Bauer wird Frau!

Das Trifolium, besser bekannt als Kölner Dreigestirn, besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Sie sind die offiziellen Regenten über das närrische Volk und repräsentatives Aushängeschild während einer Session des Kölner Karnevals. Die darstellenden Personen werden jährlich neu bestimmt.

Traditionellerweise besteht das Dreigestirn nur aus Männern. Da die Stadt Köln jedoch seit 2015 erstmals in ihrer zweitausendjährigen Existenz eine Oberbürgermeisterin hat, die sogar als erste Frau Mitglied in dem Traditionsverein Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. geworden ist, besser bekannt als Rote Funken, wird es Zeit, dass Frauen auch ins Dreigestirn kommen. Die Zeit ist reif!

Es wäre allerdings unnärrisch, wenn die Jungfrau von einer Frau dargestellt werden würde. So einen humorlosen Versuch gab es bereits im Kölner Karneval und soll nicht wiederholt werden. Nein, die Jungfrau muss männlich bleiben! Es gibt daher nur eine jecke Lösung.

Der Bauer im Kölner Dreigestirn soll fürderhin von einer Frau dargestellt werden.

Das ist Emanzipation, wie man sie von Köln erwartet und ist eine würdige und überfällige Anerkennung der Frauen in der Geschichte Kölns!

Wer unterstützt mich in diesem Anliegen? Bitte teilt alle diesen Vorschlag und bittet das Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V., sich mit diesem Vorschlag auseinanderzusetzen, damit wir bald rufen können:

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Sag ich mal so

  
Eine der wohl dämlichsten Behauptungen ist, Muslime seien die neuen Juden. Wären Muslime die neuen Juden, sie würden deutlich mehr kritisiert werden, aber deutlich mehr!

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Free Gaza

Wenn man so durch meine Berliner Nachbarschaft “Bizim Kiez” spazieren geht, fällt auf, dass Gaza, Palästina und Israel große Themen sind. Ich frage mich jedoch, ist in der Floskel “Free Gaza” das Wort “free” (frei) ein Adjektiv oder ein Verb? Wenn es ein Verb ist, dann stimmt es. Gaza sollte tatsächlich von seinen Schlägern und Unterdrückern befreit werden, die die eigene Bevölkerung schikanieren und verfolgen. Gaza ist sicherlich kein Ort, wo man frei leben kann.

Allerdings gibt es dringendere Probleme in meinem Berlin-Kreuzberg, wo Drogenhändler Bewohner verdrängen, Brandanschläge auf Fahrzeuge verübt werden, Messerstecher Touristen ausrauben und Banden Fenster von Wohnungen einschlagen.

What nerve | William Wires

“Free Gaza” in Wrangelkiez
4. Oktober 2015

Walking through “Bizim Kiez”(our neighborhood) one notices that “Gaza”, “Palestine” and “Israel” are big issues. In “Free Gaza” is the word “free” an adjective or a verb? If it’s a verb, then Gaza should indeed be freed from the thugs that bully the population there. Gaza is certainly not a place where one can live freely.

In the meantime, there are more pressing issues in my Berlin-Kreuzberg neighborhood, where drug dealers crowd out residents, arsons torch vehicles, knife wielders slash and rob tourists, and gangs smash windows of inhabited residential buildings.

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Erdogan Helau!

Ein Mottowagen von Jacques Tilly im Düsseldorfer Karneval hat zu einem politischen Eklat geführt. Die Generalkonsulin der Türkei, Sule Gürel, hat verlangt, dass der Karnevalswagen über den türkischen Präsidenten Erdogan entfernt wird. Sie soll sogar verlangt haben, dass der Wagen “verhüllt” wird.

Mir persönlich hätte das ja gefallen, denn zwei Männer, die unter einer Burka versteckt werden, sieht man nicht alle Tage! Außerdem hätte der Wagen dann gezeigt, dass Erdogan und der Islamische Staat unter einer Decke stecken. Spannend, dass die Generalkonsulin der Türkei genau diese Metapher produzieren möchte.

Leider ist der Wagen jetzt überhaupt nicht durch Düsseldorf gefahren. Der Zug wurde nämlich abgesagt, vor Angst vor einem Sturm, der dann allerdings ausblieb, was die Kölner wussten, warum der Zug dort auch rollte.

Ich schlage daher vor, wenn der Wagen schon nicht durch Düsseldorf fahren konnte, dann soll er wenigstens durch das Internet fahren. Tapfer im Nirgendwo ruft alle auf, dieses Bild zu teilen:

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Weitere Motive des ausgefallenen Düsseldorfer Karnevalszugs von Jacques Tilly: 

    
    
    
   

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Die gewissenlosen Hanswürste

Was braucht Deutschland noch fremdenfeindliche Demonstrationen, wenn der deutsche Karneval so aussieht?

Im Wasunger Volkskarneval in Thüringen fuhr ein sogenannter “Balkan Express” unter dem Motto “Die Plage kommt” mit. Die dazugehörigen Karnevalisten waren als Heuschrecken verkleidet.

Flüchtlinge als Heuschrecken darstellen? Mein Komikzentrum trifft das nicht!

Durch den Fasching im bayrischen Steinkirchen rollte derweil im sogenannten “Gaudiwurm” ein Panzer zur “Asylabwehr” mit.

Menschen, die Karneval feiern, nennt man Karnevalisten. Wie nennt man eigentlich Leute, die Fasching feiern?

Einige werden jetzt sagen, das sei alles nur Satire und ganz anders gemeint. Mir bleibt daher nur, Kurt Tucholsky zu zitieren. Er schrieb in seiner Abhandlung “Was darf Satire” diese klugen Worte:

“Wenn einer bei uns einen guten Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.

