Günter Grass für Deutschland!

Weil sich Günter Grass vor gut 70 Jahren nicht gegen die SS entscheiden konnte und sogar Mitglied bei dieser nationalsozialistischen Terroreinheit wurde, die aktiv den Massenmord an sechs Millionen Juden ermöglichte, sah er vor etwas mehr als 20 Jahren in allen Deutschen genau solche Untertanen wie er selbst einer war und sprach sich vehement gegen die deutsche Wiedervereinigung aus. Dieser narzisstisch gestörte Mann also, der ein Fehlurteil nach dem anderen fällt, nimmt sich nun Israel vor. In seinem Gedicht „Was gesagt werden muss“ schreibt er unter anderem:

„Weil gesagt werden muß,
was schon morgen zu spät sein könnte;
auch weil wir – als Deutsche belastet genug –
Zulieferer eines Verbrechens werden könnten,“

Ich übersetze mal: Weil Günter mal bei der SS war, muss heute verhindert werden, dass sich Israel gegen die Vernichtungsdrohungen des Irans zur Wehr setzt. Israel muss einfach an den medialen Pranger gestellt werden und zwar, wie es sich gehört, vor dem Pessach-Fest. Es gehört schließlich zur europäischen Tradition, Juden vor dem Pessach-Fest des Ritualmords anzuklagen. Früher waren es christliche Kinder, deren Blut die Juden angeblich zur Herstellung der Mazzen verwendeten, heute ist es das iranische Volk, das der jüdische Staat angeblich auslöschen will. Richard Herzinger sagt dazu:

„Grass suggeriert, mit der Lieferung von U-Booten, die Atomwaffen tragen können, an Israel mache sich Deutschland an einem geplanten nuklearen Angriffskrieg gegen den Iran und damit an einer geplanten Auslöschung des iranischen Volkes mitschuldig. Als hätte die Debatte über eine mögliche Bombardierung iranischer Atomanlage irgendetwas mit Israels Atombewaffnung zu tun! Als habe irgendjemand jemals auch nur im Entferntesten erwogen, diese gezielten Schläge mit Hilfe von Atomwaffen durchzuführen! Grass vermengt in demagogischer Ignoranz zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben – um die Israelis als die neuen Nazis hinzustellen. Um es zum Mitschreiben noch einmal klarzustellen: Israels atomare Bewaffnung, und damit auch die deutschen Atom-U-Boote, dienen der Verteidigung des jüdischen Staates vor potenziellen nuklearen Angreifern. Die U-Boote sichern dabei die Zweitschlagfähigkeit, also die Möglichkeit, sogar im Falle eines nuklearen Treffers auf Israel noch atomar zurückschlagen zu können. Diese Zweitschlagkapazität ist für jede Abschreckungsstrategie von entscheidender Bedeutung, macht sie doch jedem potenziellen Angreifer klar, dass er selbst garantiert nicht überleben würde, sollte er einen Nuklearkrieg vom Zaun brechen.“

Der Glaube vom jüdischen Ritualmörder ist jedoch so weit verbreitet, dass nicht wenige Menschen einfach nur böse Absichten in Israel erkennen können. Dr. Hassan Hanizadeh behaupte zum Beispiel im Dezember 2005 auf dem iranischen Sender Jaam-E Jam2 TV:

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen. Dieses Ereignis führte zu Unruhen im Paris der damaligen Zeit und die französische Regierung sah sich einem enormen Druck ausgesetzt. Eine ähnliche Sache ereignete sich in London, wo ebenfalls viele englische Kinder durch jüdische Rabbis ermordet wurden.“

Es sind diese Horrormärchen, die noch heute ranghohe Politiker dazu bringen, genauso zu tönen wie damals Goebbels. Am 28. Februar 2010 sagte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der ehemalige libanesische Minister, Wiam Wahhab, gab am 4. Juli 2010 auf dem libanischen Sender Al-Jadid/New TV sogar zu:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“

