„Wenn es so viele schlechte Äpfel gibt, dann ist etwas falsch mit dem Obstgarten!“

Die Kreuzzüge, die spanische Inquisition, die Menschenvernichtung der Konquistadoren in Südamerika, die Pogrome in Europa, der Judenhass Martin Luthers, all diese Ereignisse haben etwas mit dem Christentum zu tun. Nicht wenige Christen des Abendlandes nahmen das Evangelium, interpretierten es auf ihre Weise und schlugen los.

Es ist schon recht amüsant, dass nicht wenige stinkreiche Menschen, sich ausgerechnet Jesus zum Vorbild nehmen, ein Mann, der gesagt hat, eher ginge ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt.

Natürlich haben die Anschläge in Frankreich etwas mit dem Islam zu tun! Die Mörder der Menschen in der Redaktion von Charlie Hebdo riefen „Allahu Akbar“ während sie schossen. Der Mörder in dem jüdischen Supermarkt erklärte, er töte bewusst Juden, um den Islamischen Staat zu rächen. Diese Terroristen nahmen den Koran und interpretierten ihn auf ihre Weise.

Ich habe beide Bücher zu Hause liegen. Wenn in Namen von Büchern gemordet wird, ist es hilfreich, sie zu lesen, um zu schauen, was denn da interpretiert wird. Neben der großen Gemeinsamkeit der beiden Bücher, die darin besteht, dass Jesus vorkommt, aber auch anderes biblisches Personal, gibt es ein paar nicht unwichtige Unterschiede.

Das Evangelium ist ein Sammelsurium diverser Autoren. Nicht selten widersprechen sie sich. Der Koran hat nur einen Autor mit klarer Intention. Von den Autoren des Evangeliums wissen wir nicht viel. Der Autor des Korans war ein Feldherr.

Der Inhalt der Bücher weist auch einige Unterschiede auf, vor allem in dem Verhalten der Hauptfigur. Die Hauptfigur des Evangeliums ist ein Tischler, der mit Huren, Sündern und Trinkern abhängt. Ihm ist kaum eine Droge fremd. Gerne versorgt er Leute mit Alkohol. Jesus ist ein Hippie, der sich weigert, zu sehr in die weltliche Politik einzugreifen. Stattdessen erklärt er, wie man in den Himmel kommt, nämlich am besten durch ihn. Jesus ist schon ein bißchen selbstgefällig.

Die Hauptfigur im Koran ist ein Feldheer mit Vorliebe für Ehefrauen unter zehn Jahren. Er greift deutlich und kriegerisch ins politische Weltgeschehen eingriff und erklärt im Namen Gottes, wie man sich am besten unterwirft, nämlich ganz und gar. Mohammed ist schon sehr selbstherrlich!

Auch im Sterben unterscheiden sich die beiden Hauptfiguren deutlich. Jesus stirbt erbärmlich und leidend am Kreuz. Mohammad geht zufrieden. Ich glaube, es macht einen Unterschied, ob die Hauptfigur eines Buches ein armer Tischler ist, der am Ende elendig stirbt, oder ein Feldherr, der nach erfolgreichen Schlachten zufrieden geht.

Wenn also schon nicht wenige Christen mit viel Kreativität beim Interpretieren aus dem armen Tischler eine kriegerische Religion ableiten konnten, was können dann erst nicht wenige Muslime aus den Zeilen eines erfolgreichen Kriegers interpretieren?

Um es mit den Worten des Comedians Bill Maher zu sagen:

„Wir sind Amerikaner, wir wollen einzelne Menschen nicht herausgreifen, aber wenn man sich die lange Liste seit 9/11 aussieht, die Bombenanschläge von Madrid in 2004, London in 20005, in Mumbai, in Kenia, in Benghazi, und das war nur eine von 20 Städten, in der Gewalt ausbrach, als der Film „Innocence of Muslims“ im Internet erschien, ISIS, Boko Haram, die ein ganzes Dorf in dieser Woche ermordet haben, im vergangenen Jahr wurden in Pakistan all die Kinder in der Schule ermordet, dann das Parlament in Kanada, Australien. In dieser Show haben wir es immer gesagt, und wir wurden dafür Fanatiker genannt: Wenn es so viele schlechte Äpfel gibt, dann ist etwas falsch mit dem Obstgarten!
„Die Leute von Charlie Hebdo haben Eier wie der Eiffelturm. Zwölf Menschen in der Redaktion werden ermordet und die nächste Ausgabe erscheint dennoch pünktlich mit einer Millionenauflage. Was macht Sony Pictures? Sie ziehen einen ganzen Film zurück. Warum? Weil sie eine Email erhalten haben!“

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