Das berühmte Zitat von Heine

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”

Kaum ein Satz von Heinrich Heine wird öfter zitiert, aber auch kaum ein Satz von Heinrich Heine wird so oft so falsch verwendet!

Der Ausspruch stammt aus Heines Tragödie “Almansor”. Sie spielt im 15. Jahrhundert in Spanien. Der Satz wird von dem Moslem Hassan gesprochen, der damit Bezug nimmt auf die Verbrennung des Korans während der Eroberung des spanischen Granadas durch christliche Ritter unter dem inquisitorischen Kardinal Mateo Ximenes de Cisneros. An einer Stelle der Tragödie sagt Hassan:

„Zu jenen Kämpfern hatt ich mich gesellt, die ins Gebirge, auf die kalten Höhn, mit ihren heißen Herzen sich geflüchtet. So wie der Schnee dort oben nimmer schwindet, so schwand auch nie die Glut in unsrer Brust; wie jene Berge nie und nimmer wanken, so wankte nimmer unsre Glaubenstreue; und wie von jenen Bergen Felsenblöcke öfters herunter rollen, allzerschmetternd, so stürzten wir von jenen Höhen oft, zermalmend, auf das Christenvolk im Tal; und wenn sie sterbend röchelten, die Buben, wenn ferne wimmerten die Trauerglocken, und Angstgesänge dumpf dazwischen schollen, dann klang’s in unsre Ohren süß wie Wollust.“

Etwas später entspinnt sich dieser Dialog:

Almansor: Wir hörten, dass der furchtbare Ximenes, inmitten auf dem Markte, zu Granada – Mir starrt die Zung im Munde – den Koran in eines Scheiterhaufens Flamme warf!

Hassan: Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heinrich Heine lässt somit einen Mann das Verbrennen von Büchern kritisieren, der selbst unzählige Menschen geschlachtet hat. Für ihn ist das Verbrennen des Korans eine Todsünde, aber das Morden von Christen klingt in seinen “Ohren süß wie Wollust.”

Ein Mensch, der das Verbrennen von Büchern als Todsünde erachtet, das Töten von Menschen jedoch nicht, hat ganz andere Probleme!

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161 Antworten zu Das berühmte Zitat von Heine

  1. mike hammer schreibt:

    KENNT IHR das da?

    NO WOMAN NO DRIVE

    youtube hat es gesperrt. also über yahoo. 😉
    http://news.yahoo.com/video/protest-song-no-woman-no-171252824.html

  2. Schum schreibt:

    Da wir schon dabei sind und ich sowieso wächtere, für Sie, BTW, die Worte des Islamologen René Marchand aus einem Interview mit Christine Tasin (Februar 2013):

    « Pour moi l’islam existe. Il y a 57 pays qui se disent islamiques. Dans ce cas là, c’est l’islam. Le reste, les visions de certaines bonnes âmes en France, ce n’est pas l’islam. »

    [Der Islam ist das, was die OIC, die 57 Länder umfassende Organisation der Islamischen Kooperation, vertritt. Alles übrige, die Vorstellungen bestimmter Gutmenschen in Frankreich, das ist nicht der Islam.]

    http://ripostelaique.com/rene-marchand-pourquoi-jai-ecrit-reconquista-ou-mort-de-leurope-video-10.html

    • BTW schreibt:

      Nun, Schum, ich persönlich hätte Marchands Zitat mit Für mich existiert der Islam in den 57 Ländern, die sich als „islamisch“ bezeichnen. Das, was in diesen existiert, nur das ist der Islam. Alles Andere sind die Vorstellungen einiger Gutmenschen in Frankreich, das ist jedoch nicht der Islam übertragen, um es auf Deutsch exakter wiederzugeben und die Position der „Gutmenschen“ besser darzustellen. Was aber im Prinzip nichts an der Schublade ändert, in die Sie mich damit gesteckt und krachend zugestoßen haben.
      Ich bleib da jetzt mal ne Weile drin … so als Gutmensch, was für mich ein völlig neues Gefühl ist. :mrgreen:

      • Schum schreibt:

        Coucou! Sie dürfen wieder herauskommen!

        Man muß meiner Zusammenfassung nicht zustimmen. Doch widerspreche ich den Anführungszeichen um das Wort islamiques in dem Satz „Il y a 57 pays qui se disent islamiques“. [57 Länder nennen sich islamisch].
        Anführungszeichen können, müssen aber im Deutschen nicht neutral sein. Guy Marchand, den ich nicht schlecht kenne, stellt gerade hier die Bezeichnung islamisch nicht in Frage. Es ist bei ihm niemals die Rede von einem echten, guten, echtguten Islam im Gegensatz zu einem unduldsamen, menschenverachtenden Meuchel-Islam. Gerade vor solchen Wunschträumen warnt er seit Jahren.

        Saudi-Arabien ist nicht angeblich islamisch, nicht „islamisch“, nicht „islamistisch“. Es ist muslimisch. Punkt.

        • BTW schreibt:

          Saudi-Arabien ist nicht angeblich islamisch, nicht „islamisch“, nicht „islamistisch“. Es ist muslimisch . Punkt.

          Exact, und nicht nur das wahhabitische Königreich. Womit Sie die Antwort auf “ “ selbst gaben und ich mich wieder in meine Schublade legen kann. Ich wuensche Ihnen noch einen schoenen Tag, Schum.

  3. Schum schreibt:

    An kleines Südlicht

    Gut, Sie im Tower zu wissen.

    • A.mOr schreibt:

      Diesen Tower, liebe Schum, werde ich nach Kräften stützen! 😉
      welcome
      on
      carpet! 😎

      • levrak schreibt:

        *flüstert*
        kleines Südlicht, nun wo Zorro mit seinen beiden Passagieren den Teppich-Express 007 gestartet ist, soweit ich weiß, liegt das Nachthemd vom Buurmann, das F-ranke dem Aristobulus in dem ihm gewidmeten blog-Eintrag so schmählich hinwarf noch dort, wollten doch dort’n Picknick machen, der Kapitän mit Maske und Aristobulus. 
        Ist angerichtet! 
        Picknick, liebes kleines Südlicht?
        Ist ein ideales Wetter, und der Duft der Herbstes in der Luft!
        🙄 😎 😉

        A.mOr.

        • Schum schreibt:

          Nee, nee. Nicht nur zwei Passagiere im Teppich-Express 007. Sollen alle einsteigen, die wir gern haben (Zwischenlandung in Israel, um Mike Hammer und Eliya mitzunehmen). Als erste natürlich Gerd Buurmann und Frau.
          Werden wohl nicht im Nirgendwo landen?
          Südlicht und A.mOr: Nach dem Picknick wieder aufpassen!

          • levrak schreibt:

            Roger! 😎 😉

            A.mOr.

          • kleiness Südlicht schreibt:

            Aber ja (auf beide Fragen) 😀

          • kleines Südlicht schreibt:

            Aber ja (auf beide Fragen, Picknick und aufpassen) 😀

            (sorry, da hat beim Name eingeben eine Taste geklemmt => erste Antwort im Mod-Nirvana, kann gelöscht werden…)

          • levrak schreibt:

            kleines Südlicht zur Nacht, recht spät und doch gerade richtig für’n Picknick unter’m Mond beim Tower, ein Licht geht uns auf, eine große Freude uns soll sein! 
            Einen Spaß mögen wir uns noch erlauben mit dem Nachthemd, soll es uns wie Geister kleiden, so daß niemand unbefugtes dem Tower zu nahe komme, während wir die Zeit bis zur Rückankunft des Flugteppichs 007 uns vergnüglich dem Picknick wie auch dem Spaß hingeben mögen, unter anderem an den Schreck im Gesichte jener, die Gespenster sehen! 😯
            Könnte mir gerade jetzt niemand bessere vorstellen zu solchem Vergnügen als Dich, Du kleines Südlicht so groß! 😀

            A.mOr. 

            Mantel der Nacht zum Vorhang.

      • levrak schreibt:

        à propos ‚levrak‘
        Mußte mir’n blog zulegen, der nun zwar ersteinmal brachliegt, damit ich bei einem anderen blog mich einladen konnte.
        Nicht daß’s allzu verwirrend hier wird mit allen diesen Namen! 😎

        A.mOr. 😉

  4. Schum schreibt:

    An Thomas ex Gotha (27. Oktober, 1:28 nachmittags)

    Beides sind fiktionale Gestalten, erfunden von 2 Autoren, die wahrscheinlich nie einem Moslem begegnet sind.

    Gerade im 19. Jh. wußte man in Europa über die Mohammedaner ziemlich gut Bescheid, auch wenn man keinem begegnet war. Es gab nämlich etwas, was sich „Orient-Frage“ nannte. Da war der Kampf der Serben, der Griechen, der Bulgaren gegen das osmanische Joch. Alles, was Europa an aufgeklärten Geistern zählte, stand auf der Seite der Aufständischen. Stichwort: Lord Byron und sein Tod in Mesolongion 1824.

    Ralf Zerback, Die ganze Welt ist Griechenland, Die Zeit, 12.08.2004 Nr. 34:

    „Ganz Europa, die ganze Welt“ sei Griechenland, so verkündete es 1822 der Deutsche Beobachter in Stuttgart, dem griechischen Freiheitskampf werde ein europäischer folgen. Die Philhellenen organisierten Unterstützungsvereine, führende Intellektuelle leisteten ideologische Hilfe, und mancher begab sich selbst an die Front. Der Leipziger Professor Wilhelm Traugott Krug beschwor als einer der ersten bereits Mitte April 1821 „Griechenlands Wiedergeburt“. In Paris feierte der Maler Eugène Delacroix in seinen Gemälden Europas neue Helden. Zum berühmtesten Philhellenen aber wurde der englische Dichter George Byron: „The Isles of Greece! The Isles of Greece! / Where burning Sappho loved und sung, / Where grew the arts of war and peace …”

    Aus Victor Hugos Aufruf: Für Serbien!. Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Die Zeit 01/1995:

    „Wir werden die europäischen Regierungen überraschen, indem wir ihnen etwas zur Kenntnis bringen; daß nämlich Verbrechen Verbrechen sind, daß es nämlich einer Regierung ebensowenig wie einem einzelnen erlaubt ist, zum Mörder zu werden, daß Europa solidarisch ist, daß alles, was in Europa getan wird, von Europa getan wird, daß, wenn eine Regierung sich wie ein wildes Tier aufführt, sie wie ein wildes Tier behandelt werden muß; daß nämlich am heutigen Tage, ganz in unserer Nähe, dort, vor unseren Augen, massakriert wird, verbrannt, geplündert, ausgelöscht, daß man Väter und Mütter meuchelt, kleine Jungen und Mädchen verschachert; daß man diejenigen Kinder, die zu klein sind, um verschachert zu werden, mit Säbelhieben mitten durchhaut; daß die Einwohner von Städten wie zum Beispiel Balak in wenigen Stunden von neuntausend auf dreizehnhundert dezimiert werden; daß die Friedhöfe von mehr Leichen überborden, als sich unter die Erde bringen lassen, so daß sie den Lebenden, die die Schlächterei auf sie gehetzt haben, ihrerseits die Pest an den Hals hetzen, was wohlgetan ist; wir bringen den europäischen Regierungen zur Kenntnis, daß Schwangere aufgerissen werden, um die Kinder in ihren Schößen zu morden, daß sich auf den öffentlichen Plätzen weibliche Leichname häufen, die sämtlich die Spur des Aufgeschlitztwerdens tragen, daß Straßenköter die Schädel der vergewaltigten Mädchen zerbeißen; daß all dies grauenvoll ist, daß es einer einzigen Bewegung der Regierungen Europas bedürfte, um es zu verhindern, und daß die Wilden, die diese Schandtaten begehen, ebenso schrecklich sind wie die Zivilisierten, die sie gewähren lassen, widerwärtig.“
    (Appel de Victor Hugo en faveur des Serbes, 1876)

    Ich will Sie jetzt nicht mit Dokumenten erdrücken. Nur dieses eine noch:

    Valerio Furneri, Die deutschen Freiwilligen im griechischen Freiheitskampf, in: Graecomania – Der europäische Philhellenismus. Hg. Gilbert Heß, Elena Agazzi, Elisabeth Décultot, Walter de Gruyter, 2009:

    „Die Teilnahme von fremden Freiwilligen am griechischen Freiheitskampf, der 1821 begann, kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Die militärische Hilfe, die diese Freiwilligen den Griechen geleistet haben und die allgemeine Sympathie für Griechenland sind an sich kein typisch deutsches Phänomen geblieben. Die griechische Revolution hat von Anfang an ein sehr breites, vielfältiges Publikum berührt. Ob Intellektuelle oder Ungebildete, Adlige oder nicht, viele Menschen in ganz Europa haben sich spontan für die Freiheit der Griechen eingesetzt. Dieses Engagement manifestierte sich nicht nur im geschriebenen Wort, sondern auch in Geldspenden und militärischer Unterstützung. Unter den Soldaten, die in den ersten Jahren auf Seiten der Griechen gekämpft haben, gab es außer der weitaus größten Zahl an Deutschen auch Italiener, Franzosen, Schweizer, Polen und Engländer.“

    • A.mOr schreibt:

      Wow! kol ha-kawod! 😀
      Wo sind sie hin, die „Europäer“?
      Wo ist Europa? Mir graut, lese ich’s von Victor Hugo!

