“Innocence of Muslims”

Der amerikanische Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Mitarbeiter wurden in Bengasi von einem aufgebrachten Mob ermordet. Auch in Kairo stürmten aufgebrachte Islamisten die Mauer der Botschaft und rissen die US-Flagge herunter. An die Wand des Botschaftsgebäudes sprühten sie am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September den Namen Osama bin Laden. Als Grund für die Tat geben die Fundamentalisten angeblich an, durch diesen Film beleidigt worden zu sein:

Ich gebe zu, der Film ist alles andere als gut, ich bin sogar geneigt, ihn richtig schlecht zu nennen, aber das ist noch lange kein Grund, zu solch drastischen Mitteln zu greifen. Wenn ich jedes Mal zur Guillotine greifen würde, wenn ich in der Kunst gegen Bares einen mäßigen bis schlechten Beitrag sehe, man könnte mich bald Robespierre nennen. Wenn ich jeden töten würde, der schon mal schlechte Kunst produziert hat, müsste ich zunächst einmal Selbstmord begehen! Ich habe schon einige misslungene Kunstversuche gesehen. Ich habe sogar selbst einige zu verantworten. Aber das Scheitern, das Stürzen in den schlechten Geschmack und die Grenzüberschreitung gehören nunmal zum kreativen Prozeß dazu. Viele Künstlerinnen und Künstler wurden nur deshalb gut, weil sie kreativ wirken konnten, ohne Angst davor haben zu müssen, dass ihnen oder Anderen ein Fehlgriff zum Verhängnis werden könnte. Daher ärgert es mich, wenn ich Sätze lese wie diese:

“Zu dem Film, der den Anlass für den Mord an Stevens hergegeben hat, fällt mir nichts ein. Die Redefreiheit zu verteidigen, kann nicht heißen, dass man diesen Schwachsinn auch verteidigen muss. Natürlich handelt es sich um eine gezielte Hassattacke (…) Denn in unseren Zeiten hat auch ein solcher unspeakable idiot die Möglichkeit, die Welt in Brand zu stecken.” (Die ZEIT)

“Es ist müßig, hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.” (Süddeutsche Zeitung)

Nicht minder! Man lese und staune. “Innocence of Muslims” ist wahrlich kein guter Film; er kann sogar als grottenschlecht bezeichnet werden, aber dennoch ist jeder Versuch, die Verantwortlichen des Films, die sich den Namen Sam Bacile gegeben haben, an die Ausschreitungen und Morde in Ägypten und Libyen mitverantwortlich machen zu wollen, eine Ungeheuerlichkeit. Der Film geht nicht geschmackloser mit Muslime um, als manche Kabarettisten mit Amerikanern, gewisse Stand Ups mit Frauen oder die Titanic mit Christen. “Innocence of Muslims” hat Muslime nicht mehr beleidigt als die Titanic Christen! Wer jetzt auch nur andeutet, die Filmemacher könnten eine Mitschuld tragen an den Morden in Libyen, der führt die Ideologie der islamistischen Fundamentalisten im Feuilleton fort.

Laut der Financial Times Deutschland soll der zweistündige Film 5 Millionen Dollar gekostet haben. 59 Schauspielerinnen und Schauspieler sollen daran beteiligt gewesen sein. Allerdings wurde der Film nur einmal gezeigt und zwar in einem weitgehend leeren Kino in Los Angeles. Der Film ist also ein Flop auf ganzer Linie.

Damit wäre die Geschichte eines Misserfolg eigentlich zu Ende, wären nicht ägyptische Kulturkämpfer wie der in den USA lebende koptische Christ und bekennende Islamhasser Morris Sadek auf ihn aufmerksam geworden. Sadek verbreitete den Film in den vergangenen Tagen über Facebook und das Internet. Zu Hilfe kam ebenfalls der radikal-islamische, ägyptische Fernsehprediger Chalid Abdallah, der in seiner Show über das Machwerk wetterte und einige Ausschnitte zeigte. Anfang dieser Woche kam es daraufhin zu ersten Demonstrationen in Kairo. Die Eskalation nahm ihren Lauf. Sam Bacile gibt sich unbeieidruckt. In einem Interview heißt es: “Der Islam ist ein Krebsgeschwür. Punkt.”

Es sind genau solche Sätze, die mir Sam Bacile erst einmal so unsympathisch machen, dass es mir schwer fällt, ihr Recht auf freie Kunst und Meinung zu verteidigen, aber ich mache es! Denn eins ist klar:

Ich weiß zwar nicht genau, wo das Krebsgeschwür herkommt, wie es heißt und wovon es sich ernährt, aber eins weiß ich ganz sicher: Es wuchert und hat jüngst erst wieder in Kairo gewütet und in Bengasi gemordet.

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101 Antworten zu “Innocence of Muslims”

  1. American Viewer schreibt:

    Dieser peinlich-schlechte Film aus dem Juli ist ein billiger Vorwand. Es ist interessant, dass Medien und Politik immer das gleiche Aktions-Reaktions-Schema abspulen.
    http://americanviewer.wordpress.com/2012/09/12/ein-film-war-mal-wieder-schuld/

  2. American Viewer schreibt:

    Jörg Lau schreibt auch immer den gleichen Unsinn. Genau das gleiche schrieb er auch zum Thema Westergaard. Welcher Film und welche Karikatur sind eigentlich für 9-11 verantwortlich?

    • besucher schreibt:

      Die deutsche Journaille hat halt einen Chip im Kopf sitzen der sie zwingt immer das Gleiche in einer gewissen Situation zu schreiben. Sind halt Pawlowsche Köter, die Guten.

  3. Malte S. Sembten schreibt:

    Der Film war der Vorwand, nicht der Anlass für das Morden. Ohne den Film wäre es an diesem Jahrestag – dem 11.9. – wohl genauso abgelaufen. Unter einem anderen Vorwand. Oder einfach ohne irgendeinen Vorwand.

    • kleines Südlicht schreibt:

      Sehr schön auf den Punkt.

      Noch etwas ist jemand anderem aufgefallen:
      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ungereimtheiten_und_ein_ermordeter_botschafter/
      Hier steht, daß der Name des Filmautors “Sam Becile” (oder Bacile?) wahrscheinlich ein Pseudonym ist; ein Wortspiel auf das englische “imbecile”.
      So oder so, das Ganze hat a Gschmäckle.

      Wie Sie schon schreiben, ohne vorgeschobenen Vorwand wären die vier Morde wohl auch geschehen.

    • American Viewer schreibt:

      Wirklich sehr schön auf den Punkt in vier Sätzen.

