9/11 in Kölle

Heute, am 9. November 2012 findet in Köln ein Jubiläumskonzert im Erinnerung an das legendäre Konzerts “Arsch huh” vom 9. November 1992 auf dem Chlodwigplatz statt. Rolly Brings hat allerdings seinen Auftritt bei diesem Konzert nun abgesagt. Tapfer im Nirgendwo präsentiert seine Begründung in voller Länge:

“Liebe Kölsche,
 Liebe AG Arsch huh 2012,
 Liebe Medien:

Warum ich am 9. November 2012 
auf den 5-minütigen Auftritt mit Bänd & Fründe verzichte
 und den Song QUO VADIS, COLONIA? 
nicht singen werde – oder: 6 Erkenntnisse angesichts des Programms vom 9. November.

In Köln gilt: Das zweite Mal ist Tradition, das dritte Mal ist Brauchtum.
 Mein Song STOP, gespielt von Brings / Köster, ist auf der Arsch-huh-CD 1992 zu hören. Mein Song SIESTA EM VEEDEL ist Teil der Arsch-huh-CD 2002 HEIMATKLÄNGE, gespielt von Brings und diversen Gästen. Mein Song QUO VADIS COLONIA ist der 14. Titel auf der Arsch-huh-CD 2012; er ist arrangiert, gespielt und produziert von Rolly Brings & Bänd & Fründe. Diesen Song haben wir der AG Arsch huh 2012 geschenkt – ein Gastgeschenk sozusagen als Geste für die um rund 100 Tage verspätete Einladung zu diesem Jubiläum.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken bei:
 Elke Schlimbach – Janko Wiegand – Markus Reinhardt – Klaus Strenge – Pete Haaser – Wolfgang Klinger – Helmut Kraus.

Nach dem Hören der neuen Arsch huh CD (mein heimlicher Favorit ist STEHT ALLE AUF von der Zeltingerband) finde ich – ganz unbescheiden (J. W. Goethe: Nur Lumpe[n] sind bescheiden!) – dass wir inhaltlich und musikalisch nicht fehl am Platze sind. QUO VADIS COLONIA dauert 5:35 Minuten.
 Und da fängt das Dilemma an.

Erste Erkenntnis:

 Ein Blick auf das Programm (Stand: 24. 10. 2012) zeigt, dass Rolly Brings & Bänd & Fründe als Nummer 7 für 17:44 Uhr geplant sind – mit 5 (sic!) Minuten. Das bedeutet, dass wir unseren Song auf der Bühne kürzen müssten und mir keinerlei Zeit bleibt, etwas zum Song, zur Situation oder Persönliches zu sagen – für ein Themen-Konzert völlig ungebräuchlich! Die nette Moderatorin, die uns laut Programm anmoderieren soll, wäre also völlig überfordert – denn sie hat meine Erfahrungen der letzten 20 Jahre seit dem 9. November 1992 mit Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus und sozialer Kälte nicht gemacht – und müsste somit sachbedingt allgemein bleiben – was mir wiederum nicht behagen würde, denn ich möchte schon erklären, warum ich zu diesem Anlass auftrete. 
Fazit der Aufstellung von Rolly Brings & Bänd & Fründe mit 5-minütigem Zeitfenster im Programm für den 9. November 2012:

1. Zu wenig Zeit, den ganzen Song in der live-Fassung mit wiederholtem Schluss-Refrain zu bringen, damit die versammelten Menschen auf der Deutzer Werft auch mitsingen könnten.

2. Keine Zeit für eine persönliche Ansage.

Zweite Erkenntnis: 

„Wer zählt die Promis, nennt die Namen …?“ (frei nach F. Schiller) 
Ich bin sicher, dass alle Kölnerinnen und Kölner angesichts der auf der Deutzer Werft auftretenden Damen und Herren spontan erkennen werden: Diese Personen auf der Bühne sind alle unermüdlich und seit Jahren engagiert im Sinne dessen, wofür die AG Arsch huh – Zäng ussenander am 9. November 2012 ein- und auftritt!

