Ramadan, Ramadom

Tapfer im Nirgendwo wünscht allen Muslimen einen gesegneten Rest-Ramadan und stellt zur Feier des Monats folgende spannende Frage:

Wo steht die zweithöchste Moschee der Welt?

Die höchste Moschee der Welt mit 210 Metern ist die Hassan-II.-Moschee in Marokko. Die drittgrößte Moschee mit 143 Metern ist die Abdul-Aziz-Shah-Moschee in Malaysia. Die zweitgrößte Moschee der Welt steht jedoch in Deutschland und ist 157 Meter hoch.

Es ist der Kölner Dom!

Als in den 1960er-Jahren muslimische Gastarbeiter nach Deutschland kamen, gab es in Köln kein Haus, wo die Gläubigen zu Allah beten konnten. Darum stellte der Kölner Dom kurzerhand seine beiden nördlichen Seitenschiffe islamischen Gottesdiensten türkischer Arbeitsmigranten zur Verfügung. Die Gebetsbänke wurden weggeräumt und die Gebetsteppiche ausgerollt!

Am 3. Februar 1965 in aller Herrallahsfrühe betraten rund 400 türkische Gastarbeiter mit zusammengerollten Gebetsteppichen unter ihren Armen den Kölner Dom. Jene Muslime, die sich keinen Teppich leisten konnten, hatten Zeitungen mitgebracht. Auf den Steinfliesen des Kölner Doms breiteten sie ihre Gebetsteppiche und Zeitungen aus und neigten ihr Haupt gen Mekka. Ein Imam leitete den Gottesdienst im Schatten der Kerzen, Kreuze, Altäre, Statuen und in Anwesenheit des Kölner Kardinals Joseph Frings. Am 3. Februar 1965 erschallte erstmals das Gebet “Allahu akbar” im Kölner Dom. Die ZEIT titelte am 12. Juni 1965:

“Muselmanen beten im Kölner Dom”

Das Wort Moschee bedeutet “Ort der Niederwerfung”. Jedes Gebäude, in dem sich zur Ehre Allahs niedergeworfen wird, wird zur Moschee. Der Kölner Dom wurde somit im Jahr 1965 eine Moschee und die Muslime nahmen die Moschee dankend an, indem sie nach den Gebeten Geld in den Opferstock warfen.

Der Kölner Dom ist somit die höchste Moschee Deutschlands und die zweithöchste Moschee der Welt!

Als das Richter-Fenster von Gerhard Richter im Südquerhausfenster des Kölner Doms am 25. August 2007 im Rahmen einer Messfeier eingeweiht wurde, da dauerte es nicht lange, bis sich Kardinal Meisner zu dem neuen Fenster äußerte.

“Wenn wir schon ein neues Fenster bekommen, soll es auch deutlich unseren Glauben widerspiegeln. Und nicht irgendeinen”, ließ der Kardinal in einem Interview mit der Express verlauten und fand noch deutlichere Worte. Das Fenster passe “eher in eine Moschee oder ein anderes Gebetshaus” als in die gotische Kathedrale.

Kardinal Meisner war kein Kardinal Frings! Kardinal Meisner wusste nicht, dass er von 1989 bis 2014 Erzbischof der Stadt mit der zweithöchsten Moschee der Welt war. Er leitete sogar 25 Jahre in dieser Moschee den Gottesdienst! Schon peinlich, wenn man seinen eigenen Arbeitsplatz nicht kennt! Das Richter-Fenster hängt nämlich in einer Moschee!

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Gott hat den Allah offen!

Bei einer Hitzewelle während des islamischen Fastenmonats Ramadan sind im Süden Pakistans offiziellen Angaben zufolge über 200 Menschen gestorben. Mit weiteren Toten wird gerechnet. Während des Fastenmonats dürfen gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und trinken. Die Temperaturen sind in Pakistan jedoch auf 45 bis 49 Grad Celsius gestiegen.

Ich sag mal so, wenn Gott wirklich von Muslimen verlangt, kein Wasser bei 49 Grad Celsius zu trinken, ist er deutlich islamophob! In Guantanamo nennt man sowas Folter!

