Krieg, Hass, ‘Judensau’

von Robert Cohn

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Ich bin ein jüdischer Dichter. Ich habe überhaupt kein Problem damit, weder mit dem Dichten, noch mit dem Judesein.

- Wenn ich nicht dichte, geht’s mir nicht gut – also dichte ich. Schließlich isst und schläft man auch, nicht?

- Ich halte die Mitzwojss, die jüdischen Gebote, so gut ich kann. Manchmal halte ich sie mehr, manchmal etwas weniger mehr, aber meine Übertretungen, sofern, sind wohl nicht so schlimm. Ho’Schejm, der Ewige, der alles gemacht hat und es dann laufen ließ, möge es mir nachsehen. Er sieht vieles nach.

Er lässt es zu, dass derzeit in nur zehn Novembertagen ganze tausendzweihundert Raketen auf Israel fallen, abgeschossen von irgend welchen Leuten aus der Provinz, die Juden hassen. Das ist Krieg, wieder einmal, ca. der zehnte Krieg gegen die Juden in nur siebzig Jahren. Wobei Juden noch nie diese Kriege selbst begonnen haben. Begonnen werden sie immer von den Hassern – mal von diesen, mal von jenen.

Hoffentlich passt er auf, Boruch Ho’Schejm!, dass so wenige Juden wie nur möglich elend sterben müssen…

Ein HaSS-Rentner aus Dortmund, den ich nicht kenne, der mich nicht weiter interessiert und mit dem ich nichts zu schaffen habe, stellt mich jetzt auf einer Montage als Judensau dar. Er hasst Israel, und er hasst die Juden. Er behauptet auf seiner Webseite, die wohl nach Höherem strebt, Juden seien Herrenmenschen, und aus dem Holocaust müssten Deutsche wie er Folgendes lernen: Dass man Israel abschaffen und den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland verjagen soll, und was sonst noch alles.

Warum macht er das?

Weshalb bin ich, irgendein dichtender Jid von irgendwo aus Paris, für diesen egalen Typen aus der Provinz des Ruhrgebiets ein Judenschwein?

Wieso schießen die egalen Typen aus der Provinz von Gaza seit Monaten Raketen auf israelische Ortschaften, sodass das Goldene Jerusalem jetzt langsam zu Jeruschalajim-schel-barsel (Jerusalem, die Eiserne) mutieren muss?

Wozu tun die das?

Wieso hat der Mufti von Al-Quds (ein Jargon-Ausdruck für Jeruschalajim-schel-sahav, Jerusalem die Goldene) zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Berlin höchstpersönlich dafür gesorgt, dass fünftausend jüdische Kinder nicht durchs Rote Kreuz außer Landes gebracht, sondern bestialisch ermordet wurden?

Dieser Mufti, sein Name sei ausgetilgt, war Arafats Mentor, und noch heute werden seine Sprüche und Taten von vielen Palästinensern begeistert verherrlicht, ganz offiziell.
Warum machen die das?

In der Straße, in der ich lebe, öffnete vor ein paar Jahren ein Geschäft für Thor-Steinar-Klamotten, das einem Neonazi gehörte. Die Nazis setzten sich dort fest, wollten andere Geschäfte übernehmen, wollten die Gegend dominieren. Ich habe einmal den Fehler begangen, mit einer Jarmulke auf meinem Kopf durch meine Straße zu gehen, wurde erkannt, und fortan war ich da Zielscheibe. Wenn ich auf der anderen Straßenseite weiter zum Einkaufen ging, brüllten die Nazis herüber “Juuudensau!!”, und rannten hinter mir her. So ging das ein Jahr und länger. Bis sie mich einmal Nachts en passant erwischten und ich demoliert, getreten und bespuckt grad noch davonkam. Vor Gericht wurde der Obernazi dann freigesprochen.

Wieso machten die das?

Und wieso hat der Richter (immerhin im Hamburger Landgericht) mit einem Freispruch geurteilt?

Nach den Gerichtsverhandlungen lauerten mir ca. zwanzig Nazis draußen auf. Ich entkam immer, weil ich das kann.

Wozu machten die das?

Der HaSS-Penner aus Dortmund, übrigens ein völlig unmaßgeblicher Patron, der sonst keinen interessiert, giftet seit Jahren hilf- und sinnlos gegen Juden und gegen den Staat Israel, wie er nur giften kann.

Wozu?

Der Walter Hermann aus Köln, übrigens auch er ein völlig marginaler Typ, betreibt dort vor dem Dom seit Jahren eine sogenannte Klagemauer, auf der u.A. ein Jude dargestellt wird, der mit Messer und Gabel ein arabisches Kind isst und sein Blut säuft.

Wieso macht er das?

Fragen über Fragen… nein, immer die SELBE Frage.

Warum machen die das? Warum rufen so viele zu BDS (Boycott, Divestment, Sanctions) gegen Israel auf?

Sie sehen es als Sport, als outrierten Aktionismus, als Ornament ihres leeren Leben und hohlen Selbsts, sie fühlen sich durch ihren Hass auf Juden aufgewertet, weil sie sonst nichts haben.

Aber wozu?

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131 Antworten zu Krieg, Hass, ‘Judensau’

  1. Monika Winter schreibt:

    Diese Leute haben eines gemeinsam, sie mögen keine Juden. Denn Juden erinnern sie ständig an den Antisemitismus deutscher Geschichte,. Manche hassen deshalb auch Juden. Da man dass in Deutschland nicht so ohne weiteres öffentlich kann, haben sie das Feindbild verschoben nach Israel. Israel zu hassen ist zumindest in Köln erlaubt. Der HaSS Rentner aus Dortmund ist auf ständiger Jagd. Mich bezeichnet er öffentlich als “Hassfrau von Köln”, nur, weil ich eine Dokumentation zur “Klagemauer” geschrieben habe. Sein Ziel ist es den Verkauf meines Buches unmöglich zu machen. Diese Leute hassen nicht nur Juden, sie hassen auch die Freunde der Juden. Daran hat sich seit über 2000 Jahren nichts geändert. Diese Leute werden auch von Neid getrieben. Sie müssen mit ansehen, dass ein kleines und mutiges Volk im Nahen Osten sich erfolgreich gegen Vernichtung und Terror wehrt. und durchsetzt. Das können sie überhaupt nicht verkraften und stellen sich lieber auf Seite der Terroristen.

    • Aristobulus schreibt:

      Danke Monika!, scharf beobachtet, der Konnex zwischen dem Hass auf Juden und dem Hass gegen Israel.
      Aber was ist mit der Menschlichkeit?

      Leszek Kołakowski (mit Dank für’s Zitat an Yael) sieht es so:
      “Antisemitismus ist ein Mangel an Kultur und Menschlichkeit, etwas, was im Gegensatz zu Theorie und Wissenschaft steht. Davon hat sich jeder überzeugt, der Gelegenheit hatte, mit einem Antisemiten eine jener hoffnungslosen Diskussionen zu führen, die immer dem Versuch ähneln, einem Tier das Sprechen beizubringen.”

    • Roger schreibt:

      Der Hass sitzt tiefer, es ist nicht ‘nur’ die Shoa.

      • Aristobulus schreibt:

        Der Hass nach der Schoah ist das, was ich nicht verstehe. Sicher, es gibt Gründe, sogenannte!, sie finden immer welche. Immerhin brauchten sie ein paar Jahrzehnte nach 1945, um Gründe zu finden, den Juden auch noch den Holocaust vorzuwerfen.
        Rechte sagen: Die Juden beuten die Weltöffentlichkeit wegen des Holocausts finanziell und emotional aus.
        Linke sagen: Die Juden machen wegen des Holocausts das Selbe mit den Palästinensern.
        Und allerlei Crossovers sind schwer in Mode

        • Aristobulus schreibt:

          P.S.
          Und Islamisten sagen (so wie uns’ Achmadinedschad immer mal wieder):
          a) gab es gar keinen oder nur ein bisschen Holocaust, und b) machen die Juden viel Schlimmeres als den Holocaust.
          Mahmoud Abbas, seit vier Jahren Ex-Präsident ohne Land, der immer noch Präsident in keinem Land spielt, sagt übrigens auch nichts Anderes.
          Er will ein judenreines Palästina haben – laut ‘Verfassung’ der Fatach soll kein Jude in diesem zukünftigen Staat leben dürfen.
          Warum wird immer wieder dazu aufgerufen, dass die Israelis mit dem verhandeln sollen?
          Worüber soll man mit ihm verhandeln?

        • zrwd schreibt:

          wobei Finkelstein beides sagt und der ist erwiesenermassen ein Linker.

          • Aristobulus schreibt:

            Stimmt, Zrwd, Finkelstein hat beides behauptet und hat mit beidem Geld verdient.
            Aber neulich sagte er über BDS (Boycott, Divestment, Sanctions), dass diese Initiativen die Vernichtung Israels betreiben. Er sagte es von innen heraus, denn weil er so extrem links ist, kennt er diese Leute sehr gut.