    • Dante schreibt:

      Ein Anlass kann ein Vorwand sein. Der Gegensatz besteht nicht zwischen Anlass und Vorwand, sondern zwischen Ursache und Anlass. Ansonsten stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.
      Ich habe spekuliert, dass es den Film selbst vielleicht überhaupt nicht gibt, sondern nur den Trailer, und der eigentliche antimuslimische Propagandafilm mit ehrenamtlich agierenden Laiendarstellern gedreht werden soll – als Dokumentarfilm. :mrgreen:

      • Aristobulus schreibt:

        Yep. Diese Morderei wegen eines halb nichtexistenten Films (oder immer wieder wegen irgend Mohammed-Karikaturen aus einem beliebigen kleinen dänischen Blatt von vor Jahren) ist ohnehin so hyperbeliebig postmodern.

        Die so gern aufgehetzten radikalislamischen Mordfressen, die als Polit-Romantiker jetzt das heige, stillstehende, perfekte siebte Jahrhundert ausrufen, aber eifrig bei Youtube suchen und von Köpf-Video-Drehs und Mobiltelefonen ausgerechnet aus Israel abhängig sind. Die sind die Postmodernsten schlechthin. An denen kann sich selbst Judith Butler noch ‘ne dicke Scheibe abschneiden

        • zweitesselbst schreibt:

          Bei der Gelegenheit hab ich heut auf SPON das Zitat gefunden :

          Dumari, eine beliebte syrische Satire-Facebook-Seite, hat die Krawalle folgendermaßen kommentiert: “Die Araber sind sehr emotional. Filme bringen sie zum Lachen, zum Weinen, zum Toben, zum Ausflippen und zum Töten. Aber wenn sie sehen, wie in Syrien Moscheen und Kirchen bombardiert, Korane verbrannt und Frauen beleidigt werden, kümmert es sie nicht. Weil es kein Film ist, sondern Realität. Wir wünschten, was gerade in Syrien passiert, wäre ein Film. Wenigstens dann würden die Araber etwas für uns tun.”

          -> http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-assad-gegner-spotten-ueber-wuetende-araber-a-855767.html

          • Aristobulus schreibt:

            Danke… der kleine Ausriss zeigt, dass es im arabischen Raum natürlich immer wieder welche gibt, die klar denken. Was passiert mit denen, so bald sich dann einer durchsetzt: Friedhofsruhe -
            Die eigenen Leute werden abgeschlachtet wie beim Massaker 1982 in Hama (und wie bei den Pogromen an Palästinensern durch schiitische Milizen im Libanon)

  4. drittessselbst schreibt:

    ohje, da sind unter Umständen nicht nur Theoretiker, sondern auch Verschwörungspraktiker am Werk.

  5. heplev schreibt:

    “Wenn ich jeden töten würde, der schon mal schlechte Kunst produziert hat, müsste ich zunächst einmal Selbstmord begehen! Ich habe schon einige misslungene Kunstversuche gesehen. Ich habe sogar selbst einige zu verantworten. Aber das Scheitern, das Stürzen in den schlechten Geschmack und die Grenzüberschreitung gehören nunmal zum kreativen Prozeß dazu. ”
    Nun, mit Qualität eines “Kunstwerks” hat das Ganze doch nun wahrlich gar nichts zu tun. Von daher ist dieser Teil der Argumentation überflüssig. Das hätte qualitativ noch so toll sein können, die hätten genauso “re”-agiert.

  6. Aristobulus schreibt:

    Schon wieder eine aufgehetzte, gerne aufgehetzt Moslem-Masse, die Menschen lyncht, weil jemand Anderer aus deren Land was gemacht hat, das jemand Weiterem nicht passte.

    Lynchen wird aus Mordlust und aus Geilheit an kollektiver Raserei getan! Bestimmt haben sie Allahu Akbar gebrüllt. Sie entwürdigen den Namen ihres G”ttes zu einem Kriegs- und Mord-Dämon.

    Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert wären daraufhin Kreuzer gekommen und hätten diese Stadt beschossen. Da war nicht alles ganz schlecht im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert.

    • Klaus Franke schreibt:

      Der Islam ist kein Krebsgeschwür. Er ist eine Religion wie das Christen und Judentum.

      • Aristobulus schreibt:

        Woran liegt es bloß, dass erzdumme Extremisten wie Sie regelmäßig mit ebenso abstrakten wie erzdummen Gleichsetzungen wedeln, so bald es um den Terror des politischen Islams geht?

        Dass jemand unwidersprochen behauptet habe, der Islam sei ein Krebsgeschwür, entspringt nur wieder dem großen, erzdummen Loch unter Ihrem mangelnden Textverständnis.

        Das öffentliche Lynchen, angefeuert und verursacht durch radikalislamische Hetzer, ist das Krebsgeschwür. Es wuchert und hat jüngst erst wieder in Kairo gewütet und in Bengasi gemordet.

        Verstanden?!

      • Philippe schreibt:

        Deswegen sitzen die Kritiker des Christen- und Judentums auch alle in islamischen Ländern im Exil. Get a life.

      • Krokodil schreibt:

        DER Islam, welcher für DIESE Tat verantwortlich ist, ist mit Sicherheit keine Religion, so wie ich das verstehe. Und schon gar keine, die sich mit dem heutigen Christen – und / oder Judentum vergleichen lässt, erst recht nicht gleichsetzen.
        Terror, egal woher er kommt, als Krebsgeschwür zu bezeichnen geht in Ordnung.

      • Dante schreibt:

        Wo bitte hat denn jemand den Islam als Krebsgeschwür bezeichnet, Herr Franke?
        Niemand! Allerdings ist die Verfassung, in der sich die islamische Welt gegenwärtig befindet, beklagenswert, zumindest gilt dies für weite Teile der islamischen Welt. Die Indizien, an denen man das ablesen kann, sind gar vielfältig, angefangen mit den Hasstiraden gegen die Juden, fortgesetzt mit den Anschlägen der Taliban, die inzwischen auch verstärkt Kinder als Selbstmordattentäter einsetzen – gegen andere Kinder, wohl bemerkt, und eben damit, dass ein Film zum Anlass genommen wird, Menschen brutal zu ermorden, die nicht einmal etwas damit zu tun haben.
        Auch die westliche Welt befindet sich in keiner guten geistig-moralischen Verfassung, wenn sie allen Ernstes den Filmemacher – bei aller Kritik an seinem Machwerk – mit den Mördern gleichsetzt und selbst seinen Kopf fordert.