Ein Gott, der Menschen verbietet, Wasser zu trinken, aber eine Hitzewelle schickt, hat gehörig den Allah offen!

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Volker Beck erhält Leo-Baeck-Preis

 

Der Leo-Baeck-Preis ist die höchste Auszeichnung des Zentralrats der Juden in Deutschland und wird in der Regel jährlich zur Erinnerung an den jüdischen Wissenschaftler und Rabbiner Leo Baeck vergeben. Mit diesem Preis werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in hervorragender Weise für die jüdische Gemeinde in Deutschland eingesetzt haben.

In diesem Jahr geht der Leo-Baeck-Preis an Volker Beck. Tapfer im Nirgendwo sagt: “Herzlichen Glückwunsch!”

Volker Beck engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und über die Grenzen Deutschlands hinaus, begründeten Präsidium und Direktorium des Zentralrats der Juden ihre Entscheidung. Sein Kampf gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit ist vorbildlich.

„Volker Beck setzt auf würdige Weise die Reihe unser Leo-Baeck-Preisträger fort“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. „In seinem Engagement für die jüdische Gemeinschaft und in seinem Kampf gegen jede Form von Antisemitismus hat er nie nachgelassen. Damit hat er diese Auszeichnung mehr als verdient.“

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Joining the Choir

tapferimnirgendwo:

Es gibt kaum ein größeres Lob für einen Blogger, als zitiert zu werden!

Ursprünglich veröffentlicht auf Lizas Welt:

Die Ausstellung von Breaking the Silence in Dublin, Juni 2014. © Trocaire mit CC-BY-2.0-Lizenz via Flickr

In Köln herrscht derzeit helle Aufregung, nachdem Oberbürgermeister Jürgen Roters eine ursprünglich für den Herbst geplante Ausstellung der linken israelischen Vereinigung Breaking the Silence (»Das Schweigen brechen«) abgesagt hat. Diese Wanderausstellung, die in städtischen Räumlichkeiten gezeigt werden sollte, besteht aus privaten Fotos und Videos israelischer Soldaten, die damit ihren Armeealltag dokumentieren wollen – vor allem ihren Dienst in den umstrittenen Gebieten, den aus ihrer Sicht eine Unterdrückung der dort lebenden Palästinenser kennzeichnet. Zur Begründung für die Absage hieß es, es bestehe die Gefahr, dass die Ausstellung – in der Israelis ausschließlich als Täter und Palästinenser ausschließlich als Opfer vorkommen – antisemitische Reaktionen hervorrufen könne. Da sie außerdem Bestandteil einer Veranstaltungsreihe anlässlich des 50-jährigen Bestehens der deutsch-israelischen Beziehungen sowie des 55. Jahrestages des Schüleraustauschs zwischen Köln und seiner Partnerstadt Tel Aviv sein sollte, war sie für Roters »fehl am Platz«, wie ein Sprecher des städtischen Presseamtes sagte. Sie passe…

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Die SZ entscheidet, was entarteter Humor ist

“Im Krieg entfaltet sich die Macht der Bilder”, schreibt die Süddeutsche Zeitung und kritisiert einen israelischen Trickfilm, in dem die internationale Berichterstattung über den Gaza-Krieg im Sommer 2014 verballhornt wird.

Die Süddeutsche Zeitung fasst den Film wie folgt zusammen:

“Gezeigt wird ein ziemlich blonder und ganz bestimmt blauäugiger Fernsehreporter, dessen Aufsager für den Zuschauer konterkariert werden durch das wirkliche Geschehen, das sich in seinem Rücken abspielt.”

Das ist wahrhaft entarteter Humor! Ein blonder, blauäugiger Journalist. Ekelhafter wurde der deutsche Herrenmensch gewiss noch nie karikakiert. Was fällt dem Judenlümmel eigentlich ein? Juden karikieren nicht! Juden werden karikiert! Und wenn hier wer karikakiert, dann die Herren der SZ von den deutschen Alpen!

Im Sommer 2013 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung eine Karikatur, die Israel als raffzähniges, gehörntes Monster mit Messer und Gabel in der Hand zeigt, das im Bett sitzt und von einer Frau mit Essen versorgt wird. Das Bild wurde mit folgender Bildunterschrift versehen:

“Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch.”

