Die Grünen sind die dreibeinigen Herrscher

„Natürlich haben manche ein Interesse daran, das Wort Verbot als etwas Schlechtes zu denunzieren. Sie wollen den Eindruck erwecken, dass es sich bei denen, die etwas verbieten wollen, um miesepetrige Leute handelt und dabei ihre Einnahmequellen sichern. Aber Verbote können auch etwas Gutes haben.“
(Renate Künast)

In den 80er Jahren, dem Jahrzehnt, in dem die Grünen in den deutschen Bundestag einzogen, verfilmte die BBC die Geschichte „Die dreibeinigen Herrscher“. Sie spielt in einer Zukunft, in der es keinen Krieg und keine Umweltverschmutzung mehr auf der Welt gibt. Die Menschen leben mit sich und der Natur in Frieden. Ein grünes Paradies.

Der Grund für dieses Paradies ist eine außerirdische Zivilisation, die von den Menschen „die Dreibeiner“ genannt wird. Sie herrschen über die Menschheit und sorgen dafür, dass jeder Mensch, wenn er erwachsen wird, eine Weihe erhält, die daraus besteht, dass jeder Mensch eine Kappe am Gehirn installiert bekommt, die ihm jegliche Inspiration, Neugier, Kreativität und damit auch die Möglichkeit zu Revolution und Gewalt nimmt. Frei ist der Mensch nicht mehr! Dafür herrscht Frieden auf Erden. Die Welt, die die Dreibeiner geschaffen haben, ist das Paradies, wie es sich die Grünen vorstellen. Keine Kriege, keine Atomkraftwerke, keine Waffen und nur Bio-Landwirtschaft.

Die Dreibeiner kümmern und sorgen sich um die Menschheit! Sie lassen den Menschen jedoch keine Wahl. Wer nicht friedlich ist, wird vernichtet. Die Dreibeiner lassen sich als Option sogar die totale Vernichtung der Menschen offen, denn eins ist klar: Wo kein menschlicher Freiheitsdrang ist, da ist auch kein Krieg!

Meine Oma hat immer gesagt: „Ratschläge sind auch Schläge!“ Das Kümmern geht solange klar, wie dem Menschen, um den sich gekümmert wird, die Möglichkeit der Wahl gelassen wird, ob er bekümmert werden möchte oder nicht. Die Dreibeiner lassen der Menschheit aber nicht nicht Wahl. Genau hier kommen die Grünen ins Spiel. Sie lassen den Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls immer die Wahl!

Renate Künast thematisierte im Bundestagswahlkampf 2013 die Möglichkeit an einem Tag in der Woche in staatlich finanzierten Kantinen das Zubereiten von Fleisch zu verbieten:

„Ein Veggie Day ist ein wunderbarer Tag zum Ausprobieren, wie wir uns mal ohne Fleisch und Wurst ernähren.“

Renate Künast hat Recht. Vegetarierinnen haben recht. Die Art der Massentierhaltung geht nicht. Ein Diskutieren mit Vegetariern ist unmöglich. Nicht weil sie unsympathisch sind, sondern weil sie einfach recht haben! Recht haben aber auch die Dreibeiner! Das erlaubt noch lange keinen Zwang.

Die Grünen sind wie eine Religion. Man weiß, dass sie oft recht haben, aber die Lust, der Trieb, das Fleisch kommt doch irgendwie immer wieder dazwischen. Die Kirche hat diesen Trieb als Sünde verdammt. Es brauchte die Aufklärung, um dieser Sünde etwas Gutes abzuringen, nämlich die Freiheit! In der Aufklärung wurde Eva, die bis dahin nur als Sünderin galt, zur Freiheitskämpferin erklärt.

Laut תּוֹרָה soll vor über 5770 Jahren Eva den Mut gehabt haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Bis dahin hatte Gott wie die Dreibeiner geherrscht. Mit dem Menschen kommunizierte Gott nur in Form von Befehlen: “Tu’ dies nicht! Tu’ das nicht!” Adam und Eva hielten sich an Gottes Wort. Sie konnten somit zwar zwischen Richtig und Falsch unterscheiden, aber die Fähigkeit zur Unterscheidung von Gut und Böse fehlte ihnen noch. Die Fähigkeit lag noch uneingeschränkt in Gottes Hand. Die Möglichkeit zur Erlangung der Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, hing als Frucht an einem Baum mit den Namen עץ הדעת טוב ורע (Baum der Erkenntnis von Gut und Böse). Von dieser Frucht aß Eva. Seitdem ist Gott nicht mehr Alleinherrscher in Moralfragen.

In der Trilogie „Die dreibeinigen Herrscher“ haben die Dreibeiner das Paradies wieder eingeführt. Der Garten Eden war schließlich das schönste aller bekannten Gefängnisse. Viele Menschen wollen im dieses Gefängnis zurück! Nicht wenige von ihnen wählen Grün.

Die Grünen haben in NRW ein Rauchverbot in allen Gaststätten durchgedrückt. Natürlich ist Rauchen ungesund. Natürlich darf niemand gezwungen werden, passiv zu rauchen. Allerdings wurde nie jemand gezwungen, in eine Kneipe zu gehen, wo geraucht wurde. Nichtraucherlokale waren immer erlaubt. Die Wahl bestand immer! Die Wahl eines Raucherlokals wurde allerdings durch die Grünen verboten.

„Es ist nur zu Eurem Besten,“ sagen die Grünen gerne, wie katholische Priester, die sich um die Schäfchen ihrer Gemeinde sorgen und kümmern. Die Grünen haben generell was sehr katholisches. Grün wählen ist wie ein Besuch in einer Messe mit anschließender Beichte. Man geht hin, sagt „Mea Cupla“, schlägt sich auf die Brust, beichtet etwas, macht ein Kreuz und geht dann wieder selig nach Hause. Grün wählen gibt einfach ein gutes Gefühl. Wer grün wählt, kann spießig sein und SUV fahren. Das Kreuz bei den Grünen gibt die Absolution.

Die Grünen setzen sich teilweise sogar stark für die christliche Kirche ein und verbieten sie es allen Menschen, egal ob Christ oder nicht, am christlichen Sonntag zu arbeiten. Die Grünen haben in NRW sogar ab 2013 zusammen mit der SPD beschlossen, das Arbeiten schon am Samstag ab 22 Uhr zu verbieten, damit die Menschen sich auf die Heiligen Sonntag einstimmen können. Es gibt sogar Tage, da üben die Grünen Zensur und verbieten die Aufführung für das Christentum nicht angemessener Theaterstücke.

