Ich hab ihn!

Wunderbar! Es ist endlich geschehen. Ich habe den Friedensnobelpreis im Sack. Großartig!

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Heute wurde der Friedensnobelpreis an die Europäische Union verliehen. Da ich Teil der Union bin und bisher an jeder Wahl teilgenommen habe, gehen bei der momentanen Bevölkerung der Union 0,0018 Euro des Preisgeldes in Höhe von 930000 Euro an mich. Da die Union von den Bürgerinnen und Bürgern getragen wird und sie diese Vereinigung überhaupt erst möglich machen, darf ich wohl erwarten, dass eine Wahl stattfinden wird, was mit dem Preisgeld geschehen wird. Im Zuge dieser Wahl kann dann auch direkt mal gefragt werden, ob eine Mehrheit der Bevölkerung die Union überhaupt will, schließlich sind wir jetzt Friedensnobelpreisträger.

Ich erkläre schon mal: Ich bin für die Union und zitiere vor lauter Freude über den Preis Heinrich Heine:

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich Euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir Euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit Euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Genusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Und schwelgen im ersten Kusse.

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34 Antworten zu Ich hab ihn!

  1. Andreas Moser schreibt:

    Ich fühle mich auch als Preisträger, insbesondere weil ich schon in 4 verschiedenen EU-Ländern gewohnt habe und damit einer der Motoren der europäischen Integration bin.
    Wir sehen uns also bei der Preisverleihung!

  2. Stefan Wehmeier schreibt:

    Krieg oder Frieden

    “Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.”

    Konfuzius

    Der Fehler “Europäische Währungsunion” entstand aus dem Gedanken, “dass Staaten, die eine gemeinsame Währung haben, nie Krieg gegeneinander führen”. Dieser Gedanke war schon der zweite Fehler; der erste Fehler bestand darin, sich gar nicht bewusst gemacht zu haben, was eine Währung ist und woraus Kriege entstehen. Wäre man sich dessen bewusst gewesen, hätte man zuerst die nationalen “Währungen” in echte Währungen (konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährungen) umgewandelt, die nationalen Bodenrechtsordnungen korrigiert und den zollfreien Handel (Freihandel) zwischen den europäischen Staaten eingeführt. Der dauerhafte Frieden wäre dadurch bereits gesichert gewesen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/04/krieg-oder-frieden.html

  3. Heimchen am Herd schreibt:

    Das nenne ich einen taktischen Schachzug! Nicht mehr und nicht weniger!
    Der Friedensnobelpreis kam in letzter Minute, zur Rettung vor dem Untergang der EU!
    Er wird zu noch mehr Verschmelzung der Länder führen, bis zur totalen Aufgabe
    der Eigenständigkeit und der Identität! Wollen wir das??? Ich nicht!!!

    Ich hasse den europäischen Einheitsbrei!
    Es lebe die Vielfalt der Länder, die unterschiedlichen Kulturen und Sprachen!!!

    So…. jetzt könnt ihr mich steinigen! :wink:

    • Bärli schreibt:

      Nix steinigen – loben!

    • ich schreibt:

      Steinigen nicht, aber widersprechen. Als jemand, dessen Vorfahren sich buchstäblich an den Schützengräben gegenüber standen, der nie gewusst hat, was deutsche Kultur eigentlich sein soll (deutsche Literatur ja, aber die hängt mit der Sprache zusammen und hört nicht an den Grenzen z.B. zu Österreich und Schweiz auf), der in einer Grenzregion lebt und weiß, dass an und durch nationale Grenzen nicht Vielfalt anfängt und aufhört, sondern Probleme und dass Heimat und dadurch Kultur und Vielfalt mit Landschaft, Geografie etc. zusammen hängt (Beispiele: Alpenländler, Friesen etc.) kann ich mich nur zu diesem Preis beglückwünschen. Allerdings finde ich es auch nicht gut, einer Institution diesen Preis zu verleihen. Es gab viele Menschen, die ihn verdient gehabt hätten, alle Väter und Mütter und Söhne und Töchter der deutsch-französischen Freundschaft beispielsweise, für die das Projekt Europa noch in erster Linie ein Friedensprojekt war. Heute ist dieser Friede selbstverständlich, vielleicht zu selbstverständlich, um neben Euro und Bürokratie noch das dahinter liegende Friedensprojekt würdigen zu können. Aber dass das Nobelpreiskomitee immer ein bisschen hinterher hinkt, ist ja bekannt.