So geht deutscher Humor! Das ist kultursensibel! Blond und blauäugig. Ich fass es nicht!

Dabei hat der Journalist in dem Trickfilm gar keine blauen Augen! Aber wenn es um Israel geht, kann die SZ alles behaupten. Wenn es zu brenzlig wird, war alles eh nur ein Wortwitz: blauäugig wie naiv und weltfremd, kicher, kicher, zwinker, zwinker.

Die Leserschaft der SZ schluckt dankbar jede üble Behauptung über Israel. Eine der schamlosesten Gerüchte der SZ liegt noch gar nicht so lange zurück. Im Mai 2015 titelte die Süddeutsche Zeitung mit dieser Schlagzeile:

Im Mai 2015 wollte das israelische Verteidigungsministerium unter Mosche Jaalon für eine Testphase von drei Monaten zwei Sicherheitsmaßnahmen für Araber einführen, die keine israelische Staatsbürgerschaft, wohl aber eine Arbeitserlaubnis für Israel besitzen.

Erstens: Ausländische Araber aus den Gebieten, die sich mit Israel im Krieg befinden und die Vernichtung Israels fordern, sollten nicht mehr durch verschiedene Grenzübergänge ins israelische Kernland hinein- und wieder herausgelangen können, sondern nur noch über vier bestimmte Übergänge, und zudem stets dieselben Übergänge zur Heimfahrt nutzen, durch welche sie auch zur Arbeit gefahren waren.

Zweitens: Ausländische Araber aus den Gebieten, die sich mit Israel im Krieg befinden und die Vernichtung Israels fordern, sollten nicht mehr mit israelischen Linienbussen aus Judäa und Samaria heraus ins Kernland fahren, sondern lokale Busse der sogenannten “Palästinesischen Autonomiebehörde” nutzen.

In Israel leben über 1,6 Millionen Araber und über 6 Millionen Juden. Es wurde nicht darüber nachgedacht, diese Araber und Juden in verschiedenen Bussen zu befördern. Allen palästinensischen Israelis standen und stehen alle öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung. Israel ist eine Demokratie mit gleichen Rechten für alle Bürgerinnen und Bürger! Es ging um Ausländer verfeindeter Regionen.

Am 20. Mai 2015 stoppte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Anweisung des Verteidigungsministers Mosche Jaalon. Israel entschied sich somit dagegen, Araber, die aus Gebieten kommen, die von Regierungen beherrscht werden, die mit Israel im Konflikt oder gar Krieg stehen und teilweise sogar erklären, Israel und alle Juden vernichten zu wollen, in separaten Bussen zu befördern. Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas fordert die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Süddeutsche Zeitung aber titelte, in israelischen Bussen sei Apartheid ausgebrochen!

Die SZ schwieg zudem zu der Tatsache, dass Juden außer in Israel überall im Nahen Osten diskriminiert und verfolgt werden und dass es Orte gibt, wo Juden gar keine Busse fahren dürfen.

Am 20. Mai 2015 erklärte Benjamin Netanjahu, dass im Nahen Osten selbst jene Menschen von israelischen Bussen befördert werden, die einem Volk angehören, das von einer Regierung beherrscht wird, die Israel und Juden vernichten will. Selbst in den Bürgerinnen und Bürgern verfeindeter Länder erkennt Israel zunächst einmal Menschen! Das ist Israel!

Die Süddeutsche Zeitung aber titelte Stunden nachdem sich Israel dazu entschieden hatte, sogar Ausländer aus verfeindeten Gebieten mit israelischen Bussen zu befördern, selbst wenn sie aus einem Gebiet kommen, dessen Regierungen offen feindselig gegen Israel agitiert, “Getrennte Busse in Israel. Apartheid-Methoden”.