Es mag an meinem speziellen, geringen Fernseh-Konsum und meiner Abneigung liegen, Kleingedrucktes und Promi-Klatsch zu lesen: Ich (er)kenne nur einige – und die mag und achte ich – seit vielen Jahren!
 Sollte der Wiedererkennungswert aller Auftretenden als Engagierte für ein friedliches, soziales, gerechtes und offenes Köln nicht so wie oben beschrieben sein – dann werden all die Damen und Herren, besonders die jungen, zukünftig sicherlich daran arbeiten; und nicht nur alle Jubeljahre wieder zur Arsch-huh-Zeit, wenn wichtige Medien und großes Publikum zu erwarten sind.

Weh Euch, ihr Neonazis: Solltet Ihr noch einmal versuchen, die Kölner Innenstadt, Kalk oder Ehrenfeld zu besetzen, dann werdet Ihr zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter diese erlauchte Schar von Damen und Herren antreffen, die Euch ein „STOPP!“ entgegenschleudert, ganz ohne Publikum; nur mit ein paar hundert engagierten Menschen – und ganz ohne Presse und Fernsehen! Des‘ bin ich mir sicher.
 Liebe Bänd, leev Fründe, liebes Markus Reinhardt Ensemble, lieber Klaus der Geiger, lieber Bläck-Fööss-Social-Club, lieber Gerd Köster, lieber Wilfried Schmickler: Wir werden also zukünftig Arsch-huh-2012-Promi-Verstärkung bekommen!

Dritte Erkenntnis: Das Programm ist so vollgepackt und eng in seiner Zeitplanung, dass einfach kein Zeitfenster überdehnt werden kann und darf!
 Und man weiß ja aus Erfahrung, dass sich die Verzögerungs-Sekunden der um 17:15 Uhr beginnenden Jubiläumsveranstaltung addieren: Aus Sekunden werden Minuten – und dann müsste man den Damen und Herren, die vor 20:15 Uhr auftreten, das Wort oder gar die Musik abschneiden, um Verspätungen wieder aufzuholen. Eine Horrorvorstellung!

Denn: Ab 20:15 Uhr findet die Fernsehen-Live-Übertragung der ARD statt. Nicht auszudenken, wenn dann die von 20:15 Uhr bis 22:00 Uhr vorgesehenen prominenten Damen und Herren unter Zeitdruck geraten würden; wenn nicht jede Moderation, nicht jede Ansage, nicht jedes persönliche Statement, nicht jede äh-äh-Sprechverzögerung live zu den harrenden Menschen im Lande käme! Das wäre furchtbar! 
Denn um 22:00 Uhr ist fernsehmäßig definitiv Schluss – und ordnungsamtsmäßig auch: dann wird der Saft abgedreht! Und all die lieben VIPs und Promis kämen bei ihrer Präsentation – pardon: bei ihrem engagierten Auftreten nicht voll und ganz gebührend zur Wirkung.
 Das muss verhindert werden!

Vierte Erkenntnis: En Kölle liet mer keine allein! 

Anders ausgedrückt:
 Wat mer nit selver määt, määt keiner!
 Um das oben beschriebene Schreckensszenario erst gar nicht Wirklichkeit werden zu lassen, verzichte ich auf die für Rolly Brings & Bänd & Fründe vorgesehenen 5 Minuten und mache all den engagierten, wichtigen und prominenten Damen und Herren ein wertvolles Geschenk: Zeit!
Was ich und meine Bänd & Fründe zu sagen haben, kann man auf der Arsch-huh-CD 2012 hören – jetzt eben ohne persönliches Statement.

Somit haben Rolly Brings & Bänd & Fründe Köln, der AG Arsch huh und dem Rest der Welt zwei Geschenke gemacht: den Song QUO VADIS COLONIA und 5 Minuten Zeit!

 Es dat dann nix; Marie, es dat dann jar nix? 

