BDS: Selbst für Finkelstein zu heftig

Durch die Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler ist auch die Campaign of Boycotts, Divestment and Sanctions against Israel (BDS) ins Gespräch gekommen. Viele fragen sich nun: Was ist BDS eigentlich? Auf Tapfer im Nirgendwo hat vor ein paar Tagen ein Leser mit dem Nicknamen Zahal die Frage in der Kommentarspalte beantwortet.Tapfer im Nirgendwo präsentiert nun diese Antwort.

Achtung: Die Illustration ist sehr subjektiv gefärbt und kann zu Diskussionen anregen.

Als Beispiel dient die BDS-Kampagne von Albrecht Schröter, seines Zeichens Oberbürgermeister von Jena, in Zusammenarbeit mit Pax Christi. Die Kampagne trägt den Namen “Besatzung schmeckt bitter”. Ähnliche Kampagnen gab es in den letzten Monaten in der Schweiz von Migros und HEKS – Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz.

***

Was ist BDS?
von Zahal

Ich fange bei einem Hotel an. Das Hotel heißt Abrahams Herberge und liegt in Beit Jala. Die Herberge ist ein Knotenpunkt der christlichen BDS-Bewegung im Westjordanland. Diese Bewegung ist von einer handvoll hochgebildeter, reicher, palästinensischer Christen getragen, mit mehr oder weniger antizionistischen Einstellungen. Diese gebildeten Eliten haben oft in westlichen Universitäten studiert. Das Netzwerk um Abrahams Herberge ist ein hochsubventionierter Verein, der ein luxuriöses Hotel mit ausgesprochen westlicher Ausrichtung und professionellem westlichen Internetauftritt betreibt, welches selten belegt ist. Es ist ein ein luxuriöses Hotel vornehmlich für Europäer im “Westjordanland”. Von Einheimischen wird es selten gebucht. Meist kommen westliche friedensbewegte “Menschenrechtsbeobachter”. Die Bilder dieses Hotels sprechen für sich.

Dem Besucher der Herberge bietet sich ein Aktionsprogramm für den geneigten westlichen Antizionisten-Aktivisten: Grenze besuchen, arme Familien angucken, zu malträtierten palästinensischen Menschen gehen, die ihr Leid klagen, Friedensgebete – das volle Programm. Freitags gehen die harten Touristen mal kurz zum Steine gucken oder filmen es mit einer der verteilten Kameras. Dann gehts wieder nach Hause. Es ist ein wahres antizionkstisches Erlebnisprogramm für kleines Geld.

Und wer bezahlt das alles? Keine Ahnung. Auf jeden Fall nicht die “Aktivisten”. Nein, hier werden Multiplikatoren ausgebildet, notwendig für die Wohlfahrt.

Ein Freund dieses Hotels ist Albrecht Schröter, Oberbürgermeister von Jena. Er ist zufällig ein enger Freund des Hardcoreantisemiten-Muftis Scheich Taysir Tamimi, der gerne mal im öffentlichen Fernsehn folgende Phrasen drischt:

„Bezüglich der Juden sagt der Heilige Koran, dass ihnen das Wissen fehlt, sie keine Weisheit besitzen, nichts wissen, Vereinbarungen brechen, usw. Die Juden sind jedoch dafür bekannt – und man wusste das durch die ganze Geschichte hindurch, dass sie falsche Behauptungen aufstellen, lügen, fälschen, verleumden und Dinge frei erfinden, nur um ihre Aggression, ihren Landraub, die Schändung heiliger Stätten, die Aneignung von Land, die Zerstörung von Häusern, den Mord an Kindern, Frauen und alten Menschen zu rechtfertigen.“

Schröter fährt regelmäßig zu diesen Freunden und demonstriert fleißig mit den Chefs der Autonomiebehörde. Sind zwar nicht ganz lupenreine Demokraten, aber was soll’s. Es sind die alten Männer mit lustigen Mützchen und weißen Bärten. Außerdem ist Beit Jala seine Lieblingspartnerstadt. Schröter sagte über seine Beziehung zum Antisemitenscheich: „Wir haben uns bei der Demonstration eingehakt und wir haben uns gefühlt wie Brüder.“ (Quelle: Südwest Presse vom 16. November 2009)

Eines Tages kam Schröter zurück aus dem Urlaub, und aus seiner Freundschaft mit den Männern mit weißen Bärten entwickelte sich eine Idee. Man müsste doch eine Boykottkampagne in Deutschland veranstalten. Gedacht – getan – fertig war die Kampagne: “Besatzung schmeckt bitter”.

Wer ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, weiß ich nicht. Welche Intentionen er hatte, sich der BDS-Kampagne anzuschließen, möchte ich nicht mutmaßen. Was ich aber weiß ist, dass fast alle BDS-Funktionäre und Boykottwütigen, so auch Butler und Schröter, vorher Kontakte zu Regierungseliten oder mit dem akademischen Jetset der Autonomiebehörde hatten. Warum schildere ich hier dieses Beispiel? Damit Mensch einen ungefähren Eindruck bekommt, mit was für einem antizionistischen Netzwerk wir es hier zu tun haben. Boykotte sind der verlängerte Arm von unterdrückerischen Regierungeliten sowie den akademischen Eliten der Autonomiebehörde. Eine unheilige Allianz der Gebildeten, Reichen und Regierenden.

Ein weiser Klospruch besagt: “Man scheißt nicht dort, wo man isst.” Israelhass/-kritik und die daraus resultierende Wohlfahrt sind der einkommensstärkste Wirtschaftszweig der Autonomiebehörde. Diese akademischen und regierenden Eliten werden also kaum den Zustand ändern wollen, der ihnen so viel Geld bringt. So wurde 2005 eine pfiffige Idee geboren: die BDS-Bewegung, die scheinbar aus tausenden NGOs und Gewerkschaften und Vereinen und sonstewas besteht. Doch schauen wir uns (abgesehen von wenigen) diese NGOs einmal genau an, dann sehen wir, dass sie größtenteils Briefkasten-NGOs oder Ein-Mann-NGOs sind. Dadurch gibt es allein im kleinen Westjordanland mehr NGOs als in ganz Afrika.

Die BDS-Bewegung gibt sich nun alle Mühe, um so zu tun, als repräsentiere sie die palästinensische Zivilbevölkerung. Aber das tut sie nicht. BDS ist eher ein Elitenprojekt, gegründet von reichen, sehr intelligenten und gut gebildeten palästinensischen Eliten. Diese bekommen nicht mal ein paar hundert Mann auf eine Demo. BDS besteht vermutlich aus mehr NGOs als Sympathisanten in der Bevölkerung. Diese Taktik gaukelt vor, diese Bewegung spreche für die palästinensische Zivilbevölkerung. Diese bekommt aber gar nix ab vom Kuchen.

Allerdings finden sich immer ein paar verwirrte hundert westliche und sogar vereinzelt israelische Aktivisten, die für diese Bewegung auf die Straße gehen. Dabei hat die BDS-Bewegung ihre Forderungen so geschickt formuliert, dass diese für Israel gar nicht zu erfüllen sind. Welches Land lässt sich schon freiwillig auslöschen oder komplett isolieren und boykottieren? Zusätzlich boykottiert BDS auch jede Kooperation und Friedensbemühung der Palästinenser mit Israel. Warum? Wieder, weil Israelkritik der einkommensstärkste Wirtschaftszweig ist! Kein palästinensischer Führer mag auf das Geld verzichten, welches allein durch palästinensisches (inzeniertes oder auch wahres) Elend in die eigene Tasche fließt wie ein Strom.

Wenn die Bevölkerung elendig aussehen muss, damit Geld kommt, wird das Elend halt konserviert. Deshalb sind gerade jüdische Siedler der Inbegriff des Bösen, zahlen die doch dreimal so hohe Löhne bei weniger Arbeitzeit, und machen das schöne Elend, diese wichtige Einnahmequelle, kaputt. Am Ende würden diese noch für interkulturelle Freundschaften sorgen: Das wäre der Tod für das Wohlfahrtsgewerbe. Es geht dabei schließlich um Millionen und nicht um zwei Euro. Eine Hassindustrie stellt ein Produkt her. Der Westen kauft das Produkt, unter anderem auch vor kurzem wieder Sigmar Gabriel, Ruprecht Polenz, Günter Grass, Lady Ashton und viele andere, und bietet finanzielle Anreize für dessen weitere Produktion.

Bleibt nur noch anzumerken, dass diese unheilige Allianz aus Gebildeten, Reichen und Regierenden aus der Autonomiebehörde und NGOs nun in den westlichen Ländern um Multiplikatoren wirbt. Um Menschen, die das “Elend” an den Mann bzw. die Frau bringen. An Unis, in Kirchen, in Parlamenten, bei Konzerten, in Workshops und bei Fachtagungen finden wir diese Multiplikatoren, ausgeführt von Bürgermeistern, Pfarrern, Schreiberlingen, Politikern, Künstlern, Musikern, usw. Diese wirken in ihrer Funktion als Multiplikatoren im Westen, sie vermitteln Elend und notwendigerweise auch den Eindruck von Apartheid. Warum? Damit jeder meint, dass niemand helfe. Das gibt es eben für die alten Männer am meisten Geld.

