Wer sind jetzt die Panikmacher?

Nach der abscheulichen Tat von Anders Behring Breivik in Oslo dauerte es nicht lange und nicht wenige Menschen in den deutschen Medien waren sich sicher, wer an der Tat Breiviks Mitschuld trug. Mich hat diese indirekte Schuldzuweisung damals so sehr aufgeregt, dass ich unter anderem den Artikel „Der Verbündete“ verfasst hatte. Damals haben viele meine Aufregung nicht verstanden.

Jetzt stehe ich wieder fassungslos vor der grausamen Tat von Mohammed Merah in Toulouse und Montauban. Merah behauptete, mit seinen Taten Palästina gerächt zu haben, so wie Breivik behauptet, mit seinen Taten Norwegen gerächt zu haben. Beide Erklärungen sind nichts weiter als verabscheuungswürdige Ausreden von Wahnsinnigen mit der Lust am Bösen.

Schauen wir uns also in der heutigen Situation noch einmal ein paar der Aussagen an, die damals zu der Tat Breiviks verfasst wurden und tauschen einfach ein paar Begrifflichkeiten aus. Vielleicht wird dann jedem Menschen klar, welch Unrecht damals den Autoren Broder und Sarrazin angetan wurde, als sie in einem Atemzug mit Breivik genannt wurden.

Lamya Kaddor, die Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes schreibt (leicht verändert):“Die Israelkritiker sind nicht schuld an der Tat, aber sie haben sie begünstigt. Sie diffamieren Israel pauschal und schüren damit Ängste. Sigmar Gabriel und Co. haben dafür gesorgt, dass die antiisraelische Stimmung gesellschaftsfähig wird. Mohammend Merah hat sich durch sie bestätigt gesehen. Damit sitzt Gabriel mit im Boot.”

Christoph Giesa schreibt in The European (leicht verändert): “Zu diesen besonders Verantwortlichen gehören neben Patrick Bahners auch prominente Vertreter der Panikmacher Fraktion, weil sie, ob gewollt oder ungewollt, zu Ikonen der neuen deutschen Israelkritik geworden sind.”

Claus Ludwig von der Partei DIE LINKE in Köln schreibt (leicht verändert): “Wenn Mohammed M. für geistesgestört und in die Psychiatrie eingewiesen wird, dann müssten konsequenterweise Herrmann Dierkes, Norman Paech, Annette Groth, die Macher von Muslim Markt und viele andere den gleichen Weg antreten. Sie vertreten und befördern wahnhafte antisemitische Vorstellungen.”

In der Frankfurter Rundschau schreibt Christian Bommarius (leicht verändert): “Felicia Langer ist – neben Hilde Scheidt – die lauteste Stimme der Israelkritik in Deutschland, aber keineswegs die einzige. Der Antiisraelismus als Ressentiment, wie er sich in der Mitte der deutschen Gesellschaft herausgebildet hat, ist nicht zum Geringsten Scheidts Verdienst.”

Sigmar Gabriel behauptet (leicht verändert): “In einer Gesellschaft, in der Anti-Israelismus und die Abgrenzung von anderen wieder hoffähig wird, in der das Bürgertum Herrn Gabriel applaudiert, weil er Israel mit der Apartheid gleichsetzt, da gibt es natürlich auch an den Rändern der Gesellschaft Verrückte, die sich letztlich legitimiert fühlen, härtere Maßnahmen anzuwenden.”

In der Süddeutschen Zeitung stand am 26.7.2011 (leicht verändert): “Viele Anti-Israelisten arbeiten aktiv in der Politik, engagieren sich in Europas populistischen Parteien. Zu ihren Stichwortgebern zählen Publizisten wie Alfred Grosser, die zum Teil noch in den verhassten ‘Mainstream-Medien’ veröffentlichen…”

Also, lieber Sigmar Gabriel, lieber Christian Bommarius, lieber Claus Ludwig, lieber Christioph Giesa und liebe Lamya Kaddor, die ihr alle so sicher wart, wer an Breiviks Massaker Mitschuld trug, wer sind jetzt die Panikmacher? Ich kann Eure kommenden Artikel kaum erwarten.

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98 Antworten zu Wer sind jetzt die Panikmacher?

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  2. Malte S. Sembten schreibt:

    … hoffe, dass all jene Schreiberlinge, die diese Schweinereien vor einem Jahr geschrieben haben, sich jetzt einmal kräftig schämen!

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  3. andreh schreibt:

    kann mir mal einer erklären, wieso dieser erbärmliche kerl überall in der presse (für mich eindeutig) verharmlosend als „serienmörder“ betitelt wird? das war ein radikaler islamist, hasserfüllt, ausgebildet (wie viele europäische muslimische fanatiker) in pakistan, ein lupenreiner terrorist! … nennt die katz endlich beim namen, diese linke, bloss kein hass schüren(sic!), mediensprech geht mir gehörig auf die ….

    • Dante schreibt:

      Das Wort „Serienmörder“ beinhaltet für mich keine Harmlosigkeit. Ich würde aber sogar von „Völkermord“ sprechen, denn der fängt für mich damit an, dass man einen einzigen Menschen wegen seiner Volkszugehörigkeit ermordet.

  4. Yael schreibt:

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4205483,00.html

    Hamas praise for Ashton

    Yet while still overcoming the initial shock, a more painful blow arrived when four innocents, including three children, were murdered in cold blood outside a Jewish school in France. One of the most dreadful moments on that sad day soon followed, when her majesty Catherine Ashton, The EU’s foreign policy chief, condemned the massacre while making note of children dying in Gaza.

    Such disgraceful equation reflects an incredibly twisted value system coupled with total blindness in the face of global and Mideastern reality. A member of the French Jewish community expressed this well when he told Ynet: “Where did she draw this comparison? How can you compare the despicable murder of a man who confirmed the kill of an eight-year-old girl to children killed in Gaza? How low have we reached?”

    It is no wonder that Hamas rushed to praise Ashton for her statements, thereby highlighting Europe’s moral confusion. At the same time, a citation from Hamas may serve as a badge of honor in contemporary Europe.

    The European Union’s embarrassing “clarification,” which did not deny Ashton’s remarks but merely claimed she did not mean to compare Toulouse to Gaza, made no difference. If anything, it further demonstrated Europe’s spinelessness and the tendency to shift positions and appease different groups, without adhering to a credible, enduring moral compass.

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4205607,00.html

  5. Feuervogel schreibt:

    Schämen? Das werden die sicher nicht tun!

  6. shaze86 schreibt:

    American Viewer hat natürlich Recht. Andererseits haben Medien natürlich immer einen Standpunkt, der auch selbstverständlich an die Leser angepasst ist.

    Gerade bei der Schuldfrage sollte man doch einen gravierenden Unterschied beachten:
    Breivik hat einem Tempelorden, der schon mehrere hundert Jahre aufgelöst gewesen ist, angehört.
    Der Toulouse-Mörder hat seine Ausbildung dagegen bei einem (!) Terrorcamp in Afghanistan erhalten und behauptet der realen Terror-Franchise-Unternehmen Al-Quaida anzugehören.