Ich bin sicher, die Welt, Köln und die AG Arsch huh werden das zu schätzen wissen.

Fünfte Erkenntnis: Ich bin sicher, dass die Kölschen die Arsch-huh-Jubiläumsveranstaltung am 9. November auf der Deutzer Werft nicht als kommerzielle und mediale Selbstdarstellung der auftretenden Künstlerinnen und Künstler empfinden werden. Ich bin sicher, dass die Kölschen den VIPs und Promis am 9. November glauben werden, was sie sagen und singen.

Ich bin sicher, dass die Kölschen fest davon überzeugt sind, dass die lieben Menschen, die am 9. November auf der Deutzer Werft auftreten, auch danach vor Ort sein werden, wenn es gilt, den Neonazis den ungehinderten Zugang zu unserer geliebten Stadt zu verwehren – oder wenn es um soziale Gerechtigkeit geht.

Ich bin sicher, dass die Kölschen massenhaft die Arsch-huh-CD 2012 (Erstauflage 130 000 Stück), das Arsch-huh-T-Shirt sowie auch das Buch: Arsch huh – Zäng ussenander – Eine Stadt – Eine Bewegung – Ein Aufruf – kaufen und viel Geld bringen werden.

Ich bin sicher, dass nach einer angemessenen Zeit (so um die Jahreshälfte 2013) die Verantwortlichen der AG Arsch huh öffentlich (Internet / EXPRESS / Kölner Stadt-Anzeiger / Kölnische Rundschau) darlegen werden, wie viel Geld durch was eingenommen und wie viel Geld für was und wen ausgegeben wurde.

Sechste Erkenntnis: Was meine Bänd und meine Freunde am 9. November 2012 machen werden, weiß ich nicht.
 Ich werde als alter Sünder über die Stelle LK 18,9-14 des Lukas-Evangeliums meditieren, still vergnügt Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ lesen und mich auf den nächsten Tag, den 10. November vorbereiten – für mich, meine Bänd, meine Freunde und die Edelweißpiraten, ein kleines Jubiläum:

Rolly Brings & Bänd & Fründe werden das 30. Mal infolge um 18:00 Uhr der Reichspogromnacht vor dem Hochbunker in der Körnerstraße – und um 19:00 Uhr am Mahnmal Bartholomäus-Schink-Straße der Ermordung der Zwangsarbeiter und Edelweißpiraten gedenken. 
Ob mit oder ohne Teilnahme von Arsch-huh-2012-VIPs und Promis, wird sich zeigen.”

Auch der Kabarettist Jürgen Becker hat Kritik an dem Konzert geäußert, was prompt dafür gesorgt hat, dass ihm von mehreren Seiten vorgeworfen wurde, er würde “Köln spalten”. Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns! Der Satz ist nicht von George W. Bush, er ist das ewige Motto Kölns! Jürgen Becker fragt sich daher, ob man “Arsch huh” verarschen dürfe und schreibt:

“Im Kampf gegen Nazis offenbart der Staat immer mehr Pannen. So wurde Uwe Mundlos, der Nazi von der Zwickauer Zelle, schon 1994 verhört. Vom MAD. Oder wie man es wohl korrekt ausspricht: MÄD. Er war bei der Bundeswehr aufgefallen, weil er Visitenkarten mit dem Konterfei von Adolf Hitler hatte. Dennoch konnte der MAD daraus keinen rechtsradikalen Hintergrund ableiten. Ich wette, wenn der MAD nach dem Krieg Adolf Hitler selbst verhört hätte, der wäre als Widerstandskämpfer eingestuft worden.

