“Der ist schuld am Kriege!”

Beginnen wir mit drei Karten. So sah das Osmanische Reich 1830 aus:

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So sah das Osmanische Reich 1913 aus:

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So sah das Osmanische Reich 1920 aus:

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Wie Sie sehen, verlor das Osmanische Reich in relativ kurzer Zeit viele Gebiete. Nicht wenige neue arabische Länder haben diese Gebiete für sich beansprucht und eine Unabhängigkeit erklärt. Einige Gebiete wurden von dem Völkerbund verwaltet. Neben all den muslimischen Gebietsansprüchen wurde auch dem jüdischen Volk ein Teil des ehemaligen Osmanischen Reichs für eine Unabhängigkeit zugesprochen, was später von Völkerbund abgesegnet wurde. Bis zur Staatsgründung sollten erst noch ein paar Jahrzehnte vergehen.

In dieser Zeit wurden Juden immer wieder Opfer brutaler Pogrome der muslimischen Mehrheitsgesellschaft. Die bekanntesten Pogrome an Juden durch Muslime in dieser Zeit sind die Nabi-Musa-Unruhen, die Unruhen in Jaffa und das Massaker von Hebron. Unter dem Führer Amin el-Husseini fand schließlich die erste große Kampagne der Muslimbrüder gegen Juden statt. Mit Parolen wie “Nieder mit den Juden” wurde das Ziel artikuliert, die arabischen Länder von jüdischen Menschen zu “säubern”. Amin el-Husseini war ein enger Freund Himmlers, seine Politik wurde von den Nazis finanziell und durch Waffenlieferungen unterstützt. Für die Verabschiedung der Nürnberger Rassegesetze erhielt Hitler Glückwünsche aus der gesamten arabischen Welt. Viele arabische Länder riefen für sich Hitlers Ziel aus, “judenrein” zu werden. Einigen arabischen Ländern ist es im Laufe der Zeit sogar gelungen. Was Hitler in Deutschland nicht erreicht hat, haben sie erreicht. Folgende Nationen sind “judenrein” und stolz darauf: Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen. Bis zum heutigen Tag halten manche arabische Minister stolze Hitlerreden. Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu sprach am 28. Februar 2010 im Fernsehen:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der Krieg gegen Juden hörte in Europa 1945 auf. In der arabischen Welt jedoch ging der Krieg gegen Juden weiter. Als sich 1948 das israelische Volk in einem winzig kleinen Raum endlich unabhängig erklärte, so wie es ihnen der Völkerbund schon 1917 garantiert hatte und es arabische Länder wie selbstverständlich bereits getan hatten, da wurde der kleinen und jungen Nation am Tag der Unabhängigkeitserklärung von der arabischen Welt der Vernichtungskrieg erklärt und die Juden in der arabischen Welt mit Pogromen überzogen, wie die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden. Sämtlichen Nicht-Juden in Israel wurde von muslimischen Führern geraten, das junge Land Israel zu verlassen, da Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien eine totale Vernichtung aller Juden planten. Die Nicht-Juden die in Israel blieben, wurden israelische Staatsbürger mit allen Rechten und Pflichten. Die Nicht-Juden aber, die das Land verließen, in der Hoffnung die Kriegstreiber gegen Israel würden aus dem Land ein großes Auschwitz machen, wurden später zu “palästinensischen Flüchtlingen” hochgejazzt. Als es schließlich mit der Vernichtung aller Juden nicht geklappt hatte, wurden jene Juden, die es gewagt hatten, sich zu wehren und somit nicht vernichtet wurden, zu “Besatzern” erklärt. Diese Beleidigung der Überlebenden als Besatzer hat mittlerweile auch wieder in Europa den Judenhass gesellschaftsfähig gemacht.

Der Krieg gegen Juden in der arabischen Welt geht weiter. Seit über 60 Jahren nun schon muss sich der kleine Staat Israel mit seinen gerade mal acht Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die in Grenzen leben, die enger sind als die des Bundeslands Hessen, gegen einen Vernichtungskrieg verteidigen. Schauen Sie sich mal auf dieser Karte an, wie die Region aussieht. Die islamischen Länder sind grün gekennzeichnet. Erkennen Sie mit welcher Farbe die jüdischen Gebiete der Welt markiert wurden?

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Die Farbe ist rot! Rot markiert also den Bereich in der folgendes Gesetz herrscht: „Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Die Charta der Hamas schlägt ganz andere Töne an: Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!

“Moslemfreie” Gebiete gibt es nicht. “Judenfreie” Gebiete schon. Sie sind übrigens auf der Karte oben ebenfalls allesamt grün gekennzeichnet! Grün sind auch auch die Gebiete, in denen Homosexuelle hingerichtet und Frauen gesteinigt werden, wenn sie keine Ganzkörperverhüllung tragen wollen. Grün sind auch jene Gebiete markiert, aus denen sämtliche Raketen abgefeuert wurden, die seit Jahrzehnten fast täglich auf Israel heruntergekommen sind. Grün sind die Gebiete, aus denen die Selbstmordattentäter kommen, und grün sind die Gebiete, die jene Terroristen finanzieren, die Israel vernichten wollen. Israel jedoch ist nur ein kleiner roter Punkt, für das menschliche Auge kaum sichtbar. Allerdings ist es umgeben von einem grünen Teppich des Hass’.
In Europa war der Teppich einst braun; heute ist der Teppich grün. Deutschland konnte sich mittlerweile von dem judenhassenden Braun weitestgehend befreien. Hoffentlich wird sich auch der Islam bald von seinem judenhassenden Grün befreien können, ohne dazu zu gezwungen werden, wie einst Deutschland durch die Alliierten. Ich komme gerade aus Dresden. Ich weiß, wovon ich spreche.

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In Israel genießen Schwule und Lesben staatliche Gleichberechtigung. Homosexuelle dienen in der Armee, eine Transsexuelle hat bereits zwei mal das Land beim Eurovision Song Contest vertreten, in Jerusalem fand eine der bisher drei einzigen World Gay Prides statt und Tel Aviv wurde jüngst von einer American Airlines zum besten Reiseziel für Schwule gekürt. Der Spiegel berichtet folgerichtig: “Es ist einer der wenigen Orte im Nahen Osten, an dem sich Homosexuelle öffentlich küssen dürfen: Zehntausende zogen bei der jährlichen Schwulenparade durch Tel Aviv in Richtung Mittelmeerstrand – leicht bekleidet, tanzend und sehr bunt.”

In der Nachbarschaft von Israel sieht es vergleichbar düster aus?

Im Irak ist Homesexualität verboten, im Libanon droht eine Freiheitsstrafe, im Omam, in Ägypten und Syrien drohen drei Jahre Haft, in Libyen fünf Jahre, in Kuwait sieben Jahre, in Bahrain zehn Jahre und im Iran, Jemen, in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten steht auf Homosexualität die Todesstrafe! Israel ist ein aufgeklärter Staat umgeben vom tiefsten Mittelalter.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, wo ein Araber den Staat verklagen kann und gewinnt!

Israel gehört zu den führenden Ländern in der Weltkinderhilfe.

