Die “Judensau” 2.0

Zunächst einmal möchte ich ein Artikel aus Wikipedia zitieren:

Die Tiermetapher „Judensau“ bezeichnet ein im Hochmittelalter entstandenes häufiges Bildmotiv der antijudaistischen christlichen Kunst. Es sollte Juden verhöhnen, ausgrenzen und demütigen, da das Schwein im Judentum als unrein (hebr. tame) gilt und mit einem religiösen Nahrungstabu belegt ist.

Spottbilder mit dem Judensaumotiv sind seit dem frühen 13. Jahrhundert belegt und auf Steinreliefs und Skulpturen an etwa 30 Kirchen und anderen Gebäuden vor allem in Deutschland bis heute zu sehen. Seit dem 15. Jahrhundert begegnet das Motiv auch als aggressive Typenkarikatur in Flugschriften und anderen Printmedien, seit dem 19. Jahrhundert auch als antisemitische Karikatur. Spätestens seit den 1830er Jahren sind „Judensau“ und „Judenschwein“, seit den 1880er Jahren auch „Saujude“ als Schimpfworte in deutschsprachiger Literatur belegt. Die Nationalsozialisten griffen diese Schimpfworte auf und verwendeten sie als Hetzparolen zur Verleumdung, Demütigung und Bedrohung.

Wer diese Ausdrücke heute gegenüber Menschen benutzt oder öffentlich über sie äußert, macht sich in Deutschland (§ 185 Strafgesetzbuch), Österreich (§ 115 österreichisches Strafgesetzbuch) und der Schweiz wegen Beleidigung strafbar. In besonders schweren Fällen kommt in Deutschland auch eine Strafe wegen Volksverhetzung (§ 130) in Betracht.

Jetzt hat der Dortmunder Künstler Erhard Arendt eine neue “Judensau” geschaffen und präsentiert sie stolz auf seiner Homepage. Mittlerweile ist das Bild von seiner Homepage verschwunden, aber hier ist ein Screenshot zu sehen. Zu sehen sind drei Schweine. Eines davon hat mein Gesicht. Warum nicht? Ich mag Schweine. Ob jedoch die beiden anderen Herren in dem Bild den Vergleich mit einem Schwein so prinkelnd finden, weiß ich nicht.

In der Mitte sieht man jedenfalls den jüdischen Schriftsteller Robert Cohn als Schwein. Er wird sich mit Sicherheit geehrt fühlen, einer der ersten Juden in Deutschland nach 1945 zu sein, der es zur “Judensau” geschafft hat.

Aber wer ist das Schwein ganz rechts? Muss ich den Mann kennen? Ist es peinlich, dass ich ihn nicht erkenne?

Ich bitte um Aufklärung.

Der Künstler selber faselt derweil von Opfern und Tätern:

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Dabei übersieht Erhard Arendt in seinem grenzlos guten Gewissen, dass sich auch die Nazis zunächst als Opfer sahen, als Opfer des Großen Krieges, als Opfer des Versailler Friedensvertrags, als Opfer der Weltgemeinschaft und nicht zuletzt als Opfer der Juden. Sie waren in ihren eigenen Augen Opfer, denen Land weggenommen und Ruhm und Ehre verweigert wurde. Dahinter stand im Wahn der Nazis dabei immer der Jude. Die Nazis verstanden Juden schon immer als Täter, so wie Erhard Arendt nun Israel als Täter sieht. Es hat sich somit nichts geändert.

Doch, es hat sich was verändert: Juden haben jetzt ein Land, das sie verteidigt! Juden sind nicht mehr verdammt dazu, in einer hilflosen Opferrolle verhaftet zu sein. Sie können sich jetzt verteidigen. Wenn Judenhasser daher kommen, die Juden vernichten wollen, dann gibt es heute eine Armee, die sagt: “Nie wieder!” Genau das gefällt Erhard Arendt nicht.

Israel wehrt sich, wenn Kinder auf das Morden von Juden eingeschworen werden.

Israel wehrt sich, wenn Minister der Hamas Juden zu Bakterien erklären, die vernichtet gehören.

Israel wehrt sich, wenn in drei Tagen über 750 Raketen auf Israel abgefeuert werden.

Israel wehrt sich, wenn propagandistische Lügen verbreitet werden.

Und Israel sorgt dafür, dass Juden keine hilflosen Opfer mehr sind.

