Die neuen Propheten

Die Penetranz, mit der viele Klimawandelwarner nach jedem Hurrikane oder nach jeder Flut gleich Schuld zuweisen, hat den Charme vieler Evangelikaler erreicht, die sofort Homosexualität und sexuelle Promiskuität für die Naturkatastrophen verantwortlich machen. Die einen rufen “Das ist die Strafe Gottes für Eure Sünden” und die anderen nehmen schlicht das Wort Gott aus der Anklage raus: “Das ist die Strafe für Eure Sünden!”

Mit der Warnung vor dem Klimawandel kommt die moderne Wissenschaft so nah an die religiöse Prophetie heran, wie selten zuvor. Viele Menschen, die damals mit den rohen Gewalten der Natur konfrontiert waren, versuchten der beängstigen Sinnlosigkeit der Zerstörung durch die Natur dadurch zu begegnen, dass sie den Sünder Mensch für die Katastrophe verantwortlich machten. Heute machen nicht weniger Menschen die sogenannten Umweltsünden der Menschheit zum Grund für Naturkatastrophen. Dabei wird jedoch geflissentlich ignoriert, dass die Erde schon in anderen Jahrhunderten der Menschheit viel wärmer war als heute, dass es in Europa Zeiten stärkerer Stürme und Fluten gab als heute und dass es Zeiten gab, in denen es weit weniger Eis an den Polen gab als heute. Die Wikinger zum Beispiel lebten in Grönland an Orten, die heute tief unter Eis liegen. Die Klimakatastrophen sind heute nicht brutaler als zu jeder anderen Zeit. Naturkatastrophen gab es schon, bevor der Mensch in Sünde lebte oder CO2 produzierte.

Damals wie heute stehen die Menschen hilflos vor der Macht der Natur und suchen nach Erklärungen für das Unerklärliche. Viele Menschen wollen einfach irgendwie Schuld sein an der Katastrophe. Sie glauben, die Situation so besser ertragen zu können. Sie benehmen sich wie die verlassene Person, die bei der Trennung immer wieder fragt, was sie denn falsch gemacht habe, in der Hoffnung, so die Situation erträglicher zu machen. Daher haben auch die Propheten von heute immer noch genug Ohren, in die sie ihre apokalyptischen Gedanken flüstern können, so wie einst die dunklen Herrschaften des Mittelalters, die auf ihren Kisten in den pestverseuchten Gassen standen und ihren Dogmen brüllten.

Dogmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich jeder Skepsis verweigern. Das Gegenteil zum Dogma ist die Theorie. Die Theorie verweigert sich nicht dem Zweifel, sondern sie fordert ihn. Weil der Mensch nie sicher sein kann, ob er eine Wahrheit gefunden hat, ist es die Aufgabe der Wissenschaft nicht so sehr um den Beweis sondern vielmehr um die Widerlegung von Theorien bemüht zu sein. Beim Versuch zu beweisen, wird nämlich nur betrachtet, was eine Theorie stützt, nicht jedoch, was ihr widerspricht. Dadurch besteht die Gefahr des Dogmatismus, denn Dogmatiker vermeiden, ihre Meinungen der kritischen Prüfung auszusetzen. Sie suchen nur nach Bestätigungen. Alle Ereignisse und Phänomene werden so interpretiert, dass sie in die Theorie passen. Widersprechendes wird ausgeblendet, uminterpretiert oder als irrelevant abgetan. Der Zweifel wird sanktioniert. Die Theorie jedoch fordert den Zweifel. Die norwegische Philosophin Wiki Pedia sagt dazu:

“Der maßgeblich von Karl Popper entwickelte Kritische Rationalismus beinhaltet eine Wissenschaftstheorie, der zufolge sicheres oder rechtfertigbares Wissen nicht möglich ist und daher auch nicht das Ziel der Wissenschaft sein kann. Stattdessen fasst der Kritische Rationalismus Wissenschaft als methodisches Vorgehen durch Versuch und Irrtum auf, bei dem Hypothesen und Theorien sich beständig durch Überprüfung bewähren müssen. Der Forscher versucht seine Hypothesen zu verallgemeinern, zu verfeinern und sie durch Experimente in Frage zu stellen, um ihre Schwächen herauszufinden, so dass sie durch neue, verbesserte Hypothesen ersetzt werden können. Im Unterschied zu positivistischen Richtungen geht der Kritische Rationalismus auch bei nachhaltiger Bewährung einer Theorie nicht davon aus, dass dies ein Argument für die Theorie ist oder die Theorie begründet. Er ist jedoch der Auffassung, dass durch die ständige Fehlerkorrektur eine Annäherung an die Wahrheit möglich ist und die Wahrheit sogar erreicht werden kann, der Forscher jedoch nicht sicherstellen kann, dass das der Fall ist. Trotz dieses Eingeständnisses behält der Kritische Rationalismus den absoluten Wahrheitsbegriff der Korrespondenztheorie bei und distanziert sich vom Relativismus.”

Ich habe die Theorie, dass sich ein hoher CO2-Ausstoß selbstverständlich auf das Klima auswirkt, wie Vulkanausbrüche, die schon seit der Entstehung der Erde das Klima beeinflussen, aber ich zweifele doch sehr stark daran, dass jede Klimakatastrophe gleich ein Resultat eines menschgemachten Klimawandels sein soll. Das Klima hat sich immer schon gewandelt, schon vor der Menschheit und es wird sich auch nach der Menschheit wandeln. Es wird mal wärmer sein und mal kälter. Es wird Eiszeiten geben und Wärmeperioden. Grund genug also, nicht auf jede Panikmache nach jedem Hurrikane hereinzufallen.

Nicht selten ertönt in dem Moment, da eine wissenschaftliche Theorie zum Dogma wird der Chor der Masse: “Alle wichtigen Wissenschaftler sagen das!” Man muss jedoch kein Einstein sein, um auf eine solche Aussage die passende Antwort zu finden: “Das Richtige braucht nur einen Wissenschaftler!” Es waren immer die Gelehrten, die Studierten, die Bischöfe, die behaupteten, ihre Studien hätten bewiesen, dass das ungebildete Volk sich ändern müsse, um Schlimmeres zu bewahren. Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, ich kenn auch die Herren Verfasser; ich weiß, sie tranken heimlich Wein und predigten öffentlich Wasser. Sie schüren die Panik, um damit Politik zu machen!

Es gab schon Fluten bevor der Mensch die Ehe brach. Egal. Es gab schon Hurrikans bevor der Mensch Auto fuhr. Egal. Der Prophet will Macht und konstruiert.

Die Parallelen sind so offenkundig, Tapfer im Nirgendwo präsentiert nun eine Liste der “besten” Propheten der letzten 2000 Jahre. Entscheiden Sie selbst, ob es Übereinstimmungen gibt zu der heutigen Klimahysterie. Einige der kommenden Personen waren übrigens fest davon überzeugt, die Welt sei eine Scheibe und wussten zu ihrer Zeit die Mehrheit der Wissenschaftler hinter sich. Es waren die Zweifler, die etwas anderes behaupteten. Die Zweifler holten den Menschen aus dem Mittelpunkt des Universums heraus und stellten die Sonne in den Mittelpunkt des Sonnensystems. In der Philosophie wird dieser Moment als “kopernikanische Wende” bezeichnet. Es wird Zeit, dass es auch in der Klimadebatte zu einer “kopernikanischen Wende” kommt. Der Mensch muss endlich aus dem Glauben herausgerissen werden, er stünde im Zentrum der Natur. Die Natur dreht sich nicht um den Menschen! Ob es uns gefällt oder nicht, die Natur wird weiterhin Fluten, Stürme und Trockenzeiten schicken und zwar vollkommen sinnlos und unabhängig davon, ob der Mensch Elektroautos fährt, Energie spart oder Biokarotten isst.

Hier nun die Liste der Propheten:

Jesus: Schon der Junior-Chef der Christen war im Weltuntergangsgeschäft. Er sprach unter anderem: “Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie sehen das Reich Gottes kommen mit Kraft.”