Noch schlimmer der Verfassungsschutz. Der finanziert über die V-Leute genau die Szene, die er anschließend überwachen soll. Der Staat fördert etwas, was er eigentlich verhindern will. Stellen sie sich mal vor, Sie kommen in die Verkehrskontrolle und der Polizist fragt: „Haben sie was getrunken?“ und sie antworten „Nein“. Darauf der Polizist: „Darf ich Ihnen denn was anbieten?“ Da ist es sicher gut, dass es noch Institutionen gibt, die dem Staat die Arbeit abnehmen und wirklich von Herzen und ohne jeden Eigennutz gegen rechts kämpfen. Zum Beispiel „Arsch huh“? Der Versuch, die Nazis mit der Androhung penetrant kölscher Musik aus der Stadt zu treiben. Das ist richtig gut, dass Köln hier Flagge zeigt. Denn rechtsextremes Gedankengut entsteht ja immer aus übertriebener Liebe zu dem Ort, an dem man geboren ist. Aus unreflektierter, stumpfer Heimatverbundenheit. Wenn man denkt, die eigene Kultur, das eigene Volk und die eigene Lebensweise sei das Beste auf der Welt und für die Welt. Ein Gedanke, der Köln bekanntlich komplett fremd ist. Und das demonstriert man, indem ausschließlich Kölner Bands in Köln vor Kölnern mit einem Kölsch in der Hand auf kölsch singen, wie schön kölsch-multikulturell et in Kölle is. Viva Colonia. Et Hätz vun der Welt, dat schläät in Kölle. Dass dies den Musikern selbst aufgefallen ist, zeigt die hurtige Einladung des Kölner Comedian Fatih Cevikolu. Böse Zungen behaupten, das Jubiläumskonzert wäre so multikulturell wie ein schlesischer Heimatabend mit Erika Steinbach. Eine absolut kölsche Monokultur. Dabei stimmt das nicht. In Köln haben inzwischen schon 60 % der Kinder Migrationshintergrund, also die absolute Mehrheit der Stadt hat ausländische Wurzeln. Deshalb ist Arsch huh von dem Vorwurf, eine kölsche Selbstbeweihräucherung zu sein, per se befreit. Denn wenn man ein echt kölsches Konzert wollte, müsste man ja die Imis, die Zugezogenen auf die Bühne holen, denn die haben die Mehrheit und sind ohnehin die einzig wahren Kölner. Die haben sich ja größtenteils bewusst für diese bekloppte Stadt entschieden. Die eingeborenen Stimmungsänger sind ja nur zufällig da entbunden worden, also Zufalls-Kölner, die einfach immer in der Stadt hängen geblieben sind. Halt Menschen, die den Arsch nie hoch bekommen haben. Genau wie ich.

So ähnlich formulierte ich das auch in der Kabarettsendung Mitternachtsspitzen. Mein lieber Kollege Wilfried Schmickler war danach etwas ungehalten. “Du diskreditierst die Leute, die sich da engagieren. Die zum Arsch Huh Konzert kommen, das sind die Guten. Und die Guten müssen sich manchmal auch selbst feiern!” Zugegeben, wenn sich Köln nicht mehr selbst feiern darf, gerät der Psychohaushalt der Stadt schwer durcheinander. Köln muss sich ständig versichern, als ganzes richtig gut zu sein. Denn wenn man es sich nicht dauernd und immer immer wieder in Worten und Liedern bestätigt, merkt mans vielleicht in der Realität nicht. Aber sind es nur “die Guten”? Was bei Arsch huh auf der Bühne zelebriert wurde, würden selbst ausgemachte Halunken wie Rolf Bietmann unterschreiben. Wer ist schon explizit für die Spaltung der Stadt? Wer stellt sich schon gerne in die Nähe von Nazis oder Rechtspopulisten? Selbst die zum Glück mickrigen Wahlergebnisse der Idioten von “Pro Köln” bei denen sichtbar wird, wie klein der Schritt vum „Hätz vun der Welt in Kölle“ zum „Kölsch Bloot“ in Frakturschrift ist, beweisen: So viele offene Türen, wie hier eingerannt wurden, hat kein Baumarkt am Lager. Die Botschaft ist schaumig wie ein Kölsch und damit mehrheitsfähig, eine neue Idee allerdings steckt nicht dahinter, es soll lediglich der “Schwur erneuert werden”, wie Wolfgang Nideggen bei der Pressekonferenz meinte, “die Liebe zu unserer Stadt” rüberkommen. Doch wie weit geht diese Liebe? Bis Porz Finkenberg? Oder werden auch Wesseling und Leverkusen noch geliebt? Oder auch Kerpen, Düren und sogar Troisdorf-Sieglar und das gesamte Umland, gar das Vaterland? Da gebe ich Gustav Heinemann den Vorzug: „Ich liebe nicht mein Land, ich liebe meine Frau!“