Aber Erhard Arendt nennt Israels Verteidigung einen “Terrorstaat” und behauptet die abscheulichstes Gerüchte über Israel. Wurden Juden früher als angebliche Brunnenvergifter zu Terroristen erklärt, so wird heute eben der Staat Israel als terroristischer Brunnenvergifter diffamiert. Dabei wird jeder immer wieder unternommenen Versuch Israels ignoriert, in Frieden mit seinen Nachbars zu leben. Dabei ist es unübersehbar: Nicht Israel fordert die Vernichtung eines Volkes, sondern Israel wird mit der Vernichtung bedroht! Israels wahre Politik ist in der Unabhängigkeitserklärung verankert. Deutlicher geht es nicht:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Sowas wäre mal schön, aus dem Mund der ach so gemäßigten Fatah zu hören. Es kommt aber nichts dergleichen. Es kann nicht geleugnet werden: Selbst der härteste Hardliner in der israelischen Regierung ist eine Friedenstaube im Vergleich zum aufgeschlossensten und kompromissbereitesten Mitglied der Fatah. Erhard Arendt aber sieht das anders und ruft dazu auf, alle Menschen, die es anders sehen als er, aus der Gesellschaft zu tilgen:

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Wenn ja, dann … Ja, was dann? Schauen Sie selber nach bei Erhard Arendt. Soviel kann ich aber schon verraten, für mich klingt seine ganze Philosophie so:

Das Judenvernichten hat einfach mehr Spass gemacht, als sich die Juden noch nicht gewehrt haben!

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71 Antworten zu Die “Judensau” 2.0

  1. Eliyah schreibt:

    Ich bin’s nicht ::whew::

  2. Krokodil schreibt:

    Das dritte Schwein sieht irgendwie dem Kleine-Hartlage ähnlich.

  3. Saskia schreibt:

    Ich habe angefangen, Ihren Blog zu lieben.

  4. SilverSurfer schreibt:

    Zum dritten Foto, zitiert aus dem Text von EA:
    “…Rolf Behrens, vermutlich Roger = (Claudio Casula)…”

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Echt? Das ist dann aber ein altes Bild. Es gibt deutlich vorteilhaftere Bilder von ihm.

      • SilverSurfer schreibt:

        Zumindest nennt er ihn in einem Atemzug mit Ihnen und Ari. Das Foto hat er aus Facebook, wenn es sich um den richtigen Rolf Behrens handeln sollte, dann muss das Bild in der Tat recht alt sein.

        • Aristobulus schreibt:

          Also der Claudio Casula isses definitiv nicht auf dem Foto – A.mOr und ich saßen erst neulich mit ihm zusammen, löffelten quasikoscheren Döner und rätselten über’n Hass auf Juden und über den ganzen ‘Schuld’-Umdrehereikomplex der Gegenwart ;), ich glaube, einer erwähnte sogar die Judensau in Wittenberg, Köln, usf.
          Nur das Tier aus Dortmund hat keiner erwähnt.

          À propos, Schweine. Es ist mir eine Ehre, mich gemeinsam mit Gerd und einem offensichtlich weiteren Netten als Fleckvieh zu wälzen. Nennt man die überhaupt Fleckvieh, indem sie diese feinen Flecken haben? :D Keine Ahnung. Ich hab mich bisher nie besonders schweinisch gefühlt.

          Hach aber nu!, jetzt darf man. Erst fressen wir Herbstfrüchte galore, ja?, zu der Jahreszeit kein Problem!, und dann rollen wir uns gemästet & mit ausgefahrenen Hauern (weil Eeeberrr) über die morschen, arischen Knochen des A*ren*dts drüber, gell?, denn Schweine suhlen sich bekanntlich nur zu gerne im Mist. Das ist gesund für die.

          P.S.
          Zur Judensau äußere ich mich noch weiter unten…

  5. Alonzo schreibt:

    ich denke, dass der 3. mann Michael Wolffsohn ist.

  6. Yael schreibt:

    Wie ist das eigentlich mit den Bilder bei dem Irren. Gibt es nicht sowas wie ein Copyright, was der massiv missachtet?

  7. besucher schreibt:

    wenn der Typ nicht so alt wäre dann könnte man mit ihm eine zünftige Kneipenschlägerei anfangen. Er steht ja definitiv auf Leute die sich wehren.

