R.E.S.P.E.C.T.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass kaum ein anderes Wort in den letzten Jahren so sehr missbraucht wurde wie das Wort “Respekt”. Vor Kurzem erst habe ich über “religiöse Gefühle” nachgedacht und dabei bemerkt, wieviele Menschen versuchen, die Freiheit der Kunst, Presse und Meinung zu beschränken, indem sie ganz schnell die Forderung nach Respekt aus der Kiste zaubern. Es scheint gerade so als sei der Respekt das stärkste Blatt gegen Bürger- und Freiheitsrechte. Wer dann auch noch vom Respekt vor religiösen Gefühlen spricht, der hat geradezu einen Trumpf auf der Hand. Respekt vor religiösen Gefühlen trumpft wahrhaft alles.

Mir kann diese Form von Respekt gestohlen bleiben! Wissen Sie, was ich respektlos finde?

Es ist respektlos Männern oder Frauen das Tragen von Kopftüchern, Burkas, Anzügen, Bärten oder Häschenkostümen zu verbieten oder zu befehlen!

Es ist respektlos Menschen zu verbieten, sich darüber lustig zu machen, wenn Männer oder Frauen Kopftücher, Burkas, Anzüge, Bärte oder Häschenkostüme tragen!

Es ist respektlos Menschen zu verbieten, ihre Moscheen, Kirchen, Synagogen oder Tempel zu bauen!

Es ist respektlos Menschen zu verbieten, sich darüber zu beschweren, dass es schon genug Moscheen, Kirchen, Synagogen oder Tempel gibt!

Es ist respektlos Menschen vorzuschreiben, sich an die religiöse Pflichten der Anderen zu halten.

Es ist respektlos von einem Nicht-Muslimen zu erwarten, Mohammed nicht zu malen.

Es ist respektlos von einem Nicht-Christen zu erwarten, an Karfreitag kein Theater zu spielen.

Es ist einfach respektlos die eigenen religiösen Gefühle vorzuschieben, um von dem Gegenüber zu verlangen, entweder so zu werden wie man selbst oder wenigstens damit aufzuhören, man selbst zu sein!

R.E.S.P.E.C.T find out what it means to me,
but before You force me into your respect
You better think! Think about what you’re trying to do to me!

20120905-023336.jpg

***

Fotonachweis: Tom Wolff

Dieser Beitrag wurde unter Philosophie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Antworten zu R.E.S.P.E.C.T.

  1. Andreas schreibt:

    Bitte studieren SIe doch noch ein Mal die deutschen Kommaregeln. Ich und das ganze Internet wären Ihnen dankbar.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Wenn Sie auf den erweiterten Infinitiv anspielen, der ist nach neuer Rechtschreibung mit und ohne Komma erlaubt! Ich bevorzuge Komma. Sie sollten besser nochmal die Kommaregelung studieren ;-)

        http://de.wikipedia.org/wiki/Kommaregeln#Erweiterter_Infinitiv

      • Yael schreibt:

        “Hamse schon den bösen Aufruf eines Rabbiners zu Gewalt mitbekommen? ”

        Können Sie lesen?

        Dass es ein Rabbiner war, steht nirgendwo, aber Sie haben wahrscheinlich seherische Fähigkeiten! Belegen Sie also, dass es ein Rabbiner war, ansonsten bekommen Sie vielleicht eine Anzeige wegen Verleumdung.

        Jetzt haben Sie wohl Ihre Maske entgültig fallen gelassen?

        “James T. Kirk sagt:
        8. September 2012 um 17:27

        Dieser Aufruf ist eindeutig antigermanisch motiviert!

        Aufrechte Bürger sollten sich versammeln und mutig gegen Antigermanismus protestieren.

        Diese Juden sind echt nervig. Meinen, sich alles herausnehmen zu können, weil ich mal KZ-Aufseher war.

        Dieser Aufruf zeigt auch, wie krank die Juden sind, die Beschneidung befürworten.”

        “Wir müssen uns gegen die gefährliche Anglifizierung unserer Sprache wehren, die darauf abzielt, die deutsche Kultur zu degenerieren und schlußendlich unser Volk zu vernichten.”

        Es sprach der aufrechte Volksgenosse und Lügner. :D Sind Sie krank?

      • Yael schreibt:

        Ich habe keine Probleme mit Humor. Ich habe allerdings Probleme mit Ihrem kranken Humor: Wenn dieser dreckige Humor auf Kosten Millionen Ermordeter und ihrer Nachkommen geht. Dass Sie nicht merken, wie widerlich Ihr Humor ist, dachte ich mir schon. Taktlos und völlig ohne Moral. Von Ihrer Skrupellosigkeit ganz zu schweigen.

        “Solche Äußerungen machen mir Juden zutiefst unsympathisch.”

        Dazu braucht es keine Äußerungen von Juden, das Sie ein Antisemit sind, haben Sie schon selber belegt, dazu war der antisemitische Kommentar auf meiner Seite nicht nötig.

        Noch einmal solche “Witze” und sie haben eine Anzeige wegen Volksverhetzung an ihrem Volksgenossenhintern.