Montanus: Er sah in sich selbst den von Christus verheißenen Messias. Aus ihm entstand etwa im Jahr 160 der Montanismus in Kleinasien. Die Mitglieder glaubten, Offenbarungen des Heiligen Geistes zu besitzen, die ihrem Gründer Montanus angesichts des nahen Weltendes eingegeben worden seien. Ihre strenge Ethik war auf eine Erneuerung und Vervollkommnung der kirchlichen Lebensordnung (Martyrium, Ehe, Fasten, Buße) ausgerichtet.

Hippolytus: Er war römischer Kirchenschriftsteller und wurde im Jahr 217 vermutlich erster Gegenpapst in der Geschichte des Christentums. Er ging davon aus, dass die Erde 5500 v. Chr. erschaffen wurde und insgesamt 6000 Jahre alt werden würde. Seinen Anhängern lehrte er: “500 Jahre werden nach der Geburt Christi noch vergehen, dann wird das Ende gekommen sein.”

Abbo von Fleury: Er war Mönch und lebte in zehnten Jahrhundert an der Loire. Er rechnete die Johannes-Offenbarung nach um kam zum Schluss, die Welt würde 979 untergehn.

Sylvester II: Er war erster französischer Papst ab dem Jahr 999. Er verkündete, dass um Mitternacht des 31. Dezember 999 die Welt untergehen würde. In der christlichen Welt brach eine Massenhysterie aus. Als die Welt am ersten Januar des Jahres 1000 jedoch noch stand, beruhigte sich das Volk wieder. Papst Sylvester II zog sich aus der Affäre, indem er einfach behauptete, nur seine Gebete hätten den drohenden Weltuntergang verhindert. Vermutlich steht unsere Welt heute auch nur noch, weil Al Gore den Friedensnobelpreis bekommen hat und somit das Monster Klimawandel milde gestimmt wurde.

Radolf Glaber: Er war Mönch und Geschichtsschreiber aus Burgund und lehrte im Gegensatz zu vielen anderen seiner Zeitgenossen, dass die in der Offenbarung des Johannes erwähnten 1000 Jahre bis zur Apokalypse erst vom Tod Christi an zu zählen seien und somit das Jahr 1033 das Ende sei.

Johannes von Toledo: Er war Astronom und sagte im Jahr 1179 voraus, dass der Weltuntergang im Jahre 1186 mit verheerenden Erdbeben und Stürmen beginnen würde. Im September dieses Jahres standen nämlich sämtliche Planeten im Zeichen der Waage, was für Toledo ein sicheres Zeichen für das kommende Ende war. In Europa brach daraufhin wieder einmal eine Massenhysterie aus. In Deutschland setzte sich zwar noch niemand Solardächer aufs Haus, aber allerorts grub man Unterstände. Der Kaiser von Byzanz ließ zwar keine Windräder aufstellen, aber alle Fenster seines Palastes vermauern. Der Erzbischof von Canterbury ordnete zwar keine Biokennzeichnungspflicht an, aber ein dreitägiges Fasten, um Britannien auf das jüngste Gericht vorzubereiten.

Joachim von Fiore: Er war katholischer Abt und lehrte, dass der Messias wieder erscheinen würde, wenn die Erde sieben Phasen durchlaufen hätte. Im Jahr 1200 waren nach seiner Lehrmeinung 40 Generationen seit Christus vergangen. Daraus leiteten seine Anhänger den Weltuntergang für das Jahr 1260 ab.

Girolamo Savonarola: Er war katholischer Priester und predigte seit 1490 die baldige Ankunft des Messias und das Strafgericht Gottes predigte. Er prophezeite den Weltuntergang für das Jahr 1500.

Martin Luther: Er ließ die Welt gleich mehrmals untergehen: 1532, 1538 und 1541. Nachdem er sich ein drittes Mal verrechnet hatte, hängte er seinen Job als Weltuntergangsprophet an den Nagel und gab er sich ganz seinem Judenhass hin, stiftete zum Bauernmord an und wurde Religionsstifter des Glaubens, aus dem noch viele evangelikale Propheten kriechen sollten.

Michael Stifel: Er war im 16. Jahrhundert Professor für Mathematik an der Universität Jena und Pfarrer in der kleinen kurfürstlichen Residenz Lochau. Am Neujahrsabend 1533 verkündete er in seiner Gemeinde, dass er aus bestimmten Wortrechnungen, die auf die Gleichsetzung der Buchstaben mit den aufeinanderfolgenden Dreieckzahlen fußen, den Weltuntergang für den 19. Oktober 1533 um 8 Uhr früh datieren könne. Und jetzt raten Sie mal, wer diesen Pfarrer eingeführt hat. Bingo! Martin Luther! Die Worte des Pfarrers waren fatal. Viele Bürger bestellten ihre Äcker nicht mehr und beteten stattdessen. Beten war bei den Nachfolgern von Martin Luther immer schon eine gern gegebene Antwort auf Probleme. Später sollte zum Beispiel Pfarrerin Margot Käßmann das Beten mit der Taliban als gebotene Reaktion auf den Terrorismus verkünden.

Sabbatai Zevi. Er wurde im Jahr 1665 von vielen jüdischen Gemeinden in Europa und im mittleren Osten als der Messias anerkannt. Als er jedoch ein Jahr später zum Islam konvertierte folgte ihm kaum noch jemand.

Christoph Kolumbus. Ja, auch er! Der genuesische Seefahrer vertraute weniger auf “die Vernunft, die Mathematik und die Weltkarten” als auf Berechnungen von Kardinal Pierre d’Ailly, wonach “noch etwa 155 Jahre fehlen, bis die 7000 voll sind, nach denen das Weltende kommt”. Kolumbus entschied sich für das Jahr 1666, weil die drei Sechsen ja irgendwie teuflisch sind. Seine Reise begriff er übrigens als eine Etappe auf dem Weg ins endzeitliche Paradies und unterschrieb seine Briefe mit “Christoferens” was soviel heißt wie: “Bringer Christi”.

Pierre d’Ailly: Er war Kardinal und sagte 1419 das Weltende zunächst für 1692 voraus und dehnte später den Zeitraum bis 1789 aus. Sicher ist sicher. Die Klimaapokalyptiker haben schließlich auch gelernt, dass es besser kommt, eher ein Wagen Datum in der Zukunft zu nennen, um dann die Trumpfkarte zu spielen: “Uns gehört die Erde nicht, wir haben sie nur von unseren Kindern geliehen.” Bämm! Ohne 4, Spiel 5, Schneider 6, Contra 12, Re 24, Bock 48!

Joanna Southcott. Sie prophezeite den Weltuntergang für 1814. Schon über 60 Jahre alt, behauptete sie mit dem wahren Messias schwanger zu sein. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich eine größere Zahl von Anhängern, auch der besitzenden Schichten, um sie versammelt. Deren Spenden ermöglichten ihr ein gutes Auskommen. Die wohl vorgetäuschte Schwangerschaft fand bei Tausenden Glauben, der selbst dadurch nicht bei allen Anhängern erschüttert wurde, als sie starb, ohne überhaupt schwanger gewesen zu sein. 100.000–140.000 Personen führten nach ihrem Tod den Kult weiter und glaubten, dass Joanna 1874 wiedergeboren würde. Sie warteten auf ihre Reinkarnation und die angekündigte Geburt des Messias. 1817 kam es in London zu Tumulten, als Tausende ihrer Anhänger in weißen Gewändern durch die Straßen rannten und religiöse Parolen riefen. Mittlerweile ist der Kult ausgestorben. Schade.

William Miller. Er war amerikanischer Babtistenprediger und verkündete den Weltuntergang im Jahre 1818. Es gab an den Termin aus den Wörtern und Zahlen der Bibel errechnet zu haben: 22. März 1844. Viele Anhänger verkauften daraufhin all ihr Hab und Gur. Nachdem der ‘Doomsday-Termin’ verstrichen war, gab Miller bekannt, sich geirrt zu haben. Uppps. Er hätte vielmehr Beginn der ‘Reinigung durch Christus’ gemeint. Seitdem gibt es die Sekte der Adventisten.

