Kennen Sie dieses Kunstwerk?
Das Kunstwerk heißt “Piss Christ”. Das Foto stammt aus dem Jahr 1987 und wurde von dem amerikanischen Künstler Andres Serrano gemacht. Es zeigt ein Kruzifix, das in einem Glas mit dem Urin des Künstlers schwimmt. Das Kunstwerk war Gewinner des “Awards in the Visual Arts”. Der Wettbewerb wurde vom Center for Contemporary Art’s organisiert und wurde mit staatlichen Mitteln gefördert.
Natürlich sorgte dieses Bild damals für Unruhe. Die US Senatoren Al D’Amato und Jesse Helms prangerten öffentlich die staatlich geförderte und somit steuerlich finanzierte Vergabe von $15,000 an den Künstler an. Der Künstler wiederum bekam Drohanrufe und Drohschreiben, die sogar mit Mord drohten. An verschiedenen Orten, wo eine Kopie des Fotos ausgestellt wurde, kam es zu Angriffen auf das Kunstwerk. Die katholische Nonne Wendy Beckett jedoch verteidigte das Kunstwerk und sagte, das Kunstwerk zeige “was wir Christus angetan haben”.
Stellen wir uns mal vor, was geschehen wäre, hätte es auch einen “Piss Mohammed” gegeben. Die Unruhen wären weltweit sicher in Mord und Totschlag eskaliert, mit arabischen Ministern die ein Kopfgeld auf den Künstlern ausloben, mit brennenden Botschaften und Flaggen und toten Botschaftern. Der größte Unterschied aber wäre die Reaktion des Westens gewesen.
“Piss Christ” wurde von der amerikanischen Regierung gefördert, aber bei einem “Piss Mohammed” hätte die amerikanische Regierung sicherlich alles dafür getan, einen Film zu produzieren, in dem der Präsident und die Außenministerin beteuern, das Kunstwerk ganz widerlich zu finden, damit es dann als pure Appeasement Politik in der arabischen Welt gezeigt werden kann. Nicht anders hat die amerikanische Regierung auf den Film “Innocence of Muslims” regiert, in dem Mohammed zu keiner Sekunde in Urin getaucht wird. Als Reaktion auf den Film gaben sie Unsummen aus für einen Entschuldigungsfilm und kaufte Sendezeit auf Fernsehsendern in Pakistan. Auf sieben Stationen lief ein Spot der US-Regierung, in dem diese sich von dem Video distanzierte. Obama erklärt in dem Spot, dass die Vereinigten Staaten ein Land seien, das seit seiner Gründung alle Glaubensrichtungen akzeptiere. US-Außenministerin Hillary Clinton betont darin außerdem, dass die Regierung der USA mit dem islamfeindlichen Video “absolut nichts” zu tun habe. “Wir lehnen den Inhalt und die Botschaft absolut ab.” Der Spot endet mit dem US-Wappen, um den offiziellen Charakter des Spots zu unterstreichen.
Die deutsche SPD lobt zwar die Reaktion von Obama, aber auch das täuscht nicht darüber hinweg, dass Obama schlicht und einfach dreist die Wahrheit über das Wesen seines Landes arg gebeugt hat. Amerika ist kein Land, in dem Religionen nicht kritisiert und beleidigt werden dürfen. Im Gegenteil! Amerika ist das Land der freien Meinung, wo die Beleidigung von Religionen nicht nur von der Verfassung garantiert, sondern ab und an sogar staatlich gefördert wird, wie der Fall “Piss Christ” beweist. Das ist wohl die eigentliche Erkenntnis aus diesem Spot: Ein Jesus ist Pisse wird von der USA finanziert, ein Mohammed in einem Film kritisiert.
Wenn ihr Land also demnächst knapp bei Kasse ist, dann müssen Sie nur dafür sorgen, dass ein Mob in Ihrem Land die amerikanische Botschaft stürmt. Obama wird dann sicherlich sehr viel Geld dafür ausgeben, dass in ihrem Land Appeasement Spots zur Prime Time gesendet werden. Sie sollten sich das aber sehr gut bezahlen lassen!
Obama reagiert im Grunde gerade wie ein Großteil der westlichen Welt. Nicht wenige übernehmen die Logik der Fundamentalisten und sprechen im Umfeld des Films “Innocence of Muslims” von einem Schmäh- und Hetzfilm und sogar von einer Beleidigung des religiösen Empfindens. Ich aber frage mich, wie unsicher und erschüttert ein religiöses Empfinden sein muss, damit es durch einen Film ins Wanken gebracht werden kann. Vom dem Film ist nur schockiert, der schockiert sein will.
Die Inquisition hält Einzug ins 21. Jahrhundert!
Ein aufgebrachter Mob brüllt Hexe und behauptet, von dieser Hexe zu seinen Gewalttaten und Morden motiviert worden zu sein und viele fallen auf diese Sündenbockpolitik rein. Dabei ist es offenkundig: Die Hexe ist nur ein Film! Ich habe mir alle Minuten des Films, die auf YouTube zu sehen sind, angeschaut und muss sagen, ich finde den Film erschreckend harmlos! Der Film ist handwerklich schlecht, keine Frage, aber warum allerorten von einem Hetz- und Schmähvideo die Rede ist, von dem sich sogar der Präsident des Landes mit der größtmöglichen freien Meinung öffentlich distanzieren muss, verstehe ich nicht. Jede, aber wirklich ausnahmslos jede Religion hat schon schlimmere Kritik einstecken müssen, ob im Internet, in Zeitungen, im Kino oder im Fernsehen. Der Film “Innocence of Muslims” ist nichts weiter als eine Hexe, die die Fundamentalisten brauchen, um Scheiterhaufen und Botschaften zu entzünden! Die Medien und die Politik wiederum stimmen In das Geschrei des Mobs verängstigt ein und brüllen auch Hexe. Das ist die pure und reine Logik der Inquisition!