Es wundert mich daher nicht, dass sowohl die katholische Kirche als auch die Grünen Schwierigkeiten haben, sich mit der eigenen Vergangenheit des Kindesmissbrauchs durch Mitglieder in den eigenen Reihen auseinanderzusetzen. So sehr sind sie von der moralischen Überlegenheit ihres Glaubens überzeugt, dass sie es sich gar nicht vorstellen können, das so ein Verbrechen in den eigenen Reihen vorgekommen ist. Aber es geschah in der katholischen Kirche und bei den Grünen.

Wie Katholiken haben die Grünen auch Teufel: die Atomenergie und Fracking http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/49/492502/wdr2kabarett_2014-08-07_10-50.mp3. Es ist spannend zu sehen, was die Grünen alles tolerieren, um Energie ohne Satan zu gewinnen.

Die rot-grüne Regierung in NRW zum Beispiel zwingt Menschen zum Umzusiedeln und reißt Kirchen ein, um Energie aus Kohle zu gewinnen. Die Grünen greifen zur Zwangsumsiedelung wie es die Regierung in China tat, als sie Stadien für die Olympischen Spiele 2008 erbaute oder die Regierung in Aserbaidschan als sie Gebäude für den Eurovision Song Contest 2012 errichtete. Die Grünen nutzen dafür ein Gesetz aus dem Jahr 1937. Damals erklärten die Nazis die “Energiequellen-Autarkie” zur Priorität und setzten durch, dass Bergrecht vor bürgerlichem Recht gilt. Bis dahin mussten sich die Bergwerksunternehmer noch mit den Grundstückseignern einigen, um an die Rohstoffe unter den Äckern zu kommen. Wenn es zu keiner Einigung kam, gab es keine Möglichkeit, die Tagebaue auszuweiten. Das änderten die Nazis und aufgrund dieser Gesetzgebung, die bis heute gilt, konnte der Tagebau Garzweiler bisher 14 ganze Dörfer in NRW verschlingen. 7600 Menschen wurden umgesiedelt. Sie mussten Häuser, Gärten, Äcker und Wälder gezwungenermaßen an RWE Power AG verkaufen oder wurden gegen Entschädigung enteignet.

Die Grünen, die sonst in Stuttgart gar nicht genug gegen einen Bahnhof oder in Berlin gegen eine Autobahn demonstrieren können, bilden in NRW eine Regierung, die ganze Dörfer zerstört. Gibt es in ganz NRW etwa keinen Juchtenkäfer und keine Kleine Hufeisennase, die es zu schützen gilt?

Nichts ist gefährlich für den Missbrauch der Macht als der Glaube, im Recht zu sein. Deshalb wundert es mich sehr, dass den Grünen eine so hohe Kompetenz in Sachen Datenschutz zugesprochen wird. Eine Partei, die in Kneipen und Kantinen hinein diktiert, die vorschreibt, wann gearbeitet werden darf und welche Stücke am Karfreitag im Theater gezeigt werden dürfen, eine Partei, die sich so sehr in das Privatleben der Bürgerinnen und Bürger einmischt, warum sollte gerade sie zögern, auch in die Privatsphäre der Wohnzimmer einzudringen? Alles natürlich nur mit besten Absichten, versteht sich.

Was die Stasi in der DDR so brutal gemacht hat, war nicht die Masse der Daten, die sie gesammelt hat, Prism und Tempora haben ein Vielfaches an Daten gesammelt, viele davon auf höchst fragwürdige bis glasklar illegale Art und Weise. Was die Stasi jedoch so brutal gemacht hat, war ihr Glaube, uneingeschränkt im Recht zu sein. Die Stasi kämpfte für eine angeblich bessere Welt und konnte massenhaft verhaften, wegsperren und einschüchtern. Die Daten wurden als Druckmittel genutzt. „Schau her, was wir können! Obacht!“ Es gab keine Politiker, keine Filme, keine Demos, keine Nachrichten, keine Veranstaltungen in der DDR, die die Stasi kritisieren durften. Dafür landete man im Knast! Es gab in der DDR keine Kritik, keine Alternative. Die Partei hatte immer Recht!

Totalitarismus beginnt dort, wo das Paradies nicht mehr nur als eine Phantasie in der Vergangenheit liegt, die uns motiviert, bessere Menschen zu sein, sondern wenn das Paradies als Ideologie in der Zukunft verordnet wird, die uns zwingt, dem Paradies liniengetreu entgegen zu marschieren. Alles wird in diesem Fall dieser Zukunft untergeordnet. Wer es wagt, sich der geplanten Zukunft in den Weg zu stellen, wird entsorgt oder bestraft!

Die Dreibeiner bewegen sich auf der Erde übrigens in dreibeinigen Maschinen, da sie die Atmosphäre der Erde nicht vertragen. In ihren Stationen jedoch, entledigen sie sich der Maschinen und man sieht ihr Antlitz. Sie sind grün!

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Das kann kein Zufall sei.

SPOILERALARM! Hier nur weiter lesen, wenn sie das Ende von „Die dreibeinigen Herrscher“erfahren wollen.

Von der BBC wurden nur die ersten beiden Teile der Serie „Die dreibeinigen Herrscher“ verfilmt. Wer den dritten Band gelesen hat, weiß, wie es weiter geht:

Eine Gruppe Menschen, die sich der Weihe verweigert haben, beginnen einen Krieg, den die Dreibeiner letztendlich verlieren. Am Ende sind die Menschen wieder frei. Kaum aber sind die Dreibeiner weg, führen die Menschen wieder untereinander Kriege. Der totale Friede ist dahin, aber die Freiheit ist wieder da. Freiheit ist nicht ohne Konflikte möglich. Vermutlich werden es daher liberale Menschen, die für die Freiheit streiten, immer schwer haben, weil sie nicht für den totalen Frieden auf Erden sein können. Der totale Friede ist nämlich nur in Gefangenschaft und Unterdrückung möglich. Deshalb war der Garten Eden auch ein Gefängnis und deshalb findet viele Verbote so toll.