Edward Irving: Er war britischer Prediger und sagte den Weltuntergang für das Jahr 1864 voraus. Aus seiner Anhängerschuft ging später die Neuapostolische Kirche hervor.

Zeugen Jehovas. Im Jahre 1874 sollte für die Zeugen Jehovas nach Aussagen ihres Gründers Charles Taze Russell die Welt zum ersten Male untergehen. Aber da sie sich gegen Ende des Jahres noch immer drehte, verlegte er den Weltuntergang rasch auf den 1. Oktober 1914. Das Datum berechnete er aus dem Buch Daniel, Kapitel 4. In diesem ist von “sieben Zeiten” die Rede. 7 Zeiten zu 360 Tage, das macht insgesammt 2520 Tage. Diese wurden wiederum als 2520 Jahre ausgelegt. Logisch. Gemessen wurde dann von 607 vor Christus, ist doch klar. Als die Erde auch an den Tag nicht unterging, verkündeten die Oberen, dass Christus unsichtbar gekommen war und nur von wahren Gläubigen gesehen werden konnte. Der nächste Termin für den Weltuntergang war dann 1925. Im Jahre 1975 schließlich ging für die Zeugen Jehovas die Welt dann zum vierten Male unter. Live dabei war die Zeitschrift Erwachet, Nr.8 22.4.1967.

Jesus, Martin Luther, die Adventisten, die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas, wo immer jemand einen neuen religiösen Laden aufmacht, gibt es den Weltuntergang im Sonderangebot. Wer fehlt noch? Richtig! Die Mormonen!

Joseph Smith. Der Gründer der Mormonen predigte am 14. Februar 1835 auf einer Versammlung: “Das das Kommen des Herrn ist nahe, es sollen noch 56 Jahre bis dahin vergehen.” Es war übrigens Valentinstag.

Michael Baxter. Er war Pfarrer und Herausgeber des “Christian Herald” und verkündete, dass 1896 hundertvierundvierzigtausend gläubige Christen entrückt werden und fünf Jahre darauf die Welt untergehen würde.

Das 20. Jahrhundert war voll von Weltuntergangsexperten. Im Mai 1910 näherte sich der Halleysche Komet zum 27. Male seit seiner ersten Beobachtung der Erde. Eine wahre Hysterie brach aus. Tausende von Menschen in Europa versammelten sich in Kirchen und beichteten ihre Sünden. Hunderte begingen Selbstmord. Andere wiederum verschenkten Haus und Habe oder gaben sich einem Vergnügungstaumel hin. In Oklahoma mußte die Polizei ein Mädchen vom Altar der Select Flowers retten, die den Allmächtigen mit einem Menschenopfer zu besänftigen versuchten. Es folgen hundert Jahre des Untergangs.

1953 sollte die Welt untergehen laut dem Buchautor David Davidson.

1957 wiederum errechnete der kalifornische Pastor Mihran Ask.

Am 22. April 1959 erwarteten Hunderte von Anhängern der Davidianer auf ihrer Farm in Waco, Texas, vergeblich auf die Ankunft des Messias.

1960 Piazzi Smyth untergehen. Der schottische Astronom hatte dies 1860 durch Abmessung der Pyramiden ermittelt. Im selben Jahr warteten auch die Mitglieder der Sekte des Bruder Emman am Fuße des Montblanc vergeblich auf das prophezeite Ende der Welt.

Am 4. Februar 1962 sollte die Welt untergehen laut Sybille von Prag, einer Wahrsagerin aus dem 17. Jahrhundert.

1969 war das Jahr des Untergangs für Charles Manson. Er behauptete, die Beatles wären “Engel der Apokalypse” und ihre Songs wie “Helter Skelter” oder “Revolution Number 9″ enthielten Botschaften über die Zukunft.

1973 erklärte David Moses, der Gründer von “The Children of God”, zum Jahr, in dem ein Komet die Erde treffen und alles Leben in den Vereinigten Staaten vernichten würde. 1986 dann sollte die Welt ins Chaos fallen und 1993 Jesus kommen, um die Scherben aufzuwischen.

Am 28. Juni 1981 ging die Welt unter laut der Lighthouse Gospel Tract Foundation aus Arizona. Auch der Fernsehprediger Arnold Murray tippte auf 1981. Der Evangelist Bill Maupin wusste es sogar ganz genau: 30. Juni 1981. Wim Malgo erklärte 1982 zum letzten Jahr.

1988 war dann richtig Untergangsstimmung. Charles Taylor riet seinen Gläubigen, im Jahr 1988 in das Heilige Land zu reisen, denn wenn sie sich ein Zimmer am Olivenberg nehmen würden, könnten sie die Rückkehr des Herrn aus nächster Nähe beobachten. Der christliche Fernsehkanal Trinity Broadcasting Network legte den Weltuntergangstermin auf den 10./11. September fest. Der Kanal unterbrach sein reguläres Programm und sendete den ganzen Tag Instruktionsvideos für Ungläubige, welche Verhaltensmaßnahmen bei einer plötzlichen Himmelfahrt der Angehörigen zum Inhalt hatten. Der Vorsitzender der Christian Communications, Hart Armstrong, errechnete den 29. September 1988. Wim Malgo, der schon mal das Jahr 1982 zum Ende erklärt hatte, rief allerdings mit Norbert Lieth schon den Mai 1988 zum Ende aus. Paul Kuhn, nicht der Klavierspieler sondern der Leiter der Michaelsvereinigung, errechnete den 8. Mai 1988 und sprach:

“Bald ist die Zeit da, wo euere Kinder geholt werden – all diese reinen, unschuldigen Geschöpfe Gottes sollen gerettet werden – sollen nicht diesen Heuschrecken und Skorpionen ausgesetzt werden, die euch quälen werden – fünf Monate lang. Die Auserwählten unter euch, die mit den Kindern geholt werden, werden mit unseren Helfern für sie sorgen. Es wird ihnen an nichts fehlen – glaubt mir, sie werden es wunderbar haben. Einige Zeit werden sie auf unseren Mutterschiffen zubringen. Später werden sie an einen wunderschönen Ort gebracht werden.”

In den 90er Jahren gab es schließlich High Life in allen untergehenden Gassen. Der Führer der südkoreanischen Dami Mission Church, Lee Jang Rim, legte den Weltuntergang auf denn 28. Oktober 1992. Vier von seinen 20.000 Jüngern brachten sich daraufhin aus Angst um. Hunderte verließen Familie und Arbeitsplatz. Der Sektenführer mußte anschließend ein Jahr ins Gefängnis.

1993: Wieder Waco. Wieder die Davidianer. In Erwartung des nahen Weltuntergangs verschanzen sich die Mitglieder der Davidianer auf der Ranch Apocalypse des Gurus David Koresh. Als Polizisten das Anwesen nach mehrwöchiger Belagerung stürmten, gingen 85 Sektenmitglieder in den Feuertod.

Der 24. November 1993 war das Date für Marina Tsvigun. Sie war Führerin und selbsternannte MessiasIn der Großen Weißen Bruderschaft. Die Anhänger sahen mit ihren weißen Gewändern, dem spitzen Hut und dem Schäferstock zwar ein wenig so aus wie Apokalypse in Disney-Land, aber nicht weniger als 500.000 Sektenmitgliedern planten den organisierten Massenselbstmord, der durch das rechtzeitige Eingreifen der russischen Behörden jedoch verhindert werden konnte.