Und ein Kommentator auf auf dem ägyptischen Sender Al-Rahma TV war am 26. Januar 2009 fast sexuell erregt, als er Bilder vom Holocaust sah:

„Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“

Für unsere Günter jedoch ist Israel die größte Gefahr:

„Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?“

Israel ist somit für Günter Grass eine größere Gefahr als die Hamas, die sich in ihrer Charta folgenden Artikel 7 gegeben hat:

Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Den Worten folgen regelmäßig Taten. In den letzten 60 Jahren wurden über 800.000 Juden aus ihren arabischen Heimatländern vertrieben. Die Länder Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen erklären sogar stolz, überhaupt keine Juden mehr zu haben. Auch die Hamas und die Fatah betonen immer wieder ihre Absicht, keinen Juden in einem möglichen Palästina zu akzeptieren. Palästina muss für sie „judenrein“ sein. Auch der Dauerbeschuss Israels durch palästinensische Raketen zeigt deutlich, dass es die Judenhasser im Nahen Osten ernst meinen. Es gibt Tage, da gehen auf das Land Israel, das nicht größer ist als Hessen, über 40 Raketen nieder. Das muss man sich mal vorstellen! Was wäre wohl in Deutschland los, wenn an einem Tag 40 Raketen auf engstem Gebiet einschlagen würden? Israel glaubt dennoch weiterhin an den Frieden. In der Unabhängigkeitserklärung von Israel finden sich nach wie vor folgende Worte:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Da hat unser Literaturnobelpreisträger also wieder einmal bewiesen, was für ein gutes Gespür er hat. Henryk M. Broder sagt dazu:

„Grass hat schon immer zu Größenwahn geneigt, nun aber ist er vollkommen durchgeknallt. Ganztätig mit dem Verfassen brüchiger Verse beschäftigt, hat er keine der vielen Reden des iranischen Staatspräsidenten mitbekommen, in denen er von der Notwendigkeit spricht, das ´Krebsgeschwür´, das Palästina besetzt hält, aus der Region zu entfernen.“

Man muss Günter Grass aber auch verstehen. Hätte es in Deutschland niemals Nazis gegeben, so hätte Günter später keine Themen für seine Romane gehabt. Ohne Nationalsozialismus hätte er nie „Die Blechtrommel“ schreiben können und der Literaturnobelpreis wäre an jemand anderes gegangen. Er musste somit einfach schweigen und mitlaufen, schon aus karrieretechnischen Gründen!

Deshalb schweigt er wohl auch zum heutigen Iran und dem dort grassierenden Judenhass. Er betreibt damit lediglich Themensicherung für kommende deutsche Vergangenheitsbewältigungen. Was soll denn schon aus der deutschen Literatur werden, wenn der Nationalsozialismus immer mehr zur Geschichte wird und nichts neues nachwächst?

Günter will einfach sicher gehen, dass in ungefähr 60 Jahren ein neues Mahnmal für die ermordeten Israelis entstehen kann, damit ein deutscher Kanzler sagen kann, das sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“ und ein deutscher Historiker mit stolz geschwellter Brust tönen kann: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Günter Grass hat sein Gedicht für Deutschland geschrieben, damit es auch in Zukunft noch kraftvoll eine Vergangenheit bewältigen kann! All die Arbeitsplätze in den deutschen Lern-, Gedenk- und Dokumenationsstätten, in den Holocaustforschungsinstituten und Universitäten der Antisemitismusforschung müssen schließlich zukunftsorientiert gesichert werden. Nachhaltigkeit nennt man sowas in Deutschland! Wie soll Deutschland denn noch einen Oscar nach Hause holen, wenn es keinen Judenhass mehr gibt? Volker Schlöndorffs „Die Blechtrommel“, Caroline Links „Nirgendwo in Afrika“ und Christoph Waltz‘ Oscar (Waltz hat die deutsche und die österreichische Staatsbürgerschaft) für die Rolle eines Nazis in „Inglourious Basterds“ haben wir einzig und allein der Existenz von Judenhass zu verdanken und der Tatsache, dass in Deutschland immer geschwiegen wurde, wenn es geschah. Ohne Holocaust gäbe es sogar beim ZDF immer noch genug Sendeplatz für das Testbild!