Vermutlich ist die Süddeutsche Zeitung deshalb von dem Trickfilm so empört: Die SZ wendet ein Methode an, die schon in der Antike beschrieben wurde: Der Bote wird attackiert, weil die Botschaft nicht behagt. Die Süddeutsche Zeitung hat ein Antisemitismusproblem! Adorno sagte einst, Antisemitismus sei das Gerücht über die Juden. Die SZ liebt es, Gerüchte über Israel zu verbreiten und seien sie noch so offensichtlich gelogen. Für Israel gibt es in der Süddeutschen Zeitung eben eine Sonderbehandlung!

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Brief an die Abgeordneten im Kölner Rat

Liebe Leserinnen und Leser von Tapfer in Nirgendwo,

bitte senden Sie den folgenden Brief oder beliebige Teile davon an die Abgeordneten im Kölner Rat, mit der Aufforderung einer Stellungnahme. Senden Sie mir die Antworten gerne zu. Bei dieser fragwürdigen Entscheidung der Stadt müssen schlicht alle Abgeordneten im Kölner Rat Stellung beziehen! 

***

Sehr geehrte(r) Herr/Frau Schmitz,

Der Kölner Rat plant, Steuergelder für eine politisch einseitge Ausstellung gegen Israel auszugeben. Ich frage: Warum?

Die Ausstellung heißt „Breaking the Silence“ und besteht aus anonymen Aussagen, die das Verhalten der israelischen Armee auf das Schärfste kritisieren. Es exitieren mehrere Vorwürfe von Augenzeugen, die Ausstellung verbreite bewusst Lügen. Viele Vorwürfe wurden bis zum heutigen Tag von den Organisatoren nicht widerlegt!

Im Frühjahr 2016 möchte die Stadt Köln diese Ausstellung laut Kölnischer Rundschau unterstützen, indem sie Räumlichkeiten und Logistik zur Verfügung stellt. Die Rundschau titelt: “‘Breaking the Silence’ soll 2016 kommen”. Ich frage: Warum?

Die Austellung ist radikal einseitig und verurteilt ausschließlich Israel. Zu der Tatsache, dass Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas die Vernichtung aller Juden fordert und regelmäßig auf Israel Raketen abgefeuert werden, schweigt die Ausstellung. Die Ausstellung schweigt zudem dazu, dass der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, vor ein paar Jahren diese Worte sprach:

“Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Wenn die für Köln geplante Ausstellung des Schweigens über Judenhass im Nahen Osten bei der gleichzeitigen Verurteilung der Selbstverteidigung von Juden von privater Hand unterstützt werden würde, wäre dies von Artikel 5 gedeckt, aber hier sollen öffentliche Gelder der Stadt Köln zur Förderung einer politischen Agitation gegen ein Land ausgegeben werden, mit dessen größter Stadt Tel Aviv Köln ein partnerstädtisches Verhältnis pflegt. Ich frage: Warum?

Bethlehem ist ebenfalls Partnerstadt der Stadt Köln. Im Gegenzug zu Tel Aviv sind in Bethlehem nicht alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt! Dort gibt es keine Religionsfreiheit und keine Meinungsfreiheit. Frauen und Männer sind in Bethlehem nicht gleichberechtigt. In Tel Aviv findet die größte Parade für Schwule und Lesben im Nahen Osten statt. In Bethlehem werden Schwule und Lesben verfolgt. In Tel Aviv leben viele Muslime. In Bethlehem sind jüdische Israelis verboten. Bethlehem ist lebensgefährlich für Juden. Nazis würden sagen: “Bethlehem ist judenrein!” Eine Ausstellung über den virulenten Judenhass und den kriegerischen Fundamentalismus in der von der palästinensischen Autonomiebehörde besetzten Stadt Bethlehem ist in Köln nicht geplant. Da bricht Köln kein Schweigen! Ich frage: Warum?

“In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.”

Diesen Satz sprach Mahmut Abbas im Juli 2013 zu überwiegend ägyptischen Journalisten. Mit “Israelis” meint Abbas ausschließlich Juden. Er meint nicht die knapp 1,6 Millionen Isralis, die Muslime sind. Sie dürfen sich selbstverständlich in einem möglichen Palästina aufhalten. Mufti Muhammad Hussein wurde von Abbas zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt und erklärte zur 47-Jahr-Feier der Fatah:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Mahmud Abbas unterschreibt Todesurteile für Menschen, die nichts anderes getan haben, als Grundstücke an Juden zu verkaufen. Zudem lässt Abbas Straßen nach Menschen benennen, die als “Märtyrer” möglichst viele Juden ermordet haben.