1994 waren es nur 53 Gläubige die in Anbetracht des Weltuntergangs in den Freitod gingen. Jo Di Mambro und Luc Jouret waren Führer der Sonnentempler und erklärten, nach dem Freitod sollten die 53 Seelen in feinstofflicher Form durch den Kosmos zum Planeten Sirius fliegen, wo sie zu christusähnlichen Sonnenwesen werden würden. Die Erde solle währenddessen den apokalyptischen Bach hinunter gehen. Da 38 von den 53 Opfern den Transit zum Planeten Sirius nicht freiwillig machen wollten, halfen mitfühlende Glaubensgeschwister nach. “Die Stunde der Offenbarung ist gekommen, es ist die Stunde der Apokalypse”, verkündete der ehemalige Truppenarzt und Obermotz der Sonnentempler Luc Jouret kurz vor dem dramatischen Ende. Am 15. Dezember 1995 wurden dann auch in einem Waldstück bei Grenobel die Leichen von 16 weiteren Sonnentemplern gefunden. Sie brachten sich um, weil sie maßlos darüber enttäuscht waren, beim ersten Transit zum Sirius übergangen worden zu sein. Am 22. März 1997 schließlich fand die Feuerwehr in einem Landhaus im kanadischen Québec fünf verkohlte Leichen. Drei verstörte Kinder, die sich in einem Nebengebäude aufhielten, erklärten gegenüber der Feuerwehr, dass sich ihre Eltern auf dem Weg zum Planeten Sirius gemacht hätten. Dies sei bereits der zweite Versuch gewesen, da es beim ersten Transit einige Pannen gegeben hätte. Da die Kinder nicht noch einmal einen misslungen Transit erleben wollten, bettelten sie dieses Mal um ihr Leben. Nach einer langen Auseinandersetzung betäubte sie ihr Vater, bevor er sich zum Sirius aufmachte.

Den September 1994 erklärte der amerikanische Fernsehprediger Harold Camping vor Millionen von Zuschauern zum Monat des Weltuntergangs.

1996 war das Jahr, dass schon im Jahr 1659 vom irischen Erzbischof James Ussher, nicht der Rapper, zum Jahr des Untergangs errechnet wurde. Der Erzbischof rechnete allerdings auch in die andere Richtung und konnte den Tag der Schöpfung genau bestimmen: “Unsere Welt wurde im Jahre 4004 v. Chr. erschaffen, und zwar am 26. Oktober um 9 Uhr in der Früh.” Was war das wohl für ein Wochentag?

Das Jahr 1996 erklärte eine Deutschlehrerin und Anhängerin der Sternengeschwister zum Weltuntergangsjahr: Es kämen zu einem Atomkrieg und ein Überleben auf der Erde sei ausgeschlossen. Allerdings gäbe es einen Notausgang im “lichtdurchfluteten Universum”. Tausende von Raumschiffen seien für die Evakuierung von allen Kindern und den Anhängern der Sternengeschwister im Anflug. Lehrer, die ihre Schüler mit Angst erziehen, gab es schon immer. Früher waren es Hexen und Teufel, heute ist es das Waldsterben, obwohl beim Waldsterben mittlerweile bewiesen ist, dass es ihn nicht gab!

Den 10. April 1997 ermittelten die Kanadier Dan Miller und Bob Wadsworth vom Biblischen Astronomischen Nachrichtenblatt durch das Lesen der Zeichen am Himmel.

Mitte der 90er Jahre hatten schon viele Menschen die Klimawissenschaft verlassen und eine Klimareligion gegründet. Aus einer wissenschaftlichen Theorie wurde ein Dogma. Was darf bei einem Dogma nicht fehlen? Richtig: der Weltuntergang! Die Internationale Hellsehervereinigung erklärte den Zeitraum zwischen Ende 1997 und Anfang 1998 zum Anfang vom Ende. Die Meere würden kleiner werden, die Wüsten expandieren. Die Welt unter Missernten und Hungersnöte leiden und das Wetter völlig verrückt spielen. Geisteskrankheiten und Gewalt würden sprunghaft zunehmen, die Naturgesetze außer Kraft treten und Dämonen erscheinen. Plagen würden sich mit ungebremster Kraft über den Erdball ausbreiten. Spätestens im Jahr 2001 sollte die Menschheit endgültig vernichtet werden.

Der 25. Juli 1998 war der “X-Day” für Bob alias J.R. Dobbs. Er war Führer und Hohepriester der Curch of the SubGenius und sah für den Sommer 98 Außerirdische vom Planeten XISTS kommen, um die auserwählten SubGenii auf die Raumschiffe eines Sex-Gottes zu beamen. Der Rest der Bevölkerung würde sehr langsam vernichtet werden. “Und es war Sommer!” Als der Herbst dann kam, war der Hohepriester nicht um eine Antwort verlegen: Leider seien das Artefakt, auf dem das Datum stand, auf den Kopf gestellt worden – nicht 1998, sondern 8661 sei das richtige Datum! Da haben wir ja noch etwas Zeit. Ficken?

Oktober 1998 war dem House of Yahweh zufolge der Beginn des Weltuntergangs. Bis zum Jahre 2001 sollen 80% der Weltbevölkerung aufgrund von Atomkriegen hinweggerafft worden sein. Na dann: “HOY, HOY, HOY!”

Im November 1998 sollte nach Natalia de Lemeny Makedonovas Meisterwerk “Ewige Gesetze – neue Menschheit – spirituele Transformation” (erschienen vermutlich im Missing Tasse Verlag) Immanuel, der Sohn des Schöpfers und Herrscher des tausendjährigen Reiches, in Slowenien geboren werden. Als Zeichen seiner Geburt sollte ein Stern am Himmel erscheinen, der von jedem Punkt der Erde gesehen werden kann. Mit seiner Geburt sollte dann die Reinigung der Erde eingeleitet werden. Diese Frau hat bei Putzen mit höchstätzenden Mitteln offenkundig keine Handschuhe benutzt.

Einige Zahlenmystiker errechneten das Jahr 1998. In der Offenbarung des Johannes heißt es schließlich: “Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres” Na dann mal los: Die Zahl des Teufels ist 666. Gott aber ist dreifaltig. 3 mal 666 ist? Wahnsinn! Das ist Wissenschaft. Pure Mathematik!

1999 war der späteste Termin für die Ashtar-Command-Vereinigung. Das Ende der Zeit hätte aber auch schon zwischen 1984 und 1996 kommen sollen. Alle Gläubigen sollten von Ausserirdischen rechtzeitig über TV, Radio und Telepathie über eine Evakuierung informiert werden. Im Jahr 2000 erklärte dann die Vereinigung, den Außerirdischen um Ashtar sei es gelungen, die Reinigung der Erde ohne Weltuntergang vorgenommen zu haben. Glück gehabt!

Für das Jahr 1999 erwartete die Führerin von Fiat Lux und selbsternanntes Sprachrohr Gottes, Uriella, die unter anderem in ihrer Badewanne Heilwasser anrührte, den Einschlag eines Planetoiden. Ganze Erdteile sollten dabei verschwinden, aber dafür im Bermuda-Dreieck der versunkene Kontinent Atlantis wieder erscheinen. Ein Polsprung würde die Erde aus der Achse kippen und weitere Naturkatastrophen nach sich ziehen. Währenddessen würden China, die USA, Russland und Europa Krieg führen. Nur ein Drittel der Menschheit sollte die Katastrophen überleben.

Der österreichische Geologe und Politiker der Vereinte Grüne Österreichs, Alexander Tollmann, war davon überzeugt, dass im September 1999 ein Komet auf die Erde einschlagen würde. Als Folge sollte ein 600 Grad heißer Sturmwind und ein gigantisches Erdbeben mehrfach um die Erde gehen. Dadurch würde ein Weltenbrand entstehen, durch dem es zu einer weltweiten Verdunkelung durch Staub u. Wolkenschichten kommen sollte. Einen Monat später sollte dann der Dritte Weltkrieg beginnen. Die Endschlacht vermutete er in Köln. Wo sonst? Er war übrigens überzeugter Nostradamusforscher.

Apropos Nostradamus: Der Herr der Propheten sagte für 1999 folgendes im Vers 10/72 voraus: “Jahr Neunzehnhundert Neunundneunzig, im siebten Monat wird vom Himmel der große Schreckenskönig kommen.” Im Juli 1999 gewann Lance Doping Armstrong seine erste Tour de France. Ich sag es nur.

Apropos Frankreich: Der Pariser Stardesigner und Hobbyprophet Paco Rabanne war sich ganz sicher, dass am 11. August 1999, dem Tag der Sonnenfinsternis, die russische Raumstation Mir auf die Erde stürzte und dabei Paris zerstörte. Als die Katastrophe ausblieb entschuldigte er sich in den Medien und kündigte an, nie wieder eine Prophezeiung abzugeben.

