Offener Brief an UNICEF

In einer von UNICEF unterstützten Werbung einer palästinensischen Jugendorganisation ist eine Axt zu sehen, die einen Davidstern spaltet. Heinz Gess hat diesen offensichtlichen Missbrauch von UNO-Geldern zur Unterstützung von propagandistischen Kriegsführungen gegen Israel zum Anlass genommen, einen Brief an UNICEF zu verfassen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert nun diesen offenen Brief, der im Original hier zu finden ist. Die Möglichkeit einer Protestunterschrift finden Sie hier.

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Offener Brief an UNICEF
von Heinz Gess

Sehr geehrte Damen und Herren von der UNICEF,

Sie werben dafür, dass ich Pate bei UNICEF werde und stellen sich in Ihrer Werbung als Organisation vor, die in Krisengebieten schnell und wirksam hilft. Gleichwohl finanzieren Sie im „Nahen Osten“ mit den von Ihnen gesammelten Geldern Werbungen für die Zerstörung Israels, die einem Massenabschlachten gleichkäme. Ich muss daraus schließen, dass für Sie die Zerstörung des einzigen Staates auf Erden, in denen Juden die Mehrheitsbevölkerung sind,und die absehbare Konsequenz eines blutigen Massenmordes für Sie die ‚schnelle und wirksame Hilfe’ in diesem Krisengebiet darstellt. Gewiss aber werden Sie, wie alle Antisemiten, die die Endlösung mit der Axt oder der Bombe herbeiwünschen, um Ausreden für die von Ihnen finanzierten Werbungen und Taten nicht verlegen sein und antworten, so sei das alles doch nicht gemeint. Nur wie anders soll man Ihre aus Spendengeldern finanzierte Werbung für die Zerstörung Israels sonst verstehen?

Deshalb möchte ich meine Kritik an Ihrer Werbung für Patenschaften noch ein wenig weiter ausführen.

Sie schreiben, Paten von UNICEF seien „ganz besondere Menschen“. Denn „sie stehen Kindern aus ihrem Weg durchs Leben zur Seite“. Darf ich Sie daran erinnern, dass nicht nur Paten in Diensten von UNICEF, sondern alle Menschen auf dieser Erde ganz beson- dere Menschen sind. Außerdem: obwohl ich kein Pate von UNICEF bin und vermutlich auch nie einer werde, stehe ich, seit ich 27 Jahre alt bin, vielen Kindern auf ihrem Weg durchs Leben zur Seite. Für mich sind aber auch jüdische Israelis, die für die Existenz des Staates Israel kämpfen und in Ihren Augen vermutlich Zionisten (und darum böse) sind, ganz besondere individuelle Menschen, manche besonders liebenswert, andere nicht. So ist es für mich mit allen anderen, immer ganz besonderen Menschen auch.

Grundsätzlich halte ich rassistische und antisemitische Einstellungen, die darauf hinauslaufen, andere Menschen nur weil sie z. B. Juden sind, liquidieren zu wollen, oder den einen Staat, in dem die Juden die Mehrheitsbevölkerung sind, deswegen zerstören wollen, was ohne Massenmord an den israelischen Juden nicht möglich ist, für verachtenswert.

Deshalb würde ich auch niemals Organisationen im Nahen Osten und Propagandistinnen solcher Taten “Flüchtlingsorganisationen” oder “Flüchtlinge” heißen, die ‘unsere Hilfe’ benötigen, obwohl sie tatsächlich gar keine Flüchtlinge sind, sondern Kindeskindern von Arabern, die 1948 in einem Angriffskrieg, der von Arabern gegen Israel mit der Absicht geführt wurde, Israel zu vernichten und die Juden ins Meer zu treiben, aus Israel in die arabischen Bruderländer geflohen sind. Umgekehrt würde ich alles tun, solche Propagandisten/Innen des Massenmordes zu ächten.