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Ich bin jeglicher Metaphysik recht fern und daher nun wirklich der letzte, der eine Religion verteidigen würde, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Heine hier in bewusster Verfälschung als Zeuge für etwas herangezogen wird, was sich in seinem Drama nicht finden lässt. Das Beispiel Karl May, welcher den Orient knapp 20 Jahre nach seinen ersten dort spielenden Erzählungen erstmals bereiste, sollte nur verdeutlichen, dass literarische Figuren nicht als Beweise für irgendwelche pauschalen Urteile über Bevölkerungsgruppen taugen. Ob zudem Byron oder Ludwig I. von Bayern zu den „aufgeklärten Geistern“ zu zählen sind, ist eine weitere Frage, nehmen Sie die damalige Griechenbegeisterung einfach als eine Art Ventil in restaurativen Zeiten, wie sie sich 140 Jahre später in der Begeisterung für den Trikont zeigte.
      Und ja, die osmanischen Truppen waren grausam, aber ebenso grausam kämpften die griechischen Freiheitskämpfer, welche die Zivilbevölkerung des eroberten Tripoli ermordeten, von den britischen, französischen, belgischen, deutschen usw. Kolonialherren einige Jahrzehnte später ganz zu schweigen.
      Und was das „osmanische Joch“ anbelangt, so hätte sich das faktisch bankrotte und kollabierende Reich kaum an der Macht gehalten, wenn nicht die Industrienationen des Westens, allen voran England, ein Interesse an seinem Fortbestand gehabt hätten,

      Was übrigens den Ruf nach angeblich humanen „Europäern“ anbelangt: Oberbefehlshaber der osmanischen Truppen in Bulgarien war seinerzeit Mehmed Ali Pascha, geboren 1827 als Ludwig Karl Friedrich Detroit in Magdeburg.

      Was mir fernliegt, ist eine Apologie des Islam, keinesfalls. Nur sehe ich keinen Grund, warum sich „der Westen“ in irgendeiner Form überlegen fühlen sollte, denn alles das, was er an Gutem hervorgebracht hat — Aufklärung, Humanismus — hat er mit unglaublicher Energie wieder zerstört.

      • Aristobulus schreibt:

        Ja natürlich Ihr Stichwort „Kolonialismus“, mit dem Sie den Westen bashen, wie’s nur zu bashen geht.
        Und nein, natürlich kein Wort vom islamischen Kolonialismus, der halb Europa, ganz Vorderasien und ganz Nordafrika über Jahrhunderte beutelt, „knechtet“, würden Sie sagen, wenn Sie’s denn sagten.

  5. mike hammer schreibt:

    er hat die ehesau seines sau dibarbarischen herren angeschaut.
    fremdarberiter vor laufender camera misshandelt.
    das sind echte NAZIS sind das!

  6. BTW schreibt:

    kleines Südlicht schreibt:
    Oktober 27, 2013 um 9:39 nachmittags

    Da Sie ihren halben Kommentar polemisch dazu benutzt haben, um festzustellen, dass auf den Begriff shahaada die Definition des Hononyms anwendbar ist und damit meine Aussage unter Missbrauch Ihrer Blumenkübel schlicht ins lächerliche ziehen wollen, denke ich, dass es hohe Zeit ist, Ihnen einfach pauschal recht zu geben, was ich hiermit getan habe. Ich denke, dass dem Thema gerecht werdend, Zuleima, Almansors Geliebte, nun zitiert werden darf:

    Die Erde ist ein großes Golgatha,
    Wo zwar die Liebe siegt, doch auch verblutet.

    Die erste Zeile ist selbstredend, die zweite erschafft durch den Ersatz des Wortes Liebe durch beliebig andere Begriffe unzählige Möglichkeiten… 😉

  7. Schum schreibt:

    HILFE!

    Betr. : http://rungholt.wordpress.com

    Nun heißt es: Der Blog sei „vom Eigentümer als privat eingestellt“.
    Man bittet um Anmeldung. Dazu verlangt man ein Paßwort.
    Was für ein Paßwort? Das Paßwort zur eigenen Emailbox oder ein für Rungholt zu erfindendes?

    • Aristobulus schreibt:

      …sie hatte erst den Strang Am Busbahnhof entfernt, als ich sie frug, wo denn die vielen Antworten seien (ach die wollte ich doch wissen), worauf sie antwortete, der Strang sei, nicht weg, nur „als privat markiert“.
      Für mich und Dich freilich weg mit großem W.
      Jetzt alles?
      On va voir

    • Aristobulus schreibt:

      …das Ganze ist noch irgendwo, als Sein hinter den Wolken, aber nur sie hat das Flugzeug

    • A.mOr schreibt:

      Hey, sicher nicht Dein Email-Paßwort!
      Werde nachfragen und mich bei Dir melden. Lajla we schawua tow.

    • A.mOr schreibt:

      Schum, Aristobulus, ihr habt Post.
      Lajla we schawua tow. 😉

  8. Thomas ex Gotha schreibt:

    Wenn ich vielleicht der Diskussion mit einigen Fakten aufhelfen darf?
    1,) Der ursprüngliche Blogbeitrag ist tendenziös gekürzt, denn das berühmte Zitat von Hassan folgt nicht unmittelbar seinem Bericht über das zermalmte Christenvolk. Vielmehr erzählen sich die beiden Figuren, was sie in einer Zeit längeren Getrenntseins erlebt haben. Und was Hassan berichtet, das sind keine Massaker, sondern Kampfhandlungen, denen wiederum christliche Siege folgten.
    2.) Ein Drama ist keine ethnologische Reportage, daher wirken viele Kommentare hier etwas willkürlich. Oder will man aus Macbeths Taten auf einen schottischen „Nationalcharakter“ (wenn es soetwas überhaupt gibt) schließen?
    3.) 1817, beim Wartburgfest, hatten Burschenschaftler eine Bücherverbrennung inszeniert. Verbrannt wurde nicht nur ein Code Napoleon, sondern auch politische Schriften von Saul Ascher und Bentzel-Sternau, welch letzterer die Judenemanzipation unter Dalberg befördert hatte.
    4.) 1819 gingen von Würzburg die antisemitischen Hep-Hep-Unruhen aus.
    5.) 1820/21 schreibt der Student Heine, der sich wegen einer antisemitischen Beleidigung duellieren will und daher relegiert wird, am „Almansor“.

  9. el zorro schreibt:

    Kleines Südlicht,
    Du sei gesegnet!

    Immer mal wieder erfahre ich, daß meine anerkennenden Worte an andere Menschen die Mißgunst noch anderer erregen, warum auch immer, und so geschah es erst kürzlich in diesem blog, daß mir solches wiederfuhr, fürwahr, nur einmal mehr. Warum? 

    Aber ist es denn falsch, wenn ich mich nun an Dich richte ob der Worte, die Du hier schreibst, um Dir zu sagen, daß es mich einfach (und in Deinem Falle einmal mehr und schon wieder) so freut, Deinen Geist bestaunen zu können, zu dürfen, um zu präzisieren!, denn so sehe ich das. 
    Gerade heute noch an Schabat. 
    Gibt es irgendetwas das uns in diesem Moment trennen könnte? 

    Deine Abwehr könnte, gewiß, denn „was will der Typ von mir?!“ 
    Nicht drängen nur mitteilen, daß mich Deine Worte erfreuen und sie so wohl nur von einer herzensschönen und wohlbedachten klugen Frau sein können. Wäre es denn angemessener, sie -Deine Worte- einfach nur zu lassen? Oder ist es nicht in Ordnung, Dir diese Anerkennung nun zu geben? So mag es Dich freuen, das wäre schön, so schön wie Mond und Sonne.

    Was es alles auf der Welt gibt! Aber ist es nicht schön, daß es Dich auf der Welt gibt!? 
    Und nenn‘ mich kühn, mich auch, denn gesegnet bin ich Deine Worte lesen zu dürfen und froh darf ich sein ob solcher Gelegenheit und solchen Moments, Dank Dir. 

    Unbekannterweise also, das darfst Du wissen, und ich riskiere dann -wenn so sein soll- den Neid und die Mißgunst verkorkster Menschen, sei’s d’rum!

    Zugegeben, nicht alleine Dein kluges Wort, welches nun mich zu diesem Mut inspiriert, noch eine Frau, gesegnet ist sie über die Maße die Worte auszudrücken vermögen, gebührt die Anerkennung. Sie sei also hier -zwar ungenannt- erwähnt, aber sie wird mich und Dich -kleines Südlicht- lesen. 
    Nimm die Wucht meiner Worte wie einen sanften Wind, denn mehr ist nicht gemeint, nur die Anerkennung, die Du Dir nicht verdienst, sondern die Dir gebührt. 

    Wäre dieses nun für Gerd Buurmann und seinen blog (was es gewissermaßen auch ist), dann wäre es wohl unter ‚Liebesmails‘ wiederzufinden. 😉 
    So aber nimm es wie einen unverhofften Segen an Dein Herz als Blatt, Schutz, Segen und Gesundheit Dir, Freude und möge Deine Klugheit dereinst vielgerühmte Weisheit sein unter Deinen Freunden und Deiner Familie, gesegnet auch sie. 

    Danke Dir, daß ich dieses zum Anlaß nehmen kann Dir dies zu schreiben. Bitte fühle keinen Leistungsdruck 😉 Du hast bereits „gewonnen“, bin ich mir nur ein Narr, gewiß jedoch ist das die reine Wahrheit!

    Und noch eine Kleinigkeit, für uns alle hier zum Thema passend -denke ich- zu bedenken, kommentieren werde ich das wohl nicht weiter, aber euch geben zu bedenken.
    Erst auf Iwrit und dann auf deutsch übersetzt.

    חייו אדם לברן על הרעה כשם שמברך על (ברכות ס ב)
    – Der Mensch hat die Pflicht, das Böse mit Segen zu empfangen, ebenso wie er das Gute mit Segen empfängt.

