Unangenehme Wahrheit

„Unter Freunden muss man sich auch mal unangenehme Wahrheiten sagen können.“

Dieser Satz kommt immer, wenn irgendwo irgendwer Israel kritisiert. Bisher kam dieser Satz immer, wenn Europa Israel kritisierte. Wenn es jedoch wirklich eine Freundschaft zwischen Europa und dem jüdischen Staat geben sollte, muss Europa mit dieser unangenehmen Wahrheit über die eigene Beziehung zu Juden konfrontiert werden:

In Europa werden Menschen ermordet, weil sie Juden sind! Die Täter nennen sich Muslime.

Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er erlag seinen Verletzungen.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder. Ein Monat später forderten hochrangige britische Künstler, darunter Emma Thompson und Caryl Churchill, dass Israelis von der Bühne des Globe Theaters in London vertrieben werden müssen.

In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis angeschossen. Ein paar Wochen später am 8. Januar 2009 riefen auf den Straßen in Oslo ungefähr zehntausend Menschen “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” Ein Flugblätter wurde verteilt, auf denen die Menschen aufgefordert wurden, “ihren Müll vor der Synagoge zu entleeren” und “grosse Schweinsköpfe auf dem Friedhof zu platzieren”. Es folgten Aufrufe, die israelische Botschaft in Brand zu setzen.

In Aachen wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. August 2010 der jüdische Friedhof mit Hakenkreuz und der Parole „Freiheit für Palästina“ beschmiert. In Worms wurde im gleichen Jahr ein Brandanschlag auf die Synagoge verübt. In Hannover wurden ebenfalls 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen öffentlich mit Steinen beworfen. In Frankfurt duldete die Polizei 2009 „Vergast die Juden“-Rufe. Im Jahr 2013 wurde In Rostock wurde ein jüdischen Gemeindehaus im Jahr 2009 angegriffen. in Offenbach ein Rabbiner in einer Einkaufspassage angegangen. Auf Facebook werden seit Jahren täglich Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde. In Frankreich, Belgien und England werden regelmäßig Synagogen und jüdische Einrichtungen geschändet, weil sie mit dem Unbehagen über die Konflikte im Nahen Osten verquickt wurden. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war und so den öffentlichen Frieden störe sollte. Auch in Berlin wurde die Polizei gegen eine Israelfahne aktiv. In Bochum musste sogar eine Frau Strafe zahlen, weil sie eine israelische Fahne öffentlich gezeigt hatte.

Es sind Juden, die in Europa aufgrund des Nahostkonflikts ermordet und verfolgt werden! Die Täter sind Muslime! Araber wurden mit Blick auf den Nahostkonflikt auf europäischen Boden von Juden nicht ermordet.

Wenn Europa ein guter Freund Israels ist, dann sollte Europa keine Vorschläge machen, wie der Konflikt in Israel gelöst werden kann, bei dem Menschen aller Religionszugehörigkeit ums Leben kommen, während zur gleichen Zeit auf europäischem Boden der Konflikt nur Juden das Leben kostet!

Europa, Du hast ein Problem! Du hast die Objektivität verloren! Du siehst nicht mal, dass auf Deinem Gebiet nur Juden an dem Nahostkonflikt sterben. Du kommst daher nicht einmal auf den Gedanken zu fragen, woran das liegen könnte. Dabei ist die Antwort so schlicht wie brutal: Judenhass!

Die Hamas in Gaza fordert die Vernichtung aller Juden, weil sie Bakterien sind. Der Hitlergruß gehört schon lange zum Repertoire dieser und ähnlicher Bewegungen, wie diese Bilder der Hisbollah und der Hamas belegen. Kinder im arabischen Fernsehen werden dazu erzogen, Juden zu hassen und töten zu wollen. Diese Sender sind auch in Europa zu empfangen.

Europa, wunderst Du Dich wirklich, dass diese Kinder wenn sie erwachsen sind, Juden töten? Schämst Du Dich nicht, dass Du nichts dagegen unternimmst, aber stattdessen das einzige Land kritisiert, das Juden Schutz vor seinen Mördern gewährt?

Seit der Gründung sieht sich Israel mit einem Krieg konfrontiert, der nicht von israelischer Seite begonnen wurde. Es ist nicht schwer, den Nahostkonflikt zu verstehen. Er mag schwer zu lösen sein, aber er ist sehr leicht zu verstehen. Er kann auf folgende einfache Formel gebracht werden: Die arabische Seite will die israelische Seite vernichten.

Einst forderten die Nazis die Vernichtung aller Juden und erklärten dies auf der Konferenz am Wannsee. Zur selben Zeit unterstellten die Nazis allen Juden, die Welt unterjochen zu wollen und begründeten es mit den „Protokollen der Weisen von Zion“, eine judenhassende Hetzschrift, die belegen sollte, wie mörderisch Juden sind. Die „Protokolle der Weisen von Zion“ waren eine Lüge! Die Konferenz am Wannsee war real!

