Humor ist, …

Durch den Hinweis eines Kollegen bin ich heute auf eine offizielle Seite der ARD gestoßen, auf der folgender Dreck als Witz verkauft wird:

“Stell Dir vor, wir haben Krieg mit dem Iran. Iranische Bodentruppen sind schon bis ins Westjordanland vorgedrungen und wir kämpfen mit unserer Armee gegen sie – erfolgreich, natürlich! Und so kommt es, daß ein israelischer Soldat zwei Gefangene macht: einen iranischen Soldaten und einen palästinensischen Kämpfer, der natürlich an der Seite der Iraner gegen uns gekämpft hat. Nun, der Soldat bekommt den Befehl, beide zu töten. Welchen tötet er zuerst: Den Iraner oder den Palästinenser? Antwort: Den Iraner. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!”

Dieser Dreck steht so auf dem Blog des ARD Studios Tel Aviv. Ein Mann mit dem Namen Richard C. Schneider ist für den Dreck verantwortlich und schreibt einleitend:

“Klar, diese Form des Witzes findet man nur auf der israelischen Seite. Werbung, Videos, Artikel, die sich lustig machen – über die Lage, über sich selbst, über die Araber… Kleine Momente, die es ermöglichen, kurz innezuhalten und sich klarzumachen, daß dieser toternste, blutige, entsetzliche Konflikt aus der Distanz gesehen völlig absurd ist. So auch ein Witz, den ich erst vor wenigen Tagen von einem israelischen Freund erzählt bekommen habe.”

Tolle Freunde hat dieser Herr. Er schreibt weiter:

“Witze machen mit dem Irrsinn. Makaber? Möglicherweise. Aber immer schon ein (nicht nur jüdischer) Weg gewesen, mit der Brutalität des Lebens umzugehen.”

Vielleicht sollte mal jemand Herrn Schneider erklären, was der Unterschied ist zwischen einem jüdischen Witz und einem Judenwitz. Der jüdischen Witz thematisiert Juden, ihr Leben, ihr Schicksal und insbesondere tatsächliche oder behauptete positive oder negative jüdische Eigenschaften. Der Judenwitz im Gegensatz zielt darauf ab, Juden zu diffamieren und verächtlich zu machen. Also mal ganz abgesehen davon, dass dieser Witz auf widerliche Art und Weise gegen Palästinenser geht, er diffamiert zudem auch Juden, weil er unterstellt, Juden hätten eine Freude daran, Palästinenser zu töten.

Ich wundere mich, dass Richard C. Schneider bei der ARD so selbstverständlich einen Judenwitz als jüdischen Witz verkaufen kann. Vermutlich glauben die Damen und Herren der ARD, es genüge schon, dass der Dreck von einem Juden kommt, um daraus einen jüdischen Witz zu machen. Nein, liebe ARD, so einfach geht es mit dem Kosherstempel nicht. Dieser Dreck ist ein Judenwitz und die ARD merkt es nicht. Wieder einmal hat die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland kläglich versagt.

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33 Antworten zu Humor ist, …

  1. Malte S. Sembten schreibt:

    Vielleicht sollte mal jemand Herrn Schneider erklären, was der Unterschied ist zwischen einem jüdischen Witz und einem Judenwitz. … Dieser Dreck ist ein Judenwitz …

    Klarer Fall. Das hat mit “jüdischem Humor” nun wirklich nichts zu tun.

    • Aristobulus schreibt:

      Das ist ein superschlechter israelischer Straßenwitz, den dieser Schneider da so merkwürdig genießerisch breittritt und den deutschen Lesern als eine wohl am Zionismus liegende Untat verkauft, ja als neueste Entgleisung der Israelis, die so dächten (na und handelten).
      Man hat gar keine Lust, da auch noch Unterstellung!, Suggestion!, Scheiße! zu rufen.
      Mehr hat er nicht? Muss der arm dran sein.

      Und er schreibt wirklich toternst, ich hab’s nachgelesen. Scheint ein todernster Mensch zu sein, der Witze wohl mit irgendwas Beckmesserischem verwechselt, das er sodann erklären muss.
      Und er schreibt ja überhaupt wie frisch aus dem Kurs für creative writing geschlüpft, so dieses ganz smart Abgehackte, das sie da als modern beigepuhlt kriegen. Meine Herren…

  2. Andreas schreibt:

    Würde aber in der Symantik der deutschen Sprache keinen Sinn machen. Ein jüdischer Witz müsste, so wie ich es in der schule gelernt habe, ein Witz von Juden sein, so wie ein deutsches Auto, oder ein deutscher Arzt, aus deutschland oder von deutschen ist.

    Wenn ich mich irre entschulde ich mich.