    (Und ganz speziell nochmal bedankt an die hier nun unbenannte Frau, denn ohne ihr Gespür und ihre Weisheit würde ich das alles hier nun so nicht geschrieben haben.
    Šabat Šalom ale.hem. 😀 )

    PS/an kleines Südlicht nocheinmal,
    fromm bin ich nicht, sollten meine Worte so deuten?
    Aber so wie Du offenbar schätze ich Verstandesschärfe auf dem Grund herzlicher Vernunft.
    Oh, auch muß ich annehmen, daß Du mir „überlegen“ bist, aber das ist durch ihre Schönheit alleine auch der Anblick sagen wir einer Trauerweide? Ist sie nicht trotzdem wunderschön?
    Diese steht an einem Fluß, welcher vom Hügel gesehen sich wie eine glänzend-funkelnde Schlange durch die grün-natürliche Weite der Landschaft zum Horizont hin verliert, wo die Abendsonne mit letztem warmen Lächeln schon dem Mond umgeben von funkelnden Sternen dort am Himmel auf bereits dunklerem Gewand der Weite freundlich zunickt: 
    „Nun gehe ich, es war ein langer Tag. Du Mond bist nun gekommen am Himmel zu leuchten der Erde, unserem Freund in der Umarmung all der Weite von der wir sind. Leuchte wohl, oh Mond, doch nur eine Nacht und ich kehre wieder, ein neuer Morgen, begleite Du nun wohl dahin.“
    Der Mond nickt zurück zur Freundin, der schönen Sonne: 
    „Fürwahr, schöne und freundliche Sonne, gerne will ich so tun für jene, die Dein Licht am Morgen ersehnen und sich daran erfreuen, jenen leuchten, die zur Nacht Wege auf der Erde gehen, und schön sein jenen, die mir Schönheit bescheren. 
    Weißt Du noch, frohe gute Sonne, es war die Zeit da war alles finster, kein Du, kein ich, nur Finsternis. Nun freue ich mich und leuchte am nächtlichen Himmel, wer bin ich ohne Dein Licht? 
    Dir gewogen als Sichel, Dir beinahe ähnlich als voller Mond, liebe Sonne, was die Menschen wohl glauben, wenn sie mich nicht sehen? Wo ich wohl sei? Das mag unser kleines Geheimnis sein, Dir zum Tage mir zur Nacht, gesegnet sei Er, BיH, der uns gab Tag und Nacht, froh die Menschen die uns froh gewogen sind! 
    Gute Nacht liebe Sonne, ich werde Dich nach meiner Art würdig vertreten und begrüße mit Dir das Licht des Morgens, denn so nun ist der Gang der Dinge, kennen die Menschen es anders? 
    Licht der Nacht und Licht des Morgens!“

    Und natürlich guten Tag, schabat schalom, BיH. 

    Z.“

  10. Schum schreibt:

    Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

    Warum „am Ende“? Geht auch gleichzeitig:

    Pajhwok Report, Oct 16, 2013

    Bomb that killed Jamal was hidden in Quran: NDS

    KABUL (PAN): A day after Logar governor Arsala Jamal was killed in a bomb blast at a mosque in the central province, the spy service claimed on Wednesday the explosives had been hidden in a copy of the holy Quran.

    In a statement issued to Pajhwok Afghan News, the National Directorate of Security or NDS said initial investigation into the blast showed the terrorists had used a copy of the holy book to carry out the blast.

    The NDS has released a video showing burnt pages of the Quran at the main mosque in Pul-i-Alam, the provincial capital, where the blast took place, also injuring 20 others people.

    The statement said the attack showed the terrorists had no respect for the holy book and places (mosques).

    http://www.pajhwok.com/en/2013/10/16/bomb-killed-jamal-was-hidden-quran-nds

    • el zorro schreibt:

      Ohoohh… 😦

    • Aristobulus schreibt:

      Uh.

      Koran als Packpapier in Zerfetzungsabsicht missbraucht, ah diese Respektlosigkeit, und Claudia Roth, Inge Höger und Jakob Augenstein schweigen sich vornehm aus. Tsiss.

      • Aristobulus schreibt:

        À propos, gab es nicht mal ein Buch, das hieß „Monsieur Ibrahim et les fleurs du coran“?, kann man das nicht einfach sprengen?, dann ist doch aller Schahada Genüge getan, und man hat sogar sowas wie den Koran gesprengt ;), aber die Blumenkübel dürfen ganz bleiben.

  11. BTW schreibt:

    Weiter im Text: Den, der das falsche Buch gelesen hat, den Muslim, kann Mensch natürlich, wie hier geschehen, sofort reflexartig mit Islamschelte überziehen , über „den Islam“ ,“den Muslim“ an sich – die es beide so nicht gibt – herfallen, allerdings nur durch die Ausblendung des Kontextes, die das Zitat entstellt und um seine Komplexität beraubt ,wie Herr Buurmann schrieb, passt es jedoch besser hierzu.
    Um es einmal deutlich zu sagen: Heinrich Heines Protagonist, der Muslim Almansor, der sich beschwert, dass sein Heiliges Buch – der Qur’an – verbrannt wird, ist ein Gleichnis. Heine thematisiert durch Almansor den aufkeimenden Nationalismus im Europa seiner Zeit. Mehr noch – Surprise! – Almansor, der Muslim, transportiert des Juden Heines Sorge um den sich verstärkenden (christlichen) Antisemitismus in Heines Umfeld (gipfelnd mit Dreyfuss in1894, der Rest ist bekannt) denn wie ich, oben schrieb, haben die Sieger „in der Schlacht um Al-Andalus“ Juden und Muslime zwangsgetauft, verjagt oder umgebracht, was in „Almansor“ aufgegriffen wird. Das soll die muslimische Herrschaft in dieser Zeit nicht schönfärben, eine Fehlinterpretation Heines, der immer auch die Politik seiner Zeit mit in seine Stücke einwob, jedoch vermeiden.
    Es erscheint mir somit wichtig, das auch noch zu erwähnen. Zur plumpen „Islamkritik“, die ich persönlich nicht schätze, taugt das Zitat somit absolut nicht.

    • kleines Südlicht schreibt:

      Vielleicht aber zur differenzierten Kritik an der conditio humana an sich?
      Wie ich oben schon geschrieben habe, als ich die Verantwortung für das masakrieren „schuldiger“ Opfer mal so locker durchgereicht habe: es ist im Laufe der Geschichte oft – sehr oft – aus allen möglichen Ideologien heraus gemordet worden. Es gibt eine Menge falscher Bücher da draußen, und dann gibt es noch viel mehr falsch gelesener Bücher. Egal, welches davon diejenigen die das tun vorher gelesen und oder falsch verstanden haben (Koran, Bibel, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Kommunistisches Manifest, mündliche Überlieferungen hatte ich oben; der Beispiele gibt es noch viel mehr): morden aus ideologischen Gründen ist einfach genauso falsch wie aus jedem anderen Motiv heraus.
      Ein Mord ist ein Mord; das zu genießen (süß wie Wollust) ist Sadismus. Schlicht das festzustellen ist weder reflexartig, noch unzulässig vereinfachend / aus dem Kontext, noch spezifisch auf irgendeine Art der Ideologie.
      Um festzustellen daß speziell Hassan einigermaßen verschobene Moralvorstellungen hat, weil er das verbrennen von Büchern als Todsünde erachtet, das verbrennen von Menschen jedoch nicht und Massaker genießt – dafür reicht die oben zitierte Stelle durchaus. Für welche historischen Vorgänge Heine ihn hat einstehen lassen ist dann weitergehende Information die dieser Textschnipsel tatsächlich nicht hergibt, ist aber für die Einschätzung der Moralvorstellungen dieser Figur auch weitergehend.

      • kleines Südlicht schreibt:

        … und nachdem ich jetzt alles so schön gleichgehobelt habe, ziehe ichs jetzt wieder auseinander. Bißchen für Verwirrung sorgen, sonst wirds ja langweilig 😛

        Fakt ist: Was Schum oben zitiert
        So heißt es ausdrücklich in Koran 2, 216:

        „Vorgeschrieben ist euch zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.“

        (Vom „Ministerium für Islamische Angelegenheiten, Stiftungen, Da-Wa und Rechtweisung im Königreich Saudi-Arabien“ herausgegebene Qur’an-Übersetzung)
        Das ist schon ein ziemlich eindeutiger Mordaufruf an Ungläubigen. Hier steht der Heilige Krieger also quasi schon in der Gebrauchsanleitung für den Islam. Fakt ist auch, daß es Moslems nicht nur erlaubt, sondern vorgeschrieben ist, Ungläubige der üblen Nachrede zu bezichtigen, wenn sie etwas mißliebiges aus dem Koran zitieren, das tatsächlich so drinsteht; wenn dies dem Islam als ganzem dient. Umgekehrt darf nicht nur, sondern soll der Moslem selbst üble Nachrede gegenüber Ungläubigen betreiben, wenn das dem Islam dienlich ist (Quelle folgt). Wir können also hier Mordaufrufe im Koran finden, bis wir schwarz werden: sie stehen per Definitionem selbst dann nicht drin, wenn sie da sind.
        Deswegen fordere ich alle heraus, die meinen wenn jemand sagt dieses Buch gehört nicht verbrannt sollte das respektiert werden; aber die Beurteilung eines Mordes sollte kulturell individuell erfolgen (nach der Geschichte der Verbrannten und den Maßstäben derer, die den Scheiterhaufen anstecken): Zeigt mit eine einzige Stelle im Koran, die es explizit und grundsätzlich verbietet, auch und gerade Ungläubige zu töten; und ich nehme alles zurück.

        [Anm 1: die Christen mußten die Stelle ihrer heiligen Schrift, die sie als Rechtfertigung für die Inquisition (die ganz oben ja aufkam) herangezogen haben, schon etwas mehr zurechtinterpretieren – später wurde von einigen das glatte Gegenteil, also ein Verfolgungsverbot, hineininterpretiert. ( wen es interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis_vom_Unkraut_unter_dem_Weizen ) Aber auch das hat leider viel zu gut funktioniert. Ob das zurechtinterpretieren schlimmer ist, als wenn es direkt in der Gebrauchsanweisung explizit steht; ob Menschen einfach fürchterlich gern aus ideologischen Gründen morden, egal, was sie gesagt bekommen; ob es wenigstens besser ist, jemand fängt im Laufe der Geschichte an es zu lernen das zu lassen? Hmmm… gute Fragen. Definitiv jedenfalls kein Grund, es in den Augen der Geschichte zumindest ein Stückweit eher verdient zu haben, selbst auf dem Scheiterhaufen zu landen, was mit dem Argument „aber Ihr habt ja auch…“ öfter mal impliziert wird, wenn aich nicht, und das will ich hier nochmal rausstellen, von BTW]

        • kleines Südlicht schreibt:

          Anm. 2: nachgereichte Quelle:

          • Aristobulus schreibt:

            Nonie Darwish, sehr gute Frau und sehr guter Name 🙂

            Ein paar ihrer Kernaussagen:

            …Mohammed was a very sensitive man – he hated to be insulted. I grew up with cursing… they will kill you if you say something insulting about Mohammed, you have committed blasphemy, you are an apostate. Moslem are very insulted if you just name a fact. And SLANDER ist obligatory if it’s for the benefit of Islam. The INFECTION we are getting by sharia

          • kleines Südlicht schreibt:

            Leider habe ich das nicht mit deutschen Untertiteln gefunden 😦

        • BTW schreibt:

          Ich gebe Ihnen, kleines Südlicht und auch Ihnen, Schum – im Anschluss – uneingeschränkt recht. Finde aber nach wie vor bedenken zu müssen, dass man an Heines Anliegen in „Almansor“ denken muss(!) und den historischen Hintergrund dazu nicht ausblenden darf. Auch und insbesondere, wenn man ihn, wie hier geschehen, teilzitiert, um ein eigens Bild zu entwerfen. Das nur noch einmal zur Information. 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Gut, Heines historischer Hintergrund (wohl sein Anlass, den Almansor überhaupt zu schreiben) mag sich wirklich mit dem decken, das Sie erwähnt haben.

            Trotzdem stehen da Hassans beide Aussagen, die nur aus dem Mund eines Moslems stammen können: Dass Menschenmassaker erlaubt und freudvoll sind, Bücherverbrennungen aber ein Verbrechen.
            Daran ist nichts im übertragenen Sinne gemeint (gar nicht so wie z.B. in Montesquieus Lettres Persanes, in denen zwar immer von Persern die Rede ist, aber nur Franzosen gemeint sind).

    • Schum schreibt:

      Sie haben Recht, BTW. „Den“ Islam gibt es nicht. Jeder weiß, daß es so viele Islamformen und -inhalte gibt, wie es Muslime gibt.