Israel ist das einzige Land der Welt, in dem der Wald größer und die Wüste kleiner wird.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, das Katastrophenhilfe anbietet.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten mit klarer Presse- und Kunstfreiheit

Israel ist führend im Recyceln von Wasser.

Israel ist führend in der Gewinnung von ökologischer Energie.

Israel ist neben Jordanien das einzige Land im ganzen Nahen Osten wo Araber Schwänze lutschen dürfen.

Ich will nicht behaupten, Israel sei frei von Fehlern, aber es gibt wahrlich keinen Grund, das Land ständig zu kritisieren. Es gibt sogar viele mehr Gründe für Lob! Israels ist die einzige Demokratie des Nahen Ostens, und obwohl sich das Land seit über sechzig Jahren in einem Krieg um die Existenz befindet, hat es die rechtsstaatlichen Prinzipien in einer Art und Weise geachtet, wie es einzigartig ist in der ganzen Geschichte der Menschheit. Noch nie in der ganzen Weltenexistenz hat ein Land über sechzig Jahre mit der Bedrohnung der Auslöschung durch seine Nachbarn gelebt und dennoch an die Prinzipien der Bürgerfreiheit festgehalten. Seit über sechzig Jahren schon ist Israel Opfer von Terroranschlägen. Wie würde wohl die deutsche Regierung bei vergleichbarem Terror reagieren? Die Antwort hat Deutschland selbst gegeben!

Am 13. Oktober 1977 wurde das deutsche Flugzeug Landshut der Lufthansa mit seinen 82 Passagieren entführt. Die Entführer waren der palästinensische Terrorist Zohair Youssif Akache, der sich Captain Martyr Mahmud nannte, die palästinensische Terroristin Souhaila Andrawes, sowie Nabil Harbi und Hind Alameh. Am 18. Oktober um 0:05 Uhr MEZ stürmte das GSG-9-Kommando unter Führung Ulrich Wegeners in der Operation Feuerzauber die in Mogadischu gelandete Landshut. Während der siebenminütigen Aktion wurden drei der vier Geiselnehmer getötet, lediglich Souhaila Andrawes überlebte. Außerdem wurden ein GSG-9-Mann und eine Flugbegleiterin verletzt. Um 0:12 Uhr MEZ konnte der mitgereiste Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt den erfolgreichen Abschluss der Aktion melden.

Die deutsche Regierung hat mit aller nötigen Härte gehandelt und sich auf keinen Deal mit den Terroristen eingelassen. In Israel ist jeden Tag Mogadischu! Für Israel ist jeder Moment ein Kriegszustand, an dessen Ende für die meisten Feinde die Vernichtung Israels und für nicht wenige Feinde die Vernichtung aller Juden steht. Wir müssen uns nur mal ein wenig das arabische Fernsehen anschauen, was dort über Juden berichtet wird und schon wird klar, in welcher Gefahr alle Juden der Region leben. Am 26. Januar 2009 liefen auf Al-Rahma TV in Ägypten Bilder vom Holocaust aus den europäischen Vernichtungslagern. Ein Kommentator machte dazu die passende Stimmung:

“Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“

Das ist fast besser als Fußball! Wiam Wahhab liebt Fußball. Er war einst ein libanesischer Minister und gab am 4. Juli 2010 auf dem Sender Al-Jadid/New TV kund: „Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“

Zappen wir weiter:

Ägypten: „Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV, 8. Januar 2008)

Katar: „Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV, 9. Januar 2009)

Gaza: „In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslim ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will. Sie haben mehrmals versucht, unseren Propheten zu töten.“ (Al-Aqsa TV, 28. Februar 2008)

Katar: „Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV, 30. Januar 2009)

Ägypten: „Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV, 9. Januar 2009)

Saudi-Arabien: „Juden sind Schweine und Affen! Gott sagt das!“ (Ein kleines Mädchen auf Iqra TV, 7. Mai 2002)

Und jetzt zum Kinderprogramm. Dort läßt die Hamas Mickey Mouse Kinder Lieder über die heldenhafte Tat des Attentats singen, während das lustige Hamas-Häschen Assud Kinder zum Krieg gegen Ungläubige aufruft. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu essen.

“Der. Die. Das. Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? Wer Juden nicht hasst ist dumm!” Da kann Israel ja getrost auf die Zukunft schauen, wenn die Kleinen schon so zur Toleranz erzogen werden.

In Europa sind übrigens nicht wenige Satellitenschüsseln auf genau diese Fernsehsender gerichtet. Vielleicht ist der Franzose Mohammed Mera auch mit genau diesen Kinderprogrammen groß geworden, bevor er beschloss, Kinder zu töten, weil sie Juden waren. Mohamed Merah tötete unter anderem drei jüdische Kinder mit gezielten Kopfschüssen. Sie waren unwürdig zu leben, weil sie Juden waren. Nach der Bluttat wäre eigentlich Sorge um das Judentum angebracht gewesen, aber in Deutschland sorgte man sich lieber um die Täter. Die Tagesschau zum Beispiel fragte: „Werden die fünf Millionen französischen Muslime durch die Morde von Toulouse noch weiter an den gesellschaftlichen Rand gedrängt?“ Der Rektor der Großen Moschee in Paris mahnte: “Man darf die zu 99,9 Prozent friedliche muslimische Religion nicht mit der kleinen Gruppe von Leuten verwechseln, die entschlossen sind, eine Bluttat zu verüben.”

Nehmen wir den Rektor der Grossen Moschee in Paris mal beim Wort. 1,3 Milliarden Muslime gibt es schätzungsweise auf der Welt. Es gibt allerdings gerade mal nur 15 Millionen Juden weltweit. Sagen wir also mal, nur 0,1% aller Muslime seien fanatische Judenhasser, bereit eine Bluttat zu begehen. Das mag manchen Muslimen und manchen Christen vielleicht beruhigen, aber für Juden ist das alles andere als beruhigend. Denn bei auch nur 0,1% judenfeindlicher Muslime, die bereit sind, ein Blutbad zu begehen, kommt ein solcher wahnsinniger Judenhasser auf zehn Juden. Jeder Minjan auf der Welt hat somit einen persönlichen Todfeind, der dort Amoklaufen könnten. Sehr beruhigend klingt das nicht.

Schauen wir deshalb wieder ein bißchen arabisches Fernsehen. Da muss es doch was lustiges geben. Ach, schau mal, in Ägypten läuft “Versteckte Kamera”. Bei einem Streich wird Gästen einer Talk-Show vorgegaukelt, sie befänden sich wider Erwarten in einem israelischen Sender. Die lustigen Lockvögeln übernehmen dabei die Rolle von Juden. Das wird bestimmt lustig.

Ist es nicht irrsinnig komisch, wie manche Typen, nachdem sie vermeintlich bemerkten haben, in einer israelischen Talk-Show zu sein, damit beginnen, die jüdischen Moderatorinnen und Moderatoren zu verprügeln. Schalt mal um! Ach, schau mal, auf einem israelischen Sender läuft auch “Versteckte Kamera”. Da weigert sich der Lockvogel, der einen Tankstellenverkäufer spielt, Araber zu bedienen. Mal schauen, ob das auch lustig ist.

