Skandal um Evelyn Hecht-Galinski

Die Gründerin der deutschen Abteilung der Organisation „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ hat für einen riesen Skandal gesorgt. In einem Interview mit einer deutschen Radioanstalt hat sie folgenden Satz gesagt:

„Berlin verkommt bewußt immer mehr zu einer muslimischen Stadt.“

Der Satz hat in Deutschland einen Sturm des Protestes ausgelöst. Die Organisation „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ hat angekündigt, ein Ausschlussverfahren gegen Evelyn Hecht-Galinski einzuleiten. Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisiert die Ausführungen von Evelyn Hecht-Galinski und bedauert, dass sie nicht müde wird, darauf hinzuweisen, dass sie die Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden Heinz Galinski ist. In den Feuilletons sämtlicher Ausgaben der überregionalen großen Tages- und Wochenzeitungen werden ihre Aussagen heftig kritisiert und manch eine Zeitung strengt sogar Vergleiche zwischen Evelyn Hecht-Galinski und Andres Breivik an. Sogar der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hat den deutschen Botschafter einbestellt. In vielen Städten Deutschland finden Demonstrationen statt und sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel nennt Hecht-Galinskis Ausführungen „nicht hilfreich“.

Halt. Nein. All dies ist nicht geschehen. Warum? Weil Evelyn Hecht-Galinski diesen Satz nie gesagt hat. Ich habe mich in der Religionsgemeinschaft vertan. Sorry. Evelyn Hecht-Galinski hat in einem Radiointerview vielmehr folgendes gesagt:

„Berlin verkommt bewußt immer mehr zu einer jüdischen Stadt.“

Obwohl, nein stimmt nicht. Diesen Satz hat Evelyn Hecht-Galinski auch nicht gesagt. Es war Adolf Hitler, der mit solchen Aussprüchen bekannt geworden ist. Adolf Hitler ist aber schon tot. Evelyn Hecht-Galinski lebt. Ich habe mich in der Stadt vertan. Sorry. Ich brauche jedoch nur den Städtenamen in der Aussage Hitlers verändern und schon sind wir bei der Gründerin der deutschen Abteilung der Organisation „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ angelangt:

„Jerusalem verkommt bewußt immer mehr zu einer jüdischen Stadt.“

Ja, Evelyn Hecht-Galinski hat es geschafft! Endlich kann wieder offen gesagt werden, dass etwas verkommt, wenn es gar zu jüdisch wird.

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