  4. Roland Tluk schreibt:

    Die EU ist fertig, aber richtig fertig.

    Wenn Sie diesen Propaganda-Akt nötig hat, gibt offensichtlich noch wesentlicher mehr Widerstand.

    Gruß

  5. mike hammer schreibt:

    einän gülücklichen herzwünsch an allä breißträgür “@”%&? :roll:

  6. Chris(o) schreibt:

    “Europa” ist immer noch eine Utopie.Vielleicht hilft der Preis, die Realisierung voranzubringen.

  7. Theodor Bicking schreibt:

    Hatte nicht Jugoslawien eine Währung? hatte nicht Österreich Ungarn eine Währung? hatte nicht der Libanon eine Währung? Was soll der Unfug? Herrscht nicht vielmehr Frieden in Europa wegen zweier Weltkriege? Platter gehts wohl nicht.

  8. shaze86 schreibt:

    Ich nehme den Preis nicht an!

  9. SilverSurfer schreibt:

    Bevor ich ihn annehme…: Wurde Günter Grass explizit ausgeschlossen?

  10. SilverSurfer schreibt:

    Vielleicht sollte man eine Telefon-Abstimmung einführen?
    Wer dann wohl gewonnen hätte?

  11. berlinightpeeka schreibt:

    Solange es keine Richtlinie zum Empfang internationaler Preise gibt, muss die EU den Nobelpreis doch ohnehin ablehnen.

  12. anti3anti schreibt:

    Allein schon da der Israel hassende Aachener Friedenspreis gegen den Friedensnobelpreis an die EU ist, bin ich dafür. Auch wenn der AFP nicht unrecht hat …
    http://www.aachener-friedenspreis.de/uploads/media/PM_Friedensnobelpreis.pdf

  13. Schuasta schreibt:

    Boah, was mach ich bloß mit der ganzen Kohle?

    • Krokodil schreibt:

      Ganz brav durch 492 Millionen teilen!
      Aber so wie die EU gestrickt ist geht das ganze Geld an Bedürftige.
      Am bedürftigsten sind wohl unsere diversen nationalen und übernationalen ReGIERungen und deren Befreundete. Für die anfallenden Kosten (Lgistik usw) der Verteilung wird, ganz kreativ, eine schöne neue Steuer erfunden.
      Und wer den Preis ablehnt zahlt die dafür anfallenden Verwaltungskosten in Höhe von…..
      Schleisslich sind wir eine zivilisierte Zivilisation! :shock:

  14. Fidelus schreibt:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/friedensnobelpreis-fuer-eu-westlicher-preis-fuer-westliches-publikum-a-861299.html

    Man kann sich nur noch wundern, welche Gestalten in Deutschland “Meinung bilden”….

  15. Fidelus schreibt:

    ach, und sowas ist beim SPIEGEL Randnotiz, denn, auch wenn es nicht genannt (oder besser verschwiegen) wird, mit Opfer Thai oder Vietnamnese und Täter “Südländer” hat man keinen “Braunen” den man durchs Dorf jagen kann.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-alexanderplatz-20-jaehriger-stirbt-nach-pruegelattacke-a-861400.html