Ferner würde ich, weil die moralische Vernunft (im Sinne Kants es gebietet) mit allem Nachdruck darauf hinarbeiten, dass jene Araber, deren Großeltern Israel verlassen haben, endlich im Lande ihrer Brüder integriert werden und nicht mit Ihrer nachdrücklichen Unterstützung, für die Sie im übrigen sehr viel Geld erhalten (womit ihr Interesse an der Erhaltung dieses Zustandes erklärt sein könnte), in dem künstlichen Status von Flüchtlingen gehalten werden, um als menschliche Waffen gegen Israel Verwendung finden zu können. Solange Sie an dieser verächtlichen Doppelmoral umIhres guten (angeblich humanitären) Geschäfts willen festhalten, kann ich Ihre Organisation nur verabscheuen.

Sie verteidigen nicht die Würde aller individuellen Menschen, sondern treten die der Juden in Israel mit Füßen. Solange das so ist und bei Ihnen keine Umkehr ein- setzt, was ich – wegen des guten Geschäfts, das sie mit dieser Politik machen – nicht erwarte, sind Sie für mich nicht der Freund der einen Menschheit, als der Ihre Propaganda Sie ausgibt, sondern ihr Feind, ein Wolf im Schafsfell, ein besonders arglistiger dazu.

Weil üblicherweise unterstellt wird, nur Juden könnten Ihnen solche Briefe schreiben, möchte ich ausdrücklich noch hinzufügen: Ich bin kein Jude. Übrigens auch kein Christ und Moslem, sondern allein ein Freund der einen Menschheit, die alle einschließt, auch die Juden. Sofern ich an Gott glaube, weigere ich mich, mir von ihm einen definitiven Begriff zu machen, weil er nicht definierbar ist. Deshalb ist für mich auch jede Religion verkehrt, die sich ein Bild/definitiven Begriff macht und sich dadurch von der anderen, die sich einen anderen Beg- riff macht. Man darf sich eben keine Begriff machen und keinen religiösen Kultus so veranstalten, dass er auf Begriffsmacherei oder gar den Djihad gegen andere hinausläuft.

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17 Antworten zu Offener Brief an UNICEF

    • Paul schreibt:

      Lieber Zahal, bin dem Link gefolgt und habe das Adressenormular ausgefüllt. Dann habe ich den Punkt auf “Unterstützen” gestellt und angeklickt.
      Habe ich damit die Petition unterschrieben? Es kommt keine Bestätigung und asuch das Zählwerk läuft nicht weiter.
      Oder habe ich irgend etwas falsch gemacht?

      • Roger schreibt:

        Du müsstest eine Bestätigungsemail bekommen haben. Wenn nicht: Nochmal probieren! ;)

        • Zahal schreibt:

          Nein, es reicht die Bestätigung, Change funktioniert so, was aber interessant ist, wenn Ihr unterzeichnet habt, könnt ihr TÄGLICH 17 Freunde auffordern oder bitten, diese Petitiion zu unterschreiben – also den Link aufrufen und Freunde hinzufügen – innerhalb von 24 Stunden schon fast 200 Unterschriften – das ist toll – danke allen für die Unterstützung :-)

  1. kleines Südlicht schreibt:

    Habe den Link fleißig weitergepostet.

    Aber – nebenbei – einen Satz verstehe ich nicht ganz:
    [Denn „sie stehen Kindern aus ihrem Weg durchs Leben zur Seite“]
    Häh? Auf dem Weg? Oder aus der Erfahrung heraus, den ein solcher mit sich bringt? Was meint der gute UNICEF-Werbetexter denn damit? Tippfehler? … Hilfe beim Selbstmord? :evil:

  2. Aristobulus schreibt:

    Das ist ein sehr guter, klarer, präziser Brief – nur die Schachtelsätze machen es kompliziert, wobei die Sache selbst nicht kompliziert ist, sondern ganz erschreckend einfach.

    - Mein Satz jetzt wäre ein Schachtelsatz gewesen wie nun dieser, der es verdeutlichen soll, Falls ich, dem Beispiel folgend, das “Ist” nicht vor das Komma, sondern ans Ende gesetzt hätte.

    • Roger schreibt:

      Es ist unglaublich, dass man sich überhaupt mit sowas beschäftigen muss…
      Hab es unterzeichnet, und hoffe, es tun noch viele mehr!
      (btw.: eine Petition beim Bundestag wäre wirkungsvoller, da er sich damit beschäftigen muss, sofern genug Unterschriften zusammenkommen!)