  2. Roger schreibt:

    Ein sehr guter Text, Aristobulus. Allein die Antwort muss ich dir schuldig bleiben.

  3. Arme Sau schreibt:

    Vielen Dank für diesen Artikel! Die Antwort habe ich leider auch nicht.

    Zum Thema passend: Ein Interview, das Matthias Küntzel mit der Shoah-Überlebenden Fanny Englard geführt hat:

    http://www.matthiaskuentzel.de/contents/sag-nicht-krieg-sag-lebenskampf

  4. Saskia schreibt:

    Danke! Ich finde den Text sehr treffend und gut.

    • Aristobulus schreibt:

      Dank für’s Lob Euch allen…

      Arme Sau, Frau Englard (die Generation meiner Mutter) hat überaus Recht, aber sie sieht es streng. Sie muss es so sehen, man hat fast ihre ganze Familie ermordet. Besonders gelungen finde ich ihre Gegenüberstelung der beiden “Nie wieder”:
      – Für Juden bedeutet Nie-Wieder, dass wir uns nie wieder vernichten, sondern den Aggressor bluten lassen, bis er aufhört.
      – Für die meisten Deutschen bedeutet Nie-Wieder jedoch, dass nie wieder Krieg sein möge.
      Einer hat mal gesagt: Die Deutschen haben nach dem Nazismus und dem Zweiten Weltkrieg leider nicht die Lehre gezogen, dass man gegen die Bösen vorgehen soll, sondern, dass Kämpfen an sich böse sei.
      Für Juden und für andere denkende Menschen ist diese Ansicht nicht praktikabel!, und überhaupt ist sie eine reine Luftblase. Ein Schulz aus der Piratenpartei (die ist nicht wichtig) schrieb in dieser Woche in einer ganz unwichtigen, aber deshalb repräsentativen Stellungnahme, dass Krieg nie eine Lösung sei. Wer versteht das? Hätten die USA 1941 nicht eingreifen sollen? Oder hätte die NATO in den Neunziger Jahren zusehen sollen, wie auf dem Balkan gezielt Massaker verübt wurden?

      Als in Ruanda die Hutus die Tutsis mit Macheten abschlachteten, hat die UNO unter der Führung von Kofi Annan verhindert, dass das beendet wurde. Er glaubte wohl daran, dass Kampf böse sei, und ließ zu, dass das weiter und weiter geschah, bis eine Million Tutsis abgeschlachtet waren.
      Wer kann das verstehen?

      • Saskia schreibt:

        Sehr treffende Analyse. In Europa, vor allem in Deutschland, wird nach dem Zweiten Weltkrieg auf Pazifismus gesetzt, ohne dabei zu unterscheiden, ob ein Land wie Israel sich verteidigt oder ob Terrorgruppen den Frieden bewusst zerstören wollen und gar nicht auf Diplomatie und Deeskalation setzen.

  5. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Vielen Dank, Aristobulus, für Deinen anrührenden Artikel.

  6. Monika Winter schreibt:

    Simon Wiesenthal schreibt in seinem Buch “Segel der Hoffnung”:: Der Antisemitismus vieler Völker war die Rache der Eingesessenen an Menschen, die sich nicht mit ihnen assimilieren wollten. Es ist natürlich nicht die einzige Erklärung des Antisemitismus, es ist aber eine der vielen Erklärungen, die es für dieses zweitausend Jahre alte Phänomen gibt.”

    • Aristobulus schreibt:

      “…die Rache der Eingesessenen an Menschen, die sich nicht mit ihnen assimilieren wollten.”
      Oh ja. Da denke ich sofort an die Antibeschneidungsdebatte seit dem vergangenen Sommer. Auslöser war die misslungene Beschneidung eines moslemischen Jungen, jedoch der Fokus der kollektiven Empörung drehte sich fast sofort gegen die Juden.
      Warum die Juden? Warum die Radfahrer?
      Es gab während und wegen dieser Debatte Drohungen gegen Juden, Übergriffe, Strafanzeigen, Stalking vor Synagogen, öffentliche Schimpftiraden, Seminare von Beschneidungsgegnern, dicke Zeitungsartikel, Initiativen von Großkopfeten usf. nicht gegen Moslems – sondern gegen Juden, bei deren Beschneidungen so gut wie nie was falsch läuft.
      Weil es darum, ob bei uns was falsch läuft, gar nicht ging!

      Gespenstisch der ganze Hass, der sich da auskübelte. Ein Problem wurde erfunden, ein jüdisches Problem?, gar eins von Kinderrechten?, nein!, ein Problem der Mehrheitsgesellschaft an den Juden. Die noch nie ein Problem mit der eigenen Beschneidung hatten ;), oh, aber es finden nach wie vor Versuche bis hoch zum Bundesverfassungsgericht statt, um den Juden die Beschneidung zu verbieten.
      Weil es nicht um reale Probleme realer Kinder geht.

      Hingegen Moslems haben wirklich ein Problem damit, deren Beschneidung wird zu spät durchgeführt, wird nicht gut durchgeführt, wird gar mit Druck und Verschweigungen durchgeführt, und keiner redet davon.
      Aber über die jüdische Vorhaut wird sich das Maul zerrissen.

      Tatsachen, Realität oder nur ein klein wenig Lebenlassen spielten in dieser sog. Debatte so gar keine Rolle. Aber wieviel Energie da reingesteckt wurde.
      Mit dem Resultat, dass man sich hierzulande als Jude nun weniger sicher und akzeptiert fühlt denn je.
      Wofür? Was sollte das bloß? DAS war beabsichtigt?
      Yep, war’s.

      Gut, dass Simon Wiesenthal diese Farce nicht mehr erleben musste

  7. Karl schreibt:

    Hallo Aristobulus,
    Monika schrieb “Diese Leute hassen nicht nur Juden, sie hassen auch die Freunde der Juden.”
    Dann hassen diese Leute auch mich. Meine Freunde aber, die mich mögen und lieben, geben mir mehr als das, was die Hasser wegnehmen. So erträgt man die quälenden Fragen leichter, denke ich jedenfalls…

    • Aristobulus schreibt:

      Lieber Karl, genauso ist es.
      Und wenn man versucht, die Rolle der Hasser irgend positiv zu sehen: Dann halten die einen dazu an, a) nicht schlapp zu werden und b) den Boden der Wirklichkeit nicht aus den Augen zu verlieren. Und c): Es macht Spaß, manchmal einen abzuwatschen, und wenn’s nur verbal ist ;)

    • Eitan Einoch schreibt:

      “Freunde der Juden” – irgendwas stört mich an diesem Wort. Sicherlich ist “Freund” in diesem Fall eher metaphorisch zu verstehen. Freundschaft zwischen Völkern oder Religionen gibt es nicht, Freundschaft existiert nur zwischen menschlichen Individuen. Dieser Begriff “Freunde der xyz” ist zweischneidig, denn er suggeriert, man würde sich nur aus Sympathie für eine bestimmte Gruppe einsetzen, nicht jedoch weil es schlicht und einfach Recht und gerecht ist. Die Gegner der Sklaverei wurden auch als “Niggerfreunde” beschimpft.

  8. Chajm schreibt:

    Das ist ja mehr als verstörend, diese Art der Darstellung zu wählen. Es gehrt nicht um Argumente, als vielmehr darum, die Gegenseite richtig hart zu treffen. Obsessiv.Man kann auf den verlinkten Seiten des PA Portals gar nicht mehr durchblicken. Ganze Dossiers über vermeintliche Gegner. Eine Unmenge an Material, ungefiltert will es aus dem Sammler der ganzen Texte und Collagen heraus. Das ist schon vielleicht ein Hinweis, dass da jemand nicht überzeugen will, sondern nur noch in den leeren Raum agitiert und natürlich die Aufmerksamkeit – auch negative -zur Selbstbestätigung gut brauchen kann. Lasst ihn spielen. Ändern kann man da nichts mehr.

    • Aristobulus schreibt:

      Hi Chajm, ist mir eine Freude, Dich hier zu lesen!

      By the way: Der Betreiber des PA-Portals ist justement dafür bekannt (was man denn so bekannt vom Wegsehen nennt), dass man da “gar nicht mehr durchblicken” kann :mrgreen: , denn er blickt wohl selber nur auf Beton. Wenn er überhaupt noch für jemanden schreibt, dann für dreieinhalb Leute, die ebenso obsessiv und wirr drauf sind.

      Du hast Recht, lassen wir ihn mit seinen Hitler-Sandförmchen spielen und sein bissele Zeit restlos vertun. Aber wegen der Judensau werd ich ihn wohl anzeigen. Um mit Sand zu schmeißen.

  9. Robin Renitent schreibt:

    Mich erschüttert das. Zutiefst. Ich hab’s meinen Kindern vorgelesen.