Zu all dem schweigt die Ausstellung! Die Ausstellung “Breaking the Silence” bricht somit kein Schweigen, sondern stimmt lediglich in den lauten Chor der einseitigen Israelkritiker ein. Die Ausstellung sollte daher besser “Joining the Choir” heißen! Die Stadt Köln möchte diesen Chor nun unterstützen. Ich frage: Warum?

Vor dem Kölner Dom findet seit über zehn Jahren eine “Botschaft des Hasses” statt. Der Oberbürgermeister von Köln, Jürgen Roters, sagte zu dieser Botschaft einst:

“Unter dem Namen „Kölner Klagemauer“ startete Ende der 1980er Jahre eine Privatinitiative gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit. Während des Zweiten Golfkriegs zog sie 1991 als „Klagemauer für Frieden“ vor den Kölner Dom. Was als Forum freier Kommunikation und Mahnung zum Frieden begann, entwickelte sich 2004 zu einem Ort, der in geschichtsblinder Einseitigkeit antiisraelische Ressentiments nährt.

Skandalöser Höhepunkt dieser Entwicklung war die Anbringung einer Karikatur im Januar 2010. Sie zeigte die Umrisse einer jüdisch gekennzeichneten Person, die ein palästinensisches Kind mit Messer und Gabel verspeist. Erst nach lautstarker öffentlicher Kritik zog der Betreiber der Dauerdemonstration diese in unseren Augen volksverhetzende antiisraelische und antisemitische Karikatur zurück.

Auch wenn sich die Initiatoren der Kölner Klagemauer juristisch auf das hohe Gut der grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit berufen können, sieht Köln es als seine Pflicht an, grundsätzlich immer dann eine Grenzziehung einzufordern oder vorzunehmen, wo zum Hass gegen andere Völker aufgerufen wird und antisemitische – oder auch andere Religionen verunglimpfende – Botschaften verbreitet werden. Dabei ist es unerheblich, ob diese offen oder in unterschwelliger Form erfolgen.

Mit der in extremer Einseitigkeit gegen Israel gerichteten Dauerdemonstration sind nach unserer Auffassung die Grenzen der Meinungsfreiheit in einer Stadt, die für Toleranz und Frieden steht, schon lange überschritten. Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses gegen ein Volk, das wie kein anderes Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns wurde und dessen Existenzrecht als Staat nach wie vor von vielen Kräften in der Region nicht anerkannt wird.”

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der sogenannten Kölner Klagemauer vor dem Dom und dem vermeintlichen Brechen des Schweigens, das im Frühjahr 2016 von der Stadt Köln unterstützt werden soll?

Übrigens, die “lautstarke öffentliche Kritik” gegen die “Botschaft des Hasses” kam auf, nachdem der Kölner Theaterleiter Gerd Buurmann die Angelegenheit auf seinem Blog Tapfer im Nirgendwo skandalisiert hatte. Die Reaktion der Stadt Köln überraschte:

Gerd Buurmann wurde in das Büro für internationale Angelegenheiten einberufen, wo ihm ein Mann mit dem Namen Frieder Wolf erklärte, er solle aufpassen, was er über Köln sage und wenn er weiterhin schlecht über die Stadt spräche, er es mit ihm zu tun bekäme. Kann es sein, dass die Stadt Köln kein Schweigen brechen sondern eher ein Schweigen schaffen will?

Der New Yorker Theaterleiter Tuvia Tenenbom besuchte jüngst Frieder Wolf, nachdem sich der Leiter des Büros für internationale Angelegenheiten als Mann vorgestellt hatte, der seine Aufgabe darin sähe, Juden zu retten. “Ein Judenretter”, dachte sich Tuvia und entschied: “Ich möchte sehen, wie das Büro eines städtisch angestellten Judenretters in Köln aussieht.” Tuvia ging also ins Büro von Frieder Wolf und war überrascht über das Bild, das er prominent plaziert im Büro des kölschen Außenministers vorfand: Frieder Wolf zusammen mit Mahmud Abbas von der Fatah! Der Journalist Alex Feuerherdt konstatiert:

“Entweder wusste der Oberbürgermeister nicht, was der Leiter des zuständigen städtischen Büros für internationale Angelegenheiten, Frieder Wolf, da im Schilde führt. Oder er hat ein Problem erst erkannt, als er sowohl von der israelischen Botschaft in Berlin als auch von der Synagogengemeinde und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Köln darauf hingewiesen wurde, dass es eines gibt.”

