Mohammed und Michael Wendler

Menschen können schon sehr empfindlich sein, wenn es um Religionen geht. In meinem letzten Artikel „Ein Plädoyer für scheißegal“ habe ich behauptet, nur Menschen könnten moderat sein, aber niemals Religionen. Dazu stehe ich!

Der Artikel war kaum ein paar Stunden online, da wurde mir schon vorgeworfen, ich würde radikale Muslime und radikale Christen gleichsetzen. Hier also meine offizielle Antwort:

Ja, für mich macht es zunächst keinen Unterschied, ob ein Moslem im Namen des IS mordet oder ein Christ im Namen des KKK!

Natürlich kann man Christen und Muslime miteinander vergleichen! Das heißt aber nicht, dass ich bescheuert bin. Die Unterschiede zwischen dem Koran und dem Evangelium sind mir natürlich bewusst.

1. Unterschied: Das Evangelium ist ein Sammelsurium diverser Autoren. Der Koran hat nur einen Autor mit klarer Intention.

2. Unterschied: Von den Autoren des Evangeliums wissen wir nicht viel. Der Autor des Korans war ein Feldherr.

3. Unterschied: Die Hauptfigur des Evangeliums ist ein Hippie, der mit Huren, Sündern und Trinkern abhing, dem kaum eine Droge fremd war, der sich weigerte, zu sehr in die weltliche Politik einzugreifen und der erklärte, wie man in den Himmel kommt, nämlich am besten arm und krank und natürlich nur durch ihn. Jesus war schon ein bißchen selbstgefällig. Die Hauptfigur im Koran ist ein Feldheer mit Vorliebe für Ehefrauen unter 10 Jahren, der deutlich und kriegerisch ins politische Weltgeschehen eingriff und im Namen Gottes erklärte, wie man sich am besten unterwirft, nämlich ganz und gar. Mohammed war sehr selbstherrlich!

Dennoch verbindet das Christentum und den Islam eine bestimmte Sache: Beide Religionen sind Ideologien!

Der Kommunismus und der Nationalsozialismus sind ebenfalls Ideologien. Der Kommunismus hat „Das Kommunistische Manifest“. Das Buch hat zwei Autoren. Der Nationalsozialismus hat „Mein Kampf“. Dieses Buch hat einen Autor wie der Koran.

Es gibt Autoren, die schreiben wahrlich Abscheuliches:

“Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen. (…) Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich.”

Diese Zeilen wurden nicht von Karl Marx, Friedrich Engels, Adolf Hitler oder Mohammed verfasst, nein, es war ein anderer Mann. Er hat die Geschichte Europas deutlich geprägt. Seine Botschafterin wird im Jahr 2017 Margot Käßmann sein. Die Rede ist von Martin Luther!

Man muss bei der Literatur von Christen nicht lange suchen, um Abscheulichkeiten zu finden. Sogar im Evangelium finden sich Stellen, die mindestens fragwürdig sind:

„Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.“ (Mt 10, 34-35)

“Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.” (Lukas 14, 25-26)

„Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s erhalten.“ (Lukas 9, 23-25)

„Wenn deine Hand dich zum Bösen verführt, dann hack sie ab! Es ist besser, du gehst verstümmelt in das ewige Leben als mit beiden Händen in das unauslöschliche Feuer der Hölle. Wenn dich dein Fuß auf Abwege führt, dann hack ihn ab! Es ist besser für dich, mit nur einem Fuß zum ewigen Leben zu kommen, als mit beiden Füßen geradewegs in die Hölle zu marschieren. Wenn dich dein Auge zur Sünde verführt, dann reiß es heraus. Es ist viel besser, einäugig in Gottes neue Welt zu gelangen, als mit zwei gesunden Augen schließlich ins Feuer der Hölle geworfen zu werden. Dort wird die Qual nicht enden und das Feuer nicht verlöschen.“ (Markus 9, 43-49)

Wenn Jesus wollte, konnte er richtig auf den Putz und in die Fresse hauen:

„Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen. Und er machte eine Peitsche aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!“ (Johannes 2, 13-17)

Ich werde nie verstehen, wie man behaupten kann, der christliche Gott sei ein versöhnender Gott. Bevor Jesus auftaucht, ist Gott schon ein Tyrann. Er vernichtet Städte und schickt die Sintflut. Gott ist ein echter Massenmörder. Sein Zorn und seine Rache beschränken sich aber vor Jesus nur aufs Diesseits. Jesus weitet die Kampfzone aus. Er lässt Gottes Zorn bis ins Jenseits wirken und zwar für immer. Die Schere Gottes geht mit Jesus auseinander. Gott liebt zwar ewiglich, aber er straft auch ewiglich. Versöhnlichkeit sieht anders aus!

Auf der Suche nach Gewalt wird man in der Bibel schnell fündig, aber all das ist nichts verglichen mit dem Koran. Da wird gemeuchelt und gemetzelt und als einziger Ausweg in blumiger Sprache eine totale Unterwerfung gefordert.

Wenn man Leute fragt, die den Koran gelesen haben, ob sie eine friedliche Stelle im Koran nennen können, wird für gewöhnlich schnell die fünfte Sure genannt. Dort heißt es: „Wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, so ist es, als habe er die ganze Menschheit gerettet.“

Liest man jedoch die ganze Stelle, bekommt der Satz eine ganz besondere Bedeutung:

„Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, dass, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne dass ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einen Menschen das Leben hält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach beginnen viele von ihnen Ausschreitungen im Lande. Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden und dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das ist für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.“

Wenn ein „Unheil im Lande“ geschieht, darf getötet werden. „Unheil im Lande“, na das ist ja mal etwas, wie soll ich sagen, vage, um nicht zu sagen, durchaus interpretationsfähig und auslegungsbedürftig. Weniger vage, ja geradezu konkret wird der Koran, wenn es darum geht, was mit jenen Leuten geschehen soll, die „Unheil im Lande“ anrichten: Vertreibung, Kreuzigung oder wechselweise Hände und Füße ab, je nach Stimmungslage und ortsüblicher Tradition.

Die fünfte Sure ist kein Aufruf zum Bewahren des Lebens, sondern viel mehr eine Anleitung dazu, wann getötet werden darf, um nicht zu sagen: muss!

Wie moralisch am Boden muss ein Buch sein, wenn man selbst auf die Frage nach einer friedlichen Stelle, auf Zeilen verweisen muss, in denen das Kreuzigen und Abhacken von Füßen und Händen empfohlen wird? In Sachen Friedfertigkeit hat der Koran keinen einzigen Hit zu bieten, den man problemlos auf offener Straße singen kann, außer vielleicht das Lied aus der zweiten Sure: „Es gibt keinen Zwang im Glauben.“

Mohammed erklärt die Abwesenheit des Zwangs jedoch in der selben Sure mit der Gewissheit, dass alle, die nicht Muslime sind, nach dem Sterben ewig leiden werden. Diese Gewissheit hält ihn jedoch nicht davon ab, in späteren Suren zu erklären, wie schlimm und böse doch alle Juden und Christen sind, um in der neunten Sure schließlich zu befehlen, diese Ungläubigen zu töten!

Das sind die Schlager des Korans!

Der Koran ist ein bisschen wie Michael Wendler. Es gibt keinen wirklich guten Hit, den man laut singen kann, ohne sich zu blamieren. Und wer mit Worten nicht überzeugen kann, dem bleibt am Ende nur die Flucht in den Personenkult. Solche Charaktere zeichnen sich dadurch aus, sich irgendwann gehörig daneben zu benehmen. Da unterscheiden sich Mohammed und viele seiner Nachfolger auch nicht sehr von Michael Wendler.