  7. anti3anti schreibt:

    Manches ist so falsch, dass nicht einmal das Gegenteil wahr ist.

  8. American Viewer schreibt:

    Der Attentäter sagt laut übereinstimmenden Medienberichten, er habe die jüdischen Kinder ermordet, um „Rache für die palästinensischen Kinder“ zu nehmen. Von daher ist die Frage berechtigt, warum die Medien jetzt nicht auch Gabriel und Ashton eine Mitverantwortung für diesen Massenmörder geben.

    Kein großes westeuropäisches Medium wird Texte verbreiten wie „Die Hetze von Gabriel und Co haben Toulouse erst möglich gemacht“. Da wäre auch nicht fair. Das ist aber nicht der Grund, warum die Medien so etwas nicht schreiben, bei schizophrenen Tätern wie Loughner und Breivik schrieben sie schließlich noch krassere Vergleiche. Nein, der Grund ist ein anderer: Die Ideologie von Gabriel und Ashton deckt sich mit den Ansichten der Medien und mit den Ansichten breiter Bevölkerungsschichten. Deshalb schreiben sie nichts. Und deshalb wird sich auch nichts ändern. Business as usual.

    • quisa schreibt:

      Natürlich kann man in dem Fall in Frankreich nicht direkt Gabriel verantwortlich machen, dafür ist er dort zu unbekannt. Aber die ständige einseitige Berichterstattung und der öffentliche Diskurs, die Israel gerne als das „Böse“ schlechthin darstellt, das angeblich alleinig an der ganzen Situation in Nahost schuld ist, schon. Wissenschaftlich wird noch immer darüber debattiert, wie viel Prozent des menschlichen Verhaltens durch Sozialisation beeinflusst wird. Klar aber ist lange, DASS das menschliche Verhalten maßgeblich durch SOzialisation beeinflusst wird, also durch äußere Einflüsse. Die Erklärungen, dass ein Attentäter nur zur Tat greift, weil er BÖSES tun will, ist daher etwas platt.

      • American Viewer schreibt:

        Aber die ständige einseitige Berichterstattung und der öffentliche Diskurs, die Israel gerne als das “Böse” schlechthin darstellt, das angeblich alleinig an der ganzen Situation in Nahost schuld ist, schon.

        Das stimme ich Ihnen voll zu. Nur wird man so etwas in den Medien nicht lesen. Im Gegenteil. Der L’Express arbeitet laut der kandadischen National Post schon daran, die Sache Sarkozy anzuhängen:

        There will be more debate, notably on whether the tension created in society by Nicolas Sarkozy and the UMP (ruling party) has not somehow provoked or facilitated this type of violence,” said L’Express magazine editor-in-chief Christophe Barbier.

        Die Antisemiten und Israelhasser landauf landab zieht die Linke nicht mal für eine Sekunde in Betracht. (Sonst müssten sie ja auch an sich selbst denken). Nein, Sarkozys Haltungen und Aktionen bezüglich Einwanderung und Islamismus seien schuld. So nach dem Motto: Man darf radikale Muslime eben nicht provozieren, sonst fangen sie an jüdische Kinder zu erschießen. Es ist immer das gleiche Schema. Wie bei den Mohammed-Karikaturen auch schon.

        P.S. Der Post-Artikel enthält rührende Fotos aller Opfer, schon alleine deshalb lohnt er sich.

        • Aristobulus schreibt:

          http://www.lexpress.fr/actualite/politique/toulouse-pour-marine-le-pen-on-a-sous-estime-le-fondamentalisme_1095935.html

          L’Express publiziert die Stellungnahmen der französischen Präsidentschaftskandidaten (in diesem Jahr finden die Wahlen statt):

          Marine LePen (front national, rechts): „Man hat den Fundamentalismus in Frankreich unterschätzt, man war zu lax. Antisemitismus und islamischer Fundamentalismus gehören zusammen. Man muss Krieg führen gegen diese fundamentalistischen Gruppen, die unsere Kinder und unsere jungen katholischen, jüdischen oder moslemischen Männer töten. Dieser Mörder betrachtet sich als zuerst als Moslem, dann erst als Franzose. Für diese Art Mörder wäre es gut zu überlegen, über eine Volksabstimmung die Todesstrafe wieder einzuführen.“

          François Bayrou (MoDem, liberal) hat zunächst die Sicherheitskräfte für ihre Arbeit gelobt. Er führte dann aus: „Ich mache daraus keine Sache des Rassismus. Wir, die wir in der öffentlichen Verantwortung stehen, müssen uns unbedingt um die Reorganisation unserer Gesellschaft kümmern. Die französische Gesellschaft muss so nahe beieinanderstehen wie nur möglich. Wir haben das Glück in einer Republik zu leben, die solche Versuche nicht zulässt.“

          Jean-Luc Mélenchon (front gauche, linkssozialistisch): „Dass der degenerierte Kriminelle identifiziert worden ist, bedeutet eine gute Neuigkeit. Wir sind jetzt um so entschlossener, alle diejenigen zu bekämpfen, die Andere hassen, die einen Religionskrieg wollen und anderen kriminellen Irrsinn. Vor Allem ist es unsere erste Pflicht, gegen die hasserfüllten Stigmatisierungen zu kämpfen, für die diese Situation als Vorwand dienen könnte.“

          Eva Joly (Verts, Grüne): „Ich rufe hiermit zum Frieden auf, damit wir eine Weise finden, um besser miteinander zu leben. Nicolas Sarkozy und Claude Guéant haben diskriminierende Vorschläge gemacht, die nichts geraderücken.“

          François Hollande (Parti Socialiste): „Ich bin erleichtert, das man den Täter identifiziert hat… Ich hoffe, dass die Operation möglichst bald durchgeführt sein wird, damit diese unerträgliche Besorgnis aufhört. Der Kampf gegen den Terrorismus muss ohne Verzögerung fortgeführt werden. Es ist der Kampf der gesamten Republik, wir stehen bei diesem Ereignis alle zusammen.“

          Präsident Sarkozy will sich wegen seines Amts nicht in die Debatte mischen. Der Generalsekrätär seiner Partei UMP sagt, dass der Kampf gegen den Terrorismus und Fundamentalismus wie bisher in aller Konsequenz fortgesetzt wird.

          – Was auffällt: Die Einzige überhaupt, die den Antisemitismus des Täters anspricht, ist Marine Le Pen. Immerhin? Nein. Sie versucht noch immer, ihre eigene Partei vom Antisemitismus reinzuwaschen. Und sie ruft nach der Todesstrafe – widerlich.

          Dem linksssozialistischen Jean-Luc Mélenchon (der im Januar bei einer Veranstaltung gesagt hatte, es sei das größte Glück des Individuums, in einer begeisterten Masse zu sein) will keinen Kampf gegen den Fundamentalismus, er will nur keine „hasserfüllte Stigmatisierung“ der Moslems. In welcher Welt lebt der?