    Arendt hat eine iranische Frau. Vielleicht ist er deshalb so verbohrt. Seine Seite sieht aus wie ein Würfelhusten und besteht aus Versatzstücken der Aussagen anderer Menschen. Selber bringt er keine 3 Sätze zusammen. Und als ich in Köln war, vor einigen Jahren, habe ich den Walter Hermann gefragt wovon er lebt. Rentner ist er. Erlebt von der Rente. Und langweilt sich. Und die Rente kann ihm ermöglichen seinem Hass freien Lauf zu lassen.

    Ich war viel in den USA. Da gibt’s die Rednecks. Die mögen keine Schwarzen. Sie brauchen aber die Schwarzen, weil sie sich dann besser fühlen können. Weil da noch jemand ist, der unter ihnen steht.

    Wir haben unseren Kindern Israel gezeigt. 3 Monate lang. 6800 km sind wir in dem kleinen Land mit dem Eldan-Auto gefahren. Wenn wir sie fragen, wo es ihnen, nachdem sie, erst 17 und 13 Jahre alt, und in 60 Länder gewesen sind, am besten gefallen hat, dann nennen sie Israel an erster Stelle. Und würden gern hinziehen. Aber geht nicht. Wir sind keine Juden.

    Ja, warum tun die das? Vielleicht weil es überall diese Rednecks gibt. Die nach unten treten wollen. Und eben nach den Juden treten. Oder, weil einige Menschen zwar ihr Gehirn ausgebildet haben, aber nicht ihr Herz. Weil sie und ihre Eltern es nicht verstanden haben ihre Menschlichkeit zu kultivieren.

    Ihnen, lieber Robert Cohn, dennoch alles Gute!

  10. Jole schreibt:

    Was Robert Cohn da schreibt, vor allem wie er es schreibt, klingt so traurig wie eine Kina, eines der Klagelieder zum 9. Aw, dem Tag der Zerstörung des ersten und des zweiten Tempels. Man möchte weinen.
    Tröstlich sind allerdings die mitfühlenden Kommentare. Ich weiß nicht, ob Gerd Buurmann antisemitische Bemerkungen zensiert, aber allein die Zahl der Israel-Sympathisanten macht einem mut.
    Die Frage, WOZU der Judenhaß, beantwortet der Dichter selbst:
    „Was heißt, ich bin nichts, bin ein Klumnick, ein leerer Mensch? Ich bin wohl was, nämlich ein Judenhasser. Auch eine Identität. Mehr noch: Ich bin ein guter Mensch, mein Herz schlägt für die Palästinenser – nein, nicht die im Libanon, in Syrien oder Jordanien, nur für die in „Palästina“, vor allem, wenn sie diese schicken Gürtel anhaben.“
    Zu der Frage, WARUM der Judenhaß, haben wir alle schon Dutzende von Büchern gelesen. Keine Chance, eine befriedigende Antwort zu bekommen. Mir leuchten zwei Hypothesen ein:
    – Die erste kommt als Wortspiel daher – die Nähe von „Sinai“ (dem Berg der 10 Gebote) und „Sin’a“ (Haß auf Hebräisch). Warum haßt man die Juden? Wegen der 10 Gebote, wegen des Aufrufs zur moralischen Disziplin. Wenn man nicht mehr die Sau rauslassen kann…
    – Die zweite Hypothese sprechen Monika Winter und Aristobulus an: Sie wollen sich nicht assimilieren – oder genauer: lassen sich nicht von ihrer Umgebung verspeisen. Kaum denkst du: Moische ist genauso wie ich, wir sitzen im selben Seminar, sind beide Atheisten, schwören beide auf Karl Marx – und hopp! Es stellt sich heraus, daß er am achten Tag seinen Sohn beschneiden lassen will, daß er Wert auf eine jüdische Schwiegertochter legt, und zu Pessach kein Brot anrührt. So ist der Moische halt! Wie ich und doch ein bißchen anders. Womit Moische uns daran erinnert, daß es keine Kunst ist, sich selbst im Anderen zu lieben, nein wir müssen lernen, den Anderen zu lieben. Aber jetzt gleiten wir zu einem Tora-Kommentar hinüber.
    Schönen Gruß an alle.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Aber irgendwas kann an dem Assimilationsargument nicht stimmen, denn Juden leben in der Regel absolut unauffällig und sind bestens integriert. Muslime fallen viel stärker aus dem Rahmen. Trotzdem ist Judenfeindlichkeit hartnäckiger. Die sogenannte Endlösung ging von dem Land aus, in dem Juden perfekt integriert und oft glühende Patrioten waren. Ich wette, ich bin in meinem Leben schon tausenden Juden über den Weg gelaufen, ohne es zu merken. Wenn es etwas gibt, dass ich absolut NICHT glaube, dann dir Mär, dass Antisemitismus mit Fremdenfeindlichkeit verwandt wäre.

  11. Johannes Kiessling schreibt:

    Letztlich hat wohl niemand so richtig verstehen können, wie Menschen zu Antisemitismus kommen. Geboren werden sie so nicht. Aber seit vor nun fast 2000 Jahren die Christen (Der Antisemitismus im Islam war wohl zunächst schwächer ausgeprägt?) den Antisemitismus erfunden und als eine Art psychischer Krankheit in den Hirnen ihrer Anhänger verankert haben, schleppt sich dieser Wahn in verschiedensten Varianten durch die Geschichte. Wie schwer der zu heilen ist, sieht man am “Antisemitismus ohne Juden”, den seinerzeit Günther Anders beobachtet hat. Mit anderen Worten: Hat man keine Juden als Hassobjekte, werden sie eben erfunden und geeignete Nichtjuden zu solchen erklärt. Wahnsinn ist letztlich nicht erklärbar obwohl die Hirnforschung heute erhebliche Fortschritte macht. Vielleicht kann man eines Tages auch diese Krankheit verstehen.

  12. Elisabeth BG schreibt:

    Atistobulus, so traurig Dein Bericht stellenweise ist, Du machst Mut. Wir dürfen uns nicht verstecken und kleinmache sondern uns klar positionieren und zeigen. Wie hier http://www.youtube.com/watch?v=nxyO-5MYyxM&feature=relmfu

  13. kleines Südlicht schreibt:

    Wunderbarer Artikel (auch wenns stimmt, daß er sehr traurig ist)!

  14. Antitainment schreibt:

    Unterm Strich ist es für den Antisemiten egal wie sich die Juden positionieren, denn er wird sie ablehnen egal was sie tun, bzw. gerade weil sie es tun. Das Problem liegt eben nicht bei den Juden sondern bei ihren Hassern.
    Der Antisemitismus ist seit 2000 Jahren gewachsen und hat sich in allen Kreisen im Laufe der Zeit etabliert, unabhängig vom Bildungsstand.
    Früher hat man den Juden vorgeworfen sie würden Gesellschaften unterwandern, weil sie Cosmopoliten waren, heute wirft man ihnen Israel vor.
    Wenn die Juden sich verstecken, weil sie verfolgt und gehasst werden, dann wird ihnen vorgeworfen, dass sie sich verstecken. Stellen sie sich der Öffentlichkeit, dann macht man ihnen eben das zum Vorwurf.
    (Beifall finden nur Personen, die die eigene Denke stützen, wie z.B. eine Hecht-Galinski oder ein Shlomo Sand)
    Man kann es den Antisemiten nicht recht machen; der Antisemitismus ist eine irrationale Verschwörungstheorie (besser Verschwörungsthese, denn von einer Theorie im wissenschaftlichen Sinne ist man so weit entfernt wie man nur entfernt sein kann) und immun gegen rationale Argumente. (Wer schon mal das zweifelhafte Vergnügen hatte mit einem 9/11 Truther zu diskutieren wird dieses aussichtslose Unterfangen kennen und diese Geschichte hat gerade mal knappe 10 Jahre auf dem Buckel.)

    Mit Verschwörungstheoretikern zu diskutieren ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Sie wirft alle Figuren um, kackt aufs Spielfeld, fliegt nach Hause und verkündet den Sieg.

  15. A.mOr schreibt:

    „Aber wozu?“
    Ist die Antwort darauf nicht so banal wie das Böse selbst?
    Lieber Robert, Überraschung, lese ich Dich hier bei Gerd!
    Vielen Dank dafür. Dein Schreiben hier ist wichtig, die Aussage darinnen ist wichtig und ich bin sicher, daß viele Leser hier es sehr begrüßen, so wie ich. Sollte sich jemand zu diesem Schreiben mißgünstig äußern wollen, so ist es nichts, als ein Spiegel der Mißgunst, denn anders geht das garnicht bei diesem Deinem Schreiben. Mit großem Respekt, saj mir gesunt brider!
    A.mOr.

    Kol hakavod!

  16. Yael schreibt:

    Sehr schön, danke. Nein, man kann Antisemiten nicht ändern, es sind nur Einzelne, die irgendwann selber merken, dass sie nur Hass produzieren. Aber man kann dagegen anschreiben, denn andere, die vielleicht ähnlich denken, aber noch keine Antisemiten sind, werden dann vielleicht darüber mal nachdenken.