Während in der arabischen Welt die Propaganda gegen Juden seit Jahrzehnten auf Hochtouren läuft, versucht sich in Israel die deutliche Mehrheit an der Bewahrung von Menschlichkeit und Empathiefähigkeit; und dass obwohl auf Israel fast täglich Bomben und Raketen abgefeuert werden. Allein in den letzten Tagen wurden über hundert Raketen auf Israel abgefeuert – über hundert Raketen auf eine Fläche in der Größe von Hessen. Wie würde wohl Berlin auf hundert Raketen reagieren? Vermutlich würde die deutsche Regierung zur Verteidigung greifen. Genau das hat Israel getan. Israel verteidigt sich! Die deutschen Medien aber, die bei gleichen Maßstäben in den letzten sechzig Jahren hätten wöchentlich “Angriff auf Israel” titeln müssen, was sie jedoch nicht taten, sondern die Angriffe auf Israel regelmäßig ignorierten, sprechen jetzt nicht von einer Verteidigung Israels sondern brüllen: “Israel greift an!”

“Israel greift an” schreibt der Stern, die Baseler Zeitung, die Zeit, die Frankfurter Rundschau, der Spiegel, das Handelsblatt, die Süddeutsche und “Nahostexperte” Lüders sagt auf Deutschlandfunk, die Hamas verhalte sich “sehr kooperativ im Rahmen ihrer Möglichkeiten” und vermutet, die israelische Regierung habe diesen Konflikt angezettelt, um eine Wahl zu gewinnen.

Man höre und staune: Nicht der Hass der Hamas, die Propaganda der islamistischen Medien, die Liebe zu Hitler und seiner “Endlösung der Judenfrage”, nicht die erklärten Kriege, Terroranschläge und seit sechzig Jahren regelmäßig auf Israel abgefeuerten Bomben und Raketen sind Schuld am Krieg im Nahen Osten, sondern eine jüdische Regierung unter Netanjahu, die in der Tradition der “Weisen von Zion” nichts anderes als verschwörerische Machtabsichten im Sinne haben soll. Für Lüders ist es eben der Jude, der hinter allem steht.

Wenn ich mir so diese Experten und die Mehrheit der Medien in Deutschland anschaue, so werde ich das Gefühl nicht los, dass für eine Menge Menschen in diesem Land noch folgende Überzeugung der Nazis Geltung hat:

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82 Antworten zu “Der ist schuld am Kriege!”

  1. Aristobulus schreibt:

    Danke!, sehr guter Artikel, die Argumente gehen Schlag auf Schlag.

    Nur: Es gibt kein “israelisches Volk”, es gibt jedoch das jüdische Volk (die jüdischen Isrelis und alle Juden weltweit), und es gibt die israelischen Staatsbürger (75% Juden, 20%+ Araber [Moslems und Christen], Drusen, Bahai, usf.)

  2. Roger schreibt:

    Grandioser Artikel, Gerd!
    Den sollte man allen Ewigen Antisemiten, aus Köln oder Dortmund oder sonstwoher, an die Stirn nageln… :P

  3. AMC schreibt:

    Ich muss es immer mal wieder sagen: Gert Buurmann ist der Beste! Zu jedem Zeitpunkt hat er das richtige Wort und das beste Argument

  4. quisa schreibt:

    “Nach der Bluttat wäre eigentlich Sorge um das Judentum angebracht gewesen, aber in Deutschland sorgte man sich lieber um die Täter. Die Tagesschau zum Beispiel fragte: „Werden die fünf Millionen französischen Muslime durch die Morde von Toulouse noch weiter an den gesellschaftlichen Rand gedrängt?“
    Ich habe das eher so verstanden, dass sich nicht um die Täter, aber um die 5 Millionen Muslime in Frankreich Sorgen gemacht wurden. Oder sind jetzt auf einmal schon die 5 Millionen Muslime die Täter? SO klint jedenfalls obige FOrmulierung….

    • Aristobulus schreibt:

      Nein. Es ging um einen Täter – und um seinen ideologischen Rückhalt bei vielen Moslems. Worauf die Tagesschau jedoch f*cking patronisierenderweise nicht einging, sondern sofort die fünf Millionen Moslems patronisierte.

  5. Silke schreibt:

    Der Krieg gegen Juden hörte in Europa 1945 auf.

    ach ja???????

  6. Möbel schreibt:

    Werter Buurmann, ich gebe Ihnen ja darin recht, dass in den von Ihnen aufgeführten
    Zeitungen häufig eher Meinung als Information verbreitet wird.
    Aber so wie Sie deren Schlagzeile auf “Israel greift an” verkürzen, bewegen Sie sich
    auf der gleichen Meinungsebene.
    In fast allen Schlagzeilen wird die Hamas erwähnt und/oder im Text die vorhergehenden
    Raketenangriffe der Palästinenser aus dem Gazastreifen genannt.
    Ebenso hat mich die letzen 2 Tage der ÖR stundlich über Raketenangriffe und die
    israelischen Reaktionen informiert.
    Nirgends ist mir ein informationsloses, plattes “Israel greift an” serviert worden.
    Dies würde ja suggerieren, dass die Israelis ohne Not über ihre Nachbarn herfallen.
    Manchmal sind derartige tendenziösen Verkürzungen, die scheibar auf beiden Seiten,
    (wenn ich Sie jetzt mal einer Seite zurechnen darf) zu finden sind, der erste
    Indikator für Fanatismus. Und das der nicht zum Erfolg führt, zeigen ja nun
    mehr als deutlich die unmittelbaren Gegner des Staates Israel.

    • Arme Sau schreibt:

      Die Öff.-Rechtl. berichten zwar jetzt (aber erst jetzt, nachdem Israel zurückgeschlagen hat) auch über die palästinensischen Raketenangriffe. Aber selbst jetzt wird verharmlost und relativiert. So habe ich gestern das öff.-rechtl. Mittagsmagazin geschaut, und der Bericht endete im Tenor, dass der israelische Verteidigungsschlag hauptsächlich eine Wahlkampfaktion von Netanjahu sei. So kann man natürlich auch die Pali-Raketen verharmlosen. Und der Jud’ ist natürlich so verschlagen, dass er auch einen Krieg führt, nur um eine Wahl zu gewinnen. Das bleibt auf jeden Fall von dem Bericht bei den Leuten hängen, die eh’ heimlich so denken, also 80 (90? 95?) Prozent der Deutschen.
      Immerhin gab es den Fortschritt, dass auch mal Israelis gezeigt wurden, die Angst um ihr Leben haben, und nicht nur palästinensische Opfer israelischer “Grausamkeit”.

      • Möbel schreibt:

        Kann ich so nicht bestätigen, werte Arme Sau.
        Bevor die Israelis den Hamas Militärchef liquidiert haben, wurde schon in den
        schnöden stündlichen Radionachrichten vom WDR, von den palästinensischen
        Raketenangriffen berichtet.
        Wie die Informationen bei weiterer Eskalation fließen, bleibt abzuwarten.