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

104 Antworten zu Mohammed und Michael Wendler

  1. Torsten Becker schreibt:

    Was unterscheidet denn deiner Meinung nach Religion von Ideologie? Welche Religion gibt es denn als solche überhaupt noch?

  2. schum74 schreibt:

    „Ja, für mich macht es zunächst keinen Unterschied, ob ein Moslem im Namen des IS mordet oder ein Christ im Namen des KKK!“

    Man mordet nicht im Namen des IS so wenig wie man im Namen des NS mordet, sondern es morden IS-Leute und NS-Leute.

    Wie eng ist die Verbindung zwischen KKK und Christentum? So eng wie die Verbindung zwischen IS und Islam? Gibt es überhaupt eine Verbindung zwischen KKK und Christentum?
    Was für eine Rolle spielte die Bibel bei KKK-Treffen? Haben die KKK-Leute auf der Jagd „Jesus ist der Größte“ gerufen? Sind sie im Anschluss an Sonntagspredigten ausgezogen, um Schwarze zu töten?

    Nicht dass eine solche Verbindung undenkbar wäre: Die frommen Polen haben sich bei Pogromen sehr wohl auf ihren Glauben berufen und sind gerne zu Ostern in die Schtl einmarschiert.

    „Natürlich kann man Christen und Muslime miteinander vergleichen! Das heißt aber nicht, dass ich bescheuert bin.“

    Wunderbar!

  3. Matko (Nickname) schreibt:

    Man sollte immer den Kontext beachten, wenn die Bibel gelesen wird. Außerdem darf eine Auslegung einer Bibelstelle nicht der Bibel als ganzes Widersprechen.

    In Matthäus 10 geht es um Christenverfolgung. Christus verspricht den Christen nicht, dass sie in Frieden leben werden. Tatsächlich spricht Jesus davon dass die Christen verfolgt werden.

    Jesus meint in Lukas 14 nicht, dass wir Christen unsere Familie hassen sollen, sondern, dass die Liebe zu Jesus stärker sein muss als die Liebe zu unsere Familie.
    Es heißt ja in 1. Johannes 4,20 „Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht.“ In Lukas 6,27 sagt Jesus Christus: „Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen.“ In Galater 6,10 heißt es: „Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen“.

    In Markus meint Jesus Christus nicht, dass wir uns verstümmeln sollen. So eine Auslegung, würde ebenfalls andere Teile der Bibel widersprechen.

    In Johannes 2 hat Jesus die Händler aus dem dem Tempels vertrieben. Die Händler besetzten den Teil des Hofes des Tempels, der für gläubigen Menschen aus den Nationen bestimmt war. Diese hätten dort beten dürfen. Nun hatten sie aufgrund der Händler kein Platz zum beten.

    Das sollte erstmal reichen. Man könnte noch tiefer darauf antworten. Aber dafür ist der Kommentarbereich sicher nicht gedacht.

    Ja, Jesus Christus verlangt radikale Nachfolge. Wenn es uns gut geht, aber auch in der Zeit von Verfolgung. Der Christ muss Gott mehr gehorchen, als Menschen oder seiner Familie oder engsten Freunde. Er muss Gott mehr Lieben als sich selber. Das macht aber auch Sinn. Gott ist der Schöpfer aller Menschen. Er gab uns das Leben.

    Aufgrund unsere Sünden und Schuld sind wir getrennt von Gott. Deshalb wird Gott uns eines Tages richten. Sünde führt zum Tod und zur ewigen Hölle. Aber Gott will nicht dass ein einziger Mensch verloren geht. Deshalb wurde Gott in Jesus Christus Mensch. Jesus Christus starb für unsere Schuld und Sünde am Kreuz. Jesus Christus hat sich selber für uns geopfert. Am dritten Tag ist Jesus Christus auferstanden und hat den Tod besiegt. Wenn wir Ihn annehmen sind wir versöhnt mit Gott und haben ewig Gemeinschaft mit Ihm.

    Hier noch ein Video das zum Thema des Artikel passt: https://www.youtube.com/watch?v=YRqeGP0t76s&src_vid=88d2p58Pggw&feature=iv&annotation_id=annotation_790682

    • Eliyah schreibt:

      Für mich ist Jesus bestimmt nicht gestorben. Eher gegen mich, denn sein gewaltsamer Tod wird mir und meinen Glaubensgenossen bis heute vorgeworfen. Obwohl dieser Vorwurf ja paradox ist. Ohne seinen Tod hätte doch niemand eine eingebildete Erbsünde auf sich nehmen können. Aber das führt zu weit.

      • Tango Golf schreibt:

        Das führt überhaupt nicht zu weit! Jedenfalls zeigt dieser Vorwurf nur, wie sinnlos Antisemitismus erst Recht AUCH aus (christlicher) theologischer Sicht ist.

      • aurorula a. schreibt:

        Für mich ist Jesus bestimmt nicht gestorben. Eher gegen mich, denn sein gewaltsamer Tod wird mir und meinen Glaubensgenossen bis heute vorgeworfen.

        Als hätten es die christlichen Autoren (Matthäus in dem Fall) geahnt was daraus werden könnte gibt es diese Passage (Mt. 5, 10-12):
        5.10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
        11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.
        12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

        Es hat leider mehrere Updates des Christentums gebraucht, bis es gesehen hat daß bei ‚um meinetwillen‘ auch das Christentum der Verfolger sein kann; aber der Text an sich gäbe es durchaus her. So, mit keinem Widerspruch zum Ganzen und so weiter. (Eigentlich sollte auch ein ‚das habt Ihr mir getan!‘ Verbot genug sein, sollte man meinen) Ich kann auch leider kein Griechisch und weiß deswegen nicht welches Wort mit ‚belohnt‘ übersetzt ist – es könnte auch eine Art ‚entschädigt‘ sein. Das würde zu ähnlichen Aussagen direkt davor und danach passen, und wäre auch viel sinnvoller als die Verfolgung als Vorraussetzung für eine Belohnung nach der es mit ‚belohnt‘ fast klingt. Der Text ist schließlich nicht nur von Menschen geschrieben worden, sondern auch von Menschen öfter umgeschrieben worden, um ins jeweilige Narativ zu passen. Einmal wesentlich als das Christentum im römischen Reich zur Staatsreligion wurde: da stand mehr oder weniger explizit dort daß man gerade seine eigene Gottheit umgebracht hatte – also wurde es umgeschrieben und den in der ursprünglichen Erzählung nächstgelegenen Passanten untergeschoben. Und es dann geglaubt.
        Was hat das alles an Katastrophen ausgelöst, wo das Christentum der Verfolger war. Nun ist zwar oft zum Morden, Foltern und Verfolgen jede Ausrede recht; aber der sich aus dieser Umarbeitung ergebende Antisemitismus war jahrhundertelang schon sehr integraler Bestandteil des Christentums. So integral, daß er viel zu oft selbst von denen übernommen wurde, die das Christentum an sich seinlassen wollten. (Es gibt hier auf dem Blog mehrere Artikel die letzteren Zusammenhang ausführlich beleuchten)

        Eliyahs wird mir und meinen Glaubensgenossen bis heute vorgeworfen ist also eher vornehmes Understatement als alles andere.

        (Ich weiß nicht mehr, wer das hier vor zwei Jahren einmal verlinkt hatte, aber für @Matko zum lesen: http://www.juedisches-recht.de/rec_prozess_jesu.php )

        • Matko (Nickname) schreibt:

          Sehr harte Selbstkritik ist ein wichtiges Thema in der hebräischen Bibel. Zwar ist das Volk Israel in der Bibel von Gott erwählt, aber aus der hebräischen Bibel und dem Neuem Testament wird es (in meinen Augen) klar, dass das Volk Israel nicht besser oder schlechter ist als alle anderen Völker. Ich finde diese Selbstkritik sehr gut. Es bedeutet auch für mich, dass ich als Christ auf keinen Fall mehr Wert bin als Menschen mit einer anderen (bzw. gegenteiligen) Ansicht oder Überzeugung.