    • „Erzdumm“ ist offenbar ein Lieblingswort. Derartige Wiederholungsfehler, ermüden allerdings auch den wohlwollensten Leser.

      Klaus Franke bezieht sich auf die Aussage von Sam Bacile: “Der Islam ist ein Krebsgeschwür. Punkt.”

      Das ist offensichtlich eine Behauptung. Die von Sam Bacile. Klaus Franke behauptet nicht, dass diese Aussage unwidersprochen ist. Was entspringt da einem „ großen, erzdummen Loch unter (irgendeinem) mangelnden Textverständnis“?

      Ein wenig mehr Sorgfalt in Bezug auf Logik, Sprache und Metapherneinsatz und etwas weniger Selbstgerechtigkeit stünde Ihnen gut zu Gesicht.

      Verstanden?!

      • OB schreibt:

        “Ein wenig mehr Sorgfalt in Bezug auf Logik, Sprache und Metapherneinsatz und etwas weniger Selbstgerechtigkeit stünde Ihnen gut zu Gesicht.”

        Zuerst einmal: so etwas wie Logik existiert nicht. Es existiert nur eine verwaltende (irrationale) Logistik, die den Zugang zu den Mitteln der Gewaltausübung (Keulen) regelt. Wenn Sie das nicht akzeptieren wollen, sind Sie im 18. Jahrhundert steckengeblieben.
        2.“Ein ausgesprochenes Wort tritt in den Kreis der übrigen notwendigen, wirkenden Naturkräfte mit ein.”
        (Johann Wolfgang Goethe)
        Wenn ich mich dazu herablasse, ein Wort wie “Erzdumm” in den Kreis der übrigen entfleuchen zu lassen, habe ich schon gewonnen, ich bin dann ein bisschen wie Shakespeare, capisce?

      • M. schreibt:

        waum schreibt herr frank das unter einem posting, dessen urheber die worte des regisseurs garnnicht wiedergab? das sollte sich herr frank selber erst einmal fragen. ich kann keinen zusammenhang zum ersten posting erkennen.

      • Aristobulus schreibt:

        Der Herr Franke (übrigens ein Intimus des kölschen Hasspappenaufstellers von der Domplatte) geißelt Islamhass, ja ‘Islamophobie’ (was er nicht richtig hinschreiben kann und es desob sein lässt) immer dann, wenn jemand den islamistischen Terror als das beschreibt, was er ist.
        Zusammenhänge der feineren und präziseren Art entfleuchen ihm. Ist sattsam bekannt…

        Das ist apologetisch, stockblind und erzdumm. Pardon, strohdumm ist wahrscheinlich der treffendere Ausdruck, denn Erz poltert immerhin, jedoch Stroh knistert und hat seinen Saft längst ausgehaucht.

        Baciles Äußerung wurde im Artikel vehement widersprochen. Von mir selber, auf den da geantwortet wurde, ebenfalls. Aber ein Franke kommt und streut aus, hier werde der Islam gehasst.
        Mangendes Textverständnis wohl als Naturkraft, die gern da drückt, wo’s nix zum Drücken gibt.

  7. gogo schreibt:

    Jörg Lau fragt auch: “Karikaturenstreit 2.0?” – nein, es ist leider Lau³.
    Er hat seinen Wertesten gut in dieser Republik eingepflanzt.
    Erinnern tut er sich in diesem (en) Zusammenhang nicht an die “Entartete Kunst” und schreibt ganz kokett was von “…kokett… und Judentum …”.
    War schon alles da, wie beim Richard Wagner’s Veröffentlichung “Das Judentum in der Musik”.
    Heute: Gestern eine Karikatur, Heute ein C-Movie, morgen …. “da seid ihr doch selber daran Schuld” wird es heißen. Und wenn er schreibt “unspeakable idiot hat die Möglichkeit, die Welt in Brand zu stecken”. dann brennt sie schon lichterloh und der “Feuerwehrmann” Lau löscht mit Benzin.
    Na ja und “Arschloch” sollte er wirklich nicht schreiben, dieser Titel ist für ihn reserviert.

    Wahrscheinlich sind Menschen, die solche Werke, schuffen auch für den WK2 und die Menschenvernichtung zuständig (entspr. Lau), hätten sie “nichts” (künstlerisch/politisch) gemacht, so wäre nichts passiert, vielleicht nur ein bischen Sommerfrische in der Ukraine.
    Gut dem Lau habe ich jetzt etwas in den Mund gelegt, aber wozu hat ein so hochbezahlter und “geachteter” ein Hirn?
    http://www.stadtmagazin.com/uploads/photos/medium/a6183b72adbfc4081365097bd2875e14.jpg
    (das letzte jpg. ging nicht, aber es sollte den Mann darstellen, welcher auf jedem Foto/Bild/Film mit einer Pfeife erscheint – das ist doch nicht schwierig).

    • Interessent schreibt:

      Wieso verteidigt ihr eigentlich alle diese Alias-Figur “Sam Bacile” (wahrscheinlich ein
      Wortspiel auf ‘I am imbecile’) ?

      “The Israeli government moved quickly to distance Israel from the creator of the film. Yigal Palmor, the spokesman for the Israeli Foreign Ministry, said in a telephoned statement that “Nobody knows who he is. He is totally unknown in filmmaking circles in Israel. And anything he did — he is not doing it for Israel, or with Israel, or through Israel in any way.” Mr. Palmor also called Mr. Bacile “a complete loose cannon and an UNSPEAKABLE IDIOT.”

      Offensichtlich wird zumindest dort die unglaubliche Intriganz dieses Fake-Juden erkannt.
      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      Ich habe sowohl bei dem verlinkten Zeit-Artikel als auch bei dem Welt-Artikel (Jörg Lau) die Leserkommentare gelesen und -seltsam genug – waren sich diesmal (fast) alle überwiegend einig:
      den Macher des Films trifft keinerlei Schuld und niemals ist der Provokateur Schuld, sondern immer der Provozierte.
      Ich finde:
      natürlich ist der Provozierte schuld, aber eine MITschuld kann man dennoch nicht abstreiten.
      Und, ja! auch Filme, Worte und Reden können zu Hass und Gewalt aufstacheln.
      Aber das scheinen plötzlich und kollektiv alle Deutschen vergessen zu haben.

      • Krokodil schreibt:

        Ursache und Anlass sind aus gutem Grund zwei unterschiedliche Worte mit unterschiedlichen Bedeutungen.
        Ausserdem: Jeden Freitag werde ich in irgend einer, meist vielen Moscheen, als Tier bezeichnet. Davon gibt es sogar Filme. Nach Ihrer Meinung musste ich jetzt erstmal ein paar Menschen umbringen. ok?
        Für schlechte Filme gibts die Möglichkeit der alles verreissenden Rezension. Ohne Kalaschnikow und Raketen.

