Die Grünen sind die dreibeinigen Herrscher

„Natürlich haben manche ein Interesse daran, das Wort Verbot als etwas Schlechtes zu denunzieren. Sie wollen den Eindruck erwecken, dass es sich bei denen, die etwas verbieten wollen, um miesepetrige Leute handelt und dabei ihre Einnahmequellen sichern. Aber Verbote können auch etwas Gutes haben.“ (Renate Künast)

In den 80er Jahren, dem Jahrzehnt, in dem die Grünen in den deutschen Bundestag einzogen, verfilmte die BBC die Geschichte „Die dreibeinigen Herrscher“. Sie spielt in einer Zukunft, in der es keinen Krieg und keine Umweltverschmutzung mehr gibt. Die Menschen leben mit sich und der Natur in Frieden. Die Welt ist ein grünes Paradies.

Der Grund für dieses Paradies ist eine außerirdische Zivilisation, die von den Menschen „die Dreibeiner“ genannt wird. Sie herrschen über die Menschheit und sorgen dafür, dass jeder Mensch, wenn er erwachsen wird, eine Weihe erhält, die darin besteht, dass jeder Mensch eine Kappe am Gehirn installiert bekommt, die ihm jegliche Inspiration, Neugier, Kreativität und damit auch die Möglichkeit nimmt und damit auch die Fähigkeit zu Revolution und Gewalt nimmt. Frei ist der Mensch nicht mehr! Dafür herrscht Frieden auf Erden.

Die Welt, die die Dreibeiner geschaffen haben, ist das Paradies, wie es sich die Grünen vorstellen. Keine Kriege, keine Atomkraftwerke, keine Waffen und nur Bio-Landwirtschaft.

Die Dreibeiner kümmern und sorgen sich um die Menschheit! Sie lassen den Menschen jedoch keine Wahl. Wer nicht friedlich ist, wird vernichtet. Die Dreibeiner lassen sich als Option sogar die totale Vernichtung der Menschen offen, denn eins ist klar: Wo kein menschlicher Freiheitsdrang, da auch keine Kriege.

Für die Dreibeiner sind Menschen prinzipiell schlecht, besonders wenn sie das Ideal der Freiheit in sich tragen. Daher gehören sie geführt und einem höheren Ideal unterworfen. Genau das ist das Prinzip der Grünen.

Die dreibeinigen Herrscher sind eine übermächtige Kraft aus dem Himmel, wie Gott. Wie sich einst Religionsführer anschickten, den vermeintlichen Willen Gottes zur Verbesserung der Welt zu exekutieren, so sehen sich heute Politikerinnen und Politiker der Grünen als Propheten, die den drohenden Weltuntergang nicht nur vorhersagen können, sondern auch genau wissen, was zu tun ist, um ihn zu verhindern. Wie religiöse Führer argumentieren sie mit der Angst und der Apokalypse. Wer nicht grün ist, ist für Krieg, Hass und Weltuntergang.

Grün wählen ist wie ein religiöser Akt. Man spricht ein grünes „Mea Cupla“, schlägt sich auf die Brust, beichtet, macht ein grünes Kreuz und geht dann wieder selig nach Hause. Grün wählen gibt ein gutes Gefühl. Wer grün wählt, kann spießig sein und SUV fahren. Das Kreuz bei den Grünen gibt die Absolution.

Die Dreibeiner bewegen sich auf der Erde in dreibeinigen Maschinen, da sie die Atmosphäre der Erde nicht vertragen. In ihren Stationen jedoch, entledigen sie sich der Maschinen und man sieht ihr Antlitz. Es wundert nicht wirklich: Sie sind grün!

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Lange Zeit verdammte die Kirche die Freiheit im Menschen als Sünde. Es brauchte die Aufklärung, um die menschlichen Freiheit zu rehabilitieren. In der Aufklärung wurde die biblische Eva, die bis dahin ausschließlich als Sünderin galt, zur Freiheitskämpferin erklärt.

Laut תּוֹרָה soll vor über 5770 Jahren Eva den Mut gehabt haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Bis dahin hatte Gott wie die Dreibeiner geherrscht. Mit dem Menschen kommunizierte Gott nur in Form von Befehlen: “Tu’ dies nicht! Tu’ das nicht!” Adam und Eva hielten sich an Gottes Wort. Sie konnten somit zwar zwischen Richtig und Falsch unterscheiden, aber die Fähigkeit zur Unterscheidung von Gut und Böse fehlte ihnen noch. Die Fähigkeit lag noch uneingeschränkt in Gottes Hand. Die Möglichkeit zur Erlangung der Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, hing als Frucht an einem Baum mit den Namen עץ הדעת טוב ורע (Baum der Erkenntnis von Gut und Böse). Von dieser Frucht aß Eva. Seitdem ist Gott nicht mehr Alleinherrscher in Moralfragen.

In der Trilogie „Die dreibeinigen Herrscher“ haben die Dreibeiner das Paradies wieder eingeführt. Der Garten Eden war schließlich das schönste aller bekannten Gefängnisse. Viele Menschen wollen in dieses Gefängnis zurück, nicht wenige von ihnen wählen grün.

„Es ist nur zu Eurem Besten,“ sagen die Grünen gerne, wie katholische Priester, die sich um die Schäfchen ihrer Gemeinde sorgen und kümmern.

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SPOILERALARM! Hier nur weiter lesen, wenn Sie das Ende von „Die dreibeinigen Herrscher“ kennen oder erfahren wollen.

Von der BBC wurden nur die ersten beiden Teile der Serie „Die dreibeinigen Herrscher“ verfilmt. Wer den dritten Band gelesen hat, weiß, wie es weiter geht:

Eine Gruppe Menschen, die sich der Weihe verweigert haben, beginnen einen Krieg, den die Dreibeiner letztendlich verlieren. Am Ende sind die Menschen wieder frei. Kaum aber sind die Dreibeiner weg, führen die Menschen wieder Kriege untereinander. Der totale Friede ist dahin, aber die Freiheit ist wieder da. Freiheit ist nicht ohne Konflikte möglich. Vermutlich werden es daher liberale Menschen, die für die Freiheit streiten, immer schwer haben, weil sie nicht für den totalen Frieden auf Erden sein können. Der totale Friede ist nämlich nur in Gefangenschaft und Unterdrückung möglich. Deshalb war der Garten Eden auch ein Gefängnis und deshalb finden viele Verbote so toll.

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