Die Wende 1999/2000 war dann eine Fest der Apokalyptiker. Aus allen Ecken erklangen die Rufe: “Apokalypse Wow!”

Eine nicht näher benannte Indonesische Sekte auf Java erklärte der 9. September 1999 um 9 Uhr zum Weltuntergang. Der selbsternannte Bibelexperte Dotson Meade errechnete aus den Qumran-Rollen vom Toten Meer jedoch den 19. Dezember 1999. Der Stadtdirektor der neuseeländischen Stadt Christchurch, Mike Richardson, öffnete die städtischen Schwimmbäder für Massentaufen, da er am 31. Dezember 1999 Besuch von Jesus erwartete. Auch Joseph Kibweteere, der Anführer der Bewegung für die Wiedereinsetzung der Zehn Gebote Gottes in Uganda legte den 31. Dezember 1999 als Termin für den Weltuntergang fest. Im Januar 2000 verlegte er den Untergang dann auf den 17. März 2000. An dem Tag sollte die Jungfrau Maria erscheinen und alle Gläubigen in den Himmel führen. Am Stichtag versammelten sich seine Anhänger in der Kirche des Dorfes Kanungu, sangen stundenlangem geistliche Lieder, übergossen sich dann mit Benzin und zündeten sich an. Die meisten der 560 Toten, darunter auch viele Kinder, verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Nach dem Massaker fanden sich in Uganda noch zahlreiche Massengräber mit Toten, die ihren Anführer nicht freiwillig folgen wollten und deshalb von Glaubensgeschwistern getötet wurden.

Der 1945 verstorbene amerikanischer Prophet und Wahrsager Edgar Cayce sah im Jahr 2000 das Ende der Welt. Die französische Laienschwester Jeanne Le Royer wusste das allerdings schon im 18. Jahrhundert, die 2000 das Ende des Papsttums erwartete und danach den Untergang der Welt. Der Bischof von Oxford, Hugh Latimer, war noch schneller. 1552 schrieb er: “The world was ordained to endure, as all learned men affirm, 6000 years. Now of that number there be passed 5552 years, so that there is no more left but 448.” Was macht 1552 plus 448? Richtig! Das Jahr 2000 war ebenfalls Weltuntergangsjahr für die Fernsehastrologin Elizabeth Tessier, Vater Gobbi von der Marienbewegung, Hal Lindsey mit seinem Buch “The Late Great Planet Earth”, Norbert Lieth, der unermüdliche Verkünder von Weltuntergangsterminen und Überraschung: manche Zeugen Jehovas.

Der deutsche Untergangsprophet Hans Jürgen Ewald wusste es ganz genau: Im Jahr 2000 sollte ein schwarzes Loch in unser Sonnensystem vordringen und den Merkur zerstören. Ein Trümmerstück des Merkur sollte dann die Erde treffen und eine 400 Meter hohe Flutwelle auslösen.

Reverend J.S. Malan aus Kapstadt sah im Jahr 2002 die Welt untergehen.

In der Nähe von Atlanta hatten sich achtzig Amerikaner unter der Führung eines selbsternannten Häuptlings mit dem Namen Black Eagle Malachi York einen religiösen Zufluchtsort geschaffen, den sie Tama-Re nannten. Im Ort stand eine zwölf Meter hohen Pyramide. Dort warteten sie darauf, dass die Prophezeiungen ihres Führers Wirklichkeit werden. Black Eagle Malachi York behauptete in der Galaxy Illyuwn geboren worden zu sein und lehrte, dass im Jahr 2003 ein Raumschiff landen würde um 144.000 ausgesuchte Menschen mitzunehmen. Mittlerweile sitzt der Häuptling im Knast wegen Kindesmissbrauch. Sein Entlassungstag ist der 15. Dezember 2119. Vielleicht geht aber vorher die Welt unter. Guten Chancen hat der Häuptling im Jahr 2012. Da sehen viele das Ende nahen.

Michael Drosnin, der Autor des Buches “Der Bibelcode”, gibt an, in der Thora eine geheime Botschaft entdeckt zu haben, aus der hervorgehen soll, dass im Jahr 2012 ein Komet auf der Erde einschlagen und alles Leben vernichten wird. Auch die Seherin Sakina Blue Star kommt auf das selbe Jahr. Allerdings interpretierte sie die Sagen der Hopi-Indianer, nach denen die Menschheit schon dreimal vernichtet worden sein soll. Das erste Mal, als sich die Erdachsen verlagerten; das zweite Mal in der Eiszeit und das dritte Mal während der Sintflut. Nun soll das Ende der 4. Welt gekommen sein. Der Klassiker aber ist der Maya-Kalender. Er endet am 21. Dezember 2012 und das soll auch das Ende der Welt sein. Wenn das stimm, fällt Weihnachten aus und Jesus hat sich nur um runde 2000 Jahre vertan. Für einen Gottessohn nicht schlecht.

Sollte 2012 die Welt nicht untergehen, müssen wir uns auf einen der berühmtesten Wissenschaftler der Menschheitsgeschichte verlassen. Sir Isaac Newton errechnete den Untergang der Welt auf das Jahr 2060.

Sollte Newton wider Erwarten Unrecht haben, bleibt noch Beda Venerabilis Er war christlicher Theologe im 8. Jahrhundert und errechnete, dass Jesus 3942 Jahre nach Erschaffung der Welt geboren wurde. Da die große Woche 6000 Jahre dauere, sei somit das Ende im Welt im Jahr 2076 zu erwarten.

Sollte auch der ehrwürdige Beda sich verrechnet haben, liegen die letzten Hoffnungen wohl auf Helen Exeter. Sie ist die Gründerin der Panacea Society. Die Panacea Society wurde gegründet, um die Schriften und Überzeugungen von Joanna Southcott, eine Seherin im London des frühen 19. Jahrhunderts zu verbreiten. Helen Exeter legte die Rückkehr des Messias auf das Jahr 1914 fest, nachdem der Termin im Jahre 1814 geplatzt war. Ihren Irrtum erlebte sie nicht mehr, sie ertrank im Frühjahr 1914. Nun legt die Panacea Society alle ihre Hoffnungen in eine verschlossene und versiegelte Kiste aus Ms. Southcotts Nachlass, die das Datum der Rückkehr enthüllen soll. Dummerweise darf diese Kiste nur im Beisein aller Bishöfe der Kirche Englands geöffnet werden. 1997 schaltete die Panacea Society eine Serie von Zeitungsanzeigen, um diese zu versammeln.

Dies ist nur eine Auswahl von Weltuntergangspropheten der letzten 2000 Jahre. Bei der Auflistung geht es mir jetzt nicht darum, groß den Klimawandelskeptiker zu spielen, ich möchte nur betonen, dass etwas Skepsis auch an der Apokalypse der Klimawandelhysteriker durchaus angebracht ist. Dort, wo Menschen Politik mit der Angst machen und behaupten, sie wären so gelehrt, alle anderen müssten ihrer Expertise schlicht vertrauen, ist Skepsis das gebotene Regulativ, um einer Panik vorzubeugen.

Zum Schluss noch ein kleiner Ausschnitt aus Ghostbusters II zur Aufheiterung:

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten, Philosophie, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

58 Antworten zu Die neuen Propheten

  1. sinnsucht schreibt:

    Reblogged this on Unerhörte Worte und kommentierte:
    Wow! Endlich mal einer, der mit viel, sehr viel, Bewunderung abnötigendem Fleiß Fakten zusammengetragen hat…
    >strong>Unbedingt lesenswert!

  2. Eliyah schreibt:

    Ich habe schon eine Religion. Ich brauche nicht noch eine Klimareligion. Und allen Betroffenen in Nordamerika: Viel Glück! Leider seid ihr auf euch alleine gestellt. Eine Spendenaktion wie beim Tsunami in Thailand wird es nicht geben. Die Klimapropheten haben zu oft die USA als Umweltsau gebrandmarkt. Ich seid also selber schuld und der Sturm ist eine Strafe des grossen Klimag-ttes.