        “Und, ja! auch Filme, Worte und Reden können zu Hass und Gewalt aufstacheln.
        Aber das scheinen plötzlich und kollektiv alle Deutschen vergessen zu haben.”

        Nein, wir lassen uns nicht einmal zu Hass und Gewalt animieren, wenn wir angegriffen und / oder beleidigt werden. Oder brennt jetzt etwa gerade die Ägyptische Botschaft? Oder die des “befreiten” Libyen?

        • Interessent schreibt:

          @Krokodil
          Interessent: “Und, ja! auch Filme, Worte und Reden können zu Hass und Gewalt aufstacheln.
          Aber das scheinen plötzlich und kollektiv alle Deutschen vergessen zu haben.”

          Krokodie: “Nein, wir lassen uns nicht einmal zu Hass und Gewalt animieren, wenn wir angegriffen und / oder beleidigt werden.”

          Dann ist die Reichskristallnacht und alle folgenden Hassverbrechen wohl aus heiterem Himmel auf die ahnungslose Bevölkerung herabgeregnet, denn Filme (wie Jud Süß), Worte (wie in Der Stürmer) oder Reden (wie die von Göbbels) bewirken ja Deiner Meinung nach bei “uns” nichts.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Das Problem waren nicht die Filme, Reden und Bücher der Nazis, sondern dass sie alle anderen Bücher, Filme und Reden verboten und verbrannt haben!

          • Krokodil schreibt:

            Ich bin ein KrokoDER, keine Krokodie. :razz:

            Mit “uns” meine ich übrigens die Menschen, die aus den von Dir genannten Katastrophen gelernt haben. Somit halte zumindest ich mich gegenüber der Göbbelschen usw Propaganda für weitestgehend resistent.

            Und ich bin ein selbst denkender Mensch. Für damals (33-45) kann ich nicht sprechen, das war alles lange vor meiner Geburt.
            Für die heutige Zeit denke ich behaupten zu können Extremisten zu erkennen.
            Leben und leben lassen ist mein oberstes Prinzip. Gewalt ist das letzte Mittel.

            Würden die hassverzerrten Fratzen der arabischen Frühlingsboten das ähnlich sehen, hätten wir uns ein erfreulicheres Thema zum plauschen aussuchen können.

            Thema ist doch immer wieder, wie schnell diese Leute das Messer zur Hand haben.
            Und das Bewusstsein, das man eventuell beim bedienen dumpfer Klischees (wie in diesem Film) gefühle wie Zorn entwickeln kann, sollte auch bei denen vorhanden sein, wollen wir uns doch auf Augenhöhe begegnen. Also hätten sie auch die Chance, das ganze etwas gelassener zu sehen. Diese Leute haben, um bei dem Beispiel Göbbels zu bleiben, sehr viele und sehr geübte Einpeitscher. Auch daran ist weder der Film noch “der Westen” schuld. So wie “die Deutschen” damals kollektive Schuld auf sich geladen haben, weil sie den Idioten nachgerannt sind, so kann man doch wohl auch im Umkehrschluss die verblendeten Islamisten für ihr Tun verantwortlich machen, und nicht den in China umgefallenen berühmten Sack Reis. So wie die drauf sind braucht es solche Filme nicht, um sie in Rage zu bringen. Dieser Punkt steht zu diesem Thema bei mir ganz oben.
            Das Internet ist voll mit Videos, in denen bärtige Untiere anderen Menschen bei lebendigem Leib den Kopf abtrennen. Das ist tausend mal schlimmer als ein schlechter Spielfilm, schon weil es eben keine Fiktion ist. Was hätten wir also für Argumente die halbe Welt in Schutt und Asche zu legen.
            Was nu :?:

          • A.mOr schreibt:

            tapferimnirgendwo, treffende Pointe so in aller Kürze!

          • Aristobulus schreibt:

            Der Krokodil auch.
            Ein dummer, schlechter Film, der kaum eine Rezension lohnt und der wirklich niemanden hinter dem Ofen hervorlockt, wird in Pakistan, in Ägypten und beim Interessenten zu Hause als von den Juden gesteuerter Groß-Hetzfilm verkauft.
            Man hat ihn dort nicht gesehen (wozu auch?), man nimmt ihn jedoch als willkommenen Anlass, um die hassverzerrten Mordfressen aufzupeitschen, damit sie jubelnd Unbeteiligte umbringen – nein lynchen, bestialisch ermorden.

            Christopher Stevens s”l (sichronot le’bracha, Segen sei seinem Angedenken, auch den anderen Toten).

          • Interessent schreibt:

            @tapferimnirgendwo
            “Das Problem waren nicht die Filme, Reden und Bücher der Nazis, sondern dass sie alle anderen Bücher, Filme und Reden verboten und verbrannt haben!”

            Wenn all diese Propagandamittel kein Problem darstellen -vorausgesetzt, es gibt veröffentliche Gegendarstellungen-
            dann führt das zwangsläufig zu der Frage,
            warum DANN HEUTZUTAGE beispielsweise ‘Mein Kampf’ verboten ist oder das öffentliche Anhören von Göbbels Reden.

          • Interessent schreibt:

            PS:
            Wenn Propaganda in Wort und Bild nicht das Problem ist, sofern es Gegendarstellungen gibt
            DANN
            kommt es mir unverständlich vor, dass sich hier unentwegt über einen gewissen Hasspappen-Aufsteller aufgeregt wird, denn wo ist da das Problem, Gegendarstellungen gibt es schließlich genug. Der mündige Bürger kann sich selbst ein Bild schaffen.

          • Interessent schreibt:

            @Kroko
            “Für die heutige Zeit denke ich behaupten zu können Extremisten zu erkennen.”

            Oh klasse!!
            Auch die, welche sich tarnen? Hast Du schon Angebote vom CIA?

          • Krokodil schreibt:

            Oft auch die, die sich tarnen. Für unfehlbar halte ich mich da allerdings nicht.

            “Hast Du schon Angebote vom CIA?”
            Keine Ahnung! Würde ich evtl gar nicht merken. Meistens haben solche Leute derart komische Gesprächsanfangsversuche, dass ich mich automatisch dumm stelle.

