Welch Ehre!

In der Neuen Rheinischen Zeitung ist ein Artikel erschienen mit dem Titel „Portraits unserer Zeit“. Dieser Artikel beschäftigt sich mit vierzig Portraits aus unterschiedlichen, gesellschaftlichen Bereichen. Darunter finden sich George W. Bush, Carla del Ponte, Henryk M. Broder, die Tochter von Bertolt Brecht, die Tochter von Heinz Galinski und jetzt halten Sie sich fest: Ich. Welch eine Ehre. Unter meinem Bild steht: „Gerd Buurmann – Schauspieler, zionistischer Propagandist“. Jetzt ist es raus: Ich bin ein zionistischer Propagandist. Wenn das der Mossad erfährt, dass meine Tarnung aufgeflogen ist, er verschleppt mich mit Sicherheit nach Haifa, wo ich dann den ganzen Tag Gefilte Fisch fressen muss.

Manchmal aber hat die Neue Rheinische Zeitung auch lobende Worte für mich. In dem Artikel „Fastfood könnte nicht besser sein“ heißt es:

„Kunst gegen Bares“: Die ultimative Bühnenshow für junge Künstler, Profis und bisher Unentdeckte. Jeder kann sein Können hier zum Besten geben: Ob Akrobatik, Schauspiel, Musik oder Literatur. Das Besondere ist, dass das Publikum selbst entscheiden kann, wie viel Bares ihnen die jeweilige Darbietung wert war. Moderiert wird die Offene Bühnenshow von Gerd Buurmann (bekannt von der „Literatur um 8“ im Café Duddel). Unterstützt wird er von der unerschrockenen Frau Scholten alias Maria Luise Winkendick, die mit ihrer prüden und leicht verstaubten Art das Publikum immer wieder zum Lachen bringt. Mein Fazit: Witzig, abwechslungsreich und immer eine Reise wert.“

Das sind doch mal ganz andere Worte. Wenn man beide Artikel zusammenfasst, kommt folgendes dabei heraus:

Laut Neuer Rheinischen Zeitung ist Gerd Buurmann ein witziger Schauspieler und ein abwechslungsreicher zionistischer Propagandist, der immer eine Reise wert ist.

Damit kann ich leben.

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