          • Dante schreibt:

            – Was auffällt: Die Einzige überhaupt, die den Antisemitismus des Täters anspricht, ist Marine Le Pen. Immerhin? Nein. Sie versucht noch immer, ihre eigene Partei vom Antisemitismus reinzuwaschen.

            Vielleicht ist sie auch wirklich gegen „Antisemitismus“ (warum immer nur dieser Euphemismus als Bezeichnung für so etwas zutiefst vulgäres und Niederes wie Judenhass). Bei der französischen Rechten kann man freilich nicht sicher sein, dass dies nur eine „der Feind meines Feindes ist mein Freund“-Haltung ist.

            Und sie ruft nach der Todesstrafe – widerlich.

            Nun ja, Leute wie Amon Göth wurden nach dem Krieg auch gehängt, ohne dass dies im Rückblick große moralische Empörung hervorgerufen hätte. Der (Göth) hat zwar weit mehr Menschen ermordet, aber ein „antisemitisch“ motivierter Mord ist ein „antisemitisch“ motivierter Mord ist ein „antisemitisch“ motivierter Mord.

          • Dante schreibt:

            François Bayrou (MoDem, liberal) hat zunächst die Sicherheitskräfte für ihre Arbeit gelobt. Er führte dann aus: “Ich mache daraus keine Sache des Rassismus. ….”

            Das braucht er nicht. Das ist sie so oder so. Vielleicht nicht Rassismus im engeren Sinne, aber die Opfer wurden ermordet, weil sie Juden waren. Da gibt es nichts zu diskutieren, und wer das wegdiskutieren will, verdreht Fakten und ist somit ein Lügner.

          • Aristobulus schreibt:

            Dante

            War die Todesstrafe für Göth und viele Andere nicht eine Nachwirkung des Kriegs und des unmittelbaren Erlebens der Schoah, nein, gehörten diese Todesstrafen nicht noch mit dazu?

            Im Fall Papon (noch nicht lange her) habe ich keinen Ruf nach der Todesstrafe gelesen, und im Fall Demjanjuk auch nicht.
            Diese Strafe würde jemanden, der etwas wie in Toulouse unternehmen will, nicht einen Moment davon abschrecken…

            – Antisemitismus. Ich finde eigentlich nicht, dass Wilhelm Marr nachträglich mit seiner verheuchelten „Verwissenschaftlichung“ Recht bekommt, indem man das Wort verwendet, zumal es seine Entsprechung in den anderen Sprachen hat (und es in meinen Ohren schon gehörig zischt und keift).

            Aber: Du schreibst ja auch nicht Islamismus, Du schreibst radikaler Islam. Besser. Das werd ich mir wohl angewöhnen, denn mir gefallen diesen vielen Ismen auch nicht.

          • Dante schreibt:

            @Aristobulus

            Diese Strafe würde jemanden, der etwas wie in Toulouse unternehmen will, nicht einen Moment davon abschrecken…

            Der Täter soll ausgesagt haben, keine „Märtyrerseele“ zu sein und sozusagen nach dem Motto „Leben und sterben lassen“ zu verfahren. Möglicherweise würde so einen Menschen die Aussicht auf die Todesstrafe schon abschrecken. Nicht, dass ich dafür wäre, aber meine Empörung hält sich in diesem Fall in Grenzen. Viel besser wäre es aber wahrscheinlich, wenn er Breivik als Zellengenossen bekäme. 😉

            Aber: Du schreibst ja auch nicht Islamismus, Du schreibst radikaler Islam. Besser.

            Ich hätte sogar „Islam“ schreiben können, denn der Mann, auf dessen Äußerung ich mich beziehe, hat ja auch „Israel“ gesagt und nicht etwa „die israelische Regierung“ oder „die israelische Rechte“. Gleiches Recht für alle. Wenn Muslime nicht differenzieren wollen, können sie das auch nicht von Anderen verlangen.

          • Aristobulus schreibt:

            … und was Bayrou mit „Je n’en fais pas une affaire de racisme“ genau gemeint hat, weiß ich nicht. Er scheint sich auf eine andere Diskussion zu beziehen?, oder ungefähr auf die Position Mélenchons, die überall sog. Rassismus wittert, indem einer es wagt, den radikalen Islam zu kritisieren.

      • Yael schreibt:

        Broder kennt auch kaum jemand in Norwegen und trotzdem wurde er von den Heuchlern für Norwegen mitverantwortlich gemacht.

        • Aristobulus schreibt:

          …also ich halte weder jene für jenes noch jetzt dieses für dieses mitverantwortlich. Ich würde den dicken Gabriel selbst nicht für mitverantwortlich an den Judenmorden von Toulouse halten, wenn der Täter ein SPD-Wähler wäre. Jemand ermordet Kinder nicht aus dem Grund, weil er dies oder jenes gehört oder gelesen hat!

          Allerdings für das hiesige Klima, in dem sich Juden nicht allzu wohlfühlen können, ist Gabriel mitverantwortlich.

    • Aristobulus schreibt:

      Halthalthalt!, nimm Aschton bitte aus, denn sie hat eindeutig „and in Sredrot“ (wegen der vertauschten Lautfolge fast unverständlich und dazu mit englischen Err) gesagt. Sie wollte <em<Sderot sagen.
      Sie redete einfach von Kindern, die umkamen.

      • American Viewer schreibt:

        Ich habe das Thema schon ausführlich im Hollerbusch diskutiert. Kein Mensch stellt sich nach einem solchen Terroranschlag hin und fängt an Opfer aufzuzählen, die mit dem aktuellen Thema nichts zu tun haben. Oder setzt gar Verbindungen zwischen Opfern und Tätern. Wie sah denn Merkels Reaktion auf die Neo-Nazimordserie aus: „Lasst uns heute auch an die kurdischen Kinder gedenken, die die durch die türkische Luftwaffe getötet wurden?“ Wohl kaum. Selbst linke deutsche Politiker wie Volker Beck sprechen bei den Aussagen von Ashton zurecht von einem antisemitischen Reflex. Ashton kann die Opfer von Toulouse nicht alleine stehen lassen. Sie muss aufzählen und abwägen. Aber da gibt es nichts abzuwägen. Man vergleicht die Terroropfer aus Toulouse und Sderot, nicht mit Kriegs- oder gar Unfallopfern. Wer diese verzerrten Maßstabe an Juden anlegt, ist ganz klar antisemitisch. Im Falle von Ashton vielleicht auch noch massiv geistig unterbelichtet. Aber das ist keine Entschuldigung.

        • Aristobulus schreibt:

          Dann frag mal eine Mutter, woran sie zuerst denkt, wenn irgendwo Kinder getötet werden!, anstatt über die Ashton sofort den antisemitischen Stab zu brechen: Sie denkt zunächst, dass das Kinder waren, dann als Zweites denkt sie an die verschiedenen Umstände. Wenn sie Intellektuelle oder Politikerin ist, denkt sie um so schneller an das Zweite. Jedoch ZUNÄCHST an das Erste.

