Nicht verwechseln!

Irena Wachendorffs Lyrik

und das hier:

Irena Wachendorff kann man am Besten mit einem Gedicht von ihr beschreiben:

Da rief eine:
„Der Kaiser ist ja nackt!“
„Ja, ja das stimmt!“
schrie die Menge.
Aber da war
kein Kaiser,
da war
gar
nichts.

Ja, Irena Wachendorff ist nackt, aber sie ist nicht mal eine Kaiserin, sie ist nichts. Vermutlich leidet sie unter dem Münchhausen-Syndrom. Es ist eine psychische Störung, bei der die Betroffenen körperliche Beschwerden erfinden bzw. selbst hervorrufen und meist plausibel und dramatisch präsentieren. Die Bezeichnung prägte 1951 der Londoner Psychiater Sir Richard Asher (1912–1969) nach dem Baron Münchhausen. Aber diagnostizieren Sie selbst: “Diesen Holocaust hat es nie gegeben”

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21 Antworten zu Nicht verwechseln!

  1. Maddin schreibt:

    Huk, ich
    habe gebrochen.

  2. jippie schreibt:

    Die Vertonungen! Ihr müsst euch die Vertonungen anhören!
    http://www.irena-wachendorff.de/index.php?a=books&sa=eurydike&s=extract

    • Paul schreibt:

      Danke jippie,
      es ist richtig: “EURYDIKE DREHT SICH UM”
      Richtig: Selbst DIE dreht sich um. :-)

      Aber Eines muss man ihr lassen: Eine deutliche Aussprache hat sie. Das ist zur Verbreitung von Lügen auch eine Grundvoraussetzung. Denn sonst könnten die Menschen die Lügen nicht verstehen. (“Verstehen” ist hier im Sinne von akustisch wahrnehmen gemeint.)

  3. Paul schreibt:

    Mein Finger hat gezittert . s.o. Hicks :-D

    Wenn das Wachendorf wäre könnte man wenigstens noch lachen.

    Aber so? :-( .-(

  4. zweitesselbst schreibt:

    oke, also so ist das mit dem Schluckauf. So gesehn ist dann Kunst auch Ergotherapie. Und wer irgendwann verlernt hat, sich auszudrücken, kann das natürlich wieder zurückerlernen. Zumindest wenn er bzw. sie das denn auch will.

    Da ist auch ein Beispiel für Kunst im Rahmen der Ergotherapie, abfotografiert in den Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden ->> http://zweitesselbst.files.wordpress.com/2012/06/dsc0160811.jpg

    übrigens, bevor andere kommentieren, sag ich mal, alles gar nicht so einfach, aber ich arbeite daran. :P

  5. Arme Sau schreibt:

    Wie könnt ihr es
    wagen
    zu
    spotten über die
    wohl größte
    deutsche
    Ly-
    rik seit
    Kristia-
    ne All-
    ert-Wybran-
    ietz?

    Menetekel:
    Wer Lyrik
    verspottet, verspottet
    irgend-
    wann
    auch Menschen!

    • Aristobulus schreibt:

      Die am Ahnungsvollsten zu Herzen gehende, derweil klassischste, ja gar zu manch innigminnigen prägriechischen Assoziationen neigende und in ihrer archaischen Lakonik bislang selbst von fast ganz unumstrittenen Lyrikgrößen wie Irena Wachendorff unerreichte und unerreichbare Gedichtzeile ist freilich diese nun hier zu zitierende und äußerst ja überaus zu lobende, die in ihrer klangvoll ausdrucksstarkenen Melodik, dunkelvokalisch tönenden Spielerischkeit und tragisch anmutenden, ja anmutig wohlgemuten Anmutung ungeahnt viel Mutiges, ja urmutig Anmutendes zu bis dato Ungeahntem!, ja zu kat’exochen Niegeahntem!, ja zu schlechthinniglich nie zu Ahnendem beiträgt!, also diese:

      Ly-

      Welch ein ungeheurer Ausdruck. In seiner außerordentlichen Außerordentlichkeit nur noch kongenial gefolgt von:

      ietz?,

      dessen nahezu slawische Melancholie mitsamt Oinomatopoetik, vulgo Lautmalerei, nebst der bang formal zurückgenommenen Halbfrageform hier einen spürend und spürbar lyrischen und panegyrischerseits fast ganz ungehört bedeutenden, ja unerhört bedeutsamen Bedeutungsraum eröffnet.
      Denn:
      Nun ist es bewiesen!
      Dieses:
      Es GIBT größere Lyrik als die der Wachendorffschen! Wir lesen sie ja hier! Arme Sau! Er kriegt’n! Den Lyrikpreis des Nicht-Verwechseln-Freds! Jetzt! Hier! HA!!! JAAAA!! Demgegenüber kann, muss, darf und soll Wachendorffs Irene ausgelyrikt haben! Aber achtkantig! Ähm! Dochdoch!
      Oh. Wer hätte sich DAS in seinen kühnstblassesten, düftendsten, merkwürdigsten Träumen jemals träumen lassen, einst oder immerdar!
      Man höre, staune, lausche, lutsche und breche zusammen.