Und nun kommen wir auf unseren Herrn Schröter und auf Frau Butler zurück. Sie sind genau solche Multiplikatoren. Wir erkennen sie daran, dass sie einseitig Israel an der Misere die Schuld geben. Dies ist sehr wichtig. Warum? Na, wenn die alten Männer mit den lustigen Mützchen und den grauen Bärtchen die Schuldigen wären, gäbe es keinen Geldsegen. Diese Multiplikatoren vermitteln ein verzerrtes Bild vom Zionismus, von Juden und von Israel. Dieses Bild führt dann zu manifesten Ausschreitungen, zu Hass und Gewalt, denn irgendwann kommt die letzte Phase, die weder Frau Butler noch Herrn Schröter bewusst ist: Der durch Antizionismus radikalisierte Mob greift zu Gewalt.

Wie in London, oder an der Universität von Berkeley, wo, nachdem Butler eine Kampagne an ihrer Universität im Jahr 2001 gestartet hatte, ein antisemitischer Mob Jagd auf jüdische Studenten machte. Diese Gewalt kann europaweit und deutschlandweit beobachtet werden.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Schröter und Frau Butler. Sie schaffen nun den Grundstein für einen gewalttätigen antizionistischen Antisemitismus im Westen – oder Sie legen den Grundstein dieser Gewalt frei, der nach 1945 einfach nur etwas verbuddelt gewesen ist. Und warum? Damit die Situation bleibt, wie sie ist, und damit das Geld dorthin gelangt, wo es immer hingelangt. In die Taschen der Männer mit den lustigen Mützchen und den weißen Bärten.

Dass die BDS-Bewegung mehrheitlich von radikalen, anti-israelischen Kräften geführt wird, hat sogar der ansonsten keineswegs zimperliche Israelhasser Norman Finkelstein erkannt. In einem bemerkenswerten Interview vom Februar dieses Jahres hatte er sich öffentlich von dieser Bewegung distanziert, weil sie seiner Meinung nach Israel das Existenzrecht abspricht. So sagte er in dem Gespräch, das man auf YouTube anschauen kann, dass die BDS-Bewegung Israel nicht akzeptiere. Und weiter führte er aus:

„Sie glauben, sie seien besonders clever. Sie nennen es ihren dreistufigen Plan: Wir wollen ein Ende der Besatzung, das Recht auf Rückkehr und wir wollen dieselben Rechte für Araber in Israel. Und sie meinen, sie seien besonders schlau, weil sie wissen, dass die Umsetzung dieser drei Bedingungen was bedeutet, zu was führt? Sie und ich wissen, was das Ergebnis ist: Es wird kein Israel mehr geben!“

Die Nichterwähnung Israels ist nach Finkelsteins Meinung nicht ein „zufälliges und unbeabsichtigtes Versäumnis“, sondern Kalkül, um die anti-israelische Mehrheit in der Bewegung zufrieden zu stellen. Für Finkelstein ist BDS eine Sekte.

„Ich bin durch diese Sektenphase gegangen. Ich war ein Maoist. Und jetzt, wenn ich zurückblicke, ich sage euch die Wahrheit: Es gab zwei alternative Möglichkeiten. Du konntest ein Maoist sein, ein Leninist, all dieser Art Mist, und du konntest 20 Jahre Deines Lebens verschwenden. Oder du hättest mit Leuten wie Ralph Nader arbeiten können, wie mein bester Freund Alan N. Du kennst Alan N.? Er arbeitete unter Nader. Und er brachte eine Menge Gesetze durch den Kongress, eine Menge gutes Zeug. Es ist schön, dass wir Sicherheitsgurte haben, das war Ralph Nader. Airbags, das war Ralph Nader. Tausend kleine Dinge, die Millionen Leben gerettet haben. Ich werde nicht wieder in eine Sekte gehen. Ich werde nicht noch einmal diese Phase durchmachen, mit den Gurus in Ramallah, die Marschbefehle ausgeben. Die, wenn du nicht einverstanden bist sagen: Zehn Millionen fünfhundert-sechsundsechzigtausend-vierhundert-vierundfünfzig palästinensische Zivilorganisationen haben das befürwortet.

Wer sind diese Organisationen? Es sind Nicht-Regierungs-Organisationen in Ramallah, Ein-Mann-Betriebe, und sie behaupten, dieses Ding zu repräsentieren, das sie palästinensische Zivilgesellschaft nennen. Wenn sie wirklich die palästinensische Zivilgesellschaft wären, wie sie es für sich in Anspruch nehmen, warum können sie dann keine Demonstration mit mehr als 500 Menschen organisieren? Wenn sie wirklich die palästinensische Zivilgesellschaft repräsentieren – ich höre das andauernd, hast du jemals ein Statement von BDS gesehen, das nicht als ersten Absatz sagt: “BDS, die größte zivile gesellschaftliche… organisiert… Protest in… Du weißt, tatatata… unterstützt von 26 Billionen fünfhundertfünfundfünzig Millionen, du weißt schon, Organisationen? Das sind nur Nichtregierungsorgansiationen in Ramallah, sie repräsentieren absolut nichts. Wo sind denn die Demonstrationen dort? (…)

Wenn ihr eine einheimische Organisation von Palästina seid, solltet ihr Euer Volk organisieren. Und es ist unser Job, von unserer Seite her zu organisieren. Ich bin durch viele Solidaritätsbewegungen gegangen. Die Vietnamesen haben uns nie Marschbefehle gegeben. Die Menschen aus Nicaragua, aus El Salvador, sie haben uns nicht gesagt, was zu tun ist. Sie organisierten ihre Leute. Und als Solidaritätsbewegung aus dem Ausland sollten wir beurteilen, wie wir uns am besten organisieren. Und es ist eine sehr seltsame Sache, wenn die Leute dort, die behaupten, die Anführer der Zivilgesellschaft zu sein, keine Demonstration von 500 Menschen unter sich organisieren können, aber allen anderen im Ausland sagen, was zu tun ist. Das ist eine bizarre Verdrehung.

Als ich mit dem Marsch der Freiheit involviert war, haben sie gesagt, sie würden 50.000 Menschen in Gaza auf die Straße bringen. 50.000 Menschen! Und weißt du, wie viele auftauchten? Sie brachten 300. Es ist eine Sekte. Man produziert Zahlen, man fantasiert, und alle Anhänger sollen nicken. Und wisst ihr was, ich bin 58 Jahre alt, ich war 30 Jahre daran beteiligt, ich habe mein Leben dieser Sache gewidmet – als Westlicher, nicht als Palästinenser – und ich werde nicht irgend jemandes Trottel sein. Ich werde keine Zeit mehr verschwenden, ich bin müde, ich bin es wirklich, ich habe die Geduld damit verloren. Ich bin der Gurus müde, ich bin der Sekten müde. Entweder wir ergreifen die Gelegenheit, Menschen zu erreichen, oder vergesst es einfach. Es ist Zeitverschwendung. Der Versuch, diese albernen kleinen Spielchen zu spielen, dieser dreischichtige Kuchen, ihr und ich wissen genau, wovon wir sprechen. Denn wenn wir die Besatzung beenden und 6 Millionen Palästinenser zurückbringen, die gleiche Rechte für Araber und Juden haben, dann gibt es kein Israel. Darum geht es wirklich.

Und ihr glaubt, ihr könnt jemanden an der Nase herumführen? Ihr denkt, ihr seid so clever, dass Menschen das nicht für sich selbst herausfinden können? Sie verstehen die Rechnung bestens (…) Ihr müsst zumindest ehrlich sein über das, was ihr wollt: “Wir wollen Israel verbannen, und das ist unsere Strategie, um es zu erreichen.” Okay, dann seid aufrichtig damit. Aber diese Art Doppelsprech, dieses einfallsreiche “oh, wir sind neutral wegen Israel”. Nein, ihr seid nicht neutral. Ihr wollt Israel nicht. Dann sagt es doch! Aber ihr wisst ganz genau, wenn ihr das sagt, habt ihr kein Gebet, das die breite Öffentlichkeit erreicht.“

Norman Finkelstein ist kein Freund Israels. Im Gegenteil: Er ist ein Feind des israelischen Staates mit Verbindungen zur Hisbollah. Er hat aber für einen kurzen Moment offenbart und gezeigt, wie viele Europäer, Amerikaner, und sogar Israelis den palästinensischen „Marschbefehlen“ folgen, während sie vorgeben, freie unabhängige westliche Vertreter von Wahrheit und ethischen Grundsätzen zu sein.