Dabei ist diese Reaktion nichts anderes als purer Rassismus. Während nämlich bei Christen allgemein davon ausgegangen wird, dass die Mehrheit sehr wohl mit harscher Kritik und sogar mit Beleidigungen des eigenen Glaubens leben kann, wird die Mehrheit der Muslime ignoriert und so getan, als müssten aus Sorge vor dem Religionsfrieden sogar Teile der westlichen aufgeklärten Freiheit aufgegeben werden. Das aber ist die Logik der Fanatiker und Rassisten! Wer Muslimen nicht das selbe zumuten will und kann wie Christen, ist ein Rassist. Alle Medien und Personen der Politik, die nicht neutral über den Film “Innocence of Muslims” berichten konnten, ohne den Kniefall der verbalen Beteurung von Schmäh, Hetz und Beleidigung zu machen, sind Rassisten! Wer nach Einschränkungen der Meinungs- und Kunstfreiheit ruft, weil Muslime angeblich nicht ertragen können sollen, was Christen ertragen können, ist ein Rassist! Wer in Muslime nur Menschen erkennt, die gar nicht anders können, als auf die Straße zu gehen, wenn Mohammed auch nur dargestellt wird, ist ein Rassist!
Wenn uns also die Inquisition von heute etwas gezeigt hat dann, wieviele Rassisten es doch noch gibt!
Ich möchte diesen Artikel nun mit einem wunderbaren Ausspruch meiner Oma beenden, da er in seiner Weisheit alles zusammenfasst: “Religionen sind wie Fürze. Man denkt, nur die der anderen stinken!”

Ein Filmchen auf YouTube
1988:
Die Satanischen Verse erscheinen als Buch.
Für Ajatollah Khomeini ist das Grund genug,
die Muslime der Welt auf den Autor zu hetzen
und 3 Millionen Dollar für dessen Kopf auszusetzen.
2005:
In Dänemark wird Mohammed mal karikiert,
wie es mit Papst oder Rabbis tagtäglich passiert.
Aus islamischen Ländern tönt als Antwort: Gewalt!
Viele Menschen haben dafür mit dem Leben bezahlt.
2012:
Ein Filmchen auf YouTube – der Ärger ist groß -
„verletzt“ die Muslime. Schon wieder geht‘s los!
Im Fernsehen: erste Tote. Und Autos, die brennen.
Tausende (Männer) demonstrieren – ob die den Film alle kennen?
Und bei uns:
Gar viele höre ich all das mit für-und-wieder beklagen,
doch viel zu wenige höre ich laut und klar sagen:
Die Freiheit der Rede ist mit das höchste Recht!
Und geht sie verloren – dann geht es uns schlecht!
Ja:
Die Freiheit der Rede gehört von allen verteidigt,
selbst, wenn‘s dazu führt, dass man auch mich mal beleidigt!
Denn Dialog und Leben erblühen nur dann,
wenn JEDER OHNE ANGST sich FREI äußern kann.
© Creative Commons, Bernd Gast, September 2012
Pingback: Neu bei “Wetten dass”: Piss Christ gegen Kack Prophet, wer bringt die meisten Gläubigen auf die Strasse ? | Jihad Watch Deutschland
Werter Herr Buurmann,
bisher kannte ich Serrano nicht (nur gepökelt), weiß also auch nicht
warum er das Kreuz in Pisse versenkt hat. Ist er Christ und hat eine Botschaft an
seine Glaubensbrüder? War er Christ und will einen Diskurs anstoßen?
Hat er nichts von dem gewollt, sondern nur Aufmerksamkeit? Sollte es
Letzteres sein und er ansonsten mit christlichem Glauben nichts zu tun hat,
frage ich mich warum er es in kauf nimmt andere Menschen zu verletzen?
Im Gegensatz zu Westergaard, der einen Zeitungsartikel mit seinen Bildern
kommentierte.
Die Überschrift “Kunst” ist mir zu wenig. Wäre ich gläubiger Christ, würde
ich Herrn Serrano zwar nicht pökeln und auch nicht dazu aufrufen, aber schon
sehr verwundert sein warum es jemandem Freude bereitet viele Andere ohne
Not ans Schienbein zu treten. Gilt der Begriff der Höflichkeit nicht mehr,
sobald sich jemand die Überschrift “Kunst” verleiht? Ist von jedem, den es
ernsthaft betrifft einzufordern, sich durch eine gewollte Provokation nicht
provoziert zu fühlen?
Zudem steht Ihr Kunst und Rassismusbegriff etwas im Widerspruch zu der
eingeforderten Gelassenheit der betroffenen Betrachter.
Wenn Sie die Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks anerkennen und
dessen Akzeptanz durch jedweden Menschen, würden Sie
einen gleichförmigen Menschentypus benötigen, aus dem aber keine
vielfältige Kunst entstehen kann.