  8. Roger schreibt:

    Ein Thema, was Gerd Buurmann anreißt ist durchaus wichtig: Die Opferlegende die der Renter hier strickt, ist ein alter Hut und steht in ‘guter’ Tradition.
    Alle Pogrome, Vertreibungen und Genozide wurden so begründet. Erst war Jesus Opfer der Juden, dann wurde man Opfer der jüdischen Brunnenvergiftungen (Pest), wurde von den jüdischen Geldgebern (Zinsleihern) ausgebeutet etc. etc. Dann folgte das ‘Judenschlagen’, um sich zu ‘wehren’.
    Später waren dann die Juden Rassenschänder, trieben Deutschland in den Krieg, führte den Börsencrash herbei … Die ‘logische’ Folge davon war die Shoa.

    EA hat aus der Geschichte gelernt, nur leider das Falsche.

  9. Römpöm Pömrömröm schreibt:

    Angesichts der webseitigen “Erkennttrüffel” unseres achnichguten Onkel Erhard steht eigentlich bislang nur eines fest: er scheint zwar zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen. Ein laufender Kulturmeter mit angezogener Schweinebremse. Ein Tag mit Onkel Erhards Ergüssen ist in etwa so, wie zweiundzwanzig Tage Urlaub mit gar nichts aufm Teller, und das ganz ohne Not, ohne Bestellung, ohne Kellner und ohne Restaurantführer. Ich würde mich aufgrund seiner diversen Ein-, Un- und Ausfälle ja durchaus gerne mal mit ihm duellieren, aber ich vermute, daß ihm das Krampfbaguette schon während eines solchen Männlichkeitsrituals freiwillig aus der Hand fiele – der arme französische Langweizentrüffel hätte höchstwahrscheinlich einfach zu viel Angst, mutwillig beschädigt zu werden. Vielleicht sollte auch einfach nur mal jemand die diversen Frösche interviewen, die schon vor einiger Zeit aus Onkel Erhards Zentralteich gepurzelt sein müssen. Aber ich vermute, er braucht das einfach immer wieder genau so.

    Bonjour tristesse, Uncle Hogster!

    http://bit.ly/Te1ofk

  10. kleines Südlicht schreibt:

    Kanns sein, daß der Link nicht mehr funktioniert, oder sollte das Bild tatsächlich entfernt worden sein?

    • SilverSurfer schreibt:

      Sieht so aus, als hätte sich EA ins Höschen gemacht. Mensch, Herr Buurmann, der Bursche scheint ja einer Ihrer treuesten Leser zu sein…

      • besucher schreibt:

        Tatsächlich, die Säue sind weg. Was für eine arme Sau. (Womit ich die arme Sau die hier kommentiert nicht beleidigen möchte ;-) )

        • Arme Sau schreibt:

          Danke. Ich muss vielleicht mal erklären, warum ich unter diesem Nick poste: Ich habe damit angefangen im Frühjahr, als der SS-Günni sagen musste, was in ihm seit 1945 dachte und nicht mehr rausdurfte. Weil er darauf so grausam des Antisemitismus bezichtigt wurde, fand ich, er sei echt eine arme Sau und legte mir diesen Solidaritätsnamen zu. Der Erhard ist aber wohl eine noch ärmere Sau als der Günni.

      • Roger schreibt:

        @silversurfer Laut einem Radiointerview hat er einen ganzen Raum voller Computer stehen, die alle aktuellen Informationen einfangen… Einer wird permanent auf diese Seite gerichtet sein!

        • Aristobulus schreibt:

          Einer liest permanent den SPON (aber den kann der HaSS-Rentner so schlecht lesen, weil zu kompliziert geschrieben), einer sucht nach der Nazzjohnalzeitung, findet sie aber immer nicht, und einer zeigt die sog. Neue Rheinische Zeitung an, aber der Bildschirm zeigt kaum mehr was an, weil das SchwarzWeißRot sich eingebrannt hat. Der vierte Rechner versucht sich beim Tapferimnirgendwo, aber hier geht alles immer so schnell, und das schafft der Rechner nicht, der Rentner auch nicht, aber er tut so.
          Für weitere Computer ist das Zimmer zu klein. Is’ das größte in der Anderthalbzimmerwohnung. Im halben Zimmer steht des Rentners Pfühl (und hier hör ich aus Gründen von G’schmack & Unappetitlichkeit auf ;) )
          Tja, das ist sein Leben.