      Ariost von Bolus, Abteilung Sonntags-Feuilleton

      • Arme Sau schreibt:

        Als seine Frau gemeldet hatte, der große Ariost von Bolus habe im Sonntagsföijetong sein Gedicht gepriesen, trudelten Glückwünsche herein. Zwei Eigenschaftswörter kamen auffällig oft vor im Glückwunschtext. Die Freude der Gratulierenden wurde öfter “unbändig” genannt. Auf den Dankespost, den der Ausgesuchte schreiben werde, hieß es auch öfter, sei man gespannt, er werde sicher kritisch. Daß mehrere sich unbändig freuen, weil einem anderen etwas Angenehmes geschieht, zeigt, daß unter uns die Freundlichkeitsfähigkeit noch lebt. Darüber, daß von ihm natürlich ein kritischer Post erwartet werde, konnte der Ausgesuchte sich nicht gleichermaßen freuen. Klar, von ihm wurde das Montagsposting erwartet. Die kritische Predigt. Irgend jemandem oder gleich allen die Leviten lesen. Diesen Post hast du doch auch schon geschrieben. Also schreib’ ihn halt noch einmal, mein Gott. Den Post, der gespeist wird aus unguten Meldungen, die es immer gibt, die sich, wenn ein bißchen Porenverschluß zu Hilfe kommt, so polemisch schleifen läßt, daß die Mitkommentatoren noch zwei, wenn nicht gar zweieinhalb Tage lang eifrig den Nachhall pflegen.

        Als seine Frau den ersten Absatz seines Dankesposts las, sagte sie: “Källe, blas disch net so uff.” Er bemühte sich, diesen von Herzen kommenden Rat zu be- (genau:) -herzigen, und in der Gattung der Lyrik fortzufahren, denn es lässt sich nichts prägnanter sagen als im Gedicht:

        Was also noch gesagt werden muss:

        Ly-
        rik
        ly-
        gt
        nicht!

        • Aristobulus schreibt:

          Ui!
          Wehe, jemand sagt nochmal oder jemals was gegen Montags-Föijetone :D
          Die haben es in, an und auf sich. Damit – und mit all dem Rest.

          P.S.
          “gt”
          als Ausdruck, als Ausdrücklichkeit, als pars pro toto und besonders als Lautfolge (sei sie nun verknüpft, unverknüpft oder einfach mal so) ist zu loben, sehr!, nein noch mehr!, so an sich zu loben, apriorisch und a posteriori und mit der Post und überhaupt.
          Man sei und denke und rufe “GT”! “RIK!” Oder “tg!” usf., denn auch nein grad in der Umkehrung ist alles unumkehrbar und nie vrrkeht.
          Oh ah, die Nacht ist jung, Wind weht, und besser & brauser tönt’s aus und in und wegen Buchstaben. Expressionismus in gischtenden Lauten!
          (Den oder die hält die Wachendorffsche für irgendsowas Vertracktes. Nu, sollse doch)

    • Ze'el schreibt:

      Da zog sich, als er nach diesem unauslöschlichen Lachanfall, diesem Donner, Blitz und Aigis schwingenden Getöse, dieser locken-, bart- und erderschütternden Eruption, Sterne vor Augen, schwindlig nach Luft schnappend wie ein Fisch auf dem Trockenen, wieder aufstand und umher die schreckerstarrten, großäugigen und offenmmauligen Gesichter seiner Kollegen auf ihn gerichtet sah, ein Lächeln über seine Lippen, langsam, selig, von einem Ohr zum andern.

  6. Elisabeth BG schreibt:

    Vielleicht sollte ich mir auch eine himmelschreiende Biographie zulegen, dann könnte meine Laiensammlung auch erfogreich sein

  7. Andreas Poppe schreibt:

    Seid doch nicht so ungerecht… es ist schon viel schlimmeres gedruckt worden. Ist doch alles hübsch new-age-mäßig, passend für die Mittelstands-Romantikerin in fortgeschrittenem Alter. Richtig was zum Blütentee für rosarote BlümchenkünstlerInnen, die mit 50 noch Poesiealbumführen. Nicht mein Fall, aber jedem das Seine. Ziemlich harmlos. Ihr Gesinnungsfreund Grass ist da in seiner literarischen Diarrhoe schon wesentlich deutlicher geworden.
    Wäre sie mal lieber beim Dichten geblieben. Ich glaube übrigens nicht, dass ihre Kumepelinchen von der Hamas oder Hisbollah auch nur einen Ansatz von Gefühl für diese Art von Kleinmädchenlyrik haben. Uner der Shariah hätte es sich sowieso ausgewachtelt…

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