Oder ist man gar „stolz, ein Arsch huh zu sein“, vor 20 Jahren das richtige Zeichen zur richtigen Zeit am richtigen Ort gesetzt zu haben? Arsch huh erscheint als eine Art musikalisches Heldendenkmal, aufgestellt von den Helden selbst. Die Wortbeiträge der Gastredner waren ja wirklich prima, aber was meinen die Musiker? “Wir müssen es tun”, sagte Tommy Engel im Vorfeld. Aber was ist “es”? Will Tommy sein Gehalt teilen? Will Wolfgang von Marienburg nach Chorweiler ziehen? Oder sagt man es in direkter Nachbarschaft des Präkariats mit Trude Herr: „Näh, wat sinn die ordinär – leck misch am Arsch!“ Jetzt, wo das Konzert vorbei ist, wird es richtig spannend!”

Auch ich gestatte mir im Rahmen des Jubiläumskonzertes von “Arsch huh” ein paar kritische Worte:

9/11 in Kölle

Heute findet in Köln ein Jubiläumskonzert in Erinnerung an das legendäre Konzert vom 9. November 1992 in Köln statt. Damals versammelten sich 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz unter dem Motto “Arsch huh, Zäng ussenander”, um gegen Fremdenhass zu demonstrieren. Mittlerweile erklären sich die Arsch-Huh Macher zu einer „Bewegung, die bis heute, 20 Jahre später nachwirkt“. Ganz unbescheiden stilisieren sie ihr Konzert sogar als einen Wendepunkt im mentalen Haushalt der Stadt: “Dieser Urknall der zivilgesellschaftlichen Aktion hat sich tief in das Gefühlsprofil unserer Stadt eingeprägt.“

Bei soviel Stolz möchte man es gar nicht wagen, etwas Kritisches zu schreiben, aber ich tue es dennoch: Neben der so hochgelobten angeblichen Toleranz ist Köln zunächst einmal bekannt für die längste antisemitische Ausstellung in der Geschichte der Bundesrepublik. Seit Jahren schon organisiert der ehemalige Lehrer Walter Herrmann gemeinsam mit ein paar Gleichgesinnten eine judenfeindliche Installation vor dem Kölner Dom, die von vielen Institutionen, Gruppen, Medien und Parteien als eindeutig judenfeindlich bezeichnet wird. Tapfer im Nirgendwo präsentiert hier nur ein paar:

1. Die Menschenrechtsorganisation Simon-Wiesenthal-Center.
2. Der Kölner Oberbürgermeister.
3. Der Gesandte des Staates Israels.
4. Die Kölner CDU.
5. Die Kölner SPD.
6. Die Kölner FDP.
7. Die Kölner Grünen.
8. Die Jüdische Allgemeine.
9. Die Jerusalem Post.
10. Die WELT.
11. Die WELT online.
12. Der Kölner Stadtanzeiger.

Trotz dieser deutlichen Kritik wird diese antisemitische Ausstellung von der Kölner Polizei toleriert, von der Kölner Staatsanwaltschaft legitimiert und von der Kölner Bevölkerung weitestgehend geduldet. In Köln gilt also: Arsch hoch? Zähne auseinander? Nicht für Juden! Seit Jahren verbreiten Walter Herrmann nun schon übelsten Judenhass vor dem Kölner Dom.