Darum schweigt Günter auch zu der Tatsache, dass der Iran vor allem durch Deutschland stark gemacht und gerüstet wurde. Er schweigt zu der üblen Diktatur, die Juden hasst und dies verbal so äußert wie die Nazis 1933. Er schweigt für Deutschland! Allerdings geht Günter Grass heute noch etwas weiter als damals bei der SS. Damals schwieg er nur. Heute bricht er den Stab über Juden, die es wagen, sich zu wehren. Damals hat er es noch nicht gewagt, die Juden im Warschauer Ghetto für ihren Aufstand zu tadeln. Er war wohl noch zu jung! Das traut sich Günter Grass erst heute, „gealtert und mit letzter Tinte“.

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58 Antworten zu Günter Grass für Deutschland!

  1. Pingback: Etwas differenzierter bitte! | Tapfer im Nirgendwo

  2. kamosetao schreibt:

    +Sööhn Sie , Grrross wörd nicht umsonst mit SS geschrrröben…
    +Jawoll, mein Führer….

  3. Pingback: Zitate! « abseits vom mainstream – heplev

  4. Harrypotter schreibt:

    Man muss mit dem alten Mann erbarmen haben.
    Wer weiss ob er seine Sinne noch beisammen hat ?
    Er erinnert mich an“ Professor Selsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“.
    Immerhin hat er es geschafft die HJ Erziehung fast 70 Jahre unter dem Deckel zu halten.
    Also sind wir nicht so unbarmherzig zu ihm.

  5. Predo schreibt:

    Er hat sein Ziel erreicht. Noch einmal groß in den Medien sein.

    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,825984,00.html

    Wortwitze von wegen „blechtrommeln“ sind jetzt zu flach oder?

  6. A.mOr schreibt:

    Mit Bezug auf das aktuelle Gedichte des Altmeisters von Schrift und Zeichnung und dergleichen mehr Grass, G., abgedrückt zB in der ‚Suedwestdeutschen‘.

    Grass über die Sache wachsen lassen, nicht mit Grass!

    Gequält ist er, der arme Mann!
    Ordnet sich unter, nennt’s nicht beim Namen, erhorcht allgemeines Verschweigen eines Tatbestandes. Belastend die Lüge, der Zwang, Strafe in Aussicht, tief empfunden!

    „…das Verdikt „Antisemitismus“ ist geläufig.“
    Ja, Herr Grass, kraSS, Mann kennt’s, will nicht, muß!

    Ureigene Verbrecher, Herr Grass, ohne Vergleich und mit flinker Lippe, rein geschäftsmäßig, ein weiteres U-Boot voller israelischer Technologie heim ins (Atombomben)reich, nennen wir’s doch: Israel!
    Ein Windhauch der Wahrheit, das Grass auseinandergeblasen, eröffnet den Blick auf das, was verschwiegen erhorcht, scharf erblickt, gegen jede Strafe in Aussicht nun doch da ist, wo es sein muß, wo’s Grass es erblicken macht, starre nicht, rühr dich nicht, oh Israel!

    Als ‚Befürchtung von Beweiskraft sein‘ will es, Dir, oh Grass über den Sachen. Verbunden bist Du Israel, hat’s Dich gebunden, angebunden, kannst die Flügel nicht ausbreiten, mußt Schweigen und Dich quälen, Strafe in Aussicht, zu sagen wider dem allgemeinen Verschweigen des Tatbestandes!
    Deine Herkunft! Deine Unterkunft! Deine Niederkunft! Grass, gib Grass!

    Gealtert und mit letzter Tinte sprichst Du, nein sagst Du, was Du sagen mußt, Gebundener an Israel!

    „Israel gefährdet den Weltfrieden?“
    So schreibst Du, fragend? Das weißt Du nicht sicher?
    Qual und Herkunft, gebunden an die Frage, darfst Du sie stellen, droht nicht, bei einer winzigen Unvorsichtigkeit, oj, Strafe in Aussicht! „Juice“!!!
    Was, wenn das ‚?‘ hängt und sich zu ‚!‘ erstreckt?!