Im Kölner Büro für internationale Angelegenheiten hängt ein Bild von Mahmut Abbas und im Frühjahr 2016 soll nun auch noch in einem weiteren Raum des Rats einseitig Israel kritisiert werden. Ich frage: Warum?

***

Für die Mailadressen der Abgeordneten klicken Sie hier!

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Köln erbricht sich!

Die Ausstellung “Breaking the Silence” bricht in Deutschland kein Schweigen, sondern stimmt lediglich in den lauten Chor der einseitigen Israelkritiker ein. Die Ausstellung sollte in Deutschland daher besser “Joining the Choir” heißen!

„Breaking the Silence“ ist eine Ausstellung, in der anonyme Aussagen zusammengetragen wurden, die das Verhalten der israelischen Armee auf das Schärfste kritisieren. Die Austellung ist radikal einseitig und verurteilt ausschließlich Israel. Zu der Tatsache, dass Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas die Vernichtung aller Juden fordert und regelmäßig auf Israel Raketen abgefeuert werden, schweigt die Ausstellung. Mehrere Vorwürfe von Augenzeugen, in der Ausstellung würden (auch) Lügen verbreitet, wurden von den Organisatoren nicht widerlegt!

Ausgerechnet diese Austellung sollte im Zusammenhang der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der deutsch-israelischen Beziehungen und dem 55. Jahrestag des Schüleraustauschs zwischen Köln und seiner israelischen Partnerstadt Tel Aviv gezeigt werden. Das ist kölsche Gastfreundschaft: Köln bricht nicht das Schweigen, Köln bricht in das Festessen seiner Partnerstadt Tel Aviv! Ich wundere mich über die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Tel Aviv, die sich so devot ankotzen lassen!

Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte noch ein Einsehen und sagte das Brechen zum Jubiläum ab. Joachim Frank vom Kölner Stadt Anzeiger war über diese Entscheidung sehr erzürnt und schrieb:

“Im richtigen Leben wäre jetzt von „Betteln um Schläge“ die Rede.”

Jawohl, wer das Kotzen ins Festessen der jüdischen Stadt Tel Aviv absagt, bettelt geradezu nach Schlägen! Frank erklärt sogar, die Absage “bestärkt zum einen den klassischen antisemitischen Topos, dass „die Deutschen immer einknicken, wenn die Israelis Druck machen“ und fordert “zwingend einen Plan B”. Da bricht aber jemand gerne!

Köln will nicht aufs Brechen verzichten! Die Schau soll nun doch laut Kölnischer Rundschau in einem „angemessenen Kontext“ im Frühjahr 2016 in Köln zu sehen sein! Gegen Israel kotzt Köln halt gern, zur Not im angemessenen Kontext.

Frieder Wolf ist der Leiter des Kölner Büros für internationale Angelegenheiten. Ja, Köln leistet sich einen Außenminister!

Mein guter Freund Tuvia Tenenbom besuchte jüngst diesen kölschen Außenminister in seinem Büro, nachdem Frieder Wolf sich als Mann vorgestellt hatte, der seine Aufgabe darin sähe, Juden zu retten. “Ein Judenretter”, dachte sich Tuvia und entschied: “Ich möchte sehen, wie das Büro eines städtisch angestellten Judenretters in Köln aussieht.” Tuvia ging also ins Büro von Frieder Wolf und war überrascht über das Bild, das er prominent plaziert im Büro des kölschen Außenministers vorfand: Frieder Wolf zusammen mit Mahmud Abbas von der Fatah!

“In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.”