Heute ist es nicht anders. Der Vernichtungswille der Hamas und der Fatah ist real! Der Gazastreifen ist so „judenrein“ wie Hitler Deutschland haben wollte. Dennoch reicht Israel die Hand zum Frieden und erklärt:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Währenddessen erklärt die Charta der Hamas:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten“

Der Glaube, in Israel gäbe es einen Hass auf Araber, der auch nur vergleichbar ist mit dem Hass, der im arabischen Raum gegen Juden gepflegt wird, ist so falsch, wie der Glaube falsch ist, Juden hätte Deutsche so sehr gehasst wie Nazis Juden gehasst haben. Wer sich nicht vorstellen kann, das jene, die erklären, Juden vernichten zu wollen, es ernst damit meinen, sich jedoch ohne Probleme vorstellen kann, dass Juden all das tun, was ihnen unterstellt wird, ist ein klassischer Judenhasser. Europa ist voll von ihnen!

Im Umfeld judenfeindlicher Ausschreitungen im radikal-islamischen Umfeld wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich bei den judenhassenden Muslimen um eine Minderheit im Islam handele. Die Mehrheit der muslimischen Bevölkerung sei friedlich und von fundamentalistischen Gewalttaten schockiert. Nach dem Attentat von Mohamed Merah, der unter anderem drei jüdische Kinder mit einem Kopfschuss gezielt getötet hatte, weil ihm die Politik des Landes Israels nicht gefiel, sorgten sich nicht wenige Menschen um das Bild des Islams. Die Tagesschau fragte:

„Werden die fünf Millionen französischen Muslime durch die Morde von Toulouse noch weiter an den gesellschaftlichen Rand gedrängt?“

Der Rektor der Großen Moschee in Paris mahnte, man dürfe die friedliche muslimische Religion nicht mit der kleinen Gruppe von Leuten verwechseln, die entschlossen sind, eine Bluttat zu verüben.”

Nehmen wir den Rektor der Grossen Moschee in Paris mal beim Wort. Über 1,5 Milliarden Muslime gibt es schätzungsweise auf der Welt. Es gibt allerdings gerade mal nur 15 Millionen Juden weltweit. Sagen wir also mal, nur ein Prozent aller Muslime seien fanatische Judenhasser, bereit eine Bluttat zu begehen. Das mag manchen Muslimen und manchen Christen vielleicht beruhigen, aber für Juden ist das alles andere als beruhigend. Denn ein Prozent judenfeindlicher Muslime, die bereit sind, ein Blutbad zu begehen, sind mehr wahnsinnige Judenhasser auf der Welt als es Juden gibt.

Dabei wissen wir alle, dass es mehr als nur ein Prozent sind. Es gibt einige islamische Länder, in denen Juden verfolgt werden oder in denen sie gar nicht erst leben dürfen. Die vielen islamischen Ländern wird Hitler verehrt. Unter Amin el-Husseini fand die erste große Kampagne der Muslimbrüder gegen Juden und Zionisten statt. Mit Parolen wie “Nieder mit den Juden” und “Juden raus aus Ägypten und Palästina” wurde in den 30er Jahren, schon vor der Existenz des Staates Israels, das Ziel artikuliert, die arabischen Länder von jüdischen Menschen zu “säubern”. Amin el-Husseini war ein enger Freund Himmlers. Ein blutiger Aufstand 1936 in Palästina wurde von den Nazis finanziell und durch Waffenlieferungen unterstützt. Für die Verabschiedung der Nürnberger Rassegesetze erhielt Hitler Glückwünsche aus der gesamten arabischen Welt.

Im Jahr 1941 traf sich Adolf Hitler mit dem Großmufti von Jerusalem, Hadsch Muhammad Amin al-Husseini. Sie sprachen über die “Endlösung der Judenfrage”. Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, in der die Vernichtung aller Juden in Europa geplant wurde. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Ein Adjutant von Adolf Eichmanns sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Vernichtung der Juden gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.

Noch heute sind in der arabischen Welt die Werke “Mein Kampf” und “Die Protokolle der Weisen von Zion” auf den Bestsellerlisten zu finden.

Das ist die unangenehme Wahrheit, die man sich unter Freunden sagen können muss!

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Nachtrag: In der Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner aus dem Jahr 2017 bringt es ein französischer Jude mit folgenden Worten auf den Punkt:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

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Zweiter Nachtrag: Im November 2017 antwortete Karl Lagerfeld in der französischen Show „Salut les Terriens“ auf die Frage von Thierry Ardisson, ob Merkel einen großen Fehler gemacht habe, als sie die große Zahl von Flüchtlingen nach Deutschland ließ: „Meiner Meinung nach ja“. Er fügte hinzu: „Man kann nicht, selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, Millionen Juden töten, um danach Millionen ihrer schlimmsten Feinde kommen zu lassen.“

Diese Aussage löste in Europa einen Sturm der Entrüstung aus. Ich möchte daher den Satz etwas entschärfen, ohne die darin enthaltene unangenehme Wahrheit zu entkräften:

Im verfassungsmäßig vorgeschriebenem Umgang mit der Flüchtlingssituation sollte Deutschland wenigstens soviel Energie und Begeisterung bei der Bekämpfung von Judenhass unter einem nicht zu unterschätzendem Teil der Flüchtlinge aufbringen wie beim Applaudieren und dem Verteilen von Teddybären.

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