          • Yael schreibt:

            Ja, das würde es. Denn wer Tote durch Terrorismus in Europa und Gaza in einem Atemzug erwähnt, hat sich selbst geoutet. Und bei Ihrer Vergangenheit hat sie sich nicht mit Ruhm bekleckert. Man kann beides nicht voneinander trennen. Sonst müsste man ja alle Info selektiv zu lesen bekommen. Ich weiß nicht, warum du sie immer wieder verteidigst, es steht alles schwarz auf weiß da. Lies mal den ganzen Text.

          • Yael schreibt:

            PS: Denk mal, wenn einer deiner Kinder ermordet werden würde und ich würde dir mit ner Unfallstatistik kommen, würde dir das gefallen? Ich denke nicht.

          • Silke schreibt:

            Am verwirrendsten finde ich, was Letter of Rungholt berichtet hat, daß Lieberman und Ashton einen guten Draht haben sollen.

            Spiegelkabinett-Tricks sind möglicherweise alles, was wir gezeigt bekommen

            und vielleicht sind good copy, bad cops Spielchen teil der Aufführung – wer weiß …

            obwohl Ashton auf mich nicht so wirkt, als sei sie helle genug für so was, falls man für so was helle sein muß.

          • Aristobulus schreibt:

            Argh, Yael, vielleicht war ich zu harsch (10:34 am), pardon. Aber by the way, mein Kind würde fast bei einem Unfall ermordet (nicht gewusst?), also komm mir nicht damit

            – – Mich nervt es, dass alle über die Ashton wegen dieser Wortfolge herfallen. Tote Kinder ist etwas Entsetzliches, ermordete Kinder ist ungleich entsetzlicher. Eine hat halt nicht die richtigen Worte gefunden. Die Ashton tut mir Leid, sie wirkt so unbeholfen und steif.

          • Yael schreibt:

            „also komm mir nicht damit“

            Das klingt wesentlich harscher.
            Lassen wirs, hab besseres zu tun.

          • Yael schreibt:

            PS: Es kann schon sein, dass es dich nervt, aber ich sehe es genauso wie ich es hundertmal wiederholt habe. Akzeptiere es einfach und gut isses.

          • Aristobulus schreibt:

            Hey Yael, Du hast ne Katastrohe aus meinem kleinen Leben als Argument hergenommen und abgewandelt, um ein Argument von Dir in dieser Ashton-Diskussion zu stützen, wieso das?, und jetzt hast Du was Besseres zu tun?

          • American Viewer schreibt:

            Ich bin selbst Vater, ich muss da meine Frau nicht extra fragen, wir denken da sehr ähnlich. Zum Thema Antisemitismus wurde jetzt alles gesagt. Sie haben ihre Meinung, ich teile die Meinung von yael et al. Was bei Politikern wie Ashton in der Tat noch dazukommt, ist diese typische Betonung der Kinder. Zu dieser Art von Relativismus habe ich vor ein paar Tagen auch schon etwas geschrieben.

          • Yael schreibt:

            Was soll das? Es tut mir ja sehr leid, aber ich habe nicht all deine Katastrophen im Kopf. Es tut mir sehr leid für dein Kind, aber mir zu unterstellen, ich nehme das als Argument, ist das allerletzte. Meine Welt dreht sich nicht um dich. Das alles hatten wir schon einmal und das brauche ich nicht erneut.

          • peter schreibt:

            Also, ein paar Verdrehungen muss ich hier mal entgegenstehen – und Aristobulus zur Seite springen:

            Man muss den Kontext sehen. Ihr ist bei ermordeten juedischen Kidern nicht als erstes an Gaza gedacht. Sie hat vor einer Gruppe von palaestinensischen Jugendlichen gesprochen und hat selbstverstaendlich DESHALB an Gaza gedacht. Und dass dort Kinder zu den Kriegsopfern gehoeren, ist natuerlich schlimm – wer wollte Ihr da widersprechen? Niemand, und selbstverstaendlich auch nicht die Israelis (sonst wuerden sie niccht derart grosse Anstrengungen unternehmen, zivil Opfer bei ihren nun mal leider noetigen Militaereinsaetzen zu unternehmen).

            Ein tapferer Antisemi.. pardon, „Israelkritiker“, nein, wollte natuerlich sagen ein „wahrer Freund Israels“ haette die Chance nicht ausgelassen, die Israelis dafuer zu verurteilen. Ganau dass hat Ashton nicht getan. Im Gegenteil, sie hat Sderot erwaehnt, und eben als aktuellen Fall, weil Kinder die Leidtragenden sind, Toulouse. Vor palaestinsnesichen Jugendlichen aber auch juedische Kinder als Leidtragende zu erwaehnen, ja sogar Kinder in Sderot, dass kann ich nun ueberhaupt nicht fuer antisemitisch halten.

            Dass sie sich dabei mehr als daemlich ausgedrueckt hat – agreed. Als grosses Rednertalent war sie noch nie bekannt. Deshalb mit einem Widerling wie Gabriel in einen Topf geworfen zu werden, hat sie jedoch nicht verdient.

            Der Gipfel ist jedoch, dass ausgerechnet Volker Beck von den Gruenen meint, Ashton „antisemitische Reflexe“ zu unterstellen. Beck sollte doch lieber mal vor der eigenen Haustuere kehren, z.B. bei seinen Parteifreunden in Aachen.

          • Yael schreibt:

            @Peter, mir geht es nicht darum, ob die Frau antisemtisch ist oder nicht. Ich sehe ihre Aussage nicht als antisemitisch an, aber im Grunde ist es mir schnurz. Sie setzt Äpfel mit Birnen gleich. Wenn sie eine schlechte Rednerin ist, soll sies besser lassen.

          • Aristobulus schreibt:

            Yael (März 22, 2012 um 11:18 pm)
            „…aber mir zu unterstellen, ich nehme das als Argument, ist das allerletzte. Meine Welt dreht sich nicht um dich. Das alles hatten wir schon einmal und das brauche ich nicht erneut.“
            Du hast es als Argument angewandt, es steht da, kann also keine Unterstellung von mir sein.
            Die Ashton-Diskussion geht um die Welt, hat Konsequenzen, selbst die Hamas hat sich schon geäußert. Du und ich haben darin unterschiedliche Meinungen. Aber es gehört sich unter keinen Umständen, plötzlich was Persönliches aus dem Leben des Gegenübers als Argument zu benutzen! Deine aggressive Reaktion zeigt mir nur eins: Dass Du’s abstreiten willst.
            …Tja, die Federn fliegen im Wind vom Hügel; wer kann sie aufsammeln?

          • Aristobulus schreibt:

            Peter,
            „Vor palaestinsnesichen Jugendlichen aber auch juedische Kinder als Leidtragende zu erwaehnen, ja sogar Kinder in Sderot, dass kann ich nun ueberhaupt nicht fuer antisemitisch halten“
            Das mag sein, aber es ist bestenfalls eine neutrale Position, minima moralia, vor Palästinensern (die [fast?] mehrheitlich alle Juden tot sehen wollen!) zu betonen, dass sie eben Juden umbringen.