          • Aristobulus schreibt:

            Folglich dürfen Sie denen nicht vorschreiben, dass sie als Sünder in die Hölle kommen – oder dass Jesus sie auch erlöst habe.

            Wenn Sie das aber doch tun, handeln Sie als ebenmang der Herrenmensch, der Sie nicht sein möchten.

          • Matko (Nickname) schreibt:

            Diese Überzeugung muss natürlich Taten folgen. Bedauerlicherweise haben wir Christen darin sehr häufig versagt.

          • Matko (Nickname) schreibt:

            @Aristobulus (vom Dezember 5. 4,11Uhr). Das sehe ich anders. Wenn ich sehe, dass jemand mit dem Auto unbewusst in Richtung einer tiefen Schlucht fährt habe ich die Verantwortung Ihn vor der tiefen Schlucht zu warnen. Das gleiche gilt mit der Hölle.
            Einem überheblichen, bösen Menschen wäre es dagegen egal, ob jemand mit dem Auto in die Schlucht fällt oder nicht. Er würde die Leute höchsten Warnen, wenn es ihm persönlich Vorteile bringt.

          • Aristobulus schreibt:

            Indem Sie die Anderen jedoch als unbewusste Schluchtfahrer sehen, sich selbst jedoch als den Gipfelsteher mit dem Überblick, tja, wie nennt man das?

          • Matko (Nickname) schreibt:

            @Aristobulus (Dezember 5 4:32 Uhr) Man muss ja nicht ganz oben auf den Gipfel stehen um jemanden zu warnen. Man kann ich auch von unten zurufen.

          • Matko (Nickname) schreibt:

            Korrektur: „Man kann ja von untern zurufen.“

          • Aristobulus schreibt:

            Der Untern. Auch ein schönes Wort für einen Demütigen, der so viele christliche Fehler eingesteht, dass er sich damit weiter und weiter die himmelhochweite Wahrheit für sich kauft.
            Und der so GUT ist, dass er sie allen entgegenruft, die ohne ihn und seine Größe glattement von den Schlünden und Abyssen der Hölle verschlungen werden.

            Die missionarische Großarroganz der Demut

        • Matko (Nickname) schreibt:

          Vielleicht drücke ich mich missverständlich aus. Auf keinen Fall ist ein Christ ein Richter. Nur Gott ist der Richter. Die Bibel spricht über die Folgen der Sünde. Es ist ganz klar, dass allein Gott der Richter ist. Und nicht ein Mensch oder ein Christ. Gott bestimmt was gut und falsch ist. Und jeder Mensch muss sich persönlich vor Gott verantworten. Nicht vor andere Menschen. In Jesus Christus wurde Gott Mensch. Als Christ habe wir die Verantwortung von der Erlösung durch Jesus Christus weiterzuerzählen. Die Erlösung erfährt ein Mensch nicht, weil er so gut oder ehrlich ist. Es ist allein Gottes Gnade. Im Himmel wird keiner Stolz sagen können, es wäre sein eigener Verdienst gewesen, dass er oder sie das Ziel erreicht hätten.
          Wir Christen wären unehrlich, wenn wir nicht über die Folgen der Sünde sprechen würde. Aber es geht nicht darum Gerichtsurteile zu sprechen.
          Die Entscheidung für oder gegen Jesus Christus muss jeder persönlich Fällen. Als Christ muss ich den Menschen achten, egal ob er dem Wort Gottes glaubt oder nicht. Wünsche dir Gottes Segen.

          • Aristobulus schreibt:

            Ich hoffe, dass Sie bald die Peinlichkeit Ihres Tuns erkennen – weil Sie Ihre Religion ja wie eine Ware vom Ramschregal anpreisen.

            Und Ihr Wunsch in der letzten Zeile ist leider eine klebrige Unverschämtheit. Ich muss ihn mir jetzt abwaschen gehen.

            Judenmissionare sind eine Widerlichkeit. Wussten Sie das? Weil Judenmissionare den Holocaust mit anderen Mitteln betreiben und sich dabei so grundgut ja so blütenrein vorkommen. Und ja – das wissen Sie schon.

            Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen das bald sonnenklar werden wird, und dass Sie sich dann nicht zu bitter schämen müssen.

          • aurorula a. schreibt:

            Schämen tu scho ich mich, fremd.
            Leider hilfts nix. 😦

            *beißt beim verramsch-Beitrag oben in die Tischkante* (nur echt mit 52 Zahnabdrücken!)

            betr. Segenswunsch schließe ich mich an: nicht der an sich, aber die Verwendung/Instrumentalisierung ist unverschämt. (Denn worin besteht nach dem Absatz davor der Segen? … eben. Ganz abgesehen davon daß nicht nur der Segen selbst als eine Art Blickwinkelkanone instrumentalisiert wird, sondern auch das woher. … … …)
            Eine Predigt wird übrigens mit einer ganz ähnlichen Formulierung beendet. Also kommense mal hierher statt an Ihr virtuelles Lesepult da vorne, wenn Sie mit den Leuten hier reden wollen statt zu ihnen.

            Und Ihr Wunsch in der letzten Zeile ist leider eine klebrige Unverschämtheit. Ich muss ihn mir jetzt abwaschen gehen.
            Das beschreibt das Gefühl dabei ziemlich gut.

          • Aristobulus schreibt:

            der Segen als Blickwinkelkanone.
            So isses.
            Aber davon hat der noch nie gehört oder gedacht, wegen der Teufeley und der Ursünd, obgleich er damit feuert, was das heilige Blickwinkelrohr nur hergibt.

            Ah wah, warum kümmert er sich nicht um notleidende Christen, die von Islamisten dezimiert, vergewaltigt, vertrieben, ermordet werden? Von der Türkei über Syrien bis Bethlehem und den Irak bis nach Ägypten werden da die Christen gemordet. Das geht den Herrn Missionar aber nischt an; er drillt seine Lebenszeit auf Selbstheiligung und aufs Hausierengehen.

            Nu! Es gibt Elend, aber noch mehr gibt es elendige Bescheuertheit 🙂

            Gutt N8cht Dir.

          • aurorula a. schreibt:

            Dir auch gute Nacht 😀

            (Das ‚warum‘ überschlafe ich nochmal, vermute aber selektive Wahrnehmung – okay, rhetorische Fragen beantworten ist schlechter Stil, stimmt. Und das warum war schon fast eine.)

        • aurorula a. schreibt:

          @ Matko:
          Darf ich zwei indiskrete Fragen stellen (gut, drei wenn diese mitzählt)?
          Wie alt sind Sie bzw. wie lange ist es her daß Sie ihre Religion gewechselt haben?
          Wenn etwas relativ neu ist (auch die Religion) ist jemand natürlich erstmal begeistert – die Updates über die selbstverlegten Minenfelder, und die Leichen im Keller (auch gerne einmal Daumenschrauben und Streckbänke im Keller) bekommt jeder erst später mit. Und unser Bildungssystem ist seit bestimmt einigen Jahrzehnten auch nicht gerade klein darin das alles zu verstecken (deswegen die Frage nach dem Alter).
          Und wenn etwas groß ist heutzutage, dann diverse Ramschregale.
          Sie sollten sich zwar mindestens entschuldigen für die ‚Blickwinkelkanone‘ (und nicht einfach still verschwinden…), und/oder eine Zurück-Regatta abhalten; aber nun ist einmal das Kind in den Brunnen gefallen: besser Sie stehen erstmal da wie ein ehrlicher Depp (wenn Sie das z.B. aus den obengenannten Gründen wirklich nicht wußten was es bedeutet was Sie da hinschreiben und wie), bleiben hier und lernen sowas alles – als daß der Eindruck bleibt das war Absicht.