Die Nazis veröffentlichten einst folgende Karikaturen:

Walter Herrmann präsentierte an seiner Hasswand folgende Karikatur:

Die Nazis riefen einst:„Die Juden sind unser Unglück“

Walter Herrmann lässt heute verlauten: „Wie viele Jahrhunderte will das israelische Volk noch unsere „Eine Welt“ erpressen?“

Dies sind nur ein paar Beispiele für Walter Herrmanns Taktik, der Propaganda der Nationalsozialisten eine neue deutsche Sprache zu geben, die so ausgefeilt ist, dass sogar die NDP begeistert ist.

Und was geschieht? Kölner Bands berauschen sich an ihrer eigenen angeblichen Toleranz, hauen hundertdreißigtausend Arsch-huh-CDs unters Volk, verticken massenhaft Arsch-huh-T-Shirts (ob die wohl fair produziert wurden) und verkloppen das Buch: “Arsch huh – Zäng ussenander”. Großartig! Köln feiert sich selbst und ignoriert einfach den Judenhass in der eigenen Stadt. Aber was soll man auch von einer Stadt halten, die einst folgenden Karnevalszügen zugejubelt hat:


(Wagen zu der Politik der Judenvertreibung der Nazis)


(Wagen zu den judenfeindlichen Rassegesetzen der Nazis)

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10 Antworten zu 9/11 in Kölle

  1. Roger schreibt:

    Gerd, du verstehst nicht; der entscheidende zivilisatorische Fortschritt seit ’33: Die Juden haben keine Krummnasen mehr!

  2. Pingback: Heute erstmals beim “Arsch huh”-Konzert in Köln: Walter Herrmann singt “99 Luftballons” | Jihad Watch Deutschland

  3. Aristobulus schreibt:

    Schlimm eigentlich, wieviel anscheinend innerhalb dieser Kölner Musik- und Text-Szene hin und her geschrieben wird. Wie gut formuliert, geistreich, erstaunlich qualitätvoll usf. das auch alles sei!, es sind bloß Stellungnahmen über Interna von Veranstaltungen!, die nichts und wieder nichts für diese Veranstaltungen beitragen.

    Analog so, als bekochten sich sieben Spitzenköche in der Küches des Pariser ‘Ritz’ über Tage gegenseitig, um zu debattieren, was wer wann und warum für die hungernden Hotelgäste kochen soll, kann, darf usf.

  4. Chris(o) schreibt:

    “Köln wadscht sich ab” wäre dann wohl das Motto, unter dem die nächste Großveranstaltung stehen sollte.
    Kölns Selbstgefälligkeit ist ja nicht minder legendär wie der Klüngel.
    Die erfrischenden Klatschen ins selbstverliebte Clownsgesicht müssen erst noch Bestandteil der Köln-Kultur werden.

  5. Elisabeth BG schreibt:

    Köln feiert sich weder, Spaß an der Freude ist das Motto, wir fühlen uns gut, wenn wir zu “Protestmusik” abtanzen. Und was passiert nach dem Konzert? Man schägt sich wohlig auf die Schulter und geht zum Dom, um dem “wahren Glauben” nach der Art “Kölsch-Katholisch” zu feiern… an Walter Hermann vorbei. Und dann passiert NICHTS!!!! Wie wäre es mit einem kleinen Spontankonzert, liebe Fremdenhassdemonstranten? W.H ist auch Köln und zeigt Euch täglich seinen Mittelfinger. Weil er wohl einige mächtige Gönner hat, die die Hand schützend über ihn halten. Auch das ist Köln. Man kennt sich, man hilft sich.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja, ‘ne erstaunliche Regionalstadt, deren Regional-Politkultur sich für groß hält. Schunkelpolitik nicht über Wesseling hinaus, und die Linken bleiben unter sich und singen gegen Rechts und verkaufen CDs mit linken Schlagertexten, und den Herrn Mann kennt man irgendwie von früher, weil der mitsingt, und ein gewisser Franke sieht’s auch so.
      Na darauf ein Kölsch (aber mitten zwischen die Augen)

  6. Pingback: Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream – heplev

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