          • gogo schreibt:

            Interessent 7:43
            Die Konsequenz: verbietet Kritik, kritische (auch schlechte) Kunst und C-Movies und wenn wir schon dabei sind, noch viel mehr (die Zeit ist ja so günstig). Das hatten wir schon und haben es heute in anderen Ländern immer noch. Das führt (-te) zur Unfreiheit in welcher man “Mein Krampf” und andere “Wärke” lesen und rezitieren MUß (-te).
            Heute, in einer sehr großen Region gibt es so viele Buchveröffentlichungenim in einem Jahr wie in Albanien/Griechenland und es ist kein Vergleich zwischen Qualität und Quantität. Die Künste bestehen aus Knüpfarbeiten und das sammeln von alten Musikinstrumenten.
            Diese Lebensart/Gesellschaftsart führt zur einer friedlichen, tol(l)eranten Miteinander – oder was!?

          • Interessent schreibt:

            @gogo
            Danke für die Nicht-Antwort auf meine Frage.

          • M. schreibt:

            “DANN HEUTZUTAGE beispielsweise ‘Mein Kampf’ verboten ist ”

            “mein kampf” ist nicht verboten. :D

          • M. schreibt:

            und falls das hier wieder ernsthaft behauptet, gleich ne quelle hinterher.

            “Derzeit liegen die Urheberrechte für »Mein Kampf« beim Freistaat Bayern, der alle Neuauflagen des Buches unterbindet. Wohlgemerkt: auf rein urheberrechtlicher Basis! Denn auch wenn es immer wieder und von den verschiedensten Leuten behauptet wird, ist Hitlers »Mein Kampf« in Deutschland nicht verboten. Man darf das Buch selbstverständlich besitzen, man darf es auch verkaufen (so lange es sich dabei um eine antiquarische Ausgabe und nicht um einen Raubdruck handelt).”

            http://www.damaschke.de/notizen/index.php/zur-rechtslage-von-mein-kampf/

          • gogo schreibt:

            Interessent 1:41
            Sie sind zu freundlich, aber ich bin kein Lehrer der Fragen beantwortet.

          • Aristobulus schreibt:

            Ach Schminteressent,
            geht’s bei Ihnen nicht anders als mit permanenten Verdrehungen und Falschinformationen?!
            “Mein Kampf” ist nicht verboten. Warum sollte er?
            M. hat’s schon zur Genüge klargestellt. Er wird weltweit verkauft, nachgedruckt, editiert, alles was man nur will. In Deutschland wird er nicht gedruckt, weil das Bayrische Finanzministerium qua Verlags-Erbe über den damalige Viermächtestatus das Copyright drauf hat.

            Sie können sich jederzeit aus den USA oder aus ‘nem arabischen Land ein Exemplar bestellen. Feridun Zaimoglu hat in Deutschland öffentlich daraus vorgelesen, Andere auch. Das Ding steht in öffentlichen Bibliotheken rum. Usf.
            Verboten-?

            Sie, Schminteressent, arbeiten ausschließlich mit Unterstellungen und Verdrehereien. Das weiß mittlerweile jeder.
            Sie sind ein Sonderschmock.

            Schabbat Schalom

        • ich schreibt:

          “Für schlechte Filme gibts die Möglichkeit der alles verreissenden Rezension. Ohne Kalaschnikow und Raketen.”

          Oder einfach nicht angucken.

  8. Krokodil schreibt:

    Wisst ihr noch, damals, als die türkischen Botschaften weltweit brannten, alle Angestellten gekreuzigt wurden? Als “Tal der Wölfe” in die Kinos kam?

    • besucher schreibt:

      Ja, da konnte man schon richtig Angst vor diesen gewalttätigen Judaisten bekommen. Welch ein entfesselter Mob.

    • A.mOr schreibt:

      Wie recht ihr habt!
      Gerade zu jener Zeit wurde ich zum „Wolfs im Schafspelz“, zum „Scharfmacher“ und Lenker des „Ehud Barak“ (i didn’t get it, though), und noch so einige Feinheiten, die mir gerade entfallen sind (schade, weil’s unterhaltungswert hat, aber da bin ich wohl unangemessen egoistisch?), yesss, wir waren der Mob!
      Der wildeste von hier bis nebenan, drum zeigen sie auf uns und unsere unerträgliche Gewaltbereitschaft! Heut schon lecker Kinder gefrühstückt? Ich empfehle Petersilie, viele Mineralien, Kalzium, und lecker obendrauf schön anzusehen.
      Und gut durch das Ganze, ist so ähnlich wie dem Amerikanski sin Truthahn zu Dank dem Geben.
      Marzipan, Leute, Marzipan!
      Schalom ihr Schelme!
      Gesiegelt sollt ihr sein!

      PS/
      ist schon ein seltsamer Zufall, das gerade Mal am 11.September 2012 nach lateinischer Zählung zwei amerikanische Botschaften im durch (mehr oder intensiverer) „Obamerikaner“ befreiten Ländern gestürmt werden, ein Botschafter, man kannte ihn einst auch in Israel, und noch so Leuts ermordet werden und das alles im amerikanisch sanktioniertem Personschutzbereich ‘vorgeblich’ (UFO! Ein Licht klein und südlich!) wegen einem Film von einem, der sich offenbar „Jude“ nennt und sich von „jüdischen Geldern“ die Produktion des Films geleistet haben will, und das auch groß, so wahrlich verschwörerisch verborgen, ans Geglocke der weltwestlichen Medien hängend, die’s dankbar, so phantasievoll wie gewohnt, nur entgegennehmen und das lustigunlustige Spielchen ‘Israel ist voll blöd!’ um einen weiteren sinnlosen Feldzug fortsetzen.
      Daß jene nicht in ihrer Giftgalle ersaufen?, sie schweben wohl über den Dingen, anders kann ich mir das nicht recht erklären.

  9. Fiat iustitia schreibt:

    Der Film ist unbedeutend: Selbst europäischen Zeitungen dämmert langsam, dass es sich bei den Angriffen vom Dienstag um eine lange vorbereitete Machtdemonstration der Salafisten handelte, bei welcher dieser Film nur ein billiger Vorwand war.

    Und Salafisten sind im Grunde nichts anderes als Muslime, die den Koran ernst nehmen und befolgen. Und da wir auch in Deutschland, ganz besonders in Nordrhein-Westfalen, immer mehr Salafisten haben und die auch hier immer militanter werden, können wir das durchaus als Vorgeschmack darauf verstehen, was wir hier noch erleben werden.