          (Falls es die war, bin ich es nicht nur nebenbei den unvorhandenen 12 Milliarden moderaten Moslems schuldig, die es geben müßte damit die Radikalen eine Minderheit wären und die sie verurteilen und zurückrufen müßten; sondern vor allem und hauptsächlich allen Anständigen überhaupt: dann mache ich Ihnen die Hölle heiß!)

          • aurorula a. schreibt:

            War ein Bissl unklar ausgedrückt: weil die unvorhandenen moderaten Moslems nie die Klappe aufbekommen, muß wenigsten bei dem christlichen Beispiel oben das jemand (also weil zur falschen Zeit am falschen Ort hier ich) tun – das ist weder dem moderaten Islam (den es ja wohl nicht gibt) noch irgendeinem Islambild geschuldet, sondern ganz normaler Anstand und denen geschuldet, die am einsteckenden Ende sind, nicht am austeilenden.

          • Aristobulus schreibt:

            … zumal er und seinesgleichen zuhauf von eben jenen Moslems dezimiert werden, na welch sachlicher Ausdruck!, also vergewaltigt, verstümmelt, ja gekreuzigt und ermordet.
            Wobei jene Moslems, die sich als moderat bezeichnen, nichts und wieder nichts dagegen oder nur darüber zu sagen wissen.

            Einziges Beispiel für sehr viele Beispiele: Im Irak lebten noch 2003 ganze 13% Christen. Zehn Jahre später sollen es höchstens noch 3% gewesen sein.
            Das heißt nicht Umzug, das heißt Köpfen, Vergewaltigen, Verstümmeln usf. von Hunderttausenden.
            Und was tut der Herr Matko: Will ganz woanders ganz Andere missionieren.
            Ja wieviel Selbstaufgabe und Feigheit ist denn das?!

          • aurorula a. schreibt:

            Für den Nachbar Syrien habe ich Zahlen:
            http://v2.syriadeeply.org/map/ (rot sind Ermordete, blau Vertriebene, beides insgesamt) Ich weiß nicht wie aktuell die Karte ist, sicher ist nur es ist inzwischen noch schlimmer als zu dem Zeitpunkt schon.
            Geht der Welt mehr oder weniger auch peripher vorbei, genau wie im Irak. Zum verzweifeln.

    • Aristobulus schreibt:

      „In Johannes 2 hat Jesus die Händler aus dem dem Tempels vertrieben. Die Händler besetzten den Teil des Hofes des Tempels, der für gläubigen Menschen aus den Nationen bestimmt war. Diese hätten dort beten dürfen. Nun hatten sie aufgrund der Händler kein Platz zum beten.“

      Na was für ein ausgemachter Unfug. So völlig realitätsfrei und in der Luft schwebend gehen Sie mit Ihren Texten um?
      Immer wieder erstaunlich, diese völlige Ahnungslosigkeit, die dann mit um so mehr missionarischem Eifer daherkommt.

      Im Hof des Tempels MUSSTEN Geldwechsler sitzen, weil Juden dem Tempel Geld spendeten. Zahlungsmittel war jedoch römisches Geld mit Götzenbildern darauf – und diese Götzenbilder (der Iuppiter usf., aber auch kultisch verehrte Kaisergestalten) durften nicht in den inneren Tempel gelangen.

      Ferner MUSSTEN im Hof Tierhändler sitzen, denn es wurden auf dem Tempelaltar nun mal Tiere geopfert. Die mussten koscher sein, also gesund und gut gehalten. Niemandem war es zuzumuten, mit so einem Tier von weit her zu kommen – auch dem Tier nicht.

      Folglich hat Jesus dort sinnlosen Rabatz gemacht, als er herummoralisierte, der Tempel sei zum Kaufhaus verkommen, und als er dann Tische umschmiss.
      Nein – denn Jesus war ein frommer Jude, der sich nicht so verhalten haben kann, weil er naturgemäß wusste, wie das Leben im Tempel aussah. Also muss diese Matthäuspassage später in verfälschender, die Juden anschwärzender Absicht geschrieben worden sein (JUden, Wucherer und Schacherer), und darüber, was nun dort tatsächlich passiert ist, kann man nichts mehr erfahren.

      Nu, wie auch immer also. Jesus hat für das Judentum ohnehin keinen Belang.

      • ceterum censeo schreibt:

        Danke Dir, wieder was gelernt.

        • Aristobulus schreibt:

          🙂
          G“ttseydanck mehr von mir als von dem Matko da (und sey getrost, Ceterum, Du kommst nicht in die Hölle, selbst wenn Du Dich drum bemühen solltest)

          • aurorula a. schreibt:

            Von Dir lässt sich oft was lernen 🙂

            (aber gibt es, gleich die nächste Frage, im Judentum nicht eigentlich garkeine Hölle?)

          • Aristobulus schreibt:

            🙂 Danke.

            Die Hölle ist eine griechische Vorstellung, mehr ein Konzept, ein pessimistisches: Beim Homer heißt es, dass man lieber auf Erden ein Bettler wäre als ein König aber tot, flatternd im Hades unter glanzlosen Toten.
            Als Odysseus unterwegs war, beschwor er den toten Teiresias, damit er ihm den Weg zeigte. Odysseus war kein Pessimist, den hat es nicht interessiert, was nach dem Leben käme. So wenig wie den Orpheus (später geschrieben und nicht von Homer), der seine Eurydike aus dem Hades holte. Die Eurydikegeschichte hat verschiedene Enden, die Griechen wollten immer wieder das Gefangensein im Hades herausstellen. Die neigten dazu.
            Dieser griechische Nachtod-Pessimismus ist wohl von den frühen Christen übernommen worden, und schon die Evangelien beschreiben die Hölle als Ort von Strafe und Verdammnis wie eine ausgemachte Sache. Bis ins 16. Jh wurde da wahnsinnig viel über die Hölle geschrieben, man hat die Hölle architektonisiert und systematisiert, ganz scholastisch, es wurde viel mehr über Höll‘ und Straf‘ und Todsünd‘ geschrieben als darüber, wie man denn die Welt zu einem lebenswerten Ort macht.

            Aus dem Judentum stammt nichts, nichts, nichts daraus. Die Ursprünge dieser ausgewalzten Höllenhaftigkeit von christlicher Theologie verlieren sich im Nichtschriftlichen.
            (Freilich den Dante Alighieri kann man gut lesen. Weil er (Divina Commedia) mit Vergil durch die Hölle reist und von da massenhaft Geschichten erzählt, nicht um drin stecken zu bleiben, sondern um wieder rauszukommen. Er scheint kein Pessimist gewesen zu sein.)

            Als 1648 in Polen der ukrainische Räuberhauptmann Bogdan Chmielnicki mordend durchs Land zog und Juden ermordete, wo immer sie zu finden waren, wurde dort das Judentum mal wieder fast ausgelöscht. Die Übrigen sammelten sich, wurden Chossidn (es gibt heute noch Chossidn in Brooklyn, und in Israel ein paar), und sie entwickelten eine jenseitige Vorstellung von jüdischem Leben und jüdischem Tod. Diese seltsame Jenseitigkeit passt nicht zur Torah und zum Talmud – obgleich es darin wohl ein paar Andeutungen gibt. Die aber nicht wichtig sind, weil es im Judentum darum geht, dass man als Individuum anständig und würdig leben und sich fragen soll, wie es denn besser gehe.