    • Aristobulus schreibt:

      …man muss einfach Position beziehen, egal wann, wo und vor wem. Die Hasser werden wir nicht überzeugen, die sind schon vergiftet. Aber die Anderen, die diese Idee von passiven und auf Wohlwollen angewiesenen Juden im Hinterkopf haben, über Generationen vererbt, die müssen sich damit auseinandersetzen, dass Ghetto & jüdisches Ausgeliefertsein für immer vorbei sind.

  17. Antitainment schreibt:

    @Yael
    Da schließe ich mich an, allerdings denke ich, dass das Phänomen Antisemitismus weit größer angelegt ist.
    Es mag vielleicht wenige Antisemiten geben, aber das antisemitische Gedankengut ist weit verbreitet; laut aktueller Studie in D bei immerhin jedem Fünften.
    Diese sind vielleicht nicht Antisemiten nach der klassischen Auslegung (und wahrscheinlich würden sie den Vorwurf Antisemit zu sein weit von sich weisen), aber der Antisemitismus unterliegt eben auch einem kulturellen Wandel und aus dem Brunnenvergifter ist heute der Landbesetzer geworden.
    Hier schließt sich für mich auch der Kreis zur Nahostberichterstattung in den Medien: Solange nicht flächendeckend erkannt wird mit welchen Strukturen man unbewusst dem schleichenden Gift den Boden bereitet, solange wird eine Aufklärung leider nur im kleinen Kreise stattfinden.
    (Nicht das man mich falsch versteht: Ich finde es sehr wichtig, dass sich Menschen klar gegen Antisemitismus und Rassismus positionieren und ich möchte auch nicht die Qualität von Blogbeiträgen damit mindern oder ihren wichtigen Beitrag diskreditieren, aber ich bin, obwohl ich Kulturoptimist bin, bei der Auseinandersetzung mit dem Judenhass sehr skeptisch und vielleicht auch unberechtigt schwarzmalerisch und habe die Befürchtung, dass sich ein 2000 Jahre altes Konstrukt noch lange halten wird. Beispiele wie die aktuelle Berichterstattung, der Grass’sche Auswurf, die Preisverleihung an Butler, Tweets von Piraten (die angeblich die liberale Avantgarde sein sollen), zahlreiche Kommentare unter diversen Onlinenachrichtenportale etc. mögen mir vielleicht diesen Tunnelblick verpasst haben)

    • Eitan Einoch schreibt:

      Ich möchte allen sogenanntem Israelkritikern und selbsternannten Palästinenserfreunden nur eine einzige, einfache Frage stellen: Wärst du lieber ein Palästinenser in israelischer Gefangenschaft oder ein Israeli in palästinensischer Gefangenschaft? Ich brauche keine Nanosekunde für die Antwort.

      • Chris(o) schreibt:

        “Gefangenschaft”? Da brauche ich schon ein paar Sekunden, um mir das überhaupt vorstellen zu können, und selbstredend lehne ich beide Optionen rundheraus ab.
        Wie ich überhaupt ablehne, mir über die Situation vor Ort ein “objektives” Bild zu machen und “objektiv” Stellung zu beziehen.
        Nur eines ist mir irgendwie “sonnenklar”: Israel wird nur mit den Palästinensern gemeinsam überleben, wie auch die Palästinenser nur neben Israel eine Chance auf einen eigenen Staat haben.Es scheint mir auch Sinn zu machen, all die Kräfte zu unterstützen, denen an einem friedlichen Miteinander (Ko-Existenz) interessiert sind. Das sind derzeit wohl eher kleine Gemeinschaften, die sich über ethnische, religiöse oder sonstige Grenzen hinweg schon heute um eine Verbesserung ihres persönlichen Lebens durch Kooperation bemühen.Solange der “große Wurf” nicht gelingt, muss man sich im Kleinen arrangieren.Solchen Initiativen gehört mein ganzer Respekt.

        • Eitan Einoch schreibt:

          Anscheinend hast du mich – entweder aus Versehen oder absichtlich – falsch verstanden. Zivilisation erkennt man meiner Meinung nach nicht an der Art, wie jemand mit seinen Freunden umgeht, sondern vielmehr an der Art, wie jemand mit seinen Feinden umgeht. Und nirgends ist der Unterschied zwischen Israel und den Palastinensern so klar und deutlich zu erkennen, wie in diesem Punkt.

        • Chris(o) schreibt:

          Schön, diesen universellen Gesichtspunkt (Gemeinplatz) denn auch noch mal benannt zu sehen.

          • Aristobulus schreibt:

            Chris, Sie haben Antitainments Satz nicht verstanden, der alles genauestens zusammenfasst:
            “aus dem Brunnenvergifter ist heute der Landbesetzer geworden.

            Sie schreiben immer von Ausgleich, friedlichem Miteinander und Verhandlungen. Aber was soll mit Leuten verhandelt werden, die an Brunnenvergifter (alter Hass auf Juden) und Landbesetzer (neuer Hass auf Israelis) glauben? WIE soll mit denen friedlich zusammengelebt werden?
            Versetzen Sie sich bitte mal in folgende Lage: Da wird jahrhundertelang behauptet, dass die Chrissens den Heiland getötet und des Teufels seien, und später, nachdem man ein paar Millionen der Chrissens industriell ermordet hat, wird jahrzehntelang behaupte, dass die Chrissens von da wegsollen, wohin sie sich geflüchtet haben, weil sie dort weiter Brunnen vergifteten, usf.
            Jeder Chris, der daraufhin weiter ein friedliches Zusammenleben, Verhandlungen fordert, macht sich lächerlich. Pardon.

          • Chris(o) schreibt:

            Ja, Ihre Haltung kann ich nachvollziehen. Doch führt sie zu gar nichts.
            Manchen ist “Gar nichts” aber zu wenig.

          • Aristobulus schreibt:

            Bitte? Sie haben ja ein seltsames Verständnis von “gar nichts”.
            Israel existiert und prosperiert (Letzteres, wenn grad keine oder wenig Raketen einschlagen). Friedensverträge & Gutnachbarschaft sind wie etwa diese eine Autobahn Kairo – Gaza – Tel-Aviv – Chaifa – Damaskus eine reine Fantasie jenseits de rWolken.

  18. Jole schreibt:

    An Eitan Einoch
    Sie schreiben: „Aber irgendwas kann an dem Assimilationsargument nicht stimmen, denn Juden leben in der Regel absolut unauffällig und sind bestens integriert.“
    Gerade darum geht es. Sicher sind die Juden in der Regel absolut unauffällig und bestens integriert – bis zu einem gewissen Punkt. Plötzlich entdeckt Genosse Müller, daß Genosse Levi samstags nicht demonstrieren mag; nach fünf Jahren vertrauter Zusammenarbeit entdeckt Dr. Müller, daß sein Pißnachbar Dr. Levi beschnitten ist. Hätte er sich denken können, hat er aber nicht.
    Es war übrigens richtig lustig zu sehen, wie die PI-Blogger – alle offizielle Unterstützer des Staates Israel – über Nacht die schrecklichen Qualen entdeckten, die gewissenlose Juden ihren wehrlosen Babies zufügen.
    Es geht um diese winzigen Unterschiede, die großen Haß hervorrufen können. Mit diesem „Narzißmus der kleinen Differenzen“ hat sich Freud ausführlich beschäftigt. Keiner haßt Trotzkisten mehr als Stalinisten. An die Kriege zwischen Protestanten und Katholiken können wir uns beinahe selbst erinnern. Und wenn es heute Leute gibt, die Schiiten mehr hassen als Juden, dann die Sunniten. Die Juden sind – aus gutem Grund – den Christen und Muslimen zu nah, als daß man sie nicht haßte.

    • Eitan Einoch schreibt:

      Das Argument hat einen Haken. Warum wurde der schwachsinnige Begriff “Antisemitismus” erfunden? Um auch diejenigen (Ex-)Juden zu verfolgen, deren Assimilation sogar so weit fortgeschritten war, dass sie sich auch noch der letzten Reste ihres Jüdischseins entledigten, sich taufen ließen und zum Christentum konvertierten. Selbst das hat sie letztlich nicht vor den Judemhassern bewahrt. Ich bleibe dabei, das Assimilationsargument ist Unsinn!

  19. Roger schreibt:

    Der Rentner-Pester, wie er einmal treffend bezeichnet wurde, legt nach: Nun stellt er die krude These auf, dass die Palästinenser die wahren Juden seien:

    “Es ist eh die Frage, was, wer ist ein “Jude”. Israelische, jüdische Wissenschaftler stellen das eh in Frage und sagen, die eigentlichen Juden sind in Palästina geblieben und das sind eigentlich die Palästinenser.”