      Soeben liefert das Sultanat Brunei (auf der Insel Borneo) den Beweis dafür, daß Islam etwas anderes sein kann als die auf diesem Blog zu oft anzutreffenden Parodien.
      Die Bruneische Gesetzgebung besticht durch Originalität und Humanität. Doch urteilen Sie selbst.

      Hier die (übersetzte) Meldung des französischen Figaro vom 22.10.2013:

      Das Sultanat Brunei hat heute der Einführung der Scharia zugestimmt, die u. a. Steinigung bei Ehebruch vorsieht.
      Die neue Gesetzgebung schließt die Amputierung von Gliedmaßen bei Diebstahl, Auspeitschung bei Alkoholkonsum oder Abtreibung sowie Steinigung bei Ehebruch ein.
      „Mit der Inkrafttretung dieser Gesetzgebung erfüllen unsere Pflicht gegen Allah“, erklärte der Sultan Hassanal Bolkiah, einer der reichsten Menschen auf der Welt.

      http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2013/10/22/97001-20131022FILWWW00260-le-sultanat-du-brunei-introduit-la-charia.php?page=&pagination=2

      Falls Ihnen der eine oder andere Paragraph bekannt vorkommen sollte, so kann es sich nur um eine Scheinerinnerung handeln, um einen „déjà vu-“ bzw. „déjà lu“-Effekt. Denn „den“ Islam gibt es nicht.

      • BTW schreibt:

        Falls Ihnen der eine oder andere Paragraph bekannt vorkommen sollte, so kann es sich nur um eine Scheinerinnerung handeln, […]

        möchte ich gern noch kommentieren und vorausschicken, dass ich Ihren Standpunkt vollauf (wie schon geschrieben) verstehen kann. Ich versichere Ihnen, dass ich Kenntnisse über Sharia, sowohl in Form der schiitischen Auslegung wie auch der vier sunnitischen Rechtstraditionen besitze. Eine absolute Bewertung nehme ich mir nicht heraus, wohl jedoch beispielsweise massive Kritik gerade im Bereich des dreielementigen Strafrechts. Auch bin ich absolut unglücklich über die sogenannte Cairoer Erklärung zu den universellen Menschenrechten und ihre Anbindung an Sharia. Das sind aber nicht die Punkte, um die es mir ging: „Der Islam“ und „der Muslim“ finde ich als Gruppen-Bezeichnungen an sich problematisch. Warum, und so kurz als möglich: Veränderung innerhalb dieser Religionsgemeinschaft werden tendenziell von Innen kommen, von Zweiflern, von Menschen, die vielleicht „westliche Werte“ schätzen, die auch dem politischen Islam ablehnend gegenüberstehen, sich eingegrenzt, beengt fühlen. Diese Menschen muss man mitnehmen, die Zweifel – die stärkste Kraft dabei überhaupt – befördern, sie unterstützen. Diese Menschen, die trotzdem Muslime sind, ihren Islam moderat leben, hören täglich „Die sind Alle gleich, „Islam ist Islam“, fühlen sich ausgegrenzt, nicht unterstützt. Das ist leider ein globales Phenomen. Einige ertragen das, einige nicht und flüchten sich wieder in die Ummah. Taktisch gesprochen: Truppenschwächung! Das ist hier extrem contraproduktiv. Vielleicht können Sie mich jetzt verstehen?
        Auch Diskussionen wie von „kleines Südlicht“ mit Zeigt mit eine einzige Stelle im Koran, die es explizit und grundsätzlich verbietet, auch und gerade Ungläubige zu töten; und ich nehme alles zurück. sind dabei meiner Meinung nach diese Fehler, wenn es um eine spezielle, potentiell wichtigste Gruppe unter den Muslimen geht. Der gefragte und sogleich gefühlte „Gegner“ wird auf die Erläuterung von al-Jalalayn (v. Jalal al-Din al-Mahalli u. Jalal al-Din al-Suyuti) zu Sura 6;151 verweisen, noch einige ahadith dazu zitieren, wenn er gut geschult ist und dabei ein gutes Gefühl haben. Zweifeln wird er jedoch nicht… Wird sein Standpunkt noch vehement abgelehnt, lächerlich gemacht oder er beleidigt, ist er für ein großes Anliegen wie die Veränderung einer Weltreligion verloren. So weit meine Gedanken dazu…

        • Aristobulus schreibt:

          Stimmt, BTW, man sollte es Leuten leichter machen.
          Das passiert aber kaum, mehr gar nicht.
          Zum Beispiel machte Obama es für liberale Moslems unendlich schwer, indem er neulich vor der UNO sagte, dass die Zukunft nicht denen gehöre, die Mohammed beschimpfen („those who slander Mohammed“).
          Er hhat sich damit für’s Religionsstrafrecht und Barbarei ausgesprochen, er fiel damit allen Veränderungswilligen, Aufgeklärten und Menschlichen unter den Moslems in den Rücken, er hat auf die getreten, die für Meinungsfreiheit sind.

          • BTW schreibt:

            In der Tat ist Mr. Obama spaetestens seit seiner Rede zu Al-Azhar zu einer Herausforderung, (zum Thema HIER mit Bezug: Islam has a proud tradition of tolerance. We see it in the history of Andalusia and Cordoba during the Inquisition. ) einer Art schwerer Pruefung, geworden. Moegen wir auch sie bestehen… 😉

        • kleines Südlicht schreibt:

          Wenn selbst Noni Darwish, die liberale Ex-Muslima ist, von „wir“ spricht, wenn sie Einstellungen des offiziellen Islams (!) kritisiert dem sie ganz bewusst den Rücken gekehrt hat – darf ich das dann nicht auch? Wenn es um die Lehrmeinungen des offiziellen Islams geht sagen, der offizielle Islam (im Gegensatz zu einzelnen Moslems)?

          Im verlinkten Clip betont sie übrigens nochmal extra, es geht nicht um die Leute, da gibt es wie überall so’ne und solche, es geht um die Lehrmeinung des offiziellen Islams. Und doch gibt es nach jeder Vorlesung immer mindestens einen der das nicht rafft und fragt: How dare you criticise people like that…? Do you hate muslims? Ich schließe mich ihrem Disclaimer an: This is NOT about people. Es geht um die offiziellen Lehren des Islams in den anerkannten Schriften.

          • BTW schreibt:

            Wenn selbst Noni Darwish, die liberale Ex-Muslima ist, von “wir” spricht […] – darf ich das dann nicht auch? Natürlich dürfen Sie das! Bekanntlich kenne ich Sie nicht, vermute (!) aber, dass Sie im Gegentum zur Genannten shahaada nicht abgelegt haben, also nicht ewiger Teil der Gemeinschaft sind. Der Spannungsbogen zwischen Innen – und Außenansicht macht einen sehr wichtigen Unterschied. Kritik von Innen selbst, auch sehr laut vorgetragene, kommt – davon bin ich in jeder Hinsicht überzeugt – ziel führender daher. Den Externen bleibt, diese nach besten Kräften zu unterstützen, nicht diese übertreffen zu wollen, womit ich die an dieser Diskussion hier beteiligten nicht ebenso kategorisieren will. 😉

          • kleines Südlicht schreibt:

            vermute (!) aber, dass Sie im Gegentum zur Genannten shahaada nicht abgelegt haben,
            Danke, ich fühle mich recht lebendig; und gesprengt habe ich auch wirklich nur meine Blumenkübel, Ehrenwort. 😈 Auch Noni Darwish ist hoffentlich noch ein langes Leben beschieden, und sie sieht mir nicht so aus, als hätte sie Interesse am suchen des Märtyrertods.
            Schuld ist in dem Fall das Arabische, das nur ein gleiches Wort für „Märtyrertod suchen“ und „Glaubensbekenntnis zum Islam ablegen“ hat; Shahada, als da wäre. Das an sich kommentiere ich mal nicht.

            Das darf ich das dann nicht auch? bezog sich natürlich auf dem ihm folgenden Satz: Wenn es um die Lehrmeinungen des offiziellen Islams geht sagen, der offizielle Islam (im Gegensatz zu einzelnen Moslems)?

            Aber elegant herumgegangen ist die Antwort auf meine verrutschten Bezüge um die Kernaussage oben:
            Im verlinkten Clip betont sie übrigens nochmal extra, es geht nicht um die Leute, da gibt es wie überall so’ne und solche, es geht um die Lehrmeinung des offiziellen Islams. Und doch gibt es nach jeder Vorlesung immer mindestens einen der das nicht rafft und fragt: How dare you criticise people like that…? Do you hate muslims? Ich schließe mich ihrem Disclaimer an: This is NOT about people. Es geht um die offiziellen Lehren des Islams in den anerkannten Schriften.
            Der Kritik von innen wie der von außen geht es darum: in den Schriften gibt es einfach Kritikwürdiges.

  12. isa schreibt:

    „Wer Buddha-Figuren sprengt, und vorschlägt, die Pyramiden zu schleifen…“ – Auch Ulrich Sahm bezieht sich auf Heinrich Heines Zitat in seinem Artikel, den zu lesen lohnt.
    http://www.israelnetz.com/hintergrund/detailansicht/aktuell/arabischer-fruehling-ende-des-christentums-im-orient/#.Ump5UXDwmz5

  13. abusheitan schreibt:

    Heine hin, Hassan her:
    Seit Adolfs Zeiten ist jegliche Bücherverbrennung nazi.
    Ausgenommen sind nur Bücherverbrennungen, die von den Guten zur Sicherung des Friedens veranstaltet werden. So geschehen in Afghanistan, als in die Landessprachen übersetzte Bibeln von den USA verbrannt wurden. Sie sollten zur Missionierung dienen und hätten dadurch die frommen Muslime zu Gewalttaten provoziert. Ob diese Bibeln kritische Karikaturen enthielten, ist nicht bekannt.

    http://koptisch.wordpress.com/2012/02/25/us-armee-verbrennt-bibeln-in-afghanistan/

    • Aristobulus schreibt:

      Da war doch ein kleines Kreuzele gemalt in den Bibeln, unten auf der ersten Seite über dem Verlagsnamen, und so ein kleines Kreuzele gilt islamischerseits als größe, größere und unerträgliche Provokation aller frommen Bärtigen, weswegen man dann das Ganze fromm und laut verbrennen muss, als Anfang.

    • YsiRhb^b1# schreibt:

      Soll ich jetzt was sprengen gehen? 😈
      (Hmmmmm…… ich denke grade, meine Blumenkästen habens nötig, aber das ist offtopic)
      Halbwegs zum Thema: Das verbrennen der Flagge ist als Meinungsäußerung in der US-Verfassung explizit geschützt; obwohl sonst ein verunglimpfender Umgang mit den Symbolen des Staates nicht erlaubt ist. Sollte eine amerikanische Flagge allerdings nicht mehr wirklich zu Repräsentationszwecken taugen, soll man sie ‚respektvoll‘ entsorgen – vorzugsweise ausgerechnet durch verbrennen.
      Denkt darüber, was Ihr wollt – auch darüber was das jetzt vielleicht für den Umgang mit Literatur durch Amerikaner heißt. Vielleicht sind sie in dem einfach genauso gespalten wie in dem mit ihrer Flagge und sehen das als dem Altpapier vorzuziehen an?

      Was soll ich denn dann vom ‚burn a quran day‘ halten?

      • kleines Südlicht schreibt:

        …und wieder ein Passwort verheizt. Wenigstens entsorge ich sie somit respektvoll. 😈

        • A.mOr schreibt:

          Verheizt, im Ofen oder Lagerfeuer … ? Auf jeden Fall ein echter Türschließer das Wort, Respekt! 😉

  14. Eitan Einoch schreibt:

    Der Name Hassan ist wohl gewählt. Nicht zufällig besteht er zu zwei Dritteln aus – Hass.

    • el zorro schreibt:

      Hassan bedeutet „der Schöne“.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Hass ist nie schön. Hass ist nur hässlich.