    Wäre der Deutsche nicht so belastet, nicht, er wäre kein rundrückenhohlkreuzgebücktes Fragezeichen mit Schweinehals, nein gertenschlank und rank und hager und muskulös, nur nicht zu dick, ein Ausruf mit Zeichen! Heimat! Wohin hast Du mich gebückt!?

    Mitschuld, das darf nicht sein, Heimat mit Mitschuld, gebückt, nein!
    Nein, schweigen tust Du nicht, überdrüssig bist’s das Heucheln, nicht Deins, das, von denen, jenen, immer waren sie’s! Mit flinken Lippen, u-booten sie Deutschland ins Verderben, in die Mitschuld, gebunden, fest verbunden an die Lüge, den Zwang, das Schweigen mit flinken Lippen, u-bootig, fürwahr!

    Der Verursacher der erkennbaren Gefahr, er ist da, er war, wo? Wer? Nein, nicht der!
    Gertenschlank war er einst, rank und hager und bedeutsam wie ein Ausruf, ein Zeichen!
    (Paul, darf ich? „er greift nach dem Eisen im Gurt er schwingts seine Augen sind blau“, Danke!)
    Gedrückt, verzwangt und verschwiegen, angedroht ungenannt jedoch bekannt, in Aussicht, sichtbar, nur nicht sehbar, fühlbar durch Last zum Fragezeichen mit dickem Hals, geplatzt ist er, das Grass schwingt zur Seite und spricht, wo’s schweigen soll, hier, hört, da ist er, er ist ein Fragezeichen!

    Und u-bootet, von hier nach dort und zurück, wo soll das hinführen?
    Das müssen wir kontrollieren und überwachen und inspizieren, wir wollen es endlich wissen!
    Hat Israel es, das Ding, hat es nicht, ist er länger oder nicht?! Der Weltfrieden, oh Günter, er droht!

    Keine Chance der Mitschuld!

    • Aristobulus schreibt:

      Wuah, A.mOr!, ganz große Klasse

    • yoyojon schreibt:

      Nanu! Na sowas…. Er ist ja ein Dichter, der A.mOr! 🙂 Und ich hatte gedacht, die Dichtkunst, wie alle Kunst, sei bereits tot.

      • A.mOr schreibt:

        😳 Vielen Dank yoyojon! 😎
        Ob’s den ‚G.‘ irgendwo je erreichen wird?
        Sollte es?
        Und, „Kunst (wuah!) sei tot“, ich finde, daß dies „Gemußt Gesagte“ bei einigen, so wohl recht unbeachtet wie meines hier, echte kreative Perlen als Reaktion erbrachte. Zumindest, soweit ich es überblicken konnte, und das war zeitmangels nicht besonders viel; umso erstaunlicher!

  7. liberaler_Erdenbürger schreibt:

    schade dass ihr noch immer pennt! die zionisten haben hitler schon geholfen die eigenen leute zu massakrieren! zionisten waren und sind die wahren kriegstreiber! 95% der juden sind sicher gute menschen, aber das ist auf der ganzen welt so…..und noch was! wenn man mit westlicher hilfe in einem pulverfass einen staat erichtet der da nicht hingehört, muss man sich nicht wundern wenn es nie ruhig wird…dabei noch den palästinenserdas wasser und lebensmittel vorenthällt, macht es nicht einfacher für dieumliegenden länder, israel zu akzeptieren… schlaft weiter und wundert euch.

  8. isa schreibt:

    Zum Stichwort „Objektivität“ und zurück zu Grass.
    Auch Dichter sind Menschen und können irren, auch Irre können dichten und was erdichten.
    Dichtkunst ist was sehr Schönes.
    Oder doch nicht?
    Gedichte zu schreiben nach Auschwitz, sei barbarisch, meinte Adorno.
    Angesichts eines Textes wie den von Grass, der gestern präsentiert
    wurde, würde ich Adorno Recht geben wollen. Allein, Gedicht ist nicht gleich Gedicht,
    ob gereimt, ob unereimt, es fällt mir schwer, das aktuelle güntergrässliche Machwerk überhaupt als Gedicht anzuerkennen.