            In der Kabbalah (entstanden wohl in Spanien im 13. Jh, als es für Juden schwer war, unangetastet zu bleiben) geht es wohl meist um Jenseitigkeit, um Schatten und Schalen und um die verborgene Welt hinter der Welt. Höchst spekulativ 🙂 , aber ich weiß kaum was davon, viel zu hermetisch.
            Kabbalisten reden von Gehennna, einem Tal, in das man kommt, als Seele, wenn man tot ist. Dieses Gehenna (Gehinnom) ist real ein ganz freundlicher Taleinschnitt in Jerusalem, ohne Abgründe, ohne schreckliche Löcher im Boden, und vielleicht war’s nur eine lokale Legende. Chossidn erzählen sehr gern Legenden.
            Aber auch im chassidischen Judentum geht’s nicht um’s Jenseits-Ziel oder gar um Höllenstrafen.

            Die Hölle ist und bleibt dem Judentum fremd, und man ist als Jude immer wieder befremdet von den vielen Höllen- und Teufelgeschichten, die Andere einander erzählen (Litauer! Russen!, auch Italiener!, ojwawoj). Und von dieser Angst vor dem unsichtbaren Verhängnis! Weil die Hölle nun mal leider nicht irgend jenseitig oder gar unsichtbar, sondern ganz real in der Welt ist, ganz real als unmenschliche Bedrohung durch Pogromsüchtige, durch Diktatoren und durch sonstige wahnsinnig Allmächtige.

          • aurorula a. schreibt:

            Danke Dir, wieder was gelernt.

          • Aristobulus schreibt:

            *smeil*

            * speichert sich diesen Schmeili *

  4. skowronekthelark schreibt:

    Ist Atheismus keine Idologie? Während der Französischen Revolution hat man die Göttin der Vernunft auf den Altar gehoben. Der Rest dürfte bekannt sein.

    • Eliyah schreibt:

      In dem Zusammenhang ist Agnostik das einzig unideologische.

    • ZetaOri schreibt:

      skowronekthelark schreibt:
      „>> Ist Atheismus keine Idologie?“

      Nö! So, wie Nicht-Fußballspielen kein Sport ist.
      Es ist schlicht die Zurückweisung einer Ideologie.

      „>> Während der Französischen Revolution hat man die Göttin der Vernunft auf den Altar gehoben.“

      Die Parole der Französischen Revolution war mitnichten: „Es gibt keinen Gott“, sondern „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Dass u.a. der Klerus und der Adel ‚von Gottes Gnaden‘ da etwas gegen hatten, ist verständlich. Die Befreiungstheologie war wohl damals noch nicht so weit.
      Und: Inzwischen sollte es sich herumgesprochen haben, dass ‚Vernunft‘ kein Zustand ist, den man personalisieren könnte, sondern ein kontinuierlicher und voraussichtlich endloser Prozess. Eigentlich das Gegenteil der Stagnation für die Altäre stehen, gell.

      „>> Der Rest dürfte bekannt sein.“

      Was denn genau?
      Dass Frankreich (im Gegensatz zur BRD) heute ein laizistischer Staat ist, der sich nicht so ohne Weiteres von den Gespenstergläubigen jeglicher Couleur auf der Nase herumtanzen lässt?
      Oder wollten wir hier einen kleinen Body Count beginnen?

      • Eliyah schreibt:

        Es gibt ein Unterschied zwischen: „Fussball ist doof, deswegen spiele ich es nicht“ und „Fussball ist mir egal, deswegen spiele ich es nicht“. Ersteres ist Fussball-Atheismus und sehr wohl eine Ideologie und letzteres ist Fussball-Agnostik und eben keine.

        • ZetaOri schreibt:

          Nein, es ist in beiden Fällen Atheismus, da die Entscheidung „ich spiele es nicht“, schon getroffen ist, nur halt mit unterschiedlichen Begründungen (die gibt’s auch für den Atheismus). Und in beiden Fällen ist es keine Ideologie, da die Entscheidung ausschließlich mein Verhalten betrifft.
          Eine Ideologie würde es, wenn ich sagen würde: “Fußball ist doof, und deswegen darf ihn niemand spielen!“
          Das würde aber über Atheismus hinausgehen und wäre wohl mit Anti-Theismus richtig bezeichnet.
          Die Agnostik ist zunächst, bis auf das „ich weiß nicht“, eine völlig indifferente Einstellung und wird erst durch eine gezogene Konsequenz zu einer definierten Position:

          Ich weiß nicht, ob Fußballspielen Spaß macht, …

          – … vielleicht probiere ich es ja mal!
          – … vielleicht ist ist es ja gut für die Gesundheit!
          – … aber ich schau lieber zu!
          – … und ich will es auch gar nicht wissen
          – … ist aber nicht mein Fall!
          – … ist mir aber viel zu anstrengend!
          – … kommt mir aber bescheuert vor!
          – … ist aber ein gefährliches Spiel!
          – …
          – …

          • Aristobulus schreibt:

            Ähm, ZetaOri und Eliyah, bei dem Vergleich nein bei dieser Analogie stimmt etwas nicht (pardon, wie bei jedem Vergleich, jaja), aber bei Atheismus oder Agnostizismus geht es nicht darum, ob etwas Spaß macht, sondern ob einem die Regeln einleuchten, resp. ob einem die Quelle dieser Regeln ersichtlich wird oder nicht.

            So sagt der (jüdische) Agnostiker: Ich kann nicht feststellen, wer die Regeln des Fußballs erfunden hat, aber diese Regeln sind merkwürdig sinnvoll, also sollten wir uns daran halten – ich selber halte mich daran auf jeden Fall.

            Und so sagt der Atheist: Weil ich nicht feststellen kann, wer die Regeln des Fußballspiels erfunden hat, können diese Regeln keine Bedeutung haben, denn wo die Quelle fehlt, da ist auch kein Fluss.
            (oh, welch ein Durst)

          • aurorula a. schreibt:

            @ ZetaOri:
            ‚Nicht-Fußballspielen ist kein Sport‘ beschreibt in erster Linie Agnostizismus, vielleicht Atheismus (aber nur wenn das aus ideologisch aufgeladen wird) da hat Eliyah recht.
            ‚Nicht-Rauchen ist kein Genuß‘ wäre treffender für einen Vergleich mit dem Atheismus. Deswegen weil ‚Nichtrauchen‘ tatsächlich eine Einstellung ist, auch wenn es darum geht etwas sein zu lassen (das rauchen) statt etwas zu tun. Wer sich als Nichtraucher beschreibt, dem ist das rauchen nämlich meistens nicht egal, im Gegensatz zum Fußball dem Nichtspieler.
            (wahrscheinlich sollte ich hier die Teile des Kommunismusses verlinken, die nicht die Wirtschaft betreffen – nein, der Kommunismus ist KEINE wirtschaftliche Theorie!!, nicht mal der größere Teil davon! – das würde sich auch anbieten als Ergänzung. Derweilen nur kurz aus dem Gedächtnis hergeschüttelt, was Kommunismus ist: Durch Überwindung der Religion soll der Mensch aus seinen Illusionen finden; stattdessen soll er mithilfe von Wissenschaft und Fortschritt zum neuen Menschen werden und die Entfremdung von sich selbst beenden. Das geeignete Mittel dazu ist die Diktatur des Proletariats, damit endlich alles allen gehört und Frieden auf Erden herrscht. So ungefähr ging das, wenn ich nix vergessen habe.
            Hört sich verdammt bekannt an, nur heißt das heute nicht mehr Kommunismus.)