    • Aristobulus schreibt:

      “Würde aber in der Symantik der deutschen Sprache keinen Sinn machen.”

      Und das heißt? Sprache ist immer Semantik, und Semantik ist Sprache. Systematik meinten Sie. Und Sinn machen ist semantisch und auch systematisch hässlich ausgedrückt, so Gebrauchsanleitungsmäßig. Mäßig.

      Ich bin sonst nicht so, zahle Ihnen nur Ihre Schmähungen & Doofheiten aus dem anderen Strag (“R.e.s.p.e.c.t”) heim.

      Die Heimleuchtung war kostenfrei.

  3. Interessent schreibt:

    Gerd, hier prügelt DU jedoch auf den Falschen ein, denn der Witz ist lediglich von Latma TV übernommen worden.

    Was ist Latma TV?

    Latma (hebräisch=Ohrfeige) ist eine politische Gruppe von Kabarettisten aus Israel.
    Caroline Glick ist Gründungsmitglied der Initiative.
    Latma produziert Satire zum Alltagsgeschehen in Israel und der Welt in hebräischer Sprache und hat einen eigenen Youtube-Channel, wo auch Versionen mit englischen Untertiteln laufen.
    Latma wurde als Gegenposition zu “linken” Strömungen und Gruppierungen in Israel gegründet. Caroline Glick, eine der Hauptfiguren und Trägerin der Initiative sagte in einer Stellungnahme gegenüber der Jerusalem Post, dass die Gruppe gegründet wurde, um gegen die “deutlich zu linkslastige Berichterstattung in Israel vorzugehen”(siehe auch Wikipedia).

    Und wer Ergüsse von Caroline Glick gelesen hat, weiss, dass Avigdor Lieberman neben ihr wie ein verdruckster Pazifist wirkt.
    Insofern kann der “Witz” durchaus wortwörtlich gemeint sein.

  4. American Viewer schreibt:

    Richard Schneider ist doch immer so. Seine ganze “Berichterstattung” für das deutsche GEZ-Fernsehen ist ein Witz.

    • JAHW schreibt:

      Da ist mir das Lachen aber längst vergangen!

    • M. schreibt:

      Richard Schneider ist doch immer so. Seine ganze “Berichterstattung” für das deutsche GEZ-Fernsehen ist ein Witz.

      ja. viele hatten sich hoffnungen gemacht, daß er aus israel berichtet. sie sind leider sehr schnell eines besseren belehrt wurden. ich fand ihn schon immer grottenschlecht.

  5. M. schreibt:

    israelis haben immer sehr derbe witze. der hier ist ziemlich dreckig.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja, der israelische Humor hat manchmal eine andere Nuance als früher die jüdischen Witze. Deftig und deftiger (da war doch mal einer nach dem Dophinarium-Attentat, etwas mit “Fetzchen”, Doppelbedeutung von netten Mädchen und halt Fetzen… kriege ihn nicht mehr zusammen).
      Wenn die dreckige Bombe aus dem Iran droht und dreckige Terroristen seit Jahrzehnten herumlauern, wird der Humor entsprechend
      … ja nicht generell!, der Video-Spot zur Gaza-Flotte war großartig witzig und völlig entspannt.

  6. anti3anti schreibt:

    Das ist kein Jüdischer Witz, auch kein “Judenwitz”, bei dem jüdische (KZ)Opfer verhöhnt werden. Es ist ein mießer israelischer Witz, der aus einem Judenwitz transformiert wurde.

    • Interessent schreibt:

      @anti3anti
      “Das ist kein Jüdischer Witz, auch kein “Judenwitz”, bei dem jüdische (KZ)Opfer verhöhnt werden. Es ist ein mießer israelischer Witz, der aus einem Judenwitz transformiert wurde.”

      Ganz genau!
      Aber hier sind israelische Juden (oder jüdische Israelis?) am Werk.
      Gerd Buurmann hat aber jemand anderem die Schuld zugeschoben.

      • Aristobulus schreibt:

        Dem Richard Schneider, weil er über diesen einen Witz einen Skandal an die große deutsche Glocke gehängt hat. Wehe, irgend Israelis erzählen die falschen Witze… dann kommt Richard Schneider und rückt sie und noch mehr (alle?) in die Täterecke für deutsche Leser, die ohnehin alles besserwissen..

  7. Silke schreibt:

    also falls es stimmt, daß der Witz von Latma ist, würde ich ja raten, erst mal das Original zu inhalieren, bevor ich weiter rummosere.