Fordern Sie also das Bestehen der Kunstvielfalt, fordern Sie ob Sie mögen oder
nicht, auch eine Vielfalt der Reaktionen.
Wer die Kippa auf dem Gemächt trägt, läuft Gefahr nicht nur die Kippa zu verlieren.
Herzlich,
Möbel
Die beste Kunst ist immer respektlos und hat mit der Höflichkeit nichts zu tun. Das Wort Höflichkeit leitet sich vom “Hof” ab. Damit ist wohl alles gesagt.
“Vielfalt der Reaktionen” – also auch Morde und Anschläge fordern, oder wie?
verstehe ich das richtig, daß an Höfen, säkularen und religiösen, keine “beste Kunst” gemacht wurde?
Es wurde sehr viel angepasste Kunst produziert, ja. Die Besten revoltierten. Lesen Sie Mozarts Briefe. Seine besten Werke wurden vom Hof ablehnend behandelt. Höflich ist für mich gleichbedeutend mit “politisch korrekt”.
und an den “Markt” und seine Wünsche wird sich natürlich nicht angepasst – i wo denn …
Sagen Sie, an welcher Stelle habe ich geschrieben, dass heute keine angepasste, auch an den Markt angepasste Kunst produziert wird?
Kunst, die der Markt nicht mag, hat äußerst dünne bis gar keine Chancen zu jemandem zu sprechen, es sei denn sie ist staatlich subventioniert.
Bloß weil die Höfe heute nicht mehr Höfe heißen, heißt das nicht, daß es sie nicht mehr gibt.
Gore Vidal hat mal was Schönes dazu geschrieben, warum er scharf drauf ist, nen Bestseller zu haben und das ging ungefähr so. Nicht alle Bestseller schaffen es in die Ewigkeit, aber ihre Chance ist doch erheblich größer als bei nem Ladenhüter.
Mir scheint, Sie verwechseln die Begriffe. Ich habe vom Anpassen gesprochen. Sie vom Mögen. Es gibt eine sehr viele Künstler (und für mich sind es die besten), die sich nicht “angepasst” haben und gerade deswegen zur Bekanntheit gelangten. Weil sie sie selbst blieben. Und eigentlich sind es die Wesentlichen.
“Bloß weil die Höfe die Höfe heißen…” An welcher Stelle habe ich geschrieben, dass es heute keine Höfe mehr gibt?
Anpassen – Mögen – Gemocht werden ohne sich anpassen zu müssen – der große Traum vom geliebt, verehrt, bewundert werden, während man seinem Ego oder erträumtem Ego Vollgas gibt – der Künstler als der wahre Rebell – ich kann der üblichen Huldigung für die Rücksichtslosen nicht viel abgewinnen. Rücksichtslos sein ist in der Regel keine Tugend.
@David Serebrjanik – September 25, 2012 um 2:36 vormittags
Moshe Feldenkrais argumentiert irgendwo in etwa wie folgt:
Wenn eine Hand einen Bleiklotz hält und ich lege eine Feder drauf, wird der Mensch keinen Unterschied merken. Ist die Hand aber unbelastet, wird die Feder einen Unterschied machen.
Wenn Sie das, was ich geschrieben habe, unbedingt auf diese Weise verstehen wollen, kann, will, darf, werde ich Sie nicht davon abhalten.
Gewicht einer Feder merke ich meistens auch nicht. Wozu war überhaupt dieses Zitat gemeint?
Sie lieben Zitate, was?
schon ein zwei Feldenkrais-Stunden können z.B. die Assoziationsfähigkeit erheblich verbessern.
Danke, mit meiner Assoziationsfähigkeit ist alles in Ordnung. Viel Spass beim Federwiegen und Feldenkrais!
David Serebrjanik schreibt:
“Die beste Kunst ist immer respektlos ”
Werter David, wenn Sie recht hätten, so wären wohl die meisten Museen dieser
Welt mit der Verwaltung von Mittelmaß beschäftigt.
Aber das sollte wohl nur ein flotter Spruch sein.
Mir z.B. gefallen die Beuys`schen Hasen sehr gut, oder die Rheitalbilder von
William Turner oder Piet Mondrian oder die Bauhaus Möbel.
Jetzt sagen Sie bloß, dass das alles nur mittelmäßig bis schlecht ist und nur
ich mal wieder die mindere Qualität nicht erkenne.
Jesus in Pisse,( warum eigentlich nicht in Aspik, von wegen “Dies ist mein Leib…),
Mohammend als Päderast oder eine Thorarolle auf einem öffentlichen
Scheißhaus als Abwischpapier. Was sollte sowas?
Was wird ausgedrückt ausser einer vordergründigen und ziemlich plumpen
Beleidigung.
@David Serebrjanik
Die beste Kunst ist immer respektlos
“Vielfalt der Reaktionen” – also auch Morde und Anschläge fordern, oder wie?
Ja, werter David, leider ist das so. Wenn ein Künster sich Respektlosigkeit
und Provokation reklamiert fände ich es recht merkwürdig von seinem
Publikum Respekt und Mäßigung zu fordern. Es ist eben schwierig
auf “Vertragsregeln” zu pochen wenn den Vertrag nur einer unterschrieben hat.
P.S.
Noch `ne Frage , lieber David.
Die Schmiereien auf dem jüdischen Gemeindehaus in K´Lautern, von
denen Buurmann berichtete. Wie ordnen Sie die ein.