    • Elisabeth BG schreibt:

      Traurig, traurig, daß Tippfehler und ein ungeschickter Satz vom Inhalt ablenken.

      • kleines Südlicht schreibt:

        Wieso, unterschrieben und weitergeleitet hatte ich doch trotzdem vorher schon? ;)

        Zudem die unfreiwillige Doppelbedeutung “aus dem (Weg durchs) Leben [scheiden]” ja durchaus in der Anzeige etwas von “das Unterbewusste textet mit” hätte; bei Spendengeldern für Terroraufrufe und Terroristen in spe, die sie für Ausrüstung für Anschläge auf Wehrlose gebrauchen. Nicht beabsichtigt, aber leider auch zu wahr, um schön (witzig) zu sein: diese Kampagne kostet potentiell Menschenleben.

        So gesehen ist “Kinder aus dem Weg durchs Leben begleiten” sogar garkeine schlechte Zusammenfassung der Situation. Leider. (Bezieht sich nur auf andere Kinder als die direkten Geldempfänger)

  3. Manuela schreibt:

    Habe auch unterschrieben und hoffe auch dass noch viele mit unterzeichnen.

  4. kleines Südlicht schreibt:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/7d/Candleburning.jpg/316px-Candleburning.jpg

    ( Das ist zwar eher das Thema Terror in Nahost als die UNICEF-Finanzierung desselben, trotzdem hier: )

    Mein Mitgefühl für die Leute in Netivot!

  5. Interessent schreibt:

    Das oben abgebildete Plakat ist KEIN Plakat der UNICEF, das Logo der UNICEF wurde mißbräuchlich verwendet.
    Unten im Text der Petition steht
    -Zitat-
    “………..reagierte das “Kinderhilfswerk” der Vereinten Nationen mit der Feststellung: “Sobald wir Kenntnis von der missbräuchli­chen Verwendung des Logos erhielten, hat UNICEF PYALARA die Nutzung untersagt und um Richtigstellung gebeten.”

    Einer Organisation wurde also zunächst das Logo geklaut und dafür soll die beklaute Organisation auch noch bestraft werden?
    Seltsame Logik.
    Glücklicherweise haben bisher nur 198 Leute unterzeichnet (bei über 9000 benötigten Unterschriften).

    • kleines Südlicht schreibt:

      In der oben verlinkten Petition steht dazu:
      [Seit dem Jahr 2000 wurde die „palästinensische“ Organisation PYALARA mit jährlich rund 100.000 (1) Dollar finanziert. PYALARA (2) ist dafür bekannt, daß sie Terror gegen Israel unterstützt und in eigenen TV-Spots Terror und Gewalt gegen Israel verherrlicht. Rund 300.000 palästinensische Kinder sehen dabei diese TV Sendungen. [...] Erst nach öffentlichen Protesten stellte UNICEF 2010 lediglich die Finanzierung von PYALARA ein. Bis heute bewirbt UNICEF die obengenannten TV-Spots von PYALARA auf ihrer Homepage. (3) [...] weiterhin wird laut PMW (Palestinan Media Watch) (4) der Terror bzw. seine Propaganda gegen Israel finanziert.

      So unterstützt UNICEF die NGO „Burj Luq-Luq Social Center“, de[r]en Werbekampagnenslogan in TV-Spots an die „palästinensischen“ Kinder ist: „[...] denn Kinder werden von den Juden getötet“ [...] neben UNICEF auch noch weitere finanzielle Unterstützer genannt:
      Die UNESCO, das Französische Konsulat, die Schweizer Agentur für Entwicklung, die Jugendentwicklungs-Abteilung der Association für arabische Studien “Orient House”, das Faisal Husseini Institute, UNFPA und [die] Palästinensische Autonomie-Behörde; Ministerium für Jugend und Sport.]
      Selbst wenn also diesmal das Logo zu unrecht draufbappen sollte – die scheinen soetwas öfter zu tun. Was ich auch nicht logisch finde, ist es, eine Organisation, der man (aus welchem Grund wäre auch interessant!) die finanzielle Unterstützung entzieht, weiterhin zu bewerben.

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