  10. Interessent schreibt:

    “Die bisherigen Ermittlungen der amerikanischen Kollegen haben meine Skepsis bestätigt, was die Identität des Sam Bacile angeht. Eine israelische Quelle, die unter der Bedingung von Anonymität zur Sache sprach, kommentierte heute morgen mir gegenüber die Figur Bacile mit dem Wort “Bullshit”. Es handele sich nicht um einen Israeli, sondern um ein Netzwerk “rechtsradikaler Christen”.

    Der Versuch dieser Gruppe, über angebliche “jüdische Spender” und die vermeintliche israelische Identität von “Sam Bacile” Israel und die Juden in die Sache hineinzuziehen, zeigt eine Perfidie erschreckenden Ausmaßes. Die Logik: Man will offenbar bewußt Reaktionen von radikalen Muslimen gegen Israel und Juden provozieren, damit die Weltsicht bestätigt wird, dass “der Islam” im Krieg mit Israel und dem Judentum ist. Daher die klare Distanzierung der israelischen Regierung.”

    http://blog.zeit.de/joerglau/2012/09/13/wer-steckt-hinter-sam-bacile_5718

    • Krokodil schreibt:

      Das scheint zu stimmen. Aber, – selbst wenn es die Freimaurer gewesen wären – wäre die Reaktion dann gerechtfertigt? Es geht doch nicht darum WER diesen miesen Film gemacht hat. Der Film selbst kann höchstens eine potentielle Gefahr darstellen. Die reelle Gefahr sind doch die austickenden Horden. Und natürlich deren Ansager.

      • Aristobulus schreibt:

        Jeder ist frei, so miese Filme zu machen, wie immer er will, selbst jemand mit dem Schein-Namen Bacile.

        Es gibt auch andere, durchaus nicht miese Filme. Etwa den Film, den Ayaan Hirsi Ali gemacht hat, und weswegen dann Theo van Gogh bestialisch auf der Straße ermordet worden ist. Am Messer hing bekanntlich ein Schild mit ihrem Namen.

        Deren Welt ist das Ermorden von Filmemachern, Feministinnen, Schwulen, Juden und Kritikern, und das Bejubeln von offiziellen Todesurteilen gegen Salman Rusdie und Shahin Najafi.
        Wann hört das auf?

        • ich schreibt:

          “Wann hört das auf?”

          Ich befürchte, es hört erst dann auf, wenn die Anzahl der “beleidigenden” Werke die Möglichkeiten des Reagierens darauf übersteigt. Deshalb habe ich auch eine gewisse Symptathie für die “Provokateure”. (Ob sie wirklich provozieren wollen, sei dahingestellt.)

          • Aristobulus schreibt:

            … einer (Martin) schrieb hier einst, man möge gewaltbereite Narzissten bis auf’s Blut reizen, indem man ihren Narzissmus so aufstachelt, dass er beständig überkocht, das sei das einzige Mittel, um gegen deren Narzissmus anzugehen.

            Gefährlich – aber da ist entschieden was dran.

          • ich schreibt:

            Wobei es wohl weniger um das Überkochen geht, als ums Überfluten. Ich behaupte mal, dass es ein paar ehemals tabuisierte Dinge gab, um die sich heute einfach keiner mehr schert, weil es ganz einfach sinnlos wäre, eine Art Sysyphosarbeit, dagegen anzugehen. Zudem ist Provokation auch ein Mittel, um Diskussionen in Gang zu setzen. Wie gefährlich das ist, wenn es um den Islam geht, weiß jeder, insbesondere die Muslime selbst. Wenn es nicht um Leben und Tod ginge, was die Angelegenheit nämlich sehr schwierig macht, wäre es aber sicher ein richtiger Ansatz, via Provokation eine innermuslimische Auseinandersetzung anzuzetteln.

          • gogo schreibt:

            Ich 10:06
            Eine “innermuslimische Povokation anzetteln”?
            Das läuft seit Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten, einem Jahrtausend, das hat direkt bei diesem Wüstenbuben angefangen – das Ding will nicht reden, nicht verstehen – es will einfach nicht!
            Ich will mit einem Stein nicht reden und noch Gefühle aufbringen, von Zeit rede ich nicht mal. Die sollen ihr “Ding” intern selber machen und NUR ihresgleichen betreffend.
            Ansonsten höre ich gerne leise Klaviertöne, das entspannt und beruhigt ungemein.

          • Aristobulus schreibt:

            Da empfehle ich Rameau, pièces de clavecin, aber bitte ‘ne Einspielung mit Klavier, nicht Cembalo, es gibt eine einzige mit dem Pianisten Tzimon Barto, die ist sehr schön.
            http://www.amazon.de/Rameau-J-P-Keyboard-Basket-Strawberries/dp/B002KO5N4C/ref=dm_cd_album_lnk

            À propos, über Steine wird im Koran (oder bloß in den Hadith, jedenfalls in der Charta der Hamas für alle les- und bejubelbar) geschrieen, dass sie wie die Bäume in der Endzeit rufen werden, hinter mir versteckt sich ein Jude!, komm, Muslim, und töte ihn!

            Dir und uns allen eine friedliche Nacht.

      • Interessent schreibt:

        @Kroko
        “Das scheint zu stimmen. Aber, – selbst wenn es die Freimaurer gewesen wären – wäre die Reaktion dann gerechtfertigt? Es geht doch nicht darum WER diesen miesen Film gemacht hat. Der Film selbst kann höchstens eine potentielle Gefahr darstellen. Die reelle Gefahr sind doch die austickenden Horden. Und natürlich deren Ansager.”

        Ich habe nichts anderes geschrieben, mein Gutester.

  11. gogo schreibt:

    Es ist schon etwas verwirrend, wenn man bei solchen “Aktionen” al a Bengasi, Kairo und all den anderen Orten immer die Begriffe Salafist, Moslem, Islam etc hört – da weiß man oft nicht mehr, wer eigentlich jetzt irgend ein Haus sprengt oder einen Botschafter tötet.
    Falls es mehrere Gruppen gibt, oder doch nur eine, so ist ihnen allen eins gemeinsam: die Wut.
    Deshalb sollte man sie nicht mehr (so mein bescheidener Vorschlag) Moslem oder Salafist-, etc.pp nennen sondern nach dem Wort das sie alle eint.
    z.B.:
    der Wüter (mask., sing., ein Unbekannter)
    die Wüter (mask., plural, viele Unbekannte)
    die Wüterin (fem., sing., eine Unbekannte)
    die Wüterinnen (fem., plural, viele Unbekannte)
    der Wüterich (mask., sing., bekannt)
    die Wüteriche (mask., plural, bekannt)
    Diese Wortartfamilie bietet aber noch mehr:
    die Wüterei (für “Demonstrationen”)
    die Wütereien (auf mehrere Länder verteilt)
    das Wutgeheul (tötet Amerika)
    wutschäumend (tötet Israel)
    wutverzerrt (Positiv, z.B. wenn es nicht geklappt hat)
    wutverzerrter (Komparativ, z.B. nach idiotischer Planung)
    am wutverzerrtesten (Superlativ, z.B. wird nie klappen)

    Natürlich ist es sehr schwer neue Wortarten “hip” zu machen, aber was solls!