Respektlose beste Kunst, Streich von gelangweilten pfälzer Halbwüchsigen,
und in K´lautern geht das mit der Langeweile sehr schnell,
oder plumpe Nazischmiererei.
das fragen sie ernsthaft über antisemitische nazischmierereien? unbelievable.
Ach Möbel, Sie können mir mal den untersten Teil meines Rückens mit der Zunge benetzen. Ist es höflich genug? Sie setzen gerade einen Mord mit einer künstlerischen oder unkünstlerischen Äusserung gleich. Da hört bei mir jeder Diskutierwille auf. Tschüß.
Leute, bei allem Verständnis, wollt Ihr dem Möbel jetzt seine Botschaft anzünden?
Ich habe den Eindruck Ihr wollt ihn falsch verstehen.
… hmmm. Zunächst lag Möbel ganz richtig, dann kam es zu Widerspruch, und sofort kommt er mit ‘ner Nazikeule an.
Ersteres hat er gelernt – nicht übel, denn als er hier ankam und losschrieb, konnte er’s noch öämgst nicht.
Zweiteres muss er noch lernen. Weil: Sonst Zoress & Eigentor immerdar
Aristobulus, was ist “Ersteres?” “Zunächst ganz richtig liegen”? Oder wat?
Hi David, er fand (“ersteres”), dass Deine Aussage nicht richtig sei, dass Kunst immer respektlos sein müsse.
Denn es geht mit Respekt und ohne Respekt: Respektlosigkeit ist nicht die Garantie für Kunst.
In der Musik etwa: Es gibt werktreue Aufführungen seit Harnoncourt (Marc Minkowsky jetzt, der das großartig macht), es gibt aber auch seit Jacques Loussier ganz andere Interpretationen, die nicht auf Respekt setzen. Beides groß.
Etwas mit Absicht in den Schmutz zu ziehen und dann zu behaupten, es sei ja Kunst, ist aber was Anderes… da war neulich in Berlin (Inszenierung der Komischen Oper in der Staatsoper unter den Linden) etwa dieser eine Abend mit drei Monteverdi-Opern hintereinander, fürchterlich!, irgend Transvestiten spreizten sich auf der Bühne (wozu?, was hat das mit Monteverdi oder mit den Handlungen der Opern zu tun?), die Instrumentierung stimmte willentlich nicht, die Tempi waren allesamt falsch und falscher, und die Stimmen schrillten wie im neapolitanischen Volkstheater 150 Jahre später.
Ich gehe nicht so weit zu behaupten, dass hier Monteverdi in den Schmutz gezogen wurde. Aber es war hart an der Grenze. Provokation halt… wen will man damit bloß provozieren? Und was dürfen diejenigen bloß davon haben, die einfach Monteverdi hören und sehen wollen?
- Und wofür soll ein Jesus in Urin gut sein? Muss man auf alles pissen und dann behaupten, es sei Kunst?
Vor ein paar Jahren hat einer in Köln (jaja, mal wieder Köln) eine Kamer in einer ehemaligen KZ-Außenstelle unter Kohlenmonoxyd gesetzt und vor der versammelten Presse dick behauptet, das sei Kunst. Wahnsinn… die selbe schmutzige Stufe des Wahns wie 2001 dieser eine Kölner Musiker (jaja, schon wieder Köln), der behauptet hat, der Anschlag auf’s Word Trade Center sei größte Aktionskunst gewesen.
…
- Übrigens, schana tova Dir.
Lieber Aristobulus, Dir auch Schana Tova und Chatima Tova! Das ist ein sehr großes Thema, was du hier angerissen hast und ich lege großen Wert darauf, mit dir darüber zu diskutieren. Aber nicht hier. Darf ich Dich per Mail anschreiben?
P.S. Ich habe übrigens nicht behauptet, dass die Kunst immer respektlos sein muss, sondern nur, dass die beste Kunst (in meinen Augen) immer respektlos war und mit Höflichkeit nichts zu tun hatte. Beispiele? Gerne: Mozart, Beethoven, Heine, Picasso, Kreisler, Gulda, Loriot, (Wobei bei Loriot natürlich die Höflichkeit als ein großes Stilmittel präsent war – aber seine Kunst war nie höflich, glaube ich)
und wie war’s mit Phidias oder Praxiteles oder dem Schöpfer des Wagenlenkers in Delphi oder dem des Zeus klaut Ganymedes oder denen die diese betörenden ägyptischen Wandmalereien gemacht haben? Alles angepasstes Zeugs? oder Abscheu über Abscheu vielleicht nur Kunsthandwerk?
Und Fra Angelico und all die anderen? Niemand von den Besten?
Lieber David, klar kannste mir mailen!, leider isses von hier bis nach Kurpfalz so weit, sonst würde ich mal hinkommen und mir Deinen Rachmaninov anhören
P.S.
Diese Frage, ob die beste Kunst respektlos sein müsse, kann man nur auf die Moderne beziehen. Die fängt wohl im achtzehnten Jahrhundert an… schon Goya und Schiller waren gerne respektlos, und wo sie’s waren, da waren sie groß. Und wenn wir zu Thomas Bernhard’n kommen,ui, er hasste Österreich noch mehr als die Österreicher ihn hassten!, aber gegenüber einzelnen Menschen hatte er größten Respekt (Liebe) übrig. Allein wie er über den Karrer schreibt, der verrückt wird und “nach Steinhof hinaufkommt”, Karrers Gang des Verrücktwerdens beschreibt er minuziös, aber er macht ihn nicht nieder – ganz im Gegenteil, er kommt um vor Sorge wegen Karrer.