        • el zorro schreibt:

          Schön geht anders. 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Ah wa, Leute, bei denen ist der Hass erhebend, adelnd, ja heilig und eine religiöse Pflicht, und sie suhlen sich drin (und vermeinen auch noch, ihre Frauen seien ihre Äcker. Die man gemeinhin düngt. Baah). Wem’s jedoch zuwider ist, all dieses Gehasse, muss sich vom Koran über den Mund fahren lassen, weil Allah denjenigen einfach überpflügt, der nicht hassen und morden wolle, weil der Mensch ja nicht selbst wissen und beurteilen könne, dass das halt nicht gut für ihn & seinesgleichen ist.
            Ach hobelt das Zeug doch alles mal wegggg

            – Pardon, das war nun meine Hassminute zum späten Nachmittag 😉

          • el zorro schreibt:

            Ist nunmal so, Deutsch ist keine Weltsprache, auch keine arabische.
            Hassloche un broche un gut schabbes.

  15. Eitan Einoch schreibt:

    Er hat kein Problem. Er IST ein Problem.

  16. Robin Urban schreibt:

    Allein ausgehend von diesem Ausschnitt ist das mMn völlig wertfrei zu interpretieren.

    Da lässt sich doch gar nicht hinein lesen, dass Hassan das eine schlimmer als das andere findet (bei Almansor sieht das anders aus). Für mich klingt das eher wie eine Feststellung: „So beginnt es also.“ Und damit hat er ja grundsätzlich Recht: Von Bücherverbrennung ist es nur noch ein kleiner Schritt hin zur Gewalt.

    • Aristobulus schreibt:

      Nö. Hassan ist ein Fatalist, der es als gegeben hinnimmt, das Erschlagen und das Verbranntwerden. Er lebt in einer grundsätzlich gewalttätigen und dabei lustvoll brutalen Welt, in der man selbst mordet und dann ermordet wird.

      Und was von welchem Ausschnitt ist warum wertfrei zu interpretieren?, von wem?, und wer ist mMn?

    • Schum schreibt:

      Was heißt dieser „Ausschnitt ist … völlig wertfrei zu interpretieren“? Sie meinen wohl, die handelnden Personen ließen keine Geisteshaltung erkennen?

      Ich gebe zu, das Stück nicht gelesen zu haben (wird nachgeholt), doch meine ich, aus dem kurzen Dialog hier erkennen zu können,
      – daß Hassan, wer immer er sei, das Röcheln sterbender Christen genießt, und
      – daß Almansor keinen Anstoß am musikalischen Geschmack seines Mitstreiters nimmt (dann klang’s in unsre Ohren süß wie Wollust), wohl aber an der angeblichen Verbrennung seines heiligen Buchs.

      Daraus zieht Buurmann den notwendigen Schluß:
      Ein Mensch aber, der das Verbrennen von Büchern als Todsünde erachtet, das Töten von Menschen jedoch nicht, hat ganz andere Probleme.

      Hassans Bemerkung Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen fasse ich als Drohung auf:
      Weil ihr unseren Koran verbrannt haben, werden wir euch verbrennen. Das, was wir mit dem Christenvolk bisher angestellt haben, war ein Vorspiel nur. Ab jetzt wird’s noch lustiger. Noch mehr Trauerglocken, noch mehr Angstgesänge. Brüder, auf zum großen Spaß!

      • kleines Südlicht schreibt:

        Schließe mich an.
        Terry Pratchett hat die Missionierung mit dem Schwert bzw. Scheiterhaufen mal so karrikiert:
        Give a man a fire, and he’s warm for a day. But set fire to him, and he’s warm for the rest of his life.
        So ähnlich klingt „…verbrennt man auch am Ende Menschen“ für mich nach Schums Erklärung auch: nach einer mit verdrehter Logik verbrämten Drohung.

      • Robin Urban schreibt:

        „Was heißt dieser „Ausschnitt ist … völlig wertfrei zu interpretieren“? Sie meinen wohl, die handelnden Personen ließen keine Geisteshaltung erkennen?“

        Das erkläre ich doch gleich danach.

        „Hassans Bemerkung Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen fasse ich als Drohung auf:“

        Okay, darüber könnte man reden.

        • Aristobulus schreibt:

          Frau Urban, geben Sie sich mal mehr Mühe. Nicht immer bei dem stehenbleiben, was im Deutschunterricht mal aufgeschnappt wurde – auf die Dauer langweilt das doch.
          Denken. Kann doch nicht so schwer sein.

          • Robin Urban schreibt:

            Du meinst das, was ich im Deutschunterricht lehre, den ich in etwa einem Jahr als Referendarin qualifiziert bin zu geben?

          • Aristobulus schreibt:

            Nein, ich meinte den, den Sie im damaligen Deutschunterricht qualifiziert waren zu lernen, oder eher nicht?, wohingegen Sie heut wohl nicht so wahnsinnig firm erscheinen, um den Heine oder bloß den Hassan mal nicht wertfrei zu begreifen.

            P.S.
            Erstmal lernen, dann denken, dann nochmal lernen und nochmal denken – und dann vielleicht lehren, vielleicht.
            Der Ratschlag war kostenfrei.

          • kleines Südlicht schreibt:

            Umsonst auch?

            Schönes Wochenende allen!

          • Aristobulus schreibt:

            Gratis jedenfalls nich‘ 😉

            Schönen Schabbes Dir, einfach mal so für lau.

          • el zorro schreibt:

            Nix gratis!?
            Dann geh‘ ich wieder… 🙄

            „Halsabschneider!“, murmelt einer kopfschüttelnd vor sich hin der da geht und wieder weg, und dann in einem frohem Lächeln erstrahlt.
            „Wir sehen uns wieder!“, ruft er sich dem Geizkragen nochmal zuwendend zu und streckt die Zunge raus.
            😛

          • Robin Urban schreibt:

            Obschon ich es eigentlich nicht nötig habe, auf eine so billige Provokation zu antworten, möchte ich doch einfach mal auf folgendes hinweisen:

            Herr Buurmann stellt hier eine These auf, nämlich: Hassan hält das Verbrennen des Korans für verwerflicher als das Abschlachten von Ungläubigen. Würde er so etwas in einer Klausur schreiben und ich hätte die hier gelieferte Begründung vor mir, könnte ich ihm dafür als seine Lehrerin keine Punkte geben. Denn: Er weist seine These nicht nach. Er behauptet einfach nur.
            Das Schöne am Interpretieren ist, dass fast alles erlaubt ist, sofern die Gedanken am Text nachweisbar sind und sinnvoll/logisch erscheinen. Das ist hier nicht der Fall. Aufbauend auf diesem Textausschnitt ist seine These auf die Art und Weise, wie er sie begründet (oder nicht begründet) nicht zu halten. Und deshalb müsste ich den Schüler Gerd leider bitten, sich das nächste Mal mehr Mühe zu geben.

            Ich hoffe, das war nicht zu schwer für Aristobulus.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Liebe Frau Urban,

            würden Sie mir dafür keine Punkte geben, würde ich dies zu einer höheren Instanz tragen. Ich hoffe, sie gehen noch zu Supervisionen und wünsche Ihnen selbstbewusste Schülerinnen, die keine Furcht vor der nächst höheren Instanz haben.

          • Robin Urban schreibt:

            Lieber Herr Buurmann,

            keine Sorge, ich traue Ihnen mit Ihrer ansonsten ausgezeichneten Schreibe doch so einziges zu, dazu gehört auch, dass Sie (als fiktiver Schüler) diese Intepretationsschwäche auszugleichen imstande sind. An DIESER Stelle könnte ich kein Häkchen machen, aber das heißt ja noch lange nicht, dass die Arbeit zu einer glatten Sechs wird.

            Sechsen sind im Deutschunterricht sowieso äußerst selten, vor allem in der Oberstufe.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, arme Frau Urban, man verkennt und missversteht Sie gezielt, besonders ich wieder, und Sie werden hier so billig provoziert und viel zu schlecht behandelt. Dabei haben sie’s qua Lehrbefugnis und Kathederpose gar nicht nötig, Ihre Antworten vorher durchzudenken oder einfach nur a bissele freundlich zu erscheinen ;), muss ja nicht, na als Lehrerin.

            Und nicht dass Sie mir nu behaupten, ich hätt gar was gegen Lehrer. Hab ich ja gar nicht. Nur gegen Pseudoarroganz gepaart mit Stieseligkeit hab ich was.

            Sie behaupten, die hiesige Interpretation sei nicht zu halten. Aber weiter behaupten sie nichts.
            Warum eigentlich so arrogant und geizig? Sind Sie so ein Edelstein? Lassen Sie uns doch bitte am Glanze Ihrer großen Weisheit teilhaben, warum man das nun alles wertfrei und gnagnagna sehen muss, und erklären Sie die Sache, geizen Sie nicht so mit Erklärungen!, lassen Sie uns lernen, spenden Sie Wohlwollen, Geist, Blüten und Fülle!

            … sonst wird es doch bloß wieder fad und man sehnt sich so nach der Pausenklingel.

          • Schum schreibt:

            Verzeihung, Robin Urban. Es war zu schwer für mich.

            Wenn in einem noch so kurzen Dialog zwischen A und B, B zu der Anpreisung von Mord und Totschlag, wie sie aus dem Mund von A kommt, schweigt, dafür aber die Verbrennung eines Buchs beklagt, so ergibt sich daraus, daß ihm dieser Gegenstand wichtiger ist als das Leben der Opfer.

            Almansors Schweigen zum Mord am Christenvolk, die Lücke im Text, wenn Sie wollen, ist der von Ihnen geforderte Beleg für die Interpretation des geschätzten Aritobuli (u. a.).

            Noch einmal: Buurmann behauptet nicht nur. Sein Gedanke ist am Text nachweisbar: an seiner Lücke nämlich.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Da ist keine Lücke!

            Der Mann der Christen Morden toll findet, Bücher verbrennen aber nicht, ist ein und die selbe Person: Hassan!

            Was ist daran schwer zu interpretieren? Hier wird ein Mensch mit fragwürdigen Prioritäten gezeigt. Buch = heilig. Mensch = Schlachtvieh.

          • A.S. schreibt:

            Liebe Frau Urban, falls sie wirklich Lehrerin werden hier eine Bitte von einem ebenfalls Lehrerwerder, der als Lehrer in einem Nachhilfeinstitut regelmäßig die „Opfer“ der Lehrer zu versorgen hat: Gehen sie in sich und überdenken sie ihre Logik mit der sie Texte ihrer Schüler beurteilen. Wenn sie schon Buurmanns klare Argumentation hier nicht verstehen sind sie mit ihrer Mentalität eine Gefahr für die Schüler! Lehrer, die ihre eigenen Defizite den Schülern vorwerfen (das machen Sie hier) richten unglaublichen Schaden an, schließlich müssen die Schüler ihnen glauben, suchen den Fehler bei sich und verstehen dann nichts mehr. Überlegen sie sich den Berufwunsch gut, den Schülern zu liebe!

          • A.S. schreibt:

            Nochwas, Frau Urban.
            „Von Bücherverbrennung ist es nur noch ein kleiner Schritt hin zur Gewalt.“
            Wo bitte ist denn da die Begründung? Gleiches Recht für alle!

          • Robin Urban schreibt:

            @Aristobulus:

            Es ist mir schleierhaft, wo du in meiner ersten Antwort eine so unerträgliche Arroganz hinein lesen willst. Aber so muss das wohl sein, wenn man andere Meinungen nur pauschal abwerten kann.

            @Schum:

            Herr Buurmann schrieb hier aber gar nicht von Almasor (was den betrifft, stimme ich deiner Interpretation ja voll zu), sondern von Hassan, dem „Urheber“ des berühmten Zitates. Und der äußert sich in diesem kurzen Textausschnitt mit keiner Silbe dahingehend, das Verbrennen von Büchern schlimmer zu finden als das Abschlachten von Ungläubigen. Er wertet nicht.

            @A.S.:

            Noch so ne billige Provokation…

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Robin:

            Hassan: Das Töten von Christen klingt in meinen Ohren süß.