  20. Abu Sheitan schreibt:

    Juden eignen sich hervorragend als Sündenböcke.
    Im Gegensatz zu anderen Minderheiten haben sie schon seit langem hervorragende Leistungen auf den verschiedensten Gebieten der Wissenschaft, Kunst und Kultur erbracht. Nichts ist befriedigender als einen Überlegenen zu erniedrigen oder zu vernichten, wenn man selbst nichts zustande bringt.
    Die Deutschen können den Juden den Holokaust nicht verzeihen.
    Die Moslems können den Juden ihre vielen Nobelpreise nicht verzeihen.
    (Gefangenentauschwert Jude vs. Moslem zur Zeit: 1:1000)
    (Übrigens ist Thor Steinar inzwischen eine arabische Firma.)

  21. hansi schreibt:

    Aristobulus,
    Kol ha Kavot lecha, kol Tov und weiterhin viel Kraft!!!!

  22. Holmi schreibt:

    Ein Dichter, der nicht ganz dicht ist, gibt hier seinen Senf dazu.
    Ich, wie wahrscheinlich auch viele andere, kenne keines Ihrer Werke.
    Da scheint es wohl mit der Dichtkunst des Herrn Cohn nicht zum Besten bestellt sein.
    Aber vielleicht überzeugt er mich vom Gegenteil, was ich allerdings bei ihm nicht für möglich halte.
    Die Bezeichnung “Miststück” verstehe ich als Auszeichnung, denn er hat sich wirklich geärgert.

  23. Roger schreibt:

    Es ist so weit, der Rentner bekommt sein Eisernes Kreuz, den sogen. “Palästina Solidaritätspreis”.

    Der Palästina Solidaritätspreis geht im Jahr 2012 an Herrn Erhard Arendt. Damit wird der zum ersten Mal ausgeschrieben Palästina Solidaritätspreis an einen Mann vergeben, der sich seit Jahrzehnten für die Solidarität mit dem palästinensischen Volk und für den Frieden im Nahen Osten einsetzt.

    Mein Kommentar: „Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.“

    • Aristobulus schreibt:

      Roger, das ist ein Grund zum Lachen, denn da verleihen irgend palästinensische Propagandisten, die offensichtlich viel zuviel Geld und viel zu wenig Geschmack haben, einen Preis an einen ausgewiesenen Irren, der Juden hasst.
      Also ist der Preis nichts Wert – war er ohnehin nicht. Nun noch weniger.
      Wie wenig Wert kann so ein Preis eigentlich sein? Zweitausend Euro ist der wert.
      Blutgeld

      • Roger schreibt:

        Man könnte Lachen, aber auch Weinen.

        Jeder, der sich diesen digitalen Würfelhusten mal anschaut, weiß woran er ist. Es werden einfach sämtliche Links und Beiträge aus den Weiten des WWW zusammengeklaubt, die Israel möglichst schlecht dastehen lassen, und zu einer digitalen Brühe zusammengebraut, dass einem normalen Menschen schlecht werden muss.

        Dafür einen Preis auszugeben, zeugt nur von der Beschränktheit der Preisstifter. Bedenklich finde ich allerdings, dass der “Botschafter” der PA da mitmacht…

        • Aristobulus schreibt:

          Der Botschafter ist ein sogenannter, denn er vertritt weder ein Land nochg eine Regierung (Abbas’ Amzszeit ist seit vier Jehren abgelaufen).
          Und der Preisträger hat neulich die Fatach, der der sog. Botschafter angehört, als “Quislinge” bezeichnet, die mit “dem Feind kollaborieren”.
          Tja, dort, wo der sog. Botschafter herkommt, wird sowas gern mit Erschießen oder Erhängen geahndet. Wie findet rd der sog. Botschafter, dass der sog. Preisträger ihm das an den Hals wünscht?

          Wir werden es nie erfahren… denn es geht bei diesem Schandpreis um nichts Reales.

      • Predp schreibt:

        Was spannend wär da die Frage, woher das Geld kommt.
        Hinterher ists wieder ne vergaloppierte EU-Subvention oder sowas :P

  24. Pingback: Krieg, Hass, “Judensau” « quotenqueen

  25. Sebastian schreibt:

    In Köln gibt es aber keinen Thor Steinar Laden…..

  26. Sebastian schreibt:

    Wie ich soeben erfuhr, wohnt der Autor in HH.
    Allerdings gab es da lediglich mal ein solches Geschäft, im Jahre 2008, in einem Einkaufszentrum.
    Aufgrund der großen Proteste der Hamburger, wurde der Laden allerdings ab dem Tag der Eröffnung durch die Polizei be- und überwacht und schloß nach ca. 14 Tagen wieder.

    Bis mich niemand vom Gegenteil überzeugen kann, muss ich diesen Teil der Geschichte für unwahr und reine Propaganda halten.

    • Aristobulus schreibt:

      Es war in St. Pauli 2005 bis 2007, Sie für-was-halten-Müsser.
      À propos, weshalb sollte jemand (also ich) mit sowas “Propaganda” betreiben? Für wen, um alles in der Welt?!

      P.S.
      Die Floskel “wie ich soeben erfuhr” ist eine schöne Umschreibung dafür, dass Sie zuvor überhaupt nichts nachgelesen hatten.

      • Sebastian schreibt:

        Mir ist es nur aufgefallen, weshalb ich mich natürlich fragte, was an dem Geschriebenen dran ist.
        Geschichten über angebliche Thor Steinar Nazis sind für mich mittlerweile so glaubhaft, wie der DVD Fund im völlig ausgebrannten Haus der “Zwickauer Terrorzelle”.
        Ich bin halt kein ständiger “Kopfnicker” und “Allesglauber”, sondern eher der “Hinterfrager”, wenn mir etwas nicht schlüssig erscheint.
        Was allerdings im Umkehrschluß nicht bedeutet, daß ich mich nicht eines Besseren überzeugen lasse.
        Der Begriff Propaganda ist zwar negativ belastet, jedoch muss ich Ihnen sicherlich nicht die Begrifflichkeit erklären.
        Es geht um Manipulation, Beeinflussung und das Formen von Sichtweisen auf politischer Ebene.
        Ich hätte auch den nunmehr vielfach eingesetzten Begriff Public Relations verwenden können, aber die Aussage bleibt die Gleiche.

        PS.
        Sie sind auch nur ein “Vermuter”, denn es ist nicht wahr, daß ich zuvor nichts nachgelesen habe.
        Sicherlich habe ich nicht Ihren kompletten Lebenslauf recherchiert, jedoch habe ich zuerst im Impressum des Blogs geschaut und kurz darauf von einem anderen “Blogger”, mit dem ich darüber diskutierte, erfahren das Sie in Hamburg St. Pauli leben, weshalb ich meinen ersten Kommentar durch den Zweiten ersetzte.

        Für mich ist die Geschichte eine Geschichte, die dem Text die eigentliche Würze geben soll und anschaulich verdeutlichen soll, daß Juden in diesem Land noch immer die Zielscheibe der Nazis sind und sich ständiger Verfolgung und Repressalien ausgesetzt fühlen müssen .

        Also hier in Berlin ist es so, daß Juden in einigen Stadtteilen tatsächlich Probleme durch Nazis bekommen können, jedoch sind das keine in Thor Steinar Klamotten, oder Springerstiefeln, sondern zu 100 % importierte Mohammedaner mit Pali-Tuch und Eckö Shirt.

        Und Sie wären ja nicht der Erste, der Geschichten aufbauscht, um Sie dann für bestimmte politische Aussagen zu benutzen.
        Ich denke, Sie werden den Film kennen, aber ich stelle ihn trotzdem hier ein, denn er zeigt anschaulich, was ich meine .

        http://www.youtube.com/watch?v=g0dAECPxUrk&feature=related .

        • M. schreibt:

          dann beweisen sie das gegenteil anstatt zu behaupten. ansonsten ist es eine ziemlich miese unterstellung.

          • Sebastian schreibt:

            Das habe ich doch versucht, also bitte erst lesen, dann verstehen und dann maulen.
            Einfach etwas nach oben “scrollen” .

          • Möbel schreibt:

            Ich hab´s ja auch erst für einen Schnellschuß von “Sebastian” gehalten.
            Aber von ´Zeit´Artikeln bis zur Antifa -Seite “Keine Stimmen für Nazis”
            wird berichtet, dass der Laden, wegen grosser Proteste, schon 4 Wochen
            nach Eröffnung wieder zu gemacht wurde.
            Der Laden war auch nicht in St.Pauli, noch nicht mals an der Stadtteilgrenze zu St.Pauli.
            und 2 Jahre oder fast 2 Jahre, auch nicht.
            Gut, nicht jeder kennt sich in seiner Stadt so gut aus, oder merkt wenn er umzieht.
            Aber ein Laden der nach 4 Wochen schließt und von ständiger Polizeipräsenz
            begleitet wird(nach Presseinfo) um der dramaturgie Willen auf 2 Jahre aufzublasen,
            läßt schon ein paar Fragezeichen aufkommen.
            Und dann bleibt noch die Frage warum macht man das? Beschreibt der Rest der Geschichte nicht Situationen die Unangenehm genug sind?
            Die einem das Leben nicht schwer genug machen?
            Und zuletzt die Frage: Sind diese Details Real ?
            Erfundene Geschichten oder Teilwahre gibt´s nicht nur bei Wachendorffs.