      • M. schreibt:

        “offenbar nicht willens ist, sich an unsere Verfassung zu halten.”

        es gibt kein beschneidungsverbot du depp, also kann man wohl kaum gegen die verfassung verstoßen. wie blöd bist du denn? hast keine ahnung über die rechtslage, aber mal eben blöd herumgeifern.

        hoffentlich setzt herr buurmann diesen judenhasser auf spam. weg mit diesem widerling.

      • M. schreibt:

        Wenn der nette Nachbar einer Jüdin einen antisemitischen Witz erzählt und sie diesen Nazi-Humor nicht goutiert, sind die Juden überempfindlich. Das meint zumindest der nette Nachbar, der natürlich kein Antisemit sein will – genau wie die meisten anderen Antisemiten, die laut einer Studie immerhin ein Fünftel der Bevölkerung ausmachen.

        http://www.publikative.org/2012/01/30/die-statistik-von-den-traurigen-witzen/

    • Aristobulus schreibt:

      Andreas, der allzuviel Respekt vor Kommata hat (nein vor Kommas!, denn Kommata zu schreiben zeugt von allzuviel Respekt vorm Alterthume), scheint sich an irgendwas sonst zu stören, das er nu respektlos auf die Kommata schiebt (nein auf die Kommas, ach, ich gewöhn mich nie dran), der lose Vogel, der.

      Stelle zwei Kommafehler fest, also überhaupt kaum nennenswert… es sei denn, der Andreas hätte einen höchstanzunehmenden Heidenrespekt vor Kommat– vor Komm– vor Kmmm- – gngngn, ich lass es.
      Habe die Kommat– argh die Dingsens!, also die nun, als Strich eingefügt:

      Es scheint gerade so / als sei der Respekt
      entweder so zu werden wie man selbst / oder wenigstens damit aufzuhören

      Hm, besser wäre als sei, weil’s Konditional ist, Möglichkeitsform, aber sei ist nicht falsch, weil mittlerweile üblich.

      Und nu Schultz mit dem respektmangelnden Höchstrespekt vor Formalia aller Art

    • David Serebrjanik schreibt:

      Ach du oberheilige Fischstäbchenscheisse! Welches Internet denn? Das Internet, das größtenteild gerade dabei ist, sämtliche (komma) aber wirklich sämtliche Grammatik-Regeln zu misachten? Ich, ein, Teil, des, Internets, habe, nicht, die, leiseste Ahnung, wovon, Sie, hier, quaseln. Und jetzt husch! Ab in die Weiten des sprachlich ach so sauberen Internets.

    • M. schreibt:

      jetzt gehts hier schon um kommaregeln. na, wer keine anderen problemchen hat…

  2. Andreas schreibt:

    Das komma nach respektlos ist bei Ihnen nicht richtig gesetzt. Besser gesagt, sie haben bei all den Aufzählungen, was sie respektlos finden, ein Komma zu viel gesetzt.

    Respekt ist ein sehr wichtiges Wort im umgang untereinander/miteinander. Allerdings ist all das was sie dort oben schreiben/denken/sagen, auch die Meinung meiner kleiner Tochter. (nicht ein mal mit einer besseren wortwahl)
    Sie erfinden das Rad nicht neu, sind in keinster weise so aufgeklärt wie sie es gerne wären oder behaupten es zu sein.
    Ich mag blogs eigentlich auch gar nicht, ich hasse die selbstdarstellung der Menschen.
    Im grunde unterscheidet sie rein gar nichts von einer pubertierenden kleinen Brandenburgerin, die sich neuen nagellack gekauft hat und umbedingt darüber bloggen muss, außer vielleicht, dass sie einen Penis haben.

  3. Ima schreibt:

    Erstaunlich,
    anstatt über ein auch für mich wichtiges Thema „Respekt“ zu diskutieren wird ruckzuck über Rechtschreibung geschrieben.
    Dies ist vielleicht auch eine Art von Respektlosigkeit.

    Für mich ist neben Respekt auch noch die Höflichkeit wichtig.
    Das bedeutet für mich, erst einmal genau zu lesen was Gerd Buurmann zu dem Thema Respekt geschrieben hat und darüber nachzudenken.
    Durch diese Art mit der Meinung anderer Menschen umzugehen, habe ich oft noch einen Erkenntnisgewinn.

  4. Möbel schreibt:

    Na, werter Buurmann, das liest, sich ja alles sehr flockig. Ist wohl die kölsche “Toleranz”,
    die ja eher eine “… eigentlich ist mir alles scheißegal” Einstellung ist.
    In einem säkularen Staat, in dem also nicht mehr Religionen die maßgeblichen Verhaltensgebote
    und Verbote regeln, rumsen eben beide manchmal aufeinander.
    Da jeder so seine eigenen Grenzen hat, ist festgeschriebenes Recht nicht die schlechteste
    Lösung.
    Meine persönliche Toleranz ist deutlich überschritten, wenn mein türkischer Nachbar im Hof
    `ne Ziege schächtet, auch wenn er dabei Häschenkostüm trägt.
    Gestützt wird meine Intoleranz durch deutsche Tierschutzgesetze und noch ein paar Andere.
    ( die sind nicht auf meine Initiative hin, verabschiedet worden ).
    Eine anderer Reibungspunkt ist ja auch neulich bei der Beschneidungsdebatte deutlich
    geworden.

