Stellt Euch vor!

Über 2 Millionen Mal wurde Tapfer im Nirgendwo seit der Gründung angeklickt und über 57.000 Kommentare wurden bereits verfasst und veröffentlicht. Da es auf dieser Seite einige Menschen gibt, die oft kommentieren, würde ich mich freuen, wenn sich die Stammgäste meines Blogs einmal vorstellen würden.

Ihr lieben Stammgäste von Tapfer im Nirgendwo,

nutzt die Kommentarspalte unter diesem Artikel und stellt Euch vor. Wer seid Ihr? Wo wohnt Ihr? Was macht Ihr, wenn Ihr nicht gerade hier seid? Was zeichnet Euch aus? Stellt Euch vor!

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Warum Kommunismus nicht funktioniert

Ich bin immer wieder überrascht, dass sich besonders unter Studenten viele für die Idee des Kommunismus begeistern. Dabei reicht schon ein einfacher Blick in eine Studenten-WG, um zu erkennen, warum das mit dem Kommunismus nie funktionieren wird.

Welcher Raum ist für gewöhnlich der schmutzige Raum in einer WG?
Die Küche!
Warum?
Weil die Küche allen gehört!

Veröffentlicht unter Spaß | 113 Kommentare

Kämpft für das, was ihr seid!

Ein Gastkommentar von Cassy Carrington.

Ihr Lieben,

ein guter Bekannter von mir wurde am letzten Wochenende Opfer eines feigen schwulenfeindlichen Übergriffs auf der Venloer Straße in Köln, nachdem er einen Mann geküsst hatte.

Zusammen mit dem Publikum der Kunst gegen Bares in Köln habe ich daher am 13. Oktober 2014 folgendes Video als Zeichen gegen Homophobie erstellt. Ich wünsche meinem Bekannten die beste Genesung!

Kämpft für das, was ihr seid und steht füreinander ein. Vielleicht wird so die Welt ein kleines bisschen besser!

Eure Cassy xx

Veröffentlicht unter Kunst, Kunst Gegen Bares, Liberalismus, Philosophie, Theater | 91 Kommentare

Der Kreuzzug von Ben Affleck und Christine Buchholz

Christine Buchholz von der Partei DIE LINKE schreibt auf ihrer Homepage:

“Um den „Islamischen Staat“ schlagen zu können, muss man verstehen, warum Menschen für ihn kämpfen. Der IS ein Produkt des Krieges, den die USA 2003 gegen den Irak führten.”

Für Christine Buchholz ist also George W. Bush Gründungsgrund für den “Islamischen Staat” und nicht Mohammed, wie es das Kalifat stets betont. Ich weiß nicht, wer Recht hat, ob nun Christine Buchholz oder Abu Bakr al-Baghdadi, aber ich weiß dies: In guter alter linker Tradition nennt man die Menschen, die einem Kulturkreis von außen erklären und diktieren wollen, was ihre eigene Kultur bedeutet, Kulturimperialisten! Ich kann mir vorstellen, Abu Bakr al-Baghdadi würde jeden köpfen lassen, der Bush und nicht Mohammed zum Gründungsvater des “Islamischen Staats” erklärt.

Was der “Islamische Staat” bedeutet, lass ich mir eher von jenen Typen erklären, die im “Islamischen Staat” organisiert sind, als von europäischen Christen, Sozialisten und Atheisten, die von außen bestimmen wollen, was der Islam von innen her bedeutet. Wenn Christen mir dann auch noch erklären, Islam bedeute Frieden und sie mir eine Auslegung des Islams präsentieren, die verdammt exakt nach der christlichen Theologie von Nächsten- und Feindesliebe riecht, dann möchte ich von einer Christianisierung des Islams sprechen. Früher machte man das als Kreuzzug!

Als die Nazis erklärten, sie seien die wahren Deutschen und dann auch noch in Deutschland an die Macht kamen, da waren natürlich nicht alle Deutschen Nazis, aber die Nazis gaben in Deutschland den Ton an. Natürlich sind nicht alle Muslime Terroristen, aber im “Islamischen Staat” geben nun mal die Terroristen den Ton an.