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86 Antworten zu Die Grünen sind die dreibeinigen Herrscher

  1. Elisabeth schreibt:

    „Das Problem ist aber, dass die Dreibeiner dem Menschen nicht die Wahl lassen. Wer nicht perfekt ist, wird vernichtet.“ Das ist so nicht ganz richtig. Ich habe die Sendung 1985/86 gesehen. Da gab es die sogenannten Vaganten, Leuten, bei denen die Weihe schiefgegangen ist. Die wurden weder von den Dreibeinern noch von den Geweihten umgebracht; man hat diese Unglücklichen einfach durchgefüttert, aber ihnen nichts zu Leide getan. Jede Stadt- und Dorfgemeinde hatte seine Vaganten. Die Vaganten sind vielmehr mit Obdachlose und Behinderte zu vergleichen, die in unserer Gesellschaft deswegen auch nicht eliminiert werden, sondern von der Geheimschaft eben mitgetragen. Den Dreibeinern ging es darum, den Planeten Erde zu kolonialisieren, weil ihr eigener Lebensraum auf Trion nicht mehr ausreichte. Das wäre zwar für die jetzige Menschheit, Flora und Fauna tödlich geworden. Aber seien wir doch mal ehrlich: Würden wir Menschen im Universum einen Planeten entdecken, auf dem sich leben lässt, würden die dortigen Eingeborenen von uns auch vernichtet werden. Die Menschen würden genauso wenig Rücksicht auf die dort lebenden Aliens nehmen, wie die Aliens auf uns. Und da die Menschheit gerade dabei ist, sich selbst und den Planeten Erde durch Überbevölkerung, Ressourcenabbau und Umweltverschmutzung zu vernichten, besteht meiner Meinung nach kein großer Unterschied, ob die Menschheit ihren Exodus selber einläutet oder die Aliens. Tatsache aber ist und bleibt: Mutter Erde ist stärker als wir glauben; sie wird neue Pflanzenarten und Tierarten hervorbringen, sollte sich ihre Atmosphäre ändern. Ihre neuen Lebewesen werden eben keinen Sauerstoff, sondern Stickstoff einatmen oder was auch immer. Die Erde als Planet wird nicht zugrunde gehen!

    • Aristobulus schreibt:

      „…und da die Menschheit gerade dabei ist, sich selbst und den Planeten Erde durch Überbevölkerung, Ressourcenabbau und Umweltverschmutzung zu vernichten“

      Das wird seit etwa zweitausend Jahren behauptet, Elisabeth. Die Gründe, weswegen das Ende nah sei, ändern sich je nach Geschmack. Bei jedem Erdbeben und bei jedem Auftauchen eines Kometen wurde christlicherseits verkündet, dass jetzt oder bald die Welt untergehe: Weil es Schuld bedeute, Mensch zu sein. Diese Eschatologie (halb angst-, halb lustvoll) tradieren die Grünen ungebrochen, die göttlichen Zeichen heißen jetzt Globalerwärmung, Hitzetod, Kältetod, vergiftete Nahrung, Monsanto usw. usf.
      Auch der offizielle Islam will die finale Weltordnung mit dem Mahdi und will den finalen Weltenbrand, damit die Menschheit endlich untergehe.

      – Also, mal unter uns: Der Weltuntergang wird nicht nur sehr überschätzt, er ist und bleibt überfällig.

      • yoyojon schreibt:

        Fällt mir ein bisschen schwer zu glauben, dass die zahllosen Wissenschaftler, die die IPCC-Berichte verfasst haben, alle nur hysterische Angstmacher oder von Interessengruppen bezahlte Wichte sind.

        • Aristobulus schreibt:

          Wissenschaftler hatte ich nicht erwähnt, Yoyo (-; , nur ideologische Glaubensbegriffe.

          Wobei erschreckend viele Wissenschaftler auch ideologisch glauben (wohl von Posten & Karriere abhängig), grad wenn’s um den Komplex Prognosen & Wetterberichte geht.

  2. Thomas ex Gotha schreibt:

    Es muss wohl einer gewissen Ignoranz geschuldet sein, dass man die Freiheit erst bei einem Vegetariertag in Kantinen gefährdet sieht und nicht schon dann, wenn es sich Behörden erlauben, im Privatleben von Hartz-4-Beziehern herumzuschnüffeln.
    Im übrigen sind die Grünen eine stinknormale bürgerliche Partei und in Wahlkampfzeiten muss man eben auf sich aufmerksam machen. Die Grünen wollen die Vegetarier für sich gewinnen und dieser Versuch ist immer noch harmloser als der von Jürgen Möllemann, mit einem antisemitischen Flugblatt Stimmen für die FDP zu gewinnen.

    Etwas befremdlich ist der folgende Satz: „Das machte die Stasi so brutal und dem ganzen Wesen nach anders als die Geheimdienste der westlichen Welt“ – also sind die Geheimdienste der westlichen Welt nicht brutal? Haben die also nicht komplette Regierungen entsorgt, reihenweise Diktatoren an die Macht gebracht oder sich in ihrer unerträglichen Blödheit die eigenen Feinde herangezüchtet? Haben die nicht, wie in der BRD, gerne zurückgegriffen auf die Dienste alter Nazis?

  3. SchallundRauch schreibt:

    Eden ist kein Gefängnis.
    Eden liegt weder in der Vergangenheit, noch in der Zukunft.

    Auch ist unwahr, dass G’tt nur Befehle in Form von Verboten aussprach.
    ALLE Bäume waren den Menschen in Eden erlaubt. ALLE bis auf einen.

  4. A.S. schreibt:

    Sehr guter Artikel. Er erklärt auch gut warum die meisten „Weltverbesserungsbewegungen“ immer in die Bevormundung abdriften. Ich würde es gerne mal erleben, dass eine Bewegung sagt: „Wir haben viel erreicht und treten ab.“ Die Grünen haben viel erreicht, das ökologische Bewusstsein existiert inzwischen quer durch die gesamte Gesellschaft.
    Diese Partei hat immer noch einen gesellschaftlichem Gestaltungsdrang, besteht aber hauptsächlich aus Postmaterialisten und beschäftigt sich mit entsprechenden Problemen. Und wenn das blöde Volk die Probleme nicht sieht, oder ihnen keine Priorität zuweist, wird aufgeklärt war das Zeug hält. Man weiß ja was gut ist.

  5. kleines Südlicht schreibt:

    Immer wieder gern genommen als cineastischer Vergleich auch Demolition Man : Salz ist ungesund, und deshalb verboten.

    • A.mOr schreibt:

      Also fehlt hier das Salz in der Suppe? Wer will die schlürfen? Müssen wir erst alle aushungern? Und aus’m Jod-Mangelgebiet nur noch mit ID? 🙄
      Aber Dir wollte ich gewiß nicht die Suppe versalzen! 😀
      Beim Demo Man soll’n mir nochmal überlegen!