    • kleines Südlicht schreibt:

      [Ich habe schon eine Religion. Ich brauche nicht noch eine Klimareligion.]
      Same here. Vollste Zustimmung!
      Für apokalyptische Spinner gibt es inzwischen den schönen Spruch: “Nicht jeder Vogel, den jemand hat, ist gleich der Heilige Geist” (u.a. daran sieht man auch, daß wir für sowas anfällig zu sein scheinen…). Es wird höchste Zeit, etwas analoges in der Fast-Religion Gründenken einzuführen. Oder gleich fürs Gründenken an sich. Leider sind wir auch dafür extrem anfällig: zumindest von denjenigen Protestanten, die ich kenne, begreifen viele das Gründenken irgendwo implizit als Teil ihrer eigentlichen Religion (das sind leider die Mehrheit und die Wichtigeren, so von wegen “Bewahren der Schöpfung”&c). Wenigere – aber glücklicherweise auch die gibt es – stehen auf dem Standpunkt (den ich auch teile), daß es nicht angeht, die Botschaft von den erneuerbaren Energien fast wichtiger zu nehmen als das Evangelium; das sind aber eben eher die, die nur stillschweigend mit den Füßen abstimmen oder Ohren auf Durchzug stellen können als irgendjemand, der wirklich etwas zu melden hätte.
      Wenn es denn überhaupt mal jemandem auffällt, es ist wie gesagt implizit.

      • kleines Südlicht schreibt:

        Nachtrag:

        ich habe bezüglich Religion und Weltuntergangsstimmung noch was nettes gefunden, ursprünglich von exitmundi.nl (allerdings kann ich nur die Übersetzung verstehen, deswegen die aus einem Buch von M. Schönbach):

        [...und eine Umfrage des CNN und des 'Time Magazine' kam zu dem Ergebnis, daß mindestens 59% der US-Amerikaner glauben, daß das Weltenende genauso kommen wird, wie es die Bibel beschreibt.
        Was diese braven Amerikaner übrigens nicht wissen, ist, daß das Ketzerei ist. Kirchenväter wie Augustinus, Hippolyt und Origenes betonten vor vielen Jahrhunderten nachdrücklich, daß man die Bibel, speziell die Offenbarung des Johannes, nicht wörtlich verstehen dürfe, ein Standpunkt, der durch das Konzil von Ephesos im Jahr 431 Teil der offiziellen (römisch-katholischen) Kirchenlehre wurde. Für das Verbot, Johannes wörtlich zu verstehen, gab es übrigens auch eine ganz irdische Erklärung: Die Kirche wurde durch all die unberechenbaren apokalyptischen Irren ganz unruhig.]

  3. Markus schreibt:

    Reblogged this on Nach der Wahrheit graben und kommentierte:
    Ein guter Beitrag von TapferImNirgendwo! Man muss ein bisschen seine undifferenzierte Haltung zu Christen abziehen, aber der Rest ist absolut lesenswert!

  4. Hessenhenker schreibt:

    Statt sich lustig zu machen über christliche Seher, die das Ende oder die Entrückung beim Kommen Christi vorhersagen, sollte man sie ernst nehmen.

    Darum bin ich für ein absolutes Berufsverbot für Christen.
    Christen können bei der Entrückung am Arbeitsplatz ein gefährliches Vakuum hinterlassen, beispielsweise als Pilöt, als Lastwagenfahrer . . .
    Darum: Christen ernst nehmen, wegen der drohenden Entrückung und Gefahr durch steuerungslose Flugzeuge und Autos Entzug von Flug- und Führerschein für mehr Klimasicherheit im Verkehr.

  5. besucher schreibt:

    Irgendwo gab es doch “Probleme” in einem Atomkraftwerk an der Ostküste:
    Die Journaille will wohl wieder ein neues Fukushima herbeischreiben.

    • kleines Südlicht schreibt:

      Zu Fukushima-Zeiten habe ich die Frage gehört, ob es denn (eeeetwa) nicht stimme, daß die Havarie in Fukushima Daiichi das Sendai-Beben ausgelöst hätte??? [gefolgt von ein Bißchen grüner Gardinenpredigt]
      Das ist schwer zu unterbieten.

      Wobei man dazusagen muß, daß das bei einem öffentlichen Vortrag mit Fragestunde am Lehrstuhl für Geologie war und die Antwort des Referenten zunächst im Tumult des Publikums untergegangen ist, die den Kohlrabiapostel geradezu einstimmig und reflexartig ausgebuht haben. Ein ganzer voller Saal – und nur ein Untergangs-selbst-schuld-Spinner. Es kamen in anderen Kommentaren auch immer wieder Seitenhiebe in Richtung “das wird dem Herrn vorne links jetzt garnicht gefallen”. Insgesamt wird also auch hier wohl nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

      Das ist noch eine andere Sache: oft wird “die” Wissenschaft mal einfach vom Gründenken vereinnahmt; und fragt man dann die Wissenschaftler, sehen die das garnicht so (nicht nur in diesem schon sehr blöden Beispiel). Oder garnicht so undifferenziert.

      • kleines Südlicht schreibt:

        P.S: ich habe diesen 21. Dezember definitiv vor zu feiern, als ob es kein morgen gäbe, das ist das Wochenende nach meinem Geburtstag :D

        • Aristobulus schreibt:

          … ich sage Dir!, am daraufhinnigen Montage im bleichen Lichte des Morgens wird alsbalden erscheinen ein erschröckliches Katerthier mit sieben feurigen Kronen auf dem Haupte und Krallen wie Schwerthern; und sein Fauchen wird betäubend seyn und wird gar ein jegliches Hirn bis ins Marck des tieffsten Kaldauns erbeben lassen :D

          • Eliyah schreibt:

            Ich mag ja Katzen. Wirklich. Die schnurren betörend, sind reinlich und sehen auch noch süss aus. Aber der Hype um die Viecher und die Versessenheit einiger sich selbst als “Dosenöffner” bezeichnender Mitmenschen um die Tiere ist mir doch etwas befremdlich. Und nun soll so ein Katertier den Weltuntergang begleiten?
            Folgender Text war vor paar Tagen/Wochen bei achgut verlinkt und ich musste vor mir selbst zugeben, dass ich Katzen auch mit einem schönfärberischen Auge betrachte…
            http://katjadittrich.de/?p=234
            Den Weltuntergang verschieben wir, bis Moshiach kommt. Der soll sich dann drum kümmern. Und wenn er meint, eine Katze oder einen Kater dabeihaben zu müssen, na dann von mir aus.

          • Aristobulus schreibt:

            Eliyah, der Moschiach wird nur mit Katertier kommen, Falls er/sie zuvor Purim oder sonst ein großes Begängnis begangen hatte. Dann aber auf jeden Fall ;)
            *mit dem großen Großpfahl wink *

          • kleines Südlicht schreibt:

            @ Aristobulus: *lol!* ich hoffs doch, was wäre das ohne Kater für eine Feier? ;)

          • Aristobulus schreibt:

            …dann käme man voll auf den Hund
            (Schulligung!, der musste jetzt)

          • kleines Südlicht schreibt:

            bestechende Logik, da beißt die Maus kein’ Faden ab :P
            (aber wenn die Katze schonmal weg ist, feiert sie ja auch lieber)

  6. Silke schreibt:

    und Rückversicherer erhöhen ihre Rückstellungen natürlich nur, weil sie zu verbohrt sind, sich von Experten à la Buurmann & Co. beraten zu lassen.

    • Eliyah schreibt:

      Nein, weil sie dann höhere Policen verargumentieren können. So eine Steilvorlage für ein besseres Geschäft lässt sich doch nur entgehen, wer total plemplem ist.

    • American Viewer schreibt:

      Was willst du uns mit dem großgeschriebenen „Rück-“ sagen? Dass Rückversicherer kein Interesse daran haben Katastrophen großzureden?

      Der größte Rückversicherer der Welt ist Munich Re. Auffallend große Spenden gehen interessanterweise an die deutschen Grünen.