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60 Antworten zu BDS: Selbst für Finkelstein zu heftig

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  3. Interessent schreibt:

    @Zahal – vom 05.09.12 1.51 Uhr nachmittags

    „Aber lassen wir das, sie werden wohl noch nie dort gewesen sein oder ? Diese Frau war dort – und ich auch – dort leben ca 400 Juden und ca. 200 000 pal Araber, die Juden in einer Straße und müssen ständig bewacht werden, über 50 Tote hat es bisher gegeben, sogar ein Säugling wurde dort im Kinderwagen gezielt erschossen, Apartheid sieht für MICH anders aus.“

    Leider bin ich dem Link erst jetzt gefolgt: „Diese Frau“ ist Caroline Glick, Übersetzung u. Anmerkungen Heppy Eiteneier. Absulute Fanatiker. Außerdem stammt der Bericht aus 2001, ist also völlig überholt.

    Zwischenzeitlich sieht es so aus: (Wikipedia)

    Es leben ca. 800 Siedler in der Zone H2 (= israelisch kontrolliert, Anm. von mir) von Hebron, diese gelten als militante, nationalreligiöse Hardliner.
    In der Zone H2 ist die Bewegungsfreiheit der ca. 30.000 Palästinenser stark eingeschränkt, während die israelischen Siedler völlige Bewegungsfreiheit genießen und durch die IDF geschützt werden. Palästinensern ist es untersagt, die Al-Shuhada-Straße, die Haupt-Durchgangsstraße von Hebron, zu benutzen (ONLY FOR JEWS, Anm. von mir).
    Als sich im November 2008 abzeichnete, dass nach einem Urteil des Obersten Gerichts von Israel ein Haus im Zentrum von Hebron, das im März 2007 von israelischen Siedlern besetzt worden war, von den israelischen Sicherheitskräften geräumt wird, warnten rechtsradikale Siedlervertreter wie Baruch Marzel und Daniella Weiss, dass dies Krieg bedeute. Die Siedler hatten palästinensische Bewohner der Stadt attackiert, muslimische Gräber auf einem nahe gelegenen Friedhof geschändet und „Mohammed ist ein Schwein“ auf eine Moschee in der Nähe geschmiert. Am 4. Dezember räumten israelische Sicherheitskräfte das Haus.

    Im Zuge der Räumung randalierten die israelischen Siedler, schossen auf Palästinenser, zündeten mindestens drei palästinensischer Häuser und neun Autos sowie Olivenbäume an.
    Die Ausschreitungen der israelischen Siedler wurden von Politikern wie dem israelischen Justizminister Daniel Friedmann und (zwei Tage später) dem israelischen Premier Ehud Olmert als ein „Pogrom“ sowie von der liberalen israelischen Tageszeitung Haaretz als „Pogrom oder Terror“ bezeichnet. Olmert hatte bereits ähnliche Ausschreitungen von Siedlern einige Monate zuvor ebenfalls als „Pogrom“ bezeichnet.

    Das war 2008.
    Zwischenzeitlich nimmt die aktuelle Regierung unter Netanjahu selbst solche Ausschreitungen nicht mehr zur Kenntnis.

    • Aristobulus schreibt:

      Es gab Ausschreitungen durch jüdische Bewohner Hebrons. Zuvor flogen permanent Steine auf jüdische Passanten, und Scharfschützen schossen auf irgend Juden, um sie zu ermorden. Das gelang. Es gab permanent Tote und Verletzte.
      Hebron, wo immer Juden gelebt hatten bis zum Pogrom von 1929, und wo seit 1967 wieder Juden leben, ist ein fürchterlicher Ort.

      Was soll das Gehetze „militante, nationalreligiöse Hardliner“? Juden wehren sich, wenn man sie nicht in Ruhe lässt. Sie, Schminteressent, halten mit kitschigen Polit-Schlagworten dagegen.

  4. Interessent schreibt:

    @Paul – vom 09.09.12 um 12.39 Uhr

    „Wieviel Raketen sind in letzter Zeit vom “Westjordanland” aus auf Israel abgeschossen worden?“
    Vom Westjordanland in letzter Zeit? Keine.

    „Schon der erste Satz bringt Ihnen die notwendige Erkenntnis:
    “Besatzungsmacht bezeichnet einen Staat, der einen anderen Staat oder einen Teil davon besetzt hält.”

    Wenn schon Wikipedia, dann bitte auch dies:
    Daneben wird im Völkerrecht auch die Besetzung eines herrschaftslosen Gebietes durch eine Staatsmacht als Okkupation bezeichnet. Während des Kolonialismus wurde die Errichtung der Herrschaft über außereuropäische Gebiete mit diesem Rechtsbegriff begründet. Dabei galt als unerheblich, ob das Land bewohnt war oder nicht. Dies wurde damit gerechtfertigt, dass einheimische Bewohner nicht staatlich organisiert gewesen seien.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Okkupation

    Offensichtlich hat hier jemand nicht mitbekommen, dass die Zeiten des Kolonialismus längst vorbei sind und die scheinheilige Rechtfertigung, dass „einheimische Bewohner nicht staatlich organisiert gewesen seien“ ebenso.

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  6. Zahal schreibt:

    Einen Nachtrag noch dazu: In Bezug auf die israelische Region, die zwischen dem Toten Meer und der Südspitze Galiläas liegt, bildet der Jordan die offizielle Grenze. Eine interessante Tatsache ist, dass der Fluss in den Augen der Jordanier die Grenzlinie zwischen den beiden Ländern darstellt und sie kein drittes Land an dieser Grenze dulden würden. Wenn also Israel einen „Partner“ herbeiziehen möchte, um diese Grenze gemeinsam zu verwalten, so ist dies SEIN Problem, da dies im Rahmen der Abkommen von Oslo geschähe, an denen Jordanien nicht beteiligt ist. Die Jordanier lehnen jeden Kontakt mit den Palästinensern ab, so dass beim Auftreten praktischer Probleme Israel als Vermittler zwischen Jordanien und den Palästinensern wirken muss. Die Abkommen von Kairo sahen vor, dass auch die Brückenübergänge von den Palästinensern kontrolliert würden. Bis heute existieren wegen der ablehnenden Haltung der Jordanier aber noch keine palästinensischen Wachhäuschen auf den Brücken. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Jordanier an einer Zusammenarbeit mit den jüdischen Einwohnern des Jordantals interessiert sind, die Zusammenarbeit mit den „Palästinensern“ aber ablehnen. Seltsam nicht wahr?

    • Aristobulus schreibt:

      Hi Zahal,
      ja, Nahost ist seltsam. Selbst wegen des israelischen Bombardements der syrischen Atomfabrik gibt es keinerlei Vorwürfe gegen Syrien oder gegen Israel, aus Gründen nahöstlicher Usancen.
      Um so einfacher, diesen Stil nicht zu kennen wie die sog. Israelkritiker, aber auf Verträgen herumzureiten, die dann auch wieder anders aussehen.

      Nu. Ähm! Wie groß sind diese Gebiete: Israel ist so groß wie Hessen, und das palästinensische Gebiet ist nicht größer als Luxemburg. Ist jedoch DAS Dauerthema & Dauerangriff allüberall in der Presse, in der UNO, bei BDS, in Universitäten und bei kleinen Israelkritikern.
      Warum?
      Weil sie danach schnüffeln, wann die Juden wieder rückfällig werden.

      Wenn Israel in Ontario oder Uganda gegeründet worden wäre, leicht auszudenken, wie dauerempört und daueranklagend sich allerlei Meinungshuberer permanent dort geistig aufhalten würden.

  7. Zahal schreibt:

    @Interessent – IHR Zitat – Mit Autonomie (also volle palästinensische Kontrolle über Ziviles und Sicherheit) meinst Du wahrscheinlich die A-Gebiete, die gerade mal 3 % des besetzten Westjordanlandes ausmachen.
    Im Gegenzug zu dieser “Großzügigkeit” hat in den C-Gebieten, welche 70 % des besetzten Westjordanlandes ausmachen einzig und allein Israel die volle Kontrolle über Sicherheit, Planung und Bauwesen, weshalb auch Palästinenser praktisch niemals eine Baugenehmigung erhalten und deren “ungenehmigte” Zisternen Zitatende.

    Zeugt doch eher davon, daß SIE (bei Ihnen bekommt das du einen hässlichen Beigeschmack) von den dortigen geografischen Begegebenheiten keinerlei Ahnung haben – das Leben der pal. Araber spielt sich erst einmal a:) in Städten ab – b.) von Wüste noch nie etwas gehört und schon gar nicht von judäischer Wüste? Bethlehem wird gerade arabisiert, von Hebron reden wir gar nicht erst einmal, sie sollten den Beitrag von U.Sahm verfolgen – aber das würde wohl ihre „Ideologie“ in Frage stellen oder? Diese „Großzügigkeit“ wurden in Verträgen festgelegt und an Verträge sollte man sich halten – oder gilt das nicht mehr?

    • Zahal schreibt:

      3% und 70 % ergeben laut Adam Riese aber noch keine 100 %, was ist mit dem fehlenden Rest? Was ist mit den B Gebieten?