Ich lasse mir den Islam nicht von Christine Buchholz erklären, und auch nicht von Obama oder dem Papst, sondern von den Muslimen in den muslimischen Ländern selbst. Jüngst wurde dort eine Befragung unter Muslimen durchgeführt.

In Pakistan und Jordanien glauben über 80% aller Muslime, die Scharia sei Gottes direkter Wille, in Afghanistan, Ägypten und Gaza über 70%. In Russland sind es nur 56% aller Muslime.

In Afghanistan und im Irak bevorzugen über 90% die Scharia über ein bürgerliches Gesetz, in Malaysia, Bangladesh, Marokko, Gaza, Niger und Dschibuti über 80%. In Russland sind es “nur” 42%.

Die Todesstrafe für Diebstahl finden in Afghanistan und Pakistan über 80% angemessen, in Gaza und Ägypten 70% aufwärts. In Ägypten, Gaza, Pakistan und Afghanistan sprechen sich über 80% für das Steinigen von EhebrecherInnen (mit ganz großem I) aus. Ungefähr die gleiche Anzahl von Muslimen in diesen Ländern fordert die Todesstrafe für den Abfall vom Glauben.

Ob diese Muslime den Islam richtig oder falsch verstanden haben, ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal! Der Islam ist eine Glaubensrichtung, der ich nicht angehöre, eine Ideologie, die mich nicht interessiert. Der Ruf des Islams ist mir daher völlig schnuppe. Wenn mir jemand erklärt, die Terroristen hätten den Islam nur falsch interpretiert, dann sage ich:

“Nimm es mir nicht übel, aber das geht mir am Arsch vorbei! Dir aber scheint es nicht egal zu sein. Daher gebe ich Dir einen Rat: Wenn Du dem Ruf des Islams dienen möchtest, dann sorge dafür, dass die Terroristen mir nicht im vermeintlichen Namen des Islams an den Kragen wollen! Mich interessiert der Koran nicht und meine Motivation, den Islam zu verstehen, wird nicht dadurch befördert, dass einige durchgedrehte Muslime sich und unzählige Unschuldige in die Luft jagen!”

Vor ein paar Wochen war der Schauspieler Ben Affleck zu Gast in der Talk Show “Real Time with Bill Maher”. Als der Gastgeber darauf hinwies, dass gerade in der muslimischen Welt die liberalen Überzeugungen von Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit stark leiden, nannte Ben Affleck Bill Maher einen Rassisten und fügte hinzu: “Es ist so, als würdest Du “dreckiger Jude” sagen!”

Ben Affleck zeigt hier ein mehr als gefährliches Unwissen. Der Islam ist eine Glaubensrichtung, eine Überzeugung, eine Ideologie, so wie beispielsweise das Christentum. Ideologien sind ihrer Definition nach nie moderat! Sie sind immer radikal. Man kann die Radikalität lieben oder nicht. Deshalb kann es auch immer nur moderate Muslime und Christen geben, nie aber einen moderaten Islam oder ein lauwarmes Christentum.

Man kann einer Religion folgen oder nicht. Egal jedoch, ob man selber Mitglied einer Religion ist oder nicht, Ideologien müssen immer kritisiert werden dürfen. Ideologiekritik ist das Herz der Aufklärung und für eine moderne, pluralistische Gesellschaft eine Notwendigkeit! Religiöse Überzeugungen Formen das Denken! Deshalb müssen Religionen immer offen sein für Kritik und Spott. Humor ist und bleibt eine der besten Formen der Ideologiekritik!

Das Judentum ist ebenfalls eine Religion, aber nicht nur das. Das Judentum ist auch ein Volk, wie es das arabische oder das deutsche Volk gibt. Der Islam und das Christentum verstehen sich nicht als Volksgemeinschaft! Wenn ich die Mehrheit der Menschen in Gaza, Ägypten, Jordanien und Pakistan kritisiere, dann nicht weil sie Araber sind, also einer Volksgemeinschaft angehören, sondern aufgrund ihrer Ideologie und Glaubensüberzeugung, und die ist nun mal muslimisch!