            Mir kommt’s in dieser Ashton-Diskussion auf die Anerkennung, nein Beibehaltung, Fortführung einer bestimmten Ebene an. Denn es kann doch nicht sein, dass wir alles, das passiert, politisch be- oder verurteilen, dass wir jedes Ereignis allein unter politischen Blickwinkeln einordnen, dass wir bei jedem Toten, selbst bei toten Kindern, zunächst die politischen Implikationen analysieren und dann keine anderen mehr sehen wollen.
            Nicht nur das: Wir fordern von jedem Anderen, er oder sie möge es auf genau diese Art tun, und wehe, wenn nicht!

            Mir kommt es darauf an, dass wir bitte eine bestimmte andere Ebene weiter anerkennen: Dass da, ganz ohne Politik, irgendwo Tote herumliegen. Die bluten alle gleich. Die bluten nicht politisch verschieden. Man wird nie Frieden oder Verständigung erreichen, indem man jeden Konflikt, jedes Ereignis, jeden Toten ausschließlich unter politischen Gesichtspunkten bewertet und diese andere Ebene vergisst.

            Ich bin fast sicher, dass Ashton nicht ganz auf dieser Ebene argumentiert hat, zumindest nicht bewusst, als sie verschiedene tote Kinder aufgezählt hat. Denn sie hat nichts über ihre Ebene oder Ebenen verlauten lassen, damit es deutlich wurde. Es war eine zutiefst unpolitische Aufzählung, und der EU-Außenministerin nimmt man das übel. Sie hat jedoch die Ebene getroffen, die ich meinte: Dass da irgendwo hier und irgendwo da und woanders tote Kinder herumliegen.
            Ich möchte, dass es erlaubt bleibt, auf dieser Ebene zu sprechen. Und ich möchte nicht, dass über jemanden, die auf einmal, selbst wenn sie da fehl am Platz ist und es auf sehr unbeholfene Art tut, deswegen der politische Stab gebrochen wird.

            Soll man ihn hingegen brechen, weil Ashton immer einseitig ist, weil sie, wie Ulrich Sahm ausgeführt hat, nie die Palästinenser allein kritisiert, sondern wenn überhaupt, gemeinsam mit den Israelis, und weil sie einfach keine gute Ministerin ist. Aber bitte nicht wegen jener Ebene, die sie ansprach

          • Yael schreibt:

            „Yael (März 22, 2012 um 11:18 pm)
            “…aber mir zu unterstellen, ich nehme das als Argument, ist das allerletzte. Meine Welt dreht sich nicht um dich. Das alles hatten wir schon einmal und das brauche ich nicht erneut.”
            Du hast es als Argument angewandt, es steht da, kann also keine Unterstellung von mir sein.
            Die Ashton-Diskussion geht um die Welt, hat Konsequenzen, selbst die Hamas hat sich schon geäußert. Du und ich haben darin unterschiedliche Meinungen. Aber es gehört sich unter keinen Umständen, plötzlich was Persönliches aus dem Leben des Gegenübers als Argument zu benutzen! Deine aggressive Reaktion zeigt mir nur eins: Dass Du’s abstreiten willst.
            …Tja, die Federn fliegen im Wind vom Hügel; wer kann sie aufsammeln?“

            Weist du was? Deine Unterstellung ich hätte das mit Absicht gemacht und das darauf beharren, zeigt mir nur, dass du mich nicht kennst. Ich dachte, du tätest es. Diese Frechheit lasse ich mir von niemanden bieten. Denk was du willst. Ich dir nur eines: Leb wohl und zwar für immer! Mit so jemanden gebe ich mich nicht mehr ab.

          • Schula schreibt:

            Schwach, Herr Aristobulus, ganz schwach. Jeder reagiert sauer und aggressiv, wenn ihm etwas unterstellt wird und Sie drehen es genau anders herum. Wie es eben paßt. Gehen Sie mal ne Minute in sich und überlegen, warum man öfter sauer auf Sie reagiert. Andere Meinungen können Sie nämlich ganz schlecht verkraften. Das ist eine sehr schlechte Voraussetzung um sich immer wieder selber zu produzieren. Wirklich sehr schwach.

          • Aristobulus schreibt:

            Schula, hat Dich einfach raus, ja?, denn es geht hier um Yaels Amoklauf (den ich nicht verstehe, weil ich’s wohl nicht verstehen soll)

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Alle durchatmen!

          • Yael schreibt:

            Amoklauf? Oh je, es wird ja immer dramatischer.
            Egal, ich bin sehr enttäuscht von dir, weil du mir unterstellst, ich würde ein privates Unglück als Argument benutzen. Ich hatte schlicht nicht mehr an den Unfall deines Kindes gedacht, das ist alles. Du müsstest wissen, dass ich niemand bin, der mit Absicht jemanden, schon gar nicht mit einem privaten Unglück, verletzt. Dass du das mir
            zutraut, zeigt nur, dass du im Grunde nichts von mir weißt. Schade, aber man lernt doch immer noch dazu, wenn auch dieses Mal im negativen Sinne.
            Mach es gut.

          • Dante schreibt:

            @Aristobulus, @Yael
            Schade, dass diese Meinungsverschiedenheit zwischen Euch nun derart eskaliert ist. Mancher Tyrann und Verbrecher verdankt seinen Erfolg der Zerstrittenheit seiner Gegner.
            Was mich betrifft, halte ich es für ein Zeichen latenter bzw. womöglich unbewusster Judenfeindlichkeit, wenn man einen offensichtlich judenfeindlich motivierten Mord an jüdischen Kindern, sofern der Täter kein weißer Nazi, sondern Araber war, nicht für sich nehmen und verdammen kann, ohne zugleich palästinensische Kinder zu erwähnen, die bei israelischen Angriffen umgekommen sind. Letztlich läuft das darauf hinaus, dass der Betreffende Handlungen von Juden (oder solche, die Juden nachgesagt werden) zumindest mitverantwortlich für eine solche Bluttat macht.
            Ein Freund von mir nennt diese Haltung Judeophobie und bezeichnet diese als spezifisch europäisches Phänomen. Die Judeophobie ist sozusagen die vornehmere und weniger agressive Schwester des „Antisemitismus“. Im Gegensatz zu diesem ist sie ist kein geschlossenes Weltbild, beinhaltet aber die stete Bereitschaft, entweder Verständnis für ihn aufzubringen oder zumindest „dafür geeigneten“ Juden (z.B. IDF-Soldaten) eine Teilschuld zuzuweisen.
            Gerd Buurmann sieht das offenbar ganz ähnlich: https://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/03/25/die-lehre-des-tages/#comments

          • Yael schreibt:

            „Alle durchatmen!“

            Hab ich, lieber Gerd, hab ich. 😉 Das Thema ist für mich erledigt.