      • Aristobulus schreibt:

        (… nachdem Du ihn da widerlegt haben wirst, kommt bestimmt auch noch mit Arafats 78%. Huch? Wieder so eine Uralt-Kamelle. Jaja, die 78% Palästina, die sich die Juden eingesteckt haben sollen, von was auch immer. Daran glaubt er. An Fakten & Landkarten glaubt er nicht.)

    • Interessent schreibt:

      @Zahal
      „Zeugt doch eher davon, daß SIE (bei Ihnen bekommt das du einen hässlichen Beigeschmack) von den dortigen geografischen Begegebenheiten keinerlei Ahnung haben – das Leben der pal. Araber spielt sich erst einmal a:) in Städten ab – b.) von Wüste noch nie etwas gehört und schon gar nicht von judäischer Wüste? “

      1. Du darfst mich gerne weiterhin siezen (obwohl die Netiquette das ‚du‘ vorsieht).
      2. zu b.) judäische Wüste – sicher. Aber vergessen wir nicht das fruchtbare Jordantal, eine Begehrlichkeit sondersgleichen – und ebenfalls ein C-Gebiet. Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass irgendein Palästinenser DORT eine Baugenehmigung erhält.
      Only for jews!!

      • Zahal schreibt:

        Auch hier wieder nur Halbwahrheiten:

        Selbst wiki weiss es

        Im Verhältnis Israel-Jordanien konnte der Fluss zum Frieden beitragen. Artikel 6 des israelisch-jordanischen Friedensvertrages, der am 26. Oktober 1994 von König Hussein von Jordanien, dem israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin und von US-Präsident Bill Clinton in Washington unterzeichnet wurde, enthält die vertragliche Zusicherung, dass Jordanien größere Mengen Wasser aus dem Fluss entnehmen darf.

        Der Vertrag enthält 30 Artikel. In Artikel 1 wird festgelegt, dass von nun an Frieden zwischen den beiden Staaten herrscht. Artikel 3 beschreibt die Grenzziehung: Die Grenze zwischen Israel und Jordanien ist der Fluss Jordan; im Falle einer Änderung des Flussverlaufs müsste die Grenze neu gezogen werden. Die Grenze im Abschnitt zwischen En Gedi und Bet Sche’an wird nicht festgelegt, da Jordanien darauf besteht, dass die endgültige Grenzziehung gemeinsam mit der Palästinensischen Autonomiebehörde zu bestimmen sei.

        IN GEMEINSAMEN VERHANDLUNGEN, und so lange das nicht geschieht, bleibt alles beim Alten, was ist so schwer daran zu verstehen?

        Ausserdem, was ist mit jericho? Die kleine Stadt Jericho befindet sich ganz in den Händen der PLO. Die Juden besitzen das Zugangsrecht zur Synagoge Shalom al Israel und zu ihrer Jeschiwa, die beide von Stacheldraht umzäunt sind und von der Polizei der PLO bewacht werden. An der Nordausfahrt von Jericho und seiner unmittelbaren Umgebung gibt es ein Flüchtlingslager im Norden, ein weiteres im Süden der Stadt, weiter im Norden liegt in 2 km Entfernung der arabische Ort Auja, der von der PLO kontrolliert wird. Das ganze, autonom genannte Gebiet zählt folglich zwei arabische Enklaven, das Dorf Auja im Norden und die Stadt Jericho im Süden. Heute leben 5000 Juden und ungefähr 30 000 Araber im Tal. Die meisten Araber stammen nicht aus dieser Gegend, sondern haben sich hier niedergelassen, um für grosse arabische Landbesitzer zu arbeiten, die vor allem in Sichem (Nablus) wohnen. Vor Ort bilden, wäre wirklich angebracht.

        Darüber hinaus besitzen „Verhandlungsspezialisten wie Sie“ keinerlei realistische Vorstellung von den tiefgreifenden eigentlichen Zielen der dortigen arabischen Bevölkerung. In einem Interview im israelischen Fernsehen mit einem Einwohner von Jericho sprach der sehr deutlich: Der Frieden ist an sich etwas Positives. Wenn es uns gelungen ist, Jericho zurückzuerlangen, werde ich bestimmt auch mein Land in Jaffa wieder erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, sind all diese Verträge wertlos und es wird keinen Frieden geben. Im Klartext: wir Araber müssen Grosspalästina schaffen, das vom Mittelmeer bis zum Iran reichen wird. Alles klar?

  8. Zahal schreibt:

    Interessent schreibt:
    September 5, 2012 um 6:33 nachmittags

    @Zahal

    “Zur Atombombe – selbst wenn Sie sie haben, ist es NICHT der einzigste Staat oder? Was ist mit Pakistan, Indien?”

    Die leugnen aber nicht.

    Israel leugnet aber selbst die Besatzung.
    Ehrlich wäre folgende Aussage:
    Wir wollen das gesamte Gebiet.
    Und da es mittlerweile nicht mehr (wie noch vor 150 Jahren üblich) akzeptiert wird, die dort lebende Bevölkerung abzuschlachten, wollen wir sie einfach durch Schikanen vertreiben.

    DAS wäre ehrlich. Zitatende

    Sie haben den Schuss einfach nicht gehört und ich habe keine Zeit, weil Besseres zu tun, mich mit ihren hanebüchenden Behauptungen auseinander zu setzen.

    Der Iran jedenfalls hat einen Vertrag unterschrieben und bricht ihn gerade, weder Israel, noch Indien oder Pakistan haben diesen Vertrag unterschrieben, leuchtet bei ihnen etwas wie eine rote Lampe? Wahrscheinlich nicht.

    Denn SIE haben den Schuss nicht gehört, und ich habe Bessereres zu tun, als ihre hanebüchenden Behauptungen, was ich wirklich könnte, zu widerlegen – Was halten sie von der Besatzung von 1948 bis 1967 – die wurde weder international anerkannt noch gutgeheissen – aber das stört sie wohl nicht oder? Das es in der Zeit Vertreibungen der Juden gab, scheiss egal, daß mehr als 50 Synagogen dem Erdboden gleich gemacht wurden, was interessiert es einen „Israelkritiker“ zu 1967 ist festzuhalten –

    By the way: „Grenzen von 1967“ …..ich persönlich habe es mir angewöhnt, hohlen Schwätzern, die ein „Israel in den Grenzen von 1967“ fordern, eifrig ZUZUSTIMMEN. Denn wir wollen eines nicht vergessen…

    http://www.jafi.org.il/JewishAgency/English/Jewish+Education/German/Israel+und+Zionismus/Karten/Waffenstillstandslinien+1967.htm
    gute Nacht

    • Interessent schreibt:

      @Zahal
      „Der Iran jedenfalls hat einen Vertrag unterschrieben und bricht ihn gerade….“

      Vermutest Du.
      George W. Bush hatte auch so seine Vermutungen über Massenvernichtungswaffen, die der Irak angeblich hätte.

      „Was halten sie von der Besatzung von 1948 bis 1967 – die wurde weder international anerkannt noch gutgeheissen – aber das stört sie wohl nicht oder?“

      Warum sollte mich HEUTE irgendwas stören, was seit 45 (!!) Jahren Vergangenheit ist?
      Seltsame Logik.

      „By the way: “Grenzen von 1967″ …..ich persönlich habe es mir angewöhnt, hohlen Schwätzern, die ein “Israel in den Grenzen von 1967″ fordern, eifrig ZUZUSTIMMEN. Denn wir wollen eines nicht vergessen…
      http://www.jafi.org.il/JewishAgency/English/Jewish+Education/German/Israel+und+Zionismus/Karten/Waffenstillstandslinien+1967.htm
      gute Nacht“

      Netter Versuch.
      Jeder weiß doch, dass die Grenzen vor dem 05.Juni 1967 gemeint sind.

      • Interessent schreibt:

        PS:
        Noch ein Nachtrag zu
        “Was halten sie von der Besatzung von 1948 bis 1967 – die wurde weder international anerkannt noch gutgeheissen – aber das stört sie wohl nicht oder?”

        Wenn HEUTE die israelische Besatzung des Westjordanlandes enden würde, würde sie mich schon MORGEN nicht mehr stören. Alles klar?

        • Zahal schreibt:

          Leider gibt es keine „Besatzung“ im klassischen Begriff – in der Autonomie lebt kein einziger JUDE – und eben „Westjordanland“ zeigt doch genau WOHER der Begriff kommt – sie können nicht mitten in der Geschichte anfangen, sie sollten Ursache und Wirkung nicht verwechseln…..nur weil ihr als Deutsche Gebiete unwiderbringlich verloren habt, aber das unverschämte Glück, auch friedliche Nachbarn zu haben, solltet ihr nicht aus eurem warmen Sessel heraus beurteilen, DAS würde EUCH zustehen….