  16. Phalla Vulvus schreibt:

    Im Übrigen bin ich kein Dichterfürst, sondern ein Fürst, der dichtet. Grosser Unterschied.
    Aber ich kann Ihnen im Ansatz erklären, wie es zu solcherlei Wahrnehmungstäuschungen kommen kann. Wie Sie alle hier, habe auch ich mit der Zeit die schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass die Möglichkeit “ein bisschen schwanger” zu sein, sich nicht mit einer gleichzeitig begangenen Umlaufbahn um die eigene (sonnenhafte) Erkenntniskraft zu Deckung bringen lässt. So ich denn, als der der ich leider bin, also schwanger gehen will mit Gerätschaften der anspruchsvollen ästhetischen Problemlösung, oder gar transzendierenden Ideen der Weltrettung oder Weltaufhebung, bin ich, wie jeder andere, gezwungen dies im Rahmen meiner Möglichkeiten zu tun: folglich: es nicht zu tun.
    Da sich das nun aber nicht im geringsten mit dem gesunden Narzissmus eines zeitgenössischen, proaktiven Medienopfers vereinbaren lässt, stellte ich mir folgende Frage: Könnte ich nicht -um die sehr liebenswerte Idee einer durchlässigen Welt voller Chancen und Möglichkeiten vor mir selbst aufrecht zu erhalten- meine Betätigung auf einen Bereich verlegen, der sich in seinem Kern nicht grundlegend von der Flatulenz unterscheidet?

    Die schmerzliche Erkenntnis, niemals ein bisschen schwanger werden zu können und die daraus entstehenden Fragen trieben mich also zu folgender Schlussfolgerung: Jedoch kann ich feucht furzen. Es ist im wesentlichen eine Frage der Ernährung. Und des Willens und eines gottgegebenen Mangels an Anstand.

    Sie haben ja hier ein richtiges Surplus an möglicherweise dehydrierten Kommentatoren und Rudeln von Fleischwölfen, ich bin nun neiderfüllt, und zeige Ihnen deshalb den Finger der Erkenntnis, diesen jenen.

    Kolumne des Irrgeleiteten

  17. Eliyah schreibt:

    “dass eine Wahl stattfinden wird, was mit dem Preisgeld geschehen wird” Die Wahl abzuhalten wird wohl teuerer sein, als das Preisgeld. Also ist es viel einfacher, das Preisgeld einfach mir zu geben. Ich habe auch einen EU-Pass und habe in zwei EU-Ländern gelebt und in vielen anderen Urlaub gemacht. Und wenn ich das Preisgeld bekomme, dann mache ich noch viel mehr Urlaub in EU-Ländern, versprochen!

  18. Heimchen am Herd schreibt:

    Immer wenn man denkt,….BEKLOPPTER gehts nicht mehr…. :lol:

    P r e s s e m i t t e i l u n g
    Friedensnobelpreis für zynische Menschenverachtung
    12. Oktober 2012
    Mit Entsetzen nimmt der Aachener Friedenspreis die Verleihung des Friedensnobelpreises 2012 an die Europäische Union zur Kenntnis. „Erst letzten Monat haben wir Borderline Europe e.V. mit dem diesjährigen
    Aachener Friedenspreis ausgezeichnet, eine Organisation, die die menschenverachtende Flüchtlingspolitik
    der EU und ihrer Grenzschutzagentur Frontex anprangert.“ so Tina Terschmitten, stellvertretende Vorsitzende des Aachener Friedenspreises. Dass nun eben diese EU für ihre angeblichen Verdienste um Frieden
    und Menschenrechte geehrt werden soll, während sie an ihren Außengrenzen Flüchtlinge in den sicheren
    Tod schickt, kann der Verein nicht unwidersprochen hinnehmen.
    „Die Militarisierung der EU und ihre Abschottung gegenüber Flüchtlingen mit kriegerischen Mitteln ist
    alles Andere als friedlich. Das muss endlich im Bewusstsein der Menschen ankommen.“ sagt Lea Heuser,
    Pressesprecherin des Friedenspreises. „Es ist unsere Aufgabe und die Aufgabe unserer Preisträgerinnen und
    Preisträger von Borderline Europe, dieses Bewusstsein zu schaffen – offenbar noch eine sehr große Aufgabe.“
    so Heuser weiter. Der Aachener Friedenspreis e.V. lehnt die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU
    auf das Schärfste ab und hält die Entscheidung des Nobelpreiskommitees für grundfalsch und zynisch.
    http://www.aachener-friedenspreis.de/uploads/media/PM_Friedensnobelpreis.pdf

    NOCH ein VEREIN… :grin: Und der NAME… BORDERLINE EUROPE :lol: :lol:
    Das ist doch eine KRANKHEIT!!! EUROPA hat FERTIG!!!

  19. Heimchen am Herd schreibt:

    Ich bin der BUG!!! …..

    Ich bin der BUG!!!

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