Diesen Satz sprach Mahmut Abbas im Juli 2013 zu überwiegend ägyptischen Journalisten. Mit “Israelis” meint Abbas ausschließlich Juden. Er meint nicht die knapp 1,6 Millionen Isralis, die Muslime sind. Sie dürfen sich selbstverständlich in einem möglichen Palästina aufhalten. Mufti Muhammad Hussein wurde von Abbas zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt und erklärte zur 47-Jahr-Feier der Fatah:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Mahmud Abbas unterschreibt Todesurteile für Menschen, die nichts anderes getan haben, als Grundstücke an Juden zu verkaufen. Zudem lässt Abbas Straßen nach Menschen benennen, die als “Märtyrer” möglichst viele Juden ermordet haben.

Mit so einem Mann hat sich der “Judenretter” des kölschen Außenministeriums ablichten lassen, vermutlich weil die Endlösung der Judenrettung selten in schönere Worte gepackt wurde.

Ich durfte den “Judenretter” auch einmal persönlich kennenlernen, nachdem ich Anzeige gegen einen Mann erstattet hatte, der vor dem Kölner Dom Juden als Kinderbluttrinker dargestellt und die Hamas, die in ihrer Charta die Vernichtung aller Juden fordert, als “legitimen Widerstand” bezeichnet hatte. Meine Anzeige fand nationale und internationale Beachtung. Das Simon-Wiesenthal-Center schaltete sich ein und applaudierte meiner Anzeige. Sogar die Partnerstadt von Köln, Tel Aviv, erwarte eine Erklärung von Köln, ob dieser Toleranz gegenüber Antisemitismus.

Als ich in das Büro für internationale Angelegenheiten einberufen wurde, dachte ich noch, ich würde ein Lob von der Stadt erhalten, ob meines Eintretens gegen Judenhass, aber ich wurde bitter enttäuscht. Der kölsche Außenminister erklärte mir, dass ich aufpassen solle, was ich über Köln sagte und wenn ich weiter schlecht über die Stadt spräche, ich es mit ihm zu tun bekommen würde. Ja, der “Judenretter” fand meinen Antisemitismusvorwurf schlimmer als den Antisemitismus selbst. Der Ruf der Stadt war ihm wichtiger als eine Stadt ohne Judenhass. Das ist gelebte Außenpolitik!

Bethlehem ist ebenfalls Partnerstadt der Stadt Köln. Im Gegenzug zu Tel Aviv sind in Bethlehem nicht alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt! Dort gibt es keine Religionsfreiheit und keine Meinungsfreiheit. Frauen und Männer sind in Bethlehem nicht gleichberechtigt. In Tel Aviv findet die größte Parade für Schwule und Lesben im Nahen Osten statt. In Bethlehem werden Schwule und Lesben verfolgt. In Tel Aviv leben viele Muslime. In Bethlehem sind jüdische Israelis verboten. Bethlehem ist lebensgefährlich für Juden. Nazis würden sagen: “Bethlehem ist judenrein!” Eine Ausstellung über den virulenten Judenhass und den kriegerischen Fundamentalismus in der von der palästinensischen Autonomiebehörde besetzten Stadt Bethlehem ist in Köln nicht geplant. Da bricht Köln kein Schweigen!

Im Jahr 2017 wird es in Köln wahrscheinlich eher die Ausstellung “Breaking the Silence 2″ geben, über die jüdischen Verbrechen während des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Vermutlich wird Walter Herrmann dann die Einführung halten. Es braucht nur noch eine Jüdin, die dieses Spektakel organisiert. Bestimmt hat Evelyn Hecht-Galinski noch Kapazitäten frei!

Ich wundere mich nicht, dass eine Stadt mit einem “Judenretter” als Außenminister einfach gerne nur in Richtung Israel bricht!

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“Entweder wusste der Oberbürgermeister nicht, was der Leiter des zuständigen städtischen Büros für internationale Angelegenheiten, Frieder Wolf, da im Schilde führt. Oder er hat ein Problem erst erkannt, als er sowohl von der israelischen Botschaft in Berlin als auch von der Synagogengemeinde und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Köln darauf hingewiesen wurde, dass es eines gibt.” (Alex Feuerherdt)

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