          • Interessent schreibt:

            @Zahal
            @Zahal
            „Leider gibt es keine “Besatzung” im klassischen Begriff – in der Autonomie lebt kein einziger JUDE“

            Mit Autonomie (also volle palästinensische Kontrolle über Ziviles und Sicherheit) meinst Du wahrscheinlich die A-Gebiete, die gerade mal 3 % des besetzten Westjordanlandes ausmachen.
            Im Gegenzug zu dieser „Großzügigkeit“ hat in den C-Gebieten, welche 70 % des besetzten Westjordanlandes ausmachen einzig und allein Israel die volle Kontrolle über Sicherheit, Planung und Bauwesen, weshalb auch Palästinenser praktisch niemals eine Baugenehmigung erhalten und deren „ungenehmigte“ Zisternen, Sonnenkollektoren usw. von Israel zerstört werden.

            „und eben “Westjordanland” zeigt doch genau WOHER der Begriff kommt“

            Weil es westlich des Jordans liegt?

          • Aristobulus schreibt:

            Schminteressent,
            am liebsten wäre es Ihnen, wenn die Palästinenser unter voller Kontrolle der Sicherheit auch vom Westjordanland permanent nach Israel rüberschössen, unter voller Kontrolle der Planung den nächsten antijüdischen Krieg in Ruhe planten, unter voller Kontrolle des Bauwesens Raketensilos, Munitionslager, Schuss-Schneisen usf. hinklotzen könnten, in den Zonen A bis Z, vom Jordan bis zum Mittelmeer.

            Ach, meinten Sie nicht?
            Sie wollten nur mal wieder bisschen schwachsinnigen Unfug ablassen, um Ihrem Ruf gerecht zu werden?

            Na dann is‘ ja gut. Ist abgehakt.

          • Interessent schreibt:

            @Aristo
            Noch etwas:
            „Schminteressent,
            am liebsten wäre es Ihnen, wenn die Palästinenser unter voller Kontrolle der Sicherheit auch vom Westjordanland permanent nach Israel rüberschössen….“
            Das Argument, das Westjordanland müsste aus Sicherheitsgründen besetzt bleiben wird oft angeführt.
            Dazu würden jedoch ausschließlich MILITÄRISCHE Standorte genügen. Und nicht etwa Siedlerstandorte, welche keineswegs der Sicherheit dienen.
            Das ‚Sicherheitsargument‘ ist also nur vorgeschoben.

          • Aristobulus schreibt:

            Das Westjordanland ist nicht besetzt.
            (…immer und immer wiederholen muss man dieses, denn immer und immer wieder kommt diese Meinung, da sei Besatzung, die sich jedoch auf nichts als genüssliche Falschinformation und Wunschdenken gründet)

            Im Bereich der PA (Palestine Autonomy) ist kein einziger Jude anwesend. Abbas will sein zukünftiges Staatsgebiet judenrein haben – nu, soll er seinen Willen haben.

          • Paul schreibt:

            Interessent:
            „Das ‘Sicherheitsargument’ ist also nur vorgeschoben.“
            Das ist interessant!
            Wieviel Raketen sind in letzter Zeit vom „Westjordanland“ aus auf Israel abgeschossen worden?

            „Das Argument, das Westjordanland müsste aus Sicherheitsgründen besetzt bleiben wird oft angeführt.
            Dazu würden jedoch ausschließlich MILITÄRISCHE Standorte genügen.“

            Nach Ihrer Meinung ist das „Westjordanland“ durch das Vorhandensein von Siedlungen ein besetztes Land?
            Gäbe es keine Siedlungen mehr, sondern Militärstützpunkte, dann würden Sie das „Westjordanland“ als nicht besetzt ansehen?
            Eine Frage: Haben Sie überhaupt einen blassen Schimmer von der rechtlichen Situation?

            Tun Sie mir bitte den Gefallen und lesen Sie einfach hier:
            http://de.wikipedia.org/wiki/Besatzungsmacht
            Schon der erste Satz bringt Ihnen die notwendige Erkenntnis:
            „Besatzungsmacht bezeichnet einen Staat, der einen anderen Staat oder einen Teil davon besetzt hält.“

            Israel hat im „Westjordanland“ oder gefällt Ihnen Samaria und Judäa besser, welchen Staat besetzt?
            Merke: Besetzt kann immer nur ein Staat werden oder Teile davon.

      • Zahal schreibt:

        Der Irak HATTE Massenvernichtungswaffen, oder gehört Giftgas Ihrer Meinung nicht dazu, daß sie ja an den Kurden ausprobiert hatten ? Komische Logik.

        Zu den Waffenstillstandslinien, nein, die meisten wissen es eben nicht, wo die endeten, sie vermuten, und wenn, dann sollte es offen benannt werden, nämlich die Waffenstillstandslinien von 1948 – wat soll das herum Geeiere? Das ist Verschleierungstaktik, mehr nicht, der Angriffskrieg aller Nachbarn und die Besetzung des „Westjordanlands“ waren unrechtmässig, Jerusalem wurde mit Mauern, die der deutschen Mauer wirklich ähnelte getrennt, heute ist es eine offene Stadt und nicht vergessen, daß die meisten Araber lieber bei Israel verbleiben würden, gerade gibt es einen Run auf die israelische Staatsbürgerschaft, ich denke, Sie haben KEINE Ahnung von den Bedingungen vor Ort:

        Dies Video sollten sie sich anschauen:

        U. Sahm lebt dort, und auch mein Lieblings „Palästinenser“ Toameh – der das ganz anders sieht.

        “Der arabisch-israelische Journalist Khaled Abu Toameh lebt in einem jüdischen Viertel von Jerusalem, sagt von sich, er sei pro-palästinensisch, kritisiert dabei das Wirken Arafats und bemängelt die fehlende Selbstkritik der Palästinenser.

        Was ihm manche noch weniger verzeihen können als die vermeintliche Nestbeschmutzung, ist der Umstand, dass Toameh in Israel nicht das Reich des Bösen sieht. „Hier in Israel bin ich frei, ich kann mich frei bewegen und schreiben, was ich will. Außerdem bin ich als palästinensischer Journalist in Jerusalem unter israelischer Herrschaft sicherer als im Westjordanland. In Ramallah wäre ich längst tot.“

        Dass es inzwischen Mode geworden ist, Israel als Apartheidsstaat zu bezeichnen, macht Abu Toameh regelrecht wütend. „Im Libanon gibt es fünfzig Berufe, die Palästinenser nicht ausüben dürfen. Das ist Apartheid.“ Er erzählt, dass es für ihn überhaupt kein Problem gewesen sei, ein Haus in einem mehrheitlich jüdischen Viertel von Jerusalem zu kaufen, wo er mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt.

        Und trotzdem fügt er hinzu: „Lieber bin ich Bürger zweiter Klasse in Israel als Bürger erster Klasse in irgendeinem arabischen Land.“ Solche Worte klingen für viele nach Onkel Tom. Aber eine solche Sicht ist herablassend. Onkel Tom war ein Sklave. Khaled Abu Toameh ist selbstbewusster Bürger eines freien Landes.”

        http://www.cicero.de/blog/ingo-way/2011-05-28/das-westjordanland-ist-verhandelbar-selbstkritik-auf-pal%C3%A4stinensisch

        • Aristobulus schreibt:

          Zahal,
          besten Dank für den Mitschnitt von Ulrich Sahms Vortrag. Wenn einer knapp zwei Stunden Zeit hat, um mal Abend nicht irgend ein Zeug im Fernsehen zu sehen, möge er sich den Vortrag antun! – und möge Herr Sahm bitte 120 Jahre alt werden.

        • Interessent schreibt:

          „Der Irak HATTE Massenvernichtungswaffen, oder gehört Giftgas…..“
          Aber nicht mehr zu DER Zeit, als diese als Kriegsgrund angegeben wurden. Die USA hat doch den Irrtum selbst eingestanden. So what?

          • Zahal schreibt:

            Doch und gerade auch in der Zeit, wollen oder können Sie nicht…Bitte um Quellangaben, wo die USA das zugegeben hat …

          • Aristobulus schreibt:

            …der Schminteressent will auf ’ne Lüge der US-Regierung VOR und WÄHREND des Irakkriegs hinaus, so ganz klammdeutlich zwischen den Zeilen. Er will nicht auf die Statements später hinaus, die besagten, dass außer Giftgas keine Massenvernichtungswaffen gefunden wurden.

            Schminteressent, Sie sind ein verbogener, falschbehauptender Typ. Wozu? Was treibt Sie? Bereitet Ihnen das Befriedigung?

        • M. schreibt:

          zahal, vergiß den typen (interessent), der hat den schuß wirklich nicht gehört. er wütet gern hier herum und legt jeden in seine selbsternannten blöden schublädchen.
          danke für deine arbeit hier, man kann vieles lernen, deshalb ist es, trotz des vollpfostens, für andere sehr interessant.