  9. Burkhard schreibt:

    Tja, manchmal ist Grass schwer zu verstehen und aktuell ganz schwer. Friedensbewegt sein und sich einmischen ist gut, die Grass’sche Einseitigkeit aber ist es wohl weniger, und da ist es schon richtig, mal die ganzen Zitate auszupacken, um zu zeigen, wo die Gefahr lauert. Vielleicht sieht Grass das ja ein, und er hängt seinem Gedicht noch eine Strophe an. Mit allerletzter Tinte – nach dem Pessach-Fest. Dass er aber die Nazidiktatur für seinen Nobelpreis gebraucht haben soll: Also hier kann ich dir, lieber Gerd, nicht so ganz folgen. Oder war das gar keine Gehässigkeit, sondern nur der Schelm im Buurmann … Naja, ich lese jetzt noch mal den „Butt“ und halte es mit Klaus Staeck.

  10. [Aya] schreibt:

    Typisch deutsch:
    -urteilen, verurteilen, zerfleischen

    Mal abgesehen von dem Gedicht. Ich sehe in dieser Diskussion kaum Objektivität. Sind Tweedjacken, Cordhosen und eine ehemalige Mitgliedschaft in der SS denn eine Grundlage, einen Menschen zu beurteilen? Wieviele Großväter und Familienmitglieder waren denn in eurer eigenen Familie Mitglied in der SS oder der Wehrmacht? Vielleicht hat ja auch DEIN Opi die Züge beladen und schreibt Jahrzente später Gedichte darüber?

    Wer objektiv sein will, muss auch Meinungen und Ansichten akzeptieren, die der eigenen überhaupt nicht entsprechen und ganz ehrlich, wer von den hier kommentierenden, war denn schon dabei und hat die Wenden der Geschichte live miterlebt? Urteile werden gefällt, aufgrund von Dingen die die Schule,Medien etc. an uns herantragen werden und nicht aufgrund eigener Erlebnisse und Erfahrungen.

    Da sollte man sich doch dann lieber neutral zurückhalten, anstatt hier unsachliche Hassparolen zu posten.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      “ Sind Tweedjacken, Cordhosen und eine ehemalige Mitgliedschaft in der SS denn eine Grundlage, einen Menschen zu beurteilen?“ Das fragen Sie, was schon lustig genug ist, die einen tragen Cordhosen, die anderen sind in der SS. Noch komischer aber ist, dass Sie, der nicht verstehen kann, warum Menschen nach ihrer Mode und ihrer Gruppenzugehörig beurteilt werden, ohne Probleme nach Nationalität urteilen können: „Typisch deutsch“. Das ist wirklich lustig.

      • [Aya] schreibt:

        Ich glaube in Deutschland ist eine Kultur des Bewertens und Verurteilens sehr en vogue, es wird doch zu gerne debattiert, diskutiert, kritisiert, auf jedweder Ebene. Was daraus erwächst, sieht man jüngst in Emden. Lynchjustiz und ein 17-jähriger Unschuldiger, dessen Leben für immer zerstört ist.

        Ja definitiv, der gute Deutsche, hat zu allem eine Meinung parat und da man heute 1001 Quelle hat, aus der man sich sein eigenes Bildchen zusammen puzzeln kann, geht die Sachlichkeit flöten.

        Ach und es freut mich, das ich sie amüsieren konnte.

