Ein ausgezeichneter Jude

Das Bambi für Integration geht in diesem Jahr an den Berliner Rabbiner Daniel Alter. Ende August war er in Berlin auf offener Straße von mehreren Jugendlichen umstellt, verprügelt und verhöhnt worden. Seiner kleinen Tochter drohten die Angreifer sogar mit dem Tod.

Wahrlich, integrierter kann man als Jude in Deutschland gar nicht sein. Als verprügelter Jude ist man in Deutschland ein ausgezeichneter Jude. Als Opfer schlägt einem Juden in Deutschland eine Welle der Sympathie entgegen. Die beliebtesten Juden in Deutschland sind die berühmten sechs Millionen. Denen wird regelmäßig ein Kranz entgegengeworfen. Sie bekommen sogar goldene Stolpersteine verlegt. Frisch verprügelte Juden hingegen bekommen nur ein Bambi. Aber wenigsten das!

Ganz anders sieht es mit Juden aus, die sich wehren. Die mag man in Deutschland eher nicht so. Israel wird gerade deshalb so stark kritisiert, weil es sich nicht abschlachten und vernichten lässt.

Ein Angriff auf Israel bricht nämlich keine Waffenruhe! Erst die Verteidigung Israels tut das. Wie heißt es doch bei Focus so schön:

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Ein Bambi bekommt Israel für Selbstverteidigung jedenfalls nicht. Wie heißt das beim Focus:

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Wenn es in Deutschland wirklich dazu gehört, verprügelt zu werden, um als Jude ein Bambi zu bekommen und vergast zu werden, um als Jude gemocht zu werden, so sollte es nicht verwundern, wenn Juden das Leben wählen. Judenhass und Holocaust sind schlicht zu hohe Preise fürs Gemochtwerden. Die Wahl zwischen tot gemocht und lebendig gehasst ist dann doch einfacher, als man denkt.

Letztes Jahr ging das Bambi übrigens an einen Moslem: Bushido. Er hat davon gesungen, “Tunten” zu vergasen und Frauen zu schlagen. So stellt sich der Burda Verlag also integrierte Juden und Moslems vor. Integrierte Moslem hassen Homosexuelle und schlagen Frauen. Integrierte Juden werden verprügelt. Kein schöner Land!

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36 Antworten zu Ein ausgezeichneter Jude

  1. anti3anti schreibt:

    Gefährlich nahe an der Wahrheit.

  2. Roger schreibt:

    Das “Judenschlagen” ist doch schon eine ‘gute’ deutsche Tradition!

    Schon Luther dozierte:
    In einer Tischrede antwortete er auf die Frage, ob man einen Juden schlagen dürfe: „Aber ja! Ich wollte einem eine Maulschelle geben! Wenn ich könnte, so würde ich ihn niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren.“

  3. besucher schreibt:

    Noch schamloser war die Verleihung des Bambis an die Schwester von Jonny K. : ein entschädigungs- und trostbambi während die Täter immer noch frei herumlaufen. Tiefer kann dieses Burda-Gesindel kaum noch sinken.

  4. Eitan Einoch schreibt:

    Würde man mir einen “Bambi für Integration” anbieten, würde ich den Juroren sagen, sie sollen ihn sich in den A… stecken! Schrottpreis!!!

  5. Philipp schreibt:

    Der Weg zu einem zivilisierten Umgang miteinander scheint doch länger zu sein, als ich dachte… Andererseits: Als Deutscher fühle ich mich irgendwie auch angegriffen, wenn man ausgerechnet den hinter diesem Bambi-Dings stehenden Burda Verlag und sein Schmutzblatt “Focus” als repräsentativ für Deutsche annimmt. Und bevor das Argument kommt: Die Bertelsmann-Blätter stehen dem Focus in puncto Judenhass in nichts nach, ich möchte die aber auch nicht als Fürsprecher meiner Meinung tituliert sehen.

  6. über den Tellerrand schreibt:

    Religiöse Gewalt ist nicht auf Juden, Muslime und Christen beschränkt. Der Untergang des Buddhismus in Indien hängt auch mit den jahrhundertelangen Konflikten zwischen Hinduismus und Buddhismus zusammen, die sich zeitweise in blutigen Verfolgungen niederschlugen. Heute gibt es Christenverfolgungen im Namen Buddhas und Krishnas. Doch das wollen deutsche Journalisten nicht sehen. Nicht mal als Obama in Burma war wurde über die Gewalt der buddhistischen Mönche und Volk berichtet! Die modernen politischen “Religionen” (Z.B. Kommunismus) waren freilich nicht weniger gewaltsam.

    • Freigeist schreibt:

      Der Buddhismus in Indien verschwand auf Grund der muslimischen Invasionen seit dem 8. Jahrhundert.
      Im Jahre 1197 zerstörten die Muslime die größte buddhistische Universität Nalanda in Nordindien. In den folgenden Jahrhunderten installierten sie durch gewaltsame Eroberungen das Mogulreich in Indien. Das sind Fakten.

    • M. schreibt:

      es geht aber nicht um religöse gewalt, sondern um rassistische.

  7. Eliyah schreibt:

    “Die Wahl zwischen tot gemocht und lebendig gehasst ist dann doch einfacher, als man denkt.”

    Genau. Und deswegen habe ich Aliyah gemacht. Lieber in einem Land leben, das einen Iron Dome entwickelt und seine Bürger und damit mich zu schützen und zu verteidigen als in einem Land, wo man hoffen muss, nicht dem falschen auf der Strasse zu begegnen, der dann nach vollendeter Tat wie von Aristobolus eindrucksvoll beschrieben von den Gerichten freigesprochen wird.

  8. Inbal schreibt:

    Weiß hier irgendjemand, ob man die Täter (also die, die Rav Alter verprügelt haben) inzwischen gefasst hat? DANKE und Shavuah Tov

  9. Inbal schreibt:

    Aah – daran hatte ich nicht gedacht…. Märci!

  10. Louis Levy schreibt:

    Gelobt und mit Preisen überhäuft wird in D meist, was etweder protegiert oder zum Schweigen gebracht werden soll. Bei Bushido war es ersteres, bei Daniel Alter vermutlich letzteres. Ich habe mich über die Entwicklung von D`s, sowie über Bushido bei seinem RTL-Autritt, bereits 2010 echauffiert.

    lg LL

    PS: Wäre schön, in Deinem Blogroll aufgenommen zu werden!

  11. Louis Levy schreibt:

    … und prompt den Link vergessen!

  12. Gerswind schreibt:

    Reblogged this on Gerswind.

  13. Gerswind schreibt:

    evtl. wäre ein erster schritt, nicht mehr pauschalisierend “juden” zu sagen, schließlich gibt es nicht religiöse israelis, welche dies nicht gern hören, aber gleichmacherei ist ja volkssport geworden…

    grüsse

    • Aristobulus schreibt:

      Nichtreligiöse Juden sind haargenauso Juden wie die Allerchossidischstn aus Bnei Brak dritte Gasse links, mein Herr.
      Wie kommen denn Sie darauf, dass “Jude” ein pauschalisierender Ausdruck sei?
      Hach, immer diese Seltsamkeiten zur Nacht.

      • Arme Sau schreibt:

        Ogott, Eliyah, ich hab mir dieses furchtbare Blog auch grad angeschaut. Das ist absolut niederschmetternd furchtbar. Allein, was da so verlinkt ist. Am allerwiderwärtigsten natürlich die zwei ach so unschuldigen Reklamen für die NSU-(Motorräder)-Website. Da lacht sich der Nazi schlapp und fühlt sich clever.

        Wobei ich ja blass werde, wenn ich diese ungesunde Elsässer-inspirierte Mischung aus Nazismus und Antikapitalismus sehe, wo dann ein Link zu Georg Schramm sich zwischen lauter Nazilinks wohlfühlt. Wird dir wahrscheinlich nicht komisch vorkommen; aber ich bin immer noch der Meinung, dass man den Kapitalismus für ein Problem halten kann, ohne auf diesen widerwärtigen Dreh zu kommen.

      • Philipp schreibt:

        Nazi. Und dann noch zu feige, ein Impressum anzugeben.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Im Grunde reicht ein kurzer Satz, um das Verhältnis von Juden und Zionisten zu erklären: Der Zionist ist ein Jude, der sich wehrt!
        Z.B. gegen Linksnazis wie Gerswind, der nur allerdings ein kleiner Fisch ist. Der “wahre” Jude, wie er in der Wunschvorstellung der Faschos existiert, lässt sich hingegen ohne zu murren zur Schlachtbank treiben. DAS ist der Unterschied, alles andere ist nebensächlich.

      • Yael schreibt:

        “Wie kommen denn Sie darauf, dass “Jude” ein pauschalisierender Ausdruck sei?”

        Das frage ich mich auch. :roll:

        Herr Gerswind

        Juden sind wir alle, ob religiös, nicht religiös, ob jüdische Israelis oder sonst wer.
        Jude ist hingegen der Meinung vieler, kein Schimpfwort.

      • Yael schreibt:

        “Wie kommen denn Sie darauf, dass “Jude” ein pauschalisierender Ausdruck sei?”

        Das frage ich mich auch. :roll:

        Herr G

        Juden sind wir alle, ob religiös, nicht religiös, ob jüdische Israelis oder sonst wer.
        Jude ist hingegen der Meinung vieler, kein Schimpfwort.

        • Eitan Einoch schreibt:

          Gerswind hat – wie meiner Erfahrung nach sehr viele Menschen – ein Problem damit, dass “Juden” nicht nur eine Religion sind, sondern auch ein Volk. Man kann als Jude ohne Probleme unreligiös oder Atheist sein, ja sogar an Jesus Christus glauben und damit im Prinzip Christ sein (“messianische Juden”).
          Dieses Faktum kann das kleine Hirn dieser Leute nicht verarbeiten und spukt “Error!” aus.

      • Yael schreibt:

        Vom wem sprichst du Eliyah?

  14. Pingback: Ein ausgezeichneter Jude « Prüft alles

  15. S1R schreibt:

    Wo es schon um Auszeichnungen geht: Gibt es eigentlich eine Auszeichnung für die armseligste Anti-Israel Kundgebung?

    http://s1rmusic.wordpress.com/2012/11/24/anti-israelische-hetze-in-wuppertal/

  16. sonnemohn schreibt:

    Das ist wohl die richtige Sichtweise. Die Bilder sind wirklich gute Belege.

  17. Pingback: Ein ausgezeichneter Jude | Lukrezia das Herz

  18. Pingback: Ein ausgezeichneter Jude

  19. fremdworte schreibt:

    ערבב את הטיח, אחמד, ערבב את הטיח

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