          • Aristobulus schreibt:

            „Das Thema ist für mich erledigt.“
            Kann ja wohl nicht sein, eine jahrelange Freundschaft nach einem schrecklichen Missverständnis einfach so zu erledigen, das kannst Du nicht wollen!, ist nicht Deine Art

          • Yael schreibt:

            „Das Thema ist für mich erledigt.”
            Kann ja wohl nicht sein, eine jahrelange Freundschaft nach einem schrecklichen Missverständnis einfach so zu erledigen, das kannst Du nicht wollen!, ist nicht Deine Art.“

            So war es auch nicht gemeint. Ich meinte das Thema des Streites, der ist erledigt. Ich würde dich doch nicht als Thema bezeichnen. 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Bezeichne oder erledige halt frei nach Gusto – aber hör auf mit dem Nachtreten

          • Yael schreibt:

            „Bezeichne oder erledige halt frei nach Gusto – aber hör auf mit dem Nachtreten“

            Wo trete ich denn nun wieder nach? Kannst du dich mal so ausdrücken, dass man es versteht? Echt, ich habe keine Lust mehr auf dein Theater.
            Leb wohl!

          • A.mOr schreibt:

            Kann mich tapferimnirgendwo (Danke) nur anschließen: „alle durchatmen!“

            Und zwar für ein paar Tage wenigstens, hier nämlich geht’s -offenbar- so nicht weiter.
            Wir haben schlicht das Feld der Argumente verlassen, das „Fetzen“ sollten wir lieber „hinter der Bühne“ austragen, wenn überhaupt. Nicht wahr?
            Und Besinnung wäre gut, braucht jedoch und nun einmal etwas Zeit, also bitte, „abkühlen“.

            Danke Dante, Dein Hinweis auf „Zerstrittenheit“ paßt schon, aber in dem Fall bin ich wenigstens guter Hoffnung, daß man das zornige Wort nicht so sehr auf die Goldwaage legen braucht, wenn es momentan auch ganz anders aussieht.

            Wie gesagt: „tief durchatmen“ un schabbojs!

          • Yael schreibt:

            Lass gut sein, A.mOr

            ich lass mich in Zukunft nie wieder anmachen. das war mir wieder einmal eine Lehre.
            Chag Sameach, Yael

          • Aristobulus schreibt:

            Unsinn, Du kannst Missverständnisse (vulgo Angemachtwerden) nicht im Voraus abweisen, wer könnte das wohl können??, und darum ging es ja nicht.
            Ein Argument von Dir ging vollst in meine Weichteile, so kam es bei mir an. Auf meine zugegebenermaßen alarmierte Reaktion hin hast Du aber nichts nachgefragt, sondern wurdest sofort sehr aggressiv, hast mir dann umgehend und auf sehr heftige Art die Freundschaft gekündigt, und gingst selbst nicht auf meinen Versuch (März 27, 2012 um 2:55 pm) ein… einer hat Dir ein Unrecht geschrieben, und sofort gehst Du an die Decke, Yael, klärst nichts, und knallst Türen.

          • Yael schreibt:

            Ich spreche allgemein. Deine Mail habe ich erst gestern entdeckt, weil es in meinen Spams war.

          • Aristobulus schreibt:

            … das hatte Dich nicht gewundert, dass Du nicht sofort von mir gemailt bekommst, wenn sowas passiert?
            Mich hat es gewundert, kein Mail zu kriegen…

          • Yael schreibt:

            Doch schon.
            Ich antworte dir auch noch. Ich bin gerade zeitlich eingeschränkt. Über Ostern und Pessach wird es besser.

          • Aristobulus schreibt:

            Gute koschere Feiertage für Dich, פסח שמח וכשר .

          • Yael schreibt:

            So, ich habe dir geantwortet.

        • Yael schreibt:

          „Ashton kann die Opfer von Toulouse nicht alleine stehen lassen. Sie muss aufzählen und abwägen. Aber da gibt es nichts abzuwägen. Man vergleicht die Terroropfer aus Toulouse und Sderot, nicht mit Kriegs- oder gar Unfallopfern. “

          Genau das macht die und daher stinkt es so.

          Ihre Einseitigkeit macht seit Jahren die Runde. Ob sie nun antisemitisch ist oder (Robert) ist mir schnurz egal. Sie labert, ohne scheinbar nachzudenken. Die muss man nun wirklich nicht in Schutz nehmen, und nur die Erwähnung von Sderot reicht nicht aus, weil sie im Endeffekt Terrorismus mit Gaza vergleicht. Da kann sie Sderot tausendmal erwähnen. Die Aussage wird dadurch nicht besser.

          Ihr wird vorgeworfen, reflexartig bei jeder Gelegenheit die israelische Siedlungspolitik zu kritisieren, während sie bei palästinensischen Anschlägen oder Raketenbeschuss schweigt.

          Einen echten Faux pas hatte sie kurz nach Ausbruch des jüngsten Schlagabtausches zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen veröffentlicht. Israel hatte am Freitag vor zwei Wochen den Befehlshaber der „Populären Volkskomitees“ in Gaza getötet, angeblich um einen größeren geplanten Terroranschlag im Sinai zu verhindern. Es folgten massiver Beschuss Israels mit Raketen aus dem Gazastreifen und weitere gezielte Tötungen von Kämpfern und Befehlshabern extremistischer Organisationen im Gazastreifen.

          Wenige Tage zuvor kritisierte sie Israel wegen der gewaltsamen Schließung von zwei palästinensischen Fernsehsendern in Ramallah. Mit keinem Wort erwähnte sie jedoch den Grund dafür. Nach israelischen Angaben hätten die Sender illegal Sendefrequenzen benutzt und so den Flugverkehr akut gefährdet.

          Kritik an Palästinensern äußert die Kommissarin fast nur, wenn gleichzeitig auch Israel an den Pranger gestellt werden kann. Als im Januar der Mufti von Jerusalem in Ramallah zur Vernichtung Israels und zu Mord an Juden aufgerufen hatte, schwieg Ashton, nutzte aber einen höchst ungewöhnlichen alternativen Weg, um die EU nicht israelischer oder jüdischer Kritik auszusetzen. Die EU-Botschafter vor Ort in Tel Aviv und Ramallah veröffentlichten erstmals eine gemeinsame Verurteilung der Mufti-Sprüche. Jeder weiß, dass Botschafter in solchen Fällen nur auf Weisung von oben handeln. So ist offenkundig, dass Ashton die Verurteilung an ihre Botschafter delegiert hat, damit ihr Name nicht mit offener Kritik an Palästinensern befleckt werde.

          http://www.hagalil.com/archiv/2012/03/22/ashton-2/

          http://www.hagalil.com/archiv/2012/03/22/ashton-2/

          • Yael schreibt:

            Das wird niemand ernsthaft bestreiten wollen. In vielen Krisengebieten sterben Kinder. Doch man fragt sich: Was geht in einer Politikerin vor, die nach der Ermordung jüdischer Kinder zuerst einmal an israelische Militäroperationen denkt? Ashton spricht es nicht offen aus, doch es ist klar, was sie meint: Judenhass ist immer eine Reaktion auf jüdisches Fehlverhalten. Ein altbekanntes antisemitisches Denkmuster. Geschieht Juden irgendwo auf der Welt etwas Schlimmes, sagt der Antisemit: selber schuld. Er kann gar nicht anders, als so zu denken. Es ist wie ein Reflex. Der Regisseur Rainer Werner Fassbinder lässt in einem Theaterstück einen Antisemiten sagen: «So denkt es in mir.» Und so denkt es auch in Catherine Ashton.

            http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wenn_es_in_der_schlampe_denkt/

          • Aristobulus schreibt:

            Das sind Indizien – zwar Indizien aber, nur Indizien und, usf.
            Falls Ashton bislang nicht mit Verstocktheiten und Einseitigkeiten aufgefallen wäre, Falls also nur diese r eine Passus im Raum stände, würde die Aufzählung toter Kinder so eindeutig antiisraelisch auf Dich wirken?