    • ich schreibt:

      Die Anschläge haben nichts mit der friedlichen Religion Islam zu tun. Deshalb muss sich auch kein (friedliebender) Muslim davon distanzieren oder so. Ganz im Gegensatz zu der psychischen Disposition, die der Film hervorrief. Im Beleidigtsein sind alle Muslime sozusagen solidarisch.

    • Aristobulus schreibt:

      Klasse Wutwort-Liste :D

      Distanzierungen hören wir keine. Wenn, dann sind sie seltsam verschwiegen und geduckt. So wie der moslemische Redner in Solingen neulich, als Salafisten plötzlich auf Polizisten einstachen, von seinem Pult nur “Brüder!” gerufen hat. Nicht, “hört gefälligst auf, ihr besudelt Allahs Namen!”. Nichts dergleichen. Er hat nur Wir gerufen.

  12. Eitan Einoch schreibt:

    Ein Jammer, dass es Monty Python nicht mehr gibt. Sie hätten es besser gemacht!

    Aber auch sie waren nicht unfehlbar – man denke nur daran, dass in der ursprünglichen Version von “Das Leben des Brian” jüdische Nazis mit Swastika-Davidsternen auftauchen sollten – ausgerechnet in einer Zeit, als die Resolution 3379 der UN den Zionismus als Rassismus verurteilte. Das war letztlich sogar den Montys zu heikel, daher wurden die Szenen rausgeschnitten – übrig blieb davon nur das fliegende Suizidkommando der “judäischen Volksfront” am Ende des Films.

    • M. schreibt:

      da gibt es wohl einen unterschied. nazis gab es, opfer waren u. a. juden. mit religion hatte das nichts zu tun.

    • Dante schreibt:

      Die Judäische Volksfront. Und dann noch die Populäre Front. Spalter!! :mrgreen:

      • Eitan Einoch schreibt:

        Genau! Als “Das Leben des Brian” in die Kinos kam, gab es auch Kritik, verletzte religiöse Gefühle, Proteste und teilweise auch Zensur, aber es ist – soweit ich weiß! – kein einziger Mensch dabei ums Leben gekommen.
        Es spielt keine Rolle, ob Religionssatire gut oder schlecht gemacht ist – sobald der Islam aufs Korn genommen wird, fließt Blut. So etwas wie Humor und Selbstironie geht der islamischen Welt vollkommen ab – von vereinzelten, zaghaften Versuchen vielleicht abgesehen. Egal ob es um ein paar harmlose Mohammed-Karikaturen, einen Rushdie-Roman oder einen dämlichen Amateurfilm handelt – die inszenierte Massenempörung ist die Bankrotterklärung einer Kultur, die sich selbst überlebt hat und seit mehr als tausend Jahren nichts mehr Nennenswertes zur Menschheitsgeschichte beizutragen hatte.

  13. sonnemohn schreibt:

    Furchtbar was da passiert ist. Leider kann man das Video nicht mehr anschauen. Aber egal was da gesagt wurde ist wohl kaum Grund genug jemanden zu ermorden.
    Der Schriftzug an der Wand (“Osama bin Laden”) wundert mich allerdings. Habe ich doch schon öfters gehört dass bin Laden im Islamismus eigentlich gar keine Rolle mehr spielt. Er wird ab und zu zitiert ist aber eigentlich nicht mehr das an was sich junge Islamisten halten (ähnlich wenn auch nicht zu vergleichen wie Mao in China)

  14. Paul schreibt:

    Wir befinden uns in einem Religionskrieg.
    Nicht erst seit gestern.
    In den “eigenen Ländern” verfolgen Muslime Christen.
    Wo bleibt die Entrüstung der Christen? Was in diesen Ländern passiert ist schlimmer als ein dämlicher Film.

    Al Kaida hat behauptet, sie könne jederzeit an jedem Ort der Welt zuschlagen.

    Ein großer Teil unserer Medien btätigt sich in diesem Religionskrieg als 5. Kolonne des Islam, indem sie Verständnis für die Handlungen des zornigen Islam haben und auffordern alles zu unterlassen, was Muslime reizen könnte. Da frage ich mich schon: wo leben wir eigentlich?

    Bei solchen Ereignissen wie sie jetzt stattfinden, stelle ich immer die Frage: Cui bono?
    Kann es nicht sogar sein, dass ein Agent provocateur diesen Film gemacht hat? Von der Qualität her, passt er jedenfalls gut zu entsprechenden Machwerken der Muslims.

    • Krokodil schreibt:

      Hallo Paul!

      “Ein großer Teil unserer Medien btätigt sich in diesem Religionskrieg als 5. Kolonne des Islam, indem sie Verständnis für die Handlungen des zornigen Islam haben und auffordern alles zu unterlassen, was Muslime reizen könnte. Da frage ich mich schon: wo leben wir eigentlich?”

      Radio B2, heute morgen:

      “…die Proteste in der arabischen Welt, angestachelt durch ein… …gehen weiter…”

      Ich höre jetzt auf, sonst fange ich an zu kewilisieren.

  15. Gast schreibt:

    Am meisten an der Debatte schockierte mich ein Halbsatz in der WAZ.
    Dort hatte sich der Journalist(enpraktikant? Trainee? Vollidiot?) die Freiheit genommen- und scheinbar sind objektive Lektoren dem WAZ-Konzern inzwischen zu teuer- die Meinungsfreiheit in den USA “eigenwillig ausgelegt” genannt.

    Da frage ich mich: Wie kann man denn Meinungsfreiheit unterschiedlich auslegen?
    Jeder darf und kann (manchmal leider) seine eigene Meinung frei äußern, solange er damit nicht direkten Schaden anderer Personen verursacht(Psychische Angriffe, Aufstacheln zur Gewalt).
    Wenn man dies anders auslegt, handelt es sich um Zensur und in diesem Falle wird weder zur Gewalt aufgerufen noch eine einzelne Person attackiert- abgesehen von einer, die seit 1500 Jahren tot ist.
    Aber nach der Westergaard-Sache weiß man ja, wie die deutsche Obrigkeit zur Meinungsfreiheit steht.