  9. Zahal schreibt:

    Hey – aber etwas Anderes: Bitte teilen und verbreiten, helft uns, der Delegitmation Israel endlich ein Ende zu bereiten – JEDER, aber auch JEDER, der einen Funken von Verstand besitzt, sollte dem Nachfolge leisten:

    https://www.change.org/de/Petitionen/die-adorno-preisverleihung-stoppen-noch-ist-es-nicht-zu-spaet

  10. NiN schreibt:

    Gute Idee,
    wir lassen die Palästinenser nicht in ihre Heimat zurückkehren, da Sie darauf kein Recht haben. Kann mir irgendjemand sagen mit welchen Recht man den Palästinensern die Rückkehr verwehren will? Oder haben Palästinser einfach keine Rechte?

    • Zahal schreibt:

      Ziemlich unqualifiziert, was sie hier ablassen, stellen sie sich mal vor, ALLE heutigen lebenden Deutschen würden nach Polen, Schlesien, Pommern, dem Sudetenland et al zurückkehren wollen, denn aus (die Zahlen schwanken 400 000 bis 700 000) „Geflüchteten“ sind es heute über 5 Millionen geworden, wobei die meisten eben auf Anraten Ihrer Führer, manchmal nicht mehr als 20 km „geflüchtet sind, gebleiben sind ca. 160 000. die heute samt ihrer Nachfahren in Israel leben (1,5 Mill.).

      Die arabischen Staaten weigern sich nach wie vor, die Verantwortung für die Flüchtlinge aus Palästina/ Israel zu übernehmen, die auf ihre Veranlassung das Land vor dem Krieg gegen Israel 1948 verliessen und diese zu integrieren. Stellen sie sich mal vor, Deutschland hätte den Flüchtlingen dies verweigert. lesne Sie diese Berichte mal aufmerksam, die sind authentisch.

      1. „Die arabischen Staaten, die palästinensische Araber ermutigten, vorübergehend ihre Heimat zu verlassen, um die arabischen Invasionstruppen nicht aufzuhalten, haben ihr Versprechen nicht gehalten, diesen Flüchtlingen zu helfen“ /Jordanische Tageszeitung FALASTIN, 19.2.1949, aus /Fa/

      2. „Wer brachte die Palästinenser als Flüchtlinge in den Libanon, wo sie in große Not kamen und mittellos waren – niemand anders als die arabischen Staaten selbst, einschließlich des Libanon“ /Muslimische Wochenzeitung KUL-SHAY, Beirut, 19.8.1951, aus /Fa/

      3. „Der 15. Mai 1948 kam … An diesem Tag rief der Mufti in Jerusalem die Araber von Palästina auf, ihr Land zu verlassen, denn die arabischen Armeen sind im Einmarsch und werden für sie kämpfen“ /Kairoer Tageszeitung AKHBAR EL YOM, 12.10.1963, aus /Fa/

      4. „ .. Damit die tausendmal verfluchten Juden sich nicht in ihrer Feigheit vor ihrer völligen Vernich­tung an euch rächen, laden wir euch ein, unsere Gäste zu sein. Die Araber werden euch ihre Häuser und Herzen öffnen. Wir werden die Ungläubigen besiegen, wir werden die Giftschlangen zertreten. Ein durch eure Brüder gereinigtes Land wird euch aufs neue in Freude und Jubel empfangen.“ /Gi/ (Aufruf des ‚Oberkommandos der arabischen Freiwilligen‘ über den Sender Kairo am 16.5.1948, aus /Pf S.148)/

      5. „Wir werden das Land über den Haufen schießen und alle Orte, wohin sich die Juden flüchten, zerstören. Solange Gefahr besteht, sollen die Araber ihre Kinder und Frauen in Sicherheit bringen; später wird ihnen das ganze Palästina gehören.“ /La/ (Erklärung des irakischen Ministerpräsidenten, die ab dem 16.3.1948 zwei Monate lang im Rundfunk ausgestrahlt wurde, aus /Pf S.143)/

      6. Der Generalsekretär der Arabischen Liga bemerkte 1951, dass sein Vorgänger Azzam Pasha „den Arabischen Völkern versicherte, dass die Besetzung von Palästinas und Tel Aviv so einfach sei wie ein Spaziergang … und dass die Millionen, welche die Juden für den Landerwerb ausgegeben hätten und in die Entwicklung der Wirtschaft investiert hätten, eine leichte Beute sein würden, denn es würde ein Leichtes sein, die Juden ins Mittelmeer zu werfen.“ /Arutz Sheva_29.02.2004/

      7. „Unsere Führer sind verantwortlich für die Flucht der Dorfbewohner, weil sie falsche und über­triebene Gerüchte von jüdischen Verbrechen und Greueltaten wie Mord an Frauen und Kindern verbreiteten, um die Araber aufzuhetzen … Die Araber in Palästina wurden so lange in Furcht und Schrecken versetzt, bis sie flohen und ihre Häuser, Hab und Gut dem Feind überließen“ /Jordanische Tageszeitung AL URDUN, 9.4.1953, aus /Fa/

      8. „seit 1948 fordern wir die Rückkehr der (paläs­tinensischen) Flüchtlinge, obwohl wir es sind, die sie zur Flucht zwangen ..“ /Khaled al-Asm, ehem. syrischer Premierminister, in seinen Memoiren 1973, Haschiwah 4-1993/

      9. Nach einem Bericht des arabischen Instituts für Palästinensische Studien in Beirut (1969) wurde die Mehrheit der arabischen Flüchtlinge 1948 nicht vertrieben und 68% hätten das Land verlassen ohne einen israelischen Soldaten gesehen zu haben. /Pe S.13/

      10. „Die Palästinenser, die geflohen sind oder [von den arabischen Ländern] aufgefordert wurden, Israel zu verlassen – viele von ihnen waren als Arbeit suchende Nomaden erst eingewandert – diese Menschen hätten die von den Juden in den arabischen Ländern zurückgelassenen Plätze über­nehmen können. Es hätte zu einer humanitären Lösung des Flüchtlingsproblems kommen können, wie auch anderswo in der Welt. Es gab viele internationale Kommissionen. Es gab viele Vor­schläge seitens der Präsidenten der USA und ander­er Staatsoberhäupter, um das arabische Flüchtlings­problem zu lösen. [Aber es ist so, wie] die Araber in der Arabischen Liga jener Zeit sagten, „Wir wollen das als eine offene Wunde halten und die Menschen als Pfand gegen Israel gebrauchen.“ /Joan Peters (s.u.) in WorldNetDaily.com, zitiert in ARAB NATIONS PERPETUATED THE REFUGEE PROBLEM /Arutz Sheva-4.Febr.2001/

      11.„Die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon, denen schon lange viele Zivilrechte verweigert werden, darunter das Recht auf Arbeit, stehen nun vor einer neuen Schwierigkeit in ihrem gefahrvollen Leben.“ Unter einem neuen Gesetz, das von der Regierung im letzten Jahr (2002) erlassen wurde, verlieren palästinensische Araber das Recht auf eigenen Landbesitz. Und wer Land besitzt, kann es nicht weitervererben an seine Kinder.“ /Fa/ Zitat aus der JORDAN TIMES/.

      Na, haben NUR die pal. Araber Rechte und Juden keine?

      /Fa/ Aus: Joseph Farah*, An unconventional Arab viewpoint, © 2003 WorldNetDaily.com (*arabisch-amerik. christl. Journalist)

      /Gi/ Paul Giniewski, Les refugies arabes (Paris 1984), S. 12

      /La/ Anny Latour, Israel – Gelobtes Land Frankfurt/M 1968), S. 51

      /Pf/ Rudolf Pfisterer: Israel oder Palästina, R.Brockhaus

  11. Zahal schreibt:

    JB’s Früchte – Wie wäre es mit: „Die Ursache aller Probleme der Welt ist Israel … die Ursache für Israel sind Juden, daher die Ursache für alle Probleme der Welt sind Juden?

    Die israelische Batsheva Dance Company waren glücklich bei ihrer neuesten Arbeit am „Hora“ Edinburgh Playhouse Theatre am Donnerstag Abend vor einem Publikum, an dem auch seine Exzellenz, der israelische Botschafter Daniel Taub und die israelischen Kulturministerin Limor Livnat teilnahm.

    Sie wurden gleich dreimal jäh unterbrochen durch Anti-Israel-Aktivisten und pro-palästinensische Demonstranten (die dazu neigen, ein und dasselbe sein). Es gab auch eine Horde vor den Theater, die sangen: ‚Free Palestine‘ tobten, winkten und gaben zu verstehen, dass sie NICHT gewillt waren „mit israelischer Apartheid zu tanzen“ auf Plakaten war es zu lesen und Show Tickets wurden öffentlich verbrannt.

    Nicht mit israelischer Apartheid tanzen. Bizarr, nicht wahr? Ihr Einwand galt nicht dem künstlerischen Ausdruck des Tanzes, sondern die bloße Anwesenheit – die bloße Anwesenheit – einer israelischen Tanzgruppe am Festival.

    Genau darum geht es nämlich bei diesen BDS Kampagnen. Wer das nicht verstehen will, macht sich mitschuldig.

    http://www.dailymail.co.uk/debate/article-2196383/Artistic-anti-Semitism-racial-hatred.html

  12. Preetz schreibt:

    Ein paar mehr Quellenangaben würden den Inhalt aufwerten.
    Und ist Finkelstein jetzt plötzlich zur seriöse Quelle mutiert?