Wer das Judentum kritisiert, weil er die Gebote patriarchal und die Rituale gewöhnungsbedürftig findet, ist kein Antisemit, sondern kritisiert nur die Religion. Das ist vollkommen legitim! Es gibt atheistische Juden, die der Religion schon lange den Rücken gekehrt haben, aber immer noch dem jüdischen Volk angehören, weil ihre Mütter jüdisch waren. Die größten Kritiker der Juden sind selber jüdisch. Wer Juden jedoch aufgrund ihrer Herkunft hasst, also aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit, der ist ein Rassist!

Bill Maher hat niemals ein Volk rassistisch beleidigt. Er hat lediglich die Religion kritisiert, die heute mindestens so viel Leid über die Welt bringt wie damals das Christentum. Wie froh bin ich, dass diesem Christentum irgendwann der Krieg erklärt wurde und mutige Aufklärer gegen das Christentum polemisiert haben. Viele Araber begründen ihren Hass heute mit der muslimischen Religion! Ich bin kein Rassist, der sagt, die armen Araber können gar nicht so weit denken wie die klugen, aufgeklärten Menschen in Europa und Amerika. Ich nehme diese Araber nicht nur ernst mit dem, was sie sagen, sondern auch mit ihrer Islaminterpretation!

Wenn ich wählen muss, welchem Interpreten des Islams ich mehr Aufmerksamkeit schenke, Christine Buchholz, Ben Affleck oder Abu Bakr al-Baghdadi, dann entscheide ich mich für Abu, weil seine Interpretation des Islams nicht mag, dass mein Kopf auf meinem Hals sitzt.

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Xavier I von Naidoo

Xavier Naidoo hat gesprochen:

„Ich möchte auf Menschen zugehen. Auch zu ‚Reichsbürgern‘. Auch auf die NPD. Das ist mir alles Wurst. Die Frau Merkel kann sich auch nicht aussuchen, ob sie vor den Linken oder vor irgendjemandem spricht. Sie muss als Bundeskanzlerin vor allen sprechen.“

Lieber Xavier,

ich finde, die Bundeskanzlerin ist keine Person, mit der Du Dich vergleichen solltest. Wer ist da schon die Bundeskanzlerin? Du sagst Du selbst, dass Deutschland noch besetzt ist und somit nicht frei. Du gehst sogar soweit und sagst, das heutige Deutschland sei “kein richtiges Land”.

Da kann doch nicht die Bundeskanzlerin ein Maßstab für Dich sein.

Lieber Xavier,

sag doch, was Du willst: ein Viertes Deutschen Reich. Du bist keine Bundeskanzlerin. Du bist ein Reichspräsident! Für mich bist Du der Paul von Hindenburg unter den Deutschen Popsängern und als Reichspräsident der Reichsdeutschen muss Du zu allen Deutschen sprechen. Du sagst selbst:

„Und deswegen musste ich zu beiden Veranstaltungen hingehen – zu den Menschen der Mahnwachen und zu den Menschen, die sich ‚Reichsbürger‘ nennen, weil es sind alles Systemkritiker so wie ich. Wir brauchen diese Meinungsfreiheit, um unsere doch nicht ganz massentaugliche Meinung zu sagen.“

Lieber Xavier,

Wenn ich diese Worte lese, dann bist Du für mich noch mehr als ein Reichspräsident. Diese Worte zeigen, Du bist ein wahrer Reichskaiser. Xavier I von Naidoo. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, dass ich als abtrünniger Bundesdeutscher Dir Vorschläge mache, aber die letzten Worte von Dir hätten so noch besser geklungen:

„Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Systemkritiker! Zum Zeichen dessen, dass Sie fest entschlossen sind, ohne Parteiunterschied, ohne Stammesunterschied, ohne Konfessionsunterschied durchzuhalten mit mir durch dick und dünn, durch Not und Tod zu gehen, fordere ich die Vorstände der Parteien auf, vorzutreten und mir ihr Ohr zu leihen: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen!”