Ein kleines PSchen an Möbel: Sie verdrehen Ursache und Wirkung. Nazi-Schmierereien ist in Zeichen gefasste Agression, Bedrohung und Mordwille. Hinter einem Kunstwerk steckt keine Tötungsabsicht. Sondern Absicht zur Menschlichkeit und Freiheit.
Und lernen Sie, bitte!, Fragzeichen nach Fragesätzen zu setzen. Wenn Sie wollen, dass man Sie ernstnimmt.
David Serebrjanik schreibt:
Sie setzen gerade einen Mord mit einer künstlerischen oder unkünstlerischen Äusserung gleich.
Welchen Mord meinen Sie? Den an Jesus oder den an den europäischen Juden?
Mord an einem Botschafter, zum Beispiel.
Man muss übrigens kein Rassist sein, um Unterschiede zwischen Christentum und Islam zu erkennen. Die Tatsache, dass Christen heutzutage in der Regel nicht mit dem Stürmen auf Botschaften reagieren, wenn irgendwo auf der Welt Witze über Jesus gemacht werden, liegt darin begründet, sie dieses seit ca. 2000 Jahren bereits kennen. Der verhöhnte, erniedrigte und öffentlich hingerichtete Gott ist ein wesentlicher Teil des Evangeliums; die Umstände des Todes Jesu gehören zum Glaubensbekenntnis, in der katholischen Liturgie fällt in jeder Messe der Satz: “Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir.” Somit ist die Blasphemie bereits in den Glauben eingebettet, der Christ erwartet nichts anderes, als dass sein Gott geschmäht wird.
Davon findet man, soweit ich weiß, nichts im Koran. Interessant war zum Beispiel der Standpunkt des Vorsitzenden der muslimischen Gemeinde in Deutschland, der neulich in den Tagesthemen die Ausschreitungen verurteilt hat, aber mit welcher Begründung! – Es sei für Muslime nicht akzeptabel, ausländische Botschaften anzuzünden und Diplomaten zu töten, weil man damit gegen das Gebot der Gastfreundschaft verstoße… Anders gesagt: das Anzünden und Töten an sich ist offenbar nicht das Problem. Dies zeigt eine grundsätzlich andere Denkart, als sie im Christentum möglich ist, von daher ist der Konflikt meiner Meinung nach tatsächlich ein theologischer.
(Reaktionäre Opportunisten hingegen wie Mosebach, die aktuell nach einem Blasphemieverbot schreien, stellen selbst eine andere Form der Blasphemie dar, gegen die wiederum Jesus sehr deutlich vorgegangen ist. Denn obwohl sei es besser wissen sollten, negieren sie zentrale Werte ihres eigenen Glaubens zugunsten einer üblen bürgerlichen Agenda. Wenn überhaupt, dann beleidigt so etwas meine “religiösen Gefühle”.)
Herr Krämer, da haben Sie wohl Recht. Nur würde diese Herangehensweise an die Materie niemals öffentlich debattiert werden weil das Mantra ja lautet dass alle Religionen dasselbe wollen.
Wahrlich eine Kunst, seinen Urin als Kunst zu vermarkten.
@ Anti: nur mal Titel übersetzen und laut lesen, dann erklärt sichs fast von selbst:
“The religion of piss”?
[gut, abkürzen, also R.I.P., liegt noch näher, aber immerhin...]
Hat nicht Cagliostro einst seinen Urin gar als Heilmittel in Flaschen verkauft? Auch der sah sich wohl als Künstler…
Und warum es Kunst sein soll, einen Toten zu beschmutzen (der am Kruzifix ist ja ein Toter!, dazu ein toter Jude) werd ich nie verstehen.
Warum muss Kunst seit Marcel Duchamp und dann seit den 1960ern immer was mit maßloser Ausleberei des Machenden zu tun haben?
Stimmt. Kunst muss nicht gefallen. Muss/darf sie abstoßend sein? Sicher!
Solange ich nicht gezwungen werde, sie zu bewundern oder zu bezahlen.
Was, wenn die Kunst mich kränkt, angreift?
Verbrennen?! Selber einen flüssigen Scheiß produzieren?
Ich mache ja den lieben langen Tag nichts anderes.
Das aber ist die Logik der Fanatiker und Rassisten! Wer Muslimen nicht das selbe zumuten will und kann wie Christen, ist ein Rassist.
Genau. Die überwiegende Mehrheit der Muslime reagiert offenbar auch nicht mit Gewalt auf das Video. In Ägypten zum Beispiel sind das rund 74 Millionen minus ein paar Tausend, in Libyen rund 5,5 Millionen minus x (wie viele randalierten da: Hunderte? Tausende? Jedenfalls eine Minderheit), in der Schweiz 360’000 minus 0. Seltsamerweise kommt diese Mehrheit nicht in die Zeitung. Sogar diejenigen Muslime, die sich öffentlich gegen die Gewalt äußern, finden kaum Aufmerksamkeit. Geben sie keine ausreichend dramatischen Bildmotive ab, oder passen sie einfach nicht in das Bild, das wir uns von Muslimen gemacht haben?