      • Aristobulus schreibt:

        Arme Sau,
        übrigens wird Israels Verteidigung immer irgend ein Sinn unterstellt, der die israelische Seite möglichst schlecht dastehen lässt – Fakten sind hierbei egal, indem’s um die Weltanschauung geht…
        Etwa Avaaz (eine der größten NGOs der Welt) schreiben in ihrem Newsletter nebst Aufforderung zu ‘ner Unterschrift und Spende nichts vom unausgesetzten Raketengagel auf Israels Süden, sondern bloß<em "in Gaza regnet es Bomben", >und dass das bloß eine Ablenkung der Israelis von der neuen Palästina-Inititiative in der UNO sein solle, weil es jetzt um die Anerkennung eines palästinensischen Staats gehe. Jedoch “…Lobbyisten der USA und Israels arbeiten fieberhaft daran, die Abstimmung im Keim zu ersticken, und der Angriff auf Gaza ist vielleicht nur ein weiterer Versuch, die Aufmerksamkeit von diesem Antrag abzulenken und Palästina als nicht vertrauenswürdigen Partner darzustellen.”

        Aha, ‘Palästina’ soll also vertrauenswürdig sein. Für wen?! Für den Iran oder Al-Kaida vielleicht?
        So wenig Realität

        • Arme Sau schreibt:

          Habe grade die Petitionsseite bei Avaaz gelesen. Das ist wirklich widerwärtig perfide.

          • Aristobulus schreibt:

            Das sind einfach Linke der durchgefeuerten, irrealen, plüschigen Sorte… sie verschweigen ja nicht die Angriffe auf Israel. Aber sie sind in dieser romantizistischen Zwangsidee befangen, dass die Palästinenser jetzt ihren Staat haben müssten. Ideen von Studenten für ewige Studenten halt – denn wer sollte diesen Staat MACHEN?

            Und wieso eigentlich wollen so viele, die sich selber explizit als Linke sehen, die dreiundzwanzigste arabische Elends-Diktatur dort haben? Werdich nie verstehen.

  7. Yael schreibt:

    “Wenn die Hamas auf Israel in wenigen Tagen blindlings Hunderte von Raketen feuert, ist das in den deutschen Medien keine Meldung wert. Ist ja fast alltäglich. Erst wenn die Israelis sich dazu hinreißen lassen, möglichst gezielt deren Terror-Chef zu töten und Raketenstellungen und Waffenlagern den Garaus zu machen, treten die westlichen Medien auf den Plan und Westerwelle hält seine Nerd-Brille in die Kamera, um größtmögliche “Zurückhaltung” zu fordern. ”

    http://fdogblog.wordpress.com/2012/11/15/die-aquidistanz-deutscher-medien-im-nahen-osten/#comments

    • Eliyah schreibt:

      Spiegel hat sich auch wieder einen Videobeitrag geleistet, der eigentlich unfassbar ist.
      An alle SPON-Redakteure: Tel Aviv ist eine Stadt, von mir aus auch eine Mittelmeer-Metropole oder ein kulturelles Zentrum oder was auch immer, aber es ist nicht unsere Hauptstadt. Daher noch mal zum Mitschreiben:

      JERUSALEM IST UNSERE HAUPTSTADT!

      Kapiert das doch endlich mal! Genug Zeit hattet ihr, sie ist es schliesslich schon seit Staatsgründung.

  8. David Rosen schreibt:

    “Deutschland konnte sich mittlerweile von dem judenhassenden Braun weitestgehend befreien. ”
    Das ist ja leider nicht so. Das heutige braun ist rot :-(

    • Arme Sau schreibt:

      Das heutige Braun hat leider jede Farbe des politischen Spektrums angenommen. Es gibt Schwarze, die voll auf der Anti-Israel-Schiene fahren (Polenz, Hodentöter (vermisst noch jemand Wehner?)) geauso wie Rote. Und es gibt Rote (Konkret, Jungle World), die voll auf der Seite Israels stehen und den Antisemitismus der sonstigen Linken permanent bloßstellen und attackieren. Das Thema eignet sich nicht, um hier ein allgemeinpolitsch-pauschales Süppchen zu kochen.

      • Eliyah schreibt:

        Einzelne Exemlare oder Gruppen mit abweichender Meinung zu Israel gibt es in allen Lagern. Das ändert nichts daran, dass antiisraelisches Gedankengut im linken Spektrum heute zuhause ist.

        • Arme Sau schreibt:

          Leider richtig. Leider ist es ebenso rechts und in der Mitte zuhause. Deshalb ist der Spruch “Das heutige braun ist rot” schlicht unfair. Das heutige Braun ist genauso schwarz und blaugelb und orange und grün und auch immer noch originalbraun.

          • Eliyah schreibt:

            Klar, Möllemann ist auch nicht vergessen, aber was die Linkspartei sich leistet, ist doch mal einen Zacken schärfer und vor allem Parteiraison und nicht nur eine Meinung unter vielen. Und Tante SPD ist eine “strategische Partnerschaft” mit der Fatah eingegangen. Das würde sich die CDU nicht trauen.

          • Arme Sau schreibt:

            Ist natürlich wahr, was Linkspartei und SPD angeht. Insofern stimmt der Spruch parteipolitisch gesehen leider schon. Als aufrechter Linker weiß man echt nicht, was man wählen soll…

  9. Elisabeth B-G schreibt:

    Danke, Gerd Buurmann, Israel braucht solche Freunde, jetzt und auch zuküftig.

  10. Krokodil schreibt:

    Da ich etwas sprachlos bin, nur dieses.

    • kleines Südlicht schreibt:

      Schließe mich an in der Solidarität; und in der Sprachlosigkeit.

      Daher lasse ich stattdessen Bob Dylans Songtext reden:

      Well, the neighborhood bully, he’s just one man
      His enemies say he’s on their land
      They got him outnumbered about a million to one
      He got no place to escape to, no place to run
      He’s the neighborhood bully
      The neighborhood bully just lives to survive
      He’s criticized and condemned for being alive
      He’s not supposed to fight back, he’s supposed to have thick skin
      He’s supposed to lay down and die when his door is kicked in
      He’s the neighborhood bully
      The neighborhood bully been driven out of every land
      He’s wandered the earth an exiled man
      Seen his family scattered, his people hounded and torn
      He’s always on trial for just being born
      He’s the neighborhood bully
      Well, he knocked out a lynch mob, he was criticized
      Old women condemned him, said he should apologize.
      Then he destroyed a bomb factory, nobody was glad
      The bombs were meant for him. He was supposed to feel bad
      He’s the neighborhood bully
      Well, the chances are against it and the odds are slim
      That he’ll live by the rules that the world makes for him
      ’Cause there’s a noose at his neck and a gun at his back
      And a license to kill him is given out to every maniac
      He’s the neighborhood bully
      He got no allies to really speak of
      What he gets he must pay for, he don’t get it out of love
      He buys obsolete weapons and he won’t be denied
      But no one sends flesh and blood to fight by his side
      He’s the neighborhood bully
      Well, he’s surrounded by pacifists who all want peace
      They pray for it nightly that the bloodshed must cease
      Now, they wouldn’t hurt a fly. To hurt one they would weep
      They lay and they wait for this bully to fall asleep
      He’s the neighborhood bully
      Every empire that’s enslaved him is gone
      Egypt and Rome, even the great Babylon
      He’s made a garden of paradise in the desert sand
      In bed with nobody, under no one’s command
      He’s the neighborhood bully
      Now his holiest books have been trampled upon
      No contract he signed was worth what it was written on
      He took the crumbs of the world and he turned it into wealth
      Took sickness and disease and he turned it into health
      He’s the neighborhood bully
      What’s anybody indebted to him for?
      Nothin’, they say. He just likes to cause war
      Pride and prejudice and superstition indeed
      They wait for this bully like a dog waits to feed
      He’s the neighborhood bully
      What has he done to wear so many scars?
      Does he change the course of rivers? Does he pollute the moon and stars?
      Neighborhood bully, standing on the hill
      Running out the clock, time standing still
      Neighborhood bully