      Mittlerweile investiert Munich Re laut Medienberichten erhebliche Rücklagen direkt in Wind- und Solarparks. Rückversicherer verdienen gleich doppelt am Katastrophenwahn:

      1. Sie können ihre Policen teuer rechnen ziemlich genau wie Eliyah es erklärt hat.

      2. Sie investieren ihre Rücklagen in Wind- und Solarparks, die Renditen von 7-14% pro Jahr abwerfen können. Sichere Renditen, denn das deutsche EEG garantiert die Preise für 20 Jahre.

      Diese Firmen bauen mit Eigenkapital oder rein auf Kredit ihre Wind- und Solaranlagen und können dank dem deutschen EEG sehr genau ihre Einnahmen ausrechnen.

      Für dieses “Risiko”, das gar keines ist, bekommt man dann in DL diese Traumrenditen, die man sonst nur bei hochspekulativen Anlagen erwirtschaften kann. Irre.

      • Eliyah schreibt:

        danke für die Klarstellung!

      • Silke schreibt:

        Rückversicherer operieren global, wenn die also aufgehört haben sollten, miteinander zu konkurrieren, dann haben wir sie ja endlich entdeckt, eine weltweite Verschwörung.

        • American Viewer schreibt:

          Ich habe nirgends geschrieben, dass Firmen (egal welcher Art) aufgehört haben miteinander zu konkurrieren.

          (Auch wenn einige natürlich gerne Kartelle bilden. Aber das Problem war und ist nicht mein Thema).

          Ich habe dich gefragt, was du mit dem großgeschrieben Rück- als Antwort auf Eliyah gemeint hast. Eine simple Frage, mehr nicht.

          Wenn man sich deine Aussage im Kontext durchliest, wirkt es auf mich wie gesagt so, als hätten deiner Meinung nach Rückversicherer kein Interesse daran haben Katastrophen aufzublähen, nur weil sie RÜCKversicherer sind.

          Das ist doch eine legitime Meinung und ich wollte einfach nur wissen, ob ich dich richtig verstanden habe oder nicht.

        • American Viewer schreibt:

          Edit: …kein Interesse daran haben Katastrophen aufzublähen,…

          • Silke schreibt:

            wer ist denn nun der Bösewicht?
            der freie Markt oder die Regierung?

            Jeder Versicherer, der es sich leistet, Risiken zu hoch oder zu niedrig einzuschätzen, wird bald aus’m Geschäft sein – dagegen helfen Konkurrenz und Kartellwächter aka die böse böse Bürokratie.

            Rumgeraune von wegen die würden da was künstlich machen, geht nur, wenn die sich verschwören, also gegen Kartellgesetze verstoßen und das weltweit. Und wo treffen die sich für ihre Absprachen?

            Wo sind die heil’gen Hallen?

          • Möbel schreibt:

            Wahrscheinlich, werte Silke und geehrter Viewer, liegen sie Beide nicht falsch.
            Natürlich hat die Münchener Rück ein Interesse daran die Katastrophen
            lauthals zu verkünden, klappern gehört zum Handwerk.
            Andererseits findet man Industrieansiedlungen und bei steigender Bevölkerungszahl
            auch Wohnbereiche oder Touristikzentren in Gegenden die vor einigen Jahrzehnten noch nicht bebaut waren.
            Schröders Oderbruchflut war weder erfunden noch eine Naturkatastrophe.
            Sie ist es erst geworden als viele Häuslebauer ihr Eigenheim in eine
            natürliche Überflutungsfläche gebastelt haben.
            Oder im österreichischem Galtür eine Lawine den mit Urlaubern vollgestopften
            Ort überrollt. Lawinen sind fürs Hochgebirge keine Besonderheit.
            Für die Skifahrer und die Münchener Rück schon.

          • Silke schreibt:

            Möbel
            es geht nicht um Recht haben oder nicht

            Ob die Rückversicherer öffentlich übers Aufblähen tönen oder nicht, ist wurscht, wenn die Mathematiker sich an die Risikoberechnungen machen, dann entscheidet deren Ergebnis, ob ihr Arbeitgeber konkurrenzfähig ist oder nicht. Und wenn ihre Daten ihnen sagen, daß es eine Klimaerwärmung gibt und daß die risikoerhöhend wirkt, dann schlägt sich das in ihren Rücklagen nieder.

            Das Tönen ist PR, das andere ist solide Arbeit.

          • Möbel schreibt:

            Werte Silke, soweit mir bekannt beschftigt die Münchener Re keine Klimatologen,
            sondern Mathematiker, die dann auf der Grundlage von Schadensereignissen
            Tendenzen, Korrelationen, Signifikanzen errechnen.
            Ich denke nicht das die Münchener Staubstürme im australischen Outback
            katalogisieren oder Lawinen Abgänge am Nanga Parbat, es sei denn, es gäbe dort eine
            versicherte Seilbahn, die in ein Schadensereignis eingebunden sein könnte.
            Insofern kann die Münchener Re keine repräsentative Aussage über wahre
            Klimazustände machen. Warum sollte sie auch, ist ja kein wissenschaftliches
            Institut. Bezeichnend und aussagekräftig ist das höchstens über die Ausweitung
            des Versicherungsgeschäftes.

          • American Viewer schreibt:

            @Silke

            Das Tönen ist PR, das andere ist solide Arbeit.

            Das ist gut. Das klang ja schon weiter oben bei dir an. Darauf können wir uns einigen.

            Rückversicherer haben ein Interesse daran, dass möglichst viele Kunden glauben, dass Katastrophen immer häufiger und schlimmer werden. Das ist ihre PR. Den Teufel an die Wand malen, wo es nur geht.

            Und dann haben die Versicherer das, was du als „solide Arbeit“ bezeichnest. Das ist die interne Kalkulation. Eine Risikoeinschätzung, die näher an der Wahrheit liegt, die sie aber nicht lautstark verkünden.

            Die Differenz aus dem Glauben der Kunden und der internen Kalkulation ist ein wichtiger Teil des Gewinnes der Rückversicherer. Und je mehr die Kunden überzeugt sind, dass Katastrophen immer häufiger und schlimmer werden desto besser für die Rückversicherer. Ist das nicht offensichtlich?

          • Silke schreibt:

            die Rückversicherer versichern keine Privatpersonen

          • American Viewer schreibt:

            Kunde ist nicht gleich Privatperson. Stell dir das mal vor.

        • American Viewer schreibt:

          @silke

          wer ist denn nun der Bösewicht?

          Ich komme bei dieser Geschichte ohne Bösewichte aus. Du kannst dir ja Bösewichte ausmalen, wenn du sie brauchst. Ob es Kartelle gibt, weiß ich nicht, das war nie mein Thema.

          Ich sage Rückversicherer haben ein Interesse daran, dass möglichst viele Menschen glauben, dass Katastrophen immer häufiger und schlimmer werden.

          Das ist kein Verbrechen, das ist das natürliche Interesse der Rückversicherer. Wenn du das anders siehst, kann ich es auch nicht ändern.

          • Silke schreibt:

            Versicherer verdienen am besten, wenn Verhältnisse stabil und Risiken vorhersagbar sind
            und wenn Du schon die Profiteure des Blicks auf Risiko der Rückversicherer im Visier hast, wie ist es dann mit der Bauindustrie, Dämme und so’n Zeugs, die müßten doch auch ganz dick miteinander sein.

            Und dann kann ich mir noch ne ganze Menge andere Profiteure einfallen lassen und dann steht und fällt das Glück der Welt mit den Spenden der Munich RE an die Grünen.

            Verschwörungen wittern macht eben Spaß …

            und warum sollen den nur truther und birther haben und man selber sich nix gönnen.

  7. Chris(o) schreibt:

    Ein absolutes Berufsverbot für Christen??? Hey, tolle Idee! Wer will mich alimentieren, damit ich weiterhin über die Runden komme? Achtung: ich habe eine Vorliebe für teures Schuhwerk!