        • A.mOr schreibt:

          „…ein 17-jähriger Unschuldiger, dessen Leben für immer zerstört ist…“
          Ist das nicht übertrieben, oder daneben?
          Dieser Junge wurde verdächtigt, war’s aber nicht. Den eigentlichen Mörder haben sie geschnappt, damit ist die Sache wenigstens für den 17-jährigen erledigt, und ganz Emden weiß davon.
          „…Leben zerstört…“?
          Also, diese Überlegung dürfte man natürlich schonmal mit Blick auf die Familie des ermordeten Mädchens anbringen. Oder warum nicht so, wie es das Wort selbst beinhaltet:
          das Leben eines 11-jährigen Mädchens ist zerstört, ausgelöscht.
          (Möge der Herr sich ihrer erbarmen!)

          Mit Verlaub, soviel also auch zum Thema „en vogue“ usw usf …

        • Yael schreibt:

          Ich warte noch auf eine Antwort wie eine Lüge eine Ansicht oder Meinung sein kann, die es zu akzeptieren gelte?

          “Wer objektiv sein will, muss auch Meinungen und Ansichten akzeptieren”

          Sie bezeichnen die Lüge Grass, Israel wolle den Iran durch Atombomben vernichten als Ansicht und Meinung? Seit wann sind denn Lügen dieses?

      • Tino schreibt:

        Mich interessiert nur eins? War er freiwillig in der SS?

        Ich hab gesucht aber irgendwie nur widersprüchliches Gefunden.

      • Tino schreibt:

        „Noch komischer aber ist, dass Sie, der nicht verstehen kann, warum Menschen nach ihrer Mode und ihrer Gruppenzugehörig beurteilt werden, ohne Probleme nach Nationalität urteilen können: “Typisch deutsch”. Das ist wirklich lustig.“

        Also Buurman hier machen sie sich selbst lächerlich. Sie urteilen doch am liebsten über Deutsche als Ganzes oder? Da gibts hier genug von zu lesen.

        PS:

        Die Aktion Israel loves Iran finde ich richtig gut.

        • Yael schreibt:

          Der Nazijünglein will auch noch eine Antwort. Deine braunen Kameraden warten schon. 😀

          „Die Juden zu vertreiben war dumm keine Frage. Muss jeder Nazi einsehen. Hätte es keinen Adolf gegeben hätten wir sie nicht verfolgt und wäre es – aus welchen Gründen auch immer- trotzdem zu einem Krieg gekommen hätten wir ihn haushoch gewonnen. V2 mit Atomwaffen. 😉 Dann wäre Deutschland heute Weltmacht (auch ohne Krieg) Nummer 1 und dann käme lange lange nichts.“

    • Yael schreibt:

      Objektiv sind Sie? Sie bezeichnen die Lüge Grass, Israel wolle den Iran durch Atombomben vernichten als Ansicht und Meinung? Seit wann sind denn Lügen dieses?
      Ist das typisch deutsch: Verdrängen, verleugnen??

      • liberaler_Erdenbürger schreibt:

        bravo.. das ist es was die welt will, die deutschen sollen sich in 1000jahren noch schämen für den 2.wk…. hört mal auf damit! ihr, die heute lebt, könnt doch nichts dafür! ihr habt keinen grund euch über vergangenes zu schämen! seit glücklich und beobachtet und hinterfragt eure stasi-tante und was sonst noch kreucht und fleucht in der politik und wirtschaft. ihr deutschen seit ein gutes volk.

      • Yael schreibt:

        Wer redet denn davon? Dass Grass seine Vergangenheit, sein Schweigen damals, sein schlechtes Gewissen heute mit diesem sog. Gedicht auf Kosten Israels verarbeitet, ist so klar wie selten etwas bei ihm. Das ist doch das beste Beispiel, wie sehr die Nazizeit bei vielen Spuren hinterlassen hat. Macht das doch auf eure Kosten und nicht immer auf Kosten anderer, vor allem auf Kosten von Juden. Er schrieb dieses Pamphlet vor allem nur für sich. Wer meint, dieses Hassdings zu rechtfertigen, hat es wohl nötig. Belegt doch mal die Lüge, Israel wolle den Iran durch Atombomben vernichten. Umgekehrt wird ein Schuh draus.

    • liberaler_Erdenbürger schreibt:

      genau!