          • Roger schreibt:

            Er versucht immer vergeblich ‘Stürmer.de’ einzugeben, kann aber das ‘Ü’ auf seiner ENIGMA nicht finden :P

          • Arme Sau schreibt:

            Meines Wissens gentrifiziert Ari ganze Stadtteile schon vor dem Frühstück, nur aus der Lust daran, sich am Leid armer Deutscher zu ergötzen. Nach dem Frühstück fährt er dann mit dem Tarnkappen-Rolls heimlich durch die Elendsviertel, die er zu verantworten hat, um sich mit den anderen Mitgliedern der jüdischen Weltverschwörung zum Strippenziehen zu treffen.

          • Aristobulus schreibt:

            Ah, hier wurde grad moderiert.
            LOL, Arme Sau!, :D, leider ging der Zusammenhang verloren, aber selbst mit ganz ohne is’ Deine Reportage immer noch ‘ne feine.

          • SilverSurfer schreibt:

            Auf seiner Enigma…LOL!!!

          • Aristobulus schreibt:

            Die soll doch in ‘nem alten U-Boot liegen, so einer Naziröhre auf dem Meeresgrund, nicht? Yep, so tief ist der abgesoffen.

    • hansi schreibt:

      Judensau.

      wie kann ein Gläubiger neben einem solchen ( überspitzt formuliert) Kirchenschatz mit gutem Gewissen beten.

      In Synagogen findet man so etwas nicht.
      Liegt wohl nicht alleine am Bilderverbot.
      Manchmal kommen da andere Schätze zu Tage:

      http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Schatz_von_Erfurt

      • Roger schreibt:

        Also, da ich den Schatz kenne: Es gibt ihn nur, weil es ein Judenpogrom gab, alle Juden Erfurts wurden erschlagen (‘Judenschlagen’, ca. 1000 Menschen wurden ermordet), ein Kaufmann hat seinen Schatz noch schnell vergraben, allerdings hatte der Schatz nichts mit der Synagoge zu tun.
        Diese wurde abgefackelt und zu einem Lagerhaus umgebaut. Nur weil im Laufe der Zeit niemand mehr daran gedacht hat, dass dieses Haus eine Synagoge war, hat es überlebt.

        Das Erfurter Pest-Pogrom fand übrigens schon vor der Pest statt, sozusagen prophylaktisch. Merkwürdigerweise kam die Pest trotzdem, obwohl keiner mehr die Brunnen vergiften konnte…

        • hansi schreibt:

          @ roger
          allerdings hatte der Schatz nichts mit der Synagoge zu tun.

          ach und ich las mal im Gewölbe der Synagoge sei er gefunden worden.
          Stimmt also nicht, Fundort war in der unmittelbaren Nachbarschaft sehe ich.
          Danke für die Info Roger.
          Ein Schatz auf den Erfurt stolz sein kann.
          Das eingravierte Masel Tov auf dem prächtigen jüdischen Hochzeitsring hat leider dem Besitzer kein Glück gebracht.

  11. Aristobulus schreibt:

    Ich bin ein jüdischer Dichter. Ich habe überhaupt kein Problem damit, weder mit dem Dichten, noch mit dem Judesein.

    – Wenn ich nicht dichte, geht’s mir nicht gut – also dichte ich. Schließlich isst und schläft man auch, nicht?
    – Ich halte die Mitzwojss, die jüdischen Gebote, so gut ich kann. Manchmal halte ich sie mehr, manchmal etwas weniger mehr, aber meine Übertretungen, sofern, sind wohl nicht so schlimm. Ho’Schejm, der Ewige, der alles gemacht hat und es dann laufen ließ, möge es mir nachsehen. Er sieht viel nach.
    Er lässt es zu, dass derzeit in nur drei Tagen ganze 750 Raketen auf Israel fallen, abgeschossen von irgend welchen Leuten aus der Provinz, die Juden hassen. Das ist Krieg, wieder einmal, ca. der zehnte Krieg gegen die Juden in nur siebzig Jahren. Wobei Juden noch nie diese Kriege selbst begonnen haben. Begonnen werden sie immer von den Hassern – mal von diesen, mal von jenen.
    Hoffentlich passt er auf, Boruch Ho’Schejm!, dass so wenige Juden wie nur möglich elend sterben müssen…

    Ein HaSS-Rentner, den ich nicht kenne, der mich nicht weiter interessiert und mit dem ich nichts zu schaffen habe, stellt mich auf einer Montage als Judensau dar. Er hasst Israel, und er hasst die Juden. Er behauptet, Juden seien Herrenmenschen, und aus dem Holocaust müssten Deutsche wie er Folgendes lernen: Dass man Israel abschaffen und den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland verjagen soll, und was sonst noch alles.
    Warum macht er das?