    • Zahal schreibt:

      Kein Problem, lieber Preetz:

      Quellen:
      Die Videos: http://www.youtube.com/watch?v=ONlacD6f1cg&feature=related


      http://www.thejewishweek.com/news/new_york/norman_finkelstein_hezbollah_zionist_bully

      Norman Finkelstein hat nur seine Fehler erkannt, wie vorher eine ‚“seriöse Quelle“ für alle Antizionisten und Judenhasser – was ist falsch daran, Fehler zuzugeben? Aber nicht nur er, auch ein anderer „Antizionist“ Noam Chomski kommt zu der gleichen Schlussfolgerung.

      http://israeldossiers.wordpress.com/2012/06/25/hello-world/

      • Preetz schreibt:

        Keine Ahnung, worin sie da das Gleiche sehen wollen.

        Und Menschen, deren Äußerungen nicht auch ein Stück weit Skepsis gegenüber ihrer eigenen Position, die sie mit Vehemenz vertreten, erkennen lassen, sind mir ein Greuel. Dazu gehört auch Finkelstein, gleich welche Position der bezieht.
        Zwischen Chomskys Äußerungen und Finkelsteins liegen Welten, wenn nicht Universen.

        • Zahal schreibt:

          Lieber Preetz, nur weil Finkelstein jetzt auf einmal umgeschwenkt ist, ist er nicht mehr glaubwürdig? Chomsky hat Stellung zur BDS bezogen, mehr nicht.

          • Preetz schreibt:

            Lieber Zahal, Finkelstein war schon zuvor nicht glaubwürdig, sein Schwenk ändert daran nichts.
            Und Chomsky nennt die BDS nirgends eine Sekte – oder sollte ich das überhört haben?

            Der Konflikt ist ohnehin extrem aufgeheizt und die Polemiken Finkelsteins wirken an diesem Zustand mit. Polemik ist eine Form der Rede, die auf zukünftiges Reden verzichten will, weil sie den Gegner mundtot schlägt. Demgegenüber bevorzuge ich Chomskys Art der Argumentation, der keine Rundumschläge gegenüber der BDS verteilt, sondern einzelne Aktionen beurteilt.

  13. M. schreibt:

    super recherchearbeit, zahal.

  14. Roger schreibt:

    Neue, interessante und erhellende Fakten!
    Gerd: Auf die Diskussion musst du verzichten, es wurde alles klar und richtig dargestellt!

  15. Paul schreibt:

    Danke Gerd, dass Du Zahal die Veröffentlichung dieses Beitrags ermöglicht hast.
    Danke Zahal, für diesen informativen und faktenreichen Artikel.
    Du hast Deinem Namen alle Ehre gemacht. Wieder mal.
    Ja, so muss der Hasspropaganda der Palästinenser begegnet werden: durch eine Faktenpropaganda.
    Es geht nicht anders. Es reicht nicht aus militärisch erfolgreich zu sein. Man muss auch den Propagandakrieg gewinnen.
    Du hast einen wichtigen Beitrag geleistet.
    Dafür danke ich Dir.
    Weiter so!

    • Zahal schreibt:

      Ich oder besser gesagt wir wollten, wir könnten noch viel mehr, endlich die Wahrheit ans Licht bringen, endlich den Lügen begegnen, da draussen läuft eine riesige Propagandamaschine zu Ungunsten Israels, das DÜRFEN und Müssen wir nicht hinnehmen.

      Finkelstein: Und so funktioniert es: Eine der florierenden Industrien im Bereich der PA ist die internationale Wohltätigkeit. Hohe, vorwiegend westliche Spendengelder fließen durch ein Netz internationaler Organisationen, um den Kampf gegen palästinensisches Leid, Not und brutale Behandlung unter israelischer Besatzung zu finanzieren. Je mehr Leid, Not und brutale Behandlung, je mehr Geld. Eine ganze Armee von Ein-Mann Nichtregierungs-Organisationen ist das Ergebnis dieses finanziellen Anreizes. Wer als erster über Ungerechtigkeit von Juden gegen Palästinenser berichtet, der kriegt das Geld. Ob die Geschichten wahr oder falsch sind, spielt dabei keine große Rolle.

      Die Geschichten werden dann von den größeren NGO’ s wie Amnesty International, B‘ tselem, Gush Shalom, TIPH, etc. aufgegriffen, deren Mitarbeiter hinsichtlich unbestätigter Berichte nicht kleinlich sind. Anschließend gehen die Berichte weiter an die UNO Behörden. Dort werden sie zu den „Tatsachen“ der Medienberichterstattung, der öffentlichen Debatten, sowie weiterer UN Aktionen. Eine Geschichte, die von einer Ein-Mann NGO in Ramallah ausgegraben wird, kann auf diese Weise im gesamten internationalen System Widerhall finden.

      Das Risiko der Widerlegung ist gering. Der gesamte Vorgang von der Basis bis zur Spitze wird von anti-israelischem Personal kontrolliert, von denen viele selber Palästinenser sind. Und wer wurde jemals dafür bestraft, dass er falsche Behauptungen über israelische Menschenrechtsverletzungen fabriziert hat?

      Eine Hassindustrie stellt das Produkt her, der Westen kauft das Produkt (unter anderem auch vor kurzem wieder Sigmar Gabriel, Ruprecht Polenz, Günter Grass, Lady Ashton und viele andere), und bietet finanzielle Anreize für dessen weitere Produktion. Wir kennen die berüchtigtsten Beispiele: den Goldstone Bericht, den „Mord“ an Muhammad A l- Durah, das angebliche Jenin Massaker. Aber dies sind nur einige wenige Symbole für den gesamten Fabrikationsprozess, der alle Menschenrechtsaktivitäten in Israel durchzieht. So läuft das….. und das ist widerlich.

      • Interessent schreibt:

        „Eine Hassindustrie stellt das Produkt her, der Westen kauft das Produkt (unter anderem auch vor kurzem wieder Sigmar Gabriel, Ruprecht Polenz, Günter Grass, Lady Ashton und viele andere…“

        Das Produkt Sigmar Gabriel?
        Mir kam es eher so vor, als sei die Äußerung Sigmar Gabriels anlässlich des gerade mit eigenen Augen Gesehenen in den besetzten Gebieten völlig spontan und unüberlegt ehrlich (nicht wie sein sonstiges politikerhaft-verschwiemeltes Geseiere) seinem Munde entfleucht.

        „Wir kennen die berüchtigtsten Beispiele: den Goldstone Bericht, den „Mord“ an Muhammad A l- Durah, das angebliche Jenin Massaker.“

        Und nicht vergessen:
        die angebliche israelische Atombombe, die angeblich existenten Palästinenser (die es in Wirklichkeit ja gar nicht gibt) und die angebliche Besatzung.

        • Zahal schreibt:

          Wer die Zusammenhänge begreifen und lesen kann, ist auch nicht schlecht beraten, wer hat vom „Produkt Gabriel“ geschrieben?

          Gabriel war bei der TIPH (nur ein paar Stunden) und ist NUR von denen geführt worden, seine Aussagen beruhen NUR auf deren Aussagen, oder hat er mal mit dem Bürgermeister der jüdischen Gemeinde gesprochen? Der hätte ihm etwas anderes erzählen können.

          http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/9TIPH.html

          Aber lassen wir das, sie werden wohl noch nie dort gewesen sein oder ? Diese Frau war dort – und ich auch – dort leben ca 400 Juden und ca. 200 000 pal Araber, die Juden in einer Straße und müssen ständig bewacht werden, über 50 Tote hat es bisher gegeben, sogar ein Säugling wurde dort im Kinderwagen gezielt erschossen, Apartheid sieht für MICH anders aus.

          http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/apartheid-regime-in-hebron-eine-replik-auf-sigmar-gabriel/6332268.html

          Zur Atombombe – selbst wenn Sie sie haben, ist es NICHT der einzigste Staat oder? Was ist mit Pakistan, Indien?

          • Interessent schreibt:

            @Zahal

            „Zur Atombombe – selbst wenn Sie sie haben, ist es NICHT der einzigste Staat oder? Was ist mit Pakistan, Indien?“

            Die leugnen aber nicht.

            Israel leugnet aber selbst die Besatzung.
            Ehrlich wäre folgende Aussage:
            Wir wollen das gesamte Gebiet.
            Und da es mittlerweile nicht mehr (wie noch vor 150 Jahren üblich) akzeptiert wird, die dort lebende Bevölkerung abzuschlachten, wollen wir sie einfach durch Schikanen vertreiben.

            DAS wäre ehrlich.

          • Aristobulus schreibt:

            „Israel leugnet aber selbst die Besatzung.“
            Wer ist Israel? Die paar Linksextremen, für die Sie sprechen, dann wohl nicht?
            „Die Besatzung“ so ohne weitere Zusätze ist ein Schlagwort aus den Ecken der Antiimps, des ISM, der BDSler und des politischen Islams, das wissen Sie genauer, als Sie es je erwähnen.