        • Dante schreibt:

          Au Mann, muss das sein?
          Ich hör‘ schon, wie der Teufel lacht, in diesem Fall der Judenhasser.
          @Aristobulus: Ich habe die Bemerkung mit dem Nachtreten selbt als eine Art Nachtreten empfunden und finde es beklagenswert, dass Du anscheinend von verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten, die es für Yaels Kommentar gibt, eine ziemlich negative gewählt hast, und das finde ich ungerecht und unnötig.
          „Böswillige“ Interpretationen sollte man sich für Äußerungen von wirklichen Feinden aufsparen.
          Und die sucht man sich nicht aus, sie kommen ganz von selbst…

        • Yael schreibt:

          Danke, dir auch.

  9. quisa schreibt:

    Wenn jemand die Hetze gegen eine bestimmte Gruppe salonfähig macht, indem er selbst übelste und unsachlichste Hetze betreibt, kann man ihn bei der Analyse von Ursachen nicht ganz außen vor lassen. Es gibt nicht immer nur einen Schuldigen, sondern es gilt, das Gesamtbild zu betrachten. EIn kind, dass von seinen Eltern immer wieder eingeredet bekommt, dass der und jene SPielkamerad schlecht sind und dann die Hemmschwelle verliert und den angeblich schlechten Spielkameraden schlägt, ist ja auch nicht alleine Schuld. In dem Falle schaut man auch, was da so aus dem Hintergrund des Elternhauses kommt. Viele Erwachsene sind da leider nicht anders als Kinder.

    Das gilt für Leute wie Sarrazin, Broder und Co, die auf unseriöse Weise gegen Muslime hetzen ebenso wie für irgendwelche Hetzer, die sich mit „Kauft keine israelischen (jüdischen) Produkte-schildern vor Geschäfte stellen oder einen Gabriel, der unsachliche Apartheidsvergleiche auf stellt um im antisemitischen Haifischbecken auf Stimmenfang zu gehen

    Das war damals kein Grund zum Schämen und ist es auch jetzt nicht

    • Yael schreibt:

      Broder hetzt nicht gegen Muslime. Es wird nicht wahrer, indem du das hier ständug wiederholst.

      • quisa schreibt:

        Meiner Meinung nach definitiv. Die Zitate haben wir ja schon des öfteren ausgetauscht. Das von ihm Gesagte ist eine Tatsache. Das wird auch nicht durch jene Zitate ausgeglichen, in denen er gegenteiliges behaupten kann. Hetze lässt sich nicht ausgleichen

        • Aristobulus schreibt:

          Quisa, Broder kritisiert das Totalitäre am Islamismus und die Apartheid in muslimischen Staaten in Grund und Boden, das ist alles. Er (und nichtmal Sarrazin, von dem ich überhaupt nichts halte) können irgendwas dafür, indem der Massenmörder Breivik ihre Namen erwähnt hat.
          Gabriel hat im antisemitischen Haifischbecken gefischt. Er hat aber nicht den jüdischen Totalitarismus und nicht die jüdische Apartheid kritisiert – weil es die nicht gibt. Er hat sich bloß töricht über eine Chimäre geäußert, die nicht existiert. Wie ein Prediger, der irgendwas vom Satan androht.
          Das ist der Unterschied…

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Habe nicht ganz sauber formuliert, pardon. Es sollte aber klar sein, was ich meine.

          • Silke schreibt:

            leider drückt er sich aber hie und da etwas generalisierend aus.

            Der Islam beziehungsweise der Islamismus hat um Patrick Bahners einen Bogen gemacht.

            http://www.welt.de/kultur/article12606057/Vor-dem-Islam-Angst-zu-haben-ist-eine-Tugend.html

            Was im dradio neulich im Zusammenhang mit der Verleihung des Preises an den Pfarrer von Bethlehem zu hören war, würde bei gleicher Logik durchaus dazu berechtigen, ebenso zu formulieren, vorausgesetzt man kriegt raus, welcher Flügel denn da nu was immer inhaliert.

            http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1683917/

            PS: Broder für Breivik haftbar zu machen ist gaga, jedeR, der je öffentlich was gesagt, geschrieben bebildert hat, hat Breivik gefüttert.

            In Toulouse ist es vermutlich anders, doch ob es gelingt, auseinander zu klamüsern, wieviel Prozent der Tatsache geschuldet sind, daß „man“ zu dem Kleinkriminellen vermutlich nicht sehr oft besonders nett war und was dem Humus, den öffentliche Häme für Israel füttert, wird wohl im Dunkeln bleiben. Ich jedenfalls kann mir nicht gut vorstellen, daß eine solche Tat(en) nur einer Motivation geschuldet ist.

          • Yael schreibt:

            „Quisa, Broder kritisiert das Totalitäre am Islamismus und die Apartheid in muslimischen Staaten in Grund und Boden, das ist alles. “

            Das versuche ich ihm schon seit Monaten zu erklären.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke, der Pfarrer Raheb scheint die Dhimmitude tiefst inhaliert zu haben (und Bahners, wenn der Vergleich berechtigt ist, lebt irgendwie zwischen drei radikalen Moscheen, er weiß es, aber er will es nicht wissen. Die sehen ihn immer so radikaldräuend an. Er sieht das. Er will es aber nicht sehen. Also will er gut Wetter machen, damit das Dräuende bloß nicht näherkommt, und es ist ja gar nicht da. Na prima alles. Er macht also prima Wetter, das funktioniert ein bisschen und dann noch ein bisschen, ungefähr bis 19:07 am Abend funktioniert’s, und dann kommen sie doch rüber, nichts zu machen)

          • Silke schreibt:

            Aristobulus

            es ist nicht der Pfarrer Raheb, der mir das Hörstück unvergeßbar macht, es sind die anderen Stimmen aus der protestantischen Ecke, die ihn unterstützen. (ist Gabriel evangelisch liiert, falls ja, wo?)

            Pfarrer Raheb ist in der „Mitte unserer Gesellschaft“, zumindest der protestantischen, „fest verankert“. Analog müßte man also auch diskutieren, inwieweit die Religion an sich usw. usf.