    So wie ich Latma in Erinnerung habe (als ich sie noch komisch fand), richtet sich ihre Satire außer gegen Israel’s Nachbarn bevorzugt gegen die “Linke” und denen nahestehende Weicheier, mal angenommen, der Witz wurde so erzählt, daß damit das Image karikiert wurde, daß die “Linke” regelmäßig der “Rechten” andichtet, dann würde er, zumindest für mich, als Entlarvung eines versuchten Rufmordes hervorragend funktionieren.

    Doch das exkulpiert Herrn Schneider nicht, es sei denn, er habe irgendwas dazu erklärt.

  8. JAHAW schreibt:

    @Uninteressant
    Der Witz ist älter als Israel, gab es schon in WW1 und WW2 in Deutschland, UDSSR usw, hier Dampf zu machen weil einer den Witz nun ins hebräische
    Ummünzt ist zwar Ihresgleichen typisch aber trotzdem unredlich.

    Zum Thema Glick und Lieber Mann, wenn ihr
    Menschen der Mitte diffamiert und nach rechts rückt , werdet ihr bald mit gestalten eurerart zu tun bekommen und von
    Liberalen wie Lieber Mann noch Traumen.

    • Aristobulus schreibt:

      lol!
      Wobei die Wähler des Lieben Manns zur Hälfte Beduinen sind, yep, Be-du-inen, wie ich grad aus ‘ner guten Quelle hörte. Die sind ja auch nicht übel, leisten gern Militärdienst in der IDF und wissen auch sonst, was Sache ist.

    • M. schreibt:

      “@Uninteressant
      Der Witz ist älter als Israel, gab es schon in WW1 und WW2 in Deutschland, UDSSR usw, hier Dampf zu machen weil einer den Witz nun ins hebräische
      Ummünzt ist zwar Ihresgleichen typisch aber trotzdem unredlich.”

      interessant.

  9. Elisabeth B-G schreibt:

    Richard Ch. Schneide schafft den Spagat nicht, als Jude in Israel für die ARD zu arbeiten

    • Interessent schreibt:

      @Elisabeth

      Ach so, also ist Richard Schneider kein Deutscher, sondern selbsthassender Jude.
      Jaja, gut dass es einen Gerd Buurmann gibt, der sie alle in ihre Schranken weist, die Bösen unter den Juden.

      • Elisabeth B-G schreibt:

        @ Interessent
        Nicht jeder Jude der ungeschickt agiert ist ein “selbsthasender Jude”. Und ja, R.Ch.Shneider ist Deutscher. Und Jude .Ironie war m.E. nicht angebracht. aber vielleicht habe ich keinen Humor

        • M. schreibt:

          elisabeth, laß dich nicht irritieren. interessent interpretiert immer seine ewig gleichen dinge hinein (“selbsthassender Jude”), weil das sein spielchen hier ist. nimm den nicht ernst. wir kennen das schon. :)

          • Aristobulus schreibt:

            Zumal der Schminteressent immer Ironie mit Beckmesserei verwechselt, auch Witz mit Beckmesserei, und selbst Information oder Faktum verwechselt er mit, na womit?, erraten ;)

            - Manchmal hat er ‘nen besseren Tag, da erinnert er sich an sein besseres Alter Ego (und ist nicht so’n alter Egon wie sonst). Ein leider ephemerer, absolut vorübergehender Zustand.

        • JAHAW schreibt:

          Der hat diesen Posten weil
          er als “Alibi Jude” der linksfaschistischen ARD Politik
          einen Schutz gegen Vorwürfe
          des Judenhasses bietet.
          Eine Kariere die einen Juden
          nach Jüdischen Recht “exkommuniziert”.
          Man nennt es
          SINAHT CHINAM und Messirut.
          Der Schneider betreibt seit Jahren seine (oder seiner Herren als Schreibknecht)
          J U D E N V E R F O L G U G
          und die A R D wascht ihre Hände in Unschuldigem BUT!

          • Aristobulus schreibt:

            Jahaw,
            nu, in Blut schon nicht, dafür ist die ARD viel zu etepetete. Die lassen waschen.
            Und über Schneidern hätte Heine was von einem Entréebillet gemurmelt, hätt ihm vor’s Schienbein gekackt, und wär seiner Wege gegangen

          • mike hammer schreibt:

            @Aristobolus
            Der Anstifter zum Mord
            hat auch Blut an seinen Händen, soweit mir bekannt hat Goebbels
            eigenhändig keine Juden ermordet und die Anstiftung zum Mord ist ein großes verbrechen.
            Alle Großen menschheitsverbrechen
            Wurden von ANSTIFTERN begangen.

             

  10. Elisabeth B-G schreibt:

    Danke, M. Mein Fehler, wenn ich meine Mitmenschen ernst nehme. Wird nicht mehr vorkommen. (Das war natürlich gelogen.)

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