Im übrigen: Könnten wir uns alle – Agnostiker, Atheisten, Buddhisten, Christen, Juden, Muslime und Polytheisten – gelegentlich an unsere Kinderstube erinneren und damit aufhören, auf dem Glauben anderer Leute rumzutrampeln? Natürlich rechtfertigen solche Provokationen weder Gewalt noch Aufrufe dazu. Aber man muss einander ja auch nicht unnötig weh tun. (Ist mir sowas von egal, wenn das kitschig klingt.)
Bei Breivik will man nicht wahrhaben, dass es sich um einen Geisteskranken handelt.
Die Muslime behandeln wir jedoch kollektiv wie arme Irre, die keine Kontrolle über ihren Verstand hätten.
Heute entschuldigen wir uns für irgendeinen Film, morgen für irgendeinen anderen nichtigen Blödsinn, den die muslimischen Breiviks als Anlass für ihre Taten nehmen.
Damit bestätigen wir die eigentlich geistig gesunden Menschen in ihrem krankhaften Verhalten.
Muslime fühlen sich zwar durch die herablassende westliche Behandlung diskriminiert, gleichzeitig fühlen sie sich in der Rolle der verantwortungslosen “Unzurechnungsfähigen” sehr wohl.
Fragt man diese Menschen, die sich in ihrer Unzurechnungsfähigkeit eingerichtet haben, ob sie etwas daran ändern wollen, werden 90 % antworten, dass ihr Land “islamisch” zu sein habe und keinesfalls “westlich” werden solle.
Gleichzeitig träumen 90 % dieser Menschen von einem Umzug in den Westen.
Auf die eigene Unzurechnungsfähigkeit will man zwar nicht verzichten.
Man möchte die eigene Unzurechnungsfähigkeit jedoch am liebsten unter der Obhut einer zurechnungsfähigen Gesellschaft, die gut für alle Unzurechnungsfähigen sorgt, ausleben.
Werter Aron Sperber,
Ihre Prozentzahlen lass ich mal unkommentiert. Ich gehe davon aus, dass Sie
seriöse Quellen haben.
Aber Ihre Argumentation ist nun sehr eurozentristisch. Nur weil man auch nach
materieller Sicherheit strebt und vielleicht noch von `nem Ford Kombi mit Navi
träumt, will man noch lange nicht so leben wie “wir”. Auswanderungswellen aus
Indonesien sind mir nicht bekannt. Aber vielleicht haben Sie noch einige Zahlen.
Bisher haben sich die Moslems in Deutschland nicht als unzurechnungsfähig,
das Filmchen, betreffend gezeigt.
Und bei Breivik? Da wissen Sie wirklich, dass der einen an der Murmel hat?
Im pathologischen Sinn. Woher haben Sie die Information?
Gruß,
Möbel
Zwei Einschränkungen.
Herr Mazyek droht schon mal “präventiv” mit Strassenschlachten.
Wer nicht sofort sieht das Breivik ein kranker Mann ist ist ein Heuchler oder hat keine Ahnung. Leider kann ich das nicht milder ausdrücken.
Klar, wertes Krokodil, denke ich auch, das der Kerl nicht wirklich Gesund ist.
Aber die Norweger haben sich nun mal nicht auf Aburteilung durch das
gesunde Volksempfinden geeinigt sondern durch vom Gericht anerkannte Fachleute.
Ich habe auch große Sympathie für den frankfurter Polizeipräsi, Gäfgen
betreffend. Als gesetzlich erlaubt möchte ich sein Verhalten aber nicht.
Gruß,
Möbel
Vom Gericht anerkannte Fachleute haben ihn für schidsophren erklärt. Das Ergebnis hat den Auftraggebern aber nicht gepasst, somit man sich eine passendere Studie bestellte, mit klaren Zielvorgaben.
Das das erste und richtige Ergebnis dem Volksempfinden entspricht sollte mE kein Grund dafür sein, eine weitere Studie mit gegenteiligem Ergebnis zu bestellen.
Man hätte ihn einfach etwas temperamentvoller verhaften sollen.
ds->z
Wertes Krokodil,
ich habe garkeine Ahnung von der norwegischen Justiz.
Werden dort Gefälligkeitsgutachten und Urteile gefällt? Mir ist auch nicht klar, was das am Ende bedeutet. Ob ich nun in der Psychatrie einsitze oder im regulären Knast.
Ist eine anschließende Sicherheitsverwahrung jetzt ausgeschlossen?
Wenn das Gericht nicht korrupt ist, werden sie das Urteil wohl nach
geltendem norwegischem Recht gesprochen haben. So hoffe ich.
Ja, hoffen ist erlaubt. Die Tatsachen sprechen in diesem Fall aber eher dagegen.
Das Ihnen Gefälligkeitsgutachten und ebensolche Urteile nicht geläufig sind ist aber ein Scherz, oder?
Geläufig ist mir das schon. Aber was da so bei die Norwegers los ist,
weiß ich schlicht nicht.
Aber was da so bei die Norwegers los ist,
weiß ich schlicht nicht.
eine kluge Einsicht, denn es scheint sich auch um ne ziemlich komplizierte Materie zu handeln – wie’s der Zufall will, hier ist was Deutsches zum Thema direkt von der Quelle und nicht volksnah aufbereitet
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&pm_nummer=0157/12
Das Landgericht München I hatte es abgelehnt, die Unterbringung des sogenannten “Westparkmörders” in der Sicherungsverwahrung nachträglich anzuordnen.