          • Aristobulus schreibt:

            Dreck.
            Der Laden war nunmal dort, er hielt sich, er zog das Genre dieser Leute an, die machten sich breit, lungerten auch im Winter auf dem Trottoir, versuchten andere Läden zu übernehmen. Die Vereinigung kleiner Ladenbesitzer (in der war der Obernazi Mitglied) hat ihn aggressiv unterstützt, so à la “die verkaufen auch nur Klamotten wie wir alle!”
            Später, als der Hausbesitzer endlich bereit für die Kündigung war, versuchte der Laden in der Hamburger Innenstadt neu zu öffnen, hielt sich da nicht lange
            Ende der Durchsage.

          • Möbel schreibt:

            Aristobulus schreibt:
            November 25, 2012 um 10:53 nachmittag

            Dreck.
            Der Laden war nunmal dort, er hielt sich…….
            —-
            Nun gut, ich kann aus der Ferne mich nur bei Zeitungen oder Ortsvereinen
            politischer Organisationen in Hamburg kundig machen.
            Dann schreiben die alle was Falsches. Das ist enorm empörend.
            Selbst die Redaktion der `Zeit´scheint schon von Rechten
            infiltriert zu sein.
            Uberrascht mich jetzt.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie machen sich nun zum siebendundsiebzigsten Mal zum Komplettpfosten.
            Wen überrascht’s?

            Wer lesen kann, soll’s z.B. da:

            http://de.indymedia.org/2006/09/158118.shtml

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Das Mö-Mö ist einfach zu beschränkt zum hier Kommentieren. Schon wieder ging’s mir in die Falle… ich hatte darauf gewartet, dass einer wie der (oder Sebastian) weiter mit Unterstellungen und Verdächtigungen rüberkommt: Um ihn dann durch einen Link zu desavouieren.
            – Ja WILL ich denn sowas? WILL ich jemanden auf die Weise lächerlichmachen?! Nö, will ich nicht. Aber ich muss.

            Komisch, dass solche immer mehr glauben, als sie wissen, und dass sie niemals fragen!, sondern mit fertigen Viertelantworten hausieren gehen, und gar gespreizt vom sich Kundiggemachthaben faseln. Daran erkennt man sie.
            Und wenn sie qua Voreingenommenheit und Dekonstruktionsgeilheit allzu beschränkt sind, um Informationen zu finden, behaupten sie, es gebe keine, und einer habe die Wahrheit verbogen und betreibe gar Propaganda. Bis sie dann ad absurdum geführt werden.

            Dass ich hier sowas machen muss…

          • Möbel schreibt:

            Sie haben recht, ich lag falsch.
            Allerdings bin ich davon ausgegangen, dass Sie explizit
            einen Hamburger `Thor-Steinar” Laden meinten.
            Der von Ihnen benannte Geschäft ist aber genau das was Sie sagten.

          • Möbel schreibt:

            der Laden / das Geschäft…… nach Wunsch austauschen!

          • Aristobulus schreibt:

            ‘Türlich lagen Sie falsch, denn es ging Ihnen nicht um Tatsachen – es geht Ihnen nie darum.
            Sie haben wiederholt meine Glaubwürdigkeit angezweifelt, haben mit miesen Assoziationen gewedelt usf., wollten meinen Bericht in den Schlamm ziehen. Das fällt jetzt auf Sie zurück. Sind wieder in die Grube gefallen und liegen drin als kleiner, erfolgloser Möchtgern-Anschwärzer. Keiner zieht Sie raus.

            Ich konnte Sie noch nie ausstehen. Keiner kann’s. Sie wollen u.A. den Zentralrat der Juden mundtot oder gleich aufgelöst sehen, Sie relativieren immer herum, was das Zeug hält, und dazu verlieren Sie ständig in jeder Diskussion. Aber Sie sind zu eitel und zu aufgeblasen, um die ganze Peinlichkeit zu spüren und die Konsequenzen zu ziehen.

            Verschwinden Sie endlich, Sie bringen’s einfach nicht, sind zu charakterlos und zu beschränkt, um hier zu kommentieren.

        • M. schreibt:

          ich habs gelesen, wo sind denn die beweise dort? ich sehe keine, stattdessen vorwürfe, er würde angeblich eine geschichte aufbauschen. das ist kein beleg.

          • Sebastian schreibt:

            Selbstverständlich kann ich es nicht belegen, wie auch .
            Ich kann es nur anzweifeln und meine Zweifel mit Fakten untermauern.
            Mehr ist mir leider nicht möglich.

            Beweisen könnte es lediglich der Autor selbst, wenn er es denn möchte .
            Muss er aber auch nicht .
            Aber es wird mir doch wohl zugestanden werden, daß ich eine – für mich – etwas eigenartige Darstellung der Dinge anzweifle .

            Oder ist da hier nicht üblich, daß man Dinge hinterfragt ?

          • Sebastian schreibt:

            @ Möbel

            Sehr richtig und schön beschrieben, allerdings müssen Sie Sebastian nicht in Anführungszeichen setzen, es ist mein Klarname, zumindest ein Teil von diesem .
            Genau das was Sie beschrieben, ist auch das was ich auszudrücken versuchte, als ich diese Passage anzweifelte .

            PS. Ich schieße selten schnell .

          • Aristobulus schreibt:

            Na klar, anzuzweifeln, Erfundenes zu unterstellen usf. sind Teil der Strategie, denn es wird gehofft, dass ein Restzweifel hängenbleibt.
            Bravo.

          • M. schreibt:

            sie bezweifel, lamentiern, aber belegen können sies nicht. daher: ende der diskussion.

          • Aristobulus schreibt:

            Ich hab’s ja nu belegt, steht alles da, sogar mit Fotos von dieser einer kleinen Straßenschlacht. In dieser Zeit hatten die Nazis den (sehr guten) kurdischen Dönerladen hier demoliert und einen Passanten, einen libanesischen Scheich (den ich gut kannte) gewürgt und als Neger beschimpft. Beim Prozess hab ich dann gegen die ausgesagt… dann erwischten sie mich wie erwähnt Nachts auf der Straße. Neuer Prozess gegen die, nun ich als Kläger. Diese Prozesse & Bedrohungen zogen sich über zwei Jahre
            – Nu, is’ ja vorbei ;)

  27. Alien schreibt:

    Danke für den Artikel. Jetzt verstehe ich, warum Sie gegen alle sind, die sich für Frieden einsetzen. Ich wünsche Ihnen, dass sie irgendwann wieder aus ihrer Verbitterung herauskommen, und wieder zu anderen Gefühlen als Hass fähig sein werden.

    Liebe Grüße

  28. Alien schreibt:

    Ah verstehe: Ein Antisemit ist also jemand, der es scheiße findet, wenn Kinder von Bomben zerfetzt werden. Danke für das Kompliment. Sie haben Recht, ich bin ein Antisemit.

  29. Yael schreibt:

    Ari, lass dich von den Schwätzern nicht ärgern. Die haben es einfach nötig.

  30. Karl schreibt:

    …ja! Und was wäre mit dichten zwischendurch, weit weg vom Getöse entfernt?

    kurz nach sonnenuntergang

    moped fahren
    barfuß
    mit zwei chianti im blut
    möchte die stadt begehrt werden

    häuser halten an ihren balkonen
    verführerisch & winkend
    verträumte touris fahren
    heimwärts ins land der allemannen

    tunnellandschaft zaubert
    schauspiel ins fenster
    schatten entfliehen bevor
    das licht zum blatt wird

    cortenstahl mit marmor
    ist das tor in den abend
    ich bleibe hier
    grüße aus florenz

    karl, november 2012

  31. Sebastian schreibt:

    Nanu ?
    Kommentare verschwunden ?

    Egal.

  32. Sebastian schreibt:

    Gut ich versuche noch einmal meine verschwundene Nachricht an Aristobulus einzustellen .

    Sebastian schreibt:
    Dein Kommentar muss noch moderiert werden.
    November 26, 2012 um 12:02 nachmittags

    Ich las Ihren Kommentar, inklusive Link an Möbel leider erst jetzt .
    Sie haben mich eines Besseren belehrt, gut so.
    Aber glauben Sie mir, bloßgestellt fühle ich mich dadurch nicht, denn ich bin ein Mensch der gerne mit offenen Karten spielt und Fehler auch zugeben kann .