  5. K.Knerzje schreibt:

    wenn dem Tapferen ein radikaler Christ gegenüber steht ist es sicherlich möglich aber eher unwahrscheinlich, daß dieser von einem Messer gebrauch macht.
    Anders sieht es wohl bei einem radikalen Moslem aus.
    Im Falle, das der Tapfere gemessert wird mag es ein Trost sein (wenn auch ein schwacher!), dass der Christ etwas ihm von der Religion verbotenes tat, während der Moslem im Koran dazu aufgefordert und dafür gefeiert wird.

  6. brathering schreibt:

    „Da unterscheiden sich Mohammed und viele seine Nachfolger auch nicht sehr von Michael Wendler.“

    Und die ZDF-Hitparade mit dem Dieter, dem Thomas, dem Heck, die gibt es nicht mehr.
    Noch mal Glück gehabt. 🙂

    • mattes62 schreibt:

      Was heißt „Noch mal Glück gehabt“? Wirklich Glück hätten wir, wenn wir tatsächlich nur noch über die theologische Bedeutung der Schriften eines Propheten Wendler diskutieren würden – damit wären dann wahrscheinlich schon beinahe paradiesische Verhältnisse hergestellt. Erst recht, wenn man es selbstverständlich obendrein auch noch ohne weitere Probleme sein lassen dürfte. Ach, Utopia …

      Was die gegenwärtige Welt betrifft: Vielen Dank an Gerd Buurmann für die klaren Worte.

  7. abusheitan schreibt:

    „1. Unterschied: Das Evangelium ist ein Sammelsurium diverser Autoren. Der Koran hat nur einen Autor mit klarer Intention.
    2. Unterschied: Von den Autoren des Evangeliums wissen wir nicht viel. Der Autor des Korans war ein Feldherr.“

    Der Koran ist ein Sammelsurium verschiedenster Bruchstücke des Judentums, des Christentums und polytheistischer Religionen. Es wird zwar behauptet, Allah persönlich habe ihn geschrieben, aber über seine wirklichen Autoren ist nichts bekannt.
    Eine klare Intention und einen Sinn hat der Koran nicht. Daher sind die sinn- und zusammenhanglosen Suren einfach der Länge nach angeordnet. Da aber die meisten Suren von Gewalt, Unterdrückung, Bestrafung, Beute und Betrug handeln, wird dies von entsprechenden Gläubigen im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch so umgesetzt.
    Mouhannad Khorchide gelingt allerdings die Meisterleistung, aus dem Koran einen barmherzigen Gott herauszudestillieren.
    Der DDR gelang es damals bekanntlich, aus Scheiße Butter herzustellen. Nur der Geschmack ließ zu wünschen.
    Zum Islam lässt sich aber jetzt schon sagen: Er stinkt.

    • Eliyah schreibt:

      Mohammed hat ihn bestimmt nicht selbst geschrieben, er war Analphabet. Es muss also doch Allah gewesen sein. 😉

      • abusheitan schreibt:

        Mohammed war wohl analophil. Irgendwie musste er die Jahre zwischen Aishas 6. und 9. Geburtstag überbrücken.
        Da er als schönes Vorbild gilt, wird dies auch heute noch gerne praktiziert, damit gläubige Muslimas als Jungfrauen in die Ehe eingehen können.

        • Clas Lehmann schreibt:

          In die oder in der?

          Nebenbei, ich kenne auch einen jungen Mann, der verheiratet wurde und sich nicht in der Lage sah, sein Nein aufrecht zu erhalten… Zunächst eher ein Unglück, und wie es inzwischen ist, weiß ich nicht mehr; die Familie wohnt jetzt in Köln…

        • ZetaOri schreibt:

          >>“…
          wird dies auch heute noch gerne praktiziert, damit gläubige Muslimas als Jungfrauen in die Ehe eingehen können.“

          Also, das ist ja wohl eine ganz bösartige Polemik, oder?
          ODER?

          Zitat:
          „[…]
          Kundruns wirklicher Horror aber, das sind eingesperrte und vergewaltigte Ehefrauen, missbrauchte Töchter. Sie erzählt von einem Mädchen, in deren Mund sich eine Geschlechtskrankheit eingenistet hatte, vom Bruder übertragen. Von einer Fünfjährigen, deren Anus zerrissen ist, weil sie anal missbraucht wurde, um das Jungfernhäutchen zu schützen. „Tor zwei” nennen Musliminnen das: Analverkehr, um die Jungfräulichkeit zu bewahren; diese Sexualpraktik nutzen Männer, wenn ein junges Mädchen in der Hochzeitsnacht unberührt wirken soll.
          […]“
          ZE.

          Hm, oder vielleicht doch nicht? 😦

          • Aristobulus schreibt:


            Ah, ist das alles grässlich.
            Und Frauen, denen solche Gräuel geschehen, geben diese Gräuel meist selber an die nächste Generation weiter, wenn sie in Gesellschaften leben, in denen über diese Gräuel nicht gesprochen werden darf

          • ZetaOri schreibt:

            Aristobulus schreibt:
            >>…
            Und Frauen, denen solche Gräuel geschehen, geben diese Gräuel meist selber an die nächste Generation weiter, …

            Die Schlüsselaussage dazu in dem verlinkten Text von Kahlweit ist hier wohl:

            „Ich dachte, die dürfen das.“

            Wie soll jemand reagieren, der davon überzeugt ist, dass das, was ihm geschieht, völlig rechtens ist? Die Perpetuierung solcher Verhaltensmuster ist da doch nur logisch.

          • Aristobulus schreibt:

            …ja. Grässlich logisch.
            Indem jemand denkt, „ich dachte, die dürfen das“, dann sieht die Welt aus wie Quälen und Gequältwerden, nein in der anderen Reihenfolge.

            Eli Lasch s“l, ein deutsch-israelischer Kimderarzt, der nach 1967 in Gaza die medizinische Versorgung von Null auf erbaut hat, sagte, die Schlimmsten seien gar nicht die Terroristen gewesen – die Schlimmsten seien die arabischen Großmütter gewesen.

          • ZetaOri schreibt:

            Aristobulus schreibt:
            >>…
            die Schlimmsten seien die arabischen Großmütter gewesen.

            Jo, so ähnlich stellt sich das auch bei der Genitalverstümmelung an Millionen kleiner Mädchen, vorwiegend in Afrika, dar.
            Die Initiativen, die vor Ort dagegen kämpfen, sehen sich vor allem der Feindschaft alter Weibsen ausgesetzt. *kotz*

      • anti3anti schreibt:

        Mohammed hat den Koran diktiert. Da er das Geschriebene nie gelesen hat …

        • Aristobulus schreibt:

          Er soll den Koran ja von einem diktiert bekommen haben, der Dschibril hieß.
          Hatte wenigstens der das korrekturgelesen?

          • ZetaOri schreibt:

            Und dieser Herr Gabriel Archangelos hatte es wiederum von einem gewissen Allah.
            Man könnte nun an die Effekte bei dem bekannten Kinderspiel ‚Stille Post‘ denken, das wäre aber völlig abwegig, da Allah bekanntlich omniscient ist.
            Der wusste also genau, welche Übertragungsfehler zwischen ihm, Dschibril, Mo, dessen Sekretären und nachfolgend 100ten Kopisten passieren würden.
            Der wusste auch genau, welcher Horror bis zum heutigen Tag daraus entstehen würde.
            Der wusste das sogar schon, bevor er dieses Universum geschaffen hat!
            Trotzdem hat er es erschaffen.
            Ist der Typ pervers?

          • Aristobulus schreibt:

            Aber zweifelsfrei bewiesenermaßen! 😀

          • anti3anti schreibt:

            Allah wusste es nicht nur, er hat es bewirkt!

