Grasslich schweigen

Heute habe ich eine Mutter sagen hören: „Ich schaue manchmal meine Kinder an und denke, es gibt Leute da draußen, die sehen in meinen Kindern Juden und wollen, dass sie tot sind!“

Heute habe ich auch diesen Film auf YouTube gesehen:

Es ist doch einfach der Horror. Wo kommt bloß all dieser Hass her und warum schweigen so viele dazu? Sie schweigen wie einst, als diese Propaganda noch aus Deutschland kam. Damals schwieg auch der spätere Literaturnobelpreisträger Günter Grass zum Judenhass; stattdessen war er Mitglied in der SS. Heute, fast siebzig Jahre später, schämt er sich für dieses Schweigen und häutet Zwiebeln.

Schade, dass Günter Grass nicht 180 Jahre alt werden kann, denn dann müsste er in guten 70 Jahren wieder eine Menge Zwiebeln häuten und sich schämen, da er wieder schweigt, obwohl heute genauso über Juden gehetzt wird wie einst unter den Nazis. Günter Grass schweigt wieder! Er ist aber nicht mehr Mitglied in der SS. Die SS wurde ja aufgelöst. Heute schweigt Grass und nennt Israel stattdessen die größte Gefahr für den Weltfrieden. So ist er, der Günter. Er haut feste auf Israel drauf und schweigt brav zu all dem:

Und alle, die dazu schweigen, aber stattdessen schön Israel kritisieren, kommen sich dabei so verdammt mutig vor. Aber was ist daran bitte mutig? Was ist mutig daran, die israelische Regierung zu kritisieren? Kritik an der israelischen Regierung findet in Israel selbst statt. Wie in jeder Demokratie nennt man das Opposition. Sie ist Teil eines jeden freiheitlichen Systems. Ist die SPD in Deutschland etwa mutig, wenn sie in der Opposition ist?

Mutig ist es, dort zu kritisieren, wo die Kritik verboten ist! Mutig ist es, Kritik an der Hamas und der Fatah Kritik zu üben, denn dort ist Kritik lebensgefährlich. Wer von Deutschland aus die israelische Regierung kritisiert, der macht die Arbeit, die die israelische Opposition selbst und besser macht. Wer von Deutschland aus aber die Hamas und die Fatah kritisiert, der stellt sich solidarisch an die Seite all der Palästinenser, die nicht kritisieren können, da sie sonst um ihr Leben fürchten müssten. Kritik aus Deutschland an der israelischen Regierung mag ja lieb gemeint sein, aber Kritik aus Deutschland an die Hamas und die Fatah ist notwendig, da sie all den unterdrückten Palästinensern hilft, die sich Kritik an den Unterdrückern in den eigenen Reihen aus Angst vor Gewalt nicht erlauben können.

Es wird also Zeit, dass grassliche Schweigen endlich zu brechen. Es wird Zeit, dort zu kritisieren, wo die Kritik bitter gebraucht wird. Her mit der Hamaskritik und her mit der Fatahkritik! Zur Not kaufe ich dem Günter Grass dafür auch extra Tinte.

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