Darf ich vorstellen? Hedwig Beverfoerde!

Hedwig Beverfoerde ist Gründerin der „Initiative Familienschutz“ und fiel bisher mit folgender Aussage zum Thema Homosexuellenrechte auf:

„Mit der Gleichstellung der Homo-Ehe wäre das Maß endgültig voll. Dann wäre auch noch der letzte Rest vom C in der CDU beseitigt (…) Das in der Union vielbeschworene christliche Menschenbild wäre endgültig abgeschafft.“

Liebe Frau B.,

wenn Sie etwas gegen homosexuelle Ehen haben, dann heiraten Sie doch einfach keine Homosexuelle!

Bei der Gleichstellung der Homo-Ehe geht es um etwas sehr menschliches, um etwas, das jeder Mensch kennt und versteht: Liebe.

Wie stehen Sie zu zwei Menschen, die sich lieben und Verantwortung füreinander übernehmen wollen? Wenn ich Ihre Worte lese, muss ich vermuten, dass für Sie nicht Liebe und Verantwortung im Mittelpunkt Ihrer Politik stehen, sondern Pimmel und Fotze.

Finden Sie meine Wortwahl obszön? Sie ist es nicht! Obszön ist es, dass Sie mit ihrem Nein zur Gleichstellung der Homo-Ehe insinuieren, die Familie sei in Gefahr. Schwule und Lesben haben auch Familie! Schwule und Lesben adoptieren nicht nur Kinder, sie zeugen sie auch. Sie schlafen dafür allerdingd nicht mit ihren Partnern.

Ich möchte, dass jedes Kind das Recht hat, glücklich verheiratete Mütter und Väter zu haben!

Die Familie steht unter besonderem Schutz des Grundgesetzes. Darum ist es verfassungswidrig, dass Kinder um einen glücklichen Familienverband betrogen werden, nur weil ihre Eltern schwul oder lesbisch sind und sie deshalb vom Staat diskriminiert werden. Jede Politikerin, die sich gegen eine Gleichstellung der Homo-Ehe stellt, begeht Verfassungsbruch, denn sie verhindert den Schutz der Ehe und beraubt Kinder homosexueller Eltern ihres Rechts, in einer staatlich voll anerkannten Familie groß zu werden.

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Hedwig Beverfoerde trumpft noch mit anderen Meinungen auf. Sie ist nationale Koordinatorin für Deutschland der Europäischen Bürgerinitiative „Einer von uns“, die vorgibt, sich für den Lebensschutz zu engagieren, aber in Wirklichkeit das Recht auf Leben relativiert. Das Logo von „Einer von uns“ sagt alles und sieht wie folgt aus:

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Für diese Initiative ist somit folgendes klar:

Dieses Kind

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ist soviel Wert wie diese Zelle:

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Wenn diese Mutter

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das Leben eines Kindes retten könnte, indem sie einer befruchteten Eizelle forschen will, muss das Kind sterben. Lebensrecht verwirkt! Die Eizelle ist wichtiger.

Wenn Mann und Frau miteinander schlafen, und hinterher kuschelig im Bett einschlafen, dann liegen am nächsten Morgen schon drei Menschen im Bett! So einfach ist das!

Welcher Mensch kann zu einem todgeweihtem Menschen, für den Stammzellenforschung die Hoffnung auf Genesung ist, guten Gewissens sagen, dass er leider sterben muss, da sein Leben gleichwertig sein soll mit einem Zellhaufen in einem Reagenzglas? Wie tief muss ein Mensch ins Reagenzglas geschaut haben, um so ein Urteil fällen zu können?

Ich fühle mich bei einer Gleichsetzung von mir mit einer gerade befruchteten Eizelle in meiner Würde verletzt. Mich mit einem Zellhaufen gleichzusetzen, verletzt mich mehr, als mich mit einem Schwein zu vergleichen! Was geht in einem Menschen vor, der eben noch auf ein Reagenzglas geschaut hat und nun seinen Blick auf mich richtet, um mir dann zu sagen, dass ich das gleiche Lebensrecht besäße, wie der Zellhaufen in dem Reagenzglas?

Natürlich, darf das Leben eines Menschen nicht mit dem Leben eines anderen Menschen verrechnet werden. Als in Deutschland darüber diskutiert wurde, ob im Falle einer Gefahrenabwehr ein mit Passagieren besetztes Flugzeug, das von Terroristen entführt wurde und geradewegs auf ein vollgesetztes Stadion zusteuert, abgeschossen werden darf, da urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass ein solcher Abschuss nicht mit der Verfassung in Einklang gebracht werden könne. Die Richterinnen und Richter argumentierten, dass menschliches Leben niemals instrumentalisiert werden dürfe, selbst dann nicht, wenn dieses Leben dem Tode geweiht sei, da ja so die Logik der Terroristen übernommen werden würde, die schließlich auch kein Problem damit hätten, menschliches Leben zum Wohle ihrer Ideologie zu opfern. Ich glaube, jeder Mensch, der mit einer gesunden Nächstenliebe ausgestattet ist, hätte Hemmung, das Flugzeug abzuschießen, da er wüsste, dass er damit unschuldige Menschen töten würde. Die Tatsache, dass diese Menschen eh gestorben wären, wird ihn nicht daran hindern, wenigstens zu zögern, wenn er nicht sogar völlig von seiner Möglichkeit des Abschusses ablassen wird.

Was wäre, wenn es kein Flugzeug mit Passagieren ist, das auf das Stadion zusteuert, sondern eine Bombe, die mit einer befruchteten Eizelle bestückt ist? Ich bin mir sicher, dass niemand, der noch alle moralischen Sinne beisammen hat, auch nur eine Sekunde zögern würde, diese Bombe abzuschießen. Ich bin mir sogar sicher, dass selbst dann kaum jemand zögern würde, wenn im Stadion nur ein Hausmeister wäre, in der Bombe jedoch eine Millionen befruchtete Eizellen.

Würde ein Bankräuber ein Glas mit mehreren befruchteten Eizellen als Geisel nehmen, würde sich bestimmt auch niemand mit ihm auf ein Gespräch einlassen, außer vielleicht Hedwig Beverfoerde.

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