    Nun weiß ich, daß Sie die Wahrheit schrieben und ich im Unrecht war .
    Und ich bin um ein Wissen reicher.
    Genau deshalb hinterfragt man doch Dinge, um letztendlich, bei einer befriedigenden Antwort, daraus zu lernen….

    Also nicht immer gleich eine Verschwörung vermuten, oder mit angepisstem Bein schreiben, sondern einfach die Fakten aufzeigen .

    • Karl schreibt:

      @Sebastian

      Nach der Aussage der einmaligen Schriftstellerin Marguerite Yourcenar
      “Ein Dichter soll Spuren hinterlassen, nicht Belege”, fühlt sich die Post
      wie Schmandkuchen an…

      • Sebastian schreibt:

        Sie sagte auch folgendes :

        “In jeder Epoche gibt es Menschen, die nicht wie jedermann denken, das heißt, die nicht wie jene denken, die nicht denken.”

      • Aristobulus schreibt:

        LOL. Zumal der mir auch noch versucht vorzuschreiben, wie auf Bezweifeln der Glaubwürdigkeit zu reagieren sei.

        – Karl, Ihr Gedicht ist gar nicht übel! Nur “cortenstahl mit marmor” verstehe ich nicht.

        • Sebastian schreibt:

          “Dichtung ist keine Meinung, die man äußert. Es ist ein Gesang, der sich aus einer blutenden Wunde oder einem lächelnden Mund erhebt.”
          Khalil Gibran

        • Karl schreibt:

          Danke Aristobulus,

          ich dachte man kann Pöbelei mit einem Gedicht abschließen,war wohl eine Schnapsidee, Pöbelei kann durchaus inspirieren.

          Das Gedicht ist eigentlich ein Abschied, nachdem meine Freundin aus Florenz durch
          die Tunnellandschaft der Alpen wieder nach Hause, ins Land der Allemannen fuhr. Am Tag davor hatten wir, ja, http://www.chiantisculpturenpark.it besucht und “das unvollendete
          Gebäude” von dem niederländischen Künstler Cor Litjens beschäftigte mich tagelang.
          Die Kombination aus Cortenstahl und Marmor fasziniert mich. Eine virtuelle Tour ist empfehlenswert. Deutsche Künstler sind auch vertreten. Zeitgenossen der Vergänglichkeit sowie Künstler der Antisemitismus müssen jedoch draußen bleiben.
          Hunde dürfen rein…

          beste Grüße
          k.

          • Aristobulus schreibt:

            Danke Karl, jetzt wurde es klar. Cor Litjens Skulpturen finde ich völlig Klasse, der erschafft da Welten, die einen nicht mehr loslassen.

            “…ist das tor in den abend
            ich bleibe hier”

  33. Sebastian schreibt:

    Karl schreibt:
    November 27, 2012 um 1:03 nachmittags

    Danke Aristobulus,
    ich dachte man kann Pöbelei mit einem Gedicht abschließen…..

    Genau das habe ich gemacht .

  34. Aristobulus schreibt:

    Hi Karl,
    Du hast ein Gedicht von Dir hier hingeschrieben, da will ich mich nicht lumpen lassen und setze mal zwei Gedichte von mir hier hin (habe sie grad in den Untiefen meiner Festplatte gefunden). Eins ist übers Pfeiferauchen in der Nacht, das Andere ist von verlorener Lieb’.

    je vois un petit oiseau dans la pénombre
    qui se glisse et songe et s’enfuit
    c’est moi
    – châleur minuscule dans toute l’ombre.
    Ich bin ein Punkt aus Wärme in der Nacht.
    … die Pfeif’ im Schlunde,
    (Mister Les Wood hat sie gebaut!)
    purer Geist schel’ruach
    farlischt vi rojch
    fligt asoj un kimt aher
    asoj wi doss wosser ibern ojlem
    fligt wi a schpliter golt baj den schomojim…
    asoj wi der jam und di majim.

    Schabbojs in majner neschume
    tif as wi der rojch tif in majm bojch.

    Mozzei Chabbès

    Les lumières éteints
    une petite lampe après l’autre
    étincelle en vain
    disparait
    sans laisser trace de beauté
    ni d’étoile dorée.

    Les lumières s’évanouissent
    les étoiles s’afaiblissent
    les portes se closent et
    la caresse dernière n’était que
    vide
    car sa lourdeur
    et sa noire peur
    ne sont lourdes que pour moi.

    Et elle n’en sait rien
    de ce qui lui manque
    est toute amour
    et elle se trompe…!
    Ne voyant pas mon our.
    Toute confinée dans soi
    il n’y a pas de moi-et-toi.
    Elle se croit romantique
    parfois
    sans l’être une seule fois…
    car elle ne reste que seule.

    J’en étais ivre.
    Moi dans le noir libre.
    Maintenant
    c’est la nuit

  35. Karl schreibt:

    Hi Aristobulus, meine Absicht war es nicht, Dich lumpen zu lassen,
    mich an Hansi anzuschließen schon…
    “Kol ha Kavot lecha, kol Tov und weiterhin viel Kraft!!!!”
    und bleib wie du bist…

  36. kuhkuhk schreibt:

    Tja, Herr Cohn, die Deutschen sind halt so. Nicht alle, aber viel zu viele. Ich glaube, das liegt an unserer Tradition der Dehumanisierung.

  37. Dox schreibt:

    “Wieso schießen die egalen Typen aus der Provinz von Gaza seit Monaten Raketen auf israelische Ortschaften, so dass das Goldene Jerusalem jetzt langsam zu Jeruschalajim-schel-barsel (Jerusalem, die Eiserne) mutieren muss?”

    Weil jemand, der keine Ehre hat und sich alles gefallen läßt, von jedem, der sehr stolz auf seine Ehre ist, nun einmal verachtet und drangsaliert wird. Aus Angst vor der Weltöffentlichkeit, macht sich Israel zum Affen. Es hat vergessen, dass es immer dann geachtet und bewundert wurde, wenn es seine Feinde kompromißlos in die Schranken wies.

    • Aristobulus schreibt:

      Hmja, die Weltöffentlichkeit interessiert die Israelis viel weniger als die eigenen Skrupel. Man schießt als Israeli eben nicht einfach auf Zivilisten, und bei gezielten Tötungen von Terroristenchefs ist man sehr vorsichtig, damit möglichst Wenige zusätzlich zu Schaden kommen. Die andere Seite legt das als Schwäche aus, als Humanitätsduselei…

  38. Ronny Etzol schreibt:

    Ein (Juden)HaSS-Rentner aus Dortmund…gibts die überhaupt noch oder hat die nicht (bis auf ganz wenige Ausnahmen, die -um die 90- mit Alz nachts durch die Pflegeheime geistern) der große Gleichmacher mit der Sense und dem Stundenglas schon längst wegrationalisiert?
    Aber: In den Worten ACHTUNDSECHZIGER , RAF (auch ausgeschrieben), ANTIFA und GAZAPENDLER gibt es kein Doppel-S (wenngleich ein imaginäres!). An Ihrem politischen Dasein sind sie leicht zu erkennen. Die Stalinisten, KPDler, SEDler aus Ost und West waren sich beim Antisemitismus schon immer einig. Die einen gingen in palästinensische Trainingcamps (heute fahren die die Wessi-Konvertiden paar tausend km weiter östlich ), die anderen in der DDR ließen zeitgleich beim 6-Tage-Krieg im Kunstunterricht die Kinder anti-israelische Plakate entwerfen. Deren Schwefelgestank durchzieht die Bundesrepublik Deutschland viel mehr als der der paar noch Überlebenden, geboren in den 20er Jahren.
    SO WIRD EIN LATSCH DRAUS!

    • Aristobulus schreibt:

      Genau. Unter eben denen ist mancher so wahnsinnig links, dass er schon wieder rechts durch die Mauer bricht.
      Und Extremliebende aller Denominationen können nun mal keine Juden leiden. Was macht’s, wenn dann ein Extrem mit dem anderen vertauscht wird. Übern Jud bleibt man mit sich einig.

