Günter Grass für Deutschland!

Weil sich Günter Grass vor gut 70 Jahren nicht gegen die SS entscheiden konnte und sogar Mitglied bei dieser nationalsozialistischen Terroreinheit wurde, die aktiv den Massenmord an sechs Millionen Juden ermöglichte, sah er vor etwas mehr als 20 Jahren in allen Deutschen genau solche Untertanen wie er selbst einer war und sprach sich vehement gegen die deutsche Wiedervereinigung aus. Dieser narzisstisch gestörte Mann also, der ein Fehlurteil nach dem anderen fällt, nimmt sich nun Israel vor. In seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ schreibt er unter anderem:

„Weil gesagt werden muß,
was schon morgen zu spät sein könnte;
auch weil wir – als Deutsche belastet genug –
Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,“

Ich übersetze mal: Weil Günter mal bei der SS war, muss heute verhindert werden, dass sich Israel gegen die Vernichtungsdrohungen des Irans zur Wehr setzt. Israel muss einfach an den medialen Pranger gestellt werden und zwar, wie es sich gehört, vor dem Pessach-Fest. Es gehört schließlich zur europäischen Tradition, Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will. Richard Herzinger sagt dazu:

„Grass suggeriert, mit der Lieferung von U-Booten, die Atomwaffen tragen können, an Israel mache sich Deutschland an einem geplanten nuklearen Angriffskrieg gegen den Iran und damit an einer geplanten Auslöschung des iranischen Volkes mitschuldig. Als hätte die Debatte über eine mögliche Bombardierung iranischer Atomanlage irgendetwas mit Israels Atombewaffnung zu tun! Als habe irgendjemand jemals auch nur im Entferntesten erwogen, diese gezielten Schläge mit Hilfe von Atomwaffen durchzuführen! Grass vermengt in demagogischer Ignoranz zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben – um die Israelis als die neuen Nazis hinzustellen. Um es zum Mitschreiben noch einmal klarzustellen: Israels atomare Bewaffnung, und damit auch die deutschen Atom-U-Boote, dienen der Verteidigung des jüdischen Staates vor potenziellen nuklearen Angreifern. Die U-Boote sichern dabei die Zweitschlagfähigkeit, also die Möglichkeit, sogar im Falle eines nuklearen Treffers auf Israel noch atomar zurückschlagen zu können. Diese Zweitschlagkapazität ist für jede Abschreckungsstrategie von entscheidender Bedeutung, macht sie doch jedem potenziellen Angreifer klar, dass er selbst garantiert nicht überleben würde, sollte er einen Nuklearkrieg vom Zaun brechen.“

Der Glaube vom jüdischen Ritualmörder ist jedoch so weit verbreitet, dass nicht wenige Menschen einfach nur böse Absichten in Israel erkennen können. Dr. Hassan Hanizadeh behaupte zum Beispiel im Dezember 2005 auf dem iranischen Sender Jaam-E Jam2 TV:

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen. Dieses Ereignis führte zu Unruhen im Paris der damaligen Zeit und die französische Regierung sah sich einem enormen Druck ausgesetzt. Eine ähnliche Sache ereignete sich in London, wo ebenfalls viele englische Kinder durch jüdische Rabbis ermordet wurden.“

Es sind diese Horrormärchen, die noch heute ranghohe Politiker dazu bringen, genauso zu tönen wie damals Goebbels. Am 28. Februar 2010 sagte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der ehemalige libanesische Minister, Wiam Wahhab, gab am 4. Juli 2010 auf dem libanischen Sender Al-Jadid/New TV sogar zu:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“

Und ein Kommentator auf auf dem ägyptischen Sender Al-Rahma TV war am 26. Januar 2009 fast sexuell erregt, als er Bilder vom Holocaust sah:

„Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“

Für unsere Günter jedoch ist Israel die größte Gefahr:

„Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?“

Israel ist somit für Günter Grass eine größere Gefahr als die Hamas, die sich in ihrer Charta folgenden Artikel 7 gegeben hat:

Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Den Worten folgen regelmäßig Taten. In den letzten 60 Jahren wurden über 800.000 Juden aus ihren arabischen Heimatländern vertrieben. Die Länder Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen erklären sogar stolz, überhaupt keine Juden mehr zu haben. Auch die Hamas und die Fatah betonen immer wieder ihre Absicht, keinen Juden in einem möglichen Palästina zu akzeptieren. Palästina muss für sie „judenrein“ sein. Auch der Dauerbeschuss Israels durch palästinensische Raketen zeigt deutlich, dass es die Judenhasser im Nahen Osten ernst meinen. Es gibt Tage, da gehen auf das Land Israel, das nicht größer ist als Hessen, über 40 Raketen nieder. Das muss man sich mal vorstellen! Was wäre wohl in Deutschland los, wenn an einem Tag 40 Raketen auf engstem Gebiet einschlagen würden? Israel glaubt dennoch weiterhin an den Frieden. In der Unabhängigkeitserklärung von Israel finden sich nach wie vor folgende Worte:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Da hat unser Literaturnobelpreisträger also wieder einmal bewiesen, was für ein gutes Gespür er hat. Henryk M. Broder sagt dazu:

„Grass hat schon immer zu Größenwahn geneigt, nun aber ist er vollkommen durchgeknallt. Ganztätig mit dem Verfassen brüchiger Verse beschäftigt, hat er keine der vielen Reden des iranischen Staatspräsidenten mitbekommen, in denen er von der Notwendigkeit spricht, das ´Krebsgeschwür´, das Palästina besetzt hält, aus der Region zu entfernen.“

Man muss Günter Grass aber auch verstehen. Hätte es in Deutschland niemals Nazis gegeben, so hätte Günter später keine Themen für seine Romane gehabt. Ohne Nationalsozialismus hätte er nie „Die Blechtrommel“ schreiben können und der Literaturnobelpreis wäre an jemand anderes gegangen. Er musste somit einfach schweigen und mitlaufen, schon aus karrieretechnischen Gründen!

Deshalb schweigt er wohl auch zum heutigen Iran und dem dort grassierenden Judenhass. Er betreibt damit lediglich Themensicherung für kommende deutsche Vergangenheitsbewältigungen. Was soll denn schon aus der deutschen Literatur werden, wenn der Nationalsozialismus immer mehr zur Geschichte wird und nichts neues nachwächst?

Günter will einfach sicher gehen, dass in ungefähr 60 Jahren ein neues Mahnmal für die ermordeten Israelis entstehen kann, damit ein deutscher Kanzler sagen kann, das sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“ und ein deutscher Historiker mit stolz geschwellter Brust tönen kann: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Günter Grass hat sein Gedicht für Deutschland geschrieben, damit es auch in Zukunft noch kraftvoll eine Vergangenheit bewältigen kann! All die Arbeitsplätze in den deutschen Lern-, Gedenk- und Dokumenationsstätten, in den Holocaustforschungsinstituten und Universitäten der Antisemitismusforschung müssen schließlich zukunftsorientiert gesichert werden. Nachhaltigkeit nennt man sowas in Deutschland! Wie soll Deutschland denn noch einen Oscar nach Hause holen, wenn es keinen Judenhass mehr gibt? Volker Schlöndorffs „Die Blechtrommel“, Caroline Links „Nirgendwo in Afrika“ und Christoph Waltz‘ Oscar (Waltz hat die deutsche und die österreichische Staatsbürgerschaft) für die Rolle eines Nazis in „Inglourious Basterds“ haben wir einzig und allein der Existenz von Judenhass zu verdanken und der Tatsache, dass in Deutschland immer geschwiegen wurde, wenn es geschah. Ohne Holocaust gäbe es sogar beim ZDF immer noch genug Sendeplatz für das Testbild!

Darum schweigt Günter auch zu der Tatsache, dass der Iran vor allem durch Deutschland stark gemacht und gerüstet wurde. Er schweigt zu der üblen Diktatur, die Juden hasst und dies verbal so äußert wie die Nazis 1933. Er schweigt für Deutschland! Allerdings geht Günter Grass heute noch etwas weiter als damals bei der SS. Damals schwieg er nur. Heute bricht er den Stab über Juden, die es wagen, sich zu wehren. Damals hat er es noch nicht gewagt, die Juden im Warschauer Ghetto für ihren Aufstand zu tadeln. Er war wohl noch zu jung! Das traut sich Günter Grass erst heute, „gealtert und mit letzter Tinte“.

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