  6. peter schreibt:

    Der Vergleich mit der katholischen Kirche trifft meines Erachtens nach nicht ganz. Die Gruenen sind oekumenisch, denn sie kombinieren perfekt Unfehlbarkeit & Ablasshandel von den Katholen mit Lustfeindlichkeit von den Evangelen (besonders der puritanischen Richtung).

  7. ela schreibt:

    Zitat: „Das Problem mit Vegetariern ist doch: Ein Diskutieren mit ihnen ist unmöglich. Nicht weil sie unsympathisch sind, sondern weil sie recht haben!“

    Ich möchte da zu bedenken geben: Ich wurde im zarten Alter von 14 durch Indoktrination Vegetarier. Jetzt bin ich weit in den 40gern und würde gerne aussteigen., Ich kann nicht. Nicht wegen der Ideologie, der habe ich längst abgeschworen. Ich kann einfach nicht. 😦
    Also nicht jeder Vegi ist zubetoniert. Als ich das gelesen habe mit dem Zwangsvegiday hatte ich mir grob vorgenommen als jahrzehntelanger Vegi dann in so einer Kantine rohes Fleisch zu verzehren und mir danach 3 Päckchen Zigaretten anzustecken (Nichtraucher) als Demo gegen diesen Faschismus.

    • Aristobulus schreibt:

      😀 😀
      Nur zu!

      P.S.
      Wie wär’s mit Pute für den Anfang? Schmeckt (wenn ich mich recht erinnere) nicht so prononciert wie etwa Huhn.
      Wenn Sie Mut haben, empfehle ich Ihnen einen großen Salat mit gebratenen Rinderfiletstreifen. Himmlisch. Ich tat mir so einen neulich nach Jahren mal wieder an, fantastisch, das sollten Sie unbedingt mal versuchen.

  8. Schum schreibt:

    „Die Möglichkeit zur Erlangung der Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, hing jedoch als Frucht an einem Baum mit den Namen עץ הדעת טוב ורע (Baum der Erkenntnis von Gut und Böse). Von dieser Frucht aß Eva. Seitdem ist Gott nicht mehr Alleinherrscher in Moralfragen.“

    Mehr noch:
    Wochentags sagen Juden drei Mal täglich:
    ברוך אתה ה‘ חונן הדעת.
    Baruch ata HaSchem chonen ha-Da’at.

    Gesegnet…, der uns mit Erkenntnis (Wissen) beglückt.
    (Doch: „beglückt“ finde ich hier passend.)

    Und wem verdanken wir ursprünglich diese Da’at, diese Erkenntnis? Eben jener Chawa-Eva, unserer Schwester. Chawa ist voll rehabilitiert.

    • Aristobulus schreibt:

      Genauestens. Der Herr Adam war zu grün für sowas, er hatte seinen Freund den Baum, und Lilith war ihm auch viel zu wilde.

    • kleines Südicht schreibt:

      Auweh, in diesem Zusammenhang denke ich besser nicht über den protestantischen Predigt-Schlussatz (&Überleitung zum ‚Kanzelsegen‘ ) nach: der Friede […] welcher höher ist als alle menschliche Vernunft […]
      Gut, ich habs ein Bißchen fies zusammengekürzt, aber nur ein Bißchen. Kein Wunder, daß die zur Zeit auf spirituellen Arm der Grünen machen. Auch wenn das nichts spezifisch-grünes ist, die sind bei jeder Zeitgeistströmung ja immer gleich und vorn mit dabei. Und das leider nicht erst seit ’68 😡

  9. kleines Südlicht schreibt:

    Toller Vergleich! 😀 Gäbe es die Bücher noch nicht, jemand müßte sie schreiben.

    Habe sie gerade ein Bißchen ergoogelt (z.B.:
    http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Literature/TheTripods )
    Schade, daß der vierte Teil der Trilogie (When the Tripods Came; 1988) nicht verfilmt ist, der passt auf die Grünen als Vergleich fast noch besser…

    Saugute Idee, jedenfalls 😈

  10. isa schreibt:

    Das grüne Gutgemeine erinnert an den Geist vom monte verita.
    Mühsam, Kommunist, spottete nach seinen Erfahrungen mit dem Haufen dort:
    http://www.muehsam.de/cp/emt/emt71.html

  11. Danke Herr Buurmann für die exzellente Zusammenfassung. Progressiv sein heisst wohl heute restriktiv sein. Der vermeintlich „gute Zweck“ rechtfertigt mal wieder die Einschränkung der persönlichen Freiheit. Und ja; es gibt auch ein Recht auf Irrtum.
    Noch ein kleines Propaganda-Video von der Fleischtheke. http://youtu.be/SAnTsG8e4wQ

  12. besucher schreibt:

    ich bin für die Einfüg eines veganen Eintopfsonntags. Da lassen sich doch bestimmt irgendwo historische Vorbilder finden…

  13. Irene schreibt:

    Die Grünen haben in NRW ein Rauchverbot in allen Gaststätten durchgedrückt. Natürlich ist Rauchen ungesund. Natürlich darf niemand gezwungen werden, passiv zu rauchen. Allerdings wurde ja niemand gezwungen, in eine Kneipe zu gehen, wo geraucht wurde

    Ja, wer keinen Passivrauch vertrug, konnte auch zuhause bleiben oder in einem anthroposophisch-veganen Cafe versauern, das um 21 Uhr dicht machte! Wer braucht schon Vereinsleben oder Bürgerversammlungen oder Stammtische? Der wahre Individualist genügt sich selbst!

    Mit dieser Logik könnte man auch gegen Bauvorschriften argumentieren, die Rollstuhlrampen und Barrierefreiheit vorschreiben. Die beeinträchtigen ja die individuelle Gestaltungsfreiheit der Architekten und Bauherren, und die Behinderten können ja ihre individuellen Privat- und Vereinshäuser ganz nach ihren Vorlieben mit Rollstuhlrampe bauen… wird ja keiner gezwungen, ein Gebäude ohne Lift zu betreten, wenn einer nicht will. Merkt ihr was?

    In Bayern hat übrigens die wertkonservative ÖDP das Nichtraucher-Volksbegehren angeleiert, die Grünen haben sich nur drangehängt. Und die Mehrheit hat dafür gestimmt!