    Ach ja: es heißt, die heftigen Stürme hätten was mit der Erwärmung der Meere zu tun.Ich bin sicher, alle Sphärenforscher würden dem zustimmen.Es scheint auch völlig wurscht zu sein, ob die Erwärmung auf Menschenwerk oder auf zyklische Welt-klima-schwankungen zurückzuführen sind.Das Ergebnis ist für Menschen gleich verheerend.Der “Welt” kann´s egal sein.

  8. derblondehans schreibt:

    … hab’ ich in obigen Text/en was verpasst? oder warum wird das Judentum in Sachen Apokalypse und Endzeitstimmung – übrigens schon Jahrhunderte vor Jesus Christus – nicht erwähnt?

      • derblondehans schreibt:

        .. he, he … G.B. 1665? … dazu finde ich in wiki ein Bild von dem hier erwähnten Sabbatai Zevi. Bei Ihnen steht im Text 1965. Vielleicht aber auch nur ein Zahlendreher. Macht aber nix. Ich meinte ohnehin das Judentum vor Jesus Christus. Jesaja und andere. ;-)

        Oder habe ich immer noch nix gefunden?

      • Aristobulus schreibt:

        Ah ja, da will einer lesen, dass ja auch die Juden usf.
        Komisch, so bald einer was über Radfahrer oder den Weltuntergang sagt, kommt einer und meint, aber die Juden.

        Im Judentum hat Endzeitstimmung keinen Platz, denn man wartet nur auf den Moschiach, nach dessen Ankunft die Welt nicht untergehen soll, nichtmal ein bisschen. Vor Allem gab es im Judentum noch nie diese gefährliche, gewalttätige Weltuntergangsstimmung wie über lange Zeiten den christlichen Kulturen (bis heute nachwirkend), oder wie bei den Schiiten, die auf den Mahdi warten und sein Kommen häufig mit Terror beschleunigen wollen

        • derblondehans schreibt:

          … nun werter Aristobulus, von Weltuntergang habe ich nix geschrieben. Über … gefährliche, gewalttätige Weltuntergangstimmung wie über lange Zeiten den christlichen Kulturen … auch nicht.

          Jesaja hat darüber auch nix geschrieben. Er schreibt etwa von einer Gerichtsansage für Juda und eine Heilsansage für den übrig gebliebenen Rest. Unter anderem.

          Ich habe auch nicht – aber die Juden – sondern vom Judentum vor Jesus Christus geschrieben. Von Radfahrern habe ich auch nicht geschrieben.

          Und Rabbi Kaduri Jeschua meint, Jesus wird der ‘Moschiach’ sein. Ich habe aber keine Ahnung von all dem.

          • hansi schreibt:

            @ derblondehans
            Und Rabbi Kaduri Jeschua meint, Jesus wird der ‘Moschiach’ sein. Ich habe aber keine Ahnung von all dem.

            Und die Messianischen Juden freuen sich, brauchen sie doch immer wieder eine Bestätigung für das Missionieren.
            Als Rabbi Kaduri noch lebte rief er alle Juden der Welt auf nach Israel zu kommen da eine grosse Naturkatastrophe bevorstünde.
            Ich bin dem nicht gefolgt.
            Ich halte es mit dem letzten Messias, der lebte in Brooklyn und hat sich auch nicht bewegt:
            http://de.wikipedia.org/wiki/Menachem_Mendel_Schneerson.

            Was den Messias angeht habe ich wie die meisten keine Ahnung von all dem.

            Ich warte eben weiter auf ihn!

          • Aristobulus schreibt:

            Eben. So wenig wie dieser Kaduri.

          • Yael schreibt:

            “Als Rabbi Kaduri noch lebte rief er alle Juden der Welt auf nach Israel zu kommen da eine grosse Naturkatastrophe bevorstünde.
            Ich bin dem nicht gefolgt.
            Ich halte es mit dem letzten Messias, der lebte in Brooklyn und hat sich auch nicht bewegt.”

            You made my day! Klasse Antwort!

    • M. schreibt:

      “oder warum wird das Judentum in Sachen Apokalypse und Endzeitstimmung – übrigens schon Jahrhunderte vor Jesus Christus – nicht erwähnt?”

      ganz einfach, wenn man sich schlau machen würde: weil es das nicht gab. na sowas aber auch.

  9. Silke schreibt:

    American Viewer

    wer mit der Münchner Rück Geschäfte macht, kann Bilanzen lesen und ist, so es das Aufblähen tatsächlich geben sollte, also nicht der Adressat.

    Auffallend große Spenden gehen interessanterweise an die deutschen Grünen.

    Und was bitte sollen solche Insinuationen, wenn sie zu solchem Ergebnis führen?

    http://blogs.the-american-interest.com/wrm/2012/10/31/hurricane-sandy-and-the-perils-of-nanny-state-governance/
    ——-
    und für’s Möbel,
    Spezialist für Überschwemmungs-Know-How und die Professionalität von Versicherungsmathematikern empfehle ich die aufmerksame Lektüre dieses Stücks, daß der New Yorker seinen Kunden als Zeitvertreib während des Sturms anbot, so sie noch Strom hatten oder der Akku es tat.

    http://www.newyorker.com/archive/1987/02/23/1987_02_23_039_TNY_CARDS_000347146

    ——–

    Was für Allianzen der Ignoranten sich hier bilden, nur immer fein alles runtermachen, ob man Ahnung hat oder nich, iss ja wurscht.

    und das war’s

  10. zweitesselbst schreibt:

    eija, wer weiß das alles schon?? Aber es gibt jeden Tag Leute, da geht die Welt wirklich unter. Also, zumindest mehr oder weniger. hm

  11. besucher schreibt:

    New Yorks Bürgermeister Bloomberg hat zur Wahl von Obama aufgerufen weil der sich für den Klimaschutz einsetzt. Dann gibt es bald nach Hochwasserkanzler Schröder bald Sturmpräsidenten Obama. Er wird wie ein Messias am 6.November einschweben.

  12. Paul schreibt:

    Lieber Gerd,
    vielen Dank für Deine Mühe. Wirklich erheiternd diese Aufstellung.
    Warum aber in die Ferne schweifen? Neben Hassherrmann gibt es in Köln auch noch einen anderen Spinner.
    Martin Roth, Berzdorfer Str. 14 A, 50997 Köln
    http://www.diewarnung.net/start_g.htm
    Bei dem geht auch in diesem Jahr die Welt unter. Jedenfalls behauptet er das.
    Pass bloß gut auf. Du bist in Köln besonders dicht dran.
    Ich werde mich jedenfalls nach Mecklenburg Vorpommern begeben. Irgendein Politiker hat mal gesagt, dass wenn die Welt untergeht, dies in Mecklenburg 3 Tage später geschehen würde.
    LG Paul

    • hansi schreibt:

      @ Paul

      Sehr geehrter Paul ,
      Ihr Glaube an Politiker in Ehren,
      aber durch Ihren Tip eine evtl. Völkerwanderung auslösen?
      Obwohl .. in Meckpom hat es genügend Platz, da dünn besiedelt, wenn auch nur für drei Tage.

  13. Der Bote69 schreibt:

    Bei dem ganzen futs und kaltblütigkeit ,was ich lese an Kommentaren..und die negative Entwicklung der Menschheit(Schaafe)…da kann man nur froh sein und dankbar…sorry grob gesagt weg mit dem Dreck!!!…zu dem Bericht,..hehe..kein Kommentar!!Abaddon,Illuminaten Mist!…praise YAHWEH…HALLELUYAH!Amein.

  14. kleines Südlicht schreibt:

    Der nächste Weltuntergang. An denen herrscht kein Mangel; langsam denke ich, es ist einfach der Job der Welt (der Zivilisation, des Abendlandes &c) unterzugehen. Diesmal ohne konkreten Termin, aber vielleicht ja um 5 vor 12?

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/beten_gegen_atomkraft/
    [i]Herr,[/i] laß [i]Hirn[/i] vom [i]Himmel regnen[/i] – und triff zuerst die Gründenker*!

    *[vorsorglich erklärt, da vielleicht mißverständlich: "Gründenker" ist in dem Fall jemand, der es mit dem Umweltbewusstsein übertreibt, nicht jeder, der überhaupt eins hat]

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