    Gruß,
    Möbel

  5. Möbel schreibt:

    Werter Herr Buurmann,
    ich biette um Verzeihung, dass ich mit dem Nachfolgenden Ihr vorggegebenes Thema
    aufweiche. Gerade auf die Judith Butler “Diskussion” bezogen, halte ich diesen
    Umstand für interessanter als herumgekaschper über Zeichensetzung. In meinem
    Internetz stehen nämlich:

    2 bemerkenswerte Änderungen im Parteiprogramm der “Demokratischen Partei” der USA,
    verglichen zum Parteiprogramm von 2008, Israel betreffend.

    - Israel wird als wichtigster Verbündeter in Nahost nicht erwähnt
    - das Jerusalem die Hauptstadt Israels ist und bleibt, entfällt ebenso

    Die Kollegen, hier im Forum, die schon durch die Aussagen von Frau Butler Israel Zukunft
    gefärdet sahen, müßte bei diesen Veränderungen das Blut in den Adern gefrieren.
    Wenn man daraus schlösse, das eine neue Obamaregierung erwägt den Israelis
    Unterstützung zu versagen oder gar ganz von der Fahne zu gehen, dann
    sieht´s düster aus für Israel.
    Oder sehr ich das zu schwarz? Vielleicht ja, Obama ist ja nicht für den Adornopreis im Rennen.

    Gruß,
    Möbel

  6. M. schreibt:

    nu, herr buurmann, dann sagen sie doch einfach: ich will keine kritik an meinen artikelchen, wenn sie damit so schlecht klarkommen, daß sie sich gar nicht wieder einkriegen. mir kann so eine art des beleidigtseins gestohlen bleiben. sie sind doch nicht ganz so anders was sie an anderen kritisieren. ich fürchte, sie mißbrauchen das wort respekt hier.

  7. Don Furioso schreibt:

    Ich denke häufig über Fragen des gegenseitigen Respekts und des Multikulturalismus nach. Dabei habe ich mehr Fragen und Zweifel als Antworten. Im Prinzip bin ich Ihrer Meinung, was
    Respekt oder dessen Mangel bedeutet. Ich selbst bin sekulär eingestellt und empfinde die (von mir wahrgenommene) Vorherrschaft des Religiösen als penetrant. Warum ist es Blasphemie, die unter Strafe gestellt werden soll, wenn ich über einen offiziell anerkannten Gott frotzele, warum darf man mich als bekloppt bezeichnen, wenn ich angeregt mit meinen unsichtbaren Freunden diskutiere? Wo liegt der Unterschied? Die beste Lösung scheint der Multikulturalismus, der in manchen Demokratien offiziell als Prinzip verankert ist. Theoretisch gut. In der Praxis scheint dieses Prinzip bestenfalls ein höfliches gegenseitiges Ignorieren, sprich Parallelgesellschaften zu generieren. Das geht solange gut, wie die Kassen gefüllt sind. Aber wehe, es wird eng. Dann werden Spannungen offensichtlich, und niemand hat gelernt, effektiv miteinander zu streiten, streiten, bis es zu einem Konsens kommt.
    Da bewundere ich die amerikanische Kultur, denke dabei an Civil Rights Movement oder die Gay Rights Debatte. Es sieht nicht immer hünsch und geplfegt aus, aber Dinge scheinen sich zumindest zu bewegen.

    • M. schreibt:

      “Ich selbst bin sekulär eingestellt und empfinde die (von mir wahrgenommene) Vorherrschaft des Religiösen als penetrant.”

      welche? Ich find übrigens atheisten penetrant.

      • Don Furioso schreibt:

        “Ich find übrigens atheisten penetrant.” Kann ich nachvollziehen, übrigens. Was nun?

        • M. schreibt:

          nix nun. es ist aber erstaunlich, wie man eine “vorherschaft des religiösen” ist einem land empfinden kann, das a-religiös ist bzw. dessen bewohner an fast keine religion mehr glauben. was empfinden dann andere in polen oder italien etc?

          • Don Furioso schreibt:

            Ein Land, das den Gehaltszehnten auf Kosten aller Steuerzahler eintreibt, also auch mithilfe von areligioesen, ein Land das in Schulen Religion lehrt, ohne echte Alternative wie z.B. Philosphie, zumindest zu meiner Zeit, ein solches Land hat etwas von einem Ayatollah-Staat.

          • M. schreibt:

            sie sollten mal in einem ayatollah-staat leben, damit sie wenigstens erahnen, was die da von sich gegen. religionen kann man doch lehren, es gehört auch zur kultur eines landes, niemand verlangt zu glauben. ts, ts, warum nicht denn gleich mit dem iran gleichsetzen. smh

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s