Frankreich erpresst Juden

Nachdem bei Paris ein junges jüdisches Paar von drei muslimischen Männern überfallen wurde, die unter anderem die 19-jährige Frau vergewaltigten, erschien in der WELT diese Schlagzeile: „Frankreich fürchtet Hasswelle gegen Juden“.

Ich finde, die Schlagzeile sollte anders lauten:

„Juden fürchten Hasswelle gegen Juden. Frankreich schaut zu!“

Frankreich hält zur Zeit den traurigen Rekord der meisten antisemitisch motivierten Morde in Europa der letzen zehn Jahre:

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, weil sie Juden waren, drei Opfer waren Kinder.

Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel von einem französischen Moslem erschossen. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen.

All diese Taten sind motiviert von diesen Worten:

“Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!”

Was klingt wie eine Rede von Joseph Göbbels ist in Wirklichkeit viel jünger. Sie wurde am 28. Februar 2010 auf Al-Aqsa TV von einem Minister der Hamas gehalten. Die Worte sind an alle Muslime gerichtet. Die Hamas wurde in Gaza zur stärksten Partei gewählt und fordert laut Artikel 7 der eigenen Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit.

Was macht Frankreich in Anbetracht dieses mörderischen Hasses?

Die französische Nationalversammlung stimmte am 2. Dezember 2014 mit einer Mehrheit von 339 Stimmen bei 151 Gegenstimmen einer Resolution zur sofortigen Anerkennung des Staates Palästina zu. Darin dringt Frankreich auf eine Lösung des Nahost-Konflikts binnen zwei Jahren und will im Falle eines Scheiterns Palästina als Staat anerkennen. „Wir wollen das Hindernis von endlosen Verhandlungen überwinden“, sagte Außenminister Laurent Fabius bei der Debatte vergangenen Freitag.

Im Falle eines Scheiterns der Verhandlung will Frankreich also Palästina anerkennen, ein Gebilde, das zur Zeit von zwei Regierungen geführt wird: Hamas und Fatah. Seit über 60 Jahren sieht sich das kleine, demokratische Land Israel von Feinden umzingelt, die einen Krieg führen, an dessen Ende die Radikalen von der Hamas die Vernichtung aller Juden fordern, während die sogenannten Gemäßigten von der Fatah nur die Vernichtung des Staates Israels in Aussicht stellen.

Mit diesen Leuten soll Israel verhandeln, aber zack zack, und wenn es nicht zu einem Ergebnis binnen zwei Jahren kommt, erklärt Frankreich, den Vernichtungswillen anzuerkennen.

Mit dieser Aufforderung übt Frankreich keinen Druck auf Israel aus. Was Frankreich hier veranstaltet, ist die grausamste Erpressung, die in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg auf Juden ausgeübt wurde. Frankreich erpresst Israel, mit der Fatah und der Hamas über die Modalitäten der Vernichtung zu verhandeln, ob nun alle Juden oder nur Israel vernichtet werden sollen, ob nun alle Juden oder weniger, ob in zwei Jahren oder sofort. Wenn in zwei Jahren kein Ergebnis steht, wird Frankreich den Vernichtungswillen anerkennen.

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