    Die Freiheit der Raucher wird nämlich nicht vom Nichtraucherschutz eingeschränkt, sondern vom Suchtdruck, der sie zum Rauchen zwingt, egal ob es andere stört oder nicht und ob es passt oder nicht. Da helfen nur verbindliche Grenzen. Bei mir haben sich schon Raucher dafür bedankt, dass sie in meiner Wohnung nicht rauchen durften, weil sie so mal erlebten, dass sie es tatsächlich drei Stunden ohne Kippen schafften und sich dabei sogar wohl fühlten. Mein klitzekleines Rauchverbot hatte ihre gefühlte Freiheit vergrößert!

    • Irene schreibt:

      Das Beste habe ich vergessen: Seit dem Rauchverbot sieht man viele Frauen mit Babys in Cafes! Die Zeiten, in denen die deutsche Mutter ins Haus gehörte, sind endgültig vorbei.

      • isa schreibt:

        Es gibt Frauen, die zu Hause mit Rücksicht auf die Kleinen nicht rauchen, die sich aber, wenn sie ausnahmsweise mal frei haben und im Cafe sitzen, gern mal eine Zigarette anzünden würden.

        • Aristobulus schreibt:

          Yep.
          Die Antiraucherei ist so aufgeladen von Moral, gefällt sich in Krise & Unerträglichkeit, bis das Ziel durchgesetzt ist. Dazu dieses Aufgeladene, dieser Dauervorwurf und dieses Pathos der Antiraucher.
          Irenes Kommentar verkörpert genauestens das Phänomen des Artikels: Den Leuten von der ganz hohen Warte aus was vorzuschreiben, um sie zu zwingen, nach bestimmten Neuregeln zu leben.
          Sogar Babies gelten dann als Argument.

          • Irene schreibt:

            Nö, ich gehe nicht von einer moralischen Warte aus. Ich bin nämlich nicht ein austauschbares Element der diffusen Masse „Antiraucher“, sondern eine konkrete Person, die keinen Passivrauch verträgt und für ihre eigenen Rechte eintritt. Das Argument mit der Barrierefreiheit habe ich mir erst hinterher von den Behinderten abgeschaut, als das Rauchverbot schon durch war (hätte ich früher merken können).

            Raucher können zum Qualmen vor die Tür gehen, wenn ich für jeden Atemzug raus muss, kann ich gleich zuhause bleiben – und das habe ich rund zehn Jahre getan. Ich bin froh, dass das vorbei ist.

            Wie würdest du denn konkret damit umgehen, wenn dich Passivrauch krank machen würde? Nicht irgendwie abstrakt im Sinne von „Passivrauch ist allgemein ungesund (wie vieles andere auch)“, sondern durch konkrete Beschwerden, wie z.B. Atemnot? Eine eigene Kneipe aufmachen?

          • Aristobulus schreibt:

            Oh, Irene eine konkrete Person?, wer hätte das gedacht?

            Na, jedenfalls schreiben Sie genauestens im Pathos der vielen Antiraucher, die jene Bösen zu ihrem Glücke zwingen wollen, weil sie so hoch über denen drüberstehen.
            Klar vertragen Sie keinen Passivrauch. Ich auch nicht. Keiner verträgt den. À propos, was ist der? Habe das Wort nie gehört. Rauch bewegt sich und zieht irgendwo hin, nicht? Er ist aktiv, ist halt Rauch. Nur Sie sitzen da (passiv, so ist nun mal das Sitzen) und riechen den Rauch nicht gern.
            Müssen Sie ja auch nicht.

            Aber Sie mögen nicht-nicht den Zigarettenrauch, das ist zu wenig!, nein Sie haben ein Recht darauf, also vertragen Sie diesen Rauch nicht, bekommen gleich Atemnot, haben eine schwere Rauchallergie gegen diesen schlimmen, krebserregenden, katastrophalen, Ihre Welt vergiftenden Rauch.
            Alle Moral, Seelenheil, Gesundheit Ihrer Welt sind auf Ihrer Seite.
            Den Sündern bleibt hingegen gar nichts.

            Katholizismus!

          • Irene schreibt:

            Na, jedenfalls schreiben Sie genauestens im Pathos der vielen Antiraucher, die jene Bösen zu ihrem Glücke zwingen wollen, weil sie so hoch über denen drüberstehen.

            Also wenn schon, dann zu Ihrem Glücke bitte groß geschrieben, mir ist es nämlich egal, ob sich jemand im Freien die Lunge teert. Und ums drüberstehen gehts auch nicht.

            Aber Sie mögen nicht-nicht den Zigarettenrauch, das ist zu wenig!, nein Sie haben ein Recht darauf, also vertragen Sie diesen Rauch nicht, bekommen gleich Atemnot, haben eine schwere Rauchallergie gegen diesen schlimmen, krebserregenden, katastrophalen, Ihre Welt vergiftenden Rauch.

            Was ist eigentlich so lächerlich an Allergien oder Asthma? Oder an Basedow und Sjögren (da muss man den Rauch wegen der Augen meiden)? Ihre Argumentation und Ihr Spott funktionieren doch nur, wenn Ihr Gegenüber ein hypochondrischer, aber völlig gesunder Sektierer ist.

            Von Krebs war gar nicht die Rede, das sind ebenfalls Ihre Projektionen.

          • Irene schreibt:

            (Ist eigentlich mein vermeintlicher Katholizismus der Grund, warum wir wieder per Sie sind?)

          • Aristobulus schreibt:

            Worin, Irene, besteht der Unterschied in folgenden beiden Gekränktheiten?

            – Sehr viele Moslems können es seelisch und gesundheitlich, ja ganzheitlich nicht vertragen, wenn irgendwer irgendwo in ihrer sehr, sehr horizontweiten Blickweite den Propheten darstellt, den Propheten gar mit Bombe darstellt, oder den Propheten als Gefahr beschreibt. Die bekommen dann heilige Beklemmungen, endzeitliche Wutanfälle und schlimmsten Bluthöchstdruck, werden also Opfer ihrer eigenen Natur, die sich an die Brust schlagen und schreien, wir leiden!, damit die Sünder aufhören zu sündigen.

            – Sehr viele Antiraucher haben Allergien und seltene Leiden, es geht ihnen schlecht und schlechter, wenn einer in ihrer Riechweite raucht. Diese Riechweite ist sehr, sehr ausgedehnt, und alles Raucherische, das in dieser Riechweite geschehen mag, wird mit sehr viel Alltagsenergie immer wieder durchgrübelt. Weil sie krank werden, so bald einer raucht. Gefahr! Und prompt raucht einer, und ES tritt ein, weil es gar nicht anders sein KANN. Sie (klein geschrieben) werden dann so krank und so aggressiv, damit die Sünder endlich aufhören zu sündigen.