Die Norwegers haben sich bei der politisch korreken Ausschlachtung eines Schauprozesses ordentlich blamiert. Gar nicht schwer zu erkennen, passiert hier auch jeden Tag. Warum ich das so sehe habe ich oben bereits zu erkennen gegeben.
Jedes Schandurteil / Gutachten stereotyp mit der Diskrepanz zwischen gefühltem und gesprochenem / geschriebenem Recht rein waschen zu wollen ist mir zu billig. Das ist viel zu offensichtlich Mittel zum Zweck und wird niemals vernünftig begründet.
Es gibt auch eine Punkband die sich so nennt-sich Piss Mohammed zu nennen würden sie sich sicherlich zu 99,9% nicht trauen obwohl Punker in Islamischen Ländern wie im Kommunismus unterdrückt werden.
Moment 1mal: ist dieses Werk denn überhaupt blasphemisch? Man kann dieses Werk ja als sowohl banal wie auch den Gipfel der Geschmacklosigkeit – eine billige Pöbelei auf Sextanerniveau – empfinden. Aber ein Verteidiger könnte immerhin einwenden, daß der Künstler einen (einen? den!) zentralen Punkt des christlichen Glaubens – nämlich die Menschwerdung Gottes, der sonst in erbaulichen Weihnachtsliedern & Ostereiersammeln banalisiert wird, auf schockhafte Weise deutlich macht – und eben anders als in der klassischen Bildtradition, wo dies über die Passion vermittelt wird – da wird Christus bespieen und gequält – aber das wird dann auch auf die Myriaden der mittelalterlichen Heiligen übertragen und “wirkt” nicht mehr. Daß das “inter faeces et urinam nascimur” (wir sind zwischen Kot & Jauche geboren) der alten Kirchenlehre eben nicht (nur) dazu dient, die Sexualität zu verteufeln, sondern die Menschennatur ziemlich treffend bezeichnet, die Gott annimmt, damit die Erlösung stattfinden kann. Man braucht den Glauben an diese Lehre ja nicht zu teilen, aber das ist nun einmal der Inhalt des christlichen Dogmas.
Pingback: Schwere Ausschreitungen wegen Mohammed-Film - Seite 96
@Möbel und @Silke
“Wenn ein Künster sich Respektlosigkeit und Provokation reklamiert fände ich es recht merkwürdig von seinem Publikum Respekt und Mäßigung zu fordern.”
Danke Möbel,
dieser eine Satz sagt genau das aus, was ich bei dieser ganzen Mohammed-Schmähfilm-Geschichte als Bauchgefühl empfunden habe, nur leider konnte ich es nicht in Worte umsetzen.Es war wie eine Blockade.
“…ich kann der üblichen Huldigung für die Rücksichtslosen nicht viel abgewinnen. Rücksichtslos sein ist in der Regel keine Tugend.”
Danke Silke,
schön zu wissen, dass es noch weitere Leute gibt, die bestimmte Tugenden (trotz des Lebens in dieser individualistischen Gesellschaft, in der jegliche Empathie als gefühlsduselig und intellektuell minderwertig gilt) wertschätzen.
Und noch etwas:
Ich glaube, dass die Ausschreitungen DER Muslime mal wieder durch die Presse aufgebauscht werden.
Ich denke da an einen Bericht vor wenigen Monaten in meiner Tageszeitung, in der es hieß, in Griechenland hätten Hunderttausend Menschen friedlich gegen die Sparpolitik protestiert, aber ca. hundert Radikale hätten Gebäude in Brand gesetzt und anderweitig marodiert.
In einer anderen Zeitung lautete die Schlagzeile dann so: Hunderttausend Griechen ziehen marodierend durch Athen.
Eine Verbeugung an den Populismus!
Außerdem denke ich, dass Fanatismus und Gewaltbereitschaft keine spezielle Eigenschaft nur der Muslime ist.
Was denkt ihr denn was passieren würde, wenn sich jemand abfällig über den Protestantismus in der falschen Ecke von Belfast öffentlich äußern würde?
Oder in einem Schwarzenviertel von Los Angeles die Black Panthers schmähen?
Oder in Mea Shearim öffentlich eine Thorarolle mit Schweinejauche überkübeln würde?
Wahrscheinlich würde es in all diesen Fällen zu Ausschreitungen kommen. Je fanatischer die Leute, desto leichter lässt sich der Ballon der Blödheit zum Platzen bringen….
“Außerdem denke ich, dass Fanatismus und Gewaltbereitschaft keine spezielle Eigenschaft nur der Muslime ist.”
Das hat ja wohl niemand behauptet. Menschen wegen eines schlecht gemachten Films umzubringen und weitere Tote anzukündigen ist da schon eher ein Alleinstellungsmerkmal.
“Was denkt ihr denn was passieren würde, wenn sich jemand abfällig über den Protestantismus in der falschen Ecke von Belfast öffentlich äußern würde? Oder in einem Schwarzenviertel von Los Angeles die Black Panthers schmähen?
Oder in Mea Shearim öffentlich eine Thorarolle mit Schweinejauche überkübeln würde?”
Im Normaltfall ein blaues Auge und / oder eine blutige Nase. Plus (im Falle der Schweinejauche) eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Ganz ohne die Terrordollars eines Eisenbahnministers oder die ständigen Mordaufrufe offizieller gesellschaftlicher “Würdenträger”. Wenn man in Peschawar oder Kairo ahnliche Dinge über den Islam äussert wie zB über Protestanten in Belfast, dann, na?
