Schaffe Möglichkeiten!

Gestern habe ich mich in einem bescheidenen olympischen Vorschlag dafür stark gemacht, dass es Frauen erlaubt sein sollte, ihre Kräfte in sportlichen Wettkämpfen in direkter Auseinandersetzung mit Männern zu messen.

Jede Entwicklung beginnt mit jenen Menschen, die die ersten Schritte in eine neue Richtung gewagt haben. Die große Hedwig Dohm hat einmal gesagt: „Glaube nicht, es muss so sein, weil es so ist und immer so war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten.“

Tapfer im Nirgendwo ehrt daher nun jene Frauen, die es als Erste gewagt haben, die Mauern zwischen Männern und Frauen im organisierten Sport einzureißen. (Liebe Leserinnen und Leser, bitte nutzen Sie die Kommentarspalte für Hinweise auf weitere Frauen, die genannt werden sollten.)

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Hope Solo

Im Frühjahr 2012 wurde der US-Nationaltorhüterin Hope Solo von der FIFA untersagt, einem Fußballverein in St. Louis beizutreten. Der einzige Grund: Sie ist eine Frau! Hope hatte nach dem Aus der Frauenfußball-Profiliga WPS über ein Engagement bei einem Männer-Team nachgedacht, doch der Weltverband Fifa legte sein Veto ein. „Ich denke, ich hätte das geschafft. Es ist bedauerlich, dass es von der Fifa nicht erlaubt wurde. Es gibt nicht so viele Möglichkeiten, die Beste der Welt zu werden“, sagte die 30-jährige Solo dem Internetportal goal.com.

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Serena Williams

Im Oktober 1999 hatte die Vereinigung der Tennisprofis ATP den Start der US-Open-Siegerin Serena Williams (USA) beim ATP-Turnier Ende Oktober in Stuttgart kategorisch verboten. Der einzige Grund: Sie ist eine Frau. Die jüngere der beiden Williams-Schwestern, die das Damentennis nach eigener Aussage „langweilig“ findet, hatte vor ihrer Dreisatz-Niederlage gegen die Französin Sandrine Testud beim Turnier in Filderstadt offiziell eine Wildcard für die Veranstaltung in der Schleyer-Halle beantragt. Der Pressesprecher Nicola Arzani erklärte damals: „Um bei einem ATP-Turnier zu spielen, muss man Mitglied der ATP sein. Serena Williams kann aber kein ATP-Mitglied werden, weil sie eine Frau ist. Damit ist alles beantwortet.“ Damit ist fast alles beantwortet. Eine Frage bleibt noch. Wie hätte die Erklärung geklungen, wenn dort statt des Wortes Frau das Wort Jude oder Schwarze gestanden hätte?

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