        • Irene schreibt:

          Es gibt Frauen, die zu Hause mit Rücksicht auf die Kleinen nicht rauchen, die sich aber, wenn sie ausnahmsweise mal frei haben und im Cafe sitzen, gern mal eine Zigarette anzünden würden.

          Gerne mal – wir reden also vom Rauchen als Genuß? Auf mich wirkt das immer etwas sakral bis entrückt, wenn Leute, die nicht nikotinsüchtig sind, angeblich gerne rauchen. (Vielleicht sollte man da mal Parallelen zum Weihrauch näher untersuchen.)

          Wie auch immer – für dieses Ritual sollen andere auf soziale Kontakte verzichten? Es gibt auch Leute, die gerne mal zur Entspannung mit Tempo 100 durch die Innenstadt rasen würden. Erlaubt der Staat auch nicht, die Sau.

          • Aristobulus schreibt:

            Das ist halt nu doch Ihre Religion, nicht?, der Glaube, dass die Leute nicht rauchen sollen. Geben Sie’s immerhin zu, dann ist es ja gut.

            À propos, ich rauche sehr viel Pfeife (englischen Toback, den rauchigsten, den es gibt), und ich bin nicht nikotinsüchtig. Leider nicht ;). Neulich hatte ich Schnupfen und rauchte drei Tage nicht, schade, es fehlt mir der Geschmack von merry old England, aber von Sucht keine Spur.
            Analog gibt es massenhaft Gelegenheitsraucher von Zigaretten (obgleich die scheints sicherer süchtig machen als jemals diese Tabakspfeifen), und Sie sollten denen zugesten, ab und an mal zu qualmen, wenn sie das wollen, ohne dass Sie die gleich & sofort zu Süchtigen stempeln.

            Aber pardon, es handelt sich ja um Religion der missionarischen Art, dagegen lässt sich nicht argumentieren

          • Krokodil schreibt:

            Gerast wird auf der Autobahn, nicht in der Stadt. Und wir reden vom Rauchen in der Kneipe, nicht im Kindergarten oder auf der Schwangerenstation.
            Und ja, so ein paar Sachen sollte jeder selbst entscheiden.
            Wenn in einer Kneipe geraucht wird, dann gehen Sie bitte einfach nicht da rein. So wie Raucher nicht gern in eine Kneipe gehen, in der man nicht rauchen darf. Ist doch gar nicht so kompliziert! 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Hi Krokodil ;),
            eine echte Katharerin wird sich aber nicht damit begnügen, nicht in die drei Gassen mit den paar freiwilligen Lasterhöhlen zu gehen. Sie wird grad dort hingehen wollen, um grad dort zu katharerisieren.
            Keiner weiß zwar wieso, warum und wozu – nur die wissen, dass es so sein muss, weil es nicht anders sein kann.

          • Irene schreibt:

            Wenn in einer Kneipe geraucht wird, dann gehen Sie bitte einfach nicht da rein. So wie Raucher nicht gern in eine Kneipe gehen, in der man nicht rauchen darf. Ist doch gar nicht so kompliziert!

            Wer braucht schon Kollegenstammtische, Geschäftsessen, Dichterlesungen, Abitreffen, Bürgerversammlungen? An dieser Stelle waren wir schon mal in der Diskussion …

          • Krokodil schreibt:

            @ Irene

            „Wer braucht schon Kollegenstammtische, Geschäftsessen, Dichterlesungen, Abitreffen, Bürgerversammlungen?“

            Man kann sich ja abstimmen ob man in diese oder jene Kneipe geht. Wenn ich mit Nichtrauchern zu tun habe nehme ich selbstverständlich Rücksicht, fällt mir nicht so schwer, ich rauche ja nur gelegentlich.
            Wieviel Flexibilität hingegen beweisen Ihre Aussagen?

            @ Ari
            Natürlich könnte sie woanders hingehen.
            Auf welcher Grundlage sollen wir uns dann aber streiten?
            Frauen sind da manchmal anders als Männer.

    • besucher schreibt:

      Bei mir haben sich schon Raucher dafür bedankt, dass sie in meiner Wohnung nicht rauchen durften, weil sie so mal erlebten, dass sie es tatsächlich drei Stunden ohne Kippen schafften und sich dabei sogar wohl fühlten.

      Interessant dass sie die Leute so lange einsperren konnten. Ich hoffe niemand hat sie danach wegen Freiheitsberaubung angezeigt.

      • Aristobulus schreibt:

        Vielleicht mussten sie Kuchen essen und reden und reden und Kuchen essen, und wieder reden und noch Kuchen essen und reden :D, ach da kommt ja der Geduldigste niemals nich‘ zum Qualmen.

  14. Schum schreibt:

    Die Grünen gehören nicht nur zu Deutschland, ihnen gehört auch Deutschlands Zukunft.
    Aus Einsicht in die Notwendigkeit, sich mit den Alleinherrschern von morgen gut zu stellen, schlage ich hiermit Renate Künast folgendes Machtkonzept vor:

    Freitag: fleischloser Tag
    Samstag: rauchloser Tag
    Sonntag: fahrfreier Tag
    Montag: stromfreier Tag
    Dienstag: fickfreier Tag
    Mittwoch: denkfreier Tag
    Donnerstag: sinnfreier Tag

    • anti3anti schreibt:

      Bravo!!! Schade, dass die Woche nur 7 Tage hat.

      • isa schreibt:

        Ja, aber das Jahr hat noch viel mehr Wochen als Tage, da lässt sich noch ’ne ganze Menge herausholen! Dann ist jede Woche Grüne Woche.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Schum schreibt: „Mittwoch: denkfreier Tag“

      So sehr ich Ihrem Kommentar zustimme, Schum, aber glauben Sie ernsthaft, dass sich besagte Grüne mit nur EINEM denkfreien Tag abfinden werden?
      Mit besten Wünschen für Sie, und Ihren Optimismus:
      Ihr
      G.G.

    • Schum schreibt:

      Müßte man noch stilistisch vereinheitlichen: Substantiv + -los.
      Nicht daß die Grünen Wert auf Sprache legen, doch auf Buurmanns Blog sind wir noch nicht so weit. Also:

      Freitag: fleischloser Tag
      Samstag: tabakloser Tag
      Sonntag: autoloser Tag
      Montag: sexloser Tag
      Dienstag: willenloser Tag
      Mittwoch: gedankenloser Tag
      Donnerstag: sinnloser Tag

      Richtig isa: Aus den Wochen läßt sich sicher noch ‘ne ganze Menge herausholen.

