Der neue Kreuzzug

Menschen, die einem anderen Kulturkreis von außen erklären und diktieren wollen, was ihre eigene Kultur bedeutet, werden Kulturimperialisten genannt!

Wenn Christen erklären, Islam bedeute Frieden und sie eine Auslegung des Islams präsentieren, die nach der eigenen christlichen Theologie von Nächsten- und Feindesliebe riecht, dann haben wir es mit einer Christianisierung des Islams zu tun. In früheren Zeiten wurden dafür Kreuzzüge veranstaltet. Die Verharmlosung des Islams ist der neue Kreuzzug.

Ich lasse mir den Islam nicht von Christen erklären, sondern von Muslimen in den muslimischen Ländern. Jüngst wurde dort eine Befragung unter Muslimen durchgeführt.

In Pakistan und Jordanien glauben über 80% aller Muslime, die Scharia sei Gottes direkter Wille, in Afghanistan, Ägypten und Gaza über 70%. In Russland sind es nur 56% aller Muslime.

In Afghanistan und im Irak bevorzugen über 90% die Scharia über ein bürgerliches Gesetz, in Malaysia, Bangladesh, Marokko, Gaza, Niger und Dschibuti über 80%. In Russland sind es „nur“ 42%.

Die Todesstrafe für Diebstahl finden in Afghanistan und Pakistan über 80% angemessen, in Gaza und Ägypten 70% aufwärts. In Ägypten, Gaza, Pakistan und Afghanistan sprechen sich über 80% für das Steinigen von EhebrecherInnen (mit ganz großem I) aus. Ungefähr die gleiche Anzahl von Muslimen in diesen Ländern fordert die Todesstrafe für den Abfall vom Glauben.

Ob diese Muslime den Islam richtig oder falsch verstanden haben, ist irrelevant für mich. Der Islam ist eine Glaubensrichtung, der ich nicht angehöre, eine Ideologie, die mich nicht interessiert. Der Ruf des Islams ist mir daher völlig schnuppe. Wenn mir jemand erklärt, die Terroristen hätten den Islam nur falsch interpretiert, dann sage ich:

„Das geht mir am Arsch vorbei! Wenn Du dem Ruf des Islams dienen möchtest, dann sorge dafür, dass die Terroristen mir nicht im vermeintlichen Namen des Islams an den Kragen wollen! Mich interessiert der Koran nicht und meine Motivation, den Islam zu verstehen, wird nicht dadurch befördert, dass einige durchgedrehte Muslime sich und unzählige Unschuldige in die Luft jagen!“

Der Islam ist eine Glaubensrichtung, eine Überzeugung, eine Ideologie, so wie beispielsweise das Christentum. Ideologien sind ihrer Definition nach nie moderat! Sie sind immer radikal. Man kann die Radikalität lieben oder nicht. Deshalb kann es auch immer nur moderate Muslime und Christen geben, nie aber einen moderaten Islam oder ein lauwarmes Christentum.

Man kann einer Religion folgen oder nicht. Egal jedoch, ob man selber Mitglied einer Religion ist oder nicht, Ideologien müssen immer kritisiert werden dürfen. Ideologiekritik ist das Herz der Aufklärung und für eine moderne, pluralistische Gesellschaft eine Notwendigkeit! Religiöse Überzeugungen Formen das Denken! Deshalb müssen Religionen immer offen sein für Kritik und Spott. Humor ist und bleibt eine der besten Formen der Ideologiekritik!

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse ist jedoch Kritik. Kritik ist kein Rassismus. Kritik war und ist der Motor der Aufklärung. Ich bin sehr froh, dass das Christentum irgendwann herausgefordert wurde und mutige Aufklärer gegen das Christentum polemisiert haben.

Viele Araber begründen ihren Hass mit der muslimischen Religion! Ich bin kein Rassist, der sagt, die armen Araber könnten gar nicht so weit denken wie aufgeklärte Menschen. Wenn ich wählen muss, welchem Interpreten des Islams ich mehr Aufmerksamkeit schenke, dann entscheide ich mich für den Menschen, dessen Interpretation des Islams meinen Kopf fordert.

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