            Was soll das mit dem „Abschlachten“ nu bedeuten? Haben die Juden vor 150 Jahren Araber abgeschlachtet? Nö, es gab bloß Pogrome gegen Juden seit 1834 in S’fat.

            Durch Schikanen vertreiben, nein besser (ja!, besser!), sie zum Umzug zu bewegen, wurde einst lang und breit vorgeschlagen. Keine Chance. Weil Schikanen für Palästinenser in den arabischen Staaten selbst zu normalen Bedingungen ungleich schikanöser sind, als sie es in Israel und in den umstrittenen Gebieten je gewesen sind: Warum sollten Palästinenser dann DA hinziehen??

            Aber Sie kommen immer wieder mit den selben Schlagworten und verdrehten Dingen an.

  16. Interessent schreibt:

    Finkelstein sagt:
    „Denn wenn wir die Besatzung beenden und 6 Millionen Palästinenser zurückbringen, die gleiche Rechte für Araber und Juden haben, dann gibt es kein Israel. Darum geht es wirklich.“

    Es wäre aber auch möglich, die Besetzung zu beenden OHNE Rückkehrrecht der 6 Millionen Palästinenser. Sie würden dann halt im Westjordanland verbleiben. Finkelstein tut plötzlich so, als sei die Ein-Staaten-Lösung die einzige Option.
    Und weil er immer auf die Einbeziehung der gesamten palästinensischen Bevölkerung (und nicht nur einer Elite) besteht, kommt hier ein Vorschlag, wie man das erreichen könnte: mit Geld, Knete, Kohle.
    Die Palästinenser (und zwar die Bevölkerung direkt, nicht die Regierungseliten) sollten endlich materiell großzügig abgefunden werden, zugleich sollte damit aber ein Verzicht auf das Rückkehrrecht ins israelische Kernland einhergehen. Diese materielle Abfindung sollte von der Weltgemeinschaft finanziert werden.
    Zu teuer?
    Glaube ich nicht, wenn man bedenkt, was Jahr für Jahr an Geldern an Palästinenser fließt.
    Somit wäre das Rückkehrrecht dann Geschichte.

    • Zahal schreibt:

      Diesem eigentlich sehr vernünftigen Vorschlag steht leider die Weigerung der Palästineser entgegen, auf das „Rückkehrrecht“ zu verzichten. Bitte das Video anschauen, ist zwar lang, lohnt sich aber auf jeden Fall:

      Dann erübrigen sich alle weitere Fragen. Dazu ein Artikel aus der JPost vor einigen Tagen:

      Wenn „Palästineser“ meist auf Anraten der arabischen Führer auch nur 20 km weit „flüchteten“, bleiben sie auf ewig „Flüchtlinge“ – von der Weltgemeinschaft verhätschelt und alimentiert – wenn aber fast eine Millionen Juden aus arabischen Ländern vertieben werden, heisst das dann so:

      „Die Arabische Juden waren Teil der arabischen Region, aber sie begannen die Migration nach Israel nach seiner Gründung“, argumentierten sie. „Sie taten dies in Übereinstimmung mit einem Plan der Jewish Agency, die Juden aus der ganzen Welt dazu zu bringen, den Staat Israel auf zubauen.“ Pallypropaganda erste Güte. Es aist die Weigerung der Palarber, sich endlich mit Israel abzufinden, sonst hätte man dort schon längst reagiert, leben doch die Israelis seit 60 Jahren in einem fortwährenden Krieg und KEINE Generation hatte nicht Tote und lebenslang Verkrüppelte zu beklagen, meinen SIE daß so etwas Spaß macht?

      http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=283447

      Und ob das stimmt oder nicht, sollte man in diesen Videos ablesen können (fünf Teile). Das wird überhaupt nicht bei der ganzen Debatte beachtet.

      http://wahrheitgraben.wordpress.com/2009/05/05/vertriebene-fluchtlinge-juden/
      Ich stelle nur den ersten Teil hier ein – Youtube zeigt dann die nachfolge Videos.

      http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=283447

      • Zahal schreibt:

        Nachtrag dazu: Der deutsche Ableger der BDS erklärt ganz deutlich, dass die “Flüchtlinge” zurück – kehren müssen – also faktisch den Staat der Juden auslöschen wird.

        Ableger: http://bdsgermany.files.wordpress.com/2011/06/boykottflyerstuttgart.pdf

        Hier mehr zu den BDS Kampagnen:

        http://israeldossiers.wordpress.com/2012/06/25/hello-world/

        • Aristobulus schreibt:

          … der Interessent hat seine Ebenen, und das hier war wohl ’ne weitere, ganz vernünftige.
          Ich frage mich jedoch, was immer die paternalistische Art und Weise soll, den Palästinensern Vorschläge zu machen. Weshalb mus man die pampern? Weshalb unterstützt man dere Unverantwortlichkeit für sich selbst?
          Sie haben (offiziellnotorisch) bislang alle Vorschläge abgelehnt, kamen und kommen niemals mit eigenen Vorschlägen, wälzen sich in Maximalforderungen, vor Arafat, während Arafats Knute, und danach unverändert.

          Eine vernünftige Lösung bedeutet, dass der immense Geldfluss durch die UNO (extra die Organisation UNRWA mit Riesenbudget einzig und allein für Palästinenser), durch die EU und durch Geldgeber aus den tausenden NGOs versiegen würde. Die beiden Diktaturen der Palästinenser leben jedoch von diesem Geldfluss à fond perdu…

          • Zahal schreibt:

            Lieber Aristobolus – UNWRA ist heute mit über mehr als 20 000 einheimischen Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber für die Palästinenser, sie werden wohl ihr Leben lang internationale Sozialhilfe beziehen. Interessanter Link, wenn man HINTER dem erkennen kann, was vordergründig nicht gesagt wird:

            http://www.unric.org/de/pressemitteilungen/5109

            UNRWA beschäftigt etwa 22.000 örtliche Arbeitskräfte, von denen der größte Teil unmittelbar Serviceleistungen für die Flüchtlinge erbringt, wie zum Beispiel Lehrer, Ärzte, Straßenkehrer, Sozialarbeiter und so weiter. Es ist weitgehend unbekannt, daß UNRWA die größte Einzelorganisation der Vereinten Nationen ist, und der größte Arbeitgeber in der Region nach dem öffentlichen Dienst.

            Gemessen an dem, wie die „Flüchtlinge“ in Jordanien, Libanon, Saudi -.Arabien, Syrien leben müssen, frage ich mich, welchen Auftrag die UNWRA verfolgt – eben, das Ganze am Köcheln zu halten.

          • Aristobulus schreibt:

            Hi Zahal!, ich kann mir diese immensen Zahlen der UNRWA immer nicht merken, falle jedesmal von Neuem hintenüber, wenn ich über diesen gigantischen Staatssozialismus lese.
            Globalsozialismus?
            Die UNRWA hält die ganze palästinensische Gesellschaft am Tropf, sie monopolisiert den Paternalismus der Dauerversorgung von außen, damit sich da bloß keiner selber rührt. Denn die sind arme Wilde, die ernährt werden müssen.
            Rassismus…

            UNRWA die größte Einzelorganisation der Vereinten Nationen ist
            Die Palästinenser sind größtenteils vernünftige Leute, die leben und ihre Kinder erziehen und sich Häuser bauen wollen, genauso wie Eskimos, Chossidn und Patagonier. Es besteht ein immenses Interesse, um sie bloß nicht mal einfach selber machen zu lassen.

            Und die Israel-bashenden Fürsprecher des palästinensischen Opferdaseins sind neben dem heimlichen UNO-Beamtenapparat die Allerübelsten, denn die halten die Palästinenser ewig propagandistisch in diesem unmündigen Zustand – damit die Juden in Israel ein beständiges Problem mit Angriffen und Morden haben.

            Ich reg mich gleich noch auf wie der Schnag 😉

  17. zrwd schreibt:

    Danke für die Analyse!

  18. Zahal schreibt:

    Danke Gerd Buurman für den Beitrag, allerdings beruhen die Recherchen auf einem eingeschworenen Team – der nicht namentlich genannt werden will – dafür danke ich – ich durfte nur manche Texte und auch meinen eigenen Senf hinzugeben. Es ist in der Tat so, das EIN-Mann NGO’s fähig sind, verfälschte Berichterstattung als wahr zu gewährleisten – bis hin zur UNO und anderen – weil es um Geld geht – je mehr Ungerechtigkeit von Seiten Israels, desto mehr Geld gibt es….Eine Wohlfahrtindustrie – denen sogar Butler anheim fällt.

  19. mike hammer schreibt:

    Ein Beispiel dafür warum Ich ZAHALIST bin! 😀 😀 😀

  20. anti3anti schreibt:

    Mehr ist nicht zu sagen.

  21. Pingback: BDS: Selbst für Finkelstein zu heftig | anti3anti – Der Blog

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