2001 sind nicht nur zwei Türme eingestürzt, sondern mehrere tausend Menschen ermordet worden.

Ich bin da empfindlich. Verzeihen Sie mir.

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15 Antworten zu Lieber Michael Schulz,

  1. David Serebrjanik schreibt:

    War das Michael Schulz, der Fussballer?

      • Aristobulus schreibt:

        Hm. Michael Schulz, der Fußballer… ich hab mal wieder keinen Schimmer, von allen Dreien nich’.
        Was frug denn Frau Maischberger den Herrn Schulz-? Öhm, woher kann eine wissen, was er zu fragen sei? Und, ähm, wie kamen sie just auf nine-eleven?
        Fragen über Fragen…

        • David Serebrjanik schreibt:

          Nun, da Fussball zum Teil auch eine brutale und agressive Sportart ist und Herr Schulz sich des Wörtchens “Jungs” bedient, kann ich mir vorstellen, dass es in ihm ungefähr in der Richtung denkt: “die Jungs waren eine komprimierte Fussballmanschaft und haben den Gegnern, den Amis ein ganz hübsches Tor geschossen.

          • David Serebrjanik schreibt:

            Scheusslich, flapsig, typisch Fussbaler (ja, ist eine Verallgemeinerung). Irgendwie ,aber, traue ich gerade meiner oben formulierten Vermutung. Verbindung zwischen dem Fussball und heimlicher Bewunderung fer Gewalt und Brutalität. Fussballität, so zu sagen. Oder Fussballt.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja aber was machen die denn da, hab ich noch nie so recht verstanden, füßeln die?, und was wird aus dem Ball?

  2. nic.schooldyk schreibt:

    Upps ! Ich auch ! Ich war in Mableton-Atlanta-Georgia als die hinterfotzigen Massenmoerder tausender Unbeteiligter ……………

  3. Malte S. Sembten schreibt:

    Also ein Fussballer ist das, kein Rhetoriker. Andere, zu deren Beruf es gehört, Sprache zu benutzen, sind da noch um einiges weiter gegangen als der Herr Michael Schulz:

    Ein Berliner Feuilletonist [Wiglaf Droste] … verschwendet keinen Gedanken an die vielen Toten und stellt ganz entspannt fest, “der Einsturz zweier hässlicher und sehr verzichtbarer Türme” habe nur eine “nationalfolkloristische Bedeutung”. Für ihn “wird der 11. September 2001 bleiben als die Geburtsstunde der bemannten fliegenden Architekturkritik”. Und: “Das Ingenieurbüro bin Laden & Erben könnte weiterhin viel zur Verschönerung der Welt beitragen.”

    –> http://www.welt.de/politik/specials/911/article13597726/Ein-Abgrund-aus-Infamie-und-Schadenfreude.html

  4. M. schreibt:

    nu, herr buurmann, hat er ihre religiösen gefühle verletzt? ;)

  5. heplev schreibt:

    Herr Schulz ist ja fast harmlos. Ich war vor etwa 4 Jahren in einer “Kunsteinrichtung” (“Garten der Sinne”, Leichlingen), dessen Macher von “den Unfällen in New York” sprach.
    Leider war ich derart sprachlos von dieser miesen Nummer, dass ich ihm keine passende Antwort geben konnte. (Faust ins Gesicht wäre zwar passend gewesen, aber auch justiziabel und nicht mein Ding.)

    • kleines Südlicht schreibt:

      Zitat: dessen Macher von “den Unfällen in New York” sprach.

      Sagen das nicht auch so ähnlich psychopathische Vergewaltiger, wenn sie von ihren Taten sprechen, über ihre Opfer; á là: es tue ihnen leid, was “dem Mädchen passiert ist”? (Und unter solchen Zitaten kommen dann etwa drei Absätze in denen im Grunde steht daß diese sprachliche Distanzierung zeigt, daß das von ihnen gequälte Mädchen Ihnen völlig egal ist.)

      Kein Wunder, daß Ihnen die Sprache wegbleibt, wenn Sie das so hören! Nun haben die leichlinger Kunstmacher die Flugzeuge zwar nicht persönlich in die Gebäude geflogen; aber grade dann wäre ein Bißchen mehr artgerechte Worthaltung doch zu erwarten, meine ich.

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