  39. marcus lausch schreibt:

    Lieber Aristobulos,
    komme über die “Achse” auf Deinen Blog.
    Der aktuelle Antisemitismus ist m.E. nach auch in der Historie der Assimilierung der Juden in Deutschland begründet, NICHT gerechtfertigt. Aus verschiedenen Gründen passten/assimilierten sich die Juden teiweise bis zur Selbstaufgabe an. Es gab Konvertierungen, Leugnungen etc. Daran war man gewohnt und akzeptierte dann auch den “Weggang, den Weggzug, das Verschwinden”, den Gang ins Gas. Das mag passiv gewirkt haben und auch zum Teil so gewesen sein.
    Doch nun sind Juden bereit gegen die Unterdrückung, die existenzielle Bedrohung sich zu behaupten! Ein Novum seit wenigen Jahrzehnten, im Vergleich zu früheren Jahrhunderten. Dies verwirrt gutgläubige “Menschenrechtler”. (Ich möchte hier nicht die Problematik der Palästinenser, der Israelis und deren “Verquickungen” aufführen.Wir sind uns da wahrscheinlich einig.) Die Opfer wehren sich und bleiben nicht verehrenswerte Opfer, die lieben Toten (sorry für die direkte Wortwahl), sondern selbstbestimmte Menschen, die um Lebensrecht kämpfen!. Das widerstrebt! Das verkompliziert die Weltsicht. ;-)
    Das verwirrt manche Zeitgenossen. Das mag auch Herrn Augstein verwirren, ohne das ich ihn entschuldigen möchte.
    “Bleibt Ofper, bleibt passiv und dann werden wir euch lieben. Opfert euch, dass ist Eure Rolle!” ” “Sie möchte den Juden haben wie sie ihn kannten, als Opfer, als Musiker (tot), als Literaten (tot).
    Wir werden Gedenktage veranstalten, Kränze weben und Stolpersteine verlegen. Doch wehrt Euch bitte nicht! Wehret euch und ihr werdet das jahrhunderte alte Bild zerstören!”

    Nur so mein Gedanke…

    Grüße

    Marcus

  40. anti3anti schreibt:

    Die Frage lässt sich nach emsiger Lektüre des NT, des Korans, des Kapitals, des ND, des …. in einem kurzen Wälzer beantworten.

    • Aristobulus schreibt:

      Yep. Zum Beispiel Karl Popper hat darüber so einen zweibändigen Wälzer in Gestalt seines “Die offene Gesellschaft und ihre Feinde” geschrieben. Alles steht darüber drin. Aber kaum einer liest den mehr, zumal da schon im Titel von Feinden die Rede ist!, uh, derlei Schonungslosigkeit empfindet man heutzutage als ungehörig.

  41. Dox schreibt:

    Zweibändiger Wälzer? Dann muss ich eine Fälschung gelesen haben. War nämlich einbändig.

  42. Schlussgeist schreibt:

    Antisemitismus ist das zwanghafte Bedürfnis, Juden Leid zuzufügen. Die einzelnen antisemitischen Handlungen mögen in ihren Erscheinungsformen sehr unterschiedlich sein, von Beleidigung, Verleumdung und übler Nachrede über Schändung jüdischer Friedhöfe oder Hakenkreuzschmierereien an Synagogen-Mauern etc. bis hin zum Israelbashing, tätlichen Angriff auf Juden und schließlich dem gezielten Judenmord: die sadistische Absicht, dem Juden möglichst große seelische oder körperliche Schmerzen zu bereiten, ist allen antisemitischen Handlungen gemeinsam. Antisemitismus ist eine besondere Form des Sadismus. Wer das nicht erkennt, wird nie begreifen, warum DIE das tun.
    http://austria-forum.org/attach/AEIOU/Folter/Bilder_Folter/00489819.jpg Die Handlungen derjenigen, die hier Wiener Juden zwingen, vor feixenden Passanten den Bürgersteig mit Bürsten zu reinigen, verfolgen kein anderes Ziel als sadistischen Lustgewinn. Denn das gefühlte Fremdsein der Juden würde ja durch die ihnen aufgezwungene erniedrigende Arbeit weder geheilt noch abgemildert. Die Maßnahme wäre also gar nicht geeignet, an der vermeintlichen Fremdartigkeit der Juden etwas zu ändern. Auch dürften die uniformierten Nazis auf dem Bild nicht geglaubt haben, die Juden würden ihrem mosaischen Glauben infolge der Misshandlungen abschwören. Und selbst wenn sie abgeschworen hätten, wären sie dadurch nicht der Diskriminierung und schließlich der Vernichtung in den Lagern entgangen.
    Antisemitismus hat nichts mit Ausländer- oder Fremdenfeindlichkeit zu tun. Der Ausländerfeind ist zufrieden, wenn der Ausländer verschwindet, in seine Heimat zurückkehrt. So lange der Ausländer in seinem Heimatland bleibt, hat der Ausländerfeind gegen ihn im Allgemeinen nichts einzuwenden. Unter Umständen reicht es ihm schon, wenn er sich anpasst und assimiliert, d.h. die Landessprache hinreichend gut spricht und die Sitten und Gebräuche seiner neuen Heimat annimmt. Der Antisemit dagegen ist auf diese Weise nicht zu beschwichtigen. Er verfolgt den Juden bis in dessen eigenen Staat, auf den er obsessiv sein Auge richtet und gegen den er auf die gleiche Art und Weise polemisiert, auf die er vorher gegen die Juden Stimmung machte, als sie noch in seinem Land lebten. Auch Assimilation hilft nicht; die deutschen Antisemiten haben im Dritten Reich keine Mühe gescheut, auch diejenigen Juden unter ihnen ausfindig zu machen und zu töten, die sich längst vom Judentum losgesagt hatten und vollständig integriert waren.
    Wir dürfen nicht die Gründe, mit welchen die Judenfeinde ihre antisemitischen Handlungen rechtfertigen, mit ihren wahren Motiven und Zielen, dem sadistischen Lustgewinn, verwechseln. Das nämliche gilt für die Umstände, wie z.B. den traditionellen christlichen Antijudaismus, welche eine judenfeindliche Stimmung bzw. antisemitische Handlungen begünstigen.
    Doch warum gerade die Juden? Natürlich kann der Bürger die ihn bedrängenden sadistischen Impulse nicht einfach an seinen Mitmenschen abreagieren. Ein Zusammenleben wäre unmöglich. Vor allem aber geriete man in Konflikt mit dem Gesetz, müsste mit Strafen und Sanktionen sowie mit der Rache der Opfer bzw. derjenigen rechnen, die sich mit den Opfern verbunden fühlen. Doch die Menschen finden immer wieder Sündenböcke, welche sie straflos verfolgen oder sogar töten können, indem sie irgendwelche Scheinargumente zur Rechtfertigung bemühen . Es eignen sich zu diesem Zweck aber von vorn herein eigentlich nur Minderheiten, von denen man keine Rache fürchten muss. Die Reichskristallnacht war nicht von der Hitlerregierung organisiert, die Behörden haben lediglich durchblicken lassen, dass sie bei Übergriffen nicht einschreiten würden. Das hat gereicht um im Deutschen Reich eine antisemitische Gewaltorgie zu entfesseln. Sicherlich sind die Juden schon durch den Jahrhunderte alten vor allem in Europa und Russland tief verwurzelten christlichen Antijudaismus als Feindbilder prädestiniert, doch es gibt auch andere Gruppen wie die Zigeuner, die Zeugen Jehovas oder die Homosexuellen, die ebenso keine wirkliche Bedrohung darstellen, und die sich, je nach Zeitgeist, wenn die Stimmung gegen sie nur gründlich genug aufgeheizt ist, zum Objekt der Verfolgung, der Schikane oder gar der physischen Vernichtung, kurz, zum Abreagieren sadistischer Gelüste eignen, denn sie alle sind bzw. waren als Gruppe zu schwach, um sich aus eigener Kraft gegen Übergriffe und Verfolgung durch den Staat und die Mehrheitsgesellschaft zu wehren.
    Ich glaube übrigens nicht, dass Antisemiten zwangsläufig die Juden hassen. Hass, so sagt er Volksmund, ist enttäuschte Liebe, und dass die Deutschen, die Europäer und die Russen die Juden so sehr geliebt hätten, dass sie aus Enttäuschung über zu wenig Gegenliebe eine Massenausrottung mit Millionen Opfern durchführten, scheint mir doch eher unwahrscheinlich zu sein. Wer aus einem sadistischen Antrieb heraus handelt, der hasst sein Opfer im Allgemeinen nicht, jedenfalls nicht zwangsläufig. Man denke an Serienmörder, die ihren Opfern, mit denen sie in der Regel nichts weiter verbindet, oft rein zufällig begegnen. Der offen zu Tage tretende Hass in den Hassmails scheint mir eher auf den Konto des Schuldabwehr-Antisemitismus zu gehen, der in Wahrheit ein Schuldverleugnungs-Antisemitismus ist, denn die wenigsten Deutschen haben sich, machen wir uns nichts vor, wegen des Massenraubmordes an Millionen Juden schuldig gefühlt. Der viel beschworene deutsche Schuldkomplex wegen des Holocaust ist ein Mythos – ein Teil der nachkriegsdeutschen Lebenslüge. Ich schlage deshalb vor, den Begriff Antisemitismus nur für die Bezeichnung des Phänomens bis Ende WW2 (im Sinne seinen Urhebers Wilhelm Marr) zu verwenden, da es sich beim Nachkriegs-Antisemitismus nicht um das identischen Phänomen handelt. Hier sowie im Falle der mohammedanischen Spielart sollte man besser von mehr oder weniger fanatischer Judenfeindschaft sprechen. Damit hätte sich auch die ganze Scheindebatte um die künstlich fabrizierte Frage, wo legitime Israelkritik endet und Antisemitismus beginnt, erledigt.

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