Who’s that man?

Nachdem ich eine Mail von einem Mann bekommen habe, der sich Tilman Knechtel nennt und mich vor einer Klage warnt, die sein Verlag gegen mich anzustrengen gedenkt, will jetzt auch Henryk M. Broder wissen, wer dieser Knechtel ist und fragt auf der Achse des Guten:

„Kennt jemand unter den achgut-Lesern den Journalisten Tilman Knechtel, Verfasser des Buches ”Die Rothschilds – Eine Familie beherrscht die Welt”? Autor und Buch kommen aus der Hofstätter/Willamson/Irving/Mahler-Ecke, wo man der festen Überzeugung ist, das Weltjudentum habe dem Dritten Reich 1933 den Krieg erklärt und alles, was daraufhin geschah, habe sich das Judentum selber zuzuschreiben. Den Holocaust habe es nicht gegeben, und falls doch, dann nur als Selbstverteidigungs-maßnahme der Deutschen gegen die Juden. Damals wie heute seien die Juden/Zionsten eine Gefahr für den Weltfrieden – eine Ansicht, die auch von Günter GraSS poetisch vertreten wird.

In diesem Zusammenhang kommt auch immer wieder die Familie Rothschild vor. Blutsauger in schwarzen Tüchern, die sich am Elend der Menschen bereichern. Die Systeme kommen und gehen, die Rothschilds aber bleiben, “eine unsichtbare Macht auf diesem Planeten, die seit mehr als zwei Jahrhunderten am Rad der Geschichte dreht”. Wobei man sich schon fragen muss, wieso es diese Familie mit all ihrer Macht dann nicht geschafft hat, das Erscheinen dieses Enthüllungsbuches zu verhindern.“

Gute Frage, Henryk. Machen die Rothschilds etwa gerade Pause? Da lösen die Rothschilds zwei Weltkriege aus, raffen sich so ziemlich alle Banken unter ihre Hände und kontrollieren die Welt und die Medien von Jerusalem aus, aber der Tilman Knechtel hat einen Weg gefunden, sie zu überlisten? Was ist denn da los?

Ich habe gleich mal bei den Rothschilds angerufen und nachgefragt. Oma Rothschild war am Telefon und sagte:

„Nebbich, den Schmock kannste vergessen. Er ist nur ein kleines Würstchen aus Aichelberg!“

„Eichelberg“, unterbrach ich, „ach komm schon Baba, hör auf mit den Witzen. Schmock, Eichelberg, das ist nicht lustig.“

„Aichelberg, Du Kaspar! Das ist ein kleines Dorf in der Nähe von Stuttgart. Da hat er Abitur gemacht und seinen Zivildienst absolviert. Danach hat er in Marburg studiert, Sprache und Kommunikation.“

„Gibt es irgendwas nennenswertes über den Mann zu berichten.“

„Nein. Er spielt eigentlich die meiste Zeit nur am Computer so komisches Ballerzeugs und Spiele, wo er so tut, als sei er jemand anderes. Ich könnte Dir da Geschichten erzählen. Manchmal tut er so, als wäre er ein Gangster und klaut Autos und trifft leichte Mädchen. Was er mit ihnen macht, möchte ich jetzt lieber nicht erzählen. Mir ist allerdings aufgefallen, dass er Spiele aus Japan boykottiert. Keine Ahnung warum.“

„Sag mal, Baba, woher weißt Du das alles?“

„Frag doch nicht so blöd. Wir sind die Rothschilds! Aus dem Internet natürlich!“

Dann zeigte mir Oma Rothschild diese Homepage: Games Aktuell

Hammer, dachte ich, das Internet! Das weiß ja noch mehr als die Rothschilds! Wenn das der Knechtel erfährt.

Zum Schluss zeigte mir Oma Rothschild noch einen Film auf YouTube, der mit folgender Information endet:

20140113-110558.jpg

Ich schaute den Film, während Oma Rothschild zur Lektüre ihres Buchen zurückkehrte. Es war „Fifty Shades of Grey“.

Wenn man auf YouTube weiter unter Tilman Knechtel sucht, findet man auch Filme wie diese, wo jemand Politikern auf den Sack geht und es dann auf Facebook teilt:

Er geht der FDP auf den Sack:

Den Grünen:

Der SPD:

Der CDU:

Der CSU:

Oma Rothschild hat Recht mit dem, was sie über Tilman Knechtel sagt, und mit ihr auch Cem Özdemir und Peer Steinbrück in den oben verlinkten Filmen.

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