            Das ist eine Wertung!

          • Robin Urban schreibt:

            Er wertet die Verbrechen UNTEREINANDER nicht. Sprich, er vergleicht sie nicht. Christen abschlachten findet er offensichtlich toll, aber wie es dazu die Koranverbrennung gewichtet, ist nicht ersichtlich.

          • A.S. schreibt:

            @Urban
            Das ist keine Provokation, das ist eine ernst gemeinte Sorge. Lehrer die sich durch Kritik provoziert fühlen sind eine Gefahr für Schüler. Kritik muss man aushalten und auf der Sachebene begegnen können. Da haben Sie offensichtliche massive Defizite.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Hier die vollständige Rede Hassans, in welcher er Almansor von seinen Erlebnissen berichtet:

            „Zu jenen Kämpfern hatt ich mich gesellt,
            Die ins Gebürge, auf die kalten Höhn,
            Mit ihren heißen Herzen sich geflüchtet.
            So wie der Schnee dort oben nimmer schwindet,
            So schwand auch nie die Glut in unsrer Brust;
            Wie jene Berge nie und nimmer wanken,
            So wankte nimmer unsre Glaubenstreue;
            Und wie von jenen Bergen Felsenblöcke
            Öfters herunterrollen, allzerschmetternd,
            So stürzten wir von jenen Höhen oft,
            Zermalmend, auf das Christenvolk im Tal;
            Und wenn sie sterbend röchelten, die Buben,
            Wenn ferne wimmerten die Trauerglocken,
            Und Angstgesänge dumpf dazwischen schollen,
            Dann klang’s in unsre Ohren süß wie Wollust.

            Doch hat solch blutigen Besuch erwidert
            Unlängst Graf Aquilar mit seinen Rittern.
            Der hat zum letzten Tanz uns aufgespielt;
            Und beim Geschmetter gellender Trompeten,
            Bei der Kanonen dumpfem Paukenschalle,
            Beim Kehrausfiedeln kastilian’scher Klingen,
            Und bei der Kugeln lustig hellem Pfeifen,
            Flog jählings mancher Maure in den Himmel,
            Und wen’ge nur entrannen wir dem Tanzplatz.“

            Es geht nicht um Massaker, sondern um Kampfhandlungen in einem von beiden Seiten mit Grausamkeit geführten Krieg. Das Zitat wurde willkürlich gekürzt und unterstellt dieser literarischen Figur (auch das sollte man einmal bedenken und ein wenig Abstraktionsfähigkeit aufbringen) ein Denken, das gewiss nicht in den Absichten Heines lag (vgl. dazu meine Ausführungen weiter unten).
            Insofern hat natürlich Frau Urban Recht und Herr Buurmann leigt falsch.
            Mit derselben Berechtigung könnte er Karl Mays Hadschi Halef Omar zu einem fanatischen Vorgänger Osama bin Ladens machen: „»Und ist es wirklich wahr, Sihdi, daß Du ein Giaur bleiben willst, ein Ungläubiger, welcher verächtlicher ist als ein Hund, widerlicher als eine Ratte, die nur Verfaultes frißt?« »Ja.« »Effendi, ich hasse die Ungläubigen und gönne es ihnen…“ usw.
            Beides sind fiktionale Gestalten, erfunden von 2 Autoren, die wahrscheinlich nie einem Moslem begegnet sind.

          • Schum schreibt:

            Antwort an Thomas ex Gotha unten

  17. mike hammer schreibt:

    wozu gibts noch mal die müllsäcke namens burka?

    • el zorro schreibt:

      Verengung des Sicht- und Sinne-Felds, Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Identifizierbarkeit (immerhin auch als Verkleidung tauglich), Wärmestauhilfe zur Ermüdung, …?, kurz, die perfekte Kampfausrüstung! 😦

      • mike hammer schreibt:

        komisch aber angesicht dessen, bin ich
        beführworter des köpfens, wobei hier
        der kopf wo anders zu finden wäre. 🙄

        • el zorro schreibt:

          Da ist was dran. Wie lange noch? Doch nicht zu lang? 😈

          • mike hammer schreibt:

            der länge nach! ((( 😀 )))

          • el zorro schreibt:

            Die Daltons („Lucky Luke“) im Comic sind lustiger (oy, RL sucks, sometimes! 🙄 ), aber über kurz oder lang langt’s, also kürzer machen.
            Der Länge nach, wer’s verlangt (hier kein Geringer!) soll so bekommen, recht ist recht, in der Kürze manchmal die Würze! 😉

            Schabat schalom.

          • Aristobulus schreibt:

            Gut ist auch Iznogud, kennt Ihr den?, er ist Araber und fliegt auf Teppichen, ach der!, endlich mal a mentsch aus den Gefilden, wenngleich nur gezeichnet. Oder wobwohl? Nein, weil. Verflixt.
            Tja…

            A gutn Schabbes.

          • mike hammer schreibt:

            der wo ausschaut wie der achmdinejad?

          • Aristobulus schreibt:

            Yepp, eben der, er sieht genauso aus, nur eben überhaupt nicht schlimm, ja wirklich nett und so 😉

          • el zorro schreibt:

            Kann nur’n Apologet sein, der Teppich spricht dafür, denn was ein solcher wohl dieser Tage offenbaren würde? Oj, lieber nicht! 🙄

          • Aristobulus schreibt:

            Also, der Iznogoud wäre sicher und fast noch sicherer Abu Toameh (das ist der, der seinen Geist fliegen lässt) 😉

          • el zorro schreibt:

            Der Vorteil des Geistes gegenüber dem Teppich? Wenn der gelüftet wird, dann staubt es nicht auf! 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Öhm, persische Teppiche stauben, obwohl sie seit 1979 wirklich nie mehr gelüftet werden. Kaukasische Teppiche stauben aber nie, weil viel zu wehr- und dauerhaft ;), und bei den türkischen Teppichen weiß ich immer nicht, die sind so bunt und bunter und haben ihre alten Muster verloren und reproduzieren meist pseudopersische jetzt, und bei der Herkunft kann man nie sicher sein.
            Weiter gibt’s noch Teppiche von Aubusson und der Savonnerie. Sind schön. Aber alles achtzehntes Jahrhundert, danach kam nicht mehr außer Reproduktionen nach Strickmuster 😉

          • el zorro schreibt:

            Mann, bleib auf’m Teppich! 😯 😉

          • Aristobulus schreibt:

            *sinniert*
            Am besten ruht es sich auf dem kaukasischen, der hält den Wind ab.
            Der türkische aber ist windig, na und der persische erst ;), wohingegen Savonnerie & Aubusson seit siebzehhundertund so windstill ist, was ja dann auch nicht fein usf., und dann gibt’s noch den vergessenen turkmenischen weit aus der Steppe hinter Buchara, aber da stürmt’s koranisch, ist also auch nich‘ so doll.

          • Schum schreibt:

            El Zorro, Schawua tow

            Aristobulus oder genauer: Robert Cohn versteht was von Teppichen, o ja.
            Wenn Du eine richtige, von ihm selbst vorgelesene Teppichgeschichte hören willst, dann hier

            Vorgelesen (wieder als Mp3) die Kurzgeschichte Kein Kasak (2006):
            -> http://www.weblesungen.de/mp3/les259.mp3

            Falls es nicht klappt, einfach
            http://www.robertcohn.net/veroeff.htm

            anklicken und zu der Erzählung „Mein Kasak“ hinuntergehen.

          • el zorro schreibt:

            *läßt sich in einen Teppich rollen wie einst Kleopatra und davontragen*
            Kannte mal’n Teppichhändler aus Persien, der hatte keine Ahnung! 😀

          • el zorro schreibt:

            Schawua tow Schum!
            Danke für den Hinweis, wird Zeit, daß RC sich auf dem Teppich bequemt und wir ordentlich anschieben für’n guten Flug! 😀

          • Schum schreibt:

            Sollen andere schieben. Wir fliegen mit.

          • el zorro schreibt:

            😀 Einverstanden! Und will ich verdammt sein? Flieg ich so gerne! 😎

          • kleines Südlicht schreibt:

            „Kapitän Zorro und seine Crew begrüßen sie herzlich an Bord von Teppich-Air Flug 3872! Bitte falten sie die Troddeln ein und stellen Sie ihre Knüpfmuster in eine aufrechte Position […] laberlaber […] verfügt über vier Notausgänge und einen Fallschirm […] fallen automatisch Sauerstoffmasken von den Lufthaken über Ihrem Teppichabschnitt […] laberlaber […] Wir wünschen einen angenehmen Flug!“

            Hier Tower, Sie haben Startfreigabe!

          • el zorro schreibt:

            😎 Roger!
            Anschnallen! Abflug!

            PS/wüßte gerade nicht, wer mich glücklicher macht als dieser ‚Tower‘ … aber etwas vermisse ich gar den Silver Surfer, den hier’s doch mal ’ne Weile gab, und war er doch einer von der freundlicheren Menschheitsseite, der sich bestens mi’m Surfboard wohl auskennen sollte. Will sagen, dieser Flugteppich ist zwar die fransige Pracht des blogs geworden, aber etwas Geleitschutz vom ‚Galaktischen Silberstürmer‘, ha? 😉

          • Aristobulus schreibt:

            „Dieser Flugteppich begrüßt Sie zum Flug durch den Schummer zum Südlicht im Sternbild Zorro. Im Flattern des Fluges bitte an den Fransen festhalten, sofern vorhanden. Die Notausgänge sehen Sie runnnndherum. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir auf dem persischen Mittelmedaillon keinen Schnaps servieren, auf den kaukasischen Bordüren tun wir das aber sehr wohl. Haben Sie sich auch gut versichert? Vor anfliegenden Geiern, Dschinns, Kassamraketen und sonstigem Gelichter schützt Sie hier nichts als Ihr eigener Säbel. Wir wünschen Trotz allem und auch sonst einen angenehmen Flug.“

  18. A.S. schreibt:

    Das Zitat kann ich langsam nicht mehr hören. Erstens ist es ausgelutscht und zweitens ist es falsch. Nicht das Verbrennen von Büchern ist das Problem sondern die Geisteshaltung dahinter. Wenn keine totalitäre Haltung dabei ist kann man verbrennen was man will. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass den komischen „Burn a Koran Day“ Aktionen in den USA ein Genozid an den Muslimen folgen wird? Wenn dann umgekehrt.
    Man könnte eher sagen:
    „Wo man Bücher nicht verbrennen darf werden Menschen erschlagen.“
    „Wo man Fahnen verbrennt werden Menschen gesprengt.“

    Mein Vorschlag für eine alternative Version:
    „Wenn man Bücher (z.B. Mein Kampf) verbrennen darf werden keine Menschen verbrannt.“

    • Aristobulus schreibt:

      Vorschläge für aktuelle Varianten des Heinespruchs:

      „Selbst wenn sie den Koran nicht verbrennen, werden am Ende doch die Ungläubigen totgemacht.“

      „Der Koran wird kritisiert, und die Koranischen machen die Kritiker tot, dann.“

      „Wo man keinen Koran verbrennt, steht aber weiter drin, dass man am Ende alle Nicht-Koranischen totmachen soll, kann und muss.“

      „Viel Rauch, mehr Feuer, ach!, und noch mehr Koran…“

  19. Schum schreibt:

    Danke an Buurmann für die Kontextualisierung des berühmten Zitats. Und danke an Heine für seine hilfreiche Hellsichtigkeit.

    Verständlich, daß sich die Mohammedaner größere Sorgen um die Verbrennung des Korans denn um das Wohlergehen des Christenvolks machen. Gibt ihnen doch ihr heiliges Buch erst die Berechtigung, plündernd und mordend über die Ungläubigen herzufallen, bis die ganze Welt Allas wird.

    So heißt es ausdrücklich in Koran 2, 216:

    „Vorgeschrieben ist euch zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.“

    (Vom „Ministerium für Islamische Angelegenheiten, Stiftungen, Da-Wa und Rechtweisung im Königreich Saudi-Arabien“ herausgegebene Qur’an-Übersetzung)

    Gewissensregungen gelten nicht als Entschuldigung für Friedfertigkeit: „obwohl es euch zuwider ist“– sogar dann, wenn es euch krank macht.