Ob man in Kalifornien einen Film dreht oder von Angesicht zu Angesicht provozierend Streit sucht muss nicht für jeden gleich sein.
Gute, sachliche und treffende Antwort, Krokodil!
Werter Interessent,
bei all den von Ihnen gewählten Beispielen, denke ich, dass der “Schmäher”
eventuell sogar in Krankenhaus enden würde, so er erwischt würde.
Das die Belfaster ( heißen die so?) oder die Los Angeler Schwarzen oder
die Thorarollenverteidiger noch Tage später das zuständige Konsulat des
“Schmähers” abfackeln und das Personal aufknüpfen, bezweifel ich stark.
Gruß,
Möbel
P.S. Wird man als “Schmäher” eigentlich gut bezahlt? Wenn ja, dann würde
ich schon, eventuell……
P:P:S.
Nur damit das mal klar ist: Sollte ich demnächst Widerspruch zu meinen
Kommentaren bekommen, begreife ich das umgehend und unwiderruflich
als “Schmähung”. Der “Schmäher” muß mir sofort sein zuständiges
Konsulat benennen, wahlweise seine Landesfarben.
Das Konsulat wird von mir umgehend zerstört, die Fahne besorg
ich mir selbst im Fachgeschäft für Empörungsartikel und esse sie auf.
Sie verstehen? Durch den Verdauungstrakt! Größer kann die Rache nicht sein.
Mannomann, Hochform!
Nach der vollendeten Verdauung, kommen die Stoffwechselprodukte und
das religiöse Symbol des “Schmähers” zusammen in ein Einmachglas und
das verkaufe ich der amerikanischen Behörde für Kulturförderung für
15.000,- Schleifen.
À propos Urin auf Torahrollen.
Das kommt regelmäßig vor: In Chebron steht ein uraltes jüdisches Heiligtum, das auch die Moslems als heilig für sich erachten (Abrahams Grab). Einmal im Jahr haben dort ausschließlich Moslems Zutritt – und die Torahrollen, die während dieser Tage im Keller gelagert werden, findet man danach immer mit Urin besudelt. Immer! In jedem verdammten einzelnen Jahr.
Finden danach Ausschreitungen durch Juden statt? Ja, es finden welche statt. Recht moderate. Die Weltöffentlichkeit nimmt ausschließlich diese wahr, jedoch nicht den Anlass.
Was wäre, Falls nur ein einziges Mal irgendwas Moslemisches durch jüdischen Urin beschmutzt würde? Die folgende, organisierte Mordserie würde nicht abreißen, und sie würde die Weltpresse zu Solidaritätsadressen an die entehrten Muslime hinreißen.
das ist doch alles lächerlich. wenn juden genauso reagieren würde wie diese moslems, weil täglich antisemitische sendungen etc. in arabischen staaten gezeigt werden, wäre kein stein mehr auf dem anderen. deshalb ist der vergleich des interessenten jenseits der realität.
…hast Du jemals einen Vergleich des Interessenten gesehen, der nicht völlig jenseits aller Realität und überhaupt jenseits von allen guten Geistern gewesen wäre?
Immer! In jedem verdammten einzelnen Jahr.
Na, tolle Wurscht.
“Nicht umsonst heißt es ‘multikulturell’, und nicht ‘multizivilisatorisch’.”
Wie kommt es an einem so offensichtlich multikulturellen Ort überhaupt zu dieser etwas seltsamen Regelung, zu bestimmten Zeiten Nichtmoslems auszusperren? Werden einfach alle reihum mal ausgesperrt; und selbst dann: warum das?
Südlicht,
also so weit ich weiß, geht es in Chebron einfach nicht anders, es ist ein schrecklicher Ort.
Wobei die jüdische Seite anerkennt, dass im Koran von Abraham die Rede ist, und dass sein Grab deswegen auch ein moslemisches Heiligtum ist. Darüber äußert sich die moslemische Seite jedoch ganz anders – sie sehen das Gebäude ausschließlich als Moschee, die keinerlei jüdischen Bezug habe (so wie das ganze Israel nicht, Achmadinedschad sagte es erst in dieser Woche wieder), und dass es als ausschließlich islamisches Bauwerk durch Juden entweiht werde.
Also das selbe unerfreuliche, kriegheischende Herrenmenschengeschrei wie beim Rahelsgrab und wie beim Jerusalemer Zionsberg…
Die jüdische Seite will wenn’s geht teilen und hat damit kein Problem. Die arabische Seite will aber niemals teilen, sie will alles für sich. So einfach, so traurig.
@Möbel
“Sie verstehen? Durch den Verdauungstrakt! Größer kann die Rache nicht sein.”
Ja, ich hab’s ja jetzt verstanden, krieg Dich nun wieder ein (3 Postings, mannomann…)
@Interessent
Ja, ich hab’s ja jetzt verstanden, krieg Dich nun wieder ein (3 Postings, mannomann…)
Da lob ich mir eine Jurte,
kommt fast ganz ohne Möbel aus.
Schojlem Hansi!, lange nicht gesehen. Dir schana tova und kol tuv.
@ Aristobulus
Danke für Deinen Segen den ich als Priestersegen ansehe.
Dir wünsche ich , etwas verspätet,
“Gmar Chatimah Tova”