Mohammed und Michael Wendler

Menschen können schon sehr empfindlich sein, wenn es um Religionen geht. In meinem letzten Artikel „Ein Plädoyer für scheißegal“ habe ich behauptet, nur Menschen könnten moderat sein, aber niemals Religionen. Dazu stehe ich!

Der Artikel war kaum ein paar Stunden online, da wurde mir schon vorgeworfen, ich würde radikale Muslime und radikale Christen gleichsetzen. Hier also meine offizielle Antwort:

Ja, für mich macht es zunächst keinen Unterschied, ob ein Moslem im Namen des IS mordet oder ein Christ im Namen des KKK!

Natürlich kann man Christen und Muslime miteinander vergleichen! Das heißt aber nicht, dass ich bescheuert bin. Die Unterschiede zwischen dem Koran und dem Evangelium sind mir natürlich bewusst.

1. Unterschied: Das Evangelium ist ein Sammelsurium diverser Autoren. Der Koran hat nur einen Autor mit klarer Intention.

2. Unterschied: Von den Autoren des Evangeliums wissen wir nicht viel. Der Autor des Korans war ein Feldherr.

3. Unterschied: Die Hauptfigur des Evangeliums ist ein Hippie, der mit Huren, Sündern und Trinkern abhing, dem kaum eine Droge fremd war, der sich weigerte, zu sehr in die weltliche Politik einzugreifen und der erklärte, wie man in den Himmel kommt, nämlich am besten arm und krank und natürlich nur durch ihn. Jesus war schon ein bißchen selbstgefällig. Die Hauptfigur im Koran ist ein Feldheer mit Vorliebe für Ehefrauen unter 10 Jahren, der deutlich und kriegerisch ins politische Weltgeschehen eingriff und im Namen Gottes erklärte, wie man sich am besten unterwirft, nämlich ganz und gar. Mohammed war sehr selbstherrlich!

Dennoch verbindet das Christentum und den Islam eine bestimmte Sache: Beide Religionen sind Ideologien!

Der Kommunismus und der Nationalsozialismus sind ebenfalls Ideologien. Der Kommunismus hat „Das Kommunistische Manifest“. Das Buch hat zwei Autoren. Der Nationalsozialismus hat „Mein Kampf“. Dieses Buch hat einen Autor wie der Koran.

Es gibt Autoren, die schreiben wahrlich Abscheuliches:

“Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen. (…) Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich.”

Diese Zeilen wurden nicht von Karl Marx, Friedrich Engels, Adolf Hitler oder Mohammed verfasst, nein, es war ein anderer Mann. Er hat die Geschichte Europas deutlich geprägt. Seine Botschafterin wird im Jahr 2017 Margot Käßmann sein. Die Rede ist von Martin Luther!

Man muss bei der Literatur von Christen nicht lange suchen, um Abscheulichkeiten zu finden. Sogar im Evangelium finden sich Stellen, die mindestens fragwürdig sind:

„Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“ (Mt 10, 34-35)

“Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.” (Lukas 14, 25-26)

„Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten.“ (Lukas 9, 23-25)

„Wenn deine Hand dich zum Bösen verführt, dann hack sie ab! Es ist besser, du gehst verstümmelt in das ewige Leben als mit beiden Händen in das unauslöschliche Feuer der Hölle. Wenn dich dein Fuß auf Abwege führt, dann hack ihn ab! Es ist besser für dich, mit nur einem Fuß zum ewigen Leben zu kommen, als mit beiden Füßen geradewegs in die Hölle zu marschieren. Wenn dich dein Auge zur Sünde verführt, dann reiß es heraus. Es ist viel besser, einäugig in Gottes neue Welt zu gelangen, als mit zwei gesunden Augen schließlich ins Feuer der Hölle geworfen zu werden. Dort wird die Qual nicht enden und das Feuer nicht verlöschen.“ (Markus 9, 43-49)

Wenn Jesus wollte, konnte er richtig auf den Putz und in die Fresse hauen:

„Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen. Und er machte eine Peitsche aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!“ (Johannes 2, 13-17)

Ich werde nie verstehen, wie man behaupten kann, der christliche Gott sei ein versöhnender Gott. Bevor Jesus auftaucht, ist Gott schon ein Tyrann. Er vernichtet Städte und schickt die Sintflut. Gott ist ein echter Massenmörder. Sein Zorn und seine Rache beschränken sich aber vor Jesus nur aufs Diesseits. Jesus weitet die Kampfzone aus. Er lässt Gottes Zorn bis ins Jenseits wirken und zwar für immer. Die Schere Gottes geht mit Jesus auseinander. Gott liebt zwar ewiglich, aber er straft auch ewiglich. Versöhnlichkeit sieht anders aus!

Auf der Suche nach Gewalt wird man in der Bibel schnell fündig, aber all das ist nichts verglichen mit dem Koran. Da wird gemeuchelt und gemetzelt und als einziger Ausweg in blumiger Sprache eine totale Unterwerfung gefordert.

Wenn man Leute fragt, die den Koran gelesen haben, ob sie eine friedliche Stelle im Koran nennen können, wird für gewöhnlich schnell die fünfte Sure genannt. Dort heißt es: „Wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, so ist es, als habe er die ganze Menschheit gerettet.“

Liest man jedoch die ganze Stelle, bekommt der Satz eine ganz besondere Bedeutung:

„Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einen Menschen das Leben hält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach beginnen viele von ihnen Ausschreitungen im Lande. Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden und dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das ist für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.“

Wenn ein „Unheil im Lande“ geschieht, darf getötet werden. „Unheil im Lande“, na das ist ja mal etwas, wie soll ich sagen, vage, um nicht zu sagen, durchaus interpretationsfähig und auslegungsbedürftig. Weniger vage, ja geradezu konkret wird der Koran, wenn es darum geht, was mit jenen Leuten geschehen soll, die „Unheil im Lande“ anrichten: Vertreibung, Kreuzigung oder wechselweise Hände und Füße ab, je nach Stimmungslage und ortsüblicher Tradition.

Die fünfte Sure ist kein Aufruf zum Bewahren des Lebens, sondern viel mehr eine Anleitung dazu, wann getötet werden darf, um nicht zu sagen: muss!

Wie moralisch am Boden muss ein Buch sein, wenn man selbst auf die Frage nach einer friedlichen Stelle, auf Zeilen verweisen muss, in denen das Kreuzigen und Abhacken von Füßen und Händen empfohlen wird? In Sachen Friedfertigkeit hat der Koran keinen einzigen Hit zu bieten, den man problemlos auf offener Straße singen kann, außer vielleicht das Lied aus der zweiten Sure: „Es gibt keinen Zwang im Glauben.“

Mohammed erklärt die Abwesenheit des Zwangs jedoch in der selben Sure mit der Gewissheit, dass alle, die nicht Muslime sind, nach dem Sterben ewig leiden werden. Diese Gewissheit hält ihn jedoch nicht davon ab, in späteren Suren zu erklären, wie schlimm und böse doch alle Juden und Christen sind, um in der neunten Sure schließlich zu befehlen, diese Ungläubigen zu töten!

Das sind die Schlager des Korans!

Der Koran ist ein bisschen wie Michael Wendler. Es gibt keinen wirklich guten Hit, den man laut singen kann, ohne sich zu blamieren. Und wer mit Worten nicht überzeugen kann, dem bleibt am Ende nur die Flucht in den Personenkult. Solche Charaktere zeichnen sich dadurch aus, sich irgendwann gehörig daneben zu benehmen. Da unterscheiden sich Mohammed und viele seiner Nachfolger auch nicht sehr von Michael Wendler.

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