    Der Koran ist der Berechtigungsschein für den 11. September ebenso wie für die systematische Ermordung und Vertreibung Andersdenkender in den islamischen Ländern und außerhalb. Klar, daß die Muslime Zeter und Mordio schreien, wenn man ihn verbrennt. Wie würden Sie reagieren, wenn man Ihren Besitztitel auf das Haus, das Sie gekauft haben, vor Ihren Augen anzünden würde?

    • Aristobulus schreibt:

      Dieser Satz „Allah weiß, ihr aber wißt nicht“ ist im Koran sehr oft zu finden. Die Hadithe erklären ihnso, dass der Mensch nicht für sich selbst sprechen und dass er keine Werte in eigener Sache erschaffen könne.

      Mir hat ein intelligenter, gut situierter Moslem-Missionar mal versucht haarklein zu erklären, dass der Mensch weder Gesetze noch Regierungen einsetzen dürfe, allein Allah dürfe solches. Das war 1979 in Paris neben der Avenue Foch, als man andauernd auf solche traf – der Ajatollah Chomeini war soeben in Teheran aufgeschlagen und errichtete da sein koranisches Schreckensregiment, derweil die westliche Welt fragte, was sie wohl so falsch gemacht habe, um diesen Hass zu provozieren.
      Ah!, ganz falsch gefragt.

      • Schum schreibt:

        1979 scheint in Paris einiges los gewesen zu sein. Nicht nur, daß Aristobulus die Avenue Foch und alentours unsicher machte und Moslem-Missionare auf Tumbenfang waren, auch iranische Frauen suchten dort nach Verbündeten gegen Chomeinis Schreckensregiment. Vergeblich, wie Israels Freundin Fathiyeh Naghibzadeh im Standard vom 6. März 2009 erzählt:

        Am 7. März 1979, wenige Wochen nach dem Umsturz im Iran, befahl Ayatollah Khomeini, daß Frauen iranische staatliche Einrichtungen nur noch mit Kopftuch betreten dürften. Daraufhin kam es im Zuge des Internationalen Frauentages am 8. März zu zahlreichen Demonstrationen gegen die Zwangsverschleierung. Die Islamisten mußten daraufhin ihr Dekret vorläufig zurücknehmen.
        „Befreiungsbewegung der iranischen Frauen im Jahre Null“ ist der Titel eines Films, den Frauen der „Gruppe Politik und Psychoanalyse“ aus Frankreich 1979 im Iran gedreht haben, um die Botschaft der iranischen Frauen weiterzugeben: „Freiheit ist nicht östlich und nicht westlich, sondern universell.“
        Die Bedeutung und Explosivität dieser Parole mag damals vielen im Westen nicht bewußt gewesen sein. Doch sie faßt in einem Satz die Kritik am Islamismus zusammen. Sie entwendet Khomeinis Motto: „Der Iran ist weder östlich [kommunistisch] noch westlich [kapitalistisch], sondern islamisch“ und entlarvt diese Parole als fundamentalen Angriff auf die Aufklärung und auf die weltliche Emanzipation.

        In Frankreich stießen die iranischen Frauen auf Granit, genauer: auf den Philosophen und Khomeini-Fan Michel Foucault, der schon nicht mehr fragte, was die westliche Welt so falsch gemacht habe, um den Haß der Mohammedaner zu provozieren, sondern es schon wußte: Sie hatte – im Gegensatz zu Mohammeds Truppen – fremde Völker überfallen und Aufklärungsunwilligen Universalwerte aufzuschwatzen versucht.

        Dazu Naghibzadeh:

        Die postmoderne Romantisierung des Islam stellt die Dinge auf den Kopf: Sie beschreibt den Islam in der Sprache der Islamisten – als unschuldige Natur, als Schutzpatron der Frauen vor Pornografie und westlichem Imperialismus. Es sind westliche, sich selbst als Feministinnen verstehende Kulturrelativistinnen, die jeden Tag absurdere Rechtfertigungen für die islamische Herrschaft erfinden. Die Iranerin Atoussah H. schrieb dem Khomeini-Anhänger Michel Foucault bereits 1978 ins Stammbuch: „Es scheint, daß für die westliche Linke, der es an Humanismus mangelt, der Islam begehrenswert ist – für andere Völker.“ Denn die iranischen Frauen wußten von Anfang an sehr gut, was sie von dem „Schutz“ der Islamisten zu erwarten hatten: die Abschaffung aller bis dahin erkämpften bürgerlichen Rechte, die Einführung der Scharia, Entrechtung, Folter und Steinigung.

        http://diestandard.at/1234508849071/Kommentar-der-anderen-Glaube-Tugend-Terror

  20. mike hammer schreibt:

    das buch, den den hort des wissens, könnens,
    wohlstandes, moral und ehtik in 1400 jährige
    barbarei stürzte und juden aus europa 2013
    flüchten lässt. der exodus aus skandinavien und
    frankreich hat längst begonnen, die 3ooo jährige
    geschichte der juden in kleinasien bricht auch ein
    und wo juden fliehen ist nichts gutes der grund.

    was den christen dieser tage dadurch geschieht nennt man genozid,
    ein genozid der aufeinander folgenden jihad genozide.

    • mike hammer schreibt:

      tüpisch, man fängt einen, umzingelt ihn,

      erklärt die gegend zu islamischem gebiet, nennt sich MUSLIM PATROL
      und prügelt den einen zusammen, nur eine frage der zeit
      bis sie einen bewaffneten treffen und dann
      gibts 72-jährige jungfrau im
      paradies . 👿

      schrottbuch!

    • Aristobulus schreibt:

      Bill Maher (siehe unten) sagt in einem zentralen Moment: „I hate to bring reality into this“, als er eine ägyptische Journalistin (?) interviewt, die Eindruck macht ;), aber randvoll mit Schwärmerei steckt. Das war vor bald drei Jahren – als im Westen so gern, so fest und fester an den sog. arabischen Frühling, an Demokratie in Arabien, an ‚Revolution‘ usf. geglaubt wurde.
      Maher stellt fest, dass 82% der Ägypter für Steinigungen sind, und die Dame übergeht es einfach so. Wunschdenken der suggestiven Art, so nett sie sonst zu sein scheint -.
      Jetzt sind etwa 92% der Ägypter für Steinigungen: Revolution nur in Richtung Scharia, Demokratie nur in Richtung Volksgebrüll.

      • mike hammer schreibt:

        das nennt man dreckschleudermetode, man beschmeisst den gegner mit
        exkrementen, egal was er macht, bleibt was an gegenüber hängen stinkt er
        und wird gemieden. selbst stinkt man zwar schon immer danach, kann sich
        dann aber rausreden das der beworfene ja auch nach dem exkrement stinkt.

        genderistische variante sovjetisch geschulter panarabistischer linker.
        in der DDR nannte man es agitprop, mit paralel realität
        und das minderjährigen-getue der eigenen
        unmündigen unschuld.

        deshalb können sie mit lächeln dir nen 20 jahre alten benz als neu verkaufen
        mit 0 km und erste hand bei 5 vorbesitzern, „erlisch bruder, fast neu
        nix chaput, isch schwor dir, ist 0 km, umfalfrei,
        spezial-spachtel-karosserie….“

        die lügen wenn sie´s maul öfnen.

      • Aristobulus schreibt:

        Die ägyptische Journalisten log wohl nicht bewusst, Hammer, sie steckte so fest in ihrer Welt aus Schein, Selbstsuggestion und Illusionen, wissend, dass es glänzend wirkt wenn sie damit öffentlich wuchert. Vielleicht braucht man das da?, sie ist ja Oberschicht, hat wohl in England studiert (allein wie sie den Namen Alexaaandriah ausspricht 😉 ), hat aber als Frau in einer arabischen Gesellschaft Trotz Oberschichtdasein nur die Chance auf einen goldenen Käfig.
        Das Deprimiertsein wird dann durch realitätlose Fantasterei und Scheinidealismus weggefeuert. Argh, aber MUSS das sein?

        Nu, es gibt ja auch ganz andere, die sich überhaupt keine Illusionen machen. Hier diese Libanesin. Sie lebt freilich in den USA, ohne Orient & Illusion. Na geht doch 😉

        • mike hammer schreibt:

          # Aristobolus

          es geht mir total auf die nerven, macht mich richtig wütend, wenn mir zwar jeder falsche
          ausdruck, rechtschreibfehler, taat, blick, einstellung, usw persönlich vorgeworfen wird,
          das wenn z.b. ein jude etwas sagt oder tut, es immer versucht
          wird auf alle zu projezieren, wenn aber ein moslem
          etwas sagt. raubt, verletzt, vergewaltigt, kinderschändet, meuchelmordet, immer
          EINER DAHER KOMMT der sie für UNMÜNDIG oder unwissend usw.
          darstellt.

          nein mir ist es wurscht, sie weiss es besser und wissen ist verfügbar, wenn sie es nicht besser weiss, biete ich ihr ein seil und jedem anderen, missversteher, unwisser
          genoziderträumer mit dazu.

          sie sind für sich verantwortlich!

          😉

          • el zorro schreibt:

            Oh ja, das „ani“, Rabbi Frand, erwähnte ich an anderer Stelle die Vorlesung zum „Narzissmus (in der Welt)“, gab dem naturgemäß einen großen, den großen, Stellenwert.
            Erst „ani“ aber „ein gantser mentsch“ als Mitmensch. chasak! 😀

          • Aristobulus schreibt:

            Hammer,
            ich habe ja nicht abgestritten, dass z.B. diese Schwärmerin voll dafür verantwortlich ist, wenn sie öffentlich diesen Unfug über den sog. arabischen Frühling erzählt.
            Aber woher willst Du wissen, dass sie gelogen hat? Sieht man ihr das an?

            Ich glaube ja nicht (hm, oder nur nicht gern?) an die prinzipielle Verlogenheit derer, die da eine andere Meinung als Du oder als ich vertreten haben. Ich glaube, dass manche Leute einfach das Genie im Illusionenhaben für sich pachten.

            Wie weit geht die geglaubte Illusion, wann beginnt die Lüge?
            Oder nimm Abdel Samad. Kennst Du?, er ist seriös, und wenn nicht, fährt er gern mit Brodern durch die Gegend. Ist ein Weiterer, sich im sog. arabischen Frühling achtkantig geirrt hat. Er war so überzeugt, dass jetzt endlich diese Schreckensdespotien bröckeln. Nope, das taten sie nicht!, das taten sie ja überhaupt nicht!, es wurde bloß schlimmer, wir wussten es, die Israelis wussten es, nur die linken westlichen Idealisten wollten es nicht wissen, und Leute wie Abdel Samad wollten so gern an ihre Version der Hoffnung glauben.
            Weil sie sonst auf nichts bauen können.

          • mike hammer schreibt:

            ich protegier sie nicht.
            wenn sie nicht öffentlich für das müll verzapfen enschuldigen, sind´s lügner.
            samed hat sich nicht entschuldigt.

            die kerle sind schon berühmt als superlügner oder mütter aller lügen.
            ich geh vom lügen aus, wenn ich mist verzapfe, entschuldige ich mich ja auch. 🙄

            einfach L Ü G N E R, wenn sie den irrtum bestetigen und
            die dadurch enstandene irreführung bereuen
            komme ich mit dem vorwurf
            gar nicht erst.

            SIE sind volljährig, voll bewusst der wirkung ihrer lügen, du mußt sie nicht
            verteidigen, überlass das ihnen. 😉

    • kleines Südlicht schreibt:

      @ hammer mike: das Video ist weg…

      • mike hammer schreibt:

        kleines Südlicht

        die tube löscht so etwas gerne, mehr sorge macht mir meine verschwundene antwort an # Aristobolus. 😉

        • Aristobulus schreibt:

          Scheint außer dem Video alles da zu sein.