          • Eliyah schreibt:

            Und daran erkennt man, dass Muslime für ihr Verhalten völlig unverantwortlich sind. Allah bewirkt alles.

          • ZetaOri schreibt:

            anti3anti schreibt:
            „>> Allah wusste es nicht nur, er hat es bewirkt!“

            Logisch! Etwas anderes ist bei einem allmächtigen und allwissenden schlechterdings nicht möglich. Sonst müsste er zumindest einen seiner Champion-Gürtel abgeben.

          • ZetaOri schreibt:

            Eliyah schreibt:
            „… dass Muslime für ihr Verhalten völlig unverantwortlich sind.“

            ;-D
            Ja nu, unverantwortliches (man beachte die Synonyme) Verhalten kann man sich halt nur leisten, wenn man für nix verantwortlich zeichnet. (Oder bei einem im Ernstfall eh nix zu holen ist.)

  8. anti3anti schreibt:

    „Der Kommunismus und der Nationalsozialismus sind ebenfalls Ideologien. Der Kommunismus hat “Das Kommunistische Manifest”. Der Nationalsozialismus hat “Mein Kampf”. Beide Werke haben einen Autor wie der Koran.“

    Das Kommunistische Manifest hat zwei Autoren!😀

    • Clas Lehmann schreibt:

      Von daher gibt es ja auch Menschen, die ihm mehr Akzeptabilität zubilligen, als beiden anderen genannten Werken…

      Wobei die Umsetzungen in praktische Politik außer Betracht bleiben.

    • ZetaOri schreibt:

      >>“…
      Das Kommunistische Manifest hat zwei Autoren!“

      Vor allem haben die (und andere diesseitige Ideologen) Ziele ihrer Ideologie definiert, deren Erreichen (oder wenigstens eine Annäherung) in DIESER Welt prinzipiell verifiziert resp. falsifiziert werden kann. Die Selbstimmunisierungs-Strategie jenseitiger Ideologien beruht darauf, dass die Belohnung (Bestrafung bei Verweigerung) für ideologiekonformes Wohlverhalten, intellektuelle Selbstbeschränkung und Hinnahme (oder gar Erstreben) erbärmlichster Lebensumstände in ein fiktives Jenseits verlagert wird, welches sich vorteilhafterweise jeder Überprüfung entzieht.
      Der Unterschied wird im Verfallsdatum deutlich: Während weltliche Ideologien da eher zu den leicht verderblichen Waren zählen, sind die himmlischen die reinsten Dauerkonserven mit fast unbegrenzter Haltbarkeit.
      (Solange man sie nicht öffnet >;D)

      • Aristobulus schreibt:

        … und wehe, einer versucht sie zu öffnen, dann kommen die professionellen Nichtdenker, Nichtkritiker und Nichtöffner, zücken die Dosenöffner und machen den Versuchsöffner fertig.

        • ZetaOri schreibt:

          Nu ja, mittels der ‚historisch-kritischen Methode‘ ist bei den hl. Schwarten schon so manches Deckelchen geöffnet worden. Von den rezenten Monotheismen ist’s derzeit nur noch einer, der sich mit Zähnen und Klauen gegen eine wissenschaftliche Textkritik wehrt, schon gar nicht bereit ist, es selber zu machen.
          Beim Projekt text an der BBAW geht’s auch nicht so recht weiter, obwohl die mit ’nem Team von 7 Leuten schon 7 Jahre daran sind: 49 Mannjahre.
          Wahrscheinlich müssen die bei jedem ‚chronologisch-literaturwissenschaftlichen Kommentar‘ erst bei der al-Azhar in Kairo nachfragen, ob die Textkritik auch ’sensibel‘ genug ist.

          • Aristobulus schreibt:

            Solche sind doch ebenso akkulturiert wie einst die notorische Annemarie Schimmel, Trägerin des Ordens „Ehrenhalbmond der Islamischen Republik Pakistan“, Ehrenmitglied des Zentralrats der Muslime in Deutschland und eifrige Rechtfertigerin der Todes-Fatwa an Zalman Rushdie – und Genitalverstümmelungen an Frauen fand sie auch gut, sofern sie dem Islam dienten.

            http://www.emma.de/artikel/islamismus-skandal-um-friedenspreistraegerin-263562

          • ZetaOri schreibt:

            Aristobulus schreibt:
            >>Solche sind doch ebenso akkulturiert wie einst die notorische Annemarie Schimmel, …

            Mag sein, aber immerhin sieht man sich als akademisches Projekt mit explizit wissenschaftlichem Anspruch. Da muss man schon anderes bringen als die schwärmerischen Apologien einer Schimmel, ihres Zeichens die Courths-Mahler des Islam.
            Nicht zuletzt, weil man damit im Fokus der wissenschaftlichen Community steht, die nichts lieber tut, als in ihrem Namen verzapften Schmonzes in der Luft zu zerreißen.
            Auch akademische Reputation ist durchaus vergänglich, resp. bei jungen Wissenschaftlern für alle Zukunft zu verbauen.

          • Aristobulus schreibt:

            …die Courths-Mahler des Islam“
            LOL!
            Die hatte 1937 in der allgemeinen nazistischen Islameuphorie angefangen, eine Islamspezialistin zu werden, und sie blieb es gern. Hatte wohl sonst nichts außer dem ewigen Mitläufertum.

            Heutige akademische Fachkräfte wälzen sich in dieser Euphorie naturgemäß viel strenger wissenschaftlich.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Korrigiert. Dadurch wurde der Text noch bissiger 😉

  9. Eliyah schreibt:

    Wer ist Michael Wendler? Muss man den kennen?

    • notyourbuziness schreibt:

      Du hast eine Maschine zuhause mit der lässt sich sowas wie google aufrufen, Deutscher. Also frag nicht so dumm.

      • Eliyah schreibt:

        Dass ich mir das „wer“ mit technischen Hilfsmitteln selbst beantworten kann, muss mir keiner besserwisserisch erklären. Konzentriere Dich auf die zweite Frage, wenn Du schon unbedingt antworten musst.
        P.S.: Woher kennst Du meine Kollektion an Reisepässen? Ich heisse Eliyah, nicht „Deutscher“.

        • Aristobulus schreibt:

          Muss man den nun kennen? Keine schlechte Frage.
          Leider muss man Mohammed ja kennen, obwohl wahrlich alles, alles dagegen spricht.
          So, nur wohl in ganz, ganz Klein, wird es sich auch beim Michael Wendner verhalten.

      • Clas Lehmann schreibt:

        Das ist eine der Fragen, die womöglich rhetorisch-ironisch gemeint sind, dem Feinsinnigen feinsinnig erscheinen und nicht angemessen beantwortet werden, in dem man angrobsend auf Google verweist…

        Im Gegenteil, sollte man einer solchen Frage gestatten, fortzubestehen, offen zu bleiben…

        Das erheitert und regt zum Nachdenken an.

    • ZetaOri schreibt:

      >>“Wer ist Michael Wendler? Muss man den kennen?“

      Hmm, meine mich nebelhaft zu erinnern, den Namen schon einmal gehört zu haben, und dem Artikel nach scheint er so etwas wie ein Urheber oder/und Darbieter wenig anspruchsvoller Geräuschkunst zu sein.
      Aber: Wer ist Mohammed? Und wer ist Koran? Muss man DIE kennen?

      • Eliyah schreibt:

        Von Mohammed und den Koran muss man zumindest wissen. Wenn nicht, läuft man Gefahr, den falschen Leuten die richtigen Fragen zu stellen und dann auf YouTube geköpft zu werden.

        • ZetaOri schreibt:

          Dann könnte man die vielleicht ganz grob unter „gemeingefährlich“ einordnen?