Satire scheint eine durchaus negative Sache. Sie sagt: »Nein!« Eine Satire, die zur Zeichnung einer Kriegsanleihe auffordert, ist keine. Die Satire beißt, lacht, pfeift und trommelt die große, bunte Landsknechtstrommel gegen alles, was stockt und träge ist.

Satire ist eine durchaus positive Sache. Nirgends verrät sich der Charakterlose schneller als hier, nirgends zeigt sich fixer, was ein gewissenloser Hanswurst ist, einer, der heute den angreift und morgen den.”

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Korrektur: Das Bild aus Fulda war eine Fotomontage. Das Bild wurde entfernt.

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Das Weltwunder von Gaza

In einem Bericht des ARD Studio Tel Aviv unter dem Titel “Gaza im Winter” sagt der Korrespondent Markus Rosch, in Gaza Stadt lebten über 100.000 Menschen auf 12 Quadratmetern.

Das sind über 8333 Menschen auf einem Quadratmeter. Wenn Menschen richtig eng zusammen stehen, können mit etwas gutem Willen und wenn Karneval in Köln oder Rushhour in Tokio ist, 10 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden. Es müssen also über 833 Menschen übereinander stehen, damit 8333 Menschen auf einem Quadratmeter Platz finden können. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Körpergröße eines Mennschen in Gaza Stadt von 1,68 Meter erreicht man so schon eine Höhe von 1400 Metern. Das sind bereits 393 Meter mehr als sich das höchste Gebäude der Welt in den Himmel streckt.

Der Kingdom Tower in Saudi-Arabien ist lediglich lächerliche 1007 Meter hoch. In Gaza Stadt jedoch wurde bereits eineinhalb Kilometer hoch gebaut, wie wir jetzt in einem Nebensatz des ARD Studio Tel Aviv erfahren durften. Das höchste Gebäude der Welt steht somit in Gaza Stadt!

Das Komische ist nur, kaum jemand weiß davon. Wie kann das sein?

Wenn das nicht an den Juden liegt! Mit Sichhereit nutzen die Juden schon seit Jahren ihren Einfluss in den Medien, um der Welt vorzuenthalten, dass das achte Weltwunder in Gaza Stadt steht! Sowas machen die Juden ja schon mal. Sieht ihnen ähnlich. Die sperren schließlich auch 100.000 Menschen auf nur 12 Quadratmetern.

Ich möchte dem ARD Studio Tel Aviv zu Gute halten, dass die Journalisten dort schlecht in Mathematik sind und Zahlen und Fakten nicht checken, bevor sie sie in die Welt senden, vor allem dann nicht, wenn es um Israel geht, denn keine Horrorzahl ist so absurd, als dass die ARD sie nicht senden würde, weil man dort Juden vermutlich so ziemlich alles zutraut. Deshalb nehme ich mal an, es sind 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern. Dann aber hätte das ARD Studio Tel Aviv die Zahl in einen Kontext stellen müssen.

In Tel Aviv leben knapp 70.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern, in München über 55.000 Menschen, in New York Stadt knapp 130.000 Menschen, in Tokio fast 180.000 Menschen und in Paris sogar über 250.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern! 100.000 Menschen auf 12 Quadratkilometern ist eine ganz normale Größe für eine Stadt und wenn Gaza Stadt den Frieden mit Israel nicht immer wieder gebrochen hätte und vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2015 über 7500 Raketen auf Israel abgefeuert hätte, und die Milliarden von Euro, die Jahr für Jahr nach Gaza geflossen sind, in den Aufbau von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Infrastruktur gesteckt hätte, denn in den Aufbau kriegerischer Infrasturktur, wie dem Bau von Terrortunneln und Kriegszellen, dann wäre Gaza Stadt heute auch eine lebenswerte Metropole wie Tel Aviv.

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Die ungehaltene Rede von Henriette Reker

Die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V., besser bekannt als Rote Funken, sind das älteste Traditionscorps im Kölner Karneval. Sie wurden im selben Jahr gegründet wie das Festkomitee Kölner Karneval und Die Große von 1823 Karnevalsgesellschaft. Die Roten Funken nahmen als Garde bereits am 10. Februar 1823 am ersten Kölner Rosenmontagszug teil.

Seit der Gründung sind die Roten Funken ein reiner Männerverein. Laut Satzung aber wird der jeweilige Oberbürgermeister der Stadt Köln automatisch Mitglied. Seit 2015 ist der Oberbürgermeister jedoch eine Frau: Henriette Reker.

Darum wurde Henriette Reker jetzt als Oberbürgermeisterin das erste weibliche Mitglied der Roten Funken und durfte beim Regimentsappell im Maritim mit den Rekruten den Eid auf die Fahne schwören: „Bei Öllig, Böckem, ähde Nötz …“

Hätte ich eine Rede für Henriette Reker zu diesem Novum schreiben dürfen, sie wäre kurz aber klar ausgefallen:

“Liebe Jecken,

oft bin ich für meinen Ausspruch mit der Armlänge gescholten worden. Jetzt aber weiß ich, wie wir das Problem mit der Gewalt gegen Frauen am besten lösen können. Wir machen es einfach wie die Roten Funken und lassen keine Frauen rein! Wo keine Frauen, da auch kein Angriff auf Frauen!

Kölle Alaaf!”

So ähnlich jedenfalls halten es viele Männervereine mit dümmlichen Kostümen, mögen sie nun Alaaf, Helau, Allah oder Gott brüllen.

Stellen wir uns mal vor, es gäbe in Köln einen Verein, der nur Weiße und Kölner Oberbürgermeister aufnehmen würde, was wäre von einem schwarzen Oberbürgermeister zu halten, der gut gelaunt zur Vereinsparty geht?

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