    Positiv war immerhin, zumindesten größtenteils, ein Kommentar einer muslimischen Journalistin im WDR5, die für Meinungsfreiheit eintrat, aber leider meinte, im letzten Satz erwähnen zu müssen, dass dieser Film absichtlich die Muslime aufstachelt und Volksverhetzung gesetzlich verboten sei.
    Denkfehler dabei: Volksverhetzung ist direkter oder indirekter Aufruf zur Gewalt an eine Person/Gruppe gegen eine andere Person/Gruppe.
    Wenn jemand, mit der Absicht zu provozieren, einen schlechten Film dreht, so ruft er aber nicht direkt zur Gewalt auf, er kalkuliert es nur. Moralisch falsch, aber nicht strafbar.

  16. Interessent schreibt:

    “Volksverhetzung ist direkter oder indirekter Aufruf zur Gewalt an eine Person/Gruppe gegen eine andere Person/Gruppe.
    Wenn jemand, mit der Absicht zu provozieren, einen schlechten Film dreht, so ruft er aber nicht direkt zur Gewalt auf, er kalkuliert es nur. Moralisch falsch, aber nicht strafbar.”

    Ich versteh’s nicht mehr!
    Da dreht jemand einen provokanten Film, stellt sich hin, behauptet, er sei Jude und Israeli und 100 andere Juden hätten Geld für diesen Film gespendet – bedient also bis ins kleinste Detail jedes antisemitisch Stereotyp, auf dass diese “Tatsachen” auch wirklich jeder noch so ungebildete Muselmann schluckt, versucht also mit aller Macht Muslime auf Juden zu hetzen………..

    Und ihr wollt diese Perfidie einfach nicht sehen?
    Es ist ein Wunder, dass nicht auf offener Straße Juden von Muslimen totgeschlagen werden, dass dieser “Filmemacher” glücklicherweise nicht sein eigentliches Ziel erreicht hat.

    Gerade hier bilden sich doch so einige was auf ihr feines Näschen ein, mit dem sie Antisemitismus 10 Meilen gegen den Wind riechen können, aber wenn wirklich das Ungeheuerliche passiert, dann lasst ihr euch einwickeln und verteidigt auch noch den “Künstler”.
    Siehe Eingangsbeitrag:
    “Es sind genau solche Sätze, die mir Sam Bacile erst einmal so unsympathisch machen, dass es mir schwer fällt, ihr Recht auf freie Kunst und Meinung zu verteidigen, aber ich mache es!”

    Na denn !!

    • Aristobulus schreibt:

      Na da lässt sich einer von seiner berechtigten Angst regieren und teufelt reflexhaft auf einen merkwürdigen Filmemacher ein, um davon abzulenken, dass er sich so vor permanent beleidigten Hassfressen fürchtet, dass er dafür auf den Falschen schlägt.

      Ich nenne das Anbiederei – oder besser den M*el*zer-Effekt.

    • Paul schreibt:

      @Interessent, Du hast Deinen Beitrag nicht gekennzeichnet. Aber das kann nur Satire sein.
      So blöd kann doch ein Einzelner nicht sein! Oder bist Du ein Zwilling?

      • Dante schreibt:

        Dem ist nur eines hinzuzufügen: Wenn es nur diesen Film gäbe und nicht die Gewaltausbrüche in der islamischen Welt, gäbe es höchstwahrscheinlich auch die Entrüstung innerhalb der ‘westlichen’ Welt über dieses Machwerk nicht. Es ist doch abartig, dass denkende Menschen ihre Werturteile einem schäumenden und geifernden Mob anpassen.

        • Paul schreibt:

          Dante, Du schreibst es: Es ist abartig.
          Lese nur die ersten Kommentare unserer Qualitätsjournalisten.
          Es fehlte nur noch der Aufruf zur finanziellen Unterstützung des Mobs.

          • Aristobulus schreibt:

            Genau. Man muss denen Entwicklungshilfe geben, besser noch mehr, und man muss ihnen da was hinbauen und mehr, weil sie’s selber ja nicht schaffen.
            Der Kolonialismus von vor hundert Jahren gelte im Westen als ewiger Gewissensbiss, das schärft nur das wahnsinnige Werturteil, dass ein schäumender Mob irgendwie zu bedauern, zu verstehen und sonstwie mit ‘nem Wert zu bewerten sei.

    • Dante schreibt:

      Natürlich ist das perfide. Dem Filnemacher gehört sicherlich nicht meine Sympathie, schon wegen seines falschen Spiels. Gleichwohl finde ich die Reaktionen bei weitenm schlimmer und verwerflcher. Sie bzw. deren Filmaufnahmen sind der eigentliche Propagandafilm, nicht dieser 50erJahre-Gozilla-Film.

  17. Fidelus schreibt:

    Ungalublich, dieser radikale Mob greift nun im Sudan auch die deutsche und britische Botschaft an. Deutsche Flaggen werden abgerissen, irgendwelche islamische Kampfbanner gehisst. Auch in Tunesien wütet der Mob, dass erste Land dieses sogenannten arabischen Frühlings. Wie lange schaut “der” Westen noch zu?, wielange lässt man sich noch auf der Nase rumtanzen? Wieviele Menschen müssen noch sterben? bevor unsere eierlose westliche Politik aufwacht? Es wird doch auf eines hinauslaufen KRITIK AM (POLITISCHEN TEIL DES) ISLAM WIRD VERBOTEN WERDEN, wer es doch wagt, wird als Nazi, als Rechter, als Moslemhasser gebranntmarkt und wer weis, in Zukunft passiert denen sogar noch schlimmeres, dann brennen Gebäude mitten in Europa………

    • Aristobulus schreibt:

      …ich erwähnte gestern, dass man im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert bei derlei Vorkommnissen nicht gezögert hätte, ein paar Kreuzer da hinzuschicken, die dann mal draufhalten. Leider liegt der Sudan nicht am Meer.
      Es war nicht alles ganz schlecht im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert

      • mike hammer schreibt:

        dafür ist heute die reichweite höher und die sprengladung effektiver, mit
        streumunition kann man richtig ärger machen und
        drohnen sind auch nicht ohne.
        es geht ums wollen
        nicht ums
        können.
        die sicherheitsleute in lybien (alles lybier) waren unbewaffnet, hätten sie eine russische
        botschaft gestürmt, wäre das gesamte vorareal explodiert und die gegend so verseucht,
        das in 1000 jahren die ersten kakalaken und skorpione sich hinwagen würden.

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