      • Aristobulus schreibt:

        Danke, Südlicht… der alte Zimmermann bringt’s, trifft’s usf., immer wieder, grad in diesen miesen Zeiten.

      • kleines Südlicht schreibt:

        Leider ist das Lied auch immer noch viel zu aktuell.
        [...no allies to really speak of...]
        Aktuell bringen mich die Leute hierzulande schier zur Verzweiflung. Nicht nur die ganzen Nahost”experten”, die man jetzt wieder an allen Ecken und Enden hören muß – vieleviele Fremdschämmomente dabei – wenigstens unsere Regierung hatte ja mal ein paar deutliche Worte, auch wenn die in Funk/Fernsehen/Presse wieder zerredet wurden bis zur Unkenntlichkeit.
        Jetzt jedenfalls macht die Bundeswehr Patriots fertig, falls im syrischen Bürgerkrieg mal ein paar Raketen über die Grenze fliegen — aber wo sollen sie hin? In die Türkei. Falsche Richtung! (also, von Syrien aus gesehn; von mir aus gesehen ists nicht weit genug) Da kriegt man doch die Krise, die Motten und die Flöhe. Weil, die Türkei hatte nicht etwa den (NATO-)Bündnisfall ausgerufen, das müssten sie erst noch… kleiner Tip an die Politik: Syrien hat gerüchteweise mehr als eine Grenze…

  11. Anna schreibt:

    Unglaublich! Ich finde auch, dass man sich nicht um gute Beziehungen zu der arabischen und muslimischen Welt bemühen sollte. Das ist völlig sinnlos. Sie wollen unseren Lebensstil und tragen westliche Kleidung, Make-up, fahren unsere Autos und lieben unsere Luxusgüter, aber für alles andere hassen sie den Westen. Man sollte sich nicht um diese Menschen bemühen, auch wenn Nächstenliebe uns etwas anderes predigt.

    • Peter schreibt:

      Werte Anna, der Kommentar macht mich fassungslos. “Sie (die muslimische Welt) wollen unseren Lebensstil und tragen westliche Kleidung, Make-up, fahren unsere Autos und lieben unsere Luxusgüter”. Woher hast Du diese Information??? Klar gibt es Muslime, die das tun. Aber der Großteil der Muslime tut genau das eben nicht in den arabischen Ländern. Das ist eine Form von unterstellender Pauschalisierung einer ganzen Glaubensgemeinschaft die ich unfassbar finde. “Ich finde auch, dass man sich nicht um gute Beziehungen zu der arabischen und muslimischen Welt bemühen sollte.” “Man sollte sich nicht um diese Menschen bemühen”. Genau solches menschenverachtendes Gedankengut befeuert Konflikte, auch wenn es unter Muslimen sicher auch Menschen gibt, die umgekehrt so denken wie Du. Nun kann man sich fragen, wer zuerst so über den anderen gedacht hat, Muslime über Juden oder umgekehrt. Man wird in dem uralten Streit kaum eine Antwort finden, außer man kann behaupten zu wissen was zuerst da war, das Huhn oder das Ei.
      Wenn das auch nur annähernd Dein Ernst ist, was Du so verachtend schreibst, nach dem Motto: Alle Muslime sind gleich, verlogen, und verdienen es nicht, dass man sich um sie kümmert, begibst Du dich verbal auf die gleiche Stufe wie Extremisten, und es bleibt Dir nur, auf den Startknopf für die Atomraketen zu drücken.

  12. Peter schreibt:

    Bei aller echter Wertschätzung, lieber Gerd, erlaube ich mir doch, ein paar historische Fakten korrekt darzustellen, soweit das mein zugegeben beschränktes geschichtliches Wissen ermöglicht:-)

    Dass dem Jüdischen Volk 1917 vom Völkerbund ein Teil des ehemaligen Osmanischen Reichs für eine Unabhängigkeit zugesprochen wurde, stimmt so nicht ganz. Der Völkerbund wurde erst 1920 gegründet.
    Die Briten waren es, die im ersten Weltkrieg gegen das Osmanische Reich gewonnen haben und 1917 große Teile des ehemaligen Osmanischen Reiches inkl. Palästina besetzt hatten. 1917 hat nicht der Völkerbund (den es da noch gar nicht gab), etwas versprochen, sondern es gab die sogenannte “Balfour-Deklaration”, die von den Briten selbst stammte und von jüdischen Briten entworfen worden war (Weizmann/Simon/Sykes). In dieser Deklaration stand aber nun Folgendes (man beachte auch den zweiten Teil des nachfolgenden Zitates!):

    “Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.”

    1922 hat dann der Völkerbund das Mandat wiederum den Briten erteilt zur “Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina”. Dies unter der Bedingung, „dass nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nicht jüdischer Gemeinschaften in Palästina beeinträchtigen würde“.

    Zu diesem Zeitpunkt wurde das Land zum weit größten Teil von arabisch-stämmigen Palästinensern bewohnt, die jüdische Bevölkerung war nur eine kleine Minderheit.

    Die Errichtung eines jüdischen Staates wurde dann durch gezielte Einwanderung von Juden in Palästina vorangetrieben, gefördert und ermöglicht durch die Briten. Bei der Vergabe von Gebieten wurden Juden bevorzugt, z.T. durften z.B. nur jüdisch-stämmige Arbeiter auf den Ländereien arbeiten. Die dort lebenden Palästinenser wurden oft einfach verdrängt.

    1947 verabschiedeten dann die Vereinten Nationen einen Teilungsplan, der Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat einteilte, wobei Jerusalem unter internationale Kontrolle gestellt werden sollte. Dieser Plan wurde von den Arabern als Provokation empfunden und abgelehnt.

    1948 erklärte sich Israel dann einseitig unabhängig und proklamierte die Staatsgründung, woraufhin die arabischen Nachbarländer Israel sofort den Krieg erklärten.

    Nach nicht enden wollenden terroritischen Angriffen begann Israel 1967 den Sechstagekrieg, in dem israelische Streitkräfte große Teile des Umlands eroberten. Bei den anschliessenden Friedensverhandlungen forderten die Vereinten Nationen Israel auf, die eroberten Gebiete (u.a. den Gaza-Streifen) an die Palästinenser zurückzugeben, was aber nicht erfolgte.