    • Yael schreibt:

      Ich warte noch auf eine Antwort wie eine Lüge eine Ansicht oder Meinung sein kann, die es zu akzeptieren gelte?

      „Wer objektiv sein will, muss auch Meinungen und Ansichten akzeptieren“

      Sie bezeichnen die Lüge Grass, Israel wolle den Iran durch Atombomben vernichten als Ansicht und Meinung? Seit wann sind denn Lügen dieses?

      • Aristobulus schreibt:

        Es tönt: GraSS soll zum armen alten Opfer von Kritik & Zersetzung gemacht werden. Das wusste er genau, als er das sog. Gedicht schrieb und per Postwurfsendung an Zeitungen schickte. Er baut auf das Selbstmitleid derer, die die Deutschen & sich selbst gern als vom Jud Gedemütigte sehen…
        Weiter wusste er genau, wer ihm applaudieren wird, nämlich die vielen, so romantischen, so ressentimentgeladenen deutschen Opfer des Jud und der Existenz Israels.

  11. Don Furioso schreibt:

    Eine verbeulte Cordhose macht noch lange keinen Intellektuellen. Ich bin ja so dankbar, dass die NY Times das Machwerk nicht abgedruckt hat!

    • Aristobulus schreibt:

      … und vor Allem diese Tweedjacken zu hellen Hemden, sehr schlimm sieht das aus, denn unter Tweedjacken geht unter allen Umständen NUR schwarz! (um nicht wie ein Bankbeamter im Ewigruhestand auszusehen, und wenn schon intellektuell, dann bidde richtich)

  12. Paul schreibt:

    GG wurde heute im Fernsehen gezeigt.
    Mit Schürze, im Kindergarten, äh Altersheim, wie er mit Knete, äh Ton, etwas modellierte.
    „Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?“
    Na ganz einfach, weil Dir jemand die Knete weggenommen hat und verantwortungslos Tinte gegeben hat.
    Wenn ich den erwische, der das war, der kann aber was erleben.

    Mehr fällt mir dazu nicht ein. Wirklich nicht.
    Ach so, dass niemand auf die Idee kommt, dies sei ein Kommentar.
    Nein, das ist ein GEDICHT!

  13. Yael schreibt:

    „mit letzter Tinte“

    Hoffentlich die allerletzte. Es wäre eine Erlösung.

  14. Yael schreibt:

    Und was aber auch noch gesagt werden muß

    Warum schwieg ich überdies, schwieg all die Jahre

    Von dem anderen Land, das mein Land provozierte

    Anno Neunzehnneununddreißig, bis aufs Blut.

    Und dann aber als unschuldiges Opfer davonkam

    Während mein Land unter einer unbarmherzigen

    Siegerknute ächzte und bis heute auf den Knien rutscht?

    Warum untersagte ich mir immer wieder

    Jenen großen, mißverstandenen Mann zu ehren

    Ohne den wir immer nur in Bus und Bahn unterwegs wären

    Statt unsere Motorgefährte auch mal schön auszufahren mit

    Tempo Zweihundertvierzig und Wind in unserem Haar

    Beziehungsweise Schnurrbart.

    Das allgemeine Verschweigen dieser Tatbestände

    Empfinde ich als Lüge, gewiß irgendwie

    politisch korrekt, wie es heute so sein muß

    Will man nicht als Rechtsterrorist gebrandmarkt werden

    Aber trotzdem als hundsgemeine Lüge.

    Und so will ich von nun an stets und immerfort sagen

    Was gesagt werden muß, gerade von uns Deutschen

    Über den Schandvertrag von Versailles, über Olympia ’36

    Über Stalin, die Kriegsschuld, die angeblichen

    Sechs Millionen, mit denen “man” seit Jahrzehnten

    Mitgefühl und vielviel Geld aus uns herauspreßt, ja saugt.