          Und Du hast verdammt Recht damit, dass für Araber, Iraner, Türken, Vollbärtige, Schwarzverschleierte, vollverstrahlte Selbstmordbomber, beturbante Mordprediger, fromme Koranbrüller usf. immer so ganz schnell und so ganz schreckloich wphlmeinend diese fucking patronizing Entschuldigungen und Relativierungen und Reinwaschungen gerufen werden, weil die ja rückständig und arm und irgendwie unmündig seien, denn Schuld habe der westliche Kolonialismus & Rassismus & Imperialismus.

          Aber so bald a Jid mal irgendwas sagt, und sei’s nur, wie er sich als dauernd Bombardierter Morgens so fühlt, werden ihm von den selben Entschuldigern sofort die gräulichsten Hintergedanken unterstellt.

          • mike hammer schreibt:

            wie gesagt
            halte sie verantwortlich.

            PS
            laut pam sind alle namen der christen in syriens ins netz von „obamas verbündeten kopfabschneidern und kanibalen“ gestellt und zum abschuß freigegeben worden.
            was meinst du was sie machen wenn sie mal juden in die hand bekommen
            und an der macht sind.

            moderatte muslimbande in Australien überfällt jüdische touristen.
            die islamo-stasen sind als auch down
            under angekommen. 👿

    • mike hammer schreibt:

      kleines südlicht

      hier ein ersatz clip.

    • Lusru schreibt:

      @mike hammer schreibt: Oktober 24, 2013 um 2:31 nachmittags
      „der exodus aus skandinavien und
      frankreich hat längst begonnen, die 3ooo jährige
      geschichte der juden in kleinasien bricht auch ein
      und wo juden fliehen ist nichts gutes der grund.“

      Ja, da ist kein guter Grund – aber welcher ist es ?
      Kann es sein, daß anderswo, auch in viel größerer Anzahl, ein Exodus völlig anderer Menschen stattfindet?
      Schwarzafrikaner, Christen aller Richtungen, Schiiten, Sunniten, Alewiten, Mexikaner, Cintis und Romas, Indios – und warum?
      Die betroffene Gruppe sieht sich verständlicherweise stets selbst im Zentrum von Ausgrenzung und Vertreibung und kommt so schnell zum Schluß: Meine Art wird nicht geduldet, die Frage warum steht schon wieder hintenan.

      Wenn ich nun Heine wie Buurmann in dessen sprachlich wieder glänzend (wie als sachte gewischtes Aquarell) in Schrift gebrachte Doppelparabel als Denkanstoß nehme, schält sich heraus, dß es stets der Anspruch der Einen ist, sich nicht mit dem der anderen beschäftigen zu müssen, erst recht nicht wollen zu sollen – und dies den anderen solange spüren zu lassen –
      bis der geht (auch gegangen wird).

      Fast immer dient andersartige Religion als schäbiger Vorwand für das Erlangen eigener prinzipieller Vorteile, obwohl gerade fast alle Religionen dazu anhalten, mit dem Anderen, dem Fremden, sorgsam und freundlich umzugehen, als einzige Chance für gelingende Gesellschaft des Vertrauens, zu der es für niemanden eine dauerhafte Alternative gab und in der kleiner enger gewordenen Welt unserer Tage gibt.

      In Büchern, die wir alle kennen, wird dazu gesprochen, bleibt uns das erhalten und vermittelbar, und solche Bücher haben alle, deshalb werden sie gehütet und ihr Inhalt als gesetzt verstanden – wer das jedoch verbrennt, und sei es das des Anderen, verbrennt sein eigenes, und – ja, letztlich die dazugehörigen Menschen.

      Beim Papier des Buches beginnt es, das kann sich nicht wehren, nur wer die Entwurzelung des Baumes für das Papier als wichtig für Mensch ansieht, und dann Mensch in Flammen nicht rechtzeitig als eigene Entwurzelung versteht, weil das nicht gelehrt wird, der hat nicht nur ein Problem,
      der ist lämgst an sich selber vorbei gestolpert und wird sich nicht mehr finden, sich.

      Danke Gerd Buurmann, du schlauer Fuchs und filigraner Schmied der gediegenen Parabelei.

  21. BTW schreibt:

    Er hat ein Hauptproblem: Er glaubt an den Inhalt des falschen Buches!

    • Aristobulus schreibt:

      Dann hat er halt ein furchtbar falsches Hauptproblem 😀

      • BTW schreibt:

        Andere danach auch, als das noble Christenvolk sie verbrannte. Nur: die brauchten dafür nicht mal ein Buch als Vorlage. Ihnen reichte ein Bogen Pergament… Und an ihrer Reconquista berauschen sie sich noch heut!

        • Aristobulus schreibt:

          😯 Pardon?, wer soll da wen wann und warum in welchem Rausch oder mit Pergament problematisch verbrannt haben, und gar ohne Buch?

          • BTW schreibt:

            1492! Das Edikt von Alhambra, formal gültig bis 1992, dann limpieza de sangre … Gehören auch dazu, wenn Mensch das Christenvolk betrachtet. Die waren nicht besser als die Leser des falschen Buches. Sollte Mensch bedenken, sonst denkt er einseitig.

          • kleines Südlicht schreibt:

            Nicht, daß ich jetzt zwischen den Zeilen raushöre, jemanden verbrennen, der das später auch mit anderen tut; das wär ja garnicht so.
            Sonst wäre es ja möglich, die Aussage bis zur Unkenntlichkeit zu verwässern (‚Tschuljung), daß es einfach falsch ist, jemanden zu verbrennen; nämlich indem die Verantwortlichkeit immer eine Stufe weitergeschoben wird:
            Im Stück werden die Christen massakriert, das sind aber die die später selbst die Scheiterhaufen anstecken, auf denen Ketzer / Freidenker / Atheisten und im Zuge der Reconquista die Mauren brennen. Die Ketzer sind aber die, die während des dreißigjähringen Krieges massakrieren. Aber im Namen der Freiheit von Religion und im Namen des Fortschritts massakrieren später die Kommunisten und die Linken. Aber im Namen der Bürgerrechte (und der Aufklärung) passiert das während der französischen Revolution. Aber heutzutage enden im Nahen Osten Andersdenkende an den Baukränen (oder unter den Steinen) der Nachfahren der Mauren. Aber… undsoweiter durch beliebig viele Stufen. (Mir brummt schon der Kopf, dabei habe ich die Massaker an angeblichen Hexen in Afrika heutzutage noch garnicht eingebaut – wo es als Kolonialismus empfunden wird daß die Europäer mit ihrem Humanitätsgequatsche die animistische Tradition der Hexenverfolgung unterbunden haben. Ich kann einfach nimmer.)
            Schon ist historisch niemand mehr für irgendwas verantwortlich, sobald die damaligen Opfer später selbst zu Tätern werden gäbe es im Nachhinein moralisch grünes Licht fürs zündeln. Abgesehen davon, daß das Bild schief hängt: jeder ist eben ohne Aber für seine Scheiterhaufen verantwortlich; auch bei schuldigen / später schuldigen / vielleicht als solches erklärten (Buch…) Verbrannten. Massaker sind einfach falsch. Sollte Mensch bedenken, sonst denkt er zweidimensional. 😛

            Es bleibt richtig: Ein Mensch aber, der das Verbrennen von Büchern als Todsünde erachtet, das Töten von Menschen jedoch nicht, hat ganz andere Probleme.
            Egal, wer da verbrannt wird…

          • kleines Südlicht schreibt:

            Ergänzung, auch zu Oktober 26, 2013 um 11:27 vormittags:
            Egal, wer da verbrannt wird. Und von wem.

          • el zorro schreibt:

            Hi kleines Südlicht! 😀
            Weiter unten, kleine Anerkennung, für Dich. 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Genau so, Südlicht.

            Noch etwas, nur eine Frage für BTW:
            1) Die größvorstellbare Barbarei der Gegenwart geht vom Islam ausgeht, vom offiziellen wie vom kochenden von der Straße.
            2) Was könnte es zur Beschreibung des Sachverhalts beitragen, indem man dann irgend christliche Gräeultaten zitiert, die allesamt mindestens dreihundert Jahre vergangen sind und vergangen bleiben?
            Wegen westlicher Schuldgefühle (ach der Kolonalismus, ach der Rassimsus)? Come on 😉

          • Aristobulus schreibt:

            (Wortstücke am falschen Ort bitte zu entschuldigen, hier war’s dunkel)

          • Lusru schreibt:

            @Aristobulus schreibt: Oktober 26, 2013 um 8:46 nachmittags
            „Was könnte es zur Beschreibung des Sachverhalts beitragen, indem man dann irgend christliche Gräeultaten zitiert, die allesamt mindestens dreihundert Jahre vergangen sind und vergangen bleiben?“
            Kannst du Aristobulus, nicht lesen respektive zählen: „mindestens dreihundert Jahre vergangen sind…“ ? Ich erinnere mich an eine der größten Greueltaten der Menschheitsgeschichte, die von allen Seiten mit dem Slogan „Mit Gott fürs Vaterland“ begangen wurden, es stand sogar auf denm Koppelschloß und ist gerade erst einhundert Jahre her …, war nur „Westlich“ und explizit kolonial geprägt, was sollen also deine pausenlosen Geschichtsverdrehungen?
            („Wegen westlicher Schuldgefühle (ach der Kolonalismus, ach der Rassimsus)? Com“)

            In deiner Antwort an @Thomas ex Gotha / Oktober 28, 2013 um 5:00 nachmittags
            zu seiner Mitteilung
            „Und was das “osmanische Joch” anbelangt, so hätte sich das faktisch bankrotte und kollabierende Reich kaum an der Macht gehalten, wenn nicht die Industrienationen des Westens, allen voran England, ein Interesse an seinem Fortbestand gehabt hätten,“
            hast du auch gekniffen, sonst hättest du
            zum einen gefragt, ob denn „die Industrienationen des Westens, allen voran England,“ tatsächlich 500 Jahre lang „ein Interesse an seinem Fortbestand gehabt hätten,“ bzw., ob es diese „Industrienationen des Westen“ damals überhaupt als solche schon gegeben hat, als Osmanien Europa (den Westen) mit der Wissenschaft des Altertums und seinen Erfindungen beglückte
            und zum anderen darauf hingewiesen, daß es eben nicht diese Osmanen waren, die die Juden damals während ihrer sehr langen fast-Weltherrschaft grausam drangsalierten, diskriminierten, eleminierten und vertrieben – so diese nicht zum Christentum konvertieren wollten. Im Gegenteil: Was der „christliche Westen“ an Juden aus Europa vertrieb, fand unbehelligt Aufnahme bei den Osmanen, für lange Zeit ohne irgendwelche Drangsalierung.
            Wieso wird das beim Plauschen über diese Zeiten und Gegebenheiten einfach abgeblendet?
            Ari macht nix unüberlegt, würde ich mal raten …

          • Aristobulus schreibt:

            Warum die Lu*sru-Verdrehung und Vernebelung (um nicht Lüge zu sagen), was die Situation der Juden im osmanischen Reich und später in der türkischen Republik betrifft?

            Es gab und gibt bei den Türken a) ein paar Hofjuden und b) viele, viele Dhimmis.
            Derlei Elend auszublenden schafft freilich nur einer, der zu arrogant, zu allwissend und zu selbstgerecht ist, um sich je mal mit solch einem Dhimmi unterhalten zu haben.

          • Lusru schreibt:

            Aristobulus, da willst du uns wohl unbedingt zeigen, daß du du das Lied von Pipi Langstrumpf kennst, wenn du es so oft und gerne tönst.
            Nur du mußt es doch nicht auch gleich noch ernst nehmen, diese Welt, die du dir damit schaffen möchtest.
            (Übrigens von Türken-Land war bei mir doch (noch) gar nicht die Rede, wie du das immer machst …)

    • Lusru schreibt:

      Das ist Quatsch, das „fasche Buch“ Du hast weder Heine noch Buurmann verstanden, gehe in dich und lese alles erneut.

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