          Btw.: Manchmal soll es schon reichen, bei den falschen Leuten nicht die richtige Antwort zu wissen:
          http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-terroristen-der-schabab-toeten-28-menschen-in-reisebus-a-1004415.html

        • Clas Lehmann schreibt:

          Nicht nur auf YT. It’s reality!

          • Aristobulus schreibt:

            … aber interessant sind auch diese Stelle beim Mattäus „und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter“. Damals gab es g“ttlob noch kein Youtube, aber die Stelle es klingt schon danach.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Meinegüte, so viele Tastaturfehler, pardon!, und ich werd nu dieses Youtube ausstellen, versprochen. Diese Köpfereien schlagen so auf die Stimmung des frühen Abends.

          • ZetaOri schreibt:

            Aristobulus schreibt:
            >>“… Damals gab es g”ttlob noch kein Youtube, aber die Stelle es klingt schon danach.“

            Nu, das haben Juden geschrieben, nicht wahr? Die haben nicht nur die besseren Propheten, sondern sind ganz allgemein viel pragmatischer. Obwohl: Hätt‘ der Mattes von der Entzweiung zwischen Schwiegersohn und Schwiegermutter gesprochen, wär’s, zumindest nach heutigen Verhältnissen, noch realistischer gewesen
            ;D

          • Aristobulus schreibt:

            Die Jiddn hatten geschrieben, ZetaOri: „… zwischen allen und allem, das verschwägert ist oder versucht, sich zu verschwägern, oder das einst verschwägert oder versucht verschwägert war!, drum passt nicht auf diesen gewissen Rebben Joschke auf, damit er euch keinen Floh ins Schwiegerohr setzt“.

            Woraus dann die Tertulliane, Augustinusse und weiteren Konzilien die Schwiegermütter und Schwiegertöchter gemacht haben, weil sie sich da nicht auskannten und lieber glaubten, die bücken miteinander Kekse und freuten sich.

          • Aristobulus schreibt:

            büken.
            Schönes starckeß Verpp.

          • ZetaOri schreibt:

            Aristobulus schreibt:
            >>büken.
            Schönes starckeß Verpp.

            😀
            Was nichts daran ändert, dass sie die besseren Propheten haben (von Linguisten hat niemand gesprochen). Woher hätten die sonst von Youtube wissen sollen?
            Heute würden die wohl jede Woche 6 Richtige im Lotto abräumen.
            (Na ja, zumindest mit ’ner Wahrscheinlichkeit von ~ 1:16Mio)
            ;-Þ

    • Paul schreibt:

      Nein, muss man nicht und erst recht nicht in Google nach ihm suchen. Ich habe es getan. Lohnt nicht.
      Lieber Eliyah, Vergleiche haben immer das Schicksal, dass sie hinken.
      Dieser Vergleich hat keine Beine.
      Mohammed mit Michael Wendler vergleichen?
      Na gut, jetzt weiß ich wenigstens, dass es diesen Menschen gibt.

      Herzlich, Paul

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Wer wendler nicht kennt, hat alles richtig gemacht 😉

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Kenne ihn noch immer nicht, bin auch nicht der Versuchung des Guhgelns erlegen (obzwar mit Müh und Not), halte mich an des Tapferen Ratschluss und versuche, weiter alles richtig zu machen.
            Hapüh.

        • Paul schreibt:

          Danke, lieber Gerd.
          Du weißt ich bin katholisch und deshalb schreibe ich zu diesem Kommentar nichts mehr.
          Wir haben da so unsere Meinungen. Warum sollen wir uns die Verschiedenheit der Auffassung um die „Ohren hauen“, zumal in sehr vielen anderen Bereichen die Übereinstimmungen so groß sind? Ich jedenfalls, kann die Verschiedenheit durchaus stehen lassen.
          Konsens im Dissens.

          Herzlich, Paul

          • Aristobulus schreibt:

            [ …bedeutet „ich bin katholisch“ in dem Zusammenhang, nichts über schlimme NT-Stellen schreiben zu dürfen oder zu wollen?, oder nicht zu sollen, oder nicht zu mögen?

            Fein, dann mach ich das ab jetzt auch so. So bald einer mit irgend Völkermordaufrufen in Torah und Talmud oder mit jüdischer Weltherrschaft, Siedlern und dem notorisch Brüchigen kommt, sag ich schlicht, pardon, ich bin Jude und werde dazu nichts sagen, denn ich kann Verschiedenheit durchaus stehen lassen. ]

          • Clas Lehmann schreibt:

            Und Dussels auch, genau da, wo sie begegneten… Und -Innen.

            Ich stolperte in des Lieblingssureninhabers Gesichtsbuch über einen Schneider helge, der da Kommentäter war. Nun wollte ich wissen, ob das der nämliche dämliche mit der Lokuslyrik fürer Katzen wäre… In dessen GB fand ich dann einen Beitrag von Frau E. H.-G. Äußerst schmerzhaft, nur hineinzulesen. Peinigend, dumm, faktenfern und Multiresistent, aber kein Keim mehr, sondern ausgewachsen.

            Da dachte ich nun auch: Hier lohnt es wohl nicht.

            Ob es nun der nämliche ist, weiß ich noch immer nicht. Ich will es auch nicht mehr wissen. Dass ist da alles mit Antipersonenbeiträgen verseucht… da geh ich nicht mehr hin.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich bin auch katholisch!

          • Aristobulus schreibt:

            😀

            Verschiedenheiten muss man so stehen lassen.

          • Aristobulus schreibt:

            Clas – ja, man selber kann und mag da einfach nicht, der Durchseuchungsgrad da ist so seuchenhaft, dass selbst das umgedrehte und berichtigte Gegenteil noch ansteckend wirkt.
            So viel die Händewaschen und Mundausspülen nach dem Lesen ist kaum möglich

          • Paul schreibt:

            Lieber Gerd!
            Das macht doch nichts.
            Spricht doch eher für uns.
            Ist ein Zeichen welche Meinungsvielfalt es bei uns gibt.
            Trotzdem bleibt es dabei. Ich werde das hier in aller Öffentlichkeit nicht mit Dir diskutieren.

            Herzlich, Paul

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            In Ordnung. 🙂
            Frohe Adventszeit.
            Die ja eigentlich Fastenzeit ist, wie wir Katholiken wissen.

          • Paul schreibt:

            Ganz viel früher war es noch schlimmer.
            Vor Weihnachten gab es ein 40tägiges Fasten, dass am 11.11. (Martinstag) begann. Die Martinsgans ist davon noch übrig geblieben. Damals hat man sich mit einem üppigen Fleischmahl auf die bevorstehende fleischlose Zeit vorbereitet.
            Diese Fastenzeit wurde dann wohl auf die Adventszeit verkürzt, bevor sie aufgehoben wurde. Übrig geblieben ist zu meiner Kindheit der Heiligabend als halber Fastentag, bis 17:00.
            Die Adventszeit war damals eine sogenannte Stille Zeit. Öffentliche Lustbarkeiten (so hieß das damals wirklich) waren uns verboten. Also keine Tanzveranstaltung, keine Hochzeiten. Als Relikt blieb für mich eine von Süßigkeiten freie Zeit übrig. Über den Werihnachtsteller habe ich mich dann her gemacht, wie das Schwein über den Trog. 🙂

            Lieber Gerd, Dir und Deiner Frau auch eine gesegnete Adventszeit.

            Herzlich, Paul

        • Clas Lehmann schreibt:

          Aber da siehst Du: Kritik kann auch Schaden anrichten, in dem sie Leute da bekannt macht, wo man sie noch nicht kannte… Streusand, oder so…

Seid gut zueinander!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s