    • Dante schreibt:

      Es gibt nicht immer nur einen Schuldigen, sondern es gilt, das Gesamtbild zu betrachten. EIn kind, dass von seinen Eltern immer wieder eingeredet bekommt, dass der und jene SPielkamerad schlecht sind und dann die Hemmschwelle verliert und den angeblich schlechten Spielkameraden schlägt, ist ja auch nicht alleine Schuld.

      Der Mörder war aber kein Kind, im Unterschied zu vielen seiner Opfer. Wer den Anspruch erhebt, als mündig betrachtet zu werden, dem muss auch die Verantwortung für das zugesprochen werden, was er tut. Und auch ein Kind, selbst ein geistig behindertes Kind, wüsste, dass diese Schulkinder nichts mit dem Tod auch nur eines einzigen palästinensischen Kindes zu tun haben.

      • Aristobulus schreibt:

        Es sei denn, dieser/dieses wäre ein Judenhasser (ähm, oder, pro grano salis abgeschwächt, ein Antizionist). So einer versteht gleich, dass man Juden überall umbringen muss, wegen Israel, oder Trotz Israel, und auch, Falls es kein Israel gäbe. Und wegen der Schoah.
        Ich meine das nicht ironisch… für die ist der Zusammenhang sonnenklar.
        Wie kann man das verstehen?

        • Dante schreibt:

          Es sei denn, dieser/dieses wäre ein Judenhasser (ähm, oder, pro grano salis abgeschwächt, ein Antizionist).

          Ich bin überzeugt, dass auch der das versteht und jüdische Kinder eben nicht wegen Israels Politik ermordet, sondern weil sie Juden sind. Ich unterstelle, dass er weiß, was er tut.

    • Dante schreibt:

      Hallo quisa, nochwas:

      Das gilt für Leute wie Sarrazin, Broder und Co, die auf unseriöse Weise gegen Muslime hetzen…

      Meines Erachtens kann man nicht auf seriöse Weise gegen irgendwen hetzen.
      Aber ich will Ihnen gern sagen, wer meines Erachtens richtig übel gegen Muslime hetzt: Mohammed Merah, sein Bruder und jeder Mensch, der für Merahs Morde auch nur das geringste Verständnis zeigt.

  10. Henrike schreibt:

    Warum sitzt im vorigen Artikel Broder im Boot und jetzt Gabriel?

  11. aron2201sperber schreibt:

    im Standard hat man die Stunden, als noch nicht feststand, wer der Täter war gleich einmal dazu genutzt, Sarkozy für das „Umfeld“ verantwortlich zu machen:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/03/21/spiel-mit-dem-feuer/

    jetzt ist das „Umfeld“ auf einmal nicht mehr so wichtig…

  12. Eliyah schreibt:

    Der Witz des Tages (gefunden auf SPON):

    [15.50 Uhr] Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad hat sich gegen den Missbrauch der Anliegen seines Volkes durch Terroristen verwahrt. „Es ist höchste Zeit, dass solche Kriminellen aufhören zu behaupten, sie verübten ihre Terrorakte zur Unterstützung palästinensischer Kinder“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung Fajads, die in Ramallah im Westjordanland verbreitet wurde.

    Der mutmaßliche Attentäter von Toulouse hatte gesagt, er wolle den Tod palästinensischer Kinder rächen. „Unser Volk und unsere Kinder verurteilen diesen kriminellen Terrorismus auf das Schärfste“, so Fajad.

  13. Rupert Reiger schreibt:

    Andrang aus Europa zur Schulung für den «Heiligen Krieg»

    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/terror-lehrlinge_in_pakistan_1.15993026.html

    Der Serienmörder von Toulouse hat offenbar eine Terrorausbildung in Pakistan absolviert. Hunderte von jungen Männern aus Europa lassen sich dort in Bombenbau, Schiessen, Taktik und Konspiration ausbilden.

    Angriff mit dem Motorrad: Manöver in einem Kaida-Lager in Afghanistan, gezeigt in einem Werbefilm.

    Aufnahmestopp wegen zu grossen Andrangs:
    Nicht wenige der Rekruten stammen aus Europa. Kamen in den afghanischen Lagern die Absolventen noch fast ausschliesslich aus dem Maghreb, dem Nahen Osten und Südasien, so gelangen heutzutage auf verschlungenen Pfaden immer mehr Muslime aus Europa – junge Eingewanderte oder Konvertiten – dorthin.

    Inzwischen haben einige Gruppierungen bereits so viele Neuankömmlinge aus Europa, dass sie einen Aufnahmestopp verhängt haben.

    Jedoch auch:
    Die Ausbildung ist hart und das Essen ist schlecht …

    Armer Gabriel …

  14. heplev schreibt:

    >>Lamya Kaddor, der Vorsitzenden des Liberal-Islamischen Bundes<<
    Lamya Kaddor ist eine Frau. 🙂

  15. Hessenhenker schreibt:

    Vielleicht ist dieses provozierende Glockengebimmelvideo vom Buurmann schuld?
    Sie müssen doch wissen, wie Mörder auf sowas reagieren könnten!
    Nie wieder Glockengeläut.
    Es sind ja sogar schon deutsche Zahnärzte zu Massenmördern geworden, weil auf dem Dorf, auf das sie der Ruhe wegen gezogen sind, gebimmelt wurde.

    Und Reiseverbot für Gabriel. Das deeskaliert.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Hiermit erkläre ich, dass ich mich für das kulturunsensibele Glockengebimmelvideo entschudlige. 😉

      • Hessenhenker schreibt:

        Ja, mit solchen Tricks arbeiten: „entschudlige“.
        Der unaufmerksame Leser hätte glatt geglaubt, es handele sich um eine Entschuldigung, dabei ist es nur eine nicht einmal bei Wikipedia verwurstete Entschudligung.

        Und was ist mit den Klingeltönen?
        Ich hab den Ton des Videos als Klingelton.
        Das kann im Bus zu einer Stampede führen.
        Wer haftet da wieder für die Schäden?

  16. Hessenhenker schreibt:

    Wieso, selbstverständlich sitzt Gabriel im Boot.
    Zwar nicht „mit“, sondern allein, denn mit ihm ist das Boot bereits ausreichend voll.

    • Aristobulus schreibt:

      Wie soll er aus dem Boot bloß rauskommen? Sein Gewicht (in kg., nicht geistig) meine ich nicht – aber so tief zusammengesunken, wie der jetzt wohl ist, kommt er nur nach unten wieder raus

      • Hessenhenker schreibt:

        Wenn er über sich hinauswächst, ich meine, unter sich . . . Kann er das Boot als Hut tragen.

        • Aristobulus schreibt:

          Ach ja, da war doch mal einer, der schnaufend aus’m Wasser mit einer Galeone auf der Frisur auftaucht und massig übers Land stampft (in irgend einem englischen Film, lange her). Den hat dann ein kleiner David aufgehalten, und aus war’s mit der Verwüstung

Seid gut zueinander!

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