      Apropos Stil: großartiger Artikel von Gerd Buurmann!

    • Aristobulus schreibt:

      Diese Woche: Grüne Woche mit ohne Vielem.
      Nächste Woche: Tiefgrüne Woche mit ohne Fleisch, Rauchen und Atom.
      Übernächste Woche: Dunkelgrüne Woche mit ohne Fleisch, Rauchen, Atom, Auto und Fick.
      Über-übernächste Woche: Pechgrüne Woche mit ohne Fleisch, Rauchen, Atom, Auto, Fick und Zionismus.
      Über-über-übernächste Woche: Grubengrüne Woche mit ohne Fleisch, Rauchen, Atom, Auto, Fick, Zionismus, Imperialismus, Wotanismus, Rassismus, Faschismus, Klassismus, Sexismus, Botulismus, Wagnerianismus, Miniskus und mehr.
      Über-über-über-übernächste Woche: Grottengrüne Woche mit ohne überhaupt und en général, das aber komplett.
      Usf.

      • Schum schreibt:

        Was heißt „Über-über-übernächste Woche mit ohne Zionismus und mit ohne Faschismus“?
        Entweder ohne Zionismus, dann mit Faschismus, oder mit Zionismus, dann ohne Faschismus, nicht?
        Die Grünen sind Meister der Verwirrung.

        • Aristobulus schreibt:

          Ja, Zionismus ist das Gegenteil von Faschismus, aber für die Grünen ist das alles hmmm anders, alternativ halt, also verwirrt, und in dem Zustand ersinnen sie Merkwürdiges.

          À propos, was ist eigentlich das Gegenteil von Grün? Rot nicht, jedenfalls nicht so richtig, und Braun manchmal auch nicht.

          • kleines Südlicht schreibt:

            Blau.
            Egal wie mans sieht 😉

          • Aristobulus schreibt:

            🙂 Aber kein Königsblau, auch kein Saphirblau oder gar Azur, na bloß nicht.
            Müsst‘ scho‘ mehr so ein gewisses Batikblau sein.
            Wahlweise Preußischblau.

          • Aristobulus schreibt:

            …falsch, pardon!, das ist ja nun das grüne Blau, genau dieses ;), bin selber schon ganz wirr und meschigge, das kommt davon, wenn man sich zu grün mit Grün beschäftigt.

          • kleines Südlicht schreibt:

            Eher so ein allgemein blaues Blau, wie es liberale Parteien gern im Logo haben (ausser in Deutschland ), und wie es Rauschzustände an sich haben, mit denen die Grünen nicht können 😉 und blauer Dunst und ins Blaue und das blaue Wunder

          • kleines Südlicht schreibt:

            … und blaumachen und das Leben genießen natürlich auch!

          • Aristobulus schreibt:

            😀
            Ja, die hassen blauen Dunst, weil sündig und nur zum Genuss da, und einfach ins Blaue?, nein, das muss a) minuziösement geplant werden und b) verbraucht zu viel Energie, und Alkoholwerbung wollen die Grünen verbieten lassen (al-Qaradawi freut sich), und das Blaue Wunder in Dresden ist ein hmmm technisches Ding, nur für Autos, damit die da hundert rasen können, und es vergreift sich phallisch-patriarchalisch an der reinen NaturIn der Elb-AuIn.

            Blau. Blau ist Entfernung, nicht?, da ist alles möglich. Aber Grün ist gewachsen, es funktioniert, und es wuchert.

          • kleines Südicht schreibt:

            Schnappt Euch die Heckenscheren für das wuchernde Grünzeug – parbleu! 😉

          • A.mOr schreibt:

            Also hier werden Worte doch grün und blau geschlagen!

          • A.mOr schreibt:

            Mehr ROOOT bitte! 😛

      • yoyojon schreibt:

        Das war nicht schwer! Aristobulus hat einfach das Grüne Wahlprogramm abgeschrieben!

    • Martin schreibt:

      Ich würde eher einen „ökomumpitzfreien Tag“ einführen. Jeder der an diesem Tag irgendwelche Blödsinnsvokabeln wie „nachhaltig“ und dergleichen in den Mund nimmt oder schreibt, kriegt sofort was auf die Nuß.

  15. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Gratulation, Gerd Buurmann, für diesen großartigen Artikel.

  16. Yoyo schreibt:

    Wenn ich es richtig sehe sind sich alle Parteien darin einig, immer mehr für uns zu regeln. Etwa Farhrradhelmpflicht usw. Die Menschen sollen nicht auf die Idee kommen, sie könnten selbst etwas entscheiden. Damit alles eingehalten wird brauchen wir den Überwachungsstaat, der sich durch nichts mehr aufhalten lässt ! Geht alles ohne Dreibeiner…

  17. anti3anti schreibt:

    Erschreckend vorzüglich.
    Ich habe mir einige Folgen angesehen. Zum Glück sind die Grünen keine Aliens. Doch möglich, dass sie von Aliens gesteuert sind. Nein, wir brauchen keine Außerirdischen, wir machen uns selbst kaputt!

  18. Norbert D. Fullname schreibt:

    Erschreckend, was aus diesen Grünen geworden ist. Als sie 1983 in den Bundetag einzogen, Blumen verteilten und im Parlamentssaal strickten, waren sie meine Helden.Rotationsprinzip, der offen ausgetragene Streit zwischen Realos uns Fundis, Nullwachstum : für mich waren sie die linksintellektuelle Elite, die den Staat in eine bessere Zukunft weisen würde…Kaum an der Macht, 1999, beginnt der Tabu-Bruch : Die ehehmaligen Friedenstaubenfetischisten stimmen für ein Bombardement Jugoslawiens. Für den tumben Fischer-Josef ist das kein Problem , Hauptsache er macht Karriere und ist Außenminister. Als dann noch Fritz Kuhn angesprochen auf attac in einem taz-interview sagte, die Grünen seien keine Anti-GlobalisierungsPartei begann sie endgültig , meine Grünendämmerung : Diese Grünen von heute haben nichts, aber auch gar nicht mit den Grüne von damals zu tun. Lesen sie Bücher von Jutta Dittfurth, wenn sie immer noch nicht vestehen, was ich meine. Statt intellektuelle Elite sind es nur noch Kleinbürger (Kuhn), Versager ( Roth) und Vielflieger (Özdemir), die diese Partei lenknen. Und wenn ich das im Freundeskreis anspreche , kommt: Na und? Ich wähle trotzdem die Grünen, wie immer. Ähnlich hatte damals auch meine Oma argumentiert : „Auch wenn sie mir die Rente kürzen, ich wähle weiter CDU….“.
    Vielleich ist es wirklich die konfessionelle Prägung, die den einen zum Gläubigen und den anderen zum kantianischen Skeptiker macht. Den Mut seinen eigenen Verstand zu benutzen, besitzen auch 200 Jahre nach kant anscheinend noch nicht ausreichend viele Menschen, Scheiss Post-Moderne, aber das ist ein anderes, weitreichendes Thema….