    Über all dies will ich nicht mehr schweigen

    Solange ich noch gehörig Tinte auf dem Füller hab

    Und das übrigens auch im übertragenen

    Sinne, meine hochverehrten Damen!

    http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnewstt_news=4873&cHash=b696243846379915813a59c59e34127b

  15. Aristobulus schreibt:

    Sebst wenn in dem Gedicht NICHT diese ewigen Flakhelfer-Wahrheiten über Israel als Gefahr für den Weltfrieden usf. ständen, wenn’s also nur ein Gedicht sein wollte!, wäre es immernoch ein äußerst schlechtes, stocktrockenes, verdammt misslungenes Gedicht, in dem nichts drinsteht, in dem nichts vom Fleck kommt, in dem nichts oassiert!, keine Beobachtung, nichts Menschliches.
    Es ist ja nichtmal ein Gedicht, es ist peinlich misslungene Prosa mit danebengegangenem Zeilenumbruch…
    Es ist keine gelungene Zeile drin.
    „Doch warum untersage ich mir“…
    Es rüttelt, pfeift und die Worte sind nur Worte, nichts sitzt, kein Rhythmus, nur eitel Selbstbespiegelei im Nichts, dass nichtmal eins ist. Der arme ex-Dichter.
    Tinte, dass ich nicht lache.

    • Tino schreibt:

      Finde ich auch. Die Form des Gedichtes ist furchbar.

      Ich weiss ja das Gedichte sich nicht zwangsläufig reimen oder irgendwie flüssig sein müssen. Aber das? Aber ich glaube das ist gewollt. Hier kommt es eher auf den Inhalt an.

  16. yoyojon schreibt:

    Grass schreibt dem deutschen Bürger aus dem Herzen. Da ist nichts Neues. Wußte man doch auch vorher und ohne sein sog. Gedicht. Trotzdem wird mir jedes Mal schlecht, wenn ich mich mit solchem mentalen Dreck konfrontiert sehe 😦 Vielleicht schreibt er jetzt noch eine Hymne über den neuen „Botschafter“ der Palis in Berlin.
    Was für eine Illusion, dass in diesem Land Irgendwer irgendwas gelernt hätte, außer denen (und ihren Nachkommen), die es damals schon wussten…

  17. anti3anti schreibt:

    Gedichtinterpretation:

    „Weil gesagt werden muss,
    was schon morgen zu spät sein könnte;
    auch weil wir – als Deutsche belastet genug –
    Zulieferer eines Verbrechens werden könnten.“

    Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.

    Dieses Gedicht ist kurz und verständlich.
    Und es ist kein Gedicht, lediglich ein Zitat, welches Ludwig Wittgenstein geschrieben hat.

    Warum fallen uns beim Lesen dieses Zitates keine Juden ein?

    Weil Ludwig Wittgenstein kein Antisemit war!

    Deshalb ist Wittgenstein in Deutschland nicht allzu berühmt und nicht geliebt.

    Um berühmt und geliebt zu sein in Deutschland, muss man Antisemit sein.

    Die Mitgliedschaft bei SS oder NPD reicht heute nicht mehr aus.

    „Weil gesagt worden ist,
    was niemals schon zu spät;
    weil wir als Deutsche
    trotz Last unbelastet genug
    Verbrecher werden könnten
    wie einst.“

  18. Predo schreibt:

    Auf den Punkt gebracht.

    Nuff said. (oder so ähnlich).

    Vor Jahren hat der Spiegel mal über Martin Walser getitelt: Der ewige Flakhelfer.
    Würde auch gut zum Günni passen.

  19. Pingback: Günter GraSS „musste“ mal wieder « abseits vom mainstream – heplev

  20. A.R. schreibt:

    Guter Beitrag. Nur ein formaler Einwand: Wenn das gesamte Zitat verlinkt ist, leidet darunter ein wenig die Leserlichkeit, vor allem bei größeren Textausschnitten

  21. peter schreibt:

    Herr Buurmann, ich hoffe mal, Sie wollen den Anschluss nicht wiederholen und den Oesterreicher Christoph Waltz nicht „heim ins Reich“ holen.

    Ansonsten grossartiger Beitrag.

  22. Pingback: Günter Grass für Deutschland! | Jihad Watch Deutschland

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