    Alles weitere ist eine traurige Geschichte deren Ende nicht abzusehen ist und sich beide Völker gegenseitig die Schuld zu schieben.

    Auf Dauer kann es nach meiner Überzeugung nur Frieden geben, wenn Palästinenser, die dort schon lange vor den meisten Juden gelebt haben, ein eigenes autonomes Gebiet bekommen. Auch wenn es im Osmanischen Reich nie feste Grenzen und eine eigene Verwaltung gab. Und wenn die Menschen endlich lernen, dass man mit Gewalt alles nur immer schlimmer macht. Eine Bevölkerung, die Jahrzehnte leidet, Palästinenser wie Israelis, und in der fast jede Familie Todesopfer oder schwere Verletzte zu beklagen hat, wird mit zunehmender Dauer immer verhärteter und unwilliger mit der anderen Seite Frieden zu schliessen.

    Natürlich hat jeder das Recht, sich zu verteidigen. Und wenn die Hamas ständig Raketen auf Israel abfeuert, wird sich Israel verteidigen. Was aber jetzt gerade passiert, droht auf lange Zeit jegliche Friedensaussichten zu zerstören und einen Flächenbrand auszulösen, wenn andere arabische Staaten sich der Agression gegen Israel anschliessen und die westlichen Länder wiederum nur Israel zur Seite stehen und die Palästinenser als die ausschliesslich “Bösen” hinstellen. Für Terror gibt es keine Rechtfertigung, aber auch nicht, die arabische Bevölkerung mit der radikalen Seite der Hamas gleichzusetzen. Es wird Zeit, aufzuhören, die einen als die Guten und die Anderen als die Bösen hinzustellen. Egal von welcher Bevölkerungsseite aus man das betrachtet. Nur wenn beide, Palästinenser wie Israelis endlich irgendwann lernen, dass Frieden nur gemeinsam geschaffen werden kann, besteht eine Chance. Schöne Utopie. Leider.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Peter schreibt: “Natürlich hat jeder das Recht, sich zu verteidigen. Und wenn die Hamas ständig Raketen auf Israel abfeuert, wird sich Israel verteidigen. Was aber jetzt gerade passiert, droht auf lange Zeit jegliche Friedensaussichten zu zerstören …”

      Nett formuliert, Peter, aber was sollte denn sonst passieren?

    • Aristobulus schreibt:

      Der Passus “wenn Palästinenser, die dort schon lange vor den meisten Juden gelebt haben” ist bestenfalls eine Vertuschung, schlimmstenfalls eine Lüge.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Bei aller Wertschätzung, Sie haben Recht. Ich hab’s korrigiert.

      • Aristobulus schreibt:

        Wobei der Peter in aller Wertschätzung über ein gewisses “Palästina” der Balfour-Declaration von 1917 schrieb, aber vergaß zu erwähnen, worum es sich da gehandelt hat: Nämlich um die heutigen Territorien von Jordanien plus Israel plus die umstrittenen Gebieten. Das große Stück war als “Palestine” definiert.
        Weil das immer weggelassen & gerne vergessen wird, beharrt die propalästinensische Seite seit Arafat’n auf einem irrealen Zahlenspiel, nach dem 78% an die Juden gefallen sei. Hört sich nach jüdischer Perfidie und fürchterlichem Gebietsverlust für die Palästinenser an – aber nur, indem man den Begriff falsch bezieht.

        Wahr ist, dass weitaus der Löwenanteil des gesamten Britisch-Palästine ohnehin an die arabische Seite fiel (das dünn besiedelte Jordanien, dessen Existenzrecht aber nie einer in Frage stellt). Vom kleinen jüdischen Teil, wo sich die Juden drängen, soll jedoch von je her durch Pro-Araber & Nahostexperten immer noch was abgezwackt werden. Mal hier bisschen Westbank, mal da bissele Golanhöhen; immer wieder mal was!, denn die Juden haben ja kein Existenzrecht

    • kleines Südlicht schreibt:

      # Peter: ich bin auch kein Historiker, aber für sowas gibt es ja das Internet:

      (Dieser:

      ist ebenfalls ein Stück zurück hier im Blog zu finden – als Antwort auf recht ähnliche Ideen wie Ihre)
      Auch den Brief dieser Dame http://rungholt.wordpress.com/2012/11/16/an-all-die-mahner-kopfschuettler-abwiegler/ ist lesenswert.

  13. Peter schreibt:

    @Gutartiges Geschwulst: Wenn ich darauf eine Antwort hätte, bekäme ich den Friedensnobelpreis… Ich habe nur Angst, dass die Sache wieder neu entflammt, weiter eskaliert und zu einer Katastrophe für alle führt, Israel wie Araber, und es unmöglich wird, überhaupt jemals Frieden zu finden. Solche Kriege schüren den gegenseitigen Hass immer weiter und blockieren differenziertes Denken. Und wenn dann noch andere Länder mit hinzu springen und es zu einem Flächenbrand kommt, dann gute Nacht… Es muß doch irgendwie möglich sein, dass Muslime, Juden, Christen und alle anderen irgendwie lernen, sich gegenseitig, auch im Anderssein, zu tolerieren. Nicht zuletzt haben die drei erstgenannten Religionen alle in Palästina ihre gemeinsamen historischen Wurzeln. Ich finde, jeder vernünftig denke Mensch sollte dazu aufrufen, innezuhalten und Frieden zu finden gemeinsam, statt die Gräben weiter zu vertiefen. Westliche Länder sind schon vor langer Zeit in muslimischen Ländern eingefallen und haben versucht, ihre Werte den einheimischen Muslimen überzustülpen. Das die nicht alle gerade darüber glücklich waren, kann ich nachvollziehen. Was aber bitte nicht so zu verstehen ist, als würde ich die Gewalt von Extremisten auch nur zu relativieren versuchen.
    Die Nazis haben ihre Ideologie im zweiten Weltkrieg benutzt, um arabische Länder gegen Juden aufzubringen. Vieles von dem Blödsinn der Nazis grassiert deshalb scheinbar heute noch bei Extremisten.
    Das jüdische Volk hat eine Jahrtausende alte Leidensgeschichte der Verunglimpfung und Vertreibung erleiden müssen.
    Jedes Volk der Welt sollte jedoch das selbstverständliche Recht auf Selbstbestimmung und Unversehrtheit haben. Egal ob Christen, Juden, Muslime, Buddhisten, Atheisten oder wer auch immer… Jeder muß so leben dürfen, wie er es möchte.
    Muslimische Frauen tragen ein Kopftuch (und ja, soweit mir bekannt, tut das der Großteil freiwillig!), Juden eine Kippa (interessant übrigens, dass im alten Israel jüdische Frauen auch ihr Haupthaar bedecken mussten, weil unbedecktes Haupthaar mit Prostitution gleichgesetzt wurde) und auch orthodoxe Frauen tragen im Christentum bis heute Kopftuch, das stammt nebenbei aus der Bibel: „Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen.“ (1. Korinther 11,5)
    Wir sind alle Kinder dieser Welt und leben auf einer Erde. Man kommt nicht weiter, in dem Juden Muslime verachten, Muslime Juden, Christliche Länder (die vom ursprünglichen Inhalt der Religion mittlerweile soweit entfernt sind, dass es mir graut) versuchen zu behaupten, sie hätten die alleinige Wahrheit und dürften Weltpolizei spielen. Die einzige Chance, die die Menscheit hat, ist zu begreifen, dass sie nur dann überleben kann, wenn wir alle begreifen, dass die Erde niemandem alleine gehört und wir nur gemeinsam überleben können.