    Weshalb bin ich, irgendein dichtender Jid von irgendwo aus Paris, für diesen egalen Typen aus der Provinz des Ruhrgebiets ein Judenschwein?

    Wieso schießen die egalen Typen aus der Provinz von Gaza seit Monaten Raketen auf israelische Ortschaften, sodass das Goldene Jerusalem jetzt langsam zu Jeruschalajim-schel-barsel (Jerusalem, die Eiserne) mutieren muss?
    Wozu tun die das?

    Wieso hat der Mufti von Al-Quds (ein Jargon-Ausdruck für Jeruschalajim-schel-sahav, Jerusalem die Goldene) zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin höchstpersönlich dafür gesorgt, dass fünftausend jüdische Kinder nicht durchs Rote Kreuz außer Landes gebracht, sondern bestialisch ermordet wurden?
    Dieser Mufti, sein Name sei ausgetilgt, war Arafats Mentor, und noch heute werden seine Sprüche und Taten von vielen Palästinensern begeistert verherrlicht, ganz offiziell.
    Warum machen die das?

    In der Straße, in der ich lebe, öffenete vor ein paar Jahren ein Geschäft für Thor-Steinar-Klamotten, das einem Neonazi gehörte. Die Nazis setzten sich dort fest, wollten andere Geschäfte übernehmen, wollten die Gegend dominieren. Ich habe einmal den Fehler begangen, mit einer Jarmulke auf meinem Kopf durch meine Straße zu gehen, wurde erkannt, und fortan war ich da Zielscheibe. Wenn ich auf der anderen Straßenseite weiter zum Einkaufen ging, brüllten die Nazis herüber “Juuudensau!!”, und rannten hinter mir her. So ging das ein Jahr und länger. Bis sie mich einmal Nachts en passant erwischten und ich grad noch davonkam. Vor Gericht wurde der Obernazi dann freigesprochen.

    Wieso machten die das?

    Und wieso hat der Richter (immerhin im Hamburger Landgericht) mit einem Freispruch geurteilt?
    Nach den Gerichtsverhandlungen lauerten mir ca. zwanzig Nazis draußen auf. Ich entkam immer, weil ich das kann.
    Wozu machten die das?

    Der HaSS-Penner aus Dortmund, übrigens ein völlig unmaßgeblicher Patron, der sonst keinen interessiert, giftet seit Jahren hilf- und sinnlos gegen Juden, wie er nur giften kann.
    Wozu?

    Der Walter H*er*mann aus Köln, übrgens auch er ein völlig marginaler Typ, betreibt dort vor dem Dom seit Jahren eine sogenannte Klagemauer, auf der u.A. ein Jude dargestellt wird, der mit Messer und Gabel ein arbisches Kind isst und sein Blut säuft.
    Wieso macht er das?

    Fragen über Fragen… nein, immer die SELBE Frage.

    Warum machen die das? Warum rufen so viele zu BDS (Boycott, Divestment, Sanctions) gegen Israel auf?
    Sie sehen es als Sport, als outrierten Aktionismus, als Selbstbestätigung ihres leeren Leben und hohlen Selbsts, sie fühlen sich durch ihren Hass auf Juden aufgewertet, weil sie sonst nichts haben.
    Aber wozu?

  12. besucher schreibt:

    Das hier ist übrigens Mowitz alias Folker Hoffmann:

    http://principiis-obsta.blogspot.de/2012/11/es-zittern-die-morschen-knochen-und.html

    Das zittern die morschen Knochen der deutschen Rentner. Er hat leider auch die Gnade der späten Geburt.

  13. Roger schreibt:

    Damit sich jeder sein unverfälschtes Urteil bilden kann, hier beider Versionen der “Judensäue”, mit denen EA andere Personen und Religionen verunglimpft:

  14. Simon O. schreibt:

    Ich liebe diesen Blog auch!

  15. Roger schreibt:

    Ich war mal auf einem Seminar, da wurde von einer Teilnehmerin gefragt, im Zusammenhang mit Judenpogromen: “Warum verhalten sich die Juden so komisch?”.
    Jetzt, wo sie sich nicht wie Lämmer auf die Schlachtbank treiben lassen, wird ihnen wieder vorgeworfen: “Warum verhaltet ihr euch so komisch?”.

    Mal so ganz allgemein gesprochen, das größte Problem, welches A*rend*t und Co. haben ist: Warum wehren sich die Juden auf einmal?

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