    • anti3anti schreibt:

      Unter Fischer gefielen mir die Grünen besser als heute, was kein Grund sein sollte, sie zu wählen. Gerd hat mit seinem Artikel wunderbar das Sein dieser Partei beschrieben. Vielleicht waren sie zu Anfangs anders?

    • quirin schreibt:

      „Die ehehmaligen Friedenstaubenfetischisten stimmen für ein Bombardement Jugoslawiens.“
      eine frage sei erlaubt: wie hätten sie diese humanitäre katastrophe gelöst? mir mangelt es diesbezüglich an vorstellungskraft.

      • Aristobulus schreibt:

        Danke, Quirin, der Passus hat mich auch gestört. Die Serben haben nun mal gezielte Massenmorde betrieben. Die das tun, müssen gestoppt werden. Wenn keiner sie stoppt wie in Ruanda 1994, wie in Darfur seit ca. 2000 und wie in Syrien seit zwei Jahren, wird weitergemacht.
        In Syrien sind nun 130’000 ermordet.

      • Krokodil schreibt:

        In erster Linie wurde diese humanitäre Katastrophe böswillig einseitig bewertet. Nach meinen Informationen (ich war 91 in Belgrad) ging der Stunk nicht allein von den Serben aus. Ich hatte eher den Eindruck eine bestimmte Volksgruppe „stänkerte“ unter Inkaufnahme vieler Todesopfer gegen die Serbische Dominanz. Die zu erwartende Gegenwehr der Serben war dann der Kriegsgrund.
        Wer hat genauere Informationen?

        http://www.youtube.com/results?search_query=lies+in+war+against+serbia&oq=lies+in+war+against+serbia&gs_l=youtube.3…481296.481296.0.482287.1.1.0.0.0.0.478.478.4-1.1.0…0.0…1ac.1.11.youtube.6Ing5N8v0T0

      • Beelzebub schreibt:

        @ quirin

        Folgende Gegenfragen seien erlaubt:

        Wann und wo haben Sie gedient? Bei welchem Bataillion werden Sie sich freiwillig zum Fronteinsatz melden, wenn es mal wieder darum geht, einen humanitären Krieg zu führen?

        • quirin schreibt:

          „Folgende Gegenfragen seien erlaubt:
          Wann und wo haben Sie gedient?“
          bitte kommen sie mir nicht so!
          „Bei welchem Bataillion werden Sie sich freiwillig zum Fronteinsatz melden, wenn es mal wieder darum geht, einen humanitären Krieg zu führen?“
          bei keinem, ich bin kein berufssoldat und humanitäre kriege gibt es nicht.
          welche gründe letztendlich zu diesem krieg geführt haben, mögen andere beurteilen, herausfinden, darüber spekulieren. für die betroffenen menschen war es eine katastrophe u. die wunden sind heute noch nicht verheilt. es wird wohl mehrere generationen dafür brauchen.
          das einzige was zählt ist: der krieg u. das, verzeihung, abschlachten unschuldiger menschen, wurde beendet.

          http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Srebrenica
          usw. usf.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber dorten in des Belzebubs luftigen Höhen gilt nicht, dass Krieg gegen das Böse sein muss, sondern dass Krieg böse ist.
            Tja, Meinung mancher Spätdeutschen, die nie verwunden haben, dass man sie einen Krieg verlieren ließ.

          • quirin schreibt:

            „Aber dorten in des Belzebubs luftigen Höhen gilt nicht, dass Krieg gegen das Böse sein muss, sondern dass Krieg böse ist.“
            ja, kommt mir a bissl so vor wie eine tödliche krankheit mit kamillentee kurieren wollen, weil wirksame medikamente böse sind.

    • yoyojon schreibt:

      Nicht zu vergessen die Grüne EU-Abgeordnete Harms! Die war kürzlich dauernd in der Ukraine und hat die „Revolution“ unterstützt. Ob sie wohl auch mal einen Molli werfen durfte? Grüne pro Braunkohle – das ist eine Art DDR-Wiederbelebung. Die haben auch jene Dreckschleudern betrieben. Es wird Zeit, dass sich die Grünen einen neuen Namen geben. Oder mit der F.D.P. vereinen (Denen langt es sonst eh nicht. Nur werden sie nicht wollen.) Dann könnte man vielleicht neue Grüne gründen. Ferner… ob Christentum, Kommunisten, Grüne, was auch immer… machen immer eine Null-Komma-Minderheit zum Maßstab. Der Rest (99 % oder so) muss in den Gulag. Und ach ja… Eva ist immer mit Apfel zu sehen. Ob sie Vegetarierin war? Und Jutta Dittfurth? Mit der ist seinerzeit die Umwelt bei den Grünen ausgetreten.

      • yoyojon schreibt:

        Wollte ich noch erwähnen 🙂 Teilzitat:“dem Menschen eine Kappe am Gehirn installiert wird, die ihm jegliche Inspiration, Neugier, Kreativität…“. Hmmm… Wo ist das Problem? 2 von 3 Leuten tragen die doch schon immer. Oder sind es noch mehr? Unlängst traf ich jemanden, der keine trug. Habe den Tag im Kalender markiert!

      • yoyojon schreibt:

        Nachtrag. Da sagt mir doch einer, der dabei war, dass der Apfel bei Adam und Eva nur der NACHTISCH gewesen sei. Davor hätte es feine gegrillte Lammkoteletts gegeben. Mit Knoblauch. Und übrigens… der Apfel war kein GM-Apfel! Denn: „Torah laws that forbid intermixing certain species of plants and animals. The general argument: every creation, even a blade of grass, has its own mazel (energy flow) that makes it grow. By mixing unseen powers and tinkering with the world means denying God as Creator.“ Na also. Kein GM-Fraß!! 🙂

  19. Malte S. Sembten schreibt:

    Das ist ein ganz vorzüglicher Beitrag – ein Highlight dieses Blogs, Herr Buurmann!

Seid gut zueinander!

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