    • Silke schreibt:

      ach Mohammed wurde der Koran also in Palästina offenbart?

      gut zu wissen …

      PS: ich lese hier wieder mit, weil ich gehofft hatte, hier Zugang zu den Weisheiten des Waffenexperten Mike Hammer zu bekommen. Doch er will und will nicht erscheinen. Wo iss er denn jetzt?

      • Peter schreibt:

        Dass Christen, Juden und Muslime alle drei Abraham als Urvater ansehen und daher gemeinsame Wurzeln haben, dürfte allgemein bekannt sein. Das Wort Araber geht nach Meinung einiger Forscher auch auf Abraham zurück.

        • Aristobulus schreibt:

          Wieder falsch, weil ein unpräzises Süppchen (pardon), das Dinge gleichmachen will, die nicht gleich sind.
          Abraham war Jude. Jedoch laut Islam soll Abraham ein Moslem gewesen sein, Jahrtausende vor dem Islam, insgleichen Moses (Musa) und Jesus (Isa) werden als Moslems gesehen. Das ist Vereinnahmung (kann man auch Copyrightverletzung nennen).
          Die Christen sind nicht so extrem, vereinnahmen jedoch traditionell Abraham und das Judentum als bloße Vorstufe zum Christentum

        • Silke schreibt:

          Hugh der Islamgelehrte hat gesprochen

          ich glaube es war Bernard Lewis, bei dem ich kürzlich (mal wieder) lernte, daß da bei der Verwurzelung doch ganz erhebliche Unterschiede bestehen.

          Aber Bernard Lewis, wer ist der schon, was weiß der schon und kennt der überhaupt die Lehren von Peter?

          http://www.carnegiecouncil.org/studio/multimedia/20100506/index.html#section-19843

          It is customary nowadays to speak of the Judeo-Christian tradition. The term is a fairly recent one. In earlier times, it would have been found offensive on both sides of the hyphen. But the reality is an old one. It has been going on for a long time. Christianity obviously arose out of Judaism. Christians retained the Jewish Bible, renamed it the Old Testament and added a New Testament to it. That gives rise to an enormous amount of shared tradition and perceptions.

          The advent of Islam, the third religion in the historical sequence, is a somewhat different matter. Muhammad, the prophet and founder of Islam, did not retain either the Old or the New Testaments. He decided that both had been corrupted by their unworthy custodians and needed to be superseded. He therefore brought a new revelation of his own. He did, however, retain important parts of the Judeo-Christian tradition—or should I say, of the Jewish and Christian traditions—which became part of Islam.

    • Aristobulus schreibt:

      Oh, Peter der Nahostexperte.
      “…schüren den gegenseitigen Hass immer weiter “, welcher gegenseitige Hass bitte? Von arabischer Seite werden jeden Tag ganz offiziell Vernichtungswünsche gegen Israel und gegen die Juden geäußert, und arabische Fensehsender und Zeitungen wälzen sich im Judenhass.
      Wo ist das auf der israelischen Seite? Es kommt nicht vor. Das gibt es da einfach nicht. Freilich mancher will es nicht begreifen, streitet es ab, redet von Gewaltspiralen usf. Laaaaangweilig
      “indem Juden Muslime verachten”
      Wie erwähnt, gleicher Aufguss.
      Freilich Nahostexperten wollen immer glauben & predigen, denn die wissen schon alles.

      • Peter schreibt:

        Also ich lese hier in der Summe ne ganze Menge Verachtung raus gegenüber Muslimen. Auch Deiner Anmerkung gerade entnehme ich mutmaßlich, dass Du denkst, die Muslime seien alleine an allem Schuld. “Jeden Tag ganz offiziell Vernichtungswünsche”? Quellen bitte.

        • Aristobulus schreibt:

          Die Quellen werd ich Ihnen nicht liefern, nicht schon wieder… sie sind allgegenwärtig. Bitte mal nachsuchen. Qaerendo invenietis.

          Stichwort Tapferimnirgendwo “Wenn Minister sprechen” liefert einen winzigen, wenngleich repräsentativen Ausschnitt von’s Janze.

          • Peter schreibt:

            Dann hab ich die Allgegenwärtigkeit nicht mitbekommen. Also entweder ist das nicht allgegenwärtig oder leb in einer Höhle. Wenn man von” jedem Tag” und “offiziell” spricht, möchte ich Quellen, lasse mich gerne überzeugen.

          • Aristobulus schreibt:

            Kunststück!, Sie antworten ja schon wieder, ohne die Quelle gelesen zu haben, die ich Ihnen freundlicherweise angab.

        • Aristobulus schreibt:

          P.S.
          “die Muslime an allem schuld”, nanu?, wo steht das?
          Was’n Unfug

          • Peter schreibt:

            Zwischen den Zeilen. Wenn Muslime (also alle?) angeblich ständig Judenhass verbreiten, in Israel es aber keinen Hass gibt umgekehrt und der Begriff “Gewaltspiralen” langweilig erscheint, lese ich da nunmal eine recht einseitige Schuldzuweisung raus, oder ich habe etwas vollkommen falsch verstanden

          • Silke schreibt:

            heißt Du mit Nachnamen Bereit?

          • Aristobulus schreibt:

            Die moslemische Seite in Nahost, die sich ständig in Vernichtungsflüchen gegen Israel und die Juden gefällt, ist keine pluralistische, freie wie die israelische, sondern eine oligarchische, die auf Unterdrückung der eigenen Leute beruht.

            Folglich kann man “die beiden Seiten” ebenso wenig miteinander vergleichen oder gar gleichseitzen wie Einzelhaft mit zweifelhaft… mir scheint, eben DAS hatten Sie vollkommen falsch verstanden.

          • Yael schreibt:

            “heißt Du mit Nachnamen Bereit?”

            Irgendwie scheinen die alle Peter zu heißen. Was bin ich froh, dass mein Peter ein Kater ist.

      • Peter schreibt:

        “Oh, Peter der Nahostexperte” find ich mit Verlaub eine Verächtlichkeit. Entweder, wir versuchen mal sachlich zu diskutieren oder ich bin hier ganz schnell raus. Ich bin gerne bereit zu kontroversen Diskussionen und maße mir nicht an, die Weisheit über das Thema Israel mit Löffeln gefressen zu haben. Aber wo mir Einseitigkeit Einzug zu halten droht, mach ich den Mund auf, bitte mir das nachzusehen.

        • Aristobulus schreibt:

          Also, durch Sachlichkeit haben Sie bisher nicht grad geglänzt. Und schon drohen Sie, zu verschwinden? Das geht aber schnell bei nur ein wenig Widerspruch.
          “Einseitigkeit”. Nu, was bitte ist an Vernichtungsdrohungen & Dauerbeschüssen in Nahost NICHT einseitig?

          • Peter schreibt:

            wir kommen hier nicht weiter. Die kleine Diskussion hier spiegelt leider genau die Gründe wieder, warum es nie Frieden geben wird in der Region. Ich bin raus und wünsche alles Gute!

          • Aristobulus schreibt:

            Naturgemäß gibt es keinen Frieden, indem schon die palästinensischen Kinder seit Langem konsequent und mörderisch zum Judenhass erzogen werden. Dass massenhaft Europäer das nicht wahrhaben möchten!, spiegelt unsere kleine Diskussion hier durchaus glaubhaft wider.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Peter schreibt: “Westliche Länder sind schon vor langer Zeit in muslimischen Ländern eingefallen und haben versucht, ihre Werte den einheimischen Muslimen überzustülpen.”

      Und das ist bei Weitem nicht Alles! Einmal haben die westlichen Länder die Muslime sogar bis vor die Tore Wiens gelockt, um ihnen ihre Werte überzustülpen.
      Zum Glück, konnten die Muslime aber noch rechtzeitig abhauen.

      • Aristobulus schreibt:

        Na Allah sei Preis & Dank!, sonst würden die jetzt Istanbuler Nockerln und Scheich-Schmarrn essen und im Kaffeehaus immer ‘nen kleinen Grünbraunen trinken müssen.

      • Silke schreibt:

        einmal???

        Oh nein, oh nein, das Grausen ist viel größer – ZWEI mal haben sie’s versucht

        und von 1529 bis 1683 haben sie, perfide wie sie sind, mehr als 150 Jahre verstreichen lassen, in denen sie die Osmanen in Sicherheit wiegten, bevor sie es dann doch nicht lassen konnten und die armen Gutgläubigen – well and the rest is history

        • hansi schreibt:

          @ Peter
          Nicht zuletzt haben die drei erstgenannten Religionen alle in Palästina ihre gemeinsamen historischen Wurzeln.

          Keine der drei Religionen hatte ihre Wurzeln in Palästina .
          Zum Beispiel ist der berühmteste Wanderprediger aller Zeiten in “Judäa gewandert und nicht in Palästina “

          • Yael schreibt:

            Hansi, wer wird denn gleich so pinkelig sein, wenn der heilige Peter gesprochen hat.
            Dann hat Jesus eben in Palästina gewandelt und Abraham war schon immer in Palästina ansässig. Ich meine, wenn jemand As. Heimat zum damaligen Kanaan zählt, und das Judentum angeblich dort entstand, so lass den Deutschen doch ihren Spaß.

          • Aristobulus schreibt:

            Dass “Palästina” (immer ausgesprochen mit langem, elegischen, sehnsüchtigen und total betroffenen Iiih im Tränenmoll-Ton) DAS Zentrum (oder DAS Zweit-Zentrum mindestens!) des Islams sei, wird seit paar Jahrzehnten als Zweckbehauptung behauptet. Ferner denkt lau moslemischer Fernsehsender und Zeitungen jeder Iraner, jeder Nordnigerianer, jeder Afghane und jeder Neuköllner pausenlos an die seit sechzig Jahren massengemordeten Palästinenser… wie dermaßen unfähig die Israelis folglich sein müssten, fällt aber keinem ein.
            Insgleichen ist dort davon die Rede, dass Jesus ein Palästinenser gewesen sei. LOL! Palästinenser gibt es seit den 1970ern, bis dahin nannten sie sich Süd-Syrer, und Arafat war Ägypter.
            Palästina soll ja überhaupt das Zentrum der Welt sein, hört man, auch die UNO glaubt an dieses Märchen vom Zünglein an der Waage des Weltfriedens, den nur noch die Juden durch ihre Anwesenheit verhindern. Der Weltfrieden soll demnach ausbrechen, so bald die Israelis aufgeben, Israelis zu sein, und so bald sie endlich verschwinden.
            Das und nur DAS ist der propagandistische Sinn dieser Erfindungen der Rolle Palästinas im Weltmittelpunkt von Religionen, Politik und ewigem Frieden… wenn keine Juden in der Nähe wären, hätte kaum einer von diesem komischen Landstrich je gehört.

            Wenn die Juden irgendwie in Grönland ansässig wären, nicht auszudenken!, wie auf einmal Abrahams, Jesu, Moses’, Arafats und die Spuren der weitaus meisten UNO-Resolutionen mahnend ins ewige Eis weisen würden, immer den Hakennasen auf der Spur.

  14. W. Caldonazzi schreibt:

    Mensch, Leute! Da schreibt Gerd Buurman im Schweiße seines Angesichts einen ellenlangen Text, der ihn auch noch eine ganze Menge Zeit gekostet haben muss, um die Volksverblödung hintanzuhalten, und ihr geht her und macht daraus eine Show: Sechel gegen Schmock oder Neshome gegen Shegez.

    Ich habe mir einen Artikel mit dem Titel „If Arabs with sechel have their say, Palestinians will have their state“ aus 2001 gespeichert. http://www.jewishchronicle.org/article.php?article_id=821

    Dort steht schon alles, was immer schon gesagt werden musste. „You either got it or you don’t. If you do, you are blessed. If you don’t, oy va voy. The Palestinians, collectively, don’t have sechel.”

    Buurmann hat es eigentlich nur für die gehirngewaschenen linken, mittigen und rechten Juden- und Islamversteher verständlich aufbereitet. Aber seine ganze Mühe wird nichts nützen.

    Da hat Anton Kuh schon vor fast 100 Jahren besser Bescheid gewusst: „Warum denn sachlich, wenn es auch persönlich geht.“

    Das haben die missionierenden islamischen, christlichen und agnostisch-atheistischen Heilsverkünder kapiert: Mit sachlichen Argumenten ist kein Staat zu machen, mit tradierten Emotionen schon, ganz egal, aus welchem Eck sie plärren.

    Gruß

    PS: Vielen Dank an Gerd Buurmann. Als Österreicher mit eigentümlicher Familiengeschichte weiß ich sein Engagement zu schätzen. Er hätte vielleicht auch noch auf die Vertreibung Hunderttausender Juden aus arabischen Ländern hinweisen können, für die sich niemand interessiert.

    • hansi schreibt:

      @ W Caldonazzi
      Da hat Anton Kuh schon vor fast 100 Jahren besser Bescheid gewusst: „Warum denn sachlich, wenn es auch persönlich geht.“

      Ja Ja die Kaffeehausjuden damals , haben sicher alle genügend Sechel gehabt aber ob alle Bescheid gewusst haben ?
      Dagegen, persönlich ging es damals auch ins extreme, wir beide hätten wohl kein “Recht” bekommen an Anton Kuhs Tisch im Cafe Central zu sitzen mit oder ohne eigentümlicher Familiengeschichte.
      Wie schrieb ein anderer Kaffeehausjude (Polgar) Ins Kaffeehaus gehen Leute die sich kennen, lieben, aber einander gering schätzen.
      Geht es noch persönlicher?

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