Lieber Xavier I von Naidoo,

für mich bist Du der Reichskaiser der Reichsdeutschen und Eure Hauptstadt ist Mannheim. Du sagst selbst:

“Bevor ich irgendwelchen Tieren oder Ausländern Gutes tue, agiere ich lieber für Mannheim. Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe. Ich bin nicht mehr Rassist als jeder Japaner das auch ist.”

Natürlich, Japan. Mit den Japanern haben sich schon die Reichsdeutschen vom dritten Anlauf gut verstanden. Mit den Amerikanern jedoch hatte es der letzte deutsche Reichskaiser nichts so sehr. Xavier I von Naidoo führt diese Tradition fort. Auch er ist kein Freund der Amerikaner und greift sie frontal an:

“Bevor Ihr uns diktiert, was wir zu tun haben, hört erst mal auf, uns mit eurer Musik zuzuscheißen. Alles ist amerikanisiert. Da muß ich doch wie ein Gallier dagegen angehen, gegen diese blinde Verherrlichung Amerikas. Gegen die Art, wie Amerika mit der Welt umgeht. Keine Demut, keine Achtung. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein. Und als Schwarzer kann ich das ohne irgendwelche Hintergedanken sagen.”

Xavier I von Naidoo ist schwarz und Christ. Er hat den rechten Glauben. Er glaubt an Jesus, wie es alle deutschen Kaiser vor ihm taten. Daher überlasse ich die letzten Worte nun ihm allein, damit Er seine Weisheiten mit uns teilen kann. Alle Sprüche kommen von Xavier I von Naidoo und entstammen dem Evangelium von Peter.

“Ich bin Christ. Ich glaube an Jesus Christus und an seinen Vater. Es ist ja auch nicht uninteressant, wie ich dich nenne. Auch du willst bei deinem Namen genannt werden. Wenn der Name meines Gottes Allah wäre, dann hätte er keinen Sohn. Das ist nicht mein Gott, da gibt es nichts zu diskutieren.”

“Ich will erklären, was ich konkret aus der Bibel herauslesen kann: Amerika geht unter. Nicht nur Amerika. Auch Frankfurt ist Babylon, London und Tokio. Babylon ist überall. Aber Amerika und Tokio sind ganz oben auf der Abschußliste. Ich habe mein Wissen. Ich sehe mich als jemanden, dessen Berufung es ist, solche Dinge zu sagen. Es ist nicht meine Botschaft, es ist die Botschaft Gottes. Es ist auch nicht meine Saat. Ich bin nur der Knecht, der sie ausbringt. Ich will nur eins erreichen: Keiner soll sagen können, er habe es nicht gewußt.”

“Kein Christ darf jemals das Datum der Apokalypse, des Jüngsten Tages, ansetzen. Man hat aber entdeckt, daß das Armageddon 1992 begann. Davon bin auch ich überzeugt. Denn das war das Jahr, in dem ich erstmals in der Bibel las.”

“Der Wald stirbt nicht an meinem Benz oder an deinem Benz. Wir können uns doch nicht herausnehmen zu sagen, dass wir die Erde kaputt machen. Das wird nicht passieren. Die Erde wäre so oder so in diesem Zustand, weil wir in diesem Zustand sind. Selbst das Automobil ist in der Bibel beschrieben. Das steht an mehreren Stellen, in denen die Cherubime beschrieben werden. Für mich sind diese Engelsgeschöpfe die Automobile. Es gibt vier Arten von diesen Wesen – und wir haben vier Arten von Fortbewegungsmitteln auf der Erde. Ich bin überhaupt nicht gegen den Fortschritt. Dieser Fortschritt muß nur anerkennen, dass es einen Gott gibt.”

“Ich gehe nicht zu Ärzten. Nicht mehr. Ich weiß, dass es kein Krebs, sondern die Pilzkrankheit Candidose ist. Ich weiß, was ich nicht essen darf. Ich weiß, dass ich eigentlich nur Wasser trinken darf. Ich schrecke nicht zurück vor Leid. Ich lese oft in der Bibel, dass es besser ist zu weinen als zu lachen. Vielleicht ist es in einem Jahr alles vorbei. Wenn mein Glaube Berge versetzen kann, werde ich vielleicht nie wieder krank. Es ist mein krankes Hirn, das mir sagt: “Halte die Schmerzen aus.”

“Kein Mensch kann sich vorstellen, welche Schmerzen ich auf der Bühne habe.”

Beim letzten Satz irrt Xavier I von Naidoo. Doch! Ich kann mir sehr gut vorstellen, welche Schmerzen er auf der Bühne hat. Vermutlich die selben Schmerzen, die ich im Publikum habe, wenn er singt.

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Kommentare der T-Klasse

Es ist ein bißchen wie bei Voldemort. Es ist erst ein paar Stunden her, dass ich den Namen des von Jutta Ditfurth als “glühenden Antisemiten” bezeichneten Mannes ausgeschrieben habe und schon tummeln sich bei mir die Trolle in den Kommentarspalten. Der von Henryk M. Broder einst als “Größter Verleger aller Zeiten (GRÖVAZ)” bezeichnete Mann, Abraham Melzer, zum Beispiel schreibt:

“Menschen, die Juden hassen, sollen doch meinetwegen Juden hassen. Die Juden selbst hassen doch auch viele Menschen und in der Tat ist es doch heute so, dass nicht derjenige Antisemit ist, der Juden hasst, sondern derjenige, den manche Juden hassen. Ich stimme da vollkommen mit Dieter Dehm überein, dass Antisemitismus dort beginnt, wo man einen Juden töten will, nur weil er Jude ist. Alles andere fällt unter Meinungs- und Gedankenfreiheit. Oder wollt ihr auch HMB verbieten alle Muslime zu hassen. Es reicht wenn man verhindert, dass er alle Muslime vernichtet.”

Eine Person, die sich P. King nennt, wiederum findet diese Worte:

“Die dicke Ditfurt versucht über eine einfache Herleitung aus Elsässer einen Antisemiten zu machen. Dabei ist der Antisemitismusvorwurf nur Mittel zum Zweck, mit dessen Hilfe verhindert werden soll, das über die Bank Rothschild im Zusammenhang mit schlimmen Ereignissen auf dieser Welt berichtet wird. Er sollte es nicht sagen, und wer die Sprache beherrscht, beherrscht auch irgendwann das Denken. In diesem Fall soll nicht die Assoziation zum Juden hergestellt werden, der Rothschild aber tatsächlich ja ist. Keine sachliche sondern eine ideologiegetriebene Handlung mit dem Ziel der Vernichtung.”

Ja, so ist es! Broder ist der Hass und ich bin die Vernichtung. Wehe, wenn wir losgelassen. Dann treffen wir uns nachts auf einem Friedhof mit den Rothschilds und planen, wen wir als nächstes mit der Antisemitismuskeule erschlagen.

Eines unserer letzten Opfer ist zum Beispiel Tilman Knechtel, Autor des Buches ”Die Rothschilds – Eine Familie beherrscht die Welt”. Ich berichtete über dieses Buch in meinem Artikel “Amazon mit A wie ‘hat den antisemitischen Arsch auf'”. Broder veröffentliche daraufhin ebenfalls einen Artikel auf der Achse des Guten. In den folgenden Tagen schnellten bei Amazon negative Bewertungen des Buchs von Tilman Knechtel in die Höhe. Tilman Knechtel schrieb mir daraufhin eine Mail.

In der Mail beteuerte er, “das Gegenteil von einem Nazi” zu sein. Bis heute frage ich mich, was das Gegenteil von einem Nazi sein soll. Ferner behauptete er, ich sei höchstwahrscheinlich “wie 99% aller verstrahlten, vom Staat subventionierten Künstler ein Linker”. Tilman Knechtel ist offenkundig kein Leser meines Blogs!

Dann schrieb er, mit seinem Verleger telefoniert zu haben, der mich vermutlich abmahnen werde, da in seinem Buch keinerlei Antisemitismus zu finden sei und man daher meinen Beitrag als “Verleumdung” verstehen könne und der Verlag normalerweise solche Verfahren gewinne. Er selbst habe nichts mit der Abmahnung zu tun und habe sich sogar mit dem Verleger gestritten, um ihn von seiner Mahnung abzubringen, dennoch solle ich sicherheitshalber meinen Beitrag schnell vom Netz nehmen und mich entschuldigen. Ich schrieb zurück:

Lieber Tilman Knechtel,

Ich habe damit nichts zu tun. Es waren die Rothschilds! Danke dennoch für die Warnung vor der Abmahnung, aber von dem Telefonat mit ihrem Verleger wusste ich bereits vor Ihrer Mail. Der Mossad hat mir ein Mitschnitt Ihres Telefonats zugesandt. Keine Angst, ich werde es nicht veröffentlich. Ihr peinliches Geheimnis werde ich nicht ausplaudern. Versprochen!

Eine Abmahnung des Verlegers habe ich bis heute nicht erhalten. Vermutlich haben sich die Rothschilds darum gekümmert. Aber wenigstens tummeln sich jetzt wieder verschwörungstheoritische Trolle in meiner Kommentarspalte und alles vermutlich nur, weil ich “Jürgen Elsässer” geschrieben habe.

Der Verleger könnte allerdings jetzt versuchen, mich abzumahnen, denn eine Münchener Richterin hat am 8. Oktober 2014 öffentlich erklärt, dass in ihren Augen nur der ein Antisemit sein könne, der sich positiv auf den NS-Faschismus bezieht. Mit anderen Worten: “Judenhass fängt mit dem Massenmord an. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit!”

Alles weitere hier: “Glüh im Glanze dieses Antisemitismus'”

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Glüh im Glanze dieses Antisemitismus’

„Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt, und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte.“

Diese Definition von Antisemitismus wurde von einer Richterin am 8. Oktober 2014 im Sitzungssaal 219 der Pressekammer des Münchener Landgerichts formuliert. Dort fand an dem Tag die erste Hauptverhandlung zwischen Jutta Ditfurth und Jürgen Elsässer statt.

Der Herausgeber des verschwörungstheoretischen Magazins Compact klagt zur Zeit gegen Jutta Ditfurth, weil sie ihn am 16. April 2014 in einem Interview der Sendung Kulturzeit auf 3sat einen „glühenden Antisemiten“ genannt hatte. Elsässer erklärte vor Gericht, dies sei “eine substanzlose Schmähung” und ein “Killerargument”, formuliert in der Absicht der “Existenzvernichtung”, da niemand bereit sei, mit einem “glühenden Antisemiten” zusammenzuarbeiten. Killen und vernichten, darunter macht es Jürgen Elsässer nicht und zitierte direkt FOCUS-Chefredakteur “Fakten, Fakten, Fakten” Helmut Markwort:

“Einen Deutschen einen Antisemiten zu nennen, ist die größte denkbare Diffamierung, denn sie assoziiert Rassenhass, Massenmord, Auschwitz (…) Antisemit – das ist ein Killerwort. An wem es klebt, der ist gesellschaftlich und politisch geächtet.”

Jutta Ditfurth verteidigte sich mit diesen Worten:

“Es ist die Freiheit meiner Meinung, jemanden einen Antisemiten nennen zu dürfen, der massenhaft verdeckt Antisemitisches sagt und schreibt; einen, der sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgibt; der gemeinsam mit anderen antisemitischen Rednern auf Kundgebungen spricht und sich bei Kritik an deren Antisemitismus explizit mit ihnen solidarisiert; einen, der die Regierung Israels nicht sachlich kritisiert sondern Israel antisemitisch schmäht; einen, der sich von Antisemiten und Shoa-Leugnern zu Veranstaltungen einladen lässt; einen, der Antisemiten für seine Zeitschrift interviewt und für seinen Verlag Bücher schreiben lässt. Ja, warum sollte man den in Deutschland nicht das nennen dürfen, was er ist: einen glühenden Antisemiten?”

Die Richterin erklärte Jutta Dirfurth sofort, warum man das nicht darf. Ein Antisemit sei man nur dann, wenn man sich positiv auf den NS-Faschismus bezieht. Sie kam zum vorläufigen Schluss, der Begriff “glühender Antisemit” läge “jenseits des Hinnehmbaren“ und fügte hinzu: „Es ist ein Totschlagargument. Wer sich so bezeichnen lassen muss, steht in einer Ecke, aus der er nicht mehr rauskommt.“

Während sie dies sprach, saß in der ersten Reihe Karl-Heinz Hoffmann. Er ist der Gründer der 1980 verbotenen terroristischen Vereinigung „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Die Vereinigung hatte eine klare neonazistische Prägung. Er war gewiss sehr erfreut über die Worte der Richterin, schließlich schätzt er an Elsässer seine „besondere Mischung aus konservativen und fortschrittlichen Gedanken.“

Die Antisemitismus-Definition der Richterin deckt sich erstaunlich mit der Definition, die Diether Dehm von der Partei Die Linke einmal gewagt hatte:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit!

Es ist schon spannend, was mittlerweile in Deutschland alles kein Antisemitismus mehr ist. Es ist nicht antisemitisch, “Scheiß Jude, brenn” zu brüllen, Hakenkreuze zu zeigen, den Holocaust zu leugnen und vom “Judenterror” zu faseln. All dies geschah im Jahr 2014 auf einer Demonstration in Essen, die die Polizei im Nachhinein als “friedlich” bezeichnete. In Gelsenkirchen stufte die Polizei eine Demonstration als friedlich ein, auf der “Juden ins Gas” gebrüllt wurde, so geschehen am 12. Juli 2014 in Gelsenkirchen. Die Polizei in Frankfurt und Hagen findet den Ausspruch “Kindermörder Israel” sogar so legitim, dass sie ihre Megaphone und Polizeiwagen verlieh, damit dieser Ausspruch weithin hörbar war, so geschehen am 12. Juli 2014 in Frankfurt und am 1. August 2014 in Hagen. Die Polizei in Hamburg geht sogar noch weiter. Dort wird man nicht verhaftet, wenn man “Kindermörder Israel” ruft, sonder wenn man sich öffentlich zu Israel bekennt, so geschehen am 1. August 2014 in Hamburg. In Duisburg wiederum schritt die Polizei nicht ein, als von Judenhassern Steine gegen ein Fenster mit Israelfahne geworfen wurden, sie brach aber in eine private Wohnung ein, um eine Israelfahne aus einem Fenster zu entfernen, so geschehen am 10. Januar 2009 in Duisburg.

All das ist kein Antisemitismus, denn der Dehm sagt es, Antisemitismus “muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!” Wenn aber jemand eine Person als “glühenden Antisemiten” bezeichnet, der massenhaft verdeckt Antisemitisches sagt und schreibt; der sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgibt; der gemeinsam mit anderen antisemitischen Rednern auf Kundgebungen spricht und sich bei Kritik an deren Antisemitismus explizit mit ihnen solidarisiert; der die Regierung Israels nicht sachlich kritisiert sondern Israel antisemitisch schmäht; der sich von Antisemiten und Shoa-Leugnern zu Veranstaltungen einladen lässt; der Antisemiten für seine Zeitschrift interviewt und für seinen Verlag Bücher schreiben lässt, dann fällt einer Münchener Richterin nur noch ein Wort ein: “Totschlagargument”.

Das ist Deutschland 2014: “Glühender Antisemit” ist ein Totschlagargument, “Kindermörder Israel” nicht! So einfach sorgt man dafür, dass Antisemitismus in Deutschland verschwindet: Antisemitismus beginnt mit Auschwitz. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit.

Es gibt somit keinen